{"id":23808,"date":"2014-11-03T08:59:52","date_gmt":"2014-11-03T07:59:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23808"},"modified":"2014-11-03T08:59:52","modified_gmt":"2014-11-03T07:59:52","slug":"hinweise-des-tages-2246","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23808","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (HR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23808#h01\">Gauck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23808#h02\">Maut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23808#h03\">Russland\/Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23808#h04\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23808#h05\">&bdquo;Der erste Schritt ist eine Vision&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23808#h06\">Kohl macht Schr&ouml;der f&uuml;r EU-Schuldenkrise verantwortlich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23808#h07\">Barrosos letzter Coup<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23808#h08\">Massenprotest gegen Sparpolitik: Irlands Wasserwut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23808#h09\">Das 50-Milliarden-Urteil  von Yukos &ndash;  und die Risiken f&uuml;r Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23808#h10\">Number of global billionaires has doubled since the financial crisis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23808#h11\">Stephan Hebel &ndash; Tarifeinheit von oben geht nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23808#h12\">Hoffmann: Arbeitgeber bei Tarifeinheit in der Verantwortung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23808#h13\">Unternehmen f&uuml;rchten Zwang zur Betriebsrente<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23808#h14\">Heuschrecken schreiben ihr eigenes Gesetz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23808#h16\">So werden SPD-Landesminister den ideologischen Irrsinn nicht stoppen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23808#h16\">Fl&uuml;chtlinge im Mittelmeer: Wir rechnen mit mehr Toten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23808#h17\">Den Blick von Kobani l&ouml;sen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23808#h18\">Journalismus unter Verdacht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23808#h19\">Robert Misik: Die gro&szlig;e Ordnung des D&uuml;rfens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23808#h20\">Nachruf: Im Alter von 86 Jahren ist Klaus B&ouml;lling verstorben.<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23808&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Gauck<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Gaucks Aussagen im Wortlaut<\/strong><br>\nIm Interview mit dem Bericht aus Berlin &auml;u&szlig;erte sich Bundespr&auml;sident Joachim Gauck zur m&ouml;glichen Wahl des Linkspartei-Politikers Bodo Ramelow zum Ministerpr&auml;sidenten einer rot-rot-gr&uuml;nen Landesregierung in Th&uuml;ringen. tagesschau.de dokumentiert Ausz&uuml;ge des Interviews im Wortlaut. Das Gespr&auml;ch wurde in der Berliner Gethsemanekirche aufgezeichnet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/gauck-zu-linkspartei-101.html\">tagesschau.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Gauck will Ramelow nicht als MP<\/strong><br>\nDer Bundespr&auml;sident beteiligt sich an der Regierungsbildung in Th&uuml;ringen (&hellip;)<br>\nDie bundespr&auml;sidiale Einmischung in den Diskurs kann eindeutige Folgen haben, denn noch ist nicht entschieden, ob alle sozialdemokratischen und gr&uuml;nen Landtagsabgeordneten demn&auml;chst ihre Stimme f&uuml;r Ramelow abgeben. Aus den Reihen von SPD und Gr&uuml;nen ist Murren &uuml;ber die Aussage Gaucks zu h&ouml;ren, die Linkspartei ist ma&szlig;voll emp&ouml;rt: Gauck habe sich &ldquo;ungeh&ouml;rig&rdquo; verhalten, ein Bundespr&auml;sident d&uuml;rfe doch nicht in die Parteienpolitik eingreifen, das Bundesverfassungsgericht habe ihm die &ldquo;Integrationsfunktion&rdquo; zugeschrieben. Auch &ldquo;b&uuml;rgerliche&rdquo; Kommentatoren, die sonst Gauck f&uuml;r einen Gl&uuml;cksfall halten, sind besorgt: Hat er diesmal die Grenzen seines Amtes &uuml;berschritten?<br>\nAll diese Kritiken haben etwas Verwunderliches. Joachim Gauck als Bundespr&auml;sident scheut ja generell nicht davor zur&uuml;ck, in politische Entscheidungsprozesse hineinzureden, stets pastoral in der Sprache, aber in der Substanz keineswegs unparteiisch. Seine Stellungnahmen in Sachen deutscher milit&auml;rischer Au&szlig;enpolitik haben vermutlich mehr Gewicht als jetzt die Intervention in th&uuml;ringische Landespolitik. Und zu fragen ist, ob denn wirklich alle politisch interessierten B&uuml;rger hierzulande den Wunsch haben, dass ein Bundespr&auml;sident sie ideologisch &ldquo;integriere&rdquo;. Um pers&ouml;nlich zu werden: Ich verzichte gern darauf.<br>\nGauck verh&uuml;llt seine Parteinahmen nicht &ndash; das hat einen Vorteil: Man wei&szlig;, woran man mit diesem Pr&auml;sidenten ist. Ideologischen Gehorsam kann er nicht verlangen, so feudal geht es in diesem Staat nicht zu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/43\/43222\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Gauck f&auml;llt aus der Rolle<\/strong><br>\nDer Bundespr&auml;sident mischt sich ins demokratische Kr&auml;ftespiel ein, wenn er einen linken Ministerpr&auml;sidenten ablehnt. Das steht ihm nicht zu. Die deutsche Einheit ist viel weiter, als es die Debatte &uuml;ber den Unrechtsstaat vermuten l&auml;sst. (&hellip;)<br>\nEr hat sich nun in die Koalitionsbildung des Landes Th&uuml;ringen eingemischt und erkl&auml;rt, dass er sich schwer damit tue, einen Ministerpr&auml;sidenten Bodo Ramelow zu akzeptieren, weil der zur Linkspartei geh&ouml;rt. Dass sich der Bundespr&auml;sident mit &uuml;berschie&szlig;ender Emotion ins demokratische Kr&auml;ftespiel nach einer Landtagswahl einmischt, ist befremdlich. Ramelow ist ein verostdeutschter West-Gewerkschafter, ein Sozi in einer Partei, die nicht SPD hei&szlig;t. Seine Partei muss man nicht m&ouml;gen, sie hat noch viele alte Stasi-Leute in ihren Reihen &ndash; aber sie hat gezeigt, dass man mit ihr einen Staat machen kann: Von 1998 bis 2006 hat sie zusammen mit der SPD in Schwerin regiert und von 2002 bis 2011 zusammen mit der SPD im Land Berlin; seit 2009 regiert sie zusammen mit der SPD das Land Brandenburg; soeben wurde die Koalition dort best&auml;tigt. (&hellip;)<br>\nVor einem Jahr hat das Bundesverfassungsgericht die jahrelange Beobachtung des Abgeordneten Ramelow durch den Verfassungsschutz verboten. Gauck sollte, statt als Bundespr&auml;sident seine Vorurteile &ouml;ffentlich zu verk&uuml;nden, dieses Urteil lesen. Die Demokratie, so sagte Karlsruhe, d&uuml;rfe sich nicht &ldquo;gegen sich selbst&rdquo; wenden, der Verfassungsschutz d&uuml;rfe also nicht linke Abgeordnete als potenzielle Antidemokraten denunzieren, nur weil sie Mitglied in einer Partei sind &ldquo;in der unterschiedliche Kr&auml;fte und Str&ouml;mungen miteinander um Einfluss ringen&rdquo;.<br>\nDer Pr&auml;sident als oberstes Verfassungsorgan sollte nun nicht das fortsetzen, was Karlsruhe dem Verfassungsschutz verboten hat. Das ist nicht Recht. Das ist nicht seine Rolle. Das steht ihm nicht zu. Er ist der Pr&auml;sident aller Deutschen &ndash; auch derjenigen, die die DDR weder f&uuml;r schwarz noch f&uuml;r wei&szlig;, sondern, wie der Ost-Satiriker Peter Ensikat, f&uuml;r &ldquo;grau&rdquo; gehalten haben, &ldquo;und zwar in jeder Beziehung&rdquo;. Bei einer Einb&uuml;rgerungsfeier f&uuml;r Migranten hat Gauck vor ein paar Monaten gesagt: &ldquo;Es gibt ein neues deutsches &lsquo;Wir&rsquo;, das ist die Einheit der Verschiedenen.&rdquo; Der Satz Gaucks gilt in ganz umfassendem Sinne.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/debatte-um-linken-ministerpraesidenten-gauck-faellt-aus-der-rolle-1.2200852\">S&uuml;ddeutsche.de<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Linke mahnt Gauck ab<\/strong><br>\nDie Bedenken von Bundespr&auml;sident Joachim Gauck gegen einen m&ouml;glichen linken Ministerpr&auml;sidenten in Th&uuml;ringen sind bei der Linkspartei auf scharfe Kritik gesto&szlig;en. Die Parteivorsitzende Katja Kipping wies die Kritik des Bundespr&auml;sidenten an der sich abzeichnenden rot-rot-gr&uuml;nen Koalition in dem Bundesland und dem m&ouml;glichen linken Ministerpr&auml;sidenten Bodo Ramelow in der Bild am Sonntag zur&uuml;ck. &ldquo;Ein Pr&auml;sident muss seine Worte sehr w&auml;gen&rdquo;, sagte Kipping. &ldquo;Sobald er sich dem Verdacht aussetzt, Parteipolitik zu machen, ist seine Autorit&auml;t besch&auml;digt.&rdquo;<br>\nSie &ldquo;bezweifle, dass Herr Gauck sich mit diesen &Auml;u&szlig;erungen einen Gefallen&rdquo; getan habe, sagte die Linken-Politikerin weiter. Gaucks Zweifel &ldquo;an der demokratischen Gesinnung&rdquo; der Linken-Parteimitglieder und W&auml;hler weise sie &ldquo;in aller Form zur&uuml;ck&rdquo;. &ldquo;So etwas geh&ouml;rt sich f&uuml;r einen Pr&auml;sidenten nicht&rdquo;, sagte Kipping.<br>\nBundespr&auml;sident Gauck hatte zuvor laut Vorabbericht in einem Interview mit der ARD gesagt, dass ein linker Ministerpr&auml;sident in Th&uuml;ringen ihm einiges abverlangen w&uuml;rde: &ldquo;Menschen, die die DDR erlebt haben und in meinem Alter sind, die m&uuml;ssen sich schon ganz sch&ouml;n anstrengen, um dies zu akzeptieren&rdquo;, sagte Gauck im Interview mit &ldquo;Bericht aus Berlin&rdquo;, das an diesem Sonntag ausgestrahlt wird. (&hellip;)<br>\nDie Wahlentscheidung sei zwar zu respektieren, dennoch bleibe die Frage: &ldquo;Ist die Partei, die da den Ministerpr&auml;sidenten stellen wird, tats&auml;chlich schon so weit weg von den Vorstellungen, die die SED einst hatte bei der Unterdr&uuml;ckung der Menschen hier, dass wir ihr voll vertrauen k&ouml;nnen?&rdquo;, fragt der Pr&auml;sident.<br>\nDerzeit stehen die Chancen f&uuml;r einen linken Ministerpr&auml;sidenten in Th&uuml;ringen nicht schlecht. Wenn die SPD, bei der momentan eine Mitgliederbefragung l&auml;uft, den Weg f&uuml;r Rot-Rot-Gr&uuml;n freimacht, k&ouml;nnte Bodo Ramelow am 5. Dezember gew&auml;hlt werden. Damit w&auml;re erstmals ein Politiker der Linken Ministerpr&auml;sident eines Bundeslandes.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/regierungsbildung-in-thueringen-linke-wehrt-sich-gegen-gaucks-kritik-1.2200562\">S&uuml;ddeutsche.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Die &Auml;u&szlig;erungen des &ldquo;Freiheitsk&auml;mpfers&rdquo; Gauck manifestieren wieder einmal dessen &auml;u&szlig;erst seltsames Demokratieverst&auml;ndnis. Freiheit ist also nur das was Hochw&uuml;rden Gauck als solche definiert. Ob eine, in einer freien, geheimen und allen demokratischen Regeln gen&uuml;genden Wahl legitimierte Mehrheit den Ministerpr&auml;sidenten eines Bundeslandes w&auml;hlt braucht einen Herren Gauck offensichtlich nicht zu scheren, er bestimmt allein was demokratische Legitimation bedeutet, er ist ja schlie&szlig;lich auch Bundespr&auml;sident.<\/em><br>\n<em>Gaucks Einmischung in die Angelegenheiten des Th&uuml;ringischen Landtages sind eine bodenlose Frechheit. Man darf vermuten, dass die Bemerkung Gaucks nicht ganz zuf&auml;llig erfolgte. F&auml;llt sie doch just in den Zeitraum einer Befragung unter den SPD-Mitgliedern, ob diese einer Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit der Linken und den Gr&uuml;nen zustimmen. Gauck versucht also die politische Willensbildung direkt zu beeinflussen. Gauck zeigt damit, dass er als Bundespr&auml;sident unf&auml;hig ist, demokratische Entscheidungen zu akzeptieren.