{"id":23753,"date":"2014-10-29T09:05:05","date_gmt":"2014-10-29T08:05:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23753"},"modified":"2014-10-29T16:14:32","modified_gmt":"2014-10-29T15:14:32","slug":"hinweise-des-tages-2243","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23753","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (OP\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23753#h01\">Tarifeinheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23753#h02\">Redezeit mit Stephan Hebel: Schlafland Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23753#h03\">Sieben Gr&uuml;nde, warum Europa noch nicht aufatmen kann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23753#h04\">Die wunderbare Welt des bigotten Herrn Weidmann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23753#h05\">Gustav Horn: Bundesregierung hat sich eingemauert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23753#h06\">BGH-Urteil: Banken m&uuml;ssen Geb&uuml;hren zur&uuml;ckzahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23753#h07\">Intransparenz oder Inkompetenz?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23753#h08\">Low-paid Britons now number five million, think tank concludes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23753#h09\">Hilfe zum Lebensunterhalt: 8 % mehr Leistungsempf&auml;nger im Jahr 2013<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23753#h10\">K&uuml;rzungspolitik erh&ouml;ht Kinderarmut deutlich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23753#h11\">Relatives Armutsrisiko in Deutschland unver&auml;ndert bei 16,1 %<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23753#h12\">Pest auf Madagaskar: Schwarzer Tod<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23753#h13\">Kalifat des Schreckens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23753#h14\">Kampf gegen Ebola: Unser aller Seuche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23753#h15\">Brasilianische Pr&auml;sidentin gewinnt Stichwahl: Ein Warnschuss f&uuml;r Rousseff<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23753#h16\">Drum pr&uuml;fe, wer sich ewig bildet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23753#h17\">Putinverstehen oder Ein Beitrag zur Aufkl&auml;rung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23753#h18\">Otto Brenner Stiftung zeichnet zum 10. Mal herausragenden Journalismus aus<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23753&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Tarifeinheit<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Andrea Nahles auf d&uuml;nnem Eis<\/strong><br>\nDie Arbeitsministerin will mit einem neuen Gesetz zur Tarifeinheit die Sparten-Gewerkschaften z&auml;hmen, die regelm&auml;&szlig;ig die halbe Republik lahmlegen. Die k&ouml;nnten jedoch vors Verfassungsgericht ziehen.<br>\nBundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) will mit einem neuen Gesetz zur Tarifeinheit folgenschwere Konflikte wie die zwischen Bahn und Lokf&uuml;hrern oder der Lufthansa und ihren Piloten k&uuml;nftig verhindern. Der Gesetzentwurf, den sie am Dienstag in Berlin vorstellte, gibt nach ihren Worten &ldquo;Anreize und einen Rahmen f&uuml;r eine g&uuml;tliche Einigung im Falle von Tarifkonflikten in einzelnen Betrieben&rdquo;. Das Streikrecht werde nicht eingeschr&auml;nkt, betonte sie. Der Gesetzentwurf solle am 3. Dezember im Kabinett behandelt werden und im Sommer 2015 in Kraft treten. (&hellip;)<br>\nZwei Urteile des Bundesarbeitsgerichts haben im Jahr 2010 dazu gef&uuml;hrt, dass die bis dahin ge&uuml;bte Praxis der Tarifeinheit l&ouml;chrig wurde, und seitdem machen die kleinen Spartengewerkschaften mit ihren Nadelstichen immer wieder von sich Reden, weil sie mit ihren Streiks enorme wirtschaftliche Sch&auml;den anrichten. (&hellip;)<br>\nDie Arbeitgeber sprechen von Machtspielen und Erpressung, und Arbeitsministerin Nahles will eine weitere Zerfledderung der Tariflandschaft verhindern. Die Juristen in den Ministerien und bei den Spartengewerkschaften werden jedoch vermutlich jedes Wort und jedes Komma in dem Gesetzentwurf genauestens unter die Lupe nehmen. Denn in Artikel Neun, Absatz Drei, des Grundgesetzes hei&szlig;t es weiter: &ldquo;Das Recht, zur Wahrung und F&ouml;rderung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen Vereinigungen zu bilden, ist f&uuml;r jedermann und f&uuml;r alle Berufe gew&auml;hrleistet. Abreden, die dieses Recht einschr&auml;nken oder zu behindern suchen, sind nichtig, hierauf gerichtete Ma&szlig;nahmen sind rechtswidrig.&rdquo;<br>\nMit anderen Worten: Ein Gesetz, dass das Streikrecht kleinerer Gewerkschaften aushebeln will, wird vor dem Bundesverfassungsgericht kaum Bestand haben, glauben die Juristen der &Auml;rzte, Piloten und Lokf&uuml;hrer. Andrea Nahles freilich glaubt, dass sie mit ihrem Gesetzentwurf weder die Koalitionsfreiheit noch das Streikrecht einschr&auml;nkt. Das Gesetz soll nach ihren Worten vor allem daf&uuml;r sorgen, dass die Interessen der Mehrheit der Belegschaft in einem Betrieb zur Geltung kommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dw.de\/andrea-nahles-auf-d%C3%BCnnem-eis\/a-18025397\">DW<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Vor etwas mehr als einem Jahr &ndash; noch in der Oppositionszeit also &ndash; hatte Frau Nahles gegen die damalige Regierung gewettert und den Text &ldquo;Ich mach&rsquo; mir die Welt &ndash; widdewidde wie sie mir gef&auml;llt &hellip;&rdquo; gesungen.<\/em><br>\n<em>Und nun macht sie sich die Welt, wie sie ihr gef&auml;llt und hebelt faktisch das Streikrecht der Gewerkschaften aus.<\/em><\/p>\n<p><strong>Passend dazu:<\/strong><br>\nEs ist einfach nicht wahr, wenn die Arbeitsministerin behauptet, ihr Gesetz greife nicht in das Streikrecht ein. Was Frau Nahles da vorgelegt hat, ist in Wahrheit Streikbruch per Gesetz. Hier wird ganz offen in die vom Grundgesetz gesch&uuml;tzte Koalitionsfreiheit eingegriffen. Frau Nahles wei&szlig; sehr gut, dass es in Deutschland gar kein kodifiziertes Streikgesetz gibt, sondern dass das Streikrecht im Wesentlichen durch Richterrecht gestaltet wird. Aber wenn Gewerkschaften das Recht genommen wird, Tarifvertr&auml;ge zu verhandeln, dann wird ihnen effektiv auch das Streikrecht genommen. In Deutschland wird nicht zu viel gestreikt. Die Bundesrepublik liegt in der Streikstatistik regelm&auml;&szlig;ig auf einem der hintersten Pl&auml;tze. Das Gejammer um eine Chim&auml;re kann nicht ernsthaft der Vorwand sein, um eines der zentralen Gewerkschaftsrechte zu schleifen. Ohne kampfbereite und streikf&auml;hige Gewerkschaften gehen die Reall&ouml;hne auf Schrumpfkurs. Dieses Gesetz darf nicht Realit&auml;t werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/riexinger.bernd\/posts\/325136084338381?fref=nf\">Bernd Riexinger via Facebook<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Tarifeinheit per Gesetz<\/strong><br>\nDer Vorsitzende von dbb beamtenbund und tarifunion, Klaus Dauderst&auml;dt, warf Nahles politische Feigheit vor. Sie verberge die Absicht, Streikrechte zu begrenzen. Die Bundesverfassungsrichter w&uuml;rden dieses Gesetz f&uuml;r nichtig erkl&auml;ren. Nahles hingegen betonte, der Entwurf sei verfassungsgem&auml;&szlig;.<br>\nDie &Auml;rztegewerkschaft Marburger Bund hielt Nahles ein T&auml;uschungsman&ouml;ver vor. Die Beschneidung des Streikrechts werde bewusst geleugnet, um den R&uuml;ckhalt des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) f&uuml;r das Gesetz nicht zu gef&auml;hrden, sagte der MB-Vorsitzende Rudolf Henke der Nachrichtenagentur dpa.<br>\nDer DGB wollte sich zun&auml;chst nicht &auml;u&szlig;ern. Der Deutsche Journalisten-Verband warnte, eine effektive Arbeitnehmervertretung w&auml;re mit dem Gesetz nicht mehr m&ouml;glich. Sei Vorsitzender Michael Konken sagte: &raquo;Das riecht nach einer Nacht-und-Nebel-Aktion.