{"id":24376,"date":"2014-12-22T09:23:49","date_gmt":"2014-12-22T08:23:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24376"},"modified":"2014-12-22T09:23:49","modified_gmt":"2014-12-22T08:23:49","slug":"hinweise-des-tages-2281","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24376","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24376#h01\">Ukraine\/Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24376#h02\">Pegida<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24376#h03\">Erbschaftsteuer gerecht reformieren!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24376#h04\">Freihandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24376#h05\">Merkel bremst Juncker aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24376#h06\">Privatisiert die Regelsatzermittlung!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24376#h07\">BA-Chef fordert Anreize f&uuml;r l&auml;ngeres Arbeiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24376#h08\">Von rechts nach links lesen: Eine WELT-Infografik zur Langzeitarbeitslosigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24376#h09\">&Ouml;PP: Das wird alles teurer werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24376#h10\">Fr&uuml;herer Staatsdiener will ins Gesch&auml;ft mit Heimen einsteigen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24376#h11\">585 Milliarden Dollar f&uuml;r US-Milit&auml;r<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24376#h12\">Pentagon preparing for mass civil breakdown<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24376#h13\">USA best&auml;tigt erstmals unbegr&uuml;ndete Verschleppung von Khaled El Masri<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24376#h14\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24376#h15\">Oops! We did it again &ndash; das Gutachten des EuGH zum EMRK-Beitritt der EU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24376#h16\">Kuba\/USA: Isolation hat nicht funktioniert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24376#h17\">Die AfD und der rechte Rand &ndash; National statt liberal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24376#h18\">Schweizer Zeitung stellt 5 Thesen zum Misstrauen gegen Medien auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24376#h19\">In memoriam Udo J&uuml;rgens<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24376&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ukraine\/Russland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Kiew will m&auml;chtigste Armee Europas<\/strong><br>\nNoch h&auml;lt die vereinbarte Waffenruhe zwischen der ukrainischen Regierung und den pro-russischen Separatisten im Osten des Landes. Doch ein dauerhafter Frieden ist nicht in Sicht. Der Sicherheitsrat in Kiew will die Armee f&uuml;r einen m&ouml;glichen Krieg mit Russland milit&auml;risch aufr&uuml;sten.<br>\nDer neue Sekret&auml;r des Nationalen Sicherheitsrates in der Ukraine will f&uuml;r einen m&ouml;glichen Krieg gegen Russland die &bdquo;m&auml;chtigste Armee Europas&ldquo; gr&uuml;nden. Ungeachtet der wirtschaftlichen Probleme brauche die Ukraine ein schlagkr&auml;ftiges Milit&auml;r &ndash; etwa dazu, um die von Russland annektierte Schwarzmeerhalbinsel Krim zur&uuml;ckzuerobern, sagte der als Hardliner bekannte Alexander Turtschinow. [&hellip;]<br>\nF&uuml;r die Kampfeins&auml;tze werde in den Streitkr&auml;ften eine 100.000 Mann starke Reserveeinheit gebildet, sagte Turtschinow. &bdquo;Wir haben keinen anderen Ausweg&ldquo;, meinte der fr&uuml;here Parlamentschef. Dazu solle es im kommenden Jahr eine Mobilisierung in einzelnen Etappen geben.