{"id":23926,"date":"2014-11-13T09:28:30","date_gmt":"2014-11-13T08:28:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23926"},"modified":"2014-11-13T09:31:12","modified_gmt":"2014-11-13T08:31:12","slug":"hinweise-des-tages-2254","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23926","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23926#h01\">Schr&ouml;der kassierte f&uuml;r Buchrechte rund zwei Millionen Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23926#h02\">Viviane Reding geht in die Wirtschaft &ndash; Die Bertelsmann-Kommissarin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23926#h03\">Arbeitskampf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23926#h04\">Stephan Schulmeister &ndash; Der Fiskalpakt &ndash; Hauptkomponente einer Systemkrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23926#h05\">LuxLeaks<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23926#h06\">Nochmals: Gorbatschow: Kein NATO-Deal bei Vereinigung?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23926#h07\">Wirtschaftsweise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23926#h08\">&Ouml;lpreis &ndash; Eine Krise des Kapitalismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23926#h09\">Jobkiller TTIP: Neue US-Studie warnt vor dramatischen wirtschaftlichen Nachteilen des Freihandelsabkommens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23926#h10\">Die &bdquo;Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft&ldquo; und ihre Schl&uuml;sselw&ouml;rter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23926#h11\">Joseph E. Stiglitz: Ebola und Ungleichheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23926#h12\">Die Kurden, eine neue Ordnungsmacht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23926#h13\">Annette Schavan &ndash; Dir sei Lob und Preis und Ehre<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23926#h14\">Jubel-Postings unter falscher Identit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23926#h15\">DER FEHLENDE PART: Der deutsche &Uuml;berwachungsstaat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23926#h16\">11. Politischer Aschermittwoch mit Max Uthoff, Florian Schroeder, Arnulf Rating, Georg Schramm, Timo Wopp, Sebastian Kr&auml;mer<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23926&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Schr&ouml;der kassierte f&uuml;r Buchrechte rund zwei Millionen Euro<\/strong><br>\nWarum bekam der Altkanzler so viel Geld f&uuml;r sein Buch? Nach stern-Recherchen erhielt Gerhard Schr&ouml;der vom fr&uuml;heren AWD-Chef Carsten Maschmeyer eine viel h&ouml;here Summe, als bisher bekannt.<br>\nEs ging bei dem Gesch&auml;ft laut Unterlagen um die Rechte an der Autobiographie des fr&uuml;heren Bundeskanzlers. Der Vorgang, dass Carsten Maschmeyer ihm diese Rechte ab- und anschlie&szlig;end weiterverkaufte, ist seit 2011 bekannt. Damals hie&szlig; es allerdings, Maschmeyer habe Schr&ouml;der rund eine Million Euro bezahlt. Maschmeyer &auml;u&szlig;erte sich zwar seinerzeit, dementierte diese Summe jedoch nicht. Vergangenen Dezember best&auml;tigte er sie in einem Gespr&auml;ch mit der &ldquo;Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung&rdquo;.<br>\nDer stern beschreibt in der Titelgeschichte seiner am Donnerstag erscheinenden Ausgabe auf Basis tausender vertraulicher Dokumente, wie nahe sich Gerhard Schr&ouml;der und Carsten Maschmeyer schon zu Zeiten der rot-gr&uuml;nen Bundesregierung kamen. Der Kanzler und der Vorstandsvorsitzende des AWD (Allgemeiner Wirtschaftsdienst, heute hei&szlig;t das Unternehmen Swiss Life Select) mischten Privates mit Gesch&auml;ftlichem. Maschmeyer nutzte seine Beziehung zum damaligen Bundeskanzler, um sich an allerh&ouml;chster Stelle immer wieder f&uuml;r eine Reform der Riesterrente einzusetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/news\/deal-mit-carsten-maschmeyer-gerhard-schroeder-kassierte-fuer-buchrechte-rund-zwei-millionen-euro-2152176.html%20\">stern.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Viviane Reding geht in die Wirtschaft &ndash; Die Bertelsmann-Kommissarin<\/strong><br>\nDie ehemalige EU-Justizkommissarin kennt keine Karenzzeit. Sie geht zu Bertelsmann und zu einer mexikanischen Bergbaufirma.<br>\nErst das Europaparlament, nun die EU-Kommission: In Br&uuml;ssel sorgt ein neuer spektakul&auml;rer Seitenwechsel f&uuml;r Wirbel. Nach der britischen Europaabgeordneten Sharon Bowles, die eine f&uuml;hrende Rolle in der Londoner B&ouml;rse angenommen hat, steht diesmal die ehemalige Justizkommissarin Viviane Reding im Mittelpunkt.<br>\nDie Luxemburgerin wechselt zur Bertelsmann-Stiftung &ndash; und tritt in die Leitung des mexikanischen Minen- und Metallkonzerns Nyrstar ein. Pikant ist daran zweierlei: Zum einen sitzt Reding nach ihrem Abgang aus der EU-Kommission nun im Handelsausschuss des Europaparlaments; ihre neuen beruflichen Verpflichtungen werfen die Frage auf, wie unabh&auml;ngig sie dort sein wird. Zum anderen wurde der Wechsel noch von der alten EU-Kommission abgenickt &ndash; ohne restriktive Auflagen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taz.de\/Viviane-Reding-geht-in-die-Wirtschaft\/!149355\/%20\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Diese k&auml;uflichen Politiker merken offenbar gar nicht, wie sehr sie der Glaubw&uuml;rdigkeit und dem Ansehen der Politik schaden &ndash; oder es ist ihnen v&ouml;llig egal.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Arbeitskampf<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>&bdquo;Pogromstimmung&rdquo;: Weselsky sieht sich als Opfer einer Medienkampagne<\/strong><br>\nIm Interview mit der Wochenzeitung Die Zeit (erscheint am morgigen Donnerstag) erkl&auml;rt Weselsky, die Bahn habe &ldquo;mediale Unterst&uuml;tzung&rdquo; gefunden, um ihn &ldquo;in die Knie zu zwingen&rdquo; und legt eine gewisse Verzweiflung nahe. &ldquo;Die Methoden mancher Journalisten zeigen doch nur eines: Rechtlich gesehen, ist gegen das, was die GDL tut, nichts zu machen.&rdquo; Deshalb werde &ldquo;Hass&rdquo; gesch&uuml;rt, der Stimmung gegen ihn provozieren soll. &ldquo;Wenn sie mich immer wieder als den meistgehassten Deutschen bezeichnen, dann kommt bei manchen Menschen irgendwann tats&auml;chlich Hass auf&rdquo;, so Weselsky. In der heutigen Ausgabe des K&ouml;lner Express spricht Weselsky von einer &ldquo;Pogromstimmung&rdquo; gegen die GDL.