{"id":24114,"date":"2014-11-28T15:58:41","date_gmt":"2014-11-28T14:58:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24114"},"modified":"2014-11-28T15:58:41","modified_gmt":"2014-11-28T14:58:41","slug":"hinweise-des-tages-ii-175","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24114","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24114#h01\">Ceta-Abkommen: Gabriel kanzelt Freihandelskritiker ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24114#h02\">Folgen von TTIP f&uuml;r die EU: Mehr Arbeitslosigkeit, sinkende Einkommen, schrumpfende Exporte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24114#h03\">EU-Kommission r&uuml;ffelt sieben Staaten wegen zu hoher Schulden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24114#h04\">Ulrike Herrmann &ndash; Ein Sieg der Finanzlobbyisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24114#h05\">Ukraine\/Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24114#h06\">&Uuml;berbietungskonkurrenz? Aufgelesen bei &hellip; Reiner Hoffmann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24114#h07\">&ldquo;Gesundende&rdquo; US-Wirtschaft: Die Amerikaner machen wieder Schulden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24114#h08\">Sozialkonferenz verabschiedet &bdquo;Osnabr&uuml;cker Ermutigung&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24114#h09\">&bdquo;Hartz-IV&ldquo;-Reform: K&uuml;rzung zu Lasten alleinerzogener Kinder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24114#h10\">Mehr als 3,5 Millionen Erwerbslose &ndash; Zeit zu handeln statt zu tricksen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24114#h11\">Mensch, Weselsky<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24114#h12\">DIW: Abschaltung alter Kohlekraftwerke k&ouml;nnte CO2-Aussto&szlig; in Deutschland um bis zu 23 Millionen Tonnen reduzieren und den Strommarkt stabilisieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24114#h13\">Krieg als Terrorzucht-Programm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24114#h14\">Ausl&auml;nderbeh&ouml;rden in Deutschland: Von wegen willkommen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24114#h15\">The Real Reason Defense Secretary Chuck Hagel Got Booted<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24114#h16\">Putin findet Anh&auml;nger bei Europas Rechtspopulisten &ndash; &Uuml;ber den Sonderweg einer zerfallenen Weltmacht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24114#h17\">L&auml;hmendes Entsetzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24114#h18\">Rezension: Roland Thoden\/Sabine Schiffer (Hg.) ll Ukraine im Visier. Russlands Nachbar als Zielscheibe geostrategischer Interessen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24114&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ceta-Abkommen: Gabriel kanzelt Freihandelskritiker ab<\/strong><br>\nTrotz heftig umstrittener Schutzklauseln f&uuml;r Konzerne will Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) gr&uuml;nes Licht f&uuml;r das Handelsabkommen Ceta zwischen der EU und Kanada geben. &ldquo;Wenn der Rest Europas dieses Abkommen will, (&hellip;) dann wird Deutschland dem auch zustimmen. Das geht gar nicht anders&rdquo;, sagte Gabriel im Bundestag.<br>\nMit dieser klaren Festlegung versch&auml;rft Gabriel den Konflikt mit Freihandelskritikern, auch in seiner eigenen Partei. Die Sozialdemokraten hatten im September auf ihrem Parteitag beschlossen, dass der Investorenschutz mit Schiedsgerichten, vor denen Konzerne Schadensersatz von Staaten einklagen k&ouml;nnten, in dem Ceta-Abkommen nichts zu suchen habe. SPD-Vize Ralf Stegner hatte bereits betont, Gabriel k&ouml;nne sich nicht einfach &uuml;ber &ldquo;rote Linien&rdquo; des Parteikonvents hinwegsetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/ceta-abkommen-gabriel-kanzelt-freihandels-kritiker-ab-a-1005367.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Zur Erinnerung der Beschluss des 5. Parteikonvents Berlin vom 20. September 2014: <\/em><br>\n<em>&bdquo;Prinzipiell  ist  auszuschlie&szlig;en,  dass  das  demokratische  Recht,  Regelungen  zum Schutz  von  Gemeinwohlzielen  zu  schaffen,  gef&auml;hrdet,  ausgehebelt  oder umgangen  wird  oder dass ein Marktzugang, der solchen Regeln widerspricht, einklagbar wird. Die F&auml;higkeit von Parlamenten und Regierungen, Gesetze und Regeln zum Schutz und im Sinne der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger zu erlassen, darf auch nicht durch die Schaffung eines &bdquo;Regulierungsrates&ldquo; im Kontext regulatorischer Kooperation oder durch weitgehende Investitionsschutzvorschriften erschwert werden. Investitionsschutzvorschriften sind in einem Abkommen zwischen den USA und der EU grunds&auml;tzlich nicht erforderlich und sollten nicht mit TTIP eingef&uuml;hrt werden&hellip;&ldquo;.<\/em><br>\n<em>Um diesen Beschluss, den Gabriel zur Ruhigstellung seiner Partei selbst herbeigef&uuml;hrt hat, schert er sich nun mehr keinen Deut mehr. Die Parteimitglieder und die &Ouml;ffentlichkeit m&uuml;ssen sich regelrecht ver&hellip;. f&uuml;hlen.<\/em><br>\n<em>Wie will Gabriel und &ndash; wenn sich die Partei dies gefallen l&auml;sst &ndash; die SPD jemals wieder ein St&uuml;ck Glaubw&uuml;rdigkeit zur&uuml;ckgewinnen?<\/em><br>\n<em>Siehe dazu auch &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23530\">TTIP und die Dreifaltigkeit von Sigmar Gabriels SPD<\/a>&ldquo;<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Gabriels Stunde<\/strong><br>\nDer Wirtschaftsminister k&auml;mpft im Bundestag mit Leidenschaft f&uuml;r ein Freihandelsabkommen. Gut so. Die Weltwirtschaft ist kein deutsches Wunschkonzert. [&hellip;]<br>\nJedenfalls hat Gabriel sich am Donnerstag im Bundestag so vehement f&uuml;r die beiden Abkommen ins Zeug gelegt, als habe er niemals Zweifel daran ge&auml;u&szlig;ert.<br>\nUnd als gebe es nicht den Beschluss des SPD-Parteikonvents vom September, der von gro&szlig;er Skepsis gegen Freihandel und gegen das geplante Abkommen mit Amerika im Besonderen durchdrungen ist. Gabriel, eigentlich ein Bef&uuml;rworter des Freihandels, hat in Vietnam offensichtlich ein eindrucksvolles Rendezvous mit der Wirklichkeit gehabt: Im Bundestag gei&szlig;elte er nationale Nabelschau.