{"id":24032,"date":"2014-11-21T16:37:24","date_gmt":"2014-11-21T15:37:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24032"},"modified":"2015-11-09T11:45:35","modified_gmt":"2015-11-09T10:45:35","slug":"hinweise-des-tages-ii-174","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24032","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24032#h01\">Tarifeinheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24032#h02\">Umstrittenes Urteil in Saudi-Arabien: Der Gleichmacher soll sterben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24032#h03\">Ich will eine starke Wirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24032#h04\">&Ouml;konomisierung in den Kliniken ist politisch gewollt!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24032#h05\">Neues Krankenversicherungsmodell &ndash; Generali erfindet den elektronischen Patienten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24032#h06\">Studie: Ohne &Auml;ltere kollabiert der Arbeitsmarkt im Jahr 2050<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24032#h07\">Familienunternehmer fordern: K&uuml;ndigung soll ohne Begr&uuml;ndung m&ouml;glich werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24032#h08\">Inge Hannemann oder: Wie aus einem politischen Kampf eine Schreibtischtat wird<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24032#h09\">Edeka: Die Schattenseiten der Genossenschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24032#h10\">Norbert Walter-Borjans: Nordrhein-Westfalen ist das sparsamste Bundesland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24032#h11\">Die Freiz&uuml;gigkeit und die neoliberale Soziologie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24032#h12\">Leiser R&uuml;ckzug<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24032#h13\">Paul Krugman: When Government Succeeds &ndash; Wenn die Regierung Erfolg hat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24032#h14\">F&uuml;r eine fundamental andere &Ouml;konomik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24032#h15\">Warum Goslar auf noch viel mehr Fl&uuml;chtlinge hofft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24032#h16\">Rechtsextremismus-Studie: Latent rechts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24032#h17\">Veranstaltungstipp: Vortragsreise zum Staateninsolvenzverfahren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24032#h18\">Zu guter Letzt: What a man! &ndash; So viel F&uuml;hrer steckt in Gauch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24032#h19\">Zitat zum Wochenende<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24032&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Tarifeinheit<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<p><strong>Streit um die Tarifeinheit<\/strong><br>\n&bdquo;Einigkeit macht stark&ldquo; ist eine Aussage, der alle acht Gewerkschaften unter dem Dach des DGB gewiss zustimmen k&ouml;nnen. Grunds&auml;tzlich jedenfalls. Im konkreten Fall des Tarifeinheitsgesetzes, das im Kern besagte Einigkeit unter Gewerkschaften und innerhalb von Belegschaften zum Ziel hat, liegen die Dinge nicht so einfach. F&uuml;nf DGB-Gewerkschaften bef&uuml;rworten das Gesetz im Grundsatz und fordern lediglich einige Nachbesserungen, bevor der Entwurf Anfang Dezember vom Kabinett beraten wird. Demgegen&uuml;ber lehnen drei Gewerkschaften das Gesetz in G&auml;nze ab: Verdi, NGG und GEW begr&uuml;nden ihr Nein mit der Sorge, dass das Gesetz zumindest indirekt zu Einschr&auml;nkungen des Streikrechts f&uuml;hren wird. Die Haltung zum Tarifeinheitsgesetz ist im DGB mithin uneinheitlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/dgb-gewerkschaften-streit-um-die-tarifeinheit,1472780,29087322.html\">FR<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Voker Bahl:<\/strong> L&ouml;st doch den DGB auf &ndash; das ist ehrlicher! Wie der DGB als demokratisches Beschlussorgan auf den Hund gekommen ist : die Vorst&auml;nde der Einzelgewerkschaften nehmen sich die &ldquo;Macht&rdquo; gegen Mehrheitsentscheidungen des DGB-Kongresses f&uuml;r die Tarifeinheit durch Gesetz einzutreten : Konnte man noch nach dem DGB-Kongress im Mai sagen, dass der DGB gemeinsam gegen das Regierungsprojekt der GroKo zur Streikrechtseinschr&auml;nkung durch gesetzlich Tarifeinheit &ldquo;von oben&rdquo; eintritt.  ( vgl. <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/?p=58853\">&ldquo;Jedenfalls ist der DGB gegen das Regierungsprojekt der GroKo zur Streikrechtseinschr&auml;nkung&rdquo;<\/a> auf der Seite 4 in der Mitte bei), so liest man das inzwischen doch ganz anders &ndash; gegen diese DGB-Beschlusslage : nur noch drei Gewerkschaften sind dagegen &ndash; alle anderen daf&uuml;r. Und das &ldquo;muss&rdquo; jetzt der neue DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann gegen&uuml;ber der Mehrheit der Gewerkschafter ,die ihn gew&auml;hlt haben vertreten.<br>\nDa f&auml;llt mir nur eine andere Frage ein, die sich mir damals stellte, &ldquo;inwieweit m&uuml;ssen die Gewerkschaften weiter ihre &ldquo;zugewiesene&rdquo; Rolle im neoliberalen Setting beibehalten ?&rdquo; ( dortselbst Seite 2 ) Die immer weiter vor sich hin schleichende Talfahrt der L&ouml;hne bringt es ans Licht, wie schwach diese deutschen Gewerkschaften &ndash; als Problem f&uuml;r die anderen Gewerkschaften in der Eurozone &ndash; <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/gerechtigkeit\/arbeit-talfahrt-der-deutschen-loehne,28235374,28413214.html\">sind<\/a>.  Und ganz wie es im &ldquo;neoliberalen Setting&rdquo; &uuml;blich ist, entscheiden dies jetzt &ldquo;ein paar Vorst&auml;nde&rdquo; gegen den demokratischen Beschluss zur Tarifeinheit. Sauber &ndash; sag&acute;ich ! &ldquo;Ehrlicher&rdquo; wird es doch sein, wenn der DGB als demokratisches Beschlussorgan gleich ganz abgeschafft wird &ndash; das passt doch gleich &ndash; nach einer solchen &ldquo;Anpassung&rdquo; &ndash;  auch viel besser in das neoliberale Setting!<br>\nUnd wen diese Geschichte eines &ndash; auch demokratischen &ndash;  Verfalls der deutschen Gewerkschaften noch weiter interessieren sollte, der kann ja weiterlesen &ldquo;Zur Tarifeinheit ? Statt die Linke zu diffamieren sollte der Bundespr&auml;sident &ndash; als oberstes Verfassungsorgan &ndash; auf verfassungsm&auml;&szlig;iges Handeln von Politik und Bahn dr&auml;ngen, bevor zentrale Grundrechte <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/?p=68989\">Schaden leiden<\/a> !&rdquo;<\/em><\/p>\n<li><strong>Stellungnahme der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di zum Entwurf eines Gesetzes zur Tarifeinheit<\/strong><br>\nDie Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di lehnt das Gesetzesvorhaben ab. Die vorgeschlagenen Regularien zur Herstellung einer Tarifeinheit ber&uuml;hren das Streik-recht der Gewerkschaften aus Art. 9 Abs. 3 GG, schw&auml;chen das f&uuml;r den Standort Deutschland so wichtige Instrument des Fl&auml;chentarifvertrags, verursachen einen sch&auml;dlichen und fehlgeleiteten Wettbewerb zwischen Gewerkschaften und Besch&auml;ftigten in Betrieben und stellen sich auch in ihrer Ausgestaltung als ungenau dar. Der Entwurf weist insgesamt in die falsche Richtung, er schafft keine Rechtsklarheit, sondern verursacht Rechtsunsicherheit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/tarifeinheit_verdivorstand.pdf\">ver.di Bundesvorstand auf LabourNet [PDF]<\/a><\/li>\n<li><strong>Tarifeinheit: JA &ndash; Eingriff ins Streikrecht: NEIN<\/strong><br>\nWir fordern die Bundesregierung auf, von einer gesetzlichen Regelung der Tarifeinheit abzusehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.verdi.de\/themen\/geld-tarif\/tarifeinheit\">ver.di<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Umstrittenes Urteil in Saudi-Arabien: Der Gleichmacher soll sterben<\/strong><br>\nEin schiitischer Prediger br&uuml;skiert das saudische K&ouml;nigshaus, spricht gar von Wahlen in der absoluten Monarchie. F&uuml;r diesen Affront soll er durch das Schwert sterben. Das Urteil provoziert w&uuml;ste Drohungen aus Iran.<br>\nDer Fall Nimr al-Nimr hat in Saudi-Arabien und im gesamten Nahen Osten f&uuml;r Aufregung gesorgt. Eigentlich hatte der Staatsanwalt die &ldquo;Kreuzigung&rdquo; des schiitischen Predigers verlangt. Bei dieser besonders entw&uuml;rdigenden Art der Todesstrafe wird der Delinquent gek&ouml;pft und sein enthaupteter K&ouml;rper &ouml;ffentlich am Kreuz zur Schau gestellt. Am Ende entschieden die Richter am sogenannten Specialized Criminal Court in Riad anders: Der Anf&uuml;hrer einer schiitischen Protestbewegung im Osten des mehrheitlich von Sunniten bev&ouml;lkerten Landes soll durch das Schwert sterben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/saudi-arabien-todesurteil-gegen-prediger-nimr-al-nimr-a-1002335.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> &bdquo;Umstritten&ldquo; ist gut &hellip; welchen Begriff h&auml;tte SPON denn bitte gew&auml;hlt, wenn ein &bdquo;Demokratieaktivist&ldquo; in Russland, Iran oder einem anderen &bdquo;Schurkenstaat&ldquo; mit einer Kreuzigung bedroht w&uuml;rde und dann als Zeichen der Deeskalation &bdquo;nur&ldquo; mit dem Schwert gek&ouml;pft werden soll? Auf der Liste der widerlichsten Staaten der Welt steht Saudi-Arabien ganz weit oben &hellip; nur darf man dies in Deutschland offenbar nicht laut aussprechen oder schreiben, schlie&szlig;lich ist Saudi-Arabien ja unser treuer Partner und R&uuml;stungskunde, der &bdquo;uns&ldquo; dabei hilft, die b&ouml;sen Demokratien im mittleren Osten unter Kontrolle zu halten. Diese Au&szlig;enpolitik ist genau wie deren Kommentierung in den gro&szlig;en Medien wirklich nur noch mit einer &Uuml;berdosis Zynismus zu ertragen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ich will eine starke Wirtschaft<\/strong><br>\nDie Gr&uuml;nen als &ouml;konomische Spa&szlig;- und Wachstumsbremse &ndash; das war einmal. Jedenfalls wenn es nach den Vorstellungen gr&uuml;ner Landespolitiker wie der rheinland-pf&auml;lzischen Wirtschaftsministerin Eveline Lemke geht, die einen wirtschaftsfreundlichen Kurs w&uuml;nschen.<br>\nHeute beginnt in Hamburg die Bundesdelegiertenkonferenz der Gr&uuml;nen, auf der auch &uuml;ber eine neue Wirtschaftspolitik der Partei debattiert werden soll. Denn Gr&uuml;nen-Politiker aus Hessen, Baden-W&uuml;rttemberg und Rheinland-Pfalz fordern einen wirtschaftsfreundlicheren Kurs, darunter auch Eveline Lemke, stellvertretende Ministerpr&auml;sidentin und Wirtschaftsministerin von Rheinland-Pfalz.<br>\n&ldquo;Wir brauchen sogar die BASF, mit denen kommen wir super-gut klar auch in Rheinland-Pfalz. Die haben hier eine Milliarde investiert. Der Unterschied liegt manchmal darin, welche Produkte sie herstellen und wie. Und wenn wir sagen, die Produkte, die wir herstellen, die dienen den Menschen und dem Klima und diesem Planeten und sind eben nicht nur, dienen nicht nur der Mobilit&auml;t, sondern verbrauchen weniger Ressourcen, darauf kommt es uns an, dann ist das gr&uuml;n, und dann unterscheiden wir uns. Und dann ist es auch gewollt, und dann f&uuml;hlt es sich auch gut an. &hellip;.<br>\nSehen Sie, ich arbeite auch mit der RWE zusammen beim Thema Energiewende. Die stellen sich auch neu auf, und wenn wir das AKW M&uuml;hlheim-K&auml;rlich abrei&szlig;en werden gemeinsam, da wird es eine Riesenparty geben, weil wir sagen, das neue Energiezeitalter beginnt. Und auch RWE als alter Player, den die Gr&uuml;nen nicht so toll fanden, findet in Zukunft bei mir hier in Rheinland-Pfalz seine Rolle und seinen Platz. Und da gibt es keine ewigen Verurteilungen. So k&ouml;nnen wir doch in der Gesellschaft nicht miteinander umgehen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/vor-dem-gruenen-parteitag-ich-will-eine-starke-wirtschaft.1008.de.html?dram:article_id=303887\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Welcome to the club! Die Interessen des Kapitals oder angepasst, der Wirtschaft, gehen &uuml;ber alles. Das ist nicht neu in der marktkonformen Demokratie, aber dass die Gr&uuml;nen das nun so explizit betonen und auch den Umweltschutz daf&uuml;r gerne &uuml;ber Bord werfen und dem Exportfetisch hinterher laufen ist schon interessant. Und &ldquo;die Wirtschaft&rdquo; respektive die Unternehmer schaffen nat&uuml;rlich auch Arbeitspl&auml;tze aus reiner Menschenfreundlichkeit. Nicht wahr Frau Lempke?<br>\nDie Aussagen von Lempke sind von einer Naivit&auml;t, dass einem die Tr&auml;nen kommen. Hat sich Lempke schon einmal gefragt weshalb die Umweltsitation in China so katastrophal ist? Und weshalb auch deutsche Unternehmen so gerne in China produzieren lassen? K&ouml;nnte es sein, dass es daran liegt, dass man in China so sch&ouml;n billig produzieren kann gerade weil es eben dort nicht so harsche Umweltschutzbestimmungen gibt wie in Deutschland? Und wie kann es sein, dass die lieben und guten Unternehmer alles daran setzen auch ja keinen Cent Steuer zu zahlen, wie die Enth&uuml;llungen &uuml;ber die massive Beihilfe Luxemburgs zu den agressiven Steuervermeidungspraktiken der Konzerne gezeigt haben? Und Lempke redet da was von zu hohen Steuern daher. Steuern sind f&uuml;r Kapitaleigner immer zu hoch, da diese die Rendite schm&auml;lern. Aber die finale Frechheit ist die Behauptung die Wirtschaft sei die &ldquo;die S&auml;ule auch unserer Gesellschaft&rdquo;. Da muss man doch fragen, was ist mit den millonen arbeitenden Menschen in Deutschland, die in den Unternehmen die G&uuml;ter und Dienstleistungen produzieren, die sind einfach nicht relevant?  Die FDP braucht wirklich kein Mensch mehr nachdem nun auch die SPD wieder &ldquo;wirtschaftsfreundlicher&rdquo; werden will.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&Ouml;konomisierung in den Kliniken ist politisch gewollt!<\/strong><br>\nRangiert in den Kliniken die &Ouml;konomie vor der Empathie? Dieses Gef&uuml;hl haben immer mehr Mitarbeiter in den Krankenh&auml;usern und auch Patienten &ndash; sie leiden darunter. Doch daran wird sich f&uuml;r viele so schnell nichts &auml;ndern.<br>\nIn Gespr&auml;chen &uuml;ber Krankenh&auml;user in Deutschland wird viel vor der &Ouml;konomisierung des Gesundheitswesens und ihren Folgen gewarnt. So viel, dass sich k&uuml;rzlich sogar der Deutsche Ethikrat in einer &ouml;ffentlichen Tagung damit besch&auml;ftigt hat.<br>\nDas Thema habe eine gro&szlig;e gesellschaftliche Relevanz, hie&szlig; es. Schlie&szlig;lich sei jeder B&uuml;rger ein potenzieller Patient. Und &ldquo;wir wollen, dass es auch den Menschen, die sich um uns k&uuml;mmern, gut geht&rdquo;, so die Vorsitzende des Ethikrates Professor Christiane Woopen.<br>\nSitzen in den F&uuml;hrungsetagen der Kliniken haupts&auml;chlich Sparkommissare, denen das Wohl der Patienten und Mitarbeiter nur am Herzen liegt, wenn es sich auch rechnet? Und wenn ja, was hat dazu gef&uuml;hrt, dass &Ouml;konomen in Kliniken immer mehr Einfluss gewinnen?<br>\nZurzeit wird auf vielen Baustellen im station&auml;ren Sektor gewerkelt. Eine hochrangig besetzte Bund-L&auml;nder-Kommission soll eine gro&szlig;e Reform vorbereiten. Ein neues Qualit&auml;tsinstitut ist geplant &ndash; Leistungen sollen transparenter und besser vergleichbar werden.<br>\nDoch ist nicht vieles nur Augenwischerei? Weil sich niemand traut, wirklich Hand an die Probleme zu legen? Denn: Wer den Kopf herausstreckt, wird schnell niedergemacht.<br>\n&ldquo;Jeder, der sagt, ein Krankenhaus muss dichtgemacht werden, begeht politisch Selbstmord&rdquo;, so der rheinland-pf&auml;lzische VdEK-Chef Martin Schneider vor einiger Zeit auf einer Veranstaltung.<br>\nUnd mit dieser Beobachtung steht er nicht allein da. Wer wiedergew&auml;hlt werden will, der schweigt also lieber beim Thema &Uuml;berversorgung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.aerztezeitung.de\/praxis_wirtschaft\/klinikmanagement\/default.aspx?sid=873668&amp;cm_mmc=Newsletter-_-Newsletter-O-_-20141121-_-Klinik-Management\">&Auml;rztezeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Neues Krankenversicherungsmodell &ndash; Generali erfindet den elektronischen Patienten<\/strong><br>\nAls erster gro&szlig;er Versicherer in Europa setzt die Generali-Gruppe k&uuml;nftig auf die elektronische Kontrolle von Fitness, Ern&auml;hrung und Lebensstil.<br>\nKunden werden Gutscheine und Rabatte bei Pr&auml;mien gew&auml;hrt, wenn sie gesund leben. Dazu &uuml;bermitteln sie der Generali &uuml;ber eine App regelm&auml;&szlig;ig Daten zum Lebensstil.<br>\nDas Kalk&uuml;l dabei: Wer gesund lebt, kostet den Krankenversicherern weniger Geld. Im Gegenzug erhalten willige Verbraucher Verg&uuml;nstigungen.<br>\nAus Datenschutzgr&uuml;nden ist das neue Modell problematisch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/geld\/neues-krankenversicherungsmodell-generali-erfindet-den-elektronischen-patienten-1.2229667\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Ich halte das eher f&uuml;r einen PR-Gag. Ob Menschen, die &bdquo;gesund leben&ldquo; f&uuml;r eine Krankenversicherung wirklich preiswerter sind, ist n&auml;mlich nicht so klar, wie es auf den ersten Blick scheint. Anhand der sogenannten &bdquo;Kopfschadensprofile&ldquo; l&auml;sst sich klar erkennen, dass vor allem eine hohe Lebenserwartung einer der gr&ouml;&szlig;ten Kostentreiber im Gesundheitssystem ist. Rein mathematisch ist also ein fr&uuml;hes Ableben des Versicherten &ouml;konomisch keinesfalls problematisch. Oder um es zuzuspitzen: Ein &uuml;bergewichtiger Raucher, der mit 60 Jahren an einem Herzinfarkt stirbt, ist f&uuml;r die Krankenkasse billiger als ein ern&auml;hrungsbewusster Sportler, der im Alter von 80+ hohe Gesundheitskosten produziert. Das ist nat&uuml;rlich nur die &ouml;konomische Sichtweise, die durchaus menschenverachtend ist. Der Generali-Konzern ist aber keine wohlt&auml;tige Einrichtung, ihm geht es nur um Renditen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.:<\/strong> Aus dem Artikel: &bdquo;Individualisierte Tarife bergen indes eine gro&szlig;e Gefahr: Sie f&uuml;hren das Prinzip der Versicherung ad absurdum. Versicherer gleichen eigentlich verschiedene Risiken aus, zwischen vielen Kunden und auch &uuml;ber die Zeit. Das ist der Kern ihres Gesch&auml;fts. (&hellip;) Felix Hufeld, oberster Versicherungsaufseher bei der Bundesanstalt f&uuml;r Finanzdienstleistungsaufsicht Bafin, sieht die neuen M&ouml;glichkeiten zur Datenauswertung kritisch: &ldquo;Wenn wir den Gedanken zu Ende denken, kann das letztlich zu einer Atomisierung des Kollektivs f&uuml;hren&rdquo;, sagte Hufeld bei einer SZ-Fachkonferenz in K&ouml;ln. Das bliebe nicht ohne Folgen f&uuml;r den Versicherungsgedanken an sich.&ldquo;<br>\nDas hingegen ist die ultimative Konsequenz eines derart schiefen Menschen- und Gesellschaftsbildes &agrave; la Thatcher und Konsorten, die nur Individuen kennen wollen &ndash; Menschen, und Menschenbilder, die aber leider (inkonsequenterweise) nicht einfach so vom (neoliberalen) Himmel fallen, sondern selbst (beide) und ganz irdisch (etwa neoliberal) gesellschaftlich bestimmt sind. Heilige a-soziale Ignoranz! Eine Gesellschaft und ihre Individuen sind mehr als nur ein Aggregat von atomisierten bzw. individualisierten Menschen. Dass dies eine, wennauch sehr wirksame und n&uuml;tzliche, soziale (und politische) Fiktion ist, wei&szlig; niemand besser als die vermeintliche &lsquo;gesellschaftliche Elite&rsquo; selbst, die auf entsprechend gute Gesellschaft, gute Erziehung und gute Bildung, auf gute Schule bzw. H&auml;user wert legt. Auch und gerade wenn sich deren Selbstverst&auml;ndnis etwa in solch bizarren Bonmots ausdr&uuml;cken und ad absurdum f&uuml;hren kann: &lsquo;Gute Erziehung, mein Herr, ist etwas Angeborenes&rsquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Studie: Ohne &Auml;ltere kollabiert der Arbeitsmarkt im Jahr 2050<\/strong><br>\nDer Eurozone droht die dauerhafte Stagnation, sollte es nicht gelingen, mehr &auml;ltere Arbeitnehmer im Job zu halten, warnen Londoner Forscher. 17 Prozent der Arbeitskr&auml;fte w&uuml;rden langfristig fehlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article134564493\/Ohne-Aeltere-kollabiert-der-Arbeitsmarkt-im-Jahr-2050.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Gut, da&szlig; wir das mal gekl&auml;rt haben: in 36 Jahren wird es nach (vielleicht etwas windigen) Prognosen also einen Arbeitskr&auml;ftemangel (oder einen Fachkr&auml;ftemangel?) geben. Was das genau bedeuten mag, ist unklar, aber man kann ja schon mal heute warnen. Gut auch, da&szlig; man mit solchen sinnlosen Meldungen die Probleme der Gegenwart, die rekordhohe Massenarbeitslosigkeit sowohl in Deutschland als auch in der EU, die vielen prek&auml;ren und miserabel bezahlten Jobs und eine vollkommen falsche Wirtschaftspolitik, die die Massenarbeitslosigkeit noch mindestens f&uuml;r die n&auml;chsten 15 Jahre perpetuiert, mal eben unter den Teppich kehrt. Absurd. Wir haben genau die umgekehrten Probleme als die, die hier angesprochen werden. Wird es tats&auml;chlich irgendwann mal 17 Prozent weniger (verglichen womit?) Arbeitskr&auml;fte geben, dann haben wir, realistisch betrachtet, statistisch vielleicht Vollbesch&auml;ftigung. Was f&uuml;r ein beh&auml;mmerter Artikel.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Familienunternehmer fordern: K&uuml;ndigung soll ohne Begr&uuml;ndung m&ouml;glich werden<\/strong><br>\nDer Verband der Familienunternehmer fordert dem &ldquo;Handelsblatt&rdquo; zufolge eine Reform des K&uuml;ndigungsschutzes. Demnach sollten Arbeitgeber Vertr&auml;ge ihrer Besch&auml;ftigten ohne jegliche Begr&uuml;ndung k&uuml;ndigen d&uuml;rfen. Voraussetzung daf&uuml;r solle aber sein, dass mit dem Mitarbeiter in dessen Arbeitsvertrag eine Abfindungsregelung f&uuml;r den K&uuml;ndigungsfall vereinbart wird.<br>\nIhre Forderung bringen die Familienunternehmer nicht zum ersten Mal vor. Jetzt starten sie dem Bericht zufolge einen neuen Anlauf, um eine Reform des K&uuml;ndigungsschutzes auf die politische Agenda zu heben. Laut &ldquo;Handelsblatt&rdquo;, dem das Positionspapier des Verbandes vorliegt, l&auml;sst sich der Vorschlag auf folgenden Nenner bringen: Arbeitgeber, die Mitarbeitern eine Abfindung zusichern, d&uuml;rfen das Arbeitsverh&auml;ltnis auch ohne Begr&uuml;ndung k&uuml;ndigen. Der Besch&auml;ftigte verzichtet auf sein Klagerecht und die M&ouml;glichkeit der Weiterbesch&auml;ftigung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.t-online.de\/wirtschaft\/jobs\/id_71858156\/familienunternehmer-fordern-kuendigung-soll-ohne-begruendung-moeglich-werden.html\">T-Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Auch diese Diskussion ist ein Wiederg&auml;nger, die Argumente dieselben Zombies wie seit 20 (?) Jahren: die jetzige Rechtslage sei &ldquo;besch&auml;ftigungsfeindlich&rdquo; und deshalb &ldquo;[hielten] sie sich mit der Einstellung neuer Mitarbeiter zur&uuml;ck[&hellip;]&rdquo;. Wenn aber doch angeblich nur das jetzige Verfahren &ndash; mit K&uuml;ndigungsschutzklage vor Gericht, in der es (angeblich) nur um die H&ouml;he der Abfindung geht, &ndash; &ldquo;vereinfacht&rdquo; werden soll: warum dann die Klage &uuml;ber das &ldquo;besch&auml;ftigungsfeindliche&rdquo; K&uuml;ndigungsschutzgesetz? Scheint doch alles ganz einfach zu sein. Und stellen Firmen nicht Leute ein, die sie brauchen, unabh&auml;ngig von der Situation im K&uuml;ndigungsschutz, zumal betriebsbedingte K&uuml;ndigungen bei Auftragsmangel unproblematisch sind? Gibt es nicht schon (viel zu viele) M&ouml;glichkeiten zur befristeten oder leihweisen Einstellung von Arbeitnehmern? Und das alles in einer Situation, in der die Arbeitnehmer sowieso schon an einem viel zu kurzen Hebel sitzen und die L&ouml;hne um ca. 20% zu niedrig sind&hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Inge Hannemann oder: Wie aus einem politischen Kampf eine Schreibtischtat wird<\/strong><br>\nAm 20. November 2014 war es mal wieder soweit. Inge Hannemann trat vor dem Landesarbeitsgericht Hamburg gegen die Hansestadt an. Es ging um die einstweilige Verf&uuml;gung auf Weiterbesch&auml;ftigung beim Jobcenter Altona.<br>\nAuf den ersten Blick ist das nicht ungew&ouml;hnlich, Hannemann und die Gerichte stehen sich ja nun schon l&auml;nger regelm&auml;&szlig;ig gegen&uuml;ber. Als Zeuge der Verhandlung kam allerdings recht schnell ein merkw&uuml;rdiger Beigeschmack auf. Denn der politische Kampf, um den es Hannemann ging und geht, spielt inzwischen f&uuml;r die Richter keine Rolle mehr. Das hat durchaus Methode.<br>\nWo zwei Beklagte da kann es kompliziert werden. Oder besonders einfach, je nachdem, aus welchem Blickwinkel man die Sachlage betrachtet.<br>\nBei der Verhandlung am 20.11.2014 ging es um Hannemanns Streit mit der Stadt Hamburg, nicht etwa um den mit dem Jobcenter. Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe und die Differenzierung ist bedeutsam. Denn die Stadt Hamburg hat Inge Hannemann einen Job angeboten, nachdem sie vom Jobcenter freigestellt worden war. Nun will Hannemann aber gar keinen neuen Job. Sie war ja angetreten, um gegen unsinnige und menschenverachtende Sanktionen zu k&auml;mpfen. Und wurde genau deswegen &bdquo;vom Hof gejagt&ldquo;. Alleine der Nachweis f&auml;llt schwer, und so nimmt der juristische Streit eine Richtung an, die fast bizarr wirkt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/130969\/inge-hannemann-oder-wie-aus-einem-politischen-kampf-eine-schreibtischtat-wird\">Der Spiegelfechter<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Edeka: Die Schattenseiten der Genossenschaft<\/strong><br>\nEigentlich k&ouml;nnte man Edeka f&uuml;r ein gutes Unternehmen halten. Denn die Basis bilden neun regionale Genossenschaften, denen tausende selbstst&auml;ndiger Kaufleute angeh&ouml;ren. &ldquo;Edeka steht f&uuml;r generationen&uuml;bergreifenden, nachhaltigen und &ouml;konomisch verantwortungsvollen Handel&rdquo;, schreibt die Zentrale in Hamburg. Sozialvertr&auml;gliches Wirtschaften im Gegensatz zu einem ungeregelten, brutalen Kapitalismus &ndash; so stellen sich Genossenschaften in Deutschland gerne dar. Gegenseitige Hilfe und ein fairer Umgang mit den Besch&auml;ftigten geh&ouml;ren angeblich zum Gesch&auml;ftsmodell. Bei vielen mag das stimmen, bei anderen aber nicht. Darum, wie es bei Edeka aussieht, gibt es seit Jahren massive Konflikte. Der Anlass f&uuml;r diese K&auml;mpfe ist die Strategie, regelm&auml;&szlig;ig M&auml;rkte, die dem Edeka-Verbund direkt unterstehen, an selbstst&auml;ndige Kaufleute zu &uuml;bertragen. F&uuml;r die zentral geleiteten Gesch&auml;fte gelten Tarifvertr&auml;ge. Doch die selbstst&auml;ndigen Unternehmer versuchen oft, den Regeln zu entkommen und die Kosten zu dr&uuml;cken.<br>\nDas k&ouml;nnte auch dem Tengelmann-Personal bl&uuml;hen. Edeka hat bereits angek&uuml;ndigt: &ldquo;Ziel ist es, die Standorte nach und nach an selbstst&auml;ndige Kaufleute zu &uuml;bergeben.&rdquo; Der Konzern &ldquo;stiehlt sich aus seiner Personalverantwortung&rdquo;, sagt Verdi-Mitarbeiter Kirschner. Den Edeka-Markt bei Hannover f&uuml;hrt er als Beispiel an. Dort habe die Eigent&uuml;merin nach der &Uuml;bertragung mit neuen Besch&auml;ftigten Arbeitsvertr&auml;ge geschlossen, die den Tarifvertrag unterliefen, so Robert Kirschner, Sekret&auml;r der Gewerkschaft Verdi. Die Gewerkschaft, die seit Jahren eine breite Kampagne zu Edeka organisiert, nennt viele weitere Probleme, die im Zuge der Auslagerung von Filialen auftr&auml;ten. Bundesweit w&uuml;rden rund 129.000 von insgesamt 328.000 Besch&auml;ftigten des Konzerns nicht nach Tarif bezahlt. Viele von ihnen h&auml;tten keinen Betriebsrat. Neben L&ouml;hnen &ldquo;im sittenwidrigen Bereich&rdquo; geht es um Kamera&uuml;berwachung von Mitarbeitern oder das Verbot, in der Firma &uuml;ber gewerkschaftliche Aktivit&auml;ten zu informieren.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2014%2F11%2F20%2Fa0158&amp;cHash=0a9cfdc2f2db775390ae25fe01266d82\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nat&uuml;rlich sind Arbeitsbedingungen und L&ouml;hne bei Edeka wie auch bei den Konkurrenten Rewe, Schwarz Gruppe (Lidl), Aldi oder Metro von au&szlig;erordentlicher gesellschaftspolitischer Relevanz, aber auf einer anderen Ebene ist die Marktmacht dieser Unternehmen ein weiteres Problem. Das Bundeskartellamt ist dieser Frage nachgegangen und hat festgestellt, dass auf die f&uuml;hrenden Unternehmen Edeka, Rewe, Schwarz Gruppe und Aldi deutlich mehr als drei Viertel aller Ums&auml;tze im Lebensmitteleinzelhandel entfallen, die mit Endkunden in Deutschland erzielt werden. Edeka f&uuml;hrt mit einem Viertel aller Ums&auml;tze im deutschen Lebensmitteleinzelhandel mit weitem Abstand. Das d&uuml;rfte ein wichtiges Argument sein, wenn das Bundeskartellamt bewertet, ob Edeka mit Kaiser&rsquo;s Tengelmann 450 weitere Superm&auml;rkte schlucken darf. Wie zu erwarten kommt das Bundeskartellamt zu dem Schluss, dass diese Spitzengruppe aufgrund ihrer starken Marktposition Vorteile gegen&uuml;ber den Herstellern realisieren kann und nat&uuml;rlich in einem strukturellen Vorteil gegen&uuml;ber den kleineren Wettbewerbern des Lebensmitteleinzelhandels ist. Hierbei sind hohe Beschaffungsmengen eine zentrale Ursache f&uuml;r einen niedrigen Einkaufspreis. Hinzu kommt, dass, auch hier ist Edeka f&uuml;hrend, &uuml;ber Eigenproduktion zus&auml;tzlichen Druck aus&uuml;ben kann.<br>\nDas Bundeskartellamt hat zwar festgestellt, dass der deutsche Lebensmitteleinzelhandel weit &uuml;berwiegend im Inland beschafft, aber auch bei den wenigen ausl&auml;ndischen Produkten wirkt sich die Marktmacht dieser Handelskonzerne aus. So hat Oxfam am Beispiel von Bananen aus Ecuador aufgezeigt, dass die auf dem Gro&szlig;markt von Aldi gesetzte Referenzmarke f&uuml;r den Tagespreis, die Eink&auml;ufe in den Erzeugerl&auml;ndern beeinflusse. In Ecuador ist ein Mindestpreis von 6,22 US-Dollar f&uuml;r die Kiste Bananen gesetzlich vorgeschriebenen. Bezahlt werden allerdings nur 4,50 Dollar. Frank Bra&szlig;el von <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/oxfam-studie-wie-deutsche-supermarkt-ketten-in-suedamerika.697.de.html?dram:article_id=298454\">Oxfam beschreibt den Vorgang wie folgt<\/a>: &ldquo;Wenn man Bananen aus Ecuador exportieren will, muss man per Bankbeleg nachweisen, dass man 6,22 Dollar f&uuml;r eine Kiste bezahlt hat. Das haben vor Ort alle best&auml;tigt. Sie bekommen auch die 6,22 Dollar bezahlt, aber erst, wenn sie einen Scheck &uuml;ber den Differenzbetrag zum illegalen Markt ausgestellt haben. Somit muss man pro Kiste Bananen einen entsprechenden Scheck an den Aufk&auml;ufer geben.&rdquo; Die deutschen Handelsketten haben sich damit den Ruf in S&uuml;damerika eingehandelt, den bisher US-amerikanische Handelsketten hatten.<\/em><\/p>\n<p>Quelle 2: <a href=\"http:\/\/www.bundeskartellamt.de\/Sektoruntersuchung_LEH.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=7\">Sektoruntersuchung Lebensmitteleinzelhandel<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.bundeskartellamt.de\/SharedDocs\/Publikation\/DE\/Sektoruntersuchungen\/Sektoruntersuchung%20LEH-Zusammenfassung.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=2\">Zusammenfassung<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Norbert Walter-Borjans: Nordrhein-Westfalen ist das sparsamste Bundesland &ndash; aber kaum jemand schert sich um die Realit&auml;t<\/strong><br>\nNordrhein-Westfalen gibt pro Einwohner gar nicht mehr aus als der Durchschnitt, sondern deutlich weniger. Und das Land hat pro Kopf der Bev&ouml;lkerung auch nur einen durchschnittlichen Schuldenstand. Die Gr&ouml;&szlig;e des Landes f&uuml;hrt allerdings dazu, dass die absoluten Zahlen immer die h&ouml;chsten unter allen L&auml;ndern sind. Deutschland hat auch mehr Schulden als das viel kleinere Griechenland &ndash; aber eben nicht pro Kopf der Bev&ouml;lkerung. So ist das auch mit NRW im Vergleich mit den meist viel kleineren Bundesl&auml;ndern. Pro Kopf der Bev&ouml;lkerung steht NRW nicht schlecht da.<br>\nIm Gegenteil: alle &uuml;brigen f&uuml;nfzehn Bundesl&auml;nder sind wesentlich ausgabefreudiger als Nordrhein-Westfalen, obwohl in den dicht besiedelten Gro&szlig;stadtregionen von NRW pro Einwohner ganz sicher nicht weniger Lehrerinnen und Lehrer, nicht weniger Polizistinnen und Polizisten ben&ouml;tigt werden als in den weitestgehend l&auml;ndlich gepr&auml;gten R&auml;umen der anderen Bundesl&auml;nder. Wer wei&szlig; zum Beispiel schon, dass der gro&szlig;e Freistaat Bayern, nach Einwohnern die Nummer zwei hinter NRW, gerade mal drei St&auml;dte mit mehr als einer Viertelmillion Einwohnern hat, Nordrhein-Westfalen aber zw&ouml;lf. Nordrhein-Westfalen k&ouml;nnte aber statt eines Haushalts mit 62,5 Milliarden Euro Ausgaben fast 69 Milliarden Euro und damit 6,2 Milliarden Euro mehr f&uuml;r Bildung, Infrastruktur, Sicherheit und sozialen Zusammenhalt investieren, um auf die Pro-Kopf-Ausgaben von Bayern zu kommen. Im Klartext: Bayern gibt pro Einwohner zehn Prozent mehr aus als Nordrhein-Westfalen. Die Ausgaben Baden-W&uuml;rttembergs liegen sogar mehr als 14 Prozent &uuml;ber denen von NRW.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blog-der-republik.de\/wenn-nicht-sein-kann-was-nicht-sein-darf-nordrhein-westfalen-ist-das-sparsamste-bundesland-aber-kaum-jemand-schert-sich-um-die-realitaet\/\">Blog der Republik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die Freiz&uuml;gigkeit und die neoliberale Soziologie<\/strong><br>\nDer &raquo;Sozialtourismus&laquo; hat sich nicht bewahrheitet. Trotzdem hat diese unbegr&uuml;ndete Angst einen juristischen Erfolg davongetragen. Ein Urteil, das die Freiz&uuml;gigkeit nicht eingeschr&auml;nkte, h&auml;tte auch keine Auswanderungswelle bewirkt. Denn Emigration ist keine Kosten-Nutzen-Frage.<br>\nDer Europ&auml;ische Gerichtshof hat geurteilt, dass Deutschland EU-Ausl&auml;ndern keineswegs Hartz IV gew&auml;hren muss. Die Freiz&uuml;gigkeit innerhalb Europas ist damit nachhaltig gesch&auml;digt, wenn nicht sogar deaktiviert. Denn das Urteil zieht die Gr&auml;ben einer kontinentalen Zweiklassengesellschaft noch tiefer. W&auml;hrend die starken Industriestaaten die Vorz&uuml;ge der europ&auml;ischen Zollunion genie&szlig;en k&ouml;nnen und sich die &raquo;Wettbewerbsvorteile&laquo; der &auml;rmeren EU-Staaten sichern, werden die Menschen ohne Mittel aus schw&auml;cheren L&auml;ndern des Kontinents faktisch festgesetzt. Jetzt w&auml;re der richtige Augenblick, &uuml;ber eine europ&auml;ische &raquo;Sozialunion&laquo; zu verhandeln. Sie muss auf die Agenda. Denn ein Europa, das die Freiz&uuml;gigkeit als blo&szlig;e Theorie f&uuml;hrt, ist nur ein weiteres gebrochenes Versprechen, dass das europ&auml;ische Projekt zu Grabe weist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/952956.die-freizuegigkeit-und-die-neoliberale-soziologie.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Leiser R&uuml;ckzug<\/strong><br>\nDer Politologe Franz Walter und seine Mitarbeiter haben ihre Sicht auf den P&auml;dophilie-Beschluss der &Ouml;kopartei en passant revidiert. Noch mitten im Bundestagswahlkampf, am 12. August 2013, hatten Walter und Klecha mit einem ganzseitigen FAZ-Artikel (&ldquo;Distanzierungstango in der P&auml;dofrage&rdquo;) f&uuml;r Aufsehen gesorgt, in dem sie einen Beschluss des Parteitags aus den Archiven zogen, die P&auml;dophilenparagrafen 174 und 176 des Strafgesetzbuchs zu &auml;ndern: &ldquo;Die Forderung nach einer Entkriminalisierung von P&auml;dophilie fand 1980 sogar Eingang in das Grundsatzprogramm der neuen Partei&rdquo;, &uuml;berschrieb die FAZ den Artikel. Das sorgte f&uuml;r erheblichen Wirbel. Schlie&szlig;lich war bis dato nur von p&auml;dophilenfreundlichen Beschl&uuml;ssen im NRW-Wahlkampf 1985 die Rede gewesen, jetzt konnte aber kurz vor der Wahl die gesamte Partei in Haftung genommen werden.<br>\nJetzt, im Abschlussbericht, hat Klecha seine Beurteilung der Beschlusslage entscheidend ver&auml;ndert: &ldquo;Was den Gr&uuml;nen gelungen war, entsprach der Quadratur des Kreises: Die urspr&uuml;nglich schon verabschiedete Forderung blieb an dieser Stelle der Form nach erhalten, wurde zugleich aber nicht nur relativiert, sondern letztlich grundlegend in Frage gestellt. Man hatte den Text damit weder aufgehoben noch ihn zum Pr&auml;judiz der weiteren Debatte gemacht. [&hellip;] Insgesamt konnten dar&uuml;ber Unterst&uuml;tzer wie Opponenten ihre Interessen wahren. [&hellip;] Jene, die dagegen opponierten, verwiesen darauf, dass die Textpassage ja gerade keine Programmaussage mehr darstellte, sondern erst einmal suspendiert worden war.&rdquo; Mit dieser differenzierten Sicht w&auml;ren vor der Wahl 2013 kaum Schlagzeilen zu machen gewesen &ndash; auch wenn der Saarbr&uuml;cker Parteitag f&uuml;r die Gr&uuml;nen immer noch peinlich genug ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2014%2F11%2F21%2Fa0082&amp;cHash=a3833f75b73cd72e8b71d60579d2f81e\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Paul Krugman: When Government Succeeds  &ndash;  Wenn die Regierung Erfolg hat<\/strong><br>\nDer gro&szlig;e Ebola-Spuk von 2014 scheint vorbei zu sein. Die Krankheit hat noch immer verheerende Auswirkungen in Afrika, und wie bei jeder Epidemie gibt es auch immer noch das Risiko eines neuerlichen Ausbruchs. Aber in den USA hat es schon eine ganze Weile keinen neuen Fall mehr gegeben, und die Angst der B&uuml;rger verfl&uuml;chtigt sich schnell.<br>\nBevor wir aber uns aber wieder mit anderem besch&auml;ftigen, lassen Sie uns doch versuchen, aus der Panik Lehren zu ziehen.<br>\nAls der Spuk seinen H&ouml;hepunkt erreichte, war Ebola mehr als nur eine Krankheit, es war eine politische Metapher. Die wurde speziell von Amerikas Rechten als Symbol f&uuml;r die Unf&auml;higkeit der Regierung eingesetzt. Die &uuml;blichen Verd&auml;chtigen behaupteten, die Obama-Administration sei der Aufgabe nicht gewachsen, und dar&uuml;ber hinaus insistierten sie, konventionelle Politik k&ouml;nne die Lage nicht meistern. F&uuml;hrende Republikaner schlugen vor, unser gesamtes Wissen &uuml;ber Krankheitskontrolle beiseite zu schieben und so extreme Ma&szlig;nahmen wie Reiseperren einzuf&uuml;hren, und sie spotteten &uuml;ber die Behauptung, die Verantwortlichen bei den Gesundheitsbeh&ouml;rden w&uuml;ssten schon, was sie machten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2014\/11\/17\/opinion\/paul-krugman-when-government-succeeds.html\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>F&uuml;r eine fundamental andere &Ouml;konomik<\/strong><br>\nDer Zustand der Wirtschaftswissenschaft ist &auml;u&szlig;erst bedenklich: Gepr&auml;gt von einer erschreckenden Einseitigkeit, die jedoch kaum als solche erkannt wird. [&hellip;] Die vermeintliche Vielfalt [&hellip;] existiert nur innerhalb dieses neoklassischen Gedankengeb&auml;udes. Mittels ein und denselben Annahmen und Methoden werden lediglich verschiedene Themengebiete untersucht. Solch eine Erweiterung des Untersuchungsgegenstandes ist keine Vielfalt. Ebenso wenig kann von Vielfalt und Offenheit gesprochen werden, wenn h&ouml;chstens ein oder zwei alternative Lehrveranstaltungen im Wahlbereich des Studiums auftauchen, die &uuml;berdies, wie bei der Dogmengeschichte in Heidelberg, von den Studierenden selbst organisiert und initiiert wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.capital.de\/meinungen\/fuer-eine-fundamental-andere-oekonomik-3028.html?utm_content=bufferd5863&amp;utm_medium=social&amp;utm_source=facebook.com&amp;utm_campaign=buffer\">Capital<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.T.:<\/strong> Das muss mensch sich einmal auf der Zunge zergehen lassen: Da sehen sich die Studierenden aufgrund des mangelhaften Lehrangebots gezwungen, Lehrveranstaltungen zur Geschichte des &ouml;konomischen Denkens selbst zu organisieren, und bekommen dann von den etablierten Vertreterinnen und Vertretern vorgehalten, dass doch mit der Lehre alles in Ordnung w&auml;re, weil ja Veranstaltungen z. B. zur Geschichte des &ouml;konomischen Denkens stattfinden! Der Beitrag endet dann auch zu Recht mit folgendem Hinweis: &ldquo;Dabei reicht es nicht aus, dass Studierende einige Veranstaltungen mit in die Curricula einbringen. Auch die Universit&auml;ten m&uuml;ssen Triebkraft der Ver&auml;nderung sein. Im derzeitigen Zustand der Volkswirtschaftslehre kann ein L&uuml;ckenschlie&szlig;en durch Studierende keine L&ouml;sung sein, vielmehr muss das Fundament erneuert werden!&rdquo;<br>\nDamit ist aber eine interessante Frage verbunden: Wer soll dieses Fundament erneuern?<br>\nDie kritischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erreichen keine kritische Masse. Die studentischen Organisationen (Netzwerk Plurale &Ouml;konomik) stellen zwar derzeit das (!) wesentliche Ver&auml;nderungsmoment dar, aber auch das hat Grenzen. Dann m&uuml;sste eigentlich die Politik gefragt sein. Aber immer dann, wenn diese st&auml;rker in die Gestaltung der Hochschullehre eingebunden werden m&ouml;chte, wiegeln die Fakult&auml;ten dies mit dem Argument &ldquo;Wissenschaftsfreiheit&rdquo; ab. Wir haben es hier nicht nur mit einem akademisch-intellektuellen Problem zu tun (Einseitkeit des vorherrschenden &ouml;konomischen Denkens), sondern auch mit strukturellen Problemen im Wissenschaftssystem. Das ist sicher der wesentliche Grund daf&uuml;r, dass wir sp&auml;testens seit der wirtschaftlichen Krise(n) 2007\/ 2008 auf der Stelle treten. Es tut sich viel zu wenig bis nichts.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Warum Goslar auf noch viel mehr Fl&uuml;chtlinge hofft<\/strong><br>\nW&auml;hrend viele St&auml;dte sich au&szlig;erstande sehen, mehr Fl&uuml;chtlinge aufzunehmen, setzt Goslars Oberb&uuml;rgermeister das gegenteilige Signal. Seine Stadt sei auf deren Zuteilung angewiesen. [&hellip;]<br>\nIn Goslar, aber auch in anderen Regionen des Harzes st&uuml;nden aufgrund der demografischen Entwicklung viele Wohnungen, kleine Hotels und Pensionen leer, auch Arbeitskr&auml;fte w&uuml;rden vielerorts gesucht. Man k&ouml;nne deshalb k&uuml;nftig deutlich mehr Fl&uuml;chtlinge aufnehmen als jene 286, die nach jetzigem Stand 2014 hier erwartet w&uuml;rden. Im Gegenzug sollte Gro&szlig;st&auml;dten, in denen Wohnraum ohnehin knapp sei, die Aufnahme weiterer Fl&uuml;chtlingskontingente erspart bleiben. Massenunterk&uuml;nfte wie in Hamburg, Hannover oder M&uuml;nchen st&uuml;nden einer menschenw&uuml;rdigen Integration der Zuwanderer entgegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article134527282\/Warum-Goslar-auf-noch-viel-mehr-Fluechtlinge-hofft.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> So interessant der Vorschlag von OB Junk sich auf den ersten Blick anh&ouml;ren mag, so unsinnig ist er, wenn man einmal hinter die Kulissen blickt. Goslar und die gesamte Harzregion verlieren nicht wegen des demographischen Wandels Einwohner, sondern wegen der fortw&auml;hrenden Abwanderung junger und qualifizierter Arbeitskr&auml;fte. Der Landkreis Goslar ist kein wirtschaftliches Dorado mit Arbeitskr&auml;ftemangel, sondern weist mit einer <a href=\"https:\/\/statistik.arbeitsagentur.de\/Navigation\/Statistik\/Statistik-nach-Regionen\/Politische-Gebietsstruktur\/Niedersachsen\/Goslar-Nav.html\">offiziellen Arbeitslosenquote von 8,0%<\/a> eine der h&ouml;chsten in Niedersachsen auf. Auf 5.453 offiziell gemeldete Arbeitslose kommen 818 offene Arbeitsstellen &ndash; und die zum gr&ouml;&szlig;ten Teil aus dem schlecht dotierten Gastronomie- und Altenpflegebereich, den &ndash; lassen Sie es mich ein wenig zynisch als ehemaliger Goslarer B&uuml;rger sagen &ndash; einzigen Boomsektoren der Region. Qualifizierte Stellen sind in der Region rar, jungen Menschen bleibt meist nichts anderes &uuml;brig, als in strukturst&auml;rkere Regionen auszuwandern. Goslar fehlen keine Arbeitskr&auml;fte, sondern qualifizierte