{"id":24286,"date":"2014-12-15T09:37:50","date_gmt":"2014-12-15T08:37:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24286"},"modified":"2014-12-15T09:37:50","modified_gmt":"2014-12-15T08:37:50","slug":"hinweise-des-tages-2276","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24286","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24286#h01\">CIA-Folter-Bericht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24286#h02\">Ukraine\/Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24286#h03\">Friedenswinter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24286#h04\">Militarisierung durch Think Tanks &ndash; Bertelsmann und die EU-Osterweiterung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24286#h05\">Schafft mehr Untergrund-W&auml;hrungen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24286#h06\">Juncker gegen Tsipras<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24286#h07\">Wirtschaftspolitische Alternativen f&uuml;r Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24286#h08\">Billiges &Ouml;l: Konjunkturprogramm f&uuml;r die Welt?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24286#h09\">Dubiose Deals: Ex-Berater soll Luxemburger Steueraff&auml;re losgetreten haben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24286#h10\">Dauerbrenner Kalte Progression<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24286#h11\">Ein Exportaufschwung sieht anders aus!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24286#h12\">DGB: Umgehungsversuche beim Mindestlohn &ldquo;Sauerei&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24286#h13\">Die Fertigmacher &ndash; der Kampf gegen Betriebsr&auml;te und Demokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24286#h14\">So wenig Azubis wie seit 25 Jahren nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24286#h15\">Die Widerspr&uuml;che der EU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24286#h16\">Osnabr&uuml;cker Firma KiKxxl spendet 50000 Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24286#h17\">US-Kongress legitimiert nebenbei NSA-Spionage gegen US-B&uuml;rger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24286#h18\">Wenn Journalismus zur Kommunikationsberatung f&uuml;r Entscheider-Gruppen wird<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24286#h19\">Nein!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24286&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>CIA-Folter-Bericht<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Europa muss anklagen<\/strong><br>\nDie CIA lie&szlig; Terrorverd&auml;chtige entf&uuml;hren und Geheimnisse aus ihnen herausqu&auml;len. Doch auch wenn die &Auml;ra Bush l&auml;ngst vorbei ist: Die USA werden die Folterknechte der Geheimdienste nicht vor Gericht stellen. Deswegen m&uuml;ssen die Europ&auml;er Anklage erheben &ndash; auch wenn das politisch heikel ist.<br>\nIm Terrorland des Islamischen Staats soll der Zweck die Mittel heiligen. Der selbst ernannte Kalif und seine Schergen morden, brandschatzen, foltern &ndash; und versuchen dies damit zu rechtfertigen, es sei n&ouml;tig, um ein Allah gef&auml;lliges Reich zu schaffen.<br>\nIn den Staaten des Westens, und in vielen anderen, heiligt der Zweck nicht jedes Mittel. Das Recht setzt Regierungen, Geheimdiensten, Soldaten und Polizisten Grenzen. Manche gelten absolut, das hei&szlig;t, sie d&uuml;rfen unter keinen Umst&auml;nden &uuml;berschritten werden. Eine solche Grenze ist das Verbot zu foltern. Es ist ein Ausdruck der westlichen Zivilisation. Und es markiert einen der gro&szlig;en Unterschiede zwischen Rechtsstaat und Unrechtsstaat.<br>\nWer foltert, macht den Menschen zum Mittel seines Zwecks, er nimmt ihm jene W&uuml;rde, die allen aufgrund ihres Menschseins zukommt, auch den furchtbarsten Verbrechern. Ein Rechtsstaat darf daher niemals foltern. Und er muss jene bestrafen, die das tun. So steht es in nationalen Gesetzen, und so bestimmt es das V&ouml;lkerrecht. Die Anti-Folter-Konvention der Vereinten Nationen, die von den USA ratifiziert wurde, verpflichtet die Staaten, gegen Folterer vorzugehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/meinung\/nach-cia-folterbericht-europa-muss-anklagen-1.2264309?google_editors_picks=true\">S&uuml;ddeutsche.de<\/a><\/li>\n<li><strong>London gibt Einflussnahme auf Folterbericht zu<\/strong><br>\nAus &bdquo;Gr&uuml;nden der nationalen Sicherheit&ldquo;: Die britische Regierung hat nun doch zugegeben, dass auf ihre Intervention Passagen aus dem CIA-Bericht gel&ouml;scht wurden. Dabei sei es aber nicht um Hinweise auf britische Beteiligung an Folter gegangen.<br>\nDie britische Regierung hat zugegeben, Einfluss auf den Bericht des amerikanischen Senats &uuml;ber die Foltermethoden der CIA genommen zu haben. Die daraufhin gestrichenen Passagen h&auml;tten aber keine Hinweise darauf enthalten, dass britische Geheimdienste an Folter oder illegalen Auslieferungen beteiligt waren, sagte ein Regierungssprecher in London. Sie seien vielmehr aus Gr&uuml;nden der &bdquo;nationalen Sicherheit&ldquo; entfernt worden. Zuvor hatte es in Downing Street gehei&szlig;en, dass es keinerlei redaktionelle Einflussnahmen gegeben habe.<br>\nDer Vorsitzende des Geheimdienstausschusses im Unterhaus, der fr&uuml;here Au&szlig;enminister Malcolm Rifkind, sagte am Freitag, ein hoher Geheimdienstmitarbeiter habe ihm gegen&uuml;ber versichert, dass auf britisches Betreiben allein &bdquo;operationelle Bez&uuml;ge&ldquo; gel&ouml;scht worden seien. Rifkind fuhr fort: &bdquo;Nun, das ist das, was er sagt, und nat&uuml;rlich werden wir im Rahmen unserer Untersuchung der Sache weiter nachgehen, um absolute Gewissheit zu haben.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/europa\/cia-london-gibt-einflussnahme-auf-folterbericht-zu-13318259.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a><\/li>\n<li><strong>Folterreport: CIA-Chef spricht von Einzelf&auml;llen &ndash; Feinstein kontert<\/strong><br>\nDer Senatsreport &uuml;ber US-Folterprogramme hat CIA-Direktor Brennan bewegt. In einer seiner selten einberufenen Pressekonferenzen vermied er das Wort Folter und sprach er von Einzelf&auml;llen. Senatorin Feinstein kontert auf Twitter.<br>\nAngesichts j&uuml;ngster Foltervorw&uuml;rfe hat CIA-Direktor John Brennan Fehlverhalten bei &ldquo;harschen Verh&ouml;ren&rdquo; von Terrorverd&auml;chtigen eingestanden. &ldquo;Keiner dieser Fehltritte sollte entschuldigt, heruntergespielt oder bestritten werden&rdquo;, sagte Brennan am Donnerstag im Hauptquartier des US-Geheimdienstes bei Washington. &ldquo;In einigen F&auml;llen haben wir es schlicht vers&auml;umt, die Standards einzuhalten, die wir uns gesetzt haben und die die Amerikaner von uns erwarten.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Folterreport-CIA-Chef-spricht-von-Einzelfaellen-Feinstein-kontert-2488849.html?wt_mc=nl.ho.2014-12-13\">heise online<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Die CIA hat unter Clinton viel Schlimmeres getan&rdquo;<\/strong><br>\nSchlafentzug, Waterboarding, K&auml;lte: Ex-CIA-Mann Michael Scheuer findet die Foltervorw&uuml;rfe gegen den Geheimdienst absurd &ndash; und bereut nichts. In den Berichten werde vieles &ldquo;v&ouml;llig falsch dargestellt&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article135333468\/Die-CIA-hat-unter-Clinton-viel-Schlimmeres-getan.html\">Die Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Fefes Blog<\/strong><br>\nSun Dec 14 2014\n<ul>\n<li>In der Bundespressekonferenz wurden die richtigen Fragen gestellt:<\/li>\n<li>FRAGE: Herr Seibert, Sie haben gerade gesagt, dass Sie es der US-Regierung &uuml;berlassen, was die Konsequenzen sind. Die Anti-Folter-Konvention, die Deutschland und Amerika unterschrieben haben, besagt, dass die Staaten verpflichtet sind, diese Menschen, die Folter begangen haben, anzuklagen und zur Verantwortung zu ziehen. Das widerspricht der Aussage von Ihnen, dass Sie das der US-Regierung &uuml;berlassen wollen. Deutschland ist dazu verpflichtet, diese Menschen selbst anzuklagen, wenn die US-Regierung sie nicht anklagt. Wird die Bundesregierung dies tun?<\/li>\n<li>Die Antwort l&auml;sst tief blicken:<\/li>\n<li>STS SEIBERT: Ob es eine strafrechtliche Relevanz gibt, die hier f&uuml;r die deutschen Strafverfolgungsbeh&ouml;rden wichtig ist und wo deutsche Strafverfolgungsbeh&ouml;rden Ma&szlig;nahmen einleiten, m&uuml;ssen dann eben die deutschen Beh&ouml;rden selber entscheiden.