<br>\nOb solch drastischen Vergleiche und Formulierungen gerechtfertigt sind &ndash; dar&uuml;ber l&auml;sst sich streiten. Ganz unberechtigt ist die grunds&auml;tzliche Kritik an den Medien freilich nicht&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2014\/11\/12\/pogromstimmung-weselsky-kritisiert-erneut-scharf-die-berichterstattung-ueber-seine-person\/?utm_campaign=NEWSLETTER_MITTAG&amp;utm_source=newsletter&amp;utm_medium=email%20\">MEEDIA<\/a><\/li>\n<li><strong>ver.di: Es geht um das Streikrecht<\/strong><br>\nEs wirkt wie die perfekte Inszenierung eines Showdowns: hier die schwarz-rote Bundesregierung, die die sogenannte Tarifeinheit im Betrieb per Gesetz verordnen will, dort die kleine Gewerkschaft der Lokomotivf&uuml;hrer (GDL), die bei der Deutschen Bahn mit massiven Erzwingungsstreiks versucht, das genaue Gegenteil durchzusetzen. ver.di hat gro&szlig;e Bedenken gegen den Gesetzentwurf und lehnt ihn ab. &bdquo;<br>\nTarifeinheit ist grunds&auml;tzlich erstrebenswert, damit Besch&auml;ftigte nicht gegeneinander ausgespielt werden, aber das m&uuml;ssen wir mit gewerkschaftlichen Mitteln erreichen&rdquo;, betont ver.di-Vorsitzender Frank Bsirske. &bdquo;<br>\nEs geht um das Streikrecht&rdquo; lautet die Titelschlagzeile von &bdquo;ver.di NEWS&rdquo; Nummer 16\/2014, deren elektronische Version <a href=\"http:\/\/www.verdi-news.de\/abonnenten.html\">im Internet<\/a> freigeschaltet worden ist.<\/li>\n<li><strong>&bdquo;Kontext&ldquo;: Klein, aber schlagkr&auml;ftig<\/strong><br>\nDer neue Feind h&ouml;rt auf den Namen Claus Weselsky. Der Chef der Eisenbahnergewerkschaft GDL sei f&uuml;r den ganzen Verdruss verantwortlich, hei&szlig;t es allerorten. Der Stuttgarter Lokf&uuml;hrer Thilo B&ouml;hmer sieht das ganz anders&hellip;.<br>\nDoch worum geht es in diesem Arbeitskampf wirklich? Was sind die Gr&uuml;nde f&uuml;r das Vorgehen der GDL und f&uuml;r deren scheinbar so kompromisslose Haltung?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/gesellschaft\/189\/klein-aber-schlagkraeftig-2552.html%20\">Kontext:Wochenzeitung<\/a>\n<p><em>Hinweis: In der neuen Ausgabe von Kontext:Wochenzeitung u.a.:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em><strong>&ldquo;Er hat immer Recht gehabt&rdquo;:<\/strong> Zum zweiten Mal verleiht Ministerpr&auml;sident Winfried Kretschmann die h&ouml;chste Auszeichnung, &uuml;ber die er pers&ouml;nlich entscheiden kann. Als der Titel Professor 2012 an Stuttgarts scheidenden OB Wolfgang Schuster (CDU) ging, hagelte es jene Menge Kritik. Erhard Eppler hingegen ist &uuml;ber alle Parteigrenzen hinweg anerkannt. Das war nicht immer so.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Ein Schuss Wahnsinn:<\/strong> Der Ort hat zum Thema gepasst: Das Haus der Demokratie in Berlin und der Nonprofit-Journalismus. Hier wurde vor wenigen Tagen trefflich &uuml;ber den Auftrag der Medien diskutiert, &uuml;ber ihre W&auml;chterfunktion und die Frage, was davon &uuml;brig geblieben ist und &uuml;ber neue Modelle im Medienwesen. Kontext war mit dabei. <\/em><\/li>\n<li><em><strong>Gr&uuml;&szlig;e aus Waziristan:<\/strong> Die Macht hat Baden-W&uuml;rttembergs Gr&uuml;nen nicht gut getan. &ldquo;Heimat, Hightech, Highspeed&rdquo; hei&szlig;t ihre windschnittige Losung, die auch von Lothar Sp&auml;th stammen k&ouml;nnte. Und jetzt will sich der erfolgreichste Landesverband der Republik auch noch das G&uuml;tesiegel einer neuen Wirtschaftspartei verpassen.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>&Ouml;ko-Augenwischerei:<\/strong> Die Bahn muss bei Stuttgart 21 den Verlust von Natur- und Lebensr&auml;umen ausgleichen. Auf der Filderebene, wo der Flughafen an das Milliardenprojekt angebunden wird, gelingt dies nur schwer. Aus Mangel an Ausgleichsfl&auml;chen werden selbst verkehrsumtoste Autobahnabfahrten zu wertvollen Biotopen erkl&auml;rt.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Man nennt das Meinungsfreiheit:<\/strong> &ldquo;Eine Karikatur ist eine Karikatur, und sie karikiert, deshalb hei&szlig;t sie so&rdquo;. Weise Worte von Winfried Kretschmann zu den Zeichnern Greser &amp; Lenz, die in einem baden-w&uuml;rttembergischen Schulbuch aufgetaucht sind &ndash; mit einem knurrenden Hofhund namens Erdogan. Der t&uuml;rkische Ministerpr&auml;sident war emp&ouml;rt, Kontext-Karikaturist Kostas Koufogiorgos ordnet ein.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Die Schule als Waffe:<\/strong> Seine Nazi-Karriere als SS-Obersturmf&uuml;hrer hat Hans Robert Jau&szlig; verschwiegen. Bis kurz vor seinem Tod 1997 war der Professor f&uuml;r Romanistik in Konstanz hoch angesehen. Jetzt kommt er als B&uuml;hnenst&uuml;ck ins Theater. Geschrieben von dem Konstanzer Rechtsanwalt und B&uuml;hnenautor Gerhard Zahner. Mit ihm sprach Holger Reile.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Mare monstrum:<\/strong> Unser Wetterer Peter Grohmann &uuml;ber den Fl&uuml;chtlingstod auf dem Mittelmehr, der zur unheimlichen Routine geworden ist und die Weigerung der EU, Italien bei der Rettung der Menschen zu unterst&uuml;tzen. <\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Kontext:Wochenzeitung am Samstag als Beilage zur taz<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Stephan Schulmeister &ndash; Der Fiskalpakt &ndash; Hauptkomponente einer Systemkrise<\/strong><br>\nMit dem Fiskalpakt hat die EU wesentliche Forderungen der ideologischen Hauptgegner des Europ&auml;ischen Sozialmodells, der &bdquo;Schule von Chicago&ldquo;, &uuml;bernommen. Erstens: Der Pakt bindet die Fiskalpolitik noch enger an Regeln. Zweitens: Die Europ&auml;ische Kommission (EK) sch&auml;tzt das &bdquo;strukturelle Defizit&ldquo; mit Hilfe des Konzepts der &bdquo;nat&uuml;rlichen Arbeitslosenrate&ldquo; &ndash; sie ist jene, die n&ouml;tig sei, damit sich der Lohnanstieg nicht erh&ouml;ht (NAWRU). Drittens: Es wird unterstellt, dass Sparpolitik keine negativen Folgen f&uuml;r Produktion und Besch&auml;ftigung hat. Viertens: Das Staatsdefizit soll durch &bdquo;Strukturreformen&ldquo; verringert werden &ndash; eine Umschreibung f&uuml;r den weiteren Abbau des Sozialstaats und des Arbeitnehmerschutzes.