{"id":24211,"date":"2014-12-09T09:16:41","date_gmt":"2014-12-09T08:16:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24211"},"modified":"2015-11-09T11:42:32","modified_gmt":"2015-11-09T10:42:32","slug":"hinweise-des-tages-2272","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24211","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24211#h01\">Ukraine\/Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24211#h02\">250. Montagsdemo gegen Stuttgart-21-Tiefbahnhof<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24211#h03\">Ceta &ndash; Gewerkschaften ist der Freihandel suspekt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24211#h04\">&bdquo;Maul zu, Frau Merkel!&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24211#h05\">Zwischent&ouml;ne mit Dr. Ulrich Schneider dem Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Parit&auml;tischer Wohlfahrtsverbandes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24211#h06\">Eine verschleppte Depression<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24211#h07\">Griechisches Parlament verabschiedet Haushalt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24211#h08\">Deutsche Steuerzahler finanzieren Goldman Sachs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24211#h09\">Paul Krugman: Being Bad Europeans  &ndash;  Schlechte Europ&auml;er<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24211#h10\">Maklertricks: Am Ende zahlt doch der Mieter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24211#h11\">Tarifverhandlungen bei Karstadt &ndash; Paket der Grausamkeiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24211#h12\">Wirtschaft setzt auf Fl&uuml;chtlinge als Fachkr&auml;fte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24211#h13\">Die Macht der Konsumenten hat eine problematische Seite<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24211#h14\">John Pilgers Rede auf dem Londoner Logan Symposium<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24211#h15\">Jauchs Jahr 2014  &ndash; Wir sind Weltmeister &ndash; und sonst?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24211#h16\">Zweierlei Ma&szlig;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24211#h17\">Veranstaltungshinweis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24211#h18\">Das Allerletzte &ndash; Lehrerfortbildungen in der Deutschen Bundesbank<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24211&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ukraine\/Russland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Die Soros-Maschine<\/strong><br>\nWenn man dem milliardenschweren W&auml;hrungsspekulanten und politischen Netzwerkbauer selbst glauben darf, hat seine in der Ukraine etablierte Oppositions-NGO &bdquo;Renaissance Foundation&ldquo; nichts mit dem Euromaidan zu tun. Im Guardian schrieb Soros:<br>\n&bdquo;Ich gr&uuml;ndete in der Ukraine 1990 die &raquo;Renaissance Stiftung&laquo; (&raquo;Renaissance Foundation&laquo;), vor der Unabh&auml;ngigkeit des Landes. Die Stiftung war am j&uuml;ngsten Aufstand nicht beteiligt, diente aber als Verteidiger f&uuml;r diejenigen, auf die die offizielle Repression abzielte.&ldquo;<br>\nSoros ist jedoch daf&uuml;r bekannt, dass er seine Beteiligung an &bdquo;Regime Changes&ldquo; und Revolutionen erst dann zugibt, wenn es f&uuml;r ihn ungef&auml;hrlich ist. Wenn die geschaffenen Tatsachen Geschichte geworden sind, wie im Falle der Solidarnosc in Polen der Achtziger und seinem mit hunderten Millionen Dollars finanzierten und lang eingef&auml;delten Umsturz der Regierung Milosovic in Serbien gibt er dann gern seine Urheberschaft zu und br&uuml;stet sich sogar damit. Im Falle der Rosenrevolution in Georgien, wo die Soros-Maschine ebenso zugeschlagen hat und Sakashwilli mit dem Segen des Milliard&auml;rs an die Macht brachte ist Soros schon etwas vorsichtiger geworden. In den Wirren der &Auml;gyptischen Machtk&auml;mpfe und der Jasmin-Revolution gibt es allerdings kein &bdquo;Bekenner-Schreiben&ldquo; des selbsternannten Philantropen mit der Lust an der Zerst&ouml;rung von Staaten und Gesellschaften.<br>\nDennoch hat Soros auch in der Ukraine eine unverkennbare Handschrift hinterlassen auch wenn er das &bdquo;Todesurteil&ldquo; gegen Janukowitsch sicher nicht allein unterschrieben hat. Soros enger Verb&uuml;ndeter, manche behaupten auch, seine Marionette, Barrak Obama, hat wohl kr&auml;ftig mitgemischt.  So ist in mehreren einschl&auml;gigen US-Publikationen, von denen hier nur die von Richard Poe zitiert werden soll, diskutiert worden, ob die massive finanzielle oder Netzwerkunterst&uuml;tzung durch Soros f&uuml;r die Democratic Party und Barak Obama nicht schon einer &Uuml;bernahme der Demokraten in den USA gleichk&auml;me?  Soros bezeichnet sich zwar gern als Au&szlig;enseiter im amerikanischen Polit-Establishment, &uuml;bt aber erheblichen Einfluss aus. Es ist nur die Frage, ob er auf der komplizierten und teilweise intrigenhaften Art, die Poe beschreibt oder schlicht und einfach &uuml;ber seine NGO &bdquo;Moveon&ldquo; im Wei&szlig;en Haus und bei den Demokraten seinen Einfluss h&auml;lt. Moveon ist ein eminent wichtiger Finanzier der Demokraten und es mutet gerade l&auml;cherlich an, so eine finanzielle Holding als NGO zu bezeichnen. Dennoch nicht verwunderlich, denn die meisten NGOs, die Soros sich gekauft hat oder selbst gr&uuml;ndete, haben den Charakter finanzieller Holdings.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/soenke-paulsen\/die-soros-maschine\/\">Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Ukraine&rsquo;s Made-in-USA Finance Minister<\/strong><br>\nA top problem of Ukraine has been corruption and cronyism, so it may raise eyebrows that new Finance Minister Natalie Jaresko, an ex-U.S. diplomat and newly minted Ukrainian citizen, was involved in insider dealings while managing a $150 million U.S. AID-backed investment fund, writes Robert Parry.