<br>\n&bdquo;Unser Krieg endet erst, wenn das ganze Gebiet der Ukraine &ndash; einschlie&szlig;lich der Autonomen Republik Krim &ndash; befreit ist&ldquo;, sagte Turtschinow.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/europa\/ukraine-konflikt-kiew-will-maechtigste-armee-europas-13327320.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Ukraine: Waffen auf Pump<\/strong><br>\nDie vom Staatsbankrott bedrohte Ukraine will Waffen und anderes Milit&auml;rger&auml;t mit Krediten im Ausland einkaufen. &ldquo;Es besteht Unterst&uuml;tzung und Verst&auml;ndnis bei unseren ausl&auml;ndischen Partnern&rdquo;, sagte der ukrainische Pr&auml;sident Petro Poroschenko am Samstag Medien zufolge bei einer Sitzung des Sicherheitsrates in Kiew.<br>\nAuch die eigenen R&uuml;stungskonzerne seien angewiesen, trotz Staatsschulden in 24-Stunden-Schichten Waffen zu produzieren. Das Fehlen von Geld d&uuml;rfe nicht das Ende der Produktion bedeuten, meinte der Pr&auml;sident. &ldquo;Wir tun alles, um die Schulden rasch zu begleichen&rdquo;, sagte er. Die Ex-Sowjetrepublik hofft auch auf neue Milliardenhilfen des Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wirtschaftsblatt.at\/home\/nachrichten\/europa_cee\/4624193\/Ukraine_Waffen-auf-Pump%20\">Wirtschaftsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>Umsturz per Krise<\/strong><br>\nDie Zuspitzung der Wirtschaftskrise in Russland treibt im Westen die Debatte &uuml;ber einen m&ouml;glichen Umsturz in Moskau voran. Im Zentrum der Planungen stehen dabei die russischen Mittelschichten; Hintergrund ist, dass der Umsturz in der Ukraine, der als m&ouml;gliches Modell f&uuml;r einen &ldquo;Regime Change&rdquo; auch in Russland gilt, ma&szlig;geblich von den Mittelschichten des Landes herbeigef&uuml;hrt wurde. K&ouml;nne Moskau deren Einkommen und deren Lebensniveau nicht mehr garantieren, k&ouml;nnten sie der Regierung wom&ouml;glich die Unterst&uuml;tzung entziehen, vermutet eine Expertin von der &ldquo;European Foundation for Democracy&rdquo; aus Br&uuml;ssel. Allerdings sei keinesfalls klar, ob ein Umsturz ein prowestliches Regime an die Macht bringen werde. Beobachter weisen darauf hin, dass Putin zur Zeit nicht nur au&szlig;ergew&ouml;hnlich hohe Zustimmungswerte hat, sondern dass au&szlig;erhalb der Metropolen auch in den Mittelschichten nationalistische, antiwestliche Vorstellungen dominierten. Ein Umsturz biete keine Erfolgsgarantie f&uuml;r den Westen. Der russische Ex-Oligarch Michail Chodorkowski hat vor kurzem &ldquo;revolution&auml;re&rdquo; Schritte in Aussicht gestellt &ndash; unter Abkehr von einem Machtwechsel &ldquo;auf demokratischem, sanftem Weg&rdquo;. Weil der Westen den &ouml;konomischen Druck auf Moskau aber inzwischen so stark erh&ouml;ht, dass selbst eine Staatspleite nicht mehr v&ouml;llig ausgeschlossen wird, drohen die Umsturzpl&auml;ne sich gegen ihre Erfinder zu wenden: Russlands Kollaps tr&auml;fe europ&auml;ische Banken, die in Moskau Au&szlig;enst&auml;nde in dreistelliger Milliardenh&ouml;he haben, und k&ouml;nnte die Wirtschaft der EU mit in die Krise rei&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59023%20\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><strong>Viewing Russia From the Inside<\/strong><br>\nMy sense is that the Russians were serious. It would explain why the increased sanctions, plus oil price drops, economic downturns and the rest simply have not caused the erosion of confidence that would be