{"id":24176,"date":"2014-12-05T09:05:22","date_gmt":"2014-12-05T08:05:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24176"},"modified":"2014-12-05T09:05:22","modified_gmt":"2014-12-05T08:05:22","slug":"hinweise-des-tages-2270","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24176","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24176#h01\">Freihandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24176#h02\">Ukraine\/Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24176#h03\">&laquo;Spiegel&raquo; versenkt weiteren Chefredaktor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24176#h04\">Wie die staatliche Unterfinanzierung des Pflegesektors informelle und prek&auml;re Arbeit beg&uuml;nstigt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24176#h05\">INSM l&auml;sst nicht locker: Dritte &ldquo;Studie&rdquo; zum Mindestlohn und Bettelei um neue Staatssubvention<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24176#h06\">Kein Konzept gegen Kinderarmut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24176#h07\">Wie Firmen gegen Betriebsr&auml;te vorgehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24176#h08\">SWR-Doku zeigt problematische N&auml;he von Politik und Lobbyisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24176#h09\">T&uuml;rkei: Polizei darf schneller schie&szlig;en<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24176#h10\">&Auml;gypten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24176#h11\">Moldawiens europ&auml;ische Wahl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24176#h12\">Die &ldquo;Verantwortung&rdquo;, die sie meinen, die &ldquo;Macht&rdquo;, die sie wollen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24176#h13\">&bdquo;Aktiv. Attraktiv. Anders. &ndash; Bundeswehr in F&uuml;hrung&ldquo;: Die aktuelle Reklame- und Rekrutierungskampagne der Bundeswehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24176#h14\">Biermann hat ein Schwarz-Wei&szlig;-Denken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24176#h15\">Neuer Eklat im NSA-Ausschuss: BND-Agent der L&uuml;ge bezichtigt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24176#h16\">Bundesrechnungshof-Bericht vorgelegt: Warum l&uuml;gt Merkel uns an?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24176#h17\">Der barmherzige Atheist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24176#h18\">Aufruf zum &ldquo;Friedenswinter&rdquo;: Hauptsache gegen die Nato<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24176&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Freihandel<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&bdquo;Es darf keine Paralleljustiz geben&ldquo;<\/strong><br>\nRechtsexperte Harald Baumann-Hasske von der SPD will die EU-Abkommen mit Kanada und den USA neu verhandeln. Sigmar Gabriel sieht er in einem Dilemma.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/SPD-Politiker-ueber-TTIP-und-Ceta\/!150529\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Eine Million Unterschriften gegen TTIP<\/strong><br>\nHeute fr&uuml;h &uuml;berschritt die Zahl der Unterschriften f&uuml;r die von 320 NGOs initiierte europ&auml;ische B&uuml;rgerinitiative Stop TTIP die Schwelle von einer Million. Das ist in zweierlei Hinsicht bemerkenswert: Zum einen, weil die Unterschriften in weniger als zwei Monaten gesammelt wurden &ndash; und zum anderen, weil sie trotz der Ablehnung durch die am 1. November aus dem Amt geschiedene EU-Kommission zustande kamen.<br>\nDie sah ein TTIP-Verhandlungsmandat als blo&szlig;en &ldquo;internen Vorbereitungsakt&rdquo;, der ihrer Argumentation nach nicht zum Thema einer Europ&auml;ischen B&uuml;rgerinitiative gemacht werden kann. Au&szlig;erdem stellte sie sich auf den Standpunkt, dass Europ&auml;ischen B&uuml;rgerinitiativen nur den Abschluss von internationalen Vertr&auml;gen fordern d&uuml;rften, aber nicht deren Verhinderung.<br>\nWeil dies jedoch nirgendwo steht, und weil der Lissaboner Vertrag nicht zwischen internen Rechtsakten und Rechtsakten mit Drittwirkung unterscheidet, klagt Stop TTIP vor dem Europ&auml;ischen Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg gegen die Nichtzulassung und sammelt bis zum Abschluss des Verfahrens auf eigene Faust Unterschriften.<br>\nDas &Uuml;berschreiten der Millionenh&uuml;rde, die die wichtigste formale Voraussetzung einer erfolgreichen Europ&auml;ischen B&uuml;rgerinitiative ist, wertet die Stop-TTIP-Sprecherin Maritta Strasser als &ldquo;&uuml;berw&auml;ltigenden Erfolg&rdquo; und als &ldquo;schallende Ohrfeige f&uuml;r die alte von Jos&eacute; Manuel Barroso gef&uuml;hrte EU-Kommission, die &ldquo;den B&uuml;rgerwillen ignoriert&rdquo; habe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/43\/43516\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ukraine\/Russland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Putins Rede an die Nation &bdquo;Krim so heilig wie der Tempelberg&ldquo;<\/strong><br>\nDer russische Pr&auml;sident Putin hat in seiner j&auml;hrlichen Rede zur Lage der Nation die Annexion der Krim verteidigt. Der Anschluss der Halbinsel an Russland sei in v&ouml;lligem Einklang mit dem V&ouml;lkerrecht geschehen. &bdquo;Russland wird sich nicht vor der Unterwerfungspolitik des Westens beugen&ldquo;. Die EU habe Russland vor einem Jahr bei den Verhandlungen &uuml;ber ein Assoziationsabkommen mit der Ukraine &bdquo;v&ouml;llig ignoriert, trotz gro&szlig;er Auswirkungen des Vertrags auf Moskau. &bdquo;Uns wurde gesagt, dass es uns angeblich nichts angeht.&ldquo;<br>\nRussland habe aber legitime Interessen. Die Krim habe f&uuml;r Russland &bdquo;gro&szlig;e zivilisatorische und sakrale Bedeutung &ndash; jetzt und f&uuml;r immer&ldquo;, sagte der Pr&auml;sident in seiner live im Staatsfernsehen &uuml;bertragenen Rede. Sie sei den Russen &bdquo;so heilig wie der Tempelberg denjenigen, die sich zum Judentum oder zum Islam bekennen&ldquo;, sagte Putin in Moskau weiter. Amerika warf er vor, in Russlands unmittelbarer Nachbarschaft zu z&uuml;ndeln und die Region zu destabilisieren. &bdquo;Manchmal wei&szlig;t man nicht, mit wem man sprechen soll &ndash; mit den Regierungen mancher Staaten oder direkt mit ihren amerikanischen Sponsoren.&ldquo;<br>\nPutin dankte allen Beteiligten der Annexion &bdquo;f&uuml;r ihre Unterst&uuml;tzung in einem schicksalsvollen Moment, in dem sich die Zukunft entscheidet&ldquo;. Was in der Ostukraine geschehe, best&auml;tige die Richtigkeit der russischen Haltung. Russland habe dieses Jahr gezeigt, &bdquo;dass es seine Landsleute verteidigen&ldquo; k&ouml;nne. &bdquo;Wir haben es durch euch getan, B&uuml;rger Russlands. Wir glauben an uns.&ldquo; F&uuml;r viele europ&auml;ische L&auml;nder sei der Begriff Nationalstolz unbedeutend geworden. &bdquo;F&uuml;r Russland ist Staatshoheit aber eine Bedingung f&uuml;r seine Existenz.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/europa\/putin-krim-so-heilig-wie-der-tempelberg-13301910.