<\/li>\n<li>Es ist nicht Sache der Bundesregierung, dar&uuml;ber zu befinden das k&ouml;nnen aber besser die Sprecher sagen, vor allem die Sprecherin des Bundesjustizministeriums, ob deutsche Strafverfolgungsbeh&ouml;rden einen Grund sehen, aktiv zu werden.<\/li>\n<li>Das ist ein Widerspruch zur Aussage des Uno-Menschenrechtsberichterstatters. Der sagte explizit, das unterliege nicht der Willk&uuml;r irgendwelcher Regierungen oder gar Beh&ouml;rden, ob Anklage gegen Folterknechte erhoben wird, sondern dazu sind die USA &mdash; und wir!! &mdash; verpflichtet. Mit dieser Antwort bricht die Bundesregierung also internationales Recht.<\/li>\n<li>Ich muss aber sagen, f&uuml;r dieses peinliche Rumgeeier, was die da in der Bundespressekonferenz bei ihren Antwort-Vermeidungs-Versuchen abziehen, m&uuml;sste mal langsam Vergn&uuml;gungssteuer f&auml;llig werden. Au weia. Was f&uuml;r eine Farce. Wieso machen die das eigentlich &uuml;berhaupt, wenn sie auf keine der Fragen zu antworten gewillt sind?<\/li>\n<li>Die Frage kam &uuml;brigens mal wieder von Tilo Jung. Hier ist das Transkript. Der hat sie auch ins Gesicht gefragt, ob sie nicht mal die Zusammenarbeit mit Folter-Geheimdiensten einstellen wollen. Antwort: Nein. Die anderen &ldquo;Journalisten&rdquo; scheinen am Steuer eingeschlafen zu sein.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/blog.fefe.de\/?ts=aa734cff\">Fefes Blog<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ukraine\/Russland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Scharfsch&uuml;tzenmorde in Kiew<\/strong><br>\nDie Spur f&uuml;hrt zum Rechten Sektor<br>\nDer kanadisch-ukrainische Politikwissenschaftler Ivan Katchanovski von der Universit&auml;t Ottawa hat das Kiewer Blutbad des 20. Februar in Eigenregie untersucht. Akribisch wertete er monatelang Zeugenaussagen, Filmmaterial und Funk&uuml;bertragungen aus, um den Massenmord im Zentrum der ukrainischen Hauptstadt zu rekonstruieren. Katchanovski belegt, dass auch Oppositionskr&auml;fte Scharfsch&uuml;tzen einsetzten. Dabei nahmen die Maidan-Sch&uuml;tzen nicht nur Polizisten sondern auch die eigenen Leute und Journalisten unter Feuer. Die Spur f&uuml;hrt zum Rechten Sektor. [&hellip;]<br>\nDiese Episode des blutigen Eskalationsh&ouml;hepunkts ist Teil der umfassenden Auswertung &ouml;ffentlich zug&auml;nglicher Belege durch den Politikwissenschaftler Ivan Katchanovski von der Universit&auml;t Ottawa. Er analysierte damalige Live-&Uuml;bertragungen ukrainischer TV-Sender, aufgefangene Funkgespr&auml;che der Sicherheitskr&auml;fte, frei zug&auml;ngliche Videos von den Ereignissen und Augenzeugenberichte.[2] Gewaltt&auml;tige Konflikte in der Ukraine sind ein Forschungsgebiet des Universit&auml;tslehrers. Seine Ermittlungen begann er aber auch, weil zust&auml;ndige Institutionen sich schon vorher auf ein Ergebnis festgelegt hatten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/43\/43590\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> Vermutlich wird in den sog. &bdquo;Qualit&auml;tsjournalisten&ldquo; dar&uuml;ber kaum berichtet.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wirtschaftskrise in der Ukraine: Jazenjuks Milliarden-Abrechnung<\/strong><br>\nMit einer emotionalen Rede hat der ukrainische Premier Jazenjuk die B&uuml;rger auf harte Reformen eingestimmt. Das Bankensystem ist angeschlagen, die IWF-Kredite reichen nicht. Jetzt sollen erneut Europa und Amerika mit Milliarden helfen.<br>\nIn 23 Monaten m&uuml;sse er schaffen, &ldquo;was in den vergangenen 23 Jahren nicht getan wurde&rdquo;, klagt Arsenij Jazenjuk, Premierminister der Ukraine. Mit einer f&uuml;r ihn ungew&ouml;hnlich emotionalen Rede und unangenehmen Ank&uuml;ndigungen bereitete er die Ukrainer auf schmerzhafte Reformen vor.<br>\nEr werde das Rentenalter auf 65 Jahre heraufsetzen, den bislang stark subventionierten Gaspreis stark erh&ouml;hen. Das Finanzministerium erw&auml;gt Budgetk&uuml;rzungen von bis zu 25 Prozent.<br>\nSeit dem Sieg der Maidan-Revolution ist Jazenjuk Premierminister, und weil der 40-J&auml;hrige im Gegensatz zu seinen Vorg&auml;ngern etwas von Wirtschaft versteht, gilt er vielen als Technokrat. Er ist aber auch ein Vollblutpolitiker, hat Machtk&auml;mpfe gegen Julija Tymoschenko gewonnen und den Ehrgeiz, eines Tages zum Pr&auml;sidenten der Ukraine zu werden.<br>\nAnders gesagt: Jazenjuk hat noch viel vor. Umso ungew&ouml;hnlicher war deshalb sein Auftritt am Donnerstag. Er erkl&auml;rte seine eigene Regierung praktisch f&uuml;r bankrott und bat den Westen um ein neues Hilfspaket in Milliardenh&ouml;he.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/ukraine-warum-das-krisenland-noch-mehr-geld-braucht-a-1008067.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Diese Zahlen bekommen richtigen Biss, wenn man sie mit der Meldung in den Kontext setzt, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24271#h05\">dass die Ukraine gleichzeitig ihre Milit&auml;rausgaben mehr als verdoppeln will<\/a>. Die Gelder von EU und IWF gehen also direkt oder indirekt vor allem R&uuml;stungsausgaben und die Kosten des B&uuml;rgerkriegs im Osten des Landes.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Altpolitiker sagen: &ldquo;Verfahrener Zustand&rdquo;<\/strong><br>\nDiese Situation ist neu: Die drei letzten Bundeskanzler Schmidt, Kohl und Schr&ouml;der sind mit dem Ex-Bundespr&auml;sidenten Roman Herzog einig: Die jetzige deutsche Au&szlig;enpolitik ist &ldquo;verfahren&rdquo; und gibt Anlass zu gro&szlig;er Sorge.<br>\nAudio: WDR 5 Tagesgespr&auml;ch: Das Tagesgespr&auml;ch zum Nachh&ouml;ren und Download (09.12.2014)<br>\nGast: G&uuml;nter Verheugen, ehemaliger EU-Kommissar, Moderation: Elif Senel &copy; WDR 2014<br>\nEinig sind sich Altpolitiker wie Gerhard Schr&ouml;der, Hans-Jochen Vogel oder Roman Herzog, die ihren Appell zusammen mit K&uuml;nstlern unterschrieben haben, dass Sanktionen gegen Russland nicht weiterhelfen. Im Gegenteil: Sowohl die EU wie Deutschland wie auch die USA h&auml;tten Putin mit ihrer harten Haltung, den gesperrten Konten und den wirtschaftlichen Ma&szlig;nahmen immer weiter in die Enge getrieben, so dass damit ein &ldquo;verfahrener Zustand&rdquo; erreicht sei.<br>\nUnd die Unterzeichner des Appells bekommen Zustimmung von Helmut Kohl und Helmut Schmidt. Kohl hat sich in einem Buch so ge&auml;u&szlig;ert, und in der vergangenen Woche schrieb ihm Helmut Schmidt in der &ldquo;Zeit&rdquo;, dass er Kohls Meinung teile.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/sendungen\/tagesgespraech\/neunterdezember106.html\">WDR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> Die &Auml;u&szlig;erungen von Herrn Verheugen, der ehemalige EU-Kommissar f&uuml;r die Osterweiterung, sind sehr interessant. Das Nachh&ouml;ren lohnt sich.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Pentagon droht mit der Stationierung von mehr Atomwaffen in Europa<\/strong><br>\nDie USA werfen Russland eine Verletzung des INF-Abkommens vor, der Kongress spitzt den Konflikt mit Russland durch ein neues Gesetz weiter zu<br>\nDie USA erh&ouml;hen den Druck auf Russland. Gerade erst hat das Repr&auml;sentantenhaus mit nur 10 Gegenstimmen eine scharfe Resolution abgesegnet, die Russland die Invasion in die Ukraine, &ldquo;nackte Aggression&rdquo; und die R&uuml;ckkehr zur Einsch&uuml;chterungspolitik des Kalten Kriegs, die ganz offensichtlich zumindest auch das Wei&szlig;e Haus gut beherrscht. Gefordert wurde, die Ukraine milit&auml;risch zu unterst&uuml;tzen, man droht die Beistandspflicht f&uuml;r die baltischen L&auml;nder an, verlangt eine Pr&uuml;fung, ob die Nato f&uuml;r den Fall der Selbstverteidigung gewappnet sei, stellt sich demonstrativ auch hinter Georgien und Moldawien, die die USA schon lange ebenso wie die Ukraine in die Nato aufnehmen wollten, um die eigene Einflusszone zu vergr&ouml;&szlig;ern und das &ldquo;Containment&rdquo; von Russland zu st&auml;rken. Hingewiesen wurde in der Resolution auch darauf, dass Russland angeblich den INF-Vertrag (Intermediate Range Nuclear Forces) durch das Testen von Mittelstreckenraketen verletzt habe.