{"id":24246,"date":"2014-12-11T09:12:59","date_gmt":"2014-12-11T08:12:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24246"},"modified":"2014-12-11T09:12:59","modified_gmt":"2014-12-11T08:12:59","slug":"hinweise-des-tages-2274","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24246","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/RS)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert.<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24246#h01\">Zum Tag der Menschenrechte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24246#h02\">&Uuml;berwachung: &ldquo;Grundlegende Machtstrukturen haben sich nicht ver&auml;ndert&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24246#h03\">Freihandel als Waffe im globalen Machtkampf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24246#h04\">Ungleichheit und Wirtschaftswachstum: OECD klammert vorrangige Ursache aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24246#h05\">Knochenjob Postbote<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24246#h06\">Angela Merkel, Norbert Bl&uuml;m und die Rente<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24246#h07\">Reform der Alterssicherung &ndash; es bleibt viel zu tun<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24246#h08\">Die ganz reale Riester-L&uuml;ge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24246#h09\">Gerd Bosbach: &bdquo;Hinter scheinbar objektiven Zahlen verbergen sich oft subjektive Interessen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24246#h10\">Tacheles fordert die Einf&uuml;hrung einer bedarfsorientierten Haushaltsenergiepauschale<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24246#h11\">Die vern&uuml;nftigste Steuer in diesen Zeiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24246#h12\">Dieter Sp&ouml;ri: Die SPD verliert die Seele<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24246#h13\">Der IMF im ukrainischen Sumpf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24246#h14\">Pressefreiheit in der Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24246#h15\">Batman und Volkstribunale &ndash; Reise durch die ukrainischen Gespensterrepubliken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24246#h16\">Wenn der Vater mit dem Sohne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24246#h17\">Rechts au&szlig;en: 50 Jahre NPD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24246#h18\">Ramelow st&ouml;rt &bdquo;absurder Verfolgungsdrang&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24246#h19\">&bdquo;Lobbyismus an Schulen&ldquo; im Lehramtsstudium<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24246#h20\">Zu guter Letzt: Wirtschaftsweise aus dem Morgenland<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24246&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Zum Tag der Menschenrechte<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Folter weltweit stoppen<\/strong><br>\nAmnesty zieht 30 Jahre nach UN-Antifolterkonvention ern&uuml;chternde Bilanz: In vielen Staaten steht das Folterverbot nur auf dem Papier \/ Amnesty ruft zu mehr Hilfe f&uuml;r syrische Fl&uuml;chtlinge auf<br>\nZum diesj&auml;hrigen Tag der Menschenrechte ruft Amnesty International die Staatengemeinschaft zu einem entschlossenen Vorgehen gegen Folter auf. Am 10. Dezember 1984 &ndash; dem Tag der Menschenrechte &ndash; ist die UN-Antifolterkonvention verabschiedet worden. &ldquo;30 Jahre nach ihrer Verabschiedung muss die UN-Antifolterkonvention endlich mit Leben gef&uuml;llt werden&rdquo;, sagte Maria Scharlau, Expertin f&uuml;r internationales Recht bei Amnesty International auf einer Pressekonferenz in Berlin. Aktuelle Amnesty-Berichte zeigen, dass Folter trotz des v&ouml;lkerrechtlich zwingenden Folterverbots weiterhin auf jedem Kontinent allt&auml;glich ist. In 141 L&auml;ndern hat Amnesty in den letzten f&uuml;nf Jahren Folter und Misshandlung dokumentiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.finanzen.net\/nachricht\/aktien\/Tag-der-Menschenrechte-Folter-weltweit-stoppen-4074420\">finanzen.net<\/a><\/li>\n<li><strong>US-Folterbericht: So bestialisch qu&auml;lte die CIA ihre Gefangenen<\/strong><br>\nViele Passagen in dem Folterbericht zur CIA sind geschw&auml;rzt &ndash; doch was man lesen kann, ist entsetzlich genug: Gefangenen wurden Schl&auml;uche zur Zwangsentleerung eingef&uuml;hrt, sie wurden in Eiswasser gesteckt, anal penetriert. SPIEGEL ONLINE zeigt Ausz&uuml;ge aus dem Dokument.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/cia-folterbericht-die-zehn-schlimmsten-quaelereien-der-cia-a-1007646.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>CIA-Folterbericht ersch&uuml;ttert Justiz und Politik<\/strong><br>\n9\/11-Mastermind Khalid Sheikh Mohammed hofft auf Milde, Polens Ex-Pr&auml;sident Kwasniewski gibt klein bei &ndash; der CIA-Folterbericht bringt etliche Akteure in Bedr&auml;ngnis.<br>\n&Uuml;ber Jahre vermutet, aber nie best&auml;tigt wurde etwa die Existenz von Geheimgef&auml;ngnissen der CIA in Polen. Jahrelang hatte die dortige Regierung geleugnet, dass auf ihrem Boden Gefangene verh&ouml;rt und gefoltert wurden. Nach Ver&ouml;ffentlichung des US-Senatsberichts r&auml;umte der fr&uuml;here polnische Pr&auml;sident Aleksander Kwasniewski nun ein, dass der US-Geheimdienst ein Geheimgef&auml;ngnis betrieben hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2014-12\/cia-folter-al-kaida-khalid-sheikh-mohammed-todesstrafe-prozess\">Zeit Online<\/a>\n<p><em>Dazu aber:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Bush dankt CIA-Mitarbeitern f&uuml;r ihre Folterarbeit<\/strong><br>\n&ldquo;Wir k&ouml;nnen uns gl&uuml;cklich sch&auml;tzen, M&auml;nner und Frauen zu haben, die bei der CIA hart arbeiten.&rdquo; Ex-Pr&auml;sident George W. Bush hat sich vor der Ver&ouml;ffentlichung des US-Folterberichts bei den Geheimdienstlern bedankt &ndash; und ihre Verh&ouml;rmethoden verteidigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/folterbericht-in-den-usa-george-bush-dankt-cia-agenten-a-1007327.html#ref=veeseoartikel\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Man sollte anerkennen, dass diesenr Bericht ver&ouml;ffentlicht wurde. &ldquo;Wenn wir Fehler machen, dann geben wir die auch zu&rdquo;, hatte US-Pr&auml;sident Barack Obama nach der Ver&ouml;ffentlichung des Berichts am gestrigen Dienstag gesagt. Er versprach, alles in seiner Macht Stehende zu tun, damit solche Verh&ouml;rmethoden nie mehr angewendet werden. Man stelle sich aber einmal vor, welcher Mediensturm losginge, wenn auch nur Ger&uuml;chte &uuml;ber solche systematische Folter durch russische Geheimdienste bekannt w&uuml;rden.