{"id":23956,"date":"2014-11-14T16:46:06","date_gmt":"2014-11-14T15:46:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23956"},"modified":"2014-11-14T16:50:27","modified_gmt":"2014-11-14T15:50:27","slug":"hinweise-des-tages-ii-173","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23956","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23956#h01\">Ukraine\/Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23956#h02\">Tarifeinheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23956#h03\">Offner Brief zu Patentboxen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23956#h04\">Rom: Italiens gr&ouml;&szlig;te Gewerkschaft ruft zum Generalstreik auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23956#h05\">Norbert H&auml;ring: Stimmt es wirklich, Herr Draghi, &hellip; dass die EZB die irische Regierung 2010 nicht in ein Hilfs- und Kahlschlagsprogramm gezwungen hat?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23956#h06\">QE tut Aktien gut: Das wird auch f&uuml;r die EZB gelten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23956#h07\">&Ouml;konom r&uuml;ttelt an EU-Schuldengrenze<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23956#h08\">Illegale Gesch&auml;fte bewahren Deutschland vor der Rezession<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23956#h09\">Bruttoinlandsprodukt im 3. Quartal 2014 um 0,1 % gestiegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23956#h10\">Gef&auml;ngnis f&uuml;r Thomas Middelhoff: Big Trouble<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23956#h11\">&bdquo;Krank, was die da treiben&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23956#h12\">TTIP-Studie: Rund 600.000 mehr Arbeitslose in Europa &ndash; Einkommensverluste bis zu 5.000 Euro pro Person<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23956#h13\">Solidarit&auml;t herstellen &ndash; Investitionen erm&ouml;glichen: F&uuml;r einen fairen und nachhaltigen L&auml;nderfinanzausgleich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23956#h14\">Mikrozensus 2013: 16,5 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23956#h15\">Wie die Pharmaindustrie unser Gesundheitswesen korrumpiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23956#h16\">The right has won control of the English-speaking world &ndash; thanks to the weakness of the left<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23956#h17\">BAf&ouml;G-Novelle vom Bundestag verabschiedet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23956#h18\">Leserkommentare abschalten?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23956#h19\">Zitat zum Wochenende<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23956&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ukraine\/Russland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Russland fordert Ende der Sanktionen des Westens<\/strong><br>\nRusslands Ministerpr&auml;sident Medwedew fordert, das Verh&auml;ltnis zum Westen zu normalisieren. Unterdessen gehen die K&auml;mpfe im Osten der Ukraine weiter. Anschuldigungen des Westens weist Russland zur&uuml;ck.<br>\nMinisterpr&auml;sident Dmitri Medwedew sagte der Nachrichtenagentur Interfax, die Strafma&szlig;nahmen m&uuml;ssten beendet und die Beziehungen normalisiert werden. Das Au&szlig;enministerium in Moskau wies erneute Vorw&uuml;rfe der ukrainischen Regierung zur&uuml;ck, Russland r&uuml;ste die Rebellen im Osten des Landes f&uuml;r eine Offensive auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/ukraine-krise-russland-fordert-ende-der-sanktionen-des-westens\/10977362.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>Ukraine has ignored the far right for too long &ndash; it must wake up to the danger<\/strong><br>\nThe indifference of officials and mainstream opinion to the election of far-right MPs is hugely worrying&hellip;<br>\nPro-Russian supporters use the term &ldquo;fascist junta&rdquo; to criticise the Ukrainian government. This wording is not only obviously wrong from an understanding of the words &ldquo;fascism&rdquo; and &ldquo;junta&rdquo;, but has also been detrimental to peace in Ukraine by fuelling the civil war. If your country is governed by a fascist junta, any progressive person should take arms and fight it.<br>\nBut despite the hypocritical instrumentalisation of the Russian propaganda, the Ukrainian authorities and mainstream opinion in Ukraine continue to show unacceptable ignorance of the danger from the far right and even openly neo-Nazi forces, cooperating with them in elections and allowing them to take positions within law enforcement.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2014\/nov\/13\/ukraine-far-right-fascism-mps\">The Guardian<\/a>\n<p>Siehe dazu auch: <strong>Rechtsradikaler wird Polizeichef in Kiew<\/strong><br>\nEin Rechtsradikaler ist zum Chef der Polizei in der Region Kiew ernannt worden. Menschenrechtler sind entsetzt und verlangen auch von B&uuml;rgermeister Vitali Klitschko mehr Einsatz gegen rechts.<br>\nF&uuml;r seinen Kampf gegen die Separatisten hat Wadim Trojan viele Medaillen erhalten. Mit Stolz tr&auml;gt der 35-J&auml;hrige den Orden des Innenministeriums an der Brust. Nun hat der Mann mit dem Kurzhaarschnitt eine weitere Stufe der Karriereleiter erklommen: Seit Anfang November sitzt er auf dem Chefsessel der Polizei der Region Kiew. B&uuml;rgerrechtler sind entsetzt. Denn Wadim Trojan ist in der Ukraine als Neonazi verschrien. Er kommandierte bis vor Kurzem das Asow-Bataillon, eine haupts&auml;chlich aus Rechtsradikalen bestehende Freiwilligentruppe in der Ostukraine. Zudem soll er den militanten &ldquo;Patrioten der Ukraine&rdquo; angeh&ouml;ren und Verbindungen zur &ldquo;Wotanjugend&rdquo; pflegen. Ausgerechnet ein Rechtsradikaler ist nun im Raum Kiew f&uuml;r Sicherheit und Ordnung zust&auml;ndig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/m.welt.de\/politik\/ausland\/article134280586\/Rechtsradikaler-wird-Polizeichef-in-Kiew.html\">Die Welt<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Tarifeinheit<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Offener Brief an alle Mitglieder in DGB-Gewerkschaften und ihre Gremien<\/strong><br>\n&ldquo;Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, aus aktuellem Anlass wenden wir uns an euch: Mit dem von der Gro&szlig;en Koalition geplanten und von Bundesministerin Nahles vorgelegten Entwurf zum