{"id":24043,"date":"2014-11-24T09:19:19","date_gmt":"2014-11-24T08:19:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24043"},"modified":"2014-11-24T09:19:34","modified_gmt":"2014-11-24T08:19:34","slug":"hinweise-des-tages-2261","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24043","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (HR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24043#h01\">Ukraine\/Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24043#h02\">Der Sachverst&auml;ndigenrat entdeckt die Bedeutung des au&szlig;enwirtschaftlichen Gleichgewichts &ndash; versteht die Zusammenh&auml;nge aber leider wieder nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24043#h03\">Freihandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24043#h04\">Welcher Irrtum bitte, Herr Sinn?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24043#h05\">Juncker will private Investoren nach Europa locken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24043#h06\">Mitbestimmung: Jeden Tag neu erk&auml;mpfen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24043#h07\">Rente mit 63 verst&auml;rkt Fachkr&auml;ftemangel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24043#h08\">Das Reformprojekt B&uuml;rgerversicherung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24043#h09\">Wachsende Kinderarmut: US-Studie warnt vor einem &ldquo;dauerhaften Dritte-Welt-Amerika&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24043#h10\">Bundesnetzagentur: Rund 345.000 Haushalten wurde der Strom gesperrt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24043#h11\">Konflikt oder Theater?  Finden Gabriel und Hendricks eine L&ouml;sung f&uuml;r das Emissionsziel?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24043#h12\">Das M&auml;rchen vom Stromengpass<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24043#h13\">Ich kaufe mir eine Autobahn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24043#h14\">Matthias W. Birkwald: Die Riesterrente ist ein kolossaler Flop<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24043#h15\">Uno beschlie&szlig;t Resolution gegen Nazi-Heroisierung &ndash; USA und Ukraine stimmen dagegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24043#h16\">Was wei&szlig; Google von mir?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24043#h17\">Bernie Sanders on Breaking Big Money&rsquo;s Grip on Elections<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24043#h18\">Uri Avnery: Die unheilige Stadt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24043#h19\">Is Jim Webb 2016&rsquo;s Barack Obama?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24043#h20\">Verantwortlich f&uuml;r die massive soziale Ungleichheit in Deutschland ist das vertikale Schulsystem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24043#h21\">Realsatiriker Josef Joffe scheitert schon wieder am Landgericht Hamburg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24043#h22\">Das hat uns gerade noch gefehlt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24043&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ukraine\/Russland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Schwarz-roter Streit um Putin-Politik: Stresstest Russland<\/strong><br>\nDialog? Oder Konfrontation? Die Russland-Politik sorgt zunehmend f&uuml;r schlechte Stimmung in der Gro&szlig;en Koalition. In der SPD ist man inzwischen ziemlich genervt von den Sticheleien des &ldquo;kleinen Koalitionspartners&rdquo; CSU. (&hellip;)<br>\nVor allem CSU-Chef Seehofer hat Gespr&auml;chsbedarf angemeldet. Weil Au&szlig;enminister Frank-Walter Steinmeier &ndash; m&ouml;glicherweise auch mit Blick auf Angela Merkel &ndash; zuletzt zu einer gem&auml;&szlig;igten Tonlage gegen&uuml;ber der Regierung von Wladimir Putin aufgerufen hatte, wirft der Christsoziale den Sozialdemokraten vor, eine gemeinsame Haltung gegen&uuml;ber Moskau zu torpedieren. Er wolle &ldquo;Klarheit von Sigmar Gabriel&rdquo;, sagte Bayerns Ministerpr&auml;sident dem SPIEGEL. &ldquo;Unterst&uuml;tzt die SPD die Bem&uuml;hungen unserer Kanzlerin oder nicht?&rdquo; (&hellip;)<br>\nAn diesem Wochenende irritierte dann wieder Bahr mit einem Auftritt bei einer sogenannten &ldquo;Friedenskonferenz&rdquo; in Berlin, auf der sich allerlei Verschw&ouml;rungstheoretiker um den umstrittenen Publizisten J&uuml;rgen Els&auml;sser versammelten, um &uuml;ber das Russland-Bild des Westens herzuziehen. (&hellip;)<br>\nAuch Steinmeier scheint zu ahnen, dass das Thema Russland f&uuml;r seine Partei noch unangenehm werden k&ouml;nnte. Hier die Klartext-Kanzlerin und dort Putins Freunde bei den Genossen &ndash; ein solches Bild soll in der &Ouml;ffentlichkeit erst gar nicht entstehen. Differenzen zwischen ihm und Merkel? Das sei &ldquo;an den Haaren herbeigezogen&rdquo;, sagte Steinmeier dem SPIEGEL. Platzecks Forderung wies er im Interview ebenfalls zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/ukraine-krise-spd-veraergert-ueber-seehofers-kritik-an-steinmeier-a-1004537.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Russland-Politik: Merkel bootet Platzeck aus<\/strong><br>\nDer Petersburger Dialog soll grundlegend reformiert werden. Dieses Zugest&auml;ndnis hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach SPIEGEL-Informationen am Rande der Kabinettssitzung am vergangenen Mittwoch Bundesau&szlig;enminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) abgerungen. (&hellip;)<br>\nSo soll die enge Verbindung des Dialogs mit dem Deutsch-Russischen Forum, das von Steinmeiers Vertrautem Matthias Platzeck geleitet wird, getrennt werden. Platzeck hatte in einem Interview angeregt, die Annexion der Krim v&ouml;lkerrechtlich zu regeln &ndash; und damit anzuerkennen.<br>\nMerkel schlug sich auf die Seite einer Gruppe von Moskau-Kritikern, die den Petersburger Dialog, der eigentlich das Gespr&auml;ch zwischen den Zivilgesellschaften f&ouml;rdern soll, grundlegend umbauen wollen. Dazu z&auml;hlen der stellvertretende Unionsfraktionschef Andreas Schockenhoff, die Gr&uuml;nen-Bundestagsabgeordnete Marieluise Beck und Vertreter von mehreren Nichtregierungsorganisationen. Sie fordern in einem Eckpunktepapier unter anderem, dass Stiftungen und andere gesellschaftliche Gruppen st&auml;rker am Petersburger Dialog beteiligt werden. Au&szlig;erdem wollen sie einen neuen Vorstand.<br>\nDamit d&uuml;rften die Tage des letzten DDR-Ministerpr&auml;sidenten Lothar de MaMaizi&egrave;re an der Spitze des deutschen Lenkungsausschusses gez&auml;hlt sein. Er gilt im Kanzleramt als zu unkritisch gegen&uuml;ber Russland. Auch Platzeck, der sich Hoffnung auf die Nachfolge gemacht hatte, kommt nach seinen j&uuml;ngsten &Auml;u&szlig;erungen nicht mehr infrage. &ldquo;Wer V&ouml;lkerrechtsbruch und milit&auml;rische Aggression legalisieren will, dem fehlt die kritische Distanz gegen&uuml;ber den russischen Partnern&rdquo;, sagt Schockenhoff.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/russland-petersburger-dialog-wird-reformiert-platzeck-ausgebootet-a-1004443.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> Von einem gro&szlig;en Dissens zwischen Bundeskanzlerin Merkel und ihrem Au&szlig;enminister Steinmeier kann keine Rede sein. Andere Meinungen m&ouml;chten sie beide offenbar nicht mehr h&ouml;ren. Mahnende Stimmen sollen also zum Schweigen gebracht werden, denn sie passen nicht zu dem, was nun offensichtlich folgen soll: Das Erringen der Meinungshoheit zur Vorbereitung auf den n&auml;chsten Kalten Krieg, der hoffentlich nicht doch hei&szlig; wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Sanktionen gegen Russland liegen nicht in Europas Interesse&ldquo;<\/strong><br>\nAuf Dr&auml;ngen des Kanzleramts musste Lothar de Maizi&egrave;re eine weitere Veranstaltung des Petersburger Dialogs absagen. &bdquo;Als nicht zielf&uuml;hrend&ldquo; bezeichnet der fr&uuml;here DDR-Ministerpr&auml;sident im Interview Merkels Strategie, an der &bdquo;Sanktionsschraube gegen Putin weiterzudrehen&ldquo;.<br>\n&bdquo;Ich halte von den Wirtschaftssanktionen nicht viel. Sie schw&auml;chen Russland, was ja auch die Absicht ist. Wir m&uuml;ssen aber ein Interesse an einem stabilen Russland haben. Wirtschaftssanktionen schw&auml;chen die Ukraine und die europ&auml;ische Wirtschaft. Ich frage mich, in welchem Interesse sie liegen&hellip;<br>\nNach meinem Eindruck liegen sie im amerikanischen und nicht im europ&auml;ischen Interesse&hellip;<br>\nMerkel hat ja deutlich gemacht, an der Sanktionsschraube gegen Putin weiterzudrehen. Ich halte das nicht f&uuml;r zielf&uuml;hrend&hellip;<br>\nEs gilt das alte Bismarck-Wort, den beiden gro&szlig;en V&ouml;lkern, den Russen und den Deutschen, geht es nur dann immer gut, wenn sie gute Beziehungen zueinander haben&hellip;.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/europaeische-union\/lothar-de-maiziere-ueber-russland-sanktionen-und-die-krim-13277379.html\">FAZ.Net<\/a><\/li>\n<li><strong>Ist Putin wirklich so stark wie immer behauptet?<\/strong><br>\nDie liberale Elite in Russland zwingt Putin in der Ost-Ukraine zum Nachgeben, meinen zwei russischen Autoren. Der Kreml-Chef &auml;hnele immer mehr Gorbatschow, der bereit war, mit dem Westen einen Kompromiss zu schlie&szlig;en<br>\nDie D&auml;monisierung von Wladimir Putin durch die deutschen Medien treibt die tollsten Bl&uuml;ten. Die Berichte &uuml;ber Russland sind auff&auml;llig einf&ouml;rmig, oft fehlen Belege und Fakten. Alles dreht sich nur noch um den angeblich allm&auml;chtigen Putin. Was die Menschen in Russland selber sagen und f&uuml;hlen, kommt in den Medienberichten kaum noch vor. Warum? Mit der einf&ouml;rmigen und angsteinfl&ouml;&szlig;enden Berichterstattung und dem Gerede vom &ldquo;russischen Expansionismus&rdquo;, der Europa bedroht, will man den russischen Pr&auml;sidenten offenbar unter Druck setzen. Denn dem Westen schwebt offenbar ein ganz anderes Russland vor, als das, welches zurzeit existiert.<br>\nAuff&auml;llig ist, dass bei fast allen Russland-Analysen die soziale Realit&auml;t in Russland ausgeklammert wird. Deshalb ist es interessant, einmal zu schauen, wie Vertreter der russischen &ldquo;neuen Linken&rdquo; die derzeitige Situation in ihrem Land analysieren. Die Autoren Boris Kagarlitsky und Vasily Koltaschow vom Moskauer Institut f&uuml;r Globalisierung und soziale Bewegungen schreiben in ihrer am 23. Oktober in der Internetzeitung rabkor.ru ver&ouml;ffentlichten Analyse von einem &ldquo;liberalen Putsch&rdquo; in Moskau. Die Thesen der beiden Autoren erstaunen und sind teilweise nicht belegt. Und doch f&auml;llt es nicht leicht, &uuml;berzeugende Gegenargumente zu finden.<br>\nDie Autoren meinen, dass die liberale russische Elite, die durch den Rohstoffexport zu Macht und Einfluss gekommen ist, durch den Fall des Rubels und die &ouml;konomische Krise die nackte Angst bekommt und Putin zum Nachgeben gegen&uuml;ber dem Westen zwingt. Erstes Anzeichen vom Zur&uuml;ckweichen des Kreml-Chefs sei die nachlassende Unterst&uuml;tzung der Aufst&auml;ndischen in der Ost-Ukraine. Bereits im Sommer waren durch Druck aus Moskau die Hardliner im Donbass durch gem&auml;&szlig;igte Politiker ersetzt worden (Was geht vor unter den Aufst&auml;ndischen in der Ost-Ukraine?).<br>\nNach Meinung der beiden Autoren hat der Westen Angst vor einem erstarkenden Russland, der begonnenen Re-Industrialisierung des Landes, und fordere deshalb mit Nachdruck &ldquo;Putins Kopf&rdquo;. Koltaschow und Kagarlitsky meinen, dass sich der amtierende Kreml-Chef immer mehr &ldquo;zu einem Gorbatschow&rdquo; entwickelt, der bereit ist, mit dem Westen einen Kompromiss zu schlie&szlig;en. Russland, so schreiben sie, k&ouml;nne nur gesunden, wenn es gelingt, die Re-Industrialisierung und die Entwicklung des inneren Marktes fortzuf&uuml;hren. Sie prophezeien, dass ein Sieg der Liberalen in Russland beim Volk auf entschiedenen Widerstand sto&szlig;en wird &ndash; &ldquo;wie im Donbass&rdquo;. Diese These ist gewagt, aber diskussionsw&uuml;rdig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/43\/43400\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p>Dazu der Beitrag von Vasily Koltashov and Boris Kagarlitsky, in: <a href=\"http:\/\/links.org.au\/node\/4119\">Links, international journal of socialist renewal<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Putin sitzt nicht allein am Tisch<\/strong><br>\nRussland ist im Ukrainekonflikt international nicht so stark isoliert, wie es westliche Medien darstellen. Doch auch von China und anderen Schwellenl&auml;ndern darf Putin nicht zu viel erwarten.<br>\nWar es vielleicht doch ein G8-Gipfel? Liest man westliche Medienberichte &uuml;ber den G20-Gipfel vom letzten Wochenende im australischen Brisbane, kommen fast nur Staats- und Regierungschefs von Russland, den USA, Kanada, Deutschland, Frankreich, Britannien, Italien und Japan vor. Und abgesehen vom australischen Premierminister Tony Abbott, der als Gastgeber vorgefertigte &laquo;Beschl&uuml;sse&raquo; zu globalen Themen verk&uuml;ndete, wurde diese Veranstaltung nach Darstellung der westlichen Medien ausschlie&szlig;lich vom Ukrainekonflikt beherrscht.<br>\nZumindest die westlichen Medien berichteten lediglich von den zahlreichen bi- und trilateralen Gespr&auml;chen der westlichen Staats- und Regierungschefs mit Russlands Pr&auml;sidenten Wladimir Putin zu diesem Konflikt. Was Putin in Brisbane mit seinen Amtskollegen aus den &uuml;brigen vier Brics-Staaten (Brasilien, Indien, China, S&uuml;dafrika) oder aus den sechs anderen zur G20 geh&ouml;renden Schwellenl&auml;ndern (Argentinien, Mexiko, S&uuml;dkorea, Indonesien, T&uuml;rkei, Saudi-Arabien) besprach, war nicht zu erfahren.<br>\nDoch all die intensiven Gespr&auml;che, die Angela Merkel, Barack Obama, Fran&ccedil;ois Hollande, David Cameron und EU-Kommissionspr&auml;sident Jean-Claude Juncker mit Putin zum Ukrainekonflikt f&uuml;hrten, produzierten kaum mehr als Rat- und Hilflosigkeit. Und zwar auf beiden Seiten. Putin machte seiner Frustration mit einer vorzeitigen Abreise vom Gipfel Luft, Merkel tags darauf in ihrer Rede an der Universit&auml;t von Sidney. (&hellip;)<br>\nNur China h&auml;tte die Kapazit&auml;t, den Ausfall westlicher Investitionen in Russland zu kompensieren. Aber ob und unter welchen Bedingungen es dazu bereit w&auml;re, ist offen. Bislang hat China vom Ukrainekonflikt profitiert. Und je l&auml;nger Russland durch den Konflikt an seiner Westgrenze gebunden und geschw&auml;cht ist, desto ungest&ouml;rter kann China die Besiedlungspolitik im russischen Fernen Osten und in Sibirien fortsetzen: Beijing versucht dabei, den &Uuml;berschuss an Arbeitskr&auml;ften in Nordchina zu exportieren. Und Beijing konnte Anfang des Jahres einen seit 2004 verhandelten Vertrag mit Moskau &uuml;ber russische Gaslieferungen zu g&uuml;nstigen Preisen und Konditionen abschlie&szlig;en, die vor Beginn des Konflikts nicht denkbar gewesen w&auml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.woz.ch\/1447\/kommentar-von-andreas-zumach\/putin-sitzt-nicht-allein-am-tisch%20\">WOZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Will Putin abandon eastern Ukraine&rsquo;s rebels?<\/strong><br>\nThe West demands Putin&rsquo;s head without fail. It is not only a question of the reputation of Western politicians who have already branded the Russian president, and now need to complete the plot of the latest victory over the latest dictator, as has happened earlier. The question of power in Russia also has a practical significance. That is not exactly the way the liberal press describes it. In no way does Putin resemble a lone ruler, taking wild decisions. On the contrary, his power is based on compromise, the balance of forces and the building of collective government of the country&mdash;for an oligarchic regime by its very nature is incompatible with personal power. But it is precisely Putin&rsquo;s moderation and his ability to maintain a balance within the elites, to satisfy and tranquillise each, to listen to all and try to respect all interests supporting his leading role, the basis of his &ldquo;stability&rdquo;, has become his major weakness.For the US and the EU it is not only important to stop the process of post-Soviet integration that Moscow has initiated, or to block Russia&rsquo;s territorial, commercial and industrial rebirth. Also vital to the West is to destroy the system of compromises among the major business groups linked to Putin. According to the US and EU, partisans of the &ldquo;Russian world&rdquo; and import replacement should not be heeded any longer. Power&rsquo;s rhetoric must be purged of such dangerous subjects. The regime in Russia must become more liberal and openly pro-western, and its economics&mdash;firmly peripheral.Such is the plan of the liberal revolution. Putin does not have any &ldquo;cunning plan&rdquo; with which to counterbalance it and offset the moves by the West. Nor is there planned any &ldquo;radical change of personnel by the President&rdquo;. A radical change of personnel cannot be executed while leaving all the key figures in their places and strengthening the positions of those players who are obviously opposed to the official line.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/links.org.au\/node\/4119\">LINKS<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Ulrich Heyden:<\/strong> Die D&auml;monisierung von Wladimir Putin durch die deutschen Medien treibt die tollsten Bl&uuml;ten. Und mir scheint, dass auch viele Menschen, welche den Medien kritisch gegen&uuml;ber stehen, in den Bann dieser D&auml;monisierung geraten sind, weil sie kein Russisch k&ouml;nnen, keinen Zugang zu alternativen Informationsquellen haben und allein auf die Berichte westlicher Korrespondenten und deutscher Russland-&ldquo;Experten&rdquo; angewiesen sind. Mit der D&auml;monisierung von Putin, dem Gerede vom &ldquo;russischen Imperialismus&rdquo; und angeblichem russischen Expansionsdrang werden &Auml;ngste gesch&uuml;rt. Die westliche &Ouml;ffentlichkeit wird benutzt um den Druck auf Putin zu erh&ouml;hen und die Ziele des Westen in Russland durchzusetzen. <\/em><br>\n<em>Um die soziale Realit&auml;t in Russland in die aktuelle Debatte mit einzubeziehen, m&ouml;chte ich Euch zur Ver&ouml;ffentlichung einen am 23. Oktober erschienen Text von zwei bekannten russischen &ldquo;neuen Linken&rdquo; vorschlagen, welche die Situation in Russland und die Machtkonfiguration im Kreml besser kennen, als viele westliche Korrespondenten.<\/em><br>\n<em>Zugegeben, die Thesen der Autoren Boris Kagarlitzki und Vasily Koltaschow vom &ldquo;liberalen Putsch&rdquo; in Moskau sind gewagt und teilweise nicht belegt. Und doch f&auml;llt es nicht leicht, gegen diese These &uuml;berzeugende Argumente zu finden.<\/em><br>\n<em>Die Autoren meinen, dass die liberale russische Elite, die durch den Rohstoffexport zu Macht und Einfluss gekommen ist, durch den Fall des Rubels und die &ouml;konomische Krise die nackte Angst bekommt und Putin jetzt zum Nachgeben gegen&uuml;ber dem Westen zwingt. Erstes Anzeichen des Zur&uuml;ckweichens sei die nachlassende Unterst&uuml;tzung der Aufst&auml;ndischen im Donbass. Bereits im Sommer hatte Moskau die Hardliner im Donbass durch gem&auml;&szlig;igte Politiker ersetzen lassen. <\/em><br>\n<em>Nach Meinung der beiden Autoren hat der Westen Angst vor einem erstarkenden Russland und der von Putin begonnenen Reindustrialisierung des Landes. Deshalb fordere er &ldquo;Putins Kopf&rdquo;. Nach Meinung der beiden Autoren entwickele sich Putin immer mehr &ldquo;zu einem Gorbatschow&rdquo;, der bereit ist, mit dem Westen einen faulen Kompromiss zu schlie&szlig;en. <\/em><br>\n<em>Die Autoren meinen, dass Russland nur gesunden k&ouml;nne, wenn es gel&auml;nge, die Re-Industrialisierung und die Entwicklung des inneren Marktes fortzuf&uuml;hren. Sie prophezeien, dass ein Sieg der Liberalen in Russland beim Volk auf entschiedenen Widerstand sto&szlig;en wird. Diese These scheint mir gewagt, doch diskussionsw&uuml;rdig. Um Missverst&auml;ndnisse zu vermeiden: Unter &ldquo;liberaler Politik&rdquo; verstehen die Autoren, eine marktradikale Politik, welche die letzten sozialen Rechte der Menschen schleift. <\/em><br>\n<em>Auf den ersten Blick wirken einige Behauptungen nicht belegt und stark zugespitzt. Doch f&uuml;r eine Diskussion scheint mir der Text sehr gut geeignet, da er die soziale Realit&auml;t in Russland &ndash; welche die deutschen Medien konsequent ausblenden &ndash; mit einbezieht.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Der Sachverst&auml;ndigenrat entdeckt die Bedeutung des au&szlig;enwirtschaftlichen Gleichgewichts &ndash; versteht die Zusammenh&auml;nge aber leider wieder nicht<\/strong><br>\nWir hatten versprochen, uns das Kapitel, das der Sachverst&auml;ndigenrat (SVR) in seinem diesj&auml;hrigen Gutachten zu den Leistungsbilanzungleichgewichten geschrieben hat, noch einmal genauer anzuschauen.<br>\nZun&auml;chst muss man positiv vermerken, dass er sich &uuml;berhaupt mit diesem Thema besch&auml;ftigt, nachdem er es jahrelang &uuml;bersehen hat, obwohl ihm vom Gesetz her unzweideutig vorgeschrieben ist, sich mit dem Ziel des au&szlig;enwirtschaftlichen Gleichgewichts zu befassen.<br>\nDer SVR schreibt selbst, dass er im Einzelnen, entsprechend des gesetzlichen Auftrags, folgende Aufgaben hat: &bdquo;Darstellung der wirtschaftlichen Lage und deren absehbarer Entwicklung, Untersuchung, wie im Rahmen der marktwirtschaftlichen Ordnung gleichzeitig Stabilit&auml;t des Preisniveaus, hoher Besch&auml;ftigungsstand und au&szlig;enwirtschaftliches Gleichgewicht bei stetigem und angemessenem Wirtschaftswachstum gew&auml;hrleistet sein k&ouml;nnen.&ldquo;<br>\nWie sich ein vom Staat eingesetztes Gremium &uuml;ber seinen gesetzlich festgelegten Auftrag jahrelang so leicht hinwegsetzen konnte, muss zumindest erstaunen. Schon dass der SVR das Wort Leistungsbilanzungleichgewichte im aktuellen Gutachten regelm&auml;&szlig;ig in Anf&uuml;hrungszeichen schreibt, macht klar, dass er den Ernst der Lage und seinen ureigenen Auftrag immer noch nicht verstanden hat.<br>\nDas zeigt sich etwa im folgenden Satz (Ziffer 405): &bdquo;W&auml;hrend das technische Begleitdokument zum &bdquo;Scoreboard&ldquo; (gemeint ist die detaillierte Analyse der Europ&auml;ischen Kommission im Rahmen der sogenannten Macroeconomic Imbalance Procedure, Anm. d. Verf.) durchaus &uuml;berzeugend entlang der einschl&auml;gigen wissenschaftlichen Literatur argumentiert, dass anhaltende Leistungsbilanzdefizite in Verbindung mit einer hohen Nettoauslandsverschuldung ein Land krisenanf&auml;lliger machen k&ouml;nnen, fehlt eine entsprechende Begr&uuml;ndung f&uuml;r die &Uuml;berwachung oder gar Sanktionierung von Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;ssen (Europ&auml;ische Kommission, 2012). Der Begriff des Leistungsbilanzungleichgewichts und vor allem die festgelegten Grenzwerte sind politisch gesetzt und nicht &ouml;konomisch fundiert (JG 2012 Ziffern 167 f.; Gros und Busse, 2013).&ldquo;<br>\nDas ist schwer zu kommentieren, ohne zynisch oder zumindest ironisch zu werden. Jawohl, die Problematik der Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse sind die Defizite! Weil es aber keine Defizite ohne &Uuml;bersch&uuml;sse geben kann und umgekehrt, stellen &Uuml;bersch&uuml;sse logischerweise genauso ein Problem dar, wenn man anerkennt &ndash; wie das der SVR ja explizit tut &ndash;, dass Defizite ein Problem sind.<br>\nW&auml;hrend also im Prinzip positiv zu vermerken ist, dass der Rat im ersten Teil seiner Analyse die Finanzierungssalden der Sektoren &bdquo;entdeckt&ldquo; (also das Sparen im Sinne von positiven Einnahme-Ausgabesalden und das Verschulden als negative Salden), ist er offenbar weit davon entfernt, ihre Tragweite zu verstehen. Es ist aber zu hoffen, dass er auf diesem Wege im Laufe der Zeit erkennen wird, welche Bedeutung bei der W&uuml;rdigung von Teilbilanzen (wie etwa den Staatsdefiziten) diese saldenmechanischen Zusammenh&auml;nge haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/der-sachverstaendigenrat-entdeckt-die-bedeutung-des-aussenwirtschaftlichen-gleichgewichts-versteht-die-zusammenhaenge-aber-leider-wieder-nicht\/%20\">flassbeck-economics<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Freihandel<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Geplantes Internationales Dienstleistungsabkommen (Tisa) bedroht europ&auml;ische Verbraucherrechte<\/strong><br>\nNach dem geplanten Freihandelsabkommen TTIP ger&auml;t nun auch eine Vereinbarung zur Liberalisierung von Dienstleistungen (Tisa) in die Kritik. Davon gehe die wahre Bedrohung f&uuml;r europ&auml;ische Verbraucherrechte aus, warnt die zust&auml;ndige Berichterstatterin im Europaparlament, Viviane Reding. &ldquo;Hier tickt eine Bombe, nur, keiner hat sie bemerkt&rdquo;, sagt Reding. Seit &uuml;ber zwei Jahren beraten EU, USA und 22 weitere Staaten im Geheimen dar&uuml;ber, wie Anbieter aus anderen L&auml;ndern inl&auml;ndischen Anbietern gleichgestellt werden. Internationale Investoren sind begeistert, Gemeinden, Gewerkschaften und Verbrauchersch&uuml;tzer alarmiert. &ldquo;Kommunen k&ouml;nnten in Zukunft keine Vorschriften mehr machen d&uuml;rfen, wo ein Supermarkt gebaut wird und wo Wiesen bestehen bleiben d&uuml;rfen&rdquo;, bef&uuml;rchtet Franziska Keller, Vizechefin der Gr&uuml;nen im Europaparlament. &ldquo;Selbst Krankenwagen k&ouml;nnten durch transnationale Unternehmen betrieben werden&rdquo;, so Keller. Reding sorgt sich vor allem um den Datenschutz. Sie hatte als Justizkommissarin daf&uuml;r gesorgt, dass eine Vereinheitlichung dieses Bereichs aus dem Freihandelsabkommen TTIP herausgehalten wird. Jetzt wollten die USA, so Reding, &ldquo;Tisa als Hintert&uuml;r nutzen, um europ&auml;ische Standards wie den Datenschutz zu verw&auml;ssern<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/vorab\/dienstleistungsabkommen-tisa-bedroht-europaeische-verbraucherrechte-a-1004425.html\">Der Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> Es erscheint wenig glaubw&uuml;rdig, wenn die ehemalige EU-Kommissarin behauptet, es habe noch keiner die Gefahren, die vom Dienstleistungsabkommen Tisa ausgehen bemerkt.<\/em><br>\n<em>Dass Zusammenh&auml;nge zwischen Tisa, TTIP und anderen geplanten Abkommen bestehen, ist offensichtlich und nach relativ kurzer Recherche ersichtlich.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Freihandelsabkommen oder Blaupause des neoliberalen Investitionsregimes<\/strong><br>\nAm 1. Januar 1994 trat das Freihandelsabkommen NAFTA in Kraft. Die USA, Kanada und Mexiko haben es unterzeichnet und damit die gr&ouml;&szlig;te Freihandelszone der Welt geschaffen. NAFTA war ein Pionierabkommen. Unter anderem weil es neben dem Warenhandel auch Dienstleistungen, Investitionen, das &ouml;ffentliche Beschaffungswesen und geistiges Eigentum einschlie&szlig;t.<br>\nUnd so hat NAFTA Ma&szlig;st&auml;be gesetzt. Vor allem &ndash; wie sich erst heute zeigt &ndash; wegen der ihn ihm festgeschriebenen Sonderrechte f&uuml;r Investoren. 20 Jahre sp&auml;ter kann man die Folgen von NAFTA sehen. Versprochen hatten seine damaligen Bef&uuml;rworter Wachstum und Arbeitspl&auml;tze. Stattdessen haben Millionen Menschen in allen drei L&auml;ndern ihre Arbeit verloren oder Lohnsenkungen hinnehmen m&uuml;ssen. Auch die Umwelt hat gelitten. Und der Staat hat deutlich an Macht verloren. Profitiert hingegen haben in jeglicher Hinsicht transnationale Gro&szlig;konzerne. (&hellip;)<br>\nManuskripte zur Sendung zum Download:\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/index.media.4578e89a2d32d1b04c6cfd6cee6b2e62.txt\">NAFTA &ndash; Freihandelsabkommen oder Blaupause des neoliberalen Investitionsregimes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/index.media.f0b750c040ba6ec4654f1f8033df7591.pdf\">NAFTA &ndash; Freihandelsabkommen oder Blaupause des neoliberalen Investitionsregimes [PDF &ndash; 99,6 KB]<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/nafta-freihandelsabkommen-oder-blaupause-des-neoliberalen.1170.de.html?dram:article_id=299940%20\">Deutschlandfunk<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Welcher Irrtum bitte, Herr Sinn?<\/strong><br>\nHans-Werner Sinn meint, die Kritiker der herrschenden Lehre verst&uuml;nden nicht, worum es in der &Ouml;konomie gehe. Nun kontern die Kritiker: Nicht sie l&auml;gen falsch &ndash; sondern der Professor aus M&uuml;nchen. Er mache es sich viel zu einfach. [&hellip;]<br>\n&Ouml;konomen sind keine neutralen Beobachter, selbst wenn Hans-Werner Sinn uns das mit dem Arzt-Vergleich weismachen m&ouml;chte. Wirtschaftswissenschaftliche Analysen und Politikempfehlungen sind immer normativ, da den angewandten Modellen bestimmte Annahmen &uuml;ber menschliches Verhalten und unserer Welt zugrunde liegen. Wenn pauschal angenommen wird, dass ein Markt zu einer optimalen Verteilung f&uuml;hrt, ist das nicht wertfrei. In der neoklassischen Theorie ist das Ziel, eine effiziente Verteilung zu erreichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/oekonomie-debatte-welcher-irrtum-bitte-herr-sinn-1.2231519\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Juncker will private Investoren nach Europa locken<\/strong>\n<ul>\n<li>EU-Kommissionschef Juncker will mit einem 300 Milliarden Euro schweren Investitionspaket jedes europ&auml;ische Land zu einem Land mit bestem Kreditrating machen.<\/li>\n<li>Sein Konzept sieht vor, private Investoren mit einer Verlustgarantien anzulocken.<\/li>\n<li>Angela Merkel und Wolfgang Sch&auml;uble bef&uuml;rchten unkalkulierbare Risiken f&uuml;r den Bundeshaushalt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Junckers Programm soll die Wirtschaft der EU ankurbeln<br>\nEU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker will am Mittwoch kommender Woche eine 300 Milliarden Euro umfassende Initiative &ldquo;Invest in Europe&rdquo; vorstellen. Nach Informationen der S&uuml;ddeutschen Zeitung sieht das Konzept vor, private Investoren mit Verlustgarantien anzulocken. Danach bietet die &ouml;ffentliche Hand an, anteilig die ersten auflaufenden Verluste aus Investitionen zu &uuml;bernehmen. &ldquo;Mit einer Verlustgarantie wird aus jedem Land in Europa ein Land mit bestem Kreditrating&rdquo;, hei&szlig;t es in der Kommission.<br>\nJuncker verfolgt mit seiner Initiative das Ziel, dass private Investoren nicht nur in L&auml;nder mit allerbestem Kreditnoten gehen, sondern auch nach Frankreich, Spanien, Griechenland, Portugal, in das Baltikum und nach S&uuml;dosteuropa. Die &ldquo;ungleiche wirtschaftliche Entwicklung in Europa&rdquo;, sagen Verantwortliche in der Kommission, m&uuml;sse mit dem Investitionsprogramm ausgeglichen werden. &ldquo;Invest in Europe&rdquo; sei ein &ldquo;psychologisches Signal&rdquo;. Die B&uuml;rger m&uuml;ssten &ldquo;schon n&auml;chstes Jahr sehen, dass es wieder mehr Jobs gibt&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/initiative-invest-in-europe-juncker-will-private-investoren-nach-europa-locken-1.2232365%20\">S&uuml;ddeutsche.de<\/a><\/p>\n<p><strong>Passend dazu: Junckers 300-Milliarden-Investitionsprogramm: Eine Herausforderung f&uuml;r den &ouml;konomischen und politischen Sachverstand<\/strong><br>\nEs darf \/ muss weiter gestritten werden &uuml;ber Junckers 300-Milliarden-Investitions-Programm zur Bek&auml;mpfung der Arbeitslosigkeit. Kommentierte Presseschau von Volker Bahl vom 19.7.2014<br>\nUlrich Schulten meint in der TAZ zwar die Wahl Junckers sei eine krachende Niederlage f&uuml;r Angela Merkel &ndash; just zu ihrem 60. Geburtstag &ndash; aber nur vom Machtgef&uuml;ge der Europ&auml;ischen Union aus gesehen, das jetzt dem Parlament eine st&auml;rkere Stellung gibt. (Vgl. dazu auch vom Grundsatz her Joachim Perels, &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/-\/iXH\">Europ&auml;ische Wirtschaftskrise und Demokratie<\/a>&rdquo;<br>\nZu dem Versprechen von dem neuen EU-Kommissionspr&auml;sidenten in den n&auml;chsten drei Jahren 300 Milliarden Euro zu investieren &ndash; im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit in Europa (vgl. dazu auch den ungarischen Sozial-Kommissar der EU Lazlo Andor vorgestellt von <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/42\/42088\/1.html\">Christoph Stein bei Telepolis<\/a> oder auch <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22229#h09\">hier<\/a> &ndash; und zus&auml;tzlich noch die 370 Millionen verborgenen jugendlichen Arbeitslosen, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22346#h05\">auf die Andor hinwies<\/a>, meint Ulrich Schulten dagegen nur ganz absch&auml;tzig: Das ist verlogen &ndash; seine Politik hat ja gerade verhindert, <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2014%2F07%2F17%2Fa0151&amp;cHash=cafe6be036819e2722a741cbfe596633\">dass EU-Staaten ihnen zustehende Steuern von den Reichen bekommen<\/a>.<br>\nSeine TAZ-Kollegin Ulrike Herrmann hatte einen noch drastischeren Ton gegen&uuml;ber Juncker angeschlagen: &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Wahl-Jean-Claude-Juncker\/!142492\/\">Steurdieb regiert Europa<\/a>&rdquo;.<br>\nWenn man das Bild der Steueroasen f&uuml;r Europa jedoch genauer ansieht, dann ragt hier Juncker mit dem Land Luxemburg keineswegs so einzigartig &ndash; vor allem neben der Schweiz &ndash; hervor. (Zu Luxemburg vgl. Gabriel Zucman, &ldquo;Steueroasen&rdquo; &ndash; Seiten 38 ff. sowie 50 ff.)<br>\nInteressant ist dabei vor allem, dass dem kleinsten Land in der EU die allergr&ouml;&szlig;te politische Macht in Europa zugesprochen wird &ndash; und dass diese Kritik aus einem Land wie Deutschland heraus gemacht wird, das auch eines der gr&ouml;&szlig;ten Steueroasen ist, gerade f&uuml;r ausl&auml;ndisches Kapital &ndash; auch wenn es noch hinter Luxemburg liegt. Wenn nun statt Merkel Juncker mehr an Einfluss hat, dann hat sich sozusagen &ldquo;steueroasenm&auml;&szlig;ig&rdquo; nichts ge&auml;ndert in Europa. (Vgl. <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/internationale-studie-steueroase-deutschland-1.1812394\">dazu die S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a> zusammen mit <a href=\"http:\/\/steuergerechtigkeit.blogspot.de\/2013\/11\/deutschland-erneut-unter-den-top-10.html\">Steuergerechtigkeit Blog<\/a> &ndash; sowie nicht zuletzt <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!126965\/\">die TAZ<\/a>.<br>\nNicht Juncker erscheint uns so als das so herausragende schwarze Schaf, sondern die &ldquo;gemeinsame&rdquo; Politik der EU &ndash; mit Deutschland vorneweg. Nur die jetzt einmal schnell zu &uuml;berwinden, d&uuml;rfte keine besondere Aussicht auf Erfolg haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/politik\/eu-politik\/wipo-eu\/junckers-300-milliarden-investitionsprogramm-eine-herausforderung-fur-den-okonomischen-und-politischen-sachverstand\/\">LabourNet Germany<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Mitbestimmung: Jeden Tag neu erk&auml;mpfen<\/strong><br>\n&bdquo;Ihr habt es gut&ldquo;, sagte ein ungarischer Kollege &uuml;ber die Mitbestimmungsrechte in &Ouml;sterreich. &bdquo;Eure Regierung verhandelt mit euch &uuml;ber Gesetzes&auml;nderungen, f&uuml;r fast alle ArbeitnehmerInnen gelten Kollektivvertr&auml;ge und eure Betriebsr&auml;te haben echte Mitspracherechte.&ldquo; Verglichen mit den Bedingungen der ungarischen Gewerkschaften unter der Orban-Regierung scheint unsere Situation paradiesisch.<br>\nDoch wie gut sind unsere Mitbestimmungsrechte tats&auml;chlich abgesichert? Haben sie mit der wirtschaftlichen Entwicklung Schritt gehalten? Sind sie gegen massiven Widerstand durchsetzbar? Bei genauer Betrachtung ist einiges verbesserungsbed&uuml;rftig, anderes muss von den Gewerkschaften immer wieder verteidigt werden. Selbstverst&auml;ndlich ist im heutigen neoliberalen Umfeld fast nichts.<br>\nEinschr&auml;nkungen beim Mitbestimmungsrecht<br>\nSchauen wir nur einige Jahre zur&uuml;ck. &bdquo;Speed kills&ldquo; war ab 2000 das Motto einer Politik, die das Begutachtungsrecht von &Ouml;GB und AK schlicht ignorierte. Gesetzes&auml;nderungen mit K&uuml;rzungen im Sozialbereich wurden nicht sozialpartnerschaftlich verhandelt, sondern als Initiativantr&auml;ge im Parlament eingebracht, und schon waren die M&ouml;glichkeiten der Interessenvertretung der ArbeitnehmerInnen erheblich eingeschr&auml;nkt. GewerkschafterInnen, die gegen diese Politik auftraten, wurden durch Gesetzes&auml;nderungen aus einflussreichen Positionen entfernt. Die Zusammensetzung des Hauptverbandes der Sozialversicherungstr&auml;ger wurde ge&auml;ndert, um den damaligen Hauptverbandspr&auml;sidenten und Regierungskritiker Hans Sallmutter aus dieser Position zu entfernen. Der AK wurde mit der Halbierung des Beitrags gedroht und die gesetzliche Mitgliedschaft immer wieder zum Thema gemacht. Erst durch massiven gewerkschaftlichen Widerstand, Streiks und Demonstrationen kam die Regierung zur&uuml;ck an den Verhandlungstisch. Ohne dieses entschlossene Auftreten w&auml;ren die gewerkschaftlichen M&ouml;glichkeiten, Einfluss auf f&uuml;r ArbeitnehmerInnen wesentliche Gesetze zu nehmen, wohl f&uuml;r lange Zeit verloren gewesen.<br>\nEiniges ist verbesserungsbed&uuml;rftig, nichts mehr selbstverst&auml;ndlich<br>\nUnabh&auml;ngig von der jeweiligen Zusammensetzung der Regierung wird auch der Ton zwischen den Kollektivvertrags-Verhandlern rauer. Sozialpolitische Fortschritte durch Verbesserung des Rahmenrechts sind immer schwieriger zu erreichen. Die Arbeitgeberseite hat sich in die Forderung nach Arbeitszeitflexibilisierung verrannt. Und das, obwohl die ArbeitnehmerInnen in &Ouml;sterreich noch immer alle Auftr&auml;ge in der Zeit erledigt haben. Zeichen eines h&auml;rter werdenden Verteilungskampfs. Der fr&uuml;her selbstverst&auml;ndliche Konsens, den ArbeitnehmerInnen einen fairen Anteil am Unternehmenserfolg zuzugestehen, ist vielfach nicht mehr gegeben. Dividenden sind wichtiger als Investitionen oder das Wohl der Besch&auml;ftigten, die die Gewinne erarbeiten. Immer &ouml;fter m&uuml;ssen zur Durchsetzung von Lohnerh&ouml;hungen Kampfma&szlig;nahmen ergriffen werden. Wenn es bei der Gewinnmaximierung hilft, wird auch einmal eine andere Gewerbeberechtigung angenommen, um einen &bdquo;billigeren&ldquo; Kollektivvertrag anwenden zu k&ouml;nnen. Die rechtlichen Mittel, dagegen vorzugehen, sind inzwischen unzureichend und m&uuml;ssen verbessert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/mitbestimmung-jeden-tag-neu-erkaempfen\/%20\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Rente mit 63 verst&auml;rkt Fachkr&auml;ftemangel<\/strong><br>\nDie Rente mit 63 droht f&uuml;r die ohnehin angespannte Fachkr&auml;ftesituation auf dem deutschen Arbeitsmarkt fatale Folgen zu haben. Darauf hat jetzt Eric Schweitzer, Pr&auml;sident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), hingewiesen.<br>\nDas Fehlen von Fachkr&auml;ften erweise sich in den Betrieben oft als Wachstums- und Innovationsbremse, sagte Schweitzer dem &ldquo;Tagesspiegel&rdquo;. Die Rente mit 63 und das fr&uuml;here Ausscheiden von Leistungstr&auml;gern verst&auml;rkten diese Problematik. Schon in diesem Jahr liege die Zahl der Antragsteller h&ouml;her als erwartet &ndash; Mehrkosten von 50 Prozent seien die Folge.<br>\n&ldquo;Wie wir aus Betrieben h&ouml;ren, ist in den n&auml;chsten Jahren mit einer weiter steigenden Zahl der Antr&auml;ge zu rechnen&rdquo;, warnte der DIHK-Pr&auml;sident. Das f&uuml;hre nicht nur zu milliardenschweren Zusatzbelastungen in der Rentenversicherung: &ldquo;Vor dem Hintergrund schon heute bestehender Fachkr&auml;fteengp&auml;sse wird es f&uuml;r viele Unternehmen auch immer schwerer, passenden Ersatz zu finden &ndash; insbesondere, weil jahrelang erworbenes betriebliches Wissen verloren geht.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dihk.de\/themenfelder\/standortpolitik\/news?m=2014-11-21-schweitzer-rente-63%20\">DIHK<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> Immer wieder der irref&uuml;hrende Verweis auf den angeblichen Fachkr&auml;ftemangel. Dass der &#8210; zumindest hierzulande &#8210; nicht existiert, kann an den geringen Geh&auml;lter\/L&ouml;hnen abgelesen werden.<\/em><br>\n<em>Das Thema &bdquo;Fachkr&auml;ftemangel&ldquo; ist nicht neu und wird auch von den NachDenkSeiten seit Jahren behandelt; ein Beispiel: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2332\">Der neu entdeckte Fachkr&auml;ftemangel<\/a>. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Das Reformprojekt B&uuml;rgerversicherung<\/strong><br>\nF&uuml;r eine nachhaltige Finanzierung in der Krankenversicherung<br>\nDas Reformprojekt B&uuml;rgerversicherung in der Krankenversicherung ist in der Politik erst einmal auf Eis gelegt. Zwar besteht im Bundestag seit der Wahl 2013 rein rechnerisch eine Mehrheit f&uuml;r einen solchen Paradigmenwechsel in der Sozialversicherung. In der Gro&szlig;en Koalition erscheint dieses Vorhaben aber derzeit nicht umsetzbar. Die Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) wurde zwar durch das &bdquo;Gesetz zur Weiterentwicklung der Finanzstruktur und der Qualit&auml;t in der gesetzlichen Krankenversicherung&ldquo; im Juni 2014 in einigen Aspekten (Einkommensabh&auml;ngigkeit der Zusatzbeitr&auml;ge etc.) der B&uuml;rgerversicherung ber&uuml;hrt, aber das Grundproblem der Aufteilung des Krankenversicherungssystems in &ouml;ffentliche Krankenkassen und private Versicherer wird weiterhin ignoriert. Auch wenn in der gegenw&auml;rtigen Legislaturperiode keine entsprechende Initiative mehr folgt, sollte an dem Ziel einer B&uuml;rgerversicherung festgehalten und die vorhanden Vorschl&auml;ge sollten weiter entwickelt werden. Denn nach wie vor bestehen in der Finanzierung des Gesundheitssystems strukturelle Probleme.<br>\nDie B&uuml;rgerversicherung bezeichnet ein Versicherungssystem, in dem B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger zu weitgehend einheitlichen Bedingungen abgesichert werden und in dem vor allem die Aufteilung der Versicherten zwischen den unterschiedlichen Systemen GKV und private Krankenversicherung (PKV) aufgehoben wird. Einige Bef&uuml;rworter der B&uuml;rgerversicherung schlie&szlig;en sogar in ihre Reformkonzepte noch weitere Elemente ein, wie die Verbeitragung anderer Einkommensarten und eine Anhebung oder sogar Aufhebung der Beitragsbemessungsgrenze.[1]<br>\nDie B&uuml;rgerversicherung gilt aus mehreren Gr&uuml;nden als Reformalternative: (&hellip;)<br>\nDie B&uuml;rgerversicherung hat viele Bef&uuml;rworter und h&auml;tte sogar eine Mehrheit im Parlament. Gleichwohl erscheint sie politisch momentan nicht durchsetzbar. Allerdings k&ouml;nnen die interessierten Parteien, Verb&auml;nde, Expertinnen und Experten diese erzwungene Denkpause nutzen und versuchen, aus dem Aufschub das Beste zu machen.[6] Denn die vorliegenden Ausformulierungen des Konzepts unterscheiden sich teils erheblich. Insbesondere das Konzept der SPD weicht deutlich von den Konzepten anderer Parteien und Verb&auml;nde ab. Au&szlig;erdem bleiben einige Fragen in den Konzepten offen: Sollen &ouml;ffentliche Krankenkassen und private Anbieter auf einem gemeinsamen Markt konkurrieren und wenn ja, wie muss so ein Versicherungsmarkt gestaltet werden? Ist die Herstellung eines Wettbewerbs auf Augenh&ouml;he m&ouml;glich? Ist der Wettbewerb &uuml;berhaupt der sinnvollste Steuerungsmodus?<br>\nDie B&uuml;rgerversicherung ist eine &uuml;berzeugende L&ouml;sung, die Herausforderungen einer nachhaltigen Finanzierung des Gesundheitssystems zu meistern. Die Denkpause, die sich aus der gegenw&auml;rtigen politischen Situation ergibt, sollte gut genutzt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/++co++04f831b0-709d-11e4-8a27-52540066f352%20\">Gegenblende<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Wachsende Kinderarmut: US-Studie warnt vor einem &ldquo;dauerhaften Dritte-Welt-Amerika&rdquo;<\/strong><br>\nDie Zahlen sind best&uuml;rzend: In den USA leben einer Studie zufolge etwa 2,5 Millionen Kinder auf der Stra&szlig;e &ndash; so viele wie nie zuvor.<br>\nIn den USA sind fast 2,5 Millionen Kinder obdachlos. Die Zahl der Minderj&auml;hrigen ohne eigene Wohnung ist damit so hoch wie nie zuvor, wie aus einem Bericht des National Center on Family Homelessness hervorgeht. Gr&uuml;nde daf&uuml;r sind demnach die hohe Armutsquote, zu wenig bezahlbarer Wohnraum und die Folgen der Weltwirtschaftskrise. Weitere Faktoren seien die Herkunft der Kinder sowie alleinerziehender M&uuml;tter oder V&auml;ter.<br>\n&ldquo;Ohne entschlossenes Handeln und die Bereitstellung ausreichender Mittel wird die Nation daran scheitern, das Regierungsziel von einem Ende der Familien-Obdachlosigkeit bis 2020 zu erreichen&rdquo;, schreiben die Autoren der Studie. Sie warnen vor einem &ldquo;dauerhaften Dritte-Welt-Amerika&rdquo;.<br>\nStatistisch gesehen hat der Untersuchung zufolge jedes 30. Kind in den Vereinigten Staaten im vergangenen Jahr kein Zuhause gehabt. Landesweit sei die Zahl der Betroffenen im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozentpunkte gestiegen, hei&szlig;t es zudem.<br>\nF&uuml;r den Bericht wurde ein Gesamtranking erstellt. Darin floss ein, wie hoch die Kinder-Obdachlosigkeit ist, wie hoch das Risiko daf&uuml;r ist, wie entschieden die Staaten dagegen angehen und wie hoch das Wohlbefinden f&uuml;r Kinder insgesamt ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/usa-2-5-millionen-obdachlose-kinder-a-1003489.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> Das sind dramatische Zahlen.<\/em><br>\n<em>Jedoch: Auch hierzulande nimmt die Kinderarmut zu und die f&uuml;r die USA genannten Gr&uuml;nde sind auch hier nicht g&auml;nzlich unbekannt: Hohe Armutsquote, zu wenig bezahlbarer Wohnraum sowie die Herkunft der Kinder und alleinerziehende Elternteile. Wir haben auf die zunehmende Kinderarmut in Deutschland hingewiesen: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23556#h17\">Kinderarmut nimmt in Deutschland wieder zu<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Bundesnetzagentur: Rund 345.000 Haushalten wurde der Strom gesperrt<\/strong><br>\nWegen steigender Preise k&ouml;nnen immer mehr Bundesb&uuml;rger ihre Stromrechnung nicht zahlen. Fast 345.000 Haushalten wurde nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen im vergangenen Jahr zeitweilig der Strom abgeklemmt. [&hellip;]<br>\nHauptgrund f&uuml;r die wachsenden sozialen Probleme sind die stark steigenden Strompreise. Seit 2002 haben sich die Kosten f&uuml;r die Verbraucher fast verdoppelt. Auch 2013 und 2014 zogen die Strompreise kr&auml;ftig an, einerseits weil die Umlage f&uuml;r erneuerbare Energien stieg, andererseits weil die gro&szlig;en Stromversorger sinkende Kosten nicht an die Verbraucher weitergaben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/strom-laut-bundesnetzagentur-waren-345-000-haushalte-mit-stromsperre-a-1004435.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Und warum k&ouml;nnen sich immer mehr Menschen den Strom nicht leisten? Die Preise sind nat&uuml;rlich ein Problem, die steigende Armut ist jedoch das Kernproblem, um das es hier geht.<\/em><\/p>\n<p><strong>Passend dazu: Energiearmut wird zum Massenph&auml;nomen<\/strong><br>\n&bdquo;Energiearmut wird immer mehr zum Massenph&auml;nomen. Der erneute Anstieg verh&auml;ngter Stromsperren im vergangenen Jahr auf fast 345.000 und die ann&auml;hernd sieben Millionen Mahnverfahren sind ein Alarmsignal, das Strom f&uuml;r Millionen kaum noch erschwinglich ist. Die Bundesregierung verweigert eine Strompreisaufsicht und sorgt mit ihrer Politik daf&uuml;r, dass der Strompreis seit 2008 f&uuml;r private Haushalte um 38 Prozent, f&uuml;r die Industrie aber nur um 13 bis 15 Prozent gestiegen ist. Das ist ein schweres soziales Versagen,&ldquo; erkl&auml;rt Caren Lay, stellvertretende Vorsitzende und verbraucherpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zu Medienmeldungen &uuml;ber den Monitoringbericht der Bundesnetzagentur. Lay weiter:<br>\n&bdquo;Die Bundesregierung der letzten Jahre betreiben Energiepolitik f&uuml;r die Konzerne und nicht f&uuml;r private Stromkundinnen und Stromkunden. De facto bezahlen die privaten Verbraucherinnen und Verbraucher &uuml;berverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig, w&auml;hrend die Industrie entlastet wird. 345.000 Stromsperren bedeuten, dass rund eine Million Menschen in Deutschland 2013 im Dunkeln sa&szlig;, keine W&auml;sche waschen, keine warmen Mahlzeiten zubereiten konnte. Das ist ein Anschlag auf die Menschenw&uuml;rde. Stromsperren geh&ouml;ren gesetzlich verboten.<br>\nDie Ma&szlig;nahmen zur Absenkung der Strompreise liegen seit Jahren auf dem Tisch: Neben der Abschaffung der ungerechtfertigten Industrierabatte in Milliardenh&ouml;he zu Lasten der privaten Haushalte und kleinen Unternehmen muss die Stromsteuer auf ein Minimum gesenkt und die Strompreisaufsicht wieder eingef&uuml;hrt werden. Mit den Forderungen der LINKEN k&ouml;nnte der Strompreis f&uuml;r eine Durchschnittsfamilie um 185 Euro pro Jahr gesenkt werden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/pressemitteilungen\/energiearmut-wird-massenphaenomen\/\">Die Linke im Bundestag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Konflikt oder Theater?  Finden Gabriel und Hendricks eine L&ouml;sung f&uuml;r das Emissionsziel?<\/strong><br>\nDie Treibhausgasemissionen der Stromerzeugung betreffend  &uuml;berst&uuml;rzen sich im November geradezu die Ereignisse. Mit etwas Abstand  beobachtet, kann  man sie unterschiedlich deuten, als handfesten Konflikt zwischen Ministerien, als Meinungsbildungsprozess in der Exekutive oder als Schauspiel mit verteilten Rollen.Das Schauspiel  bisher \n<ul>\n<li>1.Akt , erstes Bild<br>\n\t31.10. Pr&auml;sentation des BMWi Gr&uuml;nbuch  Minister  Gabriel;  Trotz erkl&auml;rter Ohnmacht  angesichts der EU Regeln unerkl&auml;rliche Zuversicht  die Klimaziele  zu erreichen.  Darauf heftige Kritik der Gr&uuml;nen und Umwelt NGO <\/li>\n<li>1.Akt, zweites Bild<br>\n03.11. Pr&auml;sentation  IPCC Studie;  Ministerin Hendricks &auml;u&szlig;ert zur &Uuml;berraschung vieler, dass  Stilllegungen  von Kohlekraftwerken erforderlich seien.   Sie sagt nicht, wie das erreicht werden soll,  will aber  lt Handelsblatt  &bdquo;die schwierige wirtschaftliche Lage der Energieversorger ebenso im Auge haben wie die Arbeitspl&auml;tze dort&ldquo;. <\/li>\n<li>2.Akt; diverse Bilder:<br>\nAuftritte der Minister w&auml;hrend der Woche mit unterschiedlichen Botschaften (Spiegel 46\/2014: Vorreiter? Nachz&uuml;gler?)<br>\nHinter der B&uuml;hne:<br>\nAm 11. 11. Am Wochenende  wird ein Strategiepapier Gabriels  bekannt Spiegel online, aus  dem mit dem Satz zitiert wird.  &ldquo;Ich bin sicher, dass die Frage, welche Kraftwerke am Netz bleiben und welche stillgelegt werden, die Unternehmen entscheiden sollen und nicht der Staat&rdquo;. Und  &ldquo;Man kann nicht zeitgleich aus der Atomenergie und der Kohleverstromung aussteigen. Wer das will, sorgt f&uuml;r explodierende Stromkosten, Versorgungsunsicherheit und die Abwanderung gro&szlig;er Teile der deutschen Industrie&rdquo; <\/li>\n<li>2.Akt :  Krise<br>\n11.11. Auftritt Gabriel beim DENA Kongress mit Konfrontation mit Greenpeace aufgrund dieser  &Auml;u&szlig;erungen<br>\nHinter der B&uuml;hne<br>\nAm 16.11, bringt  welt. de einen langen Bericht , in dem  &uuml;ber ausf&uuml;hrliche Berechnungen im Auftrag des BMWi referiert berichtet wird,  die angeblich zu dem Schluss f&uuml;hrten:  &bdquo;Warum-der-Kohleausstieg-wirklich-abgeblasen-wurde&ldquo;. Als einzige unter den Autoren wurde PWC genannt. Vielleicht ein PR Coup?  <\/li>\n<li>3.Akt: Zwischenspiel<br>\n19.11 2014 DIW stellt seine Studie zum Thema vor,  Abschaltung alter Kohlekraftwerke k&ouml;nnte CO2-Aausstoss in Deutschland um bis zu  23 Millionen tonnen reduzieren und den Strommarkt stabilisieren ,  beauftragt von der Heinrich B&ouml;ll Stiftung, also den  Gr&uuml;nen&hellip;<br>\nDiese Berechnungen entdramatisieren die Problemlage. Die Medien tun die ganze Zeit so, als wenn es um den Ausstieg aus der Kohle geht, was Gabriel mit seinen Spr&uuml;chen auch  befeuert.  Dabei geht es &bdquo;nur&ldquo; darum, dass weniger Braunkohlestrom erzeugt wird. Hinter der B&uuml;hne:<br>\nSpiegel online berichtet am 22.11. von dem Entwurf des Eckpunktepapiers aus dem Hause Gabriel, in dem angeblich steht, dass die Kraftwerksbetreiber per Gesetzt verpflichtet werden, ihre THG Emissionen ab 2016 j&auml;hrlich um eine bestimmt Menge zu reduzieren,  es aber ihnen &uuml;berlassen wird, wie sie das erreichen,  ob nach Methode Rasenm&auml;her oder mit gezielten Stilllegungen.   Das w&auml;re eine L&ouml;sung,  bei der beide Minister, Gabriel und Hendricks ihre fr&uuml;heren  Positionen nicht aendern muessen. ES wird vorauaaichtlich stillgelegt (BMBU), aber der Staat bestimmt nicht welche Anlagen es sind (BMWi).<br>\nDie Tagesschau am 23.11. bezieht sich auf den Bericht, zeigt das Papier  und informiert &uuml;ber eine Einladung Gabriels an die Chefs der betroffenen Stromkonzerne schon am Montag den 24.11. <\/li>\n<\/ul>\n<p>Das wird dann der Beginn des  4. Akts<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.elsud.net\/2014\/11\/23\/konflikt-oder-theater-finden-gabriel-und-hendricks-eine-l%C3%B6sung-f%C3%BCr-das-emissionsziel\/\">elsud<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Das M&auml;rchen vom Stromengpass<\/strong><br>\nBUND: Netzausbaupl&auml;ne sollen ad acta gelegt werden<br>\nBraucht es wegen der Energiewende viele neue Stromautobahnen von Nord- nach S&uuml;ddeutschland? Der BUND meint: nein. Die Gro&szlig;e Koalition k&ouml;nnte ihre jahrelangen Planungen deshalb sofort beenden, sagen die Umweltsch&uuml;tzer.<br>\ninen kompletten Neubeginn bei den Planungen zum Ausbau der Stromtrassen hat der Bund f&uuml;r Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) gefordert. Zwar brauche man f&uuml;r den Ausstieg aus der Atomenergie und die wachsende Nutzung erneuerbarer Energietr&auml;ger umfangreiche Investitionen in Netzinfrastruktur und auch den Bau neuer &Uuml;berlandleitungen, erkl&auml;rte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger am Freitag in Berlin. Der Netzausbau m&uuml;sse aber mit den Intentionen der Energiewende, den Klimaschutzzielen und auch Belangen des Naturschutzes vereinbar sein. Zudem m&uuml;sse sicher gestellt werden, dass die Bev&ouml;lkerung in den betroffenen Regionen nicht nur informiert, sondern auch umfassend in den Planungsprozess einbezogen werde. Diese Kriterien erf&uuml;lle der Anfang November von den Betreibern vorgelegte Netzentwicklungsplan in keiner Weise. Das zeige sich auch daran, dass Alternativvorschl&auml;ge f&uuml;r die Trassenf&uuml;hrung weitgehend ignoriert w&uuml;rden.<br>\nDer BUND-Energieexperte Thorben Becker kritisierte gegen&uuml;ber &raquo;nd&laquo;, die im Netzentwicklungsplan vorgesehenen &raquo;Stromautobahnen&laquo; von Nord- nach S&uuml;ddeutschland seien &uuml;berdimensioniert. Sie ber&uuml;cksichtigten nicht, dass der Ausbau der Offshore-Windanlagen durch die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes verlangsamt werden soll. Angesichts der Bedeutung der Energiewende sei es unverantwortlich, den Netzausbau auf Grundlage veralteter Pr&auml;missen zu planen. Engp&auml;sse oder Verz&ouml;gerungen w&auml;ren bei einer Neuplanung nicht zu bef&uuml;rchten, so Becker.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/953158.das-maerchen-vom-stromengpass.html%20\">neues deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ich kaufe mir eine Autobahn<\/strong><br>\nWie kann Deutschland neue Stra&szlig;en und Br&uuml;cken bauen und bezahlen, wenn gespart werden soll? Die Finanzbranche hat eine ungew&ouml;hnliche Idee: Autobahnbonds. (&hellip;)<br>\nDas Gesch&auml;ft muss sich lohnen<br>\nIm Sommer wurde der neue Abschnitt der A9 fertiggestellt. &ldquo;Nach nur knapp dreij&auml;hriger Bauzeit&rdquo;, lobte Verkehrsminister Alexander Dobrindt. Der CSU-Politiker nennt die Autobahn ein &ldquo;hervorragendes Beispiel&rdquo; daf&uuml;r, wie &Ouml;PP k&uuml;nftig aussehen k&ouml;nnten. Auch Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) findet zunehmend Gefallen an der Idee: &ldquo;Wir m&uuml;ssen &uuml;ber neue Formen der Aufgabenteilung zwischen Staat und Privaten nachdenken&rdquo;, sagte er unl&auml;ngst.<br>\nDas Institut der Deutschen Wirtschaft sch&auml;tzt den j&auml;hrlichen Investitionsbedarf f&uuml;r die Verkehrsinfrastruktur auf vier Milliarden Euro, andere gehen von bis zu sieben Milliarden aus. W&uuml;rden sie &uuml;ber &Ouml;PP realisiert, m&uuml;sste Sch&auml;uble keine neuen Schulden aufnehmen, da private Unternehmen den Bau vorfinanzieren. Er k&ouml;nnte an seiner eisernen Sparpolitik festhalten.<br>\nDas Problem ist nur: Auch die Unternehmen m&uuml;ssen sich das notwendige Geld am Kapitalmarkt besorgen &ndash; zu deutlich schlechteren Konditionen als der Bund. Er bekommt neues Geld derzeit quasi geschenkt. Hinzu kommt, dass solche Projekte &ldquo;f&uuml;r Kapitalanleger eine Renditeerwartungen enthalten&rdquo; m&uuml;ssen, r&auml;umt selbst Finanzminister Sch&auml;uble ein. &Uuml;bersetzt hei&szlig;t das: F&uuml;r Unternehmen muss sich der Bau einer Autobahn lohnen. Auch der Bundesrechnungshof hatte k&uuml;rzlich moniert, &Ouml;ffentlich-Private Partnerschaft verursachten h&ouml;here Kosten.<br>\nDie Bundesregierung h&auml;lt an der Idee trotzdem fest. Im Wirtschaftsministerium tagt derzeit eine hochranging besetzte Kommission mit Vertretern von Industrie und Politik, die Modelle f&uuml;r eine private Finanzierung von Infrastrukturprojekten erarbeiten soll. Mit dabei: die Deutsche Bank.<br>\nSie verteidigt das Konzept. &ldquo;Private Finanzierer sind dazu verpflichtet, in die Kostenkalkulation alle Risiken mit einzuberechnen, die das Projekt behindern oder verteuern k&ouml;nnten. Diese Risiken reichen von Zeitverz&ouml;gerungen &uuml;ber unerwartete Preissteigerungen bis zu Pensionsverpflichtungen f&uuml;r die Mitarbeiter&rdquo;, sagt der Infrastruktur-Experte des Instituts, Bernd Fislage. Die Risikokalkulation lasse die Finanzierung nominal zwar erst einmal teurer erscheinen, habe aber einen positiven Effekt: &ldquo;Privat finanzierte Infrastruktur-Investitionen zeichnen sich durch eine hohe Projektstabilit&auml;t aus&rdquo;, sagt Fislage.<br>\nDie Deutsche Bank wirbt damit, dass sie in der Konzeption von &Ouml;PP  Erfahrung in anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern gesammelt hat. F&uuml;r den Betrieb einer Autobahn in der Slowakei etwa platzierte das Institut im vergangenen Jahr eine Anleihe am Kapitalmarkt mit einer Verzinsung von 4,7 Prozent &ndash; und stie&szlig; dabei auf gro&szlig;es Interesse. Gekauft h&auml;tten diese Anlage unter anderem Banken, Versicherer und Pensionskassen, sagt Fislage. Gleiches gilt in diesem Jahr f&uuml;r eine Anleihe f&uuml;r den Neubau eines belgischen Autobahnabschnittes.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2014-11\/infrastruktur-investitionen-ppp-autobahn-bau-deutsche-bank-allianz\/komplettansicht%20\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die ZEIT schreibt selbst, dass die &ldquo;Schwarze Null&rdquo; reine Ideologie ist und der Staat eben nicht die genannte Verzinsung von z. B. 4,7 Prozent zahlen muss, sondern das Geld quasi zum Nulltarif geliehen bekommt. Es mag theoretisch sein, dass ein privater &ldquo;Investor&rdquo; eine bessere Kostenkontrolle hat, aber i. A. wird diese &ldquo;Kostenkontrolle&rdquo; wieder so aussehen, dass die Subsubsubunternehmer noch mehr geknechtet werden, was wieder den Staat und seine B&uuml;rger extra Geld kostet.<\/em><br>\n<em>F&uuml;r die beteiligten Finanzinstitute ist das eine fast risikolose Lizenz zum Gelddrucken &ndash; Staat und B&uuml;rger zahlen richtig drauf. Das ist alles schon lange bekannt und, wie im Artikel beschrieben, auch vom Bundesrechnungshof so festgestellt. Warum also revolviert die Zeit diese angeblich &ldquo;ungew&ouml;hnliche Idee&rdquo;, die in Wahrheit seit Jahrzehnten als Abzockermethode ber&uuml;chtigt ist?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Matthias W. Birkwald: Die Riesterrente ist ein kolossaler Flop<\/strong><br>\nZwischen 2000 und 2014 sank das Sicherungsniveau der gesetzlichen Rente vor Steuern von 53 auf 48 Prozent und wird 2028 auf 44,4 Prozent geschrumpft sein. Selbst mit Riesterrente und &ndash; das sei hinzugef&uuml;gt &ndash; unter v&ouml;llig unrealistischen Annahmen von vier Prozent Verzinsung und Verwaltungskosten von zehn Prozent werden wir dann nur bei einem Gesamtsicherungsniveau von 50,6 Prozent angekommen sein. Zwischen 2014 und 2028 sollen laut der Bundesregierung die L&ouml;hne um 51,3 Prozent steigen, die gesetzliche Rente aber nur um 39 Prozent.<br>\nIm Klartext: Die K&uuml;rzungsfaktoren in der Rentenanpassungsformel versch&auml;rfen den Niedergang der gesetzlichen Rente Jahr f&uuml;r Jahr. Riestern kann und wird den Niedergang der gesetzlichen Rente nicht ausgleichen.<br>\nWir m&uuml;ssen Riester nicht mehr auf den Pr&uuml;fstand stellen, sondern die gesetzliche Rente st&auml;rken. Der Filz zwischen der privaten Versicherungswirtschaft und den Protagonisten der Riesterrente &ndash; Gerhard Schr&ouml;der und Walter Riester &ndash; ist da nur der letzte Tropfen auf den hei&szlig;en Stein. Die Niedrigzinsphase, die hohen Verwaltungskosten, die intransparenten Vertr&auml;ge und die Tatsache, dass sich Geringverdienende kaum einen Riestervertrag leisten k&ouml;nnen, sollten eigentlich genug Argumente sein, um klar und deutlich zu sagen: Riester ist gefloppt und zwar kolossal!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/gastbeitrag-die-riesterrente-ist-ein-kolossaler-flop,1472602,29106408.html%20\">FR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Uno beschlie&szlig;t Resolution gegen Nazi-Heroisierung &ndash; USA und Ukraine stimmen dagegen<\/strong><br>\nDer 3. Ausschuss der Uno-Vollversammlung hat auf Russlands Initiative eine Resolution &uuml;ber den Kampf gegen die Nazi-Heroisierung angenommen. Die USA, die Ukraine und Kanada stimmten dagegen.<br>\nF&uuml;r das Dokument stimmten 115 Staaten. 55 Staaten, darunter die EU-Mitgliedsl&auml;nder, enthielten sich.<br>\nIn der Resolution &auml;u&szlig;ern die Mitglieder der Uno-Vollversammlung ihre &bdquo;tiefe Besorgnis &uuml;ber beliebige Formen der Glorifizierung der Nazi-Bewegung, des Neonazismus und der ehemaligen Mitglieder der Organisation Waffen-SS, unter anderem durch die Errichtung von Denkm&auml;lern und &ouml;ffentliche Demonstrationen&ldquo;.<br>\nVerurteilt werden auch die Erkl&auml;rung von Handlangern des Faschismus zu Teilnehmern nationaler Befreiungsbewegungen und das Leugnen von Holocaust.<br>\nDar&uuml;ber hinaus wird mit Beunruhigung auf eine steigende Zahl von Vorf&auml;llen rassistischen Charakters weltweit hingewiesen, &bdquo;einschlie&szlig;lich der zunehmenden Aktivit&auml;ten von Skinheads, die f&uuml;r viele dieser Vorf&auml;lle verantwortlich sind&ldquo;, sowie auf die wachsende Gewalt, die von Rassismus und Xenophobie motiviert ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.ria.ru\/politics\/20141122\/270057832.html\">Ria Novosti<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Die neue Teilung der Welt<\/strong><br>\nWarum die USA, Kanada und die Ukraine gegen eine Resolution zur Bek&auml;mpfung der Glorifizierung des Nazismus gestimmt haben<br>\nDer 3. Ausschuss der UN-Vollversammlung hat am Freitag eine Resolution zur Bek&auml;mpfung der Glorifizierung des Nazismus und anderer Praktiken (A\/C.3\/69\/L.56) angenommen, die Rassismus, rassistische Diskrimination, Xenophobie und damit verbundene Intoleranz sch&uuml;ren. Eingereicht hatte die Resolution Russland. F&uuml;r den Resolutionsentwurf, &uuml;ber den in der Vollversammlung im Dezember abgestimmt wird, haben 115 Staaten gestimmt, 55 Staaten enthielten sich, 3 Staaten haben ihn abgelehnt.<br>\nNun sollte man meinen, die westlichen Staaten, die sich als rechtstaatliche Demokratien begreifen und f&uuml;r die Menschenrechte einstehen, h&auml;tten f&uuml;r die Resolution stimmen m&uuml;ssen, die schon einmal 2012 eingereicht worden war. Der Resolutionsentwurf bezieht sich auf die Durban-Erkl&auml;rung vom September 2001, wo es hei&szlig;t: &ldquo;Wir verurteilen den Fortbestand und das Wiederaufleben von Neonazismus, Neofaschismus und gewaltt&auml;tigen nationalistischen Ideologien, die auf rassischen oder nationalen Vorurteilen gr&uuml;nden.&rdquo; Andenken an das Nazi-Regime, seine Alliierten und verbundener Organisationen sollten verboten werden. Besorgt ist man &uuml;ber zunehmend mehr &ldquo;extremistische&rdquo; Parteien in den Parlamenten und dass traditionelle Parteien mit diesen Koalitionen eingehen.<br>\nUnd man stellt sich gegen Praktiken, &ldquo;die das Andenken der unz&auml;hligen Opfer der im Zweiten Weltkrieg begangenen Verbrechen gegen die Menschlichkeit beschmutzen, insbesondere der Opfer der Verbrechen, die von der SS und denjenigen, die gegen die Anti-Hitler-Koalition k&auml;mpften und mit der nationalsozialistischen Bewegung kollaborierten, begangen wurden, und Kinder und Jugendliche negativ beeinflussen und dass Staaten, die nicht wirksam gegen diese Praktiken vorgehen, gegen die Verpflichtungen der Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen nach deren Charta und gegen die Ziele und Grunds&auml;tze der Organisation versto&szlig;en.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/43\/43401\/1.html%20\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Was wei&szlig; Google von mir?<\/strong><br>\nAuf dem Computer, dem Smartphone oder dem Tablet: Mit jedem Ger&auml;t, das mit einem Google-Konto verbunden ist, wird die pers&ouml;nliche Datenspur breiter. Ein Selbstversuch mit erschreckendem Ergebnis.<br>\nWer solche Freunde hat braucht keine Feinde, lautet ein bekannter Aphorismus, in dem es im Kern um den Wert wahrer Freundschaft geht und darum, wie wenig echte Freunde bleiben, wenn es einmal darauf ankommt. Mein Verh&auml;ltnis zu Google hat weder etwas mit Freundschaft noch mit Feindschaft zu tun, es handelt sich um eine rein pragmatische Beziehung. Dennoch bin ich immer wieder erstaunt, wie eng meine Bindung gerade an diesen Internet-Giganten ist. In dieser Woche wird im Internet ein Liste mit hilfreichen Links verbreitet, mit denen herausgefunden werden kann, was Google &uuml;ber seine Nutzer wei&szlig;. Die Links im Einzelnen abzudrucken, w&auml;re m&uuml;&szlig;ig.<br>\nWer diesen Text auf tagesspiegel.de\/digital liest, wird dazu eine kommentierte Liste finden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/medien\/digitale-welt\/breite-datenspuren-was-weiss-google-von-mir\/11014892.html\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Meine Dienstleistung gegen Deine Daten<\/strong><br>\nDas gro&szlig;e Datensammeln geht weiter. Versicherungen m&ouml;chten k&uuml;nftig die Lebensgewohnheiten ihrer Kunden protokollieren, um ihre Tarife daraufhin anzupassen. Auch bei KFZ-Versicherungen gibt es bereits Modelle, die freiz&uuml;gige Datenweitergabe belohnen.<br>\nIn sch&ouml;nstem Neusprech k&uuml;ndigt die Generali-Versicherung ihr neues Programm mit dem Namen &ldquo;Vitality&rdquo; von Discovery an, das das &ldquo;Leben der Menschen sch&uuml;tzen und verbessern&rdquo; und Kunden auf einen &ldquo;Weg zu besserer Gesundheit&rdquo; bringen m&ouml;chte, der nicht nur ihnen n&uuml;tzt, sondern auch der &ldquo;Gesellschaft als Ganzes&rdquo;. Gesunder Lebensstil soll belohnt werden, indem Vitality &ldquo;die Beziehung zwischen Versicherung und Kunden von Grund auf neu denkt&rdquo;. Erste Kunden werden in Deutschland, Frankreich und &Ouml;sterreich erwartet.<br>\nLetzteres kann man allerdings so sehen, denn im Mittelpunkt dieser neuen Beziehung steht etwas, das man weniger blumig als Einbruch in die Privatsph&auml;re bezeichnen kann. Mit technischen Hilfsmitteln soll der Versicherungskunde seine Gewohnheiten hinsichtlich Ern&auml;hrung, Sport und Reise protokollieren und die erhobenen Daten der Versicherung &uuml;bermitteln. Bewegen sich die Resultate im gew&uuml;nschten Rahmen, kann er auf eine Belohnung in Form von Gutscheinen oder Rabatten hoffen.<br>\nDatensch&uuml;tzer sind wenig begeistert von dieser Idee, aber andere Versicherer arbeiten bereits an &auml;hnlichen Angeboten. Generali liegt mit Vitality im Trend: Daten sammeln ist unter dem Begriff &ldquo;Big Data&rdquo; schwer in Mode, nur die Rechtfertigung daf&uuml;r f&auml;llt je nach Branche unterschiedlich aus. Der Vorsto&szlig; von Generali f&uuml;hrt nur das Prinzip weiter, der dem Handel im Internet schon lange zugrunde liegt: meine Dienstleistung gegen Deine Daten. Ob Facebook oder Google, die &Ouml;konomie der angeblich kostenlosen Angebote funktioniert nur, wenn die Konzerne mit den Daten ihrer Benutzer Gesch&auml;fte machen. Auch im Supermarkt hat jeder K&auml;ufer damit l&auml;ngst Bekanntschaft gemacht, wenn er an der Kasse zum hundersten Mal nach der Payback-Karte gefragt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/43\/43397\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Bernie Sanders on Breaking Big Money&rsquo;s Grip on Elections<\/strong><br>\nBernie Sanders, Vermont&rsquo;s independent senator, is angry about what he sees as big money&rsquo;s wholesale purchase of political power. It&rsquo;s a grave threat, he believes, not only to our electoral process but to democracy itself.<br>\nTwo weeks ago, Sanders visited a town hall meeting in Richmond, California, to fire up supporters of Mayor Gayle McLaughlin and a slate of progressive city council candidates. They&rsquo;re running against a ticket backed by the energy giant Chevron, the third largest corporation in the United States. Chevron owns an enormous refinery in Richmond and is spending $3 million to defeat the progressives, who have charged the oil company with damaging the city&rsquo;s economy and environment.<br>\nChevron&rsquo;s Richmond money &ndash; they&rsquo;re spending more than $100 per voter &ndash; is just a fraction of the billions being spent this year on the most expensive midterm elections in history, money unleashed by Citizens United, McCutcheon and other court decisions that have turned voting into what feels more like an auction than &lsquo;one person, one vote.&rsquo; Because the Supreme Court says money is speech and big business can buy all it wants, corporations are trying to drown out the voice of anyone trying to speak out against them, whether in Congress or a state legislature, on a judge&rsquo;s bench or in city hall.<br>\n&ldquo;Apparently for these guys, owning and controlling our economy is not enough,&rdquo; Sanders told the rally. &ldquo;They now want to own and control the government. And we are not going to allow them to do that. Not in Richmond, not anywhere.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.truth-out.org\/news\/item\/27197-bernie-sanders-on-breaking-big-money-s-grip-on-elections#%20\">truthout<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Uri Avnery: Die unheilige Stadt<\/strong><br>\nIn seiner langen und wechselvollen Geschichte wurde Jerusalem von Dutzenden von Eroberern besetzt.<br>\nBabylonier und Perser, Griechen und R&ouml;mer, Mamelucken und T&uuml;rken, Briten und Jordanier &ndash; um nur einige zu nennen.<br>\nDer neueste Besetzer ist Israel, das Jerusalem 1967 erobert und annektiert hat.