{"id":23725,"date":"2014-10-27T09:46:45","date_gmt":"2014-10-27T07:46:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23725"},"modified":"2015-11-09T11:46:59","modified_gmt":"2015-11-09T10:46:59","slug":"hinweise-des-tages-2241","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23725","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (HR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23725#h01\">GDL-Streik &amp; Tarifeinheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23725#h02\">Ukraine\/Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23725#h03\">Testosteronpolitik &agrave; la Matteo Renzi<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23725#h04\">Heiner Flassbeck: Jugendarbeitslosigkeit. Wenn alle sparen, geht es in die Katastrophe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23725#h05\">Der neoliberale Charakter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23725#h06\">Paul Krugman: Plutocrats Against Democracy  &ndash;  Plutokraten gegen die Demokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23725#h07\">Zahl der Minijobber hat sich verdoppelt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23725#h08\">Besch&auml;ftigte in Werkst&auml;tten f&uuml;r behinderte Menschen und Bundesfreiwillige als Budgetbremse f&uuml;r die Rentner?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23725#h09\">Altenpfleger gehen auf die Stra&szlig;e<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23725#h10\">Soziale Selektion von Anfang bis Ende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23725#h11\">1,5 Millionen junge Analphabeten in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23725#h12\">Umstrittene Milliardenklage: Eon und Vattenfall machen gemeinsame Sache bei Atomklage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23725#h13\">Lobbyisten, Berater, T&uuml;r&ouml;ffner: Die Interessenkonflikte der Abgeordneten (Infografik)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23725#h14\">Von Roosevelt zu Obama: Die Aush&ouml;hlung der amerikanischen Demokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23725#h15\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23725#h16\">Chomskys Rede im Saal der UN zum Israel-Pal&auml;stina-Konflikt und seinen Falscherz&auml;hlern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23725#h17\">Sondierungsgespr&auml;che der Parteien DIE LINKE, SPD und B&Uuml;NDNIS 90\/DIE GR&Uuml;NEN in Thu&#776;ringen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23725#h18\">Neue Studentengeneration: Hauptfach Egoismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23725#h19\">Kino-Tipp: Es geht nicht um mich. Laura Poitras&rsquo; Film &uuml;ber Edward Snowden<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23725&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>GDL-Streik &amp; Tarifeinheit<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Die GDL muss Existenzangst haben<\/strong><br>\nForscher Heiner Dribbusch zum Tarifeinheitsgesetz und der aktuellen H&auml;ufung von Streiks<br>\nDen Sparten- und Berufsgewerkschaften wird vielfach vorgeworfen, sie wollten sich materielle Vorteile auf Kosten anderer Teile der Belegschaften verschaffen.&#8232;Dass ein Abschluss bei den Lokf&uuml;hrern oder Piloten zu niedrigeren Abschl&uuml;ssen in anderen Bereichen gef&uuml;hrt h&auml;tte, kann ich nicht erkennen. Insgesamt sind die Berufsgewerkschaften weder erfolgreicher noch durchsetzungsst&auml;rker als die Industriegewerkschaften. Generell bin ich aber &uuml;berzeugt, dass es besser ist, wenn Gewerkschaften gemeinsam und nicht getrennt mit den Unternehmen verhandeln und dort, wo es &uuml;berschneidende Organisationsbereiche gibt, tarifpolitisch kooperieren. Dies geschieht ja seit vielen Jahren im &ouml;ffentlichen Dienst ist aber derzeit bei der Bahn offenbar nicht m&ouml;glich.<br>\nF&uuml;hren die derzeitigen Streiks zu einer Entsolidarisierung in den betroffenen Betrieben?&#8232;Vielleicht nicht zu einer Entsolidarisierung aber sicherlich zu Konflikten. Dies gilt weniger f&uuml;r die Lufthansa &ndash; da gibt es ja nur eine Gewerkschaft, die f&uuml;r die Piloten verhandelt, aber f&uuml;r die Bahn. Hier hat die GDL erkl&auml;rt, dass sie nicht mehr nur wie bisher f&uuml;r die Lokf&uuml;hrer zu verhandeln will, sondern auch f&uuml;r anderer Berufsgruppen des Fahrpersonals. Das ist ihr gutes Recht, aber es war ebenso klar, dass dies die EVG, die diese Berufsgruppen bislang alleine vertreten hat, nicht widerspruchslos hin nimmt. Ich halte in dieser Situation den Vorschlag der EVG f&uuml;r sehr vern&uuml;nftig, sich zu zusammen zu setzen und gemeinsam tarifpolitische Zust&auml;ndigkeiten zu kl&auml;ren. (&hellip;)<br>\nDie Bundesregierung will in K&uuml;rze ein Gesetzentwurf zur Tarifeinheit vorlegen, dass die Rechte von Minderheitsgewerkschaften auf eigene Tarifvertr&auml;ge und damit auch deren Streikrecht einschr&auml;nkt. Ist dies nach ihrer Einsch&auml;tzung mit dem Grundgesetz vereinbar?&#8232;Es w&auml;re auf alle F&auml;lle ein gravierender Eingriff in Gewerkschaftsrechte und es ist sehr fraglich, ob dies von der Verfassung gedeckt ist. Ein solches Gesetz w&auml;re aber auch im Sinne der gewerkschaftlichen Einheit nicht zielf&uuml;hrend. Im Gegenteil: Es w&uuml;rde die Spaltung noch versch&auml;rfen, da dann nat&uuml;rlich noch erbitterter versucht werden w&uuml;rde, in einzelnen Sparten oder Betrieben Mehrheiten zu erreichen. Das aktuelle Vorgehen der GDL hat auch mit diesen Gesetzespl&auml;nen zu tun, da sie sich in ihrer Existenz bedroht f&uuml;hlen muss. Doch noch einmal: Man muss das Streikrecht von Gewerkschaften wie der GDL ohne wenn und aber verteidigen. Aber es nutzt den Besch&auml;ftigten letztendlich wenig, wenn Konflikte zwischen Gewerkschaften auf derart aggressive Weise ausgefochten werden. Abgrenzungskonflikte wird es immer geben, auch zwischen DGB-Gewerkschaften.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/950255.die-gdl-muss-existenzangst-haben.html\">neues deutschland<\/a><\/li>\n<li><strong>GdL-Streik: Wer sind Volker Siewke und die &ldquo;Initiative f&uuml;r mehr Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in der GDL&rdquo; &ndash; und was ist dran am &ldquo;offenbar wachsenden Widerstand gegen Weselsky&rdquo;?<\/strong><br>\nDas ist schon mysteri&ouml;s. Ein Gewerkschafter der GdL, Volker Siewke, setzt in die Welt, dass der Widerstand gegen den derzeitigen Vorsitzenden der GdL, Claus Weselsky, w&auml;chst &ndash; und verl&auml;sst sich dabei auf seine &ldquo;Stimmungslage&rdquo;. Gleichzeitig stellt Siewke im Interview mit dem Deutschlandfunk dazu fest: &ldquo;Das ist schwer zu sagen, das ist ganz schwierig auszumachen. Ich denke mal, es gibt auch keine Erhebung.&rdquo; Das h&auml;lt den Deutschlandfunk nicht davon ab, in den Nachrichten zu senden: &ldquo;Widerstand in der GDL gegen Weselsky w&auml;chst&ldquo;. Und prompt wird diese Meldung als neutrale Nachricht auf allen Kan&auml;len der einschl&auml;gigen Medien gefunkt. Wie neutral und verl&auml;sslich aber sind Volker Siewke und seine Aussage &ndash; und Christine Heuer, die ihn im Deutschlandfunk interviewt hat? Und wer ist die &ldquo;Initiative f&uuml;r mehr Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in der GdL&rdquo;, f&uuml;r die Siewke spricht?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2014\/10\/gdl-streik-wer-ist-volker-siewke-und-die-initiative-fur-mehr-demokratie-und-rechtsstaatlichkeit-in-der-gdl-und-was-ist-dran-am-offenbar-wachsenden-widerstand-gegen-weselsky\/\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><strong>Es wird auch f&uuml;rs Streikrecht gestreikt<\/strong><br>\nBei den Streiks im deutschen Schienen- und Luftverkehr geht es auch um L&ouml;hne, Arbeitszeit und Pensionsanspr&uuml;che. Aber nicht in erster Linie.