<\/em><br>\n<em>Mit der Total&uuml;berwachung der B&uuml;rger durch die NSA, gegen die, die Stasi ein harmloser Trachtenverein war, hat Gauck hingegen keine Probleme, dass Freihandelsabkommen TTIP, das den demokratischen Rechtsstaat durch geheime Schiedsgerichte aushebelt, ist Gauck eine uneingeschr&auml;nkte Empfehlung wert. Dieser Mann mit seinem paranoiden Hass auf alles linke ist als Bundespr&auml;sident nicht mehr l&auml;nger tragbar.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung H.R.:<\/strong> Es soll ja Leute geben, die noch nie Vertrauen zu Herrn Gauck hatten. Deren Skepsis ihm gegen&uuml;ber k&ouml;nnte seit seiner Wahl zum Bundespr&auml;sidenten eher noch gestiegen sein. Vertraut Herr Gauck den Mitgliedern der ehemaligen &bdquo;Blockfl&ouml;tenparteien&ldquo; in der CDU etwa mehr als Herrn Ramelow, der aus Westdeutschland stammt?<\/em><br>\n<em>&Uuml;brigens: Nicht alle &bdquo;&rdquo;Menschen, die die DDR erlebt haben und in meinem Alter sind&ldquo; haben Probleme mit der Wahl eines Vertreters der Linkspartei zum Ministerpr&auml;sidenten. Aber wenn Herr Gauck solche Probleme hat, muss er sie ja nicht &uuml;ber die Medien kommunizieren oder w&auml;re das ein anderes Problem?<\/em><\/p>\n<p><strong>Siehe dazu auch das kurze Statement von Gregor Gysi:<\/strong><br>\nDie H&auml;lfte der Ostdeutschen bef&uuml;rwortet laut einer aktuellen Umfrage des ZDF einen Ministerpr&auml;sidenten meiner Partei in Th&uuml;ringen. Vielleicht sollte ein zur Neutralit&auml;t verpflichtetes Staatsoberhaupt zumindest dies akzeptieren. Au&szlig;erdem war Herr Gauck in unserer Fraktion, um f&uuml;r Stimmen f&uuml;r sich bei der Wahl zum Bundespr&auml;sidenten zu werben. Wie das, wenn er zu uns kein Vertrauen hat?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/gregor.gysi\/posts\/10152319490487693?pnref=story\">Gregor Gysi via Facebook<\/a><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/141103_01.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.harmbengen.de\/\">Harm Bengen<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Maut<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Verkehrs-Vorratsdatenspeicherung &agrave; la Dobrindt stoppen<\/strong><br>\n&ldquo;Alexander Dobrindts Versprechen, dass Mautdaten nicht weitergegeben werden und nirgendwo Profile gespeichert werden k&ouml;nnen, kann im Jahr eins nach den Enth&uuml;llungen Edward Snowdens niemand mehr ernst nehmen. Je mehr Daten im System des Kraftfahrtbundesamtes gespeichert werden, desto gr&ouml;&szlig;er werden auch die Begehrlichkeiten von staatlicher wie privater Seite sein. Schon jetzt sieht der Gesetzentwurf die Beteiligung privater Dienstleister bei der Kontrolle vor. Von einer strikten Zweckbindung zur Maut-Kontrolle wird dann genauso schnell nichts mehr &uuml;brig sein wie vom Recht auf Privatsph&auml;re in der Kommunikation. Die Bundesregierung muss ihre Pl&auml;ne f&uuml;r die Gl&auml;sernen Autofahrer umgehend einstampfen&rdquo;, erkl&auml;rt Jan Korte, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE, zu den Pl&auml;nen der Bundesregierung &uuml;ber die automatisierte elektronische Erfassung und den Abgleich der Nummernschilder im Rahmen der Pkw-Maut. Korte weiter:<br>\n&ldquo;Das Bundesverfassungsgericht hat 2008 geurteilt, dass die massenhafte anlassunabh&auml;ngige Erhebung von Kfz-Kennzeichen nicht verfassungsgem&auml;&szlig; ist. Genau darum aber handelt es sich aber bei der geplanten Maut-Vorratsdatenspeicherung, die eine l&uuml;ckenlose Erfassung aller Verkehrsteilnehmer erlaubt. Offenbar wollen Union und SPD quasi durch die Hintert&uuml;r ein weiteres h&ouml;chst problematisches Schn&uuml;ffelgesetz durchsetzen.<br>\nDie Debatte um die Mautdaten ist ein Musterbeispiel f&uuml;r die Salamitaktik der Bundesregierung: B&uuml;rgerrechte werden scheibchenweise abgebaut. Bei der Einf&uuml;hrung des Lkw-Mautsystems hatte die Bundesregierung ebenfalls beteuert, dass die Daten nur f&uuml;r die Abrechnung der Maut verwendet und umgehend gel&ouml;scht w&uuml;rden. Kurz nach der Einf&uuml;hrung wurde dann bereits &lsquo;gepr&uuml;ft&rsquo;, ob die Daten auch f&uuml;r andere Zwecke herhalten k&ouml;nnten. Und erst vor wenigen Tagen forderte der Bund Deutscher Kriminalbeamter die Nutzung des Mautsystems an Autobahnen f&uuml;r eine automatisierte Kfz-Kennzeichenerfassung. Angesichts der Geschichte, die das Thema und die Datengier des Staates haben, ist die Aufnahme &lsquo;h&auml;rtestm&ouml;glicher&rsquo; Datenschutzregeln im Gesetzentwurf, unglaubw&uuml;rdig und wertlos.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/pressemitteilungen\/verkehrs-vorratsdatenspeicherung-a-la-dobrindt-stoppen\/\">Die Linke. im Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Es ist nicht auszuschlie&szlig;en, dass die ganze Maut-Einf&uuml;hrung (urspr&uuml;ngliche eine &bdquo;Schnapsidee&ldquo; der CSU; &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik\/tourismusmanager-und-csu-mitglied--die-pkw-maut-ist-eine-schnapsidee-,10808018,28186040.html\">Die Pkw-Maut ist eine Schnapsidee<\/a>&ldquo;) von Anfang an nicht der Aufbesserung der Finanzsituation dienen sollte, sondern das Weiterentwickeln der &Uuml;berwachung zum Ziel hatte. Denn: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article121617584\/Toll-Collect-sammelt-laengst-Daten-aller-Fahrzeuge.html\">Toll Collect sammelt l&auml;ngst Daten aller Fahrzeuge<\/a>.<\/em><br>\n<em>Offenbar haben Bundesminister Dobrindt und andere nichts, aber auch rein gar nichts u.a. von der Dimension der Snowden-Enth&uuml;llungen begriffen. Viele B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger sind da gl&uuml;cklicherweise viel weiter.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Mehr &Uuml;berwachung statt Mehreinnahmen? Schluss mit dem Unfug!<\/strong><br>\nDer aktuelle Maut-Vorschlag von Verkehrsminister Dobrindt w&uuml;rde eine fl&auml;chendeckende &Uuml;berwachung von Nummernschildern mit sich bringen. Wem nutzt das?<br>\nIch glaube, ich werde zum Verschw&ouml;rungstheoretiker. Offenbar fangen wir uns durch diese uns&auml;gliche Pkw-Maut eine fl&auml;chendeckende Kennzeichen&uuml;berwachung ein. Nach dem Gesetzentwurf von CSU-Verkehrsminister Alexander Dobrindt soll es nun keine Vignette mehr geben. Stattdessen ist &bdquo;zur &Uuml;berwachung eine elektronische Erkennung der Nummernschilder geplant&ldquo;, schreibt Heise Online. &bdquo;Ist ein Kennzeichen nicht im Bestand der Mautzahler registriert, drohen Geldbu&szlig;en.&ldquo;<br>\n&bdquo;Surveillance by Design&ldquo; nennt man so etwas. Da werden &ndash; wie bereits bei der Lkw-Maut &ndash; massenhaft Daten erhoben, die dann wunderbar etwa eine Rasterfahndung erm&ouml;glichen. Nat&uuml;rlich werden die Verantwortlichen beteuern, die Daten seien gesichert, werden nur f&uuml;r die angegebenen Zwecke benutzt und schleunigst wieder gel&ouml;scht. Jaja, ist klar. Hier tut sich f&uuml;r mich ein Zeitparadoxon auf: Ich kann die Beteuerungen schon nicht mehr h&ouml;ren, obwohl sie noch gar nicht ausgesprochen wurden. Glaubt irgendjemand ernsthaft, der BND oder die NSA kommen an diese Daten nicht ran, wenn sie wirklich wollen?<br>\nUnd wozu das alles? Wozu? Nennenswert Geld wird die Maut nicht einbringen. Im neuen Dobrindt-Vorschlag sind die Bundesstra&szlig;en nicht mehr enthalten. Er selbst rechnet nun nur mit 500 Millionen Euro Einnahmen j&auml;hrlich, nach anderen Quellen nur 300 Millionen. Das ist l&auml;cherlich angesichts der Milliardenl&uuml;cken bei der Verkehrsfinanzierung. Es ist noch nicht einmal klar, ob die Erl&ouml;se &uuml;berhaupt die Verwaltungskosten decken. (&hellip;)<br>\nMit irgendeiner verkehrspolitischen Logik ist die Maut also nicht zu erkl&auml;ren. Da muss man sich doch fragen: Wem nutzt denn das? Ist das ganze Hickhack dann vielleicht nur ein Ablenkungsman&ouml;ver der Bundesregierung, um die &Uuml;berwachung durch die Hintert&uuml;r noch ein St&uuml;ck weiter auszudehnen? Ich denke, nicht. Das w&uuml;rde weit mehr strategische Weitsicht und planvolles Vorgehen voraussetzen, als ich der Koalition zutraue.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Kommentar-zur-Maut-Mehr-Ueberwachung-statt-Mehreinnahmen-Schluss-mit-dem-Unfug-2439618.html\">heise online<\/a><\/li>\n<li><strong>Kennzeichenscanner und Rasterfahndung von Autos: Wir ver&ouml;ffentlichen den Gesetzesentwurf zur Pkw-Maut (Update)<\/strong><br>\nDie umstrittene Pkw-Maut soll mit einer neuen Datenbank und Kennzeichen-Scannern &uuml;berwacht werden. Das geht aus dem Gesetzesentwurf hervor, den wir ver&ouml;ffentlichen. Demnach sollen die Daten nur daf&uuml;r verwendet werden d&uuml;rfen &ndash; die Geschichte zeigt aber, dass das &auml;u&szlig;erst unwahrscheinlich ist.<br>\nGestern hat Verkehrsminister Alexander Dobrindt die umstrittene Pkw-Maut vorgestellt. Leider ist der Gesetzesentwurf noch nicht &ouml;ffentlich, und das Ministerium hat auf unsere wiederholten Anfragen nach dem Entwurf noch nicht geantwortet. Also haben wir den Text anderweitig organisiert und ver&ouml;ffentlichen an dieser Stelle den &ldquo;Entwurf eines Gesetzes zur Einf&uuml;hrung einer Infrastrukturabgabe f&uuml;r die Benutzung von Bundesfernstra&szlig;en&ldquo;.<br>\nAus netzpolitischer Perspektive ist nat&uuml;rlich vor allem die Frage nach der &ldquo;elektronischen Vignette (E-Vignette)&rdquo; und der Kennzeichen-Erfassung relevant. Paragraf 5 des Entwurfs beinhaltet den Aufbau eines &ldquo;Zentralen Infrastrukturregisters&rdquo;. Demnach errichtet das Kraftfahrt-Bundesamt eine Datenbank mit 13 Datentypen von Kraftfahrzeugen, darunter Kennzeichen, Fahrzeugidentifikationsnummer, Name, Bankverbindung und Wohnort des Halters sowie H&ouml;he der Maut.<br>\nParagraf 10 regelt die &ldquo;Kontrolle&rdquo;. Demnach &uuml;berwachen das Bundesamt f&uuml;r G&uuml;terverkehr (oder beauftragte private Dritte) die Einhaltung der Mautgeb&uuml;hr per Kennzeichen-Scanner:<br>\n(2) Das Bundesamt f&uuml;r G&uuml;terverkehr und der private Dritte im Sinne des Absatzes 1 Satz 2 d&uuml;rfen im Rahmen der Kontrolle folgende Daten erheben, speichern und nutzen:\n<ol>\n<li>Bild des Kraftfahrzeugs,<\/li>\n<li>Name und Anschrift der Person, die das Kraftfahrzeug f&uuml;hrt,<\/li>\n<li>Ort und Zeit der Benutzung von Stra&szlig;en im Sinne des &sect; 1 Absatz 1,<\/li>\n<li>Kennzeichen des Kraftfahrzeugs,<\/li>\n<li>f&uuml;r die Abgabenh&ouml;he ma&szlig;gebliche Merkmale des Kraftfahrzeugs,<\/li>\n<li>Klasse im Sinne des Anhangs II der Richtlinie 2007\/46\/EG.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Das d&uuml;rfte &uuml;berwiegend durch automatische Kontrolle mittels Mautbr&uuml;cken passieren, die schon f&uuml;r die Lkw-Maut eingef&uuml;hrt sind. Letztes Jahr hatten wir die Standorte der Kennzeichenscanner in Brandenburg ver&ouml;ffentlicht. Daneben gibt es aber auch mobile Kontrollen aus Autos und station&auml;ren Kontrollen. &Uuml;berhaupt ist der Gesetzentwurf sehr nahe am existierenden Bundesfernstra&szlig;enmautgesetz, der oben zitierte Absatz findet sich dort fast wortgleich in Paragraf 7.