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/fiskalpakt-als-systemkrise\/\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>LuxLeaks<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Reaktion auf Junckers Pressekonferenz<\/strong><br>\nDie von Juncker skizzierten Ma&szlig;nahmen gegen Steuervermeidung sind unzureichend. Immer noch verteidigt er den Steuerwettbewerb in der EU. Dass Juncker sich jetzt f&uuml;r automatischen Informationsaustausch &uuml;ber tax rulings und eine gemeinsame Basis f&uuml;r die Unternehmensbesteuerung einsetzen will, ist richtig, aber nicht ambitioniert genug. Von l&auml;nderbezogener Steuertransparenz und Mindesteuers&auml;tzen will er nichts wissen. Steuerwettbewerb ohne Mindeststeuers&auml;tze passt nicht zur Sozialen Marktwirtschaft. Eine gemeinsame Steuerbemessungsgrundlage wird den Wettlauf nach unten nicht aufhalten, wenn nicht auch Mindeststeuers&auml;tze vereinbart werden.<br>\nGleichzeitig versucht Juncker vom Problem in der EU abzulenken und die Steuerdiskussion auf die Ebene der G-20-Staaten zu verschieben, die sich an diesem Freitag treffen. Die Ma&szlig;nahmen der G-20 sind jedoch v&ouml;llig unzureichend, um die Probleme zu l&ouml;sen. Weder Mindeststeuers&auml;tze noch eine gemeinsame Steuerbemessungsgrundlage sind in der G-20 geplant. Die G-20-Regeln sind ein kompliziertes Arbeitsbeschaffungsprogramm f&uuml;r die Steuerberaterbranche.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sven-giegold.de\/2014\/junckers-plan-zu-luxleaks-unzureichend\/%20\">Sven Giegold<\/a><\/li>\n<li><strong>Juncker wagt sich aus der Deckung<\/strong><br>\nTagelang war er abgetaucht &ndash; nun &auml;u&szlig;ert sich Jean-Claude Juncker zur umstrittenen Steuerpraxis in seinem Heimatland Luxemburg. Es gebe keinen Interessenkonflikt, sagt der Kommissionspr&auml;sidenten. Die Kritik wird lauter.<br>\n&bdquo;Alles, was getan wurde, erfolgte in &Uuml;bereinstimmung mit nationalem Recht und internationalen Regeln&ldquo;, sagte der fr&uuml;here Ministerpr&auml;sident am Mittwoch in Br&uuml;ssel&hellip;<br>\nJuncker: &bdquo;Wenn es keine Steuerharmonisierung in Europa gibt, dann kann dies das Ergebnis sein.&ldquo;&hellip;<br>\nLinksparteichef Bernd Riexinger hat Juncker nun aufgefordert, sein Amt bis zum Ende des Pr&uuml;fverfahrens gegen Luxemburg ruhen zu lassen. &bdquo;Juncker fehlt das Problembewusstsein, er war Europas gr&ouml;&szlig;ter Steuerfluchthelfer&ldquo;, sagte Riexinger dem Handelsblatt. Er sei daher &bdquo;der falsche Mann f&uuml;r die Aufkl&auml;rung und erst recht der falsche Mann f&uuml;r Konsequenzen&ldquo; und m&uuml;sse sein Amt &bdquo;ab sofort&ldquo; ruhen lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/neues-eu-gesetz-im-kampf-gegen-steuerflucht-juncker-wagt-sich-aus-der-deckung\/10969672.html%20\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Nochmals: Gorbatschow: Kein NATO-Deal bei Vereinigung?<\/strong>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ich habe <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23911#h03\">diesen Hinweis<\/a> auf das ZDF-Interview &uuml;bernommen, weil ich den NachDenkSeiten nicht den Vorhalt einhandeln wollte, wir w&uuml;rden nur auf die Kritik Gorbatschows am Westen hinweisen. Schon in meiner Anmerkung habe ich Zweifel angemeldet, ob die Hauptbotschaft zutreffend ist, n&auml;mlich dass es keine Versprechungen des Westens gegen&uuml;ber Russland bez&uuml;glich eines Verzichts auf eine Nato-Osterweiterung auf die Gebiete des ehemaligen Warschauer Paktes gegeben habe. Gorbatschow daf&uuml;r als authentischen Zeugen heranziehen zu k&ouml;nnen, ist nat&uuml;rlich f&uuml;r die heutige westliche Argumentation und die Nato-Propaganda gegen  Russland ganz zentral.<\/em><br>\n<em>Nach einem Eintrag im Blog &bdquo;Propagandaschau&ldquo;  muss man diese Berichterstattung wohl doch in Zweifel ziehen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Siehe dazu: Nato-Osterweiterung: Legt <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2014-11\/nato-osterweiterung-gorbatschow\">die Zeit<\/a> Gorbatschow erfundenes Zitat in den Mund?<\/strong><br>\nMichail Gorbatschow ist im Westen ein Held und in der Heimat ein Verr&auml;ter. Wenn er sich &uuml;ber die deutsche Wiedervereinigung &auml;u&szlig;ert, und den damit verbundenen Vormarsch der NATO nach Osten, muss man immer bedenken, dass er in dieser Frage nicht Unbefangen ist, sondern im eigenen Land ein Angeklagter.<br>\nDie Vorstellung, eine NATO-Osterweiterung sei damals nicht Thema gewesen, weil der Warschauer Pakt noch existierte, ist vollkommen abwegig. Zum einen, weil der Warschauer Pakt l&auml;ngst br&ouml;ckelte, zum anderen, weil sich immer noch atomwaffen-strotzende Gegner gegen&uuml;berstanden, die sich jahrzehntelang mit totaler Vernichtung gedroht hatten. Dass diese nun angesichts des Zusammenbruchs der DDR nicht &uuml;ber die Zukunft der beiden B&uuml;ndnisse gesprochen haben sollen, ist eine ziemlich realit&auml;tsferne Annahme. Wenn Gorbatschow sich derartig &auml;u&szlig;ert, muss einem klar sein, dass er sich selbst verteidigt. Wenn Genscher sich heute &auml;hnlich &auml;u&szlig;ert, dann einerseits deshalb, um Gorbatschow beizuspringen, andererseits, um NATO-Interessen zu vertreten&hellip;.<br>\nDer sachlich wirkende ZDF-\/Lozo-Beitrag (<a href=\"http:\/\/www.notehub.org\/2014\/11\/9\/der-traurige-held-der-perestroika\">Transkript hier<\/a>) wirkt aber umso propagandistischer, wenn man das heranzieht, was der Beitrag nicht anspricht: u. a. die &ouml;ffentlichen &Auml;u&szlig;erungen von Hans-Dietrich Genscher Anfang der 90er zur Nato-Osterweiterung. Gorbatschows Aussagen beziehen sich ausschlie&szlig;lich auf seine Zeit als Staatschef bzw. Pr&auml;sident der UdSSR, und alleine darum geht es autosuggestiv im ZDF-Beitrag; alleine um die Zeit von 1989\/90, als der Warschauer Pakt noch existierte; allein darauf bezieht sich auch der vom ZDF befragte Marschall Dmitri Jasow, der letztlich offen keine sichere Antwort auf die Frage geben kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/propagandaschau.wordpress.com\/2014\/11\/09\/legt-die-zeit-gorbatschow-erfundenes-zitat-in-den-mund\/%20\">Propagandaschau<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Schlussbemerkung WL:<\/strong> Jedenfalls lohnte es sich f&uuml;r Zeithistoriker und recherchierende Journalisten dieser wichtigen politischen Fragen ernsthaft nachzugehen. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wirtschaftsweise<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Peter Bofinger: Wirtschaftsweiser widerspricht gemeinsamem Gutachten<\/strong><br>\nAn der Frage entz&uuml;nden sich seit je die Gem&uuml;ter: Was ist besser f&uuml;r die Wirtschaftspolitik, mehr Staat oder weniger? W&auml;hrend der Sachverst&auml;ndigenrat von der Bundesregierung nun weniger Interventionen fordert, schert einer der sogenannten Wirtschaftsweisen aus und positioniert sich dagegen. &ldquo;Wir brauchen nicht weniger Staat, sondern mehr Staat&rdquo;, sagte Peter Bofinger SPIEGEL ONLINE. &ldquo;Jetzt ist die Stunde des Staates, die Zeit f&uuml;r &ouml;ffentliche Investitionen war noch nie so g&uuml;nstig.&rdquo; So k&ouml;nne sich Deutschland derzeit wegen der niedrigen Zinsen fast zum Nulltarif verschulden. Zudem klaffe hierzulande eine gewaltige Investitionsl&uuml;cke. &ldquo;Wir haben einen Leistungsbilanz&uuml;berschuss von 200 Milliarden Euro pro Jahr&rdquo;, sagt Bofinger, der Mitglied des Sachverst&auml;ndigenrats ist. &ldquo;Das hei&szlig;t, unsere Ersparnisse flie&szlig;en &uuml;berwiegend in niedrigverzinste Kredite im Ausland statt in Investitionen im Inland.&rdquo;<br>\nBofinger kritisiert das Ziel der Bundesregierung, f&uuml;r das kommende Jahr einen ausgeglichenen Haushalt aufzustellen. Wenn die Bundesregierung L&auml;nder wie Frankreich oder Italien zum Sparen auffordere, m&uuml;sse Deutschland im Gegenzug mehr investieren, um nicht die gesamte Eurozone zur&uuml;ck in die Krise zu st&uuml;rzen. Damit widerspricht Bofinger der Empfehlung aus dem Jahresgutachten des Sachverst&auml;ndigenrats, das die Wirtschaftsweisen am Mittwoch der Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vorlegen. Darin hei&szlig;t es, dass die Regierung &ldquo;mehr Vertrauen in Marktprozesse zeigen&rdquo; solle, &ldquo;statt zunehmend Marktergebnisse festlegen zu wollen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/bofinger-wirtschaftsweiser-stellt-sich-gegen-gemeinsames-gutachten-a-1002479.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Leider ensteht allzu schnell, durch die Medien bef&ouml;rdert, der Eindruck, dass der Sachverst&auml;ndigenrat (SVR) eine homogene Gruppe sei. So fordert z.B. Claus Heinrich im Kommentar der Tagesschau: &ldquo;Schafft die Wirtschaftsweisen endlich ab&rdquo;. Auch wenn er etliches auf den Punkt bringt, &uuml;bersieht er dabei doch den einsamen, &ldquo;unbeugsamen&rdquo; Alemannen im SVR.  Peter Bofinger hat im Gutachten des Sachverst&auml;ndigenrates (SVR) in vier Kapiteln &ldquo;eine andere Meinung&rdquo; vertreten (S.44ff, 164, 256ff, 344ff). Er ist schon fr&uuml;h f&uuml;r die Einf&uuml;hrung des Euro eingetreten. Kritisiert allerdings die einseitige Ausrichtung der EZB auf die Preisstabilit&auml;t und wirft ihr die Vernachl&auml;ssigung von Wachstum und Besch&auml;ftigung vor. Er pl&auml;diert f&uuml;r eine st&auml;rker nachfrageorientierte Politik und hat sich schon lange vor dem diesj&auml;hrigen Gutachten des SVR mit seinem Buch, &bdquo;Ist der Markt noch zu retten? Warum wir jetzt einen starken Staat brauchen&ldquo; (2009), gegen dessen Titel &ldquo;Mehr Vertrauen in Marktprozesse&rdquo; gestellt.<\/em><\/p>\n<p><em>Hier <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/141113_bofinger.pdf\">seine andere Meinung [PDF &ndash; 123 KB]<\/a> zum ersten Kapitel.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Schafft die Wirtschaftsweisen endlich ab<\/strong><br>\nDarauf muss man erst einmal kommen: Der Mindestlohn, der noch gar nicht in Kraft ist, ist schon jetzt schuld an der Eintr&uuml;bung der Konjunktur in Deutschland. Das behaupten jedenfalls die sogenannten Wirtschaftsweisen in ihrem Gutachten. 100.000 Minijobs seien gef&auml;hrdet und 40.000 sozialversicherte auch. Der Mindestlohn der Bundesregierung, der ab 1. Januar in Kraft treten soll, sei ein &ldquo;sozialpolitisches Experiment mit unbekanntem Ausgang&rdquo;.<br>\nTatsache ist, dass es ihn in praktisch allen zivilisierten L&auml;ndern um uns herum gibt, selbst in den erzkapitalistischen USA und in Gro&szlig;britannien. Von &ouml;konomischen Ersch&uuml;tterungen bei der Einf&uuml;hrung des Mindestlohns dort ist nichts &uuml;berliefert. Positive Effekte wie eine deutlich erh&ouml;hte Kaufkraft breiter Teile der Bev&ouml;lkerung werden von den Wirtschaftsforschern gar nicht erst diskutiert. Kann man so etwas ernst nehmen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/wirtschaftsweise-103.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><strong>Sahra Wagenknecht &ndash; Wir brauchen andere Wirtschaftsweise<\/strong><br>\nWir brauchen andere Wirtschaftsweise, die die Realit&auml;t zur Kenntnis nehmen, statt Konzerninteressen als Wissenschaft zu verkaufen. Au&szlig;erdem brauchen wir eine andere Wirtschaftsweise, in der nicht Profite, sondern die Bed&uuml;rfnisse der Bev&ouml;lkerung im Mittelpunkt stehen&rdquo;, kommentiert Sahra Wagenknecht das heute vorgestellte Konjunkturgutachten der f&uuml;nf sogenannten &ldquo;Wirtschaftsweisen&rdquo;. Die Erste Stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE weiter:<br>\n&ldquo;Statt aus der schweren Krise zu lernen, zu der ihre neoliberalen Konzepte beigetragen haben, fordern diese Wirtschaftsirren &sbquo;mehr Vertrauen in Marktprozesse&lsquo; und kritisieren den geplanten Mindestlohn von 8,50 Euro und die zaghaften Korrekturen an der Rente mit 67 als zu weitgehend. Ich fordere die Bundesregierung auf, mit dem n&auml;chsten derartigen Gutachten nur echte Sachverst&auml;ndige zu betrauen, die die letzte schwere Wirtschaftskrise korrekt vorhergesehen und die Politik rechtzeitig vor den Prozessen, die auf den Finanzm&auml;rkten abliefen, gewarnt haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sahra-wagenknecht.de\/de\/article\/2006.wir-brauchen-andere-wirtschaftsweise.html\">Sahra Wagenknecht<\/a><\/li>\n<li><strong>Norbert H&auml;ring: Wie die Wirtschaftsweisen tricksen und manipulieren &ndash; eine Detailansicht (Teil 