{"id":2421,"date":"2007-06-20T08:51:39","date_gmt":"2007-06-20T06:51:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2421"},"modified":"2007-06-20T08:52:20","modified_gmt":"2007-06-20T06:52:20","slug":"hinweise-des-tages-417","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2421","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li>Thema Mindestlohn\n<ul>\n<li><strong>Mindestl&ouml;hne sind keine Jobkiller<\/strong><br>\nDie sich verbreitende Bedeutung von L&ouml;hnen, die unterhalb der Armutsgrenze liegen, verweist auf ein Marktversagen. Davon betroffen sind in Deutschland ca. sechs Millionen Erwerbst&auml;tige. Da die Tarifvertragsparteien praktisch in den Branchen mit Lohndumping nicht pr&auml;sent sind, kann auch das Tarifvertragssystem nicht richtig greifen. Deshalb ist ordnungspolitisch der Staat gefordert, der damit auch den Marktmachtmissbrauch von Unternehmen gegen sozial schwache Abh&auml;ngige von Erwerbsarbeit untersagt. Wie die internationalen Vergleichsstudien zeigen, Mindestl&ouml;hne f&uuml;hren zur Aufwertung der Erwerbsarbeit und damit wird die Arbeitsmotivation gest&auml;rkt. Von Rudolf Hickel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/dokumentation\/?sid=7e2b32ccf878609536ce2ea9aee3b294&amp;em_cnt=1156845\">FR<\/a>\n<p>Mindestlohn anderswo:<\/p><\/li>\n<li><strong>In Amerika steigt bald der Mindestlohn<\/strong><br>\nIn etwas mehr als vier Wochen, am 24. Juli, steigt in den Vereinigten Staaten der gesetzliche Mindestlohn von 5,15 Dollar auf 5,85 Dollar in der Stunde. Es ist die erste Anhebung seit fast zehn Jahren. In den kommenden beiden Jahren sind weitere Schritte vorgesehen, die den Mindestlohn 2009 auf 7,25 Dollar in der Stunde bringen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C\/Doc~E2DABBFF95D714AF5B8C4A04E384529B4~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>In Gro&szlig;britannien sind alle daf&uuml;r<\/strong><br>\nGenerell gibt es einen breiten Konsens f&uuml;r den Mindestlohn. Auch der Chef des britischen Unternehmerverbandes, John Cridland, unterst&uuml;tzt die Regelung. In einem Interview mit der &ldquo;Frankfurter Rundschau&rdquo; lobte Cridland die guten Erfahrungen mit dem Mindestlohn: Keine Jobverluste, mehr Geld f&uuml;r Niedriglohnarbeiter, keine Behinderungen f&uuml;r die Betriebe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/aktuell\/meldungen\/0,1185,OID6559218_REF_NAV_BAB,00.html\">ARD\/SWR<\/a><\/li>\n<li><strong>In Frankreich hat der Mindestlohn Tradition<\/strong><br>\nIn Frankreich hat der Mindestlohn Tradition. Die erste Version wurde schon in den 50er Jahren eingef&uuml;hrt, zwanzig Jahre sp&auml;ter &uuml;berarbeitet. Seitdem gibt es den sogenannten SMIC &ndash; den wachstumsorientierten Mindestlohn. Im Moment liegt er bei 8 Euro 27 die Stunde. Das macht bei einer 35-Stunde-Woche ein Bruttoverdienst von 1254 Euro im Monat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/aktuell\/meldungen\/0,1185,OID6559216_REF_NAV_BAB,00.html\">ARD\/SWR<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Lohnschere geht in Deutschland immer weiter auseinander<\/strong><br>\nDie Kaste der Spitzenverdiener setzt sich immer st&auml;rker von der der Minil&ouml;hner ab: Die Gehaltsunterschiede in Deutschland sind laut OECD in den vergangenen Jahren gr&ouml;&szlig;er geworden. In kaum einem Industrieland &ouml;ffnet sich die Lohnschere mit solcher Geschwindigkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,489512,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Typisch f&uuml;r die wirtschaftsnahe OECD ist der Vorschlag, die Arbeitseinkommen von den Sozialabgaben zu entlasten. Davon haben die Minil&ouml;hner kaum etwas, denn sie zahlen keine oder nur ganz geringe Sozialabgaben, die Besserverdienenden und die Unternehmen daf&uuml;r umso mehr. Und was es gegen die wachsende Kluft der Einkommen helfen soll, &bdquo;den Wechsel in neue Arbeitspl&auml;tze zu erleichtern&ldquo;, erschlie&szlig;t sich auch nur, wenn man f&uuml;r jedes Problem das Rezept Senkung der Lohnnebenkosten und Deregulierung des Arbeitsmarktes verschreibt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Teure Stadt, arme Bewohner<\/strong><br>\nIn M&uuml;nchen arbeiten fast 20.000 Menschen f&uuml;r weniger als 7,50 Euro pro Stunde. Laut Gewerkschaftsbund br&auml;uchte man neun Euro pro Stunde zum Leben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/,tt1m15\/muenchen\/artikel\/457\/119313\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Stichwort Netzwerke: &ldquo;Der Volkswirt&rdquo; &uuml;ber die Professoren, die sich gegen den Mindestlohn aussprechen<\/strong><br>\n10 der 15 Professoren z&auml;hlen zu den Unterzeichnern des sogenannten Hamburger Appells aus dem Jahr 2005, einer Aufforderung zur totalen &ldquo;Reform&rdquo;-Politk. Ein Teil der Runde fungiert als Botschafter der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Charles Blankart ist Mitglied der von Hayek mitbegr&uuml;ndeten Mont Pelerin Society.