{"id":24304,"date":"2014-12-16T09:09:12","date_gmt":"2014-12-16T08:09:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24304"},"modified":"2014-12-16T09:09:12","modified_gmt":"2014-12-16T08:09:12","slug":"hinweise-des-tages-2277","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24304","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24304#h01\">Ukraine\/Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24304#h02\">Hypo Real Estate  &ndash; Steuerzahlern drohen hohe Kosten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24304#h03\">Generalstreik in Belgien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24304#h04\">Griechen laufen Sturm gegen Sparkurs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24304#h05\">Thomas Piketty und die wachsende Ungleichheit im Kapitalismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24304#h06\">Erbschaftsteuer hat Luft nach oben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24304#h07\">Finanztransaktionssteuer: Taten statt markiger Spr&uuml;che<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24304#h08\">Armut in Gro&szlig;britannien Hunger in der Schokoladenkiste<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24304#h09\">Mindestlohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24304#h10\">Hartz IV &ndash; Wir tun, was wir k&ouml;nnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24304#h11\">Streik bei Amazon ausgeweitet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24304#h12\">Palm&ouml;l als Waldvernichter Nummer eins<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24304#h13\">Deutschland f&ouml;rdert Klimakiller mit 52 Milliarden Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24304#h14\">Mehdorn und der Hauptstadtflughafen &ndash; Lieber R&uuml;cktritt als Rausschmiss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24304#h15\">Niemand hat der CIA mehr geschadet als Dick Cheney<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24304#h16\">Wie aus dem Nichts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24304#h17\">Kraft kann sich Rot-Rot-Gr&uuml;n im Bund nicht vorstellen &ndash; zurzeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24304#h18\">Herausgebers J&uuml;rgen Kaube: &ldquo;Pessimismus ist Zeitverschwendung&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24304&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ukraine\/Russland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Matthias Platzeck &ndash; Der Putin-Versteher<\/strong><br>\nMatthias Platzeck versucht als Chef des Deutsch-Russischen Forums die angeschlagenen Beziehungen zwischen den beiden L&auml;ndern zu kitten.<br>\nBeginnen wir mit der Frage, die am Ende dieses langen Gespr&auml;chs naheliegt: Sind Sie eigentlich stur, Herr Platzeck? Matthias Platzeck lehnt sich ein wenig zur&uuml;ck in seinem Stuhl an dem kleinen Besprechungstisch und sagt erst einmal: &bdquo;N&ouml;.&ldquo; Ein kleines kokettes L&auml;cheln spielt um seinen Mund. Dann erz&auml;hlt er eine Geschichte &uuml;ber seine Gro&szlig;v&auml;ter. Der eine war Pfarrer in der DDR, der andere bekennender Sozialdemokrat. Im Jahr 1970 wurde er 75 und war immer noch als alter SPD-Mann in Th&uuml;ringen bekannt. &bdquo;W&auml;hrend wir an seinem Geburtstag zusammensa&szlig;en, klingelte es&ldquo;, erz&auml;hlt Platzeck. &bdquo;Die SED-Kreisleitung stand vor der T&uuml;r mit einem gro&szlig;en Pr&auml;sentkorb und warmen Worten &uuml;ber den verdienten Arbeiterfunktion&auml;r. Er hat sie fortgeschickt mit den Worten: Ulbrichts Leute kommen mir nicht &uuml;ber die Schwelle. Das fanden wir jungen Leute so etwas von beeindruckend!&ldquo; Seine Mutter habe dann Angst gehabt, dass daraus sonst was werden k&ouml;nnte. &bdquo;Aber wir waren auf unseren Gro&szlig;vater einfach stolz. Der war stur. So etwas pr&auml;gt. Und als Pfarrer in der DDR musste mein anderer Gro&szlig;vater auch ein bisschen stur sein.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/ukraine\/matthias-platzeck-der-putin-versteher,26429068,29331188.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Irrationalit&auml;t in der Ukraine-Krise gef&auml;hrdet unsere Demokratie<\/strong><br>\nLaut Julian Nida-R&uuml;melin lebt die Demokratie von der Vision, dass sich die &Ouml;ffentlichkeit ein verl&auml;ssliches politisches Urteil bilden kann. Wenn dies zutrifft, muss man sich Sorgen machen.<br>\nDenn die Meinungsbildung der &Ouml;ffentlichkeit scheint nach &auml;hnlichen Mustern wie beim Fernsehen zu verlaufen: ein spannender Plot und gute Schauspieler bef&ouml;rdern Emotionen und &Uuml;berzeugungen, Auslassungen oder logische Br&uuml;che im Drehbuch spielen dagegen eine untergeordnete Rolle. Nur: die Nachrichten sind auch zu so einer Art von Fernsehen geworden. Die Rede ist von der Ukraine. Es ist nicht eine Krise wie viele andere, ihr Kennzeichen ist eine beunruhigende Irrationalit&auml;t der Akteure. Wo Verstand und Logik ausgeschaltet ist, ist unsere Demokratie in Gefahr.<br>\nWie sich aus Informationen &Uuml;berzeugungen &uuml;ber die Realit&auml;t formen, ist ein komplexer, fast naturwissenschaftlicher Prozess. Wie bilden sich Meinungen aus? Offenbar sind die zur Verf&uuml;gung stehenden Quellen nicht perfekt. Russia Today und der Spiegel scheinen unterschiedliche Realit&auml;ten zu beschreiben &ndash; allerdings gab es das fr&uuml;her auch schon.<br>\nIch verfolge seit den 1980er Jahren politische Nachrichten. Auch damals war es m&ouml;glich, einer einseitigen Berichterstattung Informationen abzugewinnen. Wenn man die Nachricht vom Kommentar mental zu trennen verstand, beobachtete, was in einem Medium gesagt wurde und im anderen verschwiegen, erhielt man ein halbwegs zutreffendes Bild. Und zu dieser Zeit konnte man gut zwischen einer gelenkten und zensierten Presse im Ostblock und der vielstimmigen, freien westlichen Medienlandschaft unterscheiden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/42\/42531\/1.html\">heise online<\/a><\/li>\n<li><strong>Oligarchie und Staatszerfall<\/strong><br>\nWinter is coming &ndash; und in der Ukraine wird er ungeachtet aller konkreten Witterungsbedingungen sehr hart ausfallen. Zwar lie&szlig; der scheidende EU-Kommissionspr&auml;sident Barrosso Ende Oktober anl&auml;sslich der vorl&auml;ufigen Einigung zwischen der Ukraine und Russland &uuml;ber k&uuml;nftige Gaslieferungen verlauten, dass nun &bdquo;niemand in Europa mehr frieren&ldquo; m&uuml;sse, doch die Realit&auml;t zwischen Lviv und Lugansk wird sich kaum dieser Beschw&ouml;rungsformel f&uuml;gen.