{"id":23757,"date":"2014-10-29T12:46:46","date_gmt":"2014-10-29T11:46:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23757"},"modified":"2024-09-24T23:18:53","modified_gmt":"2024-09-24T21:18:53","slug":"klassenkampf-2-0","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23757","title":{"rendered":"Klassenkampf 2.0"},"content":{"rendered":"<div style=\"float:right;margin:0 0 15px 15px\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/141029_ruegemer.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/div><p>Auch der Kabarettist Georg Schramm zitiert ihn gern: <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Warren_Buffett\">Warren Buffet<\/a>, den drittreichsten Menschen der Welt. Denn <a href=\"http:\/\/de.wikiquote.org\/wiki\/Warren_Buffett\">er sagte<\/a> einmal: &bdquo;Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg f&uuml;hrt, und wir gewinnen.&rdquo; Auch wenn Krieg aktuell jedoch immer &ouml;fter zum Thema wird: Von Klassenkampf oder -analyse will heute kaum mehr wer etwas wissen. Da sind es dann dumme oder korrupte Regierungen, die sich den falschen Theorien verschrieben oder Herren angedient haben, da kritisieren Konservative ggf. &bdquo;Verschw&ouml;rungen&ldquo; gegen das Volk oder sprechen Marxisten vom &bdquo;stummen Zwang der gesellschaftlichen Verh&auml;ltnisse&ldquo;. Dass die herrschenden Verh&auml;ltnisse, die seit vielen Jahren auch in Deutschland durch massiven Sozialabbau &ndash; also den Kampf gegen Arme statt etwa Armut &ndash; gekennzeichnet sind, jedoch auch Profiteure und konkret Agierende kennen, deren &bdquo;Gesch&auml;ft&ldquo; das Elend der anderen ist, ger&auml;t dabei schnell aus dem Blick. Zu eben diesen, zur Praxis des &bdquo;Klassenkampfes&ldquo; in Deutschland also, sprach <strong>Jens Wernicke<\/strong> mit <strong>Werner R&uuml;gemer<\/strong>, Co-Autor des soeben bei PapyRossa erschienenen Buches &bdquo;<a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/shop.papyrossa.de\/shop\/article_555-2\/R%C3%BCgemer%2C-Werner-_-Wigand%2C-Elmar%3A-%3CBR%3EDie-Fertigmacher.html\" rel=\"noopener noreferrer\">Die Fertigmacher: Arbeitsunrecht und professionelle Gewerkschaftsbek&auml;mpfung<\/a>&ldquo;.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Herr R&uuml;gemer, in Ihrem neuen Buch &bdquo;Die Fertigmacher&ldquo; werfen Sie einen Blick hinter das vermeintliche Jobwunder in Deutschland. Dasselbe soll ja mit der Agenda 2020 alsbald sogar zum Vorbild f&uuml;r Reformen auch in anderen Mitgliedsstaaten der Europ&auml;ischen Union avancieren. Wenn aber doch alles so toll ist &ndash; wozu dann das Buch? Und wer sollen diese &bdquo;Fertigmacher&ldquo; sein, die da im Hintergrund agieren und bisher, wie Sie behaupten, &ouml;ffentlich wenig beachtet worden sind?<\/strong><\/p><p>Nun, das &bdquo;Jobwunder&ldquo; ist schlicht keines, sondern eine Propagandafigur der herrschenden Politik. Dahinter verbergen sich ungleiche K&auml;mpfe, Verarmung, Leiden und schmutzige Tricks. Also zum Buch&hellip; Ich habe es gemeinsam mit meinem Kollegen Elmar Wigand verfasst. Es geht auf eine mehrj&auml;hrige Zusammenarbeit zur&uuml;ck. 2009 haben wir die Konferenz &bdquo;Arbeitsunrecht in Deutschland&ldquo; organisiert und anschlie&szlig;end einen Sammelband mit demselben Titel ver&ouml;ffentlicht. Danach hat uns die Otto-Brenner-Stiftung der Industriegewerkschaft Metall unterst&uuml;tzt, um die Profis zu untersuchen, die aus dem Arbeitsunrecht inzwischen ein lukratives Gesch&auml;ft machen. Das ist bis dahin noch nie systematisch untersucht worden. <\/p><p><strong>Das Buch hat also eine Vorstufe?