&laquo;&hellip;<br>\nArbeitgeberpr&auml;sident Ingo Kramer begr&uuml;&szlig;te die Ank&uuml;ndigungen: &raquo;Das Risiko, jederzeit einem Arbeitskampf durch kleine Gewerkschaften ausgesetzt zu sein, w&uuml;rde langfristig die Tarifautonomie gef&auml;hrden.&laquo; Auch der Arbeitgeberverband Gesamtmetall begr&uuml;&szlig;te die Vorlage.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/950578.regierung-plant-tarifeinheit-per-gesetz.html\">ND<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Interessant ist, dass nach dem ARD-DeutschlandTrend von infratest dimap immerhin noch 54 % der Befragten der Meinung ist, <a href=\"http:\/\/www.infratest-dimap.de\/umfragen-analysen\/bundesweit\/ard-deutschlandtrend\/2014\/oktober\/\">dass weiterhin auch kleine Gewerkschaften verhandeln und streiken k&ouml;nnen sollten<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Arbeitgeber loben Nahles&rsquo; Gesetzentwurf<\/strong><br>\nArbeitsministerin Andrea Nahles will die Macht der Berufsgewerkschaften einschr&auml;nken. Die Unternehmer begr&uuml;&szlig;en den Vorschlag. &bdquo;Das Risiko, jederzeit einem Arbeitskampf durch kleine Gewerkschaften ausgesetzt zu sein, w&uuml;rde langfristig die Tarifautonomie gef&auml;hrden&ldquo;, sagte der Pr&auml;sident der Bundesvereinigung der Arbeitgeber, Ingo Kramer. Auch die Metall-Arbeitgeber sprachen von einem &bdquo;wichtigen Schritt zur Sicherung der Tarifautonomie&ldquo;. Die BDA war mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund an der Ausarbeitung des Gesetzes beteiligt. [&hellip;]<br>\nTats&auml;chlich sieht der Entwurf keine ausdr&uuml;ckliche Begrenzung des Streikrechts vor. Nahles rechnet trotzdem mit einer befriedenden Wirkung. Zwar werde es wie bisher in den H&auml;nden der Arbeitsgerichte liegen, im Einzelfall abzuw&auml;gen, ob ein Streik verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig sei. Doch w&uuml;rden die Gerichte k&uuml;nftig &bdquo;in dieser Beurteilung mit einbeziehen, ob der strittige Tarifvertrag &uuml;berhaupt angewendet werden k&ouml;nnte&ldquo;, erl&auml;uterte Nahles ihr Vorgehen im Gespr&auml;ch mit der F.A.Z.: &bdquo;Die Gerichte werden also auch schauen, ob dieser spezielle Streik vor diesem Hintergrund verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig ist.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/arbeitgeber-begruessen-gesetzentwurf-von-andrea-nahles-13234041.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Sollte eine Partei wie die SPD, die doch angeblich Arbeit*nehmer*interessen vertritt, nicht extrem mi&szlig;trauisch werden, wenn der Beifall von der entgegengesetzten Seite kommt? Anscheinend nicht &ndash; schlie&szlig;lich bedient die SPD seit 15 Jahren ausschlie&szlig;lich Arbeitgeberinteressen und ist auch noch stolz auf deren Lob. Inhaltlich m&ouml;chte man meinen, da&szlig; das Streikrecht formal unangetastet bleibt. Aber wenn ein &ndash; auch erstreikter! &ndash; Tarifvertrag wegen des Mehrheitsprinzips gar nicht zur Anwendung kommen kann, dann ist er sinnlos, und dann wird auch ein Streik sinnlos. Also verletzt Nahles&rsquo; Gesetzentwurf Art. 9 Absatz 3 GG vielleicht nicht formal, aber doch materiell, denn den betroffenen Spartengewerkschaften verbliebe nur das Recht zu pittoresken Trachtenumz&uuml;gen ohne jeden realen Einflu&szlig; auf einen Tarifvertrag und die H&ouml;he des Entgelts. Da&szlig; die Gro&szlig;e Koalition mit einem solchen Gesetz, das von Gerichten &ldquo;im Einzelfall&rdquo; interpretiert werden mu&szlig;, Rechtsunsicherheit schafft, d&uuml;rfte auch die Richter nicht freuen.<\/em><br>\n<em>Und die Arbeitgeberreaktion ist ebenfalls apart: &bdquo;Das Risiko, jederzeit einem Arbeitskampf durch kleine Gewerkschaften ausgesetzt zu sein, w&uuml;rde langfristig die Tarifautonomie gef&auml;hrden&ldquo;. Merkw&uuml;rdig: wenn Gewerkschaften &ndash; im Rahmen der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit &ndash; ihr grundgesetzlich verbrieftes Streikrecht nutzen, soll die grundgesetzlich geregelte Tarifautonomie gef&auml;hrdet sein? Was soll uns das sagen? Da&szlig; die Arbeitgeber irgendwann von den Streiks und den Forderungen nach Lohnerh&ouml;hungen so genervt sind, da&szlig; sie Art. 9 GG umschreiben und die Tarifautonomie kurzerhand abschaffen? H&auml;tten die Unternehmer lieber wieder eine Deutsche Arbeitsfront und Lohnfestsetzungen durch den Staat?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Redezeit mit Stephan Hebel: Schlafland Deutschland<\/strong><br>\nDer Journalist Stephan ist sich sicher: Deutschland verspielt seine Zukunft, sagt er und macht daf&uuml;r die GroKo verantwortlich, die gro&szlig;e Koalition. Solange die auf &ldquo;Weiter so&rdquo; spiele, bewege sich im Land nichts. Die Europ&auml;ische Union wird in Hebels Sicht durch Merkels Austerit&auml;tspolitik zwischen Nord und S&uuml;d gespalten, ein wirklich gemeinsames Europa sei nicht in Sicht. Deutschland habe auf Kosten der jetzt krisengesch&uuml;ttelten L&auml;nder wie Griechenland, Spanien oder Italien exportiert. Diese L&auml;nder h&auml;tten sich verschuldet, &ldquo;um unsere Autos zu kaufen&rdquo;. Hebel sieht auch keine Perspektive, wie die immer gr&ouml;&szlig;er werdende Schere zwischen Arm und Reich im eigenen Land ausgeglichen werden k&ouml;nnte. So liege der Kreis der armutsgef&auml;hrdeten Menschen in Deutschland stabil bei 16 Prozent. Hebel bewertet das &ldquo;als einen Skandal f&uuml;r ein Land wie dieses&rdquo;. &ndash; Der Journalist und Autor st&ouml;rt sich an der Ruhe in der Gesellschaft, die angesichts dieser Politikm&auml;ngel bestehe. Ein St&uuml;ck weit sei das normal, so Hebel. Jeder von uns lerne seit Langem, vornehmlich auf sich selbst, seine Gesundheit, seinen Wohlstand zu achten. Zumal wenn die Politik keine Alternativen vorgebe, k&ouml;nne man von den B&uuml;rgern nicht einfach erwarten, dies zu tun.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/podcast-ww.wdr.de\/medstdp\/fsk0\/55\/555826\/wdr5neugiergenuegtredezeit_2014-10-28_11-30.mp3\">WDR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Sieben Gr&uuml;nde, warum Europa noch nicht aufatmen kann<\/strong><br>\nNoch sind sich die professionellen Beobachter nicht einig darin, ob nun der Gesundheitscheck und der Stresstest der europ&auml;ischen Banken durch die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) als Grosserfolg gefeiert oder als Entt&auml;uschung beklagt werden sollen. Die einen &ndash; vor allem die EZB selbst &ndash; verweisen darauf, dass in Europa noch nichts in einem &auml;hnlichen Umfang je stattgefunden habe und jetzt endlich Transparenz &uuml;ber den wahren Zustand der Banken vorherrsche. Andere verweisen auf die hohe Zahl von 880 Milliarden an Not leidenden, also gef&auml;hrdeten Ausleihungen, auf denen die Banken der Eurozone s&auml;ssen, und sie bem&auml;ngeln, dass die Negativszenarien im Stresstest nicht negativ genug gewesen seien, gemessen an dem, was noch drohen k&ouml;nnte. Was bedeutet die &Uuml;bung f&uuml;r die Eurozone? Die Schw&auml;che der Banken und die Unsicherheit, welche wie betroffen ist, gelten als wichtiger Grund daf&uuml;r, dass die Banken vor allem in der Peripherie kaum mehr Kredite vergeben haben. Und wenn, dann nur zu hohen Zins&auml;tzen &ndash; trotz der Billiggeldpolitik der EZB. Wenn diese Banken nun gest&auml;rkt werden, sollte sich das &auml;ndern, und die Transparenz sollte dazu f&uuml;hren, dass sie selbst wieder billiger an Gelder auf den Kapitalm&auml;rkten kommen. Heisst das also, die ganze Bankentest&uuml;bung leitet das Ende der Eurokrise ein? Aus den folgenden 7 Gr&uuml;nden lautet die Antwort darauf Nein: &hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/wirtschaft\/konjunktur\/Warum-die-Bankenpruefung-nicht-ausreicht\/story\/27183483\">Tages-Anzeiger<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Begr&uuml;ndung von Markus Diem Meier lautet: 1. Alles h&auml;ngt von der Realwirtschaft ab; 2. Die Geldpolitik ist am Ende; 3. Fiskalpolitik bleibt unm&ouml;glich; 4. Die sinkende Inflation ist angesichts der Verschuldung verheerend; 5. Nettoexport&uuml;bersch&uuml;sse sind als Ventil nicht nachhaltig; 6. Die Gefahr von Blasen steigt; 7. Eine glaubw&uuml;rdige Abwicklungsstrategie fehlt noch immer. Meier spricht oben an, dass die Negativszenarien im Stresstest eventuell nicht negativ genug gewesen seien. In der Tat, dabei h&auml;tte doch ein ganz wunderbares Referenzjahr zur Verf&uuml;gung gestanden: Das Jahr nach Beginn der Krise, das Jahr 2009. Im Krisenszenario (adverses Szenario) nimmt die EZB f&uuml;r die Eurozone ein Schrumpfen des BIP im ersten Krisenjahr 2014 um 0,7 Prozent, 2015 um 2,6 Prozent und im dritten Jahr um 1,6 Prozent an. Das ist l&auml;cherlich gegen&uuml;ber dem realen Einbruch im Jahre 2009 um 4,3 Prozent. (Selbst das Basisszenario ist mit 1,5 Prozent f&uuml;r 2014 bereits Makulatur. 