{"id":24120,"date":"2014-12-01T09:23:40","date_gmt":"2014-12-01T08:23:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24120"},"modified":"2014-12-01T09:23:40","modified_gmt":"2014-12-01T08:23:40","slug":"hinweise-des-tages-2266","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24120","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (HR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24120#h01\">Freihandel und Gabriel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24120#h02\">Die Journalisten der Kanzlerin &ndash; Sie sind ihre beste Truppe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24120#h03\">Russland\/Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24120#h04\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24120#h05\">Ist das &ldquo;widerlich&rdquo;?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24120#h06\">Investitionspaket der Kommission setzt die schleichende Neoliberalisierung der EU fort<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24120#h07\">Kein europ&auml;ischer Marshall-Plan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24120#h08\">Sch&auml;uble will europ&auml;isches Budgetdiktat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24120#h09\">Being Bad Europeans<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24120#h10\">Wie aus der Finanz- eine Schuldenkrise gemacht wurde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24120#h11\">Norbert H&auml;ring: Hurra! Deutsche Banken sind krisensicher &ndash; solange es keine unvorhergesehene Finanzkrise gibt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24120#h12\">&ldquo;Bilanz&rdquo;-Liste: Das sind die reichsten Deutschen in der Schweiz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24120#h13\">Neue Verordnung: Der Mindestlohn wird l&ouml;chriger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24120#h14\">OPEC: Schlechte neue Welt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24120#h15\">Allianz holt Ex-Versicherungsregulierer als Lobbyisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24120#h16\">Thesen zu Podemos und der &ldquo;demokratischen Revolution&rdquo; in Spanien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24120#h17\">Gespr&auml;ch mit Schwesig: Merkel entschuldigt sich f&uuml;r Kauders Macho-Spruch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24120#h18\">Wir sind nicht die Steuererh&ouml;hungspartei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24120#h19\">Th&uuml;ringen und das Recht zur Demokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24120#h20\">Heimliche Werbung im Internet: Das Gesch&auml;ft mit der gef&auml;lschten Meinung<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24120&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Freihandel und Gabriel<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Ein Basta-Ja zu CETA UND TTIP<\/strong><br>\nSigmar Gabriel nimmt keine R&uuml;cksicht mehr auf Murren in der SPD<br>\nEin gro&szlig;es Lob bekam der Bundeswirtschaftsminister von Klaus-Dieter Frankenberger, dem au&szlig;enpolitischen Ressortleiter der F.A.Z. &ndash; &ldquo;leidenschaftlich&rdquo; habe Sigmar Gabriel im Bundestag die Bedenkentr&auml;ger in Sachen Freihandelsabkommen als &ldquo;nationale Nabelbeschauer&rdquo; in die Ecke gestellt, pries Frankenberger.<br>\nFrankenberger, u.a. Mitglied der &ldquo;Trilateralen Kommission&rdquo;, ist einer der am besten mit US-amerikanischer Wirtschaftsprominenz vernetzten deutschen Journalisten; selbstverst&auml;ndlich mag er es nicht, wenn jetzt bei CETA und weiterhin bei TTIP diskursive Reibungsverluste in der deutschen politischen Szene auftreten.<br>\nNun sei aber Unruhe in der SPD entstanden, melden die Zeitungen, und in der Tat wird in Gabriels Partei gefragt, ob denn der Vorsitzende Gabriel seine &Uuml;berzeugung gewechselt habe. Im Kern geht es dabei um den &ldquo;Investorenschutz&rdquo; und das private &ldquo;Schiedsgericht&rdquo; , wie sie in beiden Vertr&auml;gen vorgesehen sind; die Kritiker f&uuml;rchten, dass damit die Entscheidungsf&auml;higkeit der demokratischen Institutionen bei ihrer Verantwortung f&uuml;rs Gemeinwohl ausgehebelt wird.<br>\nGabriel hatte den Eindruck erweckt, das werde er verhindern.<br>\n&ldquo;Es ist v&ouml;llig klar, dass wir ein solches Investorenschutz-Abkommen ablehnen&rdquo; &ndash; hie&szlig; es in einer gemeinsamen Erkl&auml;rung des Bundeswirtschaftsministers und des DGB-Vorstandes (18.9.2014). Dem entsprechend beschloss der SPD-Parteikonvent am 20. September:<br>\nInvestitionsschutzvorschriften sind grunds&auml;tzlich nicht erforderlich und sollten nicht eingef&uuml;hrt werden. In jedem Fall sind Investor-Staat-Schiedsverfahren &hellip;abzulehnen.<br>\nUnd im Bundestag legte Gabriel am 25.September noch mal nach: &ldquo;V&ouml;llig klar&rdquo; sei f&uuml;r seine Partei die Ablehnung von Investorenschutz-Regelungen; schon CETA sei, wenn es eine solche beibehalten wolle, &ldquo;nicht zustimmungsf&auml;hig&rdquo;.<br>\nJetzt aber erkl&auml;rte derselbe Gabriel im Basta-Ton, das Zustandekommen der Freihandels-Vertr&auml;ge, Schutz der Investoren eingeschlossen, d&uuml;rfe nicht wegen &ldquo;Unwohlsein&rdquo; aufseiten einiger Kritikaster behindert werden. Ist der Bundeswirtschaftsminister und SPD-Chef binnen weniger Wochen vom Saulus zum Paulus geworden? So wendig ist er gar nicht&hellip;<br>\nInzwischen ist f&uuml;r Gabriel der Zeitpunkt gekommen, aus dem &ldquo;Nur dann, wenn nicht&hellip;&rdquo; ein &ldquo;Auch dann, wenn&hellip;&rdquo; zu machen. CETA und TTIP sind eben alternativlos &ndash; sagt er.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/43\/43455\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Freihandelsabkommen Ceta und TTIP: SPD-Abgeordnete rebellieren gegen Gabriels Basta-Politik<\/strong><br>\nIn der SPD droht der Streit &uuml;ber Parteichef Sigmar Gabriels Umgang mit Kritikern der transatlantischen Freihandelsabkommen Ceta und TTIP zu eskalieren. &ldquo;Gabriels Attit&uuml;de ist total daneben&rdquo;, sagte der SPD-Bundestagsabgeordnete Sascha Raabe SPIEGEL ONLINE. &ldquo;Zu sagen: Entschuldigung, aber Ceta ist jetzt endverhandelt &ndash; das sehe ich nicht ein. Als Abgeordneter ist es mein Recht und meine Pflicht, Gesetze und Vertr&auml;ge zu pr&uuml;fen und dort zu &auml;ndern, wo es notwendig ist.&rdquo; Raabe ist im Entwicklungsausschuss des Bundestags f&uuml;r das Thema Welthandel zust&auml;ndig.<br>\nDie Parlamentarische Linke droht Gabriel mit einer Sonderbefassung der Parteigremien und Widerstand auf dem Parteitag im kommenden Jahr. &ldquo;Sollten die Ergebnisse essentiell von unserem Konventsbeschluss abweichen, m&uuml;ssen selbstverst&auml;ndlich die Gremien befasst werden&rdquo;, sagte der Sprecher des Fraktionsfl&uuml;gels Carsten Sieling. &ldquo;Ich gehe von einer Debatte auf dem Bundesparteitag Ende 2015 aus.&rdquo;<br>\nAuch Raabe erinnerte Gabriel an innerparteiliche Beschl&uuml;sse&hellip; Hilde Mattheis, Sprecherin des Forums Demokratische Linke, sprach von einer pers&ouml;nlichen Zusage Gabriels nach der Sitzung des Kleinen Parteitags im September. Damals, so schreibt die &ldquo;S&uuml;dwest Presse&rdquo;, habe der SPD-Chef der &ldquo;lieben Hilde&rdquo; in einer SMS versichert: &ldquo;Ohne Beschlussfassung in der Partei wird es keine Zustimmung geben. Gru&szlig; Sigmar.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/ceta-und-ttip-unmut-in-der-spd-ueber-gabriels-freihandels-kurs-a-1005607.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> Schr&ouml;ders Sch&uuml;ler Gabriel feierte gerade die l&auml;ngste Amtszeit eines SPD-Bundesvorsitzenden seit Willy Brandt und nun das: Herr Gabriel setzt sich mal eben &uuml;ber Parteibeschl&uuml;sse hinweg und wird daf&uuml;r von &bdquo;b&uuml;rgerlichen&ldquo; Medien gelobt.<\/em><br>\n<em>Seit und mit Gerhard Schr&ouml;der als Parteivorsitzenden hat die SPD immer eine Person an der Spitze, die zwar die &bdquo;linke&ldquo;, Parteiherz-erw&auml;rmende Rhetorik beherrscht, aber in Regierungsverantwortung vollkommen andere Entscheidungen trifft.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Die SPD sollte auf der Hut sein! CETA und TTIP drohen zu ein neuem Fall &bdquo;Agenda 2010&ldquo; zu werden. Sollte Gabriel die Partei in diesem Punkt &uuml;berrumpeln, werden die Folgen verheerend sein. <\/em><\/p>\n<p><strong>Passend dazu: Ceta und TTIP: Gabriel will Partei-Konvent zu Freihandelsabkommen<\/strong><br>\nJetzt hat die Partei das Wort: Sigmar Gabriel l&auml;sst die SPD &uuml;ber die Freihandelsabkommen Ceta und TTIP abstimmen. So will er seine Kritiker bes&auml;nftigen.