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2014\/kennzeichenscanner-und-rasterfahndung-von-autos-wir-veroeffentlichen-den-gesetzesentwurf-zur-pkw-maut\/\">Netzpolitik.org<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Das BKA will Zugriff auf die Mautdaten<\/strong><br>\nWenn die Pkw-Maut eingef&uuml;hrt wird, entsteht auch eine riesige Datensammlung. BKA-Chef Ziercke fordert, die Daten f&uuml;r die Verbrechensbek&auml;mpfung zu nutzen. Der Datenschutz k&ouml;nnte zum Problem werden.<br>\nDas Konzept f&uuml;r die Pkw-Maut ist da, und es will den Autofahrern das Leben leicht machen: Statt einer Vignette f&uuml;r die Windschutzscheibe soll die Mautgeb&uuml;hr elektronisch verbucht werden. F&uuml;r die Kontrollen plant Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) &ndash; &auml;hnlich wie bei der Lkw-Maut &ndash;, die Kennzeichen der Autofahrer elektronisch zu erfassen.<br>\nSo entsteht eine Datensammlung, die f&uuml;r Sicherheitsbeh&ouml;rden wertvoll sein kann. Nun fordert der Pr&auml;sident des Bundeskriminalamtes (BKA), J&ouml;rg Ziercke, die Nutzung von Mautdaten f&uuml;r die Verbrechensbek&auml;mpfung. &ldquo;In besonderen Ausnahmef&auml;llen der Schwerstkriminalit&auml;t halte ich es f&uuml;r sinnvoll, wenn wir Mautdaten f&uuml;r Ermittlungen nutzen k&ouml;nnten&rdquo;, sagte Ziercke der &ldquo;Welt am Sonntag&rdquo;.<br>\nEr sei sich sicher, &ldquo;dass dies in bestimmten Fallkonstellationen zu einer schnelleren T&auml;terermittlung f&uuml;hren w&uuml;rde&rdquo;. Das habe beispielsweise der Erfolg bei der Ermittlung des jahrelang gesuchten Autobahnsch&uuml;tzen gezeigt. Der Lkw-Fahrer Michael K. war am vergangenen Donnerstag vom Landgericht W&uuml;rzburg unter anderem wegen versuchten Mordes zu zehneinhalb Jahren Haft verurteilt worden.<br>\nErst k&uuml;rzlich hatte das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig das automatische Scannen von Autokennzeichen in Bayern f&uuml;r rechtens erkl&auml;rt. Damit darf die Polizei dort mit station&auml;ren und mobilen Kameras weiter etwa acht Millionen Nummernschilder im Monat erfassen und abgleichen. Auch dieses Beispiel verdeutlicht, wie sehr die Daten von Verkehrsteilnehmern f&uuml;r Sicherheitsbeh&ouml;rden an Bedeutung gewinnen.<br>\nBedenken meldet der Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz (VMK), Schleswig-Holsteins Ressortchef Reinhard Meyer (SPD), an. &ldquo;Der Datenschutz bei Dobrindts Maut-Pl&auml;nen ist ein gro&szlig;es Problem&rdquo;, sagte er der &ldquo;Welt am Sonntag&rdquo;. Hier gebe es bisher kein Konzept. Wenn die Daten der Autofahrer auf den Fernstra&szlig;en erfasst werden, m&uuml;sse klar sein, ob sie m&ouml;glicherweise f&uuml;r andere Zwecke gespeichert werden. Meyer warnte: &ldquo;Wenn die Daten nicht nur f&uuml;r die Abrechnung der Maut genutzt werden, werden das Autofahrer wohl kaum akzeptieren.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article133891564\/Das-BKA-will-Zugriff-auf-die-Mautdaten.html\">Die Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Russland\/Ukraine<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Russische Banken klagen gegen EU-Sanktionen<\/strong><br>\nRussland soll in seiner Ukraine-Politik durch Sanktionen zum Einlenken gebracht werden. Doch ob die EU-Ma&szlig;nahmen gegen geltendes Recht versto&szlig;en, muss nun der Europ&auml;ische Gerichtshof untersuchen.<br>\nDas gr&ouml;&szlig;te russische Kreditinstitut, die Sberbank, zieht wegen der gegen sie verh&auml;ngten EU-Sanktionen vor Gericht, meldete die Nachrichtenagentur AFP schon am Donnerstag vergangener Woche (23.10.2014). Es sei Klage beim Europ&auml;ischen Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg eingereicht worden, habe danach die staatlich kontrollierte Bank in Moskau mitgeteilt. Der EuGH solle die &ldquo;restriktiven Ma&szlig;nahmen&rdquo; aufheben. Die ebenfalls staatlich kontrollierten Kreditinstitute VTB und Wneschekonombank erkl&auml;rten kurz darauf, auch sie h&auml;tten in Luxemburg geklagt.<br>\nAuch der russische &Ouml;lkonzern Rosneft und der russische Gesch&auml;ftsmann Arkadi Rotenberg, ein enger Vertrauter von Pr&auml;sident Wladimir Putin, haben wegen der EU-Sanktionen bereits Rechtsmittel eingelegt. (&hellip;)<br>\nBei den Klagen der Banken gegen die Sanktionen gehe es mindestens um Schadensersatzforderungen in dreistelliger Millionenh&ouml;he &ndash; und der Gang vor den EuGH sei alles andere als chancenlos, glaubt das &ldquo;Handelsblatt&rdquo;.<br>\nSo m&uuml;sse der Rat der EU-Regierungschefs im Einzelnen nachweisen, dass betroffene Banken, Energieunternehmen und Oligarchen tats&auml;chlich an der Annexion der Krim beteiligt waren. Schon mehrfach habe das Gericht Sanktionen gegen Personen oder Unternehmen in Drittstaaten f&uuml;r null und nichtig erkl&auml;rt. (&hellip;)<br>\nMit einem Urteil sei sp&auml;testens in 30 Monaten zu rechnen. Es k&ouml;nne aber auch durchaus schneller gehen, denn es gebe ja bereits eine ganze Reihe von Pr&auml;zedenzf&auml;llen, an denen sich das Gericht orientieren k&ouml;nne, zitiert die Zeitung einen Gerichtssprecher.<br>\nNach diesen Aussagen hebt der EuGH Sanktionen auf, wenn die EU zuvor einen verfahrenstechnischen Fehler gemacht hat. Der liegt etwa vor, wenn die Betroffenen nicht in der vorgeschriebenen Art und Weise angeh&ouml;rt wurden &ndash; und deshalb nichts zu ihrer Verteidigung vortragen konnten. (&hellip;)<br>\nF&uuml;r nichtig erkl&auml;rt der EuGH die Strafma&szlig;nahmen auch dann, wenn die daf&uuml;r erforderlichen Beweise nicht erbracht wurden. In der Vergangenheit ist es dem Europ&auml;ischen Rat nicht immer gelungen, nachzuweisen, dass die Verh&auml;ngung von Sanktionen gegen einzelne Personen berechtigt gewesen sei. Die Schuld daf&uuml;r liege nicht beim Rat selbst, sondern bei einzelnen Mitgliedstaaten, sagte ein EU -Diplomat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dw.de\/russische-banken-klagen-gegen-eu-sanktionen\/a-18028007\">DW<\/a><\/li>\n<li><strong>NATO f&auml;ngt russische Jets ab<\/strong><br>\nNATO-Kampfjets haben erneut russische Milit&auml;rflugzeuge im internationalen Luftraum abgefangen. Am Freitag stiegen vier portugiesische Armeeflugzeuge vom Typ F-16 auf, um zwei russische Maschinen abzufangen, wie das portugiesische Verteidigungsministerium mitteilte.<br>\nDemnach geschah der Einsatz im Rahmen der NATO-Luftraum&uuml;berwachung. Das Abfangen nicht identifizierter Flugzeuge, die sich dem Luftraum des Milit&auml;rb&uuml;ndnisses n&auml;hern, geh&ouml;rt zum Standardvorgehen bei der gemeinsamen Luftraum&uuml;berwachung. Die russische Botschaft in Lissabon teilte mit, die russischen Flieger h&auml;tten sich ausschlie&szlig;lich in internationalem Luftraum bewegt.<br>\nBereits am Mittwoch hatte die NATO von &ldquo;umfangreichen&rdquo; russischen Luftman&ouml;vern mit Langstreckenbombern, Kampfjets und Tankflugzeugen berichtet. Am Dienstag und Mittwoch seien vier Verb&auml;nde mit insgesamt 26 russischen Kampfflugzeugen abgefangen worden &uuml;ber der Nord- und Ostsee, dem Atlantik und dem Schwarzen Meer. Unter den Langstreckenbombern seien auch Maschinen vom Typ TU-95 gewesen, die bei Bedarf mit Nuklearwaffen best&uuml;ckt werden k&ouml;nnen. Teilweise hatten sich die Flugzeuge nicht angemeldet, gaben keine Transpondersignale f&uuml;r die zivile Luftraum&uuml;berwachung ab und waren auch nicht per Funk zu erreichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/nato-russland-flieger-105.html?r=&amp;lid=370132&amp;pm_ln=2\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Was w&uuml;rde wohl im umgekehrten Fall passieren: Wenn russische Kampfjets Milit&auml;rflugzeuge der NATO im internationalen Luftraum abfangen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Wir haben eine Vertrauensgrundlage geschaffen&rdquo;<\/strong><br>\nHeinemann: Die Ukraine muss Vorkasse leisten. Wir haben nun gelernt, das Land ist pleite. Woher soll das Geld kommen?<br>\nOettinger: Die Ukraine hat ja im Gasgesch&auml;ft noch eigene Eink&uuml;nfte, zwar nicht kostendeckend, aber sie verkaufen ja das Gas, was sie ankaufen, an Stadtwerke, an die Industriekunden, und dadurch bekommen sie ja Einnahmen. Das hei&szlig;t, Naftogaz hat selbst noch gewisse Handlungsm&ouml;glichkeiten.<br>\nZum zweiten: Sie bekommen Monat f&uuml;r Monat erhebliche Transitgeb&uuml;hren. Die Russen bezahlen f&uuml;r die Transitfunktion, Gas aus Russland durch die Ukraine nach Slowakei, Ungarn, Polen und damit &Ouml;sterreich und Deutschland zu transportieren, pro Monat 160 Millionen Dollar.<br>\nZum dritten haben wir ja schon seit einigen Monaten Hilfsprogramme laufen. Der IWF, der W&auml;hrungsfonds aus seinem Haushalt und die Europ&auml;ische Union aus ihrem Haushalt, wir geben der Ukraine Geld, damit sie ihre Aufgaben finanzieren kann, und hat sie jetzt dringend gebeten, man kann auch sagen, ein bisschen dazu gedr&uuml;ckt, dass sie aus diesen Einnahmen aus den Hilfsprogrammen einen ausreichenden Teil an Geldern nicht f&uuml;r andere Aufgaben, sondern f&uuml;r die Gasschulden und f&uuml;r neue Gaseink&auml;ufe bereitstellt. (&hellip;)<br>\nHeinemann: Und vielleicht hat es ja auch mit Ihrem Einfluss zu tun gehabt. Sie m&uuml;ssen Ihr Licht nicht unter den Scheffel stellen. &ndash; Wie dauerhaft ist diese L&ouml;sung jetzt?<br>\nOettinger: Sie m&uuml;ssen sehen, dass die Ukraine ja selbst Gas produziert, aber nicht ausreichend, und dass die Ukraine durch unsere Hilfe seit einigen Monaten auch Gas aus anderen Quellen, aus der Slowakei, aus Ungarn, aus Polen, und damit nicht nur Gas aus Russland importieren kann. Aber es reicht im Winter nicht aus. Indem wir jetzt bis Ende M&auml;rz durch sind, sind wir praktisch bis September n&auml;chsten Jahres durch. Jetzt haben wir ein knappes Jahr Zeit, um nicht die H&auml;nde in den Scho&szlig; zu legen, sondern dann in aller Ruhe &uuml;ber eine dauerhafte Neuordnung der Vertragsbeziehungen zu sprechen. Aber klar ist: Indem wir jetzt einen Durchbruch erzielt haben, indem ein Winterpakt m&ouml;glich war, haben wir auch eine Vertrauensgrundlage geschaffen. Die Partner kennen sich jetzt gut, kennen ihre St&auml;rken und Schw&auml;chen, kennen ihre Tricks, wissen aber auch, dass man Wort h&auml;lt, und ich glaube, der Vertrag wird eingehalten. Dann h&auml;tten wir im Januar, Februar, M&auml;rz es weit leichter, indem wir dann aufbauen auf der geschaffenen Vertrauensgrundlage, auf t&auml;glich laufenden Gasbeziehungen, aufbauend auf den gezahlten offenen Rechnungen, und damit, glaube ich, dann im Fr&uuml;hjahr f&uuml;r die n&auml;chsten Jahre die Stabilisierung der Gasbeziehungen hinbekommen.<br>\nHeinemann: Herr Oettinger, welchen Einfluss hatten Rahmenbedingungen? Haben die Sanktionen, haben vielleicht auch die niedrigen &Ouml;lpreise die russische Bereitschaft zum Kompromiss gef&ouml;rdert?<br>\nOettinger: Klar ist, dass f&uuml;r Russland der Verkauf von &Ouml;l und Gas etwa 50 Prozent seiner Gesamteinnahmen ausmacht. Der &Ouml;lpreis ist im Keller, der ist heute &uuml;ber 20 Dollar pro Barrel, pro Fass &Ouml;l geringer als noch vor wenigen Monaten. Da fallen Milliarden Einnahmen aus. Gazprom ist zwar ein Weltunternehmen, aber die Bilanz 2014 hat bisher nicht so gut ausgesehen. Die Bezahlung von alten Schulden hilft hier, die Jahresbilanz zu stabilisieren, zumal ja Gazprom nicht nur dem Staat Russland geh&ouml;rt, sondern auch mit 49 Prozent private Aktion&auml;re hat. Die erwarten schwarze Zahlen und erwarten Dividende.