<br>\nUkraine&rsquo;s new Finance Minister Natalie Jaresko, a former U.S. State Department officer who was granted Ukrainian citizenship only this week, headed a U.S. government-funded investment project for Ukraine that involved substantial insider dealings, including $1 million-plus fees to a management company that she also controlled.<br>\nJaresko served as president and chief executive officer of Western NIS Enterprise Fund (WNISEF), which was created by the U.S. Agency for International Development (U.S. AID) with $150 million to spur business activity in Ukraine. She also was cofounder and managing partner of Horizon Capital which managed WNISEF&rsquo;s investments at a rate of 2 to 2.5 percent of committed capital, fees exceeding $1 million in recent years, according to WNISEF&rsquo;s 2012 annual report.<br>\nThe growth of that insider dealing at the U.S.-taxpayer-funded WNISEF is further underscored by the number of paragraphs committed to listing the &ldquo;related party transactions,&rdquo; i.e., potential conflicts of interest, between an early annual report from 2003 and the one a decade later.<br>\n(&hellip;)<br>\nThough it&rsquo;s difficult for an outsider to ascertain the relative merits of these insider deals, they could reflect negatively on Jaresko&rsquo;s role as Ukraine&rsquo;s new finance minister[&hellip;] given the country&rsquo;s reputation for corruption and cronyism, a principal argument for the U.S.-backed &ldquo;regime change&rdquo; that ousted elected President Viktor Yanukovych last February.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/consortiumnews.com\/2014\/12\/05\/ukraines-made-in-usa-finance-minister\/\">consortiumnews<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Korruption ist eben nur dann Korruption wenn es die jeweils Anderen tun. Das ist nicht neu.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Von der St&auml;rke des Rechts zur&uuml;ck zum Recht des St&auml;rkeren<\/strong><br>\nStatt die bestehende Weltordnung zu verbessern, weiter auszugestalten und stabiler zu machen, haben wir sie de facto seit dem Ende des Kalten Krieges immer wieder und immer weiter geschw&auml;cht. Teilweise sogar zerst&ouml;rt. Im Namen der westlichen Werte, der Menschenrechte und der Bek&auml;mpfung des Terrors. In einer gewissen Siegermentalit&auml;t, aus einem &Uuml;berlegenheitsgef&uuml;hl, im Bewusstsein der St&auml;rkere zu sein. Wir haben sukzessive Vertrauen zerst&ouml;rt, nicht erst in der j&uuml;ngsten Zeit, sondern immer wieder, kontinuierlich, seit den 1990er Jahren. Steter Tropfen h&ouml;hlt den Stein.<br>\nErkennbar werden die gravierenden Folgen derzeit vor allem in Russland. Moskau betrachtet seine Beziehungen zum Westen heute vor allem als Geschichte gebrochener westlicher Versprechen, als Best&auml;tigung der Vorhersagen jener konservativen, nationalistischen und sogar r&uuml;ckw&auml;rtsgewandten Kr&auml;fte in Russland, die immer schon davor gewarnt haben, dass der Westen und zumindest Washington weiterhin das Ziel verfolgen k&ouml;nnten, Russland kontinuierlich zu schw&auml;chen. In der Wahrnehmung der russischen &Ouml;ffentlichkeit werden diese Kr&auml;fte zu Realisten und als Realpolitiker diskurs- oder sogar mehrheitsf&auml;hig.<br>\nDie Hoffnung, nach dem Ende des Kalten Krieges werde die St&auml;rke des Rechts das Recht des St&auml;rkeren weitgehend abl&ouml;sen, wurde entt&auml;uscht. Das Recht des St&auml;rkeren, das sich selbst erm&auml;chtigt, feiert allenthalben fr&ouml;hliche Urst&auml;nd. Gut m&ouml;glich, dass Historiker den Kalten Krieg und die ersten Jahre danach dereinst als die hohe Zeit des V&ouml;lkerrechtes beschreiben werden. F&uuml;r den Anfang des 21. Jahrhunderts werden sie das nicht tun. Im Gegenteil: Die Gegenwart k&ouml;nnte ihnen als Phase der gezielten Deregulierung und Destabilisierung der internationalen Beziehungen gelten.<br>\nDie USA haben diese Entwicklung eingeleitet. Washington sah sich nach dem Zerfall der UdSSR als Sieger im Kalten Krieg, als einzig verbliebene Supermacht. Sie beanspruchten das Recht, die Nachkriegsordnung zu gestalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/das-blaettchen.de\/2014\/12\/von-der-staerke-des-rechts-zurueck-zum-recht-des-staerkeren-30922.html\">Das Bl&auml;ttchen<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>250. Montagsdemo gegen Stuttgart-21-Tiefbahnhof<\/strong><br>\nUnter dem Motto &laquo;K&ouml;pfchen zeigen, oben bleiben&raquo; haben sich mehrere Tausend Gegner des Bahnprojekts Stuttgart 21 zur 250. Montagsdemo vor dem Hauptbahnhof versammelt. Sie brachten Plakate und Banner mit, auf denen unter anderem zu lesen war: &laquo;Ich sch&auml;me mich f&uuml;r Stuttgart 21&raquo;, &laquo;Wahnhof 21&raquo;, &laquo;Nix als Murks&raquo;. Nach Angaben der Veranstalter nahmen 7000 Menschen an der Kundgebung und dem anschlie&szlig;enden Zug durch die Innenstadt teil. Die Polizei konnte zun&auml;chst keine Angaben machen.<br>\n&laquo;Dies zeigt, dass die Menschen auch f&uuml;nf Jahre nach der ersten Montagsdemo weiterhin bereit sind, f&uuml;r den Erhalt und den Ausbau des bestehenden und gut funktionierenden Kopfbahnhofs auf die Stra&szlig;e zu gehen&raquo;, sagte der Sprecher der Parksch&uuml;tzer, Matthias von Herrmann. Die gro&szlig;e Zahl der Teilnehmer sei nicht verwunderlich angesichts von S-Bahn-Chaos, L&auml;rm und Schmutz in der City und von fehlenden Geldern f&uuml;r den Ausbau des Nahverkehrs.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/m.welt.de\/regionales\/baden-wuerttemberg\/article135159192\/250-Montagsdemo-gegen-Stuttgart-21-Tiefbahnhof.html\">WELT<\/a>\n<p><strong>Dazu: Gr&uuml;nen-Schelte bei der 250. Montagsdemo<\/strong><br>\nBei der 250. Montagsdemonstration gegen Stuttgart 21 setzen Redner weiter auf das Scheitern des Projekts &ndash; und &uuml;ben zum Teil heftige Kritik an den Gr&uuml;nen.