<br>\nDen Punkt will man nun offensichtlich weiter zuspitzen, wobei sich der Verdacht einschleicht, dass es weniger um Abr&uuml;stung oder R&uuml;stungsbegrenzung geht, sondern um die R&uuml;ckkehr in den Kalten Krieg und zu den Atomwaffen. Das zumindest deutete Brian P. McKeon an, im Pentagon als &ldquo;principal deputy undersecretary of defense for policy&rdquo; zust&auml;ndig f&uuml;r Verteidigungspolitik, zuvor war er im Wei&szlig;en Haus Berater des Pr&auml;sidenten f&uuml;r Verteidigungspolitik. McKeon hat bei einer gemeinsamen Anh&ouml;rung vor dem Unterausschuss f&uuml;r strategische Streitkr&auml;fte und dem Unterausschuss des Au&szlig;enministeriums f&uuml;r Terrorismus &uuml;ber den &ldquo;russischen Schwindel bei der R&uuml;stungskontrolle und der Reaktion der Regierung am vergangenen Mittwoch gesprochen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/43\/43614\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> Diese Entwicklung offenbart, dass es nicht in erster Linie um die Ukraine geht. Vielmehr scheint die Ukraine-Krise ein willkommener Anlass f&uuml;r das neue Abstecken von Einflusssph&auml;ren zu sein. Es droht ein neues atomares Aufr&uuml;sten in Europa durch die USA.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Friedenswinter<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>In Sachen &raquo;Friedenswinter&laquo;<\/strong><br>\nSoll man sich an den umstrittenen Aktionen beteiligen? Ein Pro von Tobias Riegel und ein Contra von Thomas Bluhm<br>\nProtest gegen Krieg und Militarisierung ist wichtig &ndash; aber auch im B&uuml;ndnis mit jedem? Was soll man also vom &raquo;Friedenswinter&laquo; halten, der seit Wochen f&uuml;r heftige Debatten sorgt? Ein Pro und ein Contra.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/955375.in-sachen-friedenswinter.html\">neues deutschland<\/a><\/li>\n<li><strong>&raquo;Ich w&uuml;rde nicht von Spaltung sprechen&laquo;<\/strong><br>\nInnerhalb der Friedensbewegung wird kontrovers &uuml;ber eine Zusammenarbeit mit den sogenannten Montagsmahnwachen diskutiert. Ein Gespr&auml;ch mit Monty Sch&auml;del.<br>\nMonty Sch&auml;del ist Politischer Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Deutschen Friedensgesellschaft &ndash; Vereinigte Kriegsdienstgegner (DFG-VK)<br>\nAus Kritik an den &raquo;Montagsmahnwachen f&uuml;r den Frieden&laquo; haben etliche Gruppen den Aufruf zum &raquo;Friedenswinter 2014\/15&laquo; nicht unterzeichnet. Auch Sie haben vor einer Zusammenarbeit mit diesen Strukturen gewarnt. Warum unterst&uuml;tzen sie den Aufruf dennoch?<br>\nIch warne noch immer vor denjenigen, die mit rassistischen und ausl&auml;nderfeindlichen Parolen zu den sogenannten Montagsmahnwachen gehen. Da hat es von mir keine Positions&auml;nderung gegeben. Allerdings habe ich in den vergangenen Monaten innerhalb der Montagsmahnwachen Auseinandersetzungen und Diskussionen wahrgenommen. Diese Strukturen haben sich meiner Meinung nach von Rassismus, Faschismus und anderen menschenfeindlichen Ideologien abgegrenzt. Dementsprechend muss es nun eine m&ouml;glichst breite Mobilisierung f&uuml;r den Frieden geben. Die Kriegsgefahr ist gro&szlig;, die Beteiligung der Bundeswehr steht im Raum, Rassismus ist auf der Stra&szlig;e pr&auml;sent. Dagegen m&uuml;ssen wir deutlich machen: Wir wollen eine andere Gesellschaft.<br>\nDie Beteiligung der Mahnwachen spaltet aber nichtsdestotrotz die Friedensbewegung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/schwerpunkt\/%C2%BBich-w%C3%BCrde-nicht-von-spaltung-sprechen%C2%AB\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Verschw&ouml;rungstheoretiker, Linke und Neonazis gegen Gauck<\/strong><br>\n2000 Verschw&ouml;rungstheoretiker, Rechte, Linke und offenkundige Wirrk&ouml;pfe trafen sich am Samstag in Berlin zur Demonstration der Aktion &ldquo;Friedenswinter&rdquo;. Auch Ulla Jelpke und Diether Dehm, Bundestagsabgeordnete der Linken, waren dabei.<br>\n&bdquo;Die Konstruktion von Feindbildern widerspricht der Aufkl&auml;rung&ldquo;, ruft eine Frau Mitte F&uuml;nfzig in die Menge. Die Rednerin steht auf einer B&uuml;hne auf dem Washingtonplatz am Berliner Hauptbahnhof. Rund 2000 Menschen sind an diesem Samstag gekommen, um f&uuml;r den Frieden zu demonstrieren. Feindbilder haben viele hier allerdings genug anzubieten.<br>\nAllen voran trifft es Bundespr&auml;sident Joachim Gauck. &bdquo;Stahlhelm ab, Herr Gauck!&ldquo;, und &bdquo;Du sollst nicht t&ouml;ten, Herr Pfarrer&ldquo;, ist auf Transparenten zu lesen. So ist auch das Schloss Bellevue, der Sitz des Bundespr&auml;sidenten, das Ziel der Demonstration, die unter dem Namen &bdquo;Friedenswinter&ldquo; l&auml;uft.<br>\nSie soll den Auftakt zu einer Reihe von Aktionen und Demonstrationen bilden, die bis zum Fr&uuml;hjahr 2015 reichen.<br>\nOrganisiert wird die Demonstration von Aktivisten aus dem Umfeld der sogenannten Friedensmahnwachen, einer Ansammlung von Putin-Verstehern, Verschw&ouml;rungstheoretikern, Teilen der antiwestlich ausgerichteten, traditionellen Friedensbewegung und ein paar Neonazis. Es ist wahrlich eine bunte Mischung, zu der sich auch der ber&uuml;hmte Kirchenkritiker Eugen Drewermann gesellte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/demo-friedenswinter-in-berlin-verschwoerungstheoretiker-linke-und-neonazis-gegen-gauck\/11116944.html\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Der Ton, den unter anderen die Schwesterbl&auml;tter Tagesspiegel und ZEIT anschlagen, erinnert doch frappierend an die Kommentierung der 68er-Demonstrationen durch die Springer-Bl&auml;tter. <\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24224\">Jens Berger &ndash; Die FAZ und der &ldquo;Verschw&ouml;rungsjournalismus&rdquo;<\/a><\/em><\/p>\n<p><em>Sachlicher, aber dennoch kritisch berichtet die S&uuml;ddeutsche Zeitung: <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Alte Schablonen f&uuml;r einen neuen Konflikt<\/strong><br>\nEtwa 4000 Demonstranten haben im Rahmen des &ldquo;Friedenswinters 2014\/2015&rdquo; in Berlin vor dem Bundespr&auml;sidialamt gegen die Nato und Bundespr&auml;sident Gauck protestiert.<br>\nDie Redner rufen zu einer Ann&auml;herung an Russland auf und werfen der Nato Aggression vor.<br>\nDie Kundgebung offenbart die inhaltliche &Uuml;berforderung der Friedensbewegung im Ukraine-Konflikt. Doch die Angst vor einem Krieg zu ignorieren, w&auml;re trotzdem falsch. [&hellip;]<br>\nTrotzdem w&auml;re es falsch, die Angst vor einem Krieg, die in Berlin immerhin 4000 Leute auf die Stra&szlig;e getrieben hat, einfach abzutun. Die Verunsicherung reicht weit in die Gesellschaft hinein. Genau vor einer Woche forderten zahlreiche prominente Ex-Politiker, K&uuml;nstler und Journalisten eine Wende in der Russland-Politik und einen Dialog mit Russland. Ihr Aufruf stie&szlig; auf harsche Kritik aktiver Politiker und einer Reihe von Osteuropa-Experten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/friedenswinter-demo-in-berlin-alte-schablonen-fuer-einen-neuen-konflikt-1.2266092\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Rede von Eugen Drewermann vom 13.12.2014 in Berlin als Niederschrift<\/strong><br>\nMeine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde des Friedens,<br>\nwir stehen hier in den Vorweihnachtstagen um auszusprechen, was wohl jeder f&uuml;hlt: Wir wollen Frieden, und keinen Krieg!<br>\nAls Theologe m&ouml;chte ich Herrn Gauck daran erinnern, dass er seinen Gemeinden, als er noch im Dienst war, wohl nicht erl&auml;utert hat wie die Engel &uuml;ber den Fluren von Bethlehem zur Friedenspolitik des Kaisers Augustus in Rom aufriefen. Genau das Gegenteil der Pax Romana war gemeint: Wer dich auf die eine Wange schl&auml;gt, dem halte noch die andere hin. Das ist das Gegenteil von Aufr&uuml;stung. Gl&uuml;cklich, hei&szlig;t es in der Bergpredigt, wage ich die Menschen zu nennen, die in dieser Welt den Mut haben, wehrlos zu bleiben. Davon ausgehend erscheint es wie eine Perversion der christlichen Werte, die Sie vorgeben zu verteidigen, wenn Sie uns erl&auml;utern es sei Verantwortung, kriegsbereit in aller Welt zu werden. Wir sind das nicht, wir sind dagegen!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/141215_rede_eugen_drewermanns_in_berlin_13122014.pdf\">Eugen Drewermann [PDF &ndash; 82 KB]<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Militarisierung durch Think Tanks &ndash; Bertelsmann und die EU-Osterweiterung<\/strong><br>\nProfessor Bauer, in Ihrer j&uuml;ngsten Publikation &ldquo;Wir sind wieder mitten im Krieg: Militarisierung im Digitalen Zeitalter&rdquo; befassen Sie sich schwerpunktm&auml;&szlig;ig mit dem Zusammenhang von Militarisierung und der Rolle von Think Tanks. Warum?