Tarifeinheitsgesetz soll das Streikrecht als individuelles Freiheitsrecht eingeschr&auml;nkt werden und Streiks f&uuml;r &bdquo;unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig&ldquo; und &bdquo;rechtswidrig&ldquo; erkl&auml;rt werden k&ouml;nnen. Dieser Angriff auf das grundgesetzlich garantierte Recht auf Koalitionsfreiheit f&uuml;r Jede und Jeden stellt das Streikrecht aller GewerkschafterInnen und Gewerkschaften infrage&hellip;&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/streikrecht_haendeweg.pdf\">Offener Brief der Initiative &raquo;H&auml;nde weg vom Streikrecht f&uuml;r volle gewerkschaftliche Aktionsfreiheit&laquo; vom November 2014 [PDF]<\/a>\n<p>Siehe dagegen:<\/p><\/li>\n<li><strong>IG Metall: Stellungnahme zum Gesetzentwurf zur Regelung der Tarifeinheit<\/strong><br>\nDie IG Metall hat schon im Fr&uuml;hjahr ihre Bedenken gegen einen gesetzlichen Eingriff ins Streikrecht deutlich gemacht und ist vom DGB\/BDA Vorschlag abger&uuml;ckt. Unsere Position findet sich nun auch im vorliegenden Entwurf des Bundesministeriums f&uuml;r Arbeit und Soziales (BMAS) wieder, den wir folgenderma&szlig;en beurteilen<br>\n1. Mit der Regelung sollen Tarifkollisionen vermieden werden. Eine &bdquo;Tarifkollision&ldquo; besteht, wenn Arbeitgeber mit konkurrierenden Gewerkschaften unterschiedliche Tarifvertr&auml;ge f&uuml;r dieselbe Besch&auml;ftigtengruppe abschlie&szlig;en. Um das k&uuml;nftig zu verhindern, gilt nur der Tarifvertrag mit der Gewerkschaft, die die meisten Mitglieder im Betrieb hat (&bdquo;Betriebsbezogenes Mehrheitsprinzip&ldquo;). Stichtag f&uuml;r die notarielle Feststellung der Mehrheit ist Abschluss des zuletzt vereinbarten Tarifvertrages. Ein gesetzlicher Eingriff ins Streikrecht erfolgt nicht. Jede Gewerkschaft kann auch im Zuge einer Tarifkampagne um Mitglieder werben.<br>\n2. Entscheidend ist die Mitgliedschaft im Betrieb. Die Besch&auml;ftigten selbst k&ouml;nnen durch ihre Entscheidung zur Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft bestimmen, welcher Tarifvertrag Anwendung findet.<br>\n3. Die kleinere Gewerkschaft erh&auml;lt ein sogenanntes Nachzeichnungsrecht, d.h. sie kann einen inhaltlich gleichen Tarifvertrag verlangen, soweit ein bestehender Tarifvertrag der Minderheitsgewerkschaft verdr&auml;ngt wird.<br>\n4. Ob ein Arbeitskampf verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig istoder nicht, wird auch in Zukunft im Einzelfall durch Arbeitsgerichte zu entscheiden sein&hellip;.<br>\nGleichwohl besteht Nachbesserungsbedarf. F&uuml;r die IG Metall sind insbesondere zwei Punkte entscheidend daf&uuml;r, ob sie dem Gesetz letztlich zustimmen kann:<br>\n1. &sect;3 BetrVG<br>\nVorgesehen ist, &uuml;ber einen Tarifvertrag nach &sect; 3 BetrVG die Ebene zur Ermittlung der Mehrheitsverh&auml;ltnisse von einem Betrieb auf mehrere Betriebe zu erweitern und das auch nachtr&auml;glich. Dies erm&ouml;glicht Manipulationen zulasten einer Gewerkschaft. Es muss verhindert werden, dass sich Arbeitgeber, ggf. im Konsens mit einer Gewerkschaft, die f&uuml;r sie g&uuml;nstigen Mehrheitsverh&auml;ltnisse zurechtschneiden. Ein Missbrauch des Instruments der &sect; 3 BetrVG-Tarifvertr&auml;ge muss ausgeschlossen sein.<br>\n2. Das vorgesehene Nachzeichnungsrecht einer Minderheitsgewerkschaft darf nicht dazu f&uuml;hren, dass deren Mitglieder auf diesem Wege uneingeschr&auml;nkt von den m&ouml;glicherweise viel umfangreicheren Leistungen des Mehrheitstarifvertrages profitieren, obwohl ihre Gewerkschaft nicht in der Lage gewesen w&auml;re, diese Anspr&uuml;che durchzusetzen. Das Nachzeichnungsrecht muss so gestaltet werden, dass M&ouml;glichkeiten zur tariflichen Differenzierung und Besserstellung der Mitglieder der Mehrheitsgewerkschaft erhalten bleiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/tarifeinheit_igm1114.pdf\">Vorstands-Mitteilung der IG Metall in LabourNet [PDF]<\/a>\n<p>Siehe aber:<\/p><\/li>\n<li><strong>Detlef Hensche: Koalitionsfreiheit unter Beschuss<\/strong><br>\nDer Entwurf f&uuml;r ein Tarifeinheitsgesetz soll aufm&uuml;pfige Berufsverb&auml;nde b&auml;ndigen und bedeutet im Kern die Beschneidung verfassungsm&auml;&szlig;ig verbriefter Rechte von Arbeitern. Den Unternehmen reicht das trotzdem nicht.<br>\nDer nunmehr von Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) vorgelegte Gesetzentwurf gibt nicht wie die fr&uuml;here Rechtsprechung dem spezielleren Tarifvertrag den Zuschlag, sondern dem Tarifvertrag der Gewerkschaft mit den meisten Mitgliedern im Betrieb. Das Gesetz soll, so Nahles, die Funktionsf&auml;higkeit der Tarifautonomie sichern, die durch Gewerkschaftskonkurrenz gef&auml;hrdet sei. Hier flunkert die Ministerin. Gewerkschaftliche Spaltung und gegenl&auml;ufige Tarifvertr&auml;ge gibt es seit Jahrzehnten. Schon immer haben sich Organisationen dazu missbrauchen lassen, bestehende Tarifvertr&auml;ge durch Dumpingtarife zu unterlaufen. Vor allem die Verb&auml;nde des Christlichen Gewerkschaftsbundes haben sich hier hervorgetan. Diese und andere gelbe Gewerkschaften werden immer wieder von Unternehmern gef&ouml;rdert und von der Politik toleriert. Doch gegen diese Unterbietungskonkurrenz richtet sich der Gesetzentwurf gerade nicht. Im Gegenteil, Firmen, die sich zwecks Lohndr&uuml;ckerei gelbe Gewerkschaften ins Haus holen, wie lange Zeit einige Arbeitgeberverb&auml;nde der Zeitarbeit oder die PIN AG, werden bei gesetzlich angeordneter Tarifeinheit leichtes Spiel haben, der Dumpinggewerkschaft zur Mehrheit zu verhelfen und so den Mitgliedern der DGB-Gewerkschaften den Tarifschutz zu entziehen. Wer auch immer im DGB meint, sich mit dem Gesetz arrangieren zu k&ouml;nnen, d&uuml;rfte ein b&ouml;ses Erwachen erleben.<br>\nEntgegen der offiziellen Erkl&auml;rung geht es auch nicht um einheitliche Arbeitsbedingungen im Betrieb. Die Einheit haben die Arbeitgeber l&auml;ngst aufgek&uuml;ndigt. Wann immer es der Kostensenkung dient, ist den Unternehmern keine Betriebsspaltung, keine Vielzahl unterschiedlicher Arbeitsvertr&auml;ge, Tarife und betrieblicher Regelungen zu kompliziert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/thema\/koalitionsfreiheit-unter-beschuss\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li>Siehe auch das <strong>Dossier zur Tarifeinheit auf LabourNet<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/politik\/gw\/tarifpolitik\/tarifdebatte\/tarifeinheit\/gemeinsame-interessen-koalition-will-tarifeinheit\/\">www.labournet.