<br>\nDie Parteilinke wird dar&uuml;ber nicht erfreut sein. Sie hatte ihrem Vorsitzenden Zugest&auml;ndnisse abgerungen, was die k&uuml;nftige Rolle von Schiedsgerichten anbelangt. Gabriel hatte sie und die &Ouml;ffentlichkeit in dem Glauben gelassen, man k&ouml;nne den Investorenschutz wieder aus dem Abkommen mit Kanada herausbekommen (und ihn in das mit Amerika gar nicht erst hineinnehmen).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/freihandelsabkommen-gabriels-stunde-13290087.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Man kann nur hoffen, dass sich die SPD nicht wie weiland bei der Agenda 2010 von ihrem Regierungsfl&uuml;gel &uuml;ber den Tisch ziehen l&auml;sst. Gabriels j&uuml;ngste &Auml;u&szlig;erungen sind jedenfalls eine kaum verhohlene Kriegserkl&auml;rung an die Partei, &uuml;ber deren Beschl&uuml;sse er sich ganz einfach hinwegsetzt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Folgen von TTIP f&uuml;r die EU: Mehr Arbeitslosigkeit, sinkende Einkommen, schrumpfende Exporte<\/strong><br>\nNach einer neuen Analyse w&uuml;rde TTIP eher den USA n&uuml;tzen, w&auml;hrend in der EU der Binnenmarkt mit Konsequenzen allem f&uuml;r Nord- und Westeuropa einbrechen k&ouml;nnte<br>\nNach einer Studie von Jeronim Capaldo f&uuml;r das Global Development And Environment Institute an der Tufts University k&ouml;nnte das geplante transatlantische Freihandelsabkommen f&uuml;r die EU negative Folgen haben. W&auml;hrend die EU-Kommission selbst nur auf geringes wirtschaftliches Wachstum setzt, k&ouml;nnte das Gegenteil eintreten: die Arbeitslosigkeit k&ouml;nnte wachsen und der europ&auml;ische Wirtschaftsraum erodieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/43\/43419\/1.html\">Florian R&ouml;tzer auf Telepolis<\/a>\n<p><strong>Dazu: Das transatlantische Handels- und Investitionsabkommen (TTIP) zwischen der EU und den USA<\/strong><br>\nDie Europa&#776;ische Kommission und Vertreter der Bundesregierung werben ma&#776;chtig fu&#776;r ein transatlantisches Handels- und Investitionsabkommen (TTIP). Eine Liberalisierung des transatlantischen Handels und die Erleichterung wechselseitiger Investitionen &ndash; durch den Abbau von Zo&#776;llen und &sbquo;unno&#776;tigen&rsquo; Regulierungen &ndash; sollen nicht nur den beteiligten La&#776;ndern aus der Krise helfen, sondern zugleich deren O&#776;konomien fu&#776;r den Wettbewerb mit den dynamischen O&#776;konomien Asiens sta&#776;rken.<br>\nDiese Kurzstudie hinterfragt kritisch die verku&#776;ndeten positiven Wirkungen des TTIP. Sie stellt zuna&#776;chst die Verhandlungen im historischen und politischen Kontext vor. Im Anschluss umrei&szlig;t sie die Zielsetzungen der Verhandlungen. Da die mo&#776;glichen Ergebnisse der Verhandlungen naturgema&#776;&szlig; ungewiss sind, skizziert sie die bereits er- sichtlichen Streitpunkte und verhandlungsrelevante Differenzen. Schlie&szlig;lich analysiert sie mo&#776;gliche o&#776;konomische, politische und soziale Konsequenzen, wobei neben einer Diskussion der quantitativ-o&#776;konomischen Wohlfahrtserwartungen und der politisch- regulativen Risiken der Verhandlungsgestaltung insbesondere die Bereiche o&#776;ffentliche Beschaffung und Dienstleistungen betrachtet und mo&#776;gliche arbeitspolitische Konse- quenzen diskutiert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_arbp_303.pdf\">Hans-Boeckler-Stiftung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung VB:<\/strong> In den neuesten WSI-Mitteilungen ist eine Kurzfassung einer Studie von Stefan Beck und Christoph Scherrer zu  den bisherigen Wachstums-Prognosen &ndash; vor allem durch das Ifo. In dieser Studie werden die allzu positiven Wachstumshoffnungen durch das TTIP aufgel&ouml;st: &ldquo;Die Fallstricke und Grenzen, die mit den &ouml;konomischen Prognosen verbunden sind, nehmen ihrem Optimismus einiges an Strahlkraft.&rdquo;<\/em><br>\n<em>Die neoliberalen Modelle, die diesen Berechnungen zu Grunde liegen, die schon &ldquo;immer&rdquo; wenig Prognosef&auml;higkeit, aber daf&uuml;r umso heftigere Glaubensdogmatik enthielten, machen sie sehr zweifelhaft.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>EU-Kommission r&uuml;ffelt sieben Staaten wegen zu hoher Schulden<\/strong><br>\nDie EU-Kommission hat sieben Mitgliedstaaten kritisiert, weil sie 2015 zu viele neue Schulden aufnehmen wollen. Sanktionen hatte Beh&ouml;rdenchef Jean-Claude Juncker bereits vorab ausgeschlossen.<br>\nDie EU-Kommission hat die Haushaltspl&auml;ne von sieben Staaten der Eurozone offiziell kritisiert. Die L&auml;nder liefen Gefahr, mit ihren Etatentw&uuml;rfen gegen die Regeln des Stabilit&auml;ts- und Wachstumspakts zu versto&szlig;en, teilte die Br&uuml;sseler Beh&ouml;rde am Freitag mit. Betroffen sind au&szlig;er Frankreich und Italien auch Belgien, Malta, Portugal, &Ouml;sterreich und Spanien.<br>\nDiese L&auml;nder sollen nun erst einmal mehr Zeit erhalten, um Reformen umzusetzen und ihre Haushalte in Einklang mit den Defizitkriterien zu bringen. &ldquo;Wir werden Anfang M&auml;rz entscheiden, ob weitere Schritte notwendig sind&rdquo;, sagte EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici am Freitag in Br&uuml;ssel. Damit drohen den L&auml;ndern vorerst keine Sanktionen.<br>\nDieses Mittel steht der EU-Kommission eigentlich zur Verf&uuml;gung, wenn sie Haushaltsentw&uuml;rfe nicht im Einklang mit den europ&auml;ischen Vorgaben sieht. Dazu geh&ouml;rt unter anderem eine Begrenzung der j&auml;hrlichen Neuverschuldung auf maximal drei Prozent der Wirtschaftsleistung. Frankreich hat angek&uuml;ndigt, diese Grenze erst ab dem Jahr 2017 einzuhalten.<br>\nEU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker hatte den Aufschub f&uuml;r die Defizits&uuml;nder schon vorab in Presseinterviews angek&uuml;ndigt. Er habe &ldquo;die Wahl getroffen, nicht zu sanktionieren&rdquo; und wolle die Entscheidung &uuml;ber das weitere Vorgehen erst im kommenden Jahr treffen, sagte er. Moscovici, selbst Franzose, warnte die Regierungen der ger&uuml;gten L&auml;nder nun aber vor Unt&auml;tigkeit. Die gewonnene Zeit d&uuml;rfe &ldquo;nicht verloren werden&rdquo;. Die Kommission werde &ldquo;nicht z&ouml;gern, ihre Verantwortung wahrzunehmen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/schuldengrenze-eu-kommission-ruegt-sieben-staaten-wegen-haushalt-a-1005528.