{"id":2373,"date":"2007-05-30T08:29:11","date_gmt":"2007-05-30T06:29:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2373"},"modified":"2007-05-30T08:29:11","modified_gmt":"2007-05-30T06:29:11","slug":"hinweise-des-tages-403","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2373","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><strong>Bundestag beschlie&szlig;t milliardenschwere Steuerentlastung f&uuml;r Unternehmen<\/strong><br>\nDer l&auml;ngere Bezug von Arbeitslosengeld I war nach Darstellung von Arbeitsminister Franz M&uuml;ntefering (SPD) nicht finanzierbar, weil er j&auml;hrlich 1,2 Milliarden Euro kosten w&uuml;rde. Noch im Februar verweigerte die Bundesregierung eine Erh&ouml;hung des BAf&ouml;G f&uuml;r Studierende mit Kosten von 150 Millionen Euro, weil dies &ldquo;im Moment nicht m&ouml;glich&rdquo; sei, so Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU). Am 25. Mai beschloss der Deutsche Bundestag eine Unternehmenssteuerreform, die die Unternehmen nach Darstellung des Bundesfinanzministeriums Jahr f&uuml;r Jahr um rund f&uuml;nf Milliarden Euro entlastet. Nach Auffassung der Linksfraktion geht es um ein noch wesentlich gr&ouml;&szlig;eres Steuergeschenk. Sie wirft der Bundesregierung &ldquo;unseri&ouml;se Finanzierungsrechnungen&rdquo; vor. Tats&auml;chlich m&uuml;sse man von einer j&auml;hrlichen L&uuml;cke in H&ouml;he von rund 12 bis 15 Milliarden Euro ausgehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ngo-online.de\/ganze_nachricht.php?Nr=16002\">ngo-online<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Ausgaben f&uuml;r Bildung entsprechen nicht der Wirtschaftskraft Deutschlands<\/strong><br>\nWollte Deutschland nur den OECD-Durchschnittswert erreichen, m&uuml;ssten die &ouml;ffentlichen Bildungsausgaben um etwa 18 Milliarden Euro j&auml;hrlich steigen &ndash; und um auf Platz drei zu kommen, m&uuml;ssten sie sogar um rund 50 Milliarden Euro und damit gut die H&auml;lfte anwachsen. Wenn andere L&auml;nder der Bildung eine so hohe Wertsch&auml;tzung zukommen lassen &ndash; warum geht das nicht auch in Deutschland?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.studis-online.de\/HoPo\/art-636-bildungsausgaben.php\">Studis online<\/a><\/li>\n<li><strong>Arbeitgeber wollen f&uuml;r Wegeunf&auml;lle nicht zahlen<\/strong><br>\nWer auf dem Weg von und zur Arbeit einen Unfall hat, soll selbst f&uuml;r die Kosten aufkommen, meint Arbeitgeber-Chef Hundt. Sie versprechen sich davon Einsparungen in Milliardenh&ouml;he.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.netzeitung.de\/arbeitundberuf\/658872.html\">Netzeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Rentenkassen melden &Uuml;bersch&uuml;sse<\/strong><br>\nNach Jahren mit milliardenschweren Finanzl&ouml;chern rechnen die gesetzlichen Rentenversicherer 2007 erstmals wieder mit einem leichten &Uuml;berschuss. Bereinigt um Sondereffekte seien die Einnahmen in den ersten vier Monaten 2007 gegen&uuml;ber dem Vorjahr um &ldquo;2,5 Prozent oder sogar leicht dar&uuml;ber&rdquo; gestiegen. Derzeit befinden sich in der Reserve rund 7,8 Mrd. Euro, zum Jahresende sollen es etwas &uuml;ber 9,6 Mrd Euro sein. Im Streit um eine weitere F&ouml;rderung von Betriebsrenten warnte Rische vor einer Fortsetzung der heutigen F&ouml;rderpraxis. Ein Erhalt der beitragsfreien Entgeltumwandlung reduziere die Rentenanspr&uuml;che und damit das Rentenniveau. Die 2001 eingef&uuml;hrte F&ouml;rderung hat zu einem Boom bei der betrieblichen Altersvorsorge gef&uuml;hrt. Zugleich kostet sie aber die gesetzlichen Sozialversicherer Milliarden an Beitr&auml;gen. Mit seiner Intervention st&uuml;tzt Rische den Kurs von Sozialminister Franz M&uuml;ntefering (SPD). M&uuml;ntefering steht aber unter m&auml;chtigem Druck der Gewerkschaften, der Arbeitgeber, Versicherungskonzerne und von Teilen der Union. Sie trommeln derzeit kr&auml;ftig f&uuml;r einen Fortbestand der heutigen gesetzlichen F&ouml;rderung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:Rentenkassen%20%DCbersch%FCsse\/205688.