<br>\nDer Ton zwischen &uuml;berzeugten Stuttgart-21-Gegnern und ihren einstigen Weggef&auml;hrten von den Gr&uuml;nen wird sch&auml;rfer. Redner bei der 250.&thinsp;Montagsdemo gegen den milliardenschweren Umbau des Stuttgarter Hauptbahnhofs fanden zum Teil deutliche Worte gegen die Partei und einzelne Gr&uuml;nen-Politiker. Der mittlerweile in Berlin lebende Theaterregisseur Volker L&ouml;sch etwa, Urgestein der Proteste gegen das Projekt, nannte den Stuttgarter OB Fritz Kuhn einen &bdquo;kritiklosen Investorenpaten&ldquo;, einen &bdquo;Verdr&auml;ngungsk&uuml;nstler&ldquo;, &bdquo;Umfaller&ldquo; und &bdquo;Wendehals&ldquo;. Eine klare Kante, die den 7000 Besuchern der Jubil&auml;umsdemo (Z&auml;hlweise der Parksch&uuml;tzer, die Polizei kam auf 3700 Demonstranten) bei eisigen Temperaturen einheizte. Selbstkritisch r&auml;umte L&ouml;sch auch Fehler der Bewegung ein: &bdquo;Einer der gr&ouml;&szlig;ten war das Mitwirken bei einer schon vorher als Betrug feststehenden, manipulierten Volksabstimmung.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.stuttgart-21-gruenen-schelte-bei-der-250-montagsdemo.eacf435b-7f8d-4122-abec-3470ebe06a64.html\">Stuttgarter Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ceta &ndash; Gewerkschaften ist der Freihandel suspekt<\/strong><br>\nErst haben die Arbeitnehmervertreter durchaus Chancen im Abkommen mit Kanada gesehen. Dann haben sie noch einmal nachgedacht. [&hellip;]<br>\nTats&auml;chlich sorgt nun aber schon das gerade ausverhandelte Handelsabkommen mit Kanada (Ceta) f&uuml;r einen handfesten Konflikt: Der Gewerkschaftsbund lehnt es in der vorliegenden Fassung strikt ab, fordert wesentliche &Auml;nderungen und hat sich damit unmittelbar an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gewandt. &bdquo;Wir m&ouml;chten Sie dringend bitten, darauf hinzuwirken, dass die Verhandlungen mit Kanada noch einmal aufgenommen werden, um die problematischen Stellen zu korrigieren&ldquo;, hei&szlig;t es in einem Brief, den der DGB-Vorsitzende vor wenigen Tagen an die Kanzlerin geschickt hat und der dieser Zeitung vorliegt.<br>\nHoffmann st&uuml;tzt sich dabei auf eine zehnseitige Stellungnahme zu dem Abkommen mit Kanada, die die Riege der Gewerkschaftschefs in der vergangenen Woche auf ihrer Vorstandssitzung des Deutschen Gewerkschaftsbunds beschlossen hat. [&hellip;]<br>\nIn der Sache stellen die Gewerkschaften vor allem drei Kritikpunkte heraus: Das geplante Abkommen mit Kanada enthalte keine wirksam durchsetzbaren Regeln &bdquo;zum Schutz und zur Verbesserung&ldquo; von Arbeitnehmerrechten; tats&auml;chlich sei es aber dringend n&ouml;tig, Konflikte um Arbeitnehmerrechte zumindest in den allgemeinen Mechanismus zur Streitbeilegung einzubeziehen, &bdquo;so dass Verst&ouml;&szlig;e mit Handelssanktionen oder Entsch&auml;digungszahlungen geahndet werden k&ouml;nnen&ldquo;.<br>\nIm Gegensatz dazu sehe der vorliegende Text jedoch umgekehrt f&uuml;r Investoren gerade jene stark umstrittenen Klagerechte gegen Staaten vor; hier m&uuml;sse vor allem klargestellt werden, dass demokratisch beschlossene Gesetze &bdquo;nicht als Verletzung von Investoren-Erwartungen geahndet werden k&ouml;nnen&ldquo;, hei&szlig;t es in dem Papier. Schlie&szlig;lich bem&auml;ngelt der Gewerkschaftsbund, dass die geplanten Regeln zur Liberalisierung der Dienstleistungsm&auml;rkte die aus &ouml;ffentlicher Hand erbrachten Dienstleistungen nicht ausreichend sch&uuml;tzten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/ttip-und-freihandel\/dgb-bezieht-stellung-gegen-handelsabkommen-mit-kanada-13308109.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die Gewerkschaften positionieren sich zum Gl&uuml;ck eindeutig. Die FAZ-&Uuml;berschrift ist leider wieder sehr tendenzi&ouml;s: &ldquo;Gewerkschaften ist der Freihandel suspekt&rdquo;: die Gewerkschaften wieder als Blockierer, weil sie nicht wissen, wie toll Freihandel ist. Als g&auml;be es nicht genug Studien &uuml;ber negative Folgen von Freihandel, und als ob es in der DGB-Kritik oder gar bei Ceta\/TTIP &uuml;berhaupt um Freihandel ginge und nicht um eine noch radikalere wirtschaftliche Liberalisierung mit Sonderrechten f&uuml;r Gro&szlig;konzerne.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&bdquo;Maul zu, Frau Merkel!&ldquo;<\/strong><br>\nDie Bundeskanzlerin fordert mehr Reformeifer von den Franzosen und erntet heftige Kritik. Der Wortf&uuml;hrer der Linkspartei, Jean-Luc M&eacute;lenchon, verbittet sich in harschen Worten jegliche Einmischung, auch Finanzminister Sapin legt nach.<br>\nDer Reformaufruf der Bundeskanzlerin an Frankreich hat auf der franz&ouml;sischen Linken am Montag zu gro&szlig;em Unmut gef&uuml;hrt. Der Wortf&uuml;hrer der Linkspartei, Jean-Luc M&eacute;lenchon, beschimpfte Angela Merkel in einer Twitter-Nachricht in deutscher Sprache: &bdquo;Maul zu, Frau Merkel! Frankreich ist frei&ldquo;.<br>\nDer f&uuml;r seine verbalen Ausf&auml;lle bekannte Linkspopulist verbat sich jegliche Einmischung aus Berlin. Die Bundeskanzlerin hatte in einem Gespr&auml;ch in  der &bdquo;Welt am Sonntag&ldquo;  zu gr&ouml;&szlig;eren Reformanstrengungen in Frankreich aufgerufen. Die EU-Kommission habe &bdquo;deutlich gemacht, dass das, was bis jetzt  auf dem Tisch liegt, noch nicht ausreicht&ldquo;, sagte Merkel. &bdquo;Dem schlie&szlig;e ich mich an&ldquo;, sagte sie. &bdquo;K&uuml;mmern Sie sich lieber um Ihre Armen und Ihre in Ruinen liegende Infrastruktur&ldquo;, mahnte M&eacute;lenchon die Bundeskanzlerin auf Franz&ouml;sisch.