{"id":23832,"date":"2014-11-05T09:19:27","date_gmt":"2014-11-05T08:19:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23832"},"modified":"2014-11-05T09:19:45","modified_gmt":"2014-11-05T08:19:45","slug":"hinweise-des-tages-2248","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23832","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (OP\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23832#h01\">Arbeitskampf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23832#h02\">Zwischen Lesern und Lobbynetzwerken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23832#h03\">DRK-Chef Seiters: &bdquo;Deutschland soll mitspielen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23832#h04\">Kommisssion: Herbstprognose 2014: Langsame Erholung bei &auml;u&szlig;erst niedriger Inflation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23832#h05\">Lucas Zeise: Kein Entzug auf Dauer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23832#h06\">Ungerecht: die Sanktionen der Jobcenter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23832#h07\">Merkel verspricht Senkung des Rentenbeitrags<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23832#h08\">Jahrzehnte arbeiten, aber Rente auf Hartz-IV-Niveau<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23832#h09\">In keinem anderen EU-Land ist das Armutsrisiko von Arbeitslosen so hoch wie in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23832#h10\">Flexibel in die Rente<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23832#h11\">Krieg der Generationen? Es gibt keine Generationen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23832#h12\">Der Fluch der Lieferkette<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23832#h13\">Strategien der Klimaskeptiker &ndash; Wissenschaft wurde als Nebelwand missbraucht&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23832#h14\">Aufgedeckt: Neonazis als Sicherheitsleute?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23832#h15\">Andreas Zumach: Alle geh&ouml;ren irgendwohin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23832#h16\">Said erkl&auml;rt das Entstehen vom &ldquo;Islamischen Staat&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23832#h17\">&bdquo;Die Deutschland-Blase&ldquo; von Olaf Gersemann &ndash; eine Rezension<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23832#h18\">zu guter Letzt: 25 Jahre Deutsche Einheit &ndash; und es geht doch!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23832&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Arbeitskampf<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Nahles versch&auml;rft Gesetzentwurf<\/strong><br>\nArbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) hat ihren umstrittenen Gesetzentwurf zur Tarifeinheit leicht versch&auml;rft. Neu eingef&uuml;gt wurde nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters ein Absatz, in dem ausdr&uuml;cklich auf die Befriedungsfunktion eines Tarifvertrags hingewiesen wird. Dies k&ouml;nnte eine Rolle spielen, wenn Gerichte dar&uuml;ber zu entscheiden haben, ob der Aufruf einer Minderheitsgewerkschaft zum Arbeitskampf verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig ist, wenn es bereits einen Tarifvertrag der Mehrheitsgewerkschaft im selben Betrieb gibt. &ldquo;Zur Sicherung der Schutzfunktion, Verteilungsfunktion, Befriedungsfunktion sowie Ordnungsfunktion von Rechtsnormen des Tarifvertrages werden Tarifkollisionen im Betrieb vermieden&rdquo;, hei&szlig;t es demnach nun im Gesetzentwurf. Das Kabinett soll den Gesetzentwurf am 3. Dezember billigen.<br>\nMit dem Gesetzentwurf hatte Nahles Berufsgewerkschaften wie die Gewerkschaft der Lokf&uuml;hrer (GDL), die Pilotenvereinigung Cockpit oder den Deutschen Beamtenbund auf die Barrikaden gebracht. Wenn sich zwei Gewerkschaften in einem Betrieb um die Zust&auml;ndigkeit f&uuml;r dieselbe Besch&auml;ftigtengruppe streiten, soll laut Gesetzesentwurf letztlich der Tarifvertrag der Gewerkschaft mit den meisten Mitgliedern in dem Betrieb gelten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/streik-von-mini-gewerkschaften-nahles-verschaerft-gesetzentwurf-a-1000930.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.A:<\/strong> &ldquo;Mini-Gewerkschaften&rdquo;, das soll sicher nach &ldquo;eigentlich unbedeutend&rdquo; klingen, und &ldquo;&uuml;berm&auml;&szlig;ige Streiks&rdquo;, oh Mann: die realit&auml;tswidrige antigewerkschaftliche Propaganda und Verleumdung erreicht jeden Tag neue Niveau-Tiefst&auml;nde. Und wo im ersten bekannt gewordenen Gesetzesentwurf noch Zweifel bestanden, ob er nicht doch irgendwie mit dem Grundgesetz in Einklang gebracht werden k&ouml;nnte, ist dieser ganz sicher verfassungswidrig. Denn zwar werden Streiks einer Minderheitsgewerkschaft damit nicht explizit verboten, aber v&ouml;llig sinnlos gemacht.<\/em><br>\n<em>Und der DGB schaut wohlwollend und parteiisch (f&uuml;r die Einschr&auml;nkung grundgesetzlich verb&uuml;rgter gewerkschaftlicher Rechte!!!) zu&hellip; Nat&uuml;rlich, daf&uuml;r werden Arbeitnehmerparteien &ldquo;links von der Mitte&rdquo; gew&auml;hlt&hellip; Vielleicht sollte man den DGB und die Spezialdemokraten mal daran erinnern, da&szlig; den Nazis im Mai 1933 die Zerschlagung der freien Gewerkschaftsbewegung fast noch wichtiger war als die Beseitigung der parlamentarischen Demokratie. Ist nat&uuml;rlich ein ganz dummer, ahistorischer Vergleich zur heutigen Situation&hellip; Es ist schlimm, wenn die Regierung B&uuml;rgerrechte derma&szlig;en mit F&uuml;&szlig;en tritt und niemand ihr in den Arm f&auml;llt, so da&szlig; man nur noch auf das BVerfG hoffen kann.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Wie bereits erw&auml;hnt, Nahles will hier wirklich den Noske, also den Bluthund f&uuml;r die Interessen der herrschenden Eliten machen. Weiter so beim Projekt 18 Prozent. &ndash; Und um es noch einmal klar zu stellen ein Lokf&uuml;hrer mit mehr als 25 Jahren Berufserfahrung erh&auml;lt laut <a href=\"http:\/\/www.gdl-m.de\/download\/bura-lftv_2012.pdf\">Tarifvertrag<\/a> vom 01.11.2013, 3010,00 &euro; Brutto. Das ergibt Netto (Steuerklasse 3, verheiratet, ein Kind) 2.173,01 &euro;, f&uuml;r einen Knochenjob.