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> So, so der Mann, der Luxemburg zur gr&ouml;&szlig;ten europ&auml;ischen Steueroase gemacht hat, l&auml;sst also bei den &ldquo;Schuldens&uuml;ndern&rdquo; Gnade walten. Die Arroganz dieses Handlanger der herrschenden Eliten spottet jeder Beschreibung. Den Part des neoliberalen Einpeitschers darf dann diesmal Sch&auml;uble mit seiner Mahnung zur Einhaltung der Schuldengrenze &uuml;bernehmen. Was ihm im &Uuml;brigen sicher nicht schwerfallen d&uuml;rfte. Hat die Bundesregierung doch wenig Hemmungen etwa die Souver&auml;nit&auml;t Frankreichs mit F&uuml;&szlig;en zu treten und durch den deutsche EU-Kommissar G&uuml;nther Oettinger verk&uuml;nden zu lassen, Frankreich habe gef&auml;lligst das deutsche Spardiktate im franz&ouml;sischen Staatshaushalt um zu setzen. Gleichzeitig wird wieder best&auml;tigt wie zentral die Austerit&auml;tspolitik zur Durchsetzung der neoliberalen Agenda ist. Dazu sollte man vielleicht dar&uuml;ber nachdenken, ob nicht die t&auml;tige Beihilfe Luxemburgs zur Steuerflucht dazu f&uuml;hrt, dass die Etats der betroffenen L&auml;nder &uuml;berhaupt unter Druck geraden sind?<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Stabilit&auml;ts- und Wachstumspakt &ndash; EU-Kommission z&uuml;ndet wirtschaftspolitische Nebelkerzen<\/strong><br>\nNach unseren Berechnungen halten 14 Eurol&auml;nder die Regeln und Absprachen im Rahmen des Stabilit&auml;ts- und Wachstumspakt nicht ein (1). Das sind doppelt so viele wie von der EU-Kommission behauptet. Die EU-Kommission versucht offenbar, das Versagen der europ&auml;ischen Wirtschaftspolitik seit der Finanzkrise zu vernebeln. Zwar handelt die EU-Kommission makro&ouml;konomisch vern&uuml;nftig, denn noch h&auml;rteres Sparen in zahlreichen L&auml;ndern w&uuml;rde die Eurozone endg&uuml;ltig in die Abw&auml;rtsspirale einer Deflation f&uuml;hren. Aber mit diesen Man&ouml;vern und dem Verschieben konsequenter Entscheidungen bis ins kommende Fr&uuml;hjahr lenkt die EU-Kommission vom eigentlichen Problem ab: Das starre Korsett des reformierten Stabilit&auml;ts- und Wachstumspakts versagt im Praxistest. Er zwingt zum prozyklischen Sparen. Der Fiskalpakt versch&auml;rft die Vorgaben zus&auml;tzlich. Die Fehlkonstruktion des Stabilit&auml;ts- und Wachstumspakts will die EU-Kommission aber nicht eingestehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sven-giegold.de\/2014\/kom-zuendet-nebelkerzen-zum-stabipakt\/\">Sven Giegold<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ulrike Herrmann &ndash; Ein Sieg der Finanzlobbyisten<\/strong><br>\nEs f&auml;llt leicht, sich &uuml;ber den neuesten Plan der EU-Kommission lustig zu machen. Aus Barmitteln von nur 21 Milliarden Euro sollen wundersame 315 Milliarden Euro werden, die dann Investitionen in ganz Europa finanzieren &ndash; und mindestens eine Million neue Arbeitspl&auml;tze schaffen. So sehen Luftschl&ouml;sser aus, die garantiert zusammenfallen.<br>\nTrotzdem ist diese j&uuml;ngste Idee von EU-Kommissionspr&auml;sident Jean-Claude Juncker nicht harmlos, denn sie verschiebt die Grenze des Denkbaren: Private Investoren sollen vermehrt &ouml;ffentliche Aufgaben finanzieren. Das wird noch teuere Folgen haben, auch wenn der jetzige Juncker-Plan scheitern sollte.<br>\nJuncker will n&auml;mlich die mickrigen 21 EU-Milliarden &ldquo;hebeln&rdquo;, indem er privates Geld anlockt. Doch Investoren engagieren sich nur, wenn eine hohe oder sichere Rendite winkt. Die Kosten und das Risiko m&uuml;ssen also andere tragen &ndash; der Steuerzahler und die normalen B&uuml;rger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2014%2F11%2F28%2Fa0091&amp;cHash=90b27c937f7c65b4c17e7cdb042bf5d6\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ukraine\/Russland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Der verschwundene Pr&auml;sident<\/strong><br>\nEiner der blinden Flecken in der Ukraine-Debatte wurde bei der letzten Sendung von Anne Will sichtbar: Wie genau nimmt man es mit dem Recht?<br>\nHauptkritikpunkt an Russland bleibt weiterhin der von westlicher Seite unterstellte V&ouml;lkerrechtsbruch bei der Angliederung der Krim. Die deutsche Bundeskanzlerin betonte diesen Aspekt erneut am Mittwoch im Bundestag. Das Vorgehen Russlands stelle &ldquo;die europ&auml;ische Friedensordnung infrage und bricht internationales Recht&rdquo;, so Merkel vor den Abgeordneten.<br>\nUnerw&auml;hnt blieb wiederum, was die im M&auml;rz im Schatten russischer Milit&auml;rpr&auml;senz abgehaltene Volksabstimmung auf der Krim ausgel&ouml;st hatte &ndash; und was schlie&szlig;lich zu deren Beitritt zur Russischen F&ouml;deration f&uuml;hrte. Dabei wird es von kaum jemandem in Frage gestellt, dass erst der gewaltsame Machtwechsel in Kiew Ende Februar die russischen Bestrebungen zur Angliederung der Krim und damit zur Sicherung des Flottenst&uuml;tzpunktes in Sewastopol in Gang gesetzt hatte. Ursache und Wirkung sind also eigentlich klar. Dennoch fehlt in der &ouml;ffentlichen Debatte weiterhin eine sachliche Analyse ebenjenes Machtwechsels vom Februar &ndash; der bekanntlich mit einem bislang ungekl&auml;rten Einsatz von Scharfsch&uuml;tzen auf dem Maidan einherging.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/43\/43440\/1.html\">Paul Schreyer auf Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Von Lissabon bis Wladiwostok<\/strong><br>\nDie deutsche Kanzlerin bekr&auml;ftigt die Bereitschaft Berlins zu Verhandlungen mit Moskau &uuml;ber das EU-Assoziierungsabkommen mit der Ukraine. &ldquo;Wir sind bereit zu Gespr&auml;chen zwischen der Eurasischen Union und der Europ&auml;ischen Union &uuml;ber Handelsfragen&rdquo;, teilte Merkel am Mittwoch im Bundestag mit. Derlei Gespr&auml;che waren bereits im September im Grundsatz vereinbart worden; an ihnen h&auml;lt Berlin trotz des anhaltenden politischen Machtkampfs mit Russland fest. Bereits mehrfach sind mittlerweile &ndash; organisiert von einer Vorfeldorganisation der Berliner Au&szlig;enpolitik &ndash; hochkar&auml;tig besetzte Treffen abgehalten worden, die einen Ausbau der &ouml;konomischen Kooperation zwischen EU und Eurasischer Wirtschaftsunion bis hin zu einem &ldquo;gemeinsamen Wirtschaftsraum von Lissabon bis Wladiwostok&rdquo; gefordert haben. Letzterer entspricht einem Vorschlag Moskaus. Zu den Teilnehmern der Treffen geh&ouml;rten bislang hochrangige CDU-Politiker, der Kiewer B&uuml;rgermeister Klitschko und ein in den USA strafrechtlich verfolgter ukrainischer Oligarch. Jenseits der Debatten &uuml;ber eine neue Wirtschaftskooperation h&auml;lt der Konflikt zwischen dem Westen und Russland an. Bereits &ldquo;ein auf niedriger Intensit&auml;t vor sich hink&ouml;chelnder Konflikt&rdquo; k&ouml;nne dem Westen helfen, &ldquo;Russland gebunden zu halten&rdquo;, erl&auml;utert der Osteuropa-Experte Reinhard Lauterbach gegen&uuml;ber german-foreign-policy.com.