{"id":24008,"date":"2014-11-21T09:28:45","date_gmt":"2014-11-21T08:28:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24008"},"modified":"2014-11-21T09:28:45","modified_gmt":"2014-11-21T08:28:45","slug":"hinweise-des-tages-2260","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24008","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24008#h01\">Luxemburg Leaks<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24008#h02\">Russland\/Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24008#h03\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24008#h04\">Freihandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24008#h05\">Gro&szlig;es Leyen-Theater<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24008#h06\">Reichtumsverteilung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24008#h07\">Crash 2.0: Europa vor der n&auml;chsten Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24008#h08\">Austerit&auml;tspolitik als folgenschwerer Fehler: Bemerkenswertes Eingest&auml;ndnis des Internationalen W&auml;hrungsfonds<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24008#h09\">Chef der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit ignoriert Funktionsweise des Arbeitsmarkts und soziale Freiheitsberaubung durch Hartz IV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24008#h10\">Volker Telljohann: &ldquo;F&uuml;r die Gewerkschaften reduzieren sich die Verhandlungsspielr&auml;ume&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24008#h11\">Essener Tafel sperrt unzuverl&auml;ssige Nutzer f&uuml;r ein Jahr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24008#h12\">Wasserwerferprozess in Stuttgart &ndash; Gericht will Verfahren gegen Polizeibeamte einstellen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24008#h13\">Vorreiter auf Abwegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24008#h14\">Bundesregierung &ouml;ffnet T&uuml;r f&uuml;r Fracking nun doch einen Spalt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24008#h15\">Abgeordneter ist man nicht nebenbei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24008#h16\">Alternativlos, Folge 33<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24008#h17\">Koalitionsvertrag zwischen den Parteien DIE LINKE,  SPD und B&Uuml;NDNIS 90\/DIE GR&Uuml;NEN<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24008#h18\">RT-Deutsch: &bdquo;Gleich mit der Propaganda-Keule begr&uuml;&szlig;t&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24008#h19\">Die ARD will wie die S&uuml;ddeutsche zur &ldquo;gelenkten &Ouml;ffentlichkeit&rdquo; &uuml;bergehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24008#h20\">Zu guter Letzt: Der vorbereitete NachDenkSeiten-Leser<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24008&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Luxemburg Leaks<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>EU-Expertengruppen: Kommission l&auml;sst sich in Steuerfragen von Lux-Leaks-Tricksern beraten<\/strong><br>\nDie Lux-Leaks-Dokumente haben ans Licht gebracht, dass das Beratungsunternehmen PricewaterhouseCoopers (PwC) fragw&uuml;rdige Steuersparmodelle f&uuml;r Konzerne entwickelt. Unsere Recherchen zeigen nun: PwC sitzt auch in zahlreichen EU-Expertengruppen und ber&auml;t die Kommission zu steuerpolitischen Fragen. Au&szlig;erdem sind die Expertengruppen f&uuml;r Steuerpolitik unausgewogen besetzt. Hier tummeln sich Beratungsunternehmen und Wirtschaftslobbyisten, w&auml;hrend andere gesellschaftliche Interessen unterrepr&auml;sentiert sind. Es ist geradezu zynisch, wenn sich die EU-Kommission ausgerechnet von den Profiteuren und Erfindern der luxemburger Steuersparmodelle beraten l&auml;sst. Wir fordern den neuen Kommissionspr&auml;sidenten Jean-Claude Juncker auf, die EU-Expertengruppen endlich ausgewogen zu besetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2014\/11\/eu-expertengruppen-kommission-laesst-sich-in-steuerfragen-von-lux-leaks-tricksern-beraten\/\">Lobbycontrol<\/a><\/li>\n<li><strong>Welche Folgen hat Luxleaks?<\/strong><br>\nMehr als 80 Reporter aus 28 L&auml;ndern darunter WDR, NDR und S&uuml;ddeutsche brachten den Stein ins Rollen. Luxleaks besch&auml;ftigt seitdem auch die europ&auml;ische Politik. Was kann man gegen Steuerschlupfl&ouml;cher tun? Wie kann man Steueroasen wie Luxemburg verhindern? Jean-Claude Juncker, Kommissionspr&auml;sident und jahrelang Ministerpr&auml;sident in Luxemburg wartete eine Woche lang mit seiner Stellungnahme. Einige Europapolitiker fordern nun ein Misstrauensvotum gegen ihn und sammeln Unterschriften. Die gro&szlig;e Mehrheit m&ouml;chte aber, dass es endlich eine Steuerharmonisierung in Europa gibt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/politik-weltgeschehen\/europamagazin\/videos\/luxemburg-bruessel-welche-folgen-hat-luxleaks-100.html\">Europamagazin<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Russland\/Ukraine<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Machtpoker mit Russland: Alien vs. Predator<\/strong><br>\nMatthias Platzeck, gegen den noch niemand etwas B&ouml;ses gesagt hat, hatte eine Idee: &ldquo;Die Annexion der Krim muss nachtr&auml;glich v&ouml;lkerrechtlich geregelt werden, so dass sie f&uuml;r alle hinnehmbar ist.&rdquo; Immerhin: Niemand kann sich vorstellen, dass Russland die Krim wieder hergibt. Und die Bev&ouml;lkerung will das gar nicht. Platzeck hat Recht. Und liegt doch meilenweit daneben. Gerade darum muss man ihm dankbar sein: Er entlarvt die Selbstt&auml;uschungen der westlichen Russland-Politik.<br>\nDer Schlachtenl&auml;rm wird lauter. Beim Gipfel der G20 in Brisbane stie&szlig;en Angela Merkel und Wladimir Putin erneut aufeinander, die beiden political animals, die derzeit das europ&auml;ische Theater beherrschen. Den einen sollen wir uns als Raubtier auf Beutesuche vorstellen. So will es unsere Berichterstattung. Die andere ist auch nach all den Jahren noch die gro&szlig;e Unbekannte, vorsichtig, abwartend, darum nicht minder gef&auml;hrlich. Eine neue Folge des geostrategischen Mehrteilers Alien vs. Predator.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/putin-platzeck-und-die-krim-krise-kolumne-von-jakob-augstein-a-1003994.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Wolfgang Bittner &ndash; Die Krise in der Ukraine und die Spaltung Europas<\/strong><br>\nWesteuropa und Russland waren auf einem guten Weg friedlicher Nachbarschaft und f&uuml;r beide Seiten fruchtbarer Beziehungen. Das ist nach den Ereignissen in der Ukraine und den damit einhergehenden Wirtschaftssanktionen wie auch der Hetze in den westlichen Medien Vergangenheit. Die USA haben es geschafft, aufgrund einer von ihnen inszenierten Krise, Russland durch einen neuen &bdquo;Eisernen Vorhang&ldquo; von Westeuropa zu trennen, wobei die Gefahr eines dritten Weltkriegs in Kauf genommen wurde und wird.<br>\nDie Folge ist, dass sich Russland nach mehreren vergeblichen Bem&uuml;hungen um eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Europ&auml;ischen Union inzwischen nach China orientiert und die Wirtschaftsverbindungen zu den &uuml;brigen BRICS-Staaten ausbaut. Diese voranschreitende Entwicklung, verursacht durch eine verantwortungslose und kurzsichtige Imperialpolitik der USA, wird die westeurop&auml;ischen Staaten noch teuer zu stehen kommen &ndash; das l&auml;sst sich schon jetzt absehen. Die deutsche Wirtschaft wird unter den unsinnigen, von den USA oktroyierten Sanktionen besonders leiden.<br>\nIm ersten Halbjahr 2014 brach das bilaterale Handelsvolumen, das bereits 2013 um f&uuml;nf Prozent zur&uuml;ckgegangen war, um 6,3 Prozent ein; die deutschen Exporte nach Russland schrumpften um 15,5 Prozent. &bdquo;Weitere Belastungen&ldquo;, so die Verlautbarungen des Bundesministeriums f&uuml;r Wirtschaft und Energie, &bdquo;d&uuml;rften sich aus den danach erlassenen Wirtschaftssanktionen der EU gegen Russland und russische Gegenma&szlig;nahmen ergeben.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201411203318\/politik\/politik-eu\/das-europaeische-jahrhundertdesaster.html\">Hintergrund<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Amnesty warnt vor Sp&auml;h-Software auf dem Rechner<\/strong><br>\nDie Internet-Adresse spricht f&uuml;r sich: ResistSurveillance.org, zu deutsch: Leiste Widerstand gegen &Uuml;berwachung. Die Seite ist ein Gemeinschaftsprojekt von Amnesty International und weiteren Nichtregierungsorganisationen. Wer sie ansurft, kann ein Programm mit dem Namen &ldquo;Detekt&rdquo; herunterladen und damit erkennen, ob das Desktop-Betriebssystem mit Sp&auml;h-Software infiziert ist*.<br>\nDas sei notwendig, sagt Mathias John, Experte f&uuml;r R&uuml;stung, Wirtschaft und Menschenrechte bei Amnesty International: &ldquo;Regierungen verwenden zunehmend gef&auml;hrliche und hochentwickelte Technologien.&rdquo; Damit werden heimlich E-Mails gelesen und Mikrofone an Computern aktiviert, um mith&ouml;ren zu k&ouml;nnen. Es ist auch m&ouml;glich, jeden Tastatur-Anschlag zu erfassen und zu speichern. Die &Uuml;berwachung findet oft auf einer technischen Ebene statt, die ohne Expertenwissen nur schwer zu erkennen ist.<br>\nClaudio Guarnieri ist der Sicherheitsforscher, der &ldquo;Detekt&rdquo; programmiert hat. Er analysierte in mehreren Berichten, welche Software weltweit eingesetzt wird, um Aktivisten zu finden und ihre Quellen zu enttarnen. &ldquo;Detekt sollte in der Lage dazu sein, die aktuellsten Versionen der jeweiligen Software zu erkennen&rdquo;, sagt er. Das Programmieren habe l&auml;nger als ein halbes Jahr gedauert. Detekt wird in Zusammenarbeit der Gruppen Amnesty International, Digitale Gesellschaft, Electronic Frontier Foundation und Privacy International der &Ouml;ffentlichkeit vorgestellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/digital\/schutz-fuer-aktivisten-amnesty-warnt-vor-spaeh-software-auf-dem-rechner-1.2228929\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Interessant ist, dass es das Programm &bdquo;Detekt&ldquo; nur f&uuml;r Windows gibt. Vielleicht w&auml;re es schon mal ein guter Ansatz, wenn die von ai anvisierten Aktivisten und Journalisten sich ganz einfach ein sichereres Betriebssystem zulegen w&uuml;rden? Wer in sicherheitsrelevanten Bereichen t&auml;tig ist und das mit gro&szlig;em Abstand unsicherste Betriebssystem nutzt, hat m.E. kein Gesp&uuml;r f&uuml;r die Problematik. Da helfen dann Tools &aacute; la &bdquo;Detekt&ldquo; auch nicht. Sicherheit beginnt immer im Kopf.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Neue Snowden-Dokumente &ndash; Vodafone-Firma soll f&uuml;r Sp&auml;hauftrag kassiert haben<\/strong><br>\nNeue Dokumente des Whistleblowers Snowden zeigen, dass die heutige Vodafone-Tochter Cable &amp; Wireless dem britischen Geheimdienst GCHQ geholfen hat, Kunden der Konkurrenz auszusp&auml;hen.<br>\nGro&szlig;e Telekommunikationsunternehmen sind offenbar weit st&auml;rker in das Internet-&Uuml;berwachungsprogramm des britischen Geheimdienstes Government Communications Headquarters (GCHQ) verstrickt gewesen als bislang bekannt. Das geht aus noch unver&ouml;ffentlichten Dokumenten des amerikanischen Whistleblowers Edward Snowden hervor, welche WDR, NDR, S&uuml;ddeutsche Zeitung und der britische Fernsehsender Channel4 einsehen konnten.<br>\nDemnach half vor allem die mittlerweile zu Vodafone geh&ouml;rende Firma Cable &amp; Wireless (C&amp;W) dem britischen Geheimdienst dabei, Kunden der Konkurrenz auszusp&auml;hen. Offenbar sei das Unternehmen sogar dabei behilflich gewesen, &ldquo;bei fremden Anbietern einzubrechen und Daten auszuleiten&rdquo;, sagte der Ex-Hacker und Berliner Informatik-Professor Sandro Gaycken nach Durchsicht der Snowden-Papiere.<br>\nVodafone erkl&auml;rte auf Anfrage, der Konzern habe bei einer Aufarbeitung der Firmengeschichte von C&amp;W &ldquo;keinerlei Hinweise&rdquo; auf ein Verhalten gefunden, &ldquo;das den Gesetzen in Deutschland, Gro&szlig;britannien und der EU widerspricht&rdquo;. Diese Untersuchung war durch erste Aussp&auml;h-Vorw&uuml;rfe im vergangenen Jahr ausgel&ouml;st worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/digital\/neue-snowden-dokumente-vodafone-firma-soll-fuer-spaehauftrag-kassiert-haben-1.2229546\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Freihandel<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>TTIP oder transatlantische W&auml;hrungskooperation?<\/strong><br>\nDas TTIP-Projekt wird von vielen Seiten kritisiert &ndash; we- gen des undemokratischen Ablaufs, der die Rechte von Parlamenten vermutlich einschr&auml;nkt, wegen Risiken im Umwelt- und Verbraucherschutz, wegen vernach- l&auml;ssigbarer Wachstums- und Besch&auml;ftigungseffekte, wegen eines fehlenden multilateralen Ansatzes.<br>\nZus&auml;tzlich zur berechtigten Kritik am TTIP-Projekt soll- te nicht verkannt werden, dass die Handelsbeziehun- gen zwischen den USA und der EU merkw&uuml;rdig schwach sind &ndash; obwohl bereits jetzt schon Z&ouml;lle und viele andere Handelsbarrieren unbedeutend sind.2 In der medialen Fokussierung auf TTIP wird unbeachtet gelassen, dass der Warenhandel innerhalb der EU viel ausgepr&auml;gter als der transatlantische Handel ist. W&uuml;rde beispielsweise Deutschland so viel in die USA exportieren wie nach Frankreich, dem wichtigsten deutschen Handelspart- ner, dann m&uuml;sste &ndash; unter Ber&uuml;cksichtigung des Gr&ouml;- &szlig;enverh&auml;ltnisses des US-BIP zum franz&ouml;sischen BIP &ndash; mehr als sechsmal so viel in die USA wie nach Frank- reich geliefert werden. Oder: Deutschland exportierte 2013 zusammengerechnet etwas mehr in die Schweiz und nach &Ouml;sterreich als in die USA, obwohl deren BIP zehnmal so gro&szlig; ist. Der Anteil des Handels (Ex- porte und Importe) der USA am gesamten Handel der EU-27 lag 2012 bei nur 5,5 Prozent und bei nur 14,3 Prozent des Handels mit Nicht-EU-Staaten. Durch h&ouml;here Transportkosten oder durch Z&ouml;lle und nicht- tarif&auml;re Handelshemmnisse kann diese geringe Han- delsintensit&auml;t kaum erkl&auml;rt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/wiso\/11028.pdf\">WISO direkt [PDF]<\/a><\/li>\n<li><strong>Gabriel knickt bei TTIP ein<\/strong><br>\nDie B&uuml;rger wehren sich gegen die EU-Freihandelsabkommen TTIP mit den USA und Ceta mit Kanada. &bdquo;Um sie zu beruhigen, pr&auml;sentiert sich Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) als Schutzpatron der B&uuml;rger: Eine Abschw&auml;chung von sozialen Standards und Sonderrechte f&uuml;r Konzerne werde er verhindern. Verpflichten will er sich darauf aber nicht&ldquo;, schrieben wir hier Anfang Oktober und fragten: &bdquo;Warum wohl?&ldquo; Nun ist die Antwort da.<br>\nHunderttausende von Menschen in Europa f&uuml;rchten eine Abschw&auml;chung von Arbeitnehmerrechten und Konsumentenschutz, sollte das TTIP Wirklichkeit werden. Kritisiert wird vor allem die Einrichtung von Investitions-Schiedsgerichten. Sie g&auml;ben Unternehmen die M&ouml;glichkeit, Staaten zu verklagen, wenn sie Gesetze erlassen, die die Kapitalrendite schm&auml;lern. Derzeit verklagt Vattenfall die Bundesrepublik auf 4,7 Milliarden Euro, weil der Atomausstieg die Einnahmen des Konzerns schm&auml;lern wird.<br>\nIn der &Ouml;ffentlichkeit hat sich Gabriel zwar gegen derartige Schiedsgerichte ausgesprochen. Doch sie sind gleichzeitig Teil des Ceta-Abkommens mit Kanada, das die EU bereits ausverhandelt hat. Und Ceta gilt als Blaupause f&uuml;r das TTIP-Abkommen mit den USA.<br>\nUm die Gem&uuml;ter zu beruhigen, versicherte Gabriel noch im September: &bdquo;Es ist v&ouml;llig klar, dass wir diese Investitions-Schiedsabkommen ablehnen.&ldquo; In Abstimmung mit dem DGB beschloss der SPD-Parteikonvent &bdquo;Haltelinien&ldquo; f&uuml;r das Ceta-Abkommen: &bdquo;Investor-Staats-Schiedsverfahren&ldquo;, hei&szlig;t es dort, &bdquo;sind abzulehnen.&ldquo;<br>\nIst das glaubhaft?, fragte sich die LINKE und machte die Probe aufs Exempel. Sie griff die Kernforderungen von SPD und DGB auf und legte sie dem Bundestag am 25. September zur namentlichen Abstimmung vor: Sollte Ceta Investor-Schiedsverfahren vorsehen, m&uuml;sste das gesamte Abkommen abgelehnt werden. Ergebnis: Der Antrag kam nicht durch, auch die SPD stimmte dagegen. Begr&uuml;ndung Gabriels an die LINKE: &bdquo;Sie fordern uns mit Ihrem Antrag dazu auf, etwas zur&uuml;ckzuweisen &ndash; das haben wir schon getan.&ldquo;<br>\nDoch inzwischen kriegt Gabriel Feuer vom Koalitionspartner und von der Industrie: Die W&uuml;nsche der Wirtschaft m&uuml;ssten ernst genommen werden, mahnte CDU-Fraktionschef Volker Kauder, wobei klar ist, wen Kauder hier unter &bdquo;Wirtschaft&ldquo; versteht: die Unternehmer. Auch deren Spitzenverb&auml;nde BDA, BDI, DIHK und ZDH stellten sich abermals hinter die Freihandelsabkommen.<br>\nUnd was passiert? Gabriel knickt ein. Es sei nicht mehr m&ouml;glich, &bdquo;die Investitionsschutzabkommen komplett aus Ceta herauszubekommen&ldquo;, sagte er. EU-Handelskommissarin Cecilia Malmstr&ouml;m versprach, &bdquo;kleinere Erg&auml;nzungen&ldquo; des Abkommens k&ouml;nnten noch umgesetzt werden. Ein sch&ouml;ner Trost! Wenn Gabriel sich darauf einl&auml;sst, dann knickt er auch bei TTIP ein, denn die USA werden niemals einem Abkommen ohne Schiedsgerichte zustimmen, nachdem Kanada sie bekommen hat. Faktisch tritt Gabriel damit eigene Parteibeschl&uuml;sse und Vereinbarungen mit dem DGB mit F&uuml;ssen.<br>\nF&uuml;r DIE LINKE ist die Sache klar: Wenn man die Investoren-Schiedsgerichte aus Ceta &bdquo;nicht mehr herausbekommt&ldquo; &ndash; kein Problem! Dann muss das Abkommen eben abgelehnt werden und zwar komplett.<br>\nDas hat die Bundesregierung aber nicht vor. Sie verhandelt weiter um die &bdquo;kleineren Erg&auml;nzungen&ldquo;. &Uuml;brigens: Die Sicherung von Arbeitnehmerrechten, Verbraucherschutz, Arbeitsschutz und umweltpolitischen Standards sei &bdquo;nicht verhandelbar&ldquo; &ndash; auch diese &bdquo;Haltelinie&ldquo; hatte der SPD-Parteikonvent beschlossen. Wer will daran jetzt noch glauben?<br>\nQuelle: Michael Schlecht, MdB (Die Linke)<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Gro&szlig;es Leyen-Theater<\/strong><br>\n&raquo;Showroom der Bundeswehr&laquo; auf Berliner Luxusmeile er&ouml;ffnet. Antimilitaristen protestieren gegen das Rekrutierungsb&uuml;ro.<br>\nIn der Glitzerwelt rund um die Berliner Friedrichstra&szlig;e wurde am Mittwoch ein neues Gesch&auml;ft er&ouml;ffnet. &raquo;Showroom&laquo; wird es genannt. H&auml;ppchen liegen auf einem Buffet, ein Flachbildschirm flimmert, eine Schaufensterpuppe steht im Fenster. Doch es ist der einzige Laden in dieser Nobelgegend, in dem es nichts zu kaufen gibt. Die Leuchtreklame besteht aus einem riesigen Eisernen Kreuz, auf dem Monitor schippert ein martialisches Kriegsschiff, und die Puppe tr&auml;gt Kampfmontur. Hier geht die Bundeswehr auf Menschenfang. Mit Glamour statt in feldgrau. W&auml;hrend das deutsche Milit&auml;r seiner Toten seit letzter Woche in einem Wald bei Potsdam gedenkt, holt es sich seinen Nachschub in Berlin-Mitte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/titel\/gro%C3%9Fes-leyen-theater\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Reichtumsverteilung<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>In Deutschland w&auml;chst der Reichtum besonders schnell<\/strong><br>\nErgebnis einer internationalen Studie: In Deutschland gibt es nach den USA die meisten Multimillion&auml;re weltweit. Zudem wachsen die Zahl und das Verm&ouml;gen der Superreichen hierzulande schneller als in den meisten anderen f&uuml;hrenden Nationen.<br>\nDeutschland hat nach den USA weltweit die zweitmeisten Multimillion&auml;re &ndash; im Fachjargon der Banker &ldquo;Ultra High Net Worth Individuals&rdquo; (UHNWI) genannt. Die Zahl stieg im Vergleich zum Vorjahr um 7,2 Prozent auf rund 19.000. Damit ist das Wachstum hierzulande st&auml;rker als in allen anderen L&auml;ndern unter den Top 5. Zusammen verf&uuml;gen die besonders reichen Deutschen &uuml;ber ein Verm&ouml;gen von gut 2,5 Billionen Dollar. Das sind 10 Prozent mehr als im Vorjahr und damit ebenfalls das st&auml;rkste Wachstum unter allen f&uuml;hrenden Nationen (siehe Tabelle)&hellip;<br>\nIn Deutschland ist der Anteil der Reichen, die ihr Verm&ouml;gen geerbt haben, besonders gro&szlig;. Laut der Studie haben gut 28 Prozent der deutschen Multimillion&auml;re ihren Wohlstand allein dem Erbe zu verdanken. Das ist &ndash; neben der Schweiz &ndash; der h&ouml;chste Wert aller untersuchten L&auml;nder.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/finanzen\/artikel\/reichtum-deutschland-hat-die-meisten-multimillionaere-in-europa-a-1003974.html\">manager-magazin<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers B.B.:<\/strong> 19.000 Superreiche, das sind ca. 10% der Einwohner einer kleinen Gro&szlig;stadt wie dem beschaulichen &Ouml;rtchen G&ouml;ttingen in S&uuml;dniedersachsen. Nur 10% von dem Verm&ouml;gen der deutschen Superreichen, 250 Milliarden, sind knapp 40 Milliarden mehr als die Bundesrepublik Deutschland in der Zeit von September 2013 bis August 2014 an Mehrwertsteuer eingenommen hat, <a href=\"http:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/71899\/umfrage\/einnahmen-mehrwertsteuer\/\">n&auml;mlich 200,87 Milliarden<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>F&uuml;r die deutschen Super-Reichen war 2014 ein gutes Jahr<\/strong><br>\nF&uuml;r die Super-Reichen war 2014 ein gutes Jahr, insbesondere in Deutschland. Angetrieben durch steigende Aktienkurse und die Aufwertung des Euro wuchs ihr Verm&ouml;gen laut der Schweizer Bank UBS um zehn Prozent auf 2583 Milliarden Dollar  &ndash; mit dieser Summe k&ouml;nnte man alle deutschen Arbeitnehmer zwei Jahre bezahlen oder sieben  Jahre die Ausgaben der Bundesregierung finanzieren. Als Super-Reiche (Ultra High Net Worth Individuals, UHNWI) z&auml;hlt die UBS Personen, die abz&uuml;glich Schulden &uuml;ber mindestens 30 Millionen Dollar verf&uuml;gen. Auff&auml;llig: Laut UBS stammt in Deutschland ein &bdquo;&uuml;berproportionaler Anteil&ldquo; der gro&szlig;en Verm&ouml;gen aus Erbschaften.<br>\nWeltweit gibt es laut UBS derzeit 211.275 extrem Wohlhabende, was 0,004 Prozent der Weltbev&ouml;lkerung entspreche. Gemeinsam besitzen sie  12,8 Prozent des globalen Gesamtverm&ouml;gens oder knapp 30 Billionen Dollar. Diese Summe entspricht fast der gemeinsamen Wirtschaftsleistung der USA und der EU. Die meisten UHNWI kommen aus den USA (Verm&ouml;gen: 10,3 Billionen Dollar), an zweiter Stelle folgt schon Deutschland vor Gro&szlig;britannien und der Schweiz.<br>\nMit einem Verm&ouml;genszuwachs von zehn Prozent war die deutsche Geldelite 2014 besonders erfolgreich, global lag das Plus dieser Einkommensgruppe nur bei  sieben Prozent &ndash; was immer noch dem Doppelten des Wachstums der Weltwirtschaftsleistung entsprach, so UBS. &bdquo;Der Wert der UHNWI wie auch ihre Kontrolle &uuml;ber die globalen Ressourcen ist weiter gestiegen&ldquo;, stellt die Bank fest.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ksta.de\/wirtschaft\/-fuer-die-deutschen-super-reichen-war-2014-ein-gutes-jahr,15187248,29097484.html\">K&ouml;lner Stadtanzeiger<\/a><\/li>\n<li><strong>Immer mehr Multimillion&auml;re: Die Deutschen erben sich reich<\/strong><br>\nDie Zahl der Reichen mit einem Verm&ouml;gen von mehr als 30 Millionen Dollar ist weltweit kr&auml;ftig gestiegen. Laut dem am Mittwoch ver&ouml;ffentlichten World Ultra Wealth Report von Wealth-X und UBS gab es 2014 rund 211.000 solcher Multimillion&auml;re &ndash; sechs Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Zusammen kommt diese Gruppe auf ein Verm&ouml;gen von knapp 30 Billionen Dollar.<br>\nDie Tendenz des steigenden Reichtums gilt laut der Studie f&uuml;r alle Weltregionen &ndash; auch in Afrika, S&uuml;damerika und Asien geht es mit dieser Gruppe kr&auml;ftig nach oben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/reichtum-deutschland-hat-die-meisten-multimillionaere-in-europa-a-1003878.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Armutsgef&auml;hrdungs- und Arbeitslosenquoten im Vergleich: Bund, L&auml;nder 2005 bis 2013<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/images\/stories\/2014-11-19_armutsgefaehrdungsquote-2005-2013-bund-laender-abbildungen.pdf\">Information des Bremer Instituts f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) [PDF]<\/a><\/li>\n<li><strong>Die ewige M&auml;r von der Altersarmut<\/strong><br>\nDie Meldungen tauchen so regelm&auml;&szlig;ig auf wie fr&uuml;her das Ungeheuer von Loch Ness, und sie ziehen immer die gleichen Kommentare und Klagen von Sozialverb&auml;nden nach sich: Die Altersarmut in Deutschland steigt angeblich sp&uuml;rbar. Belegt wurde diese These jetzt wieder einmal mit Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Danach ist der Anteil der &uuml;ber 65-J&auml;hrigen, die von Armut bedroht sind, in West- und Ostdeutschland seit 2011 jeweils um 1,1 Prozentpunkte gestiegen. 14,8 Prozent der Rentner in den alten und 12,5 Prozent in den neuen L&auml;ndern haben demnach weniger als 60 Prozent des Durchschnittseinkommens zur Verf&uuml;gung.<br>\nDavon abgesehen, dass dieser vermeintlich alarmierende Trend einer allgemeinen Entwicklung folgt und die amtliche Armutsdefinition umstritten ist, h&auml;ngt die Interpretation und Wertung der Zahlen wie immer von den Vergleichsgr&ouml;&szlig;en ab. Denn auch wenn der Anteil der Rentner mit geringem Einkommen in den vergangenen Jahren zugenommen hat, liegt er immer noch unter dem gesamtgesellschaftlichen Niveau: In der Gesamtbev&ouml;lkerung ist nach den zugrunde liegenden Zahlen des Mikrozensus jeder Sechste von Armut bedroht &ndash; 0,5 Prozentpunkte mehr als vor drei Jahren und mehr als in der Gruppe der Senioren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2014-11\/altersarmut-junge-kinder-kommentar\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Was ist das denn f&uuml;r ein Quatsch? Der Autor gibt zu, dass die Altersarmut gestiegen ist (und sich auf Rekordniveau befindet), aber das ist nicht schlimm, weil andere Gruppen noch &auml;rmer sind und der Trend halt insgesamt zu mehr Armut geht? Logik? Ist es nicht ein (w&ouml;rtlich) ganz schlimmes Armutszeugnis, dass &uuml;berhaupt so viele Menschen in Deutschland arm sind, ohne dass es daf&uuml;r irgendeinen objektiven Grund gibt, denn die Wirtschaft w&auml;chst schlie&szlig;lich Jahr f&uuml;r Jahr? Einen Passus habe ich so unverbl&uuml;mt noch nie gelesen: &ldquo;Denn das [Armutsrisiko] wird sich in den n&auml;chsten Jahren und Jahrzehnten &auml;ndern [d. h. zulasten der Rentner verschlechtern]. Und das ist politisch so gewollt: Da die Zahl der Ruhest&auml;ndler steigt und die der Berufst&auml;tigen sinkt, wird das Rentenniveau bis zum Jahr 2030 auf 43 Prozent des Netto-Durchschnittslohns gesenkt.&rdquo; Richtig: die Armut &ndash; bei Arbeitnehmer, Arbeitslosen, Rentner, Familien &ndash; ist politisch gewollt. Einen anderen Grund gibt es nicht.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Crash 2.0: Europa vor der n&auml;chsten Krise<\/strong><br>\nSechs Jahre sind seit der Lehman-Pleite inzwischen vergangen und die B&ouml;rsen haben sich scheinbar l&auml;ngst beruhigt. Genauer gesagt: Sie feiern wieder fr&ouml;hliche Aktienrekorde. Doch dabei handelt es sich m&ouml;glicherweise nur um die Ruhe vor dem Sturm. Denn die Realwirtschaft ist, national wie europ&auml;isch, von Einbu&szlig;en betroffen. Zugleich weisen der Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF) und die Bank f&uuml;r Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in letzter Zeit verst&auml;rkt darauf hin, dass sich an den internationalen Finanzm&auml;rkten neue Ungleichgewichte aufgebaut haben und die Gefahr eines neuen Crashs droht.<br>\nVier Punkte sind daf&uuml;r von zentraler Bedeutung. Erstens: Die globale Ungleichheit der Verm&ouml;gensverteilung ist aufgrund der Finanzkrise 2008\/2009 nicht geringer, sondern gr&ouml;&szlig;er geworden. Wenige Prozent der Privathaushalte verf&uuml;gen &uuml;ber mehr als 90 Prozent der Verm&ouml;gen. Diese Verm&ouml;gen sollen nach dem Willen der Kapitalbesitzer m&ouml;glichst hohe Renditen abwerfen. Insbesondere in einer Phase der realwirtschaftlichen Wachstumsschw&auml;che, wie seit 2010 in der Eurozone, und in einer Phase h&ouml;heren Wachstums in den Schwellenl&auml;ndern wird ein gro&szlig;er Teil dieser Verm&ouml;gen an den internationalen Aktien- und Anleihem&auml;rkten angelegt.<br>\nZweitens: Obwohl die Industriel&auml;nder nach der gro&szlig;en Finanzkrise versprochen haben, jeden Markt, jeden Akteur und jedes Produkt auf den Finanzm&auml;rkten einer Kontrolle zu unterwerfen, ist die Bankenregulierung immer noch v&ouml;llig unzureichend. Auch die Frage der Konzentration im Bankensektor (too big to fail) ist nicht gel&ouml;st, ja, aufgrund der Konzentrationsprozesse w&auml;hrend der Krise sind die f&uuml;hrenden Banken sogar noch gr&ouml;&szlig;er geworden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2014\/november\/crash-2.0-europa-vor-der-naechsten-krise\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Austerit&auml;tspolitik als folgenschwerer Fehler: Bemerkenswertes Eingest&auml;ndnis des Internationalen W&auml;hrungsfonds<\/strong><br>\nDie ab dem Jahr 2010 erhobene Forderung nach Budgetkonsolidierungsma&szlig;nahmen in der ganzen Eurozone war ein folgenschwerer Fehler. Zu dieser bemerkenswerten Schlussfolgerung kommt ein vom Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) ver&ouml;ffentlichter Untersuchungsbericht zu den wirtschaftspolitischen Empfehlungen des IWF w&auml;hrend der Finanz- und Wirtschaftskrise. Die Europ&auml;ische Kommission sollte sich am IWF ein Beispiel nehmen und sich auch in der Praxis von der einseitigen Austerit&auml;tspolitik der letzten Jahre verabschieden &ndash; insbesondere durch eine koordinierte Ausweitung &ouml;ffentlicher Investitionen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/iwf-austeritaetsfehler-eingestaendnis\/\">Arbeit &amp; Wirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Chef der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit ignoriert Funktionsweise des Arbeitsmarkts und soziale Freiheitsberaubung durch Hartz IV<\/strong><br>\n&ldquo;Die Welt&ldquo; und andere Medien berichten heute fr&uuml;h, dass der Chef der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit, Frank-J&uuml;rgen Weise, gegen&uuml;ber &ldquo;Bild&rdquo; gesagt hat: &ldquo;Hartz IV ist das beste Programm, das wir je hatten&rdquo;. Und Deutschland, so Weise weiter, sei &ldquo;auf lange Sicht auf dem Weg zur Vollbesch&auml;ftigung&rdquo;. Die aktuelle Eintr&uuml;bung der Konjunktur, meint Weise dar&uuml;ber hinaus, treffe den Arbeitsmarkt derweil nicht. Zwei Dinge bringt Weise damit zum wiederholten Mal zum Ausdruck: Er versteht die Funktionsweise des Arbeitsmarkts nicht. Und er ignoriert das soziale Elend, das Hartz IV nicht allein &uuml;ber die Arbeitslosen gebracht hat, sondern &uuml;ber viele Millionen Besch&auml;ftigte.<br>\nErst einmal sollte auch in diesem Zusammenhang festgehalten werden, wie prek&auml;r es um die deutschen Medien bestellt ist. Wie ein Blick in google news zeigt, sind sie keine &ldquo;vierte Gewalt&rdquo;, die das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Geschehen hinterfragen, sondern Papageien, in diesem Fall auf der Schulter des Chefs der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2014\/11\/chef-der-bundesagentur-fur-arbeit-ignoriert-funktionsweise-des-arbeitsmarkts-und-soziale-freiheitsberaubung-durch-hartz-iv\/#sthash.Lo79ySu0.dpuf\">www.wirtschaftundgesellschaft.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Volker Telljohann: &ldquo;F&uuml;r die Gewerkschaften reduzieren sich die Verhandlungsspielr&auml;ume&rdquo;<\/strong><br>\nEin Interview mit Volker Telljohann &uuml;ber das Verh&auml;ltnis von Arbeitgebern und Gewerkschaften in Italien. Volker Telljohann ist wissenschaftlicher Mitarbeiter bei IRES Emilia-Romagna in Bologna. IRES ist ein wirtschafts- und sozialwissenschaftliches Forschungsinstitut der gr&ouml;&szlig;ten italienischen Gewerkschaft CGIL.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1437\">annotazioni.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Essener Tafel sperrt unzuverl&auml;ssige Nutzer f&uuml;r ein Jahr<\/strong><br>\n&bdquo;1800 Einzelpersonen oder Familien erhalten bei der Essener Tafel Woche f&uuml;r Woche Lebensmittel. Wer dreimal bei der Lebensmittel-Ausgabe der Tafel fehlt, verliert seine Karte f&uuml;r ein Jahr. Angesichts des gro&szlig;en Andrangs m&uuml;sse man streng sein, sagt der Tafel-Verein.<br>\n[&hellip;]<br>\nEs komme immer mal wieder vor, dass jemand die Sperren als ungerecht empfinde, sagt Sartor. Andererseits gebe es viele Bed&uuml;rftige, die seit langem auf eine Kundenkarte der Tafel warten: Jeden Mittwoch k&ouml;nne er nur 50 neue Nutzer aufnehmen, der Andrang sei viel gr&ouml;&szlig;er.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/staedte\/essen\/essener-tafel-sperrt-unzuverlaessige-nutzer-fuer-ein-jahr-id10045812.html\">Der Westen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.H.:<\/strong> Ein tolles Beispiel daf&uuml;r, dass es &ldquo;uns gut geht&rdquo;. Nicht genug, dass Kundenkarten eingef&uuml;hrt worden sind, die zur Abholung von Lebensmitteln bei den Tafeln &uuml;berhaupt erst berechtigen. Um der Masse der Hilfesuchenden noch gerecht werden zu k&ouml;nnen, sind feste Abholzeiten vereinbart, die der Betroffene einzuhalten hat, da ansonsten die Tafel den Andrang nicht bew&auml;ltigen kann. Fehlt der Hilfesuchende mehrfach &ldquo;unentschuldigt&rdquo;, wird er bestraft, indem er f&uuml;r ein Jahr von der Tafel verbannt wird. Denn die Warteliste f&uuml;r die Kundenkarte der Tafel ist &uuml;bervoll. Aber zum Gl&uuml;ck &ldquo;muss in Deutschland niemand hungern&rdquo; und &ldquo;uns geht es gut&rdquo;. Wir alle, mich dabei nicht ausgeschlossen, sind inzwischen schon durch die herrschenden gesellschaftlichen Verh&auml;ltnisse so konditioniert, dass wir gar nicht mehr so sehr die Ursache der Notwendigkeit von Tafeln in diesem vor Reichtum strotzendem Land hinterfragen, sondern beinahe nur noch den ungerechten Umgang mit Einzelnen bei der Aussperrung von einer Tafel kritisieren. Sogar der Betroffene selbst empfindet das eine Jahr Sperre nur als &ldquo;zu hart&rdquo;, ohne das zugrunde liegende Unrecht prinzipiell infrage zu stellen. Eine der Hauptaufgaben der Tafeln, wenngleich auch nicht DIE Hauptaufgabe, m&uuml;sste doch sein, sich daf&uuml;r stark zu machen, dass sie selbst &uuml;berfl&uuml;ssig werden, weil niemand mehr so arm ist, dass er eine Lebensmittel-Tafel braucht! Das Wasser, in dem der Frosch sitzt, bringt immer mehr Blasen hervor. Leider glauben immer noch zu viele Mitmenschen jedoch, dass es jetzt gerade richtig sch&ouml;n kuschlig warm ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Wasserwerferprozess in Stuttgart &ndash; Gericht will Verfahren gegen Polizeibeamte einstellen<\/strong><br>\nDas Verfahren gegen die beiden Polizeibeamten im sogenannten Wasserwerferprozess in Stuttgart soll gegen eine Auflage von je 3000 Euro eingestellt werden. Das hat die Stuttgarter Zeitung am Donnerstag erfahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.wasserwerferprozess-in-stuttgart-gericht-will-verfahren-gegen-polizisten-einstellen.c17ec899-b527-458d-b607-33fa01918bea.html\">Stuttgarter Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Zur Erinnerung siehe <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=vDBSk_KKisU\">Stuttgart 21: Die brutale R&auml;umung am 30.09.2010 im Schlossgarten<\/a>.<\/em> <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/141121_01.jpg\" alt=\"Quelle Spiegel Online - Stuttgart 21: Wasserwerfer gegen Demonstranten30.09.2010\" title=\"Quelle Spiegel Online - Stuttgart 21: Wasserwerfer gegen Demonstranten30.09.2010\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/fotostrecke\/stuttgart-21-wasserwerfer-gegen-demonstranten-fotostrecke-59995-3.html\">Spiegel Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Vorreiter auf Abwegen<\/strong><br>\nSie sollen Vorreiter im Kampf gegen die Erderw&auml;rmung sein: die Klimaschutz-Unternehmen der deutschen Wirtschaft. Zu dem exklusiv kleinen Kreis von 29 Firmen geh&ouml;ren auch Konzerne wie der schwedische M&ouml;belhersteller Ikea, der schon Schlagzeilen wegen der Abholzung russischer Urw&auml;lder machte.<br>\nDoch Billy &amp; Co. gerieten immer wieder in Verdacht, m&ouml;glichst billig auf Kosten der Umwelt hergestellt zu werden. Im Jahr 2010 kratzte ein Insider am Image von der fairen, umweltfreundlichen Firma. In seinem Buch &ldquo;Die Wahrheit &uuml;ber Ikea&rdquo; erhob der langj&auml;hrige Ikea-Manager Johan Stenebo schwere Vorw&uuml;rfe gegen Firmengr&uuml;nder Ingvar Kamprad. So w&uuml;rde beispielsweise rund ein Drittel des Ikea-M&ouml;belholzes illegal geschlagen, unter anderem in der russischen Taiga, um es von dort &uuml;ber chinesische Zwischenh&auml;ndler anzukaufen&hellip;<br>\nIm November 2011 zeigte das ARD-Magazin &ldquo;Plusminus&rdquo;, wie das Ikea-Tochterunternehmen Swedwood rund 300 000 Hektar Naturwald in der russischen Teilrepublik Karelien aberntet. Auf den Pachtfl&auml;chen im Nordwesten Russlands werde in gro&szlig;em Ma&szlig;stab auch sch&uuml;tzenswerter Urwald gerodet, erfuhren die Zuschauer. Rund 600 Jahre alte Baumriesen fielen in Sekunden tonnenschweren Erntemaschinen zum Opfer &mdash; obwohl die Zertifizierung f&uuml;r nachhaltige Waldbewirtschaftung durch das Forest Stewardship Council (FSC) dies untersagt. Die TV-Bilder zeigten eine Brachlandschaft, auf deren verdichteten B&ouml;den kaum noch etwas gedeiht. Dabei gelten gerade Urw&auml;lder als wichtige nat&uuml;rliche Speicher f&uuml;r klimasch&auml;dliches Kohlendioxid.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/wirtschaft\/190\/vorreiter-auf-abwegen-2543.html\">Kontext:Wochenzeitung<\/a>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Auch diese Woche wieder eine Reihe interessanter Artikel in Kontext:Wochenzeitung u.a.:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Die unm&ouml;gliche Tatsache: Winfried Kretschmann hat spektakul&auml;r hohe Zustimmungswerte. Und die gr&uuml;ne-rote Koalition insgesamt kommt  besser weg, als sie selbst erwarten durfte. Was den SWR und die &ldquo;Stuttgarter Zeitung&rdquo; zu gewagten Interpretationen zentraler Botschaften verleitete.<\/em><\/li>\n<li><em>Das Sparschwein:  Unser Wetterer Peter Grohmann &uuml;ber alte Junker, Steuerfl&uuml;chtlinge und Jean-Claude Juncker, &bdquo;das europ&auml;ische Sparschwein&ldquo;.<\/em><\/li>\n<li><em>Ku Klux Klan: Ein obskurer V-Mann namens Radler: Eine wichtige Rolle bei der Aufarbeitung der NSU-Verbindungen nach Baden-W&uuml;rttemberg spielt der einstige V-Mann Achim Schmid, der 2000 eine Ku-Klux-Klan-Gruppe in Schw&auml;bisch Hall gr&uuml;ndete. Der NSU-Untersuchungsausschuss muss die Frage kl&auml;ren, ob Schmid den Klan tats&auml;chlich ohne Wissen des Verfassungsschutzes aufgebaut hat.&#8232;<\/em><\/li>\n<li><em>&bdquo;Snowden hat jeden Friedenspreis verdient&ldquo;: Die Friedensgala der Stuttgarter Anstifter ist ausverkauft, auch wenn Edward Snowden am kommenden Sonntag im Theaterhaus nur zugeschaltet ist.  taz-Chefredakteurin Ines Pohl wird die Festrede halten. Kontext bringt Ausz&uuml;ge aus ihrer Laudatio.<\/em><\/li>\n<li><em>Gr&ouml;&szlig;er und bunter &ndash; Eine Klinik trotzt der Krise: Berichtet wird kaum noch &uuml;ber sie, trotzdem ist sie da: die Krise in Griechenland. Das &ldquo;Gesundheitsnetz Hegau (GNH)&rdquo;, ein Hilfsprojekt vom Bodensee, unterst&uuml;tzt seit mehr als einem Jahr eine Solidarklinik in Athen, in der Menschen kostenlos behandelt werden.<\/em><\/li>\n<li>Besuch im Camp: Es gibt dort keinen Hass: Der Leutkircher Schriftsteller Imre T&ouml;r&ouml;k, Vorsitzender des Verbandes Deutscher Schriftsteller und PEN-Mitglied, reiste mit t&uuml;rkischen und kurdischen Kollegen in die t&uuml;rkisch-syrische Grenzregion nahe der umk&auml;mpften Stadt Kobane. Seine Eindr&uuml;cke schildert er im Interview.&#8232;<\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Kontext:Wochenzeitung erscheint mittwochs online auf kontextwochenzeitung.de und samstags als Beilage zur taz.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Bundesregierung &ouml;ffnet T&uuml;r f&uuml;r Fracking nun doch einen Spalt<\/strong><br>\nAuf Druck von Wirtschaftspolitikern der Koalition weicht die Bundesregierung ihre Pl&auml;ne f&uuml;r ein Fracking-Verbot auf und will es unter Auflagen in Einzelf&auml;llen zulassen. Nach erfolgreichen Probebohrungen und der Genehmigung eines Wissenschaftsgremiums k&ouml;nne in Ausnahmef&auml;llen kommerzielles Fracking erlaubt werden, wie am Donnerstag aus dem Gesetzentwurf des Umweltministeriums hervorging. &ldquo;Wir legen damit die strengsten Regelungen im Bereich Fracking vor, die es jemals gab&rdquo;, erkl&auml;rte Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD). Es werde nur unter sch&auml;rfsten Auflagen bei oberster Priorit&auml;t f&uuml;r Umwelt und Trinkwasser m&ouml;glich sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.reuters.com\/article\/domesticNews\/idDEKCN0J40DG20141120\">Reuters<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.H.:<\/strong> Im Grunde konnte diese Kehrtwende nicht mehr &uuml;berraschen. Die Entwicklung der SPD von der Arbeitnehmerpartei zum Cheflobbyisten der Wirtschaft schreitet rapide voran. Trotz aller berechtigter Bedenken, vor allem im Hinblick auf den so genannten Flowback, und gegen den ausdr&uuml;cklichen Willen vieler Umweltverb&auml;nde und auch vieler B&uuml;rger, werden hier wieder Entscheidungen getroffen, die mit demokratischem Verst&auml;ndnis nur schwer vereinbar sind, aber wie bekannt sind wir l&auml;ngst in der Merkel&rsquo;schen &ldquo;marktkonformen Demokratie&rdquo; angekommen. Hier zeigt sich vermutlich auch bereits im Ansatz, was uns im Rahmen des Freihandelsabkommens TTIP erwarten wird. Massiv vorgebrachte und durchgesetzte wirtschaftliche Interessen &uuml;berrollen ganze Staaten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Abgeordneter ist man nicht nebenbei<\/strong><br>\nFabio De Masi &uuml;ber die pikanten Nebent&auml;tigkeiten der Ex-EU-Kommissarin Viviane Reding f&uuml;r Bertelsmann und Nyrstar.<br>\nKaum ist die neue EU-Kommission im Amt, wird alten EU-Kommissaren der Abschied vers&uuml;&szlig;t. Der Pate des Luxemburger Steuerkartells, Jean-Claude Juncker, steht wegen Steuerdeals mit Deutscher Bank, Amazon, Ikea und Co. unter Druck. Doch schon gibt es neue Trends aus Luxemburg: Gemeinsam mit der lobbykritischen Organisation Corporate Europe Observatory (CEO) legte ich k&uuml;rzlich offen, dass die einstige Luxemburger Vizepr&auml;sidentin der EU-Kommission, Viviane Reding, nahtlos in die private Wirtschaft wechselt.<br>\nReding wird sich in der Leitung des Minen- und Metallkonzerns Nyrstar und im Kuratorium der Bertelsmann Stiftung engagieren. Pikant: Sie m&ouml;chte weiterhin Abgeordnete des Europ&auml;ischen Parlaments bleiben. Reding sitzt dort im Handelsausschuss und ist etwa mit den geplanten Freihandels- und Investitionsabkommen zwischen der EU und den USA (TTIP) befa&szlig;t.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/952824.abgeordneter-ist-man-nicht-nebenbei.html?sstr=Masi\">ND<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Alternativlos, Folge 33<\/strong><br>\nIn Alternativlos Folge 33 reden wir mit Sascha Lobo &uuml;ber Hohlphrasen in der Politik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/alternativlos.org\/33\/\">Alternativlos<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Koalitionsvertrag zwischen den Parteien DIE LINKE,  SPD und B&Uuml;NDNIS 90\/DIE GR&Uuml;NEN<\/strong><br>\nf&uuml;r die 6. Wahlperiode des Th&uuml;ringer Landtags<br>\nTh&uuml;ringen gemeinsam voranbringen &ndash; demokratisch, sozial, &ouml;kologisch<br>\nEin Vierteljahrhundert nach der friedlichen Revolution gehen DIE LINKE, SPD und B&Uuml;NDNIS 90\/DIE GR&Uuml;NEN erstmals eine Koalition ein. Wir bilden eine Landesregierung, die auf dem Erreichten aufbaut, Bew&auml;hrtes sichert und entschlossen neue Wege geht. Demokratie lebt von Ver&auml;nderung, Teilhabe und Erfahrung. Wir &uuml;bernehmen Verantwortung f&uuml;r Th&uuml;ringen und stellen uns einer ernsthaften Aufarbeitung der Vergangenheit. Wir wollen in der Landespolitik eine neue Kultur des Zuh&ouml;rens und Mitmachens etablieren, die auf die konstruktive Suche nach der besten L&ouml;sung f&uuml;r die in Th&uuml;ringen lebenden Menschen setzt und diejenigen zusammenf&uuml;hrt, die Th&uuml;ringen gemeinsam voranbringen wollen. Wir bilden eine Landesregierung, die sich auch denen zuwendet, die andere &Uuml;berzeugungen und Ideen haben. Wir treten mit ihnen in den Dialog und suchen nach gemeinsamen Wegen.<br>\nDie Entwicklung, die der Freistaat Th&uuml;ringen seit der 1989\/1990 gewonnenen Freiheit genommen hat, ist trotz teils schwieriger und schmerzhafter Ver&auml;nderungsprozesse beeindruckend. Das ist die gro&szlig;e Leistung der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger, der demokratischen Parteien, Gewerkschaften, Unternehmen, Verb&auml;nde, Initiativen, Vereine, Kirchen und ehrenamtlich Engagierter.<br>\nViel wurde in den vergangenen 25 Jahren geschafft, aber noch k&ouml;nnen nicht alle davon profitieren. Noch liegen gro&szlig;e Herausforderungen vor uns. Auf diesem Weg m&ouml;chten wir niemanden zur&uuml;cklassen&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.die-linke-thueringen.de\/fileadmin\/LV_Thueringen\/dokumente\/Koa_gesamt_17_final_mit_Logos.pdf\">DIE LINKE  Th&uuml;ringen [PDF]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> F&uuml;r alle, die nicht auf die Berichterstattung in den Medien angewiesen sein m&ouml;chten und sich ein eigenes Bild machen wollen.<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Th&uuml;ringen &ndash; Das bisschen Kommunismus<\/strong><br>\nAn einen gr&uuml;nen Landeschef, den in Baden-W&uuml;rttemberg, hat man sich l&auml;ngst gew&ouml;hnt. Ob man sich auch an einen Ministerpr&auml;sidenten der Linken gew&ouml;hnen wird? Mehr Geld f&uuml;r &ouml;ffentliche Schulen soll ausgegeben werden, ein kostenfreies Kitajahr soll den Eltern im Land erm&ouml;glicht werden. Kann es das sein, wovor die Konservativen, Rechten und Rechtsradikalen, die mit brennenden Fackeln in der Landeshauptstadt Erfurt gegen Rot-Rot-Gr&uuml;n demonstriert haben, so Angst haben? Ist das die R&uuml;ckkehr des Realsozialismus auf ehemaligen DDR-Boden? Wer sich vor diesem kleinen bisschen Kommunismus f&uuml;rchtet, den darf man getrost als verbohrt bezeichnen.<br>\nVielleicht aber liegen die Sorgen der w&uuml;tenden Antikommunisten auch ganz woanders. Die neuen Koalition&auml;re haben tats&auml;chlich vor, den Verfassungsschutz des Landes neu zu definieren. F&uuml;r gestandene Ordo-Politiker der alten Schule ist das gewiss eine grauenhafte Vorstellung. Der schlecht koordinierte Einsatz von V-Leuten, die die Nazis aus dem Umfeld des NSU jahrelang regelrecht gehegt haben, statt gegen sie t&auml;tig zu werden, soll begrenzt werden. Im Ursprungsland des Nazi-Terrors, dem zehn Menschen in Deutschland zum Opfer gefallen sind, ist das ein starkes Signal.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2014%2F11%2F20%2Fa0169&amp;cHash=9d4d350bc8fe36ab29cfa93fdfc74c04\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>RT-Deutsch: &bdquo;Gleich mit der Propaganda-Keule begr&uuml;&szlig;t&ldquo;<\/strong><br>\nOhne viel medialen Wirbel ist der deutschsprachige Service des russischen Auslandsfernsehens RT (ehemals Russia Today) in der ersten Novemberwoche online gegangen. Das Team besteht nur aus einem halben Dutzend junger Journalisten und produziert zun&auml;chst nur f&uuml;r die Internetseite. Dennoch war das mediale Echo auf die Initiative enorm &ndash; negativ. Fast Unisono wurde das Medienprojekt verrissen. Deutsche Journalisten und Branchenvertreter gingen dabei wenig zimperlich vor. Kaum ein Artikel kam ohne den Propaganda-Vorwurf aus, andere berichteten abf&auml;llig &uuml;ber die &bdquo;besonders kurzen R&ouml;cke&ldquo; der Moderatorin. Weltnetz.tv gen&uuml;gte das nicht. Wir wollten von Iwan Rodionow wissen, wie er zu den harschen Vorw&uuml;rfen seiner deutschen Kollegen steht, wie unabh&auml;ngig die redaktionelle Arbeit ist und um welche Inhalte es bei dem Projekt gehen wird. Viele Vorw&uuml;rfe seien ge&auml;u&szlig;ert worden, ohne dass die Kritiker das Programm angeschaut haben, sagte er: &bdquo;Wir wurden gleich mit der Propaganda-Keule begr&uuml;&szlig;t.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=DZP936RKMM8&amp;spfreload=10\">weltnetz.tv<\/a>\n<p>dazu aber auch: <strong>How The Truth Is Made At Russia Today<\/strong><br>\n&ldquo;It was my first job and I feel embarrassed and ashamed.&rdquo; An inside look at what it&rsquo;s like to work at the Kremlin-funded media outlet.<br>\nStaci Bivens knew something was seriously wrong when her bosses at Russia Today asked her to put together a story alleging that Germany &mdash; Europe&rsquo;s economic powerhouse &mdash; was a failed state.<br>\n&ldquo;It was me and two managers and they had already discussed what they wanted,&rdquo; Bivens, an American who worked in RT&rsquo;s Moscow headquarters from 2009 through 2011, said of a meeting she&rsquo;d had to discuss the segment before a planned reporting trip to Germany. &ldquo;They called me in and it was really surreal. One of the managers said, &lsquo;The story is that the West is failing, Germany is a failed state.&rsquo;&rdquo;<br>\nBivens, who had spent time in Germany, told the managers the story wasn&rsquo;t true &mdash; the term &ldquo;failed state&rdquo; is reserved for countries that fail to provide basic government services, like Somalia or Congo, not for economically advanced, industrialized nations like Germany. They insisted. Bivens refused. RT flew a crew to Germany ahead of Bivens, who was flown in later to do a few standups and interviews about racism in Germany. It was the beginning of the end of her RT career.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.buzzfeed.com\/rosiegray\/how-the-truth-is-made-at-russia-today\">BuzzFeed<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Die ARD will wie die S&uuml;ddeutsche zur &ldquo;gelenkten &Ouml;ffentlichkeit&rdquo; &uuml;bergehen<\/strong><br>\nDen Medien werden Leserkommentare l&auml;stig, sie wollen aus Angst vor der &Ouml;ffentlichkeit wieder zur&uuml;ck ins Vor-Internetzeitalter<br>\nEs ist sicher ein guter, zumindest ein symbolischer Zeitpunkt, wenn die ARD in der ausgerufenen Woche der Toleranz &uuml;berlegt, wie sie mit Kommentaren auf der eigenen Website umgehen will. Wie Bettina Less vom NDR schreibt, &uuml;berlegt man bei tagesschau.de Einschr&auml;nkungen der Kommentarfunktion. Toleranz, so schon der erste Schritt der Argumentation, m&uuml;sse auch mit Intoleranz umgehen. Allerdings ist mit dem Titel eigentlich eine &ldquo;sachliche Diskussion&rdquo;, f&uuml;r die man doch so eintritt, bereits versperrt. Man setzt auf Krawall: &rdquo; Aggressivit&auml;t im Netz: Wenn der Leser zum Tier wird.&rdquo; Das muss offenbar sein, um Einschr&auml;nkungen der Meinungsfreiheit legitimieren zu k&ouml;nnen.<br>\nVorbild ist die S&uuml;ddeutsche.de, die Kommentare zu Artikel prinzipiell nicht mehr zul&auml;sst, sondern in einem &ldquo;moderierten&rdquo; Forum den Lesern &ldquo;drei besonders relevante Fragen des Tages&rdquo; anbietet, &uuml;ber die sie diskutieren sollen oder d&uuml;rfen (Leserkommentare abschalten?). Die Leser erfahren auch gleich einmal: &ldquo;Wir w&auml;hlen die besten Antworten aus.&rdquo; Die Relevanz der Themen legt die SZ ebenso aus wie die G&uuml;te der Kommentare. Abgeschlossen ist das Forum, wenn der SZ-Verantwortliche dies f&uuml;r richtig empfindet. Man k&ouml;nnte parallel zur gesteuerten Demokratie von einer gesteuerten &Ouml;ffentlichkeit sprechen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/43\/43384\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Der vorbereitete NachDenkSeiten-Leser<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/141121_02.jpg\" alt=\"Der vorbereitete NachDenkSeiten-Leser\" title=\"Der vorbereitete NachDenkSeiten-Leser\"><\/p>\n<p>Quelle: Unser Leser F.K.<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-24008","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24008","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=24008"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24008\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":24011,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24008\/revisions\/24011"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=24008"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=24008"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=24008"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}