{"id":24338,"date":"2014-12-18T08:50:36","date_gmt":"2014-12-18T07:50:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24338"},"modified":"2014-12-18T08:50:36","modified_gmt":"2014-12-18T07:50:36","slug":"hinweise-des-tages-2279","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24338","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24338#h01\">Pegida<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24338#h02\">Ukraine\/Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24338#h03\">Bundesverfassungsgericht kippt Erbschaftssteuergesetz &ndash; Sondervotum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24338#h04\">Und da wurde mir klar, dass wir hinter McDonalds gefoltert werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24338#h05\">Mindestsicherung statt Hartz IV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24338#h06\">Neue Leerstelle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24338#h07\">M&uuml;tter ohne deutsche Staatsangeh&ouml;rigkeit beziehen seltener Betreuungsgeld &hellip;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24338#h08\">Datenkarte der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24338#h09\">Die Schlachtordnung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24338#h10\">Atheismus im Mittleren Osten &ndash; Eine postislamistische Generation?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24338#h11\">Angriff aus heiterem Himmel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24338#h12\">EU court takes Hamas off terrorist organisations list<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24338#h13\">Video: NSU-Leaks<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24338#h14\">Klares Votum f&uuml;r &ldquo;Abenomics&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24338#h15\">Von wegen Chancen-Gleichheit: Selbst der &ldquo;Chancen-Spiegel&rdquo; der Bertelsmann Stiftung zeigt die L&ouml;cher im s&auml;chsischen Bildungsk&auml;se<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24338#h16\">Vorsicht, Faschist!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24338&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Pegida<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Es reicht! Von einem Biedermann und einer Brandstifterin<\/strong><br>\nSp&auml;testens jetzt sollten jeder und jedem die ach so wohlfeilen Verst&auml;ndnisparolen gegen&uuml;ber der Pegida im Halse stecken bleiben. Denn mit diesem betulichen &bdquo;Man muss die Sorgen und N&ouml;te der Menschen ernst nehmen&ldquo; ist es nicht getan. Was soll denn ernst genommen werden? Dass Islamphobie gerade dort gesch&uuml;rt wird, wo es gar keine lebendige islamische Religionskultur gibt? Dass Menschen ihre Wut wor&uuml;ber auch immer an Ausl&auml;ndern auslassen, anstatt sich in die offene demokratische Gesellschaft einzubringen (zu dieser geh&ouml;ren auch Asylbewerber)? Dass die freiheitliche Demokratie verachtet und der Diskurs verweigert wird? Dass sich Tausende Menschen willf&auml;hrig in die ach so bequeme Opferrolle von zwielichtigen Gestalten hineinreden lassen und sich darin auch noch wohlig einrichten: Opfer der Politik, Opfer der Medien, Opfer einer vermeintlichen gesellschaftlichen &Auml;chtung &ndash; so als ob es sich bei den Pegida-Demonstranten um bejammernswerte B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger handelt, um die sich niemand k&uuml;mmert und die kurz davor sind abzust&uuml;rzen &ndash; und die dann auch noch skandieren &bdquo;Wir sind das Volk&ldquo;? Nein, in Dresden st&uuml;rzt niemand ab, in Dresden k&ouml;nnen wir studieren, wie rechtsgerichtete, antidemokratische Politik funktioniert, wie es pl&ouml;tzlich f&uuml;r Tausende nebens&auml;chlich wird, dass sie mit gewaltt&auml;tigen Neonazis gemeinsame Sache machen. Das muss ernst, sehr ernst genommen werden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wolff-christian.de\/es-reicht-von-einem-biedermann-und-einer-brandstifterin\/\">Christian Wolf<\/a><\/li>\n<li><strong>Britta Taddiken, Pfarrerin an der Thomaskirche, zu den Pegida-M&auml;rschen<\/strong><br>\nDennoch passiert es, dass Angst und Abwehr auch von denen entwickelt werden, denen der Durchblick f&uuml;r ihr Leben und was sie umgibt eigentlich m&ouml;glich ist. Symptomatisch daf&uuml;r sind im Moment die Pegida-M&auml;rsche in Dresden jeden Montag. Da wollen sog. &bdquo;Patriotische Europ&auml;er gegen die Islamisierung des Abendlandes&rdquo; einen Zaun um das zeihen, was sie irgendwie mit dem Begriff Abendland assoziieren. So demonstrieren sie schweigend im Finstern, um das zu sch&uuml;tzen, was viele von ihnen nicht einmal definieren k&ouml;nnen. Einer der heiligen Werte j&uuml;disch-christlicher Tradition des Abendlandes von jeher Gastfreundschaft, eintreten f&uuml;r die, die verfolgt sind und ihrer W&uuml;rde beraubt &ndash; egal, welcher Herkunft. Wie gut, dass ihnen inzwischen auch etwas entgegengehalten wird, diesen inzwischen 10.000, die sich irgendwie bedroht sehen von den im Vergleich zu L&auml;ndern wie dem Libanon oder Albanien wenigen Fl&uuml;chtlingen, die nach Deutschland kommen und ihnen das neiden, was jeder Mensch in unserem Land bekommen kann und muss: ein Dach &uuml;ber dem Kopf, ein Essen im Bauch und endlich diese schreckliche Angst um Leib und Leben los zu sein. Man solle auch die &Auml;ngste der Menschen ernst nehmen, die da protestieren, hei&szlig;t es auch aus kirchlichen Kreisen. Ja, in der Tat, alle sollten ernst genommen werden. Aber eben auch mit ihrer Verantwortlichkeit f&uuml;r das, was da passiert. Dass ihre diffusen &Auml;ngste und ihre &ndash; machen wir uns doch nichts vor &ndash; Fremdenfeindlichkeit gerade von den Gruppen instrumentalisiert werden, die da kr&auml;ftig mitmarschieren? Wie blind und taub muss man sein, das nicht zu realisieren, wessen Denke man auf diese Weise Salonf&auml;higkeit bescheinigt? Wie kann man sich, wenn es einem doch um den Ausdruck seiner Sorge geht, jedem zielf&uuml;hrenden Gespr&auml;ch entziehen? Seien wir hier und heute wach: Die gleichen Kreise, die Anfang des Jahres gegen den Moscheebau in Gohlis mobil gemacht haben, sind auch in Leipzig schon wieder in Stellung &ndash; auf Facebook rottet sich die Schar der Legida zusammen und k&uuml;ndigt einen ersten sog. Spaziergang in Leipzig f&uuml;r Anfang n&auml;chsten Jahres an. Seien wir nur wach.