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59008\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><strong>Navigieren am finanziellen Abgrund: Ukrainische Koalition muss Reformversprechen umsetzen<\/strong><br>\nIn Kiew ist am Donnerstag erstmals das neugew&auml;hlte Parlament zusammengetreten. Allerdings liess die Regierungsbildung weiter auf sich warten. Offenbar k&ouml;nnen sich die f&uuml;nf Parteien, die k&uuml;nftig eine Koalition bilden werden, noch nicht auf die Besetzung der Ministerposten einigen. Die Parteien bekr&auml;ftigten aber den Willen zur Zusammenarbeit mit der Unterzeichnung des endg&uuml;ltigen Koalitionsvertrags anl&auml;sslich der Parlamentssitzung. &ndash; Tats&auml;chlich ist der Koalitionsvertrag eher als vager Orientierungsrahmen f&uuml;r das Handeln der k&uuml;nftigen Regierung zu sehen. Unter Beobachtern ist weitgehend unbestritten, dass die Ukraine tiefgreifende Reformen braucht: Die grassierende Korruption muss bek&auml;mpft werden, etwa mit einer durchgreifenden Deregulierung der Wirtschaft, einer Entschlackung des Staatsapparats und einer Reform des korruptionsanf&auml;lligen Energiesektors; das Steuersystem ist zu vereinfachen, das Rechtssystem zu verbessern und die Dezentralisierung voranzutreiben. In all diesen Bereichen macht der Koalitionsvertrag Ank&uuml;ndigungen. [&hellip;]<br>\nDie Gretchenfrage ist, woher die staatlichen Stellen das Geld nehmen sollen. Die Devisenreserven der Nationalbank sind im Oktober erneut geschrumpft auf die schmale Basis von 12,6 Mrd. $. Bei der Zentralregierung fehlt das Geld an allen Ecken und Enden. Ohne die westliche Finanzhilfe w&auml;re der ukrainische Staat bankrott, und die Abschw&auml;chung der Hrywna macht die zu mehr als der H&auml;lfte in Fremdw&auml;hrung denominierten Staatsschulden noch belastender. Eine gute Nachricht mit Blick auf die Staatsfinanzen gab es j&uuml;ngst dennoch: Der russische Pr&auml;sident Putin erkl&auml;rte in einem Interview mit der ARD, man habe nicht die Absicht, einen im Vorjahr gew&auml;hrten Kredit &uuml;ber 3 Mrd. $ vorzeitig zur&uuml;ckzufordern . Dies h&auml;tte nach allgemeiner Einsch&auml;tzung den Bankrott der Ukraine bedeutet. Trotzdem ist offenkundig, dass der ukrainische Staat bald frische Hilfsgelder aus dem Westen braucht &ndash; und wahrscheinlich reichlicher als bisher.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/beta.nzz.ch\/wirtschaft\/ukrainische-koalition-muss-reformversprechen-umsetzen-1.18433827\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Leider wird in diesem Artikel ein Kernmotiv der Proteste auf dem Maidan nicht erw&auml;hnt: Die Macht der Oligarchen, die im Land die Korruption nicht unwesentlich bef&ouml;rdert.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Die &bdquo;Gretchenfrage&ldquo; l&auml;sst sich leicht beantworten &ndash; das Geld wird von der EU kommen, von wem denn sonst? Die Ukraine sitzt hier am l&auml;ngeren Hebel. Wenn die EU die Ukraine in den Bankrott gehen l&auml;sst, wird die Zustimmung zur prowestlichen Regierung ziemlich schnell schwinden und Russland wird die Ukraine mit offenen Armen und sehr, sehr viel Geld empfangen. Will der Westen dies verhindern, muss er wohl oder &uuml;bel die Rechnungen seiner neuen Geliebten &uuml;bernehmen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&Uuml;berbietungskonkurrenz? Aufgelesen bei &hellip; Reiner Hoffmann<\/strong><br>\nEs ist zwar schon &uuml;ber eine Woche her, dass ich dieses Interview im Deutschlandfunk (DLF) geh&ouml;rt habe, aber es hat einen so bleibenden Eindruck bei mir hinsichtlich der Verfassung der deutschen Gewerkschaften hinterlassen, dass ich es noch aufgreifen will. Es geht um einen Satz, den Reiner Hoffmann, der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), im Zusammenhang mit dem Gesetzentwurf zur Tarifeinheit von Arbeitsministerin Andrea Nahles gesagt hat (nachzuh&ouml;ren ab Minute 2:02; in der schriftlichen Fassung des DLF-Beitrags fehlt diese Passage). Vorausgeschickt sei, dass der &bdquo;DGB als Ganzes [&hellip;] das Ansinnen einer gesetzlichen Regelung nicht ab[lehnt]&ldquo;, wie sich der DGB-Vorsitzende ausdr&uuml;ckte. Hinter dieser gewundenen Formulierung verbirgt sich die abweichende, n&auml;mlich skeptische Haltung gegen&uuml;ber dem Vorhaben der Bundesregierung, die die Dienstleistungsgewerkschaft verdi, die Gewerkschaft Nahrung Genuss Gastst&auml;tten und der Lehrerverband GEW einnehmen (im Gegensatz zur Mehrheit der &uuml;brigen f&uuml;nf im DGB zusammengeschlossenen Einzelgewerkschaften).<br>\nDer Redakteur des DLF zitiert Reiner Hoffmann &bdquo;Wir m&uuml;ssen uns die Einzelf&auml;lle anschauen (hinsichtlich der konkreten Folgen des Gesetzentwurfes; Anm. d. Verf.), sagt Reiner Hoffmann, aber im Grundsatz sei die Richtung richtig&ldquo; und l&auml;sst den Vorsitzenden des DGB dann im O-Ton mit der Begr&uuml;ndung fortfahren, warum die Richtung angeblich stimmt: &bdquo;weil damit ausgeschlossen wird, sowohl dass &Uuml;berbietungskonkurrenz stattfindet zu Lasten der Gesamtbesch&auml;ftigten, wo kleinere kampfstarke Berufsgruppen ihre ureigensten Interessen vertreten ohne Gemeinwohl oder Gesamtwohlinteressen der Besch&auml;ftigten im Blick zu haben.&ldquo; Was f&uuml;r ein &bdquo;als auch&ldquo; hier bei der Begr&uuml;ndung noch folgen sollte, wei&szlig; ich nicht. Aber mir gen&uuml;gt das &bdquo;sowohl&ldquo; schon vollst&auml;ndig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/ueberbietungskonkurrenz-aufgelesen-bei-reiner-hoffmann\/\">Flassbeck Economics<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&ldquo;Gesundende&rdquo; US-Wirtschaft: Die Amerikaner machen wieder Schulden<\/strong><br>\nDie US-Privathaushalte gelten sechs Jahre nach Ausbruch der Finanzkrise als entschuldet. Am kreditgetriebenen Wachstumsmodell des Landes hat sich aber nichts ge&auml;ndert. . In den USA waren die Schulden [der Privathaushalte] zwar rasant von 65% des Bruttoinlandprodukts (BIP) Ende des Jahres 1999 auf 95% des BIP per Ende 2007 gestiegen. Seither ist die Quote aber wieder auf 77% gesunken. Die &Ouml;konomen f&uuml;hren den R&uuml;ckgang der Verschuldung seit 2008 in erster Linie auf Zur&uuml;ckhaltung beim Schuldenmachen, aber auch auf anhaltende Netto-Schuldenr&uuml;ckzahlungen zur&uuml;ck. Dar&uuml;ber hinaus spielten auch Abschreiber (charge-offs), beispielsweise infolge von Zwangsvollstreckungen, eine wichtige Rolle.