2014 wird unter 1 Prozent liegen.) Absurd auch die angenommene Abfolge der Krisen-Arbeitslosenrate von 10.7 Prozent in 2014 auf 12,9 Prozent in 2015 und 13,5 Prozent in 2016. Wir verzeichnen bereits jetzt (August) eine Arbeitslosenquote von 11,5 Prozent. Die Disinflation, also der R&uuml;ckgang der Inflationsrate auf derzeit 0,3 Prozent kam in Stresstest &uuml;berhaupt nicht vor.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die wunderbare Welt des bigotten Herrn Weidmann<\/strong><br>\nBundesbankpr&auml;sident Jens Weidmann hat eine Rede vor Unternehmern gehalten. Darin gibt er den stabilit&auml;tsbewussten Notenbanker, der aufpasst, dass seine weniger stabilit&auml;tsbewussten Kollegen sich nicht allzu leicht von nichtsnutzigen, den W&auml;hler f&uuml;rchtenden Politikern dr&auml;ngen lassen, f&uuml;r diese die Kastanien aus dem Feuer zu holen und dabei die Stabilit&auml;t zu gef&auml;hrden.  Es lohnt sich, die Rede genau zu lesen. Denn dem aufmerksamen Betrachter er&ouml;ffnet sich eine wunderbare, nie gesehene Welt, die  so gar nichts mit der schn&ouml;den Realit&auml;t zu tun hat, in der wir leben m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/index.php\/de\/newsblog2\/27-german\/news\/149-die-wunderbare-welt-des-bigotten-herrn-weidmann#1-weiterlesen\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ich muss gestehen, dass ich in diese Rede hineingeschaut habe, aber schnell abgebrochen habe. Halt das &Uuml;bliche von Jens Weidmann. Norbert H&auml;ring hat weitergelesen und zeigt, dass Weidmann nicht nur bigott ist, sondern politisch untragbar. Er betreibt das ungeniert weiter, was wir eigentlich zu vermeiden gelernt haben sollten: das Bashing der L&auml;nder der Peripherie, inklusive Italien:<\/em><br>\n<em>&ldquo;Die Einf&uuml;hrung des Euro brachte den fr&uuml;heren Hochzinsl&auml;ndern n&auml;mlich einen deutlichen Zinsr&uuml;ckgang. Die L&auml;nder profitierten von einem Vertrauensvorschuss und es gab kein Wechselkursrisiko mehr. So floss reichlich Kapital unter anderem von den Kernl&auml;ndern des Euro-Raums wie Deutschland und Frankreich in die Peripherie wie Irland, Spanien, Griechenland, aber auch Italien. Leider wurde viel Geld in den privaten Wohnungsbau oder in den Staatskonsum gesteckt, was sich im Nachhinein als wenig produktiv erwies. Die Kapitalzufl&uuml;sse erm&ouml;glichten auch eine Zeitlang kr&auml;ftig steigende L&ouml;hne. Da aber die produzierten G&uuml;termengen nicht im gleichen Ausma&szlig; zunahmen, stiegen die Lohnst&uuml;ckkosten. &hellip; Da die Staaten nun anders als vor der W&auml;hrungsunion nicht mehr mit einer Abwertung ihrer W&auml;hrung reagieren konnten, so wie sie es in der Vergangenheit h&auml;ufig getan hatten, entwickelten sich hohe Leistungsbilanzdefizite. Die private und &ouml;ffentliche Verschuldung stieg teilweise deutlich an. Kurzum, die L&auml;nder lebten jahrelang &ldquo;&uuml;ber ihre Verh&auml;ltnisse&rdquo;. &hellip; Die Krise hat aber auf jeden Fall deutlich gezeigt, dass von &uuml;berm&auml;&szlig;iger Verschuldung gravierende Risiken ausgehen. Das wusste man &uuml;brigens schon im alten Preu&szlig;en. Als sich Friedrich I. 1701 zum K&ouml;nig in Preu&szlig;en kr&ouml;nen lie&szlig;, wurde eine Generalamnestie verk&uuml;ndet. Ausgenommen waren lediglich Gottesl&auml;sterer, M&ouml;rder, Hochverr&auml;ter und &ndash; Schuldenmacher.&rdquo;<\/em><br>\n<em>Norbert H&auml;ring kommentiert: &ldquo;In der wunderbaren Welt des bigotten Herrn Weidmann ist Gut und B&ouml;se noch klar getrennt, und b&ouml;se sind nie die Deutschen, die Gl&auml;ubiger, sondern immer die anderen, die Faulen, die Griechen und Italiener. Die Preu&szlig;en, die wussten das noch. Die haben Schuldenmacher weggesperrt, zusammen mit M&ouml;rdern und Hochverr&auml;tern.&rdquo; &ndash; Das ist das Wesentliche, hinzuzuf&uuml;gen w&auml;re vielleicht noch, dass die Bundesbank bzw. die EZB sehr schnell h&auml;tte wissen k&ouml;nnen, in welche Bereiche das zentraleurop&auml;ische Kapital floss. Selbst die Presse berichtet schon fr&uuml;hzeitig, in welch unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;igerweise sich der Bausektor in Spanien ausdehnte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Gustav Horn: Bundesregierung hat sich eingemauert<\/strong><br>\nW&auml;hrend die meisten Beobachter offenbar meinten, die Krisen der vergangen Jahre seien vorbei, und die deutsche Wirtschaft strebe einem ungef&auml;hrdeten Aufschwung entgegen, schwelten diese munter weiter. Jetzt sind sie wieder offenkundig, und die Erkenntnis breitet sich aus, dass Deutschlands wirtschaftliche Stabilit&auml;t so lange gef&auml;hrdet bleibt, wie die Krise im Euro-Raum nicht wirklich &uuml;berwunden ist. Der Finanzminister h&auml;lt das Erreichen und Halten der schwarzen Null im Bundeshaushalt f&uuml;r den ultimativen wirtschaftspolitischen Erfolg. Der Wirtschaftsminister stimmt ihm zu und f&uuml;gt noch hinzu, dass es mehr Investitionen bed&uuml;rfe, aber keiner Steuererh&ouml;hungen, um sie schuldenfrei zu finanzieren. Der Wille zu mehr Investitionen mag vorhanden sein, aber unter den selbst gew&auml;hlten wirtschaftspolitischen Festlegungen gibt es keine Finanzierung und erst recht keine konjunkturelle Stimulanz. Ab 2016 verengt sich dann mit dem vollst&auml;ndigen Inkrafttreten der Schuldenbremse der Spielraum ohnehin noch weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/meinung\/gastbeitraege\/merkels-haushaltspolitik-unter-feuer-bundesregierung-hat-sich-eingemauert\/10886892.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>BGH-Urteil: Banken m&uuml;ssen Geb&uuml;hren zur&uuml;ckzahlen<\/strong><br>\nLange haben Banken unzul&auml;ssig Geb&uuml;hren f&uuml;r Darlehen kassiert. Jetzt k&ouml;nnen Kunden ihr Geld zur&uuml;ckverlangen &ndash; und zwar auch nach Jahren&hellip;<br>\nZus&auml;tzlich zu den Zinsen haben die Institute f&uuml;r solche Ratenkredite in der Vergangenheit eine Bearbeitungsgeb&uuml;hr verlangt &ndash; zu Unrecht. Bankkunden, die in den vergangenen zehn Jahren solche Geb&uuml;hren gezahlt haben, k&ouml;nnen diese jetzt zur&uuml;ckfordern.<br>\nDer Bundesgerichtshof (BGH) hat am Dienstag entschieden, dass die Verj&auml;hrungsfrist von drei Jahren erst 2011 begonnen hat. Das hei&szlig;t: Auch Geb&uuml;hren f&uuml;r Altkredite k&ouml;nnen zur&uuml;ckverlangt werden. F&uuml;r den einzelnen Verbraucher sind die Betr&auml;ge oft &uuml;berschaubar. Doch auf die Banken k&ouml;nnen insgesamt R&uuml;ckforderungen in Milliardenh&ouml;he zukommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/bgh-urteil-banken-muessen-gebuehren-zurueckzahlen\/10901166.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Intransparenz oder Inkompetenz?<\/strong><br>\nMehr Transparenz wird ja oft f&uuml;r die L&ouml;sung des Problems gehalten. So auch bei den &uuml;berh&ouml;hten Kosten der Lebens- und Rentenpolicen und damit auch von Riester- und R&uuml;rup-Produkten.