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dervolkswirt.de\/wirtschaft.htm\">Blog &bdquo;Der Volkswirt&ldquo; (siehe unter dem Datum 16.6.2007)<\/a><\/li>\n<li><strong>Neoliberale Sozis<\/strong><br>\nDer SPD-Vorsitzende Beck hat der CDU Neoliberalismus vorgeworfen. Doch seine eigene Partei ist l&auml;ngst demselben Zeitgeist aufgesessen. Von Christoph Butterwegge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/online\/2007\/25\/neoliberalismus-spd-beck-butterwegge?page=all\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Demografiefalle<\/strong><br>\nWer erwirtschaftet k&uuml;nftig die Rente von uns Europ&auml;ern? Aktien aus L&auml;ndern mit junger Bev&ouml;lkerung sollen hohe Ertr&auml;ge bringen. Doch handfeste Belege f&uuml;r diese These gibt es nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2007\/21\/GS-Demografie-und-Rendite?page=all\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><strong>G 8: Piloten donnerten zu tief &uuml;ber Protest-Camps<\/strong><br>\nDer umstrittene Tornado-Einsatz w&auml;hrend des G-8-Gipfels hat dienstrechtliche Konsequenzen f&uuml;r die Piloten. Nach internen Ermittlungen haben sie die gesetzlich vorgeschriebene Mindestflugh&ouml;he von 150 Metern unterschritten. Die SPD h&auml;lt den Einsatz mittlerweile f&uuml;r verfassungswidrig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,489492,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Besch&auml;mend f&uuml;r eine Demokratie&rdquo;<\/strong><br>\nIn Deutschland h&auml;ngt es auch heute noch stark von der sozialen Herkunft ab, ob jemand ein Studium aufnimmt. W&auml;hrend von 100 Akademikerkindern 83 eine Hochschule besuchen, sind es nur 23 von 100 Kindern aus Familien ohne akademische Tradition, wie die 18. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks (DSW) ergab. DSW-Pr&auml;sident Rolf Dobischat bezeichnete die Ergebnisse als &ldquo;besch&auml;mend f&uuml;r eine Demokratie&rdquo;.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/campus\/637337\/\">DLF <\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.studentenwerke.de\/pdf\/Kurzfassung18SE.pdf\">Kurzfassung der 18. Sozialerhebung des DSW [PDF &ndash; 556 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Eine ausf&uuml;hrliche Darstellung der 18. Sozialerhebung des DSW folgt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Europ&auml;er wollen Merkel als EU-F&uuml;hrungspers&ouml;nlichkeit<\/strong><br>\nBeliebte Kanzlerin: Bei den B&uuml;rgern Europas genie&szlig;t Angela Merkel deutlich mehr Ansehen als ihre EU-Regierungskollegen. Bei einer heute ver&ouml;ffentlichten repr&auml;sentativen Umfrage der Bertelsmann-Stiftung &auml;u&szlig;erten 28 Prozent der befragten Europ&auml;er den Wunsch, dass Angela Merkel in der EU eine starke F&uuml;hrungsrolle &uuml;bernehme.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/0,1518,489518,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Eine h&ouml;chst objektive Studie der Bertelsmann-Stiftung, nat&uuml;rlich. Und 28% ist die Mehrheit!<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Polen: Gespaltenes Land<\/strong><br>\nDie neoliberale Regierung der Gebr&uuml;der Lech und Jaroslaw Kaczynski vernachl&auml;ssigt Lohnentwicklung und Berufsausbildung. Eine schwache Gewerkschaftsbewegung und eine kaum entwickelte Linke k&ouml;nnen nichts dagegenhalten. Von Hannes Hofbauer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2007\/06-19\/006.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2421","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2421","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2421"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2421\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2421"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2421"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2421"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}