{"id":24065,"date":"2014-11-25T09:28:26","date_gmt":"2014-11-25T08:28:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24065"},"modified":"2014-11-25T09:28:41","modified_gmt":"2014-11-25T08:28:41","slug":"hinweise-des-tages-2262","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24065","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24065#h01\">Ukraine\/Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24065#h02\">Minenfelder der US-Au&szlig;enwirtschaftspolitik: Unilaterale Finanzsanktionen im Dienst nationaler Sicherheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24065#h03\">Oettinger f&uuml;hrt Juncker und Moscovici vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24065#h04\">Wider die Wettbewerbsf&auml;higkeit &ndash; Wachstum muss vor Ort beginnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24065#h05\">Finanztransaktionssteuer: Grunds&auml;tzlich ja, aber &hellip;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24065#h06\">Lucas Zeise: Angebotstheorie besonders platt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24065#h07\">Luxemburg: Das Geld der anderen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24065#h08\">TTIP: Europ&auml;ische Desintegration, Arbeitslosigkeit und Instabilit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24065#h09\">Norbert H&auml;ring: Wie die Wirtschaftsweisen tricksen und t&auml;uschen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24065#h10\">Solidarit&auml;tspakt: SPD und Gr&uuml;ne wollen den West-Soli<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24065#h11\">Umsetzung und Kontrolle von Mindestl&ouml;hnen &ndash; Neue Studie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24065#h12\">Streit um Frauenquote<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24065#h13\">M&auml;nnerarbeit ist laut Erdogan wider die Natur der Frau<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24065#h14\">Ebola: Das Schlimmste ist noch lange nicht vorbei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24065#h15\">Madrid kriminalisiert Mas<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24065#h16\">Sarrazin: &bdquo;Die Gleichheitsideologie dominiert die Medien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24065#h17\">Politik im Netz: Wie wir alle zu &bdquo;Schmuddelkindern&ldquo; (gemacht) werden k&ouml;nnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24065#h18\">Medienkritik: G&uuml;nther Jauch, &bdquo;Antwort an Putin: Nachgeben oder H&auml;rte zeigen?&ldquo; <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24065#h19\">TV-Tipp: Traumberuf Lokf&uuml;hrer?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24065&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ukraine\/Russland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Deutsch-russische Foren &ndash; Platzeck und de Maizi&egrave;re in der Kritik<\/strong><br>\nCDU-Politiker Andreas Schockenhoff fordert den R&uuml;cktritt zweier Vorsitzender von deutsch-russischen Gespr&auml;chsforen: Matthias Platzeck und Lothar de Maizi&egrave;re. Ersterer habe sich mit der Forderung der Legalisierung des russischen Vorgehens auf der Krim disqualifiziert, letzterer verhindere Reformen&hellip;<br>\nAm Wochenende hatte CSU-Chef Horst Seehofer von der SPD gefordert, sich hinter die Russland-Politik der Kanzlerin zu stellen. Die SPD wies Vorw&uuml;rfe zur&uuml;ck, wonach sie eine unklare Haltung bezieht. Kanzleramt und Ausw&auml;rtiges Amt betonten, es gebe keine Differenzen zwischen Kanzlerin Angela Merkel und Au&szlig;enminister Frank-Walter Steinmeier in der Ukraine-Russland-Krise&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/ukraine\/deutsch-russische-foren-platzeck-und-de-maizi-re-in-der-kritik,26429068,29136514.html%20\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Kaum sagt jemand, der sich intensiv mit dem Verh&auml;ltnis zwischen Deutschland und Russland und mit dem Ukraine-Konflikt befasst etwas anderes als der allgemeine Meinungsstrom, schon sollen K&ouml;pfe rollen.<\/em><br>\n<em>Lothar de Maizi&egrave;re meinte in der FAZ &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/europaeische-union\/lothar-de-maiziere-ueber-russland-sanktionen-und-die-krim-13277379.html\">Sanktionen gegen Russland liegen nicht in Europas Interesse<\/a>&ldquo;. <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/matthias-platzeck-rudert-in-debatte-um-krim-annexion-zurueck-a-1003829.html\">Platzeck sagte<\/a>: &ldquo;Die Annexion der Krim muss nachtr&auml;glich v&ouml;lkerrechtlich geregelt werden&ldquo; und f&uuml;gte dann hinzu: &bdquo;&rdquo;Dazu geh&ouml;ren finanzielle Leistungen, eine Wiederholung des Referendums unter Kontrolle der OSZE und Weiteres&hellip; Dieser Vorschlag bedeutet lediglich, dass wir &uuml;berhaupt in der gesamten Krise endlich einen Schritt vorankommen&rdquo;.<\/em><br>\n<em>Siehe auch <a href=\"http:\/\/www.ardmediathek.de\/tv\/G%C3%BCnther-Jauch\/Antwort-an-Putin-Nachgeben-oder-H%C3%A4rte-z\/Das-Erste\/Video?documentId=24899356\">Platzeck bei Jauch<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Der Westen &amp; Russland &ndash; zum Diskurs<\/strong><br>\n&bdquo;Fast 24 Jahre lang basierte die Sicherheitsordnung in Europa auf den Prinzipien der Unverletzbarkeit der Grenzen, des Gewaltverzichts, der friedlichen Beilegung von Konflikten und des Respekts der Souver&auml;nit&auml;t der europ&auml;ischen Staaten. Diesem regelbasierten Ordnungssystem [&hellip;] hat Wladimir Putin seit M&auml;rz 2014 eine krachende Absage erteilt.&ldquo;<br>\nMit diesen S&auml;tzen beginnt der &bdquo;Eine neue Ordnung&ldquo; betitelte Beitrag von Claudia Major (Stiftung Wissenschaft und Politik\/SWP) und Jana Puglierin (Deutsche Gesellschaft f&uuml;r Ausw&auml;rtige Politik\/DGAP) in der aktuellen Ausgabe der DGAP-Zeitschrift Internationale Politik.<br>\nEinen Aufsatz, der mit einer solchen Passage beginnt, kann man an sich getrost, ohne noch weiter zu lesen, wieder beiseitelegen. Denn was kann von Autorinnen schon Substanzielles erwartet werden, die bereits in ihren ersten S&auml;tzen historische Ignoranz, (ideologisch bedingte?) antirussische Sichtverk&uuml;rzung oder wahlweise auch ein Setzen auf die Vergesslichkeit ihres Publikums und insgesamt den Versuch erkennen lassen, an der Koloratur des Feindbildes Putin\/Russland mitzuwirken?<br>\nH&auml;tte Moskau in vergleichbarer Weise wie heute der Westen im derzeitigen Ukraine-Konflikt reagiert, als NATO-Staaten 1999 unter F&uuml;hrung der USA die eingangs zitierten Prinzipien der Sicherheitsordnung in Europa mit F&uuml;&szlig;en traten, indem sie knapp drei Monate lang die damalige Bundesrepublik Jugoslawien bombardierten und anschlie&szlig;end die Separation des Kosovo durchsetzten, man h&auml;tte wohl schon seinerzeit &bdquo;das Ende einer halbwegs kooperativen Sicherheitsordnung und den Beginn einer konfrontativen und instabilen &Auml;ra&ldquo;, beklagen m&uuml;ssen, wie die beiden Autorinnen es jetzt mit ausschlie&szlig;lichem Verweis auf Russland tun.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/das-blaettchen.de\/2014\/11\/der-westen-russland-zum-diskurs-7-30824.html\">Das Bl&auml;ttchen<\/a><\/li>\n<li><strong>Transatlantiker mit Meinungsmacht<\/strong><br>\nDie sogenannten Transatlantiker wie Friedrich Merz (CDU) stehen fest an der Seite der USA. Sie vertreten eine offensive deutsche Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik mit klarer Westbindung. Was passiert in transatlantischen Netzwerken, und wie gro&szlig; ist ihr Einfluss wirklich?