expected. Reliable polling numbers show that President Vladimir Putin is still enormously popular. Whether he remains popular as the decline sets in, and whether the elite being hurt financially are equally sanguine, is another matter. But for me the most important lesson I might have learned in Russia &mdash; &ldquo;might&rdquo; being the operative term &mdash; is that Russians don&rsquo;t respond to economic pressure as Westerners do, and that the idea made famous in a presidential campaign slogan, &ldquo;It&rsquo;s the economy, stupid,&rdquo; may not apply the same way in Russia&hellip;.<br>\nThe case of Kosovo is extremely important to the Russians both because they feel that their wishes were disregarded there and because it set a precedent. Years after the fall of the Serbian government that had threatened the Albanians in Kosovo, the West granted Kosovo independence. The Russians argued that the borders were redrawn although no danger to Kosovo existed. Russia didn&rsquo;t want it to happen, but the West did it because it could. In the Russian view, having redrawn the map of Serbia, the West has no right to object to redrawing the map of Ukraine.<br>\nI try not to be drawn into matters of right and wrong, not because I don&rsquo;t believe there is a difference but because history is rarely decided by moral principles. I have understood the Russians&rsquo; view of Ukraine as a necessary strategic buffer and the idea that without it they would face a significant threat, if not now, then someday. They point to Napoleon and Hitler as examples of enemies defeated by depth.<br>\nI tried to provide a strategic American perspective. The United States has spent the past century pursuing a single objective: avoiding the rise of any single hegemon that might be able to exploit Western European technology and capital and Russian resources and manpower. The United States intervened in World War I in 1917 to block German hegemony, and again in World War II. In the Cold War the goal was to prevent Russian hegemony. U.S. strategic policy has been consistent for a century.<br>\nThe United States has been conditioned to be cautious of any rising hegemon. In this case the fear of a resurgent Russia is a recollection of the Cold War, but not an unreasonable one. As some pointed out to me, economic weakness has rarely meant military weakness or political disunity<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stratfor.com\/weekly\/viewing-russia-inside#axzz3MT7x6WDx\">Stratfor<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Pegida<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>RTL wirft Reporter raus<\/strong><br>\nDer Journalist, der bei einer Pegida-Demonstration in Dresden vor der Kamera des NDR-Magazins &bdquo;Panorama&ldquo; wie ein Protestierender auftrat, ist seinen Job los. Der Arbeitgeber RTL w&auml;hlt scharfe Worte f&uuml;r die Entscheidung.<br>\nRTL zieht aus dem seltsamen Auftritt, den ein Reporter des Senders bei der j&uuml;ngsten Pegida-Demonstration in Dresden hatte, nun Konsequenzen: Der junge Mann, der vor den Kameras des NDR-Magazins &bdquo;Panorama&ldquo; Rede und Antwort stand, als sei er aus pers&ouml;nlichen Gr&uuml;nden und um seiner Weltanschauung willen hier, wird gefeuert.<br>\n&bdquo;Unser Mitarbeiter hat einen Fehler begangen, der nicht zu entschuldigen ist&ldquo;, sagte der Chef des RTL-Landesstudios Ost, Thomas Pr&auml;kelt, im Gespr&auml;ch mit FAZ.NET. Er habe mit Teilnehmern der Demonstration ins Gespr&auml;ch kommen und diese befragen sollen. &bdquo;Er sollte auf keinen Fall provozieren oder zur Hetze animieren, schon gar nicht anderen Journalisten eine Rolle vorspielen.