{"id":24241,"date":"2014-12-10T14:36:43","date_gmt":"2014-12-10T13:36:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24241"},"modified":"2014-12-10T16:37:30","modified_gmt":"2014-12-10T15:37:30","slug":"rundumschlag-mit-dem-antisemitismus-vorwurf-verdi-strich-vortrag-mit-werner-ruegemer-zu-ttip","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24241","title":{"rendered":"Rundumschlag mit dem Antisemitismus-Vorwurf: Verdi strich Vortrag mit Werner R\u00fcgemer zu TTIP"},"content":{"rendered":"<p>Werner R&uuml;gemer, Autor mehrerer B&uuml;cher, zuletzt einer Studie im Auftrag der gewerkschaftlichen Otto-Brenner-Stiftung sollte auf Einladung von Verdi Sprockh&ouml;vel dort am 27.11.2014 &uuml;ber das Thema TTIP und Arbeitsrechte referieren. In Kenntnis dieses geplanten Auftritts sandte der Fraktionsvorsitzende der Gr&uuml;nen im Stadtrat von Sprockh&ouml;vel, Schmitz, dem B&uuml;rgermeister Winkelmann (CDU) einen Artikel aus dem Magazin <a href=\"http:\/\/www.hagalil.com\">hagalil.com<\/a> von Adriana Stern &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.hagalil.com\/archiv\/2009\/10\/30\/ruegemer\/\">Mehr als Kl&uuml;ngel und Korruption: Die verschroben antisemitische Weltsicht von Werner R&uuml;gemer<\/a>&ldquo;, so der Titel des Machwerks. Der B&uuml;rgermeister legt darauf hin Verdi nahe, die Veranstaltung abzusagen. Verdi l&auml;dt R&uuml;gemer aus. &ndash; Sie entschieden alle ohne Pr&uuml;fung der Texte und ohne R&uuml;cksprache bei Werner R&uuml;gemer. Er klagt gegen Magazin und Autorin auf Unterlassung und gegen den B&uuml;rgermeister wegen Amtspflichtverletzung auf Schadenersatz. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>20 Vorw&uuml;rfe und 20 Widerlegungen<\/strong><\/p><p>In dem Magazin werden 20 teilweise abstruse und rundum falsche Vorw&uuml;rfe erhoben. Ein paar Beispiele:<\/p><ul>\n<li>Die Autorin Stern fragt, wieso sich R&uuml;gemer so leidenschaftlich gerade auf die von ihm beschriebenen (angeblichen) Machenschaften des Bankiers Oppenheim in K&ouml;ln st&uuml;rzt. Sie will damit offensichtlich seinen angeblichen Antisemitismus insinuieren.\n<\/li><\/ul><p>Tatsache ist, dass R&uuml;gemer sich in einem von 13 B&uuml;chern, in &ldquo;Der Bankier. Ungebetener Nachruf auf Alfred von Oppenheim&rdquo; mit dieser Familie besch&auml;ftigt hat.\n<\/p><ul>\n<li>Die Autorin unterstellt R&uuml;gemer die Behauptung, &ldquo;der j&uuml;dische Bankier Oppenheim habe sich aktiv an der Wegnahme j&uuml;dischen Eigentums beteiligt&rdquo;\n<\/li><\/ul><p>Richtig ist: Die Bank Oppenheim ist zwar eine j&uuml;dische Gr&uuml;ndung, die Eigent&uuml;merfamilie entfernte sich sp&auml;testens seit Mitte des 19. Jahrhunderts von diesem Ursprung und integrierte sich b&uuml;rgerlich-patriotisch-religi&ouml;s. Der K&ouml;lner Familienteil konvertierte zum Protestantismus, heiratete deutsch-gro&szlig;b&uuml;rgerlich oder deutsch-adlig, bewegte sich im Kreise von preu&szlig;ischer Regierung, anders oder nicht gl&auml;ubigen Industriellen und Bankern. Die Oppenheims verstanden sich nicht als Zionisten und traten nicht f&uuml;r einen Staat Israel ein.\n<\/p><ul>\n<li>Die Autorin von Hagalil unterstellt R&uuml;gemer die Behauptung &ldquo;ihm (Alfred von Oppenheim) wie vielen anderen &lsquo;Elite-Juden&rsquo; habe der Nationalsozialismus nicht geschadet. Im Gegenteil, er und sie seien im Nationalsozialismus reich geworden. Und dies bewahre der j&uuml;dische Bankier und auch die anderen Juden bis heute als gut geh&uuml;tetes Geheimnis.