<br>\nDieser Winter d&uuml;rfte somit der ohnehin im freien Fall befindlichen ukrainischen Volkswirtschaft den Todessto&szlig; versetzen sowie den bereits eingeleiteten Desintegrationsprozess des ukrainischen Staates weiter bef&ouml;rdern. Der Anschein einer Stabilisierung des politischen Systems, der im Gefolge der Parlamentswahlen aufkam, d&uuml;rfte im Verlauf der kommenden Monate einer erneuten inneren wie &auml;u&szlig;eren Eskalation weichen. Die Oligarchen des Landes haben es noch einmal vermocht, mit Unterst&uuml;tzung des Westens ihre Parteien und Seilschaften in das ukrainische Parlament, die Werchowna Rada, zu hieven. Die in der Bev&ouml;lkerung weit verbreitete Hoffnung auf eine Besserung der verzweifelten sozio&ouml;konomischen Lage der Ukraine, die sich durch die Westintegration des osteurop&auml;ischen Landes einstellen soll, erm&ouml;glichte erst den Durchmarsch der prowestlichen oligarchischen Kr&auml;fte, wie des Blocks Petro Poroschenko und der Volksfront Arseni Jazenjuks, in der viele aus der Timoschenko-Partei Vaterland &uuml;bergelaufene Politunternehmer nun ein neues Bet&auml;tigungsfeld fanden. Sobald die Hoffnung auf eine wirtschaftliche Stabilisierung der Ukraine entt&auml;uscht werden wird, d&uuml;rften die rechtsextremen Parteien und Gruppierungen, die bereits das politische Klima des Landes vergiftet haben, ihre Chance bekommen und zu ergreifen trachten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/le-bohemien.net\/2014\/12\/14\/ukraine-oligarchie-und-staatszerfall\/\">le Boh&eacute;mien<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Hypo Real Estate  &ndash; Steuerzahlern drohen hohe Kosten<\/strong><br>\nDas Oberlandesgericht M&uuml;nchen wirft der inzwischen verstaatlichten Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) Bilanzmanipulation und Prospektf&auml;lschung vor. Sollte das Urteil vor dem BGH Bestand haben, muss der Steuerzahler f&uuml;r den Schaden aufkommen. [&hellip;]<br>\nDie HRE habe zum Schaden von Anlegern w&auml;hrend der Finanzkrise 2007 ihre Bilanz manipuliert, eine falsche Pressemitteilung und einen in wesentlichen Punkten unrichtigen B&ouml;rsenprospekt ver&ouml;ffentlicht sowie &uuml;ber Monate hinweg eine warnende Ad-hoc-Mitteilung unterlassen. Das begr&uuml;ndet eine Schadenersatzpflicht, die Tilp nach erster Einsch&auml;tzung auf &bdquo;deutlich &uuml;ber eine halbe Milliarde Euro&ldquo; beziffert. [&hellip;]<br>\n&bdquo;Die Prospekthaftung ist das sch&auml;rfste Schwert im Anlegerrecht&ldquo;, stellte Tilp nach dem Ende des Musterprozesses klar. Die unterlegenen HRE-Anw&auml;lte waren demgegen&uuml;ber wortkarger. Sie k&uuml;ndigten allerdings noch im Gerichtssaal den Gang vor den Bundesgerichtshof (BGH) als n&auml;chste Instanz an.<br>\nSollte der Urteilsspruch dort Bestand haben, muss der Steuerzahler f&uuml;r den Schaden aufkommen. Die HRE musste zu ihrer Rettung zwangsverstaatlicht werden, so dass nun der Bund f&uuml;r Regressforderungen geradestehen muss.<br>\n&bdquo;Das ist der Preis f&uuml;r den Rechtsstaat&ldquo;, sagte Bergdolt. Auch f&uuml;r sie ist die Entscheidung von Richter Kotschy wegweisend und ein Fingerzeig f&uuml;r einen wohl im kommenden Jahr in M&uuml;nchen beginnenden Strafprozess gegen die fr&uuml;here HRE-F&uuml;hrungsriege unter deren damaligem Chef Georg Funke.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/hypo-real-estate-hre-steuerzahlern-drohen-hohe-kosten,1472780,29341120.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> &bdquo;Der Preis f&uuml;r den Rechtsstaat&ldquo;? Ich habe selten so einen Unsinn gelesen. Es ist und bleibt unverst&auml;ndlich, warum die Bundesregierung die HRE verstaatlicht hat und sich damit nat&uuml;rlich auch alle juristischen Forderungen ohne Not ans Bein gebunden hat. Selbst wenn die Politik &ndash; was ebenfalls zu diskutieren w&auml;re &ndash; sich dazu verpflichtet sah, die Forderungen gegen die HRE aus dem Bankensystem abzusichern, so w&auml;re dieses Ziel auch ohne die &Uuml;bernahme der HRE und damit auch aller anderen offenen Risiken m&ouml;glich gewesen. Hier geht es um Steuergelder in H&ouml;he von einer halbe Milliarde Euro.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Generalstreik in Belgien<\/strong><br>\nEin Generalstreik neun Tage vor Weihnachten bringt den Zug- und Luftverkehr in Belgien zum Erliegen. Rund 600 Fl&uuml;ge wurden gestrichen, etwa 50.000 Reisende seien direkt betroffen, teilte eine Sprecherin des Internationalen Br&uuml;sseler Flughafens mit.<br>\nDoch auch wer versucht, auf die Bahn umzusteigen, kommt heute in Belgien nicht voran: Nicht nur inl&auml;ndische Verbindungen, auch internationale Fernz&uuml;ge wie ICE, Thalys, Eurostar und TGV verkehren nicht oder fahren nicht bis nach Belgien. Auch Schulen, Krankenh&auml;user und Beh&ouml;rden sind betroffen. Nach Angaben der Agentur Belga behindern einige Demonstranten auch den Autoverkehr. Erwartet wurde, dass deswegen auch die Gesch&auml;fte in Br&uuml;ssel und anderen St&auml;dten unter Umsatzeinbu&szlig;en leiden werden.