{"id":23790,"date":"2014-10-31T09:05:34","date_gmt":"2014-10-31T08:05:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23790"},"modified":"2014-10-31T09:05:34","modified_gmt":"2014-10-31T08:05:34","slug":"hinweise-des-tages-2245","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23790","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23790#h01\">Arbeitskampf\/Tarifeinheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23790#h02\">Chronik eines angek&uuml;ndigten Exzesses<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23790#h03\">Neue Milit&auml;rdoktrin: Russland pumpt sich auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23790#h04\">Bankenabwicklung: Mehr Wunsch als Wirklichkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23790#h05\">Abkommen gegen Steuerhinterziehung: &bdquo;Verm&ouml;gen verbergen ist leicht&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23790#h06\">Weiter steigende Erwerbst&auml;tigkeit im September 2014<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23790#h07\">Transatlantischer Sozialabbau<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23790#h08\">Revidierte Besch&auml;ftigungsstatistik und Rente -&raquo;Jo-Jo-Effekt&laquo; beim Anpassungssatz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23790#h09\">Sozialgericht erweitert Anspruch auf Hartz IV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23790#h10\">Scharfe Kritik an Dobrindts Maut-Gesetz &ldquo;&Ouml;konomisch und &ouml;kologisch sinnlos&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23790#h11\">&bdquo;Kosteneffizient bleiben?&ldquo; Erster Kommentar zum Gr&uuml;nbuch des BMWi<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23790#h12\">Deutschland verweigert Zustimmung zu UN-Resolution &uuml;ber Uranmunition<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23790#h13\">Mythos Tr&uuml;mmerfrau: Den Kriegsschutt r&auml;umten andere weg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23790#h14\">On Realism, Old and New<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23790#h15\">12. Studierendensurvey ver&ouml;ffentlicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23790#h16\">Wo sind die festen Stellen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23790#h17\">ABS-Gutachten: Studiengeb&uuml;hren f&uuml;r ausl&auml;ndische Studierende rechtswidrig<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23790&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Arbeitskampf\/Tarifeinheit<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Arbeitgeber loben Nahles&rsquo; Gesetzentwurf<\/strong><br>\nDie deutschen Arbeitgeber begr&uuml;&szlig;en den Gesetz-Entwurf von Arbeitsministerin Nahles zur Tarifeinheit. &bdquo;Das Risiko, jederzeit einem Arbeitskampf durch kleine Gewerkschaften ausgesetzt zu sein, w&uuml;rde langfristig die Tarifautonomie gef&auml;hrden&ldquo;, sagte der Pr&auml;sident der Bundesvereinigung der Arbeitgeber, Ingo Kramer. Auch die Metall-Arbeitgeber sprachen von einem &bdquo;wichtigen Schritt zur Sicherung der Tarifautonomie&ldquo;. Die BDA war mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund an der Ausarbeitung des Gesetzes beteiligt.<br>\nDer Deutsche Beamtenbund (dbb) wirft Arbeitsministerin Andrea Nahles vor, das Streikrecht einschr&auml;nken zu wollen. Der von Nahles vorgelegte Gesetzentwurf zur &bdquo;Tarifeinheit&ldquo; verlagere alle problematischen Fragen von der Gesetzgebung auf die Rechtsprechung, erkl&auml;rte der dbb-Bundesvorsitzende Klaus Dauderst&auml;dt: &bdquo;Wenn man die wahren Absichten, Streikrechte zu begrenzen und Organisationsfreiheit aller Berufe zugunsten von Einheitsgewerkschaften einzuengen, hinter Formalit&auml;ts-Regelungen verbirgt, zeugt das von politischer Feigheit.&ldquo; Die Koalition &bdquo;kneift vor den unerl&auml;sslichen Konkretisierungen&ldquo;, was Betrieb und Mitgliederst&auml;rke bedeuteten.<br>\nNahles Gesetzentwurf, &uuml;ber den die Frankfurter Allgemeine Zeitung zuerst berichtet hat, sieht eine neue Mehrheitsregel vor, die st&auml;rkere Anreize f&uuml;r eine friedliche L&ouml;sung von Streitigkeiten zwischen konkurrierenden Gewerkschaften schaffen soll. Mit dem Entwurf soll sich das Bundeskabinett am 3. Dezember befassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/arbeitgeber-begruessen-gesetzentwurf-von-andrea-nahles-13234041.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es gibt ja das aus dem griechischen stammende Sprichwort, Zeige mir deine Freunde und ich sage dir wer du bist. Dieses wurde angesichts obiger Schlagzeile offenbar f&uuml;r Nahles und die SPD erfunden. Oder anders gefragt: Macht Nahles durch die Einschr&auml;nkung des Streikrechtes den Noske? Wer mit dem Sozialdemokraten Gustav Noske nichts anfangen kann, das war der Mann, der im Verlauf der Novemberrevolution am Ende des 1. Weltkrieges, die revolution&auml;re Arbeiterschaft durch rechte Freikorps massakrieren lies. Die Morde an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht gehen so auch auf das Konto von Noske und der SPD. Im historischen Kontext war das der Verrat der Revolution an die alten Eliten des Kaisserreiches durch die SPD. Sp&auml;testens nach dem kompletten Verrat ihrer Ideale durch die Agenda 2010 hat die SPD offenbar ihre Bestimmung als Erf&uuml;llungsgehilfin der herrschenden Eliten gefunden. Da ist die Gesetzesinitiative zur Einschr&auml;nkung des Streikrechtes nur konsequent.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Kleingewerkschaften kommen an die Kette<\/strong><br>\nEin kurzes Statement, keine Nachfragen m&ouml;glich. So pr&auml;sentierte Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles ihr &ldquo;Tarifeinheitsgesetz&rdquo;. Wobei &ldquo;pr&auml;sentiert&rdquo; nicht unbedingt das richtige Wort ist. Die Sozialdemokratin warb zwar am Dienstag f&uuml;r ihren Entwurf, der am 3. Dezember vom Bundeskabinett beschlossen werden soll. Aber sie legte ihn nicht vor. Ein klassischer Cliffhanger.<br>\nMan verstehe durchaus das Interesse, allerdings sei &ldquo;der von der Ministerin angek&uuml;ndigte Referentenentwurf nicht &ouml;ffentlich&rdquo;, beschied eine Ministeriumssprecherin die taz. &ldquo;Wir k&ouml;nnen Ihnen den Entwurf zum jetzigen Zeitpunkt daher auch nicht zur Verf&uuml;gung stellen.&rdquo; Wohl aus gutem Grund, wie die Lekt&uuml;re des Papiers zeigt, das der taz inzwischen trotz der Verweigerung des Arbeitsministeriums vorliegt. Denn anders als von Nahles behauptet dient ihr Entwurf keineswegs der &ldquo;Verabredungskultur&rdquo; und gibt alles andere als &ldquo;Anreize&rdquo; zu einer g&uuml;tlichen Einigung zwischen konkurrierenden Gewerkschaften &ndash; zumindest nicht f&uuml;r die gr&ouml;&szlig;ere.