<br>\nWehret den Anf&auml;ngen, einem solchen Ungeist gilt es entgegenzustehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.thomaskirche.org\/r-2014-predigten-a-6332.html\">Thomaskirche Leipzig<\/a><\/li>\n<li><strong>stern-Reporterin auf Pegida-Demo &ndash;<\/strong><br>\n&ldquo;Na, du linksintellektuelle Prostituierte!&rdquo;<br>\nUnsere Autorin war am Montag zum ersten Mal auf einer Pegida-Demo in Dresden. Jetzt sitzt sie wieder in Hamburg am Schreibtisch. Und wird diese Szenen nicht los.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/pegida-demo-in-dresden-was-eine-reporterin-erlebte-2160572.html\">Stern<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung A.M.:<\/strong> Das geh&ouml;rt zum Bild der Vorg&auml;nge.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Ich geh ooch ma zum D&ouml;ner&ldquo;<\/strong><br>\nAlles gibt es bei Pegida: Professoren, Polizisten, Hausfrauen &ndash; da sind sich die Pegida-Demonstranten einig. Alles au&szlig;er Nazis.<br>\nDresden am Montagabend. An die 15.000 Menschen haben sich zum Schweigemarsch der &bdquo;Patriotischen Europ&auml;er gegen die Islamisierung des Abendlandes&ldquo; (Pegida) versammelt. Deutschlandfahnen wehen im milden Abendwind, dazu ein paar Sachsenfahnen, einige tragen Transparente wie &bdquo;Keine Scharia in Europa&ldquo;. Die Menge skandiert &bdquo;Wir sind das Volk&ldquo; und &bdquo;L&uuml;genpresse, L&uuml;genpresse&ldquo; &ndash; ein Wort, das man von rechtsextremen Aufm&auml;rschen kennt, wo es sich auf &bdquo;auf die Fresse&ldquo; reimt. Bei Pegida geht es gem&auml;&szlig;igter zu, &bdquo;L&uuml;genpresse&ldquo; wird nur wiederholt &ndash; es klingt auch so hasserf&uuml;llt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Pegida-Demonstration-in-Dresden\/!151378\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;PEGIDA&rdquo; und der Neoliberalismus<\/strong><br>\nAlbrecht M&uuml;ller hat heute auf den Nachdenkseiten einen Artikel ver&ouml;ffentlicht, in dem er &Uuml;berlegungen vorstellt zu den Ursachen j&uuml;ngerer Ausgrenzungs- und Rechtstendenzen, wie sie etwa in den Dresdner &ldquo;PEGIDA&rdquo;-Protesten zum Ausdruck kommen. Zu Recht betont M&uuml;ller, dass die Gr&uuml;nde f&uuml;r den zunehmenden Rassismus und das zunehmende ausgrenzende Denken vor allem in der neoliberalen Politik der letzten Jahrzehnte zu suchen und zu finden sind. Eine kleine Erg&auml;nzung scheint aber sinnvoll.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1460\">annotazioni<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ukraine\/Russland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Return of the oligarchs: the October parliamentary elections<\/strong><br>\nThe results of the elections on 26 October to the Verkhovna Rada (parliament) clearly show a return to the status quo ante, to the time of secure oligarchic rule before the Maidan. The Ukrainian ruling class continues on its course to reinforce its control over the state rather than to democratise and decentralise power. This appears to be its instinctive response to the external challenge posed by Russia and the deepening social and economic crisis at home.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/observerukraine.net\/2014\/11\/18\/return-of-the-oligarchs-the-october-parliamentary-elections\/\">Observer Ukraine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung LabourNet:<\/strong> Der Artikel mache nicht nur klar, dass eine solche umfassende Darstellung bereits die in bundesdeutschen Medien verbreitete M&auml;r der demokratischen Kr&auml;fte, die diese Wahlen gewonnen h&auml;tten, ziemlich weitgehend widerlegt. Allein in dem der st&auml;rkste Block, der des Premierministers Jarzenjuk aufgedr&ouml;selt wird, welche rechten Kr&auml;fte sein Bestandteil sind. Es wird auch deutlich, dass diese Wahl eine tats&auml;chlich R&uuml;ckkehr der Oligarchen bedeutet, die ihre Leute&ldquo; platziert haben freilich nicht aller Oligarchen, weder eine  Gasprinzessin noch ein Herr des Donbass geh&ouml;ren zu den Gewinnern. Siehe auch &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/internationales\/ukraine\/they-never-come-back-ukrainische-oligarchen-schon\/\">They never come back &ndash; Ukrainische Oligarchen schon<\/a>&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Aufkl&auml;rung der Maidan-Morde: &ldquo;Ich bin nicht sicher, wann ich wieder in die Ukraine reisen kann&rdquo;<\/strong><br>\nDer Politikwissenschaftler Ivan Katchanovski &uuml;ber die Methode und die Ergebnisse seiner Untersuchung und die Haltung der ukrainischen Beh&ouml;rden<br>\nDer Politikwissenschaftler Ivan Katchanovski hat &ouml;ffentlich zug&auml;ngliches Material zu den Kiewer Scharfsch&uuml;tzenmorden am 20. Februar analysiert. Im Gegensatz zur offiziellen Untersuchung der neuen Machthaber fand er Belege daf&uuml;r, dass es Sch&uuml;tzen in Maidan-kontrollierten Geb&auml;uden gab. Laut Katchanovski feuerten sie auf Polizisten, Maidank&auml;mpfer, Journalisten und Unbeteiligte.<br>\nIvan Katchanovski stammt aus der westukrainischen Stadt Luzk, lebt aber seit mehr als 20 Jahren in Nordamerika. Der 47-j&auml;hrige Universit&auml;tslehrer ist kanadischer Staatsb&uuml;rger. Er promovierte an der George-Mason-Universit&auml;t in Fairfax (Virginia) bei Washington und hatte sp&auml;ter Forschungs- und Lehrauftr&auml;ge u.a. in Toronto und Harvard. Er lehrt seit mehr als vier Jahren Politikwissenschaften an der School of Political Studies (Universit&auml;t Ottawa). In der kanadischen Hauptstadt pr&auml;sentierte er seine Analyseergebnisse zum &ldquo;Sniper-Massaker&rdquo; erstmals im Oktober in einem Seminar am Lehrstuhl f&uuml;r ukrainische Studien. Der Universit&auml;tslehrer forscht zu den politischen Entwicklungen und Konflikten in postsowjetischen Staaten aber auch zu politischen Entwicklungen in der Ukraine w&auml;hrend des Zweiten Weltkriegs. Katchanovski spricht Englisch, Ukrainisch und Russisch. Er hat drei B&uuml;cher verfasst und Artikel in wissenschaftlichen Zeitschriften sowie in nordamerikanischen, britischen und ukrainischen Medien publiziert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/43\/43649\/1.html\">Stefan Korinth  auf Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung A.M.:<\/strong> Bemerkenswert.