<\/strong><\/p><p>Ja, 2014 brachte die Stiftung unsere Studie &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.otto-brenner-stiftung.de\/otto-brenner-stiftung\/aktuelles\/union-busting-in-deutschland.html\">Union Busting in Deutschland<\/a>&ldquo; heraus. Da haben wir uns an der neuen Dienstleistungsbranche des &bdquo;Union Busting&ldquo; orientiert, die seit anderthalb Jahrhunderten in den USA den Unternehmensvorst&auml;nden anbietet, Gewerkschaften und Besch&auml;ftigtenvertretungen kaputt zu machen. <\/p><p>Union busting hei&szlig;t schlicht und geradeheraus: Gewerkschaften und Besch&auml;ftigtenvertretungen kaputt machen. Heute tritt die Branche dort zwar vielfach gem&auml;&szlig;igter auf, es geht jedoch noch immer um dasselbe, auch wann man es &bdquo;Gewerkschaftsvermeidung&ldquo; nennt. Zu diesen Praktiken gibt es in den USA viele Unterlagen. Wir haben untersucht, wie diese Branche gegenw&auml;rtig in Deutschland aussieht und agiert. Im Buch &bdquo;Die Fertigmacher&ldquo; haben wir nun alle Erkenntnisse ver&ouml;ffentlicht, die wir seit 2009 erarbeitet haben.<\/p><p><strong>Und wer sind nun die Akteure in diesem &bdquo;Gesch&auml;ft&ldquo;?<\/strong><\/p><p>Diese &bdquo;Fertigmacher&ldquo; sind die &bdquo;Hilfstruppen&ldquo;, ohne die im heutigen Kapitalismus kein gr&ouml;&szlig;eres Unternehmen mehr auszukommen meint. Wir haben sie in verschiedene Gruppen aufgeteilt. Die erste Gruppe sind diejenigen, die direkt mit den Besch&auml;ftigten, Betriebsr&auml;ten und Gewerkschaftern zu tun haben: Arbeitsrechtsanw&auml;lte, Wirtschaftsdetektive, &Uuml;berwachungsspezialisten, auf Medienrecht spezialisierte Kanzleien, Unternehmensberater, &bdquo;christliche&ldquo; Gewerkschaften und &bdquo;gelbe&ldquo; Betriebsr&auml;te. <\/p><p>Die zweite Gruppe besteht aus dem gro&szlig;en Spektrum der Unternehmerlobby: Unternehmens-Stiftungen, verdeckt finanzierte Universit&auml;tsinstitute f&uuml;r Arbeitsrecht und andere. Die machen wissenschaftliche Zuarbeit, veranstalten Konferenzen, bilden Arbeitsrichter und Arbeitsrechtsanw&auml;lte aus. Zu dieser Gruppe geh&ouml;ren auch die traditionellen Unternehmerverb&auml;ndewie BDI, BDA und Gesamtmetall, die politische Lobbyarbeit am Regierungssitz machen, allerdings geh&ouml;ren dazu auch neue Arbeitgeberverb&auml;nde, die sich zum Beispiel im Bereich der Postzustelldienste, der Leiharbeit und der Werkvertragsarbeit etabliert haben.<\/p><p>Die dritte und letzte Gruppe wird vom Staat selbst gebildet. Er ver&auml;ndert Rahmenbedingungen, zum Beispiel durch die vier Hartz-Gesetze, die sich zudem laufend weiter ver&auml;ndern. Die Agentur f&uuml;r Arbeit und die Jobcenter disziplinieren dabei einen Teil der Reservearmee der Niedrigl&ouml;hner und Arbeitslosen sind die gr&ouml;&szlig;ten Zulieferer der Leiharbeitsbranche. Und auch die Europ&auml;ische Kommission f&ouml;rdert europaweit prek&auml;re Arbeitsverh&auml;ltnisse. Sie setzt zusammen mit dem Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) sowie der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) Tarifvertr&auml;ge au&szlig;er Kraft und beschr&auml;nkt die Handlungsfreiheit von Gewerkschaften, etwa bei der &bdquo;Sanierung&ldquo; von Staatshaushalten.<\/p><p><strong>Und hier besteht inzwischen auch in Deutschland wirklich eine Art &bdquo;Markt&ldquo;, auf dem die Unternehmensleitungen die Bek&auml;mpfung der eigenen Betriebsr&auml;te einkaufen k&ouml;nnen?