{"id":23797,"date":"2014-10-31T16:47:49","date_gmt":"2014-10-31T15:47:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23797"},"modified":"2014-11-01T09:33:37","modified_gmt":"2014-11-01T08:33:37","slug":"hinweise-des-tages-ii-172","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23797","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23797#h01\">Tarifeinheit entzweit DGB-Gewerkschaften<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23797#h02\">Russische Kampfjets &uuml;ber Europa &ndash; Erler: Keine reine Provokation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23797#h03\">Die Zukunft der Abr&uuml;stung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23797#h04\">Ukraine-Konflikt aus Putins Sicht: Der Westen ist schuld!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23797#h05\">Russland und Ukraine einigen sich &ndash; Streit ums Gas ist beendet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23797#h06\">Georg Diez: Wir m&uuml;ssen den Hass verstehen lernen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23797#h07\">Habermas &uuml;ber Frankreich und Deutschland: &bdquo;Beziehungen waren noch nie so miserabel&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23797#h08\">Europarechtler prophezeit Scheitern der Maut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23797#h09\">Einzelhandelsumsatz im September 2014 real um 2,3&nbsp;% h&ouml;her als im September&nbsp;2013<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23797#h10\">Sinkende Staatseinnahmen &ndash; Wackelt jetzt die schwarze Null?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23797#h11\">Unfaire EU-Bankenabgabe k&ouml;nnte NRW-Bank Millionen kosten und F&ouml;rderauftrag gef&auml;hrden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23797#h12\">&bdquo;Kosteneffizient bleiben?&ldquo; Erster Kommentar zum Gr&uuml;nbuch des BMWi<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23797#h13\">Fahnder-Legende jagt Milliarden-Betr&uuml;ger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23797#h14\">Nazi-Netzwerk NSU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23797#h15\">Hooligans: Die gro&szlig;e Verharmlosung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23797#h16\">Vertretung n&uuml;tzt Patienten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23797#h17\">Volker Gerhardt: T&auml;tiger Widerspruch &ndash; &Uuml;ber die Bologna-Reform und ihre Folgen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23797#h18\">Das Gymnasium ist &ldquo;entzaubert&rdquo;, aber alternativlos f&uuml;r Eltern der &ldquo;sozialen Mitte&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23797#h19\">Ungarn: Orb&aacute;n zieht umstrittene&nbsp;Internetsteuer zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23797#h20\">Graham E. Fuller: Unser Mann in Damaskus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23797#h21\">Obama, das Wahlkampfhindernis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23797#h22\">Tea Party: Revolution im Maisfeld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23797#h23\">Forscher: Journalisten haben Nachholbedarf beim Leserdialog<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23797#h24\">&bdquo;Initiative gegen Total&uuml;berwachung&ldquo; in K&ouml;ln gegr&uuml;ndet<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23797&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Tarifeinheit entzweit DGB-Gewerkschaften<\/strong><br>\nEigentlich will die Bundesregierung die Macht der kleinen Gewerkschaften beschr&auml;nken. Doch nun sorgt der Gesetzesentwurf von SPD-Arbeitsministerin Nahles f&uuml;r heftigen &Auml;rger beim m&auml;chtigen DGB: W&auml;hrend die IG Metall den schwarz-roten Vorsto&szlig; unterst&uuml;tzt, ist Verdi dagegen (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft\/gesetzentwurf-tarifeinheit-entzweit-dgb-gewerkschaften,10808230,28889460.html\">Karl Doemens in der BZ online<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar von Volker Bahl auf LabourNet:<\/strong> &ldquo;Und das traurige Los des DGB-Vorsitzenden Reiner Hoffmann, denn das oberste Beschlussorgan des DGB, der DGB-Bundeskongress hatte noch im Mai diesen Jahres mehrheitlich beschlossen, das Regierungsprojekt zur Streikrechtseinschr&auml;nkung durch eine Tarifeinheit abzulehnen. (Vgl. in der <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/?p=58853\">Mitte der Seite 4<\/a>) Und gleichzeitig wird das neoliberale Diktum der Lohnsenkung f&uuml;r Deutschland &ndash; im Rattenrennen um die g&uuml;nstigsten Kosten in der Eurozone immer zu Lasten der Arbeitnehmer &nbsp;&ndash; in einer weiteren Stufe durchgezogen (vgl. das Ende (auch mit dem letzten Link) &ldquo;deshalb ist jetzt Frankreich dran, weil dort die Verhandlungsmacht der Gewerkschaften bisher <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/?p=68000\">noch besser war<\/a>&rdquo;)&rdquo;.<\/em><\/p>\n<p><em>Eine sehr gute Frage eines LabourNet-Lesers: &ldquo;Von einem Kollegen, der sich auf Andrea Nahles einlassen will, w&uuml;rde ich gern wissen, warum er nicht die Gewerkschaft favorisieren will, die den besten Tarifvertrag hat, statt die mit den meisten Mitgliedern. Bisher ging es doch bei Tarifverhandlungen um die besten L&ouml;hne. Warum geht es jetzt darum, wer die meisten Mitglieder hat?<\/em><\/p>\n<p>Hier noch der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/141031_Entwurf_Tarifeinheit.pdf\">Referentenentwurf eines Gesetzes zur Regelung der Tarifeinheit [PDF]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Russische Kampfjets &uuml;ber Europa &ndash; Erler: Keine reine Provokation<\/strong><br>\nDer SPD-Au&szlig;enpolitiker Gernot Erler hat die zur&uuml;ckhaltende Reaktion der Bundesregierung auf die russischen Milit&auml;rman&ouml;ver im europ&auml;ischen Luftraum gelobt. Erler sagte im DLF, das Verhalten Moskaus sei nicht nur als Provokation zu verstehen, sondern auch als Reaktion auf das Verhalten der NATO im Ukraine-Konflikt&hellip;<br>\nDer Russlandbeauftragte der Bundesregierung gab aber auch zu bedenken, dass die Man&ouml;ver keine reine Provokation von Russland seien, sondern auch eine Reaktion Moskaus auf die NATO-Aktivit&auml;ten der vergangenen Monate. Auch das westliche Milit&auml;rb&uuml;ndnis habe mehr &Uuml;bungen als sonst an der Grenze zu Russland abgehalten und mehr Truppen in diese Regionen geschickt oder angek&uuml;ndigt, dies zu tun, sagte Erler.