<br>\nRegelm&auml;&szlig;ig treffen sich die Transatlantiker in Vereinen wie der Atlantik-Br&uuml;cke. Bei den Treffen kommen Politiker und Wirtschaftsf&uuml;hrer, aber auch Journalisten mit Meinungsmacht zusammen. Wissenschaftler, die sich mit den transatlantischen Netzwerken besch&auml;ftigt haben, kritisieren deren vermeintlich &uuml;berm&auml;&szlig;igen Einfluss. In der Sendung &ldquo;Zeitfragen&rdquo; befassen wir uns damit, was in den transatlantischen Netzwerken wirklich passiert und wie gro&szlig; ist ihr Einfluss tats&auml;chlich ist.<br>\nAu&szlig;erdem soll es um den aktuellen Streit um die richtige Au&szlig;enpolitik gehen, der in Deutschland gef&uuml;hrt wird. Im Zentrum steht der Umgang mit Russland: Brauchen wir eine st&auml;rkere NATO, um Wladimir Putin in Schach zu halten oder l&auml;ge es im deutschen Interesse, die ehemals guten Beziehungen zu Russland wieder zu kitten?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/internationale-politik-transatlantiker-mit-meinungsmacht.976.de.html?dram:article_id=303660\">Deutschlandradio Kultur<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Wir wurden gleich mit der Propaganda-Keule begr&uuml;&szlig;t&rdquo;<\/strong><br>\nDer Chefredakteur von RT Deutsch, Iwan Rodionow, &uuml;ber deutsche Kollegen, Demagogie und den &ldquo;fehlenden Part&rdquo;<br>\nIwan Rodionow leitet in Berlin die TV-Nachrichtenagentur Ruptly, ein Tochterunternehmen des russischen Auslandssenders RT International. Nach mehrmonatiger Vorbereitung ist er am 6. November 2014 mit einem deutschen Online-Programm von RT (RT Deutsch) gestartet. In der Redaktion: Sechs Mitarbeiter und vier Online-Kollegen.<br>\nIn den deutschen Medien bekam der &ldquo;Fernsehrusse&rdquo; Rodionow (Tagesspiegel) heftig Gegenwind. Das ficht den Chefredakteur der noch jungen Redaktion nicht an. &ldquo;Das ist ein Problem der Berichterstatter&rdquo;, sagt er im Gespr&auml;ch mit dem Onlinemagazin Telepolis, f&uuml;r das Harald Neuber ihn auch zur Kritik an Ausrichtung und Programm befragte. Zum ersten Mal in der deutschen Presse. Kein anderes Medium hatte mit dem Journalisten seit Sendestart des deutschen RT-Programms gesprochen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/43\/43388\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Harald Neuber und Telepolis haben immerhin den Mut gehabt, sich von der Propagandakeule erschlagen zu lassen. Jedenfalls ist es vern&uuml;nftiger, solche Interviews zu f&uuml;hren, als sich so zu &auml;u&szlig;ern wie der Pressesprecher des Deutschen Journalisten Verbandes (DJV), Z&ouml;rner. Siehe hier <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article131499923\/Kreml-startet-Propaganda-Offensive-in-Deutschland.html\">den Bericht von Springers &bdquo;Welt&ldquo;<\/a> vom August 2014:<\/em><br>\n<em>&ldquo;Russia Today ist kein unabh&auml;ngiges Informationsangebot &uuml;ber Russland, sondern journalistisch verbr&auml;mte Propaganda f&uuml;r den Kreml. Das ist das Letzte, was wir in Deutschland brauchen&rdquo;, entgegnet Hendrik Z&ouml;rner, Pressesprecher des Deutschen Journalisten-Verbandes.<\/em><br>\n<em>&ldquo;Der Propagandavorwurf gegen deutsche Medien ist absurd. Wer so &uuml;ber deutsche Journalisten urteilt, hat die Pressefreiheit nicht verstanden.&rdquo;<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzung AM:<\/strong> Vielleicht sollte sich der Pressesprecher des Deutschen Journalisten-Verbandes gelegentlich mit der Bild-Zeitung oder den Einlassungen von Herrn Kleber im heute journal oder mit Herrn Kornelius von der S&uuml;ddeutschen Zeitung besch&auml;ftigen, um zu begreifen, wie es um die Pressefreiheit in Deutschland bestellt ist. Wenn Journalisten von solchen Verb&auml;nden vertreten werden, dann kann man erahnen, dass kritischer Journalismus in solchen Verb&auml;nden keine Unterst&uuml;tzung findet.<\/em><\/p>\n<p><em>Damit die NachDenkSeiten-Leserinnen und -Leser konkret pr&uuml;fen k&ouml;nnen, um was es bei RT Deutsch geht, hier der Link auf die gestrige Sendung: <\/em><br>\n<em>DER FEHLENDE PART: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=rJAPVO7tB4Q#t=118\">MH17-Leak: Warum schweigt die Bundesregierung? Etc.<\/a> <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzung AM:<\/strong> Das kann man kritisieren, das kann man unprofessionell nennen, man kann selbstverst&auml;ndlich dar&uuml;ber informieren, dass der Kreml das Programm finanziert, man kann sich dar&uuml;ber lustig machen. Aber mit der gro&szlig;en Keule dagegen anzugehen, ist einfach albern. Es ist vor allem albern, wenn man bedenkt, wie viele Medien und Vereinigungen in Deutschland f&uuml;r die NATO und die USA werben und sich als ihre Lobby in Deutschland verstehen, und wie viel Geld die USA und die NATO in dieser Propaganda stecken.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Minenfelder der US-Au&szlig;enwirtschaftspolitik: Unilaterale Finanzsanktionen im Dienst nationaler Sicherheit<\/strong><br>\nIm Dienste ihrer nationalen Sicherheitsinteressen setzt die US-Regierung immer &ouml;fter auf unilaterale Finanzsanktionen. Sie nutzt dabei die Dominanz des Dollars im internationalen Finanzsystem, um Druck auf andere auszu&uuml;ben. Neben den US-Beh&ouml;rden &uuml;berwachen auch private Akteure die Umsetzung und Einhaltung der Strafma&szlig;nahmen. Bei Verst&ouml;&szlig;en drohen drastische Folgen f&uuml;r Einzelpersonen und Unternehmen, gleich ob sie gegnerischen oder verb&uuml;ndeten Staaten angeh&ouml;ren. Wenn sie ihren Beitrag zur Bewahrung der liberalen Weltwirtschaftsordnung leisten wollen, liegt es vor allem an den Europ&auml;ern, das Druckpotential des Dollars zu vermindern und der zunehmend unilateral ausgerichteten Au&szlig;enwirtschaftspolitik Washingtons so wirksam zu begegnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swp-berlin.org\/fileadmin\/contents\/products\/aktuell\/2014A71_lom.pdf\">SWP [PDF &ndash; 137 KB]<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Oettinger f&uuml;hrt Juncker und Moscovici vor<\/strong><br>\nDer Vorgang ist unerh&ouml;rt, ja, es ist ein Skandal ohnegleichen. Stellen Sie sich vor, der Minister eines nationalen Kabinetts (zust&auml;ndig f&uuml;r die digitale Wirtschaft, aber in keiner Weise f&uuml;r Wirtschaftspolitik) w&uuml;rde einige Tage, bevor seine Kollegen und er, allerdings unter der Federf&uuml;hrung eines anderen Ministers, eine wichtige wirtschaftspolitische Entscheidung treffen, vorpreschen und &uuml;ber die Presse seinen Kollegen sagen, wie sie zu entscheiden haben. Mehr als das, er w&uuml;rde auch noch durch die Blume damit drohen, dass er die Verantwortlichen eines anderen Landes kennt, die seine Position durchsetzen werden, wenn das gesamte Kabinett nicht seiner Linie folgt. Die Folge in jedem normalen Land der Welt w&auml;re, dass der Regierungschef, um seine Autorit&auml;t zu wahren, diesen Minister sofort entl&auml;sst, in derselben Stunde und mit sofortiger Wirkung.