<br>\nFinanzminister Michel Sapin kritisierte nicht M&eacute;lenchons Ausfall, sondern sagte, er sei gelegentlich auch &uuml;ber Deutschland irritiert. &bdquo;Ich sage manchmal  auch Dinge &uuml;ber Deutschland. Ich sage zum Beispiel, dass ich mir w&uuml;nschen w&uuml;rde, dass in Deutschland mehr investiert wird&ldquo;, sagte Sapin. Die Bundeskanzlerin habe sich f&uuml;r weitere Reformen in Frankreich ausgesprochen, weil der CDU-Parteitag anstehe, so Sapin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/europaeische-union\/jean-luc-melenchon-kritisiert-angela-merkels-einmischung-13309398.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das ist einfach zu verr&uuml;ckt. Einerseits &uuml;berschl&auml;gt sich die deutsche &bdquo;Qualit&auml;tspresse&ldquo; vor Kritik an der vorgeblichen Einmischung Russlands in die inneren Angelegenheiten der Ukraine. Aber wenn Deutschland in &auml;hnlicher Weise mit seinen EU-Partnern verf&auml;hrt ist das v&ouml;llig in Ordnung und dieselben  Kommentatoren unterst&uuml;tzen Merkel auch noch und fordern ebenso vehement &bdquo;Reformen&ldquo;  von Frankreich und anderen EU-L&auml;ndern. Kleine Nachhilfe f&uuml;r Herren M&eacute;lechon. Es muss hei&szlig;en: Halt&rsquo;s Maul, Merkel!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Zwischent&ouml;ne mit Dr. Ulrich Schneider dem Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Parit&auml;tischer Wohlfahrtsverbandes<\/strong><br>\nDr. Ulrich Schneider, Jahrgang 1958, wurde in Oberhausen geboren und studierte Erziehungswissenschaften. Er ist Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Parit&auml;tischen Wohlfahrtsverbandes in Berlin.<br>\nEr ist Autor verschiedener Publikationen zu den Themen Armut in Deutschland, Verantwortung des Sozialstaats und soziale Gerechtigkeit. Zuletzt erschien von ihm das Buch &ldquo;Mehr Mensch! Gegen die &Ouml;konomisierung des Sozialen&rdquo; (Westend Verlag, 2014).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/musik-und-fragen-zur-person-der-hauptgeschaeftsfuehrer-des.1782.de.html?dram:article_id=304999\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein h&ouml;chst interessantes Interview.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Eine verschleppte Depression<\/strong><br>\nKonjunkturschw&auml;che Das Wachstum bricht ein. Deutschlands fehlender Mut zu einer aktiven Investitionspolitik wird zum weltweiten Risiko.<br>\nIn der Eurozone spricht viel daf&uuml;r, dass sie statt einer labilen Erholung erneut in die Rezession gleitet. Zum dritten Mal seit 2007, was man nur als Hang zur &bdquo;Wellblech-Konjunktur&ldquo; deuten kann . Nach den Abst&uuml;rzen 2009 und 2012 w&auml;re das der dritte Einbruch in Folge, der triple-dip. Die Briten haben den gerade hinter sich.<br>\nKein Wunder, wenn die US-Amerikaner mit st&ouml;rrischer Ungeduld reagieren, da sie f&uuml;rchten, erneut selbst im Stagnations- und Depressionssumpf zu landen. Die Regierung von Barack Obama gei&szlig;elt das z&ouml;gerliche Handeln der EU-Regierungen, allein die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) kommt besser weg. Sie habe getan, was sie konnte, hei&szlig;t es in Washington, und sei ein St&uuml;ck weit dem Muster der US-Notenbank Fed gefolgt. Aber mit Geldpolitik allein l&auml;sst sich kein Wachstumspfad pflastern.<br>\nKurz vor dem G&thinsp;20-Gipfel in Brisbane machte US-Finanzminister Jacob Lew seinem &Auml;rger Luft. Die Europ&auml;er schienen immer noch nicht zu begreifen, dass sie mit ihrer sklerotischen Ausgabenpolitik die Weltwirtschaft sch&auml;digten. Die k&ouml;nne sich kein &bdquo;verlorenes Jahrzehnt in Europa&ldquo; leisten. Das Motiv der Klage liegt auf der Hand: Die US-&Ouml;konomie ist heute dank forcierter Anstrengungen in den letzten Jahren weit exportabh&auml;ngiger als vor der Weltfinanzkrise 2008\/09. Bei stolzen 13 Prozent liegt die Ausfuhrquote, also sorgen sich die Amerikaner um Absatzm&auml;rkte in der EU und in Asien. Abwertungen von Euro und Yen wurden als Anschubhilfe f&uuml;r die nationalen &Ouml;konomien noch hingenommen &ndash; doch einmal ist jede Toleranz ersch&ouml;pft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/eine-verschleppte-depression\">Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Griechisches Parlament verabschiedet Haushalt<\/strong><br>\nDie griechische Regierung hat eine weitere Kraftprobe &uuml;berstanden: Das Parlament billigte den Haushalt 2015. Es sei der erste ausgeglichenen Etat seit Jahrzehnten, jubeln die Griechen. Die Troika der EU geht von anderen Zahlen aus.<br>\nDas griechische Parlament hat in der Nacht zum Montag den Haushalt f&uuml;r 2015 gebilligt &ndash; und damit den angeblich ersten ausgeglichenen griechischen Haushalt seit Jahrzehnten beschlossen. &ldquo;Es ist ein historischer Moment&rdquo;, sagte Ministerpr&auml;sident Antonis Samaras nach der Abstimmung.<br>\nZum Abschluss einer f&uuml;nft&auml;gigen Debatte votierten 155 Abgeordnete f&uuml;r den Etat der Koalitionsregierung aus Konservativen und Sozialisten. 134 Abgeordnete stimmten laut Parlamentspr&auml;sidium dagegen.<br>\nAthen geht von einem ausgeglichenen Haushalt und drei Prozent Prim&auml;r&uuml;berschuss aus. Die Regierung rechnet zudem mit einem Wirtschaftswachstum von 2,9 Prozent. Die Arbeitslosenquote soll von 24,8 auf 22,6 Prozent zur&uuml;ckgehen und der Schuldenstand um mehr als sechs Prozent auf 171 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt (BIP) sinken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/griechenland-parlament-verabschiedet-ausgeglichenen-haushalt-2015-a-1007121.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ein Wunder, ein Wunder! Glaubt die griechische Regierung ihre Phantastereien eigentlich selber?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das sind die &bdquo;gigantischen&ldquo; Erfolge der fortgesetzten Austerit&auml;tspolitik: &bdquo;Die Arbeitslosenquote soll von 24,8 auf 22,6 Prozent zur&uuml;ckgehen und der Schuldenstand um mehr als sechs Prozent auf 171 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt (BIP) sinken.