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>GDL-Streiks: Wir sind in die N&auml;he von Terroristen gestellt worden<\/strong><br>\nDer Chef der Gewerkschaft GDL, Claus Weselsky, sieht die Deutsche Bahn verantwortlich f&uuml;r die drohenden neuen Streiks der Lokf&uuml;hrer. Im DLF beklagte er ein Tarifdiktat des Konzerns und au&szlig;erdem eine Hetzkampagne gegen die GDL und ihn pers&ouml;nlich. (&hellip;)<br>\nArmbr&uuml;ster: Ja. Aber, Herr Weselsky, wenn Sie effektiv gegen die Deutsche Bahn streiken wollen, warum schlie&szlig;en Sie sich dann nicht mit der anderen Gewerkschaft, mit der EVG zusammen?<br>\nWeselsky: Das m&uuml;ssen Sie die Kollegen der EVG fragen.<br>\nArmbr&uuml;ster: Nein, ich frage aber Sie. Sie sind ja eine der beiden Parteien.<br>\nWeselsky: Nat&uuml;rlich! Und ich bin die Partei, die nachgewiesenerma&szlig;en und von der Bahn best&auml;tigt 51 Prozent der Mitglieder in den Eisenbahn-Verkehrsunternehmen hat. Ich bin die Partei, die als Gewerkschaft ein Tarifvertragssystem im Eisenbahn-Verkehrsmarkt, und zwar f&uuml;r alle Lokf&uuml;hrer und alle Zugbegleiter, verankert, das denen Besch&auml;ftigungssicherheit gew&auml;hrleistet und den Wettbewerb &uuml;ber die Einkommen beendet hat. Und ich bin pl&ouml;tzlich die Gewerkschaft, die von der Deutschen Bahn in Vorreiterrolle diese Tarifsystematik, diese Tarifvertragsstruktur wieder weggenommen bekommen soll, mit der Zielstellung, den Fl&auml;chentarifvertrag zu beerdigen und das Lohndumping im Eisenbahn-Verkehrssegment wieder von vorne beginnen zu lassen. Das ist die Realit&auml;t! Und da m&uuml;ssen Sie sich nur die Tarifforderungen anschauen, die die GDL erhoben hat, die sich mit Arbeitszeit befassen, mit Belastungssenkung, mit &Uuml;berstundenbegrenzung, und dann schauen Sie sich andere Tarifforderungen an und dann sehen Sie, dass das alles gar keine Geige spielt. Das mag aber im Monopolbereich auch wirklich keine Geige spielen. Das will ich gar nicht beantworten, weil ich davon zu wenig verstehe. Nur was wir verstehen ist, im Eisenbahn-Wettbewerbssegment bei den Eisenbahn-Verkehrsunternehmen die richtigen Strukturen, die richtigen Tarifvertr&auml;ge f&uuml;r unsere Mitglieder und f&uuml;r niemanden anderen abschlie&szlig;en zu wollen, und das ist grundgesetzlich verbrieft. (&hellip;)<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/gdl-streiks-wir-sind-in-die-naehe-von-terroristen-gestellt.694.de.html?dram:article_id=302175\">Deutschlandradio<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2014\/11\/04\/dlf_20141104_0716_1addc728.mp3\">Deutschlandradio [Audio &ndash; mp3]<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Rolle der DB im Bahnstreik<\/strong><br>\nStreik bei der Bahn und kein Ende in Sicht. Dabei w&auml;re eine L&ouml;sung zum Greifen nahe &ndash; w&uuml;rde die DB endlich das Urteil des Bundesarbeitsgerichts akzeptieren.<br>\nDie Gespr&auml;che zwischen Deutscher Bahn und der GDL sind gescheitert. Nachdem es anfangs so aussah, als w&uuml;rde die DB ihre Blockadehaltung gegen&uuml;ber der GDL aufgeben, entpuppte sich das Angebot der Bahn als Luftnummer. Denn statt der GDL ihr Recht auf Verhandlungen auch f&uuml;r Zugbelgleiter zuzugestehen, fordert die Bahn weiter, dass die EVG bei Streitfragen die F&uuml;hrung in diesem Bereich &uuml;bernehmen soll. [&hellip;]<br>\nDennoch ist in der letzten Woche Bewegung in den Konflikt gekommen. Bahn und GDL trafen sich in Berlin zu Gespr&auml;chen, in denen nach M&ouml;glichkeiten gesucht wurde, wie die Tarifeinheit bei der Bahn gewahrt bleiben k&ouml;nnte, ohne die Rechte der GDL zu beschneiden. Dabei sah es zun&auml;chst danach aus, als w&uuml;rde man sich einig. Umso ern&uuml;chternder dann der Vertrag, den die DB am Sonntagabend pr&auml;sentierte. Denn im Kern soll alles beim Alten bleiben: Die EVG bleibt bei Zugpersonal verhandlungsf&uuml;hrend, die GDL darf dabeisitzen und abnicken. Mit dieser Blockadehaltung provoziert die DB nun die wohl l&auml;ngsten Bahnstreiks der Geschichte &ndash; auf Kosten von Zugpersonal und Bahnkunden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/niquelouder\/die-rolle-der-db-im-bahnstreik\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Warum der Streit entgleist ist<\/strong><br>\nDer Tarifkonflikt zwischen Lokf&uuml;hrern und Bahn ist eskaliert. Die GDL k&uuml;ndigt den gr&ouml;&szlig;ten Streik in der Geschichte der Deutschen Bahn an. Was ist genau geplant? Wie konnte es so weit kommen? Und warum ist keine L&ouml;sung in Sicht?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/tarifkonflikt-zwischen-bahn-und-gdl-warum-der-streit-entgleist-ist-1.2204098\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><strong>zum Thema passt:<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/141105_01.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/141105_01_small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/sprechblase.files.wordpress.com\/2007\/11\/eurolok.jpg\">Sprechblase<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Zwischen Lesern und Lobbynetzwerken<\/strong><br>\nWie die S&uuml;ddeutsche Zeitung um Deutungshoheit k&auml;mpft<br>\nDie Debatte um eine zu enge Verbindung von Journalisten deutscher Leitmedien mit transatlantischen Lobbynetzwerken rei&szlig;t nicht ab. Detailliert &auml;u&szlig;ert sich zu den Vorw&uuml;rfen nun auch der Au&szlig;enpolitikchef der S&uuml;ddeutschen Zeitung, Stefan Kornelius. Stimmen aus der Medienwissenschaft kritisieren seine Stellungnahme. Auch die k&uuml;rzlich erfolgte Umstellung der Leserforen bei der S&uuml;ddeutschen sorgt f&uuml;r Kritik&hellip;.<br>\nEin wesentlicher Stein des Ansto&szlig;es zur laufenden Debatte ist dabei die Forschungsarbeit &ldquo;Meinungsmacht. Der Einfluss von Eliten auf Leitmedien und Alpha-Journalisten &ndash; eine kritische Netzwerkanalyse&rdquo;, die vom Medienforscher Uwe Kr&uuml;ger als Dissertation verfasst wurde und auf deren Ergebnisse sich auch das ZDF-Kabarett in seiner satirischen Darstellung berief (Journalismusforschung:&rdquo;Ganz auf Linie mit den Eliten&rdquo;).<br>\nStefan Kornelius, seit dem Jahr 2000 Au&szlig;enressortchef der S&uuml;ddeutschen Zeitung, und eine der Hauptpersonen in Kr&uuml;gers Studie, wirft der Arbeit nun mangelnde Wissenschaftlichkeit vor. Sie sei &ldquo;einseitig&rdquo; und &ldquo;politisch motiviert&rdquo;. Ein Interview f&uuml;r Telepolis lehnte Kornelius zwar ab, will sich aber nach eigener Aussage einer Diskussion nicht generell verweigern. Er &auml;u&szlig;erte sich vorerst in einer ausf&uuml;hrlichen Email zu seiner Sichtweise.