<br>\nSigmar Gabriel (SPD) will seine Partei nach Informationen des SPIEGEL auf einem Konvent oder einem Parteitag dar&uuml;ber entscheiden lassen, ob sie den Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kanada oder den USA zustimmen, auch wenn dort Investitionsschutzabkommen und Schiedsgerichte vorgesehen sind. Der Bundeswirtschaftsminister werde sich daf&uuml;r einsetzen, dass der Investitionsschutz &ldquo;deutlich besser und rechtsstaatlicher&rdquo; geregelt werde als in alten Abkommen. Eine komplette Streichung dieses Kapitels w&uuml;rde von den anderen europ&auml;ischen Regierungen aber nicht unterst&uuml;tzt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/spd-chef-gabriel-will-partei-konvent-zu-freihandelsabkommen-a-1005680.html%20\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><strong>Und noch zum Thema Freihandel: H&ouml;chste Standards sichern &ndash; Billig-Strategien verhindern. Freihandelsabkommen und ihre Auswirkungen auf soziale Standards<\/strong><br>\nDiskussionen um Freihandelsabkommen &ndash; in erster Linie TTIP, CETA und TISA &ndash; erhitzen derzeit die Gem&uuml;ter. Schon in der Vergangenheit waren solche Abkommen immer wieder Anlass f&uuml;r zivilgesellschaftlichen Protest. Nicht zuletzt waren und sind Freihandels-Verhandlungen zentrale politische Bezugspunkte f&uuml;r die globalisierungskritische Bewegung. Das hat durchaus seinen Grund: Zwar erwecken Politik und Medien h&auml;ufig und gerne den Eindruck, Globalisierung sei gewisserma&szlig;en vom Himmel gefallen. Oder aber sie sei auf quasi automatische technologische Entwicklungen zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, gegen die Politik nicht ankomme. Tats&auml;chlich aber ist die globale Freihandelspolitik eine der wesentlichen Grundlagen f&uuml;r &bdquo;Globalisierung&ldquo;: Es waren politische Entscheidungen und Abkommen, die zu einem immer freieren Kapital-, Zahlungs-, Waren- und Dienstleistungsverkehr, zu Privatisierungen und Liberalisierungen f&uuml;hrten.<br>\nVor diesem Hintergrund erstaunt es durchaus, dass Bef&uuml;rworter_innen der gerade diskutierten Abkommen auf zunehmende Kritik lediglich mit dem Hinweis reagieren, soziale und &ouml;kologische Standards w&uuml;rden durch solche Vertr&auml;ge nicht gesenkt. Die Vergangenheit lehrt das Gegenteil. Seit den 1970er Jahren werden unter Verweis auf die angeblich unausweichliche Globalisierung soziale Sicherungssysteme abgebaut, immer weitere Bereiche der Daseinsvorsorge privatisiert, die Rechte und L&ouml;hne der Besch&auml;ftigten unter Druck gesetzt sowie Niedriglohnsektoren geschaffen. Die Augen vor dem Zusammenhang zwischen Freihandelsabkommen und diesem Abbau von Standards zu verschlie&szlig;en, ist unredlich und unverantwortlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/bueros\/hannover\/11015.pdf\">FES<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die Journalisten der Kanzlerin &ndash; Sie sind ihre beste Truppe<\/strong><br>\nIm neuen &bdquo;New Yorker&ldquo; kann man ein beeindruckendes Portr&auml;t von Angela Merkel lesen. Es ist auch ein Text &uuml;ber die Deutschen und, in atemberaubender und schockierender Weise, &uuml;ber Merkels beste Truppe &ndash; die deutschen Hauptstadtjournalisten&hellip;<br>\nVon den Journalisten n&auml;mlich, die er in Berlin befragte, h&ouml;rte er so gut wie nichts Gutes &uuml;ber die Kanzlerin. Sie sei keine Frau mit starken Gef&uuml;hlen, sagte ihm Bernd Ulrich von der &bdquo;Zeit&ldquo;, Stefan Reinecke von der &bdquo;taz&ldquo; meinte, dass, wer Angela Merkel eine halbe Stunde lang zuh&ouml;re, einschlafe. Der &bdquo;Spiegel&ldquo;-Journalist Dirk Kurbjuweit erkl&auml;rte Packer, dass Merkel die deutsche Politik blutleer mache. Es gehe ihr nur um ihre &bdquo;Machtfunktion, um mehr nicht&ldquo;, sagte der ehemalige F.A.Z.-Journalist Karl Feldmeyer. Und Alan Posener von der &bdquo;Welt&ldquo; erkl&auml;rte, dass das, was ihrer Partei am Herzen liege, ihr nichts bedeute&hellip;<br>\nPacker hebt sich die Pointe bis zum Schluss auf: &bdquo;Fast jeder politische Reporter, mit dem ich gesprochen habe, hat Merkel gew&auml;hlt. Es gab f&uuml;r sie keinen Grund, es nicht zu tun.&ldquo; Man liest das &ndash; und ist v&ouml;llig schockiert. Wie kann das sein? Das ist doch die Kapitulation, wenn die hauptamtlichen und sch&auml;rfsten Kritiker am Ende f&uuml;r Angela Merkel stimmen&hellip;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/medien\/die-journalisten-der-kanzlerin-ihre-beste-truppe-13293640.html%20\">FAZ<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.newyorker.com\/magazine\/2014\/12\/01\/quiet-german\">The Quiet German &ndash; The New Yorker<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung von <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Christian.Nuernberger.Autor\/posts\/740315372722145\">Christian N&uuml;rnberger auf Facebook<\/a>:<\/strong> [&hellip;] Kennt man auch aus Bayern. Alle schimpfen &uuml;ber die CSU, die meisten w&auml;hlen sie. <\/em><br>\n<em>Deutsche Hauptstadtjournalisten und bayerische W&auml;hler sind also offenbar der Meinung: Merkel und die CSU sind zwar schei&szlig;e, aber etwas Besseres haben wir nicht.<\/em><br>\n<em>Und der deutsche Michel, so lange er bei kik und Lidl alles immer noch billiger bekommt und auch dann noch dreimal im Jahr Urlaub machen kann, wenn er mit 63 in Rente geht, ist zufrieden.<\/em><br>\n<em>Ist das wirklich mein Deutschland?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Russland\/Ukraine<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Was w&uuml;rde Willy Brandt tun?<\/strong><br>\nDer Streit um die neue deutsche Ostpolitik ist wichtig. Er entscheidet dar&uuml;ber, ob Europa einig bleibt &ndash; oder Putin den Westen spalten kann. (&hellip;)<br>\nEgon Bahr, das muss man wissen, wird in der SPD immer noch verehrt. Er ist der Architekt der Ostpolitik, Willy Brandts treuester Helfer. Dass der von Bahr erdachte und von Brandt initiierte &ldquo;Wandel durch Ann&auml;herung&rdquo; letztlich die deutsche Einheit erm&ouml;glicht hat, geh&ouml;rt zu den zentralen Punkten des sozialdemokratischen Glaubensbekenntnisses. Bahr ist mittlerweile 92 Jahre alt &ndash; und unver&auml;ndert ein Leitstern der Ostpolitik. Durch ihn, glauben manche Genossen, spricht Willy. Nur stimmt das eben nicht mehr. (&hellip;)<br>\nWorin bestand diese Politik? Es war der kluge Weg von Willy Brandt, die Ergebnisse des Zweiten Weltkrieges anzuerkennen, um sie in einer Zeit der Entspannung doch zu &uuml;berwinden. Hinzu kam ein wirtschaftlicher &Uuml;berbau, dessen Grundlogik Helmut Schmidt 1974 dem sowjetischen Generalsekret&auml;r Leonid Breschnew nahebrachte: &ldquo;Zwei Staaten, die wirtschaftlich voneinander abhingen, f&uuml;hrten keinen Krieg gegeneinander.&rdquo; Mit dem Erdgasr&ouml;hren-Abkommen der siebziger Jahre begann die wirtschaftliche Verflechtung. Dazu kamen die politischen Abkommen der siebziger bis neunziger Jahre, die Vertrauen schafften. Ostpolitik ruhte also auf drei tragenden S&auml;ulen &ndash; Vertr&auml;ge, Vertrauen und &ouml;konomische Verflechtung.<br>\nGenau diese drei S&auml;ulen der Ostpolitik sind 2014 zusammengebrochen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2014\/49\/ostpolitik-deutschland-europa-russland-wladimir-putin\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.:<\/strong> Realistischerweise h&auml;tte Willy Brandt (wie jeder verantwortungsvoll Handelnde) die ma&szlig;geblichen Realit&auml;ten, Zusammenh&auml;nge und Ausl&ouml;ser umfassend eingesch&auml;tzt und ber&uuml;cksichtigt.Vertrauen wird nicht durch L&uuml;gen und Doppelte Standards geschaffen &ndash; sondern zerst&ouml;rt. Dies tut der Westen best&auml;ndig (um es dann nach vollendeten Tatsachen ach so &lsquo;freiheitlich demokratisch aufzuarbeiten&rsquo;!?), worauf Putin zurecht best&auml;ndig hinweist. Das Misstrauen solchen &lsquo;westlichen Werten&rsquo; und all ihren Begleitorganen gegen&uuml;ber ist mehr als gesund und berechtigt, leider. Die beiden Autoren dieses vertrauensunw&uuml;rdigen Schreibwerks sollten sich sch&auml;men.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung CR:<\/strong> Was &bdquo;Zeit Online&ldquo; hier betreibt, ist das Gegenteil dessen, was Brandt damals umsetzte. Leute wie Bahr und Platzek versuchen, diese friedensorientierte Methode auch auf die aktuell konkrete Situation, die jetzigen Beziehungen zu Russland anzuwenden.<\/em><\/p>\n<p><strong>Passend dazu: Die Zeit und die Realpolitik<\/strong><br>\nIn Deutschland hatte Realpolitik immer einen schlechten Klang. Das hatte auch einen guten Grund. Sie betrachtete man am Ende nicht mehr als Funktionsweise eines Systems rivalisierender M&auml;chte, sondern als ein zynisches Modell zur Durchsetzung eigener Interessen. Da war der Krieg nur ein Mittel der Politik gewesen. Daf&uuml;r fand man auch immer passende ideologische Begr&uuml;ndungen. Mit dem Ausbruch des 1. Weltkrieges waren das die &ldquo;Ideen von 1914&Prime; gewesen. Deutschland im heroischen Kampf gegen die westliche Demokratie. Solche ideologischen Begr&uuml;ndungen sind allerdings austauschbar. Man kann auch mit den Ideen der westlichen Demokratie eine solche zynische Realpolitik legitimieren. Insofern sollte man vorsichtig sein, wenn Ideologen realistisch argumentieren. Ein gutes Beispiel ist Bernd Ulrich in der aktuellen Zeit. In dem Artikel mit Adam Soboczynski &ldquo;Zufrieden, aber verdammt allein&rdquo; findet man genau das: Einen Realismus, der nicht in Machtkonstellationen denkt, um die Kalk&uuml;le beider Seiten einzubeziehen, sondern sich einzig dar&uuml;ber Gedanken macht, ob man nicht zu den eigenen Interessen und Kalk&uuml;len stehen sollte&hellip;<br>\nDer innenpolitische Streit ging damals nicht um Appeasement oder die selten d&auml;mliche Formel &ldquo;Lieber rot als tot&rdquo;. Sondern ob man die Interessen der damaligen Sowjetunion und die Realit&auml;t der Nachkriegsordnung anerkennt oder nicht. Es gab eben kein politisches (inclusive des Krieges) Mittel, um diese Ordnung (man benannte sie gerne mit dem Stichwort &ldquo;Jalta&rdquo;) zu eigenen Gunsten zu ver&auml;ndern. Der Vorwurf des &ldquo;Appeasement&rdquo; oder &ldquo;Jalta&rdquo; war vielmehr ein polemisches Argument von Kalten Kriegern und Scharfmachern im Westen gewesen. Das beinhaltete auch solche Figuren, die am liebsten noch den 2. Weltkrieg nachtr&auml;glich gewonnen h&auml;tten.