&ldquo; Statt dessen habe er &bdquo;unserem Berufsstand mit seinem Auftreten schwer geschadet&ldquo;. Sein Verhalten sei nicht nachzuvollziehen, vor allem, da es sich um einen erfahrenen Kollegen handle, der vor zweieinhalb Jahren vom NDR-Fernsehen als Mitarbeiter zum Landesstudio Ost gesto&szlig;en sei und seither rund dreihundert Beitr&auml;ge verfasst habe, ohne dass es jemals zu Auff&auml;lligkeiten gekommen sei.<br>\nErschwerend komme hinzu, dass der betreffende Reporter RTL beziehungsweise das Landesstudio Ost, das in einer eigenen GmbH organisiert ist, &bdquo;nach der Demonstration nicht &uuml;ber sein Interview mit den NDR-Kollegen informiert&ldquo; habe. Damit habe der Mitarbeiter das Vertrauen f&uuml;r eine Zusammenarbeit zerst&ouml;rt. &bdquo;Wir werden den betreffenden Kollegen nicht mehr einsetzen und die Zusammenarbeit mit ihm beenden&ldquo;, teilte RTL mit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/medien\/falscher-pegida-demonstrant-rtl-wirft-reporter-raus-13335537.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><strong>Dazu: Hallo RTL, bitte unbedingt schneiden!<\/strong><br>\nEin RTL-Reporter ist getarnt bei der Pegida und gibt der ARD ein Interview. Unser Autor kennt ihn. Ohne es zu wissen, hat er ihm ein Interview gegeben.[&hellip;]<br>\nDoch dann kommt raus: Der freundliche junge Mann mit der grauen Wollm&uuml;tze und der Pelzkapuze ist RTL-Reporter Felix Reichstein, der sich inkognito unter die Demonstranten gemischt hatte (und sich inzwischen von seinen Aussagen distanziert haben soll). Der Schock bei der ARD ist gro&szlig;. Aber mindestens so geschockt wie die ARD bin ich. Denn ich habe am vergangenen Montag in Dresden mit Felix Reichstein gesprochen &ndash; als ich im Auftrag der taz verdeckt unter Pegida-Demonstranten recherchiert habe.<br>\nIch erz&auml;hlte von den schlimmen Zust&auml;nden in Berlin (&bdquo;Berlin ist verloren&ldquo;), er berichtete aus Bayreuth (&bdquo;Bayreuth ist verloren&ldquo;), wir waren uns einig. Doch ich wusste nicht, dass er nur eine Rolle spielte, er wusste nicht, dass ich nur eine Rolle spielte, und jetzt haben wir das Schlamassel. Mist, Mit, Mist!<br>\nDabei h&auml;tte ich es ahnen k&ouml;nnen. Als ich n&auml;mlich eine Kollegin traf, die ihre schwarzen Haare unter einer Russenm&uuml;tze versteckt und sich dazu blaue Kontaktlinsen eingesetzt hatte. Ich hatte sie nicht erkannt und sie unauff&auml;llig angesprochen (&bdquo;Sch&ouml;ne M&uuml;tze&ldquo;). Doch sie bemerkte sofort, meine nur aus einer Deutschland-Fahne bestehende Camouflage war weniger raffiniert; wir konnten uns nur mit M&uuml;he verkneifen, laut loszuprusten.<br>\nOder diese beiden Mittdrei&szlig;iger in grellbunten Jogginghosen, Schnauzern und Vokuhila-Frisuren, mit denen ich mich danach prima unterhalten hatte. Am n&auml;chsten Tag sa&szlig;en im Speisewagen des EC (Budapest via Dresden nach Berlin) zwei M&auml;nner, die diesen Typen zum Verwechseln &auml;hnlich waren &ndash; au&szlig;er dass sie sportliche Sakkos und offene wei&szlig;e Hemden trugen, und pl&ouml;tzlich hippe, halblange Frisure hatten statt Vokuhila und Schnauzer.<br>\nIch wunderte mich ein wenig &uuml;ber diese &Auml;hnlichkeit, sprach die beiden aber nicht an. Sie waren ohnehin sehr besch&auml;ftigt. Sie tippten hektisch in ihre Notebooks, es fielen die Worte &bdquo;Redaktionsschluss&ldquo;, &bdquo;Super Story!