{"id":24135,"date":"2014-12-02T09:25:50","date_gmt":"2014-12-02T08:25:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24135"},"modified":"2015-11-09T11:43:57","modified_gmt":"2015-11-09T10:43:57","slug":"hinweise-des-tages-2267","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24135","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24135#h01\">Energiewende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24135#h02\">Freihandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24135#h03\">A Shortage of Private Investment in Germany? The Problem Is a Lack of Demand, not of Machinery<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24135#h04\">Das ist hundsgef&auml;hrlich!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24135#h05\">Seit 2012 wechseln erstmals mehr Versicherte von der privaten zur gesetzlichen Krankenversicherung als umgekehrt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24135#h06\">Betreuungsgeld: Rechenk&uuml;nste der bayerischen Staatsregierung und der gr&uuml;nen Opposition<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24135#h07\">Betriebsr&auml;te&ndash;Mobbing als anwaltliche Dienstleistung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24135#h08\">Ob wohl Ijob einem Job nachging?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24135#h09\">Neuer Riese auf dem Wohnungsmarkt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24135#h10\">Lobbyismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24135#h11\">Das Ende des Kapitalismus im 21. Jahrhundert?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24135#h12\">Amerika, du hast es schlechter &ndash; Lagebericht in 45 Punkten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24135#h13\">Am Rande der Servicewelt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24135#h14\">1147 Opfer bei 41 &raquo;Zielpersonen&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24135#h15\">Former U.S. Ambassador to Syria Asks: After Assad, Then What?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24135#h16\">Zu guter Letzt: Bundeskanzler a.D. blamiert deutschen Spitzenjournalisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24135#h17\">das Allerletzte: Lisas Welt &ndash; Der Putin-Erkl&auml;rer<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24135&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Energiewende<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Energiekonzern E.ON spaltet sich auf &ndash; &ldquo;Bad Bank&rdquo; f&uuml;r Atom, Kohle und Gas<\/strong><br>\nE.ON st&ouml;&szlig;t unter dem Druck der Energiewende seine Atom-, und Kohle- und Gaskraftwerke in eine neue Gesellschaft ab. Stattdessen will sich der bislang gr&ouml;&szlig;te deutsche Energiekonzern auf das Gesch&auml;ft mit &Ouml;kostrom und Energienetzen konzentrieren.<br>\nDie Mehrheit an der im Jahr 2016 geplanten Gesellschaft sollen die bisherigen E.ON-Aktion&auml;re halten. Den Rest will der Versorger schrittweise an die B&ouml;rse bringen. Die abgespaltene &ldquo;Bad Bank&rdquo; soll auch die R&uuml;ckstellungen f&uuml;r den Abriss der Kernkraftwerke &uuml;bernehmen. Dies k&ouml;nnte die Idee einer Atomstiftung anfachen, in der s&auml;mtliche AKW-Betreiber ihre Risiken auslagern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/eon-neuausrichtung-103.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es ist  zu bef&uuml;rchten, dass das Hauptmotiv dieser Aufspaltung eine Haftungsbeschr&auml;nkung f&uuml;r den R&uuml;ckbau der Atomkraftwerke ist. So war das beim Thorium Hochtemperatur-Reaktor in Hamm, so war das bei dem Kugelhaufen-Reaktor in J&uuml;lich. Die Betreibergesellschaften w&auml;ren in Konkurs gegangen, wenn sie den R&uuml;ckbau h&auml;tten finanzieren m&uuml;ssen, also musste der Staat die Kosten &uuml;bernehmen. Ein &auml;hnliches Man&ouml;ver scheint hinter dieser Aufspaltung zu liegen, man beschr&auml;nkt die Haftung f&uuml;r die AKWs auf die &bdquo;Bad Bank&ldquo;, die nach aller Voraussicht ohnehin wirtschaftlich nicht nachhaltig sein wird. Jedenfalls d&uuml;rfte deren Restkapital nicht ausreichen, um den sicheren Einschluss oder gar den R&uuml;ckbau zu finanzieren.<\/em><br>\n<em>Die Frage ist, ob die Politik dieses (Betrugs-)Man&ouml;ver &uuml;berhaupt verhindern kann. Wirtschaftsminister Gabriel <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/industrie\/eon-aufspaltung-die-aktie-ist-natuerlich-volatiler\/11057424.html\">macht sich keine Sorgen<\/a>, dass sich E.ON beim Atomausstieg aus der Verantwortung  stehlen k&ouml;nnte: &bdquo;Wir passen auf, dass die R&uuml;ckstellungen f&uuml;r den R&uuml;ckbau von Atomkraftwerken und die nukleare Entsorgung gesichert bleibt.&ldquo; Doch die R&uuml;ckstellungen sind ohnehin viel zu niedrig angesetzt und wenn der Kraftwerksparte dieser Aufspaltung zahlungsunf&auml;hig w&uuml;rde, w&auml;re am Ende sowieso der Steuerzahler der Dumme.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Stilllegung von Kohlekraftwerken! &bdquo;Doppelte Dividende&ldquo; oder &bdquo;signifikante Kosten&ldquo; ?<\/strong><br>\nAm selben  Tag wurden von zwei Wirtschaftsforschungsinstituten Studien &uuml;ber die derzeit diskutierte Stilllegung von Kraftwerken zur Senkung der THG Emissionen vorgestellt, die gegens&auml;tzliche Positionen zu st&uuml;tzen scheinen.   Wie ist das m&ouml;glich?<br>\nSeit die Umweltministerin Anfang November die forcierte Stilllegung von Kohlekraftwerken als ernsthafte politische Option pr&auml;sentierte, hat dieses Thema die Energiepolitik beherrscht. Zu der Thematik stellten am gleichen Tag (19.11.2014) das DIW einerseits sowie ein  Konsortium aus HWWI und r2b andererseits  je eine Studie vor.<br>\nDie Studie des DIW kommt zu dem Ergebnis &bdquo;Abschaltung alter Kohlekraftwerke k&ouml;nnte CO2-Aussto&szlig; in Deutschland um bis zu 23 Millionen Tonnen reduzieren und den Strommarkt stabilisieren&ldquo; . Die Leiterin der Studie sagt: &bdquo;Weil dem Klima und dem Strommarkt gleichzeitig geholfen w&auml;re, winkt sogar eine doppelte Dividende.&ldquo;  und  die Auftraggeber  Heinrich B&ouml;ll Stiftung und  European Climate Foundation nehmen das als Unterst&uuml;tzung f&uuml;r ihre Positionen f&uuml;r die schrittweise Abschaltung von Kohlekraftwerken.<br>\nDas Konsortium aus HWWI und r2b kommt zu dem Fazit: &bdquo; Die hiermit verbundenen volkswirtschaftlichen Kosten w&auml;ren &hellip;  signifikant und w&uuml;rden Erzeuger, Haushalte und Industrie belasten. Als mittelbare Konsequenz w&uuml;rde dies auch mit einem bedeutenden Verlust an Arbeitspl&auml;tzen einhergehen.