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/gasstreit-wir-haben-eine-vertrauensgrundlage-geschaffen.694.de.html?dram:article_id=301895\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Ukraine hofft auf westliche Finanzhilfen<\/strong><br>\nDie EU feiert den Durchbruch im Gasstreit. Die Ukraine soll einen Teil ihrer Schulden an Russland bis Ende des Jahres begleichen &ndash; doch woher das Geld f&uuml;r den Deal kommen soll, bleibt noch offen. (&hellip;)<br>\nWomit die vier Milliarden Kubikmeter russischen Erdgases, die bis Ende Dezember 2014 geliefert werden sollen, bezahlt werden k&ouml;nnen, dar&uuml;ber wollte in Br&uuml;ssel niemand laut nachdenken. Die beiden scheidenden EU-Politiker Jos&eacute; Manuel Barroso, Chef der EU-Kommission, und G&uuml;nther Oettinger, bis Ende Oktober Energiekommissar, strahlten bei der Vertragsunterzeichnung bis &uuml;ber beide Ohren. Sie hatten sich seit Monaten f&uuml;r eine L&ouml;sung des Problems vor Ausbruch des Winters bem&uuml;ht, weil zu bef&uuml;rchten stand, dass durch den russischen Lieferstopp an die Ukraine auch Verbraucher in EU-L&auml;ndern betroffen sein k&ouml;nnten.<br>\nDie neue EU-F&uuml;hrung will keine Wiederholung der Gaskrise vom Januar 2009. Damals stritten sich die Ukraine und Russland ebenfalls wegen Gasrechnungen, es kam zum Lieferstopp. Weil damals noch mehr als 80 Prozent des in der EU verbrauchten Erdgases durch ukrainische Pipelines in den Westen gepumpt wurde, sa&szlig;en die Menschen in Serbien und &Ouml;sterreich im Kalten. Juri Prodan war zu dieser Zeit Energieminister, Regierungschefin war Julia Timoschenko. Zusammen mit dem damaligen russischen Ministerpr&auml;sidenten Wladimir Putin einigte sich Timoschenko auf einen bis heute umstrittenen Vertrag. Der Preis f&uuml;r 1000 Kubikmeter russischen Gases betrug stolze 480 Dollar.<br>\nNaftogaz seit Jahren zahlungsunf&auml;hig<br>\nWeder vor f&uuml;nf Jahren noch heute ist die Ukraine in der Lage, ihre Gasrechnungen an Russland aus eigener Kraft zu begleichen. Naftogaz importiert die Ware und gibt sie an regionale Versorger und Industriebetriebe weiter. Diese Kunden zahlen in der Regel jedoch nicht oder nur teilweise. Deshalb ist Naftogaz seit Jahren zahlungsunf&auml;hig und wird nur aus Haushaltsmitteln am Leben gehalten. Etliche Naftogaz-Chefs landeten auf dem Sessel des Energieministers und gingen von dort oft wieder zur&uuml;ck in die Industrie. So entstand ein Filz aus Wirtschaft und Politik. Bereits nach der Wirtschaftskrise 2008 verlangten die internationalen Geldgeber die Aufl&ouml;sung und Neustrukturierung von Naftogaz. Doch passiert ist wenig.<br>\nNun fordern Ministerpr&auml;sident Jazenjuk und Pr&auml;sident Petro Poroschenko erneut mehr Geld. W&auml;hrend in Br&uuml;ssel die Vertr&auml;ge unterzeichnet wurden, telefonierte Jazenjuk mit US-Vize-Pr&auml;sident Joe Biden, Poroschenko sprach mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Der Westen solle seine Kontakte zum IWF bem&uuml;hen. Im Fr&uuml;hjahr hatte der W&auml;hrungsfonds einem Kredit &uuml;ber 17 Milliarden Dollar zugestimmt. Die n&auml;chste Tranche in H&ouml;he von 2,7 Milliarden Dollar soll jedoch erst Anfang 2015 &uuml;berwiesen werden. Nun hofft man in Kiew, dass die EU und die USA der Ukraine bis Ende 2014 mit mindestens zwei Milliarden Dollar aushelfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/nach-ende-von-gasstreit-mit-russland-ukraine-hofft-auf-westliche-finanzhilfen\/10918242.html\">Der Tagesspiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Manche Medien bezeichnen das Verhandlungsergebnis als &bdquo;gr&ouml;&szlig;ten Erfolg seiner (Oettingers; H.R.) Karriere&ldquo; und zugleich habe Gazprom eine Niederlage hinnehmen m&uuml;ssen, so nachlesbar hier: Kompromiss im Gasstreit: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/gasstreit-oettinger-ist-der-gewinner-der-verhandlungen-a-1000375.html\">Krise verhindert, Problem vertagt<\/a>.<\/em><br>\n<em>Jedoch: Schon bisher scheinen auch deutsche Steuergelder f&uuml;r den Einsatz der neuen Machthaber in Kiew geflossen zu sein &ndash; erinnert sei an an den fragw&uuml;rdigen &bdquo;OSZE-Einsatz&ldquo; sowie an das Milit&auml;rman&ouml;ver und an evt. verdeckt operierende Geheimdiensteinheiten in dem Land. Und nun soll auch Deutschland offenbar f&uuml;r die Energie der Ukraine bezahlen.<\/em><br>\n<em>Verzeihung, aber aus deutscher Perspektive klingt dieses Verhandlungsergebnis nicht wie ein Erfolg, sondern wie ein Fass ohne Boden, in das nahezu sinnlos Geld gepumpt wird.<\/em><br>\n<em>Geld, das hierzulande z.B. f&uuml;r die Bildung oder Soziales &ndash; beispielsweise f&uuml;r eine kr&auml;ftige Anhebung des ALG-II-Regelsatzes &ndash; fehlt.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>&ldquo;Nacktscanner&rdquo; kommen auch nach Deutschland<\/strong><br>\nManche Passagiere finden sie extrem praktisch, andere sehen in ihnen einen Eingriff in die Privatsph&auml;re: Die K&ouml;rperscanner an Flugh&auml;fen. Lange wurde der Einsatz in Deutschland diskutiert, es gab freiwillige Tests und nun scheint es soweit zu sein. Wie &ldquo;Der Tagesspiegel&rdquo; berichtet, wurden bereits 89 der Ger&auml;te f&uuml;r deutsche Flugh&auml;fen bestellt.<br>\nNoch in diesem Jahr w&uuml;rden 14 Ger&auml;te vom Typ &ldquo;ProVision 2&rdquo; angeschafft und in D&uuml;sseldorf, K&ouml;ln\/Bonn und Stuttgart installiert. Im kommenden Jahr sollten dann 75 weitere Scanner f&uuml;r Flugh&auml;fen mit internationalen Verbindungen beschafft werden. Nachdem auch die Fehlerquote der Scanner gesenkt werden konnte, sind einige Ger&auml;te bereits beispielsweise in Berlin-Sch&ouml;nefeld, D&uuml;sseldorf, Frankfurt, Hamburg, M&uuml;nchen und Stuttgart im Einsatz.<br>\nGegen&uuml;ber &ldquo;Spiegel Online&rdquo; best&auml;tigte Tobias Plate, ein Sprecher des Bundesinnenministeriums (BMI) den Bericht des Tagesspiegels im Allgemeinen. Grund sei eine ge&auml;nderte Sicherheitslage. F&uuml;r die Passagiere bleibe die Nutzung aber freiwillig, sagte Plate. Wer will, kann sich also auch wie bisher nach dem Gang durch den Metalldetektor einer Leibesvisitation durch die Sicherheitskr&auml;fte unterziehen. (&hellip;)<br>\nDer Fluggast betritt den Scanner, hebt die Arme und nach zwei Sekunden ist die Prozedur vorbei. Abgetastet werden die Passagiere dann nur noch, sollte es irgendwelche Auff&auml;lligkeiten geben.<br>\nDurch die Einf&uuml;hrung der Ger&auml;te steht eine neue Technologie zur Verf&uuml;gung. Die jetzt bestellten Ger&auml;te sollen zudem zuverl&auml;ssiger sein als diejenigen, die in den vergangenen Jahren testweise zum einsatz kamen und relativ h&auml;ufig Fehlalarm ausl&ouml;sten.<br>\nDank weiterer neuer Technologien wie spezieller Fl&uuml;ssigkeitsscanner sollen Passagiere vermutlich ab 2016 wieder Fl&uuml;ssigkeiten ohne Beschr&auml;nkung mit an Bord nehmen k&ouml;nnen, berichtet der Tagesspiegel weiter. Au&szlig;erdem soll das BMI laut &ldquo;Tagesspiegel&rdquo; zusammen mit deutschen Unternehmen an sogenannten &ldquo;Walk-Through-Security-Scannern&rdquo; arbeiten, die Passagiere quasi im Vorbeigehen durchleuchten w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.t-online.de\/reisen\/flugreisen\/id_71607200\/nacktscanner-kommen-auch-an-flughaefen-in-deutschland.html\">T-online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> St&uuml;ck f&uuml;r St&uuml;ck kommen wir der totalen &Uuml;berwachung n&auml;her: Aber nicht streng milit&auml;risch wie George Orwell sie in &bdquo;1984&ldquo; beschrieben hat, sondern eher mit dem Gute-Laune-Gef&uuml;hl der &bdquo;Sch&ouml;nen neuen Welt&ldquo; von Aldous Huxley.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Edward Snowden: A &lsquo;Nation&rsquo; Interview<\/strong><br>\nIn a wide-ranging conversation, he discusses the surveillance state, the American political system and the price he&rsquo;s paid for his understanding of patriotism.<br>\nOn October 6, Nation editor and publisher Katrina van den Heuvel and contributing editor Stephen F. Cohen (professor emeritus of Russian studies at New York University and Princeton) sat down in Moscow for a wide-ranging discussion with Edward Snowden. Throughout their nearly four-hour conversation, which lasted considerably longer than planned (see below for audio excerpts), the youthful-appearing Snowden was affable, forthcoming, thoughtful and occasionally humorous. Among other issues, he discussed the price he has paid for speaking truth to power, his definition of patriotism and accountability, and his frustration with America&rsquo;s media and political system. The interview has been edited and abridged for publication, compressing lengthy conversations about technological issues that Snowden has discussed elsewhere.<br>\nThe Nation: It&rsquo;s very good to be here with you. We visit Moscow often for our work and to see old friends, but you didn&rsquo;t choose to be in Russia. Are you able to use your time here to work and have some kind of social life? Or do you feel confined and bored?<br>\nSnowden: I describe myself as an indoor cat, because I&rsquo;m a computer guy and I always have been. I don&rsquo;t go out and play football and stuff&mdash;that&rsquo;s not me. I want to think, I want to build, I want to talk, I want to create. So, ever since I&rsquo;ve been here, my life has been consumed with work that&rsquo;s actually fulfilling and satisfying.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.thenation.com\/article\/186129\/snowden-exile-exclusive-interview?utm_source=Sailthru&amp;utm_medium=email&amp;utm_term=email_nation&amp;utm_campaign=Email%20Nation%20%28NEW%29%20-%20Most%20Recent%20Content%20Feed%2020141028&amp;newsletter=email_nation#\">The Nation<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&bdquo;Der erste Schritt ist eine Vision&ldquo;<\/strong><br>\nEx-Au&szlig;enminister Joschka Fischer fordert mehr Engagement Europas in den Krisenherden der Welt. Und dann gibt es auch noch die Gr&uuml;nen. (&hellip;)<br>\nKeynesianer w&uuml;rden sagen: Mit den Hartz-Reformen haben Sie Deutschlands Exportf&auml;higkeit gesteigert und die europ&auml;ische Krise heraufbeschworen.<br>\nQuatsch! Wir waren in einer Situation, in der wir handeln mussten. Die Arbeitslosigkeit stieg faktisch mit jedem Monat weiter an, der Etat drohte deshalb aus allen N&auml;hten zu platzen. Wir mussten auf die Strukturver&auml;nderungen, die sich auch durch die &Ouml;ffnung Osteuropas ergeben hatten, reagieren und Deutschlands Wettbewerbsf&auml;higkeit wiederherstellen. In der Spitze hatten wir mehr als f&uuml;nf Millionen Arbeitslose!<br>\nAber auf dem Maidan sind zum ersten Mal Menschen f&uuml;r Europa gestorben. (&hellip;)<br>\nSyrien ist f&uuml;r mich, leider, das Beispiel, wohin Nichtintervention f&uuml;hren kann: in ein endloses Desaster. Ja, es war ein Fehler, nicht zu intervenieren. (&hellip;)<br>\nUnsere Sicherheit lebt von der amerikanischen Sicherheitsgarantie.<br>\nDennoch: M&uuml;ssten Deutschland und Europa angesichts all der Fehler, etwa des Irakkriegs, nicht anstreben, von den USA unabh&auml;ngiger zu werden?<br>\nWeder Deutschland noch Europa k&ouml;nnen auf die amerikanische Sicherheitsgarantie verzichten, machen Sie sich keine Illusionen. Nicht unabh&auml;ngiger, aber unsere Beitr&auml;ge im B&uuml;ndnis m&uuml;ssen st&auml;rker werden. Und das kann ich mir nur europ&auml;isch vorstellen. Wenn Europa st&auml;rker w&auml;re, politisch geschlossener, und mehr F&auml;higkeiten h&auml;tte, w&uuml;rde das zum Beispiel in Moskau sehr klar verstanden und die Kalkulation w&auml;re eine andere.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!148732\/\">taz.