1)<\/strong><br>\nWissenschaft geht anders. Zwar ist weder im offiziellen Namen Sachverst&auml;ndigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung noch im Spitznamen Wirtschaftsweise das Wort Wissenschaft enthalten. Aber gedacht ist laut Gesetzt schon daran, hervorragende Wissenschaftler in diesem Gremium zu haben, und nicht Sachverst&auml;ndige im Tricksen, Tarnen und T&auml;uschen. Wie gut die f&uuml;nf Weisen sich hierauf verstehen, will ich anhand ihres heute vorgestellten Jahresgutachtens 2014\/15  in einer Artikelfolge zeigen. Vor dem Durchgang durch die einzelnen Themengebiete, hier eine &Uuml;bersicht. &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/index.php\/de\/newsblog2\/27-german\/news\/173-wie-die-fuenf-wirtschaftsweisen-tricksen-und-manipulieren-eine-detailansicht-teil-1#1-weiterlesen\">Geld und mehr<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&Ouml;lpreis &ndash; Eine Krise des Kapitalismus<\/strong><br>\nDer niedrige Benzinpreis freut die deutschen Autofahrer, gef&auml;hrdet aber ganze L&auml;nder. Sinkt er weiterhin, k&ouml;nnte er die n&auml;chste Finanzkrise ausl&ouml;sen.<br>\nDer &Ouml;lpreis sinkt seit Monaten, und das Beunruhigende daran ist: Das alles hat was mit Ihrer Rente zu tun. W&auml;hrend sich Autofahrer freuen und das Heizen in der kalten Jahreszeit immer billiger wird, hat kaum jemand erfasst, welche gewaltige Sprengkraft hinter der Abh&auml;ngigkeit der Welt vom &Ouml;l steckt.<br>\nDa sind zun&auml;chst Staaten wie Mexiko, Russland, Venezuela, Iran, Ecuador, Algerien, Nigeria und viele mehr, deren Staatshaushalt zu kollabieren droht, weil sie blind auf die ewig sprudelnden Erl&ouml;se aus dem &Ouml;lgesch&auml;ft setzen. Da sind aber auch Konzerne wie Exxon, Shell, Chevron, Total oder BP, deren Erl&ouml;se sinken. Mit denen muss niemand Mitleid haben, einzig: Es tun sich Parallelen zur Finanzkrise auf.<br>\nDie Erd&ouml;lkonzerne dieser Welt haben eine Marktkapitalisierung von 4,6 Billionen US-Dollar. Pensionsfonds, Versicherungen, Staaten aus aller Welt haben ihr Geld &ndash; auch das Geld vieler deutscher Sparer und Anleger &ndash; &uuml;ber viele Ecken in diese Konzerne gesteckt, weil sie als unfehlbar gelten, als absolut sichere Anlage.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Kommentar-Oelpreis\/!149305\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Es ist richtig, dass einige Erd&ouml;lexporteure bei der langfristigen Haushaltskalkulation erstaunlich optimistisch sind. Der im taz-Artikel erw&auml;hnte &bdquo;Kollaps&ldquo; der Staatsfinanzen der genannten L&auml;nder ist jedoch (noch) &uuml;bertrieben. Bei der Recherche zu einem Artikel im Jahre 2008 kam ich auf folgende Daten:<\/em><br>\n<em>&bdquo;Die erd&ouml;lf&ouml;rdernden Staaten haben ihre Haushalte an den hohen &Ouml;lpreis angepasst und sind nun davon abh&auml;ngig, einen Mindestpreis f&uuml;r ihr wichtigstes Exportgut zu erzielen. Relativ komfortabel ist die Situation f&uuml;r Saudi-Arabien. Der gr&ouml;&szlig;te &Ouml;lf&ouml;rderstaat kalkuliert seinen Staatshaushalt auf Basis eines &Ouml;lpreises von 49 US$ je Barrel, Venezuela kalkuliert auf Basis von 60 US$. Russland kalkuliert mit 70 US$ je Barrel und einige OPEC-Staaten wie Iran haben sich vom g&uuml;nstigen Marktumfeld gar verleiten lassen, eine Preisbasis von 90 US$ je Barrel als Grundlage f&uuml;r ihren Staatshaushalt anzunehmen.&ldquo;<\/em><br>\n<em>Leider habe ich keine aktuellen Daten zur Hand, ich vermute jedoch, dass die Kalkulationswerte aufgrund des hohen &Ouml;lpreises der letzten Jahre eher nach oben verschoben wurden. Momentan liegt der Preis f&uuml;r ein Barrel Brent bei 80 US$. Saudi-Arabien und Venezuela haben noch sehr viel Luft nach oben und auch Russland muss sich (zumindest wegen dieses Punktes) noch keine ernsthaften Sorgen machen. F&uuml;r Iran wird es jedoch bereits jetzt sehr eng. Sollte der Preis nicht bald wieder anziehen, k&ouml;nnte Iran ein sehr ernstes Finanzierungsproblem bekommen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Zum Thema: Heiner Flassbeck zum &Ouml;lpreis: Unter den Anlegern kann jeden Tag Panik ausbrechen<\/strong><br>\nDer Fall des &Ouml;lpreises h&auml;nge mit der Kasinomentalit&auml;t von Spekulanten zusammen, sagt &Ouml;konom Flassbeck: &ldquo;Bei den Rohstoffen und Aktien haben wir verr&uuml;ckte Kurssteigerungen gehabt &ndash; die werden jetzt korrigiert. Gleichwohl kann unter den Anlegern jeden Tag eine Panik ausbrechen. &hellip; aber eine gro&szlig;e Finanzkrise wie 2008 ist nicht zu bef&uuml;rchten. Denn die Spekulationsgesch&auml;fte sind nicht so umfangreich. Zudem gibt es momentan keine gro&szlig;e Immobilienblasen wie damals etwa in den USA. &hellip;  Diesmal verlieren vor allem die Spekulanten. &hellip;. &ldquo;Finanzm&auml;rkte&rdquo; sind keine M&auml;rkte, die von normalem Angebots- und Nachfrageverhalten gesteuert werden. Der &Ouml;lmarkt ist &ldquo;finanzialisiert&rdquo;. Die &Ouml;lpreise haben derzeit mit den &Ouml;lmengen nichts zu tun. Es handelt sich um den Herdentrieb von Spekulanten. Auf den Finanzm&auml;rkten sind nur Investoren unterwegs, die gar keine Ahnung von der konkreten &Ouml;lproduktion haben. Man kauft Derivate in der Erwartung, dass die &Ouml;lpreise weiter steigen. Wenn das viele Investoren mit viel Geld tun, dann steigen die Preise auttazomatisch. Die Prophezeiung erf&uuml;llt sich selbst. &hellip; Irgendwann bemerken die ersten Investoren, dass ein &Ouml;lpreis von 150 Dollar pro Barrel unrealistisch ist, weil die Lager voll sind und die Produktion bestens l&auml;uft. Sobald aber die ersten Spekulanten aussteigen, f&auml;ngt der &Ouml;lpreis an zu sinken &ndash; dann steigen immer mehr Investoren aus.