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Bahngewerkschaft pocht auf Einheit<\/strong><br>\nDer neue Vorschlag des Bahnvorstands, mit den Bahngewerkschaften parallel zu verhandeln, verstimmt die GDL-Konkurrentin EVG. Im Tarifkonflikt bei der Bahn geht jetzt die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) auf Konfrontationskurs. Die EVG wird an keinen Tarifverhandlungen teilnehmen, die das Ziel haben, Tarifkonkurrenz im Unternehmen DB AG festzuschreiben, drohte EVG-Chef Alexander Kirchner am Mittwoch. &bdquo;F&uuml;r uns ist die Einheit der Eisenbahnerfamilie ein so wichtiges Gut, dass wir bereit sind, daf&uuml;r auch zu k&auml;mpfen. Hintergrund ist das Angebot des Bahnvorstands an die EVG und die konkurrierende Gewerkschaft Deutscher Lokomotivf&uuml;hrer (GDL), sich am 21. November in Frankfurt am Main zu parallelen Gespr&auml;chen zu treffen&hellip;<br>\nNun stellt die Bahn keine Vorbedingungen mehr was bei der EVG die Alarmglocken l&auml;uten l&auml;sst. Wir vertreten die Interessen von 100.000 bei der Deutschen Bahn besch&auml;ftigten Eisenbahnerinnen und Eisenbahner&ldquo;, sagte EVG-Chef Kirchner. Von denen will keiner, dass es innerhalb des Bahnkonzerns unterschiedliche Tarifvertr&auml;ge innerhalb einer Besch&auml;ftigtengruppe gibt.<br>\nBei dem  geplanten Verhandlungstermin d&uuml;rfe es zudem nicht nur um die Berufsgruppen der Lokf&uuml;hrer und Zugbegleiter gehen. Ansonsten lassen<br>\nwir den Termin platzen, k&uuml;ndigte er an&hellip;&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Tarifkonflikt-bei-der-Deutschen-Bahn\/!149380\/\">Pascal Beucker  in der taz online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Offner Brief zu Patentboxen<\/strong><br>\nSehr geehrter Herr Minister Sch&auml;uble,<br>\ndas Netzwerk Steuergerechtigkeit Deutschland verfolgt mit Sorge die Diskussion &uuml;ber den Umgang mit Patentboxen im Kontext des &ldquo;Base Erosion and Profit Shifting&ldquo;-Prozesses (BEPS) von OECD und G20. Der j&uuml;ngst von Deutschland und Gro&szlig;britannien pr&auml;sentierte Vorschlag mindert diese Sorge nicht, sondern l&auml;utet eine neue Runde in einem desastr&ouml;sen Steuersenkungswettlauf ein. Sollte es nicht zu einer deutlichen Ablehnung von Patentboxen und &auml;hnlichen Regelungen kommen, droht der gesamte BEPS-Prozess zu scheitern.<br>\nDas Netzwerk h&auml;lt Patentboxen f&uuml;r ein grunds&auml;tzliches Problem, weil durch diese ohne besonderen Anlass und unkontrollierbar die Besteuerung insbesondere der internationalen Konzerne in erheblichem Umfang gemindert wird. Varianten der Patentbox mit Substanzerfordernissen, darunter auch der &bdquo;Nexus&ldquo;-Ansatz der OECD aus ihrem BEPS-Zwischenergebnis, &auml;ndern daran nichts. Alle diese Boxen f&uuml;hren zu gravierenden Problemen:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzwerksteuergerechtigkeit.files.wordpress.com\/2014\/11\/brief-patentboxen.pdf\">Netzwerk Steuergerechtigkeit Deutschland [PDF]<\/a>\n<p>dazu: <strong>Steuerrabbat auf Patenteinnahmen<\/strong><br>\nEin Netzwerk warnt Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble vor faulen Kompromissen beim G 20-Treffen.<br>\nInternationale Konzerne k&ouml;nnen sich k&uuml;nftig m&ouml;glicherweise noch leichter ihrer Steuerpflicht entziehen. Davor warnt das Netzwerk Steuergerechtigkeit Deutschland in einem offenen Brief an Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU).<br>\nDarin kritisiert die Nichtregierungsorganisation die Einigung von Sch&auml;uble mit seinem britischen Amtskollegen Georg Osborne &uuml;ber den Umgang mit dem Steuersparmodell der sogenannten Patent- und Lizenzboxen. Der deutsch-britische Vorschlag &bdquo;l&auml;utet eine neue Runde in einem desastr&ouml;sen Steuersenkungswettlauf ein&ldquo;, hei&szlig;t es in dem Brief.<br>\nKurz vor dem G 20-Gipfel der Staats- und Regierungschefs an diesem Wochenende in Australien fordert das Netzwerk die Bundesregierung auf, sich auf internationaler Ebene f&uuml;r einen kompletten Verzicht auf Patenboxen und &auml;hnliche Instrumente einzusetzen. Sonst k&ouml;nnten Konzerne weiter ohne besonderen Anlass und unkontrolliert ihre Besteuerung mindern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/steuerrabbat-auf-patenteinnahmen,1472780,29039904.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Rom: Italiens gr&ouml;&szlig;te Gewerkschaft ruft zum Generalstreik auf<\/strong><br>\nDer Protest gegen die Reformen von Italiens Premier Renzi schl&auml;gt hohe Wellen: Die gr&ouml;&szlig;te Gewerkschaft des Landes hat zum Generalstreik am 5. Dezember aufgerufen.<br>\nDie gr&ouml;&szlig;te italienische Gewerkschaft CGIL hat f&uuml;r den 5. Dezember zu einem acht Stunden langen Generalstreik aufgerufen. Die Arbeitsniederlegungen sollen alle &ouml;ffentlichen und privaten Bereiche betreffen und von Demonstrationen begleitet werden, teilte die Gewerkschaft mit. Die CGIL (&ldquo;Confederazione Generale Italiana del Lavoro&rdquo;) rief auch die anderen gro&szlig;en Gewerkschaften des Landes auf, sich an dem Streik zu beteiligen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/rom-italiens-groesste-gewerkschaft-cgil-ruft-zum-generalstreik-auf-a-1002596.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Was die deutschen Medien verschweigen &ndash; in Rom <a href=\"http:\/\/www.ilfattoquotidiano.it\/2014\/11\/14\/legge-stabilita-sciopero-sociale-cortei-in-25-citta-in-piazza-fiom-cobas-studenti\/1211002\/\">flogen auch Eier<\/a> in Richtung der deutschen Botschaft. Mittlerweile finden in 25 St&auml;dten Veranstaltungen gegen Renzis Austerit&auml;tspolitik statt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Norbert H&auml;ring: Stimmt es wirklich, Herr Draghi, &hellip; dass die EZB die irische Regierung 2010 nicht in ein Hilfs- und Kahlschlagsprogramm gezwungen hat?