<br>\nDer Vorgang ist gerade auf europ&auml;ischer Ebene passiert, aber man hat nichts von einem Rauswurf G&uuml;nther Oettingers geh&ouml;rt. In Deutschland hat man fast gar nichts dazu geh&ouml;rt. Oettinger ist in der Financial Times &uuml;ber Frankreich in einer Weise hergezogen, die jeder Beschreibung spottet. Und er hat quasi vorweggenommen, was die Kommission unter Federf&uuml;hrung des franz&ouml;sischen Kommissars Pierre Moscovici zu entscheiden hat, wenn sie sich n&auml;chste Woche mit dem franz&ouml;sischen Budget befasst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/oettinger-fuehrt-juncker-und-moscovici-vor\/\">flassbeck-oeconomics<\/a>\n<p><strong>Dazu: Eine kontrollierte Entgleisung<\/strong><br>\nMit heftigem Protest reagiert Paris auf neue Vorst&ouml;&szlig;e Berlins zur Durchsetzung seiner Spardiktate im franz&ouml;sischen Staatshaushalt. Nach massiven Interventionen der Bundesregierung in Br&uuml;ssel hat der deutsche EU-Kommissar G&uuml;nther Oettinger vergangenen Freitag in einem Zeitungsbeitrag die franz&ouml;sische Regierung als &ldquo;Wiederholungst&auml;ter&rdquo; beschimpft &ndash; weil sie die Vorgaben der deutschen Austerit&auml;tspolitik nicht in vollem Umfang akzeptiert. Dies sei eine &ldquo;unkontrollierte Entgleisung&rdquo;, stellt der Generalsekret&auml;r des regierenden Parti socialiste (PS) fest und fordert Oettinger zum R&uuml;cktritt auf. Berlin bem&uuml;ht sich weiter, den Haushaltskompromiss, den die franz&ouml;sische Regierung und die EU-Kommission Ende Oktober erzielen konnten, zu torpedieren &ndash; um Frankreich zu neuen massiven Etatk&uuml;rzungen zu zwingen. Beobachter warnen seit Monaten nicht nur vor einer Deflationsspirale, sondern auch vor heftigen Sozialprotesten in Frankreich. Eine f&uuml;r heute angek&uuml;ndigte Stellungnahme der EU-Kommission zum franz&ouml;sischen Etat muss wegen der deutschen Interventionen wom&ouml;glich verschoben werden.<br>\nHintergrund der aktuellen Auseinandersetzungen ist das ungebrochene deutsche Dr&auml;ngen, Paris m&uuml;sse sich endlich den Berliner Spardiktaten unterordnen. Nachdem es der Bundesregierung noch zur Amtszeit des konservativen Pr&auml;sidenten Nicolas Sarkozy gelungen ist, ihre Austerit&auml;tspolitik auf EU-Ebene zur Norm zu erheben &ndash; gegen massive franz&ouml;sische Einw&auml;nde, geht es nun darum, in Frankreich selbst entsprechende K&uuml;rzungsprogramme durchzusetzen. Einen ersten gro&szlig;en Erfolg konnte Berlin zu Jahresbeginn verzeichnen, als Pr&auml;sident Fran&ccedil;ois Hollande Haushaltsk&uuml;rzungen von 50 Milliarden Euro bis 2017 und Steuererleichterungen f&uuml;r Unternehmen in einem Volumen von 30 Milliarden Euro in Aussicht stellte. Allerdings halten in Frankreich massive Widerst&auml;nde gegen den neoliberalen Durchmarsch an.<br>\nHintergrund ist nicht nur, dass Pr&auml;sident Hollande mit deutlich st&auml;rkeren Protesten in den eigenen Reihen konfrontiert ist als einst Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der und Vizekanzler Joseph Fischer. Bereits im August hatte der US-Think Tank Stratfor gewarnt, man k&ouml;nne nicht ausschlie&szlig;en, dass es in Frankreich zu einem &ldquo;signifikanten Zuwachs an sozialer Unruhe&rdquo; komme. Das Land habe &ldquo;schon im vergangenen Winter einige Proteste und Streiks gesehen&rdquo;, hie&szlig; es; wom&ouml;glich werde es &ldquo;gegen Ende des Jahres und Anfang 2015&rdquo; erneut zu Demonstrationen und Arbeitsk&auml;mpfen kommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59002\">Geran Foreign Policy<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wie Merkel in Sydney schon sagte:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n<em>&ldquo;Dennoch m&uuml;ssen wir erleben, dass es auch in Europa immer noch Kr&auml;fte gibt, &hellip;.. die auf das angebliche Recht des St&auml;rkeren setzen &hellip;.  Ein Nachbarstaat Russlands, die Ukraine, wird als Einflusssph&auml;re angesehen.&rdquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Tja, dann betrachtet Merkel wohl Frankreich als deutsche Einflusssph&auml;re?<\/em><\/p>\n<p><em>Aber auch in Italien ist die italienischen Schr&ouml;der-Kopie Renzi mit heftigem Widerstand gegen seine neoliberale Reformagenda konfrontiert. Weitgehend unbeachtet von den deutschen &raquo;Qualit&auml;tsmedien&laquo; tobt aktuell in Italien ein heftiger Kampf zwischen den Gewerkschaften und der Regierung Renzi. H&ouml;hepunkt der Auseinandersetzung soll ein f&uuml;r den 12. Dezember angek&uuml;ndigter Generalstreik sein. Wenn einmal dar&uuml;ber berichtet wird, dann im gleichen Tenor wie &uuml;ber die Agenda 2010 in Deutschland, die neoliberale Reformagenda Renzis wird gelobt, die Proteste der Gewerkschaften als ewig gestrig Verunglimpft. Dabei beinhaltet Renzis Reform nur die altbekannten neoliberalen Forderungen: Lockerung des K&uuml;ndigungsschutzes, Flexibilisierung des Arbeitsmarktes, Steuersenkungen f&uuml;r Unternehmen. <\/em><br>\n<em>Wie immer bei den sogenannten Reformen der Neoliberalen richtet sich auch diese prim&auml;r gegen den Sozialstaat und die Gewerkschaften. Frei nach dem Bonmot zeige mir deine Freunde und ich sage dir wer du bist, erf&auml;hrt Renzi auch &uuml;berschw&auml;ngliches Lob von Seiten der italienischen Industrie. Der Vorsitzende des italienischen Industriellenverbandes Giorgio Squinzi wird mit den Worten zitiert, mit Renzis Reformagenda sei ein Traum in Erf&uuml;llung gegangen. Bemerkenswert ist an der aktuellen Situation in Italien allerdings, dass es anders als in Deutschland zu Zeiten Schr&ouml;ders, heftigen Widerstand gegen Renzis neoliberale Agenda gibt. Die italienische Gewerkschaftsbewegung versp&uuml;rt offenbar, anders als der systemkonforme DGB in Deutschland, wenig Lust sich einer marktkonformen&laquo; Demokratie zu unterwerfen. Mit gutem Recht, gerade der Blick &uuml;ber die Alpen sollte den Menschen in Italien zeigen welche katastrophalen Folgen f&uuml;r die Gesellschaft neoliberale Reformen &aacute; la Schr&ouml;der und eine Austerit&auml;tspolitik &aacute; la Merkel haben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wider die Wettbewerbsf&auml;higkeit &ndash; Wachstum muss vor Ort beginnen<\/strong><br>\nWer sich mit der herrschenden Wachstumstheorie vertraut machen will, muss keine Lehrb&uuml;cher lesen, sondern Zeitungen. In den immer gleichen Stories &uuml;ber den mangelnden Reformwillen s&auml;mtlicher Regierungen ist das Grundmuster leicht zu erkennen, auch wenn es &ndash; aus Scham? &ndash; nie explizit thematisiert wird. Hier das Wesentliche: Die Nachfrage ist grunds&auml;tzlich global und von der Politik nicht beeinflussbar. Multis und der Kapitalmarkt entscheiden, an welchem Standort produziert wird. Die nationalen Regierungen k&ouml;nnen diesen Entscheid &ndash; mit den Mitteln des Standortwettbewerbs &ndash; beeinflussen. Dazu m&uuml;ssen die L&auml;nder den Multis billige, aber dennoch qualifizierte Arbeitskr&auml;fte zur Verf&uuml;gung stellen.<br>\nKlammer auf. Interessant ist auch, dass der Zweck des Wachstums offensichtlich nicht mehr darin besteht, materielle Engp&auml;sse an G&uuml;tern oder Dienstleistungen zu &uuml;berwinden. Vielmehr geht es nur noch darum, Arbeit zu schaffen. Studierte &Ouml;konomen haben im ersten Semester noch gelernt, dass Arbeit kein Produkt ist, sondern einer von zwei Produktionsfaktoren. Was es bedeutet, wenn nur noch einer dieser Produktionsfaktoren &uuml;brig bleibt w&auml;hrend der andere das Vorzeichen gewechselt hat und zum Produkt mutiert ist, wurde bisher noch wenig erforscht. Sicher ist bloss, dass eine solche Wirtschaft nicht zum Gleichgewicht neigt. Klammer zu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/wider-die-wettbewerbsfaehigkeit-wachstum-muss-vor-ort-beginnen\/\">flassbeck economics<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Finanztransaktionssteuer: Grunds&auml;tzlich ja, aber &hellip;<\/strong><br>\nUnz&auml;hlige Male wurde sie angek&uuml;ndigt, nie kam sie: die Finanztransaktionssteuer. F&uuml;r Deutschland wird die H&auml;ngepartie zur teuren Angelegenheit. Bis 2016 gehen dem Bund nach Sch&auml;tzungen der EU-Kommission vier bis acht Milliarden Euro verloren, die eine nationale Finanzsteuer wie in Italien oder Frankreich gebracht. Die elf grunds&auml;tzlich Willigen sind sich an zwei zentralen Stellen uneinig. Der erste Punkt betrifft den Anwendungsbereich der Steuer, der zweite die Verteilung der Einnahmen. Zum ersten Streitthema: Von der Idee her trifft die Steuer alle Finanztransaktionen mit einem sehr geringen Ansatz. Der Gedanke dahinter: Niemand kann ausweichen. Und wer langfristig anlegt, sp&uuml;rt die Belastung kaum. Wer Millionen oder Milliarden in immer rasantere Geschwindigkeit hin- und herschiebt, zahlt kr&auml;ftig drauf.