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Deutsche Steuerzahler finanzieren Goldman Sachs<\/strong><br>\nDer deutsche Steuerzahler verschafft der Investmentbank Goldman Sachs wom&ouml;glich Milliardengewinne. Der Grund: Nach SPIEGEL-Informationen kann Goldman sich auf Basis eines alten Vertrages noch bis zum Jahr 2036 von der deutschen Bad Bank FMS Wertmanagement (FMSW) bis zu f&uuml;nf Milliarden Dollar leihen &ndash; zu extrem g&uuml;nstigen Konditionen. Das Risiko tr&auml;gt der deutsche Steuerzahler, der f&uuml;r m&ouml;gliche Verluste der Bad Bank aufkommen muss.<br>\nDie FMSW wickelt die Altlasten der verstaatlichten Hypo Real Estate und deren irischer Tochter Depfa ab. Die Finanzierungslinie wurde 2006 von der Depfa vereinbart und l&auml;uft &uuml;ber einen sogenannten Total Return Swap. Goldman zahlt daf&uuml;r einen Minimalzins von 0,1 Prozentpunkten &uuml;ber dem Referenzzinssatz Libor &ndash; derzeit also insgesamt rund 0,3 Prozent. Allein durch das Weiterverleihen zu Marktbedingungen k&ouml;nne die Investmentbank &uuml;ber die Kreditlinie derzeit rund 150 Millionen Dollar Gewinn pro Jahr erwirtschaften, sagt ein Finanzexperte.<br>\nIm Gegenzug reicht die Investmentbank de facto Wertpapiere als Sicherheit ein. Dazu geh&ouml;ren allerdings auch strukturierte Produkte wie die sogenannten Collateralized Debt Obligations (CDOs) und Collateralized Loan Obligation (CLOs), deren Wert Goldman als sogenannter Calculation Agent sogar selbst bestimmt. &ldquo;Das ist, als ob jemand, der eine Hypothek aufnimmt, allein den Wert des Hauses bestimmt, das daf&uuml;r als Sicherheit dient&rdquo;, sagt ein Kenner des Gesch&auml;fts. Goldman nutze die Bad Bank als &ldquo;extrem lukrativen Parkplatz f&uuml;r strukturierte Finanzprodukte&rdquo;, hei&szlig;t es im Umfeld der FMSW, an die die Kreditlinie 2012 &uuml;bertragen wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/steuerzahler-finanzieren-goldman-sachs-a-1006993.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es ist ja nicht so, dass man hinsichtlich dieser Thematik recht behalten m&ouml;chte, aber es hat sich Bewahrheitet, alles Gerede von der Regulierung der Finanzindustrie ist nichts anderes als hei&szlig;e Luft. Es lebe die marktkonforme Demokratie!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Paul Krugman: Being Bad Europeans  &ndash;  Schlechte Europ&auml;er<\/strong><br>\nDie amerikanische Wirtschaft scheint endlich aus dem tiefen Loch herauszukommen, in das sie w&auml;hrend der globalen Finanzkrise geraten war. Von Europa, dem anderen Epizentrum der Krise, kann man das leider nicht sagen. Die Arbeitslosigkeit in der Eurozone ist noch immer fast doppelt so hoch wie in den USA, w&auml;hrend die Inflation weit unter dem offiziellen Inflationsziel bleibt, und offene Deflation eine wirkliche Gefahr ist.<br>\nDie Investoren haben aufgemerkt: Europ&auml;ische Zinsen sind abgest&uuml;rzt, und langfristige deutsche Staatsanleihen bringen nur 0,7 Prozent. Diese Art von Ertrag haben wir immer mit der japanischen Deflation in Verbindung gebracht, und die M&auml;rkte signalisieren tats&auml;chlich, dass sie jetzt mit Europas verlorener Dekade rechnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2014\/12\/01\/opinion\/paul-krugman-being-bad-europeans.html\">New York Times<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24199#h03\">viel diskutierte Aufsatz von Paul Krugman<\/a> nun auch auf Deutsch.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Maklertricks: Am Ende zahlt doch der Mieter<\/strong><br>\nSie sind eine der Berufsgruppen, die wirklich kaum jemand leiden kann: Makler. Besonders Mietwohungssuchende in Gro&szlig;st&auml;dten &auml;rgern sich regelm&auml;&szlig;ig &uuml;ber die Wohnungsvermittler. Denn obwohl Makler meist im Auftrag und Interesse der Vermieter arbeiten, muss meistens der Suchende daf&uuml;r zahlen. Selbst dann, wenn der Makler nur die T&uuml;r aufschlie&szlig;t und am Ende den Vertrag &uuml;berreicht, sind schnell mehr als 2.000 Euro f&auml;llig. Kein Wunder also, dass Makler einen schlechten Ruf haben.<br>\nObwohl Makler meist im Vermieterauftrag arbeiten, zahlt der Mieter. Das soll sich nun &auml;ndern. Doch vieles deutet daraufhin, dass die Maklerlobby das neue Gesetz unterlaufen will.<br>\nEin neues Gesetz der Bundesregierung will diese Praxis nun beenden. K&uuml;nftig soll gelten, was auch in einer Kneipe gilt: &ldquo;Wer bestellt, muss zahlen&rdquo;. Das w&auml;re beim Makler fast immer der Vermieter. Der SPD Politiker Dirk Wiese freute sich schon voller Schadenfreude, dass Makler es jetzt schwerer haben sollen: &ldquo;An die Wohnungsmakler: Willkommen in der sozialen Marktwirtschaft&rdquo;, sagte Wiese.<br>\nDoch vieles deutet daraufhin, dass die Maklerlobby das Gesetz unterlaufen will. Der Maklerverband IVD k&auml;mpft seit Wochen f&uuml;r einen aufgeweichten Gesetzentwurf, argumentiert mit verfassungsrechtlichen Bedenken. Bei der CDU sto&szlig;en die Makler offenbar auf offenes Geh&ouml;r. CDU-Abgeordnete wie Jan-Marco Luczak fordern, &ldquo;die Makler nicht im Regen stehen zu lassen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/archiv\/2014\/Maklertricks-am-Ende-zahlt-doch-wieder-der-Mieter,makler120.html\">Das Erste<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Tarifverhandlungen bei Karstadt &ndash; Paket der Grausamkeiten<\/strong><br>\nViel Zeit zum Trauern haben die Karstadt-Angestellten in Hamburg-Billstedt nicht. Nur wenige Tage, nachdem sie erfahren hatten, dass ihr Kaufhaus Mitte n&auml;chsten Jahres geschlossen wird, r&uuml;ckten auch schon die potenziellen Nachmieter an. Sie verma&szlig;en Boden und W&auml;nde, machten sich Notizen &ndash; und verschwanden so unvermittelt, wie sie gekommen waren.