{"id":23911,"date":"2014-11-12T09:16:48","date_gmt":"2014-11-12T08:16:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23911"},"modified":"2014-11-12T10:25:32","modified_gmt":"2014-11-12T09:25:32","slug":"hinweise-des-tages-2253","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23911","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (OP\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23911#h01\">Arbeitskampf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23911#h02\">Angst vor Russland Bundeswehr will mehr Radpanzer kaufen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23911#h03\">Gorbatschow: Kein NATO-Deal bei Vereinigung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23911#h04\">Europoly<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23911#h05\">L&auml;nderfinanzausgleich &ndash; NRW-Chefin stellt sich quer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23911#h06\">Dax-Aufsichtsr&auml;te: Pi&euml;ch verdient am meisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23911#h07\">Luxemburg-Leaks: Steueroasen-Hopping mit Ikea<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23911#h08\">Freihandelsabkommen Ceta: Gabriel h&auml;lt Einigung f&uuml;r m&ouml;glich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23911#h09\">Zuwanderung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23911#h10\">EU-Statistik: Mehr als zwei Drittel der Arbeitslosen in Deutschland droht Armut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23911#h11\">Hessens Verkehrsnetz: Schulden machen, ohne Schulden zu machen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23911#h12\">Robert Misik: Der rassistische Blick<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23911#h13\">Leuschner-Medaille &ndash; Kritik an geplanter Ehrung f&uuml;r Merkel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23911#h14\">Hooligan-Problem f&uuml;r die AfD, pikanter Termin f&uuml;r Lucke<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23911#h15\">Freier Bildungszugang in Gefahr &ndash; ABS fordert klares Bekenntnis gegen Studiengeb&uuml;hren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23911#h16\">BND will Sicherheitsl&uuml;cken einkaufen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23911#h17\">Kurt Tucholsky &ndash; Professoren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23911#h18\">Das Letzte: Deutsche Wirtschafts Nachrichten schicken uns Abmahnung (Update)<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23911&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Arbeitskampf<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Gesetzentw&uuml;rfe zur Regelung der Tarifeinheit<\/strong><br>\nRegelung des Grundsatzes der Tarifeinheit nach dem betrieblichen Mehrheitsprinzip, Beurteilung der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit von Streiks, mit denen ein kollidierender Tarifvertrag erwirkt werden soll, anhand des Prinzips der Tarifeinheit und damit faktische Einschr&auml;nkung des Streikrechts (kollidierende Tarifvertr&auml;ge sind solche, deren Geltungsbereiche sich zumindest teilweise &uuml;berschneiden)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.portal-sozialpolitik.de\/recht\/gesetzgebung\/gesetzgebung-18-wahlperiode\/tarifeinheit%20\">Portal Sozialpolitik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die unterschiedlichen Gesetzentw&uuml;rfe des BMAS und Erl&auml;uterungen dazu.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Emp&ouml;rungsl&uuml;ge<\/strong><br>\nTrotz des Streiks bleibt es im Berliner Hauptbahnhof ruhig. Auf der Suche nach den w&uuml;tenden Fahrg&auml;sten<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=hi&amp;dig=2014%2F11%2F10%2Fa0099&amp;cHash=59958ea3aba66e19a7f29bdfdb5c9d2d\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Man mag einwenden, auch die taz selektiere ihre Interviewpartner. Auf jeden Fall w&uuml;rde sie damit demonstrieren, dass man die Antworten bekommen kann, die man h&ouml;ren will.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Journalismusverband DJV mahnt faire Berichterstattung &uuml;ber den Lokf&uuml;hrer-Streik an<\/strong><br>\n&ldquo;Es gibt einzelne Tendenzen, dass die Person des GDL-Vorsitzenden Claus Weselsky in den Vordergrund der Berichterstattung &uuml;ber den Bahnstreik ger&uuml;ckt wird in einer Art und Weise, die mit journalistischen Prinzipien nicht mehr zu vereinbaren ist,&rdquo; erkl&auml;rte DJV-Sprecher Hendrik Z&ouml;rner gegen&uuml;ber Markt und Medien. Unter anderem hatten die Bildzeitung sowie ihr Schwesterblatt BZ die B&uuml;rotelefonnummer des Gewerkschaftschefs an prominenter Stelle ver&ouml;ffentlicht. Focus Online hatte sein Wohnhaus abgebildet und den Stadtteil samt Entfernung vom entsprechenden Hauptbahnhof genannt. RTL explosiv lie&szlig; Weselskys ehemalige Ehefrau Negatives &uuml;ber ihren Ex-Mann berichten. Stimmungsmache in einer Tarifauseinandersetzung sei nicht Aufgabe von Medien, sagte DJV-Sprecher Z&ouml;rner.<br>\nDie Vermutung, dass der DJV sich auch angegriffen f&uuml;hle, weil er ebenso wie die GDL den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Tarifeinheit ablehne, wies Z&ouml;rner zur&uuml;ck. &ldquo;Es ist zwar richtig, dass wir in einer sehr &auml;hnlichen Situation sind wie die GDL &ndash; wir sind auch eine Berufsgewerkschaft, genau wie die GDL, genau wie Cockpit, genau wie der Marburger Bund. Wir sind genauso von dem Gesetz zur Tarifeinheit betroffen wie die anderen Berufsgewerkschaften auch, das ist alles richtig. Aber hier geht&rsquo;s jetzt nicht darum der GDL zur Seite zu springen, sondern es geht um Prinzipien des Journalismus und dazu &auml;u&szlig;ern wir uns immer wieder, auch in ganz anderen Zusammenh&auml;ngen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/meldung-markt-und-medien.763.de.html?drn:news_id=419387\">Deutschlandradio<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Angst vor Russland Bundeswehr will mehr Radpanzer kaufen<\/strong><br>\n&bdquo;Vor dem Hintergrund der ver&auml;nderten Sicherheitslage&ldquo; will das Verteidigungsministerium nun doch 131 neue Radpanzer kaufen &ndash; f&uuml;r insgesamt 620 Millionen Euro.<br>\nDie bisher f&uuml;r das Heer vorgesehenen 190 Boxer reichten &bdquo;vor dem Hintergrund der ver&auml;nderten Sicherheitslage, insbesondere bezogen auf den europ&auml;ischen Rahmen&ldquo;, deutlich nicht mehr aus. Schlie&szlig;lich k&ouml;nne Deutschland vor allem das Heer in die B&uuml;ndnisverteidigung einbringen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/angst-vor-russland-bundeswehr-will-mehr-radpanzer-kaufen-13259019.html%20\">FAZ-Net<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> 620 Millionen f&uuml;r Panzer! Allm&auml;hlich m&uuml;sste der D&uuml;mmste merken, in wessen Interesse die Konfrontationspolitik und der neue Kalte Krieg mit Russland ist.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Gorbatschow: Kein NATO-Deal bei Vereinigung<\/strong><br>\nHatte der Westen ihm damals versprochen, dass die NATO sich nicht gen Osten ausdehnt? Das sei bei den Verhandlungen zur deutschen Wiedervereinigung gar kein Thema gewesen, sagt Ex-Sowjetpr&auml;sident Michael Gorbatschow im ZDF. Mit der Politik des Westens ist er gleichwohl nicht zufrieden.<br>\nDer fr&uuml;here sowjetische Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow hat der Darstellung widersprochen, ihm sei in Gespr&auml;chen &uuml;ber die deutsche Vereinigung ein Verzicht auf eine Ost-Erweiterung der NATO zugesagt worden. Die Ost-Erweiterung war w&auml;hrend der Verhandlungen 1990 kein Thema, sagte Gorbatschow dem ZDF heute-journal. Er f&uuml;gte hinzu: &ldquo;Der Warschauer Pakt existierte doch noch. Die Frage stellte sich damals gar nicht.&rdquo;<br>\nIm Zwei-plus-Vier-Vertrag von 1990 sei es um das Territorium der DDR gegangen: &ldquo;Keine Stationierung von Atomwaffen, keine NATO-Truppen, Reduzierung der Bundeswehr. Hier wurde alles erf&uuml;llt und wird erf&uuml;llt&rdquo;, sagte Gorbatschow. Auf die Frage, ob es also ein Mythos ist, dass er vom Westen betrogen worden sei, antwortete er: &ldquo;Ja, das ist tats&auml;chlich ein Mythos. Da hat die Presse ihre Hand im Spiel gehabt.