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Ein verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig schwaches Wirtschaftswachstum hat die Situation der gesetzlichen Rentenversicherung sp&uuml;rbar verbessert (obwohl der Gesetzgeber einen Teil der fr&uuml;heren Rentenversicherungsbeitr&auml;ge zur Subventionierung der Versicherungswirtschaft missbraucht). Damit best&auml;tigt sich, was u.a. Hans-J&uuml;rgen Krupp, ehemals Chef des Deutschen Institutes f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin und Pr&auml;sident der Landeszentralbank von Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, in einem Streitgespr&auml;ch in der ZEIT &uuml;ber die Finanzierung der gesetzlichen Rente gesagt hatte: &bdquo;&hellip; wenn wir Wachstum haben, gibt es kein wirkliches Finanzierungsproblem.&ldquo; (<a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2007\/21\/GS-Streitgespraech?page=all\">&raquo;Ich wollte nur Ihre Illusion zerst&ouml;ren&laquo;<\/a>).<br>\nSiehe dazu auch Albrecht M&uuml;ller im Januar 2005: &bdquo;Es ist Augenwischerei, zu behaupten, die arbeitende Generation w&uuml;rde durch die private Altersvorsorge entlastet. Entlastungsm&ouml;glichkeiten gibt es vielmehr: 1. indem man k&uuml;nftig von den 5 bis 7 Millionen Arbeitsf&auml;higen, die heute ohne Arbeit sind, mehr in Arbeit bringt. &hellip;&ldquo; (<a href=\"?p=247\">Denkfehler 7: &ldquo;Jetzt hilft nur noch private Vorsorge.&rdquo;<\/a>)<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>NGOs kritisieren Afrika-Politik der G8 &ndash; Markt&ouml;ffnung und Privatisierung &ouml;ffentlicher Dienstleistungen schaffen Armut<\/strong><br>\nDie G8-Politik ist f&uuml;r Afrika kein Versprechen, sondern eine Drohung. Ungeeignete, von der Weltbank veranlasste Privatisierungen bei der Wasserversorgung und Gesundheitsf&uuml;rsorge haben die F&auml;higkeit der Regierungen der armen L&auml;nder untergraben, grundlegende soziale Dienstleistungen bereitzustellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/aktuell\/presse\/presse_ausgabe.php?id=710\">ATTAC<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Falsche&rdquo; Stellungnahme zu den Hausdurchsuchungen<\/strong><br>\nAm Tag der Hausdurchsuchungen in Berlin hatte ein Pressesprecher der Bundesanwaltschaft zuvor offensichtlich ein schlechtes oder falsches Briefing gehabt. Nachdem es bis heute &uuml;berall in den Medien und mittlerweile im &ouml;ffentlichen Bewusstsein verankert ist, dass die Hausdurchsuchungen legitim und notwendig waren zum Zwecke der Ermittlung von Straftaten und nicht der Aufkl&auml;rung der Strukturen der G8-Proteste dienen sollte, ist es aufschlussreich, diesen Ausschnitt aus dem Heute-Journal anzusehen:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/video.google.com\/videoplay?docid=-1808074637702017317&amp;hl=de\">Heute Journal \/ Blog von Florian Horvath<\/a><\/li>\n<li><strong>WSI-Mitteilungen Ausgabe 05\/2007<\/strong><br>\n&hellip; sind erschienen, u.a. zu folgenden Themen:\n<ul>\n<li>Unruhe in der Mitte: Die geprellten Leistungstr&auml;ger des Aufschwungs<\/li>\n<li>Vom &ldquo;Normalarbeitsverh&auml;ltnis&rdquo; zur Employability &ndash; Gut beraten?<\/li>\n<li>Fairness bei K&uuml;ndigungen des Arbeitsverh&auml;ltnisses durch Arbeitgeber<\/li>\n<li>K&uuml;ndigungsschutzreformen und Gerechtigkeit &ndash; Einstellungen der Erwerbsbev&ouml;lkerung<\/li>\n<li>Was ist &ldquo;Aktivierung&rdquo; in der Arbeitsmarktpolitik?