<br>\nDer Vorsitzende der Linkspartei, Bernd Riexinger, forderte Steinmeier auf, nach dem US-Bericht auch zu seiner eigenen Rolle Stellung zu nehmen. Riexinger erinnerte im &ldquo;Handelsblatt&rdquo; daran, dass der heutige Au&szlig;enminister nach den Anschl&auml;gen vom 11. September 2001 in Deutschland als Kanzleramtschef f&uuml;r die Koordinierung der Geheimdienste zust&auml;ndig war. Es stelle sich die Frage, inwieweit auch deutsche Dienste damals Beihilfe zu Menschenrechtsverletzungen <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/cia-folter-reaktionen-105.html\">geleistet haben k&ouml;nnte<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung RS:<\/strong> Nat&uuml;rlich sollte man anerkennen, dass dieser Bericht ver&ouml;ffentlicht wurde. Als Amerikaner w&uuml;rde ich es aber sehr begr&uuml;&szlig;en, wenn meine Landsleute endlich auch erkennen w&uuml;rden, dass wir nicht die einzigen auf der Welt sind, <a href=\"http:\/\/prospect.org\/article\/torture-gets-only-america-treatment\">die &bdquo;Fehler&ldquo; zugeben<\/a>. Zumal noch zu viele von uns <a href=\"http:\/\/www.nationalreview.com\/corner\/394403\/krauthammers-take-result-torture-us-has-been-safe-13-years-nro-staff\">nicht einmal einsehen<\/a>, dass es falsch war.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe zu Europas Mithilfe:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Und Europas Mithilfe beim CIA-Folterprogramm?<\/strong><br>\nEurop&auml;ische Staaten wirkten beim Rendition- und Detention-Programm mit. Die Aufkl&auml;rung dar&uuml;ber steht noch aus<br>\nAu&szlig;er Entsetzen &uuml;ber Einzelheiten und Ausma&szlig; der CIA-Menschenrechtsverletzungen gibt es auch Lob f&uuml;r die Aufkl&auml;rung &uuml;ber die Geheimdienstverbrechen durch den US-Senat; das sei ein Zeichen daf&uuml;r, dass eine kritische, demokratische Kultur in den USA tief verankert sei, wird an verschiedenen Stellen ge&auml;u&szlig;ert. Wie steht es mit der diesbez&uuml;glichen Aufkl&auml;rungsarbeit in europ&auml;ischen L&auml;ndern?<br>\nAuf gut &uuml;ber 300 Millionen US-Dollar beliefen sich laut dem gestern ver&ouml;ffentlichten Senatsbericht &uuml;ber das CIA-Folter-und Gefangenenprogramm (CIA-Folter-Bericht: Wieviel wusste die Regierung?) die Kosten, die nicht f&uuml;r Personal ausgegeben wurden. Mit diesem Geld wurden unter anderem der Bau und Unterhalt von Gef&auml;ngnissen au&szlig;erhalb der USA finanziert. Ausl&auml;ndische Regierungen erhielten Millionensummen daf&uuml;r, dass sie der CIA Einrichtungen zur Verf&uuml;gung stellen.<br>\nWie hoch die Kosten f&uuml;r den Bau oder den Unterhalt von Gef&auml;ngnissen oder Behausungen, die f&uuml;r die Folterverh&ouml;re geeignet waren, au&szlig;erhalb der USA genau waren, l&auml;sst sich dem Bericht nicht entnehmen. Die Zahlen wurden geschw&auml;rzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/43\/43571\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>CIA-Folter: UN-Vertreter fordern Strafen<\/strong><br>\nAuch die politisch Verantwortlichen in der damaligen US-Regierung sollten juristisch zur Verantwortung gezogen werden<br>\nDer UN-Hochkommissar f&uuml;r Menschenrechte, Zeid Raad al-Hussein, erinnerte die USA an Verpflichtungen, die sie 1994 mit der Unterzeichnung der UN-Antifolterkonvention eingegangen sind. F&uuml;r ihn ist es &ldquo;glasklar&rdquo;, dass sich die CIA-Mitarbeiter, die an den Folterpraktiken und Menschenrechtsverletzungen, die im CIA-Senatsbericht dargelegt werden, beteiligt sind, vor Gericht verantworten m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/43\/43577\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Millionen f&uuml;r die Folterberater der CIA<\/strong><br>\nNur zusehen reichte ihnen nicht: Zwei Ex-Milit&auml;rpsychologen gr&uuml;ndeten eine Firma &ndash; und &uuml;bernahmen irgendwann die gro&szlig;e Mehrheit der CIA-Folterauftr&auml;ge. Ge&auml;u&szlig;ert haben sie sich dazu bislang nur ein einzige Mal &ndash; und das sehr knapp.<br>\nNach 2008 wurden 85 Prozent der Verh&ouml;re gar nicht mehr von professionellen CIA-Agenten durchgef&uuml;hrt. Das mag ein Grund gewesen sein, warum die Untersuchung zu dem Ergebnis kommt, dass die Folter nichts gebracht habe: Kein Anschlag sei dadurch verhindert worden, kein Terrorist gefasst, sagte Geheimdienstausschuss-Chefin Dianne Feinstein.<br>\nWas Schmerz und Dem&uuml;tigung mit einem Menschen macht, darin hatten die beiden Psychologen Mitchell und Jessen Erfahrung. Sie sollten fr&uuml;her US-Soldaten trainieren, wie diese Schmerz und Folter aushalten, wenn sie in Gefangenschaft geraten. Doch irgendwann wechselten sie die Seite und wurden selbst zu denjenigen, die Menschen qu&auml;lten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/cia-folter-berater-101.html\">tagesschau.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Darkness Visible: Live-Blogging The Torture Report<\/strong><br>\nAndrew Sullivan berichtet &uuml;ber Entdeckungen im Folterbericht und Reaktionen dazu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/dish.andrewsullivan.com\/2014\/12\/09\/live-blogging-the-torture-report\/\">The Dish (englisch)<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Chronologisch von hinten nach vorne.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Der Bericht in Wortlaut (englisch)<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.intelligence.senate.gov\/study2014\/sscistudy1.pdf\">Senat Select Committee on Intelligence (englisch) [PDF]<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&Uuml;berwachung: &ldquo;Grundlegende Machtstrukturen haben sich nicht ver&auml;ndert&rdquo;<\/strong><br>\nWir sehen aber andererseits auch, dass staatsferne Institutionen wie Wikileaks gro&szlig;e Macht entfalten k&ouml;nnen. Hat das nicht wirklich eine neue Qualit&auml;t?<br>\nJa, einerseits. Was sich dennoch nicht ver&auml;ndert hat, sind die grundlegenden Machtstrukturen. Der Einfluss der Finanzbranche auf die politische Sph&auml;re ist nach wie vor ungebrochen. Das Gleiche gilt f&uuml;r die Architektur der globalen Geheimdienstzusammenarbeit. Es gibt zwischen Dutzenden westlichen Nachrichtendiensten Kooperationsvertr&auml;ge auf operativer Ebene, die ganz pragmatisch die Institutionen der repr&auml;sentativen Demokratien unterlaufen. Wir haben etwa in Gro&szlig;britannien ein gro&szlig;es Problem, diese staatliche verfassungsrechtliche Kontrolle &uuml;berhaupt herzustellen. In Deutschland haben Sie ja Gl&uuml;ck gehabt.<br>\nWie meinen Sie das?<br>\nEs ist ja leider eine der Lehren aus der Geschichte, dass sich die gro&szlig;en Bewegungen, die sich gegen Unterdr&uuml;ckung zur Wehr gesetzt haben, oft erst aus echtem Leid entstanden sind. Die Erfahrungen mit dem Naziregime und der Stasi haben in Deutschland immerhin die Tradition begr&uuml;ndet, gegen&uuml;ber &Uuml;berwachung &auml;u&szlig;erst skeptisch zu sein. Die Generation meiner Eltern hat im Zweiten Weltkrieg gegen Deutschland gek&auml;mpft. Heute ist die Bev&ouml;lkerung, zumindest in dieser Hinsicht, in Deutschland weiter als in Gro&szlig;britannien. Ich beneide Sie da.