{"id":2409,"date":"2007-06-14T10:20:09","date_gmt":"2007-06-14T08:20:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2409"},"modified":"2007-06-14T13:11:44","modified_gmt":"2007-06-14T11:11:44","slug":"hinweise-des-tages-413","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2409","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/AM)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><strong>&raquo;&Uuml;berschuldung ist sprunghaft gestiegen&laquo;<\/strong><br>\nSchuld daran ist nicht zuletzt Hartz IV. Mehr Mittel f&uuml;r die Beratung w&uuml;rde der &ouml;ffentlichen Hand letztlich eine Menge Geld sparen. Ein Gespr&auml;ch mit Barbara von Salessoff, Leiterin der Beratungsstelle f&uuml;r &Uuml;berschuldete des Diakonischen Werkes Berlin-Stadtmitte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2007\/06-14\/044.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Auskunft mangelhaft<\/strong><br>\n&raquo;Betriebsgeheimnis&laquo; steht vor Verbraucherinformation: Bei der Anh&ouml;rung im Bundestag zerpfl&uuml;ckten Datensch&uuml;tzer und Konsumentenlobby Seehofers neuen Gesetzentwurf. Auf Betreiben Baden-W&uuml;rttembergs wurde derweil ein Antrag verabschiedet, nach dem Unternehmen Auskunft &uuml;ber Namen und Adressen der Nachfragenden erhalten d&uuml;rfen. Das diene &raquo;der Abschreckung der Verbraucherinnen und Verbraucher&laquo;, sagte dazu die SPD-Abgeordnete Elvira Drobinski-Weiss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2007\/06-14\/010.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Das waren unhaltbare Zust&auml;nde&rdquo;<\/strong><br>\nWenn man jetzt zur Tagesordnung &uuml;bergeht, wird Heiligendamm ein schwerer Schlag f&uuml;r den Rechtsstaat sein. Es gab systematische Umgehung der Rechte der Festgenommenen, menschenunw&uuml;rdige Unterbringung, Unterlaufen der Gewaltenteilung und weitr&auml;umige Versammlungsverbote, die das Verfassungsgericht f&uuml;r bedenklich h&auml;lt. Die Aufkl&auml;rung der fragw&uuml;rdigen Praktiken der Sicherheitskr&auml;fte kann auch eine Chance sein und dazu f&uuml;hren, dass diese k&uuml;nftig behutsamer mit Freiheitsrechten umgehen m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/dx\/2007\/06\/13\/a0173.1\/text.ges,1\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Europ&auml;ische Union will Kontrollen lockern<\/strong><br>\nAus Deutschland kommt harsche Kritik an den Br&uuml;sseler Pl&auml;nen zu Schwarzarbeit-Kontrollen. Die Kontrollen gegen Schwarzarbeit auf dem deutschen Bau und bei Putzfirmen sollen nach dem Willen der EU-Kommission gelockert werden. F&uuml;r den Fall, dass die Bundesregierung die Vorschriften gegen illegale Besch&auml;ftigung ausl&auml;ndischer Arbeitnehmer nicht abschw&auml;cht, droht die Kommission jetzt mit einem Verfahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/public\/article\/aktuelles\/wirtschaft\/448202\">rp-online<\/a><\/li>\n<li><strong>Das erste deutsche Autobahnprojekt nach dem Modell der Public Private Partnership (PPP)<\/strong><br>\nBaukosten: 230 Millionen Euro<br>\nEinnahmen aus der LKW-Maut: 650 Millionen<br>\nDazu hat Autobahnplus eine Anschubfinanzierung erhalten, deren H&ouml;he als Firmengeheimnis behandelt wird. Auch das gr&ouml;&szlig;te Bauwerk der Strecke, die Br&uuml;cke &uuml;ber den Lech, wird f&uuml;r 13 Millionen Euro vom Bund bezahlt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/91088\">Heise Newsticker<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar:<\/strong> Mit hoher Wahrscheinlichkeit kostet das Verfahren die &ouml;ffentliche Hand sehr viel mehr Geld als beim Bau in eigener Regie. Aber so ist das heute. Es geht um den Vollzug ideologischer Vorstellungen, im konkreten Fall der Vorstellung, dass privat alle Mal moderner ist als &ouml;ffentlich, und der Vorstellung, vor&uuml;bergehend Schulden zu machen sei schlimmer als auf noch h&ouml;here, m&ouml;gliche  Einnahmen zu verzichten.