&ldquo; und &bdquo;Das muss Giovanni doch kapieren&ldquo;, dazwischen l&auml;sterten sie &uuml;ber die ungarische Bahn (&bdquo;kein W-Lan&ldquo;) und deren Kaffee (&bdquo;Filterpl&ouml;rre&ldquo;, &bdquo;Muckefuck&ldquo;).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Undercover-Recherchen-bei-Pegida\/!151668\/\">taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Herrlich! Da fragt man sich, wie viele &bdquo;echte&ldquo; Demonstranten es eigentlich in Dresden gegeben hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Broder siegt in Dresden<\/strong><br>\n[&hellip;] Nach Deutschland wurde das Schlagwort &raquo;Islamisierung&laquo; vor allem durch das 2006 erschienene Buch des Journalisten Henryk M. Broder &raquo;Hurra wir kapitulieren! Von der Lust am Einknicken&laquo; getragen. &Auml;hnliche Kampfschriften, wie etwa Udo Ulfkottes B&uuml;cher &raquo;Der Krieg in unseren St&auml;dten&laquo; (2003) und &raquo;Heiliger Krieg in Europa&laquo;, erreichten nur eine geringere Verbreitung. Der sehr viel bekanntere Broder, damals noch f&uuml;r den Spiegel t&auml;tig, konnte seine Thesen jahrelang in Talkshows vortragen, bis einige Redaktionen das Widerw&auml;rtige und Gef&auml;hrliche seiner Positionen zu begreifen begannen. Die Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung unterst&uuml;tzte Broder, indem sie sein Buch zu Schleuderpreisen anbot.<br>\nWie schon am Titel deutlich ist, wirft Broder der westlichen Welt Feigheit und Selbstaufgabe gegen&uuml;ber dem Islam vor. In dieser Tendenz &auml;hnelt er Thilo Sarrazin, der 2010 mit gro&szlig;em Auflagenerfolg und starkem R&uuml;ckenwind aus dem Hause Springer sein Buch &raquo;Deutschland schafft sich ab&laquo; auf den Markt brachte. Beide Autoren sprechen die Ressentiments einer Klientel an, die sich pers&ouml;nlich und Deutschland insgesamt als st&auml;ndiges Opfer fremder Kr&auml;fte sieht, gegen die man sich endlich zur Wehr setzen m&uuml;sse. Die Schuldigen f&uuml;r eigene Probleme werden vorzugsweise bei Menschen gesucht, die es in Wirklichkeit noch schlechter getroffen haben als man selbst. Das ist, genau betrachtet, das Gegenteil einer politischen Protestbewegung.<br>\nEiner, der die aggressiven Aufrufe zum Widerstand gegen die vermeintliche Islamisierung ernst nahm, war der Norweger Anders Behring Breivik. Am 22. Juli 2011 ermordete er auf der Insel Ut&oslash;ya 69 Kinder und Jugendliche, die an einem Ferienlager der Jungsozialisten teilgenommen hatten. Als Motiv gab Breivik an, er habe Norwegen gegen den Islam und den &raquo;Multikulturalismus&laquo; verteidigen wollen. Die regierenden Sozialdemokraten seien f&uuml;r den &raquo;Massenimport von Moslems&laquo; verantwortlich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/12-22\/026.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Gegen Islamismus UND Fremdenfeindlichkeit<\/strong><br>\nIslamisten und &bdquo;Patrioten&ldquo; sind sich in ihren Grundannahmen &auml;hnlicher, als sie vermuten<br>\nIn den vergangenen Wochen folgten Tausende den Demonstrationsaufrufen der &bdquo;Patriotischen Europ&auml;er gegen die Islamisierung des Abendlandes&ldquo; (Pegida). Es folgte eine breite gesellschaftliche Debatte, in der leider viel zu selten thematisiert wurde, wie sehr die Denkmuster der &bdquo;Patrioten&ldquo; den Grundannahmen jener Islamisten gleichen, die sie kritisieren. Die Giordano-Bruno-Stiftung hat dies zum Anlass genommen, um eine Brosch&uuml;re herauszugeben, die diesen Sachverhalt ins Bewusstsein r&uuml;ckt. [&hellip;]<br>\nBei genauerer Betrachtung sei es offensichtlich, dass &bdquo;Islamisten und Muslimfeinde in ihren zugrundeliegenden Denkmustern gro&szlig;e Gemeinsamkeiten&ldquo; aufweisen: &bdquo;Beide halten zwanghaft an der &sbquo;Scholle&lsquo; ihrer jeweiligen Tradition fest und verteidigen ihr angestammtes kulturelles Getto reflexartig gegen das vermeintlich Feindliche des &sbquo;Fremden&lsquo; (&sbquo;die Ungl&auml;ubigen&lsquo; hier &ndash; &sbquo;die Muslime&lsquo; dort).