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2014%2F12%2F08%2Fa0087&amp;cHash=a82af16fc64ed46a5ab59c3036ea0388\">Duncan Campbell in der taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Freihandel als Waffe im globalen Machtkampf<\/strong><br>\nJenseits von Chlorh&uuml;nchen und Schiedsgerichten: Die politischen Ziele des transatlantischen Abkommens TTIP. Standpunkte 23\/2014 von Stephan Kaufmann.<br>\nDie Transatlantic Trade and Investment Partnership (TTIP) zwischen den USA und der EU ist ein Mega-Projekt. Von vielen Seiten wird vor Risiken und Gefahren des Abkommens gewarnt. Dennoch treiben die zust&auml;ndigen Stellen das Projekt immer weiter voran. Damit stellt sich die Frage: Warum wollen die EU und die USA &uuml;berhaupt TTIP? Oder anders: Wof&uuml;r nehmen sie m&ouml;gliche Risiken des Abkommens in Kauf? Die in Aussicht gestellten Effekte auf Wirtschaftswachstum und Arbeitspl&auml;tze sind gering. Der Plan der EU, ihrer Mitgliedsstaaten und der USA ist vielmehr, durch eine Kooperation ihre Stellung in der globalen Konkurrenz zu st&auml;rken &ndash; nicht nur wirtschaftlich, auch machtpolitisch. Damit steckt das Projekt gleichzeitig voller Widerspr&uuml;che, denn es ist eine Kooperation von Konkurrenten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rosalux.de\/publication\/40971\">Rosa-Luxemburg-Stiftung, Standpunkte 23\/2014<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ungleichheit und Wirtschaftswachstum: OECD klammert vorrangige Ursache aus<\/strong><br>\nJetzt hat auch die OECD festgestellt, dass eine ungleiche Einkommensverteilung der wirtschaftlichen Entwicklung schadet. Die Kluft zwischen Arm und Reich ist laut OECD so gro&szlig; wie seit drei&szlig;ig Jahren nicht mehr. Besonders negativ w&uuml;rde sich der Unterschied zwischen Haushalten mit niedrigen Einkommen und dem Rest der Bev&ouml;lkerung auswirken. Die OECD sieht eine wesentliche Ursache f&uuml;r die negativen Auswirkungen der Ungleichverteilung auf das Wirtschaftswachstum darin, dass die Einkommensungleichheit die Bildungschancen von Kindern aus armen Haushalten untergraben w&uuml;rde&hellip;Die Auswirkungen ungleicher Einkommenverteilung auf das Wirtschaftswachstum sind jedoch viel unmittelbarer &uuml;ber den damit verbundenen Nachfrageausfall vermittelt:<br>\nWenn sich die L&ouml;hne im Sinne einer funktionalen Einkommensverteilung zwischen L&ouml;hnen und Gewinnen nicht verteilungsneutral entwickeln&hellip;, f&auml;llt die Entwicklung der Nachfrage hinter das Angebot zur&uuml;ck. Das durch Produktivit&auml;tsfortschritte steigende Produktionspotenzial kann nicht l&auml;nger ausgelastet werden. Das reale Wirtschaftswachstum f&auml;llt niedriger aus als das Produktionspotenzial. Die Arbeitslosigkeit steigt. Hiervon sind wiederum in der Regel besonders Personen bzw. Haushalte mit niedrigen Einkommen betroffen. Dass eine st&auml;rkere personelle Ungleichverteilung der Einkommen insbesondere zu Lasten niedriger Einkommen diesen Prozess versch&auml;rft, ist eine alte Erkenntnis: Aus niedrigen Einkommen wir mehr konsumiert als aus hohen Einkommen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2014\/12\/ungleichheit-und-wirtschaftswachstum-oecd-klammert-vorrangige-ursache-aus\/#sthash.tyDgXvpD.dpuf\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.oecd-ilibrary.org\/social-issues-migration-health\/trends-in-income-inequality-and-its-impact-on-economic-growth_5jxrjncwxv6j-en;jsessionid=11eiemtghxa83.x-oecd-live-01\">Trends in Income Inequality and its Impact on Economic Growth, OECD Library<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Knochenjob Postbote<\/strong><br>\nEine halben Tonne Post muss ein Briefzusteller an manchen Tagen austragen. Die Arbeitsbedingungen seien miserabel, der Krankenstand hoch, klagt die Gewerkschaft ver.di&hellip;<br>\nDas Briefgesch&auml;ft ist f&uuml;r die Deutsche Post zu einem schwierigen Gesch&auml;ftsfeld geworden. Statt Briefe zu schreiben, verschicken die Deutschen lieber E-Mails oder schreiben eine SMS. Das Briefvolumen sinkt nach Angaben des Konzerns um zwei bis drei Prozent pro Jahr. Trotzdem ist es immer noch sehr profitabel: Im vergangenen Jahr lag der Gewinn im internationalen Briefgesch&auml;ft bei 1,3 Milliarden Euro.<br>\nUm den R&uuml;ckgang bei den Briefen zu kompensieren, m&uuml;ssen die Zusteller mittlerweile zus&auml;tzlich Infopost und Werbung ausliefern, etwa das w&ouml;chentlich erscheinende Prospekt Einkauf aktuell. &ldquo;Da kommt es schon mal vor, dass der Zusteller samstags mit einer halben Tonne Prospekten auf dem Fahrrad sitzt, die er an jeden ihm zugemessenen Haushalt verteilen muss&rdquo;, sagt der Betriebsrat.<br>\nEine Folge: Der Krankenstand unter den Zustellern steigt. Die Deutsche Post beziffert die Krankenquote f&uuml;r 2013 auf 8,4 Prozent, ein Plus von einem Prozentpunkt im Vergleich zum Vorjahr. Sie ist damit doppelt so hoch wie der bundesweite Durchschnitt. Bei insgesamt 86.000 Besch&auml;ftigten in der Zustellung w&auml;re das ein permanenter Fehlanteil von 7.224 Brieftr&auml;gern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2014-12\/deutsche-post-briefzustellungen\">Zeit<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Angela Merkel, Norbert Bl&uuml;m und die Rente<\/strong><br>\nDie dann Arbeitenden zahlen die Rente, und wenn sie sie nicht zahlen, dann zahlt sie niemand.<br>\n&bdquo;Zahlen&ldquo; hei&szlig;t n&auml;mlich einfach &bdquo;G&uuml;ter erwirtschaften und den Anspruch an sie teilweise abtreten&ldquo;. Wie die Anspr&uuml;che der Alten &bdquo;verbrieft&ldquo; sind, n&auml;mlich in einem Umlageverfahren &uuml;ber die Zusage, dass die Jungen die Rentenanspr&uuml;che der Alten bedienen, oder in einem Kapitaldeckungsverfahren &uuml;ber die Zusage, dass die Jungen Zins und Tilgung f&uuml;r die Wertpapiere der Alten bedienen, spielt f&uuml;r die G&uuml;ltigkeit der Anspr&uuml;che keine gro&szlig;e Rolle. Vielleicht sind die St&ouml;renfriede beider Systeme (also die Leute, die die Verteilungsergebnisse beider Systeme beeinflussen) in unterschiedlichen Lagern zu suchen: In die &bdquo;Rendite&ldquo; des Umlageverfahrens und deren Verteilung wird gern von Politikern eingegriffen, die Rendite des Kapitaldeckungsverfahrens und deren Verteilung ist st&auml;rker den Finanzmarktakteuren ausgeliefert und der tats&auml;chlichen wirtschaftlichen Entwicklung. Aber im Durchschnitt sind beide Systeme von demographischen Verschiebungen gleich betroffen, wie sie auch unter den Zerst&ouml;rungen des Kapitalstocks (durch Krieg