<br>\nDas Ergebnis war anscheinend zufriedenstellend. Die irische Billigtextilkette Primark hat offenbar Interesse, n&auml;chstes Jahr in einen Teil der Karstadt-Filiale in Hamburg-Billstedt einzuziehen, die mit ihren 17 000 Quadratmetern zu gro&szlig; sein d&uuml;rfte f&uuml;r einen einzigen Mieter.<br>\n&Auml;hnlich ist die Lage in Stuttgart &ndash; auch dort gilt Primark in Branchenkreisen als hei&szlig;er Anw&auml;rter auf die Filiale, die der neue Karstadt-Eigent&uuml;mer Ren&eacute; Benko ebenfalls Ende Juni 2015 zumachen will. In Stuttgart k&ouml;nnten die Verhandlungen mit Primark noch dadurch erleichtert werden, dass Benkos Immobiliengesellschaft Signa der Vermieter der Karstadt-Immobilie ist.<br>\nK&uuml;nftig also wom&ouml;glich Primark statt Karstadt. Ein Unternehmen, das Kleidung zu Dumpingpreisen verkauft. T-Shirts f&uuml;r drei oder vier Euro sind dort zu haben, und das ist kein Sonderangebot. Wer bei Primark nur ein einziges Kleidungsst&uuml;ck kaufen will, wird an der Kasse ungl&auml;ubig gefragt, ob das alles sei. Viele Kunden verlassen den Laden mit Bergen von Billigware.<br>\nNach dem Willen der Karstadt-Chefs sollen die Besch&auml;ftigten von 2015 an f&uuml;r drei Jahre auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld verzichten und statt durchschnittlich 37,5 Wochenstunden k&uuml;nftig 40 Stunden arbeiten. Durch ihren Verzicht sollen sie in den n&auml;chsten Monaten das Gros zur Sanierung des Warenhauskonzerns beitragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/tarifverhandlungen-bei-karstadt-paket-der-grausamkeiten-1.2255804\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Willkommen in der sch&ouml;nen, neuen, neoliberalen Arbeitswelt. Seit dem Ein- und Ausstieg des Milliard&auml;rs Nicolas Berggruen, ist Karstadt nur noch Spekulationsobjekt aus dem jeder &bdquo;Investor&ldquo; so viel wie m&ouml;glich Rendite versucht herauszupressen. So traurig es sein wird, nach dem Immobilienspekulant Benko sich ordentlich bereichert hat wird auch er sich verabschieden und Karstadt seinem unausweichlichen Schicksal der finalen Abwicklung &uuml;berlassen. Bezeichnend, dass nun das Unternehmen Primark, dass sich durch knallhartes Lohn- und Sozialdumping in allen Bereichen, sowohl bei der Produktion der verkauften Bekleidung als auch bei den eigenen Angestellten, auszeichnet, Karstadt-Filialen &uuml;bernehmen will. &Uuml;ber verschachtelte Beteiligungskonstrukte  ist Primark im Besitz einer der reichsten Familien Gro&szlig;britanniens, dem Weston-Clan. Das besonders schmutzige am Gesch&auml;ft von Primark und anderen Billiganbietern ist, dass inzwischen viele Menschen durch das Lohndumping als wesentlicher Bestandteil der neoliberalen Strategie nicht nur in Deutschland auf billige Bekleidung angewiesen sind. Was lernt man daraus: Kapitalismus basiert auf Ausbeutung und selbst mit dem Elend der Menschen l&auml;sst sich noch ordentlicher Profit erzielen. Und der Preis f&uuml;r billige T-Shirts muss am Ende doch bezahlt werden und wenn ihn andere in Bangladesch, Pakistan oder China zahlen. <\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu zum mit 1100 Toten und 2500 Verletzten schwersten Fabrikungl&uuml;ck in der Geschichte Bangladeschs: Die Schande von Rana Plaza<\/strong><br>\nAls vor einem Jahr eine Fabrik in Bangladesch einst&uuml;rzte, versprach die Textilindustrie schnelle Hilfe. Die meisten Opfer aber warten noch immer auf Entsch&auml;digung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2014-04\/rana-plaza-jahrestag-hilfsfonds\">Zeit<\/a><\/p>\n<p><strong>Und: Mode zum Wegwerfen &ndash; Das Prinzip PRIMARK<\/strong><br>\nSchubsen, dr&auml;ngeln, kreischen &ndash; wo auch immer in Deutschland eine PRIMARK-Filiale er&ouml;ffnet, herrscht Ausnahmezustand. Der irische Textil-Discounter erobert mit seiner Wegwerfmode die Fu&szlig;g&auml;ngerzonen. Ein Paradies f&uuml;r Teenager: hip wie H&amp;M und billig wie KiK. Ein T-Shirt f&uuml;r zwei Euro, eine Hose f&uuml;r elf Euro. Wie kann PRIMARK so billig sein? Anne Kauth und Ulli Rothaus gehen in der &ldquo;ZDFzoom&rdquo;-Dokumentation dem neuen Trend zur Wegwerfmode auf den Grund.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=YVwSbAQUQyE\">Youtube<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Wirtschaft setzt auf Fl&uuml;chtlinge als Fachkr&auml;fte<\/strong><br>\nSpitzenvertreter der deutschen Wirtschaft fordern einen schnelleren Arbeitsmarktzugang f&uuml;r Asylbewerber.<br>\n&ldquo;Den Fl&uuml;chtlingen, die in unserem Land Zuflucht suchen, sollten wir eine Perspektive geben&rdquo;, sagte der Pr&auml;sident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Eric Schweitzer, der &ldquo;Welt am Sonntag&rdquo;. F&uuml;r die Wirtschaft seien Menschen mit Migrationshintergrund eine gro&szlig;e Chance.<br>\nSeit kurzem d&uuml;rfen Asylbewerber und Geduldete nach drei Monaten arbeiten, falls es f&uuml;r die entsprechende Stelle keinen geeigneten EU- oder deutschen Bewerber gibt. Bisher betrug diese Frist neun Monate. In Zukunft soll die sogenannte Vorrangpr&uuml;fung nach 15 Monaten wegfallen. F&uuml;r Fachkr&auml;fte wird sie komplett gestrichen.<br>\nDer Wirtschaft geht das nicht weit genug. Arbeitgeberpr&auml;sident Ingo Kramer sagte der &ldquo;Welt am Sonntag&rdquo;, es sei sinnvoll, Asylsuchenden sp&auml;testens ab dem sechsten Monat eine Besch&auml;ftigung ohne Vorrangpr&uuml;fung zu erlauben. Geduldete sollten sofort ohne Einschr&auml;nkung arbeiten d&uuml;rfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/news\/wirtschaft-setzt-auf-fluechtlinge-als-fachkraefte-2158250.html\">Stern<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Hier muss man den Wirtschaftsneusprech des Pr&auml;sident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags &uuml;bersetzen, er meint er m&ouml;chte gerne billige Arbeitskr&auml;fte, da man offenbar davon ausgeht, dass Menschen die hier um Asyl nach suchen mit der deutschen Lohnstruktur nicht so vertraut, geschweige denn gewerkschaftlich organisiert sind. Man fragt sich allerdings wie vor dem Hintergrund, dass gerade auch bestqualifizierte Ingenieure auf dem deutschen Arbeitsmarkt keinerlei  Chance mehr haben &ndash; ihr einziges &bdquo;Handicap&ldquo; sie sind Ende vierzig oder Anfang f&uuml;nfzig &ndash;  Schweitzer verklausuliert weiter von Fachkr&auml;ftemangel schwafeln kann?