<\/strong><br>\n&bdquo;Die Entscheidung, um ein Programm zu bitten, war die Entscheidung der Regierung. Die EZB hat die Regierung nicht gezwungen&ldquo;, sagte EZB-Chef Mario Draghi heute auf der Pressekonferenz im Anschluss an die Sitzung des EZB-Rats. Kurz zuvor hatte die EZB dem &ouml;ffentlichen Druck aus Irland nachgegeben und den bisher geheim gehaltenen Briefwechsel zwischen Draghis Vorg&auml;nger Trichet und dem damaligen  irischen Finanzminister Brian Lenihan von Oktober und November2010 ver&ouml;ffentlicht. Man kann also nachlesen und sieht: Draghis Behauptung grenzt sehr hart an eine L&uuml;ge. Die irische Regierung hat so freiwillig gehandelt, wie die Familie eines Entf&uuml;hrungsopfers, die sich entscheidet, ein L&ouml;segeld zu zahlen. &hellip;<br>\nWie wenig Respekt EZB-Pr&auml;sidenten, einschlie&szlig;lich Draghi, als Botschafter des EZB-Rats, vor der politischen Autonomie gew&auml;hlter Regierungen haben, haben sie ausgiebig bewiesen. Draghi selbst schrieb als Chef der Bank von Italien zusammen mit Trichet einen &auml;hnlichen Drohbrief an den italienischen Ministerpr&auml;sidenten Belusconi, in dem sie detaillierte wirtschaftspolitische Forderungen mit einer kurzfristigen Deadline stellten. Dazu geh&ouml;rten etwa eine Erh&ouml;hung des Rentenalters f&uuml;r Frauen und Gehaltsk&uuml;rzungen f&uuml;r &ouml;ffentliche Bedienstete, Einnchnitte in die Arbeitslosenversicherung und ins Arbeitsrecht, ja sogar eine Verfassungsreform. Auch der spanische Regierungschef Zapatero erhielt 2011 einen in r&uuml;dem Befehlston gehaltenen Brief mit detaillierten wirtschafts- und sozialpolitischen Forderungen von Trichet und dem damaligen spanischen Notenbankchef (in Spanisch).  Zapatero leugnete die Existenz dieses geheimen Briefes w&auml;hrend seiner Amtszeit, in der er die Umsetzung der EZB-Forderungen weitgehend  umsetzte oder vorbereitete, hartn&auml;ckig, ver&ouml;ffentlichte ihn aber sp&auml;ter in seinen Memoiren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/index.php\/de\/newsblog2\/27-german\/news\/165-stimmt-es-wirklich-herr-draghi#1-weiterlesen\">Geld und mehr<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>QE tut Aktien gut: Das wird auch f&uuml;r die EZB gelten<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) hat letzte Woche alle Zweifel beseitigt: Sie wird in den kommenden zwei Jahren massiv Geld sch&ouml;pfen. Der Zentralbankrat hat einstimmig beschlossen, dass die Bilanzsumme des Instituts auf 3 Bio. &euro; anschwellen soll. Das ist quantitative Lockerung in Reinkultur, im Finanzjargon QE genannt f&uuml;r Quantitative Easing. Vor allem sollte es die Zinsen am Kapitalmarkt nach unten dr&uuml;cken. Die Notenbank kann die Marktzinsen auf andere Weise nicht mehr beeinflussen, sobald die von ihr direkt gesteuerten Leitzinsen auf null stehen. Die EZB f&uuml;gt zur Erkl&auml;rung ihrer QE-Offensive hinzu, dass sie nur Schuldtitel und Kreditinstrumente aufkauft, die dann auch die Kreditvergabe von Banken an Unternehmen forcieren sollen. &ndash; Die Realit&auml;t ist &ndash; leider &ndash; eine andere. Sowohl in den USA als auch in Japan befeuerte QE vor allem Aktien und riskante Anlagen wie Unternehmensanleihen. Die EZB kann gerne den Gegenbeweis antreten, dass diesmal alles anders sein wird. Die M&auml;rkte setzen derweil lieber auf die im Ausland gesammelte Erfahrung mit QE der letzten Jahre.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fuw.ch\/article\/der-chart-des-tages-424\/\">FuW<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nichts &auml;ndert sich und allm&auml;hlich gehen der EZB die Optionen aus. Und eine weitere Ausweitung der lockeren Geldpolitik wie z.B. der Aufkauf von Pfandbriefen und verbrieften Krediten scheitert schon allein deshalb, weil der Markt zu klein ist. Der Kauf von Unternehmensanleihen oder gar von Staatsanleihen wird vor allem am Widerstand Deutschlands scheitern. Aber es gibt grunds&auml;tzlichere Kritik z.B. seitens des IWF: Ultraleichte Geldpolitik kombiniert mit Abbau der Staatsdefizite zeige einen grundlegenden Mangel an Verst&auml;ndnis f&uuml;r global ablaufende Prozesse. Die von privaten Haushalten und Unternehmen durchgef&uuml;hrte (und teilweise noch nicht abgeschlossene) Entschuldung mache QE als Mittel zur St&uuml;tzung der Nachfrage  unwirksam.<\/em><\/p>\n<p>Siehe dazu: <strong>EZB im Visier: Lockere Geldpolitik unter heftigem Beschuss<\/strong><br>\nW&auml;hrend sich die EZB immer n&auml;her an eine ausgewachsene quantitativen Lockerung anzun&auml;hern scheint, nimmt gleichzeitig die Kritik auch von angels&auml;chsischen Kommentatoren an diesem monet&auml;ren Instrument zu. Durch die von den grossen Notenbanken bereits vorgenommenen Runden der Lockerung sei das gesamte globale Finanzsystem in einen gigantischen spekulativen Carry-Trade verwandelt worden, mahnt John Hussman von den gleichnamigen US-Kapitalfonds. In diesem Handel kauften Investoren ungeachtet der Preise oder Bewertungen so lange risikoreiche Aktiva, wie deren Ertrag den risikofreien Zins &uuml;bersteige. Die Bewertung sei f&uuml;r die Akteure unwichtig, da sie erwarteten, die erworbenen Papiere rechtzeitig weiterverkaufen zu k&ouml;nnen, wenn die Differenz zwischen Ertrag und Zins schrumpfen sollte. Die Geschichte zeige aber, dass solche Phasen von &uuml;berbewerteten Carry-Trades stets mit einem Kollaps endeten.<br>\nZu einer Grundsatzkritik der quantitativen Lockerung hat Paul Singer von der Elliot Management, die auf in Not geratene Schuldpapiere spezialisierte Hedge-Funds verwaltet, ausgeholt. Mehrere Runden von quantitativer Lockerung h&auml;tten zusammen mit der Null-Zins-Politik Anlagewerte in einen frei schwebenden Raum gehoben, ohne nachhaltiges und kr&auml;ftiges Wachstum von Wirtschaft und Besch&auml;ftigung in der entwickelten Welt zu erreichen. Seit Ausbruch der Finanzkrise sei es zu keinen signifikanten strukturellen Verbesserungen gekommen, die der entwickelten Welt erlauben w&uuml;rden, schneller zu wachsen. Die entstandene Lage k&ouml;nne am besten folgendermassen umschrieben werden: st&uuml;rmische Inflation von Anlagewerten, absichtlich unterbewertete Inflation der Konsumg&uuml;ter und damit &uuml;berbewertetes Wachstum. Mit fortschreitender Entwertung der W&auml;hrungen versch&auml;rfe sich die Kluft zwischen Gewinnern und Verlieren, da Spekulanten auf Kosten von Sparern und Gehaltsempf&auml;ngern gew&auml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/finanzen\/lockere-geldpolitik-unter-heftigem-beschuss-1.18421811?extcid=Newsletter_10112014_Top-News_am_Morgen\">NZZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&Ouml;konom r&uuml;ttelt an EU-Schuldengrenze<\/strong><br>\nDer Direktor des gewerkschaftsnahen Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK), Gustav Horn, hat sich daf&uuml;r ausgesprochen, die Maastrichter Schuldengrenze von 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) abzuschaffen. Horn geht damit