<br>\nMitte vergangener Woche ein eint&auml;giger Streik der Lokf&uuml;hrerInnen, danach ein Ausstand bei der Lufthansa-Tochter Germanwings, am Wochenende dann eine zweit&auml;gige Arbeitsniederlegung bei der staatseigenen Deutschen Bahn (DB) und ab Montag ein erneuter Streik der Lufthansa-Piloten: Wer derzeit in Deutschland unterwegs ist, muss sich auf manches gefasst machen. Denn die Arbeitsk&auml;mpfe sind noch lange nicht vorbei. Die Unternehmen mauern, und die beiden Gewerkschaften &ndash; die Vereinigung Cockpit (VC) und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivf&uuml;hrer (GDL) &ndash; k&ouml;nnen es sich gar nicht leisten, jetzt einfach nachzugeben. Es steht zu viel auf dem Spiel f&uuml;r sie.<br>\nDabei w&auml;re ein Kompromiss in der Sache nicht nur m&ouml;glich &ndash; er wird wohl auch kommen. Die VC wehrt sich vor allem dagegen, dass die Lufthansa die bisherige sogenannte &Uuml;bergangsversorgung von Pilotinnen und Kopiloten einseitig abschaffen will; bisher konnten die Cockpitbesatzungen von Lufthansa, Lufthansa-Cargo und Germanwings ab dem Alter von 55 Jahren in Fr&uuml;hrente gehen. Das Management, so die VC, wolle zudem die PilotInnen in mehrere Tarifgruppen aufteilen und schiebe bei Verhandlungen immer neue Forderungen nach.<br>\nAuch bei der Bahn ist der eigentliche Tarifkonflikt eher simpler Natur: Die GDL, die achtzig Prozent aller DB-Lokf&uuml;hrerInnen vertritt, verlangt f&uuml;nf Prozent mehr Lohn und eine Arbeitszeitverk&uuml;rzung von zwei Wochenstunden. Angesichts der Tatsache, dass ein Lokf&uuml;hrer nach 25 Dienstjahren ein Grundgehalt von knapp &uuml;ber 3000 Euro brutto bekommt (netto sind das umgerechnet weniger als 2500 Franken) und damit weniger verdient als ein Facharbeiter, und angesichts der unz&auml;hligen &Uuml;berstunden, die das DB-Fahrpersonal schiebt, sind das moderate Ziele.<br>\nDoch es geht um weitaus mehr. Was die Arbeitskonflikte so kompliziert macht, sind das autorit&auml;re Gebaren der Unternehmensf&uuml;hrungen &ndash; die Lufthansa wollte bereits viermal die bisherigen PilotInnenstreiks gerichtlich verbieten lassen &ndash;, aktuelle politische Auseinandersetzungen um die sogenannte Tarifeinheit und zwischengewerkschaftlicher Zwist. Denn GDL und VC sind Spartengewerkschaften, die nur einzelne, durchsetzungsf&auml;hige Berufsgruppen organisieren und damit das in Deutschland lange Zeit vorherrschende industriegewerkschaftliche Konzept unterlaufen: eine Branche, eine Gewerkschaft, ein Tarifvertrag &ndash; das war bis in die neunziger Jahre die Regel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.woz.ch\/1443\/deutschland\/es-wird-auch-fuers-streikrecht-gestreikt\">WOZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Lokf&uuml;hrerstreik: Die M&auml;r von der gesch&ouml;nten Urabstimmung<\/strong><br>\nAm vergangenen Wochenende, als Lageberichte von deutschen Bahnh&ouml;fen die Berichterstattung bestimmten und die Emp&ouml;rung &uuml;ber den Arbeitskampf der GDL so richtig sch&ouml;n hoch gekocht war, erschien in der Bild am Sonntag eine Meldung, die es schnell in die Live-Ticker vieler Online-Medien schaffte. Bei der Urabstimmung der Lokf&uuml;hrergewerkschaft Anfang Oktober sei es wom&ouml;glich nicht mit rechten Dingen zugegangen, berichtete das Blatt, der Streik sei daher wom&ouml;glich gar nicht rechtm&auml;&szlig;ig.<br>\nDie Bild st&uuml;tzte ihren &ldquo;Schummel-Verdacht&rdquo; auf Aussagen des Arbeitsrechtlers Manfred L&ouml;wisch, der berechnet hatte, dass mutma&szlig;lich nur knapp 74 Prozent der stimmberechtigten GDL-Mitglieder f&uuml;r einen Streik votiert h&auml;tten. Die GDL-Spitze hingegen hatte Anfang Oktober eine Zustimmung von 91 Prozent verk&uuml;ndet. Diese Differenz kommt zustande, weil die GDL nicht die stimmberechtigten Mitglieder als Berechnungsgrundlage herangezogen hat, sondern nur die Zahl der tats&auml;chlich abgegebenen Stimmen. Vermutlich ein mieser Trick, befand das Blatt, und viele Journalisten sahen das tendenziell &auml;hnlich: Das Vorgehen der GDL bei ihrer Urabstimmung sei &ldquo;eine absolute Ausnahme&rdquo;, hie&szlig; es hier, es sei  &ldquo;zumindest un&uuml;blich&ldquo;, behauptete die dpa. [&hellip;]Bei einer ganzen Reihe anderer Gewerkschaften sind die Bestimmungen hingegen so formuliert, dass ein Quorum von 75 Prozent derjenigen, die sich an der Urabstimmung beteiligen, ausreichend ist. Hierzu geh&ouml;ren unter anderem die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), die IG Bergbau und Chemie (IG BCE), der Marburger Bund, die Gewerkschaft der Polizei (GdP), der Deutsche Beamtenbund (DBB) sowie die ehemalige Gewerkschaft Transnet, die mittlerweile in der GDL-Konkurrenzorganisation EVG aufgegangen ist. Die in den vergangenen Tagen vielfach aufgestellte Behauptung, das Vorgehen der GDL bei ihrer Urabstimmung sei &ldquo;un&uuml;blich&rdquo;, ist nur dann zutreffend, wenn man Verdi und die IG Metall zum Vergleich heranzieht, die Regelungen einer ganzen Reihe anderer Arbeitnehmerverb&auml;nde aber au&szlig;er Acht l&auml;sst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wibkeschmidt.com\/2014\/10\/22\/lokfuhrerstreik-die-mahr-von-der-schummelei-bei-der-urabstimmung\/\">Wibke Schmidt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ukraine\/Russland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Wahlen in der Ukraine: Proeurop&auml;ische Kr&auml;fte gewinnen deutlich<\/strong><br>\nDie proeurop&auml;ischen Kr&auml;fte um Pr&auml;sident Petro Poroschenko haben bei der Parlamentsneuwahl in der Ukraine Prognosen zufolge einen klaren Sieg errungen. Das berichtete der private ukrainische Fernsehsender Ukraina am Sonntag kurz nach Schlie&szlig;ung der Wahllokale. Die Partei kam auf 22 bis 23 Prozent der Stimmen. Die neue rechtsliberale Volksfront von Regierungschef Arseni Jazenjuk kam den Prognosen zufolge aus dem Stand auf 20,7 Prozent, deutlich mehr als vorausgesagt. Es wird erwartet, dass er Ministerpr&auml;sident bleibt. Als gr&ouml;&szlig;te &Uuml;berraschung werteten Beobachter das Resultat der liberalen Partei Samopomoschtsch (Selbsthilfe) &ndash; sie kam laut Prognosen auf 13,2 Prozent der Stimmen. In der im proeurop&auml;ischen Westen verankerten Partei sahen viele W&auml;hler wohl eine unverbrauchte Kraft.<br>\nDie ebenfalls prowestliche Vaterlandspartei von Ex-Regierungschefin Julija Tymoschenko schaffte demnach mit etwa 5,6 Prozent nur knapp den Einzug in die Rada, dem ukrainischen Parlament. Unerwartet schlecht schnitt der Rechtspopulist Oleg Ljaschko ab. Seine Partei &ldquo;Radikale Freiheit&rdquo; landete nicht wie erwartet an zweiter, sondern an f&uuml;nfter Stelle mit laut Prognosen 6,4 Prozent der Stimmen. Eine erneute Regierungsbeteiligung der Partei sei damit in weite Ferne ger&uuml;ckt, meinten Politologen in Kiew. Der als militant geltende Rechte Sektor scheiterte den Prognosen zufolge mit vermutlich weniger als zwei Prozent deutlich an der F&uuml;nfprozenth&uuml;rde. &ndash; Das offizielle Endergebnis der Wahl wird erst in zehn Tagen erwartet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/wahlen-ukraine-petro-poroschenko-liegt-vorne-a-999360.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Sowohl die Tagesschau als auch die &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2014-10\/ukraine-wahl-petro-poroschenko-arseni-jazenjuk\">Zeit<\/a>&ldquo; und die meisten anderen Medien w&auml;hlen als Hauptbotschaft, dass die &bdquo;Pro-Europ&auml;er&ldquo; des Poroschenko-Blocks (22 -23%) und die Volksfront des amtierenden Ministerpr&auml;sidenten Jazenjuks (21%) st&auml;rkste Parteien geworden w&auml;ren, hinzu k&auml;me ja noch die Partei des Lemberger B&uuml;rgermeisters (13%)und die Timoschenko-Partei (6%).