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die Macht der Konsumenten hat eine problematische Seite<\/strong><br>\nKlaus-Werner Lobo &uuml;ber soziale Standards bei multinationalen Konzernen und die Wirksamkeit moralischen Konsumierens.<br>\nIn der vollst&auml;ndig &uuml;berarbeiteten Neuauflage von Schwarzbuch Markenfirmen haben die Journalisten Hans Weiss und Klaus-Werner Lobo zu den Vergehen global agierender Markenfirmen recherchiert und sind dabei auf zahlreiche Wege gesto&szlig;en, wie sich diese Unternehmen trotzdem mit zahlreichen sozialen und &ouml;kologischen G&uuml;te-Siegeln schm&uuml;cken. Ein Gespr&auml;ch mit Klaus-Werner Lobo.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/43\/43058\/1.html\">heise online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>John Pilgers Rede auf dem Londoner Logan Symposium<\/strong><br>\nWarum hat sich ein so gro&szlig;er Teil des Journalismus der Propaganda unterworfen? Warum sind Zensur und (Tatsachen-) Verdrehung Standardpraktiken? Warum ist die BBC so oft das Sprachrohr raubgieriger Macht? Warum betr&uuml;gen die New York Times und die Washington Post ihre Leser?<br>\nWarum wird jungen Journalisten nicht beigebracht, die Zielsetzung der Medien zu verstehen und die behaupteten hohen Anspr&uuml;chen und die niedrigen Zwecke falscher Objektivit&auml;t in Frage zu stellen? Und warum wird ihnen nicht beigebracht, dass das Wesen von so vielem, was &bdquo;Mainstream Medien&ldquo; genannt wird, nicht Information sondern Macht ist?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/propagandaschau.wordpress.com\/2014\/12\/07\/john-pilgers-rede-auf-dem-londoner-logan-symposium-deutsche-ubersetzung\/\">Die Propagandaschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Jauchs Jahr 2014  &ndash; Wir sind Weltmeister &ndash; und sonst?<\/strong><br>\nEndlich durfte sich G&uuml;nther Jauch mal wieder seichter Unterhaltung widmen. Statt zu seinem sonnt&auml;glichen Polittalk in der ARD zu laden, moderierte der Showmaster auf RTL den Jahresr&uuml;ckblick &ldquo;2014! Menschen, Bilder, Emotionen&rdquo;. Nach dreieinhalb Stunden stand fest: Deutschland ist Fu&szlig;ball-Weltmeister. Der Rest ist egal.<br>\nDie Ukraine-Krise? Der Vormarsch des IS? Der mysteri&ouml;se Absturz des Malaysia Airlines Fluges MH370? All diese Themen befanden Jauch und seine Redaktion wohl als zu politisch &ndash; oder vielleicht als zu relevant f&uuml;r das Jahr 2014 &ndash;, als dass sie gro&szlig;er Erw&auml;hnung wert gewesen w&auml;ren. Selbst die 25 Jahre Mauerfall verschwanden in den Bildern des Jahres und gingen in wenigen Sekunden unter nach dem Motto: &ldquo;Was sonst noch geschah &ndash; und nur der Vollst&auml;ndigkeit halber erw&auml;hnt sei&rdquo;.<br>\nAber klar, man muss verstehen: Deutschland ist Fu&szlig;ball-Weltmeister. Und RTL hat die Rechte zur Ausstrahlung der Qualifikationsspiele der deutschen Nationalmannschaft zur EM 2016 und WM 2018. Ergo: Fu&szlig;ball ist Trumpf. Egal, was sonst passiert ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/deutschland\/gesellschaft\/id_72083616\/jauchs-jahr-2014-wir-sind-weltmeister-und-sonst-.html\">T-Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.H.:<\/strong> Ein treffender Kommentar zum Jahresr&uuml;ckblick auf RTL.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Zweierlei Ma&szlig;<\/strong><br>\nTiefpunkt im deutschen Journalismus: Neuer Sammelband &uuml;ber den Ukraine-Konflikt nimmt Meinungsmache unter die Lupe.<br>\nDie Macher des Internetportals Hintergrund haben mit &raquo;Ukraine im Visier&laquo; einen faktenschweren Sammelband zu den verschiedenen Komplexen des Konflikts vorgelegt. Susann Witt-Stahl, Thomas Eipeldauer und Sebastian Range schildern in ihren Beitr&auml;gen, wie aus Sozialprotesten gegen die Kiewer Regenten eine Sammelbewegung der &auml;u&szlig;erten Rechten wurde und welche Rolle die Faschisten heute in der Ukraine spielen. Mehr als verdienstvoll ist die Studie &raquo;Die gekaufte Revolution&laquo; von Matthias Bude zu nennen, der die Einflussnahme von Geheimdiensten, sogenannten Nichtregierungsorganisationen und Stiftungen auf die &raquo;Maidan-Revolution&laquo; untersucht &ndash; die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung hat bekanntlich den Boxweltmeister Witali Klitschko zum Politprofi umgeschult. Unter Verweis auf das Verharmlosen und Negieren faschistischer Terrorbanden seitens der Heinrich-B&ouml;ll-Stiftung bringt es der Autor auf den Punkt: &raquo;Die Gr&uuml;nen redeten die Braunen bunt.&laquo; Wer dagegen opponiert, wird als &raquo;Putin-Versteher&laquo; d&auml;monisiert.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/politisches-buch\/zweierlei-ma%C3%9F\">junge welt<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.selbrundverlag.de\/#!ukraine-im-visier\/cs2j\">Ukraine im Visier<\/a>\n<p><strong>Dazu auch: Medien im Krieg &ndash; Krise zwischen Leitmedien und ihren Rezipienten<\/strong><br>\nDie Berichterstattung zur Krise in der Ukraine und die Berichterstattung zu Russland haben zu einem offenen Schlagabtausch zwischen den etablierten Medien und einem nicht unerheblichen Teil ihrer Rezipienten gef&uuml;hrt.