&ldquo;  Die Studie dient als Argumentationshilfe f&uuml;r  den Auftraggeber BDI:  &ldquo;Unsere Studie belegt eindeutig: Kraftwerksstilllegungen sch&auml;digen die Wettbewerbsf&auml;higkeit der deutschen Industrie ganz unmittelbar, ohne Nutzen f&uuml;r das Klima.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.elsud.net\/2014\/12\/01\/stilllegung-von-kohlekraftwerken-doppelte-dividende-oder-signifikante-kosten\/\">elsud<\/a><\/li>\n<li><strong>Pollution and Politics  &ndash;  Umweltverschmutzung und Politik<\/strong><br>\nAnfang der Woche gab die Environ Protection Agency (Umweltschutzbeh&ouml;rde) die beabsichtigten Vorschriften zur Beschr&auml;nkung des Ozonaussto&szlig;es bekannt, der die Ursache f&uuml;r Smog ist, von Asthma, Herzerkrankungen und vorzeitigem Tod ganz zu schweigen. Und was dann passierte, ist bekannt: Die Republikaner gingen zum Angriff &uuml;ber und behaupteten, die neuen Regulierungen w&uuml;rden enorme Kosten verursachen.<br>\nEs gibt keinen Grund, diese Klagen ernst zu nehmen, jedenfalls nicht in sachlicher Hinsicht. Umweltverschmutzer und ihre politischen Verb&uuml;ndeten sind daf&uuml;r bekannt, Zeter und Mordio zu schreien. Immer wieder behaupten sie, die amerikanische Wirtschaft  &ndash;  die sie normalerweise als unbegrenzt innovativ und als zur &Uuml;berwindung jedes Hindernisses f&auml;hig darstellen  &ndash;  w&uuml;rde sich zitternd zusammenrollen, wenn man von ihr Emissionsbegrenzung verlange. Immer wieder lagen die tats&auml;chlichen Kosten weit unter selbst ihren eigenen Vorhersagen. Tats&auml;chlich fast immer auch unter denen der E.P.A.<br>\nEs ist also wieder die altbekannte Geschichte. Warum aber l&auml;uft das immer so? Umweltverschmutzer verteidigen nat&uuml;rlich ihr Recht auf Umweltverschmutzung, doch warum k&ouml;nnen sie mit republikanischer Unterst&uuml;tzung rechnen? Wann und wieso wurde die republikanische Partei zur Partei der Umweltverschmutzung?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2014\/11\/28\/opinion\/paul-krugman-pollution-and-politics.html?_r=0\">Paul Krugman, NYT , 27.November 2014<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Freihandel<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>TTIP und CETA durchwinken? Nein!<\/strong><br>\nLeider sieht es so aus, als ob die Bundesregierung und auch viele Parlamentarier sich entschlossen h&auml;tten,CETA und TTIP durchzuwinken. Deshalb hier eine Zusammenfassung von Gr&uuml;nden, warum das nicht sein darf.<br>\nDie Ausgangslage der Verhandlungen war, dass man die gegenseitigen Standards akzeptiert. Es ist also nicht falsch, wenn die Bundesregierung behauptet, dass unsere Standards nicht gesenkt w&uuml;rden. Dies ist jedoch nur eine Momentaufnahme. Im Wettbewerb bedeutet ein solch gegenseitiges Anerkennen der Standards, dass sich letztendlich die niedrigsten Standards durchsetzen. Das ist das Prinzip der freien Marktwirtschaft.<br>\nEs war eindeutiges Ziel aller Lobbygruppen, die Abkommen dazu zu benutzen, die Standards zu senken, im Minimum auf die jeweiligen Standards der anderen Seite. Sie wissen so gut wie ich, dass durch den Wettbewerb die Staaten aber dann gezwungen w&uuml;rden, die Standards jeweils auf die im Wettbewerb g&uuml;nstigsten Niveaus zu senken. Ein gutes Beispiel hierf&uuml;r sind die Unternehmenssteuern, die in den vergangenen Jahren aufgrund des Wettbewerbsdrucks immer weiter gesenkt wurden. Ich erinnere hier nur an die erst j&uuml;ngst gemachte Aussage der sog. Wirtschaftsweisen, die mit dem Hinweis auf g&uuml;nstigere Steuern in Entwicklungsl&auml;ndern der Bundesregierung empfehlen, die Steuern zu senken. Welcher Hohn, aber so funktioniert das halt.<br>\nWenn man jetzt ber&uuml;cksichtigt, wie viele unterschiedliche Standards es allein in Europa zum Thema Sozialstandards, Umweltstandards. Verbraucherschutz, Steuern usw. gibt, wird deutlich, wohin das Ganze zwangsl&auml;ufig f&uuml;hrt. Hinzu kommt das strittige Investitionsschutzabkommen, das eine Paralleljustiz etabliert, die allen Investoren die Sicherheit gibt, dass es in Zukunft keine Gesetze geben wird, die einen negativen Einfluss auf die Gewinne haben. F&uuml;r etwaige geringere Gewinne w&auml;ren die Staaten schadenersatzpflichtig. Dies ist keine Theorie, sondern weltweit werden Staaten bereits von Unternehmen verklagt. (Siehe hierzu einschl&auml;gig bekannte F&auml;lle, ich m&ouml;chte hier nur an einige Beispiele erinnern z.B. wurde die Bundesrepublik von Vattenfall wg. des Atomausstiegs, der &auml;gyptische Staat wg. der Einf&uuml;hrung von Mindestlohn, Australien wg. des Verbots von Tabakwerbung verklagt. Es gibt hierzu zig weitere Beispiele). Interessanterweise laufen auch alle diese Verfahren unter strengster Geheimhaltung. So ist es z.B. nicht m&ouml;glich, die Klage von Vattenfall gegen die Bundesrepublik einzusehen. Ein Investitionsschutzabkommen in Kombination mit Abkommen &uuml;ber die gegenseitige Anerkennung der jeweiligen Standards h&auml;tte zur Folge, dass der Staat aber auch L&auml;nder und Kommunen keinerlei Gesetze bzw. Verordnungen mehr erlassen k&ouml;nnten, die in irgendeiner Form negativen Einfluss auf die Gewinne von Unternehmen h&auml;tten. Hierdurch w&uuml;rde unsere Demokratie zum Papiertiger. Mir ist es schleierhaft, warum unsere Parlamentarier und die Bundesregierung das nicht sehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.ethisch-oekologisches-rating.org\/eine-mail-an-mdb-linholz-cducsu-wg-ttipceta\/#more-193\">Projektgruppe Ethisch-&Ouml;kologisches Rating<\/a><\/li>\n<li><strong>SPD und TTIP &ndash; Friss, Vogel, oder stirb<\/strong><br>\nDer Streit in der SPD &uuml;ber TTIP erinnert an die Auseinandersetzung &uuml;ber das Grundrecht auf Asyl. Damals lie&szlig; sich die SPD von der Union jagen. Und heute soll wieder ein Parteitag aus schierer Not zustimmen.<br>\nFreihandel ist eigentlich ein Segen. Von der Art und Weise, wie Freihandelsabkommen von der EU vorbereitet werden, kann man das nicht sagen. Sie werden verhandelt, als m&uuml;ssten sie das Licht der &Ouml;ffentlichkeit scheuen. Abkommen mit dem Gewicht von Fundamental-Gesetzen sind aber kein Fertiggericht, das man den Parlamenten und der Bev&ouml;lkerung vorsetzen kann nach dem Motto: essen oder hungern. Mit solchen Methoden bringt man den Freihandel in Verruf.