<br>\nAm Dienstag ver&ouml;ffentlichte neue Zahlen der Federal Reserve Bank of New York legen nun den Schluss nahe, dass der Entschuldungsprozess bei den Privathaushalten ein Ende genommen hat. In absoluten Zahlen ist die Verschuldung das f&uuml;nfte aufeinanderfolgende Quartal wieder gestiegen. Im dritten Quartal 2014 haben mit Ausnahme der rollenden Hypothekarkreditlinien, die nur 4% aller ausstehenden Kredite ausmachen, alle Kreditkategorien zugenommen. &laquo;Normale&raquo; Hypotheken machen den weitaus gr&ouml;ssten Teil der Privatverschuldung aus (69%): sie nahmen um 0,4% auf 8,1 Bio. $ zu. Die anderen Schuldenkategorien &ndash; Autokredite, Studentendarlehen und Kreditkartenschulden &ndash; wuchsen um 1,7%. Besonders dynamisch entwickeln sich dabei die Autokredite, so dass j&uuml;ngst gar Warnungen vor einer m&ouml;glichen &laquo;Subprime-Krise&raquo; in dieser Schuldenkategorie laut wurden. Gegen&uuml;ber Mitte des laufenden Jahres ist die Verschuldung der Privathaushalte insgesamt um 78 Mrd. $ oder 0,7% auf 11,7 Bio. $ angestiegen. Sie bleibt aber noch weit (7,6%) unter ihrem H&ouml;chststand von 12,7 Bio. $ von Ende des dritten Quartals 2008.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/beta.nzz.ch\/wirtschaft\/die-amerikaner-machen-wieder-schulden-1.18433820\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Eine etwas widerspr&uuml;chliche Meldung. Was z&auml;hlt die Entschuldung in der Vergangenheit, wenn die Verschuldung der Privathaushalte wieder auf 11,7 Bio. $ angestiegen ist, die auch inflationsbereinigt gar nicht so weit von den 12,7 Bio. $ von Ende des dritten Quartals 2008 ist.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Sozialkonferenz verabschiedet &bdquo;Osnabr&uuml;cker Ermutigung&ldquo;<\/strong><br>\nIst es eine Frage des Mutes, der Motivation oder des Durchhalteverm&ouml;gens, sich f&uuml;r soziale Gerechtigkeit einzusetzen? Die 25. Osnabr&uuml;cker Sozialkonferenz (OSK) zeigte, dass f&uuml;r ein erfolgreiches Engagement alles zusammenkommen muss und setzte mit der &bdquo;Osnabr&uuml;cker Ermutigung&ldquo; ein Signal f&uuml;r kontinuierlichen Einsatz in sozialen Fragen.<br>\nArmut sei kein Naturgesetz, sondern das Ergebnis politischer Entscheidungen, so der Aufruf. Eine, die sich mit Zivilcourage und Durchhalteverm&ouml;gen gegen &bdquo;Ungerechtigkeiten im Hartz-IV-System&ldquo; zu Wehr setzt, ist Inge Hannemann, freigesetzte Mitarbeiterin des Job-Centers Hamburg-Altona. Im Petitionsausschuss des Bundestages kritisierte sie die Sanktionen gegen Hartz-IV-Empf&auml;nger und ermutigte mit ihrem Beispiel auch andere zum Engagement. (&hellip;)<br>\nDoch der Weg zur Umsetzung sozialpolitischer Forderungen ist oft lang und beschwerlich. Immer noch seien die zentralen Verteilungsprobleme nicht gel&ouml;st, so die OSK-Organisatoren. Das zeigte auch ein R&uuml;ckblick auf f&uuml;nf zentrale Themenfelder, denen sich die OSK in den vergangenen Jahren wiederholt gewidmet hat: eine kontinuierliche Armuts- und Reichtumsberichterstattung f&uuml;r Osnabr&uuml;ck, Kinderarmut, Hartz IV, Altersarmut und bezahlbarer Wohnraum. Fortschritte in diesen Themenfeldern seien zwar erkennbar, aber unzureichend.<br>\nDamit das nicht so bleibt, wollte die Jubil&auml;ums-OSK mit der &bdquo;Osnabr&uuml;cker Ermutigung&ldquo; ein Signal setzen, sich weiter einzusetzen und auch solche Menschen zu interessieren, die sich bislang nicht engagieren: &bdquo;Trauen Sie sich, in Gespr&auml;chen in der Familie, mit Freunden oder Nachbarn. Engagieren Sie sich in Initiativen, Verb&auml;nden, Kirchen, Parteien oder Gewerkschaften. &Uuml;berpr&uuml;fen Sie Ihre Haltung, wenn Sie politische Verantwortung tragen. Haben Sie den Mut, auch einmal gegen den Strom zu schwimmen.&ldquo; Als Stadt des Westf&auml;lischen Friedens habe Osnabr&uuml;ck eine Verpflichtung, sich auch f&uuml;r den sozialen Frieden einzusetzen. Die Armutsbek&auml;mpfung vor Ort sei daf&uuml;r ein geeigneter Ansatz, betont die &bdquo;Osnabr&uuml;cker Ermutigung&ldquo;.<br>\nDie meisten der 100 OSK-Teilnehmer stimmten dem vorgelegten Text zu. &bdquo;Doch diese OSK ist erst der Anfang&ldquo;, sagte Manfred Flore, einer der Initiatoren. &bdquo;In den kommenden Wochen werden wir versuchen, weitere prominente Unterzeichner aber auch Institutionen und Verb&auml;nde mit ins Boot zu holen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.noz.de\/lokales\/osnabrueck\/artikel\/523289\/sozialkonferenz-verabschiedet-osnabrucker-ermutigung\">Neue Osnabr&uuml;cker Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&bdquo;Hartz-IV&ldquo;-Reform: K&uuml;rzung zu Lasten alleinerzogener Kinder<\/strong><br>\nEs geht um getrennte Eltern, die beide im SGB II leben. Das Zweite Buch Sozialgesetzbuch SGB regelt die Grundsicherung f&uuml;r Arbeitsuchende. K&uuml;nftig soll der betreuende Elternteil das Sozialgeld f&uuml;rs Kind f&uuml;r die Tage an den anderen Elternteil weitergeben, an denen es Vater oder Mutter besucht, kritisiert der VAMV in einer Pressemitteilung. Einigen sich die Eltern nicht, solle k&uuml;nftig das Jobcenter das Sozialgeld tageweise f&uuml;rs Kind in der Hauptbedarfsgemeinschaft, also im Alleinerziehenden-Haushalt, k&uuml;rzen, um es an den anderen Elternteil auszuzahlen. (&hellip;)<br>\n&bdquo;Die drohende K&uuml;rzung ist eine Milchm&auml;dchenrechnung&ldquo;, kritisiert Edith Schwab, Bundesvorsitzende des VAMV. &bdquo;Lebt ein Kind in zwei Haushalten, ist das teurer, als wenn beide Eltern zusammen leben. Das Kind nimmt die angefangene Milchpackung nicht mit r&uuml;ber, Fixkosten und Anschaffungen wie Kleidung oder Schuhe werden nicht tageweise eingespart. Die geplante &sbquo;Klarstellung&lsquo; f&uuml;hrt unterm Strich dazu, dass die Existenz des Kindes nicht gedeckt w&auml;re. Das ist unw&uuml;rdig, wir lehnen das entschieden ab.