<br>\nGewerkschaften riefen ihre Mitglieder in allen Wirtschaftssektoren zu dem 24-st&uuml;ndigen Ausstand auf. Sie protestieren bereits seit einem Monat immer montags gegen die Sparpolitik der Mitte-Rechts-Regierung unter Ministerpr&auml;sident Charles Michel. Die Reformen tr&auml;fen vor allem Arbeitnehmer und Sozialsysteme, ist ihre Kritik. Unter anderem ist geplant, das Renteneintrittsalter von 65 auf 67 Jahre anzuheben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/belgien-streik-105.html\">Tagsesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Griechen laufen Sturm gegen Sparkurs<\/strong><br>\nDie Sparpolitik der Athener Regierung macht die wirtschaftliche und soziale Not vieler Griechen immer dr&uuml;ckender. Die Gewerkschaften haben noch einmal zu einem gro&szlig;en Streik aufgerufen, der das Land lahmlegt.<br>\n&ldquo;Wir leisten Widerstand gegen den dogmatischen Sparkurs der Samaras-Regierung und das Diktat der internationalen Geldgeber&rdquo;, begr&uuml;ndete die F&uuml;hrung der Gewerkschaft GSEE ihren Aufruf zum &ldquo;Generalstreik&rdquo;. Gemeinsam mit der anderen gro&szlig;en Gewerkschaft ADEDY soll an diesem Donnerstag noch einmal ein Zeichen gesetzt werden gegen die Massenarbeitslosigkeit, den Zerfall des Sozialsystems und gegen die Rentenreform in Griechenland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dw.de\/griechen-laufen-sturm-gegen-sparkurs\/a-18091374\">Deutsche Welle<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Thomas Piketty und die wachsende Ungleichheit im Kapitalismus<\/strong><br>\nDer franz&ouml;sische &Ouml;konom Thomas Piketty hat ein viel beachtetes Buch mit dem Titel &bdquo;Das Kapital im 21. Jahrhundert&ldquo; vorgelegt. Er pr&auml;sentiert darin die Ergebnisse seiner jahrelangen Forschung zur langfristigen empirischen Entwicklung der Einkommens- und Verm&ouml;gensverteilung. Besondere Aufmerksamkeit erregte jedoch seine Aussage, dass ein unregulierter Kapitalismus quasi automatisch zu einer sich immer weiter &ouml;ffnenden Schere bei Einkommen und Verm&ouml;gen f&uuml;hren w&uuml;rde. Piketty leitet daraus die Notwendigkeit ab, den Folgen dieser Entwicklungstendenzen mit verst&auml;rkten<br>\nUmverteilungsma&szlig;nahmen zu begegnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/wiso\/11070.pdf\">Friedrich Ebert Stiftung [PDF &ndash; 184 KB]<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Erbschaftsteuer hat Luft nach oben<\/strong><br>\nDie Spannung im politischen Berlin der letzten Wochen war geradezu greifbar. Politiker und Beobachter erwarten das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Erbschaft- und Schenkungsteuer. Bereits im Juli dieses Jahres haben sich die Richter in der m&uuml;ndlichen Verhandlung viel Zeit genommen, um verschiedene Sichtweisen anzuh&ouml;ren. Konkret geht es im Verfahren um die Frage, inwiefern Betriebsverm&ouml;gen privilegiert gegen&uuml;ber anderen Verm&ouml;genswerten vererbt bzw. verschenkt werden darf.<br>\nDie Erbschaftsteuer trug im Jahr 2013 mit einem Volumen von 4,7 Mrd. Euro zur Finanzierung des Gemeinwesens bei. Das sind zwar ca. 0,75% des Steueraufkommens, entspricht aber mit 0,05% einem geradezu l&auml;cherlich geringen Anteil des privaten Nettoverm&ouml;gens. Das Aufkommen flie&szlig;t direkt in die L&auml;nderhaushalte und hat dort als eine der wenigen Steuern, die den Bundesl&auml;ndern komplett zustehen, eine gro&szlig;e Bedeutung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/cansel-kiziltepe.de\/erbschaftsteuer-hat-luft-nach-oben\/\">Cansel Kiziltepe, MdB und Ralf Stegner, Stv. SPD-Vorsitzender<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Finanztransaktionssteuer: Taten statt markiger Spr&uuml;che<\/strong><br>\nBis Ende 2014 wollte die Bundesregierung sich mit zehn weiteren europ&auml;ischen Staaten auf die Einf&uuml;hrung einer Finanztransaktionssteuer einigen. Doch die Verhandlungen stecken fest. Wenn das Spardiktat in den EU-Krisenl&auml;nder gelockert w&uuml;rde, w&auml;ren Frankreich und Italien eher bereit, der Transaktionssteuer zuzustimmen, meint der DGB-klartext.<br>\n&bdquo;Eine Politik, die den Menschen in den Mittelpunkt ihres Handelns stellt, setzt deshalb alles daran, dass alle, dass die ganze Welt die Lektionen aus dieser damaligen Krise lernt. Eine davon ist und bleibt: Kein Finanzmarktakteur, kein Finanzprodukt und kein Finanzplatz darf ohne angemessene Regulierung bleiben; Finanzakteure m&uuml;ssen durch die Finanztransaktionsteuer (FTT) zur Verantwortung gezogen werden.&ldquo; Mit diesen deutlichen Worten hat sich Kanzlerin Merkel im Januar in ihrer Regierungserkl&auml;rung erneut zur Einf&uuml;hrung der FTT bekannt. Sodann wollte die Bundesregierung bis zum Ende des Jahres mit zehn weiteren EU-Mitgliedstaaten Einigkeit &uuml;ber die Einf&uuml;hrung der Anti-Spekulationssteuer erzielen. Nach einem Jahr mit einer Vielzahl von Verhandlungsrunden und Dienstreisen nach Br&uuml;ssel fand nun das letzte Treffen der europ&auml;ischen Finanzminister f&uuml;r dieses Jahr statt. Das verk&uuml;ndete Ergebnis ihrer &bdquo;verst&auml;rkten Zusammenarbeit&ldquo; lautete aber im Wesentlichen nur: Au&szlig;er Spesen nichts gewesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++e2f6f488-812d-11e4-9083-52540023ef1a\">DGB Klartext<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Armut in Gro&szlig;britannien Hunger in der Schokoladenkiste<\/strong><br>\nFast wie bei Charles Dickens: Die Eink&uuml;nfte mancher Familien in Gro&szlig;britannien reichen nicht einmal mehr f&uuml;r das Essen. Sie stehen Schlange vor den &bdquo;Food Banks&ldquo; &ndash; sogar mitten in Oxford.<br>\n&bdquo;Ersch&uuml;ttert&ldquo; &auml;u&szlig;erte sich der Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, am Wochenende. Er war gerade von einer Reise nach Kongo zur&uuml;ckgekehrt und hatte danach eine britische Familie beobachtet, die auf ein kostenloses Essen wartete. In Afrika habe er &bdquo;weitaus Schlimmeres&ldquo; gesehen, schrieb er in der &bdquo;Mail on Sunday&ldquo;, aber eine solche Szene in Gro&szlig;britannien habe ihn mehr verst&ouml;rt. Einerseits w&uuml;rden im K&ouml;nigreich Nahrungsmittel im gro&szlig;en Stil verschwendet, andererseits seien &bdquo;weite Teile des Landes von Hunger geplagt&ldquo;, schimpfte er. &bdquo;Wir machen das nicht in diesen Land, und das muss aufh&ouml;ren!