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/russische-kampfjets-ueber-europa-erler-keine-reine.694.de.html?dram:article_id=301867&amp;dram:audio_id=319998&amp;dram:play=1\">DLF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wie schreibt doch Gabor Steingart, der Herausgeber des Handelsblatts in seinem Morningbriefing: &bdquo;au&szlig;erhalb des Hoheitsgebietes der Nato drehen russische Kampfjets ihre Runden &ndash; und die Nato versetzt uns in emotionale Alarmbereitschaft. Zeitgleich buhlen ein US-R&uuml;stungskonzern und die Airbus Group um einen Milliardenauftrag der Bundeswehr f&uuml;r ein neues Luftabwehrsystem, das Kampfjets vom Himmel holen soll. Es gibt Zuf&auml;lle, die sind so zuf&auml;llig, dass sie auff&auml;llig sind.&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die Zukunft der Abr&uuml;stung<\/strong><br>\nEhrlich gesagt k&ouml;nnte das Nachdenken &uuml;ber Abr&uuml;stung mich in tiefste Depressionen st&uuml;rzen. Wohin ich auch sehe, schl&auml;gt mir massive Aufr&uuml;stung entgegen, und von Abr&uuml;stung ist weit und breit nichts zu sehen: hemmungslose Waffenexporte, die Entwicklung neuer Waffensysteme, ein v&ouml;llig festgefahrener Abr&uuml;stungsprozess bei den Vereinten Nationen, und jetzt auch noch die Diskussion um noch h&ouml;here Milit&auml;rausgaben der NATO.<br>\nWie konnte es dazu kommen und was ist aus dem gro&szlig;en Abr&uuml;stungsschwung der 1990er Jahre geworden?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.prager-fruehling-magazin.de\/de\/article\/1165.die-zukunft-der-abr%C3%BCstung.html\">Jan van Aken in prager fr&uuml;hling<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ukraine-Konflikt aus Putins Sicht: Der Westen ist schuld!<\/strong><br>\nDie Krim-Annexion? Vergleichbar mit der deutschen Wiedervereinigung. Die Maidan-Proteste? Vom Westen inszeniert: Viele Russen haben eine komplett andere Sicht auf die Ereignisse in der Ukraine. Das hat drastische Folgen.<br>\nDie russische Version in K&uuml;rze: Die Proteste auf dem Maidan? Keine ukrainische Demokratiebewegung, sondern ein vom Westen provozierter, faschistischer Sturz der Regierung. Die Krim? Keine Annexion durch einen V&ouml;lkerrechtsbruch, sondern ein demokratischer Prozess. Der Abschuss des Passagierflugs MH17? Nicht die pro-prussischen Separatisten, Schuld daran tragen die ukrainische Regierung und die USA. Der Krieg in der Ostukraine? Keine Aggression Putins, sondern ein V&ouml;lkermord des ukrainischen Milit&auml;rs an Russen&hellip;<br>\nWer hierzulande diese Schl&uuml;sselereignisse des Ukrainekonflikts so interpretiert, wird schnell in die Ecke der &bdquo;Verschw&ouml;rungstheoretiker&ldquo; gedr&auml;ngt oder als &bdquo;Putin-Versteher&ldquo; verspottet. In Russland dagegen sind solche Meinungen in weiten Teilen der Bev&ouml;lkerung das, was wir in Deutschland &bdquo;alternativlos&ldquo; nennen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/ukraine-konflikt-aus-putins-sicht-der-westen-ist-schuld\/10909336.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es ist interessant, dass gerade ein Wirtschaftsblatt die russische Perspektive schildert. Die Meinungsbildung in Russland wird nat&uuml;rlich genauso von den Medien gepr&auml;gt, wie im Westen. Die Position des jeweils anderen erst einmal zur Kenntnis zu nehmen, ist der erste Schritt um in einen Dialog zu kommen. Anders lassen sich Tatsachen und Vorurteile nicht auseinanderdividieren. Es w&auml;re Aufgabe einer Diplomatie der Verst&auml;ndigung auf die Wahrnehmung und die Sorgen der anderen Seite einzugehen und sie gegebenenfalls zu entkr&auml;ften bzw. durch praktisches Handeln zu demonstrieren, dass die &Auml;ngste nicht begr&uuml;ndet sind.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Russland und Ukraine einigen sich &ndash; Streit ums Gas ist beendet<\/strong><br>\nKiew zahlt bis Jahresende einen Gro&szlig;teil seiner Schulden an Moskau zur&uuml;ck, der Kreml sichert einen fairen Preis f&uuml;r neue Lieferungen zu. Russlands Energieriese Gazprom begr&uuml;&szlig;te die Einigung und hofft nun nach eigenen Angaben auf &ldquo;konstruktivere Beziehungen&rdquo;&hellip;<br>\n&Uuml;ber drei Milliarden US-Dollar flie&szlig;en in den n&auml;chsten Wochen nach Moskau. Russland sicherte im Gegenzug einen &ndash; nach Ansicht der EU &ndash; fairen Preis zu: 1000 Kubikmeter Gas sollen zun&auml;chst rund 380 US-Dollar kosten&hellip;<br>\nEinzige Bedingung: Kiew muss in Vorkasse gehen, so Russlands Energieminister Alexander Nowak: &ldquo;Das ist unser Beitrag zu dem Kompromiss, damit es zu einer stabileren Lage in der Ukraine kommt, es im Herbst und Winter keine Schwierigkeiten gibt und die Lieferungen an die europ&auml;ischen Verbraucher stabil gehalten werden k&ouml;nnen.&rdquo;\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/141031_hdt2_05.jpg\" alt=\"Russland und Ukraine einigen sich - Streit ums Gas ist beendet\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/gasstreit-russland-ukraine-105.html\">Tagesschau.de<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Georg Diez: Wir m&uuml;ssen den Hass verstehen lernen<\/strong><br>\nEs gibt einen blinden Fleck im Reden &uuml;ber Terror, Angst und IS, und das ist der Hass auf den Westen, den der Westen nicht verstehen will.