<\/strong><\/p><p>Genau. Die Profis k&ouml;nnen bei Bedarf engagiert werden. Sie werden sehr gut bezahlt. Durch ihren Einsatz ist heute die gesetzlich garantierte Wahl eines Betriebsrates zu einem riskanten Abenteuer geworden. Wer etwa in einem Call Center, einiger Reinigungsfirma, einer Gastronomiekette oder in einem patriarchalisch gef&uuml;hrten, bisher betriebsratsfreien Unternehmen einen Betriebsrat gr&uuml;nden will, dem drohen Strafversetzung, K&uuml;ndigung und Arbeitslosigkeit. <\/p><p>Und den Unternehmen ist es heute sehr viel wert, einen Betriebsrat zu verhindern oder wenigstens zu in seiner Arbeit zu behindern. Das rentiert sich f&uuml;r sie. Sie zahlen die Honorare schlie&szlig;lich daf&uuml;r, dass auf unbezahlte &Uuml;berstunden, hohe Flexibilit&auml;t, K&uuml;rzungen von Urlaubs- und Weihnachtsgeld und anderes keine betriebsr&auml;tliche Gegenwehr einsetzen und somit die Profitmaximierung ungest&ouml;rt funktionieren kann. <\/p><p>Was man heute &bdquo;Globalisierung&ldquo; und &bdquo;Deregulierung&ldquo; nennt, ist auch eine riesige &bdquo;Arbeitsbeschaffungsma&szlig;nahme&ldquo; f&uuml;r die genannten Hilfstruppen. Ob bei Kauf und Verkauf von Unternehmen, bei der Aufspaltung in kleinere Einheiten, bei der Auslagerung ins Ausland oder bei Auftr&auml;gen an Subunternehmen &ndash; die Unternehmenschefs suchen immer nach neuen und besseren M&ouml;glichkeiten, um L&ouml;hne zu dr&uuml;cken, Arbeitspl&auml;tze abzubauen, neue Lohnsysteme einzuf&uuml;hren, Sozialpl&auml;ne knapp zu halten usw. usf. Und &uuml;berall da werden die genannten Profis eingeschaltet; also auch, aber nicht <em>nur<\/em> bei der Betriebsratsbek&auml;mpfung.<\/p><p><strong>K&ouml;nnen Sie ein Beispiel skizzieren, wo das konkret geschehen ist?<\/strong><\/p><p>Im Buch haben wir neun ausf&uuml;hrliche, exemplarische Portr&auml;ts von betrieblichen Konflikten, in denen derlei Profis engagiert worden sind. Das ist beispielsweise bei Legoland, TNT Post, nora systems, United Parcel Systems, dem Berliner Klinikkomplex Charit&eacute; und bei Edeka der Fall. <\/p><p>Ein lehrreiches Beispiel gibt aber auch die Steakhauskette Maredo ab. Sie hat in Deutschland 57 Filialen, von denen in nicht einmal einem Zehntel ein Betriebsrat existiert. Maredo wurde als Mittelstandsunternehmen gro&szlig; und lukrativ und wurde deshalb wie viele vergleichbare Unternehmen auch dann von dem Private Equity-Fonds ECM, also einer &bdquo;Heuschrecke&ldquo;, aufgekauft. Solche Investoren wollen die Kosten rigoros senken, worunter auch die L&ouml;hne der Besch&auml;ftigten fallen. Und das ist umso leichter, je weniger Betriebsr&auml;te es gibt. <\/p><p>Einer der wenigen Betriebsr&auml;te bei Maredo hatte sich in der Frankfurter Filiale an der Gesch&auml;fts- und Flaniermeile &bdquo;Fressgass&ldquo; etabliert. Die meisten der Besch&auml;ftigten dieser Filiale waren Mitglied in der Gewerkschaft Nahrung Gastst&auml;tten Genuss (NGG). Die L&ouml;hne waren im Vergleich mit anderen Betrieben der Systemgastronomie hoch, Mitglieder des Betriebsrats sorgten zudem in der Tarifkommission der NGG auch &uuml;berbetrieblich f&uuml;r eine starke Interessenvertretung.<\/p><p>Hier engagierte die Gesch&auml;ftsleitung nun der Reihe nach folgende Profis: Zun&auml;chst zwei <em>Wirtschaftsdetekteien<\/em>, die mit einem verdeckten Ermittler und mit einer heimlichen Videoinstallation Belege f&uuml;r K&uuml;ndigungen beschaffen sollten, etwa wegen eines &bdquo;Diebstahls&ldquo; von Brotkanten oder &auml;hnlichem. Eines Abends nach Betriebsschluss half dann eine Sicherheitsfirma bei der &uuml;berraschenden Einsperrung der Besch&auml;ftigten im Restaurant. Dann trat die <em>Arbeitsrechts-Kanzlei<\/em> Buse Heberer Fromm auf, die die eingesperrten Besch&auml;ftigten dazu brachte, vorbereitete Selbstk&uuml;ndigungen zu unterschreiben. Als Besch&auml;ftigte und Betriebsr&auml;te hiergegen dann gerichtlich vorgingen und es zu &ouml;ffentlichen Verhandlungen vor dem Arbeitsgericht kam, k&uuml;mmerte sich die <em>PR-Agentur<\/em> Alt\/Cramer darum, die Besch&auml;ftigten &ouml;ffentlich mit Schmutz zu bewerfen und ihre Anliegen in Misskredit zu bringen. Der