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=in&amp;dig=2014%2F10%2F30%2Fa0111&amp;cHash=44df55f973f5a4a322e42f32ae25ced4\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Arbeitskampf der Piloten: Streiks kosten Lufthansa 170 Millionen Euro<\/strong><br>\nDer Dauerstreit mit den Piloten kommt die Lufthansa teuer zu stehen. Laut Konzern liegen die Kosten f&uuml;r Streiks bisher bei 170 Millionen Euro. Auch die schwache Konjunktur macht dem Unternehmen zu schaffen.<br>\nTeure Pilotenstreiks und eine schw&auml;chelnde Weltwirtschaft machen der Lufthansa die Gesch&auml;fte schwer. F&uuml;r das laufende Jahr seien bisher Streikkosten von 170 Millionen Euro angefallen, gab der Konzern bei Ver&ouml;ffentlichung seiner Gesch&auml;ftserbnisse bekannt.<br>\nTrotzdem peilt die Lufthansa f&uuml;r das Gesamtjahr weiter einen operativen Gewinn von rund einer Milliarde Euro an &ndash; allerdings unter der optimistischen Annahme, dass es keine weiteren Streiks bis zum Jahresende gibt. Falls noch weiter gestreikt w&uuml;rde, h&auml;tte das Einfluss auf die Prognose f&uuml;r dieses Jahr, sagte Finanzchefin Simone Menne. 849 Millionen Euro hat das Unternehmen bereits in den ersten neun Monaten verdient. [&hellip;]<br>\nDoch nicht nur die Arbeitsniederlegungen machen der Lufthansa zu schaffen. Auch die schwache Wirtschaftsentwicklung tr&uuml;bt den Ausblick. F&uuml;r das kommende Jahr musste das Unternehmen deshalb schon zum zweiten Mal seine Gewinnprognose senken. Statt bis zu zwei Milliarden Euro operativen Gewinn werde neu f&uuml;r 2015 nur noch ein Ergebnis &ldquo;deutlich &uuml;ber dem diesj&auml;hrigen&rdquo; erwartet, teilte der Konzern mit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/lufthansa-streik-der-piloten-kostet-170-millionen-euro-a-1000088.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Mir kommen die Tr&auml;nen: nur eine knappe Milliarde Euro operativer Gewinn in diesem und &uuml;ber eine Milliarde Euro im n&auml;chsten Jahr &ndash; das wird doch hoffentlich die Boni der Vorst&auml;nde nicht negativ beeinflussen? Die 170 Millionen Euro Kosten f&uuml;r den Pilotenstreik hat sich die Lufthansa selbst eingebrockt, indem sie den Tarifvertrag zum vorgezogenen Ruhestand einseitig gek&uuml;ndigt hat &ndash; wie man an den Gewinnprognosen sieht, ohne jede Not. Im &Uuml;brigen sind auch alle &ldquo;Sonderopfer&rdquo;, die den anderen Lufthansa-Besch&auml;ftigten abgepresst wurden, nicht einmal betriebswirtschaftlich notwendig, sondern lediglich der Gier der Aktion&auml;re und\/oder des Managements geschuldet. Die Begr&uuml;ndung f&uuml;r die deutlich gesenkte Gewinnprognose f&uuml;r 2015 ist &uuml;brigens interessant: &ldquo;die schwache Konjunktur&rdquo;. Ja, woher kann die nur kommen? Mit zu wenig Nachfrage wegen der zu niedrigen L&ouml;hne und Sozialleistungen hat das nat&uuml;rlich nichts zu tun&hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wut in der GDL &ndash; Weselsky &ldquo;will nur sein Ego befriedigen&rdquo;<\/strong><br>\n[&hellip;] Olaf Schulz-Arimond geh&ouml;rt zu jenen Weselsky-Kritikern, die die Amtsf&uuml;hrung ihres Chefs rundweg ablehnen. &bdquo;Es tut mir in der Seele weh, wie wir Lokf&uuml;hrer zu Buhm&auml;nnern der Nation werden&ldquo;, sagt er im Gespr&auml;ch mit dieser Redaktion. &bdquo;Gehen Sie mal in Dienstkleidung &uuml;ber den Bahnsteig, was Sie da zu h&ouml;ren bekommen von den Reisenden, das haben wir nicht verdient.&ldquo; Schuld daran trage die kompromisslose Haltung der GDL-Spitze.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/politik\/wut-in-der-gdl-weselsky-will-nur-sein-ego-befriedigen-id9984466.html\">WAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Die Medienkampagne gegen die GDL wirkt. Schuld an der mangelnden Solidarit&auml;t der Bahnreisenden ist doch wohl nicht die GDL-Spitze, sondern die beispiellose Kampagne der Medien. Sollte Weselsky nun &uuml;ber diese Kampagne st&uuml;rzen, d&uuml;rfte dies f&uuml;r das mediale &bdquo;Union-Busting&ldquo; eine echte Erfolgsmeldung sein, die sicher zur Nachahmung in kommenden Arbeitsk&auml;mpfen animiert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Tarifeinheit in Deutschland &ndash; Weselsky hat es &uuml;bertrieben<\/strong><br>\nW&auml;re nicht Claus Weselsky gewesen, das Gesetz zur Tarifeinheit w&auml;re jetzt wom&ouml;glich nicht gekommen. Zu schwer tun sich Gewerkschaften und Politik damit, zu sehr wird mindestens indirekt das Streikrecht eingeschr&auml;nkt.  [&hellip;]<br>\nGewerkschaften in Deutschland waren und sind grunds&auml;tzlich kooperativ, die Arbeitgeber auch. Aber Lokf&uuml;hrer [&hellip;] k&ouml;nnten es jederzeit anders handhaben. Der Missbrauchsm&ouml;glichkeit wird nun ein gewisser Riegel vorgeschoben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fuldainfo.de\/fdi\/tarifeinheit-in-deutschland-weselsky-hat-es-uebertrieben\/\">Lausitzer Rundschau via &bdquo;fuldainfo&ldquo;<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Claus Weselsky ist also daran schuld, dass die Gro&szlig;e Koalition nun den kleinen Gewerkschaften das Genick brechen will? Das erinnert mich irgendwie an die Argumentation, dass eine Frau im Minirock doch selbst daran schuld sei, dass sie vergewaltigt w&uuml;rde. Geht es noch unredlicher?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Chronik eines angek&uuml;ndigten Exzesses<\/strong><br>\nAuf den Gewaltexzess von Hooligans aus ganz Deutschland am vergangenen Sonntag war die Polizei nicht ausreichend vorbereitet. Sie hat die radikale Szene untersch&auml;tzt &ndash; und Hinweise auf Ausschreitungen offenbar ignoriert.<br>\nSchon seit l&auml;ngerer Zeit hatten sich die aus ganz Deutschland angereisten Hooligans &uuml;ber das Internet organisiert &ndash; mit dem Ziel, &bdquo;etwas gegen Salafisten zu tun&ldquo;. Zun&auml;chst geschah dies in einem nicht&ouml;ffentlichen Internetforum mit dem Titel: &bdquo;Deutsche, die sich was trauen&ldquo;. Rund 120 Teilnehmer hetzten dort unter Ausschluss der &Ouml;ffentlichkeit gegen alles Muslimische in Deutschland. Als das Internetforum Anfang des Jahres von Unbekannten gehackt und Inhalte daraus ver&ouml;ffentlicht wurden, flogen die Initiatoren der Gruppe auf: Sie kamen aus dem Hooliganmilieu in Baden-W&uuml;rttemberg, von wo aus am Sonntag viele Gewaltt&auml;ter nach K&ouml;ln gereist waren.