noch weiter als die Chefin des Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF), Christine Lagarde, die gefordert hatte, das geltende Limit in Richtung des effektiven Schuldenstandes anzuheben &ndash; derzeit w&auml;ren das in der Euro-Zone 94 Prozent. &bdquo;Die  derzeitige  Lage enth&uuml;llt die Problematik starrer wirtschaftspolitischer Regelbindungen&ldquo;, sagte Horn dem Handelsblatt (Online-Ausgabe). Die Festsetzung von exakt quantifizierten Schwellenwerten laufe daher immer wieder Gefahr, an der Realit&auml;t zu scheitern und damit wirtschaftspolitische Entscheidungen ihrer Glaubw&uuml;rdigkeit zu berauben. &bdquo;Insofern ist es zwar vern&uuml;nftig, die 60-Prozent-Schwelle abzuschaffen, es ist aber unsinnig, sie durch eine neue starre Schwelle zu ersetzen, die m&ouml;glicherweise auch wieder revidiert werden muss&ldquo;, betonte der IMK-Chef. &bdquo;Gefordert ist fiskalische Flexibilit&auml;t, die  Verschuldung wie auch Entschuldung an den jeweiligen wirtschaftlichen Gegebenheiten orientiert.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/nach-lagarde-vorstoss-oekonom-ruettelt-an-eu-schuldengrenze-seite-all\/10960384-all.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> F&uuml;r die Maastricht-Kriterien gab es nie wissenschaftlich erh&auml;rtete Belege. Es ist im Prinzip vollkommen absurd, einem im Vergleich zu den USA &auml;u&szlig;erst heterogenen Wirtschaftsraum mit den gleichen Regeln zu begegnen. So findet die Notwendigkeit h&ouml;herer Defizite und letztlich einer h&ouml;heren Schuldenquote aufgrund eines infrastrukturellen Nachholbedarfs der europ&auml;ischen Peripherie im Stabilit&auml;tspakt, welcher eine &Uuml;berschreitung des Defizitkriteriums, au&szlig;er bei harter Rezession, mit Strafzahlungen sanktioniert, keine Ber&uuml;cksichtigung. Die Transfers, die &uuml;ber die Strukturfonds laufen, sind f&uuml;r diese Aufgabe viel zu gering. Nach Wegfallen des Wechselkursinstruments verl&auml;uft bei Auftreten asymmetrischer Schocks der Anpassungsmechanismus nur &uuml;ber Preise und als deren wichtigster Anteil &uuml;ber L&ouml;hne &ndash; die Finanzpolitik f&auml;llt wegen der weiter g&uuml;ltigen Fiskalkriterien per definitionem weg. Schocks wie &Ouml;lpreissteigerungen, neue Produktionstechnologien oder &Auml;nderungen des Verbraucherverhaltens sollten die Mitglieder einer W&auml;hrungsunion &auml;hnlich treffen, sollten &auml;hnliche Folgen und damit &auml;hnliche wirtschaftspolitische Ma&szlig;nahmen nach sich ziehen. Diese Voraussetzung einer W&auml;hrungsunion ist in der Eurozone nicht gegeben. Funktionieren Lohn- und Preisanpassungen als &uuml;brig bleibende Anpassungsreaktion nicht, gehen von den Preisdifferenzen St&ouml;rungen aus, die sich auf Produktion und Besch&auml;ftigung auswirken. Und die EZB? Eine gemeinsame Geldpolitik f&auml;llt in einem f&uuml;r gewisse L&auml;nder zu expansiv und f&uuml;r andere zu restriktiv aus, d.h. sie wirkt wie ein asymmetrischer Schock. &ndash; Der obige Artikel bezieht sich auf einen Vorsto&szlig; von Christine Lagarde (IWF) siehe:<\/em><\/p>\n<p><strong>Experten zerrei&szlig;en Schulden-Vorsto&szlig; von IWF-Chefin Lagarde in der Luft<\/strong><br>\nChristine Lagarde sorgt mit ihrem Schulden-Vorsto&szlig; f&uuml;r Aufregung: Sollte die 60-Prozent-Schuldengrenze f&uuml;r EU-Staaten angehoben werden oder nicht? Die Einen finden solche Forderungen &bdquo;brandgef&auml;hrlich&ldquo;, anderen geht der Vorschlag der IWF-Chefin noch nicht weit genug. Der IWF rudert derweil zur&uuml;ck &ndash; alles nur ein &ldquo;Denkansto&szlig;&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wallstreet-online.de\/nachricht\/7161613-brandgefaehrlich-gift-experten-zerreissen-schulden-vorstoss-iwf-chefin-lagarde-luft\">WSJ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Illegale Gesch&auml;fte bewahren Deutschland vor der Rezession<\/strong><br>\nIm dritten Quartal wurde trotz der Einbeziehung von Drogenhandel, Schmuggel und Prostitution nur ein Minimalwachstum von 0,1% registriert<br>\nEs sieht nicht gut aus, doch nach Berechnungen der Statistiker sei Deutschland doch nicht zur&uuml;ck in die Rezession gerutscht. Nachdem die Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal erstmals wieder geschrumpft war, wurde preis-, saison- und kalenderbereinigt im dritten Quartal nun ein Minimalwachstum von 0,1% gesch&auml;tzt, hat das Statistische Bundesamt (Destatis) mitgeteilt. &bdquo;Die deutsche Wirtschaft hat sich in einem schwierigen weltwirtschaftlichen Umfeld als stabil erwiesen&ldquo;, meinen die Statistiker.<br>\nPositive Impulse kamen nach vorl&auml;ufigen Berechnungen im dritten Quartal 2014 vor allem von den privaten Haushalten, die ihre Konsumausgaben kr&auml;ftig erh&ouml;hten.<br>\nHier spiegeln sich steigende L&ouml;hne und niedrige Zinsen wieder. Zudem habe der Au&szlig;enhandel die deutsche Wirtschaft gest&uuml;tzt, weil die Exporte st&auml;rker zugelegt h&auml;tten als die Importe. Ausfuhren nach Russland gehen wegen den Sanktionen stark zur&uuml;ck, das gilt aber auch f&uuml;r andere Schwellenl&auml;nder wie Brasilien. Daf&uuml;r sei die Nachfrage aus den USA und Gro&szlig;britannien zuletzt aber merklich gestiegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Illegale-Geschaefte-bewahren-Deutschland-vor-der-Rezession-2457105.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Bruttoinlandsprodukt im 3. Quartal 2014 um 0,1 % gestiegen<\/strong><br>\nDie deutsche Wirtschaft hat sich in einem schwierigen weltwirtschaftlichen Umfeld als stabil erwiesen: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im dritten Quartal 2014 &ndash; preis-, saison- und kalenderbereinigt &ndash; um 0,1 % h&ouml;her als im zweiten Quartal 2014, teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Den neuesten Berechnungen zufolge war das BIP im zweiten Quartal 2014 geringf&uuml;gig zur&uuml;ckgegangen (&ndash; 0,1 %), nachdem die deutsche Wirtschaft mit viel Schwung ins Jahr gestartet war (+ 0,8 % im ersten Quartal 2014).<br>\nPositive Impulse kamen nach vorl&auml;ufigen Berechnungen im dritten Quartal 2014 vor allem von den privaten Haushalten, die ihre Konsumausgaben kr&auml;ftig erh&ouml;hten. Dar&uuml;ber hinaus st&uuml;tzte der Au&szlig;enhandel die deutsche Wirtschaft: Die Exporte legten st&auml;rker zu als die Importe. Dadurch hatte der Au&szlig;enbeitrag (Exporte minus Importe) im Vorquartalsvergleich einen leicht positiven Effekt auf das BIP. Dagegen waren die Investitionen insgesamt r&uuml;ckl&auml;ufig. Den vorl&auml;ufigen Berechnungen zufolge wurde im dritten Quartal vor allem in Ausr&uuml;stungen erheblich weniger investiert als im Vorquartal (preis-, saison- und kalenderbereinigt). Die Investitionen in Bauten gingen geringf&uuml;gig zur&uuml;ck. Zudem gab es einen deutlichen Vorratsabbau.<br>\nIm Vergleich zum Vorjahr hat die deutsche Wirtschaft zugelegt: Das preisbereinigte BIP war im dritten Quartal 2014 um 1,2 % h&ouml;her als im dritten Quartal 2013.<br>\nDie Wirtschaftsleistung im dritten Quartal 2014 wurde nach vorl&auml;ufigen Berechnungen von 42,9 Millionen Erwerbst&auml;tigen im Inland erbracht, das waren 384 000 Personen oder 0,9 % mehr als ein Jahr zuvor. \n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/141114_01.gif\" alt=\"Bruttoinlandsprodukt im 3. Quartal 2014 um 0,1 % gestiegen\" title=\"Bruttoinlandsprodukt im 3. Quartal 2014 um 0,1 % gestiegen\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2014\/11\/PD14_401_811.html;jsessionid=74FC8744F77B7B4D02F014A16FEA4FE2.cae4\">Statistisches Bundesamt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Man h&auml;tte mit erheblich gr&ouml;&szlig;erer Berechtigung auch als Botschaft w&auml;hlen k&ouml;nnen, &bdquo;das Bruttoinlandsprodukt stagniert&ldquo;, zumindest h&auml;tte man sagen m&uuml;ssen, dass die wirtschaftliche Situation fragil ist. Obwohl gerade einmal der R&uuml;ckgang im zweiten Quartal um 0,1% im dritten Quartal gerade mal wieder aufgeholt wurde spricht das &bdquo;Statistische Bundesbesch&ouml;nigungsamt&ldquo; aber von &bdquo;Stabilit&auml;t&ldquo; und von einem &bdquo;kr&auml;ftigen&ldquo; Anstieg der Konsumausgaben. Au&szlig;erdem feiert man das Krebs&uuml;bel der Eurokrise n&auml;mlich die deutschen Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse &bdquo;Die Exporte legten st&auml;rker zu als die Importe&ldquo; als Erfolg. Dass 0,1% Wirtschaftswachstum eigentlich ein Alarmzeichen sind, zeigt ein Blick in die lange Reihe mit Quartalsergebnissen zum Bruttoinlandsprodukt seit 1970, die als Tabelle  zum Download angeboten wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Gef&auml;ngnis f&uuml;r Thomas Middelhoff: Big Trouble<\/strong><br>\nThomas Middelhoff muss f&uuml;r drei Jahre ins Gef&auml;ngnis. Als er das Urteil h&ouml;rt, sackt der sonst so selbstbewusste Manager zusammen. Die Richter lassen &ldquo;Big T&rdquo; noch im Saal festnehmen. [&hellip;]<br>\nLaut Kammer hat Middelhoff als Chef des inzwischen insolventen Karstadt-Mutterkonzerns Arcandor seinem Unternehmen einen Schaden von 500.000 Euro zugef&uuml;gt. Demnach stellte der Manager seiner Firma in 26 F&auml;llen ganz oder &uuml;berwiegend privat veranlasste Fl&uuml;ge mit Charterjets und Hubschraubern zu Unrecht in Rechnung. Auch eine Festschrift f&uuml;r seinen Mentor bei Bertelsmann, Mark W&ouml;ssner, sei f&auml;lschlich vom Unternehmen bezahlt worden, befindet das Gericht. [&hellip;]<br>\nZu einem Teambuildung-Seminar traf sich die Konzernspitze etwa in Middelhoffs Villa in S&uuml;dfrankreich. Der Chef beherbergte seine Kollegen, bewirtete und unterhielt sie.<br>\nDoch zwischen Ausfahrten mit der Jacht und opulenten Abendessen wurde dort auch &uuml;ber die Entlassung von 4000 Menschen entschieden. Abseits des &ldquo;dekadenten Eindrucks&rdquo;, den das auf manchen mache, so Richter Schmitt, sei die Frage: War es Arbeit oder Vergn&uuml;gen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/haftstrafe-gegen-thomas-middelhoff-drei-jahre-gefaengnis-a-1002982.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Es trifft sicher keinen Falschen, aber verglichen mit seinen sonstigen Taten zum Schaden von Karstadt (zum Beispiel die Immobiliendeals mit Goldman Sachs, der Deutschen Bank und dem Oppenheim-Esch-Fonds) sind die Hubschrauberfl&uuml;ge wirklich Petitessen. H&auml;tte Middelhoff &bdquo;nur&ldquo; den Arbeitnehmern Schaden zugef&uuml;gt, s&auml;&szlig;e er auch jetzt noch in seiner Villa in St. Tropez und w&auml;re &bdquo;gesellschaftlich anerkannt.&ldquo; Dummerweise sch&auml;digte Middelhoff jedoch auch so illustre Vertreter der Geldelite wie Josef Esch und Madeleine Schickedanz. Daf&uuml;r und nur daf&uuml;r wandert er jetzt in den Knast.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&bdquo;Krank, was die da treiben&ldquo;<\/strong><br>\n&bdquo;Zero Tolerance&ldquo;, null Toleranz &ndash; die vollmundigen Worte von UBS-Chef Sergio Ermotti hallen vielen noch im Ohr. Doch die j&uuml;ngsten Enth&uuml;llungen um das Gesch&auml;ftsgebaren der Bank zeigen: Gen&uuml;tzt haben die Worte wenig. [&hellip;]<br>\nAuch wenn Ermotti in einem internen Brief an seine Belegschaft am Mittwoch harte Worte w&auml;hlte &ndash; nach Einsch&auml;tzung der Schweizer Bankenaufsicht Finma ist die F&uuml;hrung nicht unschuldig daran, dass die Schweizer Gro&szlig;bank prominent in den Skandal um die Manipulation von Devisenkursen verwickelt ist. &bdquo;Das Verhalten der beteiligten Personen ist nicht akzeptabel&ldquo;, schreibt Ermotti. Man habe bereits harte disziplinarische Ma&szlig;nahmen ergriffen. Doch Rhetorik allein d&uuml;rfte nicht reichen, um den Sumpf bei der UBS trockenzulegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/banken\/manipulationen-bei-der-ubs-krank-was-die-da-treiben\/10974166.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>TTIP-Studie: Rund 600.000 mehr Arbeitslose in Europa &ndash; Einkommensverluste bis zu 5.000 Euro pro Person<\/strong><br>\nDas geplante &ldquo;Freihandelsabkommen&rdquo; TTIP w&uuml;rde in Europa rund 600.000 Arbeitspl&auml;tze kosten und &ndash; je nach Land &ndash; zu Einkommensverlusten von 165 bis zu 5.000 Euro pro Person und Jahr f&uuml;hren. Auch Steuereinnahmen und Bruttoinlandsprodukte w&uuml;rden erheblich schrumpfen. Diese Daten errechnet eine aktuelle Studie mit dem Titel &ldquo;The Trans-Atlantic Trade and Investment Partnership: European Disintegration, Unemployment and Instability&rdquo; der Tufts University in Massachusetts. Die Studie basiert auf Modellen der Vereinten Nationen (United Nations Global Policy Model, GPM) (1).<br>\n&ldquo;Die Studie belegt, dass TTIP nicht nur ein Angriff auf soziale Standards, Arbeitsrechte, Umweltschutz, nachhaltige Landwirtschaft und Demokratie ist. Die Mehrheit der Menschen w&uuml;rde mit TTIP zugleich einen Verlust an Wohlstand hinnehmen m&uuml;ssen&rdquo;, warnte Roland S&uuml;&szlig; vom globalisierungskritischen Netzwerk Attac.