oder Naturkatastrophen) in gleicher Weise leiden&hellip;<br>\nDie Frage, auf die es wirklich ankommt, ist die, ob unsere Kinder in der Lage sind, ohne zu gro&szlig;en eigenen Verzicht, unsere Rentenanspr&uuml;che zu bedienen. Das aber h&auml;ngt unter anderem davon ab, wie sich unsere heutigen Versuche, ein Rentensystem aufzubauen, auf die F&auml;higkeit der Volkswirtschaft niederschlagen, einen hohen physischen und effizienten Kapitalstock aufzubauen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/angela-merkel-norbert-bluem-und-die-rente\/\">Flassbeck-economics<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Reform der Alterssicherung &ndash; es bleibt viel zu tun<\/strong><br>\nTrotz der demografischen Ver&auml;nderungen der letzten 100 Jahre ist es Deutschland gelungen, ein umfassendes System der sozialen Sicherung auf- und auszubauen. Der Produktivit&auml;tsfortschritt machte es m&ouml;glich. Unter der Voraussetzung, dass die Arbeitnehmer ad&auml;quat am Wachstum der Arbeitsproduktivit&auml;t und der Wertsch&ouml;pfung partizipieren, k&ouml;nnen immer weniger j&uuml;ngere Menschen die Altersversorgung von immer mehr &auml;lteren Menschen finanzieren.<br>\nUnterstellt, Arbeitsproduktivit&auml;t sowie L&ouml;hne und Geh&auml;lter w&uuml;rden bis 2050 j&auml;hrlich um ein Prozent steigen, w&uuml;rde der Durchschnittsverdiener statt circa 2 840 Euro (2013) im Jahr 2050 inflationsbereinigt 4 063 Euro verdienen. Das g&auml;be Raum f&uuml;r h&ouml;here Beitragss&auml;tze, &uuml;ber die die Finanzgrundlagen der Rentenversicherung zukunftsfest stabilisiert werden k&ouml;nnten. Voraussetzung ist nat&uuml;rlich, dass L&ouml;hne und Geh&auml;lter im Tempo der Produktivit&auml;t und Inflation steigen. Auch die Finanzierung der Rentenversicherung ist also eine Frage der Verteilung.<br>\nNur am Rande sei vermerkt: die h&auml;ufig ins Feld gef&uuml;hrten Auswirkungen einer Beitragssatzerh&ouml;hung auf die Unternehmenskosten werden deutlich &uuml;bersch&auml;tzt. Eine Anhebung des Beitragssatzes um einen Prozentpunkt f&uuml;hrt zu einer Erh&ouml;hung der Lohnnebenkosten um etwa 1,5 Prozent und der Personalgesamtkosten um 0,35 Prozent. Verglichen mit den aktuellen Energiekostensteigerungen und der Rohstoffkostenentwicklung sind dies eher moderate Gr&ouml;&szlig;enordnungen<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/141210_Rentenpolitik_Schaeffer.pdf\">Wilhelm Sch&auml;ffer in  Deutsche Rentenversicherung [PDF]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Einmal abgesehen von den politischen Zw&auml;ngen, denen ein amtierender Staatssekret&auml;r unterliegt und den damit verbunden Anpassungen an die rentenpolitischen Vorentscheidungen ein beachtliches Pl&auml;doyer f&uuml;r eine Revision der Rentenentscheidungen seit dem Jahr 2001.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die ganz reale Riester-L&uuml;ge<\/strong><br>\nSeit zw&ouml;lf Jahren gibt es staatlich gef&ouml;rderte Riester-Vertr&auml;ge zur Aufstockung der gesetzlichen Rente. Erste Vertr&auml;ge werden nun ausgezahlt &ndash; die Ergebnisse sind noch schlimmer als bef&uuml;rchtet&hellip;<br>\nMehr als 30 Jahre w&uuml;rde es bei der angebotenen Rentenh&ouml;he dauern, bis er nur sein Guthaben wieder rausbekommen h&auml;tte. Selbst ohne die staatliche Zulagen und die Zinsertr&auml;ge w&uuml;rde es 26 Jahre dauern, bis er seine Einzahlungen zur&uuml;ck h&auml;tte&hellip;<br>\nVon den prognostizierten 3,8 Prozent ist die Verzinsung inzwischen leider Lichtjahre entfernt. Die &ndash; allerdings variable &ndash; Basisverzinsung lag 2006 noch bei 3,0 Prozent. Aber gerade in den vergangenen Jahren ist sie immer schneller gesunken. Erreichte sie bis Januar 2013 noch 1,2 Prozent, fiel sie in anschlie&szlig;end auf 1,0 Prozent, seit Oktober 2013 betr&auml;gt sie nur noch 0,75 Prozent. Inklusive der staatlichen Zulagen f&uuml;r acht Jahre lag die Rendite letzten Endes bei etwa zwei Prozent pro Jahr&hellip;<br>\nRiester-Renten sind n&auml;mlich grunds&auml;tzlich zu versteuern &ndash; der Gesetzgeber spricht von nachgelagerter Besteuerung, weil die vorausgehenden Einzahlungen daf&uuml;r steuerfrei sind. Das ist anders, als bei anderen privaten Renten, etwa aus Lebens- oder Rentenversicherungen. Von der monatlichen Rentenzahlung ist dort nur der sogenannte Ertragsanteil zu versteuern, also nur der Betrag, der durch Zinsen und Zulagen zustande kommt.<br>\nBei einer Riester-Rente ist hingegen immer die gesamte Summe zu versteuern &ndash; und damit auch die Kleinstrenten. Damit will die Regierung verhindern, dass Anleger Riester-Vertr&auml;ge wie gew&ouml;hnliche Sparvertr&auml;ge mit staatlicher Extrarendite missbrauchen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/finanzen\/vorsorge\/renditeprognose-verfehlt-die-ganz-reale-riester-luege\/10991592.html\">WirtschaftsWoche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Allm&auml;hlich kann auch die Wirtschaftspresse die R&uuml;ster-L&uuml;ge nicht mehr besch&ouml;nigen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Gerd Bosbach: &bdquo;Hinter scheinbar objektiven Zahlen verbergen sich oft subjektive Interessen&ldquo;<\/strong><br>\nIch habe mir, um nur ein Beispiel zu nennen, vor wenigen Jahren einmal eine Meldung der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit genauer angesehen, einer Institution, auf deren Zahlen man sich eigentlich verlassen k&ouml;nnen sollte. Darin prognostizierte der BA-Chef Frank-J&uuml;rgen Weise sechs bis sieben Millionen fehlende Fachkr&auml;fte f&uuml;r das Jahr 2025.<br>\nZugrunde lag der Prognose ein Bev&ouml;lkerungsmodell des Statistischen Bundesamtes, wonach die Bev&ouml;lkerung insgesamt sinkt. Doch die Rechnung von Herrn Weise ignorierte v&ouml;llig alle Wanderungsbewegungen mit dem Ausland. Zudem beschr&auml;nkte sich die Milchm&auml;dchenrechnung auf die Zahl aller 20- bis 65-J&auml;hrigen. Diese Zahl geht bis 2025 tats&auml;chlich um 6,5 Millionen zur&uuml;ck. Doch das sind, erstens, nicht alles Fachkr&auml;fte, teils nicht einmal &uuml;berhaupt Arbeitskr&auml;fte und, zweitens, ignoriert sie die gesetzlich bereits beschlossene Heraufsetzung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre, sie ignoriert die nach Modell gesunkene Bev&ouml;lkerung, sie ignoriert die Verk&uuml;rzung der Gymnasialzeit von neun auf acht Jahre, sie ignoriert eine h&ouml;here Frauenerwerbsquote, sie ignoriert die Verk&uuml;rzung des Studiums durch die Einf&uuml;hrung des Bachelorabschlusses und sie ignoriert den Wegfall der Wehrpflicht. Ziemlich viel Ignoranz f&uuml;r eine Berechnung, die Anspruch auf Seriosit&auml;t erhebt.