<br>\nRudolph Bauer: Weil dieser Zusammenhang in der Debatte bislang kaum wahrgenommen wird. Die Think Tanks haben in der Regel die Rechtsform der Stiftung. Beispiele: Bertelsmann-Stiftung, Stiftung Wissenschaft und Politik, German Marshall Fund of the United States. Mit dem Etikett &ldquo;Stiftung&rdquo; verbindet man gemeinhin etwas Gutes, etwas Philanthropisches, Gemeinn&uuml;tziges&hellip;.<br>\nWeniger bekannt ist bisher, dass Bertelsmann sich schon seit langer Zeit auch mit strategischen, d.h. militaristischen Zielsetzungen befasst. Was die EU- und Nato-Osterweiterung anbelangt, bildet Bertelsmann eine der Speerspitzen, einmal hinsichtlich der Ausweitung seines Medienimperiums nach Osten hin. Flankierend dazu bet&auml;tigt sich Bertelsmann aber auch bei der Propagierung der politisch-milit&auml;rischen Absicherung der wirtschaftlichen Ost-Expansion. Besonders aktiv ist hier die &ldquo;Bertelsmann Forschungsgruppe Politik&rdquo; des von der Stiftung finanzierten und gesteuerten Centrums f&uuml;r Angewandte Politikforschung (CAP)&hellip;<br>\nMan kann sich von der militaristischen Sto&szlig;richtung &uuml;berzeugen, wenn man sorgf&auml;ltig die Ver&ouml;ffentlichungen der Stiftung liest. Zum Beispiel das Leitlinien-Papier mit dem Titel &ldquo;Why the World needs a Strong Europe and Europe needs to be Strong&rdquo;. Eine Fortschreibung erfuhren diese Leitlinien j&uuml;ngst in dem Papier &ldquo;Neue Macht &ndash; Neue Verantwortung&rdquo;, aus dem auch die militaristischen Textbausteine der Reden von Bundespr&auml;sident Gauck entnommen sind.<br>\nIn all den genannten und weiteren Papieren, die sich einen sicherheits- und au&szlig;enpolitischen Anstrich geben, werden Konzepte der Militarisierung propagiert und f&uuml;r die Einspeisung in den politischen Diskurs aufbereitet. D. h., nach Ma&szlig;gabe dieser strategischen Konzepte werden sowohl die politischen Entscheidungstr&auml;ger gebrieft als auch Meinungsf&uuml;hrer in den Medien. Nicht zuletzt wird somit die Bev&ouml;lkerung auf vielf&auml;ltigen Kan&auml;len politisch und medial beeinflusst und gesteuert&hellip;<br>\nDie Bertelsmann-Stiftung ist ein erschreckend wichtiger Akteur bei der Implantierung der USA-gesteuerten Nato-Milit&auml;rpolitik in der Bundesrepublik und Europa.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/43\/43596\/1.html%20\">Thomas Barth in Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Schafft mehr Untergrund-W&auml;hrungen!<\/strong><br>\nPfand ist Umverteilung auf bescheidenem Niveau. Deshalb brauchen wir mehr davon: Pfand auf Gl&uuml;hbirnen, Weihnachtsb&auml;ume, Couchgarnituren.<br>\nNeulich in der U-Bahn: Einer bettelt, &bdquo;kannst du mir &rsquo;nen Euro geben?&ldquo; &bdquo;Nein, aber meine Flasche kannste haben.&ldquo; Er nimmt sie, kontrolliert, ob es Pfand darauf gibt, l&auml;uft weiter, fragt den N&auml;chsten. Als er auf den Bahnsteig zur&uuml;ckkommt, hat er drei Flaschen unterm Arm. Mit monet&auml;rem Gegenwert. Crowdfunding &ndash; nur so nicht benannt.<br>\nVor zehn Jahren wurde das Dosenpfand nach langem Hickhack endlich eingef&uuml;hrt. Seither wird es geschm&auml;ht. Was es bewirken sollte, einen gr&ouml;&szlig;eren Gebrauch von Mehrwegflaschen, h&auml;tte es nicht erreicht, argumentieren die Gegner, die vor allem aus der Verpackungswirtschaft und Aluminiumverarbeitung kommen.<br>\n&Uuml;berhaupt wurde jede Menge H&auml;me &uuml;ber Pfandvorgaben gesch&uuml;ttet. Dennoch hat sich das System reibungslos etabliert. Und neben der M&uuml;llvermeidung wurde es zur &bdquo;gr&ouml;&szlig;ten sozialen Errungenschaft&ldquo; der Nachkriegsgesellschaft, wie manche Pessimisten sagen. Zu einer Art Crowdfunding des Lebens.<br>\nDer Wert des Pfandsystems ist also an ganz anderer Stelle als dem R&uuml;cklauf der Flaschen zu suchen. Erstens gelingt mithilfe des Flaschenpfands eine monet&auml;re Umverteilung, wenngleich auf bescheidenem Niveau. Zweitens bilden Pfandflaschen eine Untergrundw&auml;hrung. Statt Geld bekommt der Bettler die Flasche.<br>\nDrittens hat es einen alten Beruf, den des Sammlers, reetabliert und transformiert hin zum neuen Sammler von Wohlstandsm&uuml;ll. Sammelte der Sammler fr&uuml;her Dinge, die in der Natur herumlagen, sammelt er nun Dinge, bei denen Natur (Rohstoffe) in Kulturg&uuml;ter (Flaschen) verwandelt wurde und die in der zivilisierten Gesellschaft herumliegen, als w&auml;ren sie Teil der Natur.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Pfandsammeln-und-Crowdfunding\/!151187\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung von Leser\/in G.B.:<\/strong> Ich glaubte zun&auml;chst an eine Satire aber die Autorin (welche ihr Einkommen offensichtlich nicht mit dem Sammeln von Pfandflaschen aufbessern muss) meint es offensichtlich ernst. In ihrem Elfenbeint&uuml;rmchen ist ihr nicht klar, dass das Sammeln von Pfandflaschen f&uuml;r die Betroffenen eben nicht irgendein lustiger Zeitvertreib ist, sondern diese mit jenem Geld die letzten Tage des Monats oder irgend eine Sanktion des Jobcenters ausgleichen m&uuml;ssen.<\/em><br>\n<em>Ich habe die Sorte Sammler von denen die Autorin sch&auml;rmt in Schwellen- und Entwicklungsl&auml;ndern zur Gen&uuml;ge gesehen und man fragt sich, warum diese Frau hier Zust&auml;nde wie in Hinterdugistan w&uuml;nscht. Der &ouml;kologische Gedanke ist reine Augenwischerei, denn wenn man irgendwo anfangen sollte, dann bei den Produzenten, indem man gesetzliche Garantiezeiten heraufsetzt und &ouml;kologische Standards bei der Produktion f&uuml;r Produkte die hier verkauft werden auferlegt und zwar nicht nur auf dem Papier. Nein, die Unternehmen werden bei dieser &ldquo;Idee&rdquo; gleich aussen vor gelassen.<\/em><br>\n<em>Erg&auml;nzende Anmerkung CR: Dieser Artikel ist an Zynismus kaum zu &uuml;berbieten. Die einst als Alternative zu g&auml;ngigen Tageszeitungen gegr&uuml;ndete &bdquo;taz&ldquo; vertritt z.B. hier neoliberale Thesen wie sie auch von der FDP nicht besser h&auml;tten formuliert werden k&ouml;nnen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Juncker gegen Tsipras<\/strong><br>\nWie die EU gegen den Chef der griechischen Linkspartei kungelte &ndash; und eine neue Griechenland-Krise ausl&ouml;ste<br>\nGriechenland ist wieder im Krisenmodus. Seit der Ank&uuml;ndigung vorgezogener Pr&auml;sidentschaftswahlen am Dienstag (Eurogruppe l&auml;sst griechische Regierung wackeln) sind die Aktienkurse an der B&ouml;rse Athen im freien Fall. Noch am selben Tag wurde der st&auml;rkste Tagesverlust seit 1987 gemeldet. Gleichzeitig gingen die Risikoaufschl&auml;ge f&uuml;r griechische Staatsanleihen rasant in die H&ouml;he. Die Ausschl&auml;ge im Laufe dieser Woche waren die gr&ouml;&szlig;ten seit dem H&ouml;hepunkt der Eurokrise 2012.<br>\nDie Anleger f&uuml;rchten sich vor einem Wahlsieg von Linken-F&uuml;hrer Alexis Tsipras, der in den Umfragen vorn liegt &ndash; so weit jedenfalls die offizielle Darstellung. Was die wenigstens wissen: Die Europ&auml;ische Union, die sich gerne als &ldquo;Retterin&rdquo; Griechenlands feiern l&auml;sst, ist an der neuen Krise mitschuldig. Mit einer ganzen Reihe von Fehlentscheidungen und einer geheimen Absprache hat die EU die j&uuml;ngsten Turbulenzen sogar erst ausgel&ouml;st.<br>\nMonatelang hatte Br&uuml;ssel die l&auml;stige Frage verdr&auml;ngt, wie es nach dem zweiten Hilfspaket weiter gehen sollte, das Ende dieses Jahres ausl&auml;uft. Rund um die Europawahl wurden sogar bereitwillig Erfolgsmeldungen verbreitet.<br>\nNiemand in Br&uuml;ssel widersprach dem konservativen Premier Antonis Samaras, als der lauthals verk&uuml;ndete, sein Land brauche keine Finanzhilfen mehr und k&ouml;nne sich fortan selbst wieder an den M&auml;rkten finanzieren. Auch Samaras&rsquo; frohe Botschaft, die umstrittene Troika aus EU-Kommission, IWF und EZB werde das Land nicht mehr maltr&auml;tieren, blieb unwidersprochen.