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Diese Art von Sanktionen w&uuml;rde Krieg bedeuten&ldquo;<\/strong><br>\nAndrej Kostin, Chef der VTB-Bank, der zweitgr&ouml;&szlig;ten Bank Russlands, warnt den Westen davor, russische Banken vom internationalen Zahlungssystem Swift auszuschlie&szlig;en. Zwar gebe es einen Plan B, wenn das Geldhaus weder f&uuml;r Dollar-, noch f&uuml;r Euro-Transaktionen Swift nutzen k&ouml;nnte. &bdquo;Aber nach meiner pers&ouml;nlichen Ansicht w&uuml;rde es Krieg bedeuten, wenn diese Art von Sanktionen eingef&uuml;hrt w&uuml;rde&ldquo;, sagte Kostin in einem Interview mit dem Handelsblatt (Donnerstagausgabe).<br>\nFalls russischen Banken der Zugang zu Swift untersagt werde, sollte der US-Botschafter Moskau noch am selben Tag verlassen, fordert der Banker. Banking sei der verletzbarste Teil der russischen Wirtschaft, weil das System sehr auf dem Dollar und dem Euro beruhe, r&auml;umt Kostin ein.<br>\nIn seinem ersten Interview mit einem westlichen Medium seit dem Beginn der Ukraine-Krise davor, r&auml;umte Kostin ein, dass die VTB-Bank in diesem Jahr rund 1,3 Milliarden Dollar an R&uuml;ckstellungen bilden m&uuml;sse, weil die ukrainische Wirtschaft am Rand des Zusammenbruchs stehe. &bdquo;Aber wir wollen dort bleiben und fahren unser Kreditbuch nicht zur&uuml;ck&ldquo;, sagte Kostin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/banken\/chef-der-zweitgroessten-bank-russlands-diese-art-von-sanktionen-wuerde-krieg-bedeuten\/11071276.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>MH17: Kiew ger&auml;t zunehmend in Kritik<\/strong><br>\nVerwunderlich war schon immer, warum die ukrainische Regierung Passagiermaschinen &uuml;ber das Kriegsgebiet in der Ostukraine fliegen lie&szlig;, obgleich die Separatisten am 14. Juli eine milit&auml;rische Transportmaschine aus der H&ouml;he von 6,5 km abgeschossen hatten. Zwar wurde daraufhin die Mindestflugh&ouml;he auf 9.750 Meter angehoben, am 17. Juli wurde MH17 auf der Flugh&ouml;he von 10.050 Metern abgeschossen.<br>\nF&uuml;r den Anwalt Elmar Giemulla, einen Experten f&uuml;r Flugrecht, der f&uuml;r zwei Angeh&ouml;rige von Opfern des Absturzes auf Schadensersatz gegen die ukrainische Regierung klagt, ist der Fall klar. Die ukrainische Regierung wollte nicht auf das Geld f&uuml;r die &Uuml;berflugrechte verzichten und riskierte damit den Abschuss. Der Anwalt klagt auf Totschlag durch Unterlassen, weil er der &Uuml;berzeugung ist, dass der Luftraum h&auml;tte gesperrt werden m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/43\/43512\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Es ist richtig, dass die Ukraine den kompletten Luftraum &uuml;ber dem B&uuml;rgerkriegsgebiet h&auml;tte sperren m&uuml;ssen. Es ist jedoch auch richtig, dass Malaysia Airlines ebenfalls Vorw&uuml;rfe zu machen sind, da auch der Airline bekannt war, dass MH17 &uuml;ber Kriegsgebiet <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22433\">fliegt<\/a>. Andere Airlines haben das Kriegsgebiet damals weitr&auml;umig umflogen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&laquo;Spiegel&raquo; versenkt weiteren Chefredaktor<\/strong><br>\nDer seit dem Sommer andauernde Kampf um die F&uuml;hrung des &laquo;Spiegels&raquo; findet ein vorl&auml;ufiges Ende. Wolfgang B&uuml;chner, der erst vor 15 Monaten die redaktionelle Leitung des Hamburger Medienorgans &uuml;bernommen hat, verl&auml;sst Ende Jahr seinen Posten, wie der Spiegel-Verlag am Donnerstag mitteilte. B&uuml;chners Aufgabe sollen interimistisch die Vize-Chefredaktoren Klaus Brinkb&auml;umer und Clemens H&ouml;ges &uuml;bernehmen. Florian Harms und Barbara Hans sind f&uuml;r die Online-Ausgabe zust&auml;ndig. In Medienberichten wurde bereits dar&uuml;ber spekuliert, ob f&uuml;r die Chefredaktion wieder eine Doppelf&uuml;hrung angestrebt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/feuilleton\/medien\/spiegel-versenkt-weiteren-chefredaktor-1.18438360\">NZZ<\/a>\n<p>dazu: <strong>&ldquo;Der falsche Mann zum richtigen Zeitpunkt am falschen Ort&rdquo;: Cordt Schnibbens Abrechnung mit Wolfgang B&uuml;chner<\/strong><br>\nWolfgang B&uuml;chner und Ove Saffe treten beim Spiegel ab. Cordt Schnibben, der seit 25 Jahren f&uuml;r das Nachrichtenmagazin schreibt, hat den erwarteten Abgang mit einem langen Statement in eigener Sache auf Facebook kommentiert. Warum? &ldquo;Weil ich und viele andere seit Monaten gefangen sind in diesem Irrsinn.&rdquo; Vehement wehrt sich Schnibben gegen den Vorwurf, die Print-Redakteure, die sich gegen B&uuml;chner gestellt hatten, seien Fortschritts- und Ver&auml;nderungsverweigerer. Nein, so Schnibben, B&uuml;chner sei einfach &ldquo;der falsche Mann zum richtigen Zeitpunkt am falschen Ort&rdquo; gewesen. Das Urteil f&auml;llt hart aus. MEEDIA dokumentiert Schnibbens Abrechnung. [&hellip;]<br>\nBekommen haben wir einen Chefredakteur, der Online und Print gegeneinander in Stellung gebracht hat, der Diskussionen mit Redakteuren gro&szlig;r&auml;umig vermied, der als journalistischer Inspirator weder bei Print noch bei Online auffiel, der sich um die Cover-Gestaltung des Heftes nur in Viertelst&uuml;ndchen widmete: So entstand mal eben &ldquo;Stoppt Putin jetzt!&rdquo; und endete als R&uuml;ge vorm Presserat. Und dessen Digital-Strategie sich schnell erwies als Weg in zwei Sackgassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2014\/12\/04\/der-falsche-mann-zum-richtigen-zeitpunkt-am-falschen-ort-cordt-schnibbens-abrechnung-mit-wolfgang-buechner\/\">Meedia<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Wenn unter einer &bdquo;Verzahnung&ldquo; von Online und Print die gnadenlose Senkung des Niveaus im Print-Bereich verstanden wird, ist der Weg des SPIEGEL zur BILD am Montag vorprogrammiert. Was &ndash; wieder einmal &ndash; bei den Erkl&auml;rungsversuchen f&uuml;r die Krise des SPIEGEL verschwiegen wird, ist die Unzufriedenheit und Kritik der Leser am Medium. Aus vielen Leserzuschriften wissen wir, dass der SPIEGEL seinen Ruf vor allem wegen seiner ideologisch gepr&auml;gten Ausrichtung verloren hat. Von einem Nachrichtenmagazin darf und muss man erwarten, dass es zumindest ausgewogen berichtet, gesellschaftliche und politische Prozesse &uuml;berparteilich begleitet und dem Leser Informationen an die Hand gibt, aus denen er sich seine eigene Meinung bilden kann. So geht der SPIEGEL aber nicht vor. Er hat eine klare Agenda, die er seinen Lesern pausenlos vorbetet und vergisst dabei, die Argumente der jeweiligen Gegenseite ad&auml;quat zu ber&uuml;cksichtigen. Nun ist der Mainstream aber &ndash; wie der Name schon sagt &ndash; allgegenw&auml;rtig. Ohne einen einzigen Cent auszugeben, wird der Leser ohnehin schon jeden Tag mit dieser Mainstream-Agenda &uuml;berschwemmt. Warum sollte er sich dann auch noch ein nicht gerade eben preiswertes Wochenmagazin kaufen, das exakt den Brei auftischt, auf den der Leser keinen Appetit mehr hat?