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/43\/43237\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein wirklich lesenswerter Beitrag.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>DRK-Chef Seiters: &bdquo;Deutschland soll mitspielen&ldquo;<\/strong><br>\nAlle Podiumsg&auml;ste waren sich darin einig, dass diese Rolle sp&auml;testens seit der Euro-Krise deutlich gewachsen sei. Seiters, obwohl Vertreter einer Hilfsorganisation, stellte sich ausdr&uuml;cklich an die Seite von Bundespr&auml;sident Joachim Gauck , dass das Land seiner Verantwortung im Ernstfall auch mit milit&auml;rischen Mitteln nachkommen m&uuml;sse. &bdquo;Um beispielsweise V&ouml;lkermord zu verhindern, darf sich Deutschland seiner Bedeutung nicht entziehen&ldquo;, erkl&auml;rte er. Es gen&uuml;ge nicht, nur Hilfsg&uuml;ter zuzusichern und sich als Bundesregierung zur&uuml;ckzulehnen. Gaucks Forderung k&ouml;nne er &bdquo;voll und ganz zustimmen&ldquo;, sagte Seiters. &bdquo;Deutschland muss mitspielen. Es ist zu gro&szlig;, um am Spielfeldrand zu stehen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.noz.de\/deutschland-welt\/politik\/artikel\/519638\/noz-agenda-zur-wende-deutschland-soll-mitspielen\">NOZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> W&auml;re man Zyniker, dann k&ouml;nnte man sagen, der DRK-Chef sieht im Krieg ein Gesch&auml;ftsfeld seiner Organisation.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Kommisssion: Herbstprognose 2014: Langsame Erholung bei &auml;u&szlig;erst niedriger Inflation<\/strong><br>\nIn ihrer Herbstprognose geht die Europ&auml;ische Kommission f&uuml;r den Rest des Jahres von einem schwachen Wirtschaftswachstum sowohl in der EU als auch im Euroraum aus.Demnach soll das reale BIP im Jahresdurchschnitt 2014 in der EU um 1,3 % und im Euroraum um 0,8 % wachsen. F&uuml;r das Jahr 2015 wird ausgehend von einer steigenden Auslands- und Binnennachfrage mit einem allm&auml;hlichen Anstieg des Wachstums auf 1,5 % bzw. 1,1 % gerechnet. Durch die St&auml;rkung des Finanzsektors (infolge der umfassenden EZB-Bankenstresstests und der weiteren Fortschritte bei der Schaffung der Bankenunion) wird sich das Wachstum 2016 voraussichtlich auf 2,0 % bzw. 1,7 % beschleunigen und werden auch die j&uuml;ngsten Strukturreformen allm&auml;hlich Fr&uuml;chte tragen.<br>\nHierzu der f&uuml;r Arbeitspl&auml;tze, Wachstum, Investitionen und Wettbewerbsf&auml;higkeit zust&auml;ndige Vizepr&auml;sident der Europ&auml;ischen Kommission Jyrki Katainen: &bdquo;Die Wirtschafts- und Besch&auml;ftigungslage verbessert sich nicht schnell genug. Die Europ&auml;ische Kommission ist entschlossen, alle zur Verf&uuml;gung stehenden Instrumente und Ressourcen zu nutzen, um in Europa f&uuml;r mehr Arbeitspl&auml;tze und Wachstum zu sorgen. Um rasch eine anhaltende wirtschaftliche Erholung herbeizuf&uuml;hren, werden wir ein Investitionspaket im Umfang von 300 Mrd. Euro auf den Weg bringen. Investitionsf&ouml;rderung ist die Grundvoraussetzung f&uuml;r wirtschaftliche Erholung.&rdquo;<br>\nDer f&uuml;r Wirtschafts- und Finanzangelegenheiten, Steuern und Zoll zust&auml;ndige Kommissar Pierre Moscovici erkl&auml;rte: &bdquo;Die Herausforderungen, vor denen die europ&auml;ische Wirtschaft steht, erfordern nicht nur Ma&szlig;nahmen an einer Front. Wir m&uuml;ssen an drei Fronten t&auml;tig werden: glaubw&uuml;rdige Haushaltspolitik, ehrgeizige Strukturreformen und &ouml;ffentliche und private Investitionen, die wir so dringend ben&ouml;tigen. Um h&ouml;heres Wachstum zu erzeugen und echte Besch&auml;ftigungsimpulse f&uuml;r unsere B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger zu geben, m&uuml;ssen wir alle unserer Verantwortung gerecht werden, ob in Br&uuml;ssel, in den Hauptst&auml;dten der Mitgliedstaaten oder in unseren Regionen.&ldquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/europa.eu\/rapid\/press-release_IP-14-1362_de.htm\">Europ&auml;ische Kommission<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ec.europa.eu\/economy_finance\/eu\/forecasts\/2014_autumn_forecast_en.htm\">Autumn forecast 2014: Slow recovery with very low inflation<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es immer wieder bemerkenswert, wie amtliche Stellen schlechte Nachrichten besch&ouml;nigen. Urspr&uuml;ngliche erwartete die Kommission f&uuml;r das laufende Jahr 1,2 Prozent Wachstum in der Eurozone und  prognostizierte f&uuml;r  2015 sogar 1,7 Prozent. Die jetzige Prognose lautet 1.1 Prozent.  Nat&uuml;rlich wird 2016 alles besser. Selbst die Inflation wird wieder steigen. Seltsamerweise sollen die niedrigen Rohstoffpreise, welche die Inflation tief gehalten haben, zuk&uuml;nftig tief bleiben und dadurch zum Wirtschaftswachstum beitragen. Warum nicht auch jetzt? &ndash; All diejenigen, die sich dar&uuml;ber beschwerten, dass mit Pierre Moscovici der Bock zum G&auml;rtner gemacht worden sei, der f&uuml;r das franz&ouml;sische Staatsdefizit verantwortlich sei, d&uuml;rfen sich ruhig zur&uuml;cklegen. Moscovici beherrscht das neoliberale ABC vollkommen: glaubw&uuml;rdige Haushaltspolitik, ehrgeizige Strukturreformen und &ouml;ffentliche und private Investitionen. Entt&auml;uschend und wenig erfolgversprechend verbindet er wie u.a. die EZB  expansive Ma&szlig;nahmen mit der Durchf&uuml;hrung von Strukturreformen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Lucas Zeise: Kein Entzug auf Dauer<\/strong><br>\nJanet Yellen stellt eine vorsichtige &raquo;Normalisierung&laquo; der Geldpolitik in Aussicht. Die US-Notenbank Fed wird von diesem November an keine Staatsanleihen und Bankschuldverschreibungen mehr erwerben. Die Leitzinsen sollen allerdings &ndash; und das ist es, was Yellen mit vorsichtig meint &ndash; noch eine betr&auml;chtliche Weile auf dem &raquo;unnormalen&laquo; Notstandsniveau von nahe null Prozent bleiben. Anfang des Jahres noch hat die Fed jeden Monat Wertpapiere f&uuml;r 85 Milliarden Dollar gekauft, seit damals aber schrittweise reduziert. Insgesamt hat sie so drei Billionen zus&auml;tzliche Dollar unter die Leute gebracht. &raquo;Leute&laquo; ist nat&uuml;rlich der falsche Ausdruck. Besser sagt man wohl, sie hat drei Billionen Dollar dem armen Finanzkapital zus&auml;tzlich zukommen lassen. &ndash; Nat&uuml;rlich w&auml;re es besser gewesen, Yellen und ihr Team h&auml;tten monatlich 85 Milliarden tats&auml;chlich frisch gedruckte Dollarnoten im breiten Publikum oder noch besser unter den Bed&uuml;rftigen des Landes verteilt. Das h&auml;tte die effektive Nachfrage erh&ouml;ht und damit die Wirtschaft des Landes vermutlich wirklich in Schwung gebracht. Diese vern&uuml;nftige, aber politisch v&ouml;llig unwahrscheinliche L&ouml;sung soll hier aber nicht diskutiert werden, sondern die Frage: Werden die Wirtschaft der USA und die Wirtschaft des Globus den Entzug von soviel Geld verkraften?