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Hat Herr Fischer wirklich eine Vision f&uuml;r Europa oder ist es nicht vielmehr pure Einbildung\/Tr&auml;umerei, was er hier zum Ausdruck bringt? Zwei Beispiele: 1. Er hat offenbar die Situation der Arbeitslosigkeit von vor und nach der Agenda 2010-Politik und die damit auch verbundenen statistischen Tricksereien &uuml;berhaupt nicht erfasst. 2. Herr Fischer m&ouml;chte Europa sicherheitspolitisch nicht etwa emanzipieren, sondern auf absehbare Zeit an die USA binden.<\/em><br>\n<em>Es stellt sich die Frage nach dem Zweck des Interviews: Handelt es sich vielleicht lediglich um Marketing f&uuml;r das neue Fischer-Buch?<\/em><\/p>\n<p><strong>Passend dazu: Joschka Fischer: Mehr H&auml;rte gegen Russland<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here deutsche Au&szlig;enminister Joseph &ldquo;Joschka&rdquo; Fischer bl&auml;st zum Kampf der Kulturen. In Gastbeitr&auml;gen und Interviews in f&uuml;hrenden deutschen Medien fordert der einstige Spitzenpolitiker der Gr&uuml;nen &ldquo;mehr H&auml;rte&rdquo; gegen Russland und einen Anschluss der Ukraine an die EU. Pr&auml;sident Wladimir Putin f&uuml;hre einen Kampf gegen die &ldquo;Dekadenz&rdquo; des Westens, die Europ&auml;ische Union m&uuml;sse darauf &ldquo;entschlossen&rdquo; reagieren. Schluss mit &ldquo;Appeasement&rdquo;, ruft Fischer entschlossen &ndash; und schon sitzt der Erste Mann des Kreml in der Hitler-Ecke.<br>\nJoseph Fischer wei&szlig;, wie man Stimmung sch&uuml;rt. 1999 hat der Gr&uuml;ne, erst wenige Monate im Amt, als erster deutscher Au&szlig;enminister nach 1945 seine Partei und das Land gegen den Willen der Bev&ouml;lkerung in den Krieg gef&uuml;hrt. Kampfflugzeuge der Bundeswehr beteiligten sich damals am Nato-Bombardement gegen Jugoslawien. Der Feldzug war v&ouml;lkerrechtswidrig, eine Aggression mit mehr als tausend Toten, einer komplett zerst&ouml;rten Infrastruktur und am Ende mehr als 200.000 auf Dauer aus ihrer angestammten Heimat vertriebenen Kosovo-Serben. Joseph Fischer hat sich daf&uuml;r nie verantworten m&uuml;ssen, wie kein anderer damals in den Nato-Staaten verantwortlicher Politiker. Im Gegenteil: In den Mainstream-Medien des Westens gilt er als &ldquo;Elder Statesman&rdquo;, den man gerne zu Wort kommen l&auml;sst.<br>\nDie &ldquo;S&uuml;ddeutsche Zeitung&rdquo;, &ldquo;Die Zeit&rdquo; und &ldquo;Der Spiegel&rdquo; r&auml;umen dem Au&szlig;enminister a.D. reichlich Platz ein, sein in dieser Woche erscheinendes Buch &ldquo;Scheitert Europa?&rdquo; zu promoten. Fischer gibt darin Durchhalteparolen gegen Moskau aus. Der Westen &ndash; &ldquo;und vorneweg Europa&rdquo;, doziert der kriegsgest&auml;hlte Ex-Sponti &ndash; stehe &ldquo;vor schwierigen Grundsatzentscheidungen, denn es ist nur eine feine Trennlinie, die eine Politik des Appeasements von einer Politik der Vernunft trennt. So richtig es ist, nicht auf eine emotional begr&uuml;ndete, unvern&uuml;nftige Eskalation zu setzen, so klar ist es aber auch andererseits, dass jede Anpassung an Moskaus Weltmachtpolitik nur zu einer weiteren Eskalation beitragen wird, denn Zur&uuml;ckhaltung oder gar Akzeptanz wird in den herrschenden politischen Elite Russlands als Zeichen der Schw&auml;che, ja von Dekadenz aufgefasst.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.ria.ru\/opinion\/20141015\/269792593.html\">Ria Novosti<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Kohl macht Schr&ouml;der f&uuml;r EU-Schuldenkrise verantwortlich<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) macht in einem demn&auml;chst erscheinenden Buch die rot-gr&uuml;ne Regierung unter seinem Nachfolger Gerhard Schr&ouml;der (SPD) f&uuml;r die Schuldenkrise in Europa verantwortlich. Wie die &ldquo;Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung&rdquo; (FAS) in ihrer neuen Ausgabe berichtet, kreidet Kohl der Nachfolgeregierung zwei schwere Fehler an: Sie habe Griechenland zu fr&uuml;h in die Eurozone aufgenommen und den Euro-Stabilit&auml;tspakt aufgeweicht.<br>\n&ldquo;Beide Entscheidungen geh&ouml;ren zu den wesentlichen Fehlentwicklungen, die wir in der EU, im Euroraum, in einzelnen Mitgliedstaaten und dar&uuml;ber hinaus insgesamt erleben m&uuml;ssen und zu Recht beklagen&rdquo;, schreibt Kohl demnach in seinem Buch &ldquo;Aus Sorge um Europa&rdquo;, das er am Montag gemeinsam mit dem neuen EU-Kommissionspr&auml;sidenten Jean-Claude Juncker in Frankfurt am Main vorstellen will. Diese Fehlentwicklungen seien dann durch Fehlentscheidungen an den Finanzm&auml;rkten noch verst&auml;rkt worden. &ldquo;Was hier passiert ist, ist wirklich ein Schandst&uuml;ck deutscher Politik&rdquo;, schreibt Kohl dem Bericht zufolge.<br>\nDer fr&uuml;here Bundeskanzler wendet sich auch gegen Kritik, wonach Konstruktionsfehler beim Euro oder beim Bau Europas zur Schuldenkrise gef&uuml;hrt h&auml;tten. Er sei froh dar&uuml;ber, &ldquo;den Euro als feste Klammer f&uuml;r Europa zu haben&rdquo;. Die mit dem Euro verbundenen Hoffnungen f&uuml;r eine tiefere europ&auml;ische Zusammenarbeit w&uuml;rden sich erf&uuml;llen, &ldquo;wenn wir beim Euro Schritt f&uuml;r Schritt, aber schnellstm&ouml;glich wieder zu einer Gemeinschaft der Stabilit&auml;t und der Rechtstreue zur&uuml;ckkehren&rdquo;, mahnt Kohl dem Bericht zufolge.<br>\nWeiter schreibt der CDU-Politiker laut &ldquo;FAS&rdquo; , dass die EU nun solidarisch zu Griechenland stehen m&uuml;sse. Zugleich betont er, dass es mit ihm als Bundeskanzler keine Zustimmung gegeben h&auml;tte, Griechenland von Anfang an in den Euroraum aufzunehmen. Das Land habe sich schon damals in einer Situation befunden, &ldquo;die jedem, der genauer hinsah, nicht verborgen geblieben sein konnte, und an Warnungen hat es auch nicht gefehlt&rdquo;, schrieb der Altkanzler.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/news2\/aktuell\/kohl-macht-schroeder-fuer-eu-schuldenkrise-verantwortlich-2149644.html\">stern<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Ob Herr Kohl als Bundeskanzler tats&auml;chlich anders gehandelt h&auml;tte als es Herr Schr&ouml;der gemacht hat, kann bezweifelt werden. Wie hei&szlig;t es doch so sch&ouml;n: Hinterher ist man immer schlauer.<\/em><br>\n<em>Im &Uuml;brigen: Implizit wirft Herr Kohl seinen &bdquo;Freunden&ldquo; von den griechischen Konservativen vor, nicht die Wahrheit &uuml;ber die Situation des Landes mitgeteilt zu haben. Aber im Umgang mit der Wahrheit hat dieser Altkanzler ja auch seine ganz eigenen Erfahrungen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Passend dazu:<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/141103_02.jpeg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p><em><strong>Dazu schreibt uns unser Leser E.P.: <\/strong><\/em><br>\n<em>Guten Morgen Nachdenkseiten,<\/em><br>\n<em>Hier in Anlage eine e-mail eines Freundes aus GR.  Die Reklame ist an Londoner Bushaltestellen angebracht, vermutlich von britischen Euroskeptikern finanziert.<\/em><br>\n<em>Was die Mainstreampresse in GB &uuml;ber GR schreibt scheint nicht die entsprechende Aufmerksamkeit zu wecken. Auch nicht Spekulationen &uuml;ber die Neuwahlen und die m&ouml;gliche n&auml;chste griechische Regierung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Barrosos letzter Coup<\/strong><br>\n&ldquo;Ich bin weder neoliberal noch konservativ&rdquo;: Mit diesen Worten verabschiedet sich Kommissionschef Barroso nach zehn Jahren aus dem Amt. Zu dumm, dass ihm das niemand mehr glaubt.<br>\nSchlie&szlig;lich steht die Kommission Barroso I f&uuml;r ungez&uuml;gelte Finanzm&auml;rkte, und Barroso II f&uuml;r neoliberale &ldquo;Anpassungsprogramm&rdquo; f&uuml;r halb Europa, Barrosos Heimatland Portugal eingeschlossen.<br>\nIn einem lesenswerten Interview mit dem belgischen &ldquo;Soir&rdquo; gibt Barroso den Schwarzen Peter aber weiter &ndash; an Kanzlerin Merkel. In der Eurokrise habe sie es an Solidarit&auml;t missen lassen.<br>\nZudem habe sei beim Krisen-Gipfel im Herbst 2011 in Cannes geplant gewesen , &ldquo;Italien unter die Kuratel des IWF&rdquo; zu stellen. &ldquo;Sogar Merkel war einverstanden&rdquo;, so Barroso &uuml;ber die &ldquo;gr&ouml;&szlig;te Konfrontation&rdquo;.<br>\nEr habe dies aber gemeinsam mit Ratspr&auml;sident Van Rompuy verhindert&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/author\/ebo\/\">Lost in Europe<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Massenprotest gegen Sparpolitik: Irlands Wasserwut<\/strong><br>\nWeil Irland seit der Finanzkrise rigide spart, sollen die B&uuml;rger ab 2015 Wassergeb&uuml;hren zahlen. Im Massenprotest gegen die neue Belastung entl&auml;dt sich nun der Frust der Iren &uuml;ber die Zumutungen des Krisenmanagements.<br>\nZehntausende Iren haben gegen Pl&auml;ne f&uuml;r neue Wassergeb&uuml;hren protestiert. Allein im Zentrum der Hauptstadt Dublin gingen am Samstag 20.000 Menschen auf die Stra&szlig;en. Landesweit waren es nach Sch&auml;tzungen des staatlichen Rundfunksenders RTE etwa 120.000. Es ist der gr&ouml;&szlig;te &ouml;ffentliche Protest gegen die Sparpolitik der Regierung seit Irlands Rettung vor der Staatspleite durch EU und Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) vor vier Jahren.<br>\nDie Wassergeb&uuml;hren geh&ouml;ren zu Sparma&szlig;nahmen, zu denen sich die Regierung im Gegenzug f&uuml;r die internationale Finanzhilfe verpflichtet hatte. Bisher wurde die Wasserversorgung durch Steuern finanziert. Mit den neuen Geb&uuml;hren wird ein Durchschnittshaushalt nun wahrscheinlich zwischen 200 und 400 Euro im Jahr bezahlen m&uuml;ssen. Ausnahmen soll es zwar geben. Aber ganz fallen lassen wird die Regierung ihre Pl&auml;ne wohl kaum. Ministerpr&auml;sident Enda Kenny k&uuml;ndigte nun an, dass alle Unklarheiten &uuml;ber die finanziellen Belastungen bald beseitigt w&uuml;rden. (&hellip;)<br>\nDer Aufschwung kommt bei den Menschen nicht an<br>\nIrland war 2010 tief in die Schuldenkrise gerutscht, weil die Regierung marode Banken retten musste. Im vergangenen Jahr konnte das Land als erster der Euro-Krisenstaaten das Hilfsprogramm von EU und IWF wieder verlassen. Im Mai 2014 gab die Regierung bekannt, sie wolle einen Teil der Darlehen fr&uuml;her als geplant zur&uuml;ckzahlen. Irland k&ouml;nne sich g&uuml;nstig Geld leihen und so die Kosten verringern, sagte Wirtschaftsminister Richard Bruton am Freitag. &ldquo;Das w&auml;re auf jeden Fall attraktiv.&rdquo;<br>\nDieses Jahr erwartet Irland ein Wirtschaftswachstum von fast f&uuml;nf Prozent. Das Land gilt als Musterbeispiel f&uuml;r die &Uuml;berwindung der Schuldenkrise.<br>\nViele Iren beklagen aber, dass der Aufschwung bei ihnen nicht ankomme. &ldquo;Es geht nicht nur um Wasser. Es geht um die vergangenen f&uuml;nf Jahre&rdquo;, sagte ein 55-j&auml;hriger Schildermaler. Er habe sein Auto abschaffen und seine Lebens- und Krankenversicherung k&uuml;ndigen m&uuml;ssen. In diesem Jahr habe er nachdenken m&uuml;ssen, ob er sich neue Schuhe kaufen k&ouml;nne. &ldquo;So weit sind wir gekommen. Das Ma&szlig; ist voll.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/schuldenkrise-in-irland-iren-protestieren-gegen-wassergebuehren-a-1000593.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> F&uuml;r mich nicht ganz nachvollziehbar &ndash; andere &ldquo;Spar&rdquo;ma&szlig;nahmen der Regierung waren schlimmer als 200 bis 400 Euro im Jahr. Aber die Protestzahlen sind enorm: 120.000 von 4,6 Millionen Iren sind 2,6 Prozent der Bev&ouml;lkerung; auf Deutschland umgerechnet w&auml;ren das 2 Millionen auf den Stra&szlig;en.