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Bundesverfassungsgericht kippt Erbschaftssteuergesetz &ndash; Sondervotum<\/strong><br>\nAbweichende Meinung der Richter Gaier und Masing und der Richterin Baer zum Urteil des Ersten Senats vom 17. Dezember 2014 &ndash; 1 BvL 21\/12 &ndash; 1<br>\nWir stimmen der Entscheidung zu, sind aber der Ansicht, dass zu ihrer Begr&uuml;ndung ein weiteres Element geh&ouml;rt: Das Sozialstaatsprinzip des Art. 20 Abs. 1 GG. Die Beurteilung der mit den angegriffenen Vorschriften bewirkten Ungleichbehandlungen im Lichte des Sozialstaatsprinzips sichert die Entscheidung weiter ab und macht ihre Gerechtigkeitsdimension erst voll sichtbar.<br>\n1.Die Erbschaftsteuer ist ein Beitrag zur Herstellung sozialer Chancengleichheit, die sich in einer freien Ordnung nicht von selbst herstellt. Die freie Gesellschaftsordnung der Bundesrepublik beruht auf der f&uuml;r den modernen Staat selbstverst&auml;ndlichen Annahme der rechtlichen Freiheit und Gleichheit aller B&uuml;rger. Mit dieser durch die Verfassung gew&auml;hrleisteten Grundlegung des Gemeinwesens in der Freiheit und Besonderheit des Einzelnen werden gesellschaftliche Ordnungsbildung und Entwicklung weitgehend dem freien Spiel der Konkurrenz und sich hierbei bildender Unterscheidungen &uuml;berlassen. Die rechtliche Gleichheit verbunden mit der individuellen Handlungs- und Erwerbsfreiheit und der Garantie des Eigentums entbindet eine weitreichende Dynamik und f&uuml;hrt unweigerlich zur Entstehung materieller Ungleichheit unter den B&uuml;rgern. Dies ist gewollt und elementarer Inhalt einer freiheitlichen Rechtsordnung. Insoweit bedarf es aber eines Ausgleichs. Dies gilt insbesondere f&uuml;r die Eigentumsordnung, denn im Eigentum gerinnt die Ungleichheit der freigesetzten Gesellschaft zur Materie und wird Ausgangspunkt neuer Ungleichheiten (vgl. Sondervotum B&ouml;ckenf&ouml;rde zur Verm&ouml;gensteuer, BVerfGE 93, 149 &lt;162 f.&gt;).<br>\nDas Grundgesetz hat mit seiner Verpflichtung aller &ouml;ffentlicher Gewalt auf das Sozialstaatsprinzip die Ausrichtung auf soziale Gerechtigkeit zu einem leitenden Prinzip aller staatlichen Ma&szlig;nahmen erhoben (vgl. BVerfGE 5, 85 &lt;198&gt;, auch BVerfGE 52, 303 &lt;348&gt;; 134, 1 &lt;14 f. Rn. 41 f.&gt;). Die Erbschaftsteuer dient deshalb nicht nur der Erzielung von Steuereinnahmen, sondern ist zugleich ein Instrument des Sozialstaats, um zu verhindern, dass Reichtum in der Folge der Generationen in den H&auml;nden weniger kumuliert und allein aufgrund von Herkunft oder pers&ouml;nlicher Verbundenheit unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig anw&auml;chst. Dass hier auch in Blick auf die gesellschaftliche Wirklichkeit eine Herausforderung liegt, zeigt die Entwicklung der tats&auml;chlichen Verm&ouml;gensverteilung&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundesverfassungsgericht.de\/SharedDocs\/Entscheidungen\/DE\/2014\/12\/ls20141217_1bvl002112.html%20\">Bundesverfassungsgericht am Ende des Urteils nach Randnummer 294<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Dieses Sondervotum der drei von SPD und oder Gr&uuml;nen nominierten Richter verweist zwar auf die (sozial) umverteilende Funktion der Erbschaftssteuer angesichts einer zunehmenden Umverteilung von unten nach oben, &auml;ndert aber nichts am Urteilstenor, wonach gro&szlig;z&uuml;gige Steuererleichterungen f&uuml;r Firmenerben erhalten bleiben. Siehe <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24330#more-24330\">hier<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Karlsruhe glaubt an M&auml;rchen<\/strong><br>\nDie Steuerfreiheit f&uuml;r Unternehmenserben soll verhindern, dass Arbeitspl&auml;tze gef&auml;hrdet werden. Das ist ideologischer Quatsch.<br>\nDie Steuerfreiheit f&uuml;r Unternehmenserben wird damit begr&uuml;ndet, dass das Bezahlen der &uuml;blichen Erbschaftsteuer in der Regel Arbeitspl&auml;tze gef&auml;hrde. Entweder der Familienunternehmer m&uuml;sse seinen Betrieb an einen b&ouml;sen Konzern verkaufen, weil er nur so die Steuer finanzieren kann, oder zumindest werde dem Unternehmen so viel Liquidit&auml;t entzogen, dass es nicht mehr richtig investieren kann und deshalb ins Trudeln ger&auml;t.<br>\nWas f&uuml;r ein ideologischer Quatsch! Die Nachfahren von Unternehmern erben doch nicht nur das Unternehmen, sondern auch H&auml;user, Wertpapiere, Autos, Kunst und Schmuck. Oft sind sie sogar schon vor dem Erbfall reich. Werte, um die Erbschaftsteuer zu bezahlen, sind in aller Regel genug da. Liquidit&auml;tsprobleme f&uuml;r das Unternehmen gibt es nur, wenn der Unternehmensspross keine Lust hat, das ererbte Mietshaus zu verkaufen. Die Steuerfreiheit f&uuml;r Unternehmenserben sch&uuml;tzt also nur scheinbar das Unternehmen und seine Arbeitspl&auml;tze. Noch viel mehr sch&uuml;tzt es die Familienjuwelen, Luxussportwagen und Aktienpakete der Unternehmenserben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Erbschaftsteuer\/!151495\/\">taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Das vermeintliche Problem der &bdquo;illiquiden Werte&ldquo; lie&szlig;e sich auch ganz einfach durch l&auml;ngere Zahlungsfristen mit kleineren Raten umgehen. Wenn ein Erbe begr&uuml;nden kann, warum eine sofortige Besteuerung die Substanz eines Unternehmens bedrohen kann, k&ouml;nnte der Staat ihm auch ein Tilgungsmodell &uuml;ber viele Jahre hinweg anbieten. Vorbild f&uuml;r dieses Modell ist das Lastenausgleichsgesetz http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Lastenausgleichsgesetz aus dem Jahre 1952, das j&auml;hrliche Tilgungen von bis zu 1,67% pro Jahr erlaubte &ndash; ein Satz, den wohl fast jedes Unternehmen aus der Eigenkapitalrendite leisten kann, ohne dass dabei die Substanz des Unternehmens &uuml;berhaupt ber&uuml;hrt wird.