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wie die staatliche Unterfinanzierung des Pflegesektors informelle und prek&auml;re Arbeit beg&uuml;nstigt<\/strong><br>\nDas jeweilige Gesundheits- und Pflegesystem hat einen nicht zu untersch&auml;tzenden Einfluss auf die volkswirtschaftliche Leistungsf&auml;higkeit eines Landes: Letztere kann negativ beeinflusst werden, wenn Pflegebed&uuml;rftige in erheblichem Ausma&szlig; durch Angeh&ouml;rige gepflegt werden m&uuml;ssen. Obwohl der geschilderte Zusammenhang weitestgehend unbestritten ist, h&auml;lt die Bundesregierung an einem konservativen Pflegesystem fest, das den Bedarf an Pflegekr&auml;ften schon heute nicht mehr decken kann. Geplante Neuerungen ab dem Jahr 2015 werden die Lage nur geringf&uuml;gig verbessern und vieles komplizierter machen. Das Problem der weit verbreiteten informellen und prek&auml;ren Arbeit im Pflegebereich werden sie nicht beheben.<br>\nAb 2015 wird der Beitragssatz zur Pflegeversicherung um 0,3 Prozentpunkte steigen, damit die erh&ouml;hten Leistungsausgaben finanziert und R&uuml;cklagen in einem Vorsorgefonds gebildet werden k&ouml;nnen. Die Mittel im Vorsorgefonds sollen helfen, die Pflege der geburtenstarken Jahrg&auml;nge zu finanzieren. Trotz dieser Fondsmittel wird schon im Jahr 2030 mit einer Finanzierungsl&uuml;cke zwischen 1,7 und 4 Milliarden Euro gerechnet.<br>\nBereits jetzt beurteilen 55 Prozent der Deutschen die ambulante Pflege als zu teuer, und sogar 75 Prozent sehen Altenheime als unbezahlbar an (Heintze 2013). Aus diesem Grund hat sich ein gro&szlig;er informeller Sektor der 24-Stunden-Betreuung in Privathaushalten herausgebildet, der vom Staat weitestgehend toleriert wird. Zudem hat sich im Bereich der Pflege ein kritischer Niedriglohnsektor mit fragw&uuml;rdigen Arbeitsbedingungen etabliert: Niedriglohnbesch&auml;ftigung ist seit 1995 um 45 Prozent angestiegen, dies umfasst insbesondere ungeregelte Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse und Teilzeitbesch&auml;ftigung. L&auml;ngst sind Vollzeitbesch&auml;ftigte im Pflegesektor in der Minderheit. Schon jetzt fehlen qualifizierte Pflegekr&auml;fte, was mehreren Faktoren geschuldet ist, insbesondere aber der fehlenden Anerkennung und Professionalisierung. Diese angespannte Situation wird sich in den kommenden Jahren noch versch&auml;rfen, ohne dass die Politik hierauf auch nur im Ansatz angemessen reagiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1419\">annotazioni.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>INSM l&auml;sst nicht locker: Dritte &ldquo;Studie&rdquo; zum Mindestlohn und Bettelei um neue Staatssubvention<\/strong><br>\nIrgendwann f&auml;llt einem nur noch das Wort &ldquo;Elfenbeinturm&rdquo; ein. Dass die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) in einem solchen Elfenbeinturm lebt, das ist bekannt. Sie vertritt die Interessen einer kleinen, sehr &uuml;berschaubaren Gruppe der Highsociety in der deutschen Wirtschaft, die gern so tut, als w&uuml;rde sie f&uuml;r alle anderen Unternehmen mitdenken. Aber wie ist das mit Prof. Dr. Andreas Knabe und Prof. Dr. Ronnie Sch&ouml;b, die jetzt f&uuml;r die INSM die n&auml;chste Mindestlohn-Studie erstellt haben?<br>\nProf. Dr. Andreas Knabe unterrichtet an der Otto-von-Guericke-Universit&auml;t Magdeburg und arbeitet auch noch f&uuml;r CESifo, eine Tochtereinheit des ifo Instituts. Prof. Dr. Ronnie Sch&ouml;b ist an der Freien Universit&auml;t Berlin angestellt und arbeitet ebenso f&uuml;r CESifo und das ifo-Institut Dresden. Letzterer taucht nun immer wieder als Auftragnehmer f&uuml;r diverse Studien zum Mindestlohn auf, weil seine Rechenmethode den Auftraggebern so gut in den Kram passt. Was dabei fehlt, interessiert zumindest bei der INSM niemanden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.l-iz.de\/Politik\/Kassensturz\/2014\/12\/INSM-Studie-zum-Mindestlohn-und-Bettelei-um-neue-Staatssubvention-58512.html\">Leipziger Internetzeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Kein Konzept gegen Kinderarmut<\/strong><br>\nDas Kinderbett kommt vom Sperrm&uuml;ll, ebenso das Schubladenschr&auml;nkchen. Das Regal und der Tisch sind geschenkt genau wie die Kisten f&uuml;r das Kinderspielzeug. &ldquo;Neu gekauft ist in diesem Zimmer fast nichts&rdquo;, sagt Daniela Z. Die ehemals wei&szlig;en W&auml;nde dekorieren mittlerweile braune Flecken, dort wo ihre Tochter Angelique immer angefasst hat. Wie in fast allen Zimmer liegt die letzte Renovierung etliche Jahre zur&uuml;ck. Eine neue steht nicht an &ndash; denn Daniela Z. fehlt das Geld.<br>\nMit ihren drei Kindern lebt die alleinerziehende Mutter in Rendsburg. Sie leben von Hartz IV, so wie 1,64 Millionen M&auml;dchen und Jungen in Deutschland unter 15 Jahren. Die Kinderarmut steigt wieder. Die Anzahl der Hartz-IV-Empf&auml;nger hingegen ist nach Angaben der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit seit 2012 konstant. (&hellip;)<br>\nKein &uuml;bergreifender Aktionsplan gegen Kinderarmut<br>\nTrotz vieler Initiativen vor Ort, gibt es in Deutschland keinen &uuml;bergreifenden Aktionsplan gegen Kinderarmut. In der Gro&szlig;en Koalition ist Kinderarmut kein Thema, im Koalitionsvertrag taucht es mit keinem Wort auf. Dabei waren von Armut bedrohte Kinder vor einem Jahr noch eine Herzensangelegenheit f&uuml;r die SPD. In einer kleinen Anfrage an die damalige CDU\/FDP Koalition kritisierte die SPD Fraktion, es fehle an einer koh&auml;renten Strategie um Familien- und Kinderarmut zu bek&auml;mpfen. Doch auch in der Gro&szlig;en Koalition ist diese Strategie nicht in Sicht. Auch die Kinderbeauftragte der SPD, Susann R&uuml;thrich, bedauert, wenn der Staat seine Verantwortung f&uuml;r die Kinder immer mehr an private Initiativen abgibt.<br>\nDer DGB fordert ein Sonderprogramm gegen Kinder- und Familienarmut: Eltern m&uuml;ssten eine neue berufliche Perspektive erhalten, damit die Kinder nicht in eine Hartz-IV-Spirale geraten. Daniela Z. und Antje S. f&uuml;hlen sich oft mit ihren Problemen allein gelassen, sie w&uuml;rden sich mehr Unterst&uuml;tzung vor allem f&uuml;r ihre Kinder w&uuml;nschen. &ldquo;Es ist wie ein Kampf gegen Windm&uuml;hlen, man m&ouml;chte gern noch mehr tun und noch mehr schaffen, aber es ist ein langwieriger Prozess, und man hat das Gef&uuml;hl, man schafft immer nur ganz kleine Schritte&rdquo;, sagt Antje S.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/fernsehen\/sendungen\/panorama3\/Kein-Konzept-gegen-Kinderarmut,kinderarmut192.html\">NDR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wie Firmen gegen Betriebsr&auml;te vorgehen<\/strong><br>\nDas Betriebsklima beim nieders&auml;chsischen Schokoladenhersteller Weibler ist angespannt. Der Betriebsrat f&uuml;hlt sich von der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung geg&auml;ngelt. Wenn er die Mitbestimmungsrechte durchsetzen wolle, w&uuml;rde er behindert. &ldquo;Wir wollen ja die Firma nicht ruinieren. Wir wollen einfach ein vern&uuml;nftiges Miteinander und dass die Mitarbeiter fair behandelt werden&rdquo;, erz&auml;hlt Betriebsratsmitglied Nicole Troitsch Panorama 3. Dabei gab es am Anfang eine gute Zusammenarbeit. Nach Meinung des Betriebsrats &auml;ndert sich das erst, als man einen Tarifvertrag fordert.