<br>\nEs lohnt sich f&uuml;r Interessierte, auf der Webseite des Konzessionsnehmers Autobahnplus zu st&ouml;bern und die Projektbeschreibung  anzuschauen. Beide Links sind im Artikel genannt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Bund will Private bei der Bahn kurz halten<\/strong><br>\nPrivate Investoren, die sich an der Deutschen Bahn beteiligen, sollen kaum Einfluss auf den Konzern erhalten. Das sehen &Auml;nderungsvorschl&auml;ge des Bundesverkehrsministeriums f&uuml;r das geplante Gesetz zur Privatisierung des Staatsunternehmens vor. Mit dem Diskussionspapier, das dem Tagesspiegel vorliegt, kommt das Haus von Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) Kritik aus einer Reihe von Ministerien entgegen. Unter anderem das Innen-, Wirtschafts- und Justizressort hatten bem&auml;ngelt, nach dem bisherigen Gesetzentwurf habe der Bund nach der Privatisierung viel zu wenig Einfluss auf die Bahn und die Entwicklung des Schienennetzes. Auf die Forderung des Wirtschaftsministeriums, die Regulierung m&uuml;sse gest&auml;rkt werden, gehen Tiefensees Experten aber bisher nicht ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/Unternehmen-Deutsche-Bahn-ICE;art129,2320882\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Das mit der Beschr&auml;nkung des Einflusses glaube ich nicht. Am Ende gew&auml;hrt der Bund dann den Einfluss durch gro&szlig;z&uuml;gigen Verzicht auf eigene Einflussnahme, oder durch Anpassung an die W&uuml;nsche der Privaten. Siehe Telekom, wo Blackstone mit nur 4,5% Anteil wesentlichen Einfluss genie&szlig;t.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Kanzlerin Merkel ist gegen den Mindestlohn<\/strong><br>\nBeim Treffen des CDU-Wirtschaftsrates betonte die Politikerin, dass es Mindestl&ouml;hne in &uuml;ber 20 europ&auml;ischen Staaten gebe, hei&szlig;e noch lange nicht, dass es ein geeignetes Instrument f&uuml;r Deutschland sei. Trotzdem hofft sie auf einen Kompromiss mit der SPD<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article944085\/Kanzlerin_Merkel_ist_gegen_den_Mindestlohn.html\">WELT<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;SPD-Chef Beck ist ratlos&rdquo;<\/strong><br>\nZur&uuml;ck an die Spitze: Oskar Lafontaine will sich am Wochenende zum Chef der neuen Linken kr&ouml;nen lassen. Im Interview mit SPIEGEL ONLINE erkl&auml;rt der Ex-Sozialdemokrat, warum er froh ist, nicht Kanzler geworden zu sein und warum er keine &Auml;mter anstrebt, aber Ministerpr&auml;sident im Saarland werden will.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,488141,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar:<\/strong> Das Interview enth&auml;lt eine geradezu gelungene Passage. Siehe die gefetteten Halbs&auml;tze:<br>\nSPIEGEL ONLINE: Das hei&szlig;t, Sie w&auml;ren auch zu direkten Gespr&auml;chen mit M&uuml;ntefering und Beck bereit?<br>\nLafontaine: Immer, <strong>sobald die SPD wieder sozialdemokratisch wird<\/strong>.<br>\nSPIEGEL ONLINE: Ein leicht gemachtes Angebot. <strong>Ihnen ist doch klar, dass die SPD darauf nicht eingehen wird.<\/strong><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Das Mainzelm&auml;nnchen Kurt Beck in Not<\/strong><br>\nSeit 13 Monaten f&uuml;hrt der Pf&auml;lzer die SPD &ndash; immer auf der verzweifelten Suche nach einem neuem Profil f&uuml;r die Genossen. Doch seine j&uuml;ngste Attacke auf die &ldquo;neoliberale CDU&rdquo; verwirrt selbst die Parteifreunde. F&uuml;r viele ist inzwischen der Chef das Problem.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article940961\/Das_Mainzelmaennchen_Kurt_Beck_in_Not.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Dieser Text enth&auml;lt neben richtig Beobachtetem die &uuml;bliche herablassende Art des Blicks hinunter in die Provinz. Das ist schon deshalb unangebracht, weil der Autor &uuml;ber weite Strecken nur Klischees wiedergibt. Auf eines dieser g&auml;ngigen Klischees m&ouml;chte ich hinweisen, weil dieses von vielen Zeitgenossen, von rechts bis links, gepflegt wird. Ich zitiere:<\/em> <\/p>\n<blockquote><p>In die Zange genommen von einer Kanzlerin, die auf den roten Teppichen der Macht von Umfragehoch zu Umfragehoch eilt, und einer Linkspartei, die in einer globalisierten Welt mit den sozialen Heilsversprechen der Siebziger Jahre auf Stimmenfang geht, pr&auml;sentiert sich die SPD als eine Partei auf Sinnsuche: richtungslos, ideenlos, ohne Botschaft, nerv&ouml;s.<br>\nDie SPD wei&szlig; keine Antworten<br>\nDie Menschen suchen nach Sicherheiten in einer globalisierten Welt &ndash; und die SPD wei&szlig; keine Antwort. Deshalb tobt nun der alte Richtungsstreit mit neuer Vehemenz. Die SPD hat es nicht geschafft, ihren Markenkern, die soziale Gerechtigkeit, neu zu definieren. So, dass er einerseits den Anforderungen eines weltweiten Wettbewerbs gerecht wird &ndash; und andererseits die Traditionsbataillone in den eigenen Reihen nicht verschreckt.