&rdquo;<br>\nTats&auml;chlich hatte Gorbatschow die Ost-Erweiterung in der Vergangenheit mehrfach kritisiert. Der &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung sagte er im Jahr 2009, Deutschland, USA und andere Staaten des Westens h&auml;tten ihm nach der deutschen Wiedervereinigung &ndash; also auch nach den Verhandlungen zum Zwei-plus-Vier-Vertrag von 1990 &ndash; versprochen, &ldquo;dass die NATO sich keinen Zentimeter nach Osten bewegen w&uuml;rde&rdquo;. Daran h&auml;tten sich die Amerikaner nicht gehalten, und den Deutschen sei es gleichg&uuml;ltig gewesen. Dies habe dazu gef&uuml;hrt, so Gorbatschow, &ldquo;dass die Russen westlichen Versprechungen nun nicht mehr trauen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/beitrag\/video\/2273826\/Der-traurige-Held-der-Perestroika#\/beitrag\/video\/2273826\/Der-traurige-Held-der-Perestroika\">ZDF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Gorbatschow widerspricht sich, wenn man seine &Auml;u&szlig;erungen gegen&uuml;ber Bild-Zeitung 2009 und im ZDF-Interview vom Samstag vergleicht. Sofern dieses Interview korrekt &uuml;bersetzt wurde und der Interview-Ausschnitt nicht aus dem Zusammenhang gerissen wurde. (Warum stellt das ZDF nicht das gesamte Interview in seine Mediathek? Vielleicht mag ja eine\/r unserer Leser\/innen das Interview &uuml;bersetzen.)<\/em><br>\nAndererseits sagte er auf einer anderen Veranstaltung im Rahmen der Feierlichkeiten zum Mauerfall, dass der Westen durch &bdquo;die Nato-Erweiterung&ldquo; das Vertrauen untergraben habe. (Siehe auch <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23879#h04\">Konfrontationspolitik<\/a>) <\/p>\n<p><strong>Dazu aber: Gorbatschow kritisiert den Westen &ndash; Flirten mit Putin<\/strong><br>\nEigentlich gilt Michail Gorbatschow als scharfer Kritiker Wladimir Putins. Doch nun verteidigt der letzte Staatschef der Sowjetunion den Kremlchef &ndash; und greift daf&uuml;r den Westen an. Was ist da nur los?<br>\n&hellip;. beim Fest zum Mauerfall am Wochenende erhebt der fr&uuml;here sowjetische Staats- und Parteichef schwere Vorw&uuml;rfe: &bdquo;Die Welt ist an der Schwelle zu einem neuen Kalten Krieg. Manche sagen, er hat schon begonnen&ldquo;, sagte er der dpa. Was er meint, ist die Ukraine-Krise. Doch dieses Mal erhebt Gorbatschow die Vorw&uuml;rfe nicht gegen Russlands Pr&auml;sident, wie sonst immer. Sondern gegen den Westen.<br>\nGorbatschow geht noch weiter: In der Vergangenheit hatte sich der letzte Staatschef der Sowjetunion, der als einer der V&auml;ter der deutschen Wiedervereinigung gilt, stets als scharfer Kritiker Putins hervorgetan und immer wieder demokratische R&uuml;ckschritte in Russland beklagt. Doch nun klingt das anders.<br>\n&bdquo;Ich bin absolut &uuml;berzeugt, dass Putin heute besser als jeder andere die Interessen Russlands verfolgt&ldquo;, sagte er. Es gebe nat&uuml;rlich Punkte in Putins Politik, die kritisierbar seien. &bdquo;Aber ich will dies nicht tun, und ich will auch nicht, dass jemand anderes dies tut.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/gorbatschow-kritisiert-den-westen-flirten-mit-putin\/10960322.html%20%20\">Handelsblatt<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Gorbatschow erhebt schwere Vorw&uuml;rfe<\/strong><br>\nBei den Feiern zum 25. Jahrestag des Mauerfalls in Berlin hat der fr&uuml;here sowjetische Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow schwere Vorw&uuml;rfe gegen den Westen erhoben. Im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt sagte er am Samstag: &laquo;Die Welt ist an der Schwelle zu einem neuen Kalten Krieg. Manche sagen, er hat schon begonnen.&raquo; In den letzten Monaten habe sich ein &laquo;Zusammenbruch des Vertrauens&raquo; vollzogen.<br>\nDer Friedensnobelpreistr&auml;ger, der als einer der V&auml;ter der deutschen Einheit gilt, warf dem Westen und insbesondere den USA vor, ihre Versprechen nach der Wende 1989 nicht gehalten zu haben. Stattdessen habe man sich zum Sieger im Kalten Krieg erkl&auml;rt und Vorteile aus Russlands Schw&auml;che gezogen. &laquo;Die Ereignisse der vergangenen Monate sind die Konsequenzen aus einer kurzsichtigen Politik, aus dem Versuch, vollendete Tatsachen zu schaffen und die Interessen des Partners zu ignorieren.&raquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/michail-gorbatschow-gorbatschow-erhebt-schwere-vorwuerfe,1472596,28988440.html%20\">FR<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Europoly<\/strong><br>\nPrivatisierung unter der Troika &ndash; Milliarden-Immobilien werden verschleudert, Wasserwerke gegen den Willen der Bev&ouml;lkerung an Konzerne vertickt, ganze Banken gehen zum Billigpreis an dubiose K&auml;ufer &ndash; in den Krisenl&auml;ndern Europas steht das &ouml;ffentliche Eigentum zum Verkauf. Oligarchen und Finanzinvestoren spielen ein gigantisches Monopoly. Die Gl&auml;ubiger haben die Regeln zu Gunsten der Zocker ge&auml;ndert: Im Europoly stehen die Verlierer von Beginn an fest.<br>\nDas Spiel beginnt 2010: Wer Geld verleiht, diktiert die Regeln. Wer welches leiht, muss sich an die Regeln halten. Vor der Euro-Krise haben vor allem Entwicklungsl&auml;nder diese Erfahrung mit internationalen Geldgebern gemacht, doch nun trifft es auch Europa. Die &ldquo;Troika&rdquo; verlangt als Bedingung f&uuml;r ihre Notkredite gro&szlig;fl&auml;chige Privatisierungen. Unter den Hammer kommt in den Krisenl&auml;ndern unter hohem Zeitdruck alles, was der Staatsbesitz so hergibt: Wasserwerke, Banken, Str&auml;nde, Flugh&auml;fen, Stromnetze, H&auml;fen, Pal&auml;ste und sogar Heilquellen. Die Bank in diesem Spiel will schnell Geld eintreiben. F&uuml;r Investoren ist der Einsatz niedrig, die Gewinnchancen sind hoch.<br>\nIm Europoly, in dem um Staatsbesitz gezockt wird wie im Monopoly um Stra&szlig;en, &uuml;bernimmt die sogenannte Troika die Rolle der Bank. Zu Spielbeginn gibt die Bank Geld an die EU-Krisenstaaten aus. Sie hat die Iren mit Krediten in H&ouml;he von 68 Milliarden, die Griechen mit 270 Milliarden, die Portugiesen mit 78 Milliarden Euro und schlie&szlig;lich die Zyprioten mit zehn Milliarden Euro finanziert, als die sich in Folge der Euro-Krise an den Finanzm&auml;rkten kein Geld mehr leihen konnten. Die Funktion&auml;re der Troika &ndash; vom Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF), der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) und der Kommission &ndash; &uuml;berwachen dann, ob die L&auml;nder unter dem Rettungsschirm ihre Vorgaben auch einhalten.<br>\nDie gr&ouml;&szlig;ten Probleme hat der griechische Spieler. Griechenland hat seit Mai 2010 aufgeteilt auf zwei Hilfspakete rund 270 Milliarden Euro an Krediten von der Troika bekommen. Das Land k&uuml;rzt die Renten, erh&ouml;ht die Steuern, streicht die Arbeitslosenunterst&uuml;tzung. Die Wirtschaft bricht ein, aus eigener Kraft kann die Regierung so gut wie nichts mehr bezahlen. Aber auch das geliehene Geld gibt es nicht umsonst. Als Gegenleistung verspricht Griechenland unter anderem, 50 Milliarden Euro durch Privatisierungen bis zum geplanten Ende des Programms 2016 einzunehmen. Sie sollen direkt in die Schuldentilgung flie&szlig;en. Der erhoffte 50-Milliarden-Erl&ouml;s allerdings ist von Beginn an stark &uuml;berzogen. Das &bdquo;gr&ouml;&szlig;te Privatisierungsprogramm Europas&ldquo; entstand vermutlich nur durch eine L&uuml;cke in den offiziellen Kalkulationen, die irgendwie gef&uuml;llt werden musste. Inzwischen werden nur noch elf Milliarden bis 2016 angepeilt, wahrscheinlich wird auch das nicht klappen. Unter den Folgen der falschen Sch&auml;tzung leiden die B&uuml;rger, die noch mehr sparen m&uuml;ssen als ohnehin schon.