<br>\nUnterschiedlicher Lohn f&uuml;r gleiche Arbeit<br>\nDer sei jedoch dringend notwendig. Der Vorwurf: Immer noch bek&auml;men Arbeiter bei Weibler f&uuml;r die gleiche Arbeit einen unterschiedlichen Lohn. Vor der letzten Betriebsratswahl im Fr&uuml;hjahr versch&auml;rft sich der Konflikt. Pl&ouml;tzlich treten Kandidaten auf einer neue Liste an, machen dem von der Gewerkschaft unterst&uuml;tzten Betriebsrat Konkurrenz. Das Brisante: Auf der Liste steht auch die Ehefrau eines Gesch&auml;ftsf&uuml;hrers. Eigentlich ist das nicht zul&auml;ssig. Deswegen streicht der Wahlausschuss die Liste.<br>\nAm Tag der Wahl, st&ouml;&szlig;t der Betriebsrat auf neuerliche Hindernisse. Auf dem Firmengel&auml;nde h&auml;ngen Plakate: &ldquo;Der aufgestellte Betriebsrat ist unerw&uuml;nscht! Wir wollen sie nicht!&rdquo; ist dort zu lesen. Schlie&szlig;lich ficht die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung die Wahl an. Bis heute ist unklar, ob die Wahl wiederholt werden muss. Die Firma &auml;u&szlig;ert sich nicht zu den Fragen von Panorama 3.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/fernsehen\/sendungen\/panorama3\/Wie-Firmen-gegen-Betriebsraete-vorgehen,betriebsraete106.html\">NDR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>SWR-Doku zeigt problematische N&auml;he von Politik und Lobbyisten<\/strong><br>\nDas hingegen sollte nicht Schule machen: dass Abgeordnete als Ausbilder von Lobbyisten auftreten oder Bundesl&auml;nder ausgew&auml;hlte Wirtschaftslobbyisten in vertraulicher Runde &uuml;ber die Themen der n&auml;chsten Bundesratssitzung informieren. Diese problematische N&auml;he von Politik zu Lobbyisten zeigt eine Dokumentation, die der SWR am Mittwoch Abend ausstrahlen wird.<br>\nIn einer ersten Stellungnahme hat LobbyControl die Bundesl&auml;nder aufgefordert, den bevorzugten Zugang f&uuml;r Wirtschaftslobbyisten zu beenden. Wir brauchen endlich mehr Distanz der Politik zu Lobbyisten und ein strikteres Regelwerk zum Schutz der Demokratie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/?p=20118\">LobbyControl<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>T&uuml;rkei: Polizei darf schneller schie&szlig;en<\/strong><br>\nSchneller Schusswaffengebrauch der Polizei, Ausrufung des Ausnahmezustandes durch von der Regierung ernannte Provinzgouverneure und die Unterstellung der Gendarmerie unter das Innenministerium sind die zentralen Punkte eines Pakets neuer Sicherheitsgesetze, das die t&uuml;rkische Regierung am Montag ins Parlament einbrachte. Kommt das Gesetz durch, woran angesichts der absoluten Mehrheit der regierenden AKP wenig Zweifel bestehen, darf die Polizei k&uuml;nftig bei Demonstrationen weit schneller von der Schusswaffe Gebrauch machen, als das bislang der Fall war. Es reichen ein paar Feuerwerksk&ouml;rper oder Steinschleudern, damit Polizisten schie&szlig;en d&uuml;rfen.<br>\nAuch Strafen f&uuml;r Demonstranten sollen drastisch erh&ouml;ht werden. Die blo&szlig;e Teilnahme an einer Demonstration, bei der Molotow-Cocktails oder Steinschleudern auftauchen, kann vier Jahre Haft bedeuten. Auf das Mitf&uuml;hren von Transparenten, die nach Meinung der Polizei Symbole verbotener Organisationen zeigen, steht drei Jahre Haft. Wird die Demonstration als Unterst&uuml;tzung einer Terrororganisation gewertet, drohen f&uuml;nf Jahre Haft. &ldquo;Kommen diese Gesetze durch&rdquo;, sagte der stellvertretende Vorsitzende der oppositionellen CHP, Engin Altay, gegen&uuml;ber der Zeitung Zaman, &ldquo;wird das Demonstrationsrecht de facto abgeschafft&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=au&amp;dig=2014%2F12%2F02%2Fa0059&amp;cHash=e0309174651549d8c2b33ca1c3855182\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&Auml;gypten<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die R&uuml;ckkehr der Pharaonen<\/strong><br>\nKeiner will es gewesen sein, der in &Auml;gypten f&uuml;r den Tod von 840 Demonstranten w&auml;hrend des Aufstandes gegen Mubarak verantwortlich ist. Nicht Mubarak selbst, nicht sein Innenminister, nein auch nicht die Sicherheitschefs von Kairo und Gizeh und auch nicht der damalige Staatssicherheitschef. Sie alle wurden am Wochenende von einem Gericht freigesprochen oder das Verfahren gegen sie wurde eingestellt. Am liebsten w&uuml;rden die neuen, alten Machthaber des Landes, die Milit&auml;rs und ihre Frontfigur Pr&auml;sident al-Sisi den ganzen 25. Januar 2011 und den folgenden Aufstand vergessen und die Geschichte umschreiben. Sie wollen mit haargenau den gleichen Leuten und den gleichen nichtreformierten Institutionen wieder zur Tagesordnung &uuml;bergehen.<br>\nHier geht es um etwas Grundlegendes, um das Prinzip der politischen und strafrechtlichen Rechenschaft, das die Demonstranten damals auf dem Tahrirplatz so vehement eingeklagt hatten und das die arabischen Autokraten von al-Sisi &uuml;ber Assad bis hin zu den K&ouml;nigen und Emiren am Golf so gerne vergessen w&uuml;rden. Die &auml;gyptischen Richter erweisen sich als denkbar schlechtes Instrument f&uuml;r diese Rechenschaft. Die Justiz demontiert sich konsequent mit ihren Urteilen. Nur zwei Tage vor dem Mubarak-Urteil wurden 78 Minderj&auml;hrige von einem Jugendgericht in Alexandria zu zwei bis f&uuml;nf Jahren Gef&auml;ngnis verurteilt. Sie hatten nicht auf Demonstranten schie&szlig;en lassen, sie hatten illegal demonstriert. Das ist &Auml;gypten heute.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2014%2F12%2F01%2Fa0061&amp;cHash=737de0d8547e1603acf1bdecf2408855\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Straffreiheit f&uuml;r &Auml;gyptens Ex-Diktator<\/strong><br>\nEin Kairoer Gericht stellt das Verfahren gegen Husni Mubarak wegen des Todes von mehr als 800 Demonstranten wegen Verfahrensfehlern ein.  Im wichtigsten Anklagepunkt, in dem ihm Beihilfe zum Mord an Demonstranten w&auml;hrend des Aufstands vorgeworfen wurde, erhielt Mubarak keinen Freispruch. Der Richter hat das Verfahren eingestellt. Zun&auml;chst waren nur der Innenminister und sein Sicherheitschef angeklagt. Mubarak wurde aufgrund &ouml;ffentlichen Drucks nachtr&auml;glich dem Verfahren zugeschlagen. Das interpretierte der Richter nun als Verfahrensfehler und stellte mit dieser Begr&uuml;ndung den Prozess gegen Mubarak ein. Es war f&uuml;r den Richter der juristisch eleganteste Weg, um nicht &uuml;ber die Schuld oder Unschuld Mubaraks richten zu m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=a2&amp;dig=2014%2F12%2F01%2Fa0007&amp;cHash=9ab6cf9240cdb67cd51b0b7b69e6faa0\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>188 Todesurteile gegen Mursi-Anh&auml;nger<\/strong><br>\nNur drei Tage nach der Einstellung des Verfahrens gegen Ex-Diktator Husni Mubarak hat ein Kairoer Strafgericht in einem anderen Fall 188 Angeklagte zum Tode verurteilt. Den Verurteilten war nach Angaben der &auml;gyptischen Nachrichtenseite Al-Ahram vorgeworfen worden, in einen Angriff auf eine Polizeistation verwickelt gewesen zu sein, bei dem elf Beamte und zwei Zivilisten gestorben waren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n24.de\/n24\/Nachrichten\/Politik\/d\/5805602\/188-todesurteile-gegen-mursi-anhaenger.html\">N24<\/a><\/li>\n<li><strong>Ausw&auml;rtiges Amt kritisiert Todesurteile in &Auml;gypten<\/strong><br>\nZum Todesurteil eines &auml;gyptischen Gerichts gegen 188 Angeklagte erkl&auml;rte eine Sprecherin des Ausw&auml;rtigen Amts heute (03.12.) in Berlin:<br>\n&ldquo;Die Bundesregierung ist tief besorgt &uuml;ber die erneuten Entscheidungen eines &auml;gyptischen Gerichtes, gegen bis zu 188 Personen die Todesstrafe zu verh&auml;ngen. Wir haben die klare Erwartung, dass die Entscheidung nicht in dieser Form vollzogen wird und die Angeklagten einen fairen Prozess nach international anerkannten Standards erhalten. Derartige Massenurteile tragen nicht dazu bei, die Stabilit&auml;t &Auml;gyptens zu f&ouml;rdern. &ndash;  Deutschland lehnt die Todesstrafe als eine unmenschliche Form der Bestrafung ab.