<\/em><br>\n<em>&Uuml;brigens, SPIEGEL: auch in Deutschland kommt der Aufschwung nicht bei den Menschen an &ndash; seit dem Jahr 1999 minus 4 Prozent real bei den L&ouml;hnen. Haben wir von Dir trotzdem mal was Anderes geh&ouml;rt als den &uuml;blichen Unsinn &aacute; la &ldquo;Boom in Deutschland&rdquo;, &ldquo;Deutschland geht es gut&rdquo; und &ldquo;die Konsumlust ist ungebrochen&rdquo;?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Das 50-Milliarden-Urteil  von Yukos &ndash;  und die Risiken f&uuml;r Deutschland<\/strong><br>\nEin Schiedsgericht erkannte im Sommer drei ehemaligen Yukos-Aktion&auml;ren einen Schadensersatzanspruch von 50 Milliarden Dollar zu. Rechtsexperte Jan D. Bayer analysiert, welche Milliardenrisiken vor diesem Hintergrund der Bundesrepublik k&uuml;nftig aus Investitionsschutzverfahren drohen k&ouml;nnten&hellip;<br>\nEinerseits trifft der Schiedsspruch weitreichende Feststellungen zu bestimmten auch f&uuml;r Deutschland relevanten Klauseln des Energiecharta-Vertrages, auf den etwa Vattenfall seine Entsch&auml;digungsforderung von 4,7 Milliarden Euro wegen des Atomausstiegs st&uuml;tzt. Aufgrund der im Yukos-Schiedsspruch angelegten Breite der Anspruchsberechtigung und der geringen Anforderungen an eine &ldquo;Auslandsinvestition&rdquo; sowie den Begriff der &ldquo;Enteignung&rdquo; ist der Kreis m&ouml;glicher Anspruchsteller in einem Investitionsschutzverfahren nach diesem Vertrag k&uuml;nftig un&uuml;berschaubar. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund des Atomausstiegs und der Energiewende, da der Vertrag Auslandsinvestitionen nicht nur im &Ouml;l- und Gasbereich, sondern auch in den Bereichen Kernkraft, Solar-, Wind- und sonstigen Formen regenerativer Energien umfasst.<br>\nAndererseits zeigt der Yukos-Schiedsspruch eindr&uuml;cklich, dass ein internationales Schiedsgericht zu Entscheidungen kommen kann, die von einem deutschen Gericht bei Anwendung gesetzlicher Beweislastregelungen mit gro&szlig;er Wahrscheinlichkeit nicht getroffen worden w&auml;ren.<br>\nDer Schiedsspruch ist dementsprechend ein ausgesprochen plastisches Beispiel daf&uuml;r, was der Bundesrepublik k&uuml;nftig aus Investitionsschutzverfahren drohen k&ouml;nnte&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/politik\/weltwirtschaft\/welche-folgen-das-yukos-schiedsverfahren-fuer-deutschland-haben-kann-a-1000199.html\">manager-magazin<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Vor allem im Kontext mit TTIP ist dieser Bericht hoch interessant.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Number of global billionaires has doubled since the financial crisis<\/strong><br>\nThe number of billionaires has doubled since the start of the financial crisis, according to a major new report from anti-poverty campaigners.<br>\nAccording to Oxfam, the world&rsquo;s rich are getting richer, leaving hundreds of millions of people facing a life &ldquo;trapped in poverty&rdquo; as global &ldquo;inequality spirals out of control&rdquo;.<br>\nThe report found that the number of billionaires in the world has more than doubled to 1,646 since the financial crisis of 2009, and Oxfam says is evidence that the benefits of a return to economic growth are &ldquo;not being shared with the vast majority&rdquo;.<br>\nThe influential report is supported by Bank of England chief economist Andrew Haldane and Nobel Prize-winning economist Joseph Stiglitz. It notes that since 2009 one million women have died in childcare due to lack of basic health care, and that 57m children are currently missing out on any form of education.<br>\nThe charity, which published the report as part of its new Even It Up campaign, also found that the richest 85 people in the world have the same wealth as the poorest half of the world&rsquo;s population.<br>\nThis group saw its wealth increase by a staggering &pound;412m every day in the last year, while Oxfam now estimates that there are 16 billionaires in Sub-Saharan Africa, where 358m people live in extreme poverty.<br>\nMark Goldring, Oxfam&rsquo;s chief executive, said: &ldquo;Inequality is one of the defining problems of our age. In a world where hundreds of millions of people are living without access to clean drinking water and without enough food to feed their families, a small elite have more money than they could spend in several lifetimes.<br>\n&ldquo;The consequences of extreme inequality are harmful to everyone &ndash; it robs millions of people of better life chances and fuels crime, corruption and even violent conflict. Put simply, it is holding back efforts to end poverty.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.independent.co.uk\/news\/world\/politics\/number-of-global-billionaires-has-doubled-since-the-financial-crisis-9826345.html\">The Independent<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Stephan Hebel &ndash; Tarifeinheit von oben geht nicht<\/strong><br>\nMit ihrem Gesetz will Andrea Nahles angeblich die Arbeitnehmerseite bei Auseinandersetzungen st&auml;rken. Doch anders als beim Mindestlohn k&ouml;nnten die Gewerkschaften das selbst.<br>\nWas hat das Streikrecht mit dem gesetzlichen Mindestlohn zu tun? Auf den ersten Blick eher nichts. Auf den zweiten Blick aber zeigt sich bei beiden: Die Arbeitswelt in Deutschland hat sich so einschneidend ver&auml;ndert, dass sich die Frage nach staatlicher Regulierung mit neuer Dringlichkeit stellt. Der dritte Blick allerdings zeigt, dass staatliches Handeln nicht immer und &uuml;berall dem wom&ouml;glich wohlmeinenden Anliegen dient.<br>\nGenau das muss bef&uuml;rchtet werden, wenn Arbeits- und Sozialministerin Andrea Nahles (SPD) das Werkeln an ihrer neuesten Baustelle nicht doch noch unterbricht. Anders als die gesetzliche Lohnuntergrenze hat das geplante Gesetz zur &bdquo;Tarifeinheit&ldquo; das Zeug dazu, die strukturell unterlegene Arbeitnehmerschaft zus&auml;tzlich zu schw&auml;chen, statt sie zu st&auml;rken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/leitartikel-zu-plaenen-von-andrea-nahles-tarifeinheit-von-oben-geht-nicht,1472602,28900382.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Hoffmann: Arbeitgeber bei Tarifeinheit in der Verantwortung<\/strong><br>\nDer DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann sieht beim Thema Tarifeinheit die Arbeitgeber in der Verantwortung. Wer sich aus der Tarifbindung verabschiede und mit Leiharbeit und Werkvertr&auml;gen Belegschaften spalte, &ldquo;muss sich nicht wundern, wenn sich im Betrieb Partikularinteressen herausbilden&rdquo;. F&uuml;r den DGB sei der Grundsatz &ldquo;ein Betrieb, ein Tarifvertrag&rdquo; weiter zentral f&uuml;r solidarischen Zusammenhalt.<br>\nGefahr f&uuml;r den Frieden<br>\nNach den Streiks der vergangenen Woche wird der Ruf nach einer Tarifeinheit immer lauter, die Politik f&uuml;hlt sich in ihrem Plan f&uuml;r ein Gesetz best&auml;tigt, vom Streik Betroffene fordern es vehement ein. Schluss mit den Streiks, Frieden im Betrieb, und rollende Z&uuml;ge! Die aktuelle Debatte ist ein guter Anlass, daran zu erinnern, warum die Gewerkschaften sich vor 65 Jahren, nach den grausamen Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs, unter dem Dach des DGB als Einheitsgewerkschaft gegr&uuml;ndet haben. Neben der parteipolitischen Unabh&auml;ngigkeit war es vor allem der Grundsatz &ldquo;ein Betrieb, eine Gewerkschaft, ein Tarifvertrag&rdquo;, der die Sozialpartnerschaft in Deutschland &uuml;ber viele Jahrzehnte gepr&auml;gt hat &ndash; und in der Streiks selten sind. Die Konkurrenz der Arbeitnehmer untereinander zu verhindern, war und ist auch heute eine wesentliche Aufgabe der Gewerkschaften. Ziel ist, gemeinsam f&uuml;r die Interessen aller in einem Betrieb zu k&auml;mpfen &ndash; eine solidarische Tarifpolitik. (&hellip;)<br>\nWenn die gleiche T&auml;tigkeit im Betrieb aufgrund unterschiedlicher Tarifvertr&auml;ge unterschiedlich f&uuml;r gewerkschaftlich Organisierte entlohnt wird, dann gibt es keine Verteilungsgerechtigkeit im Betrieb, die sich an einem ausgehandelten, transparenten und abgestuften System von K&ouml;nnen und Leistung orientiert. Dann holt sich die kampfst&auml;rkere Gruppe immer den gr&ouml;&szlig;eren Teil vom Kuchen, zu Lasten der anderen &ndash; denn der Kuchen wird nicht gr&ouml;&szlig;er. Und wo es keine Verteilungsgerechtigkeit gibt, wo das Lohngef&auml;lle w&auml;chst, gibt es auch keinen Frieden, und kein Miteinander, und schon gar kein gemeinsames Auftreten gegen&uuml;ber dem Arbeitgeber. Das schadet den Arbeitnehmerinteressen, und damit den Gewerkschaften. Mag sein, dass heute ein Besch&auml;ftigter profitiert, wenn er mit seiner Gewerkschaft besonders gute L&ouml;hne und Arbeitszeiten herausstreikt &ndash; aber morgen wird er darauf angewiesen sein, dass die Belegschaft zusammenh&auml;lt, und dann wird er diese Solidarit&auml;t nicht finden.<br>\nDas ist der Grund, warum die DGB-Gewerkschaften auf dem Bundeskongress im Mai deutlich gemacht haben, dass sie den Grundsatz, ein Betrieb ein Tarifvertrag, also Tarifeinheit, f&uuml;r den solidarischen Zusammenhalt f&uuml;r ganz zentral halten. Nicht, um kleineren Gewerkschaften das Recht zu nehmen, f&uuml;r ihre Interessen einzutreten &ndash; dass sie das d&uuml;rfen, ist selbstverst&auml;ndlich. Wer den DGB-Gewerkschaften vorwirft, nur die Spartengewerkschaften bek&auml;mpfen zu wollen, kennt sich historisch nicht aus und verkennt somit die aktuelle Herausforderung. Deshalb hat der DGB auch zwei Bedingungen formuliert: Eine gesetzlicher Vorsto&szlig; muss verfassungskonform sein und darf das Streikrecht nicht einschr&auml;nken. Ein Gesetz ist daher keine einfache L&ouml;sung.<br>\nDie Antwort liegt auch in der Hand der Gewerkschaften, die kooperieren sollten, statt sich zu bek&auml;mpfen. Und sie liegt vor allem in der Hand zahlreicher Arbeitgeber und ihrer Verb&auml;nde, die endlich wieder zur Tarifbindung, zur sozialen Verantwortung gegen&uuml;ber dem Arbeitnehmer zur&uuml;ckfinden m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++f7700aae-5a8f-11e4-bf46-52540023ef1a?search_text=tarifeinheit\">DGB<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Unternehmen f&uuml;rchten Zwang zur Betriebsrente<\/strong><br>\nArbeitsministerin Nahles will die Unternehmen dazu dr&auml;ngen, ihren Mitarbeitern Betriebsrenten anzubieten. Der Deutsche Gewerkschaftsbund muss sich seine Meinung dazu erst noch bilden. Das Arbeitgeberlager ist schon weiter.<br>\nDer Auftrag aus dem Koalitionsvertrag ist klar: Schwarz-Rot will mehr kleine und mittlere Unternehmen dazu bringen, ihren Mitarbeitern Betriebsrenten anzubieten. Die Betriebe sollen ermutigt werden, f&uuml;r ihre Mitarbeiter zu sparen. Daf&uuml;r werde gepr&uuml;ft, wie man Hemmnisse abbauen k&ouml;nne, hei&szlig;t es in dem Papier. Nun zeichnet sich im Bundesarbeitsministerium ab, wie der Plan Realit&auml;t werden soll: Ministerin Andrea Nahles (SPD) will es den Tarifparteien erleichtern, gemeinsame Versorgungseinrichtungen aufzubauen und diese anschlie&szlig;end durch die Politik f&uuml;r allgemeinverbindlich erkl&auml;ren zu lassen. So k&ouml;nnten Unternehmen &uuml;ber Tarifvertr&auml;ge gedr&auml;ngt werden, f&uuml;r ihre Mitarbeiter vorzusorgen. Das geht aus einem Papier ihres Ministeriums hervor, das der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vorliegt.