Agentur-Mitarbeiter war dabei bereits w&auml;hrend der Einsperrung der Besch&auml;ftigten anwesend gewesen. Die spezialisierte <em>Medienkanzlei<\/em> Schertz Bergmann wirkte schlie&szlig;lich auf Redaktionen ein, um unter anderem die Wiederholung eines kritischen TV-Berichts auf RTL zu verhindern sowie einen Beitrag des ZDF bereits w&auml;hrend der Vorbereitungsphase zu vereiteln. Gleichzeitig hatte Maredo eine <em>weitere<\/em> PR-Agentur namens Faktenkontor beauftragt, das Unternehmen in die Umfrage &bdquo;Berlins beste Arbeitgeber&ldquo; einzubeziehen Das f&uuml;hrte dann dazu, dass Maredo von Faktenkontor das Zertifikat bekam, zu &bdquo;Berlins besten Arbeitgebern&ldquo; gez&auml;hlt werden zu k&ouml;nnen. Dieses Umfrageergebnis lie&szlig; die in ihrem Image angeschlagene Firma sofort per Pressemitteilung verbreiten. Nach einem qu&auml;lenden Jahr war der Betriebsrat zerschlagen, die Besch&auml;ftigten wurden weitgehend ausgetauscht und die L&ouml;hne sind heute niedriger als vorher.<\/p><p><strong>Sie meinen ja, dass derlei Praktiken &ndash; wie andere &Uuml;bel auch &ndash; sozusagen &bdquo;aus den USA&ldquo; zu uns her&uuml;berschwappen. Hier bin ich immer wieder verwundert, dass der Hort des B&ouml;sen von Deutschen und auch von deutschen Linken so oft und gern in die USA verlegt wird. Ist das &bdquo;Das B&ouml;se kommt von au&szlig;en&ldquo; denn nicht ein ausgemacht einfaches Weltbild, das vor allem der Komplexit&auml;t kapitalistischer Logiken nicht gerecht zu werden vermag? Was meinen Sie?<\/strong><\/p><p>Also, das ist nat&uuml;rlich Quatsch, das mit dem &bdquo;Das B&ouml;se kommt von anderswo&ldquo;. Solches Gerede von &bdquo;Alles &Uuml;bel kommt aus den USA&ldquo;, &bdquo;Die USA sind der Hort des B&ouml;sen&ldquo; und anderes &ndash; also, solches moralische Gerede ist in der Regel die Begleitmusik von Leuten, die vor allem die Fakten verdr&auml;ngen und zudem historisch blind sind. Der westliche Kapitalismus hat ja bekannterma&szlig;en auf beiden Seiten des Atlantiks diverse Ungeheuer geboren, denken Sie nur an den Faschismus in Westeuropa, insbesondere in Italien und vor allem in Deutschland. <\/p><p>Und denken Sie auch an die vielen diktatorischen Regimes, die von den US-Eliten gest&uuml;tzt oder installiert worden sind. Und beispielsweise Henry Ford mit seinem Antisemitismus und seiner Autofabrik und Adolf Hitler mit seinen Vernichtungsfeldz&uuml;gen gen Osten haben bekanntlich f&uuml;r <em>beide<\/em> Seiten zwei Jahrzehnte lang gut und gewinnbringend kooperiert. Was ich sagen will: Keinesfalls steht hier der westeurop&auml;ische Kapitalismus als unschuldig da und es gilt daher auch nicht, &bdquo;die USA&ldquo; zu kritisieren, sondern eben die konkreten Akteure, die in den verschiedenen L&auml;ndern eben je verschiedene Praxen von Ausbeutung und Unterdr&uuml;ckung zu installieren vermocht haben. Konkret also die jeweiligen Regierungen, Konzern- und Bankenchefs, Milit&auml;rs, Medien und andere Hilfstruppen.<\/p><p><strong>Wie sieht es jetzt aber bei den professionellen Gewerkschaftsfeinden aus?<\/strong><\/p><p>Da ist es nun einmal so, dass in den USA hier im Vergleich zu allen anderen entwickelten Industriestaaten die weitaus l&auml;ngste Tradition besteht und reiche Erfahrung angesammelt wurde. Die Tradition beginnt dabei bereits ab Mitte des 19. Jahrhunderts mit bewaffneten, antigewerkschaftlichen Schl&auml;gertrupps vom Typ Pinkerton und geht weiter &uuml;ber Gro&szlig;lieferanten von Streikbrechern vom Typ Pearl Bergoff und Spionage-Agenturen vom Typ William Burns. <\/p><p>Nach dem 2. Weltkrieg sind dies dann beispielsweise die Firma von Nathan Shefferman &ndash; zu seinen Methoden geh&ouml;rte die Bestechung von Gewerkschaftsfunktion&auml;ren &ndash;, die Kanzlei Jackson Lewis und das Labor Relations Institute. Gegenw&auml;rtig sind auch Psychoingenieure aus der Wissenschaftsrichtung &bdquo;Human Resources&ldquo; im Einsatz. Wegen dieser Kontinuit&auml;t, verbunden mit einer hohen Wandlungsf&auml;higkeit, ist die Besch&auml;ftigung mit dieser Branche sehr lehrreich. <\/p><p><strong>Und in der Bundesrepublik ist derlei also eher .. neu?