<br>\nJean-Claude Juncker, damals noch Spitzenkandidat der Konservativen, versprach im Sommer sogar, die Troika gleich ganz abzuschaffen. Doch nun, da der vom LuxLeaks-Skandal gebeutelte Politiker die Br&uuml;sseler Beh&ouml;rde leitet, will er von all dem nichts mehr wissen. Die Troika macht weiter, als wenn nichts gewesen w&auml;re &ndash; nat&uuml;rlich mit Vertretern aus dem &ldquo;Team Juncker&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/43\/43613\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wirtschaftspolitische Alternativen f&uuml;r Europa<\/strong><br>\nDer soeben ver&ouml;ffentlichte unabh&auml;ngige Jahreswachstumsbericht 2015 (iAGS) liefert nun bereits zum dritten Mal eine Alternative zum Bericht der EU-Kommission. Thematisiert werden vor allem die anhaltenden &ouml;konomischen, sozialen und politischen Probleme, die mit der bisherigen &ndash; und leider nach wie vor aktuellen &ndash; wirtschaftspolitischen Ausrichtung einhergehen. Zu ihrer L&ouml;sung bedarf es mehr als ein Investitions-Placebo. Gefragt ist ein expansiver Impuls, der von tats&auml;chlichen &ouml;ffentlichen Investitionen ausgehen muss.<br>\nSechs Jahre nach dem Beginn der Gro&szlig;en Rezession ist die Wirtschaft der Eurozone immer noch stark angeschlagen und fragil. Die wirtschaftliche Divergenz zwischen den Mitgliedstaaten schreitet voran und gef&auml;hrdet das europ&auml;ische Projekt. Die Antworten der EU-Kommission, die in ihrem Jahreswachstumsbericht dargelegt werden, sind unzureichend bis kontraproduktiv. Letzteres gilt insbesondere f&uuml;r den anscheinend vorbereiteten Versuch, die Mitgliedstaaten zu &bdquo;Strukturreformen&ldquo; zu verpflichten, beispielsweise zum Abbau von Arbeitsmarktstandards oder K&uuml;rzungen im Pensions- und Gesundheitsbereich. Auch das Herzst&uuml;ck der EU-Priorit&auml;ten, der Juncker-Investitionsplan, ist nicht nur zu wenig, sondern in Teilen sogar kontraproduktiv, da er sich durch die Kombination von Deregulierung und ausschlie&szlig;licher Orientierung an den Interessen privater InvestorInnen als neoliberales trojanisches Pferd erweisen k&ouml;nnte.<br>\nAntworten auf Arbeitslosigkeit und Nachfrageschw&auml;che gefragt<br>\nIm unabh&auml;ngigen Jahreswachstumsbericht (independent Annual Growth Survey, iAGS), der von den drei Forschungsinstituten OFCE (Paris), IMK (D&uuml;sseldorf) und ECLM (Kopenhagen) &ndash; heuer erstmals in Zusammenarbeit mit der AK &ndash; verfasst wurde, wird davon ausgegangen, dass die Arbeitslosigkeit in der Eurozone auch noch 2016 &uuml;ber 10 % liegen wird, auch wenn die Besch&auml;ftigung leicht nach oben zeigt. Damit besteht die akute Gefahr, dass sich die Arbeitslosigkeit weiter verfestigt, sodass langfristig negativere Konsequenzen zu erwarten sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/jahreswachstumsbericht2015\/\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Billiges &Ouml;l: Konjunkturprogramm f&uuml;r die Welt?<\/strong><br>\n&bdquo;Konjunkturprogramm&ldquo; ist eigentlich ein ge&auml;chtetes Wort. Wenn es um den Staat geht und die Frage, ob der mit geliehenem Geld die Wirtschaft ankurbeln sollte, dann wissen unsere Leitmedien ganz genau, dass das immer nur ein Strohfeuer entz&uuml;ndet und am Ende rein gar nichts f&uuml;r das Wachstum bringt.<br>\nJetzt aber, wo es um die Auswirkungen des R&uuml;ckgangs der &Ouml;lpreise geht, entdecken auch solche Kommentatoren, die sonst vor Konjunkturprogrammen Angst wie der Teufel vor dem Weihwasser haben, pl&ouml;tzlich die Chancen, die sich daraus f&uuml;r die Weltwirtschaft ergeben k&ouml;nnten. In der S&uuml;ddeutschen Zeitung gab es gestern fast eine Seite von Nikolaus Piper dazu mit der &Uuml;berschrift &bdquo;Konjunkturprogramm f&uuml;r die Welt&ldquo; (ohne Fragezeichen!). Und in der FAZ schrieb der mediale Oberinquisitor der deutschen Ordnungspolitik Holger Steltzner: &bdquo;Der Verfall des &Ouml;lpreises wirkt auf die Weltwirtschaft wie ein gigantisches Konjunkturprogramm und f&uuml;hrt zu globaler Umverteilung.&ldquo; Da ist die ganze Ratlosigkeit der herrschenden Lehre wunderbar in einen einzigen Satz gepackt.<br>\nDenn leider haben die Herren Chef-Kommentatoren auch das wieder nicht verstanden. Ein Konjunkturprogramm ist der &Ouml;lpreisfall n&auml;mlich gerade nicht. Womit dann am Ende dieses Artikels beil&auml;ufig auch noch bewiesen w&auml;re, dass die gr&ouml;&szlig;ten Gegner von Konjunkturprogrammen gar nicht wissen, was sie da eigentlich kritisieren.<br>\nWenn der &Ouml;lpreis f&auml;llt, gibt es, genau wie bei einem Anstieg, immer zwei Seiten der Medaille. Sinkende &Ouml;lpreise bedeuten f&uuml;r die Produzenten von &Ouml;l sinkende Ertr&auml;ge aus dem &Ouml;lverkauf und in der Regel sinkende Einkommen. F&uuml;r die Konsumenten von &Ouml;l bedeutet es ein Zuwachs an Kaufkraft, weil sie mit dem bei ihnen vorhandenen Einkommen mehr von anderen G&uuml;tern kaufen k&ouml;nnen als zuvor. F&uuml;r die Konsumenten liegt also ein positiver sogenannter terms-of-trade-Effekt vor (das ist der Effekt, der auftritt, wenn sich die Preise der G&uuml;ter, die ich verkaufe, anders verhalten als die Preise der G&uuml;ter, die ich kaufe), f&uuml;r die &Ouml;lanbieter ein negativer. Am Einkommen der Welt insgesamt &auml;ndert sich als unmittelbare Folge des &Ouml;lpreisr&uuml;ckganges zun&auml;chst gar nichts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/billiges-oel-konjunkturprogramm-fuer-die-welt\/%20\">Flassbeck Economics<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Dubiose Deals: Ex-Berater soll Luxemburger Steueraff&auml;re losgetreten haben<\/strong><br>\nDisney, Skype oder Microsoft &ndash; sie alle haben &uuml;ber Luxemburger Steuerdeals Millionen gespart. Ans Licht brachte die Absprachen offenbar ein franz&ouml;sischer Ex-Unternehmensberater. Laut Anklage soll er Tausende Dokumente abgesch&ouml;pft haben.<br>\nMit hochlukrativen Steueranreizen hat Luxemburg &uuml;ber Jahre multinationale Konzerne ins Land gelockt, die Ersparnisse f&uuml;r die Firmen gingen in die Milliarden. Doch bisher war unklar, wie Informationen &uuml;ber die undurchsichtigen Absprachen &uuml;berhaupt an die &Ouml;ffentlichkeit geraten waren. Nun zeigt sich: Whistleblower in dem spektakul&auml;ren Fall war offenbar ein fr&uuml;herer Angestellter der Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers (PWC).<br>\nDer Mann soll Tausende brisante Dokumente &uuml;ber Steuerdeals zwischen dem Gro&szlig;herzogtum und internationalen Konzernen weitergereicht haben. Gegen den Ex-PWC-Mitarbeiter sei nach einem stundenlangen Verh&ouml;r Anklage erhoben worden, teilte die Luxemburger Staatsanwaltschaft am Freitag mit.<br>\nPWC Luxemburg hatte im Juni 2012 eine Anzeige gegen Unbekannt erstattet, nachdem erste Enth&uuml;llungen im franz&ouml;sischen TV-Sender France 2 gelaufen waren.<br>\nDie Tageszeitung &ldquo;Luxemburger Wort&rdquo; berichtete, bei dem Angeklagten handle es sich um einen Franzosen, seine Identit&auml;t wurde jedoch nicht bekannt gegeben. Dabei beruft sich das Blatt auf die Staatsanwaltschaft. Er sei zu dem Verh&ouml;r in Luxemburg erschienen und sei nach der Klageerhebung wieder auf freien Fu&szlig; gesetzt worden. Die Anklage lautet auf Diebstahl, Verletzung des Berufsgeheimnisses und betr&uuml;gerische Nutzung von Datenverarbeitungssystemen.<br>\nIn einer ersten Welle von Enth&uuml;llungen waren Steuerabsprachen (&ldquo;tax rulings&rdquo;) mit Konzernen wie Apple, Ikea und Pepsi bekannt geworden, in dieser Woche folgte eine zweite Welle von Ver&ouml;ffentlichungen &uuml;ber Absprachen etwa mit Microsoft, Disney und Skype.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/luxemburger-steuerdeals-ex-berater-soll-whistleblower-sein-a-1008255.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Dauerbrenner Kalte Progression<\/strong><br>\nSp&auml;testens seit dem CDU-Parteitag hat das Thema &bdquo;Kalte Progression&ldquo; mal wieder Hochkonjunktur in den deutschen Medien. Und deshalb taucht es auch bei uns auf flassbeck-economcis auf. Dabei sind wir uns mit unseren Lesern vermutlich einig, dass dieses Thema in Zeiten historisch niedriger Inflationsraten keinesfalls den Rang verdient hat, den es jetzt einnimmt. Aber die Politik treibt diese Sau unverdrossen durch&rsquo;s Dorf, und in den Medien stellt sich dem kaum jemand entgegen (es gibt ein erfreuliches Gegenbeispiel bei Spiegel online). Schlimmer noch, es finden sich in den Leitmedien Beispiele f&uuml;r irref&uuml;hrende bis falsche Informationen zu diesem Thema. So &bdquo;erkl&auml;rt&ldquo; Stephan Detjen im Deutschlandfunk, worum es bei der kalten Progression seiner Ansicht nach geht: &bdquo;Heute erkl&auml;rt der Inhaber eines Handwerksbetriebes seinem Meister, dass er ihm zwei Prozent aufs Gehalt aufschl&auml;gt. Morgen verk&uuml;ndet das Finanzamt, dass der flei&szlig;ige Mann dadurch in eine h&ouml;here Tarifstufe bei der Berechnung der Einkommensteuer f&auml;llt. Obwohl er nominal mehr verdient als zuvor, hat er am Ende doch weniger Geld in der Tasche.