<br>\nErst nachdem das Hooligan-Netzwerk &ouml;ffentlich wurde, entschlossen sich deren Teilnehmer als Initiative &bdquo;Hooligans gegen Salafisten&ldquo; auf die Stra&szlig;e zu gehen &ndash; in Essen, Mannheim und Frankfurt. In Dortmund demonstrierten Ende September schlie&szlig;lich 350 Hooligans und wurden von der Polizei eher mit Gelassenheit beobachtet. F&uuml;r die Hooligans waren die Treffen eine Form der Selbstvergewisserung &ndash; eine Antwort auf die Frage, ob die Zusammenkunft von gewaltgeneigten Fans aus urspr&uuml;nglich verfeindeten Lagern gelingen kann. Schon bei diesen Treffen war klar, dass die Hooligans mehr wollten. Das sprachen einige der Hooligans in Dortmund laut aus, sp&auml;ter auch im Internet, f&uuml;r jedermann lesbar.<br>\nBis zu den Ausschreitungen in K&ouml;ln bekannten sich allein in dem sozialen Netzwerk Facebook rund 40.000 Nutzer zu der Initiative, 7000 Nutzer zeigten Interesse, an der Demonstration in K&ouml;ln teilzunehmen. Am Donnerstag vor der Demonstration wurde die Gruppe von Facebook geschlossen. &Uuml;ber interne Foren l&auml;uft die Kommunikation seither trotzdem weiter. Die f&uuml;r gew&ouml;hnlich gut informierten Antifa-Gruppen warnten, dass K&ouml;ln vor dem seit Jahren gr&ouml;&szlig;ten Aufmarsch von Rechtsextremen in Westdeutschland stehe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/hooliganausschreitungen-waren-ein-angekuendigter-exzess-13235283.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Tja, das h&ouml;rte sich beim NRW-Verfassungsschutzchef Burkhard Freier aber ganz <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23745\">anders an<\/a>:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>WDR: Die Polizei scheint richtig &uuml;berrascht worden zu sein von der Masse dieser jungen M&auml;nner und auch von der Massivit&auml;t der Gewalt. Sie auch?<br>\nFreier: Nein, weder ich noch die Polizei waren &uuml;berrascht, so kann man das nicht sagen, wir hatten die Erkenntnisse vorher, sowohl die Polizei als auch der Verfassungsschutz, (&hellip;)<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Eigentlich gibt es nur zwei Erkl&auml;rungen und beide sind nicht besonders schmeichelhaft f&uuml;r den Verfassungsschutz. Entweder der Verfassungsschutz wurde wirklich &uuml;berrascht, dann muss man sich fragen f&uuml;r was Freier und Kollegen unsere Steuergelder bekommen? Oder man hat die Warnungen bewusst ignoriert, dann ist Freier in einem demokratischen Rechtsstaat nicht mehr tragbar.<\/em><\/p>\n<p>passend dazu: <strong>Wer die Rechten beim falschen Namen nennt &hellip;<\/strong><br>\nDie Neonazis und Rechtsextremen, die am Wochenende gegen den Salafismus w&uuml;teten, fanden in den Medien lediglich als &raquo;Hooligans&laquo; statt. Klar, diese Kundgebung fand unter diesem Namen statt. Aber muss man das kopieren? Von der NPD spricht doch auch keine Sau von &raquo;Nationaldemokraten&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/950847.wer-die-rechten-beim-falschen-namen-nennt.html\">Neues Deutschland<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Neue Milit&auml;rdoktrin: Russland pumpt sich auf<\/strong><br>\nMoskau provoziert wie im Kalten Krieg: mit Kampfbombern und Interkontinentalraketen. So stimmt Russland die Welt auf seine neue Milit&auml;rdoktrin ein &ndash; wie zu Sowjetzeiten werden USA und Nato als strategische Gegner benannt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/russland-provoziert-mit-uebungsfluegen-und-manoevern-a-1000222.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Keine Frage, das Man&ouml;ver der russischen Streitkr&auml;fte war ein unfreundlicher Akt. Aber wie freundlich waren eigentlich die NATO-Man&ouml;ver, die in diesem Jahr in der Ukraine abgehalten wurden? Wie freundlich war das Seeman&ouml;ver der USA und anderer Staaten im Schwarzen Meer, als die Krim-Krise gerade kochte? Wie freundlich war es, dass die USA w&auml;hrend der Olympischen Winterspiele in Sotschi einen Marineverband im Schwarzen Meer &bdquo;parkten&ldquo; &ndash; angeblich, um die amerikanischen Olympioniken zu besch&uuml;tzen? Es hat &uuml;brigens auch schon weitaus brisantere &bdquo;&Uuml;bungen&ldquo; von Drittstaaten gegeben, bei denen auch deutsche Truppen &bdquo;zu &Uuml;bungszwecken&ldquo; ins Visier genommen wurden &ndash; beispielsweise 2006, als israelische Kampflugzeuge mit scharfer Munition an deutschen Marineeinheiten <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Alster_(Klasse_423)#Libanon\">&bdquo;&uuml;bten&ldquo;<\/a>. Die Aufregung der Medien hielt sich damals jedoch in Grenzen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Bankenabwicklung: Mehr Wunsch als Wirklichkeit<\/strong><br>\nEuropas Regierungen wollen Banken abwickeln, scheuen sich aber vor den Konsequenzen. Das neue System wird daher nicht funktionieren.<br>\nGlaubt man der Bundesregierung, wird in Zukunft alles anders: Banken, die bisher mit Geldern aus der Staatskasse gerettet wurden, sollen zuk&uuml;nftig zulasten der Eigent&uuml;mer und Gl&auml;ubiger abgewickelt werden. Zur Not soll ein bankenfinanzierter Rettungsfonds einspringen. Was in der Theorie gut klingt, hat in Wahrheit ziemliche Schw&auml;chen.<br>\nW&auml;re es so einfach Eigent&uuml;mer und Gl&auml;ubiger f&uuml;r eine Bankpleite heranzuziehen, br&auml;uchte man keine besondere Regelung. Denn Banken sind Unternehmen und f&uuml;r Unternehmen gibt es l&auml;ngst ein entsprechendes Insolvenzrecht. Tats&auml;chlich sind Banken besondere Unternehmen, denn sie leben vom Vertrauen und sind an sich instabil. Sobald eine Bank dieses Vertrauen verliert, werden ihre Geldgeber in Scharen davonlaufen und die Bank kann zumachen. Umso gr&ouml;&szlig;er die Bank war, umso gr&ouml;&szlig;ere Verluste stehen pl&ouml;tzlich im Raum und Panik greift um sich. Weil nur die Regierung oder die Zentralbank letztlich den Zusammenbruch des Finanzsystems verhindern kann, werden diese erpressbar und eher zu fr&uuml;h als zu sp&auml;t zu teuren Bankenrettungsma&szlig;nahmen gen&ouml;tigt.\n<ul>\n<li>Erster Konstruktionsfehler: Die Banken sind nach wie vor zu gro&szlig;, zu komplex und zu vernetzt<\/li>\n<li>Zweiter Konstruktionsfehler: Es fehlt an verbindlicher internationaler Kooperation<\/li>\n<li>Dritter Konstruktionsfehler: Umst&auml;ndliche Entscheidungsmechanismen<\/li>\n<li>Vierter Konstruktionsfehler: Der Abwicklungsfonds melkt deutsche Sparkassen und Genossenschaftsbanken<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.die-linke.de\/nc\/die-linke\/nachrichten\/detail\/zurueck\/nachrichten\/artikel\/bankenabwicklung-mehr-wunsch-als-wirklichkeit\/\">Axel Troost<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Abkommen gegen Steuerhinterziehung: &bdquo;Verm&ouml;gen verbergen ist leicht&ldquo;<\/strong><br>\ntaz: Mehr als 50 Staaten haben ein Abkommen gegen Steuerhinterziehung unterschrieben. Sie wollen j&auml;hrlich Daten &uuml;ber Auslandskonten ihrer Staatsb&uuml;rger austauschen. Haben Million&auml;re dann immer noch die M&ouml;glichkeit, Kapital vor den heimischen Finanz&auml;mtern zu verstecken?