&ldquo;<br>\nEs war die Fanfare f&uuml;r einen Bericht, der Anfang der Woche von einer Gruppe von Parlamentariern aller Parteien (unter Mitarbeit der anglikanischen Kirche) vorgestellt wurde. &bdquo;Feeding Britain&ldquo; ist er &uuml;berschrieben &ndash; Gro&szlig;britannien ern&auml;hren. Darin z&auml;hlen die Autoren auf, dass seit 2004 mindestens 1500 Orte entstanden sind, an denen kostenfreies Essen ausgegeben wird &ndash; die meisten von ihnen in den vergangenen sechs Jahren. Mehr als 900000 Menschen lassen sich j&auml;hrlich alleine von der Wohlt&auml;tigkeitsvereinigung &bdquo;Trussel Trust&ldquo; versorgen, die die H&auml;lfte aller &bdquo;Food Banks&ldquo; unterh&auml;lt. F&uuml;r die Autoren des Berichts ist &bdquo;klar, dass die Nachfrage nach Notfall-Nahrungshilfe steigt &ndash; und manchmal dramatisch steigt&ldquo;.<br>\nNach der Definition des Trussel Trusts leben im Vereinigten K&ouml;nigreich dreizehn Millionen Menschen &bdquo;unterhalb der Armutsschwelle&ldquo;. Das w&auml;re fast jeder f&uuml;nfte. Bis Ende kommenden Jahres will die Organisation Kapazit&auml;ten f&uuml;r f&uuml;nf Millionen bereitstellen. Die Welle der Hilfsbereitschaft, von den Inhabern der Lebensmittelgesch&auml;fte bis zu den freiwilligen Helfern, weckt bei den Autoren Assoziationen historischen Ausma&szlig;es. Man erlebe derzeit ein &bdquo;soziales D&uuml;nkirchen&ldquo;, hei&szlig;t es in Anspielung auf die Schlacht im Zweiten Weltkrieg, in der die Alliierten die anfangs &uuml;berm&auml;chtige Wehrmacht so lange aufhielten, bis mehr als 300.000 britische Soldaten evakuiert werden konnten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/europa\/grossbritannien-familien-stehen-vor-oxford-food-banks-13314253.html\">FAZ<\/a>\n<p><strong>Dazu passt: Hungernde Briten<\/strong><br>\n13 Mio. Menschen, das sind etwa 20% der Bev&ouml;lkerung, leben in Gro&szlig;britannien unter der Armutsgrenze, das hei&szlig;t sie haben weniger als 60% des durchschnittlichen mittleren Einkommens f&uuml;r die Bestreitung ihres Lebensunterhaltes zur Verf&uuml;gung. Der Trussel Trust, eine Wohlt&auml;tigkeitsorganisation, die 420 Food Banks (Tafeln) im Vereinigten K&ouml;nigreich betreibt, hat 2012\/2013 insgesamt 350.000 Lebensmittel-Pakete f&uuml;r einen Drei-Tages-Bedarf an Bed&uuml;rftige ausgegeben, im Jahr 2013\/2014 waren es 913.000 Pakete.<br>\nDiese Zahlen verdeutlichen, dass in den letzten Jahren immer mehr Menschen auf die Food Banks als letzte L&ouml;sung zur&uuml;ckgreifen m&uuml;ssen, obwohl sich die wirtschaftliche Entwicklung nach der Rezession verbessert hat und die britische &Ouml;konomie um 3% gewachsen ist.<br>\nF&uuml;r diese Entwicklung sind mehrere Faktoren verantwortlich. Zum einen sind die Lebenshaltungskosten in Gro&szlig;britannien sehr viel st&auml;rker gestiegen als zum Beispiel in Deutschland. Die Preise f&uuml;r Lebensmittel stiegen in den letzten zehn Jahren um 47%, die f&uuml;r Wohnungen um 30% und die Kraftstoffpreise um 154%.<br>\nDie Einkommen aus den weit verbreiteten Niedrig-Lohn-Jobs, Teilzeitbesch&auml;ftigungen, Zeitarbeit und so genannten Null-Stunden-Vertr&auml;gen k&ouml;nnen diese Preissteigerungen nicht auffangen und verwandeln Arbeitende in Bed&uuml;rftige. Versch&auml;rfend wirken weiterhin die seit 2010 gek&uuml;rzten staatlichen Sozialleistungen, so z.B. das Wohngeld, die getreu der konservativ-liberalen Vorstellungen Menschen dazu bringen soll, jede angebotene Arbeit anzunehmen. In diesen Jobs wird jedoch wesentlich weniger verdient, als zum Leben notwendig w&auml;re.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/hungernde-briten\/\">Sozialismus<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Mindestlohn<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Firmen tricksen beim Mindestlohn<\/strong><br>\nUnternehmen versuchen auf unterschiedliche Weise, die gesetzliche Regelung zur Lohnuntergrenze zu umgehen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund spricht von einer &bdquo;Sauerei&ldquo;, bei Arbeitsministerin Andrea Nahles ist man l&auml;ngst hellh&ouml;rig.<br>\nDer Deutsche Gewerkschaftsbund kennt die Strategien gegen die neue Lohnuntergrenze. &bdquo;Es scheint Arbeitgeber in Deutschland zu geben, die sich mehr Gedanken &uuml;ber eine Umgehung statt um die Umsetzung des Mindestlohns machen&ldquo;, sagt Stefan K&ouml;rzell, Vorstandsmitglied beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB). &bdquo;Wir wissen von Anwaltskanzleien, die Arbeitgebern dabei helfen.&ldquo;<br>\n3,7 Millionen Menschen sollen ab Neujahr vom Mindestlohn profitieren. Wird er durchl&ouml;chert? Es gibt Berichte &uuml;ber Vertriebsunternehmen, die erwachsene Zusteller durch Minderj&auml;hrige ersetzen wollen. Denn f&uuml;r sie wird kein Mindestlohn f&auml;llig. Beim DGB suchten etwa Austr&auml;ger Rat. Sie seien vom Arbeitgeber gefragt worden, ob Minderj&auml;hrige in der Familie seien, so K&ouml;rzell. &bdquo;Auf diese sollte dann der Auftrag umgeschrieben werden, so dass der Mindestlohn entf&auml;llt &ndash; auch wenn weiter die Erwachsenen die Zustellung machen w&uuml;rden. Diesen Umgehungstatbestand halte ich f&uuml;r eine Sauerei&ldquo;, wettert K&ouml;rzell.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/arbeit---soziales\/mindestlohn-firmen-tricksen-beim-mindestlohn-,1473632,29330468.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Wenn Pflege zuhause teuer wird &ndash; Folgen des Mindestlohns<\/strong><br>\nMehr als 150 000 Pflegekr&auml;fte aus Osteuropa versorgen in Deutschland legal oder illegal alte Menschen, die nicht ins Heim wollen. Auch f&uuml;r sie gilt von 2015 an der Mindestlohn &ndash; das wird f&uuml;r viele Familien zum Problem.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/folgen-des-mindestlohns-wenn-pflege-zuhause-zu-teuer-wird-1.2264455\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Perfidere Hetze gegen den Mindestlohn geht nicht.