<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Das Klischee: Irgendwann nach den 70er Jahren ist die Welt neu erfunden worden. Und zwar nicht nur schleichend, sondern mit einem Bruch, der alles neu gemacht hat, und g&auml;nzlich neue Antworten verlangt. Wann denn? Wie denn? Wo denn?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Schl&auml;gerei in Halberstadt: &bdquo;Der rechte Mob hat keine Hemmschwellen mehr&ldquo;<\/strong><br>\nIn Sachsen-Anhalt geschehen die meisten rechtsextremen Gewalttaten in Deutschland. In Halberstadt griffen acht M&auml;nner Mitglieder des Nordharztheaters an und verletzten sie. Die Polizei schritt zu sp&auml;t ein &ndash; nicht zum ersten Mal.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub61EAD5BEA1EE41CF8EC898B14B05D8D6\/Doc~E935BC1E962F4486089CAAD36B9838305~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Gr&uuml;ne erfreut &uuml;ber Avancen aus der CDU<\/strong><br>\nBERLIN. Die Gr&uuml;nen haben sich erfreut &uuml;ber die Lobeshymnen vom CDU-Wirtschaftsfl&uuml;gel gezeigt und mittelfristig ein B&uuml;ndnis mit der Union nicht ausgeschlossen. &ldquo;Wir m&uuml;ssen davon ausgehen, dass es im Bund rechnerisch f&uuml;r Rot-Gr&uuml;n nicht mehr so einfach reichen wird. Deswegen m&uuml;ssen wir uns mit anderen Optionen auseinandersetzen&rdquo;, sagte Fraktionschefin Renate K&uuml;nast der Berliner Zeitung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/berliner-zeitung\/print\/politik\/661633.html\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Gabriel, mach Tempo<\/strong><br>\nMit 180 &uuml;ber die Autobahn &ndash; Raser gef&auml;hrden Menschen und Umwelt gleicherma&szlig;en. Tempolimits sind ein kostenloses Instrument f&uuml;r den Klimaschutz &ndash; und retten Leben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/dx\/2007\/06\/13\/a0160.1\/text.ges,1\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Tod wird Unternehmer. Ein Kurzfilm.<\/strong><br>\nUns erreichte folgende Mail eines Lesers der NDS:<br>\nich m&ouml;chte Sie auf einen kleinen animierten Kurzfilm hinweisen, der die Abschlussarbeit von Studenten der FH Lippe &amp; H&ouml;xter ist. Trotz seiner K&uuml;rze und seines Comic-Stils sollte man ihn nicht in die Rubrick &ldquo;Witz&rdquo; oder &ldquo;Unterhaltung&rdquo; einordnen. Thema: Der Tod wird Unternehmer!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.cedric-der-film.de\/\">www.cedric-der-film.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Das Kleinvieh und sein Mist<\/strong><br>\nWie das Menschenrecht auf Verschuldung erfunden wurde. &ndash; Geht es nach dem Get&ouml;se, das seit der Verleihung des Friedensnobelpreises an Muhammad Yunus erklingt, dann kann die Heiligsprechung des &Ouml;konomen aus Bangladesch nicht mehr fern sein. Hat er doch, so die vorherrschende Meinung, mit seinen Kleinkrediten an arme Landbewohner (vor allem Frauen) ein Wundermittel zur Bek&auml;mpfung der Armut erfunden. Allerdings mischen sich in den Jubelchor mittlerweile auch ein paar Stimmen, die die Sache n&uuml;chterner sehen. Von Marcus Hammerschmitt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/25\/25443\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Schreih&auml;lse des Pr&auml;sidenten<\/strong><br>\nVom Kreml gesteuerte Jugendorganisationen wie &ldquo;Naschi&rdquo; gehen gegen Regierungsgegner und ausl&auml;ndische Diplomaten vor. Sie sollen jegliche Opposition bereits im Keim ersticken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:Russland%20Land%20Kontrolle%20Die%20Schreih%E4lse%20Pr%E4sidenten\/212810.html\">FTD<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/AM)<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2409","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2409","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2409"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2409\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2409"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2409"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2409"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}