<br>\nMarkus Meinzer: Ja. Beispielsweise Kapitalbesitzer aus Entwicklungs- und Schwellenl&auml;ndern werden auch weiterhin auf der sicheren Seite sein. Denn diese Staaten d&uuml;rfen teilweise nicht am Datenaustausch teilnehmen. Ihre Steuerbeh&ouml;rden sind nicht effektiv genug, um ausl&auml;ndischen Finanz&auml;mtern ausreichende Informationen zur Verf&uuml;gung zu stellen. Deshalb bekommen sie selbst keine &ndash; wegen des Prinzips der Gegenseitigkeit. Etwa B&uuml;rger Tansanias k&ouml;nnen also in der Schweiz weiterhin ihr Geld bunkern.<br>\ntaz: Aber reiche Deutsche, Franzosen und Briten m&uuml;ssen ihre Einnahmen k&uuml;nftig legal versteuern?<br>\nMarkus Meinzer: Die k&ouml;nnen Schlupfl&ouml;cher im Abkommen nutzen. Denn unter den Datenaustausch fallen nur sogenannte passive Briefkastenfirmen, Stiftungen und Trusts, die keine aktive Gesch&auml;ftst&auml;tigkeit nachweisen. Es ist aber nicht schwer, irgendwelche Beratungst&auml;tigkeiten zu fingieren und dadurch weiterhin Verm&ouml;gen vor dem heimischen Finanzamt zu verbergen. Au&szlig;erdem m&uuml;ssen die Staaten nur &uuml;ber solche Firmen berichten, bei denen ein Eigent&uuml;mer mehr als 25 Prozent der Anteile besitzt. Teilt also eine Familie ihr hinterzogenes Kapital auf vier Personen auf, fliegt sie unter dem Radar des Abkommens durch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Abkommen-gegen-Steuerhinterziehung\/!148578\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Weiter steigende Erwerbst&auml;tigkeit im September 2014<\/strong><br>\nIm September 2014 waren nach vorl&auml;ufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) rund 42,9 Millionen Personen mit Wohnort in Deutschland erwerbst&auml;tig. Gegen&uuml;ber September 2013 erh&ouml;hte sich die Zahl der Erwerbst&auml;tigen um 387 000 Personen. Damit blieb die Zuwachsrate gegen&uuml;ber dem Vorjahr wie in den Monaten Mai bis August stabil bei 0,9 %. Erwerbslos waren im September 2014 rund 2,09 Millionen Personen, 108 000 weniger als ein Jahr zuvor.<br>\nNach vorl&auml;ufigen Ergebnissen der Erwerbst&auml;tigenrechnung erh&ouml;hte sich die Zahl der Erwerbst&auml;tigen im September 2014 gegen&uuml;ber dem Vormonat August 2014 infolge der beginnenden Herbstbelebung um 191 000 Personen oder 0,4 %. Im Durchschnitt der letzten f&uuml;nf Jahre war der Anstieg der Zahl der Erwerbst&auml;tigen im September im entsprechenden Vormonatsvergleich mit 212 000 Personen etwas h&ouml;her gewesen. Saisonbereinigt, das hei&szlig;t nach rechnerischer Ausschaltung der &uuml;blichen jahreszeitlich bedingten Schwankungen, nahm die Erwerbst&auml;tigenzahl im September 2014 gegen&uuml;ber dem Vormonat geringf&uuml;gig um 19 000 Personen zu.<br>\nNeben der Erstberechnung der Erwerbst&auml;tigenzahl f&uuml;r den Berichtsmonat September 2014 wurden auch die vorl&auml;ufigen monatlichen Ergebnisse zur Erwerbst&auml;tigkeit f&uuml;r das Jahr 2014 neu berechnet. Hierbei wurden alle zum jetzigen Berechnungszeitpunkt zus&auml;tzlich verf&uuml;gbaren erwerbsstatistischen Quellen einbezogen. Aus der Neuberechnung resultierten f&uuml;r die monatlichen Erwerbst&auml;tigenzahlen Vorjahresver&auml;nderungsraten, die maximal um 0,2 Prozentpunkte von den bisher ver&ouml;ffentlichten Ergebnissen nach oben abweichen.<br>\nNach Ergebnissen der Arbeitskr&auml;fteerhebung lag die Zahl der Erwerbslosen im September 2014 bei 2,09 Millionen Personen. Im Vergleich zum September 2013 nahm sie um 108 000 Personen oder 5,0 % ab. Bereinigt um saisonale und irregul&auml;re Einfl&uuml;sse, betrug die Zahl der Erwerbslosen 2,14 Millionen Personen. Die bereinigte Erwerbslosenquote betrug 5,0 %.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2014\/10\/PD14_378_132.html\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Regelm&auml;&szlig;ig &bdquo;erfreut&ldquo; uns das Statistische Besch&ouml;nigungsamt mit neuen Rekordzahlen &uuml;ber die Erwerbst&auml;tigkeit in Deutschland. Interessanter w&auml;re allerdings die Entwicklung des Arbeitsvolumens und wie die Arbeit auf die Erwerbst&auml;tigen verteilt ist. In der Tabelle von Anfang dieses Jahres zeigt sich in der langen Zeitreihe, dass das Arbeitsvolumen der besch&auml;ftigten Arbeitnehmer (also der nicht selbstst&auml;ndig Erwerbst&auml;tigen) seit 1991 von 51,768 Millionen Stunden auf 48.779 Millionen Stunden im Jahre 2012 verringert hat. Das Arbeitsvolumen der Vollzeitbesch&auml;ftigten hat sich im gleichen Zeitraum von 47.635 Millionen Stunden auf 39.974 Millionen Stunden verringert, w&auml;hrend sich das Arbeitsvolumen der Besch&auml;ftigten in Teilzeit von 3.818 auf 8.093 Millionen Stunden erh&ouml;ht hat. Das hei&szlig;t in der Tendenz, dass sich das Arbeitsvolumen auf mehr K&ouml;pfe verteilt hat und vor allem die Teilzeitarbeit erheblich angestiegen ist. (Siehe die lange <a href=\"http:\/\/www.iab.de\/de\/informationsservice\/presse\/presseinformationen\/az1303.aspx\">Zeitreihe ab 1991<\/a>)<\/em><\/p>\n<p>passend dazu: <strong>Arbeitsmarkt im Oktober 2014<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>5,014 Millionen &ldquo;Arbeitslosengeld-Empf&auml;nger\/innen&rdquo; (SGB III und SGB II)<\/li>\n<li>4,314 Millionen Arbeitslosengeld II-Empf&auml;nger\/innen &ndash; 51.000 (1,2%) weniger als im Oktober 2013<\/li>\n<li>2,733 Millionen registrierte Arbeitslose &ndash; 68.000 (2,4%) weniger als im Oktober 2013<br>\nVer&auml;nderungsraten (registrierte Arbeitslose) in den L&auml;ndern (Oktober 2013 &ndash; Oktober 2014): \n<ul>\n<li>M&auml;nner und Frauen: &ndash;8,5% in Mecklenburg-Vorpommern bis +0,7% in Bremen<\/li>\n<li>Frauen &ndash;8,2% in Mecklenburg-Vorpommern bis +1,4% in Hamburg (Bund: -2,5%)<\/li>\n<li>M&auml;nner: -8,7% in Mecklenburg-Vorpommern bis +0,8% in Bremen (Bund: -2,4%)<\/li>\n<li>unter 25 Jahre: -25,1% in Brandenburg bis +1,0% in Hamburg (Bund: -7,7%)<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>Von den 2,733 Millionen Arbeitslosen waren 836.000 (30,6%) im Rechtskreis SGB III (bei den 156 Arbeitsagenturen!) und 1,896 Millionen (69,4%) im Rechtskreis SGB II  (Hartz IV) (bei den 408 Jobcentern!) registriert. (Oktober 2013: 69,0%)<\/li>\n<li>Als Arbeitsuchende waren im Oktober 2014 insgesamt 4,887 Millionen Frauen und M&auml;nner registriert, 84.000 (1,7%) weniger als im Oktober 2013.<\/li>\n<li>Die von der Statistik der BA ermittelte &bdquo;Unterbesch&auml;ftigung ohne Kurzarbeit&ldquo; betrug im Oktober 2014 3,636 Millionen, 115.000 (3,1%) weniger als im Oktober 2013.