<\/em><br>\n<em>Man k&ouml;nnte mit gleichem Recht sagen, dass mit Poroschenko der westlich orientierte <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2014\/10\/10\/a0043.text\">Pintschuk-Clan<\/a> und mit Jazenjuk und Timoschenko die westlich orientierten Nationalisten und deren diese  Parteien unterst&uuml;tzenden Oligarchen die Wahl gewonnen haben. Die viel wichtigere Frage ist, wie soll eine Regierung gebildet werden, in der Poroschenko  und Jazenjuk, die in der Frage einer L&ouml;sung der Krise zwischen der West- und der Ostukraine v&ouml;llig gegens&auml;tzliche Positionen vertreten. Das starke Abschneiden von Jazenjuks Volksfront deutet auf eine Eskalation des Konfliktes zwischen der West- und der Ostukraine hin und das hei&szlig;t auch auf eine weitere Konfrontation des &bdquo;Westens&ldquo; mit Russland.Und was hei&szlig;t bei etwas &uuml;ber 40 Prozent Wahlbeteiligung &uuml;berhaupt, dass die  &bdquo;Pro-Europ&auml;er&ldquo; gewonnen h&auml;tten.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit.<\/strong> Damit d&uuml;rfte die M&auml;r von der faschistischen Ukraine erledigt sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Erhard Eppler: &bdquo;Waffenruhe nutzen&ldquo;<\/strong><br>\nKurz vor den ukrainischen Parlamentswahlen bleibt die Waffenruhe zwischen Russland und der Ukraine br&uuml;chig. Dennoch versuchen beide Seiten, sich langsam zu anzun&auml;hern. Der ukrainische Pr&auml;sident Poroschenko verspricht sich von den Wahlen mehr innenpolitische Stabilit&auml;t, doch f&uuml;r eine gefestigte Position innerhalb Europas muss sich die ukrainische Regierung auch um diplomatische Beziehungen zu Russland bem&uuml;hen, meint Erhard Eppler.<br>\nDie Ukraine, in der sich gegenw&auml;rtig die Parteien im Wahlkampf in antirussischem Nationalismus &uuml;berbieten, ist &ouml;konomisch und finanziell so heruntergekommen, dass weder die europ&auml;ische Union noch Russland alleine in der Lage sein werden, dieses riesige Land zu sanieren. Nur gemeinsam k&ouml;nnten sie es schaffen. Wer die Ukraine so aufr&uuml;sten will, dass sie Russland milit&auml;risch gewachsen w&auml;re, und dazu wie Ministerpr&auml;sident Jazenjuk eine durchgehende Mauer entlang der Grenze zu Russland bauen m&ouml;chte, k&ouml;nnte dies alles nur mit fremdem Geld tun. F&uuml;r die Europ&auml;ische Union w&auml;re dies ein Griechenland multipliziert mit zwanzig. Und da h&ouml;rt, auch bei Frau Merkel, die Freundschaft auf.<br>\nAlso wird fr&uuml;her oder sp&auml;ter die Einsicht unvermeidbar, dass die Europ&auml;ische Union sich mit Russland verst&auml;ndigen muss. Dabei wird eine ukrainische Regierung zwar mitreden, aber nicht die Bedingungen diktieren k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.resonanzboden.com\/echtzeit\/erhard-eppler-waffenruhe-nutzen\/\">resonanzboden-blog<\/a><\/li>\n<li><strong>Putin pr&auml;sentiert den USA S&uuml;ndenkatalog<\/strong><br>\nWenn die Welt sicherer werden wolle, m&uuml;sse sie sich in regionalen Zentren organisieren, denn das weltbeherrschende Machtzentrum USA sei &ldquo;wie eine Diktatur&rdquo;, erkl&auml;rte der russische Pr&auml;sident wenig vers&ouml;hnlich auf dem Waldai-Experten-Forum in Sotschi. Auch f&uuml;r das Entstehen des IS machte der Kreml-Chef die USA verantwortlich&hellip;<br>\n&ldquo;Stellen wir uns die Frage, inwieweit es bequem, sicher und angenehm ist in so einer Welt zu leben, inwieweit ist das gerecht und rational?&rdquo; Vielleicht sei ja die F&uuml;hrerschaft der Vereinigten Staaten wirklich &ldquo;ein Segen f&uuml;r alle&rdquo;. Und &ldquo;ihre allgemeine Einmischung in die Angelegenheiten der Welt bringt Ruhe, Wohlstand und Fortschritt, Prosperit&auml;t und Demokratie &ndash; man kann sich also entspannen und es sich gut gehen lassen?&rdquo;<br>\nDoch dem sei nicht so. Das &ldquo;einseitige Diktat&rdquo;, und das &ldquo;Aufzwingen der eigenen Schablonen&rdquo; bringe ein entgegengesetztes Resultat, &ldquo;statt Regulierung der Konflikte &ndash; Eskalationen; statt souver&auml;ner stabiler Staaten &ndash; ein wachsender Raum des Chaos; statt Demokratie &ndash; die Unterst&uuml;tzung eines zweifelhaften Publikums: Von offenen Neonazis bis hin zu islamistischen Radikalen.&rdquo; Damit spielte Putin auf die Ukraine und den islamischen Raum an&hellip;<br>\nNach all dem was in den letzten Jahren passiert sei, habe man den Eindruck, dass &ldquo;unsere Kollegen und Freunden st&auml;ndig mit den Resultaten ihren eigenen Politik k&auml;mpfen, sie setzen ihre Kraft zur Vernichtung von Risiken ein, die sie selbst schaffen,&rdquo; &auml;tzte Putin&hellip;.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/43\/43165\/1.html\">Ulrich Heyden in Telepolis<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.chartophylakeion.de\/blog\/2014\/10\/25\/putin-beim-waldai-2014\/#.VE1sXOdhNz_\">Deutsche &Uuml;bersetzung der Rede &ndash; chartophylakeion<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Testosteronpolitik &agrave; la Matteo Renzi<\/strong><br>\nSeine Regierung ver&ouml;ffentlichte ein Schreiben der EU-Kommission. Er wolle wissen, warum Italien vorhabe, sich im kommenden Jahr nicht an den Stabilit&auml;ts- und Wachstumspakt der EU zu halten, hatte EU-W&auml;hrungskommissar Jyrki Katainen in dem Brief wissen wollen. Der reagierte umgehend und machte das Schreiben im Internet publik.<br>\nDie Verletzung des Briefgeheimnisses ist mehr als eine Posse. Sie ist der vorl&auml;ufige H&ouml;hepunkt im Streit der EU-Kommission mit Italien und Frankreich, welche die Etatkriterien der EU nicht erf&uuml;llen. In der Krise hatten sich die EU-Staaten strenge Etatregeln verpasst. Die besagen auch: Bis zum 15. Oktober eines jeden Jahres m&uuml;ssen die Eurostaaten ihren Etatentwurf vorlegen. Italien reichte in Br&uuml;ssel mehr eine lose Blattsammlung ein. Die EU-Kommission hatte daher Nachfragen&hellip;<br>\nMit Renzi ist die Testosteronpolitik auf der EU-B&uuml;hne zur&uuml;ckgekehrt. Sein impulsives Auftreten erinnert ein wenig an den jungen Gerhard Schr&ouml;der&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/matteo-renzi-testosteronpolitik---la-matteo-renzi,1472596,28840188.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es k&ouml;nnte ja auch so sein, dass sich Renzi schlicht &uuml;ber die Arroganz und die autorit&auml;re Vorgehensweise der EU-Kommission bzw. eines Kommissars gegen&uuml;ber einer immerhin demokratisch legitimierten Regierung Luft machen wollte. Italien hat ja in dieser Hinsicht auch schon <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11221#h01\">schlimme Erfahrungen gemacht<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong>Passend dazu: Streiken gegen die italienische Version der Agenda 2010<\/strong><br>\nAnders als in Deutschland werden die Angriffe auf die Rechte der Besch&auml;ftigten auch von den Gewerkschaften nicht widerstandslos hingenommen<br>\nIn Deutschland wird ein Streik, der auch in der &Ouml;ffentlichkeit sp&uuml;rbar ist, noch immer in die N&auml;he von Aufruhr und Revolution gebracht und in der ver&ouml;ffentlichten Meinung bek&auml;mpft. Dieses Erbe der deutschen Volksgemeinschaft war erst wieder beim Streik der Lokf&uuml;hrer zu beobachten. In Italien hingegen ist ein ausge&uuml;bter Arbeitskampf und nicht nur ein Streikrecht in der Verfassung Bestandteil der Demokratie.<br>\nAm Freitag haben Gewerkschaften mit einem Generalstreik gro&szlig;e Teile des &ouml;ffentlichen Lebens zum Stehen gebracht. Besonders die Basisgewerkschaft SI Cobas war dabei sehr aktiv. In Rom kam es zu einer Demonstration gegen Pl&auml;ne zur Privatisierung von Nahverkehrsgesellschaften. Betroffen waren Busse, Stra&szlig;enbahnen und U-Bahnen. Vor allem in den Metropolen Rom und Mailand, in denen viele Menschen wegen des Streiks auf das Privatauto angewiesen sind, kam es zu l&auml;ngeren Warteschlangen.