&nbsp; &ldquo;Dass viele junge Menschen, die in Europa und Deutschland sozialisiert worden sind, die etwas von Menschenw&uuml;rde und von Achtung und Respekt gelernt haben sollten, sich so schnell radikalisieren und dann das Leben anderer und ihr eigenes Leben wegwerfen&rdquo;, sagt Bundesinnenminister Thomas de Maizi&egrave;re, &ldquo;das ist eine unvorstellbare Aktion&rdquo;. Warum aber &ldquo;unvorstellbar&rdquo;, ein merkw&uuml;rdiges Wort, es ist ja passiert, gerade diese Woche, der Attent&auml;ter von Ottawa, die drei jungen Frauen aus den USA auf dem Weg nach Syrien zu IS; und es wird wieder passieren. Und ein paar der m&ouml;glichen Erkl&auml;rungen hat de Maizi&egrave;re auch gleich selbst benannt: Menschenw&uuml;rde, Achtung und Respekt kann man eventuell nicht so gut &ldquo;lernen&rdquo;, wenn man sie nicht erlebt, weil man sich unwillkommen, ausgegrenzt, an den Rand gedr&auml;ngt f&uuml;hlt. Das passiert in westlichen Gesellschaften nicht nur mit Einwanderern und Fl&uuml;chtlingen, die fremd bleiben und mit Misstrauen beladen werden und die in Fussballstadien gepfercht werden und &uuml;ber Maschendrahtz&auml;une klettern in Melilla oder im Mittelmeer ertrinken. Das passiert global, wenn der &ldquo;Rest der Welt&rdquo; dazu da ist, sich nach den Interessen des Westens zu richten, und wenn diese Interessen es wollen, dann werden eben L&auml;nder zerst&ouml;rt, Diktaturen unterst&uuml;tzt, Volksgruppen geopfert.<br>\nDer Westen, das ist seine Art und seine Begr&uuml;ndung, geht davon aus, dass er das historische Recht auf seiner Seite hat: Der Fortschritt ist sein Versprechen, die Freiheit ist sein Wesen. Die Realit&auml;t schaut etwas anders aus &ndash; und angesichts der so grunds&auml;tzlichen Konfrontation mit den Feinden der Moderne w&auml;re gerade jetzt der richtige Zeitpunkt, auch f&uuml;r Politiker wie de Maizi&egrave;re, das Verh&auml;ltnis von den Versprechen und den Verbrechen des Westens in ein richtiges Ma&szlig; zu bringen. Oder kann man das nicht erwarten? Politiker, die nachdenken, bevor sie reden? Journalismus, der aufkl&auml;rt, statt Angst zu machen? Sie w&uuml;rden den Westen trotzdem hassen, die Attent&auml;ter und Amokl&auml;ufer, die Hassprediger und Homophoben, Frauenfeinde und Freiheitsfeinde &ndash; aber aus den richtigen, also den falschen Gr&uuml;nden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/georg-diez-ueber-den-hass-auf-den-westen-und-die-angst-vor-dem-terror-a-999113.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Habermas &uuml;ber Frankreich und Deutschland: &bdquo;Beziehungen waren noch nie so miserabel&ldquo;<\/strong><br>\nJ&uuml;rgen Habermas f&auml;llt in der deutschen Botschaft in Paris ein undiplomatisches Urteil &uuml;ber das Verh&auml;ltnis der Nachbarl&auml;nder. F&uuml;r die Probleme macht der Philosoph vor allem Deutschland verantwortlich &ndash; aber nicht nur&hellip;<br>\nSeine kurze Ansprache f&auml;llt allerdings anders aus, als die meisten Anwesenden es wohl erwartet hatten: keine erhaben-abgehobenen Gedanken, sondern politischer Klartext, kurz und verletzend. &bdquo;Ich war 1953 zum ersten Mal in Paris, leider muss ich feststellen, dass seit 60 Jahren die Beziehungen noch nie so miserabel waren wie jetzt.&ldquo;&hellip;<br>\n&bdquo;Der Schl&uuml;ssel f&uuml;r Fortschritte in Europa liegt in Deutschland, aber seit Jahren ist die Bundesregierung nicht dazu bereit, sich zu bewegen.&ldquo; Deutschland solle &bdquo;vorschlagen, dass wir meinethalben in f&uuml;nf Jahren eine echte Wirtschaftsregierung haben, aber nur unter der Voraussetzung, dass Frankreich sich bewegt und dazu bereit ist, Souver&auml;nit&auml;tsrechte zu &uuml;bertragen.&ldquo;<br>\nHabermas sieht die Schuld f&uuml;r das Stagnieren der europ&auml;ischen Einigung nicht allein in Berlin, sondern auch im franz&ouml;sischen Pr&auml;sidialsystem mit seinen nationalen Illusionen &ndash; aber er ist davon &uuml;berzeugt, dass vor allem, vielleicht nur Deutschland &uuml;ber den politischen Hebel verf&uuml;gt, diesen Zustand zu &uuml;berwinden. &bdquo;Doch Merkel interessiert sich nur f&uuml;r die n&auml;chste Wahl.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/habermas-ueber-frankreich-und-deutschland-beziehungen-waren-noch-nie-so-miserabel\/10914580.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Europarechtler prophezeit Scheitern der Maut<\/strong><br>\nWalther Michl ist Europarechtler an der juristischen Fakult&auml;t der Ludwig-Maximilians-Universit&auml;t M&uuml;nchen. Er hat im Juli in einem Beitrag f&uuml;r Verfassungsblog.de auf die europarechtlichen H&uuml;rden einer Ausl&auml;nder-Maut hingewiesen. Die neuesten Pl&auml;ne aus dem Hause Dobrindt sieht er &auml;hnlich kritisch.<br>\nDem Ziel, die Maut europarechtskonform auszugestalten, w&uuml;rde er nur n&auml;her kommen, wenn die Berechnung der k&uuml;nftigen KfZ-Steuer erkennbar unabh&auml;ngig ist von der H&ouml;he der Maut&hellip;<br>\nWenn ich eine Regelung erlassen m&ouml;chte, die diesen Eindruck kaschieren soll, dann hilft es nicht, vorher gro&szlig; dar&uuml;ber zu reden, dass die Regelung allein dazu da ist, diesen Eindruck zu kaschieren. Damit l&auml;sst sich normalerweise schon die EU-Kommission nicht beeindrucken. Der EuGH wird aber sicher andere Ma&szlig;st&auml;be&nbsp;ansetzen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/auto\/auslaender-maut-und-diskriminierung-europarechtler-prophezeit-scheitern-der-maut-1.2198924\">SZ<\/a>\n<p>Dazu: <strong>Dobrindts Infrastrukturabgabe: Es ist ein M&auml;utchen!<\/strong><br>\nDobrindt geht davon aus, dass seine Maut dem Bund j&auml;hrlich rund 500 Millionen Euro bringen wird, die in die Infrastruktur investiert werden sollen. Um die zuletzt bedrohlich geschrumpften Einnahmekalkulationen &ndash; Dobrindt selbst hatte j&uuml;ngst von mehr als 300 Millionen gesprochen &ndash; wieder etwas aufzupumpen, hat der Minister seinen Gesetzentwurf noch einmal ver&auml;ndert (Lesen Sie hier die wichtigsten Fakten zur geplanten Pkw-Maut)&hellip;<br>\nKritiker bleiben dabei: Dobrindts Maut wird maximal ein M&auml;utchen. Beim Automobilklub ADAC glaubt man, dass &ldquo;netto nichts &uuml;brig bleiben&rdquo; wird &ndash; wegen der komplizierten Kompensation f&uuml;r deutsche Autofahrer &uuml;ber die Kfz-Steuer. &ldquo;Wenn ich 93 Prozent der Autofahrer vollumf&auml;nglich kompensiere, ist es auch kein Wunder, dass keine relevanten Mehreinnahmen zustande kommen&rdquo;, sagte ADAC-Verkehrsexperte J&uuml;rgen Albrecht. Denn daf&uuml;r sei ein gro&szlig;er Verwaltungsapparat notwendig.<br>\nDie Opposition spricht von &ldquo;Murks&rdquo; und einem &ldquo;b&uuml;rokratischen Monster&rdquo;. Dobrindts schleswig-holsteinischer SPD-Amtskollege Reinhard Meyer wundert sich, dass eine Maut allein f&uuml;r Autobahnen noch 500 Millionen bringen soll, wenn zuvor eine Erhebung f&uuml;r alle Stra&szlig;en in Deutschland 600 Millionen Euro in die Kasse sp&uuml;len sollte: &ldquo;Ich f&uuml;rchte, Herr Dobrindt rechnet sich die Sache sch&ouml;n.