<br>\nDas Problem: Frankreich, das mit einem nationalen Modell vorgeprescht ist, weicht von der Idealform stark ab. Im Wesentlichen besteuert Paris den Aktienhandel, soweit er Papiere von franz&ouml;sischen Gro&szlig;unternehmen betrifft. Den wichtigen Derivatehandel verschont die franz&ouml;sische Regierung zum betr&auml;chtlichen Teil, mutma&szlig;lich weil die heimischen Banken hiermit Gesch&auml;fte machen. Die EU-Kommission hat mit Unterst&uuml;tzung Deutschlands vorgeschlagen, sich an das Konzept einer umfassenden Finanzsteuer zu halten und alle Produkte, M&auml;rkte und Akteure einzubeziehen. Daf&uuml;r sprechen sich auch die kleineren Staaten aus. Mit dieser Kontroverse h&auml;ngt die zweite Meinungsverschiedenheit zusammen. Frankreich will die Aktiengesch&auml;fte der heimischen Firmen besteuern, unabh&auml;ngig davon, wo die Aktie gehandelt wird. Das nennt man Ausgabeprinzip. Dies lehnen die kleinen L&auml;nder ab, da sie kaum Gro&szlig;konzerne haben. Sie favorisieren wie die EU-Kommission das Ans&auml;ssigkeitsprinzip. Danach f&auml;llt die Steuer dort an, wo der H&auml;ndler ans&auml;ssig ist. Im Gespr&auml;ch ist nun eine Mischung beider Verfahren. &ndash;  Einerseits begr&uuml;&szlig;t die EU-Kommission, dass Deutschland nicht wie Frankreich mit einem nationalen Modell vorgeprescht ist, was eine europ&auml;ische L&ouml;sung nicht gerade erleichtert. Andererseits w&uuml;nscht sich Manfred Bergmann, zust&auml;ndiger Direktor der EU-Kommission, mehr Unterst&uuml;tzung vom gr&ouml;&szlig;ten EU-Land.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft\/finanztransaktionssteuer-grundsaetzlich-ja--aber--,10808230,29131320.html\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Lucas Zeise: Angebotstheorie besonders platt<\/strong><br>\nDem Sachverst&auml;ndigenrat ist die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung nicht arbeitgeberfreundlich genug. Das ist nichts Neues, sondern jedes Jahr so. Der Titel des 400 Seiten starken Werkes hat dieses Jahr einen besonders getragenen Klang. Er lautet &raquo;Mehr Vertrauen in Marktprozesse&laquo;. Gemeint ist damit, dass die Bundesregierung nicht gen&uuml;gend dereguliert hat &ndash; insbesondere nicht den Arbeitsmarkt. Statt dessen hat sie kleine Verbesserungen f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung eingef&uuml;hrt: die abschlagsfreie Rente ab 63 Jahren f&uuml;r einen kleinen Kreis der Lohnabh&auml;ngigen, die Ausweitung der M&uuml;tterrente und &ndash; am schlimmsten &ndash; den l&ouml;chrigen Mindestlohn im n&auml;chsten Jahr. &raquo;&Uuml;ber Vertrauenseffekte k&ouml;nnte sich der &hellip; wirtschaftspolitische Kurs negativ bemerkbar gemacht haben&laquo;, formulieren die vier im Konjunktiv und reduzieren dann im Indikativ ihre Wachstumsprognose f&uuml;r Deutschland auf ein Prozent in diesem und im kommenden Jahr. Da ist selbst einer so arbeitgeberfreundlichen Kanzlerin wie Angela Merkel nicht einsichtig, &raquo;wie ein Beschluss, der noch nicht in Kraft ist, schon jetzt die konjunkturelle D&auml;mpfung hervorrufen kann.&laquo; So spricht sie bei der Entgegennahme des gro&szlig;en Werkes.<br>\nAuch an anderer Stelle finden sich im Gutachten Arbeitgeberparolen, die mit sperrigen, m&ouml;glichst seri&ouml;s klingenden Vokabeln geschm&uuml;ckt werden. Etwa: &raquo;Die nun geschaffene Lohnrigidit&auml;t birgt erhebliche Gefahren&laquo; oder &raquo;Einschr&auml;nkungen von Zeitarbeit und Werkvertr&auml;gen bedeuten einen Verlust an externer Flexibilit&auml;t f&uuml;r Unternehmen&laquo;. Reale Probleme der Volkswirtschaft tauchen im Gutachten zwar auf, werden aber locker abserviert. Wachsende Ungleichheit? &ndash; Nicht wirklich ein Problem. Zu hoher Leistungsbilanz&uuml;berschuss? &ndash; Sollte nicht verringert werden. Zu geringe Investitionen? &ndash; Nicht &raquo;pathologisch&laquo;, lieber nichts tun. Extrem schwache Konjunktur im Euro-Gebiet? &ndash; Schon wahr. Aber der rigorose Sparkurs in S&uuml;deuropa ist und war richtig und f&uuml;hrt zum Erfolg. entwickelte das Gremium unter Leitung des damaligen Vorsitzenden Gerhard Fels die von ihm so genannte Angebotstheorie, die deutsche Version des gemeinen Neoliberalismus. Die besagt, dass die Unternehmen und ihre Gewinne gest&auml;rkt und dass umgekehrt deren Kosten, also L&ouml;hne, Steuern und Abgaben, gesenkt werden sollen. Das schaffe Vertrauen, f&uuml;hre deshalb zu Investitionen und schlie&szlig;lich zu mehr Wachstum. Seit 1975 verk&uuml;nden alle Gutachten diese Botschaft. Je nach Lage, Laune und Zusammensetzung des Gremiums mal mehr und mal weniger platt. &ndash; Mir kommt es in diesem Jahr besonders platt, ja vollkommen absurd vor. Liegt wahrscheinlich am Alter.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/kapital-arbeit\/angebotstheorie-besonders-platt\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Luxemburg: Das Geld der anderen<\/strong><br>\nDie Steueraff&auml;re trifft das Land elementar. &ldquo;Wir wollen bleiben, was wir sind&rdquo;, lautete der Wahlspruch. Wenn das aber nicht geht? Jahrzehnte kompensierte Luxemburg den Zusammenbruch der Stahlindustrie durch den Finanzsektor. Ab 2015 gelten strengere Auflagen f&uuml;r die Banken. Keiner wei&szlig;, was passiert, wenn die Steuertrickserei aufh&ouml;rt. Weitermachen wie bisher kann das Land nicht. Doch an die vier neuen Sektoren, die Wirtschaftsminister Etienne Schneider schaffen will, glaubt so recht keiner. &ldquo;Wie soll ein Land dieser Gr&ouml;&szlig;e vier neue Wirtschaftszweige aufbauen, die lebensf&auml;hig sind?&rdquo;, fragt der Chefredakteur des Luxemburger Worts. Das denken hier viele. Und wohl deshalb trug die Elite lange die zweifelhafte Steuerpolitik mit. &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2014%2F11%2F24%2Fa0057&amp;cHash=19c26c641d9277631023615f06b19d47\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>TTIP: Europ&auml;ische Desintegration, Arbeitslosigkeit und Instabilit&auml;t<\/strong><br>\nNach Meinung seiner Bef&uuml;rworter wird TTIP Wachstum in Europa und den US stimulieren. Prognosen, die von der EU-Komission unterst&uuml;tzt werden, zeigen positive wenn auch vernachl&auml;ssigbare Zuw&auml;chse beim BIP und pers&ouml;nlichen Einkommen. Paradoxerweise zeigen diese Prognosen auch, dass jeder Zuwachs beim transatlantischen Handel auf Kosten des intra-EU Handels ginge und somit den Prozess wirtschaftlicher Integration in der EU zur&uuml;ckdrehen w&uuml;rde.<br>\nWeiter wurden in der j&uuml;ngsten Literatur verschiedene Probleme in den &ouml;ffentlichkeitswirksamsten Gutachten zu den Auswirkungen durch TTIP herausgestellt. Es zeigte sich, dass die Prognosen verschiedener Institute auf ein und demselben mathematischen Allgemeinen Gleichgewichtsmodell (Computable General Equilibrium model) beruhen, das sich als ungeeignet f&uuml;r die Analyse in handelspolitischen Fragen erwiesen hat. In diesem Papier bewerten wir die Effekte von TTIP mit dem &bdquo;United Nations Global Policy Model&ldquo;, das sinnvollere Annahmen zu makro&ouml;konomischen Anpassungsprozessen, zur Dynamik der Besch&auml;ftigungsentwicklung und zum globalen Handel beinhaltet. Wir prognostizieren, dass TTIP zu einem R&uuml;ckgang des BIP, der pers&ouml;nlichen Einkommen und der Besch&auml;ftigung f&uuml;hren wird. Weiter prognostizieren wir zunehmende Instabilit&auml;t im Finanzsektor und einen kontinuierlichen Abw&auml;rtstrend beim Anteil der Einkommen aus unselbst&auml;ndiger Arbeit (Lohnquote).