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Und da wurde mir klar, dass wir hinter McDonalds gefoltert werden<\/strong><br>\nAuf mehr als 6.000 Seiten beschreibt der Bericht des amerikanischen Senats, wie die CIA vor einem Jahrzehnt weltweit Terrorverd&auml;chtige folterte. Der geb&uuml;rtige Bremer Murat Kurnaz war zu dieser Zeit Gefangener in Guantanamo. Bei Jung &amp; Naiv redet er &uuml;ber f&uuml;nf Jahre im Lager, Folter und Fangfragen des Kanzleramts, dessen Abgesandte ihn in Guantanamo verh&ouml;rten und zur&uuml;cklie&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/krautreporter.de\/221--und-da-wurde-mir-klar-dass-wir-hinter-mcdonalds-gefoltert-werden\">Krautreporter<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Mindestsicherung statt Hartz IV<\/strong><br>\nDie Fraktion Die Linke fordert eine sanktionsfreie Mindestsicherung von mindestens 1.050 Euro netto im Monat. In ihrem Antrag (18\/3549), der am Freitag vom Bundestag in erster Lesung beraten wird, schreibt sie zur Begr&uuml;ndung, unterhalb dieser Summe drohe Armut. &bdquo;Mit der Mindestsicherung muss die Verarmung und Entw&uuml;rdigung von allen Erwerbslosen und Menschen mit geringem Einkommen beendet werden&ldquo;, hei&szlig;t es in dem Antrag. Die H&ouml;he der Mindestsicherung soll sich nach den Vorstellungen der Fraktion an der jeweiligen Armutsrisikogrenze orientieren und durch Warenkorberhebungen &uuml;berpr&uuml;ft werden. Alle Menschen, die &uuml;ber kein ausreichendes Einkommen und Verm&ouml;gen verf&uuml;gen, um ihren soziokulturellen Mindestbedarf zu decken, sollen einen Rechtsanspruch auf diese Mindestsicherung haben. In diesem Zusammenhang fordern die Linken auch die Abschaffung des Asylbewerberleistungssystems als &bdquo;diskriminierendes Sondersystem&ldquo;.<br>\nDer von der Fraktion geforderte Gesetzentwurf soll einen &bdquo;grundlegenden Kurswechsel zu einer Politik der Armutsbek&auml;mpfung&ldquo; festschreiben. Dazu geh&ouml;rt auch die Erh&ouml;hung des gesetzlichen Mindestlohns auf 10 Euro, die Schaffung eines &ouml;ffentlich gef&ouml;rderten Besch&auml;ftigungssektors von 200.000 Stellen und die Abschaffung von Hartz IV. Das Hartz-IV-System gen&uuml;ge weder den Anspr&uuml;chen an eine grundrechtlich fundierte soziale Absicherung, noch sei es in Bezug auf seine beiden Hauptziele &ndash; bessere Arbeitsvermittlung und materielle Sicherheit &ndash; als erfolgreich einzusch&auml;tzen, beklagt Die Linke. Dar&uuml;ber hinaus schw&auml;che es die Rechtsposition der Leistungsberechtigten und zwinge ihnen unn&ouml;tige Instrumente zur Ma&szlig;regelung auf, hei&szlig;t es in dem Antrag weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2014_12\/-\/348694%20\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Neue Leerstelle<\/strong><br>\nDGB macht mit Regierung und Industrie mobil gegen Ausbildungsmisere und r&auml;umt damit die Stellung als deren exponiertester Kritiker.<br>\nDie 522.200 im laufenden Jahr neu abgeschlossenen Vertr&auml;ge markierten einen historischen Tiefstand im &raquo;wiedervereinigten&laquo; Deutschland. Im Vorjahresvergleich betr&auml;gt der R&uuml;ckgang 1,4 Prozent. Bei der betrieblichen Ausbildung z&auml;hlten die Forscher mit 502.110 Pl&auml;tzen 5.800 weniger als 2013, im au&szlig;erbetrieblichen Bereich verzeichneten sie Einbu&szlig;en von 1.500 auf 20.100. Am Bilanzierungsstichtag 30. September waren 37.100 Stellen unbesetzt &ndash; so viel wie seit 20 Jahren nicht mehr. Gleichwohl waren immer noch 81.200 Bewerber ohne Zuschlag.<br>\nH&auml;tte der DGB bis vor kurzem bei so einer Sachlage noch m&auml;chtig auf die Pauke gehauen und gesetzgeberische Ma&szlig;nahmen verlangt, stehen die Zeichen neuerdings auf Vers&ouml;hnung. Wie der Bundesvorsitzende Rainer Hoffmann bei den Gr&uuml;ndungsfeierlichkeiten der Allianz bedauerte, sei es nicht gut gewesen, &raquo;dass wir in der Berufsbildung in den vergangenen Jahren allzu oft gegeneinander und nicht miteinander gearbeitet haben&laquo;. Ab jetzt gelte es, &raquo;weniger &uuml;bereinander zu reden&laquo;, um &raquo;vielmehr miteinander die dr&auml;ngenden Probleme&laquo; anzugehen. Hofmann sprach in diesem Zusammenhang von &raquo;Ritualen&laquo;, in die man sich gefl&uuml;chtet habe, und man muss annehmen, dass er damit auch die Forderung nach einer Ausbildungsumlage meint&hellip;<br>\nIndustrie und Handwerk haben seither Jahr f&uuml;r Jahr die auf Basis einer &raquo;freiwilligen Selbstverpflichtung&laquo; gemachten Versprechen zur Schaffung neuer Ausbildungskapazit&auml;ten gebrochen &ndash; und das Scheitern stets als &raquo;Erfolg&laquo; verkauft. Ob sich der DGB k&uuml;nftig bei der Sch&ouml;nrechnerei und -rederei beteiligen wird, bleibt abzuwarten. Seinen Ruf als exponierter, unbefangener Kritiker der Misere, ihrer Verursacher und Vertuscher ist der Gewerkschaftsdachverband aber bis auf weiteres los.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/12-16\/085.php%20\">Ralf Wurzbacher in junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>M&uuml;tter ohne deutsche Staatsangeh&ouml;rigkeit beziehen seltener Betreuungsgeld &hellip;<\/strong><br>\nKurz und knapp zum weiteren Nachdenken: Der Anteil der Beziehenden von Betreuungsgeld ohne deutsche Staatsangeh&ouml;rigkeit lag im dritten Quartal 2014 (15,4 Prozent) unter dem Anteil der von M&uuml;ttern ohne deutsche Staatsangeh&ouml;rigkeit geborenen Kinder an den in der Bundesrepublik Deutschland in 2012 und 2013 insgesamt geborenen Kindern (17,0 bzw. 17,6 Prozent).<br>\nDies ist das Ergebnis von Berechnungen des Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) auf Grundlage aktueller Daten des Statistischen Bundesamtes zum Betreuungsgeld im dritten Quartal 2014 und zu den Geburten in den f&uuml;r das Betreuungsgeld (bisher) relevanten Geburtsjahren 2012 und 2013.<br>\nZum ersten Jahrestag der Einf&uuml;hrung des Betreuungsgeldes konnte man in der ZEIT und sinngem&auml;&szlig; nicht nur dort lesen: &bdquo;Eltern mit Migrationshintergrund nutzen diese M&ouml;glichkeit besonders h&auml;ufig &ndash; das zeigt nicht nur eine mittlerweile sehr umstrittene, vergangene Woche bekannt gewordene Untersuchung des Deutschen Jugendinstituts (DJI), sondern auch der Datenschatz des Statistischen Bundesamtes. 14 Prozent aller Kinder, deren Eltern Betreuungsgeld beziehen, sind keine deutschen Staatsb&uuml;rger, der Anteil der Ausl&auml;nder an allen dauerhaft in Deutschland lebenden Menschen liegt nur bei 8,7 Prozent.