<br>\nIn der gleichen Ausgabe der Zeit ist unter dem Titel &ldquo;Was w&uuml;rde Willy Brandt tun?&rdquo; eine groteske Darstellung der damaligen Ostpolitik zu finden. Es ist die Version, die uns schon in den 1970er Jahren die Kalten Krieger aufgetischt haben. Den politischen Sinn dieses Pamphlets findet man in diesem Zitat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiesaussieht.de\/2014\/11\/28\/die-zeit-und-die-realpolitik\/%20\">Wiesaussieht<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Advent Advent &ndash; Russen vor der T&uuml;r<\/strong><br>\nK&uuml;nstliche Aufregung &uuml;ber Kriegsschiffe im &Auml;rmelkanal. Bundesregierung gie&szlig;t noch &Ouml;l ins Feuer.<br>\nWieder einmal zeigt Wladimir Putin sein aggressives Gesicht: Ein russischer Flottenverband h&auml;lt doch tats&auml;chlich ein Man&ouml;ver im &Auml;rmelkanal ab! Und das vor der Haust&uuml;r der NATO &ndash; was den transatlantischen Redaktionen in Deutschlands Medienlandschaft als neuer Beweis f&uuml;r Russlands b&ouml;se Absichten gilt.<br>\nWie in den vergangenen Wochen mehrfach beobachtet, sind auch die j&uuml;ngsten Alarmberichte der Online-Portale von Focus, Spiegel &amp; Co. schnell in sich zusammengefallen. Schon aus den k&uuml;rzlichen Sensationsmeldungen &uuml;ber russische Langstreckenbomber und Zerst&ouml;rer vor der australischen K&uuml;ste war schnell die Luft heraus: Es handelte sich um Routinefl&uuml;ge und Ausbildungsfahrten, wie sie auch nach Eingest&auml;ndnis der NATO mehrmals im Jahr stattfinden. Im Gegensatz zur k&uuml;nstlichen Aufregung der Medien blieb das Milit&auml;rb&uuml;ndnis auch dieses Mal eher gelassen. &raquo;Nach unseren Erkenntnissen sind die Schiffe auf der Durchreise und wurden vom schlechten Wetter aufgehalten&laquo;, erkl&auml;rte ein NATO-Sprecher am Freitag in Br&uuml;ssel. &raquo;Sie f&uuml;hren aber keine Man&ouml;ver durch, wie es uns manche russischen Schlagzeilen glauben machen wollen.&laquo; In den deutschsprachigen russischen Quellen war allerdings lediglich von &raquo;&Uuml;bungen&laquo; die Rede &ndash; und die geh&ouml;ren in allen Marinen der Welt zur Tagesroutine.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/titel\/advent-advent-%E2%80%93-russen-vor-der-t%C3%BCr%20\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> Es hat zumindest ein wenig den Anschein, als warte die &bdquo;b&uuml;rgerliche&ldquo; Presse bzw. auch einzelne Regierungen des neuen Westens auf ein Einschreiten in ein wirklich gro&szlig;es Ereignis &ndash; etwa tats&auml;chlich einen Krieg mit Russland?<\/em><br>\n<em>So als sei man der ewigen Man&ouml;ver und &bdquo;Klein-Kriege&ldquo;, etwa zwischen USA und Irak, satt.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Als ich 1994 (also nicht mehr im &bdquo;Kalten Krieg&ldquo;) bei der Bundesmarine war, war es vollkommen normal, dass man in der Ostsee (u.a. auch im Finnischen Meerbusen und direkt vor der Enklave Kaliningrad) milit&auml;rische Man&ouml;ver durchf&uuml;hrte &ndash; zusammen &uuml;brigens mit den Polen und den US-Amerikanern. Hier wird &ndash; unabh&auml;ngig davon, dass es sich wohl um gar kein Man&ouml;ver handelte &ndash; mal wieder etwas skandalisiert, was zumindest dann offenbar vollkommen normal ist, wenn &bdquo;wir&ldquo; es tun. Quod licet Iovi, non licet bovi.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Klitschko: Sanktionsgegnern sind Menschenleben gleichg&uuml;ltig<\/strong><br>\nDer B&uuml;rgermeister von Kiew tritt f&uuml;r sch&auml;rfere Sanktionen gegen Russland ein und wirft Wirtschaftsf&uuml;hrern moralische Defizite vor<br>\nVitali Klitschko, B&uuml;rgermeister von Kiew und von der Konrad-Adenauer-Stiftung politisch gef&ouml;rderter Hero of Ukraine hat deutsche Wirtschaftsf&uuml;hrer moralisch attackiert. Er wirft ihnen vor, dass ihre Gegnerschaft zu Sanktionen gegen Russland Menschenleben kostet: &ldquo;All diejenigen, die Sanktionen gegen Russland infrage stellen, zeigen damit, dass ihnen die Opfer in der Ukraine in Wahrheit gleichg&uuml;ltig sind.&rdquo;<br>\n&ldquo;Ich finde es unglaublich, dass einigen Wirtschaftsf&uuml;hrern in Deutschland Geld offenbar wichtiger ist als Menschenleben&rdquo;, so Klitschko. Die Zitate stammt aus einem heute ver&ouml;ffentlichten Interview der Bild am Sonntag. Dessen Kernaussagen werden von Medien mit gr&ouml;&szlig;erer Reichweite, wie der FAZ oder der Zeit, weitgehend unkritisch wiedergegeben.<br>\nDabei w&auml;re das politische Interesse der moralischen Entr&uuml;stung schon ein paar Worte wert. Der Boxweltmeister im Ruhestand verhehlt es nicht: &ldquo;Ich kann nur sagen: Wir br&auml;uchten noch sch&auml;rfere Sanktionen!&rdquo; F&uuml;r diese Forderung hat er mit der Boulevardzeitung eine gute B&uuml;hne.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/43\/43458\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Von allen Seiten Nebelkerzen<\/strong><br>\nDie Berichterstattung &uuml;ber die Ukraine zeigt, wie sich in dem Konflikt viele Medien von westlicher Au&szlig;enpolitik vereinnahmen lassen<br>\nDie schon von G&uuml;nter Gaus beschriebene Kluft zwischen der ver&ouml;ffentlichten Meinung und der nichtver&ouml;ffentlichten der Menschen &bdquo;drau&szlig;en im Lande&ldquo; war wohl nie so gro&szlig; wie angesichts der Deutungsangebote der Leitmedien zur Ukraine. In ausnahmslos allen Chats der Rundfunkanstalten und gro&szlig;en Zeitungen emp&ouml;rten sich die Zuschauer und Leser &uuml;ber unbewiesene Behauptungen, nicht gestellte Fragen, Falschmeldungen und sprachliche Aufr&uuml;stung. Sie unternahmen Faktenchecks und zeigten sich nicht selten besser informiert als die Journalisten. Journalismus-Forscher best&auml;tigen in der Tat, dass sich die Sicht vieler Artikel &bdquo;erstaunlich oft mit der Sicht des Eliten-Milieus&ldquo; deckt. Vermutlich w&uuml;rden Informationen und Haltungen in die Texte eintr&ouml;pfeln, die &bdquo;machtelit&auml;r kontaminiert&ldquo; sind.<br>\nNach Wochen des massenhaften &bdquo;Aufstandes&ldquo; der Geb&uuml;hrenzahler wurde es manchen Medien zu bunt, sie schlossen auf ihren Online-Seiten vorerst die Kommentarfunktion zum Krieg in der Ukraine. So die FAZ oder heute.de. Auch tagesschau.de ist oft &bdquo;&uuml;berlastet&ldquo;, weshalb bestimmte Meldungen nicht mehr kommentiert werden k&ouml;nnen. Die Leser diskutierten in anderen Foren weiter &ndash; in einem aufschlussreichen Blog auf freitag.de liest man: &bdquo;Es ist n&auml;mlich nicht die von Mittelstufensch&uuml;lern durchschaubare Einseitigkeit der &sbquo;journalistischen&lsquo; Perspektive, die auf Mainstream-Seiten noch meinungsbildend ist &ndash; es sind die Kommentare.&ldquo;<br>\nZur Ehre der Zunft sei gesagt, dass sich auch einige Journalisten beschwert haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/daniela-dahn\/von-allen-seiten-nebelkerzen\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>ARD-Interview mit Poroschenko<\/strong><br>\nDie Ukraine ist ein sehr friedliches Land. Das ukrainische Volk ist sehr friedlich. Bereits in den ersten Tagen im Amt habe ich als Pr&auml;sident einen Friedensplan f&uuml;r den Konflikt vorgeschlagen. Dar&uuml;ber hinaus habe ich, um meine Entschlossenheit zu zeigen, angeregt, dass die Ukraine einseitig das Feuer einstellt. Damals haben wir daf&uuml;r einen sehr hohen Preis bezahlt. In den letzten Augusttagen hat die russische Armee die ukrainische Grenze &uuml;berquert und einen realen Krieg auf unserem Territorium angefangen&hellip; Ich kann sagen, dass wir w&auml;hrend der br&uuml;chigen Waffenruhe, an die sich die Ukraine strikt h&auml;lt, mehr als 170 Soldaten verloren haben. Es wurden mehr als 300 Zivilisten get&ouml;tet. Deswegen werden wir unsere Armee ausbauen und die Kampff&auml;higkeit unseres Landes st&auml;rken. Wenn n&ouml;tig, werden wir mit dem Revolver unter dem Kissen schlafen&hellip;<br>\nBei den Wahlen habe ich als Pr&auml;sident 54 Prozent der Stimmen bekommen. Die nationalistischen Kandidaten zusammen hatten zwei Prozent. Ich betone, das sind nationalistische Politiker, die gar nichts mit Neonazis zu tun haben. Das w&auml;re eine Straftat&hellip;<br>\nDie Menschen sehen, dass diese bewaffneten Kerle schlicht und einfach Banditen sind. Sie kommen, sie nehmen Sachen weg, sie rauben Menschen aus, sie t&ouml;ten. Und dabei k&ouml;nnen sie nicht einmal f&uuml;r die elementaren Bed&uuml;rfnisse der Leute sorgen. Das haben die Bewohner dort endlich verstanden. Sie wollen diese Banditen nicht mehr dulden&hellip;.<br>\nDie NATO ist die einzige Struktur geblieben, die die Sicherheit der Staaten gew&auml;hrleisten kann. Wir brauchen niemanden um Erlaubnis zu fragen. Heute noch gilt der auf dem NATO-Gipfel in Bukarest 2008 getroffene Beschluss, der klar festgestellt hat, dass die T&uuml;r der NATO offen bleibt f&uuml;r die Ukraine&hellip;<br>\nIch glaube, die letzten vier Jahre haben gezeigt, dass das blockfreie Modell falsch ist. Das blockfreie Modell bedeutet, dass du alleine mit deinen Problemen bleibst. Im Gegenteil: Es w&auml;re &auml;u&szlig;erst verantwortungslos dem Schicksal des Landes gegen&uuml;ber.