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/kapital-arbeit\/kein-entzug-auf-dauer\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Lucas Zeise spricht von einem &ldquo;nominalen Verm&ouml;genszuwachs oder zumindest zu geringerer Verschuldung&rdquo; bei einem Gro&szlig;teil der Mittelschicht. Entscheidend d&uuml;rfte (auch f&uuml;r die Kongresswahlen) aber die reale Entwicklung des Einkommens, das 2013 bei 52.000 $ lag, <a href=\"http:\/\/research.stlouisfed.org\/fred2\/series\/MEHOINUSA672N\">dem Niveau von 1995<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Ungerecht: die Sanktionen der Jobcenter<\/strong><br>\nMit ihrem Leben als Erwerbslose haben sich Sabine und Hans-G&uuml;nter K. aus Hildesheim arrangiert. Beide sind schwer krank, ihnen bleibt nur Hartz IV. Sie kommen &uuml;ber die Runden &ndash; auch, wenn das Geld oft knapp ist. Doch dann  kommt pl&ouml;tzlich ein Bescheid vom Jobcenter. Das k&uuml;ndigt eine Reduzierung der Leistungen an. Hintergrund der K&uuml;rzungen: Ein Streit dar&uuml;ber, wie krank das Ehepaar wirklich ist. Denn die Zahlungen stehen ihnen nur zu, wenn sie nicht mehr arbeiten k&ouml;nnen.<br>\nVom Jobcenter schikaniert<br>\nF&uuml;r das Ehepaar K. ein finanzielles Desaster. &ldquo;Das ist nur noch Verzicht, nur noch Verzicht. Es ist wirklich nur das N&ouml;tigste an Lebensmitteln zu kaufen daf&uuml;r. Und dann eben die Miete, die Miete ist das Allerwichtigste&rdquo;, erz&auml;hlt Sabine K. Panorama3.<br>\nDas Ehepaar f&uuml;hlt sich vom Jobcenter schikaniert. Hinter den K&uuml;rzungen vermuten sie einen bestimmten Sachbearbeiter. Denn sie haben gegen den Mitarbeiter eine Dienstaufsichtsbeschwerde gestellt. Jetzt nutze der seinen Ermessensspielraum, so die Annahme ihres Anwalts.<br>\n&Uuml;berforderung der Sachbearbeiter?<br>\nF&uuml;r Klaus D&ouml;rre, Professor f&uuml;r Soziologie an der Universit&auml;t Jena, spielt in solchen F&auml;llen vor allem die &Uuml;berforderung der Sachbearbeiter eine Rolle: &ldquo;Je schwieriger gewisserma&szlig;en die Vermittlungsf&auml;lle sind &ndash; also wenn Menschen wirklich nicht mehr k&ouml;nnen, sind das schwierige F&auml;lle auf Seiten der Sachbearbeiter &ndash; desto gr&ouml;&szlig;ere Probleme machen sie und desto eher neigt man eben dazu zu sanktionieren. Bringen tut das &uuml;berhaupt nichts. Es f&uuml;hrt dazu dass solche Menschen zus&auml;tzlich drangsaliert und entw&uuml;rdigt werden.&rdquo;<br>\nGegen&uuml;ber Panorama 3 bestreitet das Jobcenter Hildesheim diesen Zusammenhang. Im Fall des Ehepaares K. halte man sich streng an das Gesetz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/fernsehen\/sendungen\/panorama3\/Ungerecht-die-Sanktionen-der-Jobcenter,jobcenter154.html\">NDR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Es mag sein, dass die Jobcenter-Sachbearbeiterschaft &uuml;berfordert ist. Jedoch: Wenn es um eventuelle Leistungen zugunsten von Betroffenen geht, reagiert die Mitarbeiterschaft offenbar nicht selten langsam. Wenn aber Sanktionen verh&auml;ngt werden k&ouml;nnten, wird offensichtlich schneller gearbeitet. Vermutlich ist dieses Ph&auml;nomen vom Gesetzgeber gewollt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Merkel verspricht Senkung des Rentenbeitrags<\/strong><br>\nBundeskanzlerin Angela Merkel hat der Wirtschaft versprochen, sich vermehrt um Investitionen und die Entlastung von Firmen zu k&uuml;mmern. Angesichts des schw&auml;cheren Wachstums in Deutschland und Europa sollten die Investitionen &uuml;ber die von der Regierung geplanten sieben Milliarden Euro in dieser Legislaturperiode erh&ouml;ht werden, sagte die CDU-Politikerin am Dienstag auf dem Arbeitgebertag in Berlin. Allerdings werde dies nicht &uuml;ber neue Schulden und nur unter Einbeziehung privater Investitionen funktionieren. Merkel sagte zudem eine Senkung der Rentenbeitr&auml;ge zu und lehnte &uuml;ber den Koalitionsvertrag hinausgehende Ideen wie eine Anti-Stress-Verordnung ab. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel erteilte schuldenfinanzierten Wachstumspaketen eine klare Absage.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/lohnnebenkosten-merkel-verspricht-senkung-des-rentenbeitrags,1472780,28947434.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Volker Bahl:<\/strong> Und das Ratten-Rennen um die niedrigsten Lohnkosten in der Eurozone zu Lasten der Arbeitnehmer darf weiter in die n&auml;chste Runde &ndash; nach unten &ndash;  gehen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Jahrzehnte arbeiten, aber Rente auf Hartz-IV-Niveau<\/strong><br>\nJahrzehntelange Arbeit f&uuml;r eine Rente, die gerade einmal Hartz-IV-Niveau erreicht? Diese erschreckende Vorstellung droht immer mehr Arbeitnehmern. Nach einer aktuellen Modellrechnung des &ldquo;Instituts Arbeit und Qualifikation&rdquo; der Uni Duisburg-Essen m&uuml;ssen selbst Durchschnittsverdiener in den kommenden Jahren damit rechnen, nur noch eine Rente in H&ouml;he der Grundsicherung zu erhalten. Laut der Studie muss ein Besch&auml;ftigter mit einem durchschnittlichen Lohn von rund 2900 Euro beim Rentenbeginn im Jahr 2015 schon 28,3 Jahre gearbeitet haben, um eine Rente in H&ouml;he der &ldquo;Grundsicherung im Alter&rdquo; zu bekommen. Sie liegt inklusive der Leistungen f&uuml;r Wohnung und Heizung derzeit im Schnitt bei 690 Euro pro Monat. Im Jahr 2025 nimmt die Bundesregierung beispielsweise ein Rentenniveau vor Steuern von 46 Prozent an. Um das zu erreichen muss ein Durchschnittsverdiener 29,5 Beitragsjahre aufweisen. Beim Rentenbeginn im Jahr 2030 mit einem gesunkenen Rentenniveau von 43 Prozent sind dann bereits gut zwei Arbeitsjahre mehr n&ouml;tig. Wer nur 80 Prozent vom Durchschnittslohn (rund 2300 Euro) verdient, m&uuml;sste 2030 schon 39,5 Jahre f&uuml;r die Rente in Grundsicherungsh&ouml;he arbeiten. Besonders schlimm ist die Situation aber f&uuml;r Geringverdiener. Arbeitnehmer mit einem Einkommen in H&ouml;he von 60 Prozent des Durchschnittslohns m&uuml;ssen laut Modell deutlich l&auml;nger als 40 Jahre f&uuml;r die Hartz-IV-Rente arbeiten. Wer nur 1450 Euro verdient, was genau dem halben Durchschnittslohn entspricht, blickt beim Renteneintritt im Jahr 2030 auf ein sehr langes Arbeitsleben zur&uuml;ck: 63,2 Jahre.