{"id":2404,"date":"2007-06-12T09:02:07","date_gmt":"2007-06-12T07:02:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2404"},"modified":"2007-06-12T09:02:07","modified_gmt":"2007-06-12T07:02:07","slug":"hinweise-des-tages-412","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2404","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p><!--more--><\/p><ol>\n<li><strong>Online-Petition zur Arbeitslosenstatistik<\/strong><br>\nDer Deutsche Bundestag m&ouml;ge beschlie&szlig;en, dass das statistische Bundesamt die offizielle Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ver&ouml;ffentlicht. Als Arbeitslosenzahl soll gelten: Die Summe aller im gesamten Berichtszeitraum arbeitslosen bzw. arbeitsuchenden Menschen, die Leistungsbezieher nach dem SGB III (ALG I), nach dem SGB II (ALG II), arbeitsuchend mit oder ohne Leistungsbezug sind oder sich in einer Arbeitsgelegenheit, einer Fortbildungs- oder sonstigen arbeitsmarktpolitischen Ma&szlig;nahme befinden.<br>\nZur <a href=\"http:\/\/itc.napier.ac.uk\/e-Petition\/bundestag\/view_petition.asp?PetitionID=455\">Petition<\/a>.<\/li>\n<li><strong>Mindest-Fakten &uuml;ber Mindestl&ouml;hne<\/strong><br>\nMindestl&ouml;hne vernichten Arbeitspl&auml;tze &ndash; das ist das Hauptargument der Gegner von staatlichen Eingriffen in die Lohnstruktur. Zumindest f&uuml;r Gro&szlig;britannien ist diese Aussage falsch. Dort ist die Besch&auml;ftigung im Niedriglohnsektor trotz Mindestl&ouml;hnen nicht gesunken. Warum, untersucht ein &Ouml;konom der London School of Economics in einer neuen Studie. Kostenloser Download auf Handelsblatt.Com<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/news\/Konjunktur-%d6konomie\/Wissenswert---Neue-Studien\/_pv\/_p\/301104\/_t\/ft\/_b\/1278163\/default.aspx\/mindest-fakten-ueber-mindestloehne.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>(Einige) Frauen fordern Frauensteuer<\/strong><br>\nDie Fraktionschefin der Gr&uuml;nen in Sachsen, Antje Hermenau, verlangte in der &laquo;Bild am Sonntag&raquo;, die Einkommensteuer f&uuml;r Frauen zu senken. Im Gegenzug sollte die Belastung f&uuml;r M&auml;nner leicht angehoben werden. &laquo;Eine solche Steuersenkung w&auml;re ein gro&szlig;er Beitrag zu mehr Gleichberechtigung.&raquo;<br>\nDazu meint die Chefin eines Unternehmens f&uuml;r Sicherheitstechnik: &laquo;Frauen verdienen statistisch gesehen weniger als M&auml;nner. Da w&auml;re das Modell niedrigerer Steuern f&uuml;r Frauen nur recht und billig.&raquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.netzeitung.de\/deutschland\/669851.html\">Netzzeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Die Begr&uuml;ndung der Arbeitgeberin macht deutlich, worum es bei diesem Vorschlag eigentlich geht: Frauen k&ouml;nnen auch k&uuml;nftig ruhig weniger verdienen als M&auml;nner, die Lohndiskriminierung wird dann durch eine positive Steuerdiskriminierung kompensiert. Das nennt sich dann Fortschritt bei der Gleichberechtigung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Mittelschicht bleibt trotz Booms pessimistisch<\/strong><br>\nTrotz guter Konjunktur bedr&uuml;ckt weiterhin tiefer Pessimismus die b&uuml;rgerliche Mitte Deutschlands. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid im Auftrag des Versicherungskonzerns Arag. Der Studie zufolge empfinden 89,7 Prozent der rund 1000 Befragten einen sozialen Abstieg als gr&ouml;&szlig;te Bedrohung. Dabei ist die Verlustangst im Westen mit 94,3 Prozent ausgepr&auml;gter als im Osten mit 88,5 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.netzeitung.de\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/670592.html\">netzeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> F&uuml;r den Versicherungskonzern kann diese Umfrage doch nur bedeuten: Risikoabsicherung durch private Vorsorge.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>EU-Konzept &bdquo;Aktives altern&ldquo; &ndash; Arbeitnehmer wenig enthusiastisch<\/strong><br>\nVon einer Gesetzgebung, die auf eine Verz&ouml;gerung der Rente ausgelegt ist, werden wenige Auswirkungen erwartet. Arbeitnehmer dr&auml;ngen auf einen fr&uuml;hzeitigen Ausstieg aus dem Arbeitsmarkt, w&auml;hrend Unternehmen weiterhin die &auml;ltere Belegschaft entlassen.<br>\nDie EU hat sich zwei Ziele f&uuml;r 2010 gesetzt, die sich auf aktives &Auml;lterwerden beziehen: Die in Stockholm festgelegte Zielvorgabe (2001) zielt darauf ab, die durchschnittliche Besch&auml;ftigungsquote der EU von Menschen zwischen 55 und 64 Jahren um 50% zu erh&ouml;hen; die Zielvorgabe von Barcelona (2002) legt eine schrittweise Erh&ouml;hung des tats&auml;chlichen Durchschnittsalters, in dem Menschen aufh&ouml;ren zu arbeiten, um f&uuml;nf Jahre fest und z&ouml;gert somit den Ausstieg aus dem Arbeitsmarkt auf ein h&ouml;heres Alter hinaus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.euractiv.com\/de\/soziales-europa\/aktives-altern-arbeitnehmer-wenig-enthusiastisch\/article-164438?_print\">EurActiv.com<\/a><\/li>\n<li><strong>Sebastian Dullien: Revolutionsangst unter &Ouml;konomen<\/strong><br>\nDer US-Nobelpreistr&auml;ger George Akerlof weist in einem neuen Aufsatz darauf hin, welche gro&szlig;e Rolle gesellschaftliche Normen bei den Entscheidungen zu Konsum- und Investitionsentscheidungen spielen &ndash; und st&ouml;&szlig;t damit einen erbitterten Streit an.