<\/strong><\/p><p>Auch in der Bundesrepublik Deutschland gab es nat&uuml;rlich schon lange Anwaltskanzleien und Professoren, die im Bereich Arbeitsrecht offen auf der Seite der Unternehmer standen. Eine ausdifferenzierte und vernetzte Branche von professionellen Gewerkschafts- und Betriebsratsbek&auml;mpfern bildete sich allerdings erst um die Jahrtausendwende heraus. Privatisierungen &ouml;ffentlicher Leistungen, Deregulierungen in Unternehmen, der Aufkauf von lukrativen Mittelstandsfirmen durch Private Equity-Investoren, der fl&auml;chendeckende Einstieg von angels&auml;chsischen Aktion&auml;ren und Kapitalmanagern in die Konzerne in Deutschland, Richtlinien der EU und schlie&szlig;lich auch die seit 2004 wirkenden Hartz-Gesetze &ndash; all dies er&ouml;ffnete Gesch&auml;ftsfelder f&uuml;r eben diese Akteure. <\/p><p>Dabei wurde nichts unmittelbar aus den USA &uuml;bernommen. Allerdings wirkte der in den USA wesentlich ruppigere Umgang mit Besch&auml;ftigten (&bdquo;hire and fire&ldquo;), verbunden mit dem Prinzip des &bdquo;shareholder value&ldquo;, durchaus als ermutigendes Vorbild. Pioniere des offenen Union Busting in Deutschland waren zun&auml;chst kleinere Kanzleien wie Naujoks sowie Schreiner+Partner, die &ouml;ffentlich Betriebsr&auml;te als St&ouml;rfaktoren bezeichneten und im mittelst&auml;ndischen und provinziellen Unternehmermilieu hinterh&auml;ltige und aggressive Fertigmacher-Methoden erfolgreich anboten. <\/p><p>Inzwischen beherrschen allerdings Gro&szlig;kanzleien das Gesch&auml;ft. Seit etwa einem Jahrzehnt haben nun auch US-Wirtschaftskanzleien wie Freshfields, Clifford Chance, Hogan Lovells, White &amp; Case, DLA Piper und Squire Patton Boggs in Deutschland gro&szlig;e Abteilungen mit bis zu 60 Arbeitsrechts-Anw&auml;lten aufgebaut &ndash; nachdem sie zuvor ausschlie&szlig;lich in den typischen Bereichen wie Fusionen, Kartell- und Wettbewerbsrecht t&auml;tig waren. &Uuml;brigens haben auch britische Wirtschaftskanzleien wie Allen &amp; Overy und Taylor Wessing in ihren deutschen Niederlassungen neuerdings arbeitsrechtlich aufger&uuml;stet. Thomas Ubber von Allen &amp; Overy gilt in Deutschland als Staranwalt, wenn es um das Verbot oder die Einschr&auml;nkung von Streiks geht. Dem stehen aber deutsche Kanzleien wie CMS Hasche Sigle und Gleiss Lutz nicht nach. Nichtsdestotrotz gilt heute ein LLM-Abschluss einer US-Universit&auml;t als ein karrieref&ouml;rderndes &bdquo;Muss&ldquo; f&uuml;r Arbeitsrechtler in Deutschland. <\/p><p>Nat&uuml;rlich gibt es in den USA einen l&auml;ngeren Vorlauf auch in anderen einschl&auml;gigen Bereichen, etwa bei Konzern-PR und Human Resources; die Profis passen die Konzepte den besonderen Bedingungen in Europa und in Deutschland an. Der westliche Kapitalismus hat Varianten der Bek&auml;mpfung von Arbeitnehmer-Interessen hervorgebracht. Die Tendenz geht allerdings zur Vereinheitlichung.<\/p><p><strong>In Summe brachte es also bereits Erich Fried mit einem Gedicht, das ich sehr liebe, auf auch Ihren Punkt? Ich zitiere kurz: &bdquo;Was den Armen zu w&uuml;nschen w&auml;re f&uuml;r eine bessere Zukunft? \/ Nur, dass sie alle im Kampf gegen die Reichen so unbeirrt sein sollen \/ so findig \/ und so best&auml;ndig wie die Reichen im Kampf gegen die Armen sind.