<br>\nDie bisher von der EU-Kommission in Auftrag gegebenen Studien (2), die ein Wachstum von 0,05 Prozent pro Jahr errechnen, basieren laut Attac auf unrealistischen Annahmen. Die verwendeten Modelle stammen aus den 1980er und 1990er Jahren und gehen davon aus, dass &ldquo;wettbewerbsf&auml;hige&rdquo; Wirtschaftssektoren, die von einer Markt&ouml;ffnung profitieren, alle entstanden Verluste in den anderen schrumpfenden Sektoren kompensieren w&uuml;rden. Dies w&uuml;rde auch f&uuml;r verlorene Arbeitspl&auml;tze gelten: So lange die L&ouml;hne nur niedrig genug seien, w&uuml;rde jede Arbeitnehmerin und jeder Arbeitnehmer in einem andern Sektor eine neue Stelle finden&hellip;.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/presse\/detailansicht\/news\/ttip-studie-rund-600000-mehr-arbeitslose-in-europa-1\/?cHash=45143f0f91cc6ed59b80cb4ef5015d2b\">ATTAC<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ase.tufts.edu\/gdae\/Pubs\/wp\/14-03CapaldoTTIP_ES.pdf\">The Trans-Atlantic Trade and Investment Partnership: European Disintegration, Unemployment and Instability (Zusammenfassung der Studie) [PDF]<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/ase.tufts.edu\/gdae\/Pubs\/wp\/14-03CapaldoTTIP.pdf\">Langfassung der Studie [PDF]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Solidarit&auml;t herstellen &ndash; Investitionen erm&ouml;glichen:<\/strong><br>\nF&uuml;r einen fairen und nachhaltigen L&auml;nderfinanzausgleich<br>\nDie Zukunft der Finanzbeziehungen zwischen Bund und Bundesl&auml;ndern wird derzeit neu verhandelt. Die Ergebnisse der Verhandlungen sind richtungsweisend f&uuml;r die zuk&uuml;nftige Entwicklung und Leistungsf&auml;higkeit der lokalen Infrastruktur.<br>\nKulturelles und soziales Leben findet vor allem in den Kommunen statt. Die Lebensqualit&auml;t jedes Einzelnen h&auml;ngt entscheidend davon ab, welche Angebote der sozialen und kulturellen Daseinsvorsorge vor Ort vorhanden und ob diese zug&auml;nglich und bezahlbar sind. Es geht um Jugendzentren, um Kinderg&auml;rten und Schulen, um Bibliotheken und Theater, Gesundheit und Pflege, um Schwimmb&auml;der, Sportvereine und vieles mehr. Es geht um mehr als eine Minimalversorgung. Es geht um Partizipation, eine inklusive Gesellschaft und darum, den sozialen Zusammenhalt, dessen Basis das millionenfache ehrenamtliche Engagement in den Vereinen und Institutionen des Kulturund Sozialbereichs ist, nachhaltig zu st&auml;rken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/141114_fairer_nachhaltiger_laenderfinanzausgleich.pdf\">DGB und andere Verb&auml;nde [PDF]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Siehe dazu nochmals <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23911#h05\">L&auml;nderfinanzausgleich &ndash; NRW-Chefin stellt sich quer<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Mikrozensus 2013: 16,5 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund<\/strong><br>\nIm Jahr 2013 lebten rund 16,5 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis des Mikrozensus 2013 weiter mitteilt, entspricht dies einem Bev&ouml;lkerungsanteil von 20,5 %. Die Bev&ouml;lkerung mit Migrationshintergrund besteht aus den seit 1950 nach Deutschland Zugewanderten und deren Nachkommen sowie der ausl&auml;ndischen Bev&ouml;lkerung. Mit 9,7 Millionen hatte der Gro&szlig;teil der Bev&ouml;lkerung mit Migrationshintergrund einen deutschen Pass, gut 6,8 Millionen waren Ausl&auml;nderinnen und Ausl&auml;nder.<br>\nRund ein Drittel aller Menschen mit Migrationshintergrund ist in Deutschland geboren (6,0 Millionen), etwa zwei Drittel sind zugewandert (10,5 Millionen). 69,4 % der Zuwanderer stammten aus einem europ&auml;ischen Land, 36,6 % aller Zuwanderer aus einem der 28 Mitgliedsstaaten der Europ&auml;ischen Union. Aus Asien kamen 17,8 % der Zuwanderer, aus Afrika 3,2 %. Die wichtigsten Herkunftsl&auml;nder waren die T&uuml;rkei (12,8 %), Polen (11,4 %) und die Russische F&ouml;deration (9,0 %), gefolgt von Kasachstan (6,9 %) und Rum&auml;nien (4,4 %). Die Gastarbeiterl&auml;nder Italien (4,0 %) und Griechenland (2,1 %) belegten die Pl&auml;tze sechs und sieben.<br>\nAuch 25 Jahre nach dem Mauerfall unterscheiden sich die alten und neuen Bundesl&auml;nder mit Blick auf die Bev&ouml;lkerung mit Migrationshintergrund sehr deutlich. Der Gro&szlig;teil der Personen mit Migrationshintergrund lebte 2013 im fr&uuml;heren Bundesgebiet und Berlin (16,0 Millionen; 96,6 %), entsprechend wenige in den neuen L&auml;ndern ohne Berlin (570 000; 3,4 %). Dabei reichte der Bev&ouml;lkerungsanteil der Personen mit Migrationshintergrund von 4,1 % in Th&uuml;ringen bis 28,9 % in Hamburg.<br>\nDie Entwicklung gegen&uuml;ber dem Vorjahr l&auml;sst sich im Jahr 2013 nur f&uuml;r einen Teil der Bev&ouml;lkerung mit Migrationshintergrund verl&auml;sslich beurteilen, und zwar f&uuml;r jene 15,9 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund im engeren Sinn, f&uuml;r die es im Jahr 2012 Vergleichszahlen mit gleicher Begriffsabgrenzung gibt. Diese Bev&ouml;lkerung mit Migrationshintergrund im engeren Sinn stieg 2013 um 583 000 Personen oder 3,8 % an. Dies ist der gr&ouml;&szlig;te Zuwachs gegen&uuml;ber dem Vorjahr seit Beginn der Erhebung im Jahr 2005.<br>\nZwei Entwicklungen haben entscheidend zu diesem bislang gr&ouml;&szlig;ten Anstieg beigetragen. Zum einen ist im Jahr 2013 die seit 2008 zunehmende Zuwanderung nochmals stark angestiegen: Die Bev&ouml;lkerung mit eigener Migrationserfahrung wuchs gegen&uuml;ber 2012 um 363 000 Personen (+ 3,6 %). Zum anderen stieg die Zahl der in Deutschland geborenen Menschen mit Migrationshintergrund im engeren Sinn mit + 4,2 % gegen&uuml;ber dem Vorjahr etwas st&auml;rker an als in der Vergangenheit. Dieser Zuwachs um 221 000 Personen ist auf einen Geburten&uuml;berschuss zur&uuml;ckzuf&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2014\/11\/PD14_402_122.html\">Statistisches Bundesamt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Wie die Pharmaindustrie unser Gesundheitswesen korrumpiert<\/strong><br>\nInterview mit Prof. Peter G&oslash;tzsche<br>\n&bdquo;Wie andere gro&szlig;e Pharmaunternehmen auch hat sich BAYER an organisierter Kriminalit&auml;t beteiligt, zum Beispiel an der Bestechung von &Auml;rzten oder dem Betrug am amerikanischen Gesundheitsprogramm Medicaid.