<br>\nImmer gr&ouml;&szlig;er ist in den vergangenen Jahren die Zahl jener geworden, die vor allem an der Annnahme der rationalen Erwartungen Zweifel &auml;u&szlig;erten. Auf der Kieler Konferenz vor einer Woche etwa wurde eine Vielzahl von Papieren pr&auml;sentiert, die erneut auf die empirischen Unzul&auml;nglichkeiten der Annahme rationaler Erwartungen hinwiesen und alternative Ans&auml;tze pr&auml;sentierten. Gut m&ouml;glich, dass sich derzeit ein neuer Paradigmenwechsel in den Wirtschaftswissenschaften anbahnt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/wirtschaftswunder\/index.php?op=ViewArticle&amp;articleId=538&amp;blogId=10\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Prinzip Bimmelbahn<\/strong><br>\nAb sofort f&auml;hrt der deutsche ICE auch nach Paris. &Uuml;ber die franz&ouml;sische Neubautrasse wird er mit 320 km\/h schie&szlig;en, auf deutschen Altgleisen kaum schneller sein als ein Regionalzug.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/0,1518,487798,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>&bdquo;BILD Online&ldquo;-Interview mit Oskar Lafontaine: Arbeite auch mit Beck und M&uuml;nte zusammen<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.t-online.de\/BTO\/news\/2007\/06\/11\/oskar-lafontaine-interview\/lafontaine-interview-beck-muentefering.html\">BILD<\/a><\/li>\n<li><strong>Sachsens Ministerpr&auml;sident Milbradt: Fundraising ist Baustein f&uuml;r die Universit&auml;ten der Zukunft<\/strong><br>\n&bdquo;Es wird zunehmend klar, dass Investitionen in die Bildung und Forschung nicht allein Sache des Staates sind, sondern alle bereit sein m&uuml;ssen, in die Quelle k&uuml;nftigen Wohlstands zu investieren. F&uuml;r eine deutliche Verbreiterung der finanziellen Basis der Hochschulen kommen nur nichtstaatliche Mittel in Betracht&ldquo;, so Milbradt weiter.<br>\nEin erster Baustein hierf&uuml;r seien private Drittmittel. Dieses Potenzial zu erh&ouml;hen, werde eine der k&uuml;nftigen Aufgaben der Hochschulen sein. Ein zweiter Baustein seien Studienbeitr&auml;ge. Der dritte Baustein sei das &bdquo;Fundraising&ldquo;. Diese Mittel stammten von Unternehmen, Stiftungen und Privatpersonen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.newsropa.de\/index.php?id=115&amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=3255&amp;tx_ttnews%5BbackPid%5D=7&amp;cHash=104b817eda\">newsropa.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Das ist also die neue Freiheit der Hochschulen. Der Staat zieht sich aus der Finanzierung zur&uuml;ck und bietet allenfalls noch eine Grundfinanzierung. Zus&auml;tzliche Mittel m&uuml;ssen von privater Seite wettbewerblich eingeworben werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Arno Kl&ouml;nne: Ist Bertelsmann noch gemeinn&uuml;tzig?<\/strong><br>\nDie Bertelsmann-Stiftung ger&auml;t immer mehr in die Kritik. Arno Kl&ouml;nne, Mitautor des Buches &ldquo;Netzwerk der Macht &ndash; Bertelsmann&rdquo;, kam nach G&uuml;tersloh, um gegen die Gemeinn&uuml;tzigkeit der umstrittenen Konzernstiftung zu argumentieren. So h&auml;lt die Stiftung direkt Anteile an Europas gr&ouml;&szlig;tem Medienkonzern. Au&szlig;erdem treibe die Stiftung die Gesch&auml;fte von Bertelsmann aktiv voran.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mediawatcher.blogg.de\/index.php\">Handelsblatt Medienwatcher<\/a><\/li>\n<li><strong>USA treiben weltweite R&uuml;stungsausgaben auf Rekordhoch<\/strong><br>\n900 Milliarden Euro wurden 2006 weltweit f&uuml;r milit&auml;rische Zwecke ausgegeben. Und die USA liegen mit gro&szlig;em Abstand an der Spitze: 396,2 Milliarden Euro, 42 Prozent der globalen R&uuml;stungsausgaben entfallen auf die Vereinigten Staaten, ermittelte das Friedensforschungsinstitut Sipri. Deutschland ist mit 3,9 Milliarden Euro der weltweit drittgr&ouml;&szlig;te Waffenexporteur.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/0,1518,druck-487849,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Zum Tode des Philosophen Richard Rorty<\/strong><br>\nEr war bekannt f&uuml;r seine Kritik an der Philosophie als solcher. Jetzt ist der amerikanische Philosoph und Kulturwissenschaftler Richard Rorty im Alter von 75 Jahren an Krebs gestorben. Sein Freund J&uuml;rgen Habermas sagte, er kenne keinen anderen zeitgen&ouml;ssischen Philosophen, der wie Rorty seine Kollegen mit neuen Einsichten &uuml;berfallen und in Atem gehalten habe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/buechermarkt\/634555\/\">DLF<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2404","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2404","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2404"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2404\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2404"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2404"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2404"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}