<br>\nIn der SPD bricht sich deshalb die Kritik an TTIP &amp; Co. Bahn. Wer diese Kritik als internetgef&uuml;ttert abtut, tut dem Freihandel keinen Gefallen. Denn die Kritik hat einen sehr harten rechtsstaatlichen Kern: Ein Investorenschutz in Verbindung mit einer nur einstufigen privaten Schiedsgerichtsbarkeit und ohne Rechtsmittel zu ordentlichen Gerichten f&uuml;hrt zur Aush&ouml;hlung rechtsstaatlicher Schutzstrukturen. Das widerspricht dem Grundgesetz, das widerspricht dem deutschen und europ&auml;ischen Ordre public. SPD-Chef Gabriel wird daher die Kritik nicht mit Friss-Vogel-oder- stirb-Argumenten plattmachen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/spd-und-ttip-friss-vogel-oder-stirb-1.2245007\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Was will Gabriel eigentlich erreichen, wenn er auf Biegen und Brechen die Zustimmung der SPD-Basis zum TTIP durchsetzen will? Zeigen, dass sich die herrschenden Eliten auf ihn verlassen k&ouml;nnen wie einst auf Schr&ouml;der? Soll einem die SPD deswegen leidtun? Da sie es irgendwie immer schafft. Figuren in f&uuml;hrende Positionen zu hieven, die alle sozialdemokratischen Prinzipien, sofern &uuml;berhaupt noch vorhanden, mit F&uuml;ssen treten. <\/em><br>\n<em>Es sei hier nochmals daran erinnert, dass die geheimen Schiedsgerichte als zentraler Bestandteil des TTIP einer unabh&auml;ngigen und rechtsstaatlichen Justiz Hohn sprechen. Dies wirft ein bezeichnendes Bild darauf was ein Sigmar Gabriel von einem demokratischen Rechtsstaat h&auml;lt. Das Tragische, die SPD wird aus der von Gabriel aufgestellten Falle nicht wieder herauskommen. Beharrt die Parteibasis auf der im September beschlossenen Position ist Gabriel als Parteichef ramponiert und dessen Position in der gro&szlig;en Koalition geschw&auml;cht. Ich gehe jede Wette ein, das wird nicht passieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ja zu einem fairen und nachhaltigen Handel &ndash; Stoppt TTIP, TiSA und CETA!<\/strong><br>\nDer SPD Unterbezirksparteitag verabschiedete am Freitag, den 28.11.2014 nach lebhafter und kontroverser Disussion folgenden Antrag zum TTIP:<br>\nWir fordern die Abgeordneten in Europarlament, Bundestag und Landtagen sowie die sozialdemokratischen Vertreterinnen und Vertreter in Bundesregierung und den Landesregierungen auf:\n<ol>\n<li>sich f&uuml;r den sofortigen Abbruch der Verhandlungen zu TTIP und TiSA sowie vergleichbarer Vertr&auml;ge einzusetzen. Es macht keinen Sinn, auf Basis von Mandaten zu verhandeln, deren Kernpunkte aus sozialdemokratischer Sicht zu massiven Nachteilen f&uuml;r B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger, Unternehmen und Kommunen in Nordrhein-Westfalen f&uuml;hren und demokratische und rechtsstaatliche Prinzipien grundlegend verletzen.<\/li>\n<li>eine Ratifikation von CETA abzulehnen bzw. f&uuml;r dessen Ablehnung einzusetzen.<\/li>\n<li>sich bei der Europ&auml;ischen Kommission daf&uuml;r einzusetzen, die Europ&auml;ische B&uuml;rgerinitiative &ldquo;Stop TTIP&rdquo; zuzulassen.<\/li>\n<li>sich f&uuml;r ein neues und transparentes Verhandlungsmandat einzusetzen, das zum Ziel hat, soziale und &ouml;kologische Mindeststandards f&uuml;r den Handel innerhalb der WTO oder mindestens zwischen Weltregionen zu etablieren. Besonderes Augenmerk soll dabei auf entwicklungsf&ouml;rdernden Abkommen mit Entwicklungs- und Schwellenl&auml;ndern gelegt werden.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.spd-duesseldorf.de\/meldungen\/13279\/183315\/Ja-zu-einem-fairen-und-nachhaltigen-Handel-Stoppt-TTIP-TISA-und-CETA.html\">SPD D&uuml;sseldorf<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>TTIP &ndash; The Growth and Employment Engine that Couldn`t<\/strong><br>\nThe story is that the transatlantic free trade agreement will open up substantial growth and employment opportunities to the participating countries.<br>\nTo back up this claim advocates of the agreement cite the findings of &raquo;independent&laquo; studies.<br>\nComparison of the findings of the three most influential studies shows that even if a comprehensive free trade agreement is eventually signed the expected growth and employment Effects would be minimal.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/id\/ipa\/11050.pdf%20\">Sabine Stephan in Friedrich-Ebert-Stiftung Perspective [PDF &ndash; 1.5 MB]<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>A Shortage of Private Investment in Germany? The Problem Is a Lack of Demand, not of Machinery<\/strong>\n<ul>\n<li>Since 2000 Germany&rsquo;s investment share has fallen far behind the Eurozone. The gap is principally attributable to a steep decline in construction investment. German trends for investment in equipment are actually better than in the rest of the Eurozone.<\/li>\n<li>Investment in equipment is still weak in historical terms, despite historically high profits and low tax and interest rates. The main problem for investment in equipment is low capacity utilisation.<\/li>\n<li>Investment in construction has increased as a proportion of GDP, but remains lower than in the rest of the Eurozone. Lack of investment in public infrastructure is one reason.<\/li>\n<li>The state could improve capacity utilisation by working to relax Eurozone austerity policies and increasing investment in public infrastructure.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/id\/ipa\/11061.pdf\">Fabian Lindner in Friedrich-Ebert-Stiftung International Policy Analysis [PDF &ndash; 1.8 MB]<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Das ist hundsgef&auml;hrlich!<\/strong><br>\nSaudi-Arabien verweigert der Opec die Drosselung der F&ouml;rderquote und spornt Deuter zu Spekulationen an: Sollen Staaten destabilisiert werden?<br>\nSaudi-Arabien hat sich durchgesetzt. Die Organisation Erd&ouml;l exportierender L&auml;nder (Opec) wird ihre Erd&ouml;lf&ouml;rderung vorerst nicht drosseln. Das verzweifelte Betteln der Habenichtse &ndash; Nigeria, Iran, Venezuela &ndash;, die, um den abgest&uuml;rzten &Ouml;lpreis zu stabilisieren, unbedingt die F&ouml;rderquote reduzieren wollten, blieb unerh&ouml;rt.