<\/li>\n<li>Nach vorl&auml;ufigen, hochgerechneten Daten hatten im Oktober 2014 789.000 (arbeitslose und nicht arbeitslose) Frauen und M&auml;nner Anspruch auf das<br>\nbeitragsfinanzierte Arbeitslosengeld (SGB III) und 4,314 Millionen Anspruch auf Arbeitslosengeld II. Bereinigt um die Zahl der etwa 89.000 sog. Aufstocker\/Parallelbezieher (Bezug von Arbeitslosengeld und Arbeitslosengeld II) hatten im Oktober 2014 etwa 5,014 Millionen erwerbsf&auml;hige Frauen und M&auml;nner Anspruch auf Arbeitslosengeld (SGB III) und\/oder Arbeitslosengeld II, &bdquo;64.000 &hellip; weniger&ldquo;als ein Jahr zuvor.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/images\/stories\/2014-10-30_alo1014t.pdf\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung&#8232;und Jugendberufshilfe (BIAJ) [PDF]<\/a><\/p>\n<p>Siehe auch: <a href=\"http:\/\/statistik.arbeitsagentur.de\/Statischer-Content\/Arbeitsmarktberichte\/Monatsbericht-Arbeits-Ausbildungsmarkt-Deutschland\/Monatsberichte\/Generische-Publikationen\/Monatsbericht-201410.pdf\">Bundesagentur f&uuml;r Arbeit, Monatsbericht Oktober 2014 [PDF]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Transatlantischer Sozialabbau<\/strong><br>\nDer deutsche Wohlfahrtsstaat ist amerikanischer geworden. Anders als in den USA gibt es allerdings nach wie vor den Rechtsanspruch auf ein staatlich garantiertes Existenzminimum.<br>\n Was den Sozialstaat angeht, bestehen nach g&auml;ngiger Auffassung fundamentale Unterschiede zwischen Deutschland und den USA: In der einschl&auml;gigen Literatur stehe Deutschland stellvertretend f&uuml;r den Typ des konservativen Wohlfahrtsregimes, die Vereinigten Staaten hingegen verk&ouml;rperten das liberale Modell, schreibt Martin Seeleib&shy;Kaiser in den WSI-Mitteilungen*. Demnach vertrauen die Deutschen auf das Konzept der Sozialversicherung zur Statussicherung, die Amerikaner setzen dagegen auf private Vorsorge sowie auf bed&uuml;rftigkeitsabh&auml;ngige staatliche Ma&szlig;nahmen. Der Politikwissenschaftler von der Universit&auml;t Oxford hat untersucht, inwieweit die reale Entwicklung dies widerspiegelt. Seiner Analyse zufolge l&auml;sst sich ein Konvergenzprozess zwischen dem konservativen deutschen und dem liberalen amerikanischen Modell feststellen sprich: die beiden Systeme n&auml;hern sich einander an. Ein Unterschied bleibe allerdings bestehen: Mittellose im Erwerbsalter erhielten in den Vereinigten Staaten faktisch keine staatliche Unterst&uuml;tzung und w&uuml;rden systematisch kriminalisiert.<br>\n Seeleib-Kaiser unterscheidet in seinem historischen &Uuml;berblick zwei Phasen. Bis Mitte der 1970er-Jahre zu Zeiten des industriellen Wohlfahrtskapitalismus seien Sozialleistungen auf beiden Seiten des Atlantiks ausgebaut worden, in den USA vor allem in Form betrieblicher Zuwendungen. Zuz&uuml;glich der staatlichen Leistungen h&auml;tten amerikanische Arbeitnehmer in Schl&uuml;sselindustrien ein Niveau der sozialen Sicherung erreicht, das dem in Europa ungef&auml;hr entsprach. Bei gleichzeitig stabilem Wirtschaftswachstum ging die offizielle Armutsquote zwischen 1960 und 1975 von 22 auf 12 Prozent zur&uuml;ck. In Deutschland h&auml;tten zu dieser Zeit sowohl die Rente als auch die Arbeitslosenversicherung dem Prinzip der Lebensstandardsicherung entsprochen. Die Netto-Lohnersatzrente f&uuml;r Eckrentner, die 45 Jahre Beitr&auml;ge bezahlt und durchschnittlich verdient haben, betrug 70 Prozent, etwa zwei Drittel der Arbeitslosen hatten Anspruch auf Leistungen in H&ouml;he von 68 Prozent des letzten Gehalts.<br>\n Nach dem &bdquo;Goldenen Zeitalter&ldquo; habe die Deindustrialisierung in beiden L&auml;ndern die Arrangements zur sozialen Sicherung untergraben, stellt der Autor fest. So sank die Reichweite der betrieblichen Altersversorgung in den USA zwischen 1979 und 2010 von 50,6 auf 42,4 Prozent. Zudem h&auml;tten sich die Modalit&auml;ten der Programme gr&ouml;&szlig;tenteils ge&auml;ndert: Den meisten Besch&auml;ftigten w&uuml;rden nicht mehr bestimmte Auszahlungsbetr&auml;ge garantiert, die Rentenh&ouml;he h&auml;nge vom Kapitalmarkt ab. Zugleich sei es zu K&uuml;rzungen bei den staatlichen Sozialleistungen gekommen, vor allem bei den Zuwendungen f&uuml;r Alleinerziehende und Langzeitarbeitslose.<br>\nNoch tiefgreifender waren nach Seeleib-Kaisers Einsch&auml;tzung allerdings die &Auml;nderungen am deutschen Modell. Da k&uuml;nftige Rentner nur noch mit einer Netto-Lohnersatzrate von 52 Prozent rechnen k&ouml;nnten und betriebliche Vorsorge in vielen Branchen wenig verbreitet sei, stehe ein Anstieg der Altersarmut zu erwarten. Infolge der Hartz-Reformen bez&ouml;gen nur noch 40 Prozent der Erwerbslosen einkommensbezogene Leistungen der Arbeitslosenversicherung. Von 13,6 Prozent auf &uuml;ber 20 Prozent habe in Deutschland zwischen 1996 und 2010 die Niedriglohnbesch&auml;ftigung zugenommen, die in den USA im gleichen Zeitraum stabil bei 25 Prozent lag. Insofern sei eine Ann&auml;herung an das amerikanische System deutlich erkennbar.<br>\nIn einer Hinsicht unterschieden sich die beiden L&auml;nder allerdings nach wie vor grunds&auml;tzlich, urteilt Seeleib-Kaiser: Der deutsche Staat sei per Grundgesetz verpflichtet, das Existenzminimum aller Bed&uuml;rftigen zu gew&auml;hrleisten. Die USA dagegen h&auml;tten kein bedingungsloses bundesweites Sozialhilfeprogramm, die gro&szlig;e Mehrheit der Langzeitarbeitslosen ohne Kinder habe keinerlei Zugang zu Transferzahlungen, sondern bekomme allenfalls Lebensmittelmarken. Die Folge: &Uuml;ber 10 Prozent der Amerikaner leben in extremer Armut, m&uuml;ssen mit weniger als 40 Prozent des mittleren Einkommens auskommen. In Deutschland trifft das auf etwa 4 Prozent zu. Dar&uuml;ber hinaus verfolge der amerikanische Staat eine Politik der Kriminalisierung von Outsidern: Zuletzt waren in den USA von 100.000 Einwohnern 743 inhaftiert, in Deutschland waren es 85. Die soziodemografischen Merkmale der amerikanischen Gef&auml;ngnisinsassen &auml;hnelten denen der europ&auml;ischen Langzeitarbeitslosen. F&uuml;r viele sozialpolitische Outsider, so der Politologe, hat sich der amerikanische Wohlfahrtsstaat in einen Strafstaat verwandelt.<br>\nQuelle 1: Martin Seeleib-Kaiser: Wohlfahrtssysteme in Europa und den USA: Ann&auml;herung des konservativen deutschen Modells an das amerikanische?, in: WSI-Mitteilungen 4\/2014<br>\nMehr Informationen unter <a href=\"http:\/\/boecklerimpuls.de\">boecklerimpuls.de<\/a><br>\nQuelle 2: Welt der Arbeit Newsletter (Franz Kersjes)<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Revidierte Besch&auml;ftigungsstatistik und Rente -&raquo;Jo-Jo-Effekt&laquo; beim Anpassungssatz<\/strong><br>\nIm August 2014 hat die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) eine Revision der Besch&auml;ftigungsstatistik vorgenommen. Im Ergebnis steigt hierdurch die Anzahl der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. &Uuml;ber Umwege hat dies Auswirkungen auf die k&uuml;nftige H&ouml;he der Rentenanpassungen. Im kommenden Jahr steigen die Renten schw&auml;cher als im Szenario ohne Revision der Statistik, im darauf folgenden Jahr f&auml;llt der Zuwachs aus dem gleichen Grund st&auml;rker aus. Am Ende kompensieren sich die beiden Effekte weitgehend. Wie aber sehen die rechnerischen Zusammenh&auml;nge genau aus?