<br>\nNun lie&szlig;e sich einwenden, dass noch unbekannt sei, wie viele Menschen 2025 tats&auml;chlich erst mit 67 Jahren in Rente gehen werden. Deshalb m&uuml;sse man das reale Renteneintrittsalter niedriger, n&auml;mlich bei 65 Jahren ansetzen. Der Einwand ist korrekt, doch dann m&uuml;sste man auch bei der Ausgangslage das gegenw&auml;rtig reale Renteneintrittsalter zugrunde legen und das liegt nicht bei 65, sondern bei 63 Jahren.<br>\nKurzum: Wie in vielen anderen Berechnungen im Bereich der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik werden statische mit dynamischen Modellen vermischt, wichtige Faktoren ausgeblendet, und im Falle des angeblichen Fachkr&auml;ftemangels wird der &bdquo;worst-worst-case&ldquo; der &Ouml;ffentlichkeit pr&auml;sentiert, um die Zukunft in m&ouml;glichst d&uuml;steren Farben zu malen. So war auch die Berechnung des BA-Chefs komplett wirklichkeitsfremd und hat dennoch Medien, &Ouml;ffentlichkeit und Politik in Aufregung versetzt und Letztere wom&ouml;glich veranlasst, schlechte, weil auf einer falschen Berechnung basierende Ma&szlig;nahmen zu ergreifen. Obwohl wir damals nach genauer Untersuchung die massiven Defizite der BA-Meldung nachweisen konnten, war kaum ein Medium bereit, auf diese Fehler hinzuweisen. F&uuml;r sie war unsere wissenschaftliche Analyse offensichtlich keine News und damit auch nicht publikationsw&uuml;rdig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gibinfo.de\/gibinfo\/2014\/4_14\/201ehinter-scheinbar-objektiven-zahlen-verbergen-sich-oft-subjektive-interessen201c\">Gesellschaft f&uuml;r Besch&auml;ftigungsf&ouml;rderung (G.I.B.)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Tacheles fordert die Einf&uuml;hrung einer bedarfsorientierten Haushaltsenergiepauschale<\/strong><br>\nIn Deutschland wurden im vergangenen Jahr &uuml;ber 7 Millionen Mahnverfahren wegen s&auml;umiger Forderungen f&uuml;r Haushaltsenergie eingeleitet. In 344.798 F&auml;llen wurde Stromkunden der Strom-anschluss zumindest vor&uuml;bergehend gesperrt. Davon betroffen waren rund 200.000 Haushalte von SGB-II-Leistungsbeziehenden (Bundesnetzagentur, Monitoringbericht 2014, S. 149 ff.).  Gegen&uuml;ber dem Vorjahr erh&ouml;hten sich die Mahnungen um &uuml;ber 1 Million. Diese Zahlen belegen dringenden sozialpolitischen Handlungsbedarf. Der Erwerbslosenverein Tacheles e.V. fordert daher im Rahmen der geplanten SGB-II-&Auml;nderungen eine Reihe von Korrekturen zur Bek&auml;mpfung von Energiearmut.<br>\nIm SGB II-\/SGB XII-Regelbedarf f&uuml;r eine alleinstehende Person in H&ouml;he von 391 EUR (Stand 2014) ist ein Betrag von 30,37 EUR f&uuml;r Haushaltsenergie enthalten. Der durchschnittliche Strompreis f&uuml;r Privathaushalte lag im Jahr 2014 bei 29,13 Cent\/kWh (Wikipedia). Damit k&ouml;nnen alleinstehende SGB II\/SGB XII-Beziehende 106,26 kWh Strom im Monat und 1255,08 kWh im Jahr finanzieren.<br>\nLaut einer 2014 ver&ouml;ffentlichten <a href=\"http:\/\/www.vz-nrw.de\/stromspartipps\">Brosch&uuml;re der Verbraucherzentrale NRW, &bdquo;Stromsparen &ndash; einfach gemacht&ldquo; (S. 3)<\/a>, betr&auml;gt der Stromverbrauch ohne elektri-sche Warmwasserbereitung f&uuml;r einen Ein-Personen-Haushalt durchschnittlich 1.500 &ndash; 2.100 kWh im Jahr. Legt man daraus den Mittelwert zugrunde, ergibt sich ein durchschnittlicher Energiebedarf von 1.800 kWh pro Jahr f&uuml;r einen Ein-Personen-Haushalt (zum gleichen Ergebnis kommt die Energieagentur NRW, &bdquo;Wo bleibt der Strom?&ldquo;, 2011).<br>\nUm 1.800 kWh f&uuml;r einen Ein-Personen-Haushalt im Jahr zu finanzieren, m&uuml;ssen monatlich 43,69 EUR aufgewendet werden. Im SGB II\/SGB XII-Regelbedarf fehlen demnach 13,32 Euro im Monat. Mit dieser Deckungsl&uuml;cke wird das verfassungsrechtlich garantierte Existenzminimum von rund 7,5 Mio. SGB II\/SGB XII-Beziehenden deutlich unterschritten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/tacheles-sozialhilfe.de\/startseite\/aktuelles\/d\/n\/1756\/\">Tacheles e.V.<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die vern&uuml;nftigste Steuer in diesen Zeiten<\/strong><br>\nDie Finanztransaktionssteuer galt als Mittel der Wahl, um die toxischen Wirkungen der spekulativen Finanzm&auml;rkte einzud&auml;mmen. So sahen es auch viele Politiker in der Eurozone. Inzwischen ist das Projekt gekillt. Was ist passiert?<br>\nDie Ideen von &Ouml;konomen &ndash; egal ob richtig oder falsch &ndash; regieren die Welt, meinte Keynes am Ende seines 1936 publizierten Hauptwerks &ldquo;The General Theory of Employment, Interest and Money&rdquo;. Hat sich eine Theorie einmal durchgesetzt, so ver&auml;ndert sie die politische &ldquo;Navigationskarte&rdquo; und damit die Verteilung von Einkommen, Verm&ouml;gen und Macht.<br>\nDaraus folgt zum einen: Im Denken von &Ouml;konomen vermischen sich Erkenntnis und Interesse, Einsicht und Rechtfertigung st&auml;rker als bei anderen Intellektuellen. Und zum anderen: Der Prozess der Theoriebildung ist (auch) ein Krieg um Vorherrschaft &ndash; an Universit&auml;ten und in den Medien, aber vor allem in der Politik.<br>\nF&uuml;r die &ouml;konomischen Klassiker wie Adam Smith, David Ricardo und Karl Marx sind die unterschiedlichen Interessen von Klassen &ndash; und die daraus entspringenden Konflikte und Interaktionen &ndash; die Triebkr&auml;fte gesellschaftlicher Dynamik. Sie begriffen ihre &ldquo;politische &Ouml;konomie&rdquo; als Teil dieser Prozesse und nicht als wertfreie Wirtschaftswissenschaft. Gleichwohl waren sie bestrebt, ihre Theorien auf dem Fundament von Erfahrung und Beobachtung zu errichten.<br>\nIn wesentlichen Punkten teilte Keynes die Haltung der Klassiker: Auch sein Denken war konkret, problemorientiert und normativ (&ldquo;weltverbessernd&rdquo;), es ber&uuml;cksichtigte die Interaktion der Interessen von Unternehmern, Arbeitnehmern und (Finanz-) Rentiers, sowie den historischen Kontext &ouml;konomischer Entwicklungen und Theorien.<br>\nGanz anders jenes Paradigma, das seit dem 19. Jahrhundert fast durchgehend dominiert: die Neoklassik. Sie sieht die &ldquo;&ouml;konomischen Gesetze&rdquo; als zeitlose &ldquo;Wahrheit&rdquo; und begreift die Akteure als rein rationale, ihren Nutzen maximierende Individuen. Und sie kennt weder Klassen noch Gruppeninteressen: die &Ouml;konomie als wertfreie Wissenschaft.<br>\nDie Methode der Neoklassiker ist (daher) deduktiv-abstrakt. Man setzt Annahmen, welche die Konstruktion von Modellen erlauben, aus denen die erw&uuml;nschten Schlussfolgerungen abgeleitet werden k&ouml;nnen. Zum Beispiel: M&auml;rkte sind zu liberalisieren, der Sozialstaat ist ein St&ouml;rfaktor, die Gewerkschaften sind sch&auml;dliche Monopolisten, Arbeitslosigkeit ist durch Lohnsenkungen, die Staatsverschuldung durch Sparen zu bek&auml;mpfen und so weiter.