<\/li>\n<li>Aktuelle Trends und alternative Perspektiven der Hochschulentwicklung<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/cps\/rde\/xchg\/SID-3D0AB75D-2535F648\/hbs\/hs.xsl\/119.html\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Mohn-Klone<\/strong><br>\nWenn Theobald sein sprachliches Talent hochf&auml;hrt, bleiben brillante Formulierungen mit &auml;tzender Genauigkeit. &bdquo;Eigentlich braucht es heutzutage keine Verleger, es reichen markttechnisch gut ausgebildete Manager mit sicherem Gesp&uuml;r f&uuml;r Rendite. (&hellip;) Diese Entwicklung tr&auml;gt einen Namen, den &auml;ltere Journalisten einst nur mit Fr&ouml;steln aussprachen: Bertelsmann. Genauer: Reinhard Mohn. (&hellip;) Mohn-Klone steuern heute fast alle Medienkonzerne. Sie haben die Passion f&uuml;r das Produkt durch das Gesp&uuml;r f&uuml;rs Gesch&auml;ft ersetzt und halten so die alternden Verlage am Leben. (&hellip;) Nur was hat das noch mit Journalismus zu tun?&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.medienbote.de\/13255_schlagzeile.htm\">Medienbote<\/a><\/li>\n<li><strong>Insiderverdacht gegen 700 EADS-Manager<\/strong><br>\nDie Verantwortlichen beim Airbus-Mutterkonzern EADS wussten offenbar schon drei Monate fr&uuml;her als zugegeben um die Probleme beim A380. Um dem drohenden Kursrutsch zu entgehen, verkauften sie nach bisherigem Kenntnisstand schnellstens ihre Aktien. Die B&ouml;rsenaufsicht ermittelt bereits gegen Spitzenmanager. Die Aff&auml;re scheint aber noch weit gr&ouml;&szlig;er.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/news\/Unternehmen\/Industrie\/_pv\/_p\/200038\/_t\/ft\/_b\/1274028\/default.aspx\/insiderverdacht-gegen-700-eads-manager.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>Kennzeichnung f&uuml;r Essen nur Trick der Hersteller<\/strong><br>\nDass die Nahrungsmittel-Industrie den N&auml;hrwert von Lebensmitteln kennzeichnen will, ist ein fauler Trick. Worum es der Industrie-Lobby tats&auml;chlich geht, lie&szlig; sich Markus Scheffler erkl&auml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.netzeitung.de\/wirtschaft\/ratgeber\/658951.html\">Netzeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Verbraucherpreise Mai 2007: Voraus&shy;sichtlich + 1,9% gegen&uuml;ber Mai 2006<\/strong><br>\nDie moderate Preisentwicklung gegen&uuml;ber April 2007 ist unter anderem auf sinkende Preise bei den saisonabh&auml;ngigen Nahrungsmitteln zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Kraftstoffe wurden in den sechs Bundes&shy;l&auml;ndern gegen&uuml;ber dem Vormonat um 0,5% bis 3,9% und gegen&uuml;ber dem Vorjahres&shy;monat um 1,0% bis 3,7% teurer. Auch die Preise f&uuml;r Pauschalreisen (+ 5,7% gegen&uuml;ber dem Vormonat beziehungsweise + 1,9% gegen&uuml;ber dem Vorjahres&shy;monat) und Ferien&shy;wohnungen (+ 11,8% beziehungsweise + 5,2%) zogen saisonbedingt an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/\">Statistisches Bundesamt<\/a><\/li>\n<li><strong>Neue Regeln im Casino<\/strong><br>\nChina kauft sich bei Blackstone ein und wird zur neuen Macht an der Wall Street. Nationale Interessen werden auf den internationalen Kapitalm&auml;rkten in ein paar Jahren eine weit gr&ouml;&szlig;ere Rolle spielen, auch die von autokratischen L&auml;ndern wie Russland oder China. Europa ist f&uuml;r das neue Spiel schlecht ger&uuml;stet. Gerade in Deutschland mangelt es an Investoren vergleichbarer Gr&ouml;&szlig;e und Fonds vergleichbarer Macht. Zugleich gelten hier die liberalsten &Uuml;bernahmegesetze. Es herrscht die Meinung vor, dass sich der Staat aus der Wirtschaft heraushalten soll, dass die &raquo;effizienten&laquo; Kapitalm&auml;rkte alles richten. Es wird munter privatisiert und an Heuschrecken verkauft, wie etwa im Fall Deutsche Telekom, wo Blackstone vergangenes Jahr 4,5 Prozent der Aktien &uuml;bernehmen durfte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/images.zeit.de\/text\/2007\/22\/Blackstone\">ZEIT online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2373","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2373","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2373"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2373\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2373"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2373"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2373"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}