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ase.tufts.edu\/gdae\/policy_research\/TTIP_simulations.html\">Global Development And Environment Institute Tufts University<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Norbert H&auml;ring: Wie die Wirtschaftsweisen tricksen und t&auml;uschen: Teil 3 &ndash; Ungleichheit (2)<\/strong><br>\nIn der beliebten Serie zu den Tricks, mit denen der &ldquo;Sachverst&auml;ndigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung&rdquo; zu seinen gew&uuml;nschten Ergebnissen kommt, widmen wir uns heute einem mit besonders viel Raffinesse eingef&auml;delten T&auml;uschungsman&ouml;ver. Es geht darum die Zunahme der Einkommensungleichheit klein zu reden und unschuldige Gr&uuml;nde daf&uuml;r zu finden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/index.php\/de\/newsblog2\/27-german\/news\/177-wie-die-wirtschaftsweisen-tricksen-und-taeuschen-teil-3-ungleichheit-2#1-weiterlesen\">Geld und mehr<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Solidarit&auml;tspakt: SPD und Gr&uuml;ne wollen den West-Soli<\/strong><br>\nZehn Ministerpr&auml;sidenten von SPD und Gr&uuml;nen haben sich darauf geeinigt, den Soli ab 2020 auf L&auml;nder und Kommunen im Westen Deutschlands auszuweiten. Das Modell soll den CDU-gef&uuml;hrten L&auml;ndern am Donnerstag vorgelegt werden. Dann treffen sich die Ministerpr&auml;sidenten aller L&auml;nder in Potsdam. Der Aufbau Ost soll demnach 2019 nicht ersatzlos gestrichen werden. Stattdessen soll er in die Einkommens- und K&ouml;rperschaftssteuer f&uuml;r Bund, L&auml;nder und Kommunen integriert werden, sagte ein Sprecher des baden-w&uuml;rttembergischen Finanzministeriums. Die Mehrheit der Deutschen ist einer Emnid-Umfrage zufolge daf&uuml;r, dass die Soli-Einnahmen breiter verteilt werden &ndash; also auch an westdeutsche Regionen. Mehr als drei Viertel (78 Prozent) der Befragten stimmten zu, dass die Einnahmen aus dem Solidarpakt Aufbau Ost besser nach der Bed&uuml;rftigkeit der Regionen in Ost und West verteilt werden sollten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2014-11\/spd-gruene-solidarpakt-aufbau-pst\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Also irgendwie herrscht hier ein ziemliches Durcheinander. Der Solidarpakt (nicht Solidarit&auml;tspakt) ist streng vom Solidarit&auml;tszuschlag (Soli) zu trennen. Die Milliarden des Soli sollten urspr&uuml;nglich die deutsche Einheit, die Kosten des ersten Golfkriegs und die Unterst&uuml;tzung der osteurop&auml;ischen L&auml;nder finanzieren. Er dient bis heute allein dazu, dem Bundeshaushalt Einnahmen zu sichern, d.h. er kann f&uuml;r alle anfallenden Ausgaben verwendet werden. Die Forderung nach einem Westsoli ist absurd, da der Soli bereits heute ein gesamtdeutscher Soli ist. Er k&ouml;nnte auch heute schon die Hartz-IV-S&auml;tze erh&ouml;hen oder Kommunen mit sozialen Brennpunkten in Ost wie West unterst&uuml;tzen. 2010 wies Bundesverfassungsgericht hat einen Vorsto&szlig; gegen den Solidarit&auml;tszuschlag zur&uuml;ck. Die Abgabe sei nicht allein deshalb verfassungswidrig, weil sie bereits seit 15 Jahren erhoben w&uuml;rde. Erg&auml;nzungsabgaben seien aus verfassungsrechtlichen Gr&uuml;nden nicht befristet. &ndash;  Die Leistungen des Solidarpaktes sind gesetzlich abgesichert und h&auml;ngen nicht an einer bestimmten Finanzierung. Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble muss diese Mittel bis 2019 bereitstellen (Solidarpakt II). Die Forderung von CDU-Bundesvize Armin Laschet: &ldquo;2019, wenn der Solidarpakt f&uuml;r den Aufbau Ost endet, sollen die Mittel aus dem Solidarit&auml;tszuschlag zweckgebunden und nach Priorit&auml;t vergeben werden&rdquo;, verbindet bewusst oder unbewusst zwei Dinge, die nicht zusammengeh&ouml;ren. Nat&uuml;rlich kann man &uuml;ber die Zweckgebundenheit von Staatseinnahmen diskutieren oder &uuml;ber Zuwendungen des Bundes an bed&uuml;rftige Kommunen. Dazu aber ist eine Integration des Solis in die Einkommens- und K&ouml;rperschaftssteuer nicht unbedingt notwendig.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Umsetzung und Kontrolle von Mindestl&ouml;hnen &ndash; Neue Studie<\/strong><br>\nDie beiden Arbeitsrechtsprofessoren Christiane Brors und Peter Sch&uuml;ren haben im M&auml;rz dieses Jahres im Auftrag des MAIS NRW ein Rechtsgutachten mit konkreten Vorschl&auml;gen zur Verhinderung  des Missbrauchs von Leiharbeit und Werkvertr&auml;gen vorgelegt.<br>\nChristiane Brors: Die Einf&uuml;hrung des Mindestlohns in Deutschland ist grunds&auml;tzlich zu begr&uuml;&szlig;en. Leider geht das Gesetz nicht weit genug. Bei einer Lohnh&ouml;he von 8,50 brutto handelt es sich weiterhin um &bdquo;Aufstockerl&ouml;hne&ldquo;, so dass der Steuerzahler letztlich die Last der Billigl&ouml;hne tr&auml;gt. Man kann daher eher von einer gewissen Regulierung des Niedriglohnsektors sprechen.<br>\nOb die Ausnahme der j&uuml;ngeren Besch&auml;ftigten europarechtskonform ist, kann man bezweifeln&hellip; Das ist eine nicht zu rechtfertigende Schlechterstellung aufgrund des Alters.<br>\nDie Ausnahme der Langzeitarbeitslosen wird schon deshalb nicht zu einer dauerhaften Integration in den Arbeitsmarkt f&uuml;hren, weil die Pflicht zur Zahlung des Mindestlohns genau mit dem Eingreifen des K&uuml;ndigungsschutzes nach sechs Monaten zusammenf&auml;llt. Der Arbeitgeber kann auf diese Weise auf dem gleichen Arbeitsplatz wechselnde Langzeitarbeitlose ohne Rechtfertigung unter dem Mindestlohn besch&auml;ftigen. Das ist ebenfalls sozialpolitisch verfehlt&hellip;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.landderfairenarbeit.nrw.de\/auskoemmliche-loehne\/mindestlohn-146%20\">NRW Land der fairen Arbeit<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.landderfairenarbeit.nrw.de\/files\/mais\/content\/Auskoemmliche%20Loehne\/Equal%20Pay%20Day%202014%20Unna\/Arbeitspapiere_49_Mindestlohn_2014.pdf%20\">Die Studie &bdquo;Umsetzung und Kontrolle von Mindestl&ouml;hnen &ndash; Europ&auml;ische Erfahrungen und was Deutschland von ihnen lernen kann [PDF &ndash; 2.5 MB]<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Mindestlohn &ndash; Schlupfl&ouml;cher bei Kontrollen schlie&szlig;en<\/strong><br>\nStell Dir vor, das Mindestlohngesetz tritt in Kraft und keiner kann&rsquo;s kontrollieren. So schlimm muss es nicht kommen. Dennoch: Vorsicht ist geboten. Denn schon der Blick in die Vergangenheit zeigt, dass das Vorenthalten von Arbeitslohn kein seltenes Delikt ist.<br>\nHier geht es um die Pflicht der Arbeitgeber, die Arbeitszeit zu erfassen. Das Gesetz sieht zu den Dokumentationspflichten vor, dass in Branchen, die anf&auml;llig f&uuml;r Verst&ouml;&szlig;e sind, die Arbeitszeit von Besch&auml;ftigten genau aufgezeichnet werden muss. Zur Aufzeichnungspflicht geh&ouml;ren das &bdquo;Datum&ldquo; sowie die genaue Uhrzeit des &bdquo;Beginns&ldquo; und des &bdquo;Endes&ldquo; der T&auml;tigkeit. Zwei Jahre sollen diese Unterlagen aufbewahrt werden &ndash; f&uuml;r etwaige Kontrollen der Finanzkontrolle Schwarz-arbeit beim Zoll. Der Hintergrund: Es soll garantiert werden, dass wirklich f&uuml;r 60 Minuten mindestens 8,50 Euro gezahlt werden und die Arbeitsstunde nicht auf einmal 70 Minuten hat.