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article133943700\/Jahrzehnte-arbeiten-aber-Rente-auf-Hartz-IV-Niveau.html\">Die Welt<\/a>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/141105_02.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/img.welt.de\/img\/wirtschaft\/crop133943692\/4690198360-ci3x2l-w780\/DWO-IP-HartzIV-2-Aufm.jpg\">Die Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ab 2001 ist in der Rentenpolitik das Ziel einer Lebensstandardsicherung alleine durch die gesetzliche Rente aufgegeben worden. Um eine Stabilit&auml;t der Beitragss&auml;tze zu erreichen, wird das Rentenniveau abgesenkt. (Dreimal d&uuml;rfen sie raten unter welcher Regierung) Eine Lebensstandardsicherung kann nur noch erreicht werden, wenn die gesetzlichen Renten durch private Vorsorge erg&auml;nzt werden (Finanzkrisen kommen in solchen Betrachtungen nicht vor), die sich das Viertel der im Niedriglohnsektor Besch&auml;ftigten nat&uuml;rlich locker leisten kann. &ndash; Diese Politiker wie auch die gegenw&auml;rtigen haben den Generationenvertrag gek&uuml;ndigt, indem sie den niedrigen Beitragssatz zur Rente hochjubeln, aber das Wesentliche, die Versorgung im Alter, kippen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu passt: Merkel verspricht Arbeitgebern niedrigere Rentenbeitr&auml;ge<\/strong><br>\nAuf dem Arbeitgebertag in Berlin hat die Industrie die Kanzlerin aufgefordert, der Wirtschaft keine neuen Belastungen aufzub&uuml;rden. Die Kanzlerin sagte zu, die Quote der Lohnnebenkosten trotz der Erh&ouml;hung des Pflegebeitrags weiter deutlich unter 40 Prozent zu halten. &bdquo;Wir werden jetzt die Spielr&auml;ume, die wir wahrscheinlich in der Rentenversicherung haben, nutzen, die Rentenbeitr&auml;ge zu senken. Das ist angesichts der aktuellen konjunkturellen Herausforderung ein ganz wichtiges Signal&ldquo;, sagte sie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/arbeitgebertag-angela-merkel-verspricht-niedrigere-rentenbeitraege-13247158.html\">FAZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>In keinem anderen EU-Land ist das Armutsrisiko von Arbeitslosen so hoch wie in Deutschland<\/strong>\n<ul>\n<li>In Deutschland liegt die Armutsgef&auml;hrdung  der Bev&ouml;lkerung insgesamt mit 16,1 % knapp unterhalb des EU-Durchschnitts. <\/li>\n<li>Vom Risiko, in Armut leben zu m&uuml;ssen, sind einzelne Personengruppen im besonderen Ma&szlig;e betroffen. Dies gilt vor allem f&uuml;r Arbeitslose. In Deutschland sind mehr als zwei Drittel aller Arbeitslosen (69,3 %) von Armut bedroht. Dieser Wert ist weit h&ouml;her als in allen anderen EU-Mitgliedstaaten und &uuml;bersteigt den EU-Durchschnitt um gut 23 Prozentpunkte.<\/li>\n<li>Selbst in den von der Wirtschafts- und Finanzkrise stark getroffenen s&uuml;deurop&auml;ischen L&auml;ndern liegt  die Armutsgef&auml;hrdung der Erwerbslosen  mit jeweils knapp 46 % im Rahmen des EU-Durchschnitts.<\/li>\n<li>Frankreich (35,7%) und D&auml;nemark (36,3 %) weisen hingegen  vergleichsweise moderate Armutsrisikoquoten von Arbeitslosen auf, die nur halb so hoch sind wie in Deutschland. <\/li>\n<li>Die extrem hohe Armutsbetroffenheit von Arbeitslosen in Deutschland muss vor allem als Folge der Arbeitsmarktreformen der zur&uuml;ckliegenden Jahre interpretiert werden. Die Grundsicherungsleistung (Harzt IV) liegt noch unterhalb des Existenzminimums und auch die Versicherungsleistung Arbeitslosengeld f&auml;llt bescheiden aus<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/141105_04.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/141105_04_small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\/\">Sozialpolitik aktuell<\/a><\/p>\n<p><em>Hinweis: Neu eingestellt auf Sozialpolitik aktuell u.a.:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>&Auml;nderung des Asylbewerberleistungsgesetzes &ndash; Bundestagsanh&ouml;rung: Schriftliche Stellungnahmen<\/em><\/li>\n<li><em>Neuregelungen &ndash; Grundsicherung, Sozialhilfe<\/em><br>\n<em>2013: Erneuter Anstieg der Empf&auml;ngerzahlen und -quoten von Grundsicherung im Alter<\/em><\/li>\n<li><em>Soziale Sicherung, Grundsicherung &ndash; Infografien Sozialpolitik &amp; soziale Lage<\/em><br>\n<em>Vereinbarkeit von Beruf und Familie von Paaren mit nicht schulpflichtigen Kindern &ndash; unter spezifischer Ber&uuml;cksichtigung der Erwerbskonstellation beider Partner (DIW)<\/em><\/li>\n<li><em>Familien, Kinder, Familienpolitik &ndash; Berichte &amp; Dokumente<\/em><\/li>\n<li><em>Sozialpolitik in Europa &ndash; Infografiken Sozialpolitik &amp; Soziale Lage<\/em><br>\n<em>Soziale Sicherheit 10\/2014: Schwerpunkt Pr&auml;vention<\/em><\/li>\n<li><em>Sozialpolitische Fachzeitschriften aktuell<\/em><br>\n<em>&Uuml;berschneidung von Grundsicherungsbedarf und Rente bei sinkendem Rentenniveau 2012 &ndash; 2030<\/em><\/li>\n<li><em>Alter, Alterssicherung, Rentenversicherung &ndash; Infografiken Sozialpolitik &amp; soziale Lage<\/em><br>\n<em>Eingliederungsvereinbarungen: Vermittlungsfachkr&auml;fte halten mehr Spielraum f&uuml;r sinnvoll (IAB)<\/em><\/li>\n<li><em>Arbeitsmarkt, Arbeitslosigkeit, Arbeitsmarktpolitik &ndash; Berichte &amp; Dokumente<\/em><br>\n<em>Sozaler Fortschritt 10\/2014<\/em><\/li>\n<li><em>Sozialpolitische Fachzeitschriften aktuell<\/em><br>\n<em>Sozialpolitik der EU: Umfassender &Uuml;berblick &uuml;ber Dokumente, Materialien, Stellungnahmen<\/em><br>\n<em>Sozialpolitik in Europa &ndash; Berichte &amp; Dokumente<\/em><br>\n<em>Einkommens- und Verm&ouml;gensverteilung in Deutschland (IMK)<\/em><br>\n<em>Einkommensverteilung: Arbeits- und Haushaltseinkommen, Armut &ndash; Berichte &amp; Dokumente<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Flexibel in die Rente<\/strong><br>\nDer Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) will mit der &bdquo;Flexirente&ldquo; ebenfalls ein allm&auml;hliches Ausscheiden aus dem Arbeitsleben mit bereits 60 Jahren erm&ouml;glichen, dabei allerdings die bisher geltenden Rentenabschl&auml;ge nicht mehr von den Vorruhest&auml;ndlern selbst finanzieren lassen. Bisher reduziert sich die Rente f&uuml;r jeden Monat, den ein Arbeitnehmer vor Erreichen des gesetzlichen Eintrittsalters in Rente geht, um 0,3 Prozent. Somit m&uuml;ssen Fr&uuml;hrentner mit Abschl&auml;gen von 3,6 Prozent pro Jahr rechnen. Der DGB schl&auml;gt vor, dass diese Abschl&auml;ge k&uuml;nftig von den Arbeitgebern ausgeglichen werden, die ihrerseits diese Zahlungen als Sozialbeitr&auml;ge und damit steuerbefreit abf&uuml;hren d&uuml;rften. Dies wiederum ginge zu Lasten der Steuereinnahmen.