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2014%2F11%2F12%2Fa0083&amp;cHash=b61ae78904c7e86fae535556ee78e7c5\">taz<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Jobkiller TTIP: Neue US-Studie warnt vor dramatischen wirtschaftlichen Nachteilen des Freihandelsabkommens<\/strong><br>\nF&uuml;r die EU-Kommission steht fest: Durch das Freihandelsabkommen TTIP mit den USA werden hunderttausende neue Arbeitspl&auml;tze geschaffen. Zu einer ganz anderen Einsch&auml;tzung kommt jetzt eine neue Studie von US-Forschern der Tufts-Universit&auml;t in Boston. Danach drohen durch TTIP massive Wachstumseinbu&szlig;en, Jobverluste und niedrigere Einkommen. Die Forscher sprechen von &ldquo;ernsten Konsequenzen f&uuml;r die EU und ihre Mitgliedstaaten&rdquo;. F&uuml;r Deutschland errechnen die US-Forscher einen Verlust bei Exporten um 1,14 % gegen&uuml;ber dem Szenario ohne TTIP. Das Arbeitseinkommen w&uuml;rde sich in Deutschland um 3.400 Euro pro Arbeiter verringern. Vor allem aber drohe ein massiver Jobverlust: 134.000 Arbeitspl&auml;tze w&uuml;rden demnach allein in Deutschland verloren gehen; 600.000 Arbeitspl&auml;tze in der gesamten EU. Anders als die EU-Kommission verwendet die neue US-Studie das sogenannte &ldquo;Global Policy Model&rdquo; der Vereinten Nationen, bei dem Wechselwirkungen st&auml;rker ber&uuml;cksichtigt werden als bei den Modellen, auf denen die positiven Zahlen der EU-Kommission beruhen. Monitor hatte schon im Januar &uuml;ber das &ldquo;TTIP-M&auml;rchen vom Job-Motor&rdquo; berichtet.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/monitor.wdr\/posts\/796013743770901?notif_t=notify_me\">WDR Monitor via Facebook<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ase.tufts.edu\/gdae\/Pubs\/wp\/14-03CapaldoTTIP_ES.pdf\">Die Studie [PDF &ndash; 97,8 KB]<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die &bdquo;Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft&ldquo; und ihre Schl&uuml;sselw&ouml;rter<\/strong><br>\nWer den Neoliberalismus verstehen will, sollte den strategischen Einsatz von Schl&uuml;sselw&ouml;rtern durch neoliberale Akteurinnen und Akteure beachten. Dies gilt nicht zuletzt auch und gerade f&uuml;r die wohl wichtigste neoliberale Lobby-Organisation in Deutschland, die selbsternannte &bdquo;Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft&ldquo;. Sie deutet Begriffe wie &bdquo;Reform&ldquo;, &bdquo;Eigenverantwortung&ldquo;, &bdquo;Leistung&ldquo; und sogar &bdquo;sozial&ldquo; geschickt um und verankert diese so erfolgreich in der &ouml;ffentlichen Debatte. Der gesellschaftspolitische Erfolg des Neoliberalismus ist von seiner Sprache nicht zu trennen.<br>\nDer Linguist Martin Wengeler hat sich die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) mit Blick auf sprachliche Aspekte n&auml;her angeschaut. Ihm zufolge ist allein schon die Benennung der Initiative interessant, weil sie versucht &bdquo;an die gesellschaftlichen und diskursiven Innovationen der bundesrepublikanischen Geschichte durch die Neuen Sozialen Bewegungen seit den 1970er Jahren&ldquo; anzuschlie&szlig;en, &bdquo;f&uuml;r die B&uuml;rgerinitiativen und eben ihr Verst&auml;ndnis als soziale Bewegungen zentral sind&ldquo; (vgl. Wengeler 2008, S. 99). Die INSM versuche offensichtlich, Aktionsmuster und -formen der kritischen Opposition der Post-68er-Zeit zu kopieren (vgl. ebd., S. 100). Bemerkenswerter sei aber noch, dass die Initiative es geschafft habe, Begriffe wie Soziale Marktwirtschaft, Reform, Wachstum, Subventionen, Nachhaltigkeit und (Wirtschafts-) Standort in den Diskurs einzubringen und dort zu halten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1395\">annotazioni<\/a>\n<p><strong>passend dazu: Wenn sich die INSM eine Studie bestellt: Dieser schreckliche, st&ouml;rende Mindestlohn<\/strong><br>\nZwischen der &ldquo;S&uuml;ddeutschen&rdquo; und dem &ldquo;Spiegel&rdquo;, zwischen Hans-Werner Sinn hier und Wolfgang M&uuml;nchau da, ging es ja in den letzten Tagen heftig hin und her: Beide streiten sich dar&uuml;ber, ob die gegenw&auml;rtige Wirtschaftswissenschaft &uuml;berhaupt noch in der Lage w&auml;re, Krisen vorauszusagen und ihre Ursachen zu benennen. Beide klammerten ein Diskussionsthema v&ouml;llig aus: wie einseitig Wirtschaftswissenschaften heutzutage vermittelt werden. Exemplarisch machen das immer wieder auch Ver&ouml;ffentlichungen der INSM sichtbar.<br>\nAm 6. November polterte sie wieder mit so einer Meldung in die Welt: &ldquo;Bundesregierung versucht Mindestlohnfolgen zu bek&auml;mpfen. Geringqualifizierte trifft es am schlimmsten&rdquo;. Die nicht nur &ldquo;wirtschaftsnahe&rdquo; Initiative hatte sich auch wieder eine Studie bestellt. Studie &ndash; das klingt seri&ouml;s, erst recht, wenn der beauftragte Studienersteller Professor an einem der deutschen Wirtschaftslehrst&uuml;hle ist. In diesem Fall ist es Prof. Dr. Ronnie Sch&ouml;b, der an der Freien Universit&auml;t Berlin lehrt. Er bewirbt seinen eigenen Ruhm, indem er auf der Website seines Lehrstuhls darauf hinweist, dass ihn die FAZ zu einem der einflussreichsten &Ouml;konomen Deutschlands gek&uuml;rt hat: &ldquo;Professor Dr. Ronnie Sch&ouml;b geh&ouml;rt zu den 100 einflussreichsten &Ouml;konomen in Deutschland&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.l-iz.de\/Politik\/Kassensturz\/2014\/11\/INSM-Studie-Dieser-schreckliche-stoerende-Mindestlohn-58118.html\">Leipziger Internet Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Joseph E. Stiglitz: Ebola und Ungleichheit<\/strong><br>\nSelbst jene rechten Fanatiker, die staatliche Institutionen abschaffen wollen, wenden sich, wenn sie mit einer Krise wie der von Ebola verursachten konfrontiert sind, an eben diese Institutionen. Die Regierungen m&ouml;gen bei der Bek&auml;mpfung derartiger Krisen keine perfekte Arbeit leisten, doch ist einer der Gr&uuml;nde, warum sie weniger gut reagiert haben als man es sich w&uuml;nschen sollte, dass wir den zust&auml;ndigen Beh&ouml;rden auf nationaler und globaler Ebene die n&ouml;tigen Gelder gek&uuml;rzt haben. Die Ebola-Episode hat noch weitere Lehren f&uuml;r uns parat. Ein Grund, warum sich die Krankheit in Liberia und Sierra Leone so schnell verbreitet hat, ist, dass beide kriegsverheerte L&auml;nder sind, in denen ein gro&szlig;er Teil der Bev&ouml;lkerung unterern&auml;hrt ist und das Gesundheitssystem v&ouml;llig am Boden liegt.