&ldquo;<\/strong><\/p><p>Ja, dem Impuls des Gedichtes stimme ich zu. Aber ich spreche nicht von &bdquo;den Armen&ldquo;, sondern von allen, die um den Ertrag ihrer Arbeit gebracht werden und nicht menschenw&uuml;rdig zu leben verm&ouml;gen. Und ich spreche auch nicht von &bdquo;den Reichen&ldquo;, denn Reichtum kann gesellschaftlich ungef&auml;hrlich sein; es kommt darauf an, wie er erworben wurde und wozu er eingesetzt wird. Reichtum ist f&uuml;r mich <em>dann<\/em> asozial und gef&auml;hrlich, wenn er als Kapitaleigentum eingesetzt wird, Menschen &auml;u&szlig;erlich und innerlich abh&auml;ngig und krank macht, ausbeutet, unterdr&uuml;ckt und beispielsweise auch zu Arbeitslosigkeit, Unterentwicklung, Hunger und Kriegen f&uuml;hrt. <\/p><p>Es geht meiner Auffassung nach auf beiden Seiten des Atlantiks und &uuml;berall auf dem irdischen Planeten darum, diesen <em>gef&auml;hrlichen<\/em> Reichtum zu bek&auml;mpfen. Und ich bin auch nicht so bescheiden wie der von mir gesch&auml;tzte Dichter Erich Fried. Denn ich w&uuml;nsche und hoffe, dass diejenigen, die Fried als &bdquo;Arme&ldquo; bezeichnet, in diesem Kampf letztlich bzw. in B&auml;lde findiger, best&auml;ndiger und vor allem erfolgreicher sind als diejenigen, die er als &bdquo;Reiche&ldquo; bezeichnet. Das ist &uuml;brigens einer der Gr&uuml;nde daf&uuml;r, dass ich mich mit dem Thema &bdquo;Die Fertigmacher&ldquo; so intensiv besch&auml;ftige. Denn erfolgreiches Handeln setzt zuerst einmal die Kenntnis aller Fakten und der Gegenseite voraus. Und, nebenbei bemerkt, und um zum Thema nationalistischer und daher schnell fehlgeleiteter &bdquo;linker&ldquo; Kritik zur&uuml;ckzukommen: Zu diesen Fakten geh&ouml;rt auch die Tatsache, dass sich die Klasse der Besitzenden l&auml;ngt viel mehr international als national versteht und auch entsprechend agiert. <\/p><p><strong>Wen genau meinen Sie &ndash; und wie agieren diese Leute? Da k&ouml;nnen wir wahrscheinlich in Thomas Pikettys vieldiskutiertem Buch &bdquo;Das Kapital im 21. Jahrhundert&ldquo; die Informationen finden?<\/strong><\/p><p>Im westlichen Kapitalismus agiert und f&uuml;hrt inzwischen eine transnationale kapitalistische Klasse. Politiker wie Barack Obama, David Cameron und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel verwenden f&uuml;r diese 0,0001 Prozent unterw&uuml;rfig den anonymen Begriff &bdquo;die M&auml;rkte&ldquo;. Der gegenw&auml;rtig in linken und liberalen Kreisen &uuml;berschw&auml;nglich gelobte franz&ouml;sische Star&ouml;konom Thomas Piketty hat interessanterweise in seinem Buch &bdquo;Das Kapital im 21. Jahrhundert&ldquo; hierzu keine Angaben gemacht. <\/p><p>Er kennt die international capitalist class nicht. Er begn&uuml;gt sich als Datengrundlage mit der Liste der reichsten Milliard&auml;re aus der US-Zeitschrift Forbes. Er rechnet zu deren Verm&ouml;gen alles m&ouml;glich zusammen, Kontostand, Immobilien, Yachten und Unternehmensanteile. Das bewegt sich auf BILD- und Illustriertenniveau. Ihn k&uuml;mmert nur die Verteilung des Reichtums, nicht aber seine Organisationsform und sein Machtgeflecht, zu dem &uuml;brigens auch die hochbezahlten, professionellen Hilfstruppen geh&ouml;ren wie u.a. die von uns geschilderten &bdquo;Fertigmacher&ldquo;. <\/p><p>Piketty schreibt: &bdquo;Es ist nicht meine Absicht, im Namen der Arbeitnehmer gegen die Besitzenden zu Felde zu ziehen.&ldquo; Mit diesen Begriffen diskreditiert er zudem die Problemlage, vor der wir heute stehen: Es geht n&auml;mlich <em>nicht<\/em> nur um Arbeitnehmer-Interessen, sondern um die Interessen der Mehrheit, und es geht <em>nicht<\/em> um einen altert&uuml;mlichen Feldzug, sondern um eine umfassende Strategie.<\/p><p><strong>&hellip;das meint?