&#8232;W&uuml;rden die Kosten klar benannt, so glauben Marktpuristen, reagierten Kunden wie Anbieter umgehend: die preiswerteren Produkte w&uuml;rden nachgefragt und als Folge davon die Preise allgemein sinken. Leider ist das ein frommer Wunsch. Tats&auml;chlich wird das bei sogenannten &bdquo;Push&ldquo;-Produkten, die nicht per se nachgefragt sondern mit der Vertriebskraft von 250.000 Vermittlern in den Markt gedr&uuml;ckt werden, nicht klappen.&#8232;Dank hoher Provisionen verkauft sich eben &bdquo;teuer&ldquo; auch weiterhin besser als &bdquo;billig&ldquo;. Aber Kostentransparenz w&auml;re nat&uuml;rlich trotzdem sch&ouml;n. Und die Bundesregierung hat sie ja bei Versicherungen auch versprochen: So soll ab kommendem Jahr jeder Kunde vor Vertragsschluss eine Gesamtkostenquote genannt bekommen. Die wird voraussichtlich bei vielen Versicherern bei unter einem Prozent liegen. Das d&uuml;rfte den Verbraucher eher in die Irre f&uuml;hren als ihn zu informieren. Denn nat&uuml;rlich liegen die Kosten nicht nur bei einem Prozent seiner Einzahlungen, sondern ein Vielfaches h&ouml;her. Das kann er aber mit der neuen Kennzahl nicht erkennen. In Wirklichkeit ist die neue Kennzahl gar kein Ma&szlig; f&uuml;r die Kostenh&ouml;he, sondern ein Ma&szlig; f&uuml;r die Renditeminderung durch Kosten. Und so wie sie berechnet wird, ist sie f&uuml;r allerlei Manipulationen anf&auml;llig.<br>\nWie unsauber damit verfahren wird, zeigt auch die j&uuml;ngste &bdquo;Information&ldquo; durch die Versicherungswirtschaft. Im Verbandsblatt &bdquo;Positionen&ldquo; wird die neue Kennzahl erkl&auml;rt. Leider werden dabei &ndash; und das ist nicht unerheblich &ndash; Prozente mit Prozentpunkten vertauscht. Ein Beispiel: S&auml;nke die Rendite durch den Einfluss von Kosten von 2 Prozent auf 1 Prozent, so betr&auml;gt die Differenz korrekt ausgedr&uuml;ckt: 1 Prozentpunkt. Nach GDV&ndash; Lesart w&auml;re es nur 1 Prozent. Tats&auml;chlich sinkt die Rendite in diesem Fall aber um 50 Prozent! Doch so deutlich will man das den armen Kunden wohl nicht auf die Nase binden. Ist die sagen wir &bdquo;missverst&auml;ndliche&ldquo; Darstellung nun eine neue Form der Intransparenz oder einfach nur Inkompetenz?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vorsorgeluege.de\/newsletter\/index.html\">Vorsorgel&uuml;ge<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Low-paid Britons now number five million, think tank concludes<\/strong><br>\nA record five million UK workers are now in low-paid jobs, research from a think tank suggests.<br>\nThose earning less than two thirds of median hourly pay &ndash; equivalent to &pound;7.69 an hour &ndash; rose by 250,000 to 5.2m last year, the Resolution Foundation said.<br>\nIt said a &ldquo;growing rump&rdquo; of low-paid jobs was a problem for ministers because it kept tax revenues low.<br>\nThe government said it had taken lower earners out of income tax and wanted to raise the value of the minimum wage.<br>\nWorkers in Britain were more likely to be low paid than workers in comparable economies like Germany and Australia, the left-of-centre think tank&rsquo;s report said.<br>\nLast week, tens of thousands of people protested in London, Glasgow and Belfast about pay and austerity.<br>\nTeachers, nurses and civil servants were among those opposing a below-inflation 1% pay offer from the government.<br>\nThe report said there was a serious problem of people being stuck in low-paid jobs, with almost one in four minimum wage employees still on that rate for the last five years.<br>\nThe minimum wage, set by the government, rose 19 pence at the start of October to &pound;6.50.<br>\nThe UK living wage, promoted by the Living Wage Foundation, is currently &pound;7.65, and &pound;8.80 in London.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bbc.com\/news\/uk-politics-29771470\">BBC<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das haben die Briten neben Thatcher auch dem Schr&ouml;der Kumpan Tony Blair und dessen &bdquo;Dritten Weg&ldquo; &ndash; der Blaupause f&uuml;r die Agenda 2010 &ndash; aus neoliberaler Wirtschaftspolitik und &bdquo;aktivierenden&ldquo; Sozialstaat zu verdanken. Es ist zwar kein Trost f&uuml;r die Betroffenen, aber in Deutschland sieht es nicht viel anders aus.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Hilfe zum Lebensunterhalt: 8 % mehr Leistungsempf&auml;nger im Jahr 2013<\/strong><br>\nAm Jahresende 2013 erhielten in Deutschland rund 370 000 Personen Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem 3. Kapitel des Zw&ouml;lften Buches Sozialgesetzbuch (SGB XII &bdquo;Sozialhilfe&ldquo;). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stieg die Zahl der Hilfebezieher im Vergleich zum Vorjahr um 8,1 %.<br>\nZwei Drittel der Leistungsberechtigten (67 %) lebten in Einrichtungen wie Wohn- oder Pflegeheimen, ein Drittel (33 %) der Empf&auml;nger lebte au&szlig;erhalb solcher Einrichtungen. Letztere f&uuml;hrten &uuml;berwiegend einen Einpersonenhaushalt. Im Vergleich zum Jahr 2005 hat sich die Zahl der Empf&auml;nger au&szlig;erhalb von Einrichtungen um 54 % erh&ouml;ht, in Einrichtungen um 29 %. Insgesamt gab es 2013 deutschlandweit &uuml;ber ein Drittel (36 %) mehr Leistungsbezieher als 2005.<br>\nDamit waren am Jahresende 2013 deutschlandweit rund 5 von 1 000 Einwohnern auf Hilfe zum Lebensunterhalt angewiesen. Am h&auml;ufigsten bezogen die Menschen in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt mit jeweils 7 Personen je 1 000 Einwohner diese Sozialleistung. Am seltensten nahm die Bev&ouml;lkerung in Baden-W&uuml;rttemberg diese Hilfe in Anspruch, hier lag die Quote bei 1 Person je 1 000 Einwohner.<br>\nMit 42 Jahren waren die Leistungsbezieher au&szlig;erhalb von Einrichtungen im Durchschnitt deutlich j&uuml;nger als Bezieher in Einrichtungen. Diese waren durchschnittlich 55 Jahre alt.<br>\nHilfe zum Lebensunterhalt richtet sich unter anderem an Menschen mit Behinderung und pflegebed&uuml;rftige Personen, die in Einrichtungen leben und dort Eingliederungshilfe f&uuml;r behinderte Menschen nach dem 6. Kapitel (SGB XII) oder Hilfe zur Pflege nach dem 7. Kapitel (SGB XII) beziehen. Sie k&ouml;nnen neben diesen rein ma&szlig;nahmebezogenen Sozialhilfeleistungen auch Hilfe zum Lebensunterhalt erhalten. Voraussetzung hierf&uuml;r ist, dass sie diesen Bedarf nicht zum Beispiel durch Renteneink&uuml;nfte, durch Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem 4. Kapitel (SGB XII) oder in anderer Weise decken k&ouml;nnen. Au&szlig;erhalb von Einrichtungen kommt die Hilfe zum Lebensunterhalt etwa f&uuml;r vor&uuml;bergehend Erwerbsunf&auml;hige, l&auml;ngerfristig Erkrankte oder Vorruhestandsrentner mit niedriger Rente in Betracht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2014\/10\/PD14_373_221.html;jsessionid=A2125F34ABD9180249F8C1AC1C857D4F.cae1\">Statistisches Bundesamt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>K&uuml;rzungspolitik erh&ouml;ht Kinderarmut deutlich<\/strong><br>\nAuch in Deutschland wurde das Armutsrisiko trotz des Wachstums 2013 nicht verringert und nimmt die Kinderarmut zu<br>\nEs ist keine Neuigkeit mehr, dass die K&uuml;rzungs- und Sparpolitik infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise die Kinderarmut deutlich verst&auml;rkt hat, weil die Kosten auf die einfache Bev&ouml;lkerung abgew&auml;lzt werden. Vor allem in den L&auml;ndern unter dem Diktat der Troika wie Griechenland, Spanien, Irland, Portugal und Zypern hatten das Hilfsorganisationen wie die Caritas schon in den vergangenen Jahren immer wieder festgestellt<br>\nNun hat das UN-Kinderhilfswerk Unicef Zahlen vorgelegt. Seit Beginn der Krise 2008 sind in den 41 reichsten L&auml;ndern weitere 2,6 Millionen Kinder unter die Armutsgrenze gerutscht. Nach Angaben von Unicef leben nun in den Mitgliedsl&auml;ndern der Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) mehr als 76 Millionen Kinder in Armut. Es sei insgesamt eine R&uuml;ckw&auml;rtsentwicklung zu beobachten, sagte zust&auml;ndige Unicef-Direktor Jeffrey O&rsquo;Malley. In Griechenland sei das Durchschnittseinkommen im Jahr 2012 auf den Wert von 1998 gefallen. Irland, Spanien und Luxemburg h&auml;tten ein Jahrzehnt an Einkommensentwicklung eingeb&uuml;&szlig;t, Island neun Jahre und Italien, Ungarn und Portugal acht Jahre.