&rdquo; Vor Wochen hatte der SPIEGEL berichtet, dass Bundfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) sogar vor einem Minusgesch&auml;ft bei der Maut warnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/pkw-maut-ein-flop-dobrindt-plaene-ernten-viel-kritik-a-1000142.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article133801329\/Die-Pkw-Maut-kommt-aber-ganz-anders-als-gedacht.html\">&bdquo;Welt&ldquo; erkl&auml;rt<\/a>, was Dobrindt vor hat. Aber vielleicht geht es ja gar nicht mehr ums Geld, sondern vor allem um die elektronische &Uuml;berwachung des Verkehrs.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Einzelhandelsumsatz im September 2014 real um 2,3&nbsp;% h&ouml;her als im September&nbsp;2013<\/strong><br>\nDie Einzelhandelsunternehmen in Deutschland setzten im September 2014 nach vorl&auml;ufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) real 2,3&nbsp;% und nominal 2,9&nbsp;% mehr um als im September 2013. Allerdings hatte der September 2014 mit 26 Verkaufstagen einen Verkaufstag mehr als der September 2013. Im Vergleich zum August 2014 lag der Umsatz im September 2014 kalender- und saisonbereinigt real um 3,2&nbsp;% und nominal um 2,9&nbsp;% niedriger. Dies ist der h&ouml;chste reale und nominale R&uuml;ckgang gegen&uuml;ber dem Vormonat seit Mai 2007 (real und nominal jeweils &ndash;&nbsp;3,7&nbsp;%).&nbsp;<br>\nDer Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getr&auml;nken und Tabakwaren setzte im September 2014 real 4,2&nbsp;% und nominal 5,2&nbsp;% mehr um als im September 2013. Dabei lag der Umsatz bei den Superm&auml;rkten, SB-Warenh&auml;usern und Verbraucherm&auml;rkten real um 4,3&nbsp;% und nominal um 5,4&nbsp;% h&ouml;her als im Vorjahresmonat. Im Facheinzelhandel mit Lebensmitteln wurde real 2,2&nbsp;% und nominal 3,5&nbsp;% mehr umgesetzt als im September 2013.&nbsp;<br>\nIm Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln lagen die Ums&auml;tze real 1,0&nbsp;% und nominal 1,4&nbsp;% &uuml;ber den Werten des Vorjahresmonats. Dieses moderate Wachstum wurde erreicht, obwohl der Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren einen deutlichen Umsatzr&uuml;ckgang von real &ndash; 7,3&nbsp;% und nominal &ndash; 5,7&nbsp;% hinnehmen musste.&nbsp;<br>\nVon Januar bis September 2014 wurde im deutschen Einzelhandel real 1,3&nbsp;% und nominal 1,8&nbsp;% mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum umgesetzt.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/141031_hdt2_09.png\" alt=\"Einzelhandelsumsatz im September 2014 real um 2,3&nbsp;% h&ouml;her als im September&nbsp;2013\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2014\/10\/PD14_381_45212.html\">destatis.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die &Uuml;berschrift &uuml;ber die Meldung des Statistischen Besch&ouml;nigungsamtes h&auml;tte auch lauten k&ouml;nnen, &bdquo;Einbruch bei den Einzelhandelsums&auml;tzen im September&ldquo; oder wie der DLF in den Nachrichten berichetet: &bdquo;Einzelhandel mit st&auml;rkstem Umatzeinbruch seit sieben Jahren&ldquo;. Die Konsumenten haben zu wenig Geld in der Tasche und sie warten offenbar auf fallende Preise, ein weiteres Warnsignal f&uuml;r rezessive und deflatorische Tendenzen. Wie sollen angesichts stagnierender oder gar sinkender Einzelhandelsums&auml;tze (siehe den Kurvenverlauf in der Grafik) die sinkenden Exporte ausgeglichen werden? Nichts ist es mit der &bdquo;Wachstumslokomotive&ldquo; Deutschland, nichts ist es mit der Behauptung von Regierung und Sachverst&auml;ndigenrat, dass die Konjunktur von der Binnennachfrage getragen werde. Siehe nochmals Flassbeck <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/der-deutsche-einzelhandel-tote-hose-seit-1994-und-warum-das-allen-agenda-2010-jubel-unmittelbar-widerlegt\/\">&bdquo;Der deutsche Einzelhandel: Tote Hose seit 1994 &ndash; und warum das allen Agenda 2010-Jubel unmittelbar widerlegt&ldquo;<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung JB:<\/strong> Seltsam, seltsam, dabei hatte die GfK doch vor nicht einmal einer Woche <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/news\/konsumforscher-ueberrascht-deutsche-lassen-sich-die-kauflaune-nicht-vermiesen-2147602.html\">frohlockt<\/a>, dass die &bdquo;Deutschen sich die Kauflaune nicht vermiesen lassen&ldquo; und der &bdquo;Abw&auml;rtstrend beim Konsumklima&ldquo; gestoppt sei. Ein weiterer Fall der sehr langen <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22163\">Pleiten-Pech-und-Pannen-Serie<\/a> der GfK.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Sinkende Staatseinnahmen &ndash; Wackelt jetzt die schwarze Null?<\/strong><br>\nJetzt schw&auml;chelt die Wirtschaft und in die Staatskassen flie&szlig;t weniger Geld, hat die F.A.Z. aus dem Kreis der Steuersch&auml;tzer erfahren&hellip;<br>\nDie f&uuml;r n&auml;chstes Jahr erwartete Korrektur reicht von etwa einer Milliarde bis zu einem mittleren einstelligen Milliardenbetrag. F&uuml;r den Bundesfinanzminister hie&szlig;e dies, im besten Fall f&auml;llt 2015 ein dreistelliger Millionenbetrag aus, im schlechten Fall fehlen ihm eher zwei Milliarden Euro&hellip;<br>\nDie schw&auml;chere Konjunktur d&uuml;rfte sich wiederum in der veranlagten Einkommensteuer und K&ouml;rperschaftsteuer niederschlagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/konjunktur\/wirtschaftsschwaeche-koennte-fuer-milliardenloch-im-haushalt-sorgen-13237569.