&ldquo;<br>\nNun ja, wenn es nicht einmal die Wirtschaftsredakteure beim Deutschlandfunk besser wissen bzw. weniger missverst&auml;ndlich darstellen, wie soll dann Otto Normalverbraucher ahnen, dass hier absolut drittrangige Dinge aufgebauscht werden? Ich kann mich nicht des Eindrucks erwehren, dass das Methode haben k&ouml;nnte, also m&ouml;glicherweise bewusst so ein Zirkus in einigen Medien veranstaltet wird und sich andere dem dann mehr oder weniger un&uuml;berlegt anschlie&szlig;en. Denn wor&uuml;ber lang und breit berichtet wird, das nimmt anderen, brisanteren Meldungen und Diskussionen Zeit und Raum. (&hellip;)<br>\nAber es ist wohl m&uuml;&szlig;ig, wirtschaftspolitische Kompetenz und Stringenz zu suchen, wo nicht einmal ein simpler mathematischer Zusammenhang erkl&auml;rt und verteidigt oder wenigstens verstanden wird. Etwa der &ndash; unser den Lesern bekanntes Ceterum Censeo &ndash;, dass die j&auml;hrlichen Ersparnisse der privaten deutschen Haushalte durch eine zus&auml;tzliche Verschuldung des Unternehmens- und\/oder des Staatssektors in mindestens gleicher H&ouml;he absorbiert werden m&uuml;ssen. Anderenfalls m&uuml;sste n&auml;mlich entweder die Verschuldung des Auslands bei uns weiter zunehmen (mit allen Entwertungsrisiken, die das f&uuml;r uns hat) oder es br&auml;che eine schwere Konjunkturkrise in Deutschland aus.<br>\nVon der &Uuml;berlegung, dass eine immer arbeitsteiliger wirtschaftende Gesellschaft m&ouml;glicherweise eines immer gr&ouml;&szlig;eren Schutzes des einzelnen, sich spezialisierenden B&uuml;rgers durch den Staat (das ist die Gemeinschaft aller B&uuml;rger!) bedarf und es insoweit sogar gute Argumente f&uuml;r eine wachsende Steuerlast der B&uuml;rger gibt, sind wir in der wirtschaftspolitischen Debatte in Deutschland wohl noch Lichtjahre entfernt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/dauerbrenner-kalte-progression\/\">flassbeck-economcis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ein Exportaufschwung sieht anders aus!<\/strong><br>\nDIHK attestiert den Ausfuhren &ldquo;saftlose Seitw&auml;rtsbewegung&rdquo;<br>\nTrotz der j&uuml;ngsten Rekordzahlen bei den deutschen Exporten bewertet Volker Treier, Au&szlig;enwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), die Entwicklungen im Au&szlig;enhandel skeptisch.<br>\nWie das Statistische Bundesamt heute mitteilte, lieferten deutsche Unternehmen im vergangenen Oktober Waren im Wert von 103,9 Milliarden Euro ins Ausland &ndash; mehr als je zuvor in einem Monat. Die bisherige Bestmarke von September 2014 wurde damit nochmals um 1,4 Milliarden Euro &uuml;bertroffen; gegen&uuml;ber dem Vorjahresmonat Oktober 2013 legten die deutschen Ausfuhren um 4,9 Prozent zu.<br>\nVolker Treier zeigte sich dennoch unzufrieden: &ldquo;Unter&rsquo;m Strich sehen wir in diesem Jahr eine saftlose Seitw&auml;rtsbewegung&rdquo;, sagte er der Nachrichtenagentur Reuters. Mit 3,6 Prozent seien die Exporte in den ersten zehn Monaten 2014 deutlich langsamer gestiegen als im Schnitt der Vorjahre. &ldquo;Ein Exportaufschwung sieht anders aus&rdquo;, so Treier. (&hellip;)<br>\nZudem stiegen die Ausfuhren im Oktober gegen&uuml;ber dem Vormonat nur absolut betrachtet; kalender- und saisonbereinigt schrumpften sie um 0,5 Prozent. Das ist zwar deutlich weniger als erwartet, doch ist der moderate R&uuml;ckgang auch dem stark gesunkenen &Ouml;lpreis und damit einem Sondereffekt zu verdanken.<br>\nGleichzeitig gingen die deutschen Importe im Vergleich zum September mit einem Minus von 3,1 Prozent massiv zur&uuml;ck &ndash; auch ein Zeichen heimischer Nachfrageschw&auml;che.<br>\n&ldquo;Dahinter steckt eine zu geringe Investitionsneigung in Deutschland&rdquo;, erkl&auml;rte Treier diese Entwicklung. Viele Unternehmen hielten sich derzeit zur&uuml;ck &ndash; wegen ungewisser Absatzchancen, aber auch aufgrund drohender Belastungen aus wirtschaftspolitischen Beschl&uuml;ssen wie der Einf&uuml;hrung des Mindestlohns oder der Rente mit 63.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dihk.de\/themenfelder\/international\/news?m=2014-12-09-treier-exporte\">DIHK<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> Mittlerweile scheint auch dieser Lobbyverband die &bdquo;heimische Nachfrageschw&auml;che&ldquo; nicht mehr leugnen zu k&ouml;nnen. Auf die schwache Binnenkonjunktur weisen die NachDenkSeiten seit vielen Jahren hin:<\/em><\/p>\n<ol class=\"abc\">\n<li><em>Manipulation des Monats durch den Bayerischen Rundfunk: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2188\">Die gesamtwirtschaftliche Nachfrage steige bei Reallohnverlusten<\/a><\/em><\/li>\n<li><em>&ldquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3028\">Staat muss die Nachfrage stimulieren<\/a>&rdquo;<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>DGB: Umgehungsversuche beim Mindestlohn &ldquo;Sauerei&rdquo;<\/strong><br>\nDer Mindestlohn kommt zum 1. Januar &ndash; wirklich f&uuml;r alle? Viele Arbeitnehmer sollen von Firmen-Strategien zur Vermeidung der neuen Lohnuntergrenze betroffen sein.<br>\nGut zwei Wochen vor dem Start des Mindestlohns wirft der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Arbeitgebern gezielte Versuche zur Umgehung der Lohnuntergrenze vor. Anw&auml;lte berieten Unternehmen dabei, sagte das DGB-Vorstandsmitglied Stefan K&ouml;rzell der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. &ldquo;Eine der gr&ouml;&szlig;ten L&uuml;cken betrifft die Jugendlichen.&rdquo; Die Arbeitgeber wiesen die Vorw&uuml;rfe zur&uuml;ck.<br>\nBeim DGB suchen laut K&ouml;rzell etwa Austr&auml;ger Rat. Sie seien vom Arbeitgeber gefragt worden, ob Minderj&auml;hrige in der Familie seien. &ldquo;Auf diese sollte dann der Auftrag umgeschrieben werden, so dass der Mindestlohn entf&auml;llt &ndash; auch wenn weiter die Erwachsenen die Zustellung machen w&uuml;rden&rdquo;, sagte K&ouml;rzell. &ldquo;Diesen Umgehungstatbestand halte ich f&uuml;r eine Sauerei.&rdquo;<br>\nAndere Unternehmen wollten Langzeitarbeitslose nur f&uuml;r sechs Monate einstellen. So lange wird kein Mindestlohn f&auml;llig. Die Strategie sei, die Betroffenen dann durch andere Arbeitslose zu ersetzen. &ldquo;Wir werden diejenigen, die bereit sind, gegen solche Praktiken zu klagen, vor den Gerichten vertreten&rdquo;, k&uuml;ndigte K&ouml;rzell an. Es k&ouml;nnten aber nur Gewerkschaftsmitglieder vertreten werden.<br>\n&ldquo;Wir werden auch daf&uuml;r sorgen, dass diese Arbeitgeber bei der zust&auml;ndigen Finanzkontrolle Schwarzarbeit an den Pranger gestellt werden, damit sie auf lange Sicht ihr Handwerk gelegt bekommen.&rdquo;<br>\nEin Sprecher des Bundesarbeitsministeriums warnte: &ldquo;Arbeitgeber m&uuml;ssen bei Nichteinhaltung der geltenden Regeln mit hohen Strafen rechnen.&rdquo; Entsprechend Angebote f&uuml;r Rechtsberatung seien auch unseri&ouml;s, &ldquo;wenn sie vorgaukeln, es g&auml;be legale Wege der Zahlung von weniger als 8,50 Euro pro Stunde.&rdquo; Der Mindestlohn gilt ab 1. Januar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/news\/2014-12\/14\/arbeitsmarkt-dgbumgehungsversuche-beim-mindestlohn-sauerei-14090405\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> Erst k&uuml;rzlich haben wir darauf hingewiesen, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24120#h13\">dass der Mindestlohn durch eine neue Verordnung l&ouml;chriger wird<\/a>.<\/em><br>\n<em>Und auch in dieser Stelle sei daran erinnert: Zentrales Thema der SPD bei der letzten Bundestagswahl und vor Eintritt in diese Koalition mit den Unionsparteien war der fl&auml;chendeckende, gesetzliche Mindestlohn. Mittlerweile ist er &ndash; mit Zustimmung der Spitze der Bundes-SPD &ndash; l&ouml;chrig wie mancher K&auml;se (Jusos). Es bedarf also nicht erst bestimmter &bdquo;Firmen-Strategien&ldquo;, damit nicht alle, denen er urspr&uuml;nglich zugedacht war, in den Genuss des Mindestlohns kommen.<\/em><br>\n<em>Lesen Sie bitte auch erneut: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21983#h15\">Stoppt Karlsruhe Ausnahmen vom Mindestlohn?