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Hartz IV &ndash; Wir tun, was wir k&ouml;nnen<\/strong><br>\nUns Arbeitsvermittlern wird vorgeworfen, wir w&uuml;rden Hartz-IV-Empf&auml;nger stigmatisieren, statt ihnen zu helfen. Das stimmt aber nicht. Eine Entgegnung auf Lars Naundorf<br>\nEin Leserartikel von Kathrin Paul<br>\nIch arbeite als Arbeitsvermittlerin in einem Berliner Jobcenter. In dem k&uuml;rzlich erschienenen Leserartikel von Lars Naundorf wird unsere Aufgabe so dargestellt, als w&uuml;rden wir Arbeitslosen einfach so Hemmnisse bei der Suche nach einem Job unterstellen und sie dadurch stigmatisieren. Das ist aber gar nicht so. (&hellip;)<br>\nDer Gro&szlig;teil der Hartz-IV-Empf&auml;nger hat nun einmal Vermittlungshemmnisse. Diese sind zum Teil durch die Langzeitarbeitslosigkeit bedingt. Wer immer nur Absagen erh&auml;lt, ist frustriert und bewirbt sich nicht mehr. Nach und nach gehen die sozialen Kontakte und Strukturen verloren, manche werden depressiv. Mit Leidensgenossen redet man nur noch &uuml;ber das Negative, das die Jobcenter produzieren: Ma&szlig;nahmen, Weiterbildung, Arbeitsgelegenheiten. Wenn es keine Hemmnisse g&auml;be, dann w&auml;ren die Menschen nicht im Jobcenter. Sicher gibt es Ausnahmen, aber das sind eben nur Ausnahmen, zumindest in Berlin.<br>\nDie Aufgabe der Jobcenter ist es, diese Menschen aus ihrem Loch herauszuholen und an den Arbeitsmarkt heranzuf&uuml;hren. Daf&uuml;r sind Ma&szlig;nahmen wichtig. Entweder sollen sie aktivieren und bei den Bewerbungen unterst&uuml;tzen (mittlerweile zu einem Gro&szlig;teil im Einzelcoaching, wo sich keiner in einer Gruppe verstecken kann) oder sie sollen dazu dienen, eine Tagesstruktur herzustellen und das Arbeits- und Sozialverhalten zu trainieren. Es ist traurig und f&uuml;r viele nur schwer vorstellbar, aber leider m&uuml;ssen viele Menschen erst einmal lernen, p&uuml;nktlich zu Terminen zu kommen oder jeden Tag um acht Uhr bei einer Arbeitsstelle zu sein. Und so mancher ist in einer gef&ouml;rderten Ma&szlig;nahme auf dem zweiten Arbeitsmarkt besser aufgehoben als bei einem Arbeitgeber auf dem ersten Arbeitsmarkt, der schnell wieder k&uuml;ndigt und somit die Frustration hochtreibt. (&hellip;)<br>\nIch erlebe jeden Tag viele schwere Schicksale, aber auch viele Erfolge. Ich werde beleidigt und beschimpft, nur weil ich es wage, jemanden zum Termin einzuladen oder einen Vermittlungsvorschlag zu verschicken. Trotzdem mache ich die Arbeit gern. Jedem, der vorschnell &uuml;ber unsere Arbeit urteilt, kann ich nur vorschlagen, mal in einem Jobcenter zu hospitieren. Aber bitte nicht in beschaulichen Bundesl&auml;ndern wie Bayern oder Baden-W&uuml;rttemberg.<br>\nDie Autorin schreibt unter Pseudonym. Ihr richtiger Name ist der Redaktion bekannt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/community\/2014-12\/jobcenter-beratung-arbeitslose-vermittlungshemmnis\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung CR: Wohlgemerkt:<\/strong> Es handelt sich um eine Antwort auf einen Leserbrief, der ebenfalls von einem (namentlich genannten) Arbeitsvermittler eines Jobcenters verfasst worden ist.<\/em><br>\n<em>Der Beruf eines Arbeitsvermittlers ist sicherlich nicht gerade einfach: Der gesetzliche Rahmen muss eingehalten und Vorgaben von oben sollen umgesetzt werden.<\/em><br>\n<em>&Uuml;brigens: Den Vorschlag, &ldquo;mal in einem Jobcenter zu hospitieren&rdquo; w&uuml;rde ich sehr gerne aufgreifen. Ist das denn wirklich so einfach m&ouml;glich?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Niemand wird der Mitarbeiterin eines Jobcenters, die diesen Leserbrief  verfasst hat absprechen wollen, dass sie die Lage subjektiv so wahrnimmt wie geschildert. Nichtsdestotrotz ist und bleibt das Hartz IV System, so wie es geplant wurde und gestaltet ist, ein repressives System, dass die Menschen erniedrigt und dem&uuml;tigt. Bestes Beispiel sind die Sanktionsregelungen, die auch einen v&ouml;lligen Leistungsentzug vorsehen und so intendieren, dass der Arbeitslose eben nur Druck braucht, wenn es sein muss auch nackte Existenzangst,  um einen Job zu finden. Auf den NachDenkSeiten findet sich einen gro&szlig;e Zahl an Hinweisen, die darstellen was das Hartz IV System mit den betroffenen Menschen anstellt und welche fundamentalen gesellschaftlichen Ver&auml;nderungen es bewirkt hat.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23972\">Eine andere Republik &ndash; Hartz IV und die Folgen<\/a><\/strong><\/p>\n<p><strong>und: Alleinerziehende und Hartz IV &ndash;  Alltagskampf bis zur Ersch&ouml;pfung<\/strong><br>\n90 Prozent aller Alleinerziehenden sind weiblich, viele von ihnen auf Hartz IV angewiesen. Im Zuge der Agenda 2010 hat sich f&uuml;r viele von ihnen die Situation versch&auml;rft &ndash; gefordert wird viel, vom F&ouml;rdern ist nicht viel &uuml;brig geblieben. Doch das Jobcenter ist nicht das einzige, gegen das sie Tag f&uuml;r Tag ank&auml;mpfen m&uuml;ssen.<br>\nVor fast zehn Jahren, im Januar 2005, traten die Hartz IV-Reformen in Kraft. Der Sozialstaat sollte von nun an f&ouml;rdern und fordern. Davon betroffen waren wie keine andere gesellschaftliche Gruppe die Alleinerziehenden: 39 Prozent der Erwachsenen, die alleine ihre Kinder gro&szlig;ziehen, sind auf Hartz IV angewiesen. Gefordert wird viel von Ihnen. Was ist aber aus der F&ouml;rderung geworden?<br>\nDenn immerhin 70 Prozent der Alleinerziehenden sind berufst&auml;tig. Die Bedingungen, neben der Kindererziehung ausreichend Geld zu verdienen, haben sich mit Hartz IV f&uuml;r viele weiter verschlechtert. Wer den Alltag von Alleinerziehenden begleitet, merkt schnell: Um diesen Eltern eine Chance zu geben, finanziell unabh&auml;ngig zu werden, sind andere Reformen n&ouml;tig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/alleinerziehende-und-hartz-iv-alltagskampf-bis-zur.976.de.html?dram:article_id=304664\">Deutschlandradio Kultur<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Was es hier noch zu bedenken gilt, einerseits wird sich landauf und landab dar&uuml;ber beschwert, dass es zu wenig Kinder in Deutschland gibt, f&uuml;r die Alleinerziehenden wird, wie die Reportage anschaulich darlegt, aber kein Finger ger&uuml;hrt, sondern diese werden auch noch in den Jobcentern ohne Unterschied dem vollen Repressionsprogramm des Hartz IV Systems unterworfen. Stattdessen beweihr&auml;uchert sich die Politelite lieber gegenseitig f&uuml;r die Einf&uuml;hrung der Frauenquote in den Aufsichtsr&auml;ten  von Aktiengesellschaften. Hauptsache der Schampus schmeckt. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Streik bei Amazon ausgeweitet<\/strong><br>\nAn sechs der neun Amazon-Lager in Deutschland wird gestreikt. Es ist der bislang gr&ouml;&szlig;te Ausstand bei dem Versandriesen &ndash; und das kurz vor Weihnachten. W&auml;hrend Verdi von Lieferverz&ouml;gerungen spricht, betont Amazon, dass die Pakete p&uuml;nktlich zu den Kunden kommen.<br>\nDie Gewerkschaft Verdi hat den Streik bei Amazon auf ein sechstes Versandlager ausgeweitet. Mitarbeiter des Logistik-Zentrums in Koblenz (Rheinland-Pfalz) legten am Dienstagmorgen mit Beginn der Fr&uuml;hschicht um 5.00 Uhr die Arbeit nieder. Nach Angaben von Verdi-Sprecher J&uuml;rgen Dehnert versammelten sich etwa 100 Besch&auml;ftigte vor den Werkstoren. Damit wird erstmals an sechs der neun deutschen Amazon-Standorte gleichzeitig gestreikt.<br>\nBereits am Montag hatten Besch&auml;ftigte in Bad Hersfeld (Hessen), Leipzig (Sachsen), Graben (Bayern), Rheinberg und Werne (beide NRW) die Arbeit niedergelegt. Der Streik soll bis Mittwoch dauern. Nach Gewerkschaftsangaben beteiligten sich am ersten Tag fast 2300 Besch&auml;ftigte, Amazon sprach von rund 2100 Streikenden. Im Weihnachtsgesch&auml;ft arbeiten bei Amazon bundesweit nach Unternehmensangaben rund 10 000 Festangestellte und 10 000 Saisonkr&auml;fte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/amazon-streik-streik-bei-amazon-ausgeweitet,1472780,29346022.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Palm&ouml;l als Waldvernichter Nummer eins<\/strong><br>\nPalm&ouml;l ist mit rund 60 Millionen Tonnen pro Jahr das meistverwendete Pflanzen&ouml;l der Welt, es steckt in jedem zweiten Supermarktprodukt, in Fertiggerichten, S&uuml;&szlig;igkeiten, Margarine, Kerzen, Kosmetik, Putz- und Waschmitteln oder Biodiesel. Der Verbrauch hat sich in den vergangenen 20 Jahren verdoppelt. Fast 90 Prozent stammen aus Indonesien und Malaysia, Indonesien ist der gr&ouml;&szlig;te Palm&ouml;lproduzent der Welt: auf 13,5 Millionen Hektar &ndash; einer Fl&auml;che drei Mal so gro&szlig; wie die Schweiz &ndash; wachsen &Ouml;lpalmen, bis 2020 soll sich die Fl&auml;che verdoppeln. Palm&ouml;lplantagen sind die am schnellsten wachsenden Monokulturen der Welt und daf&uuml;r verantwortlich, das Indonesien Brasilien als Waldvernichter Nummer eins abgel&ouml;st hat. Eine nationale wie globale Katastrophe: der Raubbau heizt das Klima an, zerst&ouml;rt die Artenvielfalt und hat wegen Vertreibung indigener Gemeinden Tausende Landkonflikte ausgel&ouml;st.<br>\nSeit bekannt ist, dass wegen der wachsenden Nachfrage nach dem billigen Fett in S&uuml;dostasien Regenwald gerodet wird, ist es in Verruf geraten. Wer sich Sorgen macht, ob f&uuml;r sein Essen Regenwald gerodet wird, wird ab Samstag Klarheit haben. Dann m&uuml;ssen Lebensmittelhersteller auf ihren Produkten angeben, ob sie Palm&ouml;l enthalten. Nebul&ouml;se Begriffe wie &bdquo;pflanzliches &Ouml;l&ldquo; sind nicht mehr zul&auml;ssig, denn dahinter verbirgt sich meist Palm&ouml;l. Doch die Lebensmittelhersteller verbreiten beruhigende Botschaften. Unilever, Nestl&eacute;, Rewe &amp; Co k&uuml;ndigen an, bald ausschlie&szlig;lich nachhaltig zertifiziertes Palm&ouml;l zu beziehen. 18 Prozent des weltweit gehandelten Palm&ouml;ls ist zertifiziert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/indonesien-palmoel-als-waldvernichter-nummer-eins,1472780,29310204.html\">FR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Deutschland f&ouml;rdert Klimakiller mit 52 Milliarden Euro<\/strong><br>\nW&auml;hrend sich die Bundesregierung international f&uuml;r den Klimaschutz starkmacht, f&ouml;rdert sie national mit vielen zehn Milliarden Euro Ma&szlig;nahmen, die das Klima sch&auml;digen. Die umweltsch&auml;dlichen Subventionen in Deutschland beliefen sich im Jahr 2010 auf 52 Milliarden Euro. Dies geht aus einer neuen Studie des Umweltbundesamtes (UBA) hervor, die der Zeitung &ldquo;Die Welt&rdquo; exklusiv vorliegt.<br>\n&ldquo;Es ist keine nachhaltige Politik, wenn umweltsch&auml;dliche Produktionsweisen erst mit Milliarden gef&ouml;rdert werden und dann weitere Milliarden bereitgestellt werden m&uuml;ssen, um Schaden an Umwelt und Gesundheit wieder halbwegs zu kompensieren&rdquo;, sagte UBA-Chefin Maria Krautzberger. Die gr&ouml;&szlig;te umweltsch&auml;dliche Subvention ist mit 7,5 Milliarden Euro die Energiesteuerverg&uuml;nstigung f&uuml;r Diesel. Die Energiesteuerbefreiung f&uuml;r Kerosin kostet den Staat 6,9 Milliarden Euro, die kostenlose Zuteilung von CO2-Rechten 6,1 Milliarden Euro.<br>\n&ldquo;Unser Rat kann nur sein, umweltsch&auml;dliche Subventionen systematisch abzubauen&rdquo;, sagte Krautzberger. Insgesamt zeige die Subventionspolitik der vergangenen Jahre keine einheitliche Entwicklung. W&auml;hrend einige Subventionen abgebaut w&uuml;rden wie die Eigenheimzulage oder die Steinkohlef&ouml;rderung w&uuml;rden gleichzeitig neue Ausnahmen wie f&uuml;r Agrardiesel geschaffen. Das UBA fordert deshalb einen &ldquo;Umweltcheck f&uuml;r Subventionen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.abendblatt.de\/politik\/deutschland\/article135366297\/Deutschland-foerdert-Klimakiller-mit-52-Milliarden-Euro.html\">Hamburger Abendblatt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Mehdorn und der Hauptstadtflughafen &ndash; Lieber R&uuml;cktritt als Rausschmiss<\/strong><br>\nMit seinem R&uuml;cktritt als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Berliner Hauptstadtflughafens gelang Hartmut Mehdorn ein Coup: Ein letztes Mal inszenierte er sich als Herr des Geschehens. Dabei war das Ende seiner Amtszeit l&auml;ngst besiegelt.