<br>\nZudem hat der private Sektor dort, wo er tats&auml;chlich eine zentrale Rolle spielt &ndash; bei der Entwicklung von Impfstoffen &ndash;, kaum Anreize, Geld f&uuml;r jene Krankheiten auszugeben, unter denen die Armen oder arme L&auml;nder leiden. Nur wenn die reichen L&auml;nder bedroht sind, hat er gen&uuml;gend Antrieb, um in Impfstoffe zur Bek&auml;mpfung von Krankheiten wie Ebola zu investieren. Dies ist weniger eine Kritik am privaten Sektor; schlie&szlig;lich sind die Pharmaunternehmen nicht aus reiner N&auml;chstenliebe im Gesch&auml;ft, und mit der Vermeidung oder Heilung von Arme-Leute-Krankheiten ist kein Geld zu verdienen. Was die Ebola-Krise vielmehr in Frage stellt, ist unsere Abh&auml;ngigkeit vom privaten Sektor f&uuml;r die Dinge, die Regierungen am besten erledigen. Tats&auml;chlich sieht es aus, als h&auml;tte man mit mehr &ouml;ffentlichen Geldern schon vor Jahren einen Ebola-Impfstoff entwickeln k&ouml;nnen.<br>\nAmerikas diesbez&uuml;gliche Vers&auml;umnisse haben besondere Aufmerksamkeit erregt &ndash; sogar so viel, dass einige afrikanische L&auml;nder Besucher aus den USA mit besonderer Vorsicht behandeln. Doch ist dies nur das Echo eines grundlegenderen Problems: Amerikas &uuml;berwiegend privates Gesundheitssystem versagt. Zwar haben die USA ganz oben einige weltf&uuml;hrende Krankenh&auml;user, Forschungsuniversit&auml;ten und hoch entwickelte medizinische Zentren. Doch obwohl die USA mehr f&uuml;r die medizinische Versorgung ausgeben als jedes andere Land, ist, was dabei herauskommt, absolut entt&auml;uschend. &hellip; Die Art und Weise, wie L&auml;nder ihr Gesundheitssystem &ndash; und ihre Gesellschaft &ndash; strukturieren, tr&auml;gt enorm zum Ergebnis bei. Amerika und die Welt zahlen einen hohen Preis f&uuml;r das &uuml;berzogene Vertrauen auf die Marktkr&auml;fte und den Mangel an Aufmerksamkeit gegen&uuml;ber umfassenderen Werten wie Gleichheit und sozialer Gerechtigkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/ebola-highlights-inequality-by-joseph-e--stiglitz-2014-11\/german\">Project Syndicate<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die Kurden, eine neue Ordnungsmacht<\/strong><br>\nDer Vormarsch des IS im Norden Syriens bezeugt nicht nur die Kampfkraft der sunnitischen Dschihadisten. Im Kampf um die Stadt Kobani zeigt sich auch, dass der &ldquo;kurdische Faktor&rdquo; f&uuml;r die Zukunft der Region von entscheidender Bedeutung ist.<br>\nKaum hatten die Terroristen vom Islamischen Staat (IS) Anfang Juni, zusammen mit ihren sunnitischen Verb&uuml;ndeten, mit Mossul die zweitgr&ouml;&szlig;te Stadt des Irak erobert, erfuhr die Regierung der Autonomen Region Kurdistan internationale Anerkennung auf breiter Front. Doch obwohl die Autorit&auml;t Bagdads im Norden des Landes zusammengebrochen und Mossul gefallen war, f&uuml;hlte sich kaum jemand zu konkretem Handeln verpflichtet. Erst das Debakel der kurdischen Streitkr&auml;fte bei der nachfolgenden Offensive der IS-Milizen und die Ausdehnung des von Abu Bakr al-Baghdadi proklamierten Kalifats in Richtung der kurdischen Hauptstadt Erbil veranlasste die westlichen M&auml;chte, allen voran die USA, zu einer Reaktion.<br>\nDie Trag&ouml;die der Jesiden in der Region Sindschar und die Massenflucht der christlichen Bev&ouml;lkerung aus der Tigris-Ebene n&ouml;rdlich von Mossul in die kurdisch kontrollierten Gebiete mobilisierten eine &uuml;berraschend breite Koalition.(1) Rasch folgten die ersten Luftschl&auml;ge der USA, mit denen die Kurdengebiete vor weiteren Angriffen gesch&uuml;tzt werden konnten. Seitdem werden die kurdischen Peschmerga-K&auml;mpfer durch Waffen und Ausbilder unterst&uuml;tzt.<br>\nIn Syrien grenzen drei von Kurden bewohnte Regionen an die T&uuml;rkei. Seit dem R&uuml;ckzug der Regierungstruppen Assads aus dem Norden des Landes im Juli 2012 sind diese Territorien de facto autonom. Mitte September 2014 startete der IS eine Offensive gegen die abgelegenste und isolierteste dieser drei Enklaven, die Stadt Kobani und ihr Umland. &Uuml;ber Nacht war die Region weltweit in den Schlagzeilen. Kobani wird seit mehr als zwei Jahren, zusammen mit den Regionen Afrin im Nordwesten Syriens und Dschasira im Nordosten, von der Partei der demokratischen Union (PYD) beherrscht.(2) Die kontrolliert mittels ihrer Volksverteidigungseinheiten (YPG) &ndash; und dank eines Nichtangriffspakt mit der Assad-Regierung &ndash; die kurdisch bewohnten Regionen Syriens. Die PYD ist der syrische Zweig der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) in der T&uuml;rkei, die seit 1984 den t&uuml;rkischen Staat bek&auml;mpft. Der im M&auml;rz 2013 zwischen Ankara und der PKK vereinbarte Waffenstillstand ist wegen des Kampfs um Kobani heute br&uuml;chiger denn je.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2014\/11\/14.mondeText1.artikel,a0011.idx,0%20\">Le Monde diplomatique<\/a>\n<p><em>Hinweis: In der November-Ausgabe von <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/.aktaus\">Le Monde diplomatique<\/a>  finden Sie &uuml;ber diesen Beitrag hinaus wieder interessante Artikel, u.a.:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Dunkle Sonne, Im Erdzeitalter des Kapitals von Elmar Altvater<\/em><\/li>\n<li><em>Verd&auml;chtige Ladung, Wie unser giftiger Elektroschrott verbotenerweise in der Welt verteilt wird von Cosima Dannoritzer<\/em><\/li>\n<li><em>Br&uuml;ssel liegt nicht am Meer, Die EU hat Italien bei der Rettung der Bootsfl&uuml;chtlinge im Stich gelassen von Stefano Liberti<\/em><\/li>\n<li><em>Eine Partei zum F&uuml;rchten, Die Briten w&auml;hlen Ukip gegen das Establishment von Owen Jones<\/em><\/li>\n<li><em>Richter, Geier und Intrigen, Argentiniens langer Kampf gegen die Staatspleite von Marc Weisbrot <\/em><\/li>\n<li><em>Ein Hafen f&uuml;r Afghanistan von Jean-Luc Racine<\/em><\/li>\n<li><em>Ein Hauch von Demokratie,  Ein bisschen Pressefreiheit und ein bisschen &Ouml;ffnung in Birma, aber keine Reformen von Andr&eacute; und Louis Boucaud<\/em><\/li>\n<li><em>Flagge zeigen in Jeju, Auf der s&uuml;dkoreanischen Insel w&auml;chst der Widerstand gegen die geplante Milit&auml;rbasis von Fr&eacute;d&eacute;ric Ojardias<\/em><\/li>\n<li><em>Die letzten Tage der Menschheit, Der Erste Weltkrieg im Licht des epochalen Werks von Karl Kraus von Jacques Bouveresse<\/em><\/li>\n<li><em>Neue Herren in Sanaa von Laurent Bonnefoy<\/em><\/li>\n<li><em>Das Versprechen von Deauville, Die gro&szlig; angek&uuml;ndigte Hilfe der G 8 f&uuml;r die L&auml;nder des Arabischen Fr&uuml;hlings war an kaum erf&uuml;llbare Bedingungen gekn&uuml;pft und kam nur teilweise an von Ibrahim Warde<\/em><\/li>\n<li><em>W&auml;hrung ohne Zukunft, Die westafrikanische Franc-Zone ist eine Fehlkonstruktion von Sanou Mbaye<\/em><\/li>\n<li><em>Dakar &ndash; Dorfgeist einer Metropole von Sabine Cessou<\/em><\/li>\n<li><em>Saint-&Eacute;milion aus Liaoning, Chinas Gesch&auml;fte mit Wein Boris P&eacute;tric<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Le Monde diplomatique ab heute im Kiosk am Freitag als Beilage zur taz<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Annette Schavan &ndash; Dir sei Lob und Preis und Ehre<\/strong><br>\nForschungsministerin a.D. Annette Schavan hat nach wie vor zahlreiche Unterst&uuml;tzer in der Wissenschaft. Und die lassen sich einiges einfallen: Die Ehrendoktorw&uuml;rde, eine Festschrift zum Geburtstag, gar als Kandidatin f&uuml;r die Leibnizmedaille war sie im Gespr&auml;ch. F&uuml;r Leonid Schneider h&ouml;rt hier das Verst&auml;ndnis auf&hellip;.