<br>\nDer &Ouml;lpreis reagierte mit einem weiteren Absacker, die Aktiennotierungen von Luftfahrtgesellschaften und Autokonzernen schossen in die H&ouml;he. Schon vor der entscheidenden Sitzung am Donnerstag in Wien hatte der saudische &Ouml;lminister Ali al-Naimi den Kurs festgezurrt: Der Markt soll es richten, irgendwann werde sich der &Ouml;lpreis von selbst stabilisieren, sagte al-Naimi. Das wird er auch, die Frage ist nur, auf welchem Niveau. [&hellip;]<br>\nDoch Riad bleibt stur. Und die geopolitischen Weltendeuter in den Medien und Finanzzentren &uuml;berschlagen sich mit wilden Spekulationen: Wird hier ein neuer Machtkampf zwischen der saudischen und der US-amerikanischen &Ouml;lindustrie ausgetragen? Ein Ringen um die weltweite Vorherrschaft auf den neu geordneten &Ouml;lm&auml;rkten?<br>\nTats&auml;chlich trifft der taumelnde &Ouml;lpreis die boomende US-Produktion von Fracking-&Ouml;l ins Mark. Mit dem gegenw&auml;rtigen Fasspreis von weit unter 80 Dollar ist Fracking nicht mehr profitabel, an den meisten Standorten sind die Produktionskosten deutlich h&ouml;her.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!150381\/\">taz<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Rubel auf Rekordtief<\/strong><br>\nDer rasante Preisverfall beim &Ouml;l trifft die russische Wirtschaft und belastet den Rubel: Der Dollar kletterte in der Spitze um 3,3 Prozent auf ein Rekordhoch von 52,05 Rubel. Der Euro markierte mit &uuml;ber 65 Rubeln ebenfalls eine Bestmarke. Das Tempo des Verfalls erinnert inzwischen an die sogenannte Rubelkrise 1998. Der Moskauer Aktienindex RTS fiel um bis zu 4,5 Prozent auf den tiefsten Stand seit fast f&uuml;nfeinhalb Jahren&hellip;<br>\nRussland, das rund 40 Prozent seiner staatlichen Einnahmen aus dem &Ouml;l-Export bezieht, gehen nach eigener Auskunft bis zu 100 Milliarden Dollar j&auml;hrlich durch den fallenden &Ouml;lpreis verloren. Die Entscheidung der Opec, die F&ouml;rdermenge unver&auml;ndert zu belassen, hatte die Talfahrt der &Ouml;lpreise zuletzt noch einmal beschleunigt. Brent notierte am Montag mit 67,53 Dollar auf dem niedrigsten Stand seit mehr als f&uuml;nf Jahren. Seit Jahresanfang ist der Brentpreis vor allem wegen der Wirtschaftsflaute in Europa und China um fast 40 Prozent eingebrochen&hellip;<br>\nFinanzminister Anton Siluanow muss angesichts des gefallenen &Ouml;lpreises nun seinen Haushalt f&uuml;r 2015 &uuml;berarbeiten &ndash; weil er von einem Preis von 96 US-Dollar je Barrel ausging&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/rohstoffe-devisen\/devisen\/waehrungskrise-in-russland-rubel-auf-rekordtief\/11056474.html%20\">Handelsblatt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Seit 2012 wechseln erstmals mehr Versicherte von der privaten zur gesetzlichen Krankenversicherung als umgekehrt<\/strong><br>\nDer Anteil der PKV-Versicherten an der Bev&ouml;lkerung hat in den zur&uuml;ckliegenden Jahren kontinuierlich zugenommen. Das ist vor allem eine Folge des Versicherungswechsels der nicht mehr pflichtversicherten Arbeitnehmer: Die Abg&auml;nge in die PKV haben die Zug&auml;nge aus der PKV &uuml;bertroffen.\n<ul>\n<li>Aus der Abbildung l&auml;sst sich entnehmen, dass die PKV im Zeitraum zwischen 1991 und 2011 regelm&auml;&szlig;ig zu Lasten der GKV Mitgliedergewinne verbuchen konnte. Die entsprechenden Mitgliederverluste in der GKV sind in den zur&uuml;ckliegenden Jahren aber unterschiedlich stark ausgefallen.<\/li>\n<li>Der Ausschlag in den Jahren 1991 und 1992 ist vor dem Hintergrund von Gesundheitsreformgesetzen zu interpretieren, die den Wechsel von der GKV zur PKV f&uuml;r Arbeitnehmer mit einem Einkommen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze erleichtert haben. Seit 2003 setzt jedoch eine schrittweise Verringerung des &Uuml;bertritts in die PKV ein.<\/li>\n<li>Das liegt u.a. an der au&szlig;erordentlichen Anhebung der Versicherungspflichtgrenze im Jahr 2003. Zwischen 2007 und 2009 haben dann die Mitgliederverluste der GKV infolge steigender &Uuml;bertritte aus der GKV in die PKV wieder zugenommen. Verantwortlich hierf&uuml;r ist vor allem die 2009 in Kraft getretene Gesundheitsreform von 2007: Die privaten Krankenversicherungen m&uuml;ssen seitdem einen Basistarif anbieten, der den H&ouml;chstbedarf der GKV nicht &uuml;berschreiten darf und unabh&auml;ngig vom Krankheitsrisiko freiwillig Versicherten den Wechsel in die PKV erleichtern soll.<\/li>\n<li>In eine entgegengesetzte Richtung zielt die Regelung, dass ein Wechsel in die PKV nur noch dann m&ouml;glich war, wenn das Jahresarbeitsentgelt die Versicherungspflichtgrenze in drei aufeinander folgenden Kalenderjahren &uuml;berschreitet und diese voraussichtlich auch im vierten Kalenderjahr &uuml;berschreiten wird. Im Jahr 2011 (unter der schwarz-gelben Bundesregierung) ist diese Regelung zur&uuml;ckgenommen worden. Seitdem reicht das &Uuml;berschreiten der Einkommensgrenze wieder bereits nach einem Jahr aus.<\/li>\n<li>Eine bemerkenswerte Umkehr des Verh&auml;ltnisses zwischen GKV und PKV ist seit 2012 zu verzeichnen. So wechselten 2013 gut 37.000 Versicherte mehr von der PKV in die GKV als umgekehrt. Die Ursachen f&uuml;r diese Entwicklung sind vielf&auml;ltig. Entscheidend d&uuml;rften die massiven Tariferh&ouml;hungen sein, die viele Privatversicherungen verf&uuml;gt haben und f&uuml;r eine steigende Zahl von Mitgliedern nicht mehr zu tragen sind. Insgesamt haben sich die Ausgaben je Mitglied (&auml;rztliche Behandlung, Arzneimittel, Krankenhaus) in der PKV deutlich st&auml;rker erh&ouml;ht als in der GKV.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Siehe diese untenstehende Grafik hier:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/141202_abbVI27_Grafik_Monat_12_2014-1.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/141202_abbVI27_Grafik_Monat_12_2014-1_small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\/tl_files\/sozialpolitik-aktuell\/_Politikfelder\/Gesundheitswesen\/Datensammlung\/PDF-Dateien\/abbVI27_Grafik_Monat_12_2014.pdf\">Sozialpolitik aktuell [PDF &ndash; 183 KB]<\/a><\/p>\n<p><em>Hinweis: Auch diesen Monate wieder eine Reihe interessanter Dokumente auf <a href=\"http:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\/\">Sozialpolitik aktuell<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Betreuungsgeld: Rechenk&uuml;nste der bayerischen Staatsregierung und der gr&uuml;nen Opposition<\/strong><br>\nSeltsame Zahlen des bayerischen Staatsministeriums f&uuml;r Arbeit und Soziales, Familie und Integration zu den versandten Antragsformularen zum Betreuungsgeld. Stimmungsmache (Missbrauchsvorwurf) durch die unseri&ouml;se medienwirksame Addition von sch&ouml;ngerechneten Betreuungsgeld- und Betreuungsgeldquoten durch die gr&uuml;ne Opposition.