<br>\nDie Arbeitsniederlegungen waren der Beginn einer l&auml;ngeren Auseinsetzung gegen eine zentrale Arbeitsmarktreform der Regierung Renzi. Am 25. Oktober gab es die erste landesweite Gro&szlig;demonstration gegen diese Reform, mit der der italienische Ministerpr&auml;sident ganz bewusst an die Agenda 2010 des SPD-Bundeskanzlers Schr&ouml;der anzukn&uuml;pfen versucht. Dagegen richtet sich der Widerstand von Gewerkschaften, einigen linken Parteien und der au&szlig;erparlamentarischer Linken. Es stellt sich hiermit auch die Frage, ob sich in Italien eine Politik der Agenda 2010, die den Preis der Ware Arbeitskraft zulasten der Lohnabh&auml;ngigen reduzieren soll, in Italien realisieren l&auml;sst oder ob es dort einem B&uuml;ndnis aus Gewerkschaften und au&szlig;erparlamentarischen Gruppen gelingt, diese Agenda-Politik zu verhindern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/43\/43172\/1.html\">Telepolis<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Zustimmung zum Euro bricht in Italien ein<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Kommission hat die Ergebnisse ihrer j&auml;hrlichen Umfrage zur Akzeptanz der Gemeinschaftsw&auml;hrung ver&ouml;ffentlicht. Es gab Zeiten, da z&auml;hlte Italien zu den eifrigsten Verfechtern des Euros. Das war einmal. Erstmals unterst&uuml;tzt nur noch eine Minderheit der Bev&ouml;lkerung im Belpaese die gemeinsame W&auml;hrung. 43% der Befragten halten den Euro f&uuml;r eine gute Sache. Letztes Jahr waren es noch 52%. Nirgendwo hat sich die Stimmung st&auml;rker verschlechtert. Das ergibt die heute ver&ouml;ffentlichte Umfrage der Europ&auml;ischen Kommission Flash Eurobarometer, die einmal pro Jahr in allen Eurostaaten durchgef&uuml;hrt wird. Italien z&auml;hlt zudem den gr&ouml;ssten Anteil der Eurokritiker: 47% der Befragten. Zypern folgt mit 46% Ablehnung und nur 42% Zustimmung (die geringste in allen L&auml;ndern). &ndash; Im Durchschnitt der achtzehn Staaten liegt die Zustimmung stabil auf 57% der Bev&ouml;lkerung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fuw.ch\/article\/zustimmung-zum-euro-bricht-in-italien-ein\/\">FuW<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Heiner Flassbeck: Jugendarbeitslosigkeit. Wenn alle sparen, geht es in die Katastrophe<\/strong><br>\nDer Wirtschaftswissenschaftler Heiner Flassbeck gibt der deutschen Regierung und ihrer Sparpolitik die Hauptschuld an der steigenden Jugendarbeitslosigkeit in Europa: Wer nichts ausgebe, schaffe auch keine Arbeitspl&auml;tze.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/jugendarbeitslosigkeit-wenn-alle-sparen-geht-es-in-die.1008.de.html?dram:article_id=299704\">Deutschlandradio<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?feature=player_embedded&amp;v=Q5TAwJRrdjc\">Beitrag als Audio<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Der neoliberale Charakter<\/strong><br>\nIdentit&auml;t Wir leben in einer Wirtschaft, die das Ethos ver&auml;ndert und psychopathische Pers&ouml;nlichkeitsmerkmale belohnt (&hellip;)<br>\nDie neoliberale Leistungsgesellschaft suggeriert uns, Erfolg h&auml;nge von individueller Anstrengung und Talent ab, die Verantwortung liege also vollst&auml;ndig beim Einzelnen. Der Staat m&uuml;sse den Menschen folglich so viel Freiraum wie m&ouml;glich lassen, damit sie beim Erreichen dieses Ziels nicht behindert werden. Wer an die M&auml;r von den unbegrenzten Wahl- und Entscheidungsm&ouml;glichkeiten glaubt, dem sind Selbstverwaltung und Selbstmanagement die vorrangigen politischen Botschaften, insbesondere wenn er sich durch sie einen Zugewinn an pers&ouml;nlicher Freiheit verspricht. Neben der Vorstellung vom perfektionierbaren Menschen geh&ouml;rt die vom Westen verfochtene Ideologie der grenzenlosen individuellen Freiheit zu den gr&ouml;&szlig;ten Unwahrheiten unserer Zeit.<br>\nDer Soziologie Zygmunt Bauman hat das Paradox unserer Zeit gut auf den Punkt gebracht: &bdquo;Noch nie waren wir so frei. Noch nie haben wir uns so machtlos gef&uuml;hlt.&ldquo; Die Bewohner des reichen Nordens sind in der Tat freier als fr&uuml;her. Wir k&ouml;nnen die Religionen kritisieren, uns sexuell ausleben und jede politische Bewegung unterst&uuml;tzen. Wir k&ouml;nnen all das tun, weil es nichts mehr bedeutet und sich hinter dieser Art von Freiheit in Wahrheit Gleichg&uuml;ltigkeit verbirgt. Gleichzeitig ist unser t&auml;gliches Leben zu einem permanenten Kampf gegen eine B&uuml;rokratie geworden, in deren Angesicht Kafka die Knie zittern w&uuml;rden. Es gibt Vorschriften f&uuml;r alles, vom Salzgehalt des Brotes bis hin zur Gefl&uuml;gelhaltung in der Stadt. (&hellip;)<br>\nUnsere mutma&szlig;liche Freiheit ist an eine zentrale Bedingung gekn&uuml;pft: Wir m&uuml;ssen etwas aus uns &bdquo;machen&ldquo;. Wem es trotz guter Ausbildung wichtiger ist, sich um seine Kinder zu k&uuml;mmern, als Karriere zu machen, der muss mit Kritik rechnen. Wer einen guten Job hat und eine Bef&ouml;rderung ablehnt, weil er lieber mehr Zeit mit anderen Dingen zubringen will, wird angesehen, als habe er den Verstand verloren &ndash; es sei denn, diese anderen Dinge dienen dem beruflichen Weiterkommen.<br>\nPermanent wird &uuml;ber den Verlust von Normen und Werten lamentiert. Doch unsere Normen und Werte machen einen bedeutenden Teil unserer Identit&auml;t aus. Sie k&ouml;nnen also nicht verloren gehen, sie k&ouml;nnen sich lediglich &auml;ndern. Und genau das ist passiert: Eine ver&auml;nderte Wirtschaftsweise spiegelt sich in ver&auml;nderten ethischen Vorstellungen wider und f&uuml;hrt zu ver&auml;nderten Identit&auml;ten. Das gegenw&auml;rtige Wirtschaftssystem bringt das Schlechteste in uns zum Vorschein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/the-guardian\/der-neoliberale-charakter\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Paul Krugman: Plutocrats Against Democracy  &ndash;  Plutokraten gegen die Demokratie<\/strong><br>\nEs ist immer gut, wenn f&uuml;hrende Pers&ouml;nlichkeiten die Wahrheit sagen, besonders wenn das gar nicht ihre Absicht war. Und so sollten wir Leung Chun-ying, dem von Peking unterst&uuml;tzten Regierungschef Hongkongs, daf&uuml;r danken, dass er verraten hat, was der wirkliche Grund daf&uuml;r ist, dass die pro-demokratischen Demonstranten ihr Ziel nicht erreichen k&ouml;nnen: &ldquo;Da m&uuml;sste man ja mit der H&auml;lfte der Leute in Hongkong reden, die unter 1.800 Dollar im Monat verdienen. Und dann w&uuml;rde man bei so einer Art von Politik und politischer Strategie landen&rdquo;  &ndash;  einer Strategie, so ist anzunehmen, die die Reichen weniger reich machen w&uuml;rde und den Leuten mit geringerem Einkommen mehr Unterst&uuml;tzung zukommen lie&szlig;e.<br>\nHerr Leung macht sich also Sorgen wegen der 50 Prozent der Bev&ouml;lkerung Hongkongs, die seiner Meinung nach f&uuml;r eine schlechte Politik stimmen w&uuml;rden, weil sie nicht genug Geld verdienen. Das erinnert ja ein bisschen an die 47 Prozent der Amerikaner, die Mitt Romney zufolge nicht f&uuml;r ihn stimmen w&uuml;rden, weil sie keine Einkommensteuer zahlen und also keine Verantwortung f&uuml;r sich selbst &uuml;bernehmen, oder an die 60 Prozent, die, wie der Abgeordnete Paul Ryan argumentiert, eine Gefahr darstellen, weil sie &ldquo;Nehmer&rdquo; sind und mehr vom Staat bekommen, als sie ihm geben. Tats&auml;chlich geht es bei dem allen im Prinzip um das Gleiche.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2014\/10\/24\/opinion\/paul-krugman-plutocrats-against-democracy.html\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Zahl der Minijobber hat sich verdoppelt<\/strong><br>\nIn Deutschland sind offenbar immer mehr Menschen auf einen Zweitjob angewiesen, um finanziell &uuml;ber die Runden zu kommen. Nach aktuellen Zahlen der Bundesregierung erg&auml;nzten im vergangenen Jahr rund 2,35 Millionen Menschen ihren sozialversicherungspflichtigen Hauptberuf durch einen abgabenfreien Minijob. Das sind fast doppelt so viele wie vor zehn Jahren. Umgekehrt ist auch unter den Minijobbern der Anteil derer, die noch einen Hauptjob in petto haben, gestiegen. Inzwischen macht jeder dritte mit geringf&uuml;giger Besch&auml;ftigung von dieser Kombi-M&ouml;glichkeit Gebrauch. 