<br>\nHier lauert eine Gefahr: Bei Berufen mit &bdquo;ausschlie&szlig;licher mobiler T&auml;tigkeit&ldquo; wie etwa bei der Stra&szlig;enreinigung oder der Personenbef&ouml;rderung soll laut einer Verordnung aus dem Bundesfinanzministerium nun nur noch die Gesamtdauer der Arbeitszeit aufgeschrieben werden. Kein Anfang, kein Ende, einfach die blo&szlig;e Stundenzahl. Begr&uuml;ndung: Die genaue Zeiterfassung bei diesen T&auml;tigkeiten sei zu kompliziert. Die Gefahr dabei: Arbeitgeber k&ouml;nnen k&uuml;nftig gerade so viele Stunden aufschreiben, dass der Mindestlohn dabei herauskommt. Dass die Arbeitnehmer wom&ouml;glich tats&auml;chlich viel l&auml;nger arbeiten, als sie f&uuml;r 8,50 Euro brutto m&uuml;ssten &ndash; wer will das dann noch kontrollieren? Der DGB besteht auf exakte und pr&uuml;fbare Vor-schriften. In jedem Fall ist es aber extrem wichtig, dass jeder Arbeitnehmer sich seine Arbeitszeiten selbst exakt notiert: Von wann bis wann habe ich was gemacht?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++81091150-73c4-11e4-9898-52540023ef1a\">DGB<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Streit um Frauenquote<\/strong><br>\nDie Frauenquote ist und bleibt Streitthema in der Gro&szlig;en Koalition. Die Pl&auml;ne von SPD-Frauenministerin Schwesig sto&szlig;en bei CSU und CDU auf wenig Gegenliebe. Nun stellt sich Unionsfraktionschef Kauder erneut quer und l&auml;dt zum hei&szlig;en Tanz im kommenden Koalitionsausschuss.<br>\nUnionsfraktionschef Volker Kauder will bei der Einf&uuml;hrung einer Frauenquote &bdquo;keinen Deut mehr&ldquo; umsetzen, als im Koalitionsvertrag steht. Damit erteilte er im Gespr&auml;ch mit der &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung vom Montag allen &Uuml;berlegungen von SPD-Frauenministerin Manuela Schwesig nach strengeren Regeln eine klare Absage.<br>\n&bdquo;Die Frauenquote ist vereinbart und kommt. Aber genau so, wie es im Koalitionsvertrag steht. Kein Deut mehr&ldquo;, unterstrich Kauder. Die Union werde etwa &bdquo;keine ausufernde Berichtspflicht&ldquo; f&uuml;r Unternehmen mittragen. &bdquo;Davon haben auch die Frauen nichts&ldquo;, sagte Kauder.<br>\nHintergrund sind Pl&auml;ne der Frauenministerin, Unternehmen zu l&auml;ngeren Dokumentation zu verpflichten, wenn sie die Vorgaben zur Quote nicht einhalten. Bereits vor einer Woche hatte der &bdquo;Spiegel&ldquo; berichtet, dass Kauder ein Veto gegen die Pl&auml;ne eingelegt habe. Die CSU hat den Entwurf ebenfalls massiv kritisiert und Nachbesserungen verlangt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/showdown-im-koalitionsausschuss-kein-deut-mehr-frauenquote-cdu-politiker-kauder-aetzt-gegen-schwesig-plaene_id_4296356.html\">Focus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Warum dieses obere Mittelschicht- bzw. Oberschichtthema so ein Aufreger f&uuml;r Konservative ist verstehe wer will? Ob nun in den Aufsichtsr&auml;ten ein Frauenanteil von 30 Prozent realisiert wird oder nicht, hilft den 40 Prozent der Alleinerziehenden, die in Deutschland von Hartz IV leben keinen Deut weiter. <\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu auf den NachDenkSeiten: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14528\">Jens Berger &ndash; Quotensturm im Genderwasserglas<\/a><\/strong>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>M&auml;nnerarbeit ist laut Erdogan wider die Natur der Frau<\/strong><br>\nFrauen und M&auml;nner sind nach Ansicht des t&uuml;rkischen Pr&auml;sidenten Recep Tayyip Erdogan nicht f&uuml;r die gleiche Art von Arbeit geeignet. &bdquo;Sie k&ouml;nnen eine Frau nicht in die gleiche Position wie einen Mann bringen. Das widerspricht der Natur&ldquo;, sagte Erdogan am Montag laut der Nachrichtenagentur Anadolu auf einer Konferenz &uuml;ber Frauen und Recht in Istanbul. Das Wesen der Frauen und ihre k&ouml;rperliche Voraussetzungen seien anders als bei M&auml;nnern. Die Priorit&auml;t der Frau solle die &bdquo;Mutterschaft&ldquo; sein, das entspreche der richtigen islamischen Lebensweise, erkl&auml;rte Erdogan. &bdquo;Man kann Frauen nicht die gleiche Arbeit wie M&auml;nner machen lassen, wie es in der Vergangenheit unter kommunistischen Regimes geschehen ist&ldquo;, sagte er. &bdquo;Gib ihr eine Schaufel und lass sie arbeiten? So etwas geht nicht. Das ist entgegen ihrer zierlichen Statur.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik\/tuerkei-maennerarbeit-ist-laut-erdogan-wider-die-natur-der-frau,10808018,29138728.html\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nun ja, war von Recep Tayyip Erdogan zur Rolle der Frau etwas anderes zu erwarten? Er steht entwicklungsgeschichtlich in etlichen Fragen eigentlich nur einen Tick hinter unserer eigenen Entwicklung. Es ist noch gar nicht solange her, dass wir das Wesen der Frau &uuml;ber ihren Platz am Herd und als Mutter definierten. So konnte in den 50ern der Mann nach Gesetzeslage dar&uuml;ber entscheiden, ob seine Frau au&szlig;er Haus arbeiten durfte. Aber solche &Uuml;berlegungen sind angesichts eines Landes, in dem fast jeden Tag eine Frau von ihrem Ehemann, einem Verwandten oder ihrem Lebensgef&auml;hrten get&ouml;tet wird, eher abstrakt. Erdogan scheint nicht klar zu sein, dass solche &Auml;u&szlig;erungen genau dazu f&uuml;hren, was er beim selben Anlass beklagte: Die h&auml;usliche Gewalt gegen Frauen in seinem Land sei nicht hinnehmbar und versto&szlig;e &ldquo;gegen die Regeln des Islam als Friedensreligion&rdquo;. &ndash; In diesem Jahr sind in der T&uuml;rkei schon 260 Frauen get&ouml;tet worden. Im gesamten Jahr 2013 waren es 214 gewesen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Ebola: Das Schlimmste ist noch lange nicht vorbei<\/strong><br>\nDer Kampf gegen die Ebola-Epidemie in Westafrika wird nach Einsch&auml;tzung des UN-Beauftragten Anthony Banbury noch lange dauern. Der Sieg gegen die Krankheit sei &bdquo;sehr, sehr weit entfernt&ldquo;, sagte der Chef der UNMEER-Mission vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen. Der Kampf gegen das Virus, das schon rund 5.500 Menschen t&ouml;tete, erfordere eine erhebliche Verst&auml;rkung der Ressourcen vor Ort. Die UN-Botschafterin der USA, Samantha Power, verwies in der Debatte in der Nacht zum Sonnabend darauf, dass st&auml;ndig rund tausend internationale medizinische Helfer in der Region ben&ouml;tigt w&uuml;rden. Wie das in den kommenden Monaten garantiert werden k&ouml;nne, sei heute v&ouml;llig unklar. W&auml;hrend Nigeria und Senegal tats&auml;chlich von der Weltgesundheitsorganisation WHO inzwischen f&uuml;r Ebola-frei erkl&auml;rt wurden und auch in Liberias Hauptstadt Monrovia die Zahl von Neuansteckungen r&uuml;ckl&auml;ufig ist, breitet sich die Seuche in l&auml;ndlichen Teilen des Landes und vor allem im Nachbarstaat Sierra Leone zum Teil drastisch aus. Mit Mali droht zudem eine weitere westafrikanische Nation von der Epidemie erfasst zu werden. &bdquo;Leider haben wir die Kurve noch &uuml;berhaupt nicht gekriegt&ldquo;, sagt Birte Hald von der Internationalen F&ouml;deration der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften, die gerade von einer Reise durch die Region zur&uuml;ckgekehrt ist. Optimistische Berichte, wonach die Ebola-Epidemie abebbe und bald unter Kontrolle gebracht werden k&ouml;nne, seien irref&uuml;hrend und gef&auml;hrlich.