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/europoly.tagesspiegel.de\/\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK: Ein wesentlicher Antreiber hinter den Kulissen:<\/strong> Angela Merkel und die Bundesregierung. Was Merkel aber nicht davon abh&auml;lt, anl&auml;sslich der &Ouml;ffnung der innerdeutschen Grenze vor 25 Jahren von Freiheits- und Menschenrechten zu schwadronieren. Vor dem Hintergrund der Verschleuderung der Einrichtungen der &ouml;ffentlichen Daseinsvorsorge an Zocker und Spekulanten in Griechenland &ndash; dort soll quasi die gesamte &ouml;ffentliche Infrastruktur privatisiert werden, Portugal und Irland, kann dies f&uuml;r die Menschen dort nur zynisch klingen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>L&auml;nderfinanzausgleich &ndash; NRW-Chefin stellt sich quer<\/strong><br>\n&hellip; der L&auml;nderfinanzausgleich sei v&ouml;llig aus dem Ruder gelaufen. &bdquo;Wir wollen mehr behalten von dem, was bei uns erwirtschaftet wird&ldquo;, forderte die SPD-Politikerin apodiktisch&hellip;<br>\nDas Grundgesetz garantiere L&auml;ndern und Kommunen ausk&ouml;mmliche Einnahmen: &bdquo;Aus meiner Sicht ist das nicht gegeben.&ldquo; Durch den Finanzausgleich w&uuml;rden die Unterschiede zwischen den L&auml;ndern &uuml;berkompensiert: &bdquo;Das ist aus dem Gleichgewicht geraten.&ldquo; Als Beispiel verwies die NRW-Regierungschefin auf Sachsen. Das &ouml;stliche Bundesland nehme vor der gro&szlig;en Umverteilung rund 1000 Euro Steuern je Einwohner weniger ein als NRW. Nach dem Ausgleich verf&uuml;ge es jedoch &uuml;ber 500 Euro mehr als das Land an Rhein und Ruhr, das bei der Steuerkraft vom f&uuml;nften auf den 16. Platz zur&uuml;ckfalle&hellip;.<br>\nNRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans hat in einem Positionspapier vor allem die Umverteilung des Umsatzsteueraufkommens zu den finanzschwachen L&auml;ndern kritisiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/laenderfinanzausgleich-nrw-chefin-stellt-sich-quer,1472596,29007538.html%20\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das Thema L&auml;nderfinanzausgleich ist spannender und wichtiger als man vielleicht denkt. NRW gilt ja als das Schuldenland Nummer eins. Nun ist es simpel, dass das gr&ouml;&szlig;te und bev&ouml;lkerungsreichste Bundesland in absoluten Zahlen die meisten Schulden hat. Aber wer nun meint in NRW w&uuml;rde das Geld mit lockerer Hand ausgegeben, unterliegt einem gro&szlig;en Irrtum. Das von der Strukturkrise im Ruhrgebiet gebeutelte Land hat die geringsten Pro-Kopf-Ausgaben aller L&auml;nder. Wenn ein Land trotz niedrigster Ausgaben bezogen auf seine Bev&ouml;lkerung seine Ausgaben nicht ohne Kredite ausgleichen kann, w&auml;hrend andere L&auml;nder, die pro Kopf erheblich mehr ausgeben, dies schaffen, dann l&auml;uft etwas auf der Einnahmeseite oder bei der Verteilung der Steuereinnahmen falsch.<\/em><br>\n<em>Das in der FR angesprochene Positionspapier des NRW-Finanzministers ist uns zugegangen. F&uuml;r alle, die sich f&uuml;r Finanzpolitik und f&uuml;r den aktuellen Streit, dass Bayern gegen den L&auml;nderfinanzausgleich klagt, interessieren ein hoch interessantes Dokument:<\/em><\/p>\n<ol>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/141112_positionspapier-argumente_fuer-eine-korrektur-des-lfa-nwb-131014.pdf\">Argumente f&uuml;r eine grundlegende Neuausrichtung des L&auml;nderfinanzausgleichs aus der Sicht Nordrhein-Westfalens [PDF &ndash; 78 KB]<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/xls\/141112_pro-kopf-ausgaben-nach-laendern.xlsx\">Excell-Tabelle: Pro-Kopf-Ausgaben [XLS &ndash; 33 KB]<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/141112_ust-verteilung-nach-ew-bip-vek.pdf\">Horizontale Umsatzsteuerverteilung 2013 [PDF &ndash; 98 KB]<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Dax-Aufsichtsr&auml;te: Pi&euml;ch verdient am meisten<\/strong><br>\nMehr Geld f&uuml;r Deutschlands Chefkontrolleure: Das Sal&auml;r der Dax-Aufsichtsr&auml;te steigt in diesem Jahr durchschnittlich um vier Prozent. So viel wie Ferdinand Pi&euml;ch verdient keiner &ndash; das Ranking im &Uuml;berblick&hellip;<br>\nIm internationalen Vergleich verdienten die Dax-Aufseher der Studie zufolge &ldquo;deutlich weniger&rdquo; als ihre Kollegen im Ausland. So w&uuml;rden die Aufsichtsr&auml;te der Unternehmen des britischen Aktienindex FTSE 100 durchschnittlich rund 510.000 Euro verdienen. In der Schweiz liege der Durchschnittsverdienst mit rund 1,5 Millionen Euro sogar noch deutlich dar&uuml;ber. Das h&ouml;here Verg&uuml;tungsniveau erkl&auml;re sich aber aus den unterschiedlichen Aufgaben der Aufseher: In der Schweiz und in Gro&szlig;britannien sei der Aufsichtsrat &ldquo;intensiver in die Unternehmensf&uuml;hrung eingebunden&rdquo;, teilt Towers Watson mit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/manager-gehaelter-vw-aufsichtsrat-piech-ist-top-verdiener-im-dax-a-1002328.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.A.: Na also, geht doch:<\/strong> satte vier Prozent mehr, ohne gleich die ganze Bev&ouml;lkerung durch einen Streik in Geiselhaft zu nehmen. Und damit blo&szlig; kein Sozialneid aufkommt (mehrere 100.000 Euro pro Jahr f&uuml;r einen Aufsichtsrat? das haben fr&uuml;her die Vorst&auml;nde bekommen), weist der SPIEGEL vorsorglich darauf hin, da&szlig; die deutschen Aufsichtsr&auml;te verglichen mit Briten und Schweizern arme Schlucker seien.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Luxemburg-Leaks: Steueroasen-Hopping mit Ikea<\/strong><br>\n&ldquo;Entdecke die M&ouml;glichkeiten&rdquo; lautet ein Werbeslogan von Ikea. Der M&ouml;belkonzern nimmt das w&ouml;rtlich &ndash; vor allem bei der Steuer. Wie es Ikea schaffte, bei Milliarden-Gewinnen in einem Jahr nur knapp 50 000 Euro Steuern zu zahlen. Neben Jahresabschl&uuml;ssen und Steuerberechnungen enthalten die Unterlagen auch Firmendiagramme. Sie zeigen, wie ungeheuer verschachtelt das Ikea-Imperium ist. Luxemburg, Cayman Islands, Niederlande, Schweiz, Zypern und und und. Hier wollte jemand wirklich keine Steueroase auslassen. Ein Geflecht, das gew&ouml;hnliche Steuerbeamte kaum durchschauen. Auch im Unternehmen selbst sollen angeblich nur etwa ein Dutzend Personen Bescheid wissen, sagt ein ehemaliger Mitarbeiter.<br>\nDie S&uuml;ddeutsche Zeitung, die  Schweizer Sonntagszeitung, der Schweizer Tages-Anzeiger, der NDR und andere Kooperationspartner des International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ) haben die Dokumente Experten vorgelegt. Deren Urteil: Ikea rechnet mit einem ausgekl&uuml;gelten System seine Gewinne klein &ndash; und vermeidet so Steuern. &ldquo;Die Konzernstruktur und die Binnenbeziehungen der Konzerngesellschaften sind au&szlig;erordentlich komplex. Das Unternehmen nutzt offenbar fast jedes Steuerschlupfloch, das sich bietet &ndash; und zwar weltweit,&rdquo; sagt der Hamburger Steuerfachanwalt Thomas W&uuml;lfing. &ndash; Mutma&szlig;lich h&auml;lt Ikea sich bei seinem Steueroasen-Hopping an die Gesetze.