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/images\/stories\/2014-11-30_basta-bayerische-rechenkuenste-betreuungsgeld.pdf\">B&uuml;ro f&uuml;r absurde Statistik (BaSta) [PDF &ndash; 172 KB]<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Betriebsr&auml;te&ndash;Mobbing als anwaltliche Dienstleistung<\/strong><br>\nWo er auftritt, verbreitet er Angst und Schrecken. Bei Spiegel Online wurde er als &bdquo;Betriebsr&auml;tefresser und Vollstrecker der Bosse&ldquo; beschrieben. In einer anderen Publikation wurde er als &bdquo;des Teufels Advokat&ldquo; bezeichnet. Gemeint war Rechtsanwalt Helmut Naujoks. Ein Schwergewicht in k&ouml;rperlicher Hinsicht, ist er bei arbeits-und betriebsverfassungsrechtlichen Streitigkeiten jedoch eher der Federgewichtsklasse zuzuordnen.<br>\nAuf seiner Homepage wirbt der Verfasser des &bdquo;Schwarzbuch Betriebsrat&ldquo; damit, dass &bdquo;Rechtsanwalt Helmut Naujoks zu den wenigen Anw&auml;lten im deutschen Arbeitsrecht z&auml;hlt, die konsequent und ausschlie&szlig;lich Arbeitgeberinteressen vertreten. Hervorgetreten ist Rechtsanwalt Helmut Naujoks in den vergangenen Jahren mit einer Vielzahl von F&auml;llen, in denen er Arbeitgeber in zum Teil erbittert gef&uuml;hrten Auseinandersetzungen mit Betriebsr&auml;ten und Gewerkschaften vertreten hat und in denen es Naujoks gelungen ist, die Auseinandersetzungen im Sinne der Arbeitgeber beizulegen&ldquo;.<br>\nWenn man diese Eigenwerbung liest, kann man zu dem Ergebnis kommen, dass es sich bei Naujoks um einen versierten Arbeitsrechtler handelt, dem es in vielen F&auml;llen gelungen ist, in arbeits- und betriebsverfassungsrechtlichen Streitigkeiten obsiegend den Gerichtssaal zu verlassen.<br>\nWeit gefehlt! Genau das Gegenteil ist der Fall. Obsiegende F&auml;lle kann er so gut wie keine in seiner langj&auml;hrigen Laufbahn verzeichnen.<br>\nRichtig indes ist aber, dass es ihm nicht selten gelungen ist,  Betriebsratsmitglieder aus dem Betrieb zu entfernen oder  Betriebsratsgremien zu demontieren.<br>\nUm dies zu erreichen &uuml;berzieht Naujoks Betriebsr&auml;te mit Abmahnungs- und K&uuml;ndigungswellen. Mehrere fristlose K&uuml;ndigungen sind keine Seltenheit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgbrechtsschutz.de\/recht\/arbeitsrecht\/betriebsraete-und-personalraete\/betriebsraete-mobbing-als-anwaltliche-dienstleistung\/\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Ob wohl Ijob einem Job nachging?<\/strong><br>\nArbeitsstellen. Oder Arbeitspl&auml;tze. Aber von denen spricht ja keiner mehr. Alle haben sie den Job im Visier. Selbst die &raquo;Tagesschau&laquo; spricht lieber von Jobs. 1045 Treffer ergab die Suche nach dem W&ouml;rtchen auf der Webpr&auml;senz der &raquo;Tagesschau&laquo;. 834 waren es im Plural. Ich muss sagen, mich st&ouml;rt das. Wir sollten wieder mehr &uuml;ber Arbeitspl&auml;tze und weniger &uuml;ber Jobs reden. Auch wenn &raquo;Job&laquo; nat&uuml;rlich besser das Lebensgef&uuml;hl trifft, das man heute den erwerbsf&auml;higen Menschen eintrichtern will.<br>\nDenn wenn die Regierung mal wieder t&ouml;nt, sie h&auml;tte so und so viele Jobs geschaffen, dann kann man getrost erwidern: &raquo;Stimmt schon. Jobs habt ihr geschaffen! Nur keine Arbeitspl&auml;tze.&laquo; Denn das W&ouml;rtchen &raquo;Job&laquo; kommt wahrscheinlich von der alten englischen Formel &raquo;jobbe of worke&laquo;, was so viel wie &raquo;ein wenig Arbeit&laquo; meint und den Gegensatz zu langfristiger oder dauerhafter Arbeit beschreiben soll. Es ist insofern eine &raquo;kurze Gelegenheit zum Geldverdienen&laquo;. Etwas also, was man &raquo;bei Gelegenheit&laquo; tut. Nichts Dauerhaftes gewisserma&szlig;en. Ich gebe aber zu, dass die Wortherkunft nicht ganz sicher ist. Allzu spekulativ scheint mir der Ansatz dann aber auch wieder nicht zu sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2014\/12\/ob-wohl-ijob-einem-job-nachging.html\">ad sinistram<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Neuer Riese auf dem Wohnungsmarkt<\/strong><br>\nDie deutsche Immobilienbranche steht vor einer Gro&szlig;fusion: Mit der Deutschen Annington und Gagfah wollen sich zwei der gr&ouml;&szlig;ten Immobilienkonzerne des Landes zusammentun. Die Deutsche Annington bietet fast 3,9 Milliarden Euro f&uuml;r den Konkurrenten aus dem Ruhrgebiet.<br>\nDie beiden Unternehmen erhoffen sich durch die &Uuml;bernahme Kosteneinsparungen in H&ouml;he von 84 Millionen Euro im Jahr &ndash; allerdings sollen erst einmal Belastungen in H&ouml;he von etwa 310 Millionen Euro anfallen. Arbeitspl&auml;tze sollen aber nicht abgebaut werden, hei&szlig;t es in einer Mitteilung. Es soll eine neue Unternehmenszentrale im Einzugsgebiet der beiden jetzigen Unternehmenszentralen in M&uuml;lheim an der Ruhr und Bochum entstehen. Wo, sei noch nicht klar. Auch &uuml;ber einen neuen Namen sei noch nicht entschieden, sagte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Annington, Rolf Buch.<br>\nEs ist bereits die zweite Gro&szlig;fusion unter b&ouml;rsennotierten Wohnungsgesellschaften in Deutschland. Vor einem Jahr hatten die Deutsche Wohnen und die GSW ihren Zusammenschluss angek&uuml;ndigt.<br>\nSollte der Zusammenschluss gelingen, w&uuml;rde Deutschlands gr&ouml;&szlig;ter Immobilienkonzern mit insgesamt etwa 350 000 Wohnungen entstehen. Der Wert: etwa 21 Milliarden Euro. &ldquo;Es werden mehr als eine Million Menschen bei uns wohnen&rdquo;, sagte Buch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/fusion-von-deutsche-annington-und-gagfah-neuer-riese-auf-dem-wohnungsmarkt-1.2246417\">SZ<\/a>\n<p><strong>Dazu: Die Akte Annington<\/strong><br>\nDeutschlands gr&ouml;&szlig;ter Vermieter sitzt in Bochum und D&uuml;sseldorf: Die Deutsche Annington vermietet nach eigenen Angaben &uuml;ber 220 000 Wohnungen in Deutschland. Eine riesige Ansammlung von kleinen und gro&szlig;en Mietskasernen, Hochh&auml;usern und Werkssiedlungen.<br>\nZehntausende Mieter sind inzwischen verzweifelt, suchen Hilfe in Internetforen, bei Mietervereinen und Verbraucherzentralen. Denn die Annington macht kaum etwas an ihren Altbauwohnungen, l&auml;sst ganze Stadtteile verkommen. Schimmel, schlechter Service und undurchsichtige Nebenkostenabrechnungen sind Reizthemen f&uuml;r tausende Deutsche, wenn sie den Namen ihres Vermieters h&ouml;ren.