<br>\nIm Falle Schavan dagegen steht irgendwie die titelraubende Universit&auml;t D&uuml;sseldorf als B&ouml;sewicht da, sogar trotz eines Gerichtsurteils, das Frau Schavan &bdquo;T&auml;uschungsabsicht&ldquo; bescheinigt. Mit dem Verlust des Doktortitels musste Frau Schavan nicht nur als Honorarprofessorin bei der FU Berlin abtreten, sie steht gleichzeitig auch ohne jeglichen Uni-Abschluss da &ndash; eine Besonderheit ihres damaligen Promotionsstudiengangs. Zum Gl&uuml;ck f&uuml;r Frau Schavan erh&auml;lt sie best&auml;ndige Unterst&uuml;tzung f&uuml;r ihre politische und akademische Rehabilitation. Hilfe kommt aus der Politik und insbesondere der Wissenschaft, unter anderem vom fr&uuml;heren Pr&auml;sidenten der DFG. Seit kurzem hei&szlig;t sie wieder Dr. Schavan, wenn auch honoris causa. Die Universit&auml;t L&uuml;beck verlieh Frau Schavan die Ehrendoktorw&uuml;rde, sozusagen als Trostpreis, offiziell daf&uuml;r, dass sie damals mit Steuermitteln die L&uuml;becker Unimedizin vor dem Aus gerettet hatte. Nun soll eine von zahlreichen Professoren verfasste &bdquo;Festschrift&ldquo; anl&auml;sslich ihres 60. Geburtstags in Vorbereitung sein.<br>\nAu&szlig;erdem h&auml;tte G&uuml;nter Stock, Pr&auml;sident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Schavan gerne mit der ehrw&uuml;rdigen Leibniz-Medaille geehrt, wie der Tagesspiegel berichtet. Als Begr&uuml;ndung f&uuml;r den (offenbar schon wieder zur&uuml;ckgezogenen) Vorschlag gab man ebenfalls an, es gehe nicht um wissenschaftliche Leistungen der Frau Ex-Dr. Schavan, sondern um ihre Verdienste um die Wissenschaft. Mag sein, dass Annette Schavan als Bundesministerin f&uuml;r Forschung stets verl&auml;sslich die Wissenschaft in Bund und L&auml;ndern mit Steuergeldern bedachte, wie in L&uuml;beck geschehen. Aber soll man nun alle Minister mit Medaillen und Ehrentiteln w&uuml;rdigen, die ihren Dienstaufgaben halbwegs pflichtbewusst nachgehen?<br>\nDie Theologin Annette Schavan ist inzwischen Botschafterin der Bundesrepublik beim Vatikan, sicherlich kein schlechter Job. Wirtschaftlich ist sie also weich gefallen. Vielleicht ist es aber doch ein bisschen &uuml;bertrieben, nun unbedingt auch ihre akademische W&uuml;rde wiederherstellen zu wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.laborjournal.de\/editorials\/889.lasso%20\">Laborjournal<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Siehe dazu nochmals <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16142\">&bdquo;Schavan: &bdquo;Die angesehenste Bildungspolitikerin des Landes&ldquo; &ndash; Ein Meisterst&uuml;ck politischer Propaganda<\/a><\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Jubel-Postings unter falscher Identit&auml;t<\/strong><br>\nDie Wiener PR-Agentur Mhoch3 hat &uuml;ber Jahre hinweg mit gef&auml;lschten Identit&auml;ten Postings in Onlineforen platziert. Positive Kommentare wurden unter anderem im Auftrag von Opel, TUI, Red Bull und BAYER verfasst. Der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer von Mhoch3 best&auml;tigte, dass das &ldquo;Online-Reputationsmanagement&rdquo; seit zehn Jahren angeboten und weiterhin betrieben werde. Nach Recherchen des &ouml;sterreichischen Magazins DATUM ver&ouml;ffentlichte die Agentur mehrere hunderttausend Postings unter falschen Namen.<br>\nDie gefakten Kommentare finden sich vor allem auf deutschen Foren, darunter Plattformen und soziale Netzwerke wie YouTube oder GuteFrage.net, Nachrichtenseiten wie Spiegel.de und Focus.de sowie Sparten-Angebote wie MeinAuto.de. Die PR-Profis geben sich meist als unbedarfte Nutzer\/innen aus, die aus Freundlichkeit Unterst&uuml;tzung anbieten. Rechtschreibfehler und pers&ouml;nliche Fragen sollen Authentizit&auml;t suggerieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.cbgnetwork.org\/5836.html%20\"> Coordination gegen BAYER-Gefahren<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Der fehlende Part: Der deutsche &Uuml;berwachungsstaat<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=gH6J3B3m8RM\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Nun ist Russia Today auch in deutscher Sprache verf&uuml;gbar. Die ersten eigenproduzierten Videos sind jedoch eher ern&uuml;chternd. Als &bdquo;Pilot&ldquo; suchte man sich ausgerechnet ein Interview mit Udo Ulfkotte aus. Kritische Fragen vermisst man in diesem Interview jedoch vollends. Die Selbstironie, mit der RT Deutsch sein Image als russischer Propagandasender aufspie&szlig;t, wirkt aufgesetzt. Nun k&ouml;nnte man nat&uuml;rlich sagen, dass es Zeit wurde, dass neben den westlichen Sendern wie Fox oder CNN (beide haben kein deutschsprachiges Programm) auch ein russischer Sender seine nicht eben neutrale Sichtweise ausstrahlen darf. Man k&ouml;nnte jedoch auch sagen, dass man Propaganda nicht mit Gegenpropaganda, sondern mit Aufkl&auml;rung begegnen sollte. Und ob RT Deutsch tats&auml;chlich Aufkl&auml;rung bietet, ist noch abzuwarten. Ich bin da skeptisch.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>11. Politischer Aschermittwoch mit Max Uthoff, Florian Schroeder, Arnulf Rating, Georg Schramm, Timo Wopp, Sebastian Kr&auml;mer<\/strong><br>\nAm 18. Februar 2015<br>\nDer Vorverkauf hat am Elften im Elften begonnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.aschermittwoch-berlin.de\/%20\">Politischer Aschermittwoch<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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