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Und wenn das Dogma der &bdquo;schwarzen Null&ldquo; wackelt, wird man eben wieder einmal ein paar &bdquo;Strukturreformen&ldquo; machen, und das hei&szlig;t, Transferleistungen k&uuml;rzen, staatliche Aufgaben privatisieren, kurz: die Dosis der neoliberalen Medizin erh&ouml;hen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Unfaire EU-Bankenabgabe k&ouml;nnte NRW-Bank Millionen kosten und F&ouml;rderauftrag gef&auml;hrden<\/strong><br>\nNach monatelangen Verhandlungen hat die EU-Kommission am letzten Dienstag zwei Rechtsakte vorgelegt, die die Berechnungsgrundlagen f&uuml;r die neue europ&auml;ische Bankenabgabe regeln. Die neue Bankenabgabe wird auch von den F&ouml;rderbanken der Bundesl&auml;nder erhoben. Von der deutschen Bankenabgabe waren sie dagegen befreit. Die Kreditanstalt f&uuml;r Wiederaufbau (KfW) des Bundes ist dagegen nicht erfasst&hellip;<br>\nDazu erkl&auml;rt Sven Giegold, wirtschafts- und finanzpolitischer Sprecher der Gr&uuml;nen im Europaparlament:<br>\n&ldquo;Mit der EU-Bankenabgabe werden ausgerechnet F&ouml;rderbanken und andere risikoarme Banken geschr&ouml;pft. Es ist widerspr&uuml;chlich, dass etwa die NRW-Bank in einen europ&auml;ischen Abwicklungsfonds einzahlen soll, von dem sie niemals direkt profitieren kann. Nordrhein-Westfalen ist gesetzlich verpflichtet, f&uuml;r die NRW-Bank einzustehen. Gew&auml;hrtr&auml;gerhaftung und Anstaltslast machen die NRW-Bank grunds&auml;tzlich nicht abwicklungsf&auml;hig.<br>\nAuch die H&ouml;he der verlangten Beitr&auml;ge ist eine Frechheit.<br>\nRisikoverliebte Banken, die mit Milliardenbetr&auml;gen spekulieren, zahlen pro Bilanzeinheit maximal das Doppelte als eine Bank, die solide die Realwirtschaft finanziert. Damit sollen die F&ouml;rderbanken der L&auml;nder wie auch Sparkassen und Genossenschaftsbanken die risikobehafteten Gesch&auml;ftsmodelle von Deutscher Bank, BNP Paribas und anderer Investmentbanken subventionieren. Alleine auf die NRW-Bank kommen in den n&auml;chsten acht Jahren rund 40 Millionen Euro j&auml;hrlich zu.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sven-giegold.de\/2014\/bankenabgabe-nrw-bank\/\">Sven Giegold<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&bdquo;Kosteneffizient bleiben?&ldquo; Erster Kommentar zum Gr&uuml;nbuch des BMWi<\/strong><br>\nTats&auml;chlich geht es im Gr&uuml;nbuch &ndash; wie bei einer ersten Lekt&uuml;re klar wird &ndash; eher darum, das k&uuml;nftige Stromversorgungs- und &ndash;verbrauchs-System, das  nach Vorgabe der Energiewende weiter umgebaut  werden soll,  so zu gestalten, dass dabei die &bdquo;Sicherheit&ldquo; auf hohem Niveau  gew&auml;hrleistet und eine m&ouml;glichst hohe &bdquo;Kosteneffizienz&ldquo; erreicht wird, durch Abbau bestehender Ineffizienzen und Nutzung neuer technischer und wirtschaftlicher  Optionen u.a.m.  Wenn man das als Zielfunktion formulieren wollte:  bei vorgegebenen Umweltvertr&auml;glichkeits- (sprich Energiewende-) Zielen und Erhaltung des Sicherheitsniveaus soll die Kosteneffizienz maximiert werden. Der Treiber der Vorschl&auml;ge zur Optimierung des Systems ist also die Kosteneffizienz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.elsud.net\/2014\/10\/31\/kosteneffizient-bleiben-erster-kommentar-zum-gr%C3%BCnbuch-des-bmwi\/\">elsud<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Fahnder-Legende jagt Milliarden-Betr&uuml;ger<\/strong><br>\nBanken und Investoren sollen den Staat mit einem Trick um Milliarden geprellt haben. Jetzt holen Nordrhein-Westfalens Steuerfahnder zum gro&szlig;en Schlag gegen Cum-Ex-Betr&uuml;ger aus. Vor dem Chef der Wuppertaler Beh&ouml;rde m&uuml;ssen sich die Kriminellen in Acht nehmen. [&hellip;]<br>\nDas Finanzamt f&uuml;r Steuerstrafsachen und Steuerfahndung Wuppertal liegt im Stadtteil Barmen an einer stillgelegten Trasse der Schwebebahn. Ein grauer Kasten, f&uuml;r den der Begriff Zweckbau eine besch&ouml;nigende Umschreibung w&auml;re. Im sechsten Stock sitzt der Chef der Beh&ouml;rde.<br>\nEr hei&szlig;t Peter B., m&ouml;chte seinen Namen nicht ausgeschrieben in der Zeitung lesen und ist unter den 2600 Steuerfahndern im Land eine Legende. Ganz gro&szlig;e F&auml;lle der letzten drei Jahrzehnte hat er mit einem verschworenen Team aufgerollt. Der Jurist gilt als &auml;u&szlig;erst kreativ, sehr eigenwillig und verf&uuml;gt &uuml;ber beste Kontakte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/geld\/steuerbetrug-fahnder-legende-jagt-milliarden-betrueger-1.2198432\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Nazi-Netzwerk NSU<\/strong><br>\n&ldquo;Der NSU war nach dem Ergebnis der Ermittlungen stets eine singul&auml;re Vereinigung aus drei Personen&rdquo;, sagt der Generalbundesanwalt. Doch Strategie und Taten des Nationalsozialistischen Untergrunds waren alles andere als isoliert und einzigartig.<br>\nRechte Terrorakte gab es in der Vergangenheit in ganz Europa und den USA. Folgt man den Spuren des Terrors, st&ouml;&szlig;t man immer wieder auf das nationalsozialistische Netzwerk &ldquo;Blood &amp; Honour&rdquo;. Zum harten Kern z&auml;hlten &ndash; laut Ermittlern &ndash; auch die sp&auml;teren NSU-Terroristen Uwe Mundlos, Uwe B&ouml;nhardt und Beate Zsch&auml;pe. Doch Vernetzungen spielen bei der Aufarbeitung der NSU-Morde kaum eine Rolle. Stattdessen verfolgen die Beh&ouml;rden lediglich die &ldquo;erweiterte Einzelt&auml;tertheorie&rdquo;. Werden die terroristischen Gefahren von rechts schon wieder untersch&auml;tzt?<br>\nDas Feature wird bei ARD.de zum Download angeboten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/sendungen\/dok5\/nazinetzwerknsu100.html\">WDR5<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Hooligans: Die gro&szlig;e Verharmlosung<\/strong><br>\nDer Aufmarsch der &ldquo;Hooligans gegen Salafisten&rdquo; (HoGeSa) am vergangenen Sonntag in K&ouml;ln war mit 4.800 Teilnehmern eine der gr&ouml;&szlig;ten Demonstrationen der extremen Rechten innerhalb der vergangenen zehn Jahre. An den Reaktionen von Medien und Politik, aber auch an der v&ouml;llig unzureichenden Vorbereitung der Polizei zeigte sich eine erschreckende Ahnungslosigkeit &uuml;ber den Charakter dieser Veranstaltung. Doch was h&auml;tte man anderes erwarten k&ouml;nnen, wenn sich eine per se gewaltbereite Hooliganszene mit rechten Ideologen verbindet, als eine aggressive Artikulation von Nationalismus und Rassismus? &Uuml;berraschend, selbst f&uuml;r viele Szenekenner, war lediglich die Masse der Teilnehmer an der ausschlie&szlig;lich &uuml;ber soziale Netzwerke beworbenen Veranstaltung.