<br>\nHartmut Mehdorn wei&szlig;, wann seine Zeit gekommen ist. Seine Lektion hat er bei der Bahn gelernt, wo er viel zu lange an seinem Posten klebte. Bei Air Berlin k&uuml;ndigte er im Januar 2013 seinen R&uuml;cktritt an, bevor die miserable wirtschaftliche Lage der Fluglinie bekannt wurde. Streckenstreichungen, Preiserh&ouml;hungen und der Verkauf von Tafelsilber in Form des lukrativen Vielfliegerprogramms hatten keine Trendwende herbeif&uuml;hren k&ouml;nnen. Und so vollzog Mehdorn lieber einen &ldquo;geordneten F&uuml;hrungswechsel&rdquo;, wie er es ausdr&uuml;ckte, als einen unr&uuml;hmlichen Rausschmiss zu riskieren.<br>\nAuch diesmal schaffte es der umstrittene Manager, seinen Gegnern zuvorzukommen. Am Montag reichte er seine K&uuml;ndigung als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg ein. Er will zwar noch abwarten, bis ein Nachfolger gefunden ist, doch sp&auml;testens Ende Juni 2015 soll Schluss sein, wie die Flughafengesellschaft mitteilte. Mehdorn begr&uuml;ndete die Entscheidung mit Spekulationen um seine Person, die das vertretbare Ma&szlig; &uuml;berstiegen. &ldquo;Ich bedauere meinen R&uuml;cktritt pers&ouml;nlich sehr, da er weder meinem Pflichtbewusstsein noch meinen pers&ouml;nlichen Zielen entspricht.&rdquo; Der Schritt sei in Abw&auml;gung der Gesamtlage notwendig geworden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/ber-mehdorns-ruecktritt-aus-angst-vor-dem-rausschmiss-a-1008625-druck.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> An dieser Sache und Personalie w&uuml;rde interessieren, was die Motive der Anstellung von Mehdorn waren und wie diese Anstellung gef&ouml;rdert und entschieden hat. Denn damals war schon klar, dass Mehdorn an vielen Stellen gescheitert war: so z.B. bei der Heidelberger Druck AG, bei der Deutschen Bahn AG besonders folgenschwer. Das war alles bekannt und dennoch haben die damaligen Spitzen des Aufsichtsrates f&uuml;r Mehdorn votiert. Warum? Welche Lobby steckte dahinter? Die &Ouml;ffentlichkeit hat ein Recht darauf, dies zu erfahren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Niemand hat der CIA mehr geschadet als Dick Cheney<\/strong><br>\nEx-CIA-Agent Robert Baer &uuml;ber den Senatsbericht und den Nutzen der Folter<br>\nDie B&uuml;cher des ehemaligen CIA-Agenten Robert Baer sorgen in den USA regelm&auml;&szlig;ig f&uuml;r gro&szlig;es Aufsehen. Baers Werke &ldquo;See No Evil&rdquo; und &ldquo;Sleeping with the Devil&rdquo; lieferten die Vorlage f&uuml;r den 2005 fertiggestellten Film Syriana. Die Person des Film-Charakters Bob Barnes &ndash; gespielt von George Clooney &ndash; wurde Robert Baer nachempfunden. [&hellip;]<br>\nDer ehemalige US-Vizepr&auml;sident Dick Cheney bezeichnete den Senatsbericht &uuml;ber die Foltermethoden der CIA als &ldquo;Mist&rdquo;. Was denken Sie dar&uuml;ber?<br>\nRobert Baer: Zun&auml;chst einmal m&ouml;chte ich entgegnen, dass niemand der CIA mehr geschadet hat als Dick Cheney w&auml;hrend seiner Amtszeit als Vize-Pr&auml;sident der USA. Nicht einmal die Presse oder das Justizministerium der USA haben einen &auml;hnlichen Schaden anrichten k&ouml;nnen.<br>\nInwiefern?<br>\nRobert Baer: Cheney bestand auf Folter, gleich ob Water Boarding oder &auml;hnliche Ma&szlig;nahmen, als Bestandteil der CIA-Aufkl&auml;rung im sogenannten &ldquo;War against Terror&rdquo;. Er wurde dabei von ganz oben, also vom damaligen Pr&auml;sidenten der USA, angetrieben. Die Bush-Administration erfand diese Methoden, lie&szlig; diese anwenden, ohne dabei irgendwelche brauchbaren Ergebnisse oder Informationen zu erlangen. In diesem Zeitraum starben etwa 100 Menschen im US-Gewahrsam, bis heute wissen wir nicht, wie sie ums Leben kamen oder wer sie umgebracht hat. Politiker wie Dick Cheney m&uuml;ssen daf&uuml;r verantwortlich gemacht werden, in bestimmten F&auml;llen sogar aufgrund von Kriegsverbrechen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/43\/43592\/1.html\">heise online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Wie aus dem Nichts<\/strong><br>\nB&uuml;rgerrechtler schlagen Alarm: Mit unseren Daten verdienen Firmen viele Milliarden. Nirgends ist der Markt gr&ouml;&szlig;er als in den USA.<br>\nCatherine Taylor hatte keine Ahnung von den Daten, bis sie eine Absage auf ihre Bewerbung beim &ouml;rtlichen Roten Kreuz erhielt. Im Anhang fand sich eine Kopie ihrer Online-Akte, samt einer angeblichen Vorstrafe wegen des versuchten Handels mit Methamphetamin. Die Information war falsch, sie galt einer Person mit identischem Namen &ndash; aber sie kursierte seit Jahren im Netz. Rund zehn weitere Firmen hatten die Daten ebenfalls gespeichert. Taylor wurde abgewiesen, wenn sie Antr&auml;ge auf Kredite stellte, eine neue Sp&uuml;lmaschine konnte sie nur mit dem Namen ihres Mannes kaufen. Seit Jahren f&uuml;hrt die Amerikanerin aus Arkansas Prozesse, um die Daten l&ouml;schen zu lassen.<br>\nImmer wieder wird die Geschichte von Catherine Taylor in US-Medien zitiert. Dabei gibt es unz&auml;hlige F&auml;lle wie sie. Datenbroker ziehen sich die Informationen von Millionen von Amerikanern aus einer ganzen Reihe von Quellen: Zeitschriftenabonnements, Umfragen, Kundenkarten, Seiten, die sie im Internet benutzen, Produkte, die sie auf Amazon kaufen oder beobachten, Orte, die sie mit Smartphone in der Tasche besuchen. &bdquo;Die Datenbroker bringen all die Daten zusammen und ziehen daraus Schlussfolgerungen &uuml;ber Vorlieben, Schw&auml;chen und Ansichten&ldquo;, erkl&auml;rt Frank Pasquale, Professor f&uuml;r Recht an der University of Maryland und Autor des Buches The Black Box Society: The Secret Algorithms that Control Money and Information.