&ldquo; Diese krude Denkhaltung habe die gesamte Islam- und Integrationsdebatte in Deutschland infiziert. Der Grundfehler bestehe darin, &bdquo;dass die Individuen allzu oft auf religi&ouml;se oder ethnische Gruppenidentit&auml;ten reduziert werden, was die Emanzipation des Einzelnen behindert und die Entwicklung von Parallelgesellschaften f&ouml;rdert.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.giordano-bruno-stiftung.de\/meldung\/gegen-islamismus-fremdenfeindlichkeit%20\">giordano-bruno-stiftung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Erbschaftsteuer gerecht reformieren!<\/strong><br>\nPositionen und Forderungen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft<br>\n&Uuml;berm&auml;&szlig;ige Privilegierung von Unternehmenserben verfassungswidrig<br>\nAm 17.12.2014 hat das Bundesverfassungs-gericht sein einstimmiges Urteil verk&uuml;ndet, dass die &uuml;berm&auml;&szlig;ige Beg&uuml;nstigung der Erben von Betriebsverm&ouml;gen im Erbschaft- und Schenkungsteuergesetz verfassungswidrig ist. Verschonungsregelungen seien zwar grunds&auml;tzlich zul&auml;ssig, die geltenden Regelungen aber seien unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig und nicht zielgenau. Das Gesetz gilt vorerst weiter, der Gesetzgeber muss bis zum 30. Juni 2016 eine verfassungskonforme Neuregelung treffen&hellip;<br>\nErbschaften unterliegen in Deutschland der Erbschaftsteuer, Schenkungen der Schenkungsteuer, die weitgehend identisch ist. Die Schenkungsteuer soll verhindern, dass die Erbschaftsteuer durch eine Schenkung zu Lebzeiten umgangen wird. Die Erbschaftsteuer ist im Grundgesetz Artikel 106 Absatz 2 ausdr&uuml;cklich genannt, ihr Aufkommen steht den L&auml;ndern zu.<br>\nUnbeschr&auml;nkte Steuerpflicht f&uuml;r das gesamte in- und ausl&auml;ndische Verm&ouml;gen gilt, wenn der Erblasser bzw. Schenkende den Wohnsitz oder gew&ouml;hnlichen Aufenthalt bzw. den Sitz oder die Gesch&auml;ftsleitung in Deutschland haben. Sitzen sie im Ausland, gilt unbeschr&auml;nkte Steuerpflicht nur f&uuml;r den Teil des in- und ausl&auml;ndischen Verm&ouml;gens, der auf im Inland ans&auml;ssige Erwerber &uuml;bergeht. Das Gleiche gilt f&uuml;r deutsche Staatsangeh&ouml;rige, die sich noch nicht l&auml;nger als f&uuml;nf Jahre im Ausland aufhalten.<br>\nAnsonsten gilt f&uuml;r das in Deutschland befindliche land- und forstwirtschaftliche Verm&ouml;gen, Grundverm&ouml;gen, Betriebsverm&ouml;gen sowie Anteile von mindestens zehn Prozent an inl&auml;ndischen Kapitalgesellschaften eine beschr&auml;nkte Steuerpflicht. Mit einigen L&auml;ndern bestehen Abkommen zur Vermeidung von Doppelbesteuerung.<br>\nDie Bewertung des Verm&ouml;gens und der abzugsf&auml;higen Schulden und Lasten erfolgt nach den Vorschriften des Bewertungsgesetzes (&sect;&sect; 157-203 BewG). Grunds&auml;tzlich gilt der gemeine Wert, das ist der erzielbare Verkaufspreis. Schulden und Verbindlichkeiten werden abgezogen. Auch Renten oder eine andere wiederkehrende Nutzung oder Leistung unterliegen mit ihrem Kapitalwert der Besteuerung.