<br>\nErst 2001 wurde die Firma gegr&uuml;ndet. Sie &uuml;bernahm zehntausende Wohnungen z. B. aus dem Bestand der Deutschen Bahn, sp&auml;ter auch der Viterra, wollte sie sanieren und gewinnbringend verkaufen. Doch die Umwandlung in Eigentumswohnungen schlug fehl: Viele Mieter, denen ihre Wohnungen zum Kauf angeboten wurden, hatten gar nicht das n&ouml;tige Eigenkapital. Also l&auml;sst die Annington tausende Wohnungen liegen, gibt kein Geld aus. Nur einmal wurde der Vorstand aktiv: Als es darum ging, die Annington an die B&ouml;rse zu bringen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/fernsehen\/dokumentation_reportage\/die-story\/sendungen\/die-akte-annington100.html\">WDR<\/a><\/p>\n<p><strong>Und: <a href=\"https:\/\/de-de.facebook.com\/Annington\">Deutsche Annington &ndash; Aufstand der Mieter<\/a><\/strong><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Lobbyismus<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Bundesministerien: Staatsrechtler kritisiert Einfluss der Lobby-Leiharbeiter<\/strong><br>\nSie sitzen in allen Ministerien &ndash; mit ganz eigener Agenda: Externe Mitarbeiter von Unternehmen pr&auml;gen die Berliner Politik ma&szlig;geblich mit. Staatsrechtler Bernd Hartmann h&auml;lt diese Praxis f&uuml;r verfassungswidrig.<br>\nDie Praxis hat sich &uuml;ber Jahrzehnte im politischen Betrieb der Hauptstadt eingespielt: Permanent sind Dutzende Mitarbeiter deutscher Unternehmen in Bundesministerien besch&auml;ftigt; sie verfassen Redeentw&uuml;rfe f&uuml;r Minister, basteln an Gesetzestexten oder nehmen f&uuml;r das Ministerium an Tagungen teil.<br>\nDie Leih-Experten kommen von der Deutschen Bank, von Lufthansa,BASF, Daimler, Siemens, SAP oder auch aus dem Bundesverband der Deutschen Industrie. In vielen F&auml;llen zahlt ihr Arbeitgeber sogar das Gehalt weiter. Und nach der Auszeit im Polit-Biotop Berlin kehren sie in den alten Job zur&uuml;ck.<br>\nDer Staatsrechtler Bernd Hartmann, Professor an der Universit&auml;t Osnabr&uuml;ck, nennt dieses Vorgehen &ldquo;verfassungswidrig&rdquo;. Es sei &ldquo;eines Rechtsstaates unw&uuml;rdig&rdquo;, sagte er dem SPIEGEL. In seiner knapp 80-seitigen Expertise (&ldquo;Inklusive Verwaltung: Der vor&uuml;bergehende Seitenwechsel aus der Privatwirtschaft in den Staatsdienst&rdquo;) weist Hartmann nach, dass sich die Praxis, einst f&uuml;r wenige Einzelf&auml;lle gedacht, verselbst&auml;ndigt hat.<br>\nSo gibt es eine Verwaltungsvorschrift, wonach der Einsatz &ldquo;im Regelfall&rdquo; die Dauer von sechs Monaten nicht &uuml;berschreiten soll. Tats&auml;chlich waren laut Hartmann in den vergangenen Jahren &uuml;ber 80 Prozent der Leiharbeiter l&auml;nger als sechs Monate im Einsatz, &uuml;ber 25 Prozent sogar l&auml;nger als zwei Jahre. Genug Zeit, Firmeninteressen einzubringen und Netzwerke zu spinnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/lobbyismus-in-ministerien-externe-berater-in-der-kritik-a-1005903.html\">Spiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Verteidigungsministerium soll Lobbyjob von Ex-Staatssekret&auml;r untersagen<\/strong><br>\nErneut wechselt ein Spitzenpolitiker die Seiten und nimmt einen Lobbyjob an. Der fr&uuml;here beamtete Staatssekret&auml;r im Verteidigungsministerium, St&eacute;phane Beemelmans, tritt heute seinen seinen neuen Posten als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Lobbyagentur EUTOP in Berlin. EUTOP ist eine verschwiegene Lobbyagentur, die in der Vergangenheit u.a. durch fragw&uuml;rdige Sponsoringzahlungen aufgefallen ist. Mit Beemelmans gewinnt die Agentur einen Politik-Insider, der gleich mehrere wichtige Ministerien von innen kennt. Damit verschafft sich EUTOP einen Vorteil im Lobbygesch&auml;ft. Wir fordern das Verteidungsministerium auf, die bestehende Karenzzeitregelung f&uuml;r Beamte auszunutzen und Beemelmans den Seitenwechsel zu untersagen.<br>\nBeemelmans ist ein Vertrauter von Innenminister Thomas de Maizi&egrave;re (CDU). Von 2005 bis 2009 leitete Beemelmans das B&uuml;ro des damaligen Kanzleramtschefs, sp&auml;ter arbeitete er unter de Maizi&egrave;re im Bundesinnenministerium. 2011 wurde er beamteter Staatssekret&auml;r im Verteidigungsministerium, als de Maizi&egrave;re Verteidigungsminister war. Unter der neuen Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen wurde Beemelmanns im Februar aus dem Amt entlassen. EUTOP und das EUTOP-Firmennetz fielen in der Vergangenheit u.a. durch merkw&uuml;rdige Sponsoringzahlungen an die FDP auf.<br>\nDer Fall ist brisant, weil Beamte gesetzlich dazu verpflichtet sind, neue T&auml;tigkeiten dem bisherigen Dienstherren f&uuml;nf Jahre lang zu melden. Dieser kann die T&auml;tigkeit untersagen, wenn sie dienstliche Interessen beeintr&auml;chtigt. Eigentlich bietet diese Regelung eine Handhabe gegen Seitenwechsel in Lobbyjobs. Allerdings wird die Regelung leider sehr lax gehandhabt. Das zeigten j&uuml;ngst Antworten aus den Innenministerium auf Anfragen des SPD-Abgeordneten Marco B&uuml;low (pdf, S. 12) zu den gemeldeten und untersagten T&auml;tigkeiten in den Jahren 2010 bis 2013. In diesem Zeitraum wurde nur drei Beamten eine solche Genehmigung verweigert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2014\/12\/verteidigungsministerium-soll-lobbyjob-von-ex-staatssekretaer-untersagen\/\">Lobbycontrol<\/a>\n<p><strong>Dazu: Intime Einflussnahme<\/strong><br>\nAm heutigen Montag tritt St&eacute;phane Beemelmans seinen neuen Job bei Eutop an. Der fr&uuml;here Staatssekret&auml;r wird Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Berliner Dependance der Lobbyagentur, die die &ldquo;Interessen privater Unternehmen, Verb&auml;nde und Organisationen bei der Europ&auml;ischen Union und ausgew&auml;hlten Mitgliedstaaten&rdquo; vertritt. Residieren wird Beemelmans in exquisiter Lage, &ldquo;nur einen Katzensprung von Bundestag und diversen Bundesministerien entfernt&rdquo;, wie es in der Selbstdarstellung seines neuen Arbeitgebers hei&szlig;t. Das ist praktisch, schlie&szlig;lich verspricht das Unternehmen seinen Kunden &ldquo;die fr&uuml;hzeitige Identifikation legislativer und exekutiver Herausforderungen und zeigt strategische Handlungsoptionen auf&rdquo;. Daf&uuml;r d&uuml;rfte Beemelmans genau der richtige Mann sein, denn er kennt sich aus: Bis ihn Ursula von der Leyen im Fr&uuml;hjahr in den einstweiligen Ruhestand versetzte, arbeitete der 49-J&auml;hrige im Bundesverteidigungsministerium. Er gilt als ein enger Vertrauter von von der Leyens Amtsvorg&auml;nger Thomas de Maizi&egrave;re.