2003 war es nur jeder f&uuml;nfte. Insgesamt lag die Zahl der geringf&uuml;gig Besch&auml;ftigten im Dezember 2013 bei knapp 7,65 Millionen &ndash; das sind gut 17,8 Prozent aller Erwerbst&auml;tigen und rund 77 000 mehr als noch vor einem Jahr. Frauen stellen mit 61 Prozent nach wie vor den Hauptanteil.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/arbeitsmarkt-immer-mehr-minijobs-zahl-der-minijobber-hat-sich-verdoppelt\/10888506.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Das politische Traumpaar Asmussen und Nahles hat offenbar mit der Einf&uuml;hrung der grunds&auml;tzlichen Rentenversicherungspflicht und des (l&ouml;chrigen) Mindestlohns eine Mogelpackung geliefert, auch um Minijobs n&auml;her an regul&auml;re sozialversicherungspflichtige Besch&auml;ftigungen zu f&uuml;hren.<\/em><\/p>\n<p><strong>passend dazu: Klaus D&ouml;rre, Das deutsche Jobwunder &ndash; Vorbild f&uuml;r Europa?<\/strong><br>\nWas verirgt sich hinter dem &bdquo;deutschen Jobwunder&ldquo;?<br>\nDie Antwortet lautet: eine Wiederkehr &bdquo;unw&uuml;rdiger&ldquo;, weil gesellschaftlich missachteter Arbeit&hellip;<br>\nIn der gesellschaftlichen Wahrnehmung konstituiert die Prekarisierung eine Hierarchie, in der diejenigen, die in den schwierigsten Verh&auml;ltnissen leben und die zugleich &uuml;ber die geringsten Machtressourcen verf&uuml;gen, sich als Angeh&ouml;rige minorit&auml;rer Gruppen erleben, deren allt&auml;gliche Lebenspraxis von den Standards der &bdquo;Mehrheitsgesellschaft&ldquo; abweicht. Dieser Sonderstatus wird auch &uuml;ber Geschlecht, Nationalit&auml;t und Ethnie konstruiert; er stellt jedoch etwas Eigenes dar. Immer scheint es, als lasse sich die n&auml;chste Stufe in der sozialen Hierarchie, die ein wenig Mehr an &bdquo;Normalit&auml;t&ldquo; verspricht, durch eigene Anstrengung erklimmen. Prekarit&auml;t in reichen Gesellschaften wie der Bundesrepublik ist daher nicht nur eine soziale Lage oder eine vor&uuml;bergehende Pathologie. Es handelt sich um ein Kontroll- und Disziplinierungsregime, das die Arbeitsgesellschaften insgesamt ver&auml;ndert. Die pr&auml;sentierten empirischen Befunde belegen eine Entwicklung, in der Prekarit&auml;t hinter der Fassade einer vermeintlichen Rekorderwerbsbeteiligung zu einer &bdquo;&sbquo;normalen&lsquo; Organisationsform der Arbeit mit ihren eigenen Merkmalen und Existenzformen&ldquo; geworden ist. Diese Existenzweise bringt offiziell registrierte Arbeitslosigkeit zum Verschwinden, indem sie Erwerbslose in unsichere, instabile Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse integriert, die ihrerseits sozial gesch&uuml;tzte Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse verdr&auml;ngen. &bdquo;Hartz IV&ldquo; entfaltet dabei eine &auml;hnliche Wirkung wie die Armenh&auml;user und die Zwangsma&szlig;nahmen in der zerfallenden Feudalordnung. Leistungsbezieher der Grundsicherungen geh&ouml;ren in Deutschland zu den &bdquo;neuen Vagabunden&ldquo;, denen mit dem Sozialb&uuml;rgerstatus zugleich ihre W&uuml;rde genommen wird&hellip;<br>\nEine Folge ist, dass die Ungleichheit zwischen kapitalbesitzenden und kapitallosen Klassen zunimmt. Verdienten Dax-Manager in Deutschland 1987<br>\nwie auch noch Mitte der 1990er Jahre in etwa das 14-Fache der im selben Unternehmen besch&auml;ftigten Arbeiter und Angestellten, lag die Relation zu Beginn der 2000er Jahre schon beim 24-Fachen, um danach auf das 54-Fache anzusteigen.<br>\nDemgegen&uuml;ber hat es bei den Nettol&ouml;hnen zwischen 2000 und 2010 mit Ausnahme des obersten Zehntels der Lohnbezieher Einbu&szlig;en gegeben; die Reall&ouml;hne sind allein seit der Jahrtausendwende um durchschnittlich rund 4 Prozent gesunken.<br>\nErst in j&uuml;ngster Zeit ist es den Gewerkschaften gelungen, die Produktivit&auml;tsspielr&auml;ume wieder auszusch&ouml;pfen. Die schon immer ungleiche Verteilung der Verm&ouml;gen hat im Zeitverlauf ebenfalls weiter zugenommen. Das obere Zehntel der Haushalte verf&uuml;gt &uuml;ber mehr als 50Prozent der Verm&ouml;genseink&uuml;nfte, w&auml;hrend die unteren 50 Prozent der Haushalte nur gut 1 Prozent der Nettoverm&ouml;gen, also so gut wie nichts besitzen.<br>\nInsgesamt zeichnet sich in Deutschland eine deutliche Umverteilung zugunsten der Verm&ouml;genseinkommen und der einkommensstarken Haushalte ab&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/rosalux-europa.info\/userfiles\/file\/deutsches-Jobwunder.pdf%20\">Rosa-Luxemburg-Stiftung, B&uuml;ro Br&uuml;ssel [PDF &ndash; 468 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Besch&auml;ftigte in Werkst&auml;tten f&uuml;r behinderte Menschen und Bundesfreiwillige als Budgetbremse f&uuml;r die Rentner?<\/strong><br>\nEin Exkurs &uuml;ber die faktische Kraft der Statistik in der realen Sozialpolitik<br>\nPreisfrage: Kann jemand erkl&auml;ren, wie es diejenigen, die in Werkst&auml;tten f&uuml;r Menschen mit Behinderung arbeiten oder die als Bundesfreiwillige gute Dinge zu tun versuchen, schaffen, den 20 Millionen Rentenbeziehern in Deutschland ihre Vorfreude auf den Sommer 2015, in dem die n&auml;chste Rentenerh&ouml;hung ansteht, zu verderben?&hellip;<br>\nDie 20 Millionen Rentner in Deutschland m&uuml;ssen sich 2015 mit einer deutlich niedrigeren Rentenerh&ouml;hung begn&uuml;gen als zun&auml;chst erwartet. Dies ist auf eine Korrektur der Besch&auml;ftigtenstatistik zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, die wiederum die H&ouml;he der Rentenanpassung beeinflusst, berichtet Thomas &Ouml;chsner in seinem Artikel Rentenerh&ouml;hung f&auml;llt niedriger aus als erwartet. Nach Angaben von Rentenexperten m&uuml;sse man davon ausgehen, dass durch diesen statistischen Einmaleffekt der Aufschlag bei den Renten im n&auml;chsten Jahr um etwa einen Prozentpunkt niedriger ausfallen wird&hellip;<br>\nWie nun kann es zu einer Halbierung der eigentlich anstehenden Rentenerh&ouml;hung &ndash; die bescheiden genug ausf&auml;llt &ndash; kommen? &Ouml;chsner f&uuml;hrt dazu aus:<br>\n&raquo;Die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit hatte weitgehend unbemerkt zum 30. Juni 2013 drei gro&szlig;e Gruppen in die Statistik der sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigten neu aufgenommen. Dazu z&auml;hlen knapp 300.000 Menschen mit einer Behinderung, die zum Beispiel in Werkst&auml;tten arbeiten. Hinzu kommen mehr als 30.000 Personen, die in Einrichtungen der Jugendhilfe oder etwa Berufsbildungswerken besch&auml;ftigt sind, sowie knapp 80.000 meist junge Leute, die ein freiwilliges soziales oder &ouml;kologisches Jahr oder einen Bundesfreiwilligendienst leisten. Dabei handelt es sich &uuml;berwiegend um Besch&auml;ftigte aus dem Niedriglohnbereich &ndash; und das schl&auml;gt sich in der n&auml;chsten und &uuml;bern&auml;chsten Rentenanpassung nieder.&laquo; (Nur eine korrigierende Anmerkung: Die &Auml;nderung hat nicht im vergangenen Jahr stattgefunden, sondern erst in diesem, also 2014).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de\/2014\/10\/25-rentenanpassung-und-zweitjobs.html#more\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers B.P.:<\/strong> Ein sehr guter Artikel mit sehr informativen Links, der eindrucksvoll aufzeigt wie &ldquo;perfide&rdquo;, da f&uuml;r die Allgemeinheit zu kompliziert und daher kaum nachvollziehbar, die Gesetzliche Rente, die sich ja aus dem so genannten &ldquo;Generationenvertrag&rdquo; speist, durch diejenigen, die sich daran nicht beteiligen, n&auml;mlich Politiker, Richter, Beamte und Selbstst&auml;ndige, Zug um Zug immer kleiner gerechnet wird und dadurch die sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigten und Rentner immer weiter zu &ldquo;Melkk&uuml;hen der Nation&rdquo; degradieren! Ausbleibende Rentenbeitragssenkungen, weitere unrechtm&auml;&szlig;ige Entnahmen aus der Rentenkasse wie bei der M&uuml;tterrente, die eigentlich aus Steuermitteln also von Allen h&auml;tte finanziert werden m&uuml;ssen und, wie in diesem Beitrag eindrucksvoll dargestellt, &ldquo;statistische Taschenspielertricks sind die &ldquo;wirklichen Ursachen&rdquo; f&uuml;r die fortschreitende Altersarmut in diesem reichen Land! Aber so lange sich SPD und Gewerkschaften, die vermeintlichen Interessenvertreter der pflichtversicherten Arbeitnehmerschaft, immer mehr zu &ldquo;Steigb&uuml;gelhaltern des Kapitals&rdquo; machen, wird sich an diesem Problem nichts &auml;ndern!