<br>\nEin erschreckendes Beispiel f&uuml;r die Naivit&auml;t vieler Beobachter bot ausgerechnet Bundesinnenminister Thomas de Maizi&egrave;re (CDU), als er den Teilnehmern in einem ARD-Interview unterstellte, dass f&uuml;r sie &ldquo;Politik nur ein Vehikel ist, um eine Massenschl&auml;gerei anzuzetteln&rdquo;. Damit verkennt er den explizit politischen Charakter, der sich auf den Stra&szlig;en rund um den K&ouml;lner Hauptbahnhof zeigte, und wiederholt damit den Kardinalfehler der Politik im Umgang mit Rechtsextremismus: seine Verharmlosung. Schon bei oberfl&auml;chlicher Betrachtung h&auml;tte auffallen m&uuml;ssen, dass sich das braune Spektrum dort in ganzer Breite zeigte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2014%2F10%2F31%2Fa0105&amp;cHash=c03d3aba21a99c486c029da8bded1a3f\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Vertretung n&uuml;tzt Patienten<\/strong><br>\nGewerkschaften sind in erster Linie dazu da, sich f&uuml;r die Interessen von Arbeitnehmern einzusetzen. Wie sich dieser Einsatz auf die Arbeitsleistung auswirkt, haben Arindrajit Dube von der University of Massachusetts Amherst, Ethan Kaplan von der University of Maryland College Park und Owen Thompson von der University of Wisconsin Milwaukee am Beispiel von Krankenschwestern empirisch untersucht. Das Ergebnis: Klinikbesch&auml;ftigte, die von einer Gewerkschaft vertreten werden, leisten bessere Arbeit, die sich positiv auf die Gesundheit ihrer Patienten auswirkt. &hellip; Als Erkl&auml;rung f&uuml;r ihren Befund verweisen Dube, Kaplan und Thompson zum einen auf die h&ouml;heren L&ouml;hne, die Gewerkschaften in der Regel durchsetzen und die zu mehr Motivation beitragen. Zum anderen d&uuml;rfte auch das Gef&uuml;hl, mehr mitbestimmen zu k&ouml;nnen, nach ihrer Einsch&auml;tzung die Arbeitsmoral positiv beeinflussen. Zugleich sinke erfahrungsgem&auml;&szlig; die Fluktuationsrate. Dar&uuml;ber hinaus seien Gewerkschaften oft in der Lage, Verbesserungen beim Personalschl&uuml;ssel und der Arbeitsbelastung durchzusetzen. Dadurch h&auml;tten die Krankenschwestern mehr Zeit f&uuml;r den einzelnen Patienten und seien weniger ersch&ouml;pft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/51553_51560.htm\">Boeckler Impuls&#8232;<\/a>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/141031_hdt2_16.jpg\" alt=\"Vertretung n&uuml;tzt Patienten\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/hbs_showpicture.htm?id=51564&amp;chunk=1%E2%80%A8\">Boeckler Impuls&#8232;<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Im Grunde liegt es auf der Hand, dass Arbeitnehmer, die &uuml;ber ihre Arbeitsbedingungen mitbestimmen k&ouml;nnen &ndash; der Lohn ist nur ein Aspekt &ndash; effektiver, <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/51553_51561.htm\">produktiver<\/a>, und innovativer arbeiten. Genauso wie es auf der Hand liegt, dass eine gerechtere Gesellschaft auch &ouml;konomisch eine bessere Performance hinlegt. Es ist geradezu ersch&uuml;tternd, dass die Vertreter des Gemeinwesens, die Politiker, aber genauso die Vertreter des Kapitals nicht zu der Klugheit vordringen, dieses Auf-der-Hand-liegende umzusetzen. Umso schlimmer, dass, wenn diese Alltagseinsichten &ndash; obwohl eigentlich unn&ouml;tig &ndash; wissenschaftlich untermauert werden, nicht in die Hirne der Verantwortlichen dringen. Wir wissen aus der Geschichte und ebenso aus unmittelbarer Beobachtung heute, dass Sklavenhaltergesellschaften h&ouml;chst ineffizient sind und den Keim des Untergangs in sich tragen. Und dennoch k&ouml;nnen wir ausgehend von der Dritten Welt bis in die hochentwickelten Industrienationen seitens der herrschenden Kapitalfraktion die Zunahme einer Sklavenhaltermentalit&auml;t beobachten. Es ist abzusehen, dass die Sklavenhalter der Moderne und damit auch ihre Gesellschaften &ndash; also wir &ndash; so in den Abgrund taumeln. Allerorten wirkt im Namen eines fragw&uuml;rdigen Wettbewerbsbegriffs zunehmend die schlichte Ratio: Kostensparen bei der Masse der Arbeitnehmer gleich mehr Gewinn. Nat&uuml;rlich werden die Capos dieses Systems je asozialer der Gewinn desto mehr belohnt. Und die von Mittelm&auml;&szlig;igkeit gepr&auml;gte Politikerkaste folgt, wenn sie nicht von vornherein korrumpiert ist, als dienstbarer Geist solch tumben &ndash; pers&ouml;nlich vielversprechenden &ndash; den Ruin der Nationen bewirkenden Parolen. Nat&uuml;rlich gehen solche Rechnungen f&uuml;r den Einzelnen oft genug kurzfristig auf &ndash; und diese Generation hat f&uuml;r ein Leben ausgesorgt -, aber dieses System geht, wenn es bei diesen Verh&auml;ltnissen bleibt. den Bach hinunter. &ndash; Ich entschuldige mich bei den Herren Wissenschaftlern (oben), deren Arbeit ich nicht schm&auml;lern m&ouml;chte, f&uuml;r meine einfachen und etwas emotional gef&auml;rbten Ausf&uuml;hrungen. Die Kapitalfraktion (also inklusive Politiker) wird diesen Text sowieso nicht zu Gesicht bekommen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Volker Gerhardt: T&auml;tiger Widerspruch &ndash; &Uuml;ber die Bologna-Reform und ihre Folgen<\/strong><br>\nWer &uuml;ber viele Jahrzehnte an deutschen Universit&auml;ten gelehrt und geforscht hat, hat in diesen Jahren viele Reformen erlebt. Die weitreichendste Reform, die auch die Grundlagen der Universit&auml;t ber&uuml;hrt, ist die Bologna-Reform. Hat diese das Zeug, den deutschen Universit&auml;ten den Geist auszutreiben?&hellip;<br>\nKaum etwas belebt mich so nachhaltig wie die Zusammenarbeit mit Studierenden. Aber die Belastungen, die in der Folge der Bologna-Reform auf jeden zukommen, der Vorlesungen h&auml;lt oder Seminare anbietet, sind so grotesk, dass jedes Interesse an der Lehre verloren geht &ndash; es sei denn, man wollte nichts anderes als Lehrer, Gutachter, Pr&uuml;fer und Empfehlungsbriefschreiber sein. Kein Wunder, dass Forschungssemester auch von denen angestrebt werden, die weder die Neigung noch die Ausdauer zur Forschung haben&hellip;<br>\nJetzt aber hat die Studienreform nach dem Bologna-Modell das Zeug, den deutschen Universit&auml;ten den Geist auszutreiben, also eben das, was sie im neunzehnten und fr&uuml;hen zwanzigsten Jahrhundert zum Vorbild f&uuml;r anspruchsvolle Universit&auml;tsgr&uuml;ndungen in aller Welt gemacht hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.forschung-und-lehre.de\/wordpress\/?p=17321\">Forschung &amp; Lehre<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Das Gymnasium ist &ldquo;entzaubert&rdquo;, aber alternativlos f&uuml;r Eltern der &ldquo;sozialen Mitte&rdquo;<\/strong><br>\nEine sozialwissenschaftliche Studie zu &ldquo;Wahrnehmungen und Erfahrungen im Schulalltag von Eltern und Lehrern&rdquo; gibt wichtige Hinweise zum Schulwahlverhalten von Eltern. Sie gibt auch Aufschluss dar&uuml;ber, was Eltern der &ldquo;sozialen Mitte&rdquo; antreibt, sich f&uuml;r die R&uuml;ckkehr zu G9 vehement einzusetzen, und welchen Stellenwert die Inklusion f&uuml;r sie hat&hellip;<br>\nDie Studie stellt heraus, dass f&uuml;r Eltern aus den Milieus der &ldquo;sozialen Mitte&rdquo; das Gymnasium alternativlos ist, auch wenn sie G8 heftig kritisieren. Die Hauptschule oder eine Schulform, die aus der Zusammenlegung von Haupt- und Realschule hervorgeht, werden grunds&auml;tzlich abgelehnt. Als Gr&uuml;nde werden das schlechte soziale Umfeld und die damit verbundenen schlechteren Bildungs- und Berufschancen der Kinder angegeben&hellip;<br>\nAufschlussreich sind die Motive, denen laut Studie eine zunehmende Bedeutung bei der elterlichen Schulwahl zukommt und die sich mit der soziokulturellen Selektion am Gymnasium verbinden. Dazu stellt die Studie fest: &ldquo;Die zentralen Motive von Eltern aus gehobenen Milieus und auch aus der b&uuml;rgerlichen Mitte der Gesellschaft bei der Schulwahl sind Distinktion und soziale Homogenit&auml;t.&rdquo; Kinder aus der sozialen Unterschicht sollte es aus dieser Perspektive nach M&ouml;glichkeit an der Schule des eigenen Kindes nicht geben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/bildungsklick.de\/a\/92399\/das-gymnasium-ist-entzaubert-aber-alternativlos-fuer-eltern-der-sozialen-mitte\/\">Brigitte Schumann in bildungsklick<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Ungarn: Orb&aacute;n zieht umstrittene&nbsp;Internetsteuer zur&uuml;ck<\/strong><br>\nDie ungarische Regierung macht einen R&uuml;ckzieher: Nach massiven Protesten gegen eine geplante Internetsteuer hat Ministerpr&auml;sident Orb&aacute;n das Projekt nun gestoppt. Ein neuer Anlauf ist aber bereits angek&uuml;ndigt&hellip;<br>\nAm Sonntag und Dienstag hatten Tausende Menschen in Budapest gegen das Vorhaben der Regierung protestiert, mit Parolen wie &ldquo;He, Orb&aacute;n, hier spricht das ungarische Volk!&rdquo;, &ldquo;Wir lassen es nicht zu!&rdquo; und &ldquo;Orb&aacute;n, verschwinde!&rdquo;&hellip;<br>\nDie Regierungspl&auml;ne sahen eine Abgabe f&uuml;r Internetanbieter von 150 Forint (knapp 0,49 Euro) pro Gigabyte vor. Pro Monat sollten f&uuml;r Privatkunden maximal 700 Forint (rund 2,30 Euro) und f&uuml;r Gesch&auml;ftskunden maximal 5000 Forint (rund 16,50 Euro) f&auml;llig werden. Die zus&auml;tzlichen Einnahmen &ndash; laut Regierungsplan 80 bis 100 Millionen Euro pro Jahr &ndash; h&auml;tten angeblich in den Ausbau des ungarischen Breitbandinternets flie&szlig;en sollen&hellip;<br>\nGanz vom Tisch scheint die Internetsteuer trotzdem noch nicht zu sein: F&uuml;r das kommende Jahr k&uuml;ndigte Orb&aacute;n einen neuen Anlauf an, online generierte Ums&auml;tze zu besteuern&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/web\/internetsteuer-in-ungarn-orban-zieht-umstrittenes-projekt-zurueck-a-1000298.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Graham E. Fuller: Unser Mann in Damaskus<\/strong><br>\nDas Assad-Regime wird nicht fallen. Wir sollten gemeinsam mit ihm die Dschihadisten vertreiben.<br>\nW&uuml;rde sich Washington zuerst der Beendigung des syrischen B&uuml;rgerkriegs widmen, so w&auml;re das der wirkungsvollste Ansatz dazu, den Knoten im Nahen Osten zu entwirren.<br>\nNachdem die Volksbewegungen des Arabischen Fr&uuml;hlings die Regierungen in Tunesien, &Auml;gypten, Libyen und im Jemen gest&uuml;rzt hatten, sah es so aus, als sei das Assad-Regime in Syrien als N&auml;chstes an der Reihe. Die USA, die T&uuml;rkei, Saudi-Arabien und andere Staaten der Region wetteten darauf, dass ein kleiner Sto&szlig; von au&szlig;en ausreichen w&uuml;rde, um Assad zu Fall zu bringen &ndash; egal, wer genau ihm nachfolgen w&uuml;rde&hellip;.<br>\nAssad wird in absehbarer Zukunft nicht fallen. Er ist alles andere als ein idealer Herrscher, doch er denkt rational, f&uuml;hrt seit langem einen funktionierenden Staat und hat in Syrien die Unterst&uuml;tzung vieler, die sich zu Recht vor den m&ouml;glichen neuen Machthabern oder der Anarchie f&uuml;rchten, die nach seinem Sturz in Syrien herrschen k&ouml;nnten. Ungeachtet des neokonservativen Geschwafels stellt Assad keine echte Bedrohung im Nahen Osten dar. Es ist h&ouml;chste Zeit: Die USA m&uuml;ssen in den sauren Apfel bei&szlig;en, das eigene Scheitern einr&auml;umen und Assad erlauben &ndash; oder ihm dabei helfen &ndash;, den B&uuml;rgerkrieg in Syrien rasch zu beenden und die Dschihadisten zu vertreiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/kommentar\/artikel\/unser-mann-in-damaskus-630\/\">Internationale Politik  und Gesellschaft IPG<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Obama, das Wahlkampfhindernis<\/strong><br>\nDas verflixte sechste Jahr. Es trifft jetzt auch den strahlenden Sieger von einst. Vor den Halbzeitwahlen ist Barack Obama seinen ParteifreundInnen zu einem Handicap geworden. In ihren Kampagnen sind sie auf Distanz zu dem Pr&auml;sidenten gegangen und vermeiden selbst seine namentliche Erw&auml;hnung. Die RepublikanerInnen hingegen versuchen, die Wahlen, zu einem Referendum &uuml;ber ihn zu machen. In ihren Werbespots ist er der Buhmann, der auf der ganzen Linie versagt hat: von der Staatsverschuldung &uuml;ber die Bek&auml;mpfung des Terrorismus bis hin zu Ebola. S&auml;mtliche MeinungsforscherInnen geben ihnen recht. Sie prognostizieren, dass die RepublikanerInnen am kommenden Dienstag mit dem Senat auch die zweite Kammer des Kongresses erobern werden. Damit w&uuml;rde die seit Jahren massive Blockade in Washington total.