<br>\nDen Denkansatz von Keynes sowie der Klassiker bezeichne ich als &ldquo;realistische &Ouml;konomie&rdquo;, den der Neoklassiker dagegen als &ldquo;idealistische &Ouml;konomie&rdquo;. Die Abfolge von Prosperit&auml;t und Depression wird ma&szlig;geblich durch die wechselnde Vorherrschaft einer der beiden Weltanschauungen gepr&auml;gt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2014\/12\/12.mondeText1.artikel,a0005.idx,0\">Stephan Schulmeister in Le Monde diplomatique<\/a>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> In der <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/.aktaus\">Dezember-Ausgabe von Le Monde diplomatique<\/a> finden Sie &uuml;ber diesen Beitrag hinaus wieder interessante Artikel, u.a.:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Gleich kaputt, Strategien der geplanten Obsoleszenz von J&uuml;rgen Reu&szlig;<\/em><\/li>\n<li><em>Die L&uuml;genbeutel, Britische Gro&szlig;verdiener und Konzerne schimpfen &uuml;ber den Staat, dabei w&auml;ren sie ohne ihn ein Nichts von Owen Jones<\/em><\/li>\n<li><em>Afghanistan &ndash; was bleibt von Camelia Entekhabifard<\/em><\/li>\n<li><em>Zentralasien, Region unter Einfluss von R&eacute;gis Gent&eacute;<\/em><\/li>\n<li><em>Land der Unbestechlichen, Burkina Faso hat endlich wieder einen zivilen Pr&auml;sidenten von Anne Frintz<\/em><\/li>\n<li><em>Crash in Johannesburg von Alain Vicky<\/em><\/li>\n<li><em>Wenn B&uuml;rger den Sozialstaat untergraben, Die fatalen Wirkungen der neoliberalen Spendenkultur in den USA von Beno&icirc;t Br&eacute;ville<\/em><\/li>\n<li><em>Mehr Sicherheit f&uuml;r L&aacute;zaro C&aacute;rdenas, Der gro&szlig;e Hafen an Mexikos Pazifikk&uuml;ste ist nicht l&auml;nger in den H&auml;nden eines Kartells von Ladan Cher<\/em><\/li>\n<li><em>Mafiastaat Mexiko, Der Fall Iguala ist nicht Symptom, sondern die Krankheit von Rafael Barajas und Pedro Miguel<\/em><\/li>\n<li><em>H&auml;ndedruck mit Castro, Die US-Wirtschaftssanktionen gegen Kuba sind &uuml;berholt von Patrick Howlett-Martin<\/em><\/li>\n<li><em>Die falschen Verbrechen, In den USA m&uuml;ssen Whistleblower ins Gef&auml;ngnis, nicht aber die T&auml;ter, deren Taten sie enth&uuml;llen von Tom Engelhardt<\/em><\/li>\n<li><em>Phosphor und Profite, Eine kurze Einf&uuml;hrung in die D&uuml;ngerwirtschaft von Johannes Kotschi und Kathy Jo Wetter <\/em><\/li>\n<li><em>Die neuen Mauern von Kairo von Nael Shama<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Le Monde diplomatique ab heute im Kiosk am Freitag als Beilage zur taz.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Dieter Sp&ouml;ri: Die SPD verliert die Seele<\/strong><br>\nDie Angriffe auf Putin werden immer sch&auml;rfer. Mit dabei die SPD, die Willy Brandts Ostpolitik ins Gegenteil verkehrt. Damit verliere sie ihre &ldquo;friedenspolitische Seele&rdquo;. Und W&auml;hler, schreibt Exminister Dieter Sp&ouml;ri (SPD) in Kontext. Die SPD steckt in einer gef&auml;hrlichen ostpolitischen Identit&auml;tskrise. Trotz der geradezu hermetischen au&szlig;enpolitischen Geschlossenheit der SPD-Fraktion im Bundestag geht in Wahrheit ein m&uuml;hselig verschwiegener, aber tiefer konzeptioneller Riss durch die deutsche Sozialdemokratie. F&uuml;hrende Architekten, Akteure sowie wichtige Wegbegleiter der Ost- und Entspannungspolitik von Willy Brandt stehen der bisherigen Strategie der EU im Verlauf des neuen Ost-West-Konflikts, die ja von der Bundesregierung in Berlin entscheidend gepr&auml;gt wurde, besorgt und kritisch gegen&uuml;ber.Dies wohl auch im Einklang mit einer stark beunruhigten Mehrheit in unserer Bev&ouml;lkerung, obwohl die meisten au&szlig;enpolitischen Leitartikler monatelang alles gegeben haben, um ihr die Strategie von EU und NATO als logische und notwendige Replik auf ein angeblich hemmungsloses Machtstreben Wladimir Putins nahezubringen. Doch das Glaubw&uuml;rdigkeitsproblem dieser Strategie ist, dass der dominierende regierungstreue Medientenor trotz permanenten Trommelns bei vielen Menschen einfach nicht &uuml;berzeugend ankommt&hellip;<br>\nWenn nunmehr einige &ldquo;schlaue&rdquo; au&szlig;enpolitische B&uuml;chsenspanner in der Sozialdemokratie versuchen, dieser Umkehrung der Brandt&rsquo;schen Ostpolitik im Widerspruch zu aller au&szlig;enpolitischen Logik ein gek&uuml;nsteltes analytisches Fundament zu geben, wird dieser intellektuelle Eiertanz grandios scheitern. Denn wenn die deutsche Sozialdemokratie nicht dem ostpolitisch erprobten Paradigma der Deeskalation Willy Brandts folgt, verliert sie ihre friedenspolitische Seele.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/ueberm-kesselrand\/193\/die-spd-verliert-die-seele-2606.html\">Kontext:Wochenzeitung<\/a>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Auch diese Woche wieder eine Reihe interessanter Artikel in Kontext:Wochenzeitung u.a.:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Die Macht der B&uuml;rgschaft: Zur 250. Montagsdemo waren die Ikonen wieder da. Egon Hopfenzitz, Volker L&ouml;sch und Walter Sittler. Die mehr als 5000 Teilnehmer waren vor allem von L&ouml;sch begeistert, der die Gr&uuml;nen und ihren OB Fritz Kuhn gei&szlig;elte. Kontext ver&ouml;ffentlicht ihre Reden in Ausz&uuml;gen.<\/em><\/li>\n<li><em>Da haben alle schlichtweg gelogen: Vor kurzem ist der &ldquo;Wasserwerfer-Prozess&rdquo; gegen zwei Polizisten &uuml;berraschend eingestellt worden. Anlass f&uuml;r Kontext, eine Podiumsdiskussion dar&uuml;ber zu veranstalten, das die Ereignisse am Schwarzen Donnerstag in Erinnerung rief.<\/em><\/li>\n<li><em>Tausend Frauen f&uuml;r Kretschmann: Zwei Monate nach dem Fl&uuml;chtlingsgipfel ist immer noch unklar, wie bis zu 1000 traumatisierte Frauen aus Syrien und Nordirak nach Baden-W&uuml;rttemberg kommen sollen. Die Idee hatte Ministerpr&auml;sident Winfried Kretschmann (Gr&uuml;ne) ohne konkrete Absprache mit den SPD-gef&uuml;hrten Fachministerien pr&auml;sentiert.<\/em><\/li>\n<li><em>Die SPD verliert ihre Seele: Die Angriffe auf Putin werden immer sch&auml;rfer. Mit dabei die SPD, die damit die Ostpolitik von Willy Brandt ins Gegenteil verkehrt. Damit verliere sie ihre &ldquo;friedenspolitische Seele&rdquo; &ndash; und weitere W&auml;hler, schreibt Ex-Minister Dieter Sp&ouml;ri (SPD) in Kontext.<\/em><\/li>\n<li><em>Der lange Weg zur&uuml;ck zur Macht: Wer die Bundes-Gr&uuml;nen anruft, wird in der Warteschleife mit dem &ldquo;Always Look On The Bright Side Of Life&rdquo; unterhalten. Auch Cem &Ouml;zdemir ist gut ein Jahr nach der schmerzlichen Niederlage bei der Bundestagswahl demonstrativ gut drauf. &ldquo;Wir stehen f&uuml;r das Jahrhundertthema &Ouml;kologie&rdquo;, sagt er im Kontext-Interview.<\/em><\/li>\n<li><em>Beschlagnahmt und versteigert: Raubkunst definiert Deutschland als &ldquo;in der NS-Zeit verfolgungsbedingt entzogene Kulturg&uuml;ter, insbesondere aus j&uuml;dischem Besitz&rdquo;. Haben Kunsth&auml;ndler sich an solchen Werken gesund gesto&szlig;en? Was, wenn ein Sammler wie Eduard Fuchs nicht Jude, sondern Kommunist war?