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.portal-sozialpolitik.de\/info-grafiken\/beschaeftigungsstatistik-und-rente\">Johannes Steffen in Portal Sozialpolitik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Sozialgericht erweitert Anspruch auf Hartz IV<\/strong><br>\nEine neue Belastung k&ouml;nnte auf deutsche Kommunen zukommen: Auch im Ausland lebende Kinder von Hartz-IV-Empf&auml;ngern haben Anrecht auf deutsche Sozialleistungen. Das hat das Bundessozialgericht entschieden.<br>\nAuch im Ausland lebende Kinder von Hartz-IV-Empf&auml;ngern k&ouml;nnen in Deutschland Sozialleistungen beanspruchen, wenn sie hier ihre Eltern besuchen. Das hat das Bundessozialgericht in Kassel am Dienstag entschieden. Denn f&uuml;r Kinder, die selbst noch nicht erwerbsf&auml;hig sind, ist der &bdquo;gew&ouml;hnliche Aufenthalt&ldquo; in Deutschland keine Voraussetzung f&uuml;r einen Anspruch auf Sozialleistungen.<br>\nDie Richter in Kassel hatten &uuml;ber den Fall zweier Kinder deutscher Staatsangeh&ouml;rigkeit zu entscheiden, die in Tunesien bei ihren Gro&szlig;eltern wohnen, w&auml;hrend ihre Eltern in Deutschland leben und Harz-IV-Leistungen erhalten. W&auml;hrend der tunesischen Schulferien von Anfang Juli bis Ende September kamen die Kinder f&uuml;r drei Monate zu ihren Eltern nach Bocholt in Nordrhein-Westfalen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/hartz-iv-bundessozialgericht-erweitert-anspruch-13234668.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p>Dazu: <strong>Sozialamt Deutschland<\/strong><br>\nDas j&uuml;ngste Hartz-IV-Urteil des Bundessozialgerichts ist ein weiteres fatales Signal auf dem Weg in ein anderes Land. Es f&uuml;gt sich aber in eine Rechtsprechung, die Europa als Solidargemeinschaft sieht &ndash; mit Deutschland als zentralem Sozialamt. (&hellip;)<br>\nDas ist ein weiteres fatales Signal auf dem Weg in ein anderes Land. Es f&uuml;gt sich aber leider in eine Rechtsprechung, aber auch einen politischen Willen, Europa vor allem als Solidargemeinschaft zu sehen &ndash; mit Deutschland als zentralem Sozialamt. Dabei steht hinter der Grundidee der europ&auml;ischen Freiz&uuml;gigkeit das Ideal, dass jeder f&uuml;r sich selbst sorgen kann &ndash; und will. Das deutsche Sozialsystem, ja jede Solidarit&auml;t br&auml;che zusammen, wenn allen, die auch nur zeitweise ins Land kommen, die gleichen Sozialleistungen wie deutschen Staatsangeh&ouml;rigen versprochen und gezahlt w&uuml;rden.<br>\nVor diesem Hintergrund klingen Forderungen nach schrankenloser Aufnahme von Fl&uuml;chtlingen wie Beihilfe zum staatlichen Suizid. Nat&uuml;rlich kann man stets fragen, ob Deutschland noch mehr humanit&auml;re Hilfe leisten kann. Aber Hilfe f&uuml;r wen? Schon die Euro-Rettungspolitik wird von einem einseitigen Solidarit&auml;tsverst&auml;ndnis getragen. Dringend geholfen werden muss Menschen in Not. Aber nicht allen gleicherma&szlig;en, die es insbesondere aus europ&auml;ischen Nachbarl&auml;ndern irgendwie hierher geschafft haben. Auch das w&auml;re menschenunw&uuml;rdig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/hartz-iv-urteil-sozialamt-deutschland-13234971.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Die Kasseler Richter haben eine Entscheidung getroffen, die der Realit&auml;t entspricht. Der FAZ-Kommentar ist eine Frechheit: Nicht das Urteil ist ein &ldquo;fatales Signal auf dem Weg in ein anderes Land&rdquo;, sondern die neoliberale Politik mit ihren menschenverachtenden Auswirkungen. Er erweckt au&szlig;erdem fast den Eindruck als wolle er zum Rassismus aufrufen, wenn vom &ldquo;staatlichen Suizid&rdquo; durch &ldquo;schrankenlose Aufnahme von Fl&uuml;chtlingen&rdquo; die Rede ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Scharfe Kritik an Dobrindts Maut-Gesetz &ldquo;&Ouml;konomisch und &ouml;kologisch sinnlos&rdquo;<\/strong><br>\nDas Maut-Gesetz von Verkehrsminister Alexander Dobrindt hat heftige Kritik in der Opposition und in den L&auml;ndern ausgel&ouml;st. Der Linken-Verkehrsexperte Herbert Behrens bezeichnete Dobrindts Konzept als &ldquo;katastrophal&rdquo;. Es sei zweifelhaft, dass die Einnahmen am Ende die Ausgaben &ldquo;&uuml;berhaupt &uuml;bersteigen&rdquo;. &ldquo;Murks bleibt Murks&rdquo;, sagte Gr&uuml;nen-Chefin Simone Peter. Die Maut mache &ldquo;weder &ouml;kologisch noch &ouml;konomisch Sinn.&rdquo;<br>\n&ldquo;Ich f&uuml;rchte, Herr Dobrindt rechnet sich die Sache sch&ouml;n&rdquo;, sagte der schleswig-holsteinische Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD). Baden-W&uuml;rttembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Gr&uuml;ne) meinte, die Maut spiele weder die notwendigen Einnahmen ein, noch sei damit der Verkehr sinnvoll zu lenken.<br>\nIm Nachbarland &Ouml;sterreich stie&szlig;en Dobrindts Pl&auml;ne auf Ablehnung. &ldquo;Es bleibt dabei: EU-B&uuml;rger d&uuml;rfen auf deutschen Stra&szlig;en nicht diskriminiert werden&rdquo;, sagte der &ouml;sterreichische Verkehrsminister Alois St&ouml;ger (SP&Ouml;). &ldquo;Sollte sich &ndash; entgegen der ersten Einsch&auml;tzung der Kommission &ndash; herausstellen, dass EU-B&uuml;rger diskriminiert werden, werden wir das gegen&uuml;ber Deutschland klar zur Sprache bringen und rechtliche Schritte einleiten.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/maut-179.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&bdquo;Kosteneffizient bleiben?&ldquo; Erster Kommentar zum Gr&uuml;nbuch des BMWi<\/strong><br>\nWie es sich geh&ouml;rt, stellt das BMWi dem Gr&uuml;nbuchs &bdquo;Ein Strommarkt f&uuml;r die Energiewende&ldquo;  die Ziele voran. &bdquo;Energieversorgung soll umweltvertr&auml;glicher werden und dabei sicher und kosteneffizient bleiben&ldquo;.  Dabei beruft es sich auf das energiepolitische Zieldreieck.  Stutzig macht die Zielsetzung &bdquo;kosteneffizient bleiben&ldquo;.<br>\nSchauen wir im 2. Monitoringbericht des  BMWi &bdquo;Energie der Zukunft&ldquo; vom 8. April 2014 nach, in dem  laut Entwurf des Gr&uuml;nbuchs vom 23. Oktober 2014  &bdquo;Die Bundesregierung &hellip; die Ziele des Energiekonzepts &hellip; ausdr&uuml;cklich bekr&auml;ftigt [hat].  