<\/a><\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die Fertigmacher &ndash; der Kampf gegen Betriebsr&auml;te und Demokratie<\/strong><br>\nIn den USA existiert seit &uuml;ber 100 Jahren eine Dienstleistungsbranche mit der Bezeichnung &bdquo;union busting&ldquo;. Busting hei&szlig;t einfach nur: kaputtmachen. Damals war das bekannteste Branchenunternehmen die Detektei Pinkerton. Es gab Zeiten, da sind diese Dienstleister mit Totschl&auml;gern und Maschinenpistolen gegen Arbeiter angetreten, um Streiks brutal zu brechen. Heute treten sie nat&uuml;rlich nur noch in Nadelstreifen auf: Anw&auml;lte, Coachs, Testpsychologen, Absolventen der neuen &bdquo;wissenschaftlichen&ldquo; Disziplin &bdquo;Human Resources&ldquo;. Auch die alte Bezeichnung &bdquo;union busting&ldquo; wird inzwischen h&auml;ufig durch die salonf&auml;higere Variante &bdquo;union avoidance&ldquo; (Gewerkschafts-Vermeidung) ersetzt. Nat&uuml;rlich haben sich die amerikanischen Gewerkschaften mit dem Dachverband AFL\/CIO schon lange dieser Herausforderung gestellt. Dazu ist es immer wieder notwendig die Attacken der Demokratiefeinde zu erforschen, was gegenw&auml;rtig in Kooperation mit Initiativen wie &bdquo;Jobs with Justice&ldquo; stattfindet. Da nun viele wirtschaftspolitische Trends aus den USA auch in Europa Nachahmer finden, zeigte sich die Notwendigkeit, auch das deutsche &bdquo;Union Busting&ldquo;-Feld mal genauer unter die Lupe zu nehmen.[1]<br>\nWer sind die Fertigmacher?<br>\nDie &bdquo;Fertigmacher&ldquo; sind &bdquo;Hilfstruppen&ldquo;, ohne die im heutigen Kapitalismus kein gr&ouml;&szlig;eres Unternehmen mehr auszukommen meint. Man kann sie in drei verschiedene Gruppen aufteilen. Die erste Gruppe sind diejenigen, die direkt mit den Besch&auml;ftigten, Betriebsr&auml;ten und Gewerkschaftern zu tun haben: Arbeitsrechtsanw&auml;lte, Wirtschaftsdetektive, &Uuml;berwachungsspezialisten, auf Medienrecht spezialisierte Kanzleien, Unternehmensberater, &bdquo;christliche&ldquo; Gewerkschaften und &bdquo;gelbe&ldquo; Betriebsr&auml;te.<br>\nDie zweite Gruppe besteht aus dem gro&szlig;en Spektrum der Unternehmerlobby: Unternehmensstiftungen mit dem Schwerpunkt Arbeitsrecht, intransparent finanzierte Universit&auml;tsinstitute und Professoren f&uuml;r Arbeitsrecht. Aus diesen Institutionen kommt die Expertise, die wissenschaftliche Zuarbeit. Sie veranstalten Konferenzen, Workshops und bilden Arbeitsrichter und Arbeitsrechtsanw&auml;lte aus. Auch die gro&szlig;en, traditionellen Unternehmerverb&auml;nde wie BDI, BDA und Gesamtmetall z&auml;hlen zu dieser Gruppe. Sie machen politische Lobbyarbeit am Regierungssitz. Seit nicht allzu langer Zeit finden sich in diesem Feld aber auch neue Arbeitgeberverb&auml;nde, die sich zum Beispiel im Bereich der Postzustelldienste, der Leiharbeit und der Werkvertragsarbeit etabliert haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/30-2014\/++co++b8b24530-8202-11e4-b329-52540066f352\">Gegenblende<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>So wenig Azubis wie seit 25 Jahren nicht<\/strong><br>\nNoch nie seit dem Mauerfall wurden so wenig Ausbildungsvertr&auml;ge abgeschlossen. Der Nachwuchs neigt heute eher zum Studieren.<br>\nIn Deutschland wird so wenig ausgebildet wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Bis Ende September seien 522.200 Ausbildungsvertr&auml;ge abgeschlossen worden, teilte das Bundesbildungsministerium am Freitag in Berlin mit. Das seien 1,4 Prozent weniger als im vorigen Jahr.<br>\nF&uuml;r den weiteren R&uuml;ckgang der beruflichen Ausbildung machte Bildungsministerin Johanna Wanka (CDU) die r&uuml;ckl&auml;ufige Zahl der Schulabg&auml;nger und die h&ouml;here Studierneigung, aber auch eine sinkende Ausbildungsbereitschaft der Betriebe verantwortlich. Bereits 2013 hatte die Zahl der neuen Ausbildungsvertr&auml;ge den bisherigen Tiefpunkt von 550.000 Vertr&auml;gen im Jahr 2005 unterschritten. Vor sieben Jahren waren es rund 626.000 Ausbildungsvertr&auml;ge.<br>\nUnterst&uuml;tzung f&uuml;r Lehrlinge und Betriebe<br>\nDie Bekanntgabe der Bilanz fiel zusammen mit der Gr&uuml;ndung einer neuen Allianz f&uuml;r Aus- und Weiterbildung von Bundesregierung, Wirtschaft und Gewerkschaften. Aus Mitteln der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit und der Jobcenter sollen im Lehrjahr 2015\/2016 bis zu 10.000 Pl&auml;tze f&uuml;r eine unterst&uuml;tzte Ausbildung gef&ouml;rdert werden. Lehrlinge und Betriebe erhalten dabei Unterst&uuml;tzung von Trainern. Sie vermitteln beispielsweise bei Konflikten oder organisieren Nachhilfe.<br>\nDie Wirtschaft sagte zu, dass sie im kommenden Jahr &bdquo;20.000 zus&auml;tzliche betriebliche Ausbildungspl&auml;tze&ldquo; im Vergleich zu den 2014 bei der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) gemeldeten Pl&auml;tzen zur Verf&uuml;gung stellen wolle. Zum Stichtag Ende September dieses Jahres gab es 37.100 unbesetzte Ausbildungsstellen und 20.900 unversorgte Bewerber. Rein rechnerisch gab es damit das siebte Jahr in Folge mehr offene Stellen als unversorgte Bewerber.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/zahl-der-ausbildungsvertraege-in-deutschland-sinkt-auf-tiefststand-13317976.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> Das Thema &bdquo;Ausbildungspl&auml;tze&ldquo; haben die NachDenkSeiten seit vielen Jahren behandelt und oftmals darauf hingewiesen, dass es an Pl&auml;tze f&uuml;r die berufliche Ausbildung mangelt. Dazu einige Beispiele:<\/em><\/p>\n<ol class=\"abc\">\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=330\">Wie soll der Pakt f&uuml;r mehr Ausbildungspl&auml;tze funktionieren? Hei&szlig;e Luft<\/a>.<\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10614#h03\">&Uuml;ber 100.000 Ausbildungspl&auml;tze fehlen<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11639#h19\">Allein in diesem Jahr fehlen fast 50.000 Ausbildungspl&auml;tze<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14967\">L&uuml;gen mit Zahlen auf dem &bdquo;Lehrstellenmarkt&ldquo;<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21218#h12\">T&uuml;rkischer Name schm&auml;lert Chance auf Ausbildungsplatz<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23130#h07\">Ausbildungsreport: Betriebe m&uuml;ssen besser werden<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die Widerspr&uuml;che der EU<\/strong><br>\nNach der Einstellung des Pipeline-Projekts &ldquo;South Stream&rdquo; durch die russische Regierung verst&auml;rken Berlin und Br&uuml;ssel die Suche nach Erdgas-Alternativen. Gazprom-Chef Alexej Miller hat am Dienstag auf Anfrage der EU best&auml;tigt, dass sein Unternehmen South Stream definitiv nicht mehr weiterverfolgen, sondern stattdessen eine Pipeline in die T&uuml;rkei bauen wird. Die Rolle der Ukraine f&uuml;r die Gaslieferungen an die EU werde zudem &ldquo;auf Null&rdquo; sinken, k&uuml;ndigt Miller an. Die EU-Kommission sucht nun nach M&ouml;glichkeiten, den steigenden Bedarf der EU-L&auml;nder mit Lieferungen durch den &ldquo;S&uuml;dlichen Korridor&rdquo; zu decken; das ist die Route aus Aserbaidschan durch den S&uuml;dkaukasus und die T&uuml;rkei in die EU. Die in Aserbaidschan verf&uuml;gbaren Erdgasvorr&auml;te, f&uuml;r die Br&uuml;ssel eine Lieferzusage hat, sind dabei allenfalls ein Tropfen auf den hei&szlig;en Stein. Zus&auml;tzliche Lieferungen durch den &ldquo;S&uuml;dlichen Korridor&rdquo; aus dem Irak oder aus Iran werden durch die westliche Kriegs- und Sanktionspolitik erschwert. Schiefergas aus den USA wird ab 2016 in gro&szlig;en Mengen exportiert, allerdings weitestgehend nach Asien, wo ein h&ouml;herer Preis erzielt werden kann als in Europa. Deutsche Politiker und Experten pl&auml;dieren daf&uuml;r, Moskau doch noch zur Weiterf&uuml;hrung der Erdgas-Kooperation zu bewegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59018\">German-Foreign-Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Osnabr&uuml;cker Firma KiKxxl spendet 50000 Euro<\/strong><br>\nAtze Schr&ouml;der beim Betriebsfest auf der B&uuml;hne: Welche Osnabr&uuml;cker Firma kann das seinen Besch&auml;ftigten schon bieten? Antwort: KiKxxl, der Kommunikationsdienstleister. Und Komiker Schr&ouml;der durfte eine 50000 Euro-Spende f&uuml;r Ghana mitnehmen.