Arbeitspl&auml;tze. Insofern streut OB Junk vor allem den Zuwanderern Sand in die Auge. Wen will er den nach Goslar holen? K&uuml;nftige Altenpfleger und Gastronomiehelfer aus 400-Euro-Basis? Mich beschleicht eher der Verdacht, dass der CDU-Mann Junk vor allem an die Hausbesitzer der Stadt denkt, die aufgrund des hohen Leerstands an einfachen Wohnungen in der Tat davon profitieren w&uuml;rden, wenn der Wohnungsmarkt durch Fl&uuml;chtlinge ein wenig stimuliert wird. Daher sind seien Aussagen auch alles andere als untypisch f&uuml;r einen Unionspolitiker &ndash; man richtet seine Politik halt nach den W&uuml;nschen der eigenen Klientel aus. Auch wenn man dabei unkonventionelle Wege geht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Rechtsextremismus-Studie: Latent rechts<\/strong><br>\nOffener Rechtsextremismus nimmt ab, doch subtile Ausgrenzung Schwacher w&auml;chst. Das belegt nun eine Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung. Demnach haben mehr als 40 Prozent der Deutschen Vorbehalte gegen Fl&uuml;chtlinge. Insbesondere die AfD kanalisiert rechtsextreme Einstellungen&hellip;<br>\nTrotz B&uuml;rgerkrieg in Syrien, Terror der IS-Miliz und Diskriminierung in den Herkunftsstaaten halten 15 Prozent der Deutschen die meisten Fl&uuml;chtlinge f&uuml;r Sozialschmarotzer, weitere 27 Prozent stimmen der These teilweise zu&hellip;<br>\nViele der Befragten beziehen heute deutlicher Stellung gegen diskriminierende Aussagen als vor ein paar Jahren. Dass Juden in Deutschland zu viel Einfluss haben, lehnten 2004 nur 43 Prozent voll und 34 Prozent eher ab. Heute haben 63 Prozent eine klar ablehnende Haltung zu der Aussage, 23 Prozent sind tendenziell ablehnend. Eine gro&szlig;e Mehrheit unterst&uuml;tzt auch die berufliche Emanzipation der Frau: Fast 90 Prozent finden, dass Frauen ihre Karriere nicht gegen&uuml;ber der eines Mannes zur&uuml;ckstellen sollten.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/rechtsextremismus-studie-latent-rechts,1472596,29107450.html\">FR<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.fes-gegen-rechtsextremismus.de\/pdf_14\/FragileMitte-FeindseligeZustaende.pdf\">Andreas Zick, Anna Klein, Fragile Mitte &ndash; Feindselige Zust&auml;nde, Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland 2014, Hrsg. Friedrich-Ebert-Stiftung [PDF]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Veranstaltungstipp: Vortragsreise zum Staateninsolvenzverfahren mit Jura-Professor Ross Buckley<\/strong><br>\nIn jeder Schuldenkrise von Staaten gehen die Krisenmanager davon aus, dass dieses Mal alles anders ist. Dabei h&auml;tte man viel aus den Fehlern im Umgang mit vergangenen Schuldenkrisen lernen k&ouml;nnen. Stattdessen werden die gleichen fatalen Fehler, die im Umgang mit der sogenannten &bdquo;Schuldenkrise der Dritten Welt&rdquo; gemacht wurden, im Umgang mit heutigen Schuldenkrisen, zum Beispiel in Griechenland, wiederholt.<br>\n&Ouml;konom\/innen, Jurist\/innen und Sozialwissenschaftler\/innen &auml;rgern sich &uuml;ber diese Unf&auml;higkeit der politischen Entscheidungstr&auml;ger\/innen aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen. Gemeinsam mit erlasjahr.de haben 11 von ihnen den &bdquo;Wissenschaftler\/innen-Aufruf f&uuml;r die Schaffung eines Staateninsolvenzverfahren&rdquo; gestartet, dem sich inzwischen mehr als 70 Universit&auml;tsprofessor\/innen aus der ganzen Welt angeschlossen haben. Sie fordern: Schaft endlich einen verl&auml;sslichen, rechtsstaatlichen Mechanismus f&uuml;r Staateninsolvenz!<br>\nWie genau ein solches Verfahren aussehen k&ouml;nnte, damit befasst sich Ross Buckley, Professor des internationalen Finanzrechts an der University of New South Wales, Australien und Erstunterzeichner des Wissenschaftler\/innen-Aufrufs. Vom 17. bis 30. November wird er an deutschen Universit&auml;ten und Bildungseinrichtungen dar&uuml;ber sprechen, wie das internationale Schuldenmanagement im Sinne rechtsstaatlicher Verfahren reformiert werden kann.\n<p><a href=\"http:\/\/www.erlassjahr.de\/cms\/upload\/2014\/News\/RR_Ross_Buckley_Banner-quelle.jpg\"><img decoding=\"async\" width=\"470\" src=\"http:\/\/www.erlassjahr.de\/cms\/upload\/2014\/News\/RR_Ross_Buckley_Banner-quelle.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.erlassjahr.de\/vortragsreise-staateninsolvenzverfahren-kopie1818.html\">erlassjahr.de<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: What a man! &ndash; So viel F&uuml;hrer steckt in Gauck<\/strong><br>\nW&auml;hrend sogenannte &bdquo;kritische&ldquo; Publizisten die unversch&auml;mt-ketzerische Frage in den Raum stellen, ob unser Bundespfarrer der richtige Mann im richtigen Amte ist, recherchiert Hofreporter Markus Schranz im neuen weltnetz.tv-Interview die wahren facts zum Thema. Und wer w&uuml;sste die Antwort auf diese Frage besser als Joachim Gauck selbst?<br>\nIm spannenden Investigativ-Talk entkr&auml;ftet der Ehrendoktor die Vorw&uuml;rfe, er w&auml;re in einem Nazihaushalt aufgewachsen, redet &uuml;ber seine Liebe zur FREIEN Marktwirtschaft und gibt Empfehlungen zur Sterbehilfe f&uuml;r Bolschewisten (&bdquo;Wir haben in Deutschland zwar die Todesstrafe abgeschafft, aber wer sagt denn, dass wir Menschen nicht etwas dabei behilflich sein k&ouml;nnen, wenn sie die Sinnlosigkeit ihres bolschewistischen Daseins eingesehen haben&hellip;&ldquo;).<br>\nGauck &ndash; dar&uuml;ber l&auml;sst der Mann im h&ouml;chsten Amte uns nicht im Zweifel &ndash; das ist nicht nur der richtige, sondern ein echter Mann! Mit klarem politischen Kompass zeigt der Bundespr&auml;sident einmal mehr seine F&uuml;hrer &ndash; &auml;h &ndash; F&uuml;hrungsqualit&auml;ten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/weltnetz.tv\/video\/598\">WeltnetzTV<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Zitat zum Wochenende<\/strong><br>\n<blockquote><p>Wir m&uuml;ssen wissen, dass ziviler Ungehorsam vor allem Ungehorsam sein muss, um wirksam zu sein.<br>\n&ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23916\">Edward Snowden<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/20141121.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/20141121_th.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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