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.auswaertiges-amt.de\/DE\/Infoservice\/Presse\/Meldungen\/2014\/141203_Aegypten.html\">AA<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Moldawiens europ&auml;ische Wahl<\/strong><br>\nNach ihrem von Unregelm&auml;&szlig;igkeiten &uuml;berschatteten Wahlsieg haben sich drei aus Deutschland unterst&uuml;tzte Parteien gestern auf die Bildung einer neuen moldawischen Regierung geeinigt. Die Organisationen, die jeweils mit einer parteinahen deutschen Stiftung kooperieren, k&uuml;ndigen nun eine weitere Ann&auml;herung Moldawiens an die EU an. Ihr Wahlsieg ist am vergangenen Sonntag nur mit Hilfe von Manipulationen zustandegekommen, die den Ausschluss einer rivalisierenden Partei von der Wahl und das Vorenthalten von Stimmzetteln in Wahllokalen beinhalten. Andernfalls h&auml;tten Parteien gewonnen, die der Ann&auml;herung an die EU ein Ende gesetzt h&auml;tten, r&auml;umt ein prominenter Politiker einer k&uuml;nftigen Regierungspartei ein. F&uuml;r Berlin und Br&uuml;ssel w&auml;re das ein schwerer Schlag gewesen: Von den sechs Staaten, die sie mit ihrer &ldquo;&Ouml;stlichen Partnerschaft&rdquo; in das deutsch-europ&auml;ische Hegemonialsystem einbinden wollten, haben sich ihnen drei verweigert (Belarus, Armenien, Aserbaidschan). Die EU-Assoziierung ist bisher nur mit Georgien und Moldawien ohne tiefgehende Friktionen gelungen; die Ukraine hat sie in einen B&uuml;rgerkrieg gest&uuml;rzt. K&auml;me es nun zu Problemen mit Chisinau, w&uuml;rde der Expansionsschritt weiter zur&uuml;ckgestutzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59013\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die &ldquo;Verantwortung&rdquo;, die sie meinen, die &ldquo;Macht&rdquo;, die sie wollen<\/strong><br>\nIn interessierten kritischen Kreisen ist schon einiges &uuml;ber die j&uuml;ngste Agenda der Eliten in Sachen neu angedachter Rolle Deutschlands in der Welt berichtet worden. Telepolis ging in &ldquo;Wir sind die Guten&rdquo; (4.2.2014) u.a. auf die illustre Zusammensetzung der Beteiligten am o.g. Strategiepapier ein, an dem neben Personen aus dem Ausw&auml;rtigen Amt, dem Verteidigungsministerium, dem Kanzleramt und dem Wirtschaftsministerium, auch einzelne Abgeordnete des Bundestages, sowie Personen aus dem Unternehmenssektor, Stiftungen, Think Tanks, sowie zwei Journalisten (ZEIT und FAZ) beteiligt waren. Durchgef&uuml;hrt wurde das Projekt von der regierungsnahen Stiftung Wissenschaft und Politik und dem German Marshall Fund of The United States, einem transatlantischen Interessenverband, dessen Direktor, Thomas Kleine-Brockhoff, sp&auml;ter dann zum Redenschreiber des Bundespr&auml;sidenten ernannt wurde. [&hellip;]<br>\nNachfolgend sollen jedoch noch einmal die Formulierungen und Ideen des Papiers unterteilt nach unterschiedlichen Aspekten betrachtet werden. Hierbei soll es gehen um die verk&uuml;ndeten &ldquo;Risiken&rdquo;, mit denen eine Neuausrichtung der deutschen Au&szlig;enpolitik begr&uuml;ndet wird, die Mittel, die angedacht sind, um diesen &ldquo;Risiken&rdquo; zu begegnen, die Sichtweise der Weltordnung, die zugrunde gelegt wird, den neuen Sicherheitsbegriff, der verankert werden soll, die Welteinteilung, die vorgegeben wird, sowie die Rolle Deutschlands im zuk&uuml;nftigen Machtgef&uuml;ge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.maskenfall.de\/?p=7122\">Maskenfall<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&bdquo;Aktiv. Attraktiv. Anders. &ndash; Bundeswehr in F&uuml;hrung&ldquo;: Die aktuelle Reklame- und Rekrutierungskampagne der Bundeswehr<\/strong><br>\nIm Juni 2014 stellte Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) die Reklame- und Rekrutierungskampagne &bdquo;Aktiv. Attraktiv. Anders.<br>\n&ndash; Bundeswehr in F&uuml;hrung&ldquo; der &Ouml;ffentlichkeit vor. In den Folgemonaten unterf&uuml;tterte das Bundesverteidigungsministerium (BMVg) sie mit zwei Ma&szlig;nahmenpaketen, von denen das eine (der &bdquo;8-Punkte-Plan&ldquo;) ohne Beschluss des Bundestags verabschiedet worden ist, w&auml;hrend das andere (das &bdquo;Artikelgesetz&ldquo;[1]) derzeit das Gesetzgebungsverfahren durchl&auml;uft.<br>\nDie Attraktivit&auml;tssteigerung des Diensts an der Waffe erg&auml;nzt die Auf- und Umr&uuml;stung des deutschen Milit&auml;rs. Das Ziel der Kampagne ist die Gewinnung neuer und die Bindung bereits aktiver Soldatinnen und Soldaten sowie die Vertiefung der politisch-ideologischen Verankerung der Bundeswehr in der Gesellschaft, um dadurch die Kriegsf&auml;higkeit der Bundesrepublik zu steigern und die milit&auml;rische Renaissance des deutschen Imperialismus abzusichern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2014\/12\/02\/aktiv-attraktiv-anders-bundeswehr-in-fuehrung\/\">Informationsstelle Militarisierung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Biermann hat ein Schwarz-Wei&szlig;-Denken<\/strong><br>\nWolf Biermann als Opfer der politischen Verfolgung in der DDR gestehe er die Kritik an der Linkspartei zu, sagte Richard Pitterle (Die Linke) im DLF. Biermann habe mit seiner massiven Kritik an der Linken in der Bundestags-Gedenkrede aber ein Schwarz-Wei&szlig;-Denken gezeigt, das er von den Kommunisten gelernt habe.<br>\n&ldquo;Wenn man Wolf Biermann einl&auml;dt, wei&szlig; man, er wird nicht nur ein Lied singen, sondern alte Rechnungen begleichen&rdquo;, sagte Pitterle &uuml;ber den Liedermacher, der von Bundestagspr&auml;sident Norbert Lammert (CDU) zu der Gedenkveranstaltung zum Mauerfall in den Bundestag eingeladen worden war.<br>\nIm Hinblick auf Biermanns Kritik an der Linkspartei, sie &ldquo;sei weder links noch rechts&rdquo;, sondern &ldquo;reaktion&auml;r&rdquo; und &ldquo;der elende Rest der SED&rdquo;, sagte Pitterle: Die Linke sei zwar die SED-Nachfolgepartei, habe aber das &ldquo;Erbe der SED programmatisch und ideologisch &uuml;ber Bord geworfen. Unsere Fraktion besteht zur Mehrheit aus Menschen, die aus dem Westen kommen und nie in der SED waren.&rdquo; Und jene, die aus der DDR k&auml;men, seien Reformer oder beim Mauerfall noch sehr jung gewesen.<br>\nAuf die Frage, ob die DDR ein Unrechtsstaat war, sagte Pitterle: &ldquo;Die DDR war nun mal eine Diktatur, sie war auf keinen Fall ein Rechtsstaat.