<br>\nIm 2. Weltkrieg hat BAYER medizinische Experimente an KZ-H&auml;ftlingen durchgef&uuml;hrt. Ein Brief aus dieser Zeit zeigt, dass BAYER vom KZ Auschwitz 150 Frauen f&uuml;r jeweils 170 Mark kaufte. BAYER schrieb an den Kommandanten: &bdquo;Die Versuche wurden gemacht. Alle Personen starben. Wir werden uns bez&uuml;glich einer neuen Sendung bald mit Ihnen in Verbindung setzen.&ldquo;<br>\nWarum vergleichen Sie die Pharmaindustrie mit dem Organisierten Verbrechen?<br>\nWeil ich herausgefunden habe, dass das Gesch&auml;ftsmodell der zehn gr&ouml;&szlig;ten Pharma-Unternehmen organisierte Kriminalit&auml;t beinhaltet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.cbgnetwork.org\/5841.html\">Coordination gegen Bayer-Gefahren<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>The right has won control of the English-speaking world &ndash; thanks to the weakness of the left<\/strong><br>\nOver the last three decades, leftwing parties in the English-speaking world have taken on much of the right&rsquo;s antidemocratic programme and lost their souls [&hellip;]<br>\nHaving spent the last three decades chasing conservatives rightwards in pursuit of a mythical centre, it may be that politicians are as confused as voters are. Between them the social democratic governements of Bob Hawke and Paul Keating, Bill Clinton and Tony Blair redefined progressive policy, seeking to effect social change through market-based, capital-friendly mechanisms. Capital showed precious little gratitude to them, and none to their successors. But the habit of trying to please everyone, including the vested interests who actually need to be confronted in order to bring about lasting change, dies hard.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2014\/nov\/14\/the-right-has-won-control-of-the-english-speaking-world-thanks-to-the-weakness-of-the-left\">The Guardian<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.K.:<\/strong> Das &ldquo;English-speaking&rdquo; im Titel k&ouml;nnte man getrost streichen; der Artikel fasst gut die Misere der Sozialdemokratie im gesamten Westen zusammen und benennt die Muster, die gerade auch f&uuml;r Deutschland zutreffen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>BAf&ouml;G-Novelle vom Bundestag verabschiedet<\/strong><br>\nDer Deutsche Bundestag hat der BAf&ouml;G-Novelle der schwarz-roten Koalition gr&uuml;nes Licht gegeben. F&ouml;rders&auml;tze und Freibetr&auml;ge werden um sieben Prozent angehoben, Kinder- und Wohnzuschuss erh&ouml;ht und die F&ouml;rderl&uuml;cke zwischen Bachelor und Master geschlossen. Au&szlig;erdem &uuml;bernimmt der Bund ab 2015 die vollen Kosten. F&uuml;r die CDU\/CSU ist das die &bdquo;gr&ouml;&szlig;te Reform aller Zeiten&ldquo;. Kleiner Haken an der Sache: Die Verbesserungen gibt es erst in zwei Jahren.<br>\nManchmal geht Gesetzgebung ganz schnell. So wie vor f&uuml;nf Jahren mit dem &bdquo;Wachstumsbeschleunigungsgesetz&ldquo;. Kaum war die damalige Koalition aus Union und FDP vereidigt, machte sie sich ans Werk, der schw&auml;chelnden Konjunktur auf die Beine zu helfen. Freuen durften sich vor allem Hoteliers. F&uuml;r &Uuml;bernachtungen mussten sie pl&ouml;tzlich nicht mehr wie bisher 19, sondern nur noch sieben Prozent Mehrwertsteuer an den Fiskus abdr&uuml;cken. Das ge&auml;nderte Regelwerk wurde im November 2009 vom Regierungskabinett beschlossen, im Monat darauf vom Bundestag einget&uuml;tet &ndash; und trat zum 1. Januar in Kraft. Ein Profiteur war die M&ouml;venpick-Gruppe. Die hatte den Liberalen im Vorfeld &uuml;ber Umwege 1,1 Millionen Euro &uuml;berwiesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bafoeg-rechner.de\/Hintergrund\/art-1691-25.bafoeg-novelle-bt.php\">Studis online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Leserkommentare abschalten?<\/strong><br>\nImmer mehr f&uuml;hrende Journalisten &auml;u&szlig;ern sich zur Vertrauenskrise der Medien in Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt. Einige schlagen nun sogar vor, Leserkommentare ganz abzuschaffen<br>\nWas das Medium-Magazin in seiner aktuellen Ausgabe eher nebenbei enth&uuml;llt, hat das Zeug, die aktuelle Debatte zum Vertrauensverlust der Leitmedien neu zu befeuern. Spiegel-Autor Christian Neef, der f&uuml;r das Blatt seit langem aus der Ukraine und aus Russland berichtet und dessen Artikel von vielen Lesern in den letzten Monaten heftig kritisiert wurden, sagt dort: [&hellip;]<br>\nDie Argumentation des Spiegel-Mannes ist bemerkenswert. Neef beobachtet, dass die andauernde Leserkritik langsam Wirkung auf einzelne Journalisten zeigt &ndash; und m&ouml;chte genau das verhindern. Doch warum eigentlich? Geht es nicht am Ende um den Leser? Ist dieser nicht der Souver&auml;n in einer offenen Mediengesellschaft?<br>\nAuch innerhalb des Spiegel regt sich nun Widerstand gegen Neefs Ansichten. Unter vorgehaltener Hand hei&szlig;t es aus der Redaktion, hinter den &Auml;u&szlig;erungen des Russlandkorrespondenten stecke &ldquo;eine Denkweise, die Walter Ulbricht einst auf die Formel brachte, man d&uuml;rfe &lsquo;die Dinge nicht dem Selbstlauf &uuml;berlassen'&rdquo;. Die Pointe dabei: Neef ist selbst in der DDR aufgewachsen, war in den 1980er Jahren Korrespondent des DDR-Rundfunks in Moskau, ist seit der Wende aber beim Spiegel und profiliert sich dort seit vielen Jahren vor allen Dingen mit massiver Russlandkritik. Er war es auch, der den Begriff &ldquo;Putinversteher&rdquo; 2011 erstmals in einer Schlagzeile verwandte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/43\/43319\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Zitat zum Wochenende<\/strong><br>\n<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/20141114.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/20141114_th.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-23956","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23956","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=23956"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23956\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":23964,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23956\/revisions\/23964"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=23956"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=23956"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=23956"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}