<br>\nIn den vergangenen Jahren ist das Gesch&auml;ft mit den Daten vor allem in den USA explodiert, denn nirgends ist der Markt unregulierter. Die Branche setzte zuletzt rund 156 Milliarden Dollar mit dem Verkauf von pers&ouml;nlichen Informationen um. Die Lobbygruppe World Privacy Forum, die sich f&uuml;r mehr Datensicherheit im Netz einsetzt, sch&auml;tzt, dass es derzeit rund 4.000 Firmen gibt, die sich auf das Erstellen der Online-Profile spezialisiert haben. Darunter befinden sich Giganten wie der b&ouml;rsengelistete Marktf&uuml;hrer Acxiom mit einem Umsatz von 1,1 Milliarden Dollar und Kunden wie Toyota und L&lsquo;Or&eacute;al, aber auch kleine Boutique-Firmen wie Paramount Lists mit Sitz in Pennsylvania.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/wie-aus-dem-nichts\">Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Kraft kann sich Rot-Rot-Gr&uuml;n im Bund nicht vorstellen &ndash; zurzeit<\/strong><br>\nAuch nach der Wahl von Bodo Ramelow zum Ministerpr&auml;sidenten in Th&uuml;ringen kann sich die stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende Hannelore Kraft ein rot-rot-gr&uuml;nes B&uuml;ndnis auf Bundesebene nicht vorstellen. Die Linkspartei habe eine &ldquo;sehr extreme Position im Bereich der Au&szlig;enpolitik&rdquo;. Allein daran w&uuml;rde es letztendlich wohl scheitern.<br>\nSchmidt-Mattern: Ist denn dieses Regierungsmodell, was jetzt seit Freitag in Th&uuml;ringen im Amt ist, ist das m&ouml;glicherweise auch ein Modell f&uuml;r den Bund in Zukunft?<br>\nKraft: Das sehe ich nicht, weil die Differenzen, gerade auch im Bereich der im Bund sehr wichtigen Au&szlig;enpolitik, so gro&szlig; sind. Ich habe in der vergangenen Woche die Gelegenheit gehabt, einige Talkshows zu sehen, und da merkt man dann auch deutlich, welch gro&szlig;e Differenzen da wirklich zwischen den einzelnen Parteien noch bestehen. Ich sehe das nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/koalition-in-thueringen-kraft-kann-sich-rot-rot-gruen-im.868.de.html?dram:article_id=305438\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man kann es schon nicht mehr h&ouml;ren. Die ewig gleiche Leier, die angeblich extremen Positionen der Linken im Beriech Au&szlig;enpolitik machen eine rot-rot-gr&uuml;ne Koalition im Bund  nicht m&ouml;glich. Leider schaffen es weder Gabriel, noch Oppermann, noch Kraft usw., exakt zu benennen wo genau die Knackpunkte liegen. W&uuml;rden sie das tun, dann k&ouml;nnte man dar&uuml;ber diskutieren und einen L&ouml;sungsweg finden. Oder liegt die Problematik doch anders gelagert? Ist es vielleicht so, dass jede Partei, die in Deutschland Regierungsverantwortung &uuml;bernehmen will sich definitiv zur transatlantische B&uuml;ndnistreue bekennen, sprich die weltpolitische Dominanz der USA anerkennen muss. Zumindest Teile der Linken d&uuml;rften damit noch ihre Probleme haben, obwohl man dort auch bereits an der NATO-Kompatibilit&auml;t arbeitet in dem man etwa das Atlantik-Br&uuml;cke-Mitglied Stefan Liebich zum au&szlig;enpolitischen Sprecher ernannt hat. Im Klartext hei&szlig;t das also, die transatlantisch orientierten Eliten dies und jenseits des Atlantiks h&auml;tten wohl ein Problem mit einer Regierungsbeteiligung der Linken. Die SPD ist da nur das Vehikel zur &Uuml;bermittlung der Botschaft. Und man sollte dabei nicht vergessen, dass Deutschland eines der wichtigsten logistischen Drehscheiben und Planungszentren im geostrategischen Konzept der USA ist. Ein wichtiger Bestandteil ist z.B. der CIA-St&uuml;tzpunkt auf dem Gel&auml;nde des amerikanischen Generalkonsulates in Frankfurt. Von dort aus plante die CIA &uuml;ber Jahre die Entf&uuml;hrung und Folter von Terrorverd&auml;chtigen. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Herausgebers J&uuml;rgen Kaube: &ldquo;Pessimismus ist Zeitverschwendung&rdquo;<\/strong><br>\nDer neue FAZ-Herausgeber J&uuml;rgen Kaube hat sein erstes Interview in neuer Position gegeben. Dem Focus sagte er, was ein gutes Feuilleton leisten muss. Kaube, so viel ist klar, will mit klugem Pragmatismus &uuml;berzeugen. Sein Credo: &ldquo;Pessimismus ist Zeitverschwendung&rdquo;. [&hellip;]<br>\nKaube warnte allerdings davor, Leser zu erm&uuml;den, &ldquo;wenn mit hoher Intensit&auml;t immer wieder das gleiche Thema verhandelt wird&rdquo;. Kaube lastet der Vorbehalt an, er wolle das Feuilleton der FAZ nach dem Tod von Frank Schirrmacher weg von Debatten f&uuml;hren &ndash; hin zu mehr klassischen Themenfeldern des Ressorts. Darauf sagte nun Kaube sinngem&auml;&szlig; &ndash; zu viel Debatten um der Debatten willen lieber nicht, aber daf&uuml;r auch kein klassisches Feuilleton. Diese Interpretation der Besetzung des Postens w&uuml;rde Kaube wohl auch Unrecht tun. Der Mann ist ein scharfer, auch unkonventioneller Denker &ndash; hat aber etwas gegen allzu viel Geschwafel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2014\/12\/15\/das-credo-des-neuen-faz-herausgebers-juergen-kaube-pessimismus-ist-zeitverschwendung\/?utm_campaign=NEWSLETTER_MITTAG&amp;utm_source=newsletter&amp;utm_medium=email\">Meedia<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Pragmatismus? Das bezweifele ich doch mal. Es ist schwer vorstellbar, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24224\">dass unter Frank Schirrmacher solche Artikel<\/a> ihren Weg ins FAZ-Feuilleton geschafft h&auml;tten. Pragmatisch ist daran jedoch nichts.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-24304","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24304","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=24304"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24304\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":24308,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24304\/revisions\/24308"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=24304"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=24304"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=24304"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}