&rdquo;<br>\nDer 77-J&auml;hrige Wolf Biermann erhielt in der DDR ein totales Auftritts- und Publikationsverbot. 1976 wurde er w&auml;hrend einer Auslandsreise aus der DDR ausgeb&uuml;rgert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/linkspartei-biermann-hat-ein-schwarz-weiss-denken.694.de.html?dram:article_id=302529\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Neuer Eklat im NSA-Ausschuss: BND-Agent der L&uuml;ge bezichtigt<\/strong><br>\nDer NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestags hat am Donnerstag erneut eine &ouml;ffentliche Sitzung nach Protesten der Opposition unterbrochen. Zuvor hatte zun&auml;chst Andr&eacute; Hahn von den Linken &ldquo;gewisse Aussagen&rdquo; des unter S. L. firmierenden Leiters der Operation Eikonal beim Bundesnachrichtendienst (BND) als &ldquo;nicht zutreffend&rdquo; bezeichnet. Die Abgeordneten d&uuml;rften geheime Akten ja nicht &ouml;ffentlich machen, aber es sei doch bezeichnend, dass BND-Zeugen immer wieder bestimmte Dinge in nicht&ouml;ffentlicher Sitzung anders darstellten.<br>\nF&uuml;r die Gr&uuml;nen gab Hans-Christian Str&ouml;bele Hahn &ldquo;in der Sache recht&rdquo;. Man erlebe es immer wieder, dass einzelne Zeugen Aussagen machten, &ldquo;die mit den Akteninhalten nicht zu vereinbaren sind&rdquo;. Nach einer halbst&uuml;ndigen nicht-&ouml;ffentlichen Beratung einigten sich beide Seiten darauf, dass Linke und Gr&uuml;ne den Vorwurf der konkreten Falschaussage fallen lie&szlig;en. Man wolle sich in der Obleuterunde besprechen, ob es Chancen gebe, die Sorgen der Opposition k&uuml;nftig &ouml;ffentlich zu konkretisieren. Die Volksvertreter hatten schon einmal eine Befragung aus Protest abgebrochen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Neuer-Eklat-im-NSA-Ausschuss-BND-Agent-der-Luege-bezichtigt-2481082.html\">heise.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Bundesrechnungshof-Bericht vorgelegt: Warum l&uuml;gt Merkel uns an?<\/strong><br>\n[&hellip;] Doch Brisbane ist noch nicht so lange her, und noch erinnert man sich an Putins verfr&uuml;hte Abreise wegen der Differenzen in der und um die Ukraine, an Fotos von l&auml;chelnden Regierungschefs mit Koalab&auml;ren auf dem Arm und an den Satz der Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU): &ldquo;Nie wieder wird es notwendig sein, dass Steuerzahler daf&uuml;r eintreten m&uuml;ssen, dass gro&szlig;e Banken zusammenbrechen.&rdquo; Und zwar weil man ordentlich reguliert habe und die Banken in die Verantwortung nehme.<br>\nDer heute vorgelegte Bericht des Bundesrechnungshofes widerlegt die Kanzlerin. Sie hat gelogen. Der Steuerzahler ist nicht raus aus der Verantwortung, die Banken hingegen ziehen sich aus der Verantwortung. Wie der Bericht nahe legt &ndash; und zwar mit Wissen und Duldung der Bundesregierung. Die Banken sollen in einen sogenannten Restrukturierungsfonds einzahlen, mit dem &ldquo;in finanzielle Schieflage geratene Kreditinstitute&rdquo; gerettet werden sollen. Der Bericht stellt n&uuml;chtern fest: &ldquo;Die Bankenabgabe erf&uuml;llt die in sie gesetzte Erwartung bisher nicht.&rdquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.rtl.de\/cms\/news\/rtl-aktuell\/bundesrechnungshof-bericht-vorgelegt-warum-luegt-merkel-uns-an-4312f-51ca-22-2136361.html\">RTL<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.bundesrechnungshof.de\/de\/veroeffentlichungen\/bemerkungen-jahresberichte\/2014\/inhalt\/2014-bemerkungen-gesamtbericht-pdf\">Bundesrechnungshof [PDF]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.K.:<\/strong> Ein wenig sprachlos dar&uuml;ber, so einen Artikel ausgerechnet bei RTL zu lesen, hatte ich mich schon beinahe zu der Hoffnung hinreissen lassen, der Mainstream w&uuml;rde langsam aufwachen. Aber ich f&uuml;rchte, das ist nur meiner vorweihnachtlichen Gef&uuml;hlsduselei geschuldet und f&uuml;r derlei Prognosen ist es noch viel zu fr&uuml;h&hellip;<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung JB:<\/strong> Nicht unbedingt. Das Duo Infernale BILD und RTL kritisiert die Regierung sehr gerne, wenn es darum geht, dass Steuergelder &ndash; zumindest nach Meinung von Springer und Bertelsmann &ndash; zweckentfremdet werden. Der Eindruck, der beim Leser\/Zuschauer entstehen soll ist, dass der Staat nicht pflichtbewusst mit Steuergeldern umgeht und der Kern dieses Problems sei, dass der Staat zu viel Steuern einnimmt. Wenn es also um Steuersenkungen geht, sind BILD und RTL sehr wohl &bdquo;kritisch&ldquo; &hellip; diese Kritik aus der neoliberalen Mitte ist jedoch Mainstream. Unser Leser M.K. kann also ruhig seine Sprache zur&uuml;ckgewinnen. Im Westen nichts Neues.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Der barmherzige Atheist<\/strong><br>\nSind Gl&auml;ubige tats&auml;chlich die besseren Menschen? Seit Jahrzehnten nehmen Wissenschafter die N&auml;chstenliebe unter die Lupe: &rdquo; &hellip; In einem klassischen Experiment haben die Sozialpsychologen John Darley und Daniel Batson von der Universit&auml;t Princeton 1973 die Samariterparabel auf ihren Wahrheitsgehalt untersucht: Mit einer cleveren Versuchsanordnung richteten sie es ein, dass Theologiestudenten einzeln und scheinbar zuf&auml;llig an einem zusammengesunkenen, hustenden Schauspieler vorbeikamen. Wie w&uuml;rden sie reagieren? Im Experiment gingen 60 Prozent an der j&auml;mmerlichen Gestalt vorbei, ohne anzuhalten. Mehr noch: Einigen Studenten hatten die Versuchsleiter aufgetragen, just &uuml;ber diese Parabel einen Vortrag zu halten, doch auch dies beeinflusste die Probanden nur wenig. Es sei sogar mehrfach vorgekommen, schreiben Darley und Batson, &laquo;dass ein Seminarist auf dem Weg zu seinem Vortrag &hellip; &uuml;ber das Opfer hinwegstieg, weil er es eilig hatte&raquo;. Man muss dazu wissen, dass die Wissenschafter manche Versuchsteilnehmer unter Zeitdruck gesetzt hatten. Und genau dies erwies sich am Ende als die entscheidende Einflussgr&ouml;sse: Nur 10 Prozent der Eiligen, aber immerhin 63 Prozent der anderen boten Hilfe an. Die Erkenntnis ist bitter: Offenbar gen&uuml;gt ein wenig Zeitdruck, und schon sind unsere Vors&auml;tze wie weggeblasen &ndash; selbst in einer Situation, in der es potentiell um Leben und Tod geht. Weitere Experimente best&auml;tigten das Bild: Glaube und Hilfsbereitschaft haben wenig miteinander zu tun. In einer &Uuml;bersichtsarbeit zog Daniel Batson 1993 eine Zwischenbilanz: &laquo;Die Indizien deuten klar darauf hin, dass die Religi&ouml;seren nicht mehr Anteilnahme f&uuml;r Menschen in Not zeigen als die weniger Religi&ouml;sen. Die Religi&ouml;seren erwecken bloss den Eindruck, sie n&auml;hmen mehr Anteil.&raquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/folio.nzz.ch\/2014\/dezember\/der-barmherzige-atheist\">NZZ Folio<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wir n&auml;hern uns dem Weihnachtsfest und viele sind auf der Suche nach Liebesgaben f&uuml;r ihre Lieben. Auch flattern uns fast tagt&auml;glich Spendenaufrufe ins Haus, die Liebesgaben &uuml;ber den Kreis unserer Lieben zu erweitern. Mathias Pl&uuml;ss geht in seinem Artikel &uuml;ber die N&auml;chstenliebe hinaus und fragt nach der evolution&auml;ren Basis von Solidarit&auml;t und Religion: &ldquo;Ein Einzelner hat, auf sich allein gestellt, im Dschungel oder in der Steppe keine &Uuml;berlebenschance: Er braucht verl&auml;ssliche Mitstreiter. Darum konnte sich alles, was den Zusammenhalt und die Kooperation innerhalb einer Gruppe f&ouml;rdert, in der Evolution durchsetzen. &hellip; Verleiht man den moralischen Regeln einen g&ouml;ttlichen Anstrich, verbunden mit der Drohung einer Bestrafung im Jenseits, wirken sie besonders gut. Religion w&auml;re demnach ein Mittel, das Interesse der Gesamtgruppe gegen abweichende Individualinteressen durchzusetzen.&rdquo; Allerdings kommt er auch auf die Schattenseiten zu sprechen: &ldquo;Kooperative Gruppen sind ungeheuer stark, ob sie Kathedralen bauen oder V&ouml;lkermorde begehen. Gerade in schwierigen Zeiten geht die Gruppenloyalit&auml;t &uuml;ber alles. &laquo;Der Grund, warum du Str&auml;nde eroberst, ist nicht Patriotismus oder Tapferkeit&raquo;, sagte ein amerikanischer Sch&uuml;tze &uuml;ber seinen Einsatz im Zweiten Weltkrieg. &laquo;Es ist der Wunsch, vor deinen Kumpels nicht zu versagen.&raquo; &rdquo;<br>\nDer so wirkende Zusammenhang zwischen Eigeninteresse und Gruppenloyalit&auml;t l&auml;sst sich auch aktuell beobachten. So hat z. B. der ukrainische Pr&auml;sident bemerkt, das sein Konkurrent Arseni Jazenjuks bei den Wahlen weit besser als erwartet abgeschnitten hatte, und bedient sich jetzt der gleichen radikalen, nationalen Rhetorik, um der in der Bev&ouml;lkerung vorherrschenden nationalen Reaktion auf die Vorg&auml;nge auf der Krim und in der Ostukraine gerecht zu werden. Dass in der nationalen Reaktion (z.B. in der Streichung der Rentenbez&uuml;ge in der Ostukraine) gerade das erreicht wird, was eigentlich im Sinne der Aufrechterhaltung des ukrainischen Territoriums vermieden werden sollte, ist die die andere Seite bedingungslosen Gruppenzugeh&ouml;rigkeit: das Wegdriften der russischst&auml;mmigen Ukrainer. Hinter dieser Rhetorik steht allerdings keinerlei materielle Substanz.<br>\nDas sieht in Russland allerdings ganz anders aus. Sollte z.B. der Erd&ouml;lpreis weiter auf dem jetzigen Niveau verharren oder weiter absinken, k&ouml;nnen bestimmte soziale Programme nicht mehr finanziert werden. Denn das sind Einbu&szlig;en, die weit &uuml;ber die Auswirkungen westlicher Sanktionen gehen. Die russische Regierung wird von diesen Versorgungsl&uuml;cken ablenken wollen und verst&auml;rkt die nationale Karte ausspielen m&uuml;ssen. Und Putins Rede an die Nation zeigt, dass er angesichts der schwierigen Lage noch weiter geht und den Zusammenhalt der Nation religi&ouml;s ummantelt. Dabei ist die Rede von der heiligen Krim als Tempelberg der Russen schon etwas weit hergeholt, wenn schon heilig, dann w&auml;re dies das &ldquo;Heilige Kiew&rdquo;. &bdquo;Wir sind nicht nur einfach nahe Nachbarn, wir sind faktisch ein Volk. Kiew, das ist die Mutter der russischen St&auml;dte. Die alte Kiewer Rus &ndash; das ist unser gemeinsamer Anfang, wir k&ouml;nnen &uuml;berhaupt nicht ohne einander,&ldquo; so Putin bei der Aufnahme der Krim in den Verband der Russischen F&ouml;deration.<br>\nUnbegreiflich, dass die westliche Politiker- und eine bestimmte Journalistenkaste auch jetzt noch auf eine Kalte-Krieger-Rhetorik setzen. Wir wissen allm&auml;hlich, dass Vladimir Putin kein &ldquo;lupenreiner Demokrat&rdquo; ist, aber wir dulden z.B., dass eine Milit&auml;rregierung in &Auml;gypten Hunderte von Todesurteilen verh&auml;ngt, die Demokratiebewegung erstickt, die Muslimbr&uuml;der in den Untergrund dr&auml;ngt und damit die Djihadisten st&auml;rkt. Wo bleiben da unsere Geopolitiker und kl&auml;ren uns &uuml;ber die langfristigen Folgen &auml;gyptischer, arabischer Politik auf. Wir wissen, welche Rolle die russische Unterst&uuml;tzung auf der Krim und in der Ostukraine spielt, und? Hat der Westen nicht viel dazu beigetragen, dass sich Russland eingekreist f&uuml;hlt. Dieser vollkommen absurde Raketenschirm! Wie viel w&auml;re zu gewinnen gewesen, gerade das putinsche Russland als Partner zu gewinnen. Und die Gegenwart: Putin kann es sich nicht leisten &ndash; V&ouml;lkerrecht hin oder her &ndash; die Krim wieder herzugeben. Das zu begreifen, w&auml;re ein erstes Essential westlicher Realpolitik. Wir sollten die Zeichen erkennen. Wenn der eher rationale Putin sich gezwungen sieht, &uuml;ber religi&ouml;se Bilder das Volk hinter sich zu bringen, ist die Not gro&szlig; und es wird  h&ouml;chste Zeit in den Dialog mit Russland zu treten und nicht von Eingreiftruppen zu faseln, die in einem echten Krieg rein gar nichts verhindern k&ouml;nnten. Egal wie unterschiedlich wir die Intervention Russlands in der Ostukraine beurteilen, feststeht: Wir reden ja auch mit den USA, die einen verheerendem Krieg in den Irak getragen haben, &uuml;bert&ouml;lpelt &ndash; ich meine jetzt das Volk &ndash; von einem L&uuml;gner, nicht besser Herr Blair in UK. Wir reden mit den USA, denen wir willig in das Desaster Afghanistan gefolgt sind. Kriege, die, jenseits aller humanit&auml;ren &Uuml;berlegungen, dumm und erfolglos waren  &ndash; im Gegenteil die Region umfassend destabilisiert haben.<br>\nBevor die russische Regierung und das russische Volk sich immer mehr in eine &ldquo;Solidarit&auml;t gegen innen, Abwehr gegen au&szlig;en&rdquo; fl&uuml;chten, wird es Zeit, das wir unsere &ldquo;Abwehr nach au&szlig;en&rdquo;, dass wir unser Gruppendenken aufbrechen und das russische Volk als Teil unseres Gruppenkollektivs betrachten. &ndash; Ich will es einmal ganz naiv sagen: Mein Weihnachtswunsch ist, dass unsere Regierungen alles t&auml;ten, diese alte europ&auml;ische Nation endlich in das Europ&auml;ische Haus aufzunehmen. Zweifellos wird es dauern, bis Russland demokratische Standards erreicht, aber wir  m&uuml;ssen diese Chance ergreifen, solange Putin die Regierung f&uuml;hrt. Denn nach ihm kann das Chaos kommen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Aufruf zum &ldquo;Friedenswinter&rdquo;: Hauptsache gegen die Nato<\/strong><br>\nDer &ldquo;Friedenswinter&rdquo; beginnt mit Kleingedrucktem: &ldquo;Die Unterzeichnung geschieht nur im eigenen Namen und nicht stellvertretend f&uuml;r eine Organisation. Sie bezieht sich ausschlie&szlig;lich auf den Text dieses Aufrufes und in Verbindung damit auf die Kundgebung. Einzelunterschriften bedeuten nicht, dass damit eine weitergehende Kooperation geplant ist&rdquo;, steht unter einem Aufruf f&uuml;r eine Demonstration vor dem Amtssitz von Bundespr&auml;sident Joachim Gauck am 13. Dezember. Es soll eine von mehreren Aktionen im Rahmen eines gro&szlig;en &ldquo;Friedenswinters&rdquo; werden.<br>\nUnterzeichner sind einige Bundestagsabgeordnete der Linkspartei, zum Beispiel die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht. Au&szlig;erdem K&uuml;nstler wie Konstantin Wecker und Reinhard Mey, eine Reihe von Aktivisten und Aktivistinnen der Friedensbewegung und kapitalismuskritischer Organisationen von International Physicians for the Prevention of Nuclear War (IPPNW) &uuml;ber Attac bis hin zur Berliner Abteilung der Bildungsgewerkschaft GEW.