&rdquo; (Elisabeth Niejahr, Online, Nr. 33\/2014, 8. August 2014)<br>\nDer &bdquo;Datenschatz des Statistischen Bundesamtes&ldquo; zum Betreuungsgeld und den das Betreuungsgeld Beziehenden sagt aber etwas ganz anderes aus als &bdquo;14 Prozent aller Kinder, deren Eltern Betreuungsgeld beziehen, sind keine deutschen Staatsb&uuml;rger, der Anteil der Ausl&auml;nder an allen dauerhaft in Deutschland lebenden Menschen liegt nur bei 8,7 Prozent.&ldquo; (ZEIT, siehe oben)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/archiv-kurzmitteilungen\/36-texte-biaj-kurzmitteilungen\/568-muetter-ohne-deutsche-staatsangehoerigkeit-beziehen-seltener-betreuungsgeld-.html%20\"> Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ)<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Datenkarte der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/strong><br>\nDas Wichtigste im Taschenformat: Fakten zu Wirtschaft, Arbeitswelt und Mitbestimmung<br>\nWie viele Besch&auml;ftigte werden in Deutschland nach Tarifvertrag bezahlt? Wie viele m&uuml;ssen nachts oder am Samstag arbeiten? Wie viele Frauen und wie viele M&auml;nner haben eine Teilzeitstelle? Wie viele k&ouml;nnen sich in ihrem Betrieb an einen Betriebs- oder Personalrat wenden? Wie hat sich die Zahl der mitbestimmten Unternehmen entwickelt? Wie hoch ist der gewerkschaftliche Organisationsgrad in den L&auml;ndern der EU? Die neue Datenkarte 2014 der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung liefert im handlichen Taschenbuchformat aktuelle Zahlen zu den Themenfeldern:<br>\nBev&ouml;lkerung, Besch&auml;ftigung, Einkommen, Arbeitszeit Arbeitsmarkt\/Ausbildungsmarkt, Soziale Sicherheit Gewerkschaftliche Daten Wirtschaft\/Finanzen sowie Umwelt\/Gesundheit.<br>\nDifferenzierte Daten f&uuml;r das westliche und das &ouml;stliche Bundesgebiet erg&auml;nzen die Zahlen f&uuml;r Gesamtdeutschland. Ein EU- und ein kompakter Bundesl&auml;ndervergleich runden die Karte ab. Die gedruckte Karte liegt in deutscher Sprache vor.<br>\nDie deutsche Version der Datenkarte steht auch auf den Internet-Seiten der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung als pdf-Datei <a href=\"http:\/\/boeckler.de\/6299.htm?produkt=HBS-005999&amp;chunk=1\">zum Download bereit<\/a>.\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die Schlachtordnung<\/strong><br>\nIn einer idyllischen Gegend in Niedersachsen wird im Sekundentakt geschlachtet, immer schneller, immer billiger, immer schmutziger. Erledigt wird das Gemetzel von einer Geisterarmee aus Osteuropa. Sie schlafen in Mulden unter B&auml;umen, ohne D&auml;cher und ohne Schutz, sie decken sich mit Bl&auml;ttern zu. Sie liegen da zusammengekauert wie wilde Tiere. Die Gegend zwischen Oldenburg in Niedersachsen und Rheda-Wiedenbr&uuml;ck in Nordrhein-Westfalen ist Deutschlands gr&ouml;&szlig;te Schlachtanlage. Hier werden jedes Jahr 3,5 Millionen Tonnen Schweine-, 900.000 Tonnen Gefl&uuml;gel- und 400.000 Tonnen Rindfleisch produziert. Schlachten, das bedeutet: Hals aufschneiden, aufh&auml;ngen, Rektum aufbohren, enth&auml;uten, aufschneiden, zerteilen, verpacken.<br>\nDas System funktioniert nur wegen einer Gesetzesl&uuml;cke. Diese L&uuml;cke hei&szlig;t Werkvertrag. Um den deutschen Arbeitsmarkt zu sch&uuml;tzen, hat die Bundesregierung bei der Osterweiterung der Europ&auml;ischen Union eine Klausel durchgesetzt: EU-Neub&uuml;rger m&uuml;ssen bis zu sieben Jahre auf eine freie Arbeitsplatzwahl in den Mitgliedstaaten der EU verzichten. So, hoffte man, w&uuml;rde Deutschland nicht von Billigarbeitern &uuml;berrannt werden. Irgendwer hat das Kleingedruckte &uuml;bersehen: Die Dienstleistungsfreiheit galt trotzdem f&uuml;r die neuen Beitrittsl&auml;nder. Betriebe aus den neuen Mitgliedstaaten der EU durften deshalb deutschen Unternehmen ihre Dienstleistungen anbieten &ndash; und zwar zu den Arbeitsbedingungen ihrer L&auml;nder. So arbeiten rum&auml;nische Arbeiter in Deutschland zu rum&auml;nischen Bedingungen. Und kein Staatsanwalt kann etwas dagegen tun.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2014\/51\/schlachthof-niedersachsen-fleischwirtschaft-ausbeutung-arbeiter\/komplettansicht\">ZEIT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Atheismus im Mittleren Osten &ndash; Eine postislamistische Generation?<\/strong><br>\nDie arabischen Aufst&auml;nde scheinen gescheitert &ndash; und die radikalen Islamisten die Gewinner. Tats&auml;chlich aber haben die Revolten von 2011 eine Bewegung freigesetzt, die vielfach unbemerkt blieb: die Hinwendung zum Atheismus. Dessen Anh&auml;nger sind dem &laquo;Islamischen Staat&raquo; zahlenm&auml;ssig sogar weit &uuml;berlegen. 2014 befragte die Al-Azhar-Universit&auml;t, &Auml;gyptens wichtigste religi&ouml;se Institution, 6000 B&uuml;rger und kam zum Ergebnis: 12,3 Prozent von ihnen sind Atheisten. 2012 befragte das renommierte Marktforschungsinstitut Win\/Gallup International 502 Saudiaraber und kam zum Ergebnis: 19 Prozent von ihnen sind &laquo;nicht religi&ouml;s&raquo;, weitere f&uuml;nf Prozent gar &uuml;berzeugte Atheisten. Vorausgesetzt, dass diese Zahlen repr&auml;sentativ sind, hiesse das: Fast ein Viertel der rund 29 Millionen Saudis ist latent oder akut religionsm&uuml;de.<br>\nWie gross der von Win\/Gallup konstatierte S&uuml;ndenfall demnach ist, beweist nichts besser als Riads Reaktion: Im M&auml;rz erkl&auml;rte es die Infragestellung der islamischen Fundamente Saudiarabiens zum &laquo;terroristischen Akt&raquo;. Weniger radikal, aber nicht minder konfus fiel die Reaktion Kairos aus: Eine nationale Kampagne soll die verlorenen Schafe &ndash; die gem&auml;ss Verfassung kriminell und mit Haft zu bestrafen sind &ndash; wieder in den Schoss der Gesellschaft holen. Das Problem ist nur: Keiner weiss, wie. Denn um die Dialoge, zu denen aufgerufen und eingeladen wird, fruchten zu lassen, m&uuml;ssten die Religionsgelehrten die Intelligenz der jungen Zweifler ansprechen. Gerade das aber misslingt ihnen zumeist. &laquo;Das Gros von ihnen hat nie gelernt, logische Fragen zu stellen, geschweige denn, solche zu beantworten&raquo;, erkl&auml;rt die 22-j&auml;hrige &Auml;gypterin Aynur. Stattdessen schwinge der Klerus vorzugsweise die Keule buchstabentreuer Gottesfurcht und traktiere seine Kritiker mit Szenarien von H&ouml;llenfeuern. &laquo;Allerdings wirkt das neben all dem, was wir hier wirklich durchmachen, irgendwann ausgesprochen l&auml;cherlich&raquo;, meint Aynur.