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/luxemburg-leaks-steueroasen-hopping-mit-ikea-1.2213559\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Zum Gl&uuml;ck ist sich die SZ dar&uuml;ber im Klaren, dass das Thema so lange wie m&ouml;glich auf die Tagesordnung geh&ouml;rt &ndash; am besten bis die Politik endlich reagiert (kleiner Scherz). Auch der Fall Ikea wird sch&ouml;n durchdekliniert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Freihandelsabkommen Ceta: Gabriel h&auml;lt Einigung f&uuml;r m&ouml;glich<\/strong><br>\nZum geplanten TTIP-Abkommen zwischen der EU und den USA sowie zum geplanten CETA-Abkommen mit Kanada hatte die SPD im September beschlossen, Investitionsschutzvorschriften &bdquo;sollten nicht (&hellip;) eingef&uuml;hrt werden&ldquo;. Schiedsverfahren, in denen Investoren einen Staat wegen neuer Regeln verklagen, seien &bdquo;abzulehnen&ldquo; &ndash; und zwar &bdquo;in jedem Fall&ldquo;. Beim Parteichef klingt das inzwischen weit weniger verbindlich. &bdquo;Den Investorenschutz bei CETA komplett herauszunehmen, ist keine echte Option&ldquo;, sagte er am Montag nach einem Gespr&auml;ch mit der neuen EU-Handelskommissarin Cecilia Malmstr&ouml;m. Sein Ziel sei es, ihn durch weitere Verhandlungen zu &bdquo;verbessern und ver&auml;ndern&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Freihandelsabkommen-Ceta\/!149228\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Volker Bahl:<\/strong> Falls einem dieser &ldquo;Frevel&rdquo; des SPD-Vorsitzenden an unserer Demokratie durch diese privaten Schiedsgerichte nicht pr&auml;sent sein sollte, dem kann ich nur z.B. Martin Kutscha`s Aufsatz &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.rechtprogressiv.de\/sieg-der-okonomie-uber-demokratie-und-rechtsstaat\/\">Der Sieg der &Ouml;konomie &uuml;ber Demokratie und Rechtsstaat<\/a>&rdquo; an Herz legen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die SPD braucht sich nicht zu wundern, dass das Zutrauen an der Basis f&uuml;r die Spitzenleute in der Regierung schwindet. Und die W&auml;hler? Ohne ein echtes Kontra in einer wichtigen Frage wird die W&auml;hlergunst weiter schwinden. Die Union punktet doch jetzt schon gnadenlos und l&auml;sst die SPD dumm dastehen. So der Parlamentarische Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Unions-Fraktion, Michael Grosse-Br&ouml;mer: &ldquo;Ich w&uuml;nsche mir, dass die Kollegen in der SPD und erst recht Bedenkentr&auml;ger bei der Opposition in der Lage sind, zu begreifen, welche Chancen TTIP in sich birgt&rdquo;. Er hoffe darauf, dass Wirtschaftsminister und SPD-Chef Sigmar Gabriel Skeptiker in den eigenen Reihen zum Freihandelsabkommen noch &uuml;berzeugen k&ouml;nne. &ldquo;Wir brauchen TTIP-Euphorie, statt TTIP-Hysterie&rdquo;. H&auml;ufig schwinge <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/debatte-um-freihandelsabkommen-union-macht-bei-ttip-druck-auf-spd-1.2215932\">hier auch &ldquo;Anti-Amerikanismus&rdquo; mit<\/a>. &ndash; Oh SPD, w&auml;rest Du nur in der Opposition geblieben!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Zuwanderung<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Europ&auml;ischer Gerichtshof: Deutschland darf EU-B&uuml;rgern Hartz IV verweigern<\/strong><br>\nDer Europ&auml;ische Gerichtshof (EuGH) hat entschieden, dass Deutschland Zuwanderern aus der EU Hartz-IV-Leistungen verweigern darf, wenn diese ausschlie&szlig;lich nach Deutschland kommen, um Sozialhilfe zu beziehen und noch nie hierzulande gearbeitet haben. Bereits im Mai hatte ein Gutachter die deutsche Praxis bejaht (Az: C-333\/13): Der Staat k&ouml;nne auf diese Weise Missbrauch und &ldquo;eine gewisse Form von &lsquo;Sozialtourismus'&rdquo; verhindern und die Systeme vor &Uuml;berlastung sch&uuml;tzen. Der Gutachter best&auml;tigte damit eine zentrale Regel im deutschen Sozialgesetzbuch &uuml;ber den Ausschluss von EU-Zuwanderern von Hartz-IV-Leistungen. Der Ausschluss sei m&ouml;glich, falls Zuwanderer nur das Ziel h&auml;tten, &ldquo;in den Genuss der Sozialhilfe eines anderen Mitgliedstaates zu kommen, obwohl sie nicht &uuml;ber ausreichende Existenzmittel (&hellip;) verf&uuml;gen&rdquo;, urteilten die Richter nun.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/eugh-urteil-deutschland-darf-sozialtouristen-hartz-iv-verweigern-1.2214972%20\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Urteil des Gerichtshofs<\/strong>\n<ol>\n<li>Die Verordnung (EG) Nr. 883\/2004 des Europ&auml;ischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit in der durch die Verordnung (EU) Nr. 1244\/2010 der Kommission vom 9. Dezember 2010 ge&auml;nderten Fassung ist dahin auszulegen, dass ihr Art. 4 f&uuml;r die &bdquo;besonderen beitragsunabh&auml;ngigen Geldleistungen&ldquo; im Sinne von Art. 3 Abs. 3 und Art. 70 dieser Verordnung gilt.<\/li>\n<li>Art. 24 Abs. 1 der Richtlinie 2004\/38\/EG des Europ&auml;ischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 &uuml;ber das Recht der Unionsb&uuml;rger und ihrer Familienangeh&ouml;rigen, sich im Hoheitsgebiet der Mitgliedstaaten frei zu bewegen und aufzuhalten, zur &Auml;nderung der Verordnung (EWG) Nr. 1612\/68 und zur Aufhebung der Richtlinien 64\/221\/EWG, 68\/360\/EWG, 72\/194\/EWG, 73\/148\/EWG, 75\/34\/EWG, 75\/35\/EWG, 90\/364\/EWG, 90\/365\/EWG und 93\/96\/EWG in Verbindung mit Art. 7 Abs. 1 Buchst. b dieser Richtlinie und Art. 4 der Verordnung Nr. 883\/2004 in der durch die Verordnung Nr. 1244\/2010 ge&auml;nderten Fassung sind dahin auszulegen, dass sie der Regelung eines Mitgliedstaats nicht entgegenstehen, nach der Staatsangeh&ouml;rige anderer Mitgliedstaaten vom Bezug bestimmter &bdquo;besonderer beitragsunabh&auml;ngiger Geldleistungen&ldquo; im Sinne des Art. 70 Abs. 2 der Verordnung Nr. 883\/2004 ausgeschlossen werden, w&auml;hrend Staatsangeh&ouml;rige des Aufnahmemitgliedstaats, die sich in der gleichen Situation befinden, diese Leistungen erhalten, sofern den betreffenden Staatsangeh&ouml;rigen anderer Mitgliedstaaten im Aufnahmemitgliedstaat kein Aufenthaltsrecht nach der Richtlinie 2004\/38 zusteht.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/curia.europa.eu\/juris\/document\/document.jsf?text=&amp;docid=159442&amp;pageIndex=0&amp;doclang=DE&amp;mode=req&amp;dir=&amp;occ=first&amp;part=1\">Urteil des Gerichtshofs<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Siehe dazu schon Helga Spindler <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21125\">&bdquo;Warum ist eigentlich die Zuwanderung direkt in ein soziales F&uuml;rsorgesystem in Europa und in Deutschland so unklar und missverst&auml;ndlich geregelt?&ldquo;<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&raquo;Nur ein Einzelfall&laquo;<\/strong><br>\nDer Berliner Sozialrechtler Lutz Achenbach &uuml;ber das Urteil des EuGH<br>\nDeutschland darf einer Rum&auml;nin Hartz-IV-Leistungen verweigern. Hat sich damit die deutsche Rechtslage durchgesetzt?<br>\nZun&auml;chst einmal wurde ein Einzelfall entschieden, der mit der Frage, mit der wir uns seit Langem befassen, gar nichts zu tun hat.<br>\nIn dem Fall, &uuml;ber den der EuGH entschieden hat, ging es um eine Rum&auml;nin, die mit ihrem Kind bei ihrer Schwester in Leipzig lebt und noch nie gearbeitet oder sich beworben hat. Hier hat das Gericht entschieden, dass keine Hartz-Leistungen gezahlt werden m&uuml;ssen. Wir kennen aber viele F&auml;lle von EU-B&uuml;rgern, die dem Arbeitsmarkt in Deutschland zur Verf&uuml;gung stehen, sich bewerben und teilweise auch schon hier gearbeitet haben und denen Hartz-IV-Leistungen verweigert werden. Dar&uuml;ber hat das Gericht nicht entschieden und sie sind von dem Urteil daher auch nicht betroffen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/952071.nur-ein-einzelfall.html%20\">ND<\/a><\/li>\n<li><strong>Zuwanderung in Deutschland &ndash; Gefragte Rum&auml;nen <\/strong><br>\nImmer mehr Zuwanderer aus den neuen EU-Staaten im Osten finden Jobs in Deutschland. Aber zugleich sind auch immer mehr auf soziale Hilfen angewiesen&hellip;<br>\nZum einen finden immer mehr Zuwanderer aus den beiden neuen EU-L&auml;ndern Arbeit&hellip; Im Vergleich zum Januar des Jahres sind deutlich weniger Rum&auml;nen und Bulgaren arbeitslos, die Quote sank von 11,4 auf 9,2 Prozent&hellip;<br>\nDoch neben den Menschen, die Arbeit finden, w&auml;chst auch die Zahl der Hartz-IV-Bezieher unter den Rum&auml;nen und Bulgaren, und sie w&auml;chst schneller als der Anteil der Besch&auml;ftigten&hellip;<br>\nBeide Entwicklungen zusammengenommen wirken zun&auml;chst paradox: Mehr Menschen finden Arbeit und zugleich sind mehr Menschen auf soziale Hilfe angewiesen. Die Arbeitsmarktforscher erkl&auml;ren dies durch die hohe Zahl der Zuwanderer, die zuvor nicht gearbeitet haben aber auch keine Sozialleistungen bezogen&hellip;.