&ldquo; (&hellip;)<br>\nDie beabsichtigten Pl&auml;ne zur gesetzlichen Aufteilung der Kinderregels&auml;tze zwischen getrennt lebenden Eltern bewirkten faktisch eine Leistungsk&uuml;rzung bei Alleinerziehenden, hie&szlig; es in einer Pressemitteilung. &bdquo; Es besteht die Gefahr, dass das Existenzminimum von Kindern, die zwischen zwei Haushalten pendeln, nicht gedeckt ist und die Familien gemeinsame Sorgeverantwortung daher praktisch nicht leben k&ouml;nnen. Dies widerspricht dem Schutz der Familie nach Artikel 6 Grundgesetz&ldquo;, erkl&auml;rt Ramona Pisal, Pr&auml;sidentin des djb.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.noz.de\/deutschland-welt\/gut-zu-wissen\/artikel\/525697\/hartz-iv-reform-kurzung-zu-lasten-alleinerzogener-kinder#gallery&amp;0&amp;0&amp;525697\">NOZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.Z.:<\/strong> An diesem Beispiel wird deutlich, dass unsere schwarzen und ros&eacute;-roten Nullen versuchen, die Zw&auml;nge des ausgeglichenen Haushalts gegen&uuml;ber den schw&auml;chsten Mitgliedern der Gesellschaft wirken zu lassen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Mehr als 3,5 Millionen Erwerbslose &ndash; Zeit zu handeln statt zu tricksen<\/strong><br>\nSchlechte Meldungen kann die Bundesregierung nicht gebrauchen. Deshalb bleibt sie dabei, die Arbeitslosenzahlen sch&ouml;n zu rechnen. Arbeitslose, die krank sind, einen Ein-Euro-Job haben oder an Weiterbildungen teilnehmen, werden bereits seit l&auml;ngerem nicht als arbeitslos gez&auml;hlt. Viele der Arbeitslosen, die &auml;lter als 58 sind, erscheinen nicht in der offiziellen Statistik. Im Mai 2009 kam eine weitere Ausnahme hinzu: Wenn private Arbeitsvermittler t&auml;tig werden, z&auml;hlt der von ihnen betreute Arbeitslose nicht mehr als arbeitslos, obwohl er keine Arbeit hat.<br>\nWer die tats&auml;chliche Arbeitslosigkeit erfassen will, muss ehrlich rechnen. Dazu sagte der damalige Arbeitsminister Olaf Scholz (SPD) am 4. Juni 2009 in der Fernsehsendung Panorama: &bdquo;Alles, was an Effekten durch arbeitsmarktpolitische Ma&szlig;nahmen entsteht, wird jedes Mal zusammen mit der Arbeitsmarktstatistik ver&ouml;ffentlicht. &hellip; Ich glaube, dass man sich auf die Seriosit&auml;t dieses Prozesses verlassen kann. Wer anders rechnen wolle, k&ouml;nne ja &bdquo;seine Zahl ver&ouml;ffentlichen &ndash; und dazu ein Flugblatt drucken.&ldquo; Das tun wir gern. Hier ist die tats&auml;chliche Zahl, die allein auf amtlichen Daten der Statistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit beruht. Im November 2014 sind immer noch mehr als 3,5 Millionen Menschen arbeitslos. Zeit zu handeln statt zu tricksen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/141128_linke_im_bt-tatsaechliche_arbeitslosigkeit_november_2014.pdf\">Die Linke [PDF &ndash; 20 KB]<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Mensch, Weselsky<\/strong><br>\nAn diesem Freitag verhandelt die GDL wieder mit der Bahn &ndash; ein neuer Streik ist m&ouml;glich. Mittendrin: Gewerkschaftschef Weselsky. Er gilt als Zugfresser, mit einem Auftreten wie ein Panzer und diktatorischem F&uuml;hrungsstil. Quatsch. &Uuml;ber einen, der sich nicht verbiegen l&auml;sst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/portraets-personalien\/gdl-und-streik-chef-claus-weselsky-im-portrait-13281249.html\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>DIW: Abschaltung alter Kohlekraftwerke k&ouml;nnte CO2-Aussto&szlig; in Deutschland um bis zu 23 Millionen Tonnen reduzieren und den Strommarkt stabilisieren<\/strong><br>\nDie Abschaltung alter und CO2-intensiver Kohlekraftwerke in Deutschland k&ouml;nnte einen substantiellen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele der Bundesregierung leisten. Weil gleichzeitig die B&ouml;rsenstrompreise moderat stiegen, w&uuml;rde sich die Stromerzeugung der f&uuml;r die Energiewende wichtigen Gaskraftwerke wieder mehr rentieren. Aufgrund des gestiegenen Gro&szlig;handelspreises s&auml;nke au&szlig;erdem die EEG-Umlage. Das sind zentrale Ergebnisse einer Studie des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) im Auftrag der Heinrich-B&ouml;ll-Stiftung und der European Climate Foundation. Den Szenariorechnungen zufolge k&ouml;nnten im kommenden Jahr rund 23 Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxid weniger ausgesto&szlig;en werden, wenn Steinkohlekraftwerke mit einer Kapazit&auml;t von drei Gigawatt und Braunkohlekraftwerke  mit einer Kapazit&auml;t von sechs Gigawatt vom Netz genommen w&uuml;rden. Claudia Kemfert, Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt des DIW Berlin: &bdquo;Der Stromsektor sollte einen st&auml;rkeren Beitrag zum Erreichen der kurz- und mittelfristigen Klimaziele leisten, indem CO2-intensive, ineffiziente Kohlekraftwerke durch effizientere Gaskraftwerke ersetzt werden. Weil dem Klima und dem Strommarkt gleichzeitig geholfen w&auml;re, winkt sogar eine doppelte Dividende.&ldquo; Der B&ouml;rsenstrompreis w&uuml;rde zwar moderat steigen, dies verbessere jedoch die Wirtschaftlichkeit der f&uuml;r die Energiewende so wichtigen Gaskraftwerke, so Kemfert. &bdquo;Insgesamt sind Preissteigerungen f&uuml;r private Stromkunden kaum zu erwarten.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/de\/diw_01.c.489791.de\/themen_nachrichten\/abschaltung_alter_kohlekraftwerke_k_nnte_co2_aussto_in_deutschland_um_bis_zu_23_millionen_tonnen_reduzieren_und_den_strommarkt_stabilisieren_nbsp.html%20\">Gemeinsame Pressemitteilung des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), der Heinrich-B&ouml;ll-Stiftung und der European Climate Foundation<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Krieg als Terrorzucht-Programm<\/strong><br>\nDas unfriedlichste Land der Welt: Die Nato hat keines ihrer Ziele in Afghanistan erreicht, aber wer &uuml;bernimmt daf&uuml;r die Verantwortung? Die Afghanen starben in einem Krieg, der nicht ihr Krieg war.<br>\nNach seiner Bewertung des Afghanistan-Krieges befragt, antwortete Ex-Pr&auml;sident Hamid Karzai der &bdquo;Washington Post&ldquo;: &bdquo;Die Afghanen starben in einem Krieg, der nicht unser Krieg war. Wie kann dies unser Krieg sein, wenn ein US-Flugzeug einen Lastwagen bombardiert, der eine Familie transportiert? W&uuml;rde man das in den USA tun? Richten Sie dem amerikanischen Volk meine besten W&uuml;nsche aus. Richten Sie der US-Regierung meine Wut aus, meine extreme Wut.