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Altenpfleger gehen auf die Stra&szlig;e<\/strong><br>\nNach vorangegangenen K&uuml;rzungen beim Weihnachtsgeld und Verschlechterungen an anderen Stellen will die Arbeiterwohlfahrt (Awo) ihren Angestellten in den Altenpflegeeinrichtungen das Gehalt nun um 5 Prozent k&uuml;rzen. Deshalb gehen die Mitarbeiter heute (Donnerstag) auf die Stra&szlig;e.<br>\n&raquo;Wir haben zehn Jahre den Mund gehalten, aber jetzt reicht es.&laquo; Seit 20 Jahren ist sie bei der Awo, sagt die Anruferin, die sich am Mittwoch bei der WZ meldete. (&hellip;)<br>\nDer AWO-Bezirksverband hatte den bestehenden Tarifvertrag zum Jahresende gek&uuml;ndigt. Unterschreiben will der Arbeitgeber nur, wenn die Besch&auml;ftigten auf f&uuml;nf Prozent Lohn verzichten. Begr&uuml;ndet wird das Vorhaben mit der derzeit schwierigen wirtschaftlichen Situation. Unter anderem sei die Refinanzierung der Altenhilfe durch die Pflegekassen zu gering.<br>\n&raquo;Der versucht es mit allen Mitteln&laquo;, greift die Betriebsr&auml;tin ihren Arbeitgeber an. Zuletzt h&auml;tten die Besch&auml;ftigten die Krankenkasse wechseln sollen &ndash; zu schlechteren Konditionen. Das habe aber keiner unterschrieben. &raquo;Wir werden ohnehin schon wie die Stiefkinder behandelt, auf uns hacken alle herum, obwohl wir eine gute Arbeit machen&laquo;, &auml;rgert sich die Altenpflegerin &uuml;ber die ihrer Ansicht nach fehlende Wertsch&auml;tzung des Berufsstandes. Dabei mache die Entwicklung auch den Besch&auml;ftigten zu schaffen &ndash; denn gespart werde &uuml;berall: am Essen, an der Einrichtung, am Personal. Knapp besetzt sei man ohnehin schon. Heute werden nur eine Handvoll Leute in den Altenheimen die Stellung halten. &raquo;Es gibt einen absoluten Notdienstplan. Das tut mir leid f&uuml;r unsere Senioren, aber es muss sein.&laquo; Keiner der Mitarbeiter habe je gestreikt, alle h&auml;tten Bauchweh wegen der Sache.<br>\nLaut Verdi-Gewerkschaftssekret&auml;r Stefan R&ouml;hrhoff haben die AWO-Besch&auml;ftigten bereits teilweise auf Gehalt verzichten m&uuml;ssen. Die Arbeitsbelastung in der Altenpflege werde jedoch immer h&ouml;her, immer &ouml;fter m&uuml;ssten die Besch&auml;ftigten einspringen, weil nicht gen&uuml;gend Personal vorhanden sei. &raquo;Auch vor dem Hintergrund der hohen k&ouml;rperlichen und psychischen Belastung bei der Arbeit am alten Menschen sind f&uuml;r uns 5 Prozent weniger Geld nicht vorstellbar.&laquo;<br>\nDie Betriebsr&auml;tin kann da nur zustimmen. F&uuml;r einige w&uuml;rde eine 5-Prozent-K&uuml;rzung bedeuten, dass sie zum Arbeitsamt gehen m&uuml;sse, um &uuml;ber einen Zuschuss auf das Existenzminimum zu kommen. &raquo;Und das bei einem Wohlfahrtsverband.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wetterauer-zeitung.de\/Home\/Kreis\/Staedte-und-Gemeinden\/Butzbach\/Artikel,-Altenpfleger-gehen-auf-die-Strasse-_arid,528450_regid,3_puid,1_pageid,73.html\">Wetterauer-Zeitung.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Soziale Selektion von Anfang bis Ende<\/strong><br>\nGanz nach dem Motto &bdquo;Zeig mir deine Eltern und ich sag dir deine Bildung&ldquo; l&auml;sst sich am &ouml;sterreichischen Schulsystem nach wie vor eine starke Vererbung von Bildungsm&ouml;glichkeiten und &ndash;chancen nachzeichnen. Durch die Individualisierung von Erfolg und Misserfolg bleiben strukturelle Mechanismen unangetastet. Die Verantwortung verlagert sich vom Kollektiv hin zum Individuum. (&hellip;)<br>\nBildungswege werden auf individuelle, scheinbar rational getroffene Entscheidungen zur&uuml;ckgef&uuml;hrt und gleiche Chancen propagiert, w&auml;hrend es gelingt, selektive Mechanismen zu verschleiern. Die Vorstellung, Bildung sei ein gesellschaftlich wertvolles Gut, dient der Absicherung der Position jener Gruppen, die durch das Bildungssystem gef&ouml;rdert werden und letztlich leitende Funktionen innerhalb der Gesellschaft einnehmen. &Uuml;berspitzt formuliert k&ouml;nnte man sagen, es sollen ruhig alle versuchen ihre Bildungslaufbahn so lang wie m&ouml;glich fortzusetzen, um sp&auml;ter zu akzeptieren, dass jene die es &bdquo;geschafft&ldquo; haben, eben &bdquo;besser&ldquo; sein m&uuml;ssen und sich mehr angestrengt haben als andere. Der Faktor der institutionalisierten Ungleichbehandlung und die daraus resultierende Ungleichheit ger&auml;t aus dem Blickfeld und ist damit selten Gegenstand &ouml;ffentlicher Diskussionen. (&hellip;)<br>\nW&auml;hrend im Schulbereich durchaus &uuml;ber die Verteilung von Chancen diskutiert wird, zeigt sich bei den Universit&auml;ten vor allem eine Diskussionen rund um die Finanzierung sowie m&ouml;gliche Formen der Zugangsbeschr&auml;nkung. Dabei sind die angeschnittenen Themen &uuml;ber die letzten Jahre &uuml;berraschend konstant geblieben: Zu wenig Geld und Ressourcen, zu viele Studierende, ein zu schlechtes Betreuungsverh&auml;ltnis, zu hohe Studiengeb&uuml;hren oder auch zu geringe Einnahmen durch Studiengeb&uuml;hren. Seit Jahren drehen sich die Diskussionen und mit ihnen die Probleme im Kreis, manchmal ganz nach dem Motto &bdquo;ein Schritt vor, zwei Schritte zur&uuml;ck&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/sozialeselektion\/\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> &Auml;hnlich ist auch die Situation in Deutschland.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>1,5 Millionen junge Analphabeten in Deutschland<\/strong><br>\nViele junge Erwachsene zwischen 18 und 29 Jahren erreichen beim Lesen und Schreiben kaum Erstkl&auml;sslerniveau. Die Betroffenen geraten oft immer tiefer in einen Teufelskreis &ndash; doch es gibt Auswege.<br>\nMit 19 Jahren las Solveig ihr erstes Buch. Monopoly spielte sie nie, und wenn der Bus ausfiel, war sie auf Hilfe angewiesen. Die 29-J&auml;hrige aus Hamburg hatte seit der ersten Klasse Probleme beim Lesen und Schreiben.<br>\nWeil sie beim Lernen der Buchstaben nicht mitkam, musste sie auf eine F&ouml;rderschule wechseln. Als Solveig vor zehn Jahren zum ersten Mal einen Deutschkurs besuchte, ver&auml;nderte das ihr Leben.<br>\nSo wie Solveig geht es vielen jungen Menschen in Deutschland. Laut der Level-One-Studie (leo) der Universit&auml;t Hamburg von 2011 haben etwa 1,5 Millionen 18- bis 29-J&auml;hrige mangelnde Lese- und Schreibkenntnisse. Sie gelten als funktionale Analphabeten, weil sie zwar wie ein Erst- oder Zweitkl&auml;ssler einzelne W&ouml;rter und S&auml;tze lesen und schreiben k&ouml;nnen.<br>\nBei l&auml;ngeren zusammenh&auml;ngenden Texten verstehen sie den Inhalt aber nicht, erkl&auml;rt Jan-Peter Kalisch, Leiter des Projekts iChance vom Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung e. V. in M&uuml;nster.<br>\nDass ein Grundsch&uuml;ler nicht richtig lesen und schreiben gelernt hat, kann mehrere Ursachen haben: ein wenig unterst&uuml;tzendes Elternhaus, zu wenig F&ouml;rderung in der Schule, eine geringe Lernmotivation und individuelle Probleme wie Krankheit oder schlechtes Sehverm&ouml;gen.<br>\nJemandem die Schuld zuzuweisen, helfe aber nicht weiter, erkl&auml;rt Prof. Anke Grotl&uuml;schen von der Universit&auml;t Hamburg. Sie ist f&uuml;r die Level-One-Studie verantwortlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wissenschaft\/article133584228\/1-5-Millionen-junge-Analphabeten-in-Deutschland.html\">Die Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Den Betroffenen ist ihre Situation bewusst und peinlich. Peinlich sollte diese hohe Zahl von Betroffenen auch der Bundesregierung bzw. den Landesregierungen sein.