<br>\nW&auml;hrend etwa rum&auml;nische Zuwanderer nur zu 6,5 Prozent arbeitslos waren, lag die Quote bei den Bulgaren mehr als doppelt so hoch (15,3 Prozent). &Auml;hnlich sieht es bei den Hartz-IV-Beziehern aus. Die IAB-Forscher kommen deshalb zu einem &uuml;berraschenden Fazit: die Rum&auml;nen geh&ouml;rten &ldquo;zu den am besten in den Arbeitsmarkt integrierten Ausl&auml;ndergruppen in Deutschland&rdquo;. Da passt es schlecht ins Bild, dass der EuGH ausgerechnet wegen der Klage einer jungen Rum&auml;nin urteilt&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/zuwanderung-in-deutschland-gefragte-rumaenen-1.2213377\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Deutschland ohne Ausl&auml;nder: D&uuml;stere Aussichten<\/strong><br>\nEtwa die H&auml;lfte der Deutschen meint, in Deutschland gebe es zu viele Ausl&auml;nder. Was w&auml;re, wenn es weniger w&auml;ren? Oder sagen wir: gar keine? Ein Szenario gegen Stammtischparolen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/animation-deutschland-ohne-auslaender-animation-deutschland-ohne-auslaender-1.2214733\">SZ (Video)<\/a><\/li>\n<li><strong>Lage der Ausl&auml;nder in Deutschland<\/strong><br>\nJede f&uuml;nfte Person in Deutschland weist einen Migrationshintergrund auf. Dies geht aus dem als Unterrichtung (18\/3015) durch die Beauftragte der Bundesregierung f&uuml;r Migration, Fl&uuml;chtlinge und Integration, Aydan &Ouml;zoguz (SPD), vorliegenden &bdquo;Zehnten Bericht &uuml;ber die Lage der Ausl&auml;nderinnen und Ausl&auml;nder in Deutschland&ldquo; hervor. Danach beziffert der Mikrozensus 2012 die Zahl der Menschen mit Migrationshintergrund auf 16,3 Millionen und damit auf 20 Prozent der Gesamtbev&ouml;lkerung. Zwei Drittel der Menschen mit Migrationshintergrund sind dem Bericht zufolge nach Deutschland eingewandert und ein Drittel hierzulande geboren. Wie es in der Vorlage weiter hei&szlig;t, liegt die Armutsgef&auml;hrdungsquote bei Menschen mit Migrationshintergrund nach dem Mikrozensus 2012 mit 26,8 Prozent mehr als doppelt so hoch wie bei Personen ohne Migrationshintergrund (12,3 Prozent). Als armutsgef&auml;hrdet gelte in der Bundesrepublik, dessen verf&uuml;gbares Einkommen weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens betr&auml;gt.<br>\nDer Bildungsstand hat den Angaben zufolge kaum Auswirkungen auf die Armutsgef&auml;hrdungsquote. Der Unterschied zwischen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund werde auch mit einer h&ouml;heren Bildung nicht geringer. Die Armutsgef&auml;hrdungsquote bei Menschen mit Migrationshintergrund bleibe auch dann hoch, wenn sie Abitur haben. Die Quote liege mit 20,1 Prozent mehr als doppelt so hoch als bei Personen ohne Migrationshintergrund und Abitur, bei denen der Wert 8,9 Prozent betrage. Auffallend ist laut Vorlage, dass &uuml;ber alle Alterskohorten hinweg die Armutsgef&auml;hrdungsquote bei Menschen mit Migrationshintergrund und Abitur (20,1 Prozent) deutlich h&ouml;her sei als bei Personen ohne Migrationshintergrund und Hauptschulabschluss (14,9 Prozent). Das &bdquo;auffallend hohe Ungleichgewicht&ldquo; sei mitunter auf den Zugang zum Arbeitsmarkt sowie den Unterschieden in den Einkommen zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Menschen mit Migrationshintergrund seien fast doppelt so h&auml;ufig von Arbeitslosigkeit betroffen als Personen ohne Migrationshintergrund.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2014_11\/-\/339146\">Bundestag<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.bundesregierung.de\/Content\/DE\/_Anlagen\/IB\/2014-10-29-Lagebericht-lang.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=3\">10. Bericht &uuml;ber die Lage der Ausl&auml;nderinnen und Ausl&auml;nder in Deutschland<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.bundesregierung.de\/Content\/DE\/_Anlagen\/IB\/2014-10-29-lagebericht-presse-kurz.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=8\">10. Lagebericht &ndash; Kurzfassung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Schon der Titel des Berichts macht klar, wie sehr die Bundesrepublik der realen Entwicklung hinterherhinkt. Schlie&szlig;lich sind 8,9 Mio. Personen mit Migrationshintergrund Deutsche (2012). Die Ausl&auml;ndern stellen in Deutschland  7,4 Mio. Personen. Wie in einer &auml;lteren Studie aus Frankreich (finde ich gerade nicht) beobachtet, scheint auch hierzulande bereits der ausl&auml;ndische Name ein Ausschlusskriterium f&uuml;r eine erfolgreiche Bewerbung zu sein. Anders ist nicht zu erkl&auml;ren, dass &ldquo;Biodeutsche&rdquo; mit Hauptschulabschluss ein geringeres Armutsrisiko tragen als Menschen mit Migrationshintergrund und Abitur. &ndash; Das Ausma&szlig; mit dem Bewerber mit Migrationshintergrund bei der Ausbildungsplatzsuche diskriminiert werden, l&auml;sst keinen anderen Schluss zu: Die Deutschen sind in einem weitaus gr&ouml;&szlig;eren Ausma&szlig; xenophob als die Zahl der auff&auml;llig gewordenen Neonazis und Hooligans vermittelt.<\/em><br>\n<em>Wer wilde Theorien a la Sarrazin aufstellen m&ouml;chte, weil 11,6 Prozent der &ldquo;ausl&auml;ndischen&rdquo; Sch&uuml;lerInnen im Gegensatz zu den &ldquo;biodeutschen&rdquo; mit 5,4 Prozent keinen Hauptschulabschluss haben, sollte sich klar machen, dass in anderen Studien aufgezeigt wurde, dass bei gleichem sozialen Milieu die Schulabbruchraten gleich ausfallen. Es ist alarmierend, dass 30,5 Prozent der jungen Ausl&auml;nder und Menschen mit Migrationshintergrund zwischen 20 und 29 Jahren ohne Berufsausbildung bleiben. &ndash; Manches an der heutigen Lage der Ausl&auml;nder und Deutschen mit Migrationshintergrund mag der Vergangenheit geschuldet sei. Dennoch sind auch heute Bund und L&auml;nder, wie die Gesellschaft insgesamt, zu gr&ouml;&szlig;eren Anstrengungen verpflichtet.<\/em><\/p>\n<p><strong>Siehe dazu: Unter Wei&szlig;en<\/strong><br>\nUnser Autor ist in Leipzig geboren, spricht &ndash; wenn er will &ndash; S&auml;chsisch und ist schwarz. Fremde Menschen p&ouml;beln ihn an, bespucken ihn. Umstehende tun, als w&uuml;rden sie nichts bemerken. Wie lebt es sich mit Rassismus im Alltag? &hellip; Unsichtbar sein. Das ist zu einer &Uuml;berlebensstrategie geworden. Das ist wichtig, um nicht &uuml;berm&auml;&szlig;ig angegriffen zu werden. Das ist n&ouml;tig, um nicht andere auf die Idee zu bringen, es jetzt mal dem Afrikaner, Asylanten, Neger &ndash; und was sie sonst noch in mir sehen &ndash; richtig zu geben, ihm die Leviten zu lesen. &hellip; Unsichtbar sein hei&szlig;t auch, &uuml;berangepasst durchs Leben zu gehen, nicht aufzufallen und sich keine Fehler zu erlauben, die in irgendeiner Weise mit meiner Hautfarbe verkn&uuml;pft werden k&ouml;nnten. Genaugenommen hei&szlig;t das: sich gar keine Fehler zu erlauben. Denn verkn&uuml;pft werden sie sowieso. Zu laut? Ganz klar, typisch Afrikaner. Fehler im Text? Der kann ja kein Deutsch. &Auml;rgert sich &uuml;ber rassistische Spr&uuml;che und Witze? Die Afrikaner sind halt kindisch und impulsiv. &hellip; Zu schaffen macht mir auch der subtile, allt&auml;gliche Rassismus. Microaggressions, kleine Gemeinheiten, mit denen mir Menschen zeigen, dass sie mir misstrauen, dass sie alles tun, um mir aus dem Weg zu gehen. &hellip; Rassismus ver&auml;ngstigt. Weil man den Hass nicht begreifen kann, der einem grundlos entgegenschl&auml;gt. Weil Angriffe oft v&ouml;llig &uuml;berraschend kommen. Wie bei dem Typen aus dem Fernbus. Rassismus sch&uuml;chtert ein. Wer das Thema offen anspricht, erntet Widerspruch, wird ausgegrenzt, zus&auml;tzlich bestraft. &hellip; Rassismus geht an die Substanz, ersch&ouml;pft. Immer sch&ouml;n l&auml;cheln, nur nicht ausrasten. Das kostet Energie, die f&uuml;r Wichtigeres fehlt: die Arbeit, die Hobbys, das eigene Leben. Es kostet auch Kraft und Nerven, immer wieder zu erkl&auml;ren, dass es sich um Rassismus handelt. Dass es keine Einzelf&auml;lle sind. Dass es keine Einbildung ist. Typische Reaktion wei&szlig;er Menschen: &ldquo;Das kann nicht sein, denn ich habe so was noch nie erlebt.&rdquo; Klar, ich ist ja auch nicht schwarz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/leben\/alltagsrassismus-unter-weissen-1.2202098\">SZ<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>EU-Statistik: Mehr als zwei Drittel der Arbeitslosen in Deutschland droht Armut<\/strong><br>\nErst ist der Job weg, dann folgt die soziale Ausgrenzung. Mit dieser Sorge lebt laut einer EU-Statistik ein gro&szlig;er Teil der Arbeitslosen in Deutschland. 