<br>\nObamas Popularit&auml;t ist auf knapp &uuml;ber 40 Prozent abgesackt und nicht nur die RepublikanerInnen &ndash; deren Verantwortliche schon vor Jahren die Blockade seiner Politik zu ihrer obersten politischen Linie gemacht haben &ndash; sondern auch traditionelle demokratische W&auml;hlerInnen haben sich von ihm abgewandt: Latinos sind entt&auml;uscht dar&uuml;ber, dass die seit Jahren versprochene umfassende Einwanderungsreform nicht stattgefunden hat und in diesem Wahlkampf &ndash; auf Druck von Wahlk&auml;mpferInnen in der Demokratischen Partei &ndash; erneut verschoben worden ist. Umweltsch&uuml;tzerInnen ver&uuml;beln ihm, dass er immer noch keine Entscheidung gegen die &Ouml;lpipeline Keystone XL gef&auml;llt hat, die ein schwerer Schlag gegen jede Klimapolitik w&auml;re. Und AfroamerikanerInnen betrachten Obama zwar weiterhin als Identifikationsfigur, k&ouml;nnen aber nicht feststellen, dass sich ihre Lage verbessert hat. Im Gegenteil: In den zur&uuml;ckliegenden Jahren haben republikanische Bundesstaaten quer durch das Land Dutzende b&uuml;rokratische Hindernisse eingef&uuml;hrt, die das Wahlrecht zuungunsten von &ldquo;Minderheiten&rdquo; ver&auml;ndern. Und soziale Ungerechtigkeiten sowie die Polizeigewalt trifft weiterhin ganz &uuml;berproportional die &ldquo;Minderheiten&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2014%2F10%2F31%2Fa0099&amp;cHash=e98af9c773b046cc9d3deebaf3381aae\">taz&#8232;<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> K&ouml;nnte es nicht einfach so sein &ndash; schlimm genug &ndash; dass im derzeitigen wirtschaftlichen und sozialen Fiasko die &Auml;rmsten aufgegeben haben und der Rest sich im rechten Lager versucht. Denn dieser Rest liefert sich immer mehr einen primitiven Kampf ums &Uuml;berleben, m&uuml;hsam &uuml;berh&ouml;ht von simplen, aber wirksamen rechten Ideologien. &ndash; Zwar vermelden unsere Medien Europa ermahnend sch&ouml;ne US-Wachstumsraten. Was sie nicht melden, ist, dass diese Entwicklung nur einer kleine Schicht zugutekommt. Die US-Haushaltseinkommen (Median) liegen heute auf dem Niveau von 1995.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Tea Party: Revolution im Maisfeld<\/strong><br>\nDer US-Bundesstaat Kansas sollte zur Blaupause f&uuml;r die Tea Party werden. Hier wollten sie zeigen, dass libert&auml;re Politik funktioniert. Es endete in einem Fiasko.<br>\nBegonnen hat alles vor vier Jahren mit gro&szlig;en Ank&uuml;ndigungen. Damals wurde Sam Brownback mit einer satten Mehrheit von 63 Prozent und einem Vorsprung von 30 Prozentpunkten vor seinem Herausforderer zum Gouverneur des Pr&auml;riestaates im Herzen Amerikas gew&auml;hlt. Sein Ziel: ein Vorbild f&uuml;r libert&auml;re Wirtschaftspolitik zu schaffen &ndash; einen Modellstaat, nach Brownbacks Worten&hellip;<br>\nAls Gouverneur privatisierte er die bis dahin staatliche Gesundheitsf&uuml;rsorge Medicaid, schr&auml;nkte die Arbeitsrechte von Lehrern ein und strich Sozialleistungen zusammen. Sein Meisterst&uuml;ck war jedoch die drastische Senkung der Einkommenssteuer. Der Spitzensatz von 6,45 Prozent wurde gestrichen, der mittlere Satz von 6,25 auf 4,9 Prozent gesenkt und der unterste von 3,5 auf 3 Prozent reduziert&hellip; Rund 200.000 Unternehmen erlie&szlig; Brownbacks Steuerreform die Abgaben an den Bundesstaat ganz. Die Reform, versprach der frischgebackene Gouverneur, w&uuml;rde Kansas&rsquo; Wirtschaft einen &ldquo;Adrenalinsto&szlig; ins Herz&rdquo; versetzen.<br>\nAber der Stich ins Herz blieb aus, heute steht der Haushalt von Kansas vor dem finanziellen Kollaps. Die Steuereinnahmen allein im aktuellen Fiskaljahr liegen 338 Millionen Dollar unter den Prognosen. Und sie sind um 726 Millionen Dollar niedriger als noch vor einem Jahr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2014-10\/kongresswahl-kansas-brownback-usa\">Zeit.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Forscher: Journalisten haben Nachholbedarf beim Leserdialog<\/strong><br>\nDer Redakteur von heute hat es nicht leicht: Er muss nicht nur kreativ sein, er muss auch aufs Publikum h&ouml;ren. Viele Journalisten m&uuml;ssten noch dazulernen, findet ein Medienwissenschaftler&hellip;<br>\nViele Redakteure n&auml;hmen die Kommunikation mit ihrem Publikum nicht an, sagte der bei der Untersuchung federf&uuml;hrende Hamburger Medienwissenschaftler Volker Lilienthal am Freitag bei den M&uuml;nchner Medientagen. Auch beim Thema Weiterbildung in der Nutzung sozialer Netzwerke f&uuml;r den Journalismus gebe es noch Nachholbedarf.<br>\nGleiches gelte f&uuml;r den Umgang mit den sogenannten Trollen, den St&ouml;rern, die sich in den digitalen Foren mit mehr oder minder konstruktiven Beitr&auml;gen zu Wort melden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.np-coburg.de\/regional\/bayern\/bayern\/Forscher-Journalisten-haben-Nachholbedarf-beim-Leserdialog;art2832,3672362\">Neue Presse<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h24\"><\/a><strong>&bdquo;Initiative gegen Total&uuml;berwachung&ldquo; in K&ouml;ln gegr&uuml;ndet<\/strong><br>\nMa&szlig;geblich durch Juristen hat sich die Initiative gegen Total&uuml;berwachung gegr&uuml;ndet. Sie wendet sich entschieden gegen die derzeitigen, missbr&auml;uchlichen Praktiken der Datenerhebung und Nutzung durch die Geheimdienste, sozialen Netzwerke, Suchmaschinen und Internetkonzerne, da dadurch unser Pers&ouml;nlichkeitsrecht und der uns grundgesetzlich garantierte Schutz unserer Pers&ouml;nlichkeit inakzeptabel verletzt wird. Unter dem Motto &bdquo;Ich gehe keinen was an&ldquo; fordert die Initiative von Politik und IT-Wirtschaft vollst&auml;ndige Aufkl&auml;rung &uuml;ber die umf&auml;nglichen Aussp&auml;h- und Vermarktungsma&szlig;nahmen. Die Initiative bietet Hilfestellung gegen den weitverbreiteten Missbrauch der Datenschutzrechte aller B&uuml;rger. Sie nimmt Einfluss auf die Politik und die IT-Konzerne, um schnellstm&ouml;glich auf nationaler und internationaler Ebene gesetzliche und vertragliche Regelungen zu schaffen, die Datenmissbrauch zumindest einschr&auml;nkt. Die Initiative gegen Total&uuml;berwachung erreichen Sie unter deren Homepage <a href=\"http:\/\/www.gegen-totalueberwachung.de\">www.gegen-totalueberwachung.de<\/a>, der Sie weitere Informationen entnehmen k&ouml;nnen.<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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