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2014%2F12%2F01%2Fa0050&amp;cHash=33b0b9537e004a1c32256cca0b290b1b\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Das Ende des Kapitalismus im 21. Jahrhundert?<\/strong><br>\nAm 7. November 2014 hielt der franz&ouml;sische Wirtschaftswissenschaftler Thomas Piketty die erste Democracy Lecture der &raquo;Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik&laquo;. Sie bildete den Auftakt einer neuen Veranstaltungsreihe, die wir in Zusammenarbeit mit dem Haus der Kulturen der Welt in Berlin durchf&uuml;hren. In dieser werden wichtige Intellektuelle zu den dramatischen Herausforderungen unserer Zeit Stellung beziehen.<br>\nPiketty, dessen Buch &raquo;Das Kapital im 21. Jahrhundert&laquo; derzeit weltweit f&uuml;r Furore sorgt, diskutierte im Anschluss an seinen Vortrag mit Susan Neiman, Hans-J&uuml;rgen Urban und Joseph Vogl, moderiert von Mathias Greffrath.<br>\nDer ungeheure Andrang von rund 2500 Interessierten &uuml;berstieg alle unsere Erwartungen. Umso mehr freuen wir uns, gerade all jenen, die die Veranstaltung nicht vor Ort verfolgen konnten, im Folgenden sowohl Thomas Pikettys Rede als auch die anschlie&szlig;ende Debatte ungek&uuml;rzt pr&auml;sentieren zu k&ouml;nnen. Die &Uuml;bersetzung aus dem Franz&ouml;sischen stammt von Christa Herterich. Auf unserer Website finden Sie zudem die filmischen Mitschnitte von Vortrag und Diskussion.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2014\/dezember\/das-ende-des-kapitalismus-im-21.-jahrhundert\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Amerika, du hast es schlechter &ndash; Lagebericht in 45 Punkten<\/strong><br>\nWeltmacht? Dieses Land kann so nicht mehr funktionieren. Daf&uuml;r gibt es Gr&uuml;nde. Die Liste ist lang. Von der amerikanischen Wehleidigkeit &uuml;ber die Ivy-League bis zur chinesischen Konkurrenz. [&hellip;]<br>\n5. Man muss sogar ernsthaft nach dem Charakter der Vereinigten Staaten als Demokratie fragen. In einem Land, in dem die unteren f&uuml;nfzig Prozent der Gesellschaft (einkommensbezogen betrachtet) eher selten an Wahlen teilnehmen, muss man eher von einem sp&auml;tfeudalen Regime reden, das sich zwar als Demokratie geriert, aber faktisch Z&uuml;ge des preu&szlig;ischen Dreiklassenwahlrechts tr&auml;gt. [&hellip;]<br>\n24. Und wie steht es &uuml;berhaupt mit einer Gesellschaft, deren Elite mittlerweile jeglichen Sinn f&uuml;r Selbstdisziplin &ndash; und materielle Bescheidenheit &ndash; verloren hat? Die sich aber obendrein &uuml;ber &bdquo;death taxes&ldquo; beklagt, obwohl fast alle realen Einkommenszuw&auml;chse bei den oberen ein bis zwei Prozent der Einkommensskala landen? [&hellip;]<br>\n30. Der sagenhafte amerikanische Optimismus erscheint letztlich mehr als ein vorl&auml;ufig kostensparendes Instrument, um mit einem rein rhetorischen Kunstgriff (samt dessen Erhebung zum gesamtgesellschaftlichen Glaubensprinzip) den Auf- und Ausbau eines effizienten Sicherungsnetzes zur St&uuml;tzung der sozial Schwachen zu verhindern. [&hellip;]<br>\n41. Wir sind aufgewachsen mit dem Verst&auml;ndnis, dass Amerika eine Gesellschaft mit hoher Durchl&auml;ssigkeit zwischen den sozialen Schichten hat &ndash; das ist die Geschichte vom Tellerw&auml;scher, der es zum Million&auml;r bringt. Die Wirklichkeit zeigt aber das Gegenteil: Unter den OECD-L&auml;ndern geh&ouml;ren die Vereinigten Staaten sozialstatusbezogen zu den am wenigsten durchl&auml;ssigen Gesellschaften. Die Eliten rekrutieren sich zunehmend selbst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/lagebericht-in-45-punkten-amerika-13290374.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Gerade der f&uuml;nfte Punkt erscheint f&uuml;r alle Demokratien unter der ideologischen Fuchtel des Neoliberalismus relevant. Auch f&uuml;r Deutschland zeichnet sich ein signifikanter R&uuml;ckgang der Wahlbeteiligung der &auml;rmeren Gesellschaftsschichten ab, der im Ergebnis quasi zu einem Klassenwahlrecht f&uuml;hrt. An sonst ist dieser Beitrag eine bemerkenswerte Analyse des aktuellen Zustandes der USA. Die, um es noch einmal zu wiederholen, durchaus auf alle westlichen Demokratien in welchen der Neoliberalismus das Primat der Politik bestimmt, angewendet werden kann, explizit der EU, mit ihrem neoliberalen Kommissionspr&auml;sidenten Juncker. <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Die meisten dieser Punkten lassen sich 1:1 auch auf Deutschland und die EU &uuml;bertragen. Und f&uuml;r die Punkte, die nicht &uuml;bertragbar sind, lie&szlig;e sich m&uuml;helos nationaler Ersatz finden. Wer es denn nun &bdquo;schlechter&ldquo; hat, bleibt also offen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Am Rande der Servicewelt<\/strong><br>\nBei der Betrachtung &raquo;einfacher&laquo; Dienstleistungen finden sich wiederum deutliche Hinweise darauf, dass Dienstleistungsarbeit auch dazu f&uuml;hren kann, dass hier ein Prozess der Proletarisierung entsteht.<br>\nDer Sozialwissenschaftler G&oslash;sta Esping-Andersen hat als einer der ersten m&ouml;gliche Abw&auml;rtsbewegungen im Segment &raquo;einfacher&laquo; Dienstleistungsarbeit zum Thema gemacht. Mit dem Begriff des &raquo;Service-Proletariats&laquo; regt er eine Diskussion &uuml;ber soziale Spaltungen an, die den Wissens&ouml;konomien einen Bereich &raquo;einfacher&laquo; Dienstleistungsarbeit gegen&uuml;berstellt. Diese &raquo;einfachen&laquo; Dienste lassen sich Branchen zuordnen. Sie sind vornehmlich in Superm&auml;rkten, der Geb&auml;udereinigung, den Postservices und Sicherheitsdiensten zu finden. Der Lohn dieser T&auml;tigkeiten reicht oft nicht aus, um die Existenz ausreichend abzusichern. In den Tabellen des Statistischen Bundesamtes rangieren sie in den Sparten des Niedriglohnsektors. F&uuml;r einfache Dienstleister beschleunigt sich nicht nur der Wechsel zwischen Drinnen und Drau&szlig;en. Die Arbeitsvertr&auml;ge sind auch oft befristet und die Dienstleister haben gleich mehrere dieser Jobs. Hinzu kommt eine Tendenz zur Dequalifizierung.