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/feuilleton\/eine-postislamistische-generation-1.18445785\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wenn die junge &Auml;gypterin fragt: &ldquo;Es ist also aus religi&ouml;ser Sicht gut, eine Frau wegen Ehebruchs zu steinigen &ndash; aber einen 70-J&auml;hrigen, der eine 10-J&auml;hrige heiratet, soll man begl&uuml;ckw&uuml;nschen?!&rdquo;, da f&uuml;hlt sich der liberale wie auch der konservative Westler best&auml;tigt und m&ouml;chte am liebsten wie weiland Professor Higgins mehr sich selbst bejubelnd singen: I think she&rsquo;s got it\/ Ich glaub jetzt hat sie&rsquo;s. Schwieriger wird es dann f&uuml;r unsere Fundis inklusive kirchlichen Spitzenpersonals, wenn Aynur fragt: &ldquo;Gott gab den Homosexuellen Instinkte &ndash; verbietet ihnen aber, diese auszuleben. Wozu gab er sie ihnen dann? Um sie zu qu&auml;len?&rdquo; Und schwierig wird es nicht nur f&uuml;r der politischen Islam, sondern auch geistliche Vertreter des ganz normalen Islam um die Ecke, wenn die junge Frau fragt: &ldquo;Wenn Gott und Mensch zwei voneinander getrennte Entit&auml;ten sind, muss Gott doch r&auml;umlich begrenzt sein? Sonst k&ouml;nnte er ja in den Menschen einfliessen &ndash; womit Gott und Mensch eins w&auml;ren&rdquo; Da tut sich nat&uuml;rlich auch unser Geistlicher vor Ort schwer.<\/em><br>\n<em>Es tut sich mehr im Nahen Osten als der so intensiv wahrgenommene Feldzug des IS. Mona Sarkis stellt in ihrem lesenswerten Artikel das Versagen des politischen Islam als Ausl&ouml;ser einer Bewegung in das Zentrum, von der der Soziologe Asef Bayat einen &ldquo;Postislamismus&rdquo; erhofft, als einem System, in dem radikale religi&ouml;se Lesarten schrittweise zugunsten einer Fusion mit zivilen Freiheiten aufgegeben werden. &ndash; Nat&uuml;rlich ist es interessant und erfreulich, wenn der saudische Scharia-Gelehrte und ehemalige Salafist Abdullah al-Maliki 2011 den Schlachtruf &lsquo;Der Islam ist die L&ouml;sung&rsquo; in &lsquo;Die Souver&auml;nit&auml;t der Umma ist die L&ouml;sung&rsquo; abwandelte und damit laut Sarkis die Herrschaft der Individuen, Sippen oder Einzelparteien ablehnt und das Volk Referenzpunkt der Legislative ansieht. Sein Buch sei damit ein Pl&auml;doyer f&uuml;r ein demokratisches Modell. &ndash; Bemerkenswerter fand ich pers&ouml;nlich die Aussage des bekennenden Atheisten Syrers Fadi, es sei fatal, die Religion aus lauter Frustration &uuml;ber ihren Missbrauch durch Machtmenschen &uuml;ber Bord zu werfen. Ihn jetzt unreflektiert absch&uuml;tteln zu wollen, hie&szlig;e, ein Vakuum zu schaffen, das nicht die Souver&auml;nit&auml;t der V&ouml;lker, sondern den n&auml;chsten Absturz bringe. Das ist kritische Klugheit, die sich nicht mehr in einem einfachen &ldquo;Dagegen&rdquo; ersch&ouml;pft.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Angriff aus heiterem Himmel<\/strong><br>\nVor kurzem schreckten Berichte von Drohnen&uuml;berfl&uuml;gen franz&ouml;sischer Atomanlagen auf. Absicht und Urheber der Flugman&ouml;ver blieben unbekannt. In Kontext warnt jetzt ein Sicherheitsexperte vor Terrorattacken aus der Luft: &ldquo;Atomkraftwerke sind mit Drohnen leicht verwundbar.&rdquo; Nach Kontext-Informationen versuchten Unbekannte bereits, in Deutschland Spezialdrohnen f&uuml;r m&ouml;gliche terroristische Anschl&auml;ge zu beschaffen.<br>\nNoch ist nichts passiert. Doch Sicherheitsexperten wie Matthias Berger sehen die Drohnen&uuml;berfl&uuml;ge von franz&ouml;sischen Atomanlagen mit ungutem Gef&uuml;hl. &ldquo;Das einzig Beruhigende ist, dass die Fl&uuml;ge entdeckt wurden&rdquo;, sagt der Ingenieur. Zwischen Anfang Oktober und Mitte November wurden im Nachbarland mehr als 30 &Uuml;berfl&uuml;ge &uuml;ber 15 Atomkraftwerken, drei Anlagen zur Kernbrennstoffverarbeitung und einem Atomforschungszentrum beobachtet. Bislang konnten weder die &Uuml;berfl&uuml;ge verhindert noch die Hintergr&uuml;nde aufgedeckt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/zeitgeschehen\/194\/angriff-aus-heiterem-himmel-2619.html%20\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<p><em>Hinweis: Auch in dieser Woche finden Sie wieder eine Reihe interessanter Beitr&auml;ge in der Kontext:Wochenzeitung, u.a.:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em><strong>Linie mit Knick:<\/strong> Der Wasserwerferprozess ist Geschichte: Die 18. Gro&szlig;e Strafkammer des Landgerichts Stuttgart hat mit Beschluss vom 9. Dezember das Verfahren endg&uuml;ltig eingestellt, nachdem die beiden Angeklagten ihre Geldauflagen innerhalb weniger Tage erf&uuml;llt hatten. Auch die  Nebenkl&auml;ger m&uuml;ssen zahlen: Ein Drittel ihrer Kosten mindestens, in einem Fall sogar alles.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Der Kl&uuml;gere gibt nach:<\/strong> Uli Sckerl gibt sein Amt als Obmann im neuen NSU-Untersuchungsausschuss des Landtags ab. Seit Mitte Oktober stand der Parlamentarische Fraktionsgesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Gr&uuml;nen  unter Druck, nachdem er sich in Widerspr&uuml;che zum Umgang mit einem heiklen Gutachten verwickelt hatte. Jetzt erkl&auml;rte er, die &ldquo;immens wichtige Aufkl&auml;rungsarbeit auf keinen Fall gef&auml;hrden zu wollen&rdquo;.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Demokratie jetzt:<\/strong> Viele regen sich &uuml;ber &ldquo;die&rdquo; Medien auf, zum Beispiel &uuml;ber deren Russland-Berichterstattung. Im Visier sind dabei besonders ARD und ZDF. Zwei Wissenschaftlerinnen sind praktisch geworden: sie haben einen Publikumsrat gegr&uuml;ndet, der mitbestimmen soll.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Leckerli f&uuml;r Pegida:<\/strong> Unser Wetterer Peter Grohmann &uuml;ber die Fremdenhasser nicht nur in Dresden. <\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Kontext:Wochenzeitung im Kiosk und am Samstag als Beilage zur taz.