<br>\n&ldquo;Viele wohlhabende Staaten haben gro&szlig;e R&uuml;ckschritte zu verzeichnen, was ihre Einnahme betrifft, und die Auswirkungen auf Kinder werden lang anhaltende Folgen f&uuml;r sie und ihre Gesellschaften haben&rdquo;, sagte O&rsquo;Malley. Der Verantwortliche f&uuml;r &ldquo;Global Policy and Strategy&rdquo; f&uuml;hrte auch aus, dass vor allem die Jugend in den reichen L&auml;ndern besonders hart von der Krise getroffen wird. Deutlich wird das an Spanien und Griechenland, wo mehr als die H&auml;lfte aller jungen Menschen unter 25 Jahren keine Stelle haben.<br>\n&ldquo;Die UNICEF-Forschung zeigt, dass starke Sozialschutzsysteme ein entscheidender Faktor f&uuml;r die Vermeidung von Armut waren&rdquo;, erkl&auml;rt O&rsquo;Malley. Man brauche starke soziale Sozialsysteme zum Schutz von Kindern in schlechten Zeiten. Die reichen L&auml;nder sollten sich zur Beseitigung von Kinderarmut verpflichten. Es m&uuml;ssten Strategien entwickelt werden, &ldquo;um Wirtschaftsabschw&uuml;nge zu kompensieren, und das Wohlergehen der Kinder zu ihrer obersten Priorit&auml;t erkl&auml;ren&rdquo;.<br>\nDass das nicht geschieht, kann an Deutschland gesehen werden. Heute hat das Statistische Bundesamt (Destatis) neue Zahlen zur Armutsentwicklung vorgelegt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Kuerzungspolitik-erhoeht-Kinderarmut-deutlich-2437419.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Wenn die Kinderarmut in Deutschland zunimmt, ist davon auszugehen, dass die Erwachsenen ebenfalls mehr von Armut betroffen sind. Deshalb sind gute Arbeitsbedingungen &ndash; wozu auch gute L&ouml;hne geh&ouml;ren &ndash; so wichtig.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Relatives Armutsrisiko in Deutschland unver&auml;ndert bei 16,1 %<\/strong><br>\nFast jede sechste Person war nach den Ergebnissen der Erhebung LEBEN IN EUROPA (EU-SILC) 2013 in Deutschland armutsgef&auml;hrdet &ndash; das entsprach 16,1 % der Bev&ouml;lkerung oder rund 13 Millionen Menschen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, blieb damit der Anteil der armutsgef&auml;hrdeten Personen in der Bev&ouml;lkerung vom Berichtsjahr 2012 auf das Berichtsjahr 2013 unver&auml;ndert.<br>\nGrundlage f&uuml;r die Einkommensmessung in einem Berichtsjahr ist das verf&uuml;gbare Haushaltsnettoeinkommen (nach Steuern und Sozialabgaben) des Vorjahres. Um eine einheitliche Darstellung mit der europ&auml;ischen Sozialberichterstattung zu gew&auml;hrleisten, wird die Armutsgef&auml;hrdungsquote ab sofort auf das Berichtsjahr bezogen.<br>\nEine Person gilt nach der EU-Definition f&uuml;r EU-SILC als armutsgef&auml;hrdet, wenn sie &uuml;ber weniger als 60 % des mittleren Einkommens der Gesamtbev&ouml;lkerung verf&uuml;gt (Schwellenwert f&uuml;r Armutsgef&auml;hrdung). 2013 lag dieser Schwellenwert f&uuml;r eine alleinlebende Person in Deutschland bei 979 Euro im Monat (11 749 Euro im Jahr) und damit &auml;hnlich hoch wie im Berichtsjahr 2012 (980 Euro im Monat). F&uuml;r zwei Erwachsene mit zwei Kindern unter 14 Jahren lag der Schwellenwert im Berichtsjahr 2013 bei 2 056 Euro im Monat.<br>\nFrauen trugen &ndash; wie bereits in den Jahren zuvor &ndash; ein h&ouml;heres Armutsgef&auml;hrdungsrisiko als M&auml;nner. Dies gilt ausnahmslos f&uuml;r alle Altersgruppen. So lag die Quote der armutsgef&auml;hrdeten Personen bei den Frauen unter 18 Jahren mit 15,4 % zwar unter dem Bundesdurchschnitt, jedoch h&ouml;her als das Armutsrisiko f&uuml;r die gleichaltrige m&auml;nnliche Bev&ouml;lkerung (14,2 %). &Auml;hnlich hohe Unterschiede zwischen den beiden Geschlechtern ergaben sich in der Altersklasse zwischen 18 und 64 Jahren (Frauen: 17,7 %, M&auml;nner: 16,0 %). Bei den Frauen ab 65 Jahren fiel das Armutsgef&auml;hrdungsrisiko im Jahr 2013 mit 17,0 % deutlich h&ouml;her aus als bei den M&auml;nnern derselben Altersklasse mit 12,7 %.<br>\nUntergliedert nach Haushaltstypen haben Personen aus Alleinerziehendenhaushalten sowie Alleinlebende ein Armutsgef&auml;hrdungsrisiko, das &uuml;ber dem Bundesdurchschnitt liegt. Im Jahr 2013 waren mehr als ein Drittel der Personen (35,2 %) aus Alleinerziehendenhaushalten armutsgef&auml;hrdet. Bei den Alleinlebenden betrug der Anteil der armutsgef&auml;hrdeten Personen 31,9 %. Bei Personen aus Haushalten mit zwei Erwachsenen und Kindern war das Armutsgef&auml;hrdungsrisiko im Jahr 2013 dagegen eher unterdurchschnittlich: Beispielsweise lagen die Quoten f&uuml;r zwei Erwachsene mit einem Kind bei 11,1 % und mit zwei Kindern bei 8,5 %.<br>\nDifferenziert nach dem &uuml;berwiegenden Erwerbsstatus im Referenzjahr waren im Berichtsjahr 2013 mit 69,3 % weit mehr als zwei Drittel der Arbeitslosen ab 18 Jahren armutsgef&auml;hrdet. Bei den &uuml;berwiegend Erwerbst&auml;tigen ab 18 Jahren betrug der Anteil dagegen nur 8,6 %.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2014\/10\/PD14_374_634.html\">Statistisches Bundesamt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Pest auf Madagaskar: Schwarzer Tod<\/strong><br>\nIm Mittelalter raffte sie Millionen Menschen in Europa dahin, in Teilen der Welt tritt die Pest noch heute auf. Experten halten das Pest-Bakterium f&uuml;r einen der gef&auml;hrlichsten biologischen Erreger auf der Welt. Nirgendwo ist die Lage so bedrohlich wie auf Madagaskar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/gfx.sueddeutsche.de\/pages\/pest-auf-madagaska\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Kalifat des Schreckens<\/strong><br>\nDie Bedrohung durch den IS beherrscht die Schlagzeilen und die Talkshows: Hunderttausende in Syrien und im Irak sind auf der Flucht vor der Terrormiliz IS. Zwei Journalisten aus den USA sowie ein britischer Entwicklungshelfer wurden bestialisch ermordet. Wo der IS vorr&uuml;ckt, gibt es Massaker. Eine Schreckensherrschaft hat der sogenannte &ldquo;Islamische Staat&rdquo; errichtet.<br>\nZehn Korrespondenten und Reporter der ARD zeigen Hintergr&uuml;nde des sogenannten &ldquo;Islamischen Staates&rdquo; auf. Sie berichten u.a. aus dem Inneren des &ldquo;Islamischen Staates&rdquo;, sind vor Ort mit IS-K&auml;mpfern und schildern den Alltag der Menschen im selbst ausgerufenen Kalifat. &ndash; Wie gro&szlig; ist die Bedrohung durch die Terrormiliz IS wirklich &ndash; in der Region selbst und f&uuml;r Deutschland, Europa und die Welt? Der scheinbar pl&ouml;tzliche Aufstieg geschah vor den Augen der Welt&ouml;ffentlichkeit und der Geheimdienste. Warum wurde nichts gegen IS unternommen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/reportage-dokumentation\/dokus\/sendung\/swr\/sendung-vom-27102014-100.html\">das erste<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Die Reportage ist insofern sehr interessant als sie explizit darlegt, wie die T&uuml;rkei und die Golfstaaten, und hier ins besondere Saudi-Arabien den IS unterst&uuml;tzen und wesentlich zu seinem rasanten Aufstieg beigetragen haben. Sowohl die T&uuml;rkei als auch Saudi-Arabien gelten gemeinhin als wichtige Verb&uuml;ndete der USA. Selbstredend liefert die Bundesrepublik Waffen an die T&uuml;rkei und Saudi-Arabien und die Bundesregierung begr&uuml;&szlig;t auch den Emir von Katar mit Handschlag, obwohl aus Katar heraus neben dem IS auch andere islamistische Terrororganisationen wie die Hamas und die Muslimbr&uuml;der unterst&uuml;tzt werden. Sehr delikat auch, dass der Wahhabismus, der als besonders fundamentalistische Richtung des sunnitischen Islams als eine der ideologischen Grundlagen des IS gelten kann, seine Hochburg in Saudi-Arabien hat. Obama bek&auml;mpft also etwas, das seine Bundesgenossen selbst herangez&uuml;chtet haben.