<\/em><\/li>\n<li><em>In aller Freundschaft: Baden-W&uuml;rttembergs CDU bietet ein Bild der Zerrissenheit. Die vielbeschworene Geschlossenheit ist Fassade, seit die Mitglieder Landtagspr&auml;sident Guido Wolf zum Spitzenkandidaten gek&uuml;rt haben. Dahinter schachern der Sieger, der unterlegene Landeschef Thomas Strobl und Noch-Fraktionschef Peter Hauk um Einfluss, Macht und Posten. <\/em><\/li>\n<li><em>Folklore: Unser Wetterer Peter Grohmann Rot-Rot-Gr&uuml;n in Th&uuml;ringen &ndash; Folklore halt.<\/em><\/li>\n<li><em>Stuttgart in 100 Minuten: Rote Kopfh&ouml;rer w&auml;rmen die grade noch winterkalten Ohren von rund 40 tiefenentspannten Stuttgart-Touristen. Anna Hunger und Joachim E. R&ouml;ttgers sind mitgefahren. Los geht&rsquo;s mit dem roten Doppeldeckerbus des Stuttgart Marketing durch die Landeshauptstadt.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Kontext:Wochenzeitung erscheint mittwochs online auf kontextwochenzeitung.de und samstags als Beilage zur taz.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Der IMF im ukrainischen Sumpf<\/strong><br>\nSteigende Wahrscheinlichkeit eines Zahlungsausfalls<br>\nDer Internationale W&auml;hrungsfonds (IMF) rechnet offenbar damit, dass die Ukraine 15 Mrd. $ an zus&auml;tzlichen Hilfen braucht. Ein Zahlungsausfall des ukrainischen Staates ist m&ouml;glich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/wirtschaft\/der-imf-im-ukrainischen-sumpf-1.18442188\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Pressefreiheit in der Ukraine<\/strong><br>\nDie neue Regierung in der Ukraine hat am 2. Dezember ein Informationsministerium etabliert, das explizit die Aufgabe haben soll, die russische Propaganda zur&uuml;ckzudr&auml;ngen und auf der Krim wie in den nicht von der Regierung kontrollierten Gebieten der Ostukraine &ldquo;Gegenprogaganda&rdquo; zu machen. Neuer Informationsminister wird Jiri Stez, ehemals Intendant des Fernsehsenders Kanal 5, der zum Medienimperium von Staatspr&auml;sident Petro Poroschenko geh&ouml;rt. Stez hatte seit einem halben Jahr die Informationsabteilung der Nationalgarde geleitet und die Informationspolitik der ukrainischen Armee bestimmt. Die Gr&uuml;ndung des Ministeriums wurde so kurzfristig beschlossen, dass die Zivilgesellschaft v&ouml;llig &uuml;berrascht wurde. Die Bewegung Stop Censorship hat den Beschluss der Regierung ebenso scharf kritisiert wie das unabh&auml;ngige &ldquo;Institute of Mass Information&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2014\/12\/12.mondeText1.artikel,a0035.idx,6\">Le Monde diplomatique<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Batman und Volkstribunale &ndash; Reise durch die ukrainischen Gespensterrepubliken<\/strong><br>\nNach Angaben des UN-Hochkommissars f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge (UNHCR) haben seit Kriegsbeginn mehr als 830&nbsp;000 Menschen ihren Wohnort verlassen.(1) Die Zahl der Toten liegt offiziell bei 4&nbsp;000. Wer bleibt, muss sehen, wie er &uuml;berlebt. Arbeit gibt es kaum. Viele Unternehmen und Gesch&auml;fte, wie auch die meisten Banken auf dem Gebiet der selbst proklamierten &ldquo;Volksrepubliken&rdquo; Donezk (DNR) und Lugansk (LNR), sind geschlossen. Jeden Tag stehen die Menschen vor der Post Schlange, um Geldsendungen abzuholen. &ldquo;Ich lebe von meinen Ersparnissen, aber die sind bald ersch&ouml;pft&rdquo;, erz&auml;hlt ein pensionierter Bergarbeiter.<br>\nAm 4. November erkl&auml;rte der ukrainische Ministerpr&auml;sident Arseni Jazenjuk, man werde keine Sozialleistungen mehr an die von den Rebellen kontrollierten Regionen zahlen. Zur Begr&uuml;ndung erkl&auml;rte er: &ldquo;Wenn wir heute Geld &uuml;berweisen, kommt es nicht bei der Bev&ouml;lkerung an, sondern wird von russischen Gangstern gestohlen, und dann hilft es vor allem, den russischen Terror zu finanzieren.&rdquo; Am 15. November verk&uuml;ndete Staatspr&auml;sident Petro Poroschenko auch die Einstellung aller Aktivit&auml;ten von staatlichen Unternehmen, Institutionen und Organisationen. Damit wird die Distanz zu den Separatistengebieten nur noch gr&ouml;&szlig;er. Die Regierung zahlt den Staatsangestellten keine Geh&auml;lter mehr und friert die 34&nbsp;Milliarden Griwna (1,7 Milliarden Euro) ein, die 2014 f&uuml;r die Region bestimmt waren. Gas und Strom sollen aber weiterhin geliefert werden.<br>\nFr&uuml;her hatten die Oblaste Donezk und Lugansk 7 Millionen Einwohner. Die Rebellen kontrollieren die bev&ouml;lkerungsreichsten Gebiete, in denen etwa 5&nbsp;Millionen Menschen leben. Die ukrainische Regierung schaut einfach weg&hellip;<br>\nDer Donbass gleicht mehr denn je einem Niemandsland, um dessen Kontrolle mehrere Gruppen und Milizen konkurrieren&hellip;<br>\nEnde Oktober hatte der russische Au&szlig;enminister Sergei Lawrow angek&uuml;ndigt, man werde die Wahlen vom 2. November anerkennen. Doch am Ende hat der Kreml die Abstimmung nur &ldquo;respektiert&rdquo;, ein D&auml;mpfer f&uuml;r die Tr&auml;ume der Separatistenf&uuml;hrer. Die planten eigentlich seit den Unabh&auml;ngigkeitsreferenden vom Fr&uuml;hjahr den Anschluss an Russland. Aber eine weitere Annexion nach der Krim w&auml;re f&uuml;r Moskau zu riskant. Deshalb konzentrieren sich die Separatistenregierungen auf den Ausbau staatlicher Strukturen, sagt Kaljusski: &ldquo;Bis uns andere Staaten anerkennen, werden wir eine leistungsf&auml;hige Wirtschaft aufbauen, befreit von den Oligarchen, die fr&uuml;her die Bev&ouml;lkerung des Donbass unterjocht haben.&rdquo;<br>\nTats&auml;chlich wei&szlig; niemand, wie die Industrie wieder in Gang kommen k&ouml;nnte. Vor dem Krieg geh&ouml;rten die Bergwerke und Fabriken der Region zu einem international vernetzten System. Die meisten Exporte gingen &uuml;ber Mariupol. Aber die Hafenstadt am Asowschen Meer ist nach wie vor unter der Kontrolle der ukrainischen Armee&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2014\/12\/12.mondeText1.artikel,a0033.idx,8\">Le Monde diplomatique<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Wenn der Vater mit dem Sohne<\/strong><br>\nStuttgart 21 beschert Tunnelbauern gute Gesch&auml;fte. Aber auch PR-Agenturen wie das Ludwigsburger B&uuml;ro &ldquo;Lose Bande&rdquo; profitieren. Mit diesem verbandelt ist Matthias Dietrich. Der Sohn des S-21-Projektsprechers Wolfgang Dietrich verdiente an dem Bahnprojekt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/wirtschaft\/193\/wenn-der-vater-mit-dem-sohne-2584.html\">Kontext:Wochenzeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Rechts au&szlig;en: 50 Jahre NPD<\/strong><br>\nDie NPD hat bereits angek&uuml;ndigt, auch die Frage der Geheimdienstzutr&auml;ger erneut aufzuwerfen. So fordert sie, die Identit&auml;t dieser Personen offenzulegen, um den Wahrheitsgehalt der Testate der Innenministerien &uuml;berpr&uuml;fen zu k&ouml;nnen. Diesem Anliegen ist zwar wenig Aussicht auf Erfolg beschieden, dennoch k&ouml;nnte sie mit der Selbstenttarnung von NPD-Mitgliedern, die f&uuml;r Nachrichtendienste t&auml;tig sind, Aufmerksamkeit produzieren.