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>EU court takes Hamas off terrorist organisations list<\/strong><br>\nA top court of the European Union has annulled the bloc&rsquo;s decision to keep the Palestinian Islamist movement Hamas on a list of terrorist groups.<br>\nThe decision had been based not on an examination of Hamas&rsquo; actions, but on &ldquo;factual imputations derived from the press and the internet&rdquo;, judges found.<br>\nThe court said the move was technical and was not a reassessment of Hamas&rsquo; classification as a terrorist group.<br>\nIt said a funding freeze on the group would continue for the time being.<br>\nHamas dominates Gaza and fought a 50-day war with Israel earlier this year. Under its charter, the movement is committed to Israel&rsquo;s destruction.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bbc.com\/news\/world-middle-east-30511569\">BBC<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Video: NSU-Leaks<\/strong><br>\nWas will &ldquo;Fatalist&rdquo;?: Das &ldquo;Leaken&rdquo; von Akten aus dem NSU-Prozess ist ohne Beispiel ein handfester Skandal. Kulturzeit ist es gelungen, mit dem Mann zu sprechen, der die Quellen ins Netz gestellt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.3sat.de\/mediathek\/?mode=play&amp;obj=48426\">3sat Mediathek<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Fatalist und der Arbeitskreis NSU<\/strong><br>\nNSU\/NSDAP Seit geraumer Zeit g&auml;rt es im Netz. Nun widmet SPON dem Blogger Fatalist, der offensichtlich Ermittlungsakten leakte, gar einen Artikel. Wurden Beweismittel gef&auml;lscht?<br>\nFatalist und der Arbeitskreis NSU<br>\nW&auml;hrend im M&uuml;nchener NSU-Prozess der &ldquo;Rechtsextremismus auf Staatskosten&rdquo; (FAZ) durch den unglaubw&uuml;rdigen Auftritt des &ldquo;gr&ouml;&szlig;enwahnsinnigen&rdquo; (SPON) ehemaligen V-Mannes und NSU-Kumpels Tino Brandt repr&auml;sentiert wurde, erhielt der Innenausschuss des Bundestages anl&auml;sslich einer Sitzung, die den Tod des ehemaligen BfV-Spitzels, Ku-Klux-Klan\/European White Knights-Mitglieds und NSU Kontaktes &ldquo;Corelli&rdquo; ( Thomas R.) thematisierte, Post vom sogenannten Arbeitskreis NSU.<br>\nSPON berichtete, der Arbeitskreis wolle vermeintliche Belege f&uuml;r den &ldquo;Verdacht der Beweismittelf&auml;lschung&rdquo; im M&uuml;nchner NSU-Prozess vorlegen und fordere von den Abgeordneten &ldquo;politische Stellungnahme und weitere Ma&szlig;nahmen&rdquo;. Ziel der angeblichen F&auml;lschungen sei die Vertuschung weiterer schwerster Straftaten gewesen. Im Folgenden widmet sich SPON den Mitgliedern &ldquo;des zu Verschw&ouml;rungstheorien neigenden Arbeitskreises&rdquo; insbesondere dem Blogger &ldquo;Fatalist&rdquo;, der seit Monaten Screenshots und gescannte BKA-Ermittlungsakten zum NSU ver&ouml;ffentlicht.<br>\n&ldquo;Fatalist&rdquo; ver&ouml;ffentlichte im November 2013 im Forum Politikforen.net Ausz&uuml;ge einer CD, die der Verfassungsschutz erst im Fr&uuml;hjahr 2014 erhielt. Auf dem Cover dieser CD prangte das K&uuml;rzel &ldquo;NSU\/NSDAP&rdquo;. Ein Hamburger V-Mann hatte diese CD bereits 2006 von &ldquo;Corelli&rdquo; erhalten, der 39-j&auml;hrig an einer nicht erkannten Diabetis verstorben sein soll, kurz bevor ihn &ldquo;Verteter einer Sicherheitsbeh&ouml;rde&rdquo; zu der besagten CD am &rdquo; 3. April 2014&Prime; (der Spiegel Ausgabe 17\/2014) befragen wollten. Sp&auml;ter wurde sein Todeszeitpunkt eingegrenzt auf den Zeitraum 4. April bis 7. April. Unn&ouml;tig zu erw&auml;hnen, dass &ldquo;Corelli&rdquo; nicht als Zeuge im NSU Prozess angeh&ouml;rt werden sollte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/gsfrb\/fatalist-und-der-arbeitskreis-nsu\">der Freitag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Klares Votum f&uuml;r &ldquo;Abenomics&rdquo;<\/strong><br>\nBei der vorgezogenen Parlamentswahl in Japan hat Premier Abe den erwarteten Sieg f&uuml;r seine Koalition eingefahren. Seine Partei f&uuml;hrte den Erfolg auf die &ldquo;Abenomics&rdquo; genannte Wirtschaftspolitik zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/japan-parlamentswahl-107.html\">Tageschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.G.:<\/strong> Diesen Wahlausgang bei 35% Wahlbeteiligung als &uuml;berzeugendes Votum f&uuml;r die sogenannte &ndash; bislang aber ziemlich erfolglose &ndash; Abenomics zu werten, grenzt schon an Abenteuerlichkeit. Aber die Japaner sind in guter Gesellschaft, denn in Deutschland liegen die Verh&auml;ltnisse ja &auml;hnlich.<\/em><br>\n<em>Stellt sich die Frage, warum Abe die Wahlen &uuml;berhaupt abhalten wollte, was schon deshalb nicht erforderlich war, da sich ja praktisch nirgends im Lande Widerstand gegen seine Politik regte. Es dr&auml;ngt sich mir also der Verdacht auf, dass der Mann noch einige weitere Abgefeimtheiten  plant und das Wahlergebnis als zus&auml;tzliche Legitimation hierf&uuml;r missbrauchen will.<\/em><br>\n<em>Bei einem Mann, dessen Regierung gerade erst ein Maulkorbgesetz in Kraft gesetzt hat, was eine de facto Gleichschaltung aller Medien zur Folge hat, der seinen eigenen Worten nach die Abschaffung der Friedensverfassung seines Landes als Lebensaufgabe betrachtet, der Kriegsverbrecher zu Helden der japanischen Nation verkl&auml;rt, dessen eigener Gro&szlig;vater selbst einmal als Kriegsverbrecher erster Klasse galt, der den Medien des Landes unter Androhung von Sanktionen untersagt, koreanische Frauen, die der japanischen Armee als &ldquo;Sexsklavinnen&rdquo; dienen mussten, als &ldquo;Trostfrauen&rdquo; zu bezeichnen, und von dem ich annehme, dass er zumindest billigend hinnimmt, dass die Bev&ouml;lkerung um die havarierten AKWs Fukushimas herum als Versuchskaninchen dienen, um die Auswirkungen der radioaktiven Verseuchung &ldquo;am lebenden Objekt&rdquo; studieren zu k&ouml;nnen, muss man wohl auf alles gefasst sein.