<\/strong><\/p><p>Ich kann das hier nur andeuten, mit einigen trockenen Angaben. Zum Beispiel hei&szlig;en die gegenw&auml;rtig zehn gr&ouml;&szlig;ten Kapital-Knubbel, in der Reihenfolge ihres Eigentumsvolumens: Blackrock, AXA, JP Morgan Chase, Capital Group, Fidelity Investments, BPCE, Legal &amp; General Group und State Street Corporation. Sie organisieren das Eigentum der transnationalen kapitalistischen Klasse an Konzernen, Banken, Versicherungen, Staatsanleihen und anderen Wertpapieren. Keine dieser Organisationen hat ihren Sitz in Deutschland, sie verf&uuml;gen aber auch in Deutschland &uuml;ber viel Unternehmenseigentum. Aus Platzgr&uuml;nden spare ich mir die n&auml;chsten 50 dieser Kapital-Knubbel. <\/p><p>Die Genannten sind wiederum eng untereinander verflochten und organisieren wiederum die Kapitalverh&auml;ltnisse der wichtigsten Konzerne, Banken und Versicherungen weltweit. So ist beispielsweise Blackrock Miteigent&uuml;mer von 282 der 500 gr&ouml;&szlig;ten Unternehmen der Welt und Gro&szlig;aktion&auml;r &ndash; neben anderen der Genannten &ndash; in allen 30 Dax-Konzernen in Deutschland. Blackrock ist beispielsweise auch Miteigent&uuml;mer der beiden gr&ouml;&szlig;ten Ratingagenturen Standard &amp; Poor&rsquo;s und Moody&rsquo;s. Blackrock wickelte f&uuml;r die US-Regierung die Rettung oder Verwertung von bankrotten Banken und Versicherungen nach der &bdquo;Finanzkrise&ldquo; ab und hatte entsprechende Beraterauftr&auml;ge f&uuml;r die verschuldeten EU-Staaten Spanien, Griechenland und Irland. Jetzt bekam dieser gr&ouml;&szlig;te Kapitalorganisator der Erde von der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) zudem noch den Auftrag, den Handel mit Asset Backed Securities (ABS) zu organisieren, damit die EZB statutenwidrig den EU-Krisenstaaten Schuldforderungen abkaufen kann, die in Wertpapieren verpackt sind. <\/p><p><strong>Das hei&szlig;t mit anderen Worten: Es gibt kein national organisiertes Kapital mehr?<\/strong><\/p><p>Doch, in politischem Sinne schon. Wie ich am Beispiel Blackrock schon dargestellt habe, legen die Organisatoren des transnationalen Kapitals enormen Wert darauf, gute Beziehungen zu den nationalen Regierungen und internationalen staatlichen oder staatsnahen Institutionen zu pflegen, also etwa zur Bundesregierung, zur US-Regierung, zur Europ&auml;ischen Kommission und zur EZB. Umso mehr muss sich das Privatkapital &ndash; und gerade das transnationale &ndash; politisch absichern, je weniger es sich um die nationalen Volkswirtschaften k&uuml;mmert. Um nennenswerte Aufst&auml;nde zu verhindern, sind die national organisierten Herrschaftsapparate dabei heute immer noch unverzichtbar.<\/p><p>Zugleich gilt jedoch: Konzerne, Banken und Versicherungen, die wir immer noch nostalgisch gewohnt sind, als &bdquo;deutsch&ldquo; zu bezeichnen, etwa die Deutsche Bank, Siemens, VW, Bayer, Allianz und so weiter &ndash; sie sind l&auml;ngst nicht mehr &bdquo;deutsch&ldquo;, sondern haben lediglich ihren traditionellen operativen Hauptsitz am Standort Deutschland. Die gro&szlig;en Ums&auml;tze werden jedoch meist ganz woanders gemacht, die Mehrzahl der Besch&auml;ftigten arbeitet au&szlig;erhalb Deutschlands. Die Gewinne der Aktion&auml;re landen in hunderttausenden von anonymen Tochterfirmen in Delaware, auf karibischen Inseln oder in der gr&ouml;&szlig;ten EU-Finanzoase Luxemburg. Die Haupteigent&uuml;mer der wichtigen Unternehmen heute sind &uuml;brigens weniger an Aktiendividenden interessiert, sondern am Gesch&auml;ft mit Aktienschwankungen, die sie selbst am besten beeinflussen k&ouml;nnen. Ebenso spekulieren sie mit Staatsanleihen und anderen Wertpapieren. Hinter Blackrock und Konsorten stehen nat&uuml;rlich jeweils zehntausende Privateigent&uuml;mer, von denen wir bisher nur ein paar wenige Namen an der Oberfl&auml;che kennen. <\/p><p>Die transnationale kapitalistische Klasse hat dabei tats&auml;chlich viel weniger Interesse als fr&uuml;her, dass die nationalen Volkswirtschaften funktionieren, dass m&ouml;glichst Vollbesch&auml;ftigung herrscht und dass die nationalen &ouml;ffentlichen Infrastrukturen einigerma&szlig;en in Ordnung sind. Deshalb verarmen gerade die Staaten und Bev&ouml;lkerungen, die man bisher als &bdquo;reich&ldquo; bezeichnet hat.