<br>\nSchlie&szlig;lich bem&uuml;ht sich die Partei um internationale Aufmerksamkeit. Wie Udo Voigt als Mitglied des Europ&auml;ischen Parlaments j&uuml;ngst an einer Solidarit&auml;tskundgebung mit den Angeklagten der griechischen Neonazi-Organisation &bdquo;Goldene Morgenr&ouml;te&ldquo; teilnahm, so sind Kundgebungen extrem rechter Gruppen vor den Botschaften Deutschlands in zahlreichen L&auml;ndern zu erwarten. Einfluss auf den Gang des Verfahrens wird dies jedoch nicht haben.<br>\nDas Verbotsverfahren bindet allerdings die ohnehin knappen Ressourcen der NPD und entscheidet zun&auml;chst dar&uuml;ber, ob sie weiterhin Teil der politischen Arena sein wird. Die noch beim ersten Verbotsverfahren erkennbare Solidarisierung seitens der neonazistischen Szene ist bisher ausgeblieben. Stattdessen haben sich mit Parteien wie Die Rechte und Der Dritte Weg bereits Auffangorganisationen in Stellung gebracht.<br>\nOb mit oder ohne Verbot: Der NPD stehen schwierige Zeiten bevor. Sie schon jetzt f&uuml;r gescheitert zu erkl&auml;ren, w&auml;re allerdings voreilig &ndash; und politisch gef&auml;hrlich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2014\/dezember\/rechts-aussen-50-jahre-npd\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Ramelow st&ouml;rt &bdquo;absurder Verfolgungsdrang&ldquo;<\/strong><br>\nDas Landgericht Dresden wirft dem Th&uuml;ringer Ministerpr&auml;sidenten Bodo Ramelow die Blockade einer Demonstration in Dresden vor und beantragt die Aufhebung seiner Immunit&auml;t auf. Ramelow wehrt sich gegen die Vorw&uuml;rfe.<br>\nDas Amtsgericht Dresden hat die Aufhebung der Immunit&auml;t des Th&uuml;ringer Abgeordneten Bodo Ramelow (Die Linke) beantragt. Der Antrag soll vergangene Woche beim Landtag in Erfurt kurz vor der Wahl Ramelows zum Ministerpr&auml;sidenten eingegangen sein. Ramelow werde die Beteiligung an Protesten gegen einen Aufmarsch der &bdquo;Jungen Landsmannschaft Ostpreu&szlig;en&ldquo; im Februar 2010 in Dresden &bdquo;und die Initiierung einer friedlichen Blockade der rechtsgerichteten Demonstration vorgeworfen&ldquo;, hie&szlig; es dazu in einer Stellungnahme der Staatskanzlei in Erfurt. Ramelow beabsichtigt nach seiner Wahl zum Ministerpr&auml;sidenten ohnehin sein Landtagsmandat niederzulegen, da in seiner Partei die Trennung von Amt und Mandat gilt. Damit verliert er auch seine Immunit&auml;t.<br>\nRamelow sagte nun, &bdquo;dieser Verfolgungsdrang&ldquo; der Dresdner Justiz sei &bdquo;an Absurdit&auml;t nicht zu &uuml;berbieten&ldquo;. Die Landesregierung teilte mit: &bdquo;Der Ministerpr&auml;sident h&auml;lt an seiner Auffassung fest, dass der friedliche Protest gegen Demonstrationen, auf denen rechtsextreme, rassistische und antisemitische Inhalte verbreitet werden, nicht kriminalisiert werden darf.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/dresdner-amtsgericht-hebt-immunitaet-von-bodo-ramelow-auf-13313863.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Da ist man schon geneigt das schmutzige Wort von der politischen Justiz in den Mund zunehmen. Wer auch immer hier im Hintergrund die Strippen zieht, sei darauf hingewiesen, dass Bodo Ramelow von einem in freier, gleicher und geheimer Wahl legitimierten Landtag gew&auml;hlt wurde. Allerdings sind solche Spielchen nicht neu. Man Erinnere sich nur was alles in Bewegung gesetzt wurde um eine Kanzlerschaft Willi Brandts zu verhindern.<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Die Verschw&ouml;rung gegen Brandt<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2012\/49\/Spionage-CDU-CSU-Willy-Brandt\">Zeit.de<\/a><\/p>\n<p><em>Und:<\/em><\/p>\n<p><strong>Keine Posse, sondern Bosheit<\/strong><br>\nZehntausend Menschen hatten sich 2010 in Dresden den Neonazis entgegengestellt. Einer von ihnen war Bodo Ramelow, heute linker Ministerpr&auml;sident. Die Justiz betreibt nun das Ermittlungsverfahren gegen ihn weiter. Sie setzt sich dem Verdacht politischer Spielchen aus.<br>\nEin Kommentar von Heribert Prantl<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/ermittlungsverfahren-gegen-bodo-ramelow-keine-posse-sondern-bosheit-1.2261098\">SZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>&bdquo;Lobbyismus an Schulen&ldquo; im Lehramtsstudium<\/strong><br>\nLobbyismus an Schulen? H&auml;h &ndash; Was ist das denn? Antwort: V&ouml;llig normal! Deutschlands Klassenzimmer werden immer mehr zum Angriffsziel gesellschaftlicher Kr&auml;fte, die dort eigentlich nichts zu suchen haben. Auch die Privatwirtschaft macht heute Jagd auf die Kinderk&ouml;pfe. Und die Politik l&auml;sst sie gew&auml;hren. Ein Master-Studiengang an der Uni Duisburg-Essen soll angehende Lehrer r&uuml;sten, die Machenschaften der Meinungsmacher zu durchkreuzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.studis-online.de\/Studieren\/art-1697-lobbyismus-an-schulen.php\">Ralf Wurzbacher in Studis Online<\/a>\n<p><em>Siehe dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>&ldquo;Lobbyismus an Schulen&rdquo; als Teil der Lehrerausbildung Neues Gutachten bewertet &lsquo;Handelsblatt macht Schule&rsquo; kritisch<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2014\/12\/erneut-deutliche-kritik-an-handelsblatt-macht-schule\/\">LobbyControl<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Wirtschaftsweise aus dem Morgenland<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/kanaluebersicht\/2078314#\/beitrag\/video\/2300698\/Wirtschaftsweise-aus-dem-Morgenland\">ZDF-Mediathek<\/a>\n<p><em><strong>Siehe dazu nochmals:<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23931\">Jahresgutachten des &bdquo;Sachverst&auml;ndigenrats&ldquo;: &bdquo;Wirtschaftswissenschaft&ldquo; als Arbeitgeberpropaganda<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(WL\/RS)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-24246","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24246","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=24246"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24246\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":24250,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24246\/revisions\/24250"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=24246"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=24246"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=24246"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}