{"id":23845,"date":"2014-11-06T08:42:24","date_gmt":"2014-11-06T07:42:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23845"},"modified":"2014-11-06T08:42:24","modified_gmt":"2014-11-06T07:42:24","slug":"hinweise-des-tages-2249","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23845","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL\/AM)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert.<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23845#h01\">Lokf&uuml;hrerstreik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23845#h02\">US-Wahl:  The Democrats&rsquo; Catastrophe and the Need For a New Agenda<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23845#h03\">Helmut Kohl: Wir brauchen Russland f&uuml;r den Frieden  in Europa und der Welt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23845#h04\">Kiew: Vergiftete Atmosph&auml;re<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23845#h05\">Daumen runter f&uuml;r den Bankenrettungsfonds<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23845#h06\">Leipzig: Finanzwetten auf eigenes Risiko<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23845#h07\">USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23845#h08\">German airlines face ban on UK landings without passenger lists<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23845#h09\">Die Welt braucht Wachhunde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23845#h10\">Von Putinverstehern und Journalistenverstehern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23845#h11\">Deutscher Kulturrat: &Ouml;ffentlich-rechtlicher Rundfunk ist unverzichtbarer Bestandteil der kulturellen Vielfalt <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23845#h12\">Islamfeindlichkeit: Menschen islamischen Glaubens werden homogenisiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23845#h13\">Zu guter Letzt: &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung entlarvt GDL-Chef Claus Weselsky als D&auml;mon aus der Niederh&ouml;lle<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23845&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Lokf&uuml;hrerstreik<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Lokf&uuml;hrerstreik: Einen Orden f&uuml;r den GDL-Chef!<\/strong><br>\nWenn es um den neuerlichen Ausstand der Lokf&uuml;hrer geht, der heute Nachmittag beginnt, ist ihren Gegnern im Moment offenbar kein Argument zu bl&ouml;d. Der Bahnvorstand nennt es eine Schikane, dass die GDL die Tarifverhandlungen abgebrochen hat und zum Arbeitskampf aufruft [&hellip;] . Auch Wirtschaftsverb&auml;nde und CDU-Politiker warnen vor den &ouml;konomischen Auswirkungen. Sie w&uuml;rden den Streik wohl am liebsten verbieten lassen. [&hellip;] All das ist v&ouml;llig absurd. Denn die Lokf&uuml;hrergewerkschaft und ihr Vorsitzender Claus Weselsky nehmen nicht nur ein selbstverst&auml;ndliches Recht in Anspruch. Ihr Vorgehen ist auch absolut legitim. Es k&ouml;nnte anderen Gewerkschaften sogar als Vorbild dienen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2014-11\/lokfuehrer-streik-gdl-kommentar\/komplettansicht\">Zeit.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung S.T.:<\/strong> Der Text spricht vielleicht nicht Jedem aus der Seele, aber es ist richtig: Die ganze Diskussion tr&auml;gt reichlich absurde Z&uuml;ge. Und deshalb tut der Text richtig gut, denn er bringt einige wichtige Dinge auf den Punkt. Dazu geh&ouml;rt u. a. der Hinweis, dass Streiks ja gerade darauf abzielen, die Unternehmen wirtschaftlich (!) unter Druck zu setzen &ndash; ihnen finanziell weh zu tun. Das ist, wie der ZEIT-Autor richtig feststellt, &ldquo;vielfach das einzige Mittel, das Arbeitnehmer und Gewerkschaften einsetzen k&ouml;nnen&rdquo;. Wie entlarvend ist es daher, wenn gegen die Streiks deren volkswirtschaftlicher Schaden ins Feld gef&uuml;hrt wird: Im Kern kommt damit doch nur zum Ausdruck, keine Streiks und damit keinen Arbeitskampf und mithin auch keine m&uuml;ndige sowie mitbestimmende Arbeitgeberschaft haben zu wollen. Dar&uuml;ber sollten insb. Politikerinnen und Politiker der SPD nachdenken. Im Moment sind gerade sie &ndash; die das &ldquo;sozial&rdquo; im Namen tragen &ndash; es, die an unseren Grundrechten zu s&auml;gen: GDL-Chef Weselsky hat ausdr&uuml;cklich Recht, wenn er darauf hinweist, <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/news\/2014-11\/04\/tarife-lokfuehrergewerkschaft-nennt-weiter-kein-datum-fuer-streik-04070009\">dass es hier um ein Grundrecht und die Funktion der Gewerkschaften geht<\/a>. Und es darf verwundern, wie wenig das von unseren Medien erkannt wird und wie wenig Solidarit&auml;t die GDL erf&auml;hrt (auch seitens gewerkschaftlicher Kreise).<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Eindimensionale Sicht der Medien erschreckend und weit weg von der Wirklichkeit <\/strong><br>\nGlaubt man der Presseschau des Deutschlandfunks von heute Vormittag, kann es nur einen R&uuml;ckschluss geben: Der Streik der GDL st&ouml;&szlig;t ausnahmslos auf Unverst&auml;ndnis, und das Unverst&auml;ndnis richtet sich ausschlie&szlig;lich gegen die GDL, nicht die Unternehmensf&uuml;hrung der Bahn oder den Eigent&uuml;mer Bund. Ein nahezu identisches Bild liefert der &ldquo;Pressekompass&rdquo; von Spiegel online. Das eindimensionale Bild der Presse ist das eine. Die Artikulierung desselben das andere:<br>\nEin Streik wird wie selbstverst&auml;ndlich als &ldquo;Erpressungsversuch&rdquo; kriminalisiert (Darmst&auml;dter Echo) und dies der GDL unterstellt, nicht der Bahn. Der Kommentator des Handelsblatts, Daniel Klager, sieht sich gar eines &ldquo;Grundrechts&rdquo; beraubt, dem der Mobilit&auml;t. Klager wei&szlig; offensichtlich nicht, was ein Grundrecht ist. Im Grundgesetz ist dazu jedenfalls nichts zu finden, zum Streik in Artikel 9 dagegen schon. Aber das Grundgesetz ist auch nicht Klagers Richtschnur, sondern dies: &ldquo;Die Wirtschaft erwartet Mobilit&auml;t&rdquo;, schreibt er. Vielleicht h&auml;tte er seine Karrie besser als Pressesprecher eines Unternehmens wie der Bahn geplant und nicht als Journalist. Aber warum eigentlich, diese Art &ldquo;Journalismus&rdquo; scheint ja bei Chefredakteuren, Intendanten, Herausgebern und Verlegern auf breite Zustimmung und Anerkennung zu sto&szlig;en&hellip;.<br>\nEs kann dabei gar nicht darum gehen, die GDL von Kritik auszunehmen, wenn diese gut recherchiert und begr&uuml;ndet ist. Davon aber kann in den besagten Medien keine Rede sein. Alle tonangebenden Medien beten dieselben S&auml;tze herunter, dieselbe Sicht, ohne sie zu belegen oder auch nur halbwegs schl&uuml;ssig zu begr&uuml;nden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2014\/11\/gdl-bahnstreik-eindimensionale-sicht-der-medien-erschreckend-und-weit-weg-von-der-wirklichkeit\/#sthash.ZwEJRwjr.dpuf\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><strong>GDL-Streik: Claus Weselsky zu Verhandlungen mit der Deutschen Bahn am 05.11.2014 <\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=XrcWbRBleuo%20\">Phoenix Live (Video)<\/a>\n<p><strong>Siehe auch: Tarifeinheit f&uuml;r Arbeitgeber versus Tarifpluralit&auml;t f&uuml;r Arbeitnehmer<\/strong><br>\nDer Tarifvorschlag vom 02. November 2014 des Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbands der Mobilit&auml;ts- und Verkehrsdienstleister e.V. (Agv MoVe) als Verhandlungsf&uuml;hrer f&uuml;r die Deutsche Bahn gegen&uuml;ber der GDL beinhaltet folgende Fallstricke u.a.:<br>\nDies wird Auswirkungen auf die gesamten Errungenschaften des Arbeitskampfes haben und als Modell f&uuml;r alle Formen des Arbeitskampfes dienen. Es braucht in Zukunft von den Arbeitgebern nur eine Gegengewerkschaft initiiert zu werden, um jeder anderen Gewerkschaft unter Verweis auf den &raquo;historischen&laquo; und bindenden Tarifabschluss der Eisenbahner im Jahre 2014 das einzige Mittel zu nehmen, was ihr im Arbeitskampf zusteht: Die Tarifpluralit&auml;t und der direkte Arbeitskampf in Form des Streikes &ndash; nicht als Erpressung, sondern als Grundrecht gegen eine ungerechte Tarifpolitik!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/grundrechtepartei.de\/solidaritaetsnote-gdl\/\">Grundrechtepartei<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Pressekonferenz der GDL zur Ablehnung des &ldquo;Schlichtungsvorschlags&rdquo; der Deutschen Bahn mit vielen grunds&auml;tzlichen Erl&auml;uterungen und Hergangserkl&auml;rungen<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=XrcWbRBleuo\">GDL via YouTube<\/a><\/li>\n<li><strong>CDU-Politiker will Bahn wieder verstaatlichen<\/strong><br>\nDer Bundesvize der Christlich Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), Christian B&auml;umler, hat das Verhalten der Deutschen Bahn im Tarifstreit mit der Lokf&uuml;hrergewerkschaft GDL scharf kritisiert und drastische Konsequenzen gefordert. Der CDU-Politiker sprach sich daf&uuml;r aus, die Bahn wieder zu verstaatlichen. &bdquo;Die Deutsche Bahn sollte in eine Bundesagentur f&uuml;r Mobilit&auml;t umgewandelt und die Lokf&uuml;hrer verbeamtet werden&ldquo;, sagte B&auml;umler dem Handelsblatt (Online-Ausgabe). Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;gte er hinzu, dass das Unternehmen &bdquo;f&uuml;r die Infrastruktur und die Mobilit&auml;t in Deutschland unverzichtbar&ldquo; sei.<br>\nDer Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, sieht in der Privatisierung der Bahn einen der Gr&uuml;nde f&uuml;r die aktuelle Eskalation im Bahnkonflikt. &bdquo;Es waren Politiker, die entschieden haben, dass der Bahnverkehr privatisiert und somit in die Spielregeln der Tarifauseinandersetzung entlassen wird&ldquo;, sagte Wendt dem Handelsblatt (Online-Ausgabe)&hellip;<br>\nWenn sich Politiker jetzt &uuml;ber Streikfolgen beklagten, dann bejammerten sie die Folgen ihrer eigenen Entscheidungen, sagte Wendt weiter. &bdquo;Wer vom Grundrecht auf Mobilit&auml;t oder von Bahnfahren als &ouml;ffentlicher Daseinsf&uuml;rsorge redet, hat entweder seinerzeit unverantwortlich gehandelt oder immer noch nicht verstanden, was er angerichtet hat.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/lokfuehrerstreik-und-die-folgen-cdu-politiker-will-bahn-wieder-verstaatlichen-seite-all\/10935694-all.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>So lebt der GDL-Chef Weselsky<\/strong><br>\nAltbau-Fassade: So versteckt lebt Deutschlands oberster Streikf&uuml;hrer<br>\nEr ist aktuell wohl der meistgehasste Deutsche: Claus Weselsky, Vorsitzender der Lokf&uuml;hrer-Gewerkschaft GDL. FOCUS Online begab sich auf Spurensuche nach dem Hardliner &ndash; und wurde in Leipzig f&uuml;ndig.<br>\nClaus Weselsky &ndash; GDL-Chef und Streik-F&uuml;hrer &ndash; muss sich f&uuml;hlen wir ein vorverurteilter Verd&auml;chtiger. Das &ouml;ffentliche Urteil &uuml;ber ihn ist l&auml;ngst gesprochen. Klar, unmissverst&auml;ndlich und gegen den Angeklagten&hellip;<br>\nDer Mann hat den Zorn von Millionen Bahnreisenden auf sich gezogen, weil er als Vorsitzender der Lokf&uuml;hrer-Gewerkschaft GDL f&uuml;r die aktuelle Streik-Welle verantwortlich ist&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/unternehmen\/so-lebt-der-gdl-chef-claus-weselsky-der-streikfuehrer-hinter-der-schicken-altbau-fassade_id_4218134.html\">FOCUS<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.A.:<\/strong> Ein unglaublicher Artikel. Der Gewerkschaftschef (bei FOCUS &ldquo;Streik-F&uuml;hrer&rdquo; &ndash; ist der sprachliche Anklang zu einem anderen &ldquo;F&uuml;hrer&rdquo; beabsichtigt?) wohnt also &ldquo;versteckt&rdquo; hinter einer &ldquo;Fassade&rdquo; &ndash; wie Millionen andere Deutsche, die auch gern ein Privatleben haben. Soll mit dem Artikel Sozialneid gesch&uuml;rt werden, weil der GdL-Chef &ldquo;mehr als das Doppelte&rdquo; der von ihm vertretenen Lokf&uuml;hrer verdient (auf der Basis von 3.000 Euro brutto f&uuml;r die Lokf&uuml;hrer also ein zwar gutes, aber doch &uuml;berschaubares Gehalt von ca. 80.000 Euro) und im &ldquo;schicken Altbau&rdquo; wohnt?<\/em><br>\n<em>Oder gar Schlimmeres: ein Aufruf zur Lynchjustiz an die &ldquo;Millionen [zornigen] Bahnreisenden&rdquo;? Mit der Beschreibung der Gegend und dem Foto (!) des Wohnhauses kann man die Wohnung sicher leicht finden. Noch eins: &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/unternehmen\/claus-weselsky-von-der-gdl-dieser-buerokrat-legt-deutschlands-zugverkehr-lahm_id_4215018.html\">Seit 1992 sitzt Weselsky im warmen B&uuml;ro<\/a>&ldquo;, im Gegensatz zu den Vorst&auml;nden der Deutschen Bahn, die bei Wind und Wetter im Schichtdienst raus und auf zugigen Bahnsteigen stehen m&uuml;ssen&hellip; L&auml;cherlicher gehts nicht mehr.<\/em><br>\n<em>W&uuml;rde der FOCUS einen entsprechenden Artikel &uuml;ber Bahnchef Grube verfassen, der f&uuml;r Weselskys Jahresgehalt ganze 11 Tage arbeiten muss (&ldquo;Als Vorstandsvorsitzender erhielt Grube im Gesch&auml;ftsjahr 2012 <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/R%C3%BCdiger_Grube#Vorstandsvorsitz_der_Deutschen_Bahn\">eine Verg&uuml;tung von 2,661 Millionen Euro, darunter 900.000 Euro Festgehalt.<\/a>&ldquo;) Etwa so: &ldquo;In dieser millionenteuren Villa im feinsten Hamburger Nobel-Vorort gut bewacht wohnt&nbsp;der Vorstandsvorsitzende, der den Lokf&uuml;hrern eine angemessene Gehaltserh&ouml;hung verweigert, obwohl er das 70-fache ihrer mickrigen Geh&auml;lter verdient.&rdquo;<\/em><br>\n<em>Soll das Journalismus sein oder nur noch pure Stimmungsmache?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Lokf&uuml;hrer-Streik: Die d&uuml;rfen das<\/strong><br>\nJa, die Streiks nerven. Aber sie geh&ouml;ren auch dazu, damit Unternehmen und Arbeitnehmer wenigstens halbwegs auf Augenh&ouml;he verhandeln k&ouml;nnen. Kleine, aufm&uuml;pfige Gewerkschaften wie die GDL sind genau das, was Deutschland braucht, kommentiert Stefan R&ouml;mermann.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/lokfuehrer-streik-die-duerfen-das.720.de.html?dram:article_id=302364\">Deutschlandfunk<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2014\/11\/05\/dlf_20141105_1908_43d82d2a.mp3\">DLF-Audio<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Endlich einmal, der etwas andere Kommentar.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Kundenfreundliche Streiks gibt es nicht<\/strong><br>\nEs ist Streik und alle finden es schlimm. Nicht grunds&auml;tzlich nat&uuml;rlich. Denn das Streikrecht geh&ouml;rt ja irgendwie zu Marktwirtschaft und Demokratie dazu. Also: Streik im Prinzip ja, aber nicht bei der Bahn bitte und schon gar nicht bei der Personenbef&ouml;rderung. Erst recht nicht an diesem Wochenende.<br>\nAber einen &ldquo;kundenfreundlichen&rdquo; Streik bei der Bahn kann es gar nicht geben. Ein Streik, den niemand sp&uuml;rt, ist eben kein Streik. Wer so etwas grunds&auml;tzlich nicht will, muss das Streikrecht schleifen oder dem Vorschlag des Vize-Vorsitzenden der christlich-demokratischen Arbeitnehmerschaft, Christian B&auml;umler, folgen. Der will die Bahn allen Ernstes wieder verstaatlichen und aus den Lokf&uuml;hrern wieder Beamte machen &ndash; und die d&uuml;rfen bekannterma&szlig;en nicht streiken.<br>\nDieser Streik ist aber eine logische Folge genau gegenteiliger Politik, die unter neoliberaler Fahne einst die Bahn privatisiert und den Wettbewerb &ldquo;Jeder gegen Jeden&rdquo; gepriesen hat. Der Egoismus wurde in den 1990er Jahren zum gesellschaftlichen Leitmotiv. Menschliche Arbeit wurde zu einer austauschbaren Ware erkl&auml;rt, die aus Sicht der Arbeitgeber nat&uuml;rlich vor allem eines zu sein hat: kosteng&uuml;nstig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/kommentar\/bahnstreik-137.html\">tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es gibt doch noch den einen oder anderen Journalisten, der sich einen differenzierteren Blick erlaubt. Den letzten Satz muss man aber nicht verstehen. Ganz ohne GdL-Bashing geht es dann doch nicht. Und warum sollte sich die Linke nicht auf die Seite der GdL stellen. Die Linke ist immerhin die einzige Partei, die sich gegen die neoliberale Einheitspolitik im Bundestag stellt. Die Solidarisierugn mit der GdL ist da nur konsequent.<\/em><br>\n<em>Es sicher ein wesentlicher Punkt, dass diejenigen, die vehemnt die Privatisierung der Bahn gefordert und voran getrieben haben nun lauthals die Folgen beklagen. In einem privatwirtschaftlichen Unternehmen haben die Mitarbeiter nunmal das Recht sich zur Vertretung ihrer Interessen zu organisieren (Artikel 9 GG) und zur Durchsetzung ihrer Interessen zu streiken.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>US-Wahl:  The Democrats&rsquo; Catastrophe and the Need For a New Agenda<\/strong><br>\nThe party&rsquo;s failure isn&rsquo;t just the result of Republican negativity.<br>\nIn Europe, the austerity economics that the European Union enforces at the insistence of Germany has caused massive disaffection from the ranks of the governing parties of Southern Europe, whether center-left or center-right. In the U.S., the declining economic prospects of the Democrats&rsquo; core constituencies&mdash;minorities and the young&mdash;greatly reduced their turnout in yesterday&rsquo;s elections. Democrats pointed to the economy&rsquo;s recent growth, but apparently did so at their own peril: When 95 percent of the income growth since the recovery began goes to the wealthiest 1 percent, as U.C. Berkeley economist Emmanuel Saez has documented, reports of a recovery strike most Americans as news from a faraway land.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/prospect.org\/article\/democrats-catastrophe-and-need-new-agenda\">American Prospect<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Harold Meyerson beschreibt die weitgehend selbstverschuldete Niederlage der Demokraten. Die Ursachen d&uuml;rften frustrierten Sozialdemokraten in Europa bekannt vorkommen: Die Vernachl&auml;ssigung sozialdemokratische Prinzipien und die damit einhergehende Umverteilung des Wohlstands von unten nach oben. Dabei ist erstaunlich, dass ausgerechnet vier erzkonservative Bundesstaaten (die allerdings gelegentlich auch Demokratische Gouverneure und Kongressabgeordente w&auml;hlen) per B&uuml;rgerinitiave ihre Mindestl&ouml;hne erh&ouml;ht haben http:\/\/prospect.org\/article\/minimum-wage-measures-pass-easily-four-red-states. Es ist nicht so, als h&auml;tten die Demokraten nicht versucht, den nationalen Mindestlohn zu erh&ouml;hen, aber offenbar ist es ihnen nicht gelungen, diesen Versuch glaubw&uuml;rdig zu machen &ndash; &auml;hnlich, wie die SPD in Deutschland.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Helmut Kohl: Wir brauchen Russland f&uuml;r den Frieden in Europa und der Welt<\/strong><br>\nF&uuml;r eine stabile europ&auml;ische Sicherheitsordnung ist die Einbeziehung Russlands existentiell.<br>\nRussland ist das gr&ouml;&szlig;te Land Europas, es ist der wichtigste Partner und m&auml;chtigste Nachbar der Europ&auml;ischen Union im Osten. Russland ist trotz aller Schwierigkeiten und Probleme auch immer noch eines der m&auml;chtigsten L&auml;nder dieser Erde.<br>\nWir waren in unseren Beziehungen zu Russland nach dem Ende des Kalten Krieges und nach dem Zerfall der Sowjetunion schon viel weiter, als die aktuelle Situation vermittelt.<br>\nIch blicke einmal mehr zur&uuml;ck und erinnere mich an den langsamen, wenn auch von R&uuml;ckschl&auml;gen gezeichneten, aber stetigen Weg, den wir mit Russland in den 1990er-Jahren gegangen sind.<br>\nMit Blick auf die Osterweiterung von Nato und EU war uns allen immer auch bewusst &ndash; den Europ&auml;ern mehr, den Amerikanern weniger &ndash;, dass die Osterweiterung in beiden B&uuml;ndnissen das Sicherheitsinteresse Russlands nat&uuml;rlich elementar ber&uuml;hrt und dass wir auf die Befindlichkeiten Russlands in seinem strategischen Umfeld R&uuml;cksicht nehmen mussten, wenn wir keine unn&ouml;tigen Spannungen riskieren wollten.<br>\nZum Verhalten Russlands und der Situation in der Ukraine kann der Westen nat&uuml;rlich nicht schweigen, aber auch der Westen h&auml;tte sich kl&uuml;ger verhalten k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/politik\/inland\/helmut-kohl\/wir-brauchen-russland-fuer-den-frieden-in-europa-und-der-welt-38430420.bild.html\">Bild.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wo Kohl Recht hat, hat er Recht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Kiew: Vergiftete Atmosph&auml;re<\/strong><br>\nDer Ton derer in Kiew, die den Krieg im Donbass mit milit&auml;rischen Mitteln l&ouml;sen wollen, wird immer sch&auml;rfer. Doch es sind nicht nur Worte, die die Atmosph&auml;re weiter vergiften. Die Kr&auml;fte im ukrainischen Machtapparat, die f&uuml;r einen unnachgiebigen Kurs und eine milit&auml;rische L&ouml;sung des Konflikts stehen, senden klare Signale. Am Dienstag ernannte Innenminister Arsen Awakow v&ouml;llig unerwartet den Vizekommandeur des Freiwilligenbataillons &ldquo;Asow&rdquo;, Wadim Trojan, zum Chef der Miliz des Gebietes Kiew. Nach Angaben der ukrainischen Ausgabe der Komsomolskaja Prawda ist Trojan auch Mitglied bei den rechtsradikalen &ldquo;Patrioten der Ukraine&rdquo;. Die Ernennung eines K&auml;mpfers von &ldquo;Asow&rdquo; verschafft den Kr&auml;ften im politischen Raum, die sich f&uuml;r eine kompromisslose Haltung im Donbass-Konflikte einsetzen, weiteres Gewicht. In der Vergangenheit waren die ukrainischen Freiwilligenverb&auml;nde, darunter auch &ldquo;Asow&rdquo;, immer wieder in die Kritik von Menschenrechtsorganisationen geraten. Amnesty International hatte diesen in einem Bericht im September schwere Verbrechen vorgeworfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2014%2F11%2F05%2Fa0080&amp;cHash=6fb273dd4d854e2e51c4e539f249d6ae\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Da versuchen wohl einige noch vor der Regierungsbildung, Fakten zu setzen. Aber warum? Arsen Awakow ist nur &Uuml;bergangsinnenminister, warum er nun diese Ernennung vollzieht, ist schwer nachvollziehbar. Denkbar ist, dass er davon ausgeht, dass der extrem nationalistische Einfluss zuk&uuml;nftig so gro&szlig; sein wird, dass er versucht sich in das &ldquo;rechte Licht&rdquo; zu setzen. Das w&auml;ren ganz schlechte Nachrichten. &ndash; Die Ukraine h&auml;ngt am Tropf westlicher Kredite und westlichen Wohlwollens. Es ist h&ouml;chste Zeit, dass die EU und die USA nicht nur signalisieren, sondern massiven Druck auf die ukrainische F&uuml;hrung aus&uuml;ben, den Einfluss solch radikaler und unberechenbarer Figuren wie Wadim Trojan zur&uuml;ckzudr&auml;ngen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Prima, dass Orlando Pascheit die Information &uuml;ber die personellen Dispositionen und damit &uuml;ber den tats&auml;chlichen Einfluss der militanten Rechtsradikalen in die heutigen Hinweise aufgenommen hat. Denn damit revidiert er zugleich seine Einsch&auml;tzung zur Parlamentswahl in der Ukraine in den Hinweisen vom 27. Oktober, die da lautete: &bdquo;Damit d&uuml;rfte die M&auml;r von der faschistischen Ukraine erledigt sein.&rdquo; &ndash; Das freut nicht nur mich, sondern auch einige Leserinnen und Leser der NachDenkSeiten, die sich damals zu Wort gemeldet hatten. Danke.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Daumen runter f&uuml;r den Bankenrettungsfonds<\/strong><br>\nNach der Wirtschafts- und Finanzkrise versprach die Bundeskanzlerin, die Steuerzahler w&uuml;rden nie wieder f&uuml;r marode Banken haften. Dieses Versprechen wird mit der Bankenunion gebrochen. Sie beruht auf der gemeinsamen Aufsicht und der gemeinsamen Abwicklung von insolventen Banken (einschlie&szlig;lich eines Abwicklungsfonds). Mit dem Abwicklungsregime soll garantiert werden, dass zuk&uuml;nftig zun&auml;chst die Eigent&uuml;mer und Gl&auml;ubiger von Banken haften.<br>\nDer Bundestag wird nun am Donnerstag ein Gesetzespaket zur Bankenabwicklung verabschieden. Damit wird auch der europ&auml;ische Bankenrettungsfonds endg&uuml;ltig auf den Weg gebracht. Die nationalen Fonds sollen in einem Zeitraum von acht Jahren schrittweise in einen europ&auml;ischen Fonds &uuml;berf&uuml;hrt werden. Die Idee: Banken sollen in den Fonds einzahlen, um selber f&uuml;r die Kosten von Bankenrettungen aufzukommen. Doch ist dieses Versprechen glaubhaft?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/im-wortlaut\/daumen-runter-bankenrettungsfonds\/\">Axel Troost, finanzpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag, und Fabio De Masi, f&uuml;r DIE LINKE im Europ&auml;ischen Parlament<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Leipzig: Finanzwetten auf eigenes Risiko<\/strong><br>\nDie Stadt Leipzig muss nicht f&uuml;r millionenschwere Finanzwetten ihrer kommunalen Wasserwerke haften. Das oberste britische Zivilgericht, der Londoner High Court of Justice, entschied am Dienstag, dass die Schweizer Gro&szlig;bank UBS die Risiken aus den riskanten Gesch&auml;ften tragen muss. Das teilten die Bank und die Stadt Leipzig &uuml;bereinstimmend mit. Es ist eine der gr&ouml;&szlig;ten Finanzskandale, an denen je eine Kommune in Deutschland beteiligt war.<br>\nDie fr&uuml;here Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung der Kommunalen Wasserwerke (KWL) hatte die Infrastruktur verkauft und zur&uuml;ckgemietet (Cross-Border-Leasing). In diesem Zusammenhang wurde eine Kreditausfallversicherung mit der UBS geschlossen. Um diese zu finanzieren, &uuml;bernahmen die Wasserwerke ihrerseits Kreditrisiken der UBS, die in sogenannten CDO-Wertpapieren verpackt waren. In der Finanzkrise floppten diese hochkomplexen Papiere. Letztlich verklagte die Bank die Wasserwerke &ndash; und damit die Stadt Leipzig &ndash; auf die Zahlung von 400 Millionen Euro (350 Millionen Euro plus 50 Millionen Euro Zinsen).<br>\nDie Stadt Leipzig verweigerte die Zahlungen. Ex-KWL-Manager Klaus Heininger habe die Vertr&auml;ge 2006 und 2007 geheim und an den Aufsichtsgremien vorbei geschlossen. Deswegen seien die Vertr&auml;ge ung&uuml;ltig, argumentierte die Stadt. Heininger wurde 2013 wegen Untreue, Bestechlichkeit, Bilanzf&auml;lschung und Steuerhinterziehung zu einer langj&auml;hrigen Haftstrafe verurteilt. Eingef&auml;delt wurden die Gesch&auml;fte mit den riskanten Wertpapieren von einer Finanzberatungsfirma. Das Londoner Gericht habe nun festgestellt, dass die UBS enger als erlaubt mit diesen Finanzberatern zusammengearbeitet habe, sagte Frank Viereckl, Sprecher der kommunalen Holding LVV, zu der auch die Leipziger Wasserwerke geh&ouml;ren. Die Gesch&auml;fte seien deswegen als nichtig anzusehen und die UBS m&uuml;sse die Risiken tragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2014%2F11%2F05%2Fa0070&amp;cHash=95001fd94e909e76adea1ae36437a887\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der Klassiker, nur dass die Stadt Leipzig das Gl&uuml;ck hatte, das zwischen ihr und der UBS ein betr&uuml;gerischer Manager zwischengeschaltet war. Oft genug haben die St&auml;dte selbst solche Gesch&auml;fte get&auml;tigt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>USA<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Alles mit Gewehr<\/strong><br>\nMit der Pistole ins Caf&eacute; oder in den Freizeitpark: Viele Amerikaner betrachten das als Grundrecht. Die Abgeordnete Robin Kelly will dieses Recht einschr&auml;nken. Vor der Kongresswahl versucht ein Lobbyist, sie deshalb loszuwerden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=hi&amp;dig=2014%2F11%2F01%2Fa0157&amp;cHash=6ccceb00e02267370065a78cf352bf50\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Zu dieser Gesellschaft unter Waffen findet der normale Europ&auml;er nur schwer Zugang &ndash; und zwar schlicht auf der Ebene des Verstehens. Andererseits sollten wir uns klar machen, dass PolitikerInnen wie Robin Kelly eben auch zu den USA geh&ouml;ren. Ein Politikertyp, der bei uns auch nicht gerade weitverbreitet ist, eine Politikerin, die einen  bewundernswerten Kampf gegen den Mainstream f&uuml;hrt. &ndash; Dass die Eliten der USA so gar nicht die M&ouml;glichkeit sehen, dass dieses Volk in Waffen sich auch einmal gegen sie wenden k&ouml;nnte, erstaunt einen zus&auml;tzlich.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Klage wegen US-Basis Ramstein<\/strong><br>\nEin Mann gegen die Drohnen<br>\nWenn die Nachbarn Kampfroboter haben: Ein Pf&auml;lzer will den Drohnenkrieg lahmlegen, in dem die US-Basis Ramstein bei Kaiserslautern eine entscheidende Rolle spielt. Vor Gericht geht es auch darum, was die transatlantische Freundschaft wert ist.<br>\nVon Jannis Br&uuml;hl<br>\nWolfgang Jung ist ein treuer Beamter, auch nach seiner Pensionierung. Deshalb f&uuml;hlt er sich verpflichtet, die Drohnen vom Himmel zu holen. Der 76-J&auml;hrige mit dem grauen Vollbart sitzt im Sitzungssaal II des Oberverwaltungsgerichts M&uuml;nster, blickt ernst durch seine Brille und sagt: &ldquo;Ich bin an einen Eid gebunden, der mich verpflichtet, die Verfassung zu sch&uuml;tzen.&rdquo; Mit einer Klage gegen das Bundesverteidigungsministerium will der ehemalige Lehrer die deutsche Regierung zwingen, die amerikanischen Kampfdrohnen zu &uuml;berwachen, deren Flugleitzentrale in Rheinland-Pfalz liegt &ndash; oder die Koordination der unbemannten, t&ouml;dlichen Flieger in Ramstein gleich ganz zu verbieten.<br>\nDrohnen haben Tausende Menschen in Somalia, Jemen, Afghanistan und Pakistan get&ouml;tet, bei vielen der Opfer ist unklar, ob sie &uuml;berhaupt Feinde der USA waren. &Uuml;ber den St&uuml;tzpunkt Ramstein laufen Daten und Bilder, die Drohnen in ihren Einsatzgebieten sammeln. Sie werden in Ramstein analysiert und &uuml;ber ein Glasfaserkabel in die USA weitergeleitet, ergaben Recherchen von SZ und NDR im Fr&uuml;hjahr. Die Regierung hatte darauf beharrt, bis dahin nichts vom Drohnenkrieg vom deutschen Boden aus gewusst zu haben. Besonders in Drohnenangriffe in Somalia sind die deutschen Basen Ramstein und Stuttgart eigebunden. Drohnenpiloten selbst sa&szlig;en in der Testphase der Maschinen in Ramstein. &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/klage-wegen-us-basis-ramstein-ein-mann-gegen-die-drohnen-1.2205561-2%20\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Der Einsatz von Wolfgang Jung ist bewundernswert, zumal er diese Klage alleine betreibt. Hier zeigt sich auch der Wandel der Zeiten. Als die Menschen in der Pfalz (wie auch anderswo) ausgangs der Achtziger- und Anfang der Neunzigerjahre gegen die Belastung durch milit&auml;rischen Tiefflug der Alliierten und gegen Giftgaslager protestierten, waren tausende unterwegs. Als ich damals als Bundestagsabgeordneter beim Verwaltungsgericht in Neustadt\/Weinstra&szlig;e gegen die Belastung durch milit&auml;rische Tiefflug&uuml;bungen klagte, nahm erstens das Verwaltungsgericht die Klage an und zweitens endete das Verfahren mit einem Vergleich, der uns zusammen mit einer erstaunlichen Einsicht der Regierung Kohl nahezu vollst&auml;ndig von dieser Gei&szlig;el entlastete. So &auml;ndern sich die Zeiten. Offensichtlich sind wir inzwischen nicht mehr, sondern weniger souver&auml;n geworden. &ndash; Jedenfalls verdient Wolfgang Jung eine breitere Unterst&uuml;tzung.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>German airlines face ban on UK landings without passenger lists<\/strong><br>\nGerman airlines face being banned from landing in Britain unless they hand over their passenger lists in advance for security screening, senior Whitehall officials have confirmed.<br>\nUrgent talks are now underway between London and Berlin to pressure the German government to drop their data protection laws that prevent advanced passenger lists being provided on privacy grounds.<br>\nThe move is part of preparations for the introduction later this month of a fresh package of counter-terrorism legislation designed to hit the flow of British and European jihadists travelling to Syria and Iraq, and to keep out foreign fighters trying to travel to Britain.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/world\/2014\/nov\/05\/german-airlines-uk-passenger-lists-home-office-eu-data-protection-legislation-security-screening\">The Guardian<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die Welt braucht Wachhunde<\/strong><br>\nEs tut sich was in der deutschen Zeitungslandschaft, jenseits der gro&szlig;en und kleineren Verlage. Krautreporter ist nur das j&uuml;ngste Beispiel daf&uuml;r. Es wird wieder &uuml;ber die W&auml;chterfunktion der Presse diskutiert und nicht nur in Endlosschleifen dar&uuml;ber lamentiert, wie schlecht es den Verlagen angeblich geht. Und dar&uuml;ber, was der Gesellschaft guter Journalismus wert ist&hellip;<br>\nDas m&uuml;ssen sich &uuml;brigens auch die B&uuml;rgerInnen fragen. Wie wichtig ist ihnen eine unabh&auml;ngige und kritische Berichterstattung und damit die Teilhabe an demokratischen Entscheidungsprozessen? Wollen sie zahlen f&uuml;r etwas, was sie auch umsonst im Netz bekommen k&ouml;nnen? Ein Bewusstsein daf&uuml;r ist in den USA mit seiner anderen Spendenkultur ausgepr&auml;gter. Dort wird mit Propublica bereits seit sechs Jahren ein Non-Profit-Newsdesk f&uuml;r investigativen Journalismus finanziert &ndash; &uuml;ber eine Stiftung. Mit Millionen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/debatte\/188\/die-welt-braucht-wachhunde-2539.html\">Kontext:Wochenzeitung<\/a>\n<p><em>Hinweis: Auch diese Woche wieder eine Reihe interessanter Artikel in Kontext:Wochenzeitung u.a.:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em><strong>SWR:<\/strong> Aufbruch in alte Zeiten: Der S&uuml;dwestrundfunk (SWR) verspricht neue Nachrichten, der Intendant gar eine &ldquo;Zeitenwende&rdquo;. Aber keine Sorge: Die &ldquo;Landesschau&rdquo; bleibt die &ldquo;Landesschau&rdquo;. Auch wenn die Nachrichten schon um 19.30 Uhr anfangen und kleine &ldquo;Tagesthemen&rdquo; sein sollen.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Noch nicht aller Tage Abend:<\/strong> Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat keine Anklage erhoben gegen Stefan Mappus, weil dem Beschuldigten rund um den EnBW-Deal &bdquo;kein strafbares Verhalten nachgewiesen werden konnte&ldquo;. Vielleicht h&auml;tte ja ein hinreichender Tatverdacht ausgereicht. <\/em><\/li>\n<li><em><strong>Ein U-Ausschuss zum NSU kann enorm viel tun:<\/strong> Clemens Binninger war Polizeibeamter und ist einer der profilierten NSU-Aufkl&auml;rer im politischen Berlin. Dem NSU-Untersuchungsausschuss im Landtag&nbsp; gibt er gute Chancen, Neuigkeiten ans Tageslicht zu bringen &ndash; &ldquo;wenn er sich nicht in parteipolitischen Gez&auml;nk verheddert&rdquo;.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Gefangene in der eigenen Stadt:<\/strong> Heute fahren Kolonnen von Schweizern zum Einkaufen &uuml;ber die Grenze. Vor 100 Jahren hinderte sie Stacheldraht daran. Der Grund: der 1. Weltkrieg. Eine Ausstellung in Konstanz lenkt den Blick auf eine Zeit, in der es kein Miteinander am Bodensee gab.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Die neue Achse des Teuren:<\/strong> W&auml;hrend Millionen in die neuen Stuttgarter Einkaufszentren str&ouml;men, geht die kaufkr&auml;ftige Kundschaft abseits shoppen. Im Herzen der City etabliert sich rund um die Stiftskirche ein Luxus-Ladenquartier.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Outen beim Mauten:<\/strong> Wetterer Peter Grohmann zu l&uuml;ckenlosen Erfassung aller menschlichen Denk- und Handelsweisen.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Kontext:Wochenzeitung erscheint mittwochs online auf kontextwochenzeitung.de und samstags als Beilage zur taz. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Von Putinverstehern und Journalistenverstehern<\/strong><br>\nMan kann es sich nat&uuml;rlich so einfach machen wie Udo Gr&auml;tz, der stellvertretende Chefredakteur des WDR. Der twitterte als Reaktion auf meinen Artikel in der &bdquo;Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung&ldquo; &uuml;ber die wachsende Kritik an den etablierten Medien:<br>\n&bdquo;Weiterhin journalistisch pr&auml;zise und unabh&auml;ngig arbeiten.&ldquo;<br>\nEr h&auml;tte angesichts der vielstimmigen und keineswegs immer unbegr&uuml;ndeten Kritik an der Arbeit auch seiner Redaktionen wenigstens sagen k&ouml;nnen: &bdquo;Noch pr&auml;ziser arbeiten&ldquo;, aber selbst das war wohl schon zuviel verlangt.<br>\nIch glaube nicht, dass viele deutsche Journalisten in irgendeinem engeren oder weiteren Sinne gekauft sind. Ich glaube aber, dass sie nicht unvoreingenommen sind. Dass die Berichterstattung tats&auml;chlich, vermutlich oft unterschwellig und unbewusst, gepr&auml;gt ist von einer klaren &Uuml;berzeugung, dass es hier eine gute Seite und eine b&ouml;se Seite gibt. Dass man den Aussagen der einen Seite prinzipiell glauben kann, bis das Gegenteil erwiesen ist, und den Aussagen der anderen Seite prinzipiell nicht glauben kann, bis das Gegenteil erwiesen ist.<br>\nSo lie&szlig;en sich auch die vielen, oft kleinen Fehler erkl&auml;ren, die in der Berichterstattung zuungunsten der russischen Seite zu passieren scheinen. (Die Seite der Kritiker erliegt nat&uuml;rlich demselben Ph&auml;nomen und interpretiert die Berichterstattung ausschlie&szlig;lich vor der Schablone, dass sie vermutlich falsch, gesteuert und anti-russisch ist und hat eine entsprechend gef&auml;rbte Wahrnehmung, die zu Fehlurteilen f&uuml;hrt. Viele Anti-Mainstream-Medien-Blogs sind insofern mindestens so voreingenommen.)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stefan-niggemeier.de\/blog\/19716\/von-putinverstehern-und-journalistenverstehern\/\">Stefan Niggemeier<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Stefan Niggemeier untersch&auml;tzt den Einfluss und auch die Wirkung der Public Relations Arbeit gro&szlig;er Interessen. Er sollte sich mal das Beispiel der Berichterstattung und Kommentierung zur Privatvorsorge, zum demographischen Wandel, zur Riester-Rente, zur R&uuml;rup-Rente und zur Entgeltumwandlung bei der betrieblichen Altersvorsorge in den letzten 20 Jahren anschauen. Mit unterschwelliger Pr&auml;gung alleine lassen sich die vielen Sondersendungen und die vielen Artikel zugunsten des neuen Gesch&auml;ftsfelds der Versicherungen und der Banken nicht erkl&auml;ren. Die Riester-Rente wurde als das Gelbe vom Ei propagiert. Diese sehr oft gesteuerte Propaganda wurde nach der Offenbarung, welch ein Flop die Riester-Rente ist, etwas leiser. Sie wird weitergehen mit der offenen oder unterschwelligen Forderung, die Privatvorsorge in welcher Form auch immer zur Pflicht zu machen. Alleine dieses Beispiel zeugt von einer erstaunlichen Fehleinsch&auml;tzung. Andere Beispiele gibt es zuhauf. Dabei muss &bdquo;gekauft&ldquo; ja nicht hei&szlig;en, dass Kuverts mit Geldscheinen &uuml;bergeben werden.<\/em><\/p>\n<p><strong>Zum Thema auch: Paul Schreyer &uuml;ber Selbstgef&auml;lligkeit und Kritikkompostierung bei der SZ<\/strong><br>\nLangsam scheint sich ja herumzusprechen, dass der Medienmainstream ein gewisses Problem hat: er verliert an Glaubw&uuml;rdigkeit. Mehrere Faktoren sind daf&uuml;r verantwortlich. So ist es in Zeiten des Internets zunehmend wieder auch den kleinen, nicht kapitalstarken Beitragslieferant*innen m&ouml;glich, gewisse Informationen und Gedanken auf weite Bahnen zu schicken (eine M&ouml;glichkeit, die &uuml;ber lange Jahre weitgehend dadurch verloren ging, dass Massenverbreitung mit hohem Kapitalaufwand einherging, auch heute ist dieser Umstand freilich nicht aufgehoben). Die althergebrachten Medienflagschiffe haben heute jedoch gr&ouml;&szlig;ere Schwierigkeiten, ihren Deutungsrahmen zur Meinungsreduktion (der sich aus ihren strukturellen Gemeinsamkeiten ergibt) aufrecht zu erhalten. Wer regelm&auml;&szlig;ig kleine, kritische Portale liest, wei&szlig; die Fundiertheit in vielen sich herausbildenden Strukturen der Gegen&ouml;ffentlichkeit zu sch&auml;tzen. Sie erm&ouml;glicht es einem, nicht nur auf viele Widerspr&uuml;che im Mainstream &uuml;berhaupt erst aufmerksam zu werden, sondern f&uuml;r diese auch noch tragf&auml;hige Erkl&auml;rungen zu erhalten.<br>\nEin zweiter Faktor, der an der Glaubw&uuml;rdigkeit des Medienmainstreams kratzen l&auml;sst, besteht auch darin, dass wir es mit einer immer konflikthafteren Welt zu tun haben. Die neoliberale, unipolare Weltordnung hat tiefe Risse davon getragen, und hinter gewalthaften Auseinandersetzungen treten ihre Widerspr&uuml;chlichkeiten in verdichteter Form zu Tage. Die Ukraine-Krise, der Nahe Osten, aber auch &ouml;konomische Verwerfungen und Aufst&auml;nde innerhalb der alten kapitalistischen Kernl&auml;nder bieten ein breites Feld, um den Medienmainstream in seinem Deutungs- und Selektionsverhalten zu beobachten und so gnadenlos dort zu kritisieren, wo Schwerwiegendes verschwiegen, Tatsachen verdreht oder mit zweierlei Ma&szlig; gemessen wird (ohne dass dies den Produzenten selbst bewusst sein muss).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.maskenfall.de\/?p=6901#more-6901\">Maskenfall<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Deutscher Kulturrat: &Ouml;ffentlich-rechtlicher Rundfunk ist unverzichtbarer Bestandteil der kulturellen Vielfalt<\/strong><br>\nDossier zum &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk<br>\nDas Dossier erscheint zu einem Zeitpunkt, an dem wichtige medienpolitische Weichenstellungen anstehen. Im Koalitionsvertrag haben CDU, CSU und SPD vereinbart, eine Bund-L&auml;nder-Kommission zur Medienordnung einzurichten. Hier wird es um die Aufl&ouml;sung der Grenzen zwischen Rundfunk-, Telekommunikations- und Netzpolitik gehen. Sowohl die EU-Kommission als auch die Bundesregierung verfolgen ein digitales Arbeitsprogramm unter anderem zur St&auml;rkung der Internetwirtschaft. Die Bundesregierung hat gerade dazu eine eher schmalbr&uuml;stige Digitale Agenda vorgelegt. Dies alles geschieht vor dem Hintergrund einer nahezu marktbeherrschenden Stellung einiger weniger international agierender Internetkonzerne, die auch audiovisuelle Inhalte liefern.<br>\nIn dem Dossier werden die aktuellen Anforderungen an den &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk skizziert. Aktuelle Reformbem&uuml;hungen werden vorgestellt und ein Blick in die Zukunft gewagt. Zu Wort kommen in dem Dossier Vertreter des &ouml;ffentlich-rechtlichen und privaten Rundfunks, Wissenschaftler, Filmemacher, Politiker und Verbandsvertreter. Autorinnen und Autoren u.a.: Marmor, Lutz \/ Buhrow, Tom \/ Schmid, Tobias \/ Eumann, Jan Marc \/ Grassmuck, Volker \/ Schmidt, Jan Hendrik \/ Kammann, Uwe \/ Herres, Volker \/ Mikos, Lothar \/ Feddersen, Jan \/ Neumann, Bernd \/ Stehr, Manuela \/ B&ouml;hning, Bj&ouml;rn \/ Wilhelm, Ulrich \/ Heimendahl, Hans D \/ H&ouml;ppner, Christian \/ Karst, Karl \/ Dreyer, Malu \/ Jung, Franz Josef \/ Petzold, Harald \/ Spitz, Malte \/ Otto, Hans-Joachim \/ Scholz, Olaf \/ Schulz, Gabriele \/ Zimmermann, Olaf<br>\nDer Pr&auml;sident des Deutschen Kulturrates, Professor Christian H&ouml;ppner sagte: &ldquo;Das Knirschen im Geb&auml;lk ist f&uuml;r den &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk systemimmanent und kann eine positive Reibungsenergie erzeugen. So lange unsere Gesellschaft nicht den Blick daf&uuml;r verliert, dass der &ouml;ffentlich-rechtliche Rundfunk unverzichtbarer Bestandteil der kulturellen Vielfalt in unserem Land ist, so lange besteht die Chance, Ohren zu &ouml;ffnen und damit Kopf und Herz zu erreichen.&rdquo;<br>\nDer Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Deutschen Kulturrates und Herausgeber des Dossiers, Olaf Zimmermann, sagte: &ldquo;Der Erhalt des &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunks und seine Weiterentwicklung sollten zum Nutzen der Demokratie und nicht zuletzt der Kultur allen am Herzen liegen. Dazu geh&ouml;rt, Fehlentwicklungen zu kritisieren und dabei das Positive nicht zu vergessen. Denn ohne den &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk w&auml;re unsere Medienlandschaft nicht nur &auml;rmer, sondern oft einfach nicht ertr&auml;glich.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kulturrat.de\/dossiers\/oe-r-r-dossier-2.pdf\">Deutscher Kulturrat, &bdquo;Sind wir noch auf Sendung?&ldquo; Dossier zum &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk [PDF &ndash; 3.5 MB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wir haben auf den NachDenkSeiten ja schon vielfach Kritik an den Inhalten als auch an den Strukturen des &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunks ge&uuml;bt. Wir wollen Interessierte auf dieses Dossier aufmerksam machen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Islamfeindlichkeit: Menschen islamischen Glaubens werden homogenisiert<\/strong><br>\nDie Bev&ouml;lkerung trage dazu bei, dass Gewaltdemonstrationen von Hooligans und Neonazis m&ouml;glich seien, sagte der Soziologe Wilhelm Heitmeyer im DLF. Denn die Menschen differenzierten selbst nicht zwischen gewaltbereiten Salafisten und Muslimen, die einfach nur in die Moschee gingen und beteten. Heitmeyer sagte: &ldquo;Die rechtsextremen Gruppen selbst und radikale Fu&szlig;ballfans machen sich das zunutze, um Legitimation f&uuml;r ihre Gewalt daraus zu ziehen.&rdquo; Auch wenn die Hooligans offiziell gegen Salafisten auf die Stra&szlig;e gingen, gemeint seien alle Muslime. &ldquo;Was neu ist, ist die Wiederbelebung des Hooliganismus'&rdquo; &ndash; er sei eigentlich schon verschwunden gewesen und durch die Ultra-Bewegung ersetzt worden, sagte Heitmeyer weiter. Nun h&auml;tten sich beide Gruppen zusammengeschlossen und ein Interesse an ganz spezifischen Feindbildern &ndash; einerseits die Muslime, andererseits die Polizei. &ldquo;Damit ist auch ein verhasster Staat gemeint.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2014\/11\/02\/dlf_20141102_0812_dc6e7188.mp3\">Deutschlandradio [Audio &ndash; mp3]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der Interviewer dr&auml;ngelt zu sehr. Da hat man solch einen kompetenten Gespr&auml;chspartner und l&auml;sst diesem nicht die Zeit, sich in die Thematik hineinzufinden. Zu kurz kommen dann Fragen wie die nach neuen Strategien und Erfolgsaussichten der extremen Rechten, die &uuml;ber Facebook aufgerufen hatte, beim Aufmarsch &ldquo;Hooligans gegen Salafisten&rdquo; mitzumachen. Der Aufruf zwischen Muslimen und gewalbereiten Salafisten zu differenzieren zeigt, dass die Saat der Sarrazins aufgegangen ist. Man muss heute sogar noch weitergehen und davor warnen, Muslime als potentzielle IS-Unterst&uuml;tzer anzusehen, weil Leute wie Sarrazin vielen Leuten die anstrengende Pflicht zur Differenzierung abgenommen hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung entlarvt GDL-Chef Claus Weselsky als D&auml;mon aus der Niederh&ouml;lle<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-postillon.com\/2014\/11\/bild-zeitung-entlarvt-gdl-chef-claus.html#more\">Postillon<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL\/AM)<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-23845","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23845","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=23845"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23845\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":23848,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23845\/revisions\/23848"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=23845"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=23845"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=23845"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}