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung seitens des Senders:<\/strong> Das Video zur Sendung musste kurzfristig offline genommen werden &ndash; es steht ab Mittwoch, 29.10., wieder zur Verf&uuml;gung (einige weitere Personen mussten unkenntlich gemacht werden. Wir bitten um Verst&auml;ndnis).<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Kampf gegen Ebola: Unser aller Seuche<\/strong><br>\nSo haarstr&auml;ubend diese Ebola-F&auml;lle in Spanien und den USA auch sind, sie w&auml;ren vermutlich vermeidbar gewesen. Und sie sollten nicht dar&uuml;ber hinwegt&auml;uschen, dass eine gr&ouml;&szlig;ere Ausbreitung von Ebola in Europa nach wie vor extrem unwahrscheinlich ist. Das gro&szlig;e, furchtbare, abertausendfache Leid spielt sich immer noch in Guinea ab, in Sierra Leone, in Liberia. Dort laden verzweifelte Menschen ihre sterbenskranken Angeh&ouml;rigen auf der Stra&szlig;e ab, weil es noch immer nicht gen&uuml;gend Pl&auml;tze in den Behandlungszentren gibt; dort bringen gesunde Frauen Babys auf dem Asphalt zur Welt, weil ver&auml;ngstigtes Krankenhauspersonal ihnen nicht die T&uuml;r &ouml;ffnet &ndash; Geb&auml;rende bluten schlie&szlig;lich, und das Blut k&ouml;nnte mit dem Virus verseucht sein; dort macht Ebola Kinder zu Waisen, die dann obendrein stigmatisiert sind; dort schnellen die Lebensmittelpreise in die H&ouml;he und sch&uuml;ren &Auml;ngste vor einer Hungersnot.<br>\nDie drei westafrikanischen L&auml;nder, &uuml;ber deren offene Grenzen hinweg das Virus sich ausgebreitet hat, sind sehr schwache Staaten, von fr&uuml;heren B&uuml;rgerkriegen und von Korruption zerfressen. In Liberia etwa gab es vor Ausbruch der Epidemie 61 &Auml;rzte &ndash; bei vier Millionen Einwohnern. Von manchen D&ouml;rfern ist die n&auml;chste, primitive, Krankenstation mehrt&auml;gige Fu&szlig;m&auml;rsche entfernt. Unter solchen Bedingungen ist das Vertrauen der Menschen in &ldquo;den Staat&rdquo; und dessen Vertreter verst&auml;ndlicherweise begrenzt &ndash; ebenso wie die Bereitschaft, sich von irgendwelchen dahergelaufenen Fremden davon abbringen zu lassen, die Toten wie eh und je vor der Bestattung zu waschen und zu k&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/gesundheit\/kampf-gegen-ebola-unser-aller-seuche-1.2178304\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Tobias Zick weist dankenswerterweise auf einen weiteren in der allgemeinen Diskussion vernachl&auml;ssigten Aspekt hin: &ldquo;Die Welt kann es nicht mehr stillschweigend hinnehmen, dass es L&auml;nder ohne ein Minimum an medizinischer Grundversorgung gibt. Zwar liegt es zun&auml;chst an den Regierungen dieser souver&auml;nen Staaten selbst, Erl&ouml;se etwa aus dem Export von Rohstoffen, die es zum Beispiel in Sierra Leone und Liberia nicht zu knapp gibt, in die eigene Entwicklung zu lenken. Doch zugleich muss die internationale Gemeinschaft sich ihrer Verantwortung stellen.&rdquo; Das ist noch sehr milde formuliert. Geradezu absurd ist, dass die Weltbank, auch wenn sie heute relativ zu fr&uuml;her mehr f&uuml;r medizinische Versorgung ausgibt, entwicklungspolitische Konzepte verfolgt, die absolut kontraproduktiv sind. Sie und fordert und f&ouml;rdert die Privatisierung des Gesundheitswesens in Entwicklungsl&auml;ndern &ndash; ebenso wie sie lange Zeit, die Privatisierung des Bildungssystems forderte. W&auml;hrend die entwickelte Welt &ndash; neuerdings auch die USA &ndash; zu einem solidarisch verfassten Gesundheitswesen tendiert, wird der armen, weniger entwickelten Welt eine individuelle Kosten&uuml;bernahme zugemutet. Indien z.B. ist der drittgr&ouml;&szlig;te Medikamentenproduzent der Welt, aber die Mehrheit seiner Bev&ouml;lkerung kann sich diese Medikamente nicht leisten. Viel verschulden sich, um Geld f&uuml;r Medikamente oder Operationen aufzutreiben. Kurzum in diesen L&auml;ndern hei&szlig;t krank werden, arm werden. Was dies f&uuml;r Menschen bedeutet, die schon arm sind, ist klar.<\/em><br>\n<em>Die neue Seuche ist ein neuerlicher Hinweis darauf, dass es in unser aller Interesse liegen sollte, die Menschen in einigen Teilen der Welt aus ihrer Unterentwicklung zu befreien oder wie Zick formuliert: &ldquo;Afrikas Probleme sind die Probleme der ganzen Menschheit.&rdquo; Aber wahrscheinlich muss noch viel Schlimmeres passieren, bis wir unsere Verantwortung in diesen L&auml;ndern &uuml;berhaupt erst wahrnehmen. Europa schaut ja auch zu, wie in L&auml;ndern wie Griechenland oder auch Lettland die soldarischen Gesundheitssysteme im Namen einer fragw&uuml;rdigen Sparpolitik zerschlagen werden oder sich erst gar nicht entwickeln &ndash; und wundert sich dann &uuml;ber Migrationsstr&ouml;me.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu passend: Der Wert wei&szlig;en Lebens<\/strong><br>\nEs gibt kein unwertes Leben; das sagt sich leicht. Doch wird der Wert eines Lebens ganz unterschiedlich bemessen. Offensichtlich wird dies sp&auml;testens, wenn es um den Wert eines Toten geht. Im alten Siam (heute Thailand) war dieser Wert pr&auml;zise bezifferbar. Die Richter beurteilten Mord ebenso wie K&ouml;rperverletzung nach einer Tabelle von W&uuml;rdepunkten: Das Leben eines Rikschafahrers war weniger wert als der kleine Finger eines Prinzen. In einigen islamischen L&auml;ndern k&ouml;nnen die Angeh&ouml;rigen eines Mordopfers von der T&auml;terseite als Entsch&auml;digung ein sogenanntes Blutgeld verlangen; eine tote Frau ist dann weniger wert als ein toter Mann. All dies erscheint uns nat&uuml;rlich monstr&ouml;s. Bei uns bestimmen die Nachrichten den Wert der Toten. Jeder Neuling im Mediengewerbe h&ouml;rt irgendwann diese Regel: Ein Toter in K&ouml;ln ist wie zehn Tote in England oder hundert Tote in Brasilien oder 1.000 Tote in Afrika. Die Regel hat Varianten: bei Indern m&ouml;glicherweise eine Null mehr als bei Brasilianern, und was Afrika betrifft, k&ouml;nnen ohnehin nur H&ouml;chstzahlen die Mauer aus Gleichg&uuml;ltigkeit leise ersch&uuml;ttern.<br>\nEs mag uns Menschen eigen sein, dass uns nahes Leid mehr ber&uuml;hrt als fernes Leid. Im n&auml;chsten Schritt bringen wir eher Empathie auf f&uuml;r jene, die uns nahe scheinen, weil wir sie f&uuml;r uns &auml;hnlich halten. Etwa weil sie wei&szlig; sind oder christlich. Die Grenze zum Rassismus ist flie&szlig;end. Entfernung, kulturelle Zugeh&ouml;rigkeit, Hautfarbe, das sind in unserer Wahrnehmung vom Wert des Lebens und der Toten die stillen, best&auml;ndigen Kriterien; als Standardm&ouml;blierung unseres Haushalts der compassion nehmen wir sie kaum wahr. Die Toten in ein und derselben Region sind von ganz unterschiedlicher Wertigkeit &ndash; je nachdem, welches Verh&auml;ltnis der Westen zu den M&ouml;rdern hat. Subjektiv mag das niemandem im Westen gefallen. Doch ist unser &ouml;ffentlicher Echo-Raum so konstruiert, dass wei&szlig;es, westliches Leben stets h&ouml;herwertig erscheint; seine gewaltsame Beendigung ist tendenziell ein globales Ereignis. IS hatte leichtes Spiel, auf diese Wirkung zu setzen. Wenn man sich vorstellt, Schlagzeilen seien wie Grabsteine, dann war f&uuml;r den syrischen Journalisten, den die Terrormiliz t&ouml;tete, bei uns kein Grabstein zu haben, weil zur selben Zeit westliche Journalisten hingerichtet wurden. Sie waren Helden; der syrische Kollege starb gewohnheitsm&auml;&szlig;ig. So wie die irakische Menschenrechtsanw&auml;ltin Samira Saleh al-Naimi, vom IS exekutiert an jenem Tag, als in Algerien der franz&ouml;sische Bergf&uuml;hrer Herv&eacute; Gourdel enthauptet wurde. Nur Gourdel stand im Lichtkreis unserer Empathie.<br>\nDas ganze Ausma&szlig; der Ebola-Epidemie wurde erst zur Kenntnis genommen, nachdem ein wei&szlig;er Arzt dem Virus erlag.