<br>\nKiKxxl ist in diesem Jahr 15 Jahre alt geworden und feierte den Geburtstag mit einer gro&szlig;en Gala in der Halle Gartlage. H&ouml;hepunkt des Festes war zur &Uuml;berraschung der 1200 G&auml;ste ein Auftritt von Atze Schr&ouml;der &ndash; der am Ende aber auch selbst &uuml;berrascht wurde: Die KiKxxl-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Andreas Kremer und Erden Yildirim &uuml;berreichten dem Ruhrgebiets-Komiker einen Scheck &uuml;ber 50000 Euro f&uuml;r das Projekt &bdquo;Madamfo&ldquo; in Ghana, das Atze Schr&ouml;der unterst&uuml;tzt. Seinen 500000 Euro-Gewinn beim Promi &ndash;&bdquo;Wer wird Million&auml;r&ldquo; hatte Schr&ouml;der an das Projekt von Bettina Landgrafe weitergeleitet. Er war mehrmals selbst vor Ort. &bdquo;Madamfo&ldquo; ist das ghanaische Wort f&uuml;r Freund. KiKxxl ist nach eigenen Angaben seit einigen Jahren &bdquo;Freund Ghanas&ldquo;. Die KiKxxl GmbH hat elf Patenschaften, jede Abteilung setzt sich f&uuml;r ein Kind ein, das aus der Sklaverei befreit wurde, und unterst&uuml;tzt damit dessen Schulausbildung und sichert ihm kindgerechtes Leben. Ein fest definierter KiKxxl-Ansprechpartner pro Abteilung h&auml;lt Kontakt zum Patenkind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.noz.de\/lokales\/osnabrueck\/artikel\/530050\/osnabrucker-firma-kikxxl-spendet-50000-euro#gallery&amp;0&amp;0&amp;530050\">Neue Osnabr&uuml;cker Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> Herr Schr&ouml;der ist nicht zum ersten Mal in diesem Callcenter gewesen: <a href=\"http:\/\/www.noz.de\/lokales\/osnabrueck\/artikel\/437446\/atze-schroder-ubergibt-kikxxl-spende-an-madamfo-ghana\">Atze Schr&ouml;der &uuml;bergibt Kikxxl-Spende an &bdquo;Madamfo Ghana&ldquo;<\/a>.<\/em><br>\n<em>Dieses Callcenter hat auch nach 15-j&auml;hrigen Bestehen keinen Betriebsrat, obwohl es vermutlich oftmals entsprechende Versuche zu einer Gr&uuml;ndung gegeben hat. Dem Vernehmen nach ist das Gehalt dieser Branche nicht gerade &uuml;ppig. Stattdessen werden Firmenfeiern organisiert sowie Prominente eingeladen und Spendengelder &uuml;berreicht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>US-Kongress legitimiert nebenbei NSA-Spionage gegen US-B&uuml;rger<\/strong><br>\nUnbemerkt von vielen Volksvertretern hat der US-Gesetzgeber eine Klausel in der Etatgenehmigung der nationalen Geheimdienste abgesegnet, die das Aussp&auml;hen der eigenen B&uuml;rger ohne Richterbeschluss erlaubt.<br>\nDie NSA und andere US-Geheimdienste d&uuml;rfen US-B&uuml;rger k&uuml;nftig mit dem Segen des US-Kongresses ausforschen. Mit 325 zu 100 Stimmen hat das Repr&auml;sentantenhaus Mitte der Woche einen Gesetzentwurf zur Autorisierung der Budgets der Nachrichtendienste f&uuml;r 2015 verabschiedet. Was viele der Abgeordneten offenbar gar nicht mitbekamen: Der Senat hatte kurz davor ohne gro&szlig;es Aufsehen einstimmig einen Absatz eingef&uuml;gt, der das Aussp&auml;hen US-amerikanischer Grundrechtstr&auml;ger gestattet.<br>\nUmgang mit &ldquo;unbeabsichtigt aufgefangener Kommunikation&rdquo;<br>\nDabei handelt es sich um Paragraph 309 des &ldquo;Intelligence Authorization Act&rdquo;. Er legitimiert den &ldquo;Beifang&rdquo; aus der Auslandsaufkl&auml;rung, also das eigentlich &ldquo;unbeabsichtigte&rdquo; Aufschnappen von Inhalts- oder Metadaten eigener B&uuml;rger beim Erfassen von Kommunikationsstr&ouml;men etwa per Satellit, klassischer Telekommunikation oder Internet, die prim&auml;r auf &ldquo;Auslandsstrecken&rdquo; ausgerichtet sein sollen. (&hellip;)<br>\nAbschnitt 309 des neuen Gesetzentwurfs stellt nun Regeln f&uuml;r das Aufbewahren von &ldquo;beil&auml;ufig abgefangener Kommunikation&rdquo; auf. Er bezieht sich unter anderem sehr allgemein auf &ldquo;verdeckte&rdquo; private Mitteilungen und Beziehungen, die ohne Einwilligung der Betroffenen erhoben werden oder in einem &ldquo;elektronischen Speicher&rdquo; wie etwa Cloud-Servern liegen. Ausdr&uuml;cklich wird ausgef&uuml;hrt, dass es sich bei den &Uuml;berwachten auch um US-B&uuml;rger handeln darf.<br>\nF&uuml;r entsprechende Daten, die ohne Gerichtsbeschluss oder vergleichbare Anordnung erhoben wurden, stellt der Paragraph Verfahrensregeln auf. So sollen sie nicht mehr l&auml;nger als f&uuml;nf Jahre gespeichert werden d&uuml;rfen. Allerdings wird diese Bestimmung durch zahlreiche Ausnahmegenehmigung durchl&ouml;chert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/US-Kongress-legitimiert-nebenbei-NSA-Spionage-gegen-US-Buerger-2489234.html?wt_mc=nl.ho.2014-12-13\">heise online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Wenn Journalismus zur Kommunikationsberatung f&uuml;r Entscheider-Gruppen wird<\/strong><br>\nDie etablierten Medienunternehmen verlieren in signifikanten Teilen der &Ouml;ffentlichkeit das Vertrauen. Das kann niemand bestreiten, der nicht ernsthaft Verschw&ouml;rungstheorien zur Erkl&auml;rung heranziehen will. Wie man das Vertrauen in die eigene Arbeit endg&uuml;ltig ruinieren kann, dokumentierte gestern der Tagesspiegel. So wie dieser seine Tagungen organisiert, stellen sich manche Leute eine Bilderberg-Konferenz vor: Als Kommunikationsberatung f&uuml;r Entscheider-Gruppen.<br>\nZeitungen suchen ein neues Gesch&auml;ftsmodell. Das betrifft auch den Tagesspiegel aus Berlin. Deshalb haben die Berliner Kollegen etwas entdeckt, was in der Branche mittlerweile gro&szlig; in Mode ist. Man wechselt als Zeitung in das Fach des Event-Marketing. Beim Tagesspiegel hei&szlig;t das Agenda 2015. Das Politik-Briefing f&uuml;r Deutschland&hellip;.<br>\nDiese Agenda 2015 als Politik-Briefing ist ein medienpolitisches Desaster, das sich nur Leute ausdenken k&ouml;nnen, denen wie Turner der Journalismus schlicht gleichg&uuml;ltig ist. Er macht aus Vorurteilen gegen&uuml;ber dem sogenannten Mainstream begr&uuml;ndete Urteile. Oder glaubt irgendjemand noch an die journalistische Unabh&auml;ngigkeit des Tagesspiegel, wenn er sich ansonsten meistbietend an Lobbys verkauft? Man das eigene Kerngesch&auml;ft so definiert, wie es bei Frau Knoll der Fall ist? Als &ldquo;Kommunikationsberatung f&uuml;r politische Entscheider&ldquo;. Es mag sich brutal anh&ouml;ren: Dieses Journalismus-Verst&auml;ndnis des Tagesspiegel ist l&auml;ngst in Moskau angekommen. Aber sicher wird uns Turner bald die Differenz zwischen guter PR in der freien Welt und den b&ouml;sen Russen erl&auml;utern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/weblogs.evangelisch.de\/weblogs\/altpapier\/2014\/12\/12\/wenn-journalismus-zur-kommunikationsberatung-fuer-entscheider-gruppen%20\">weblogs evangelisch.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Nein!<\/strong><br>\nIst eine neue kleine Rubrik auf den Nachdenkseiten, nach dem Motto:\n<blockquote><p>\n<em>&bdquo;Geht einmal euren Phrasen nach, bis zu dem Punkt, wo sie verk&ouml;rpert werden.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Georg B&uuml;chner, 1835<\/p>\n<blockquote><p>\n<em>&bdquo;Blutvergie&szlig;en&ldquo;, &bdquo;Blutbad&ldquo; &ndash; beliebte Vokabeln von PolitikerInnen und KommentatorInnen. Wer vergie&szlig;t? Wer badet?<\/em><br>\n<em>Die Brutalit&auml;t von Krieg und Terror soll krass benannt werden, weit weg m&ouml;glichst vom normalen Alltagsgeschehen, irgendwie exotisch. Inzwischen routiniert oft zu lesen und zu h&ouml;ren als Superlative des Schreckens &ndash; cool und gebetsm&uuml;hlenartig, so jenseits schon von Empathie.<\/em><br>\n<em>Aber: Was geschieht real?  Menschen verbluten. Sie werden ermordet, per Waffen diverser Herkunft, und absichtsvoll.  Die lebendig warmen K&ouml;rper dieser Menschen &ndash; von einzigartig sinnvoller Anatomie &ndash; halten massiven Verwundungen nicht stand. Das Blut verl&auml;sst den menschlichen Leib, das Leben rinnt aus ihm heraus. Dabei kaum Ausdruck mehr f&uuml;r Schmerz. Dieser Mensch &ndash; jetzt nur noch eine einzige Wunde. Dabei das entsetzlich sinnlose Gef&uuml;hl von elementarer Einsamkeit.  Opfer sind Individuen, Individuen, die eigentlich gerne lebendig bleiben w&uuml;rden.&rdquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Marianne B&auml;umler 14.12.2014\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-24286","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24286","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=24286"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24286\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":24289,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24286\/revisions\/24289"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=24286"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=24286"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=24286"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}