\n<\/li><\/ul><p>Tatsache ist: Den Begriff &ldquo;Elite-Juden&rdquo; hat R&uuml;gemer nirgends verwandt. Die Autorin gibt dazu auch keine Quelle an. In dem Buch der Bankier werden Friedrich-Karl und Waldemar von Oppenheim weder als Juden noch als &bdquo;Elite-Juden&ldquo; bezeichnet. Es wird allerdings dargestellt, dass sie w&auml;hrend des Nationalsozialismus unbehindert Teilhaber und Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Bank blieben und zahlreiche Aufsichtsmandate behielten usw.\n<\/p><ul>\n<li>Die Autorin behauptet, R&uuml;gemer &bdquo;nimmt auch die Bank Goldman Sachs (schon am Namen wird klar, dass es sich um eine j&uuml;dische Bank handelt) mit dazu, die er sich nicht scheut, f&uuml;r die Weltwirtschaftskrise hauptverantwortlich zu machen.&ldquo;\n<\/li><\/ul><p>Tatsache ist: F&uuml;r dieses Zitat gibt die Autorin keine Quelle an. R&uuml;gemer weist darauf hin, er habe nirgends geschrieben oder nahegelegt, dass Goldman Sachs eine j&uuml;dische Bank sei und die Hauptverantwortliche f&uuml;r die Weltwirtschaftskrise sei.\n<\/p><p>So geht es weiter. Mit einer falschen Behauptung nach der anderen.<\/p><p><strong>Der Vorwurf des Antisemitismus wird systematisch eingesetzt, um Menschen mundtot zu machen.<\/strong><br>\nDer Vorwurf richtet sich gegen jene, die es sich erlauben, die jetzige israelische Regierung und ihre fatale Politik zu kritisieren. Und gegen jene, die sich erlauben, die Politik der USA, der NATO und das TTIP zu kritisieren. Der Antisemitismus-Vorwurf wird zur Zeit auch genutzt, um in der Partei Die Linke gegen jene mobil zu machen, die den Schwenk hin zur Bereitschaft zu milit&auml;rischen Eins&auml;tzen nicht mitmachen wollen, Und selbstverst&auml;ndlich gegen Friedensbewegung und ihre Demonstrationen.<\/p><p>Erstaunlich ist an dem gesamten Vorgang, wie willf&auml;hrig der Fraktionsvorsitzender der Gr&uuml;nen, ein B&uuml;rgermeister der CDU und leider auch die Vertreter von Verdi bei diesem Denunzierungsakt mitmachen.<br>\nEs ist gut jedenfalls, dass Werner R&uuml;gemer rechtlich gegen den B&uuml;rgermeister vorgeht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Werner R&uuml;gemer, Autor mehrerer B&uuml;cher, zuletzt einer Studie im Auftrag der gewerkschaftlichen Otto-Brenner-Stiftung sollte auf Einladung von Verdi Sprockh&ouml;vel dort am 27.11.2014 &uuml;ber das Thema TTIP und Arbeitsrechte referieren. In Kenntnis dieses geplanten Auftritts sandte der Fraktionsvorsitzende der Gr&uuml;nen im Stadtrat von Sprockh&ouml;vel, Schmitz, dem B&uuml;rgermeister Winkelmann (CDU) einen Artikel aus dem Magazin <a href=\"http:\/\/www.hagalil.com\">hagalil.com<\/a><\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24241\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[88,35,123],"tags":[604],"class_list":["post-24241","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-antisemitismus","category-aufbau-gegenoeffentlichkeit","category-kampagnentarnworteneusprech","tag-ruegemer-werner"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24241","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=24241"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24241\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":24244,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24241\/revisions\/24244"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=24241"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=24241"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=24241"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}