<br>\nEs gibt hohe pers&ouml;nliche Freibetr&auml;ge vor allem f&uuml;r engere Verwandte (Steuerklasse I): \n<ul>\n<li>500.000 Euro f&uuml;r Ehegatten und eingetragene Lebenspartner\/innen<\/li>\n<li>je 400.000 Euro f&uuml;r Kinder (und Kinder verstorbener Kinder)<\/li>\n<li>je 200.000 Euro f&uuml;r Enkel<\/li>\n<li>je 100.000 Euro f&uuml;r Urenkel sowie Eltern und Gro&szlig;eltern im Erbfall<\/li>\n<li>je 20.000 Euro f&uuml;r entferntere Verwandte sowie Eltern und Gro&szlig;eltern im Schenkungsfall (Steuerklasse II)<\/li>\n<li>je 20.000 Euro f&uuml;r alle anderen (Steuerklasse III)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Dazu kommen im Erbfall Versorgungsfreibetr&auml;ge f&uuml;r &uuml;berlebende Ehe- oder eingetragene Partner\/innen von bis zu 256.000 Euro, gek&uuml;rzt um den Wert von erbschaftsteuerfreien Versorgungsbez&uuml;gen. F&uuml;r Kinder betr&auml;gt der Versorgungsfreibetrag zwischen 52.000 Euro bei bis zu 5-J&auml;hrigen und 10.300 Euro bei 20- bis 27-J&auml;hrigen. Die Steuers&auml;tze sind der Tabelle bei den ver.di-Forderungen auf Seite 11 zu entnehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/141222_14-03-Erbschaftsteuer-gerecht-reformieren.pdf\">ver.di WIPO [PDF &ndash; 532 KB]<\/a><\/p>\n<p><strong>Passend dazu: Schluss mit Steuervorteilen f&uuml;r Million&auml;re<\/strong><br>\n&ldquo;Die enormen Steuervorteile f&uuml;r Unternehmenserben sind verfassungswidrig. Mit diesem Urteil macht das Bundesverfassungsgericht den Weg frei f&uuml;r eine angemessene Besteuerung des Zwei-Billionen-Verm&ouml;gens, das sich bei rund 19.000 Multimillion&auml;ren konzentriert. Es ist ein M&auml;rchen, dass h&ouml;here Erbschaftssteuern die Existenz zahlreicher Unternehmen gef&auml;hrden. Bei der anstehenden Neufassung der Erbschaftssteuer lie&szlig;e sich au&szlig;erdem regeln, dass im Erbfall Unternehmensanteile an die Belegschaft &uuml;bertragen werden&rdquo;, kommentiert Sahra Wagenknecht das Urteil des Bundesverfassungsgerichts, demzufolge die massiven Steuerprivilegien f&uuml;r Firmenerben gegen das Grundgesetz versto&szlig;en. Die Erste Stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE weiter:<br>\n&ldquo;Jedes Jahr werden hierzulande gut 250 Milliarden Euro vererbt und darauf nicht einmal f&uuml;nf Milliarden Euro an Erbschafts- und Schenkungssteuern bezahlt. In keinem anderen Euro-Land ist das Verm&ouml;gen so ungleich verteilt wie in Deutschland, kaum ein Land erzielt bei den verm&ouml;gensbezogenen Steuern so geringe Einnahmen, und in keinem anderen Land mit Ausnahme der Schweiz ist der Anteil der Reichen, die ihr Verm&ouml;gen geerbt haben, gr&ouml;&szlig;er als in Deutschland. Wenn Leistung sich wieder lohnen soll, m&uuml;ssen reiche Erben endlich wieder zur Kasse gebeten werden. Um dies durchzusetzen, sollte die Steuerpflicht an die Staatsb&uuml;rgerschaft gekoppelt werden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sahra-wagenknecht.de\/de\/article\/2024.schluss-mit-steuervorteilen-fuer-millionaere.html%20\">Sahra Wagenknecht<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Freihandel<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Wirtschaftsministerium macht gegen TTIP-Kritiker mobil<\/strong><br>\nDer Protest gegen das geplante transatlantische Handelsabkommen w&auml;chst. Alles Vorurteile, findet die Bundesregierung &ndash; und plant nun gemeinsam mit anderen EU-Staaten und der Kommission eine Kampagne.<br>\nDie Bundesregierung will gemeinsam mit der EU-Kommission und den Regierungen anderer EU-Staaten im n&auml;chsten Jahr eine Werbekampagne f&uuml;r das geplante europ&auml;isch-amerikanische Handelsabkommen TTIP starten. Dazu wