{"id":24047,"date":"2014-11-24T10:02:31","date_gmt":"2014-11-24T09:02:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24047"},"modified":"2020-02-18T18:42:50","modified_gmt":"2020-02-18T17:42:50","slug":"arbeitskraeftemangel-in-der-zukunft-teil-i","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24047","title":{"rendered":"Arbeitskr\u00e4ftemangel in der Zukunft? (Teil I)"},"content":{"rendered":"<p>&Uuml;ber statistische Taschenspielertricks (oder Denkfehler) in der Demografie-Debatte und die &bdquo;Demografisierung&ldquo; einer sozialpolitischen Diskussion<br>\nDemografische Gedankenspiele haben seit Beginn des neuen Jahrtausends Hochkonjunktur. Dabei wird vor allem die Angst vor der Alterung der Gesellschaft bewusst instrumentalisiert, um den Sozialstaat &bdquo;umzubauen&ldquo; oder, wie gerne formuliert wird, &bdquo;an die ver&auml;nderten demografischen Bedingungen anzupassen&ldquo;. Das schl&auml;gt sich in sinkenden realen Renten, l&auml;ngeren Wochen- und Lebensarbeitszeiten f&uuml;r Besch&auml;ftigte sowie einer zunehmenden privaten Vorsorge f&uuml;r Krankheit und Alter nieder. Sogar die Schuldenbremse wird h&auml;ufig demografisch begr&uuml;ndet.<br>\nAuch zurzeit wird wieder Angst gesch&uuml;rt. Diesmal nicht vor den vielen Alten, sondern vor einer Zukunft, in der es angeblich zu wenige Arbeitskr&auml;fte gebe, um unsere Volkswirtschaft aufrecht zu erhalten. Von <strong>Klaus Bingler<\/strong> und <strong>Gerd Bosbach<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nSo schreibt die Fraktion der CDU im NRW-Landtag: &bdquo;Besonders stark betroffen von Einwohnerschwund und Altersverschiebung ist die Bev&ouml;lkerung im Erwerbsalter zwischen 20 und 65 Jahren. Bei einer j&auml;hrlichen Nettozuwanderung von durchschnittlich 100.000 Personen geht ihre Zahl deutschlandweit von heute knapp 50 Millionen zur&uuml;ck &hellip; auf 33 Millionen 2060.&ldquo; (Drucksache 16\/2133, Landtag NRW) Dieser <strong>dramatische R&uuml;ckgang des Arbeitskr&auml;ftepotenzials von 34%<\/strong> &ndash; &uuml;brigens erstmals in dieser Form vom Pr&auml;sidenten des Statistischen Bundesamtes 2009 bei der Pr&auml;sentation der 12. Koordinierten Bev&ouml;lkerungsvorausberechnung &ouml;ffentlich dargestellt (Roderich Egeler, Pressekonferenz 18.11.2009, Berlin), soll der NRW-CDU dazu dienen, die Notwendigkeit der Schuldenbremse zu untermauern. In &auml;hnlicher demografischer Richtung wird oft argumentiert, wenn es um die angebliche Unbezahlbarkeit sozialer Leistungen geht, da es in Zukunft zu wenig junge Leute f&uuml;r die vielen zu versorgenden Alten gebe. Dabei wird nicht nur die immer noch hohe Zahl der Arbeitslosen ausgeblendet, sondern mit drei Taschenspielertricks (Denkfehler) wird aus eigentlich harmlosen Bev&ouml;lkerungssch&auml;tzungen eine Bedrohung hergeleitet. Mit allen sozialpolitischen Folgen, wie l&auml;nger arbeiten, weniger Rente, Sparma&szlig;nahmen im Gesundheitsbereich. Bei einer genaueren &Uuml;berpr&uuml;fung lassen sich jedoch durch die vom Statistischen Bundesamt berechneten und von der CDU benutzten Daten lediglich ableiten, <strong>dass das Arbeitskr&auml;ftepotenzial bis 2060 j&auml;hrlich um 0,23%<\/strong> sinken werde. Und das w&auml;re mit der Produktivit&auml;tsentwicklung einer Wettbewerbsgesellschaft leicht zu meistern, sogar ohne eine Reduzierung der Arbeitslosenzahlen.<\/p><p><em>Kann es tats&auml;chlich sein, dass uns st&auml;ndig Angst mit Zahlen gemacht wird, die bei vern&uuml;nftiger Betrachtung &uuml;berhaupt keinen Anlass zur Dramatik bieten?<\/em> Sollte der Ausgangspunkt vieler sozialpolitischer Entscheidungen, die Modellrechnungen des Statistischen Bundesamtes &uuml;ber die Bev&ouml;lkerung bis 2050 oder 2060, so kr&auml;ftig fehlinterpretiert worden sein?<\/p><p>Wir glauben ja und sind davon &uuml;berzeugt, dies nachvollziehbar belegen zu k&ouml;nnen. Dazu m&uuml;ssen wir allerdings etwas genauer in diese Modellrechnung des Statistischen Bundesamtes schauen. <\/p><ol class=\"abc\">\n<li><strong>Aus 34% weniger Arbeitskr&auml;ftepotenzial werden 0,23% j&auml;hrlich<\/strong>\n<p>Grundlage der oben zitierten Rechnungen und der daraus folgenden Bef&uuml;rchtungen ist die 2009 ver&ouml;ffentlichte 12. Koordinierte Bev&ouml;lkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes bis 2060. In ihrer meist zitierten Variante V1-W1, der sogenannten Untergrenze der mittleren Bev&ouml;lkerungsentwicklung, wird angenommen:<\/p>\n<ul>\n<li>die Lebenserwartung steigt um 7,2 Jahre bei den M&auml;dchen und um 8,0 Jahre bei den Jungen<\/li>\n<li>die Geburtenzahl bleibt bei 1,4 Kindern pro Frau und<\/li>\n<li>im Schnitt wandern j&auml;hrlich 100.000 Menschen mehr nach Deutschland zu als ab (Wanderungssaldo).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Gerechnet wurde auf den Bev&ouml;lkerungsstand des Jahres 2008.<\/p>\n<p>Damit ergibt sich rechnerisch f&uuml;r 2060 tats&auml;chlich die oben genannte Zahl von knapp 33 Millionen 20- bis unter 65j&auml;hrigen. Gegen&uuml;ber den knapp 50 Millionen im Jahre 2008 ist das ein Minus von 34 %. <\/p>\n<p><strong>So weit so richtig<\/strong>, wenn man &uuml;ber die Korrekturen des Bev&ouml;lkerungsstandes durch den Zensus 2011 hinweg sieht.[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>] Aber die <strong>Interpretation<\/strong> der Daten als dramatischer R&uuml;ckgang des Erwerbspersonenpotenzials ist <strong>v&ouml;llig falsch<\/strong>.<\/p>\n<p>Denn diese Deutung &uuml;bersieht bewusst oder unbewusst:<\/p>\n<ol>\n<li>Eine kleinere Bev&ouml;lkerung braucht auch weniger Arbeitskr&auml;fte. Entscheidend ist also nicht die Anzahl, sondern der Anteil der Arbeitskr&auml;fte!<\/li>\n<li>Das  Renteneintrittsalter wurde in der Rechnung konstant mit 65 Jahren angenommen, heute wie 2060! Damit wird die Rente ab 67, umgesetzt f&uuml;r den Gro&szlig;teil der Besch&auml;ftigten schon bis 2027, komplett ausgeblendet! <\/li>\n<li>Die Verringerung des Arbeitskr&auml;ftepotenzials ist kein Problem von morgen, sondern eine Leistung, f&uuml;r die wir 52 Jahre Zeit haben (2008 bis 2060).<\/li>\n<\/ol>\n<p>Bauen wir diese schlichten Tatsachen in die Rechnung des Bundesamtes mit ein, so wird aus dem Minus von 34% ein j&auml;hrliches Absinken von 0,23%.<br>\nDie Einzelheiten zu den Denkfehlern, erg&auml;nzt mit ein paar interessanten Bemerkungen, folgen nach der tabellarischen &Uuml;bersicht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/141124_arbeitskraeftemangel.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Aspekt 1:<\/strong><br>\n<strong>Eine kleinere Bev&ouml;lkerung braucht auch weniger Arbeitskr&auml;fte<\/strong>\n<p>An sich eine Binsenweisheit, aber trotzdem in der demografischen Debatte fast immer &uuml;bersehen. Halbiert sich eine Bev&ouml;lkerung, wird auch nur etwa die H&auml;lfte der Arbeitenden zur Versorgung gebraucht, selbst ohne Ber&uuml;cksichtigung von Produktivit&auml;tssteigerungen und einem Abbau von Arbeitslosigkeit. In der oben zitierten Variante sinkt die Bev&ouml;lkerung von 82 auf knapp 65 Millionen Menschen, also um mehr als 20%. Die Anzahl der Erwerbsf&auml;higen kann also nicht die ma&szlig;gebliche Gr&ouml;&szlig;e sein. Der Anteil an der Gesamtbev&ouml;lkerung ist entscheidend. Alleine die Ber&uuml;cksichtigung, dass 20% weniger Erwerbsf&auml;hige gebraucht werden, halbiert die Dramatik der Ausgangszahl von 34,4 auf 16,8 %![<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>]<\/p><\/li>\n<li><strong>Aspekt 2:<\/strong><br>\n<strong>7,5 Jahre l&auml;nger leben und keinen Tag l&auml;nger arbeiten?<\/strong><br>\n<strong>Die Rente ab 67 wird komplett ausgeblendet.<\/strong>\n<p>Diese unglaubliche freche Annahme der dramatisierenden Publizistik soll im Folgenden etwas ausf&uuml;hrlicher hinterfragt werden. Unsere Schwarzseher gehen tats&auml;chlich 2008 wie 2060 vom gleichen Renteneintrittsalter aus. Und das, obwohl unterstellt wird, dass wir 7 bis 8 Jahre l&auml;nger leben, Arbeitskr&auml;ftemangel bef&uuml;rchtet wird und obwohl schon bis 2027 die Rente ab 67 umgesetzt sein wird.[<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>] Hier wird eine Notsituation konstruiert, die einer n&auml;heren &Uuml;berpr&uuml;fung nicht standh&auml;lt. Immerhin werden so zwei Jahrg&auml;nge Arbeitsf&auml;higer fast vollst&auml;ndig der Gruppe der zu versorgenden Rentner zugeschlagen. Zur Rechtfertigung f&uuml;r diese Annahme, wenn sie  ausnahmsweise einmal erkl&auml;rt werden muss, dient das Argument,  dass ja nicht alle Menschen bis zur gesetzlichen Altersgrenze arbeiten und man ein durchschnittliches Eintrittsalter von 65 Jahren anstrebe. Das ist zwar nachvollziehbar, aber dann m&uuml;sste heute auch der tats&auml;chliche Renteneintritt im Schnitt mit 63 Jahren bei den Rechnungen unterstellt werden. So oder so, mit diesem Trick werden 2 ganze Jahrg&auml;nge Arbeitsf&auml;higer einfach unterschlagen.<br>\nBer&uuml;cksichtigen wir bis 2060 nur einen zwei Jahre sp&auml;teren Renteneintritt, ignorieren also alle weitergehenden Forderungen wie die nach Rente mit 70 oder 75, so betr&auml;gt die Reduktion des Arbeitskr&auml;ftepotenzials nur noch 12,6 %. Jeder Achte m&uuml;sste ersetzt werden.<br>\nDas ist eine Gr&ouml;&szlig;enordnung, die fast in der n&auml;heren Zukunft als realisierbar erscheint, aber nach den offiziellen Rechnungen haben wir daf&uuml;r noch 52 Jahre Zeit!<\/p><\/li>\n<li><strong>Aspekt 3: <\/strong><br>\n<strong>In 50 Jahren wirken selbst kleine j&auml;hrliche Ver&auml;nderungen gro&szlig;<\/strong><br>\nAuch dies ist eigentlich eine Selbstverst&auml;ndlichkeit. Eine nur einprozentige j&auml;hrliche Steigerung bedeuten in 50 Jahren schon zwei Drittel mehr. Und &bdquo;zwei Drittel mehr&ldquo; wirken wie gro&szlig;e Ver&auml;nderungen.[<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>] Bleiben wir also lieber bei den j&auml;hrlichen Ver&auml;nderungen. Und diese betragen bei G&uuml;ltigkeit der angeblich dramatischen Ausgangsdaten gerade mal 0,23 %. Damit wird aus jeder achten zu ersetzenden Arbeitskraft in 52 Jahren ein j&auml;hrlicher Ersatzbedarf von etwa jeder 400ten Stelle, welcher sicherlich locker aufgrund der  Produktivit&auml;tsentwicklung zu meistern w&auml;re. Konsequent weiter gedacht, erscheint auch eine Erh&ouml;hung des Renteneintrittsalters auf 67 gar nicht n&ouml;tig zu sein, wenn die offiziellen Prognosen zur Bev&ouml;lkerung ann&auml;hernd so eintreffen sollten. Denn auch bei gleichbleibendem Renteneintrittsalter ergibt sich n&auml;mlich lediglich eine j&auml;hrliche Reduktion des Erwerbskr&auml;ftepotenzials um 0,30%. Wenn eine Wettbewerbswirtschaft diesen Produktivit&auml;tseffekt nicht leistet, hat sie ganz andere Probleme als die gesellschaftliche Alterung!\n<p>Auch wenn rechnerisch alles leicht nachvollziehbar ist, wirkt das Ergebnis doch sehr erstaunlich, fast wie Hexerei: Aus einer Schrumpfung der arbeitsf&auml;higen Bev&ouml;lkerung um gut ein Drittel bis 2060 wird ein R&uuml;ckgang des Anteils der Erwerbsf&auml;higen um nur 0,23% pro Jahr. Um das Ergebnis auch gef&uuml;hlsm&auml;&szlig;ig begreifen zu k&ouml;nnen, blicken wir in die j&uuml;ngere Vergangenheit und betrachten die Entwicklung von Wirtschaft und  Arbeitszeiten seit der Wiedervereinigung. <\/p>\n<p>Von 1991 bis 2013, den wahrlich wirtschaftlich nicht sehr erfolgreichen Jahren seit der Wiedervereinigung[<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>], wurde mit 4,4% weniger Arbeitsstunden das reale Bruttoinlandsprodukt um &uuml;ber 30% gesteigert. Wenn in 22 Jahren so eine Entwicklung m&ouml;glich ist, warum sollte dann in &uuml;ber 50 Jahren nicht jede achte Arbeitskraft ersetzt werden k&ouml;nnen? <\/p>\n<p>Konfrontiert man die Dramatisierer mit diesen drei einfachen, verst&auml;ndlichen Aspekten, bleibt ihnen h&auml;ufig nur noch die Flucht. Sie verweisen darauf, dass dies doch alles nur Zahlenspiele seien. Ja, das stimmt, aber diese &bdquo;Zahlenspiele&ldquo; basieren ja gerade auf den Zahlen, mit denen sie uns st&auml;ndig Angst einjagen, nur sind diese diesmal sachgerecht aufbereitet. Indem man die von uns dargestellten Ergebnisse leugnet, flieht man also quasi vor den wirklichen Konsequenzen, die sich aus den Zahlen ergeben, die st&auml;ndig pr&auml;sentiert werden, um die &Ouml;ffentlichkeit zu ver&auml;ngstigen.<\/p><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ol><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] s. dazu &bdquo;Deutschland ist weniger alt als gedacht&ldquo;, Der Tagesspiegel 29.4.2014<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] Entsprechende Hinweise in Diskussionen mit Politikern werden meist nicht mit Freude, sondern mit Abwehr aufgenommen. Bemerkenswert, bei Reduzierung einer Schuldenlast um die H&auml;lfte freut sich doch auch jeder.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] F&uuml;r eine Gruppe von langfristig Arbeitenden gilt ab 2027 noch das Renteneintrittsalter 65 nach der Regelung, die heute f&auml;lschlicherweise unter Rente mit 63 bekannt ist.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] Stellen Sie sich nur vor, Sie w&uuml;rden 2\/3 mehr Lohn fordern!<br>\nWeitere anschauliche Beispiele f&uuml;r dieses Bluffen mit 50-Jahresrechnungen finden Sie in Bosbach\/Korff: &ldquo;L&uuml;gen mit Zahlen&rdquo;, Kap. 10. So ist der Bierpreis in K&ouml;lner Kneipen in den letzten 45 Jahren um &uuml;ber 400% gestiegen, ohne dass die Autoren auf das Getr&auml;nk verzichten m&uuml;ssen!<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] Anf&auml;nglich bereitete, wie man der Grafik entnehmen kann,  die Wiedervereinigung Probleme, ab 2001 gab es eine vierj&auml;hrige wirtschaftliche Depression, um das Jahr 2009 bewirkte die Finanzkrise einen bisher nie gekannten Abschwung &ndash; als H&ouml;hepunkt mit einem Minus von 5,6% &ndash; und 2012 und 2013 herrschte mit Wachstumsraten von 0,4 und 0,1% fast schon wieder Stagnation.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&Uuml;ber statistische Taschenspielertricks (oder Denkfehler) in der Demografie-Debatte und die &bdquo;Demografisierung&ldquo; einer sozialpolitischen Diskussion<br \/> Demografische Gedankenspiele haben seit Beginn des neuen Jahrtausends Hochkonjunktur. 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