&ldquo;<br>\nDas sind die Fakten, die uns westliche Politiker verschweigen:<br>\n1Insgesamt 100 000 Afghanen wurden get&ouml;tet (&Auml;rzte gegen den Atomkrieg). Karzai sagte mir unter vier Augen, die H&auml;lfte der Toten gehe auf das Konto der USA und der Nato. Allein im ersten Kriegsjahr wurden 1228 Streubomben mit je 250 000 Einzel-Sprengs&auml;tzen eingesetzt. Die Zahl der Verkr&uuml;ppelten kennt niemand. Auch 3476 westliche Soldaten wurden sinnlos verheizt. Wof&uuml;r sind sie gestorben? Welcher Politiker &uuml;bernimmt daf&uuml;r die Verantwortung?<br>\n2&Auml;hnlich wie beim Abzug der Sowjets beherrschen die Taliban die l&auml;ndlichen Regionen des Landes. Die afghanischen Truppen aber sitzen verunsichert in den gro&szlig;en St&auml;dten. Jedes Jahr desertieren nach offiziellen Angaben 18 Prozent der Soldaten. Angesehene afghanische Analysten gehen von bis zu 47 Prozent aus. Die Taliban k&ouml;nnen fast &uuml;berall nach Belieben zuschlagen. Anders als konventionelle Armeen m&uuml;ssen Guerillas und Partisanen einen Krieg nur ungeschlagen &uuml;berleben, dann haben sie ihn gewonnen.<br>\n3Der Afghanistankrieg war ein verh&auml;ngnisvolles Terrorzucht-Programm. Vor 9\/11 gab es einige 100 internationale Terroristen. Heute sind es weltweit Zigtausende. Sie haben eigene Armeen, gr&uuml;nden eigene Staaten.<br>\n4Von Frieden kann in Afghanistan keine Rede sein. Nach dem Weltfriedens-Index der angesehenen britischen Zeitschrift &bdquo;The Economist&ldquo; war Afghanistan 2013 das unfriedlichste Land der Welt. Unfriedlicher als der Irak, Syrien und Somalia.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/kultur\/afghanistan-krieg-als-terrorzucht-programm,1472786,29109476.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Ausl&auml;nderbeh&ouml;rden in Deutschland: Von wegen willkommen!<\/strong><br>\nGeorg Restle: &bdquo;F&uuml;r das Wort Toleranz gibt es im Amtsdeutsch eine ziemlich h&auml;ssliche &Uuml;bersetzung, und die hei&szlig;t: Duldung. F&uuml;r viele Fl&uuml;chtlinge, die zu uns kommen, bedeutet das, niemals wirklich anzukommen. Ein Leben mit der Angst, schon morgen wieder abgeschoben zu werden. Viele Ausl&auml;nderbeh&ouml;rden in Deutschland scheinen diese Angst regelrecht sch&uuml;ren zu wollen. Dar&uuml;ber jedenfalls berichten Fl&uuml;chtlingsorganisationen immer wieder. Und auch dar&uuml;ber, dass ein Gang zur Ausl&auml;nderbeh&ouml;rde f&uuml;r viele Fl&uuml;chtlinge die reinste Tortur ist. Das sollte jetzt alles anders werden. Eine neue Willkommenskultur versprach die Bundesregierung vor einem Jahr. Aus Ausl&auml;nderbeh&ouml;rden sollten freundliche Dienstleister werden, interkulturelle Kompetenz inklusive. Peter Onneken, Philipp Jahn und Marion Schmickler haben jetzt den Realit&auml;tscheck gemacht. Dies ist unser Beitrag zur ARD-Themenwoche Toleranz.&ldquo; (&hellip;)<br>\nBerhane, eritreischer Fl&uuml;chtling (&Uuml;bersetzung MONITOR): &bdquo;Wir haben so viel durchgemacht und sind endlich in einem friedlichen Land angekommen. Jetzt m&uuml;ssen wir uns hier beschimpfen lassen &ndash; das tut einfach nur weh.&ldquo;<br>\nUnd nicht nur das: Ohne Grund wurde ihnen Geld gek&uuml;rzt &ndash; statt elf Euro am Tag bekommen sie nun nur noch neun. Die Ausl&auml;nderbeh&ouml;rde habe das so entschieden. Warum, hat ihnen keiner erkl&auml;rt. Wir wollen uns selbst ein Bild machen, begleiten die Eritreer mit versteckter Kamera aufs Amt. (&hellip;)<br>\nBeh&ouml;rdenleiter: &bdquo;Ich gebe einen freundlichen Hinweis, ja. Man m&ouml;ge beim n&auml;chsten Zahltag, ja, in die Kaufhalle gehen, Kaufland gibt&rsquo;s in S&ouml;mmerda, da gibt&rsquo;s so ein Brett. Mit so nem Blech drin, da kann man die W&auml;sche rumpeln in der Badewanne. Da kann er die von Hand waschen, seine W&auml;sche. Das Brett geht nicht kaputt. Wenn ihm das alles nicht passt, hat er die M&ouml;glichkeit, die Bundesrepublik Deutschland zu verlassen.&ldquo;<br>\nGeorg Classen, Sozialrechts-Experte: &bdquo;Das steht ihm nicht zu, das zu sagen. Das ist klar Diskriminierung, weil sie haben einen verfassungsrechtlich und europarechtlich gesch&uuml;tzten Anspruch auf Asyl, beziehungsweise auf Pr&uuml;fung des Asylanspruchs. Und solange dieses nicht gepr&uuml;ft ist, muss der Mensch hier sein Existenz-Minimum erhalten und hat eben nicht die M&ouml;glichkeit, Deutschland zu verlassen, sondern es wird zun&auml;chst mal gepr&uuml;ft, ob er einen Fl&uuml;chtlingsschutz erh&auml;lt.&ldquo;<br>\nWillkommenskultur in Deutschland. Die Realit&auml;t in den Beh&ouml;rden sieht oft anders aus &ndash; auch wenn davon in der Regel nichts nach au&szlig;en dringt.<br>\nGeorg Restle: &bdquo;Willkommen in Deutschland.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/sendungen\/auslaenderbehoerden-in-deutschland100.html\">Monitor<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Bleiben verboten<\/strong><br>\nZwei syrische Fl&uuml;chtlinge helfen als Ehrenamtliche anderen Fl&uuml;chtlingen, jetzt sollen sie verlegt werden. Die Germeringer Helfer wollen das verhindern &ndash; Muhammad und Ameen Muhammad-Nasir m&uuml;ssen fort. Zwei Wochen lang lebten sie im ehemaligen Don-Bosco-Altenheim in Germering, in dem jetzt Fl&uuml;chtlinge unterkommen. Jetzt sollen die Br&uuml;der aus Syrien nach Halberstadt in Sachsen-Anhalt, so sieht es der Verteilungsplan f&uuml;r die Asylbewerber vor.<br>\nDoch Muhammad und Ameen, 30 und 22 Jahre alt, wollen Germering nicht verlassen. Und die Helfer, die sich in Germering um die Fl&uuml;chtlinge k&uuml;mmern, wollen das auch nicht. &ldquo;Die zwei Br&uuml;der sind wirklich etwas Besonderes&rdquo;, sagt Uli Baab, die ehrenamtlich Deutschunterricht f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge gibt. Die beiden Syrer helfen selbst. Muhammad, der in Syrien als Mathematiklehrer gearbeitet hat, spricht anders als viele andere Fl&uuml;chtlinge flie&szlig;end Englisch. Gemeinsam mit seinem Bruder hilft er bei den Deutschstunden als Bindeglied und &uuml;bersetzt ins Arabische. Die Br&uuml;der lernen selbst intensiv Deutsch, auch au&szlig;erhalb der Kurse treffen sie sich deswegen mit Uli Baab. Au&szlig;erdem begleiten die beiden andere Asylbewerber, zum Beispiel zu Arztbesuchen. &ldquo;Wir sind gerne freiwillige Helfer&rdquo;, sagt Muhammad: &ldquo;Wir k&uuml;mmern uns vor allem um die