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/poroschenko-219.html%20\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> &bdquo;Mit dem Revolver unterm Kissen&ldquo;&hellip;oder &bdquo;ich wei&szlig;, dass wir siegen werden&ldquo;. Nach diesem mit vollem nationalistischem Pathos aufgeblasenen Interview  kann einem nur noch Angst und Bange werden, wie es im Konflikt in der Ukraine weitergehen soll. Udo Lielischkies hat Poroschenko  alle Gelegenheit geboten seine Propagandaparolen zu verk&uuml;nden, die abseits jeglicher Realit&auml;t liegen. Warum hat Lielischkies z.B. nicht wenigstens auch danach gefragt, wie es mit der Aufkl&auml;rung der Sch&uuml;sse auf dem Maidan oder mit dem Pogrom in Odessa steht? Selbst die Demonstranten gestern auf dem Maidan forderten Aufkl&auml;rung und beklagten die weiter bestehende Korruption (sogar in den Tagesthemen). Poroschenko darf behaupten, die Ukraine habe &bdquo;penibel alle zw&ouml;lf Punkte des Minsker Protokolls erf&uuml;llt&ldquo; und gleichzeitig erz&auml;hlen, dass die ukrainische Armee in den letzten Wochen oder Monate Gebiete von den &bdquo;Rebellen befreit&ldquo; habe (diese &bdquo;Berfreiung&ldquo; ging wohl v&ouml;llig gewaltlos). Keine seri&ouml;se internationale Organisation habe jemals berichtet, dass die Ukraine das Minsker Protokoll nicht eingehalten hat. Die OSZE-Beobachter, die (laut eigenem Bericht) auch von Kiewer Kampftruppen beschossen wurden, gelten also nicht als seri&ouml;s? Die ukrainische Armee sei &bdquo;hochprofessionell&ldquo;, die Freisch&auml;rler mit den Nazi-Symbolen am Stahlhelm existieren also gar nicht. Oder die Resolution der UN-Vollversammlung gegen die Glorifizierung des Nazismus betrifft die Ukraine gar nicht?<\/em><br>\n<em>Nazis w&uuml;rden in der Ukraine verhaftet? Da bislang keiner verhaftet wurde, gibt es offenbar keine Nazis, das ist ja offenbar nur russische Propaganda? Und die Anh&auml;nger des Nazi-Kollaborateurs Bandera sind wohl K&auml;mpfer f&uuml;r Demokratie und westliche Werte?<\/em><br>\n<em>Streubomben der ukrainischen Armee: alles nur russische Propaganda. <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/ukraine-771.html?\">Human Rights Watch l&uuml;gt also<\/a>.<\/em><br>\n<em>Ob man nun der ARD vorwirft Kiew-TV zu sein oder wie die Vorw&uuml;rfe nach dem Putin-Interview sonst noch lauteten. Dieses Interview ist ein Musterbeispiel f&uuml;r den Propagandakrieg, in dem mit dem hei&szlig;en Krieg gespielt. So martialisch kann Poroschenko wohl nur auftreten, weil er sich der westlichen Unterst&uuml;tzung sicher sein kann. <\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Datensch&uuml;tzer emp&ouml;rt &uuml;ber Kameras an Schulen<\/strong><br>\nBayerische Schulen missachten offenbar Vorschriften zur Video&uuml;berwachung. Der oberste bayerische Datensch&uuml;tzer Thomas Petri zeigte sich im BR emp&ouml;rt und k&uuml;ndigte betroffenen Schulleitern eine &ldquo;krachende Beanstandung&rdquo; an.<br>\nAn mehr als der H&auml;lfte der befragten Schulen, die mit Kameras &uuml;berwachen, fehlen lauf BR-Recherchen die erforderlichen Hinweisschilder. Reporter des BR hatten 20 Schulleiter zu den Datenschutzregeln befragt. Dabei kam heraus, dass die meisten keine Vorf&auml;lle wie Gewalt oder Vandalismus nennen konnten, die &uuml;berhaupt den Einsatz von &Uuml;berwachungskameras rechtfertigen w&uuml;rden. Insgesamt sind nach Angaben des Innenministeriums an 172 bayerischen Schulen Videokameras installiert.<br>\nDatensch&uuml;tzer: &ldquo;Die Schulleitung kann sich warm anziehen&rdquo;<br>\nDer Landesbeauftragte f&uuml;r Datenschutz, Thomas Petri, sagte dem BR, die recherchierten F&auml;lle w&uuml;rden an die Aufsichtsbeh&ouml;rde weitergeleitet. &ldquo;Die Schulleitung kann sich warm anziehen&rdquo;, so der Datensch&uuml;tzer, der eine &ldquo;krachende Beanstandung&rdquo; f&uuml;r Schulen ank&uuml;ndigte. Denn Tonaufzeichnungen oder heimliche Aufnahmen seien verboten, sagte Petri dem BR.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.br.de\/nachrichten\/heimliche-videoueberwachung-bayerische-schulen-100.html\">BR<\/a><\/li>\n<li><strong>Spionagesoftware &ldquo;Regin&rdquo; nahm Atomenergiebeh&ouml;rde ins Visier<\/strong><br>\nSpuren der mutma&szlig;lich von der NSA entwickelten Malware wurden im Netzwerk der IAEA gefunden &ndash; Verfassungsschutz ermittelt<br>\nW&auml;hrend sich US-Au&szlig;enminister John Kerry am Montag in Wien den Kopf &uuml;ber das iranische Atomprogramm zerbrach, enth&uuml;llten die gro&szlig;en IT-Sicherheitsfirmen Kaspersky und Symantec eine hochkomplexe Spionagesoftware namens &ldquo;Regin&rdquo;, die in den vergangenen Jahren zahlreiche Ziele weltweit angegriffen haben soll. Zwei Vorg&auml;nge, die einiges miteinander zu tun haben: Denn &ldquo;Regin&rdquo; soll von westlichen Geheimdiensten wie der NSA und dem britischen GCHQ entwickelt worden sein &ndash; und auch im Netzwerk der Internationalen Atomenergiebeh&ouml;rde (IAEA) in Wien, die ma&szlig;geblich in die Iran-Gespr&auml;che involviert war, gefunden worden sein. Das best&auml;tigen mehrere voneinander unabh&auml;ngige Quellen dem STANDARD.<br>\nZweite Cyberwaffe gegen iranisches Atomprogramm<br>\n&ldquo;Regin&rdquo; ist dabei die zweite Cyberwaffe, die weltweit f&uuml;r Schlagzeilen sorgt. Zuvor hatte lediglich der Computerwurm &ldquo;Stuxnet&rdquo; eine &auml;hnliche Prominenz erlangt. Stuxnet war ab 2009 in iranischen Atomanlagen eingesetzt worden, um Zentrifugen lahmzulegen. So wurde das Nuklearprogramm des Iran um Monate, wenn nicht Jahre zur&uuml;ckgeworfen. &ldquo;Regin&rdquo; hatte in Wien wohl ebenfalls das iranische Atomprogramm im Visier. Das Spionageprogramm ist unter anderem in der Lage, E-Mails abzufangen und Dateien zu kopieren.<br>\nEinsch&auml;tzungen gesucht<br>\nDabei sind vermutlich weniger geheime Dokumente &uuml;ber die iranischen Anlagen und Fortschritte im Fokus gestanden. Vielmehr ging es um die interne Korrespondenz von IAEA-Mitarbeitern. Die Organisation berichtet etwa dem UN-Sicherheitsrat von ihren Erkenntnissen. Gerade in den Verhandlungen zwischen den UN-Vetom&auml;chten plus Deutschland (5+1-Gruppe) und dem Iran bedeutet ein Wissen um die Meinung der IAEA einen wichtigen strategischen Vorteil. Der &ldquo;Atomstreit&rdquo; dauert schon l&auml;nger als ein Jahrzehnt, erst diese Woche wurde nach gescheiterten Verhandlungen in Wien eine Fristverl&auml;ngerung bekanntgegeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/2000008742912\/Spionagesoftware-Regin-nahmAtomenergiebehoerde-in-Wien-ins-Visier\">derStandard.at<\/a><\/li>\n<li><strong>Bundesregierung plant Strafanzeige wegen Whistleblowern<\/strong><br>\nNach Enth&uuml;llungen &uuml;ber die Arbeit der deutschen Geheimdienste durch mutma&szlig;liche Whistleblower will die Bundesregierung offenbar Strafanzeige gegen unbekannt erstatten. Laut eines Berichts des Nachrichtenmagazins &ldquo;Der Spiegel&rdquo; soll bei der Staatsanwaltschaft Berlin bereits Anfang Dezember eine entsprechende Anzeige wegen des &ldquo;Verrats von Dienstgeheimnissen&rdquo; eingehen. Hintergrund der geplanten Strafanzeige seien Berichte des &ldquo;Spiegel&rdquo; und der &ldquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&rdquo;, in denen vertrauliche Erkenntnisse zum Absturz der Passagiermaschine MH17, zur Arbeit des Verfassungsschutzes und Details zur technischen Ausr&uuml;stung des Bundesnachrichtendienstes enth&uuml;llt wurden.<br>\nOffenbar geht das Bundeskanzleramt davon aus, dass zuvor vertrauliche Regierungsinformationen durch sogenannte Whistleblower an die &Ouml;ffentlichkeit gebracht wurden, schreibt der &ldquo;Spiegel&rdquo; weiter. Nachdem im NSA-Untersuchungsausschuss interne Papiere durchgestochen worden waren, hatte Kanzleramtschef Peter Altmaier bereits im Oktober gewarnt, &ldquo;im Wiederholungsfall&rdquo; werde die Regierung strafrechtlich aktiv. Mitte November hat sich auch der Geheimdienstkoordinator im Kanzleramt Klaus-Dieter Fritsche im Bundestag beschwert, es k&ouml;nne nicht angehen, dass immer wieder als &ldquo;geheim&rdquo; eingestufte Informationen aus dem Sicherheitsbereich nach au&szlig;en gelangten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wallstreet-online.de\/nachricht\/7210701-bericht-bundesregierung-plant-strafanzeige-whistleblowern\">Wallstreet online<\/a><\/li>\n<li><strong>Neue Generali-App &ndash; Die Ver&ouml;ffentlichung unserer K&ouml;rper<\/strong><br>\nAls erster europ&auml;ischer Versicherer bietet Generali Preisnachl&auml;sse an, wenn seine Kunden ihm ihre K&ouml;rperdaten per App zusenden und so beweisen, dass sie gesund leben. Aber wer sagt, was &bdquo;gesund&ldquo; ist?<br>\nWas in diesen Tagen aus dem Versicherungswesen gemeldet wird, entspricht mindestens einer Sturmflut: Als erster gro&szlig;er Konzern in Europa bietet die Versicherungsgruppe Generali ihren Kunden Gutscheine und Rabatte an, wenn sie ein &bdquo;gesundes Leben&ldquo; f&uuml;hren &ndash; und Fitness, Ern&auml;hrung und Lebensstil elektronisch kontrollieren lassen: Wer den g&uuml;nstigen Tarif bekommen m&ouml;chte, muss dem Versicherer &uuml;ber eine App regelm&auml;&szlig;ig Daten zu seinem Lebensstil und zum Zustand seines K&ouml;rpers &uuml;bermitteln&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/generali-app-preisnachlass-bei-zusenden-der-koerperdaten-13287991.html%20\">FAZ.Net<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.H.:<\/strong> &ldquo;Ich habe nichts zu verbergen&ldquo; war einmal, wenn man zuk&uuml;nftig bereit ist, der Krankenversicherung seine t&auml;glichen Daten zu schicken. Wichtig ist nur, was deren Computer f&uuml;r gesund, &ouml;konomisch interessant und versicherbar h&auml;lt. Die Beitr&auml;ge werden entsprechend privatisiert, das Krankheitsrisiko auch und die solidarische Krankenversicherung abgeschafft. Algorithmen statt Hausarzt, Big data arbeitet daran.