<br>\nBislang gibt es eine Vielfalt an M&ouml;glichkeiten, eine Betriebsrente aufzubauen. Am beliebtesten ist die Form, in der Arbeitgeber ihren Mitarbeitern eine direkte Zusage aussprechen. Doch im vergangenen Jahrzehnt hat die sogenannte Entgeltumwandlung am meisten dazu beigetragen, dass sich Betriebsrenten weiterverbreiteten. Arbeitnehmer k&ouml;nnen Teile ihres Lohns einzahlen und sparen damit Steuern und Sozialversicherungsbeitr&auml;ge. Zum Teil beteiligen sich Arbeitgeber mit Zuschl&auml;gen. Das Modell dagegen, das Nahles vorschwebt, w&uuml;rde gemeinsame Einrichtungen von Gewerkschaften und Arbeitgebern, wie sie heute etwa bei der Metallrente existieren, gegen&uuml;ber anderen Formen privilegieren. Kritiker bef&uuml;rchten, dass diese schlechtere Ertr&auml;ge erzielen k&ouml;nnten als in einem vollst&auml;ndigen Wettbewerb der Systeme. F&uuml;r die Arbeitnehmer k&ouml;nnte das unter dem Strich zu niedrigeren Auszahlungen f&uuml;hren<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/unternehmen-fuerchten-zwang-zur-betriebsrente-13241499.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Hier wird kein totes Pferd geritten &ndash; Nahles steigt nicht mal ab, obwohl dieser Kadaver schon verwest ist. Die inneren Widerspr&uuml;che sind eklatant und diese Politik unertr&auml;glich.<\/em><br>\n<em>Die gesetzliche Rente wurde von der SPD kaputt gemacht mit (u. a.) der Begr&uuml;ndung, angesichts von Globalisierung und &Uuml;beralterung a) k&ouml;nnten sich die Unternehmen keine steigenden Rentenbeitr&auml;ge leisten, b) m&uuml;ssten die Arbeitnehmer eigenverantwortlich agieren und c) w&auml;ren die Renditen am Kapitalmarkt h&ouml;her. Alle drei Pseudo-Argumente waren schon theoretisch falsch und haben sich inzwischen schon jahrelang auch empirisch als fehlerhaft herausgestellt. Verr&uuml;ckt ist nun die Gegenreaktion: weil absehbar ist, dass mindestens 30 bis 40 Prozent der Deutschen durch die K&uuml;rzungen bei der Rente in Altersarmut landen werden, sollen nun (kapitalgedeckte) Betriebsrenten helfen. Ent- oder weder: die Betriebsrente wird von den Arbeitgebern und\/oder den Arbeitnehmern und\/oder den Sozialversicherungen und\/oder vom Steuerstaat, also wiederum im Wesentlichen von den Steuerzahlern, gezahlt werden m&uuml;ssen, also h&auml;tte man gleich das Umlage-Rentensystem unbesch&auml;digt lassen k&ouml;nnen. Die B&uuml;rokratie ist erheblich und die Konstruktion mehr als fragw&uuml;rdig, da haben die Arbeitgeber recht. Bei einem Zwang zur Betriebsrente f&auml;llt die angebliche Eigenverantwortung weg &ndash; wozu Pflicht zu Betriebsrente statt Pflicht zur Umlagerente? Und die finanzmarkt-garantierten (&ldquo;kapitalgedeckten&rdquo;) Renditen sind mickrig und noch niedriger als die der (halb-zerst&ouml;rten) gesetzlichen Rente, also ist auch das Pseudo-Argument weggefallen. Die Profiteure einer solchen Betriebsrente &aacute; la MetallRente sind die Versorgungswerke (weitere sinnlose Stellen im Gewerbe der Geld-Hin- und Herschieber) und anscheinend auch die (DGB-)Gewerkschaften &ndash; ein Judaslohn f&uuml;r das bisherige Wohlverhalten? Lustig dann noch das Lamentieren der Lebensversicherer, die um ihr Gesch&auml;ft f&uuml;rchten &ndash; zu Recht, denn nat&uuml;rlich muss die Altersvorsorge in die gierigen H&auml;nde privater Unternehmen gelegt werden, oder?<\/em><br>\n<em>Und der FAZ f&auml;llt wieder mal nur ein, dass &ldquo;mehr Wettbewerb&rdquo; zu besseren Leistungen f&uuml;r die Arbeitnehmer f&uuml;hren w&uuml;rde. Ein l&auml;cherlicher Kommentar, wenn in derselben Ausgabe &uuml;ber Negativzinsen f&uuml;r Festgeldkonten geklagt wird. Wie kann man das Problem, den deregulierten Finanzmarkt im Neoliberalismus, f&uuml;r die L&ouml;sung halten?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Heuschrecken schreiben ihr eigenes Gesetz<\/strong><br>\nDeutschen Wagniskapitalgebern ist die Politik zu langsam. Deshalb schreiben sie nun kurzerhand selbst einen Gesetzentwurf, der g&uuml;nstigere Bedingungen f&uuml;r Investitionen in Start-ups schaffen soll.<br>\nWeil ihnen die Politik zu langsam ist, schreiben die Wagniskapitalgeber in Deutschland selbst einen Gesetzesentwurf. Sie erinnern die Regierungskoalition an deren Versprechen, g&uuml;nstigere Bedingungen f&uuml;r Risikokapital (Venture Capital) zu schaffen. Seit den Ank&uuml;ndigungen im Koalitionsvertrag sei knapp ein Jahr vergangen, aber nichts passiert, sagte die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin des Branchenverbandes BVK, Ulrike Hinrichs, im Gespr&auml;ch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z.\/Montagsausgabe). &bdquo;Deswegen haben wir beschlossen: Jetzt schreiben wir selbst ein Gesetz.&ldquo; Vorgestellt werden soll es im Januar.<br>\nDie Bundesregierung hatte im Koalitionsvertrag im November 2013 g&uuml;nstigere Bedingungen f&uuml;r Investoren in Aussicht gestellt, die Geld in Start-ups stecken, vor allem in High-Tech-Unternehmen. Die &bdquo;rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen&ldquo; sollten sich verbessern, hie&szlig; es. Dem folgte im M&auml;rz ein Antrag der Regierungsfraktionen im Bundestag, Eckpunkte f&uuml;r ein Venture-Capital-Gesetz vorzulegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/bvk-wagniskapitalgeber-schreiben-ihr-eigenes-gesetz-13243632.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Wie praktisch! Das erspart den Ministeriumsreferenten eine Menge Arbeit. Denn der Rest von Demokratie, der noch im Parlament zelebriert wird, ist einfach zu langsam f&uuml;r die globalisierte Welt. Und wer kann &ndash; mitten in der schwersten Finanz- und Wirtschaftskrise seit 80 Jahren &ndash; keinen volkswirtschaftlichen Sinn darin sehen, die Finanzblase noch weiter aufzublasen?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung H.R.:<\/strong> Das beweist auch, dass in bestimmten Kreisen nichts aus den Finanzkrisen gelernt wurde &ndash; weder aus der von 1929 noch aus der aktuellen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>So werden SPD-Landesminister den ideologischen Irrsinn nicht stoppen<\/strong><br>\nDer Europ&auml;ische Gerichtshof hat entschieden: Sprachtests vor dem Ehegattennachzug versto&szlig;en bei T&uuml;rken gegen EU-Recht. Berlin h&auml;lt an der Regelung trotzdem fest und &ndash; &uuml;berraschend &ndash; Niedersachsen inzwischen auch, wie Tim Gerber herausgefunden hat:<br>\nNachdem der Europ&auml;ische Gerichtshof entschieden hat, dass Sprachtests vor der Einreise f&uuml;r Ehegatten von t&uuml;rkischen Arbeitnehmern unzul&auml;ssig sind, wandte sich der nieders&auml;chsische Innenminister Boris Pistorius (SPD) mit einem Brief an den Bundesminister des Innern, Thomas de Maizi&egrave;re (CDU). Darin regte er auch im Namen seiner SPD-Kollegen aus den L&auml;ndern Brandenburg, Bremen, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein an, den im Aufenthaltsgesetz vorgesehenen Sprachtest f&uuml;r Ehegatten aus dem Ausland generell abzuschaffen.<br>\nDe Maizi&egrave;re antwortete dem &bdquo;sehr geehrten Kollegen&ldquo; und &bdquo;lieben Herrn Pistorius&ldquo; in einem Brief, der Migazin vorliegt, &ndash; die groben, aber nicht neuen Unversch&auml;mtheiten zu diesem Thema aus seinem Hause.<br>\nSo behauptet der Bundesinnenminister, der EuGH habe in seiner Entscheidung das Spracherwerbserfordernis f&uuml;r drittstaatsangeh&ouml;rige Ehegatten nicht grunds&auml;tzlich in Frage gestellt. Dies sei schon deshalb bemerkenswert, weil der EuGH zur Vereinbarkeit des Sprachnachweises mit der Familienzusammenf&uuml;hrungsrichtlinie h&auml;tte entscheiden k&ouml;nnen. Dabei hat der EuGH in seinem Urteil ausdr&uuml;cklich geschrieben, dass genau diese Frage anhand des Ausgangsverfahrens nicht zu pr&uuml;fen war. Das Urteil d&uuml;rfte man auch in Hannover gelesen haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.migazin.de\/2014\/10\/28\/ehegattennachzug-sprachtest-spd-pistorius-de-maiziere-ideologischer-irrsinn\/\">Migazin<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Es ist schon recht eigent&uuml;mlich, wenn ein amtierender Bundesinnenminister die aktuelle Rechtsprechung des EuGH mal eben beiseite schiebt. Wirklich wundern kann das allerdings nicht.<\/em><br>\n<em>Und die SPD macht auch bei diesem miesen Spiel keine gute Figur, sondern unterst&uuml;tzt &#8210; durch Unterlassen jeder eigenen Aktion &ndash; die Unions-Position.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlinge im Mittelmeer: Wir rechnen mit mehr Toten<\/strong><br>\nDas baldige Ende der Fl&uuml;chtlings-Rettungsaktion Mare Nostrum zeige, dass es sich bei der Aktion um eine Ausnahme gehandelt habe, sagte Judith Gleitze von der Menschenrechtsorganisation borderline-europe im Deutschlandfunk. Angesichts der gro&szlig;en Fl&uuml;chtlingsstr&ouml;me sei die Entscheidung aber eine Katastrophe.  Von 150.000 Fl&uuml;chtlingen seien 100.000 von der Marine im Rahmen von Mare Nostrum aufgenommen worden, erkl&auml;rte Judith Gleitze. Mit dem baldigen Ende der Rettungsaktion seien deshalb in Zukunft wieder mehr Tote zu bef&uuml;rchten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2014\/11\/01\/dlf_20141101_0814_2aee5fad.mp3\">Deutschlandradio [Audio &ndash; mp3]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Regelm&auml;&szlig;ig haben die NachDenkSeiten in den letzten Monaten auf Berichte &uuml;ber das Ende von &ldquo;Mare Nostrum&rdquo; hingewiesen&rdquo;. Allerdings hat fast keine Zeitung die Forderung an unsere Regierung gestellt, zusammen mit den anderen Mitgliedsstaaten der EU die Kosten f&uuml;r &ldquo;Mare Nostrum&rdquo; mitzutragen. Seitens der Politik wird gerne darauf verwiesen, dass Italien im Verh&auml;ltnis zu Deutschland mehr Fl&uuml;chtlinge aufnehmen sollte. Hier werden zwei Ebenen durcheinander gebracht. L&auml;nder wie Spanien, Italien und Griechenland tragen die Hauptlast der Erstaufnahme der Fl&uuml;chtlinge. An den damit verbundenen Kosten sind wir nicht beteiligt. Italien hat monatlich zwischen sechs und neun Millionen Euro f&uuml;r die Seenotrettung aufgewandt. Eine andere Ebene wird angesprochen, wenn es um die Kosten einer endg&uuml;ltigen Aufnahme geht. Eine Antwort darauf, warum sich Deutschland nicht &ldquo;Mare Nostrum&rdquo; beteiligt, hat Innenminister Thomas de Maizi&egrave;re (CDU) gegeben: &ldquo;Mare Nostrum war als Nothilfe gedacht und hat sich als Br&uuml;cke nach Europa erwiesen&rdquo;. Selbst wenn der weitreichende Einsatz der italienischen Marine dazu gef&uuml;hrt hat, dass mehr Menschen den Versuch unternommen haben das Mittelmeer zu &uuml;berqueren, ist diese Haltung brutal und zynisch, kurzum unmenschlich. Was ausgeblieben ist, ist der notwendige Aufschrei der Medien.<\/em><br>\n<em>Seit dem 1. November soll EU-Grenzschutzagentur Frontex &uuml;bernehmen. &ldquo;Triton&rdquo; hei&szlig;t die neue europ&auml;ische Mission. Die Kosten sollen 2,9 Millionen Euro monatlich betragen. Dabei ist &ldquo;Tritton&rdquo; noch nicht einmal einsatzbereit. Personal, Schiffe und Flugzeuge m&uuml;ssen noch die EU-Mitgliedsl&auml;nder stellen. Entscheidend aber ist, wie die Generalsekret&auml;rin von Amnesty International, <a href=\"http:\/\/www.amnesty.de\/presse\/2014\/10\/31\/start-von-frontex-operation-triton-seenotrettung-gefahr\">Selmin &Ccedil;al&#305;&#351;kan, feststellt<\/a>: &ldquo;Triton wird einer umfassenden Seenotrettung nicht gerecht: Das Einsatzgebiet auf dem Meer f&uuml;r die Rettung von schutzsuchenden Menschen ist viel zu klein. Die finanziellen Mittel reichen hinten und vorne nicht. Das Mandat von Frontex liegt auf der Grenzschutzsicherung und der Verhinderung von irregul&auml;rer Migration und nicht darauf, Menschen vor dem Ertrinken zu retten.