<br>\nDer soziale Aufstieg von Berufsgruppen ist nach wie vor ma&szlig;geblich von Professionalisierung, das hei&szlig;t unter anderem von Ausbildungs- bzw. Weiterbildungsangeboten bestimmt. In den &raquo;einfachen&laquo; Diensten bestehen kaum Bildungsm&ouml;glichkeiten und es wird auch kaum eine Qualifizierung verlangt. Viele T&auml;tigkeiten sind zwar formal Ausbildungsberufe. Faktisch wird aber von den Unternehmen keine zertifizierte Ausbildung gefordert. Es sind hier &bdquo;Jedermannsarbeitsm&auml;rkte&ldquo; entstanden, innerhalb derer das Anspruchs- und Lohnniveau niedrig bleibt. &raquo;Einfache&laquo; Dienstleistungsarbeit ist so zum Zufluchtsort f&uuml;r Geringqualifizierte, Schul- und Ausbildungsabbrecher, Migrationsverlierer, deren Berufsabschl&uuml;sse nicht anerkannt werden, sowie Betroffene von Rationalisierungen in anderen Branchen, also zum sogenannten &bdquo;Dumping Ground&ldquo; geworden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/30-2014\/++co++446289ea-7638-11e4-820f-52540066f352\">Gegenblende<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>1147 Opfer bei 41 &raquo;Zielpersonen&laquo;<\/strong><br>\nTrotz fragw&uuml;rdiger Kriterien soll US-Drohnenkrieg in Afghanistan weitergehen. Die Gener&auml;le haben sich durchgesetzt: Die US-Regierung genehmigt ihren Truppen in Afghanistan 2015 weitere Kampfmissionen. Neben Bombern und Kampfjets sollen auch Drohnen zum Einsatz kommen.<br>\nDer Drohnenkrieg der Vereinigten Staaten genie&szlig;t einen schlechten Ruf in der Welt. Recherchen der britischen Menschenrechtsorganisation Reprieve, die sich auch gegen Todesstrafe und Folter ausspricht, haben ergeben, dass bei den Drohnenattacken der US-Streitkr&auml;fte f&uuml;r 41 konkrete &raquo;Zielpersonen&laquo; bis jetzt 1147 Menschen sterben mussten. Unter diesen zur T&ouml;tung freigegebenen Personen befinden sich Ayman al-Zawahiri, Nachfolger Osama bin Ladens als Chef von Al Qaida, sowie Djalaluddin Haqqani, Anf&uuml;hrer des nach ihm benannten Netzwerkes. Die beiden M&auml;nner sind wie zahlreiche weitere Zielpersonen immer noch am Leben.<br>\nBei der absoluten Mehrzahl der Opfer handelt es sich ausschlie&szlig;lich um Zivilisten aus der afghanisch-pakistanischen Grenzregion, Jemen und Somalia. Berichten zufolge wurden &uuml;ber 3000 Menschen in diesen Regionen mit US-amerikanischen Drohnen ermordet. Laut Angaben des &raquo;Bureau of Investigative Journalism&laquo; (TBIJ), einer in London ans&auml;ssigen Gruppierung, handelt es sich bei zw&ouml;lf Prozent der rund 2500 Toten in Afghanistan und Pakistan um extremistische K&auml;mpfer. Lediglich vier Prozent der Toten aus dieser Region waren Mitglieder von Al Qaida. Konkrete Zahlen aus Afghanistan existieren nicht. Laut dem TBIJ ist das Land am Hindukusch das &raquo;am meisten von Drohnen bombardierte Land der Welt&laquo;.<br>\nAbgesehen von den genannten Zahlen und Fakten wurden vor Kurzem weitere fragw&uuml;rdige Methoden des Drohnenkrieges bekannt. Konkret geht es um das Identifizieren von Drohnenopfern, die von den meisten Medien, auch von vielen vor Ort, oftmals ohne jeglichen Beweis als &raquo;Militante&laquo; bezeichnet werden. Dieses Vorgehen wurde vom Enth&uuml;llungsjournalisten und Snowden-Vertrauten Glenn Greenwald vor wenigen Tagen auf der Investigativ-Plattform &raquo;The Intercept&laquo; genauer beschrieben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/954056.1147-opfer-bei-41-zielpersonen.html?sstr=emran%7Cferoz\">Neues Deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Former U.S. Ambassador to Syria Asks: After Assad, Then What?<\/strong><br>\n&ldquo;It&rsquo;s not clear who or what would come in his place,&rdquo; says Robert Ford, &ldquo;and it&rsquo;s a valid concern.&rdquo;<br>\nDespite stern rhetoric and barrages of missiles from Western forces, ISIL, the insurgency that calls itself the Islamic State, isn&rsquo;t looking very degraded or destroyed. While the coalition led by the United States , as the crucial test of its effectiveness, focused its attention and more than 270 airstrikes on the fight for Kobani, the predominantly Kurdish town in northern Syria where small gains have been made against ISIL, the terrorist army captured two gas fields in central Syria, murdered 300 members of a Sunni tribe that dared to oppose it in Iraq, and beheaded 26-year-old American aid worker Abdul Rahman Kassig, also known as Peter.<br>\nISIL, with its extreme religious ideology, states its aim as the creation of a caliphate, a temporal expression of its draconian theology&mdash;one shared by few in the Sunni branch of Islam, for which its leaders claim to speak. More extreme than Afghanistan&rsquo;s Taliban&mdash;famous for its banning of women from public life and girls from school&mdash;ISIL has made a specialty of beheading its enemies, even Sunni Muslims.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/prospect.org\/article\/former-us-ambassador-syria-asks-after-assad-then-what\">Prospect<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Bundeskanzler a.D. blamiert deutschen Spitzenjournalisten<\/strong><br>\nEs bereitet Vergn&uuml;gen, wie hier Schr&ouml;der den Joffe blo&szlig;stellt und mit dessen eigenen &ldquo;Argumenten&rdquo; schl&auml;gt. Typen wie Joffe spekulieren nun einmal mit der Verge&szlig;lichkeit der Leute. G&auml;be es die Volksseuche der Verge&szlig;lichkeit nicht, h&auml;tten es all die Joffes ungemein schwerer, die Menschen an den Nasenringen durch die mediale Manege zu f&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/luzifer-lux.blogspot.de\/2014\/11\/bundeskanzler-ad-blamiert-deutschen.html\">luzifer-lux-blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>das Allerletzte: Lisas Welt &ndash; Der Putin-Erkl&auml;rer<\/strong><br>\nDen Putin versteht in Lisas Klasse niemand. Da kann nur ein Zoobesuch helfen. Denn da gibt&rsquo;s den ber&uuml;hmten Putin-Erkl&auml;rer Bernhard Grzimek und der wei&szlig; genau, wie sich der K&ouml;nig der Taiga verh&auml;lt und was der Mensch daf&uuml;r tun kann, dass sein Lebensraum erhalten bleibt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/report\/lisas-welt-der-putin-erklaerer\/-\/id=233454\/nid=233454\/did=14366710\/10xd54p\/index.html\">SWR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Volksverhetzung im &Ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-24135","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24135","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=24135"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24135\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":28418,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24135\/revisions\/28418"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=24135"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=24135"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=24135"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}