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ist das &ldquo;widerlich&rdquo;?<\/strong><br>\nErst hatte er geschwiegen, dann eine Woche nach den Luxleaks-Enth&uuml;llungen reum&uuml;tig Fehler einger&auml;umt, jetzt aber hat EU-Kommissionspr&auml;sident Jean Claude Juncker seinem &Auml;rger &uuml;ber die Ver&ouml;ffentlichungen freien Lauf gelassen. Erstmals begr&uuml;ndet er, warum er auf die diversen Anfragen der Reporter nie geantwortet hatte. &ldquo;Das waren keine Fragen, das waren Attacken&rdquo;, sagte Juncker im Interview mit der S&uuml;ddeutschen Zeitung. tagesschau.de dokumentiert den Fragenkatalog.<br>\nLiebe Frau xxx, nach der Interviewabsage von Jean-Claude Juncker m&ouml;chten wir unsere Fragen an den EU-Kommissionspr&auml;sidenten nun schriftlich vorlegen. Wir fragen hier neuerlich stellvertretend f&uuml;r das ICIJ und unsere zahlreichen Kooperationspartner. Wir bitten freundlichst um Beantwortung der Fragen bis zum kommenden Mittwoch, 15. Oktober, 16 Uhr.<br>\nVorweg: Uns liegen interne Dokumente vor &uuml;ber besondere Steuergestaltungen und Steueroptimierungen multinationaler Unternehmen in Luxemburg. In zahlreichen F&auml;llen entstehen dabei anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern Steuersch&auml;den in Millionenh&ouml;he. Desweiteren zeigen die Dokumente und Rulings, dass die Luxemburger Finanzbeh&ouml;rden komplexeste Steuersparmodelle nicht nur abgesegnet hat, sondern zum Teil offenbar auch beratend t&auml;tig war&hellip;<br>\nIm Interview mit der &ldquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&rdquo; nannte Juncker die Vorw&uuml;rfe in seiner Zeit als Regierungschef Luxemburgs sein Land auf Kosten anderer mit Steuertricks reich gemacht zu haben &ldquo;unfair und einfach nicht wahr&rdquo;.<br>\n&ldquo;Wir haben keine Politik in Luxemburg mit dem Ziel gemacht, anderen L&auml;ndern Steuereinnahmen wegzunehmen. Wir haben um moderne Unternehmen wie AOL, Amazon geworben. Die dazugeh&ouml;rigen Steuerbeschl&uuml;sse haben die Steuerbeh&ouml;rden getroffen, nicht die Regierung. Aber nat&uuml;rlich haben wir geworben und verhandelt wie andere Regierungen auch &ndash; die irische, die niederl&auml;ndische und auch die belgische&rdquo;, so Juncker in der S&uuml;ddeutschen Zeitung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/juncker-201.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> Auch Deutschland hat um Unternehmen geworben &ndash; u.a. mit dem Niedriglohnsektor, den der damalige Bundeskanzler Schr&ouml;der in seiner Rede in Davos 2005 gelobt hatte: <a href=\"http:\/\/www.gewerkschaft-von-unten.de\/Rede_Davos.pdf\">Rede von Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der vor dem World Economic Forum in Davos vom 28. Januar 2005 [PDF &ndash; 23,1 KB]<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Investitionspaket der Kommission setzt die schleichende Neoliberalisierung der EU fort<\/strong><br>\nDas am vergangenen Mittwoch vorgestellte Investitionspaket ist die erste gro&szlig;e Initiative von Kommissionspr&auml;sident Juncker und sollte &bdquo;ein ehrgeiziges Paket zur F&ouml;rderung von Arbeitspl&auml;tzen, Wachstum und Investitionen&ldquo; sein. Gemessen daran ist es nun eher bescheiden ausgefallen. Ganze 21 Mrd. Euro an &ndash; gro&szlig;teils umgewidmeten &ndash; &ouml;ffentlichen Geldern werden bereitgestellt. Diese sollen freilich private Investoren anlocken und &uuml;ber die Finanzm&auml;rkte auf 315 Mrd. Euro &bdquo;gehebelt&ldquo; werden. Dass das kein gro&szlig;er Wurf ist, wei&szlig; auch die Kommission. Juncker warnte in seiner Pr&auml;sentation, dass die Wirkung des Pakets weder unter- noch &uuml;bersch&auml;tzt werden d&uuml;rfe. Er hat damit recht, wenn auch nicht in dem Sinn, in dem diese Aussage urspr&uuml;nglich gemeint war.<br>\n&Uuml;bersch&auml;tzen sollte man jedenfalls nicht die Wirkungen des Pakets auf die Konjunktur, schon gar nicht in der kurzen Frist. Bis der &bdquo;Europ&auml;ische Fonds f&uuml;r strategische Investitionen&ldquo; einsatzbereit ist, wird es noch mehr als ein halbes Jahr dauern. Und auch wenn die Europ&auml;ische Investitionsbank wie angek&uuml;ndigt bereits fr&uuml;her beginnt, Projekte zu f&ouml;rdern, ist es mehr als zweifelhaft, ob private InvestorInnen in dem Ausma&szlig; auf die Investitionsprojekte aufspringen, in dem die Kommission das vorgesehen hat.<br>\nDie &Uuml;bernahme des &bdquo;Erstausfallsrisikos&ldquo; &ndash; in welcher Form diese dann auch immer geschieht &ndash; stellt zwar einen zus&auml;tzlichen Anreiz f&uuml;r private InvestorInnen dar. Ob diese sich in gro&szlig;em Umfang an der Erstellung &ouml;ffentlicher Infrastruktur beteiligen, h&auml;ngt jedoch in erster Linie von ihren Gewinnaussichten ab. Das Ausma&szlig; der privaten Beteiligung wird daher entscheidend davon beeinflusst, welche (garantierten) Einnahmen in Form von Geb&uuml;hren oder Mieten die Regierungen den Unternehmen einr&auml;umen. Diese Kosten werden aufgrund der Gewinnorientierung und der im Allgemeinen schlechteren Finanzierungsbedingungen f&uuml;r private Unternehmen voraussichtlich h&ouml;her ausfallen, als wenn der Staat diese Investitionen direkt finanziert. Damit wird auch die Belastung f&uuml;r Steuer- und Geb&uuml;hrenzahlerInnen letztlich gr&ouml;&szlig;er sein. Das Ergebnis: In zuk&uuml;nftigen Budgets muss erst recht wieder an anderen Stellen eingespart werden. Die mittel- bis langfristige Wirkung auf Konjunktur und Besch&auml;ftigung wird also bestenfalls neutral bleiben.<br>\nKurzfristig h&auml;tte das Paket vor allem dann eine konjunkturelle Wirkung, wenn damit eine Art &bdquo;Aufbruchsstimmung&ldquo; erzeugt w&uuml;rde, die die Unternehmen dazu veranlasst wieder in ihre eigenen Produktionskapazit&auml;ten zu investieren. Nur in diesem Fall w&uuml;rde die Konjunktur n&auml;mlich in einen selbsttragenden Aufschwung &uuml;bergehen. Die Euphorie ist jedoch aufgrund der geringen Gr&ouml;&szlig;e und der offensichtlichen Schw&auml;chen des Pakets bislang ausgeblieben. &bdquo;Echte&ldquo; private Investitionen, also solche die im Unternehmenssektor stattfinden und nicht von der &ouml;ffentlichen Hand abh&auml;ngen, werden daher auch weiterhin wenig Dynamik zeigen und sich die Schw&auml;che der europ&auml;ischen Wirtschaft damit fortsetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/eu-investitionspaket-als-schleichende-neoliberalisierung\/#more-7681%20\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Kein europ&auml;ischer Marshall-Plan<\/strong><br>\nDie EU-Kommission will mit Hilfe von privaten Kapital Investitionen von 315 Mrd. Euro in den kommenden drei Jahren ankurbeln. Sie beschloss, einen Fonds mit einem Volumen von 21 Mrd. Euro einzurichten, der die Schaffung von einer Million Arbeitspl&auml;tze erm&ouml;glichen soll. Die EU-Politiker gehen davon aus, dass das Programm die Wirtschaftskraft in der EU um 0,75 bis 1,0% innerhalb von drei Jahren anheben k&ouml;nnte.<br>\nDer Investitionsplan beruht auf drei Komponenten:\n<ul>\n<li>Einrichtung eines mit &ouml;ffentlichen Mitteln garantierten neuen Europ&auml;ischen Fonds f&uuml;r Strategische Investitionen (EFSI), um in den kommenden drei Jahren (2015-2017) zus&auml;tzliche Investitionen in H&ouml;he von mindestens 315 Mrd. Euro zu mobilisieren;<\/li>\n<li>Schaffung einer glaubw&uuml;rdigen Projekt-Pipeline, damit die Investitionen dorthin flie&szlig;en, wo sie am dringendsten ben&ouml;tigt werden;<\/li>\n<li>Aufstellung eines ehrgeizigen Zeitplans, um Europa f&uuml;r Investitionen attraktiver zu machen und regulatorische Engp&auml;sse zu beseitigen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>In der Begr&uuml;ndung argumentiert Kommissionspr&auml;sident Juncker: &raquo;Wir stehen nicht nur vor einer erheblichen Investitionsl&uuml;cke, sondern stecken zudem in einer Investitionsfalle. &hellip; Die Investitionen in der EU liegen 370 Mrd. EUR unter dem vor der Krise verzeichneten Niveau. Die Investitionst&auml;tigkeit in den USA beschleunigt sich, doch Europa kann nicht mithalten. Warum? Erstens vermissen die Investoren Glaubw&uuml;rdigkeit, und es fehlt ihnen an Zuversicht und Vertrauen. Zweitens stehen wir vor einem Paradox: Trotz enormer Liquidit&auml;t auf den internationalen Geldm&auml;rkten und den Konten unserer Unternehmen kommt die Investitionst&auml;tigkeit in Europa einfach nicht in Schwung. Drittens sind die &ouml;ffentlichen Gelder knapp: Unsere Schuldenst&auml;nde sind binnen nur weniger Jahre von 60% auf 90% des BIP gestiegen. Die &ouml;ffentlichen Ausgaben liegen bereits bei knapp 50% des EU-BIP. Wir m&uuml;ssen also unsere &ouml;ffentlichen Mittel intelligent verwenden, um Investitionen zu mobilisieren&hellip;<br>\nDieser Tage hat die OECD der Euro-Zone eine &auml;hnlich hartn&auml;ckige Stagnation wie Japan bescheinigt. Die asiatische Industrienation wird trotz erheblicher Neuverschuldung seit zwei Jahrzehnten von einer wirtschaftlichen Stagnation gepr&auml;gt. In dem OECD-Bericht wird unter Berufung auf die US- &Ouml;konomen Larry Summers und Paul Krugman geltend gemacht, &raquo;dass ein unzureichender Stimulus von der Geld- und Haushaltspolitik ausgehe. Dies sei die Ursache daf&uuml;r, dass Teile der Euro-Zone und Japan in eine Stagnationsfalle geraten sind.