Dort finden wir den Begriff &bdquo;Wirtschaftlichkeit&ldquo;  &uuml;bergeordnet. Stellenweise wird auch, wie &uuml;brigens auch im Koalitionsvertrag  (vgl. Kommentar in den Nachdenkseiten vom 18.11.2013) direkt  die &bdquo;Bezahlbarkeit&ldquo;  als  Ziel neben &ldquo;Umweltvertr&auml;glichkeit&ldquo; und &bdquo;Sicherheit&ldquo; genannt.  einem  In den Ausf&uuml;hrungen zu diesem Ziel wird anerkannt, dass dies mehr bedeutet als Kosteneffizienz, die aber als entscheidend f&uuml;r die &bdquo;Bezahlbarkeit&ldquo;  bezeichnet wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.elsud.net\/2014\/10\/31\/kosteneffizient-bleiben-erster-kommentar-zum-gr%C3%BCnbuch-des-bmwi\/\">elsud<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Deutschland verweigert Zustimmung zu UN-Resolution &uuml;ber Uranmunition<\/strong><br>\nDie deutsche IPPNW-Sektion appelliert in einem Brief an das Ausw&auml;rtige Amt, morgen in der UN-Generalversammlung f&uuml;r die Resolution zu den Folgen von Uranmunition zu stimmen. Nach Informationen der Internationalen Koalition zur &Auml;chtung von Uranwaffen (ICBUW) plant Deutschland, im B&uuml;ndnis mit Staaten wie Rum&auml;nien, Russland und der Ukraine, gegen die UN-Resolution zu stimmen. &ldquo;Diese Position ist f&uuml;r uns &Auml;rzte v&ouml;llig unverst&auml;ndlich, da die Beweise f&uuml;r langfristige und schwerwiegende Gesundheitssch&auml;den durch den Einsatz von Uranmunition inzwischen erdr&uuml;ckend sind&rdquo;, erkl&auml;rt Dr. Angelika Clau&szlig;en (IPPNW).<br>\nLaut einer aktuellen Analyse der ICBUW sch&auml;digt abgereichertes Uran (depleted &uacute;ranium) die DNA auf zweifache Weise: als Schwermetall ist es ein chemisches Zellgift, als Alphastrahler verursacht es radioaktive Sch&auml;den. F&uuml;r den Bericht wurden &uuml;ber 50 qualifizierte Studien ausgewertet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ippnw.de\/startseite\/artikel\/07247abb20107a33596612c367deaa11\/deutschland-verweigert-zustimmung-zu.html\">IPPNW<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Mythos Tr&uuml;mmerfrau: Den Kriegsschutt r&auml;umten andere weg<\/strong><br>\nWer hat nach dem Krieg die Schuttberge wegger&auml;umt? Meist nicht Tr&uuml;mmerfrauen, obwohl dies viele meinen. Zu diesem Ergebnis kommt die Historikerin Leonie Treber in ihrer Dissertation, die sie an der Universit&auml;t Duisburg-Essen (UDE) ablegte. Ihre auch als Buch erschienene Arbeit wurde jetzt mit dem begehrten Nachwuchspreis der Gesellschaft f&uuml;r Stadtgeschichte und Urbanisierungsforschung ausgezeichnet.<br>\nTreber: &bdquo;Das R&auml;umen der im Luftkrieg anwachsenden Tr&uuml;mmermassen begann schon im Krieg. Verpflichtet wurden vor allem Kriegsgefangene und KZ-H&auml;ftlinge. Aber auch Bauhandwerker und Wehrmachtsangeh&ouml;rige waren im Einsatz.&ldquo; Nach dem Krieg wurden in erster Linie professionelle Firmen mit schwerem Ger&auml;t und Fachkr&auml;ften beauftragt. Zur S&uuml;hne mit einbezogen waren auch ehemalige Parteimitglieder und deutsche Kriegsgefangene. Fehlten Arbeitskr&auml;fte, versuchte man dies durch B&uuml;rgereins&auml;tze und dienstverpflichtete Arbeitslose auszugleichen.<br>\nDies waren in der Regel M&auml;nner: Denn in der amerikanischen und franz&ouml;sischen Besatzungszone war man strikt dagegen, Frauen in die Tr&uuml;mmerr&auml;umung einzubinden. In der englischen Zone griff man zwischen 1945 und 1947 nur auf eine geringe Zahl von arbeitslosen Frauen zur&uuml;ck. Anders war es in Berlin und in der sowjetisch besetzten Zone (SBZ): Hier wurden relativ viele Frauen eingesetzt. Und genau hier entstand auch der Mythos um die Tr&uuml;mmerfrauen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/de\/news610756\">Informationsdienst Wissenschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>On Realism, Old and New<\/strong><br>\nWith new threats to the peace, it&rsquo;s more important than ever to be clear about America&rsquo;s core national interests.<br>\nThough few people realize it, it was Bill Clinton who first uttered the phrase on which U.S. foreign policy has remained so hopelessly fixated ever since. During his 1996 re-election campaign, striving to describe America&rsquo;s role in the world, Clinton began to speak of this country as the &ldquo;indispensable nation.&rdquo; In his acceptance speech at the Democratic National Convention that year, Clinton proclaimed, &ldquo;We remain the world&rsquo;s indispensable nation to advance prosperity, peace, and freedom and to keep our own children safe from the dangers of terror and weapons of mass destruction.&rdquo; (Clinton himself apparently got this phrase from historian James Chace and adviser Sid Blumenthal.) The words stuck and became a regular catchphrase for his second-term secretary of state, Madeleine Albright&mdash;so much so that many people mistakenly attribute the words to Albright.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/prospect.org\/article\/realism-old-and-new-0\">American Prospect<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>12. Studierendensurvey ver&ouml;ffentlicht<\/strong><br>\nDeutschlands Hochsch&uuml;ler sind &bdquo;zufrieden&ldquo;: mit ihrem Studium, mit sich, mit der Welt &ndash; mit so ziemlich allem. Das haben Wissenschaftler der Universit&auml;t Konstanz herausgefunden. Das freut auch die Bundesregierung, die Auftraggeberin der Studie. Die Befunde belegten, dass sie mit ihren Reformen richtig liegt, meint Bildungsministerin Johanna Wanka. Nur eines macht der CDU-Politikerin Kummer: Studenten sind so schrecklich unpolitisch.<br>\nDie Berliner Morgenpost titelte bereits am Montag: &bdquo;Deutsche Studenten sind gl&uuml;cklich.&ldquo; Da war der &bdquo;12. Studierendensurvey an Universit&auml;ten und Fachhochschulen&ldquo; noch gar nicht ver&ouml;ffentlicht, aber irgendwie doch schon etwas durchgesickert. Und was die Springer-Presse aufschnappt, wird gnadenlos rausgehauen. Selbst mit einem Zitat von Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) wurde nicht hinterm Berg gehalten: &bdquo;Die Ergebnisse zeigen: Trotz der stark gewachsenen Studienanf&auml;ngerzahlen sehen die meisten ihre Studiensituation positiv.&ldquo; Wer hat das der Zeitung blo&szlig; gesteckt?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.studis-online.de\/Studieren\/art-1688-studierendensurvey12.php\">Studis Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Wo sind die festen Stellen?<\/strong><br>\nEines der brennenden Probleme im deutschen Wissenschaftsbetrieb ist das Fehlen von Zukunftschancen f&uuml;r Doktoranden und wissenschaftliche Mitarbeiter wie mich. Wie viele andere junge Wissenschaftler auch, bin ich deshalb f&uuml;rs Erste ins Ausland gegangen. In Deutschland habe ich keine Perspektive gesehen.