Neuen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/fuerstenfeldbruck\/germering-bleiben-verboten-1.2231946\">S&uuml;ddeutsche.de<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>The Real Reason Defense Secretary Chuck Hagel Got Booted<\/strong><br>\nSecretary of Defense Chuck Hagel&rsquo;s surprise resignation has largely been ascribed to his lack of assertiveness on key issues and a frosty relationship with President Obama, but it must be seen against a backdrop of growing war fever in Washington. Although Obama has been noticeably reluctant to become militarily involved in Iraq, Syria and Ukraine, he is coming under increasing pressure from both Democrats and Republicans to employ tougher measures in all three. Hagel is believed to have supported such moves in private conversation with the president, but he has not done so in public. By replacing him now, Obama appears to be signaling his intention to adopt a more activist military posture through the appointment of a more vigorous secretary.<br>\nHagel, a former enlisted soldier who served in Vietnam, is well liked by combat troops but was never fully welcomed by Obama&rsquo;s inner circle. Moreover, he had faced strong opposition from Senate Republicans during his confirmation hearing&mdash;in part for remarks alleged to be anti-Semitic or insufficiently supportive of Israel and so entered the administration with diminished political clout. As secretary, he has largely embraced White House policy on Iraq, Syria and Afghanistan, but without conspicuous ardor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/141128_Hagel.pdf\">Agence Global [PDF &ndash; 74 KB]<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Putin findet Anh&auml;nger bei Europas Rechtspopulisten &ndash; &Uuml;ber den Sonderweg einer zerfallenen Weltmacht<\/strong><br>\nF&uuml;r den Kreml geht es um reine Machttechnik. Er beansprucht nur deswegen, die Speerspitze des Konservativen in Europa zu sein, um seinen Einfluss strategisch auszuweiten. Das Projekt einer Eurasischen Union von Wladiwostok bis Lissabon soll Moskau wieder ins Spiel bringen, soll mit dem alten Traum vom Ost-Rom die Trauer um die verlorene Sowjetmacht kurieren.<br>\nJ&ouml;rg Himmelreich schreibt als Autor f&uuml;r die &ldquo;Neue Z&uuml;rcher Zeitung&rdquo; und forscht zu kulturgeschichtlichen und au&szlig;enpolitischen Themen Russlands und Asiens. Er war Mitglied des Planungsstabs des Ausw&auml;rtigen Amts in Berlin sowie Gastdozent und politischer Berater in Washington, Moskau, London und ist Senior Transatlantic Fellow des German Marshall Fund of the United States in Berlin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/russland-putin-findet-anhaenger-bei-europas-rechtspopulisten.1005.de.html?dram:article_id=304561\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Allein dieser hetzende, konfliktversch&auml;rfende Beitrag w&auml;re schon Beleg genug daf&uuml;r, dass es richtig ist, wenn Russland versucht, seine eigene Gegen&ouml;ffentlichkeit in Deutschland und in anderen L&auml;ndern des Westens aufzubauen. Der Autor ist offensichtlich eingebunden in das transatlantische Netz, dass wir <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21214\">auf den NachDenkSeiten im M&auml;rz beschrieben<\/a> haben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>L&auml;hmendes Entsetzen<\/strong><br>\nIn der westf&auml;lischen Universit&auml;tsstadt M&uuml;nster nimmt der Raubbau am deutschen Bl&auml;tterwald skurrile Z&uuml;ge an. Nicht nur erscheinen die beiden Traditionsbl&auml;tterWestf&auml;lische Nachrichten (WN) und M&uuml;nstersche Zeitung (MZ) seit kurzem mit identischem Lokalteil &ndash; der Aschendorff-Verlag, dem beide Bl&auml;tter geh&ouml;ren, will jetzt auch noch aus dem Fl&auml;chentarifvertrag aussteigen und die Geh&auml;lter der verbliebenen Redakteure zusammenstreichen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/medien\/l%C3%A4hmendes-entsetzen\">Gerrit Hoekman in der jungen Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Rezension: Roland Thoden\/Sabine Schiffer (Hg.) ll Ukraine im Visier. Russlands Nachbar als Zielscheibe geostrategischer Interessen<\/strong><br>\nDas ist der Titel einer Neuerscheinung, die auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt wurde. Anton Latzo hat es gelesen. Hier seine Rezension:<br>\nAuf der Frankfurter Buchmesse (2014) wurde diese Publikation vorgestellt, die ihre Leser bei denjenigen finden wird, die an der Wahrheit &uuml;ber den Kampf um die Ukraine interessiert sind.<br>\nEs ist ein Sammelband, der verschiedene Sichten auf das Thema und Betrachtungen aus verschiedenen Blickwinkeln anbietet. Den Herausgebern ist es gelungen, Themen und Autoren auszuw&auml;hlen, die zusammengenommen ein komplexes Bild der Ereignisse entwerfen, die Ursachen ansprechen und die Autoren des Kampfes um die Ukraine sowie ihre politischen Ziele deutlich benennen.<br>\nDie Beitr&auml;ge selbst werden von Kennern der Materie geschrieben, die unmittelbar mit den Ereignissen konfrontiert waren und sind oder sich &uuml;ber lange Zeit journalistisch oder wissenschaftlich mit dem Thema und der Region besch&auml;ftigen.<br>\nMan habe sich zu dieser Publikation entschieden, so Eckart Spoo im Vorwort, &bdquo;weil das weltpolitische Klima immer hei&szlig;er&ldquo; wird. &bdquo;Zur Abk&uuml;hlung brauchen wir dringend verl&auml;ssliche Informationen&ldquo;. In diesem Sinne weist Hannes Hofbauer auf wichtige politische Prozesse in der Ukraine hin und zeigt, wie sich mit der &bdquo;Orangenen Revolution&ldquo; der Kurswechsel der Ukraine Richtung Atlantik vollzog.<br>\nWichtige soziale und &ouml;konomische Bedingungen f&uuml;r diese Prozesse werden von Thomas Immanuel Steinberg und Hannes Hofbauer in getrennten Beitr&auml;gen dargestellt. In diesem Zusammenhang sei auch auf den Beitrag von Reinhard Lauterbach hingewiesen, dessen Gegenstand der Nationalismus in der Ukraine (Westukraine) und seine Wirkung als ideologische Grundlage aktueller politischer Str&ouml;mungen in Kiew und in der Au&szlig;enpolitik der Ukraine ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/cooptv.wordpress.com\/2014\/10\/17\/roland-thodensabine-schiffer-hg-ll-ukraine-im-visier-russlands-nachbar-als-zielscheibe-geostrategischer-interessen\/\">CO-OP News<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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