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/-546e8fb65a\/%20\">Sozialismus Aktuell<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Sch&auml;uble will europ&auml;isches Budgetdiktat<\/strong><br>\nDer deutsche Finanzminister fordert mehr Integration und will der EU-Kommission deshalb mehr Rechte in nationalen Budgetdebatten einr&auml;umen. Konkret soll Europa ein Vetorecht zugesprochen werden.<br>\nBundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble hat sich am Freitagabend f&uuml;r ein Vetorecht der EU-Kommission gegen nationale Haushalte ausgesprochen. &laquo;Da immer noch nicht alle in Europa den Sinn der Einhaltung von Regeln &hellip; verinnerlicht haben &hellip; bin ich schon daf&uuml;r, dass wir dem europ&auml;ischen Haushaltskommissar das Recht geben, gegen regelwidrige Haushaltsentw&uuml;rfe der Mitgliedsstaaten ein Veto einzulegen&raquo;, sagte Sch&auml;uble am Freitagabend auf einer Veranstaltung der &laquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&raquo; in Berlin.<br>\nDie EU-Staaten w&uuml;rden ja auch das Eingriffsrecht des EU-Wettbewerbskommissars nicht als Verlust nationaler Souver&auml;nit&auml;t empfinden, f&uuml;hrte er weiter aus. Vertrauen in Europa k&ouml;nne aber nur durch die Einhaltung der selbst gesetzten Regeln entstehen.<br>\nSt&auml;rkere Union gefordert<br>\nMit Blick auf die Finanzpolitik der Mitgliedstaaten f&uuml;gte der CDU-Politiker hinzu, die im EU-Recht genutzten l&auml;nderspezifischen Empfehlungen sollten verbindlich gemacht werden. Nur so k&ouml;nne man schrittweise in eine Finanz-, Wirtschafts- und Fiskalunion &uuml;bergehen. Dies sei notwendig, weil die Nationalstaaten nicht mehr der n&ouml;tige Ordnungsrahmen f&uuml;r viele Themen sein k&ouml;nnten.<br>\nSch&auml;uble sprach sich zudem f&uuml;r eine &Auml;nderung der EU-Vertr&auml;ge aus. &laquo;Nat&uuml;rlich brauchen wir dringend Vertrags&auml;nderungen&raquo;, erkl&auml;rte er. Sonst lasse sich die auch von der Europ&auml;ischen Zentralbank geforderte Weiterentwicklung der Wirtschafts- und W&auml;hrungsunion nicht erreichen. Solange einstimmige Vertrags&auml;nderungen aber nicht m&ouml;glich seien, k&ouml;nnten als zweitbeste L&ouml;sung Absprachen zwischen einzelnen Regierungen getroffen werden. N&ouml;tig sei zudem, dass Staaten mit dem Willen zu einer tieferen gemeinsamen Politik voranschreiten k&ouml;nnten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelszeitung.ch\/politik\/schaeuble-will-europaeisches-budgetdiktat-705150\">Handelszeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> Derselbe Herr Sch&auml;uble w&uuml;rde sich vermutlich vehement gegen mehr EU-Kompetenzen wehren, wenn die sich f&uuml;r Umverteilung von oben nach unten bzw. f&uuml;r mehr &ouml;ffentlich gef&ouml;rderte Besch&auml;ftigung mit Tarifl&ouml;hnen einsetzt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Being Bad Europeans<\/strong><br>\nThe U.S. economy finally seems to be climbing out of the deep hole it entered during the global financial crisis. Unfortunately, Europe, the other epicenter of crisis, can&rsquo;t say the same. Unemployment in the euro area is stalled at almost twice the U.S. level, while inflation is far below both the official target and outright deflation has become a looming risk.<br>\nInvestors have taken notice: European interest rates have plunged, with German long-term bonds yielding just 0.7 percent. That&rsquo;s the kind of yield we used to associate with Japanese deflation, and markets are indeed signaling that they expect Europe to experience its own lost decade.<br>\nWhy is Europe in such dire straits? The conventional wisdom among European policy makers is that we&rsquo;re looking at the price of irresponsibility: some governments have failed to behave with the prudence a shared currency requires, choosing instead to pander to misguided voters and cling to failed economic doctrines. And if you ask me (and a number of other economists who have looked hard at the issue), this analysis is essentially right, except for one thing: They&rsquo;ve got the identity of the bad actors wrong.<br>\nFor the bad behavior at the core of Europe&rsquo;s slow-motion disaster isn&rsquo;t coming from Greece, or Italy, or France. It&rsquo;s coming from Germany.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2014\/12\/01\/opinion\/paul-krugman-being-bad-europeans.html?partner=rssnyt&amp;emc=rss\">Paul Krugman in der NYT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wie aus der Finanz- eine Schuldenkrise gemacht wurde<\/strong><br>\nEs ist der wohl gr&ouml;&szlig;te PR-Coup der Geschichte: Die Banken haben sich aus der Schusslinie genommen, indem sie aus der Finanz- eine Staatsschuldenkrise machten. Die Politik zieht daraus die falschen Schl&uuml;sse. Jetzt aber wird die Kritik an Merkels Spardiktat immer lauter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.cicero.de\/kapital\/wie-aus-der-finanz-eine-schuldenkrise-gemacht-wurde\/49258\">Cicero<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Zugegeben ein schon etwas &auml;lterer Artikel. Aber auch heute st&ouml;&szlig;t man in den Zeitungen fast nur noch auf eine Benennung der Krise als Schuldenkrise &ndash; manchmal auch Eurokrise, die aber letztlich durch die Schuldenkrise erkl&auml;rt wird. Was waren das f&uuml;r Zeiten, als man noch &uuml;ber die Deregulierungswut der Staaten, &uuml;ber die ins Kriminelle rutschenden Spekulationen des Finanzkapitals, &uuml;ber soziale Ungleichheit, &uuml;ber ausgebliebene oder misslungene Rettungsaktionen der Regierungen diskutieren konnte. Und heute: Aus Marktversagen wurde Staatsversagen. Und in der gleichen verqueren neoliberalen Logik, die die Finanzm&auml;rkte freigesetzt hat, werden die Krisenstaaten in ein Austerit&auml;tskorsett gepresst, das kaum Luft zum Atmen bleibt. Und wenn das nicht klappt, hei&szlig;t es: Noch enger schn&uuml;ren. &ndash; Bitter ist auch die Erinnerung an die Hoffnung auf die &ldquo;Kritik an Merkels Spardiktat&rdquo;. Wieviel Kritik ist inzwischen den Fluss der Zeit hinuntergeflossen?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Norbert H&auml;ring: Hurra! Deutsche Banken sind krisensicher &ndash; solange es keine unvorhergesehene Finanzkrise gibt<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Zentralbank hat mit ihrem umfassenden Stresstest den deutschen und franz&ouml;sischen Gro&szlig;banken ein sehr gutes Gesundheitszeugnis ausgestellt und den allermeisten europ&auml;ischen Banken ein gutes. Die deutschen und franz&ouml;sischen Banken haben danach zusammen  viel mehr Kapital als sie daf&uuml;r brauchten. Super! Dagegen sch&auml;tzt Viral Acharya, einer der renommiertesten Finanzprofessoren (Stern School of Business) zusammen mit Sascha Stfeffen (European School of Management and Technology) die Kapitall&uuml;cke in Europa etwa 30-mal so hoch ein wie die EZB. Die beiden haben nun untersucht und aufgeschrieben, woran das unterschiedliche Ergebnis liegt.<br>\nDas liegt vor allem daran, dass die Gro&szlig;banken ihre &bdquo;risikogewichteten&ldquo; Aktiva selbst ausrechnen d&uuml;rfen. Je kleiner die Aktiva, desto gr&ouml;&szlig;er die auf diese Aktiva bezogenen Kapitalquote. H&auml;tte die EZB als zweites Kriterium zur Bestimmung der Kapitall&uuml;cke neben dem Referenzwert von 5,5 Prozent bezogen auf die gewichteten Aktiva auch noch einen Referenzwert bezogen auf die ganzen Aktiva gesetzt, w&auml;re aufgefallen, dass gerade die Banken, die im Krisenfall sehr hohe Verluste zu bef&uuml;rchten haben, ihre Aktiva in besonders extremer Weise klein rechnen.  Ein Grund daf&uuml;r, dass die L&uuml;cke insgesamt bei den beiden &Ouml;konomen  viel h&ouml;her ist als bei der EZB, liegt daran, dass sie mit unter anderem 40 Prozent Wertverlust von allen Aktien ein extremeres aber durchaus nicht unrealistisches Krisenszenario annehmen. &ndash;  Gerade die deutschen und franz&ouml;sischen Gro&szlig;banken, die der EZB zufolge einen hohen Kapitalpuffer haben, h&auml;tten nach Acharya und Steffen eine riesige Kapitall&uuml;cke. In gewissem Sinne hat die EZB ja Recht. Wenn es wieder eine Krise wie die letzte gibt, k&ouml;nnen gerade die deutschen und franz&ouml;sischen Gro&szlig;banken damit rechnen, wieder vom Staat gerettet zu werden. So wie beim letzten Mal. Aber ob das Zweck der ganzen &Uuml;bung sein kann ist fraglich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/index.php\/de\/newsblog2\/27-german\/news\/178-hurra-deutsche-banken-sind-krisensicher-solange-es-keine-unvorhergesehene-finanzkrise-gibt#1-weiterlesen\">Geld und mehr<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&ldquo;Bilanz&rdquo;-Liste: Das sind die reichsten Deutschen in der Schweiz<\/strong><br>\nOb es an der sch&ouml;nen Landschaft liegt? Oder an den niedrigen Steuern? Von den 300 reichsten Menschen in der Schweiz ist jeder F&uuml;nfte ein Deutscher. Die &ldquo;Bilanz&rdquo;-Reichenliste f&uuml;hrt sie auf.<br>\nAm kommenden Sonntag geht es auch um ihr Geld: das der wohlhabenden Ausl&auml;nder, die in der Schweiz leben. Denn in der Eidgenossenschaft stimmen die Wahlberechtigten dar&uuml;ber ab, ob die pauschale Besteuerung f&uuml;r Ausl&auml;nder abgeschafft wird. Bislang erm&ouml;glicht diese Regelung zahlreichen wohlhabenden Zugezogenen, weniger Steuern zu zahlen als reiche Schweizer &ndash; und meist auch weniger als in ihren Herkunftsl&auml;ndern.