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2014%2F10%2F15%2Fa0093&amp;cHash=1fe961cc57615b506ca42507e88a1b22\">taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Charlotte Wiedemann rekurriert u.a. auch auf die unterschiedliche Wahrnehmung der Opfer von Baschar al-Assad und der viel geringeren Opferzahl des IS: &ldquo;&hellip; dennoch ist IS nun das B&ouml;se pur, von dessen Bek&auml;mpfung &lsquo;die Zukunft der Menschheit&rsquo; abh&auml;nge&rdquo;. Die UNO meldete Ende August f&uuml;r den Zeitraum von M&auml;rz 2011 bis Ende April 2014 mehr als 190.000 Tote im syrischen B&uuml;rgerkrieg. Bei der Erfassung wurden <a href=\"http:\/\/www.washingtonpost.com\/world\/syrian-civil-war-has-claimed-more-than-191000-lives-un-says\/2014\/08\/22\/cb4d4e94-2a17-11e4-8593-da634b334390_story.html?tid=hpModule_04941f10-8a79-11e2-98d9-3012c1cd8d1e&amp;hpid=z11\">keine Unterschiede zwischen K&auml;mpfern und Zivilisten gemacht<\/a>. Eine Trennung zwischen Zivilisten, Kombattanten verschiedener Seiten war wohl nicht m&ouml;glich. Diese Toten nur Assad anzulasten w&auml;re allerdings fahrl&auml;ssig &ndash; jenseits der Frage, wer diesen Krieg zu verantworten hat. Dennoch sollte man wegen einer anderen Sicht auf die wahren Schuldigen des syrischen B&uuml;rgerkriegs die Lekt&uuml;re von Wiedemans Text nicht abbrechen &ndash; er ist in seiner Grundaussage im besten Sinne aufkl&auml;rerisch.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Brasilianische Pr&auml;sidentin gewinnt Stichwahl: Ein Warnschuss f&uuml;r Rousseff<\/strong><br>\nDer harten und aggressiven Wahlkampfschlacht folgte der Wahlkrimi mit gl&uuml;cklichem Ausgang f&uuml;r die Amtsinhaberin. Ein knappes Ergebnis, das Wahlkampfleiter Dias Toffoli verk&uuml;ndete: Mit gut 51 Prozent der Stimmen setzte sich Pr&auml;sidentin Dilma Rousseff gegen ihren sozialdemokratischen Herausforderer A&eacute;cio Neves durch &ndash; ein knapper Erfolg, bei dem ihre Anh&auml;nger erst einmal tief durchatmen mussten. Bis zuletzt musste Dilma Rousseff zittern. Mit einem &auml;u&szlig;erst aggressiven, zum Teil &uuml;berharten Wahlkampf hatte Herausforderer A&eacute;cio Neves die Pr&auml;sidentin an den Rand einer Niederlage gebracht. Viele im Land hatten in dem 54-j&auml;hrigen Sozialdemokraten den Garanten f&uuml;r einen Wechsel gesehen. Sie wolle in ihrer zweiten Amtszeit eine bessere Pr&auml;sidentin sein, sagte Dilma Rousseff zu den Brasilianern. Und sie machte auch klar, dass sie aus dem knappen Wahlausgang Konsequenzen ziehen wolle: &ldquo;Manchmal ist es in der Geschichte so, dass knappe Wahlergebnisse schnellere und tiefere Reformen auf den Weg bringen. Ich als Pr&auml;sidentin bin gewillt, mit allen in den Dialog zu treten. Ich werde in meiner zweiten Amtszeit als aller erstes den Dialog suchen.&rdquo;<br>\nQuelle. <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/stichwahl-brasilien-109.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wenn man sich einige &uuml;berregionale Zeitungen anschaut, k&ouml;nnte man fast meinen, dass dort die Entt&auml;uschung gr&ouml;&szlig;er sei als in der brasilianischen Opposition. <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/amerika\/wahl-brasilien-rousseff-gewinnt-land-gespalten-13231637.html\">So macht die FAZ<\/a> auf mit: &ldquo;Nach dem knappen Wahlsieg von Dilma Rousseff besteht in Brasilien wenig Hoffnung auf den erforderlichen Reformschub.&rdquo; Und Matthias R&uuml;b f&auml;hrt dann fort: &ldquo;Noch schwerer wird es freilich f&uuml;r sie sein, die erforderlichen Reformen durchzusetzen, um die siebtgr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft der Welt wieder auf den Pfad eines kr&auml;ftigen Wachstums zu bringen. Man kann sich sogar fragen, ob sie &uuml;berhaupt willens ist, diese Reformen durchzusetzen.&rdquo; Eine Unversch&auml;mtheit, nat&uuml;rlich m&ouml;chte  Dilma Rousseff Brasilien wieder zu mehr Wachstum verhelfen. Das m&uuml;ssen nun wirklich nicht die Reformen sein, die der FAZ oder der NZZ vorschweben. <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/international\/amerika\/rousseff-schafft-die-wiederwahl-1.18412020\">Die NZZ schreibt<\/a>: &ldquo;Es ist eine Frage der Zeit, bis die Arbeitslosenzahlen in Brasilien wieder zu steigen beginnen. F&uuml;r diese Probleme hat Rousseff w&auml;hrend der ganzen Kampagne nicht nur keine Rezepte pr&auml;sentiert. Die Pr&auml;sidentin hat auch ernsthafte Schwierigkeiten gezeigt, die Probleme als solche anzuerkennen. Die M&auml;rkte hatten ihre Besorgnis regelm&auml;&szlig;ig ausgedr&uuml;ckt. Auf jede Umfrage, die Rousseffs Sieg vermuten liess, reagierte die B&ouml;rse negativ und umgekehrt.&rdquo; Die Polemik ist eine Schande f&uuml;r die seri&ouml;se Auslandberichterstattung der NZZ. Die Frau ist &Ouml;konomin. Dar&uuml;ber hinaus hat die NZZ anscheinend Alan Greenspans Motto verinnerlicht, die Pflege der B&ouml;rse sei die vordringliche Aufgabe der Wirtschaftspolitik. <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/ausland\/amerika\/Die-drei-Gruende-warum-Rousseff-trotz-allem-gewonnen-hat\/story\/26494664\">Der Tages-Anzeiger<\/a> ist der NZZ in Sachen Neutralit&auml;t nicht nur einen Schritt voraus: &ldquo;Die ehemalige Guerillera war die Kandidatin der Armen und der sogenannt neuen Mittelschicht, die w&auml;hrend der 12-j&auml;hrigen Regierungszeit des PT der Armut entkommen ist. Neves hingegen wusste die traditionelle Mittel- und Oberschicht sowie die &uuml;berwiegende Mehrheit der Unternehmer und Investoren hinter sich. Folgendes Beispiel unterstreicht Brasiliens Zerrissenheit: Im s&uuml;d&ouml;stlichen Bundesstaat S&atilde;o Paulo erreichte der konservative Sozialdemokrat einen Stimmenanteil von 64 Prozent, w&auml;hrend Rousseff im nord&ouml;stlichen Piau&iacute; auf sagenhafte 78 Prozent kam. Schmerzhaft f&uuml;r Neves ist die knappe Niederlage in Minas Gerais, wo er zwischen 2003 und 2010 Gouverneur war. Vor allem ist gerade in den letzten 10 Jahren eine Mittelschicht entstanden aus Menschen, die vorher in absoluter Armut gelebt haben. Bereits das ist ein Riesenerfolg. Diese Gruppe f&auml;ngt jetzt nat&uuml;rlich an weitere Forderungen nach Infrastruktur, weiterer Bildung und &auml;hnlichem zu stellen &ndash; und vor allem deswegen ist der Sieg von Frau Rousseff so knapp ausgefallen.&rdquo; Rousseff wurde sozusagen Opfer der erfolgreichen Politik der PT. Ob der Teil der neuen Mittelschicht, die Neves gew&auml;hlt haben, Mittelschicht geblieben w&auml;ren? Auch wenn ich vor allem unter entwicklungs&ouml;konomische Aspekten an der Politik der PT einiges auszusetzen habe: Viel Gl&uuml;ck und Erfolg, Dilma!<\/em><br>\n<em>&Uuml;brigens haben au&szlig;er in der Ukraine und Brasilien auch in Tunesien Wahlen stattgefunden:<\/em><\/p>\n<p><strong>Islamisten zeigen sich in Tunesien als faire Verlierer<\/strong><\/p>\n<p>Bei den Parlamentswahlen in Tunesien deutet vieles auf einen Sieg der s&auml;kularen Parteien hin. In den gr&ouml;&szlig;eren Wahlkreisen scheint Ennahdhas sch&auml;rfster Konkurrent, die Partei Nidaa Tounes, ersten Prognosen zufolge jedoch so klar vorne zu liegen, dass Ennahdha-Chef Rached Ghannouchi der Konkurrenz schon telefonisch zum Sieg gratuliert hat. Nidaa Tounes hingegen will sich nicht &auml;u&szlig;ern, bevor keine klaren Ergebnisse vorl&auml;gen. Nat&uuml;rlich werde man ein fairer Verlier sein und die Wahlergebnisse akzeptieren, sagte Ennahdhas Abdelfattah Mourou. &ldquo;Wir haben gezeigt, dass der &ldquo;arabische Fr&uuml;hling&rdquo; eine Realit&auml;t ist. Tunesien ist ein Mosaik verschiedener Kr&auml;fte, und das erleben wir gerade.&rdquo; Die Partei zahle jetzt den Preis f&uuml;r ihre Regierungsbeteiligung in der &Uuml;bergangsphase.