<br>\nUN-Werke und private Hilfsorganisationen haben weiterhin enorme Schwierigkeiten, medizinisches Pflegepersonal aus der Ersten Welt f&uuml;r einen Einsatz in Westafrika zu gewinnen. Es sei einfacher, Freiwillige f&uuml;r den Irak als f&uuml;r Sierra Leone zu rekrutieren, sagt Antoine Petitbon vom franz&ouml;sischen Roten Kreuz. Dazu tr&auml;gt auch bei, dass sich immer wieder Mediziner und Helfer bei der Behandlung von Ebola-Patienten selbst anstecken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik\/ebola--das-schlimmste-ist-noch-lange-nicht-vorbei,10808018,29130836.html\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><strong>Dazu auch: Bitte ber&uuml;hr mich nicht. Was macht Ebola mit einer Millionenstadt? Tagebuch eines Lehrers aus Liberia<\/strong><br>\nPrince Sackie Junior, 28, ist Soziologe, kommt aus Sierra Leone und lebt seit zwei Jahren in Monrovia. Die Hauptstadt Liberias hat gut eine Million Einwohner und liegt an der Atlantikk&uuml;ste. Bis zum Ausbruch der Ebola-Seuche hat Prince dort Sch&uuml;ler in Soziologie, Sozialkunde und Geographie unterrichtet. Vor vier Wochen haben wir mit ihm auf Facebook gechattet, um etwas &uuml;ber den Alltag in Monrovia zu erfahren. Seitdem hat er Tagebuch gef&uuml;hrt. &ldquo;Prince Sackie Junior&rdquo; ist ein Pseudonym:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=hi&amp;dig=2014%2F11%2F22%2Fa0060&amp;cHash=889f0b86b70e94385eea702366b68e58\">taz<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Madrid kriminalisiert Mas<\/strong><br>\nNach der symbolischen Volksabstimmung &uuml;ber die Unabh&auml;ngigkeit Kataloniens, bei der am 9. November &uuml;ber 80 Prozent der 2,3 Millionen W&auml;hler f&uuml;r einen eigenen Staat votiert hatten, richtete sich die Aufmerksamkeit auf die Reaktion der Zentralregierung in Madrid. Der katalanische Ministerpr&auml;sident Artur Mas hatte den spanischen Regierungschef Mariano Rajoy nach der nicht bindenden Volksbefragung in einem Brief zu Verhandlungen &uuml;ber ein Unabh&auml;ngigkeitsreferendum aufgefordert. Doch der setzt statt dessen offensichtlich auf die Kriminalisierung der Regierung der autonomen Region. Am Freitag hat die spanische Staatsanwaltschaft strafrechtliche Ermittlungen gegen Mas, die Vizepr&auml;sidentin des Regionalparlaments, Joana Ortega, sowie die katalanische Bildungsministerin Irene Rigau eingeleitet. In ihrer Anzeige wirft sie den Regionalpolitikern im Zusammenhang mit der Volksbefragung Rechtsbeugung, institutionellen Ungehorsam, Machtmissbrauch und Veruntreuung &ouml;ffentlicher Mittel vor.<br>\nIn einer ersten Reaktion haben mit Ausnahme der konservativen Volkspartei PP und der prospanischen Ciutadans alle Parteien des katalanischen Parlaments f&uuml;r eine Selbstanzeige der Kammer gestimmt. Mas verurteilte das Vorgehen der Staatsanwaltschaft zudem als Ausdruck mangelnder Demokratie und sah es als juristische Antwort auf eine politische Frage. Die nationale katalanische Volksversammlung ANC, eine breite Basisbewegung, die den Prozess f&uuml;r die Unabh&auml;ngigkeit ma&szlig;geblich tr&auml;gt und mitbestimmt, hat zu Protesten aufgerufen und ebenfalls eine Selbstanzeigekampagne eingeleitet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/ausland\/madrid-kriminalisiert-mas\">junge Welt<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Spanien kriminalisiert Kataloniens Regierungschef<\/strong><br>\nDoch der Generalstaatsanwalt setzt sich wegen der Volksbefragung &uuml;ber die Staatsanw&auml;lte am Obersten Gericht in Katalonien hinweg<br>\nBeinahe h&auml;tte es dem spanischen Generalstaatsanwalt Eduardo Torres-Dulce seinen Job gekostet, weil er die Anklage gegen den katalanischen Regierungschef Artur Mas zun&auml;chst nicht durchsetzen konnte. Eine klare Mehrheit der Staatsanw&auml;lte am Obersten Gerichtshof in Katalonien sah kein Delikt darin, eine unverbindliche Volksbefragung zur Unabh&auml;ngigkeit durchzuf&uuml;hren, der in Katalonien &ldquo;Partizipationsprozess der B&uuml;rger&rdquo; genannt wurde.<br>\nDoch auf Druck der konservativen Regierung, die stets Repression gegen die Befragung angek&uuml;ndigt hatte, weil auch sie vom Verfassungsgericht vorl&auml;ufig ausgesetzt worden war, suchte sich Torres-Dulce in Madrid eine Mehrheit. Damit konnte er nun den katalanischen Staatsanw&auml;lten eine Klage gegen Mas, dessen Vizepr&auml;sidentin Joana Ortega und die Kultusministerin Irene Rigau &ldquo;aufzwingen&rdquo;, wie auch die Madrider Zeitung P&uacute;blico titelt.<br>\nMas, Ortega und Rigau wird &ldquo;Ungehorsam, Rechtsbeugung, Amtsanma&szlig;ung und Unterschlagung &ouml;ffentlicher Gelder&rdquo; zur Last gelegt. Wo sie zum Beispiel das Geld unterschlagen haben sollen, ist v&ouml;llig unklar, aber daf&uuml;r droht mit sechs Jahren die l&auml;ngste Haftstrafe. Allen ist klar, wohin das Geld geflossen ist, als die Abstimmung organisiert wurde. Die Anklage entbehrt nicht einer unfreiwilligen Komik und ist Realsatire in einem Land, in dem die Staatsanwaltschaft gegen f&uuml;hrende Vertreter der regierenden Volkspartei (PP) keine Anklagen erhebt. Dabei liegen die Listen des ehemaligen PP-Schatzmeisters der Justiz vor. Der hat zugegeben, dass sich die PP wenigstens &ldquo;in den letzten 20 Jahren illegal finanzierte&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/43\/43399\/1.html\">Telepolis<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> Interessant in diesem Zusammenhang k&ouml;nnte das Gutachten des IGH bez&uuml;glich des Kosovo sein, das hier zu finden ist: <a href=\"http:\/\/www.webcitation.org\/5rRB9e3bz\">International Court Justice: Accordance Wirth International Law of the Unilateral Declaration of Independence in Respect of Kosovo, 22.07.2010, Article 122<\/a>.<\/em><br>\n<em>Demnach k&ouml;nnten auch die Unabh&auml;ngigkeitsbestrebungen der Katalonen im Einklang mit dem V&ouml;lkerrecht stehen w&auml;hrend das Vorgehen der spanischen Zentralregierung als juristisch zumindest fragw&uuml;rdig erscheint.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Sarrazin: &bdquo;Die Gleichheitsideologie dominiert die Medien<\/strong><br>\n&hellip; 2046 werde Wien 21Prozent Muslime haben, wurde vor einigen Tagen gemeldet. Wie kommentieren Sie das?<br>\nAbgesehen davon, dass ich die Zahl f&uuml;r untersch&auml;tzt halte: Wenn sich die Muslime bis dahin nicht deutlich ge&auml;ndert haben, werden die durchschnittlichen Schulleistungen in Wien schlechter sein als heute und die Basisarbeitslosigkeit h&ouml;her. Wenn weiterhin eine wenig gebildete Unterschicht ihre Frauen verh&uuml;llt und unterdr&uuml;ckt und eine unterdurchschnittliche Erwerbsbeteiligung hat, wird Wien eine Stadt sein, die st&auml;rker segregiert und weniger liberal ist. &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/diepresse.com\/home\/kultur\/medien\/4601622\/Sarrazin_Die-Gleichheitsideologie-dominiert-die-Medien?_vl_backlink=\/home\/kultur\/index.do\">Die Presse<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Sarrazin sucht Anschluss.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Politik im Netz: Wie wir alle zu &bdquo;Schmuddelkindern&ldquo; (gemacht) werden k&ouml;nnen<\/strong><br>\nWer sind sie, die politischen &bdquo;Schmuddelkinder&ldquo; im Netz? Wie erkennt man sie? Und machen wir es uns vielleicht zu einfach, wenn wir sie voreilig beim Namen nennen? Ich bin in den letzten Monaten ins Gr&uuml;beln gekommen. Und zu neuen Erkenntnissen&hellip;<br>\nWir wollen uns informieren. Aber wir wollen dabei andere Pfade einschlagen als die Wege, die uns die Mainstream-Medien vorgeben. Denn die sind uns &ndash; v&ouml;llig nachvollziehbar &ndash; suspekt. Daher suchen wir im Netz nach Informationen. Und f&uuml;ndig werden wir eigentlich immer. Doch bieten uns Google, Wikipedia und die sozialen Medien konkrete Hilfe bei der Wahrheitsfindung? Eher nicht oder nur eingeschr&auml;nkt, denn sie liefern uns allenfalls Anhaltspunkte, an denen wir uns orientieren k&ouml;nnen. Nur weil etwas im Netz zu finden ist, bedeutet es noch lange nicht, dass es wahr ist oder umfassend genug, um den Anspruch auf Vollst&auml;ndigkeit erheben zu k&ouml;nnen. Dennoch neigen wir seltsamerweise dazu, bestimmte Quellen reflexartig als seri&ouml;s einzuordnen&hellip;<br>\nEs ist klar, dass wir in einem Zeitalter leben, in dem man Informationen in Sekundenschnelle einholen kann. Es ist klar, dass niemand davor gefeit ist, sich irgendwie, irgendwann, irgendwo mit den falschen Leuten einzulassen. Und es ist ebenso eindeutig, dass all das heute bis auf den i-Punkt dokumentiert wird.