<br>\nAuf rund 5500 wird die Zahl der Superreichen gesch&auml;tzt, die von der Regelung profitieren. Darunter d&uuml;rften sich auch zahlreiche Deutsche befinden. Auf der Liste der 300 reichsten Menschen in der Schweiz, die das Z&uuml;rcher Wirtschaftsmagazin &ldquo;Bilanz&rdquo; jedes Jahr ver&ouml;ffentlicht, finden sich jedenfalls allein rund 60 Deutsche &ndash; Promis ebenso wie &Ouml;ffentlichkeitsscheue.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/wirtschaftsmagazin-bilanz-die-reichsten-deutschen-in-der-schweiz-a-1005553.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.H.:<\/strong> W&auml;hrend Millionen deutscher Fans des Rennfahrers vor dem Bildschirm die Daumen dr&uuml;cken und brav ihren Steuern zahlen, verdr&uuml;ckt sich ihr Idol in die Schweiz, um Steuern zu sparen. So lange es diese M&ouml;glichkeiten gibt, werden dem deutschen Fiskus Jahr f&uuml;r Jahr viele Millionen Euro vorenthalten und die Schwere zwischen arm und reich driftet immer weiter auseinander.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Lesen Sie sich doch dazu bitte noch eimal meinen Artikel &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14569\">Was unsere Steuergesetzgebung von den USA lernen k&ouml;nnte<\/a>&ldquo; durch. H&auml;tte Deutschland eine &auml;hnliche Steuergesetzgebung wie die USA k&ouml;nnten &bdquo;uns&ldquo; die Steuerfl&uuml;chtlinge in der Schweiz egal sein.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Neue Verordnung: Der Mindestlohn wird l&ouml;chriger<\/strong><br>\nDie Einf&uuml;hrung des Mindestlohns r&uuml;ckt n&auml;her &ndash; und die Schlupfl&ouml;cher f&uuml;r die gesetzliche Regelung nehmen zu. Der Deutsche Gewerkschaftsbund spricht bereits von einer Aush&ouml;hlung der Lohnuntergrenze.<br>\nGro&szlig; war der Jubel im Gewerkschaftslager &uuml;ber die Einf&uuml;hrung des gesetzlichen Mindestlohns. Doch mittlerweile herrscht Ern&uuml;chterung. Nach Ansicht des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) wird die Lohnuntergrenze kurz vor dem Starttermin am 1. Januar 2015 zunehmend durchl&ouml;chert&hellip;<br>\nVon dem Mindestlohn in H&ouml;he von 8,50 Euro sollen ab dem kommenden Jahr rund 3,7 Millionen Menschen profitieren. Bereits in den Koalitionsverhandlungen wurden einige Ausnahmen vereinbart, unter anderem f&uuml;r Jugendliche unter 18 Jahren, Langzeitarbeitslose, Saisonarbeiter und Zeitungszusteller. Zudem profitieren Branchen mit niedrigeren Tarifl&ouml;hnen von einer zweij&auml;hrigen &Uuml;bergangsfrist.<br>\nNach SPIEGEL-Informationen versuchen Zeitungsverlage derzeit, weitere Ausnahmen zu erwirken, auch das B&auml;ckerhandwerk strebt demnach eine Sonderregelung an. (&hellip;)<br>\nDoch auch die Gewerkschaft IG Bau pocht auf mehr Kontrollen. &ldquo;Das Bundesfinanzministerium muss effektive &Uuml;berpr&uuml;fungen sicherstellen, indem sie die Finanzkontrolle Schwarzarbeit mit ausreichend Personal ausstattet&rdquo;, sagte der IG-Bau-Vorsitzende Robert Feiger.<br>\nWie schlecht es aber tats&auml;chlich um das Personal bei der Finanzkontrolle bestellt ist, ist schon l&auml;nger bekannt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/mindestlohn-dgb-wirft-schaeuble-vor-den-mindestlohn-auszuhoehlen-a-1005331.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> Zentrales Thema der SPD bei der letzten Bundestagswahl und vor Eintritt in diese Koalition mit den Unionsparteien war der fl&auml;chendeckende, gesetzliche Mindestlohn. Mittlerweile ist er &ndash; mit Zustimmung der Spitze der Bundes-SPD &ndash; l&ouml;chrig wie mancher K&auml;se (Jusos).<\/em><br>\n<em>Zu begr&uuml;&szlig;en ist es, wenn die IG Bau mehr Personal f&uuml;r die Finanzkontrolle gegen Schwarzarbeit fordert. Noch besser w&auml;re es, wenn die L&ouml;cher beim Mindestlohn gestopft werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>OPEC: Schlechte neue Welt<\/strong><br>\nDie Opec verliert immer mehr an Boden. Seit den &ldquo;&Ouml;lkrisen&rdquo; in den 1970er Jahren sinkt schleichend die Bedeutung der Organisation erd&ouml;lexportierender Staaten (Opec), wie auch der &Ouml;lkonzerne Exxon, Shell und Co. Die Industriestaaten haben seither ihren relativen Verbrauch gesenkt, und neue F&ouml;rderl&auml;nder spielen mit ihren Staatskonzernen eine tragende Rolle auf dem Weltmarkt. Durch den Fracking-Boom in den Vereinigten Staaten und Kanada sind zwei neue gro&szlig;e Spieler auf dem Weltmarkt aufgetaucht. Die USA sind zurzeit sogar der gr&ouml;&szlig;te Erd&ouml;lproduzent &ndash; noch vor Russland und Saudi-Arabien. Zugleich gingen mit den beiden nordamerikanischen L&auml;ndern wichtige Gro&szlig;kunden f&uuml;r die Saudis und Venezuela fl&ouml;ten, die mit ihrer kapitalen Nachfrage jahrzehntelang den Preis quasi automatisch hinreichend hoch hielten.<br>\nDie Opec herrscht inzwischen nur noch &uuml;ber etwa ein Drittel der weltweiten Produktion. Damit nicht genug, haben Nicht-Opec-L&auml;nder wie Russland und eigensinnige Opec-Spieler wie Irak und Libyen den &Ouml;lhahn weit, weit aufgedreht, um trotz Minipreisen ihre Staatshaushalte finanzieren zu k&ouml;nnen. Bankanalysten sprechen von einem &ldquo;Paradigmenwechsel&rdquo;, politische Beobachter von &ldquo;einer neuen Welt&rdquo; f&uuml;r die Opec. Da ist es schon fast egal, was die zudem in arme und reiche Spieler gespaltene Organisation jeweils f&uuml;r Kompromisse findet. Die Musik spielt zuk&uuml;nftig auch in Moskau, Washington und Caracas. &ndash; F&uuml;r ein nachhaltiges Dauertief d&uuml;rfte jedoch selbst in dieser neuen Welt kein Platz sein. Unruhen in Libyen, der schwelende Konflikt Ukraine\/Russland oder eine Destabilisierung des Irak k&ouml;nnten den &Ouml;lpreis wieder in die H&ouml;he schie&szlig;en lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2014%2F11%2F28%2Fa0090&amp;cHash=a4994f1b91eba75b9c4bc92d847bf923\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> So ganz Opfer der neuen geostrategischen Lage sind Saudi-Arabien, Kuwait, die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar  nicht. Saudiarabien sowie Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate sind in der Lage, auch niedrigere Preise zu verkraften. Ihr Schwerpunkt liegt in der Bewahrung der Marktanteile. Ihr Kalk&uuml;l setzt m&ouml;glicherweise auch darauf, dass der niedrige Preis die &Ouml;lf&ouml;rderung durch Fracking in Kanada und den USA nicht mehr rentabel macht. An den meisten Standorten sind die Produktionskosten deutlich h&ouml;her als der jetzige Fasspreis von unter 80 Dollar hergibt. Fracking ist nicht mehr profitabel. Auch wenn laut Branchenkennern manche Felder bei der Produktion von Schiefer&ouml;l auch auch bei einem Preis von 40 $ noch profitabel sind, selbst bei einem &Ouml;lpreis von 100 Dollar machten die f&uuml;hrenden US-Fracking-Firmen Verluste. Das Defizit der 80 gr&ouml;&szlig;ten Unternehmen lag 2013 bei <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=a2&amp;dig=2014%2F11%2F29%2Fa0186&amp;cHash=02b5e36aad01f555c3fd5147c7dac3f8\">insgesamt 50,6 Milliarden Dollar<\/a>.Teure Explorationen z.B. in der Arktis sind l&auml;ngst gestoppt worden. L&auml;nder wie Venezuela, Iran oder Russland sind f&uuml;r die Staatsfinanzierung auf hohe Preise angewiesen und werden auf keinen Fall drosseln. Die Last einer Drosselung h&auml;tte vor allem Saudi-Arabien &uuml;bernehmen m&uuml;ssen und k&ouml;nnen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Allianz holt Ex-Versicherungsregulierer als Lobbyisten<\/strong><br>\nLobbyControl kritisiert die Nutzung von Insiderkontakten<br>\nNach Ex-Gesundheitsminister Bahr wechselt erneut ein erfahrener Politiker zur Allianz: Der ehemalige britische Europaparlamentarier Peter Skinner wird Lobbyist bei der Allianz SE. Zwanzig Jahre war Skinner EU-Abgeordneter und dort vor allen Dingen im Ausschuss f&uuml;r Wirtschaft und W&auml;hrung (ECON) t&auml;tig. Er war federf&uuml;hrend an der europ&auml;ischen Regulierung des Versicherungswesens beteiligt. Skinner baute zudem im Rahmen seiner T&auml;tigkeit als Parlamentarier ein globales Netzwerk an Kontakten &ndash; insbesondere zu US-Politikern &ndash; auf. Es ist entt&auml;uschend, dass die Allianz nun Skinner als Lobbyisten einstellen will. Und es ist inakzeptabel, dass sich Skinner darauf einl&auml;sst.<br>\nPeter Skinner ist Politiker der britischen Sozialdemokraten (Labour Party) und war von 1994 bis 2014 Abgeordneter im europ&auml;ischen Parlament. Dort war er &uuml;ber 15 Jahre Mitglied im ECON und somit ma&szlig;geblich beteiligt an Gesetzgebungsprozessen zur Regulierung der Finanzm&auml;rkte &ndash; insbesondere auch des Versicherungswesens. So war Skinner federf&uuml;hrend bei der sogenannten Solvency-II-Richtlinie, die unter anderem die Mindestkapitalanforderung von Versicherungsunternehmen und deren Risikomanagement regelt. Noch im M&auml;rz 2014 kritisierte der Gr&uuml;ne Europarlamentsabgeordnete Sven Giegold Skinner in diesem Zusammenhang und bezeichnete ihn als &bdquo;engste[n] Verb&uuml;ndeten der Versicherungslobby.&ldquo;<br>\nZudem war Skinner parlamentarischer Berichterstatter f&uuml;r die Errichtung der Europ&auml;ischen Aufsichtsbeh&ouml;rde f&uuml;r das Versicherungswesen und die betriebliche Altersvorsorge (EIOPA). Die Beh&ouml;rde wurde im Rahmen der Eurokrise geschaffen und ist Teil des Europ&auml;ischen Finanzaufsichtssystems ESFS. Der Interessenkonflikt k&ouml;nnte also deutlicher nicht sein: Skinner wechselt nun in genau die Branche, f&uuml;r die er jahrelang die Rahmenbedingungen mit geschaffen hatte. Und das nur wenige Monate nach seinem Abtritt als Abgeordneter.