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article133720055\/Islamisten-zeigen-sich-in-Tunesien-als-faire-Verlierer.html\">Die Welt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Drum pr&uuml;fe, wer sich ewig bildet<\/strong><br>\nBildungsaufstieg: Arbeits- und Obdachlosigkeit trotz Hochschulabschluss: F&uuml;r Akademiker wie mich entlarvt sich der propagierte &bdquo;Fahrstuhleffekt der Bildung&ldquo; als leere Worth&uuml;lse. &hellip; Wenn in der &Ouml;ffentlichkeit die guten Besch&auml;ftigungschancen f&uuml;r Hochschulabsolventen bejubelt werden, geht damit meist ein Hinweis auf die niedrige Arbeitslosenquote unter Akademikern einher. Letztere ist aber weniger einem angeblich florierenden Arbeitsmarkt als vielmehr einer anspruchslosen Verwaltung der Arbeitslosen geschuldet. Sollte ich als Volkswirt &ndash; wie von der Sozialbeh&ouml;rde angek&uuml;ndigt &ndash; in eine &bdquo;Packt&auml;tigkeit&ldquo; vermittelt werden, w&auml;re ich bereits aus der Arbeitslosenstatistik getilgt. &Auml;hnlich erging es auch einem befreundeten Absolventen eines Lehramtsstudium, der keine Referendariatsstelle erhielt und von der Arbeitsagentur daher zur Teilnahme an monatelangen &bdquo;Motivations- und Bewerbungskursen&ldquo; verpflichtet wurde. Deren einziger Sinn bestand darin, einen weiteren Akademiker &ndash; zumindest zeitweise &ndash; aus der Arbeitslosenstatistik tilgen zu k&ouml;nnen, bevor dieser endg&uuml;ltig in eine &bdquo;Call-Center-T&auml;tigkeit&ldquo; vermittelt wurde. Da mir pers&ouml;nlich eine Vielzahl &auml;hnlicher F&auml;lle bekannt ist, handelt es sich hierbei keinesfalls um ein bedauerliches Einzelschicksal. &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/volkswirrt\/drum-pruefe-wer-sich-ewig-bildet\">derFreitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Putinverstehen oder Ein Beitrag zur Aufkl&auml;rung<\/strong><br>\n&raquo;Der Putin treibt uns noch in den Krieg&laquo;, sagte mir erst k&uuml;rzlich wieder jemand. Ich musste tief durchschnaufen. Jeder kennt vermutlich mittlerweile eines dieser Gesch&ouml;pfe, das nachplappert, was die Medien vorfabrizieren. Die rhetorischen Lemminge sind ein wachsendes V&ouml;lkchen und Problem. Ich indes fragte mich, wo ich mit Gegenargumenten ansetzen sollte, um dieser Behauptung etwas entgegenzusetzen. [&hellip;]<br>\nEinige Tage sp&auml;ter bekam ich dann Wolfgang Bittners neues Buch in die Finger. Es h&auml;tte mir sehr als Argumentationshilfe gedient. Endlich mal alles auf einen Blick. Chronologisch. Die Zusammenh&auml;nge erfassend. Denn auch die Zusammenh&auml;nge gehen einem ja schnell verloren, wenn man den Tausenden von Stimmen aus den Medien lauscht. Alle reden sie durcheinander, &uuml;berschlagen sich, streuen neue Ger&uuml;chte und dann wei&szlig; man nicht mehr, wie es zu dem kam, was da gerade gespielt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2014\/10\/putinverstehen-oder-ein-beitrag-zur.html\">ad sinistram<\/a>\n<p>Wolfgang Bittners neues Buch  &bdquo;Die Eroberung Europas durch die USA&ldquo; ist im Verlag Andr&eacute; Thiele VAT erschienen und kostet 12,90.<br>\nISBN 978-3-95518-029-4<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Otto Brenner Stiftung zeichnet zum 10. Mal herausragenden Journalismus aus<\/strong><br>\nDen mit 10.000 Euro dotierten 1. Preis des &ldquo;Otto Brenner Preises f&uuml;r kritischen Journalismus&rdquo; erhalten 2014 Kerstin Kohlenberg, Petra Pinzler und Wolfgang Uchatius f&uuml;r ihren Beitrag &ldquo;Im Namen des Geldes&rdquo; (Die Zeit, Dossier vom 27. Februar 2014). Der 2. Preis (5.000 Euro) geht 2014 an die freien Autoren Jan Schmitt und Frank Konopatzki f&uuml;r die ARD-Dokumentation &ldquo;Steuerfrei: Wie Konzerne Europas Kassen pl&uuml;ndern&rdquo; (ARD, Die Story im Ersten, 19. August 2013). Mit dem 3. Preis wird Sebastian Strube (Bayerischer Rundfunk) f&uuml;r sein H&ouml;rfunkfeature &ldquo;Crowdwork. Vom Entstehen der digitalen Arbeiterklasse&rdquo; (Bayern 2, &ldquo;Z&uuml;ndfunk Generator&rdquo;, 12. Januar 2014) ausgezeichnet. Der &ldquo;Spezial&rdquo;-Preis, dotiert mit 10.000 Euro, geht 2014 an den freien Journalisten Mathias Greffrath f&uuml;r &ldquo;Der Aufstand der Satten&rdquo; &ndash; ein im Deutschlandfunk gesendeter Essay &ldquo;&uuml;ber einen sorgsamen Umgang mit Lebensmitteln und einen sanften Abschied vom Fleisch&rdquo;. Der Preis w&uuml;rdigt zugleich Greffraths journalistische Lebensleistung. Den Newcomerpreis, dotiert mit 2.000 Euro, erh&auml;lt Eva Achinger (Bayerischer Rundfunk) f&uuml;r &ldquo;Black Box Psychiatrie&rdquo;, gesendet am 9. Februar 2014 in B5 aktuell &ndash; Der Funkstreifzug. Im Rahmen des Wettbewerbs zeichnet die Jury des Otto Brenner Preises auch innovative und wegweisende Medienprojekte aus. 2014 geht der &ldquo;Medienprojektpreis&rdquo;, dotiert mit 2.000 Euro, an die &ouml;sterreichische Non-Profit-Plattform &ldquo;Dossier&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.otto-brenner-preis.de\/presse\/pressearchiv\/pressedetail\/\/1\/\/otto-brenner-stiftung-zeichnet-zum-10-mal-herausragenden-journalismus-aus.html\">Otto Brenner Stiftung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Hier sind die Links zu den ausgezeichneten Arbeiten:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Im Namen des Geldes<\/strong><br>\nEs tagt in Washington hinter verschlossenen T&uuml;ren: Ein geheimnisvolles Gremium aus drei Richtern kann eine Regierung zu Strafen in Milliardenh&ouml;he verurteilen, wenn ein Konzern seine Gesch&auml;fte bedroht sieht. Eine Paralleljustiz ist entstanden, die bald noch m&auml;chtiger werden k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2014\/10\/investitionsschutz-schiedsgericht-icsid-schattenjustiz\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Steuerfrei &ndash; Wie Konzerne Europas Kassen pl&uuml;ndern<\/strong><br>\nAus einem Land, dessen Staatsschulden so hoch sind, dass es mit dem R&uuml;cken zur Wand steht. Und w&auml;hrend sich in den folgenden sechs Jahren mehrere italienische Handwerker und Ladenbesitzer wegen der Euro-Krise das Leben nehmen, verhandelt Laura Pedio noch immer in der Causa &ldquo;D&amp;G&rdquo;: Ist das Steuersparmodell der Modemacher Betrug oder doch vielleicht legal?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ardmediathek.de\/tv\/Doku-am-Nachmittag\/Steuerfrei-Wie-Konzerne-Europas-Kassen\/Einsfestival\/Video?documentId=20403968&amp;bcastId=13980890\">ARD Mediathek<\/a><\/li>\n<li><strong>Crowdwork. Vom Entstehen der digitalen Arbeiterklasse<\/strong><br>\nDie Weiterentwicklung des Outsourcing hei&szlig;t Crowdsourcing: Arbeit wird nicht mehr an Unternehmen, sondern an eine vermeintlich anonyme Masse von Menschen im Internet outgesourced. So entsteht ein neuer Niedriglohnbereich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.br.de\/radio\/bayern2\/sendungen\/zuendfunk\/kolumnen-sendungen\/generator\/crowdworking-digitale-arbeiterklasse-100.html\">Bayern 2<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Aufstand der Satten<\/strong><br>\nDas Nachdenken &uuml;ber &ldquo;unser t&auml;glich Brot&rdquo; hat die Esstische und die Kinder der Mittelschicht erreicht. Aber die Politik verzagt vor der Aufgabe einer wirklichen Ern&auml;hrungs- und Agrarwende. Dabei ist der &ldquo;Aufstand der Satten&rdquo; &auml;hnlich explosiv wie die Anti-Atomkraft-Bewegung, schreibt Publizist Mathias Greffrath.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/konsum-der-aufstand-der-satten.1184.de.html?dram:article_id=284119\">Deutschlandradio<\/a><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2014\/05\/01\/dlf_20140501_0930_87fb87c4.mp3\">Deutschlandradio (Audio)<\/a><\/li>\n<li><strong>Black Box Psychiatrie<\/strong><br>\nSeit dem Fall Mollath ist klar: Wer einmal in der Psychiatrie sitzt, kommt nur schwer wieder heraus. Was geht eigentlich hinter den Mauern geschlossener Anstalten vor? Insassen berichten im Funkstreifzug von menschenverachtenden Zust&auml;nden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.br.de\/radio\/b5-aktuell\/sendungen\/der-funkstreifzug\/forensik-rechtsfreier-raum-100.html\">B5 aktuell<\/a><\/li>\n<li><strong>Dossier: Asyl <\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dossier.at\/asyl\/\">Dossier<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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