<\/em><br>\n<em>An diesem Beispiel wird auch deutlich, dass &bdquo;Schuldenbremsen&ldquo; und das Erreichen von &bdquo;schwarzen Nullen&ldquo; der falsche Weg sind und stattdessen mehr &ouml;ffentliches Geld in die Bildung der hier lebenden Menschen investiert werden muss.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Umstrittene Milliardenklage: Eon und Vattenfall machen gemeinsame Sache bei Atomklage<\/strong><br>\nGranit, Glas, Marmor &ndash; in einem riesigen Geb&auml;ude der Weltbank hat eines der verschwiegensten und zugleich m&auml;chtigsten Schiedsgerichte der Welt seinen Sitz: das Internationale Zentrum zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten, kurz ICSID in Washington. Es ist der Ort, an dem der Streit zwischen Staaten und Konzernen eskaliert. Etwa 185 Verfahren laufen derzeit vor dem ICSID. Mal klagen Bergbaukonzerne gegen das Frackingverbot Kanadas, mal fordert der US-&Ouml;lkonzern Exxon Geld von Venezuela. Der in Deutschland bekannteste Fall aber tr&auml;gt die Nummer ARB\/12\/12: Vattenfall versus Federal Republic of Germany, so steht es in den ICSID-Akten. Streitpunkt: die finanziellen Folgen des deutschen Atomausstiegs. Exakt 4 675 903 975,32 Euro fordern die Schweden von der Bundesregierung zur&uuml;ck &ndash; zuz&uuml;glich vier Prozent Zinsen &ndash; weil der Bund nach der Katastrophe von Fukushima die Pannenkraftwerke Kr&uuml;mmel und Brunsb&uuml;ttel wegen Sicherheitsbedenken aus dem Verkehr zog. Die Schweden. So dachte es bislang jedenfalls die deutsche &Ouml;ffentlichkeit &ndash; und so dachten auch weite Teile der deutschen Politik. Denn f&uuml;r die Details der Klage von Vattenfall gilt in Deutschland h&ouml;chste Geheimhaltungsstufe.<br>\nNun aber sickern neue Details durch, die klarmachen: Vattenfall ist nicht allein. Auch Deutschlands gr&ouml;&szlig;tem Energiekonzern Eon w&uuml;rde bei einem Erfolg in Washington wohl eine h&uuml;bsche Summe zuflie&szlig;en. &Uuml;ber Zwischenfirmen ist den Informationen zufolge auch der D&uuml;sseldorfer Konzern an der h&ouml;chst umstrittenen Schiedsgerichtsklage beteiligt. Denn Kl&auml;ger sind nach Angaben aus Branchenkreisen nicht nur die Vattenfall-Mutter in Schweden und deren deutsche Tochter, sondern auch die beiden Betreibergesellschaften der betroffenen Atomkraftwerke. Sowohl an dem Betreiber von Kr&uuml;mmel (50 Prozent) als auch an dem von Brunsb&uuml;ttel (33 Prozent) ist Eon beteiligt. Bei einem Erfolg vor Gericht profitiere Eon wohl anteilig, hei&szlig;t es. M&ouml;glich sei eine Beteiligung in H&ouml;he der Besitzanteile. Experten zufolge k&ouml;nnte Eon dann mit mindestens 1,5 Milliarden Euro rechnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/umstrittene-milliardenklage-eon-und-vattenfall-machen-gemeinsame-sache-bei-atomklage-1.2189880\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es nimmt nicht wunder, dass Sigmar Gabriel, der zu den Geheimnistr&auml;gern geh&ouml;rt, seit einiger Zeit, Bedenken gegen die Verankerung eines Investorenschutzes im geplanten europ&auml;isch-amerikanischen Freihandelsabkommen TTIP formuliert. Allein die Verfahrenskosten (Rechtsanw&auml;lte, Gutachter und Dienstleistungen wie &Uuml;bersetzungen, Prozesskosten usw.) sollen sich am Ende auf neun Millionen Euro summieren. Dieser Artikel liefert, ohne dass der Autor es wahr haben will, seri&ouml;se Argumente gegen private Schiedsgerichte im Freihandelsabkommen. Eine demokratisch gew&auml;hlte Regierung hat den Atomausstieg zum Wohle ihrer B&uuml;rger beschlossen. Von diesem Beschluss sind sowohl ausl&auml;ndische wie auch inl&auml;ndische Unternehmen betroffen. &Uuml;ber ein Freihandelsabkommen k&ouml;nnen sich nun inl&auml;ndische Unternehmen durch diverse legale (?) Tricks zu ausl&auml;ndischen Unternehmen erkl&auml;ren und kassieren. Welch eine Verh&ouml;hnung demokratischer Entscheidungen! &ndash; Ganz anders l&auml;ge der Fall, wenn z.B. nur ausl&auml;ndische Unternehmen diskriminiert w&uuml;rden und inl&auml;ndische entsch&auml;digt w&uuml;rden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Lobbyisten, Berater, T&uuml;r&ouml;ffner: Die Interessenkonflikte der Abgeordneten (Infografik)<\/strong><br>\nIm Energieausschuss gestaltet ein Kohlelobbyist die Energiewende mit, Mitglieder des Verteidigungsausschusses tauschen sich im Hinterzimmer mit Vertretern der R&uuml;stungsindustrie aus und im Landwirtschaftsausschuss entscheiden Bauern ganz selbstverst&auml;ndlich in eigener Sache. Wessen Interessen vertreten unsere Volksvertreter? abgeordnetenwatch.de  zeigt am Beispiel von vier besonders lobbyanf&auml;lligen Parlamentsaussch&uuml;ssen, bei welchen Konzernen und Verb&auml;nden die Bundestagsabgeordneten t&auml;tig sind &ndash; und welche Interessenkonflikte sich daraus ergeben k&ouml;nnen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.abgeordnetenwatch.de\/blog\/2014-10-23\/lobbyisten-berater-turoffner-die-interessenkonflikte-der-abgeordneten-infografik\">abgeordnetenwatch.de<\/a> <\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Von Roosevelt zu Obama: Die Aush&ouml;hlung der amerikanischen Demokratie<\/strong><br>\nGut einen Monat vor &bdquo;seiner&ldquo; letzten Wahl, der zum Kongress am 4. November, steht Barack Obama vor den Tr&uuml;mmern seiner beiden Amtszeiten, au&szlig;en- wie innenpolitisch. Im Irak bek&auml;mpft die US-amerikanische Luftwaffe nach seinem Truppenabzug den barbarischen &bdquo;Islamischen Staat&ldquo; (IS). Gleichzeitig haben die Bilder aus Ferguson\/Missouri gezeigt, dass von einer post-rassistischen Gesellschaft, von der viele bereits nach seinem ersten Amtsantritt tr&auml;umten, keine Rede sein kann. Im Kern geht es in diesem Konflikt allerdings um eine noch viel grundlegendere Frage, n&auml;mlich inwieweit die USA heute &uuml;berhaupt (noch) demokratischen Anspr&uuml;chen gen&uuml;gen.<br>\nBereits seit ihrer Gr&uuml;ndung hadern die USA mit der Frage, wie viel Demokratie erlaubt sein soll. Sicherlich, es gab Phasen des Fortschritts, in denen das Wahlrecht hochgehalten und respektiert und das Potential f&uuml;r Selbstbestimmung, das sich daraus ergibt, ausgedehnt wurde. Aber der Respekt vor den Willens&auml;u&szlig;erungen des Volkes war stets nur mal mehr, mal weniger vorhanden. Gegenw&auml;rtig aber verkommt in Amerika die Demokratie &ndash; eine Entwicklung, die sehr ernstzunehmen ist&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/von-roosevelt-zu-obama\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik 10\/14<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Nackt im Wald<\/strong><br>\nEin Jahr nach #merkelhandy: Die Folgen der &Uuml;berwachung<br>\nVor einem Jahr enth&uuml;llte der Spiegel, dass die NSA Angela Merkels Telefon abgeh&ouml;rt hat. F&uuml;r uns ist das Anlass, die letzten 12 Monate globaler &Uuml;berwachung durch die NSA und BND Revue passieren zu lassen, und zu fragen, wie uns dieses Wissen ver&auml;ndert und warum die Bundesregierung so wenig zum Schutz unserer Grundrechte unternimmt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/breitband.deutschlandradiokultur.de\/nackt-im-wald\/\">breitband<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Chomskys Rede im Saal der UN zum Israel-Pal&auml;stina-Konflikt und seinen Falscherz&auml;hlern<\/strong><br>\nMit der sog. Operation &ldquo;Protective Edge&rdquo; hatte vom Juli bis August das israelische Milit&auml;r einen Kriegseinsatz gegen den Gaza-Streifen vorgenommen, der im Ausma&szlig; der Verw&uuml;stung und der Anzahl an Opfern der bisher schwerwiegendste in der Geschichte des kleinen Landstrichs war. Gem&auml;&szlig; Angaben des UN B&uuml;ros f&uuml;r Nothilfekoordination f&uuml;r Gaza bel&auml;uft sich die Anzahl der get&ouml;teten pal&auml;stinensischen Menschen auf 2205, unter denen mindestens 1483 Zivilisten waren (= 67%). Eine halbe Million Pal&auml;stinenserinnen und Pal&auml;stinenser mussten fl&uuml;chten und immer noch sind aufgrund der Kriegssch&auml;den mehr als 100 000 Menschen wohnungslos. Opfer hat es auch auf israelischer Seite gegeben, so kamen 66 Soldaten, sowie 5 Zivilisten ums Leben.