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2014\/11\/allianz-holt-ex-versicherungsregulierer-als-lobbyisten\/\">LobbyControl<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Thesen zu Podemos und der &ldquo;demokratischen Revolution&rdquo; in Spanien<\/strong><br>\nMit dem Auftauchen von &ldquo;Podemos&rdquo; ist die politische Landschaft in Spanien auf den Kopf gestellt worden. Neueren Umfragen zufolge k&ouml;nnte die erst im Januar 2014 gegr&uuml;ndete Organisation bei den Wahlen im kommenden Jahr  st&auml;rkste Partei werden. Zum ersten Mal seit vielen Jahren scheint sich eine politische Linke in Europa nicht nur einen Regierungswechsel oder eine Oppositionsrolle, sondern auch ernsthaft einen grundlegenden gesellschaftlichen Transformationsprozess zum Ziel zu setzen. Zeit, sich das Ph&auml;nomen genauer anzuschauen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.raulzelik.net\/kritik-literatur-alltag-theorie\/441-thesen-zu-podemos-und-der-demokratischen-revolution-in-spanien#a4top\">Paul Zelik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> Vielleicht k&ouml;nnen linke Kr&auml;fte in Deutschland an diesem Beispiel etwas aus Spanien lernen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Gespr&auml;ch mit Schwesig: Merkel entschuldigt sich f&uuml;r Kauders Macho-Spruch<\/strong><br>\n&ldquo;Das geht so nicht&rdquo;: Kanzlerin Merkel hat sich nach SPIEGEL-Informationen f&uuml;r ihren polternden Fraktionschef Kauder entschuldigt. Dessen Verbalattacke auf Familienministerin Schwesig tue ihr wirklich leid.<br>\nUnionsfraktionschef Volker Kauder hat im Streit um die Frauenquote m&auml;chtig gegen Manuela Schwesig gekeilt. &ldquo;Die Frau Familienministerin soll nicht so weinerlich sein&rdquo;, sagte der CDU-Politiker am vergangenen Dienstag.<br>\nEinen kleinen Trost hatte die CDU-Chefin auch parat: Sie selbst habe man fr&uuml;her &ldquo;Zonenwachtel&rdquo; genannt, f&uuml;gte Merkel hinzu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/angela-merkel-entschuldigt-sich-bei-manuela-schwesig-fuer-volker-kauder-a-1005762.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> Wieso entschuldigt sich eigentlich die Kanzlerin f&uuml;r etwas, was der CDU\/CSU-Fraktionsvorsitzende, Herr Kauder, gesagt hat? Ist Herr Kauder daf&uuml;r nicht Mann genug?<\/em><br>\n<em>Insgesamt wirkt der Streit inszeniert, insbesondere weil die nun beschlossene Frauenquote keine echte Quote zugunsten von Frauen, sondern lediglich Symbolpolitik darstellt.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Lustig ist, dass die Medien kollektiv so tun, als sei Kauders Spruch dazu geeignet, Frau Schwesig und die Frauenquote zu diskreditieren. Wer die Medien und ihr Gesch&auml;ft mit der Aufmerksamkeits&ouml;konomie kennt, wei&szlig; jedoch, dass hier exakt das Gegenteil vorliegt. Kauders &bdquo;Macho-Spruch&ldquo; war das Beste, dass Schwesig &uuml;berhaupt passieren konnte. Theaterdonner, Spiegelfechterei &hellip; man kennt das Spiel.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Wir sind nicht die Steuererh&ouml;hungspartei<\/strong><br>\nSPD-Fraktionschef Thomas Oppermann ist daf&uuml;r, den &ldquo;Soli&rdquo; beizubehalten &ndash; er warnt die Partei aber vor einer neuen Debatte &uuml;ber einen h&ouml;heren Spitzensteuersatz und die Wiedereinf&uuml;hrung der Verm&ouml;genssteuer. Zudem erkl&auml;rt er, warum er die Linke auf Bundesebene nicht f&uuml;r regierungsf&auml;hig h&auml;lt. (&hellip;)<br>\nOppermann: Wir haben ein Bundeswahlprogramm, das galt f&uuml;r die letzte Bundestagswahl. F&uuml;r die n&auml;chste Bundestagswahl werden wir ein neues Programm machen, und da werden wir das Thema Steuern nat&uuml;rlich kl&auml;ren. Und wir werden ein intelligentes Steuerkonzept vorlegen, mit dem wir die Belastungen und Entlastungen neu justieren. Wir werden aber nicht die Steuererh&ouml;hungspartei in Deutschland sein, sondern wir werden die Partei der wirtschaftlichen Vernunft und der sozialen Gerechtigkeit sein. Und ich glaube, da kriegen wir am Ende auch alle Str&ouml;mungen in der SPD zusammen. Ich finde es ja nicht schlecht, dass es unterschiedliche Str&ouml;mungen gibt &ndash; am Ende m&uuml;ssen die aber zusammengebracht werden. Die SPD muss geschlossen bleiben. (&hellip;)<br>\nOppermann: Ich glaube, ein Land wie Deutschland, das 40 Prozent seiner gesamten Wirtschaftsleistung im Export verdient, darf sich dem internationalen Handel nicht verschlie&szlig;en. Wir d&uuml;rfen uns nicht abschotten. Und wir haben jetzt die einmalige Chance, die bestm&ouml;glichen Standards mit den USA zu verhandeln, da k&ouml;nnen wir auch beim Investitionsschutz noch einiges verhandeln. Solche Standards, werden wir mit Indien, mit Russland oder mit China niemals durchsetzen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/spd-fraktionschef-oppermann-wir-sind-nicht-die.868.de.html?dram%3Aarticle_id=304756%20\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> Gelegentlich kann der Eindruck entstehen, Intelligenz und diese SPD-Spitze seien vollkommene Gegens&auml;tze, die sich nicht anziehen, sondern absto&szlig;en. Herr Oppermann lobt die 40 Prozent Export-Anteile an der gesamten Wirtschaftsleistung. Hat er noch niemals etwas vom Ausgleich zwischen Im- und Export geh&ouml;rt? Dieser enorme deutsche Exportanteil ist Teil der &ouml;konomischen Krise in ganz Europa.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Th&uuml;ringen und das Recht zur Demokratie<\/strong><br>\nJa, ein Bundespr&auml;sident muss immer Anwalt der Opfer sein. Nat&uuml;rlich muss Joachim Gauck &ndash; und m&uuml;ssen wir alle &ndash; denen, die in der DDR besonders gelitten haben, Gerechtigkeit widerfahren lassen und auch Verst&auml;ndnis daf&uuml;r entgegenbringen, dass sie gegen&uuml;ber einem m&ouml;glichen Ministerpr&auml;sidenten der Linkspartei in Th&uuml;ringen gro&szlig;e Reserven haben. Das ist v&ouml;llig verst&auml;ndlich.<br>\nDer Bundespr&auml;sident muss aber eben auch immer Anwalt des Ganzen sein &ndash; als Repr&auml;sentant des ganzen Volkes. Deshalb geh&ouml;ren auch jene Menschen in seinen Verantwortungsbereich, die einst an den Sozialismus geglaubt haben, auch wenn sie sich davon nach 25 Jahren l&auml;ngst innerlich getrennt haben. Sie geh&ouml;ren jetzt auch zur Bundesrepublik und haben ein Recht auf demokratische Teilhabe.<br>\nDeshalb hatte Joachim Gauck v&ouml;llig recht, als er in seinem umstrittenen ARD-Interview sagte: &bdquo;Wir sind in einer Demokratie. Wir respektieren die Wahlentscheidungen der Menschen.&ldquo; &hellip;<br>\nWenn Gauck dann n&auml;mlich, &bdquo;gleichzeitig&ldquo;, fragt: &bdquo;Ist die Partei, die da den Ministerpr&auml;sidenten stellen wird, tats&auml;chlich schon so weit weg von den Vorstellungen, die die SED einst hatte bei der Unterdr&uuml;ckung der Menschen hier, dass wir ihr voll vertrauen k&ouml;nnen?&ldquo;, dann insinuiert er, dass diese Linkspartei noch immer in weiten Teilen mit der SED identisch sei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2014\/dezember\/thueringen-und-das-recht-zur-demokratie%20\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Heimliche Werbung im Internet: Das Gesch&auml;ft mit der gef&auml;lschten Meinung<\/strong><br>\nSie klingen wie unbedarfte, hilfsbereite Nutzer: In Blogs und Internetforen finden sich Tausende scheinbar harmlose Produktbewertungen &ndash; die aber teuer bezahlt wurden. Wie Tui, Bayer, Opel und Sigma heimlich die Meinung im Netz manipulieren. Hunderte Unterlagen beweisen, dass sie die Wiener Agentur Modern Mind Marketing angeheuert haben. Deren bezahlte Mitarbeiter haben unter falschen Namen und mit verschleierten Identit&auml;ten Tausende Kommentare und Beitr&auml;ge in Foren und auf Nachrichten-Webseiten hinterlassen, um die Autos von Opel, die Pr&auml;parate von Bayer, die Kameras von Sigma und die Reisen von Tui zu bewerben, ohne deutlich zu machen, dass es sich um genau das handelt: um Werbung. Die Blogs und Kommentare lesen sich allesamt wie die Beitr&auml;ge von Nutzern ohne besondere Interessen. Das Gegenteil ist der Fall, wie das der S&uuml;ddeutschen Zeitung vorliegende Material belegt.<br>\nDas Vorgehen der Agentur im Namen ihrer Auftraggeber verst&ouml;&szlig;t eindeutig gegen Kodizes f&uuml;r Public Relations und Werbung in Deutschland und &Ouml;sterreich. So hei&szlig;t es im Kommunikationskodex des Deutschen Rates f&uuml;r Public Relations: &ldquo;PR- und Kommunikationsfachleute sorgen daf&uuml;r, dass der Absender ihrer Botschaften klar erkennbar ist.&rdquo; Selbst juristisch k&ouml;nnte die Sache interessant werden, weil die Auftragseintr&auml;ge im Netz gegen das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb versto&szlig;en k&ouml;nnten. Denn laut Gesetz ist es verboten, &ldquo;den Werbecharakter von gesch&auml;ftlichen Handlungen zu verschleiern&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/digital\/heimliche-werbung-im-internet-das-geschaeft-mit-der-gefaelschten-meinung-1.2211777\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Im politischen Kontext nennt sich diese <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Astroturfing\">PR-Strategie Astroturfing<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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