<br>\n(Ich h&auml;tte &ldquo;Ostjerusalem&rdquo; schreiben k&ouml;nnen, aber das gesamte historische Jerusalem ist das heutige Ostjerusalem. Alle anderen Stadtteile wurden in den letzten 200 Jahren von j&uuml;dischen Siedlern gebaut oder sind arabische D&ouml;rfer der Umgebung, die willk&uuml;rlich dem riesigen Gebiet einverleibt worden sind, das jetzt nach seiner Besetzung Jerusalem hei&szlig;t.)<br>\nIn dieser Woche stand Jerusalem wieder einmal in Flammen. Zwei junge M&auml;nner aus dem arabischen Dorf Jabel Mukaber, das zu Jerusalem geh&ouml;rt, betraten w&auml;hrend des Morgengebets eine Synagoge im Westen der Stadt und t&ouml;teten vier fromme Juden, bevor sie selbst von der Polizei get&ouml;tet wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lebenshaus-alb.de\/magazin\/008856.html\">Lebenshaus Schw&auml;bische Alb<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Is Jim Webb 2016&rsquo;s Barack Obama?<\/strong><br>\nJust when we thought the 2016 Democratic presidential primary would turn into a bloodless coronation of Hillary Clinton, the race gets a whole lot more interesting. Jim Webb, former Virginia Democratic senator and Secretary of the Navy under President Ronald Reagan, just announced he&rsquo;s forming a presidential exploratory committee. Webb writes:<br>\n&ldquo;I&rsquo;d like to take a few minutes of your time to ask you to consider the most important question facing America today: Is it possible that our next President could actually lay out a vision for the country, and create an environment where leaders from both parties and from all philosophies would feel compelled to work together for the good of the country, despite all of the money and political pressure that now demands they disagree?&rdquo;<br>\nThe letter doesn&rsquo;t mention Hillary Clinton, but Webb&rsquo;s background, rhetoric, and persona stands in stark contrast to the presumed Democratic frontrunner. On issues of national security and economic justice, Webb could be the credible challenger to Secretary Clinton that some Democrats have been looking for.<br>\nRelated: Jim Webb, Martin O&rsquo;Malley present first 2016 challenges for Clinton<br>\nWhile Clinton is hawkish and famously supported President George W. Bush&rsquo;s Iraq War, Jim Webb has been a forceful and credible non-interventionist voice. While Clinton has attempted to shift her rhetoric to match the current mood of economic populism, Webb has a long track record of focusing on poverty, inequality, and economic justice. But perhaps more than anything, Webb&rsquo;s very persona stands in direct opposition to that of Hillary Clinton.<br>\nIn 2006, at a time when Hillary Clinton was serving in the Senate and considering whether or not to renounce her support for the Iraq War, Jim Webb was stumping for a Senate seat  in combat boots as an ode to his son who was serving in the military there. Before Webb&rsquo;s opponent, George Allen, made &ldquo;macaca&rdquo; a household word, Webb was making a name for himself in Virginia politics based on his combination of decorated military service and opposition to the Iraq War.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.msnbc.com\/msnbc\/jim-webb-2016s-barack-obama?CID=sm_FB%20\">msnbc<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Verantwortlich f&uuml;r die massive soziale Ungleichheit in Deutschland ist das vertikale Schulsystem<\/strong><br>\nEine Analyse der PISA-Ergebnisse 2012<br>\nGegen die Ungleichheit ist eine Bildungsexpansion unabdingbar<br>\nDie Ungleichheit zersetzt die Gesellschaft<br>\nDie Ungleichheit ist das Gift, das die Gesellschaft zersetzt. Zwischen 1980 und 2010 hat es geradezu unvorstellbar zugenommen. Das gilt global sowie f&uuml;r fast alle Staaten. Je wirtschaftlich schw&auml;cher eine Schicht ist, umso st&auml;rker wurde sie von der Durchschnittsentwicklung abgeh&auml;ngt, je wirtschaftlich st&auml;rker, umso krasser hob sie sich ab vom Durchschnitt ab(OECD, Divided; T 1).<br>\nDramatisch ist die Ungleichheit des Arbeitseinkommens, noch unglaublicher die des Verm&ouml;gens. Das Pro-Kopf-Arbeitseinkommen der obersten 10 % liegt in Europa 4-mal, in den USA sogar 7-mal so hoch wie das der unteren 50 %. Extrem ist das Arbeitseinkommen pro Kopf der obersten 1 % gegen&uuml;ber der unteren H&auml;lfte der Erwerbst&auml;tigen: das 12-fache erhalten sie in Europa, das 24-fache in den USA. Piketty bef&uuml;rchtet, dass dies bis 2030 auf mehr als das 40-fache in den USA ansteigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/forum-kritische-paedagogik.de\/start\/?p=468%20\">Forum Kritische P&auml;dagogik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Realsatiriker Josef Joffe scheitert schon wieder am Landgericht Hamburg<\/strong><br>\nZEIT-Herausgeber macht noch immer Anstalten<br>\nDer publizistische Amoklauf des ZEIT-Herausgebers Josef Joffe gegen die ZDF-Satiresendung &ldquo;Die Anstalt&rdquo; gefiel heute mit einer Ehrenrunde in der Hamburger Pressekammer. Joffe hatte sich gegen ein Schaubild der inzwischen legend&auml;ren Sendung gewehrt, das Joffes Verstrickungen in diverse atlantische Gesellschaften illustrierte. So hatte sich Joffe daran gest&ouml;rt, dass das Schaubild ihm acht Verbindungen unterstellte. Joffe zufolge seien es nicht ganz so viele gewesen &ndash; plausibel, denn auch in den USA meiden &Auml;stheten die Gesellschaft von Humorbefreiten.<br>\nIm September hatte das Landgericht Hamburg Joffe sanft signalisiert, dass es die Haarspalterei mit den Linien albern fand. Joffe wollte nicht h&ouml;ren und wurde seiner am OLG Hamburg erk&auml;mpften einstweiligen Verf&uuml;gung verlustig. Doch eine verlorene Schlacht ist noch kein verlorener Krieg, dachte sich Joffe und lie&szlig; durch seinen Anwalt ausrichten, bis zum letzten juristischen Atemzug zu k&auml;mpfen.<br>\nNunmehr befasste sich das Landgericht Hamburg mit dem Streit in Form einer Hauptsacheklage, die der Abendzeitung zufolge heute abgewiesen wurde. Es sei f&uuml;r den Betrachter nicht entscheidend, ob auf dem Bild sieben oder acht Verbindungen aufgezeigt w&uuml;rden, zumal es sich um eine Satire-Sendung handele.<br>\nSatire-Fans hoffen, dass Joffe der Ank&uuml;ndigung seines Anwalts treu bleibt und in Berufung geht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Realsatiriker-Josef-Joffe-scheitert-schon-wieder-am-Landgericht-Hamburg-2461948.html%20\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>Siehe auch: &ldquo;Zeit&rdquo;-Herausgeber Josef Joffe scheitert mit Klage gegen ZDF<\/strong><br>\nDer Journalist muss Satire erdulden, so das Hamburger Landgericht. Joffe wollte eine Sendung der &ldquo;Anstalt&rdquo; verbieten lassen, in der ihm enge Kontakte zu Lobbygruppen vorgehalten wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.abendblatt.de\/kultur-live\/tv-und-medien\/article134594442\/Zeit-Herausgeber-Josef-Joffe-scheitert-mit-Klage-gegen-ZDF.html%20\">Hamburger Abendblatt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Das hat uns gerade noch gefehlt<\/strong><br>\nDer staatliche russische Propaganda-Kanal RT ist seit Kurzem mit einem deutschen Angebot auf dem Markt. Es ist erschreckend, wie dort gelogen und verbogen wird.<br>\nWenn Millionen aus dem Kreml hineingesteckt werden, kann nur Propaganda herauskommen. Das Misstrauen gegen&uuml;ber dem deutschen Ableger des staatlichen russischen Auslandsfernsehens RT (ehemals Russia Today) war gro&szlig;, bevor auf der Seite rtdeutsch.com Anfang November auch nur ein Artikel oder Video erschienen war. Gleichzeitig hat eine nach eigenen Worten an &ldquo;Meinungsvielfalt und Informationsfreiheit in Europa&rdquo; interessierte Zielgruppe sehns&uuml;chtig darauf gewartet, gut 30.000 Menschen unterschrieben im Fr&uuml;hjahr sogar eine Petition f&uuml;r eine deutsche Ausgabe.<br>\nSchon der Muttersender erschafft mit seinem wilden Mix aus gezielten Manipulationen, obskuren Theorien und fragw&uuml;rdigen Experten ein Paralleluniversum, das mit der Realit&auml;t wenig gemein hat und dazu dient, die Sicht der russischen Regierung durchzusetzen oder Zweifel an anderen zu wecken. Nicht alles ist gelogen und verbogen, manch kritischer Beitrag hat seine Berechtigung, das sei vorweg gesagt. Echte Nachrichten und Analysen neben irrelevant Buntem und purem Unsinn &ndash; das macht diese Art der Propaganda aus. Insgesamt ist es haarstr&auml;ubend, was dort als Journalismus verkauft wird, nun auch auf Deutsch. Drei Beispiele, um klarer zu sehen: (&hellip;)<br>\nF&uuml;r diese Art von Journalismus ist also das Jahresbudget von RT f&uuml;r 2015 um 41 Prozent auf mehr als 265 Millionen Euro erh&ouml;ht worden. F&uuml;r diese Art von Journalismus nutzt der Kreml gern die Freiheit der Presse, die im eigenen Land nicht mehr existiert. Dieser Journalismus soll also die L&uuml;cke f&uuml;llen, die westliche Medien vermeintlich lassen, soll den &ldquo;fehlenden Teil zum Gesamtbild&rdquo; zeigen. Ob dieser Part gebraucht wird, kann jeder selbst entscheiden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2014-11\/rt-deutsch-russland-propaganda-luegen\/komplettansicht\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> Ohne RT in Schutz nehmen zu wollen (das m&uuml;ssen die Sender-Macher schon selber machen): Die &bdquo;Zeit&ldquo;-Rhetorik erinnert an die Sprache w&auml;hrend des Kalten Krieges.<\/em><br>\n<em>Erinnert sei an ein sinngem&auml;&szlig;es Bibel-Zitat: &bdquo;Was siehst Du den Splitter im Auge des Anderen, den Balken im eigenen Auge &uuml;bersiehst Du jedoch.&ldquo; Zumindest bei bestimmten politischen Themen kann &ndash; leider &ndash; auch bei der &bdquo;Zeit&ldquo; der Eindruck entstehen, nicht die Wahrheit zu berichten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (HR\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-24043","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24043","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=24043"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24043\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":24046,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24043\/revisions\/24046"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=24043"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=24043"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=24043"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}