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/aufruf-zum-friedenswinter-hauptsache-gegen-die-nato-1.2246474\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JW:<\/strong> Man beachte den dezidiert und eineindeutig &bdquo;links&ldquo; also solidarisch und internationalistisch gehaltenen, progressiven Aufruf &ndash; und dann den Kontrast der Medienberichterstattung hierzu. Auf der Webseite der S&uuml;ddeutschen hei&szlig;t es etwa &bdquo;Friedenswinter: Droht eine Unterwanderung von rechts?&ldquo;, um gleich danach festzustellen &bdquo;Hauptsache gegen die NATO&ldquo;. Und im Kern scheint es der aktuell gut aufgestellten Kampagne gegen die Friedensbewegung, in der sich nun endlich auch einmal Menschen, die bisher nicht in Gewerkschaften, Parteien, in der Friedensbewegung oder anderswo aktiv waren, beteiligen, eben darum zu gehen: Tausende Menschen in die N&auml;he von Nazis und Faschisten zu stellen &ndash; und das bereits immer offener unter bspw. dem Vorwand, wer &bdquo;gegen die NATO&ldquo; sei, sei ja antiamerikanisch und damit nationalistischer Rassist und also quasi Faschist. Nichts am Text aber und an Unterzeichnern wie etwa Sahra Wagenknecht, Konstantin Wecker und Reinhard Mey ist auch nur irgendwie &bdquo;nationalistisch&ldquo;, &bdquo;rassistisch&ldquo; oder &bdquo;rechts&ldquo;; hier wird sehr gezielt eine ganze Bewegung verunglimpft &ndash; denn, davon ist auszugehen: Diesmal &ndash; und in Anbetracht des wachsenden Verst&auml;ndnisses zumindest in weiten Teilen der Bev&ouml;lkerung f&uuml;r die Zusammenh&auml;nge weltweit wie auch im eigenen Land &ndash; k&ouml;nnte diese Bewegung diesmal wom&ouml;glich Schlagkraft gewinnen; und da hat man viel davon, sie einfach vermittels wochenlanger Berichterstattung &bdquo;als solche&ldquo; als &bdquo;faschistoid&ldquo; darzustellen &ndash; h&auml;ngen bleibt n&auml;mlich immer etwas; und manch &bdquo;Linksintellektueller&ldquo; distanziert sich da ob der Medienrealit&auml;t und in Unkenntnis der realen Menschen und Akteure und Beweggr&uuml;nde &bdquo;vor Ort&ldquo; lieber gleich pr&auml;ventiv &ndash; und unterst&uuml;tzt somit Kriege und Militarisierung weltweit. &ndash; &Uuml;brigens, der gute Klaus Lederer, der der Friedensbewegung vor kurzem sehr pauschal den Humanismus absprach und Faschismus unterstellte, hat sich vor einiger Zeit selbst sehr offen und dezidiert f&uuml;r einen v&ouml;lkerrechtswidrigen Krieg <a href=\"http:\/\/www.wsws.org\/de\/articles\/2009\/01\/lede-j14.html\">ausgesprochen<\/a> &ndash; vielleicht geht es ja hier weniger darum, dass die Friedensbewegung &bdquo;rechts&ldquo;, sondern viel mehr zu weit &bdquo;links&ldquo; von Lederer steht und ist der Rest nur &bdquo;Ablenkung&ldquo;&hellip;?<\/em><\/p>\n<p>dazu:<\/p>\n<p><strong>Aufruf: &bdquo;Friedenswinter 2014\/2015: Gemeinsam f&uuml;r den Frieden &ndash; Friedenslogik statt Kriegsrhetorik&ldquo;<\/strong><br>\nWir sind &ndash; wie Millionen Menschen in unserem Land und weltweit &ndash; tief besorgt. Kriege breiten sich weltweit in einer immensen Geschwindigkeit aus, sie kehren mit dem Krieg in der Ukraine nach Europa zur&uuml;ck.<\/p>\n<p>Hundertausende Tote und Verwundete, Millionen Fl&uuml;chtlinge, noch mehr Hunger und Armut sind die dramatischen Folgen von Kriegen, die prim&auml;r f&uuml;r wirtschaftliche und geostrategische Interessen gef&uuml;hrt werden &ndash; in Europa, im Nahen\/Mittleren Osten, Afghanistan und in anderen L&auml;ndern. Die NATO und besonders die USA f&uuml;hren weltweit v&ouml;lkerrechtswidrige Kriege und geben 72% der weltweiten R&uuml;stungsausgaben aus. Die Bundesregierung ist ein aktiver Bestandteil dieser militaristischen Politik.<\/p>\n<p>Politische F&uuml;hrungskr&auml;fte &uuml;berall auf der Welt sagen uns, noch mehr (High-Tech-) Waffen, Drohnen und eine Automatisierung der Kriegsf&uuml;hrung sowie mehr Soldaten seien sinnvoll; noch mehr R&uuml;stung, Waffenexporte und die Ausweitung des Krieges w&auml;ren notwendig, um Frieden zu schaffen. Wir aber wissen, mit mehr Krieg und noch effizienteren Waffen wird es keinen Frieden geben. Die &bdquo;Logik des Krieges&ldquo; muss weltweit durch die Logik des Friedens abgel&ouml;st werden &ndash; und wir m&uuml;ssen jetzt hier bei uns damit anfangen.<br>\nWir kritisieren die h&auml;ufig tendenzi&ouml;se Berichterstattung in den Medien, die zur Produktion von Feindbildern beitr&auml;gt.<\/p>\n<p>Der Weg der Konfrontation und der Gewalt, des Hasses und der Vernichtung muss &uuml;berwunden werden &ndash; gerade als Lehre aus zwei Weltkriegen und Faschismus.<\/p>\n<p>Wir wollen Frieden und &Uuml;berwindung von Gewalt &uuml;berall auf der Welt und durch eine umfassende Abr&uuml;stung eine Welt ohne Waffen schaffen. Konflikte m&uuml;ssen zivil gel&ouml;st werden. Dialog, Verhandlung und das Menschenrecht auf Frieden sind unsere Werte. Die Politik der Gemeinsamen Sicherheit muss das Denken und Handeln bestimmen.<\/p>\n<p>Wir brauchen die 1,35 Billionen Euro, die jedes Jahr f&uuml;r R&uuml;stung ausgegeben werden, f&uuml;r die &Uuml;berwindung von Hunger und Armut, f&uuml;r &Ouml;kologie und Bildung. Die globalen Herausforderungen, die uns und unseren Planeten Erde bedrohen, sind ohne Abr&uuml;stung, ohne Frieden nicht zu bew&auml;ltigen.<\/p>\n<p>Wir wollen:<\/p>\n<ul>\n<li>Kooperation statt Konfrontation! Wir treten ein f&uuml;r eine Politik der Gemeinsamen Sicherheit, die auch Russland mit einbeziehen muss.<\/li>\n<li>F&uuml;r eine Zukunft ohne NATO! Ja zur OSZE und zu einer reformierten, demokratisierten UNO.<\/li>\n<li>Abr&uuml;stung f&uuml;r nachhaltige Entwicklung in Nord und S&uuml;d! Stopp von R&uuml;stungsproduktion, Waffenhandel und R&uuml;stungsexporten. Entwicklung von Konversionsprogrammen und aktive Waffenvernichtungen.<\/li>\n<li>Keine milit&auml;rischen Interventionen! Stattdessen humanit&auml;re Hilfe und offene Grenzen f&uuml;r die Fl&uuml;chtlinge.<\/li>\n<li>Eine Welt ohne Atomwaffen, das bedeutet f&uuml;r Deutschland: sofortiger Abzug der US-Atomwaffen aus B&uuml;chel.<\/li>\n<li>Eine Welt frei von Milit&auml;rbasen und internationalen Kriegs-Einsatzzentralen, das bedeutet f&uuml;r Deutschland: Schlie&szlig;ung der US Kommandozentralen Ramstein, Africom und Eucom sowie des Luft- und Raumfahrtf&uuml;hrungszentrums in Kalkar.<\/li>\n<li>Keine Drohnen und keine Automatisierung des Krieges!<\/li>\n<li>Friedliche Konfliktl&ouml;sungen durch Dialoge und Verhandlungen zwischen allen Konfliktparteien! Beendigung aller Kriegshandlungen, u.a. durch sofortige Waffenstillst&auml;nde!<\/li>\n<\/ul>\n<p>Eine friedliche Welt ist m&ouml;glich und nur eine gerechte Welt kann eine friedliche sein.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/friedenswinter.de\/aufruf\/\">friedenswinter.de<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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