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Von wegen Chancen-Gleichheit: Selbst der &ldquo;Chancen-Spiegel&rdquo; der Bertelsmann Stiftung zeigt die L&ouml;cher im s&auml;chsischen Bildungsk&auml;se<\/strong><br>\nWas ist das eigentlich, was die Bertelsmann Stiftung da am Donnerstag, 11. Dezember, ver&ouml;ffentlicht hat? &ndash; &ldquo;Chancen-Spiegel&rdquo; nennt sie es und vergleicht (mal wieder) die unvergleichlichen Bildungssysteme der Bundesl&auml;nder nach ihre Bildungschancen f&uuml;r die Kinder. Es ist also eine Art Versuch, Gerechtigkeit anhand von Zahlen darzustellen. Aber gelingt das diesem Zahlenwerk? &ndash; Die Antwort lautet: Nein. (&hellip;)<br>\nTats&auml;chlich ist das neue Zahlenwerk der Bertelsmann Stiftung eine Ohrfeige f&uuml;r die vom Finanzminister verantwortete Bildungspolitik in Sachsen. Er bestimmt mit seinen Mittelzuweisungen, wie viele Lehrer es gibt und wie voll die Klassen werden. Ohne gen&uuml;gend Lehrer keine F&ouml;rderung f&uuml;r benachteiligte Sch&uuml;ler, keine Abfederung von besonderen F&ouml;rderschwerpunkten. Da nutzen auch Medaillen von internationalen Sch&uuml;ler-Olympiaden nichts. Eine kleine Leistungselite ersetzt keine fundierte Arbeit in der Breite. (&hellip;)<br>\nDenn was das s&auml;chsische Bildungssystem klar kennzeichnet, ist seine starke Fixierung auf Auslese und Elite. Ein System aber, das Auslese zum Kernelement hat, kann keine gleichen Chancen f&uuml;r alle bereitstellen. Das bei&szlig;t sich. Deswegen ist die &ldquo;Exklusionsquote&rdquo; in Sachsen seit Jahren erschreckend hoch &ndash; auch 2012 wurden 6,3 Prozent der Kinder schon bei der Einschulung in F&ouml;rderschulen abgeschoben (Bundesdurchschnitt: 4,8 %). 8,8 Prozent der eingeschulten Kinder in den allgemeinbildenden Schulen habe F&ouml;rderbedarf (Bundesdurchschnitt: 6,6 Prozent), von einer echten Inklusion kann keine Rede sein. Dazu m&uuml;ssten deutlich mehr Lehrer eingestellt werden, die diese Betreuung &uuml;bernehmen k&ouml;nnten. (&hellip;)<br>\nTats&auml;chlich spart sich der Freistaat Sachsen sein Schulsystem sch&ouml;n und halst wichtige Bildungskosten dann nachgelagert anderen Institutionen auf. Auch den Kommunen, die dann wieder mit knappen Finanzmitteln ausb&uuml;geln m&uuml;ssen, was die Narren der &ldquo;Schuldenbremse&rdquo; ganz systematisch verbockt haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.l-iz.de\/Bildung\/Leipzig%20bildet\/2014\/12\/Von-wegen-Chancen-Gleichheit-im-saechsischen-Bildungssystem-58652.html\">Leipziger Internet Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> Und so wie die Zahlen der Bertelsmann Stiftung f&uuml;r den Freistaat Sachsen bem&auml;ngelt werden, k&ouml;nnen sie vermutlich auch f&uuml;r andere Bundesl&auml;nder kritisiert werden.<\/em><br>\n<em>Wir von den NachDenkSeiten betrachten Aussagen der Bertelsmann Stiftung stets mit Vorsicht, denn sie arbeitet offensichtlich &ndash; zumindest nicht immer gemeinn&uuml;tzig, sondern oftmals eigenn&uuml;tzig &ndash; im Sinne des Bertelsmann Konzerns.<\/em><br>\n<em>Die NachDenkSeiten begleiten die &bdquo;Bertelsm&auml;nner&ldquo; kritisch. Dazu einige Beispiele:<\/em><\/p>\n<ol class=\"abc\">\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5228\">Die Rolle der Bertelsmann Stiftung beim Abbau des Sozialstaates und der Demokratie oder: Wenn ein Konzern Politik stiftet &ndash; zum gemeinen Nutzen?<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11374\">Der Spiegel vermarktet die Bertelsmann Stiftung &ndash; &bdquo;Deutscher Lernatlas&ldquo; stellt den Zusammenhang von Bildung und Wohlstand auf den Kopf<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15208\">&bdquo;Herrschaft durch Meinungsmache? &ndash; Einfluss und Interesse des Bertelsmann-Konzerns an der &Ouml;konomisierung des Bildungssystems.&ldquo;<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Vorsicht, Faschist!<\/strong><br>\nImmerzu werden Antifaschisten und Antimilitaristen hierzulande mit der Forderung bedr&auml;ngt, sich von anderen zu distanzieren. Als eine besonders wirksame Methode des Auseinanderdividierens erweist sich die Anschuldigung, diese oder jene Gruppe und jeder, der mit ihnen Umgang habe, seien Faschisten.<br>\nK&uuml;rzlich schrieb mir ein f&uuml;hrendes Mitglied der Partei Die Linke, Antifaschismus bedeute f&uuml;r ihn, &ldquo;gegen antiemanzipatorische, antihumanistische, diskriminierende, rassistische, sexistische, antisemitische und nationalistische Tendenzen vorzugehen, denn diese f&uuml;hren in letzter Konsequenz zum Faschismus, den es zu bek&auml;mpfen gilt&rdquo;. Ja gut, aber sollen wir nun etwa anhand eines solchen Kriterienkatalogs entscheiden, wer mit wem gemeinsam gegen die NPD oder gegen R&uuml;stungsexporte oder gegen die Schn&uuml;ffelei der Geheimdienste demonstrieren darf? Nicht jedes Vorurteil macht einen Faschisten aus, und je mehr Ausgrenzungsgr&uuml;nde wir auflisten, desto weniger Mitdemonstranten bleiben &uuml;brig &ndash; was mir auch der Zweck vieler Distanzierungsforderungen zu sein scheint. [&hellip;]<br>\nEs ist einfach t&ouml;richt, die &Uuml;berwindung von Vorurteilen zur Vorbedingung gemeinsamer Aktionen zu machen. Vielmehr lassen sich Vorurteile gerade in der gemeinsamen Aktion &uuml;berwinden. [&hellip;]<br>\nIch kann auch meine Partei Die Linke nur davor warnen, sich im Streit &uuml;ber den Umgang mit angeblichen &ldquo;Verschw&ouml;rungstheoretikern&rdquo;, &ldquo;strukturellen Antisemiten&rdquo;, &ldquo;autorit&auml;ren Charakteren&rdquo;, &ldquo;Antieurop&auml;ern&rdquo;, &ldquo;Antiamerikanern&rdquo;, &ldquo;Populisten mit verk&uuml;rzter Kapitalismuskritik&rdquo;, &ldquo;Chauvis&rdquo;, &ldquo;Machos&rdquo;, &ldquo;latenten Sexisten&rdquo; und &ldquo;homophoben Heimatfetischisten&rdquo; zu zerreiben. Medienkonzerne, vielleicht auch geheimdienstliche Sprachlabore liefern daf&uuml;r nur allzu gern die Verwirrw&ouml;rter, und sogenannte Antideutsche oder Gem&auml;&szlig;igte in der Partei greifen sie nur allzu gern auf.<br>\nWeil wir als Linke schon f&uuml;r alles m&ouml;gliche beschimpft, verboten oder berufsverboten worden sind, sollten wir besonders in Zeiten von Facebook und Twitter niemandem leichthin gestatten, ohne belastbare Beweise mit rufmordenden Begriffen wie &ldquo;Faschist&rdquo;, &ldquo;Nazi&rdquo;, &ldquo;Rassist&rdquo;, &ldquo;Antisemit&rdquo; die berufliche und politische Existenz zu zerst&ouml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.diether-dehm.de\/index.php\/positionen\/958-vorsicht-faschist\">Dieter Dehm<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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