<br>\nEin Faktor, der dazu beitr&auml;gt, dass der Konflikt zwischen Israel und Pal&auml;stina kein Ende findet, besteht darin, dass es in der Auseinandersetzung zu enormen Propagandaanstrengungen kommt, die ein klareres Bild der Bev&ouml;lkerungen besonders im Westen verhindern. Einerseits beklagt Israel zwar zu Recht den Angriff durch Raketen von pal&auml;stinensischer Seite, der weniger in seiner physischen und mehr in seiner psychologischen Wirkung verst&ouml;rend auf die israelische Bev&ouml;lkerung einwirkt. Andererseits kann dies allerdings in keiner Weise eine Rechtfertigung daf&uuml;r sein, dass eine Besatzungsmacht (was Israel gegen&uuml;ber den Pal&auml;stinenser*innen im Gaza-Streifen und der Westbank seit Jahrzehnten ist), mit Krieg gegen eine ganze Bev&ouml;lkerung vorgeht. Es wird in massivem Umfang V&ouml;lker- und Menschenrecht gebrochen, wenn etwa Krankenh&auml;user absichtlich zerst&ouml;rt und Unbeteiligte &ndash; durch einen in der Au&szlig;endarstellung als demokratischer Rechtsstaat auftretenden Akteur &ndash; absichtlich get&ouml;tet werden. Von zentraler Bedeutung ist die jahrzehntelange v&ouml;lkerrechtswidrige Besatzungspolitik, sowie die v&ouml;lkerrechtswidrige Siedlungspolitik, die sich als Fundament von Gewalt und Unterdr&uuml;ckung darstellen und dazu f&uuml;hren, dass die Pal&auml;lstinenser*innen, obwohl bereits 1947 von der UN zugesprochen, bis heute keinen eigenen Staat gr&uuml;nden konnten, um einer selbstbestimmten Zukunft entgegensehen zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.maskenfall.de\/?p=6829\">Maskenfall<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Sondierungsgespr&auml;che der Parteien DIE LINKE, SPD und B&Uuml;NDNIS 90\/DIE GR&Uuml;NEN in Thu&#776;ringen<\/strong><br>\n&ndash; Zusammenfassung der Ergebnisse &ndash;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.google.de\/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=1&amp;ved=0CCMQFjAA&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.mdr.de%2Fthueringen%2Flandtagswahl-2014%2Fzusammenfassung-sondierungsgespraeche-spd-linke-gruene100-download.pdf&amp;ei=ZItLVIv2D8X7ywOh-oD4BQ&amp;usg=AFQjCNEp2Y8OlYdBCVCYnvwtF-XFdKRraQ&amp;bvm=bv.77880786,d.bGQ\">PDF Dokument [PDF &ndash; 441 KB]<\/a>\n<p><strong>passend dazu: SPD hat nur links von der Mitte eine Chance<\/strong><br>\nTh&uuml;ringens SPD kann nach Meinung des neuen Landesvorsitzenden Andreas Bausewein W&auml;hler nur zur&uuml;ckgewinnen, wenn sie sich links der Mitte positioniert&hellip;.<br>\nDer 41-j&auml;hrige Erfurter Oberb&uuml;rgermeister erhielt beim Parteitag in Erfurt 182 von 203 g&uuml;ltigen Stimmen. Mit dem Wechsel an der Spitze zogen die Sozialdemokraten personelle Konsequenzen aus der Niederlage bei der Landtagswahl und stellten sich vor den Koalitionsverhandlungen neu auf&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/andreas-bausewein-spd-hat-nur-links-von-der-mitte-eine-chance-2147856.html\">stern.de<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Neue Studentengeneration: Hauptfach Egoismus<\/strong><br>\nErn&uuml;chterndes Ergebnis einer bislang unver&ouml;ffentlichten Studie der Bundesregierung: Deutsche Studenten sind demnach eine konservative Gruppe, der finanzielle Sicherheit wichtiger ist als politisches Engagement. &ldquo;Die Ergebnisse zeichnen das Bild einer stark ichbezogenen Studentengeneration. Berufliches Vorankommen sowie materielle Werte sind f&uuml;r sie sehr wichtig&rdquo;, hei&szlig;t es in der Studie von TNS Infratest, die vergangenes Jahr im Auftrag des Bundespresseamts erstellt wurde.<br>\n&ldquo;Sich sch&ouml;ne Dinge leisten k&ouml;nnen&rdquo; steht f&uuml;r die Studenten zum Beispiel weit oben auf der Agenda. In einer &auml;hnlichen Studie im Jahr 1995 fanden dies nur 31 Prozent wichtig, heute sind es 73 Prozent der Befragten. Dagegen hat das politische Interesse der Studenten im Vergleich zu fr&uuml;heren Untersuchungen nachgelassen. Lediglich 45 Prozent interessieren sich laut Infratest stark oder sehr stark f&uuml;r Politik.<br>\nAuch das Engagement in Parteien oder politischen Studentengruppen hat nochmals nachgelassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/studium\/studie-studenten-sind-unpolitisch-und-konsumorientiert-a-999294.html\">Unispiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Kino-Tipp: Es geht nicht um mich. Laura Poitras&rsquo; Film &uuml;ber Edward Snowden<\/strong><br>\nBevor Edward Snowden sich mit vier Laptops im Gep&auml;ck auf den Weg nach Hongkong machte, hatte er eine Reihe verschl&uuml;sselter E-Mails an die Regisseurin Laura Poitras geschickt, unterschrieben mit &ldquo;Citizen Four&rdquo;. Poitras traf damals Snowden in Hongkong und hat ihn seitdem mit der Kamera begleitet. Nun hat sie daraus einen beeindruckenden Film gemacht.<br>\nDurch den Internetknotenpunkt &ldquo;Decix&rdquo; in Frankfurt wird alles durchgeschleust: E-Mails, Gespr&auml;che. Der Ort ist so geheim, dass wir das Geb&auml;ude von au&szlig;en nicht filmen d&uuml;rfen. Dabei kommt die Gefahr gar nicht von au&szlig;en. Sie ist l&auml;ngst da. Die NSA hat hier unvorstellbar gro&szlig;e Mengen von Daten abgezapft. Das wissen wir nur seinetwegen: Edward Snowden. Jetzt kommt Snowden ausf&uuml;hrlich zu Wort &ndash; in einem beeindruckenden Dokumentarfilm, der wie ein Thriller die Geschichte des Abh&ouml;rskandals aufrollt, mit Fakten und Hintergr&uuml;nden. Dumm ist nur: Das ist kein Krimi, es ist Realit&auml;t. Als Snowden in Hongkong auspackt, ist die Regisseurin Laura Poitras dabei und richtet ihre Kamera auf ihn, acht Tage lang.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.3sat.de\/page\/?source=\/kulturzeit\/themen\/179134\/index.html\">3sat<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Dokumentarfilm &laquo;Citizenfour&raquo;: Kammerspiel mit Snowden<\/strong><br>\nGleich zu Anfang des Films erklingt die Stimme der Frau, ohne die es die Snowden-Enth&uuml;llungen vielleicht nicht gegeben h&auml;tte. &laquo;Laura&raquo;, liest Laura Poitras vor. &laquo;Zu diesem Zeitpunkt kann ich dir nichts weiter anbieten au&szlig;er mein Wort. Ich bin ein hochrangiger Mitarbeiter der Geheimdienste.&raquo;<br>\nMit dieser E-Mail von Edward Snowden an Laura Poitras beginnt die Geschichte des gr&ouml;&szlig;ten Geheimdienst-Skandals der letzten Jahre.<br>\nSnowden nennt sich &laquo;Citizen Four&raquo; und verspricht: &laquo;Das wird keine Zeitverschwendung f&uuml;r dich.&raquo; Nach einem beispiellosen Enth&uuml;llungsjahr hat Poitras nun ihren Dokumentarfilm zum Thema fertiggestellt. Auch er hei&szlig;t &laquo;Citizenfour&raquo; und wird an diesem Freitag (17.10.) beim BFI London Film Festival gezeigt &ndash; am 6. November kommt er in Deutschland ins Kino.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.noz.de\/deutschland-welt\/vermischtes\/artikel\/514470\/dokumentarfilm-citizenfour-kammerspiel-mit-snowden\">Neue Osnabr&uuml;cker Zeitung<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(HR\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-23725","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23725","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=23725"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23725\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":28421,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23725\/revisions\/28421"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=23725"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=23725"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=23725"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}