<br>\nEinen &auml;hnlichen Vorschlag unterbreitet die IG BCE. Die Gewerkschaft m&ouml;chte f&uuml;r in der Chemie Besch&auml;ftigten eine Vier-Tage-Woche ab dem 60. Lebensjahr und f&uuml;r 63-J&auml;hrige eine Drei-Tage-Woche einf&uuml;hren. Erg&auml;nzt werden soll das reduzierte Einkommen durch eine Teilrente, um in der Summe ein Netto-Entgelt von 90 Prozent des fr&uuml;heren Einkommens zu erreichen. Hierzu m&uuml;sste ebenfalls die Teilrente ab 60 Jahren durch eine Gesetzes&auml;nderung erm&ouml;glicht werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/uebergangsregelung-flexibel-in-die-rente,1472780,28947160.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Krieg der Generationen? Es gibt keine Generationen!<\/strong><br>\nWarum fehlende soziale Gerechtigkeit kein Konflikt zwischen Jung und Alt ist.<br>\nIn den letzten Jahren hat eine Debatte in Deutschland Hochkonjunktur, die einen brisanten Verteilungskonflikt zwischen Jung und Alt unterstellt. Schon im Jahr 2003 war in der Onlineausgabe der Welt zu lesen: &ldquo;Nie zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik hat sich die Lebenswirklichkeit von Jung und Alt so weit voneinander entfernt. W&auml;hrend die meisten Rentner finanziell abgesichert sind, mu&#776;ssen vor allem Familien mit Kindern jeden Monat k&auml;mpfen, um u&#776;ber die Runden zu kommen&rdquo; (Lachmann 2003).<br>\nDie damalige Bundesfamilienministerin Renate Schmidt warnte in diesem Zusammenhang bereits vor einem &ldquo;Krieg der Generationen&rdquo; (ebd.) &ndash; ein geflu&#776;geltes Wort, das in den letzten gut 10 Jahren immer wieder in der &ouml;ffentlichen Diskussion in sozialpolitischen, insbesondere rentenpolitischen Zusammenh&auml;ngen zirkuliert. Zuletzt nutzten Jungpolitiker der FDP und der Piratenpartei dieses Schlagwort, um gegen die Pl&auml;ne der Bundesregierung zur abschlagsfreien Rente mit 63 nach 45 Versicherungsjahren auszuteilen (Neuerer 2014).<br>\nImmer mitgedacht und -kommuniziert wird dabei die Alterung der Gesellschaft als Ursache fu&#776;r die vermeintlichen Generationenkonflikte. Aufgrund des demografischen Wandels und der Geburtenschw&auml;che der nachru&#776;ckenden Jahrg&auml;nge wird eine zunehmend ungerechte Verteilung der Lasten zwischen den Generationen ausgemacht. Beispielhaft konstatieren Reiner Klingholz und andere in einem Discussion Paper des Berlin-Instituts: &ldquo;Die politische Frage ist, wie sich die daraus entstehende Belastung innerhalb der Generationen gerecht aufteilen l&auml;sst&rdquo; (Klingholz u.a. 2014).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/hessen-thueringen.dgb.de\/themen\/++co++b0258c1c-4eed-11e4-a5ee-52540023ef1a?k:list=Wirtschaft\">Johannes Grabbe in WISO-Info Nr. 3\/2014, S. 25ff.<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Der Fluch der Lieferkette<\/strong><br>\nEs h&auml;tte der gro&szlig;e Wurf von CSU-Entwicklungsminister Gerd M&uuml;ller sein k&ouml;nnen: ein Aktionsplan f&uuml;r h&ouml;here soziale und &ouml;kologische Standards in der Textilproduktion mit breiter Unterst&uuml;tzung der Industrie. Mitte Oktober hat sich das B&uuml;ndnis zur Umsetzung des Plans gegr&uuml;ndet &ndash; doch die gro&szlig;en Namen fehlen. Unternehmen wie Otto, Kik und C&amp;A verweigern eine Unterschrift. Warum eigentlich? Der Plan sei in seiner jetzigen Form &ldquo;nicht umsetzbar&rdquo;, sagt Kai Falk, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer und Pressesprecher des Handelsverbands Deutschland (HDE). Er verweist unter anderem auf die komplexen Lieferketten, bei denen eine &Uuml;berwachung kaum m&ouml;glich sei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2014%2F11%2F03%2Fa0054&amp;cHash=36ad11e3e4f0034643f181afa1ea9e47\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ein seltsamer Beitrag, der sowohl beim Pro wie auch beim Kontra der Kontrolle der Lieferkette ein &ldquo;Ja-aber&rdquo; findet. Der Plan sei in seiner jetzigen Form &ldquo;nicht umsetzbar&rdquo;, meint Kai Falk, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer und Pressesprecher des Handelsverbands Deutschland (HDE). Viele Firmen st&uuml;nden nie in direktem Kontakt zu den Fabriken, sagt Falk. Sie beauftragten Agenturen, die wiederum Auftr&auml;ge vergeben. Die Produktionschefin Maren Brandt von der Outdoorkleidungsfirma Elkline, meint denn auch &ldquo;Die textile Kette ist wirklich ein Dickicht&rdquo;. Andererseits ist diese Firma ein Beispiel daf&uuml;r, wie es doch geht. Und schr&auml;nkt dann ein, dass die Umsetzung f&uuml;r ein kleineres Unternehmen mit flachen Hierarchien einfacher sei. Warum eigentlich? Vaude-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin Antje von Dewitz sagt dagegen, dass gro&szlig;e Konzerne aufgrund ihrer Marktmacht eher h&ouml;here Standards bei Zulieferern durchsetzen k&ouml;nnten: &ldquo;Die Gro&szlig;en k&ouml;nnen einfach sagen: ,Macht das, bitte!&rsquo;, und die k&ouml;nnen sogar noch das &lsquo;bitte&rsquo; weglassen.&rdquo; Marcello Concilio, Pressesprecher des m&uuml;nsterl&auml;ndischen Textilhauses Ernsting&rsquo;s Family, kommt dann gegen Ende des Artikels zum Totschlagargument: &ldquo;Wir sto&szlig;en uns zudem daran, dass es ein deutscher Alleingang ist&rdquo;. Und die Autorin meint: Wenn aber ein nationales B&uuml;ndnis scheitert, stellt sich die Frage, wie es international klappen soll. &ndash; Gemeint ist wohl wieder einmal die internationale Wettbewerbsf&auml;higkeit. Nur sollte vielleicht man einmal sagen, wie viel teurer eine Textilie wird, wenn der Lohn der ArbeiterInnen in Indien oder Bangladesch z.B. um 50 Prozent steigt. Soviel ich wei&szlig;, steigt der Preis des Produkts um wenige Cents. Und was w&auml;re das f&uuml;r eine Marketingkampagne, wenn eine Firma damit werben k&ouml;nnte, dass sie die Lieferkette vollkommen kontrolliert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Strategien der Klimaskeptiker &ndash; Wissenschaft wurde als Nebelwand missbraucht&rdquo;<\/strong><br>\nEin Zirkel konservativer Forscher s&auml;t systematisch Zweifel an Klimawandel, Umweltgefahren oder Gesundheitssch&auml;den durch Tabak. Die Harvard-Historikerin Naomi Oreskes hat die Strategien der so genannten Skeptiker analysiert. Ein Gespr&auml;ch &uuml;ber Lobbyisten und Denkmuster des Kalten Krieges.