<br>\nLetztlich ist das auch gut so.<br>\nAllerdings werden Beurteilungen zu fr&uuml;h und zu schnell abgegeben und oft, ohne sich mit einem Thema oder einem Menschen weiterf&uuml;hrend zu besch&auml;ftigen. Nicht alles, was wir bei Google oder auf Wikipedia finden, ist in Stein gemei&szlig;elt, auch wenn es den Eindruck macht. Und nicht jeder Mensch, der auf den ersten Blick eine bestimmte politische Richtung vorzugeben scheint, ist tats&auml;chlich dieser Mensch, als der er erscheint. Mein frommer Wunsch ist letztlich, dass wir ein wenig vorsichtiger miteinander umgehen, nicht sofort eine Keule aus der Tasche ziehen, wenn bestimmte Alarmglocken erklingen.<br>\nManchmal pr&uuml;geln wir im Netz auf die ein, die selbst nicht fassen k&ouml;nnen, wie sie zu etwas gemacht werden, das sie gar nicht sind. Und manchmal verlieren wir dabei die aus den Augen, die genau davon profitieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/130975\/politik-im-netz-wie-wir-alle-zu-schmuddelkindern-gemacht-werden-koennen%20\">J&ouml;rg Wellbrock alias Tom W. Wolf in Spiegelfechter<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Medienkritik: G&uuml;nther Jauch, &bdquo;Antwort an Putin: Nachgeben oder H&auml;rte zeigen?&ldquo; 23.11.2014 21:45 Uhr<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ardmediathek.de\/tv\/G%C3%BCnther-Jauch\/Antwort-an-Putin-Nachgeben-oder-H%C3%A4rte-z\/Das-Erste\/Video?documentId=24899356\">ARD Mediathek<\/a>\n<p>Die G&auml;ste: Matthias Platzeck, SPD, Vorsitzender des Deutsch-Russischen Forums, ehemaliger Ministerpr&auml;sident von Brandenburg, Wolf Biermann, B&uuml;rgerrechtler, Musiker, Gabriele Krone-Schmalz, Journalistin, ehemalige Moskau-Korrespondentin der ARD, Alexander Graf Lambsdorff, FDP, Stellvertretender Vorsitzender des Europ&auml;ischen Parlaments<\/p>\n<p>Die Sendung &bdquo;G&uuml;nther Jauch&ldquo; war tats&auml;chlich einmal ein gutes St&uuml;ck ARD-Programm. Mit Gabriele Krone-Schmalz und Matthias Platzeck bekamen zwei Gr&ouml;&szlig;en Redezeit, die sich als Stimmen der Vernunft aus dem Dickicht des Putin-Bashings hervortun. Hier einige ihrer gewichtigen Beitr&auml;ge der Besinnung und Denkf&auml;higkeit.<br>\nStarten wir mit Matthias Platzeck. Er hatte sich in der vergangenen Woche mit der &Auml;u&szlig;erung hervorgetan, man m&uuml;sse die Annexion der Krim nachtr&auml;glich v&ouml;lkerrechtlich kl&auml;ren. Nach eigener Aussage musste er sich daf&uuml;r von Journalistin sogar als &bdquo;Lakai Putins&ldquo; bezeichnen lassen. Er nannte das Interview mit Wladimir Putin aus der vorangegangenen Sendung eine Versachlichung der Debatte. Es ginge bereits um Krieg und Frieden mahnte er an. Und in solchen Zeiten hilft uns ein &bdquo;Krieg von Monologen&ldquo; nicht weiter. Dialoge m&uuml;ssten aktiv gesucht und gef&uuml;hrt werden. Denn Wladimir Putin sei nun einmal der demokratisch gew&auml;hlte Pr&auml;sident Russland. Er muss einem nicht vollends gefallen. Aber man sollte mit ihm arbeiten und nicht gegen ihn.<br>\nPlatzeck appellierte an die Urteilskraft der handelnden Personen. Wenn westliche Politiker auf Russland zugehen und sagen, dass auch sie Fehler in diesem Konflikt gemacht haben, dann kann dies eine Diskussionsgrundlage geben. Wenn man allerdings immer nur sagt, das Gute liegt hier und das B&ouml;se ist dort, dann kommt man nicht weiter. Laut seiner Aussage war es daher auch t&ouml;richt, nur zwei Tage nach dem Minsker Kompromiss seitens der EU die dritte Sanktionsstufe zu z&uuml;nden. Platzeck bemerkte, wir w&uuml;rden nicht wissen was am Ende der Sanktionsspirale stehen wird. Ein m&ouml;glicher Nachfolger Putins wird weder demokratischer noch westlich orientierter sein. Es l&auml;sst sich nicht absehen was passieren wird, wenn die zweitgr&ouml;&szlig;te Atommacht der Welt pl&ouml;tzlich politisch instabil w&uuml;rde. Das w&auml;re eine gro&szlig;e Gefahr<br>\nMit Blick auf die Sicherheitsinteressen Russlands sagte Matthias Platzeck: &bdquo;Angst beseitige ich nicht durch den Spruch &lsquo;Du musst keine Angst haben!&rsquo; &ndash; Angst muss ich Ernst nehmen, in mein Kalk&uuml;l mit einbeziehen.&ldquo; Auch wichtig zu h&ouml;ren war, dass wir aufeinander zugehen m&uuml;ssten. Schlie&szlig;lich sind wir auf dem Kontinent schicksalhaft miteinander verbunden. In diesem Zusammenhang sprach er kurz den damals neuen Ansatz der Ostpolitik von Willy Brandt an. Es ginge darum &ldquo;Gr&ouml;&szlig;e zu zeigen&rdquo; und &ldquo;Weitsicht in der Politik&rdquo; zu haben.<br>\nGabriele Krone-Schmalz mahnte wie so oft, und v&ouml;llig zu Recht, pr&auml;zise zu bleiben. Nachdem in der Sendung bereits mehrmals das Wort &bdquo;Annexion&ldquo; fiel, erkl&auml;rte sie, dass die Krim nicht annektiert wurde. Gibt es jedoch den Fall einer Annexion, ist man im Westen zu einem milit&auml;rischen Einsatz erm&auml;chtigt. Auch deshalb wird laut ihrer Aussage das Wort &bdquo;Annexion&ldquo; viel zu oft gebraucht.<br>\nSie war der Ansicht, dass man diese verfahrene Situation nicht nur aus dem Jetzt beurteilen sollte. Man m&uuml;sse eben auch schauen wie sie sich entwickelt hat. Und da wurden seitens westlicher Regierungen bestimmte Dinge &uuml;ber Jahre, beinahe Jahrzehnte, nicht wahrgenommen. Man sah die Dinge viel zu oft nur aus eigener Sicht und rief sich am Ende des Kalten Krieges als alleiniger Sieger aus. Die NATO r&uuml;ckte derweil mit ihren St&uuml;tzpunkten immer weiter an die russische Grenze heran. Der Westen hat mehrmalig nur die Sicherheitsinteressen der Balten wahrgenommen, nie die der Russen. Denn warum sollte sich Russland nicht von der heranr&uuml;ckenden NATO bedroht f&uuml;hlen? Immerhin gab es in der ersten Amtszeit Putin genug Signale an den Westen die ignoriert wurden.<br>\nIhre Kernthesen waren:<\/p>\n<ol>\n<li>Eine Sicherheitsarchitektur in Europa kann es nur in Zusammenarbeit mit Russland geben.<\/li>\n<li>Wir (der Westen) tragen einen gro&szlig;en Teil der Verantwortung.<\/li>\n<li>Es muss m&ouml;glich sein, einen Perspektivwechsel vorzunehmen und Dinge aus der Sicht des anderen zu sehen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Im Zusammenhang mit dem Interview mit Wladimir Putin von vergangener Woche sagte sie etwas, dass sich viele Medienschaffende ins Stammbuch schreiben m&uuml;ssten: Die Medien sollten etwas im Zusammenhang anbieten, so dass jeder Zuschauer eigene Schl&uuml;sse ziehen kann. (Andr&eacute; Zbinden)\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>TV-Tipp: Traumberuf Lokf&uuml;hrer?<\/strong><br>\nLokf&uuml;hrer sind meist Feuer und Flamme f&uuml;r ihren Beruf. Aber wenn das Personal immer weniger und der Vorstand immer mehr verdient, stimmt etwas nicht. Die GDL-Verhandlungen sto&szlig;en daher auf breite Zustimmung in den eigenen Reihen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/wirtschaft-boerse\/plusminus\/sendung\/sr\/2014\/26112014-plusminus-100.html\">Das Erste plusminus Senung am 26.11.2014, 21.45 Uhr<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-24065","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24065","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=24065"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24065\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":24068,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24065\/revisions\/24068"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=24065"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=24065"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=24065"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}