<br>\nIn den Foren der gro&szlig;en Online-Medien hagelt es Tag f&uuml;r Tag Kritik an den gebotenen Deutungsnarrativen der Leitartikler und Meinungsmacher. Nachrichten sollen manipuliert worden sein, von Zensur ist die Rede, ja, ein Teil der Mediennutzer ist davon &uuml;berzeugt, dass die &ldquo;vierte Gewalt&rdquo; bewusst einseitig berichtet. Diese Medienskepsis, wie sie sich vor allem im Internet &auml;u&szlig;ert, kennzeichnet sich durch eine Mischung an berechtigten Vorw&uuml;rfen, durchdachten Analysen, meinungsstarken &Auml;u&szlig;erungen, aber auch durch pauschale Verurteilungen von Journalisten und Medien.<br>\nVertreter der traditionellen Medien brandmarken die Kritiker als &ldquo;Putinversteher&rdquo; und stempeln sie allzu oft allgemein als Verschw&ouml;rungstheoretiker ab. In aller Deutlichkeit geben meinungsf&uuml;hrende Journalisten zu verstehen, dass sie das Monopol auf die legitime Deutung der gesellschaftlichen und politischen Wirklichkeit innehaben, wie es der franz&ouml;sische Soziologe Pierre Bourdieu einmal sinngem&auml;&szlig; in seinen Analysen des journalistischen Felds ausgedr&uuml;ckt hat. Der Konflikt zwischen den traditionellen Medien und ihren Rezipienten, das ist festzustellen, ist vor allem ein Kampf um die Deutungshoheit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/ebook\/ebook_17.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Veranstaltungshinweis<\/strong><br>\nDGB Mittelfranken<br>\nDie Verteilungsfrage als Schicksalsfrage der Demokratie<br>\nmit Prof. Dr. Heiner Flassbeck \n<p>Dienstag: 9.12.2014, um: 18.00 Uhr<\/p>\n<p>Uhrenhaus Sandreuth,<br>\nSandreuthstr. 29<br>\n90441 N&uuml;rnberg<\/p>\n<p>Eine neue Studie des IMK stellte k&uuml;rzlich fest, dass Reiche noch reicher sind als gedacht. Das ist deshalb interessant, weil bislang davon ausgegangen wurde, dass die Verm&ouml;gensunterschiede in Deutschland zwar relativ hoch sind, aber in den letzten Jahren nicht gr&ouml;&szlig;er wurden. Tats&auml;chlich ist der extreme Reichtum schwer messbar und wird auch mit politischen Entscheidungen wie der Abgeltungssteuer verschleiert. Auch im Koalitionsvertrag taucht das Thema Verteilungsgerechtigkeit nicht auf.<br>\nTrotzdem ist das Thema Ungleichheit und die Verteilungsfrage sp&auml;testens seit dem internationalen Erfolg von Thomas Pikettys &bdquo;Das Kapital im 21. Jahrhundert&ldquo; wieder verst&auml;rkt in den Blick geraten. Ein zentraler Befund Pikettys ist, dass die Ungleichheit heute in den Industriel&auml;ndern wieder so gro&szlig; ist wie Ende des 19. Jahrhunderts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mittelfranken.dgb.de\/termine\/++co++79528e52-6f3f-11e4-b342-52540023ef1a\">DGB Mittelfranken<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Das Allerletzte &ndash; Lehrerfortbildungen in der Deutschen Bundesbank<\/strong><br>\nHeute erreichte uns ein Hinweis eines unserer Leser:\n<blockquote><p>\n<em>Sehr geehrte Betreiber der Nachdenkseiten,<\/em><br>\n<em>Ich habe vor einigen Tagen durch den Schulverteiler (Berufsschule), die unten anh&auml;ngende Einladung zu den aufgelisteten Themenvortr&auml;gen erhalten. <\/em><br>\n<em>Es erscheint mir doch &auml;u&szlig;erst Fragw&uuml;rdig wenn in den Schulen heute  Meinungen einer Gesch&auml;ftsbank zu verschiedenen Themen aus der Wirtschaft, den Unterrichtenden an die Hand gegeben werden!<\/em><br>\n<em>Wer versucht hier Meinung zu machen?<\/em><br>\n<em>Soll unsere Jugend zu &bdquo;wirtschaftlichem Verhalten&ldquo; angehalten werden?<\/em><br>\n<em>Was halten Sie von solchen &bdquo;Angeboten&ldquo;; w&auml;ren solche  &bdquo;Angebote&ldquo; nicht nochmal st&auml;rker zu thematisieren?<\/em><\/p>\n<p><em>&bdquo;Sehr geehrte Damen und Herren,<\/em><br>\n<em>wir m&ouml;chten Sie auf drei Lehrerfortbildungen der Deutschen Bundesbank f&uuml;r das Schuljahr 2014\/2015 aufmerksam machen:<\/em><br>\n<em>19.11.2014, 14:30-17:30 Uhr: Geldpolitik &ndash; aktuelle Entwicklungen (F1.601-0445)<\/em><br>\n<em>04.12.2014, 14:30-17:30 Uhr: Europ&auml;ische Staatsschuldenkrise &ndash; wo stehen wir? (F1.601-0545)<\/em><br>\n<em>24.02.2015, 14:30-17:30 Uhr: Geldpolitik im Europaraum (F1.601-0645)<\/em><br>\n<em>Die Deutsche Bundesbank und ALWIS e. V. laden Sie herzlich ein in die Saarbr&uuml;cker Filiale der Deutschen Bundesbank, Hafenstra&szlig;e 20, 66111 Saarbr&uuml;cken.<\/em><br>\n<em>Weitere Informationen entnehmen Sie bitte den Dokumenten im Anhang.<\/em><br>\n<em>Die Angebote richten sich insbesondere an Lehrerinnen und Lehrer, die an allgemeinbildenden Schulen wirtschafts- und w&auml;hrungspolitische Themen im Unterricht behandeln.<\/em><br>\n<em>Wir bitten Sie, diese Information an Ihr Kollegium weiterzuleiten.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Auf den ersten Blick sollte man an einer Informationsveranstaltung der Bundesbank nichts Anr&uuml;chiges finden. Allerdings, die neoliberale Linie der Bundesbank und ihres Pr&auml;sidenten Jens Weidmann ist hinl&auml;nglich bekannt. Weidmann ist Protagonist einer knallharten Austerit&auml;tspolitik gegen&uuml;ber den s&uuml;deurop&auml;ischen EU-Partnern, mit all ihren katastrophalen Folgen f&uuml;r die betroffenen Gesellschaften und Menschen. Man kann sich also gut vorstellen was auf solchen Veranstaltungen verbreitet wird.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Ein Hauptproblem bei solchen Angeboten ist die fehlende Waffengleichheit. Die Bundesbank hat ein gigantisches Budget, um &uuml;ber Lehrerfortbildungen und Lehrmaterial ihre Ideologie de facto zum Lehrstoff zu machen. Gegner der neoliberalen Agenda haben diese Mittel nicht. Sollten Sie selbst Lehrer sein, k&ouml;nnen Sie sich jedoch gerne an uns <a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenden &ndash; wir k&ouml;nnen Ihnen gerne bei Bedarf Hintergrundmaterialien der NachDenkSeiten und\/oder Grafiken\/Folien zur Verf&uuml;gung stellen &hellip; nat&uuml;rlich nicht so professionell wie die der Bundesbank.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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