<br>\nDie Klimapolitik der USA wird bis heute von einer m&auml;chtigen Lobby diktiert, die wirksame Reduktionen der Treibhausgas-Emissionen verhindert. In ihrem Buch &ldquo;Die Macchiavellis der Wissenschaft&rdquo; (Wiley-VCH, 363 Seiten, 24,90 Euro) beschreiben Naomi Oreskes und Erik Conway eine kleine Gruppe renommierter und sehr konservativer Forscher, die immer wieder Zweifel an den Grundthesen und -erkenntnissen der Klimaforschung verbreitet hat. Diese Strategie stammt von der Tabakindustrie, die M&auml;nner haben sie in Debatten &uuml;ber Passivrauchen, den sauren Regen, das Ozonloch und den Klimawandel verwendet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wissen\/strategien-der-klimaskeptiker-wissenschaft-wurde-als-nebelwand-missbraucht-1.2200576\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Aufgedeckt: Neonazis als Sicherheitsleute?<\/strong><br>\nSicherheitsdienste stehen immer wieder in der Kritik, oft wegen Gewaltt&auml;tigkeiten: J&uuml;ngst sorgten Misshandlungsf&auml;lle in Fl&uuml;chtlingsunterk&uuml;nften in Nordrhein-Westfalen durch Sicherheitsleute f&uuml;r Aufsehen. Nun zeigen Recherchen von Panorama 3, dass ein Hamburger Sicherheitsdienstleister Verbindungen in die rechte Szene hat.<br>\nSie sollen f&uuml;r Recht und Ordnung im Einkaufszentrum im Hamburger Stadtteil Steilshoop sorgen: Wachleute des Deutschen Sicherheitsdienstes DSD im Auftrag der Leitung des Einkaufszentrums. Sie treten in Uniformen auf, sprechen mit Besuchern. Die Kunden des Einkaufszentrums ahnen nicht, wer dort f&uuml;r ihre Sicherheit verantwortlich ist.<br>\nMilitante Neonazis<br>\nDenn nicht nur im Einkaufszentrum geht der DSD auf Streife: Als sich Anfang August rund 200 Rechtsextremisten in Th&uuml;ringen versammelten, tauchte auch der DSD auf. In den Geb&auml;uden des vom Verfassungsschutz beobachteten Vereins &ldquo;Ged&auml;chtnisst&auml;tte&rdquo; treffen sich bekannte K&ouml;pfe der europ&auml;ischen Holocaustleugner-Szene. Als &ldquo;Saalschutz&rdquo; war der DSD aus Hamburg angereist. Die Sicherheitsleute wiesen die ankommenden G&auml;ste auf dem Parkplatz ein, kontrollierten die Einladungen. Auch bekannte Gesichter der rechtsextremen Szene Th&uuml;ringens waren dabei, so wie der militante Neonazi Michel Fischer, der im T-Shirt des Hamburger Sicherheitsdienstes Journalisten bedr&auml;ngte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/hamburg\/Aufgedeckt-Neonazis-als-Sicherheitsleute,sicherheitsleute100.html\">NDR.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Andreas Zumach: Alle geh&ouml;ren irgendwohin<\/strong><br>\nBis 2024 soll es auf dieser Welt keinen Menschen mehr ohne Staatsb&uuml;rgerschaft geben. Immerhin fast drei Viertel der UNO-Mitglieder haben mit der Ratifizierung der einschl&auml;gigen Konventionen ihren verbindlichen Willen zur Abschaffung der Staatenlosigkeit bekundet. Und die ermutigenden konkreten Fortschritte der letzten f&uuml;nf Jahre in Bangladesch, der Elfenbeink&uuml;ste oder Kirgistan zeigen, dass einst als unumst&ouml;&szlig;lich geltende Traditionsregeln wie das Verbot der Staatsb&uuml;rgerschaftsweitergabe durch die Mutter ebenso &uuml;berwunden werden k&ouml;nnen wie die Folgen des sowjetischen Staatszerfalls.<br>\nDennoch wird sich das Problem der Staatenlosigkeit bis 2024 global nur &uuml;berwinden lassen, wenn bis dahin ein pal&auml;stinensischer Staat anerkannt ist und Syrien, der Irak oder andere Staaten in der nah&ouml;stlichen Konfliktregion nicht zerfallen sind. Ohne einen Staat Pal&auml;stina wird es kaum eine Staatsb&uuml;rgerschaftsregelung f&uuml;r die seit 1948 entstandenen rund 5,1 Millionen Fl&uuml;chtlinge geben. Die gro&szlig;e Mehrheit von ihnen sind Staatenlose. Und ein Zerfall der Staaten in den Konfliktgebieten w&uuml;rde die Gesamtzahl der Fl&uuml;chtlinge um ein Mehrfaches der bereits dramatischen Zahl von drei Millionen SyrerInnen erh&ouml;hen. Diese Menschen w&uuml;rden in Fl&uuml;chtlingslagern staatenlose Kinder auf die Welt bringen. Und keine Aussicht haben auf R&uuml;ckkehr in einen Heimatstaat, dessen Staatsb&uuml;rgerschaft sie einst hatten. Nicht auszuschlie&szlig;en, dass aus der &ldquo;schlimmen Anomalie des 21. Jahrhunderts&rdquo; Normalit&auml;t wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2014%2F11%2F05%2Fa0090&amp;cHash=c5aa94849dfb3fc999b076d974cef1c3\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Said erkl&auml;rt das Entstehen vom &ldquo;Islamischen Staat&rdquo;<\/strong><br>\nDas Thema beherrscht seit Monaten die Schlagzeilen: der Terror des sogenannten Islamischen Staates, der Krieg in Syrien. Doch die Hintergr&uuml;nde bleiben meist im Dunkeln. Und meist ger&auml;t in Vergessenheit, dass die Urspr&uuml;nge dieses Konflikts Jahrzehnte zur&uuml;ckliegen. Das Buch des Islamexperten Behnam T. Said will diese L&uuml;cke f&uuml;llen. Seine Analysen sind pr&auml;zise und detailliert belegt. Vor allem der historische Teil &ndash; also jene  55 Seiten, die sich mit dem Entstehen der jihadistischen Bewegungen befassen &ndash; macht deutlich, dass der moderne Terrorismus von al-Qaida und anderen nicht im luftleeren Raum entstanden sind . &ldquo;IS ist nur der letzte Ausdruck einer sehr langen Geschichte, die sich in der Region zugetragen hat und deren Wurzeln bis in die 60er Jahre zur&uuml;ck gehen. Ich denke, dass man dieses Gesamtbild im Kopf haben sollte, wenn man &uuml;ber die Organisation IS heute spricht. &hellip; IS spiegelt nicht das Gesamtbild wieder. Al-Qaida hat weiter Bestand, und auch viele andere jihadistische Gruppen, die in der Region entstanden sind&rdquo;, sagt der Autor. &ldquo;Denken Sie an Libyen, an Tunesien oder auch den Jemen: da gibt es eine gesamte, sehr beunruhigende Entwicklung, von der IS nur ein, wenn auch sehr deutlich wahrnehmbarer, Ausdruck ist.