&rdquo; D.h. dass im n&auml;chsten Jahr nicht &ldquo;nur&rdquo; 3000 Menschen auf der Flucht &uuml;ber das Mittelmeer ertrinken werden (Zahl der Ertrunkenen in diesem Jahr).<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/141103_03.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/141103_03_small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Europa rettet nur noch kurz vor der K&uuml;ste<\/strong><br>\nEin Jahr lang leistete Italien mit Mare Nostrum humanit&auml;re Hilfe und rettete Tausende von Menschen vor dem Ertrinken. Nun &uuml;bernimmt die EU die Aufgabe &ndash; doch die Mission &bdquo;Triton&ldquo; ist keine gute Nachricht f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge, die &uuml;ber das Meer kommen.<br>\nIn Br&uuml;ssel zeigte sich die scheidende EU-Innenkommissarin Cecilia Malmstr&ouml;m am Freitag zuversichtlich. &bdquo;Ich bin gl&uuml;cklich, mitteilen zu k&ouml;nnen, dass Triton &ndash; wie von Italien gefordert &ndash; am 1. November wie geplant starten kann&ldquo;, erkl&auml;rte Malmstr&ouml;m. In Rom aber klang das anders.<br>\nZwar hat der italienische Innenminister Angelino Alfano zuletzt mehrfach betont, dass Italien sein Programm &bdquo;Mare Nostrum&ldquo; zur Rettung von Fl&uuml;chtlingen im Mittelmeer einstelle. Ein Datum nannte Alfano aber nicht. Auch hat es bisher keinen entsprechenden Beschluss der italienischen Regierung gegeben. Marineadmiral Filippo Foffi erkl&auml;rte, die Marine habe noch keine offizielle Mitteilung erhalten, dass Mare Nostrum beendet werde. &bdquo;Daher werden wir auch nach dem Start von Triton die Gew&auml;sser im Mittelmeer patrouillieren&ldquo;, sagte Foffi.<br>\nItalien hatte im vergangenen Oktober nach der Fl&uuml;chtlingskatastrophe vor Lampedusa mit offiziell 366 Toten gehandelt und ein Rettungsprogramm gestartet mit pathetisch-althistorischem Namen: Mare Nostrum &ndash; Unser Meer. In eigener Regie und auf eigene Kosten. Nun soll Europa mit Triton das Kommando &uuml;bernehmen. Aber keiner wei&szlig; genau wie. Die deutsche Bundesregierung etwa hat einen seeflugtauglichen Polizeihubschrauber f&uuml;r die EU-Mission angeboten und Beamte der Bundespolizei. Aber nach Angaben von EU-Diplomaten hat die f&uuml;r Triton zust&auml;ndige EU-Grenzagentur Frontex noch keinen definitiven Bedarf nach Berlin gemeldet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/flucht-und-zuwanderung\/fluechtlinge-europa-rettet-nur-noch-kurz-vor-der-kueste,24931854,28914344.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Den Blick von Kobani l&ouml;sen<\/strong><br>\nDrei Dinge haben den IS gro&szlig; werden lassen. Er entstand erstens, weil die despotischen arabischen Regime vor allem ihrer Jugend keinerlei Perspektiven bieten, aktiv ihre Gesellschaft mitzugestalten. Au&szlig;er f&uuml;r Syrien und den Irak gilt das insbesondere f&uuml;r das Auslaufmodell der &Ouml;lmonarchien. Viele arabische Regierungen haben den Extremismus, den sie nun zu bek&auml;mpfen vorgeben, durch ihre repressive Politik gef&ouml;rdert. Nun setzen die Golfdespoten medienwirksam ihre Luftwaffe gegen die IS-Stellungen ein, die Vereinigten Arabischen Emirate gar mit einer Pilotin als PR-Gag. Und der &auml;gyptische Pr&auml;sident Sisi vermarktet &Auml;gypten dreist als Bollwerk gegen den IS. Das alles darf aber nicht dar&uuml;ber hinwegt&auml;uschen, dass die Repression durch arabische (Milit&auml;r)regime und die islamistische Militanz sich gegenseitig bedingen und hochschaukeln. Die arabischen Despoten sind der wichtigste Wegbereiter des IS.<br>\nZweitens sind die Erfolge der Dschihadisten auch ein Ergebnis westlicher Politik und jahrzehntelanger kolonialer und postkolonialer Dem&uuml;tigung der Region, in der das Selbstbewusstsein der Menschen auf dem Nullpunkt angelangt ist. Das ist die Basis, auf der religi&ouml;se Rattenf&auml;nger erfolgreich eine Utopie vermarkten k&ouml;nnen, die die Zeit um Jahrhunderte zur&uuml;ckdrehen m&ouml;chte. Jahrelang hat der Westen die arabischen Diktatoren im Namen der Stabilit&auml;t hofiert und sieht sie trotz des von ihnen ausgehenden Terrors weiterhin als Partner in der Terrorbek&auml;mpfung. Dabei sind genau diese Regime nicht Teil der L&ouml;sung, sondern Teil des (Terror)problems.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2014%2F11%2F01%2Fa0161&amp;cHash=4b4819b523e9701d4bb412c577bce7c6\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ich habe Karim El-Gawhary bisher nicht gekannt, habe aber diesen Artikel wie seine Beitr&auml;ge auf seinem <a href=\"http:\/\/blogs.taz.de\/arabesken\/tag\/karim_el-gawhary\/\">Blog bei der taz<\/a> mit Gewinn gelesen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Journalismus unter Verdacht<\/strong><br>\nManipulieren die Nachrichten die Nachrichten? Hetzt die Presse gegen Putin? Lassen sich Journalisten kaufen? Die Kritik an den Medien in Blogs und B&uuml;chern wird immer exzessiver und aggressiver.<br>\nBei der &bdquo;Tagesschau&ldquo; haben sie eine einfache Antwort auf schwere Fragen: die Quote. Wenn man mit dem stellvertretenden Chefredakteur von ARD-aktuell, Christian Nitsche, dar&uuml;ber spricht, ob wir m&ouml;glicherweise gerade einen rapiden Vertrauensverlust gegen&uuml;ber etablierten Medien erleben, weist er als Erstes darauf hin, dass die Zahl der Zuschauer von &bdquo;Tagesschau&ldquo; und &bdquo;Tagesthemen&ldquo; &bdquo;unver&auml;ndert gut&ldquo; sei&hellip;<br>\nAnstatt sich mit der legitimen Kritik daran auseinanderzusetzen, suggerierte der &bdquo;Spiegel&ldquo;, dass es vor allem ein von Russland organisierter Mob sei, der da w&uuml;te. Nicht einmal die Missbilligung des Titelbildes durch den Presserat wollte er seinen Lesern mitteilen.<br>\nBei der &bdquo;Tagesschau&ldquo; gibt es immerhin so etwas &Auml;hnliches wie die Ahnung einer Andeutung von Selbstkritik. &bdquo;M&ouml;glicherweise sind wir zu leicht dem Nachrichten-Mainstream gefolgt&ldquo;, schrieb Chefredakteur Kai Gniffke im Blog zur Sendung.<br>\nIn seiner Selbstkritik konnte sich Gniffke aber den Satz nicht verkneifen, dass man es sich nicht zu einfach machen wolle und &bdquo;alles als gesteuerte Kampagnen und Spielwiese f&uuml;r Verschw&ouml;rungstheoretiker abtun (obwohl das zum Teil der Fall ist)&ldquo;. Kritiker wie Albrecht M&uuml;ller von den &bdquo;Nachdenkseiten&ldquo; empfanden das nachvollziehbarerweise als unterschwellige &bdquo;b&ouml;sartige Attacke&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/medien\/journalismus-unter-verdacht-vom-wachsenden-populaeren-misstrauen-gegenueber-der-presse-13242833.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2\">Stefan Niggemeier in der FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Robert Misik: Die gro&szlig;e Ordnung des D&uuml;rfens<\/strong><br>\nSo ist in den vergangenen Jahren ein Satz des TV-Journalisten Hajo Friedrichs rauf- und runterzitiert worden: &ldquo;Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemeinmacht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache; dass er &uuml;berall dabei ist, aber nirgendwo dazugeh&ouml;rt.&rdquo; Der Witz ist, dass Friedrichs diesen Satz nie gesagt hat. Und er ist ja auch ein sehr bl&ouml;der Satz. Und noch bl&ouml;der wird er, wenn er einen nullgr&uuml;pplerischen Objektivismus begr&uuml;nden soll. Also, streicht diesen Satz aus den Lehrb&uuml;chern. Ein Journalist darf nicht nur parteiisch, sondern sogar Aktivist sein. Letzteres darf nur nicht dazu f&uuml;hren, dass er Qualit&auml;tsgrunds&auml;tze &uuml;ber Bord wirft oder gar die &ldquo;eigenen&rdquo; Leute schont. Dann wird aus Parteilichkeit dumpfer &ldquo;Parteijournalismus&rdquo;. Das ist ein gro&szlig;er Unterschied. Aber wir brauchen doch nur die Probe aufs Exempel machen: Wenn parteiisch-aktivistischer Journalismus ein schlechter Journalismus ist, dann w&auml;re also George Orwell ein grottenschlechter Autor? Weswegen heute auch niemand mehr Orwells Berichte aus dem Spanischen B&uuml;rgerkrieg liest, daf&uuml;r alle die Berichterstatter von damals, die sich an das quasiobjektive Neutralit&auml;tsgebot gehalten haben? Ganz bestimmt, so wird es sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2014%2F11%2F01%2Fa0165&amp;cHash=389c611c1f9312167b5ef4f0150be1a0\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Was das Zitat betrifft, hat Robert Misik wohl unrecht, aber im Wesentlichen doch recht. Der Satz ist n&auml;mlich aus dem Zusammenhang gerissen. Der Satz fiel in einem SPIEGEL-Interview (5. April 2011), das Hajo Friedrichs kurz vor seinem Tod gab. Er fiel in folgendem Zusammenhang:<\/em><br>\n<em>&ldquo;SPIEGEL: Hat es Sie gest&ouml;rt, da&szlig; man als Nachrichtenmoderator st&auml;ndig den Tod pr&auml;sentieren mu&szlig;?<\/em><br>\n<em>Friedrichs: Nee, das hat mich nie gest&ouml;rt. Solche Skrupel sind mir fremd. Also, wer das nicht will, wer die Seele der Welt nicht zeigen will, in welcher Form auch immer, der wird als Journalist zeitlebens seine Schwierigkeiten haben. Aber ich hab&rsquo; es gemacht, und ich hab&rsquo; es fast ohne Bewegung gemacht, weil du das anders n&auml;mlich gar nicht machen kannst. Das hab&rsquo; ich in meinen f&uuml;nf Jahren bei der BBC in London gelernt: Distanz halten, sich nicht gemein machen mit einer Sache, auch nicht mit einer guten, nicht in &ouml;ffentliche Betroffenheit versinken, im Umgang mit Katastrophen cool bleiben, ohne kalt zu sein. Nur so schaffst du es, da&szlig; die Zuschauer dir vertrauen, dich zu einem Familienmitglied machen, dich jeden Abend einschalten und dir zuh&ouml;ren.&rdquo;<\/em><br>\n<em>Friedrichs ging es also eher darum, wie man als Journalist schlimme Nachrichten pr&auml;sentiert. Dennoch kann man nicht daran vorbei kommen, dass dieser Satz von vielen Journalisten als beispielhaft hochgehalten wird, wenn auch in Zeiten der Ukraine-Krise oft nicht realisiert. Insofern ist der Beitrag Misiks vor allem ein zu diskutierender Text, wie z.B. <a href=\"http:\/\/www.message-online.com\/specials\/objektivitaet-im-journalismus-ende-einer-illusion\/\">auch der Text von Eugen Epp<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Nachruf: Im Alter von 86 Jahren ist Klaus B&ouml;lling verstorben.<\/strong><br>\nDass ich ihm in den NachDenkSeiten Freundliches nachrufe, wird manchen Beobachter des Zeitgeschehens irritieren. Denn Klaus B&ouml;lling ist mit dem &Auml;lterwerden hart geworden. Dennoch: Dieser Journalist, Intendant von Radio Bremen, Regierungssprecher von Bundeskanzler Helmut Schmidt und Chef der St&auml;ndigen Vertretung in der DDR war aus meiner Sicht nicht nur der bisher effizienteste Regierungssprecher; er brachte in jener Zeit auch ein ger&uuml;ttelt Ma&szlig; an Liberalit&auml;t, Toleranz und Weltl&auml;ufigkeit in die Amtsstuben des Bundeskanzlers. Ich habe ihn zwischen 1974 und 1982 in den t&auml;glichen morgendlichen Lagebesprechungen im Bundeskanzleramt wie auch in manchen &bdquo;Kleeblattgespr&auml;chen&ldquo; von Bundeskanzler Schmidt als unabh&auml;ngigen Kopf erlebt. Das ist ein positiver Eindruck, der trotz einer Reihe unakzeptabler Einstellungen und &ouml;ffentlicher &Auml;u&szlig;erungen in Erinnerung bleibt. Albrecht M&uuml;ller.<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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