2013 waren 69,3 Prozent der Erwerbslosen in der Bundesrepublik armutsgef&auml;hrdet, wie aus Zahlen der EU-Statistikbeh&ouml;rde Eurostat hervorgeht. Im EU-Durchschnitt waren es dagegen nur 46,5 Prozent. Arbeitslose Menschen m&uuml;ssen damit in Deutschland h&auml;ufiger den Absturz in die Armut f&uuml;rchten als in anderen EU-L&auml;ndern. Insgesamt waren 2013 nach Angaben von Eurostat 16,2 Millionen Menschen in Deutschland von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Soziale Ausgrenzung droht nach Definition der Statistiker zum Beispiel dann, wenn sich Menschen keine Waschmaschine, keinen Fernseher und kein Telefon leisten k&ouml;nnen und zudem nicht einmal eine Woche Urlaub pro Jahr bezahlbar ist. Die Quote der armutsgef&auml;hrdeten Erwerbslosen in der Bundesrepublik ist nach Angaben von Eurostat im Vergleich zu 2012 nicht gestiegen. Deutschland f&uuml;hrt die europaweite Statistik aber nach wie vor an. In Frankreich waren 2013 rund 36 Prozent der Arbeitslosen von Armut bedroht, in Gro&szlig;britannien 44 Prozent, in Griechenland 46 Prozent.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/arbeitslosigkeit-arbeitslose-in-deutschland-muessen-armut-fuerchten-a-1001042.html\">Spiegel Online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/EN\/FactsFigures\/SocietyState\/IncomeConsumptionLivingConditions\/LivingConditionsRiskPoverty\/Tables\/ArtRiskPoverty_EducationLevel_SILC.html;jsessionid=EECC871060957CE89C2FF382BFFCD666.cae3\">Living conditions, risk of poverty<\/a>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/141112_01.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\/tl_files\/sozialpolitik-aktuell\/_Politikfelder\/Europa-Internationales\/Datensammlung\/PDF-Dateien\/abbX9_Grafik_Monat_11_2014.pdf\">Sozialpolitik aktuell<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Kein Wunder, dass die Deutschen kaum mehr nach L&ouml;hnen und Arbeitsbedingungen fragen. Diese Kehrseite des deutschen &ldquo;Besch&auml;ftigungswunders&rdquo;, bei uns unter Hartz bekannt, ist also die Rezeptur, die Deutschland Europa bzw. der Eurozone anempfehlen m&ouml;chte. Nach <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/de\/news611690\">Einsch&auml;tzung von Gerhard B&auml;cker vom IAQ<\/a> ist diese Entwicklung vor allem auf die Hartz-Reformen der letzten Jahre zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Denn im Jahr 2005 hatte die Risikoquote noch 40,6 Prozent betragen und entsprach damit dem EU-Mittel. &bdquo;Die Grundsicherung, also Hartz IV\/SGB II, reicht nicht zur Existenzsicherung aus. Denn mit 690 Euro im Bundesdurchschnitt liegt diese einschlie&szlig;lich Unterkunft um knapp 300 Euro niedriger als der der EU-Schwellenwert&ldquo;. &ndash; Und <a href=\"http:\/\/epp.eurostat.ec.europa.eu\/statistics_explained\/images\/2\/25\/At-risk-of-poverty_rate_after_social_transfers_by_most_frequent_activity_status%2C_2012_%281%29_%28%25%29_YB14_II.png\">hier<\/a> noch ein Vergleich mit allen Mitgliedstaaten der EU aus dem Vorjahr.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Hessens Verkehrsnetz: Schulden machen, ohne Schulden zu machen<\/strong><br>\nEine bessere Stra&szlig;e, viel Arbeit f&uuml;r den strukturschwachen Norden: eigentlich m&uuml;ssten alle mit einer solchen Partnerschaft von Staat und Privatwirtschaft zufrieden sein. Und doch hagelt es Kritik an solchen Modellen. &bdquo;Der Staat als Geisel der Investoren&ldquo;, so lautete im vergangenen Jahr die &Uuml;berschrift &uuml;ber dem Gastbeitrag eines Autors der Initiative &bdquo;Gemeingut in B&uuml;rgerInnenhand&ldquo; in der &bdquo;Frankfurter Rundschau&ldquo; zu diesem Thema. Die Globalisierungskritiker von Attac haben sich die Internetadresse &bdquo;ppp-irrweg&ldquo; reservieren lassen und tragen allerhand Gegenargumente zusammen. &bdquo;Mit TTIP zur PPP?&ldquo;, so fragt die linke Zeitung &bdquo;Der Freitag&ldquo; und hat damit gleich zwei B&ouml;sewichter beisammen, das geplante Freihandelsabkommen mit den Vereinigten Staaten und die Public-Private-Partnerships, bei denen Unternehmen dem Staat Aufgaben abnehmen, sich f&uuml;r die Arbeit aber gut bezahlen lassen.<br>\nMan kann das elegant finden. Oder perfide, weil der Staat so oder so heutige Investitionen zu Lasten nachfolgender Generationen finanziert. &bdquo;Prinzipiell ist es kein Unterschied, ob der Staat einen Kredit aufnimmt oder einen Privaten bauen l&auml;sst und ihm dann Geb&uuml;hren &uuml;berweist&ldquo;, sagt Alfons Weichenrieder, Professor f&uuml;r Finanzwissenschaft an der Goethe-Universit&auml;t in Frankfurt. &bdquo;In beiden F&auml;llen besteht eine Verpflichtung zu Zahlungen in der Zukunft.&ldquo; Und er f&uuml;gt hinzu: Wenn mit solchen Modellen Schuldenbremsen ausgehebelt werden sollten, m&uuml;ssten bei den B&uuml;rgern &bdquo;alle Warnsignale angehen&ldquo;. Nicht anders w&auml;re es auch bei Infrastrukturfonds, von denen in j&uuml;ngster Zeit die Rede ist. &hellip;  &Auml;hnlich wie bei den &ouml;ffentlich-privaten Partnerschaften alten Stils l&auml;sst sich wieder trefflich streiten, ob der Staat draufzahlt oder spart. Denn grunds&auml;tzlich gilt nat&uuml;rlich: Nimmt oder Bund oder ein Bundesland Geld auf, so ist der Zinssatz niedriger, als wenn ein privater Investor zur Bank geht, weil ein Staat anders als ein Unternehmen nicht insolvent werden kann. Andererseits k&ouml;nnen Private wom&ouml;glich billiger bauen, weil sie nicht vom staatlichen Vergaberecht geg&auml;ngelt werden. Drittens wiederum wollen sie nat&uuml;rlich an einem solchen Gesch&auml;ft verdienen. Schwer zu sagen, f&uuml;r wen sich solche Modelle lohnen, auf die wom&ouml;glich aber selbst dann zur&uuml;ckgegriffen wird, wenn sie teurer sind: Die Schuldenbremsen sind schlie&szlig;lich Gesetz, und nun muss man damit leben. Weichenrieder nennt es beim Namen: Infrastrukturfonds k&ouml;nnen zu neuen Schattenhaushalten werden, in denen man faktisch Schulden versteckt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/rhein-main\/ausbau-von-hessens-infrastruktur-trotz-fehlenden-geldes-13259006.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.A.:<\/strong> Sogar f&uuml;r die FAZ ist offensichtlich, da&szlig; PPP und &ldquo;Infrastrukturfonds&rdquo; die B&uuml;rger (deutlich) teurer kommen als die Finanzierung durch den Staat zu rekordniedrigen Zinsen. Und auch der FAZ ist klar, da&szlig; die Infrastruktur kaputtgespart wird. Aber an Schuldenbremse und schwarzer Null will man trotzdem festhalten &ndash; das ist in dieser Irrationalit&auml;t schon offensichtlicher Wahnsinn.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nimmt den abschlie&szlig;enden Teil des Artikels als abschlie&szlig;ende Empfehlung, ruhen die Sympathien der FAZ auf dem Vorschlag des f&uuml;r Wirtschaftspolitik zust&auml;ndige Gesch&auml;ftsf&uuml;hrers der Vereinigung der hessischen Unternehmerverb&auml;nde: &ldquo;Bei keiner staatlichen Aufgabe &ndash; und sei sie noch so wichtig &ndash; darf es eine Verschiebung von Finanzierungslasten in die Zukunft geben. &hellip; Jede Generation muss ihre Rechnung selbst bezahlen.&ldquo; Die VhU legt damit einen Finger in die Wunde: Wer Geld f&uuml;r Infrastruktur ausgeben m&ouml;chte, muss es halt an anderer Stelle sparen, und sei es durch Stellenabbau. &ndash; Aber &uuml;ber Luxemburg und andere Steueroasen Steuern sparen?!