&rdquo;<br>\nAuf knapp der H&auml;lfte der Buchseiten setzt sich Said mit  dem Thema &ldquo;Deutsche im Jihad&rdquo; auseinander. Er zeigt generelle Prozesse auf, zeichnet aber auch detailliert die Entwicklung einzelner junger Leute nach, die f&uuml;r sich beschlie&szlig;en, nach Syrien zu gehen. Dabei kommt Said zu zum Teil &uuml;berraschenden Erkenntnissen &ndash; Erkenntnisse, die eine erhebliche Rolle bei der Frage spielen d&uuml;rften, an welcher Stelle Pr&auml;ventionsbem&uuml;hungen anzusetzen haben. Denn die Fr&uuml;herkennung solcher Radikalisierungstendenzen ist kein leichtes Gesch&auml;ft &ndash; spielt sie sich doch h&auml;ufig nur im Kopf ab .Vor allem kann es schnell gehen &ndash; manchmal dauere es nur wenige Monate vom ersten Gedanken bis zu Ausreiseentscheidung. Nicht wenige junge Leute w&uuml;rden &uuml;ber das Internet angefixt, so der Autor. Viele weitere k&auml;men durch eine gewissen Gruppendynamik in ihren Stadtteilen: &ldquo;Da kennen sich Jugendliche schon aus Kindheitstagen, orientieren sich an &Auml;lteren, insbesondere auch in sogenannten peers, die etwas vorleben, von dem sie meinen, es nachmachen zu m&uuml;ssen. Und das sind die h&auml;ufigsten Gr&uuml;nde f&uuml;r Radikalisierung in Deutschland.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/kultur\/buch\/tipps\/Politisches-Buch-Islamischer-Staat,islamischerstaat116.html\">NDR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Das Buch &ldquo;Islamischer Staat. IS-Miliz, al-Qaida und die deutschen Brigaden&rdquo; d&uuml;rfte das einzige deutsche Buch sein, das j&uuml;ngste Entwicklungen wie das Aufkommen des IS thematisiert.  So weist er auch auf Aspekte hin, die in der hiesigen Diskussion kaum reflektiert werden: &ldquo;Dort, wo ISIS sich festsetzte, er&ouml;ffnete er auch Schulen, was erheblichen Anlass zur Sorge bietet. In Verbindung mit dem &hellip; Aufbau staatlicher Strukturen zeigt diese Ma&szlig;nahme, dass die Miliz .. einen Bewusstseinswandel bei der Bev&ouml;lkerung anstrebt&rdquo; (S. 70). Der BR hat anl&auml;sslich des Buches <a href=\"http:\/\/www.br.de\/radio\/bayern2\/politik\/radiowelt\/behnam-t-said-europaeer-is-terroristen100.html\">ein Interview<\/a> mit Said gef&uuml;hrt, der &uuml;brigens als wissenschaftlicher Referent f&uuml;r den Verfassungsschutz der Hansestadt Hamburg arbeitet. Behnam T. Said und Hazim Fouad haben im Juni dieses Jahres bereits einem Sammelband herausgegeben, mit Texten von internationalen Autoren, die sich seit Jahren mit dem Salafismus besch&auml;ftigen: &ldquo;Salafismus. Auf der Suche nach dem wahren Islam&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>&bdquo;Die Deutschland-Blase&ldquo; von Olaf Gersemann &ndash; eine Rezension<\/strong><br>\nF&uuml;r die &ouml;ffentlich-politische Auseinandersetzung wie f&uuml;r den individuellen Erkenntnisprozess ist es oft hilfreich, wenn man eigene Argumente gewisserma&szlig;en von der Gegenseite best&auml;tigt oder gespiegelt bekommt. Das gilt auch dann oder gerade dann, wenn das mit einer etwas anderen Einrahmung erfolgt, als man sie selbst vornehmen w&uuml;rde. Ein solcher Fall liegt aus meiner Sicht vor bei dem k&uuml;rzlich erschienenen Buch &ldquo;Die Deutschland-Blase&rdquo; von Olaf Gersemann, einem Springer-Journalisten, der gleichwohl ein ganz ordentlicher Volkswirt zu sein scheint.<br>\nZeitlich parallel zu der mit viel gr&ouml;&szlig;erer &ouml;ffentlicher Beachtung und einer europapolitischen Agenda versehenen &ldquo;Deutschland-Illusion&rdquo; von DIW-Pr&auml;sident Prof. Fratzscher hat Gersemann in seinem Buch die Litanei von der starken deutschen Wirtschaft unter die Lupe genommen und in einer echten Flei&szlig;arbeit anhand wirtschaftsgeschichtlicher und internationaler Vergleiche fundamentale Schw&auml;chen festgestellt, die von der Berliner Politik immer wieder unter den Tisch gekehrt werden: Er benennt fundamentale volkswirtschaftliche Schw&auml;chen bei der Besch&auml;ftigung (kein Jobwunder, sondern Arrangement mit Massenarbeitslsoigkeit), beim Wachstum, beim Produktivit&auml;tsfortschritt, bei den Investitionen und auch in der Wirtschaftsstruktur &ndash; wozu er insbesondere die hohe Exportabh&auml;ngigkeit Deutschlands z&auml;hlt, die nicht zuletzt eine Folge jahrelanger &uuml;berzogener Lohnzur&uuml;ckhaltung sei und durch die anhaltene Verletzung des au&szlig;enwirtschaftlichen Gleichgewichts die Krise im Euroraum mitbefeuert habe. So etwas hat man aus dieser Richtung bisher nicht geh&ouml;rt, schon gar nicht &ouml;ffentlich!<br>\nMan muss im Detail keineswegs alle Einsch&auml;tzungen und Schlussfolgerungen von Gersemann teilen &ndash; manches l&auml;sst sich auch bestreiten oder bem&auml;ngeln, Verteilungsgerechtigkeit ist z.B. nicht sein Thema -, und man kann auch Vieles aus dem Buch schon von anderer Seite geh&ouml;rt haben, um diese Arbeit dennoch sehr beachtlich zu finden. Mir pers&ouml;nlich als einem &Ouml;konomen, der sich mit den betreffenden Fragen durchaus seit l&auml;ngerem besch&auml;ftigt, haben seine Darlegungen f&uuml;r eine Reihe von Punkten den Blick gesch&auml;rft oder sogar die Augen ge&ouml;ffnet, so etwa f&uuml;r die enorm starke Konzentration unserer Industrie auf den Automobilsektor oder das enorm schwache Wirtschaftswachstum Deutschlands im weltweiten Ma&szlig;stab.<br>\nHier die <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/141105_hinweise_rezension_deutschland-blase.pdf\">ausf&uuml;hrliche Rezension [PDF &ndash; 176 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>zu guter Letzt: 25 Jahre Deutsche Einheit &ndash; und es geht doch!<\/strong><br>\nWie die Kanzlerin lernte, mit Messer und Gabel zu essen<br>\nGottseidank sind die finsteren Zonen-Zeiten vorbei, in denen unsere kulinarische Kanzlerin gezwungen war, mit den Fingern zu essen, weil es im Unrechtsstaat an Besteck und selbst an Lebensmitteln mangelte. Da musste erst Mentor und Altkanzler Helmut Kohl auftauchen und das M&auml;dchen die rechten Tischsitten lehren. Dass Merkel Ihr Besteck inzwischen zu nutzen wei&szlig;, beweist Sie in Ihrer neuesten Ansprache auf weltnetz.tv.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=59HVIXq5wz0&amp;feature=youtu.be\">WeltnetzTV via YouTube<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (OP\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-23832","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23832","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=23832"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23832\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":23835,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23832\/revisions\/23835"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=23832"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=23832"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=23832"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}