<\/p><p><strong>Was also k&ouml;nnen wir hiergegen tun? Was meinen Sie?<\/strong><\/p><p>Also, wir m&uuml;ssen uns diesen Realit&auml;ten &uuml;berhaupt erst einmal stellen. &bdquo;Verantwortliche&ldquo; Politiker, Star&ouml;konomen und Leitmedien blenden das alles ja gern aus. Dass der neue Papst mit seiner &uuml;bergro&szlig;en Barmherzigkeit gegen&uuml;ber den Aller&auml;rmsten davon auch keine Ahnung hat, sei ihm halbwegs verziehen. Ansonsten aber: Die gro&szlig;e Frage, was wir &bdquo;dagegen tun k&ouml;nnen&ldquo;, lassen Sie uns bitte ein andermal er&ouml;rtern. Denn das schl&uuml;ge ein neues und f&uuml;r hier und heute zu umfangreiches Kapitel auf.<\/p><p><strong>Vielen Dank f&uuml;r das Gespr&auml;ch.<\/strong><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Werner R&uuml;gemer<\/strong> (Dr. phil.), interventionistischer Philosoph, ist t&auml;tig als Publizist, Berater und Lehrbeauftragter an der Universit&auml;t zu K&ouml;ln. Er ist Mitglied im deutschen PEN-Club, im wissenschaftlichen Beirat von Attac und bei Business Crime Control. 2002 erhielt er den Journalistenpreis des Bundes der Steuerzahler NRW, 2008 den K&ouml;lner Karlspreis f&uuml;r kritische Publizistik. Bei transcript ist von ihm u.a. erschienen: &raquo;&rsaquo;Heuschrecken&lsaquo; im &ouml;ffentlichen Raum&laquo; (2. Aufl. 2011) sowie &raquo;Die Berater&laquo; (2004).<br>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg02.met.vgwort.de\/na\/42ee74642fd9401db4b6159f06f77480\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div style=\"float:right;margin:0 0 15px 15px\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/141029_ruegemer.jpg\" alt=\"\" title=\"\"\/><\/div>\n<p>Auch der Kabarettist Georg Schramm zitiert ihn gern: <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Warren_Buffett\">Warren Buffet<\/a>, den drittreichsten Menschen der Welt. Denn <a href=\"http:\/\/de.wikiquote.org\/wiki\/Warren_Buffett\">er sagte<\/a> einmal: &bdquo;Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg f&uuml;hrt, und wir gewinnen.&rdquo; Auch wenn Krieg aktuell jedoch immer &ouml;fter<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23757\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[141,109,209,127,132],"tags":[284,283,2252,319,288,604,479],"class_list":["post-23757","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-arbeitsmarkt-und-arbeitsmarktpolitik","category-gewerkschaften","category-interviews","category-lobbyismus-und-politische-korruption","category-ungleichheit-armut-reichtum","tag-deregulierung","tag-finanzmaerkte","tag-klassenkampf","tag-lohnentwicklung","tag-prekaere-beschaeftigung","tag-ruegemer-werner","tag-reservearmee"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23757","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=23757"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23757\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":121892,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23757\/revisions\/121892"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=23757"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=23757"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=23757"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}