<br>\nEin Hauptgrund f&uuml;r meine Zukunftsangst ist der Mangel an festen Stellen im sogenannten wissenschaftlichen Mittelbau. Das sind Stellen unterhalb der Professorenebene f&uuml;r Mitarbeiter, die in Lehre und Forschung t&auml;tig sind, ohne dabei selbst eine ganze Arbeitsgruppe zu leiten.<br>\nNicht jeder Doktorand oder Postdoc kann auch Professor werden, daf&uuml;r gibt es bei weitem nicht gen&uuml;gend Lehrst&uuml;hle. Doch auch im Mittelbau fehlen Stellen. Denn vor ein paar Jahren hat der Gesetzgeber die Anstellung von Wissenschaftlern nach der Promotion in befristeten Arbeitsverh&auml;ltnissen auf sechs Jahre beschr&auml;nkt. Gleichzeitig wurden fast alle unbefristeten Stellen im Mittelbau gestrichen.<br>\nWas bleibt, sind Forscher wie ich in einer Zwickm&uuml;hle. Ich w&uuml;rde gerne nach Deutschland zur&uuml;ckkehren und dort an einer Universit&auml;t forschen und lehren. So k&ouml;nnte ich meiner Passion nachgehen und gleichzeitig etwas von der Ausbildung, die ich in Deutschland genie&szlig;en durfte, zur&uuml;ckgeben. Ich w&uuml;rde mit Anfang 30 gerne irgendwo ein Leben beginnen, mit der Aussicht, dauerhaft meinem Beruf nachgehen zu d&uuml;rfen. Doch ich f&uuml;rchte mich vor einem de facto Berufsverbot nach sechs Jahren, falls ich bis dahin keine Professur ergattern konnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/studium\/hochschule\/2014-10\/universitaet-forschung-karriere-vertraege-befristet\">Zeit<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>ABS-Gutachten: Studiengeb&uuml;hren f&uuml;r ausl&auml;ndische Studierende rechtswidrig<\/strong><br>\nDer Pr&auml;sident der TU M&uuml;nchen Wolfgang A. Herrmann will Studiengeb&uuml;hren f&uuml;r internationale, Nicht-EU Studierende, einf&uuml;hren. So will er f&uuml;r seine &bdquo;unternehmerische Hochschule&ldquo; mehr Geld einnehmen. Das Aktionsb&uuml;ndnis gegen Studiengeb&uuml;hren (ABS) beauftragte hierzu ein Rechtsgutachten. Das Ergebnis: Die Studiengeb&uuml;hren f&uuml;r ausl&auml;ndische Studierende w&uuml;rden gegen den UN-Sozialpakt versto&szlig;en.<br>\nDer Pr&auml;sident der TU M&uuml;nchen bezieht sich nach eigener Aussage auf eine &bdquo;g&auml;ngige internationale Erfahrung&ldquo;. Um eine auf geltenden deutschen Recht fu&szlig;ende &bdquo;Erfahrung&ldquo; kann es sich dabei nicht handeln, stellt das ABS fest.<br>\nEin vom ABS im Februar 2014 in Auftrag gegebenes Rechtsgutachten zu der in Baden-W&uuml;rttemberg geplanten  &lsquo;Zul&auml;ssigkeit der Erhebung von Studiengeb&uuml;hren bei Nicht-EU-Ausl&auml;ndern&rsquo; widerspricht der Rechtm&auml;&szlig;igkeit der Erhebung von Studiengeb&uuml;hren f&uuml;r internationale Studierende.<br>\nDie Erhebung einer Studiengeb&uuml;hr allein von Studierenden aus Nicht-EU Staaten bei gleichzeitiger Geb&uuml;hrenfreiheit aller anderen Studierenden ist mit Art. 3 Abs. 1 GG i.V.m. Art. 2 Abs. 2 und Art. 13 Abs. 2 c UN- Sozialpakt nicht vereinbar.<br>\nNach Art. 3 Abs. 1 sind alle Menschen vor dem Gesetz gleich, nach Art. 3 Abs. 3 GG darf niemand wegen seines Geschlechts, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religi&ouml;sen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden.<br>\nAuch das Argument, Studierende aus Nicht-EU-Staaten w&uuml;rden den deutschen Staat nur Geld kosten, l&auml;sst sich widerlegen. Nicht alle kehren nach ihrem Studium in ihre Heimatl&auml;nder zur&uuml;ck, einige bleiben, arbeiten und zahlen Steuern. Nach einer Studie aus dem Jahre 2012 des Niederl&auml;ndischen Institut f&uuml;r &ouml;konomische Politikanalysen (CPB) im Auftrag der dortigen Regierung zu den Effekten ausl&auml;ndischer Studierender in den Niederlanden ergibt sich ein wirtschaftlich positiver Effekt, der die staatlichen Kosten der Ausbildung ausl&auml;ndischer Studierender &uuml;berwiegt, bereits dann, wenn 2,5 % der Studierenden nach dem Studium in den Niederlanden blieben.<br>\nDar&uuml;ber hinaus herrscht im Abgabenrecht die Meinung, dass bei der gleichen Inanspruchnahme einer &ouml;ffentlichen Einrichtung auch gleich hohe Geb&uuml;hren zu zahlen sind, eine unterschiedliche Inanspruchnahme hingegen im Hinblick auf Art. 3 Abs. 1 GG zu unterschiedlichen Geb&uuml;hren und ein Ausw&auml;rtigen-Zuschlag also nicht erhoben werden darf.<br>\nNach Art. 2 Abs. 2 UN-Sozialpakt verpflichten sich die 20 Vertragsstaaten zu gew&auml;hrleisten, dass die in dem Pakt verk&uuml;ndeten Rechte ohne Diskriminierung ausge&uuml;bt werden.<br>\nDa Studiengeb&uuml;hren gegen&uuml;ber dem Ziel der Einf&uuml;hrung der allm&auml;hlichen Unentgeltlichkeit von Hochschulbildung einen R&uuml;ckschritt darstellen, muss hier besonders darauf geachtet werden, nicht zu diskriminieren.<br>\nEine Einf&uuml;hrung von Studiengeb&uuml;hren nur f&uuml;r ausl&auml;ndische Studierende w&auml;re jedoch definitiv eine Diskriminierung.<br>\nDas Bundesverwaltungsgericht hat in seiner Entscheidung vom 27.04.2009, Az.: 6 C16\/08 betont, dass dem gleichheitsrechtlichen Bezug des Art. 13 Abs. 2 c des UN-Sozialpaktes, wonach der Zugang zur Hochschulbildung vor allen Dingen diskriminierungsfrei ausgestaltet sein muss, (&hellip;) nicht gleichheitswidrig gestaltet sein darf.<br>\nDer Anteil an Studierenden aus L&auml;ndern mit niedrigem Pro-Kopf-Einkommen ist in den letzten Jahren r&uuml;ckl&auml;ufig, wie in der 20. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerkes festgestellt.  Insofern sollte sich Herr Hermann vorzugsweise mit der Verbesserung der Situation von Studienbedingungen f&uuml;r  internationaler Studierenden besch&auml;ftigen. Er sollte  sich an der geltenden Rechtslage orientieren und Studiengeb&uuml;hren eine Absage erteilen!<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.abs-bund.de\/aktuelles\/ansicht\/abs-gutachten-studiengebuehren-fuer-auslaendische-studierende-rechtswidrig\/\">Pressemeldung des Aktionsb&uuml;ndnisses gegen Studiengeb&uuml;hren<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.abs-bund.de\/uploads\/media\/Gutachten_01.pdf\">Rechtsgutachten der Kanzlei Meisterernst, D&uuml;sing und Manstetten [PDF]<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(JW\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-23790","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23790","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=23790"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23790\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":23793,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23790\/revisions\/23793"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=23790"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=23790"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=23790"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}