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Robert Misik: Der rassistische Blick<\/strong><br>\nDrei Jahre ist es her, seit die Mordserie des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) mit dem Auffliegen und dem mutma&szlig;lichen Selbstmord der beiden m&auml;nnlichen Hauptakteure zu Ende ging &ndash; und mit diesem Auffliegen auch das skandal&ouml;se Wording im Zusammenhang mit der Terrorserie; die Deutung als &ldquo;D&ouml;nermorde&rdquo;, der herablassend-h&auml;mische Glaube, wenn in Deutschland &ldquo;Ausl&auml;nder&rdquo; umgebracht werden, dann werden &ldquo;die Ausl&auml;nder&rdquo; schon irgendwie selbst schuld daran sein. Aber nicht einmal das stimmt ganz: die Realit&auml;t &ndash; dass &uuml;ber zehn Jahre eine gut vernetzte Nazi-Killergang tobte und ein rassistischer Blick daran hinderte, genau das zu sehen &ndash; wurde nie vollends akzeptiert; diese brutale Wahrheit wird seit Jahr und Tag geschickt weg- und verdr&auml;ngt. Im allgemeinen Bewusstsein ist die NSU-Terrorserie eher als spektakul&auml;rer Kriminalfall verbucht, als h&auml;tte es sich bei den T&auml;tern um irre Lustm&ouml;rder gehandelt, die &ldquo;mit uns&rdquo; und dem gesellschaftlichen Klima, in dem sie agierten, nichts zu tun h&auml;tten. Kurzum: W&auml;hrend man jeden von Muslimen angerichteten Terroranschlag (wo immer er auf der Welt geschehen mag) schnell bereit ist, den Muslimen als Gesamtheit umzuh&auml;ngen, ist jeder deutsche rassistische T&auml;ter immer tendenziell der Einzelt&auml;ter, und seine Tat, mag sie einen noch so eklatanten terroristischen Hintergrund haben, in Wirklichkeit letztendlich nur seine Tat und damit ja &ldquo;eigentlich&rdquo; fast unpolitisch, mag sie noch so politisch begr&uuml;ndet sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2014%2F11%2F05%2Fa0088&amp;cHash=14c4855d8cddaf1528a5ccf88a03afc1\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es gibt in unserer ach so liberalen und offenen Gesellschaft noch einen weiteren blinden Fleck: die Gewalt gegen Frauen. So liegt der Anteil der &uuml;ber 15-j&auml;hrigen Frauen, die physische oder auch sexuelle Gewalt erlebt haben, in Deutschland bei 35 Prozent. Das geht aus einer Untersuchung der Agentur der Europ&auml;ischen Union f&uuml;r Grundrechte (FRA) in Wien hervor. <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/panorama\/eu-studie-jede-dritte-frau-ist-opfer-von-gewalt-1.1904508\">62 Millionen Frauen in der EU seien betroffen<\/a>.<\/em><br>\n<em>F&uuml;r 2011 meldete das <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/panorama\/frauenmorde-sind-haeufig-beziehungstaten-toedliche-zweisamkeit-1.1365223\">Bundeskriminalamt (BKA)<\/a>, dass in Deutschland 313 Frauen Mord und Totschlag zum Opfer fielen. Bei 154 von ihnen, also fast jeder zweiten get&ouml;teten Frau, hatte die Polizei Ehemann, Freund oder Ex-Partner in dringendem Tatverdacht. Umgekehrt ist es selten, dass Frauen ihre Partner t&ouml;ten: 2011 fielen zwar insgesamt 349 M&auml;nner Mord und Totschlag zum Opfer. Aber in nur 24 dieser F&auml;lle heftete sich der polizeiliche Tatverdacht an Partnerin oder Partner des Get&ouml;teten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Leuschner-Medaille &ndash; Kritik an geplanter Ehrung f&uuml;r Merkel<\/strong><br>\nDie Leuschner-Medaille soll an Angela Merkel gehen &ndash; daraufhin hagelt es f&uuml;r Volker Bouffier Kritik. Die SPD wirft ihm vor, die Ehrung f&uuml;r Parteipolitik zu benutzen. Auch die FDP &auml;u&szlig;ert Bedenken&hellip;<br>\nDer fr&uuml;here hessische Sozialminister und langj&auml;hrige SPD-Fraktionsvorsitzende im Landtag, Armin Clauss, spricht von einer &bdquo;Instinkt- und Geschmacklosigkeit ohnegleichen&ldquo; und einer &bdquo;eklatanten Verletzung der politischen Kultur&ldquo; durch Ministerpr&auml;sident Volker Bouffier (CDU), der allein &uuml;ber die Vergabe der Medaille entscheidet. &bdquo;Eine derartige parteipolitische Instrumentalisierung der Leuschner-Medaille habe ich noch nicht erlebt&ldquo;, so Clauss, der der Vergabe der Medaille am 28.November im Wiesbadener Kurhaus aus Protest fernbleiben will&hellip;<br>\nBouffier hatte Ende September mitgeteilt, dass er Merkel zum 25.Jahrestag des Mauerfalls f&uuml;r ihre &bdquo;Verdienste um Freiheit und Demokratie im geeinten Deutschland&ldquo; ehren wolle&hellip;<br>\nNamensgeber der Medaille ist der fr&uuml;here hessische Innenminister Wilhelm Leuschner. Der Sozialdemokrat und Gewerkschafter geh&ouml;rte zu den Widerstandsk&auml;mpfern des 20.Juli 1944. Nach dem gescheiterten Attentat auf Hitler wurde er hingerichtet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/rhein-main\/leuschner-medaille-kritik-an-geplanter-ehrung-fuer-merkel-13259034.html%20\">FAZ.Net<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Auf die Laudatio darf man gespannt sein. Bouffier wollte ja urspr&uuml;nglich Merkel am 25. Jahrestag des Mauerfalls mit der Medaille ehren.<\/em><br>\n<em>Dem Tag also an dem Merkel den Fall der Mauer im Wortsinne &bdquo;verschwitzt&ldquo; hat.<\/em><br>\n<em>Was meint eigentlich der gr&uuml;ne Koalitionspartner dazu?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Hooligan-Problem f&uuml;r die AfD, pikanter Termin f&uuml;r Lucke<\/strong><br>\nPikanter Termin f&uuml;r die Spitze der rechtskonservativen Alternative f&uuml;r Deutschland (AfD): Nach Informationen des Nachrichtenmagazins Spiegel tritt der Europaparlamentarier und AfD-Chef Bernd Lucke am Mittwoch in Br&uuml;ssel als Redner auf einer Veranstaltung zum Thema &ldquo;25 Jahre Fall des Eisernen Vorhangs&rdquo; auf &ndash; als Gast des Anti-Europ&auml;ers Nigel Farage. Im Europawahlkampf hatte Lucke noch auf Distanz zu dem Briten geachtet, dessen Partei Ukip eine Aufl&ouml;sung der Europ&auml;ischen Union (EU) fordert. So r&uuml;gte Lucke vor der Europawahl den nordrhein-westf&auml;lischen AfD-Landesvorsitzenden Marcus Pretzell, weil dieser einen Auftritt Farages bei der AfD-Jugend in K&ouml;ln unterst&uuml;tzt hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2014%2F11%2F10%2Fa0043&amp;cHash=c3baa5f589b5e01a43e99b87468eebb6\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Freier Bildungszugang in Gefahr &ndash; ABS fordert klares Bekenntnis gegen Studiengeb&uuml;hren<\/strong><br>\nDas Aktionsb&uuml;ndnis gegen Studiengeb&uuml;hren (ABS), der Zusammenschluss aus zivilgesellschaftlichen und parteipolitischen Organisationen, warnt vor einer schleichenden Wiedereinf&uuml;hrung von Studiengeb&uuml;hren. &ldquo;Wir beobachten in den vergangenen Wochen und Monaten eine verst&auml;rkte Tendenz zur Verharmlosung von Weiterbildungs- und Studiengeb&uuml;hren&rdquo;, erkl&auml;rt Kurt Stiegler, Koordinator des ABS. &ldquo;Die TU M&uuml;nchen und die Baden-W&uuml;rttembergischen Gr&uuml;nen fordern Studiengeb&uuml;hren f&uuml;r ausl&auml;ndische Studierende, der Pr&auml;sident der Hochschulrektorenkonferenz m&ouml;chte sie gleich f&uuml;r alle wieder einf&uuml;hren. Wenn wir nicht aufpassen, ist der Zugang zu freier Bildung in Deutschland in Gefahr&rdquo;, so Stiegler.<br>\nErst vor einigen Tagen hatte ein Rechtsgutachten des ABS belegt, dass Studiengeb&uuml;hren f&uuml;r ausl&auml;ndische Studierende, wie sie von den baden-w&uuml;rttembergischen Gr&uuml;nen und der TU M&uuml;nchen gefordert werden, gegen den UN-Sozialpakt versto&szlig;en und damit rechtswidrig sind. Doch nicht nur ausl&auml;ndische Studierende sind von den wieder aufkeimenden Tendenzen betroffen. &ldquo;Trotz einer Abschaffung der regul&auml;ren Studiengeb&uuml;hren in allen Bundesl&auml;ndern bekennt sich kaum ein Politiker zur Geb&uuml;hrenfreiheit&rdquo;, bedauert Johannes Struzek die aktuelle Lage. &ldquo;An allen Ecken tauchen Forderungen nach Geb&uuml;hren auf. Selbst in dem von der Bundesregierung aufgelegten F&ouml;rderprogramm &lsquo;Aufstieg durch Bildung &ndash; Offene Hochschule&rsquo; werden ausschlie&szlig;lich Weiterbildungsangebote gef&ouml;rdert, die nur gegen eine Geb&uuml;hr wahrgenommen werden k&ouml;nnen&rdquo;, erkl&auml;rt der Student, der ebenfalls im Vorstand des ABS ist.<br>\nKurt Stiegler fordert daher ein klares Bekenntnis der zust&auml;ndigen Politiker gegen eine Wiedereinf&uuml;hrung von Studiengeb&uuml;hren&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.abs-bund.de\/aktuelles\/ansicht\/freier-bildungszugang-in-gefahr-abs-fordert-klares-bekenntnis-gegen-studiengebuehren-1\/%20\">ABS<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>BND will Sicherheitsl&uuml;cken einkaufen<\/strong><br>\nVerschl&uuml;sselung im Internet ist Geheimdiensten ein Dorn im Auge. Angeblich will der BND die Schutztechniken zunehmend angreifen. Deutsche Beh&ouml;rden arbeiteten zudem mit einer Firma zusammen, die gezielt Schwachstellen in Software sucht und verkauft.<br>\nDer Bundesnachrichtendienst (BND) will laut Medienberichten verst&auml;rkt die Verschl&uuml;sselung im Internet aushebeln und daf&uuml;r auch bisher unbekannte Sicherheitsl&uuml;cken einkaufen. Die Bundesregierung best&auml;tigte am Montag die Zusammenarbeit des Bundesamts f&uuml;r Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) mit der franz&ouml;sischen Firma Vupen, die auf den Verkauf von Software-Sicherheitsl&uuml;cken an Regierungen spezialisiert ist. Ansonsten verwies sie auf das bereits bekannte Programm des BND zur technischen Aufr&uuml;stung, bei dem auch ein Fr&uuml;hwarnsystem f&uuml;r Cyber-Angriffe aufgebaut werden soll.<br>\nDen Medienberichten zufolge will der BND k&uuml;nftig unter anderem Verbindungen &uuml;berwachen, die mit der Verschl&uuml;sselungstechnik SSL gesch&uuml;tzt sind. Der BND will nach Informationen von &bdquo;S&uuml;ddeutscher Zeitung&ldquo;, NDR und WDR alleine 4,5 Millionen Euro ausgeben, um mit Hilfe externer Spezialisten SSL-Verbindungen zu entschl&uuml;sseln. Banken, Online-Netzwerke oder Shopping-Seiten verwenden SSL, um Kundendaten und Login-Informationen zu sch&uuml;tzen.<br>\nVerschl&uuml;sselung ist den Geheimdiensten zunehmend ein Dorn im Auge. Insbesondere seit das Ausma&szlig; der Internet-&Uuml;berwachung durch den US-Abh&ouml;rdienst NSA bekanntwurde, sch&uuml;tzen Internet-Unternehmen ihre Verbindungen verst&auml;rkt mit Verschl&uuml;sselung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.haz.de\/Nachrichten\/Medien\/Netzwelt\/Bundesnachrichtendienst-will-Sicherheitsluecken-einkaufen%20\">Hannoversche Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.S.:<\/strong> Schon klar, sch&uuml;tz man sich nicht, wird man &uuml;berwacht; sch&uuml;tzt man sich, wird man erst recht &uuml;berwacht. Denn wer nichts zu verbergen hat&hellip;usw. Privatsph&auml;re und B&uuml;rgerrechte sind besonders im jetzigen Gedenken an den Mauerfall veraltete Konzepte. Vor 25 Jahren war das noch mit unter Grund f&uuml;r eine Revolution. Aber die Guten haben ja gewonnen, da braucht man auch nicht mehr so viele B&uuml;rgerrechte.<\/em><br>\n<em>In diesem Zusammenhang finde ich die Aktivit&auml;ten des BSI auch sehr bedenklich. Das BSI ist (oder sollte) die Anlaufstelle f&uuml;r den Schutz der B&uuml;rger gegen Cyberattacken aller Art sein. Ich erinnere mich noch als alle aufgerufen wurden, ihre Emailadresse auf der Seite des BSI anzugeben, um sicherzustellen, dass sie nicht Teil eines Botnetzwerkes sind.<\/em><br>\n<em>Kann man sich noch sicher sein, dass solche staatlichen Stellen einem im Falle zuk&uuml;nftiger, globaler Cyberattacken wirklich helfen? Oder werden einem im Zuge der &ldquo;Hilfe&rdquo; gleich &Uuml;berwachungstrojaner untergeschoben? (<a href=\"http:\/\/www.br.de\/nachrichten\/tagesschau\/trojaner-bka-tagesschau-100.html\">Von der privaten Firma CSC mit besten Kontakten zur NSA geschrieben&hellip;<\/a>)<\/em><br>\n<em>Meiner &ldquo;Paranoia&rdquo; w&uuml;rde es sehr helfen, wenn das BSI eigene Expertise aufbauen w&uuml;rde, statt (Semi-)Kriminelle &uuml;ber Outsourcing zu finanzieren. Der BND muss sowieso wieder auf die F&uuml;&szlig;e des Grundgesetzes und unter Parlamentarische Aufsicht  gestellt werden und bedarf einer massiven (auch personellen) Reform. Das ist sp&auml;testens im Zuge der NSA und NSU Skandale klar geworden.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Regierung best&auml;tigt Beh&ouml;rden-Interesse an Sicherheitsl&uuml;cken<\/strong><br>\nDie Bundesregierung hat best&auml;tigt, dass das Bundesamt f&uuml;r Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) mit dem franz&ouml;sischen Software-Unternehmen Vupen zusammengearbeitet hat, um an Informationen &uuml;ber unbekannte L&uuml;cken in Computerprogrammen zu gelangen. Nach Angaben des Innenministeriums wurde die Zusammenarbeit allerdings im September beendet. Ein Sprecher des Ministeriums sagte in diesem Zusammenhang, die Erkenntnisse zu aktuellen Zero Day Exploits seien vor allem f&uuml;r den Schutz der Regierungsnetze und nicht zur Weitergabe an Dritte erworben worden.<br>\nEinen Spiegel-Bericht, wonach auch der BND mit Vupen zusammen arbeitet, best&auml;tigte der Sprecher nicht. Das Magazin hatte unter Berufung auf geheime Unterlagen berichtet, der Geheimdienst habe Informationen zu Sicherheitsl&uuml;cken eingekauft, um k&uuml;nftig die im Internet bei der Daten&uuml;bertragung an Websites &uuml;bliche Verschl&uuml;sselung SSL umgehen zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/digital\/internet\/2014-11\/bnd-sicherheitsluecken-vupen-eingestaendnis\">Zeit.de<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Kurt Tucholsky &ndash; Professoren<\/strong><br>\nEr ging durch alte Winkelg&auml;&szlig;chen,<br>\nim schlappen Hut, in faltigem Rock.<br>\nEin kleines B&auml;uchlein wie ein F&auml;&szlig;chen<br>\n&hellip; nicht jung mehr &hellip; graues Stirngelock &hellip;<br>\nVerga&szlig; er auch sein Regendach,<br>\nman raunte: &raquo;Der versteht sein Fach!&laquo;<br>\nEin stilles, manchmal tiefes Gew&auml;sser:<br>\nder alte Professor.\n<p>Und heut? Im lauten Weltgebrause<br>\nbewegt sich der Privatdozent.<br>\nEr redet in und au&szlig;erm Hause<br>\nvon Politik mit viel Talent.<br>\nBeziehungen zur Industrie<br>\nsind sehr beliebt, drum hat man sie.<br>\nWild fuchtelnd fordert den Krieg bis aufs Messer<br>\nder neue Professor.<\/p>\n<p>Man sagt, weltfremd sei er gewesen.<br>\nWie sind sie heute so gewandt!<br>\nMan sagt: er konnte nichts als lesen.<br>\nWie w&auml;scht sich heute Hand und Hand!<br>\nDer lehrt nicht mehr. Der propagiert.<br>\nUnd wer erzieht den, der studiert?<br>\nIch kann mir nicht helfen, er war doch viel besser:<br>\nder alte, deutsche, zerstreute Professor.<\/p>\n<p>Theobald Tiger<br>\nDie Weltbu&#776;hne, 15.08.1918, Nr. 33, S. 157\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Das Letzte: Deutsche Wirtschafts Nachrichten schicken uns Abmahnung (Update)<\/strong><br>\nWir sind keine Fans der Deutschen Wirtschafts-Nachrichten und haben das auch schon so verbloggt. Wir sind auch genervt von den ganzen Fans der Seite, die uns Artikel davon schicken und an die Inhalte glauben wollen, wo in der Regel einfache Medienkompetenz gezeigt h&auml;tte, dass da nichts dran ist. Daf&uuml;r haben wir jetzt ein halbes Jahr sp&auml;ter eine Abmahnung wegen falscher Tatsachenbehauptung erhalten (&uuml;brigens erst die dritte in unserer zehnj&auml;hrigen Geschichte).<br>\nUnd die ist etwas bizarr. Es geht um zwei Punkte: [&hellip;]<br>\nJetzt haben uns die Anw&auml;lte der Deutschen Wirtschafts-Nachrichten eine Abmahnung per Fax geschickt. Wir sollen bis Donnerstag eine Unterlassungsverpflichtungserk&auml;rung abgeben und 723 Euro &uuml;berweisen, sonst wollen sie noch mehr Geld. Gleichzeitig drohen sie mit Gerichtsverfahren, weil wir das Unternehmenspers&ouml;nlichkeitsrecht von denen verletzen w&uuml;rden (Kein Scherz).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2014\/deutsche-wirtschafts-nachrichten-schicken-uns-abmahnung\/\">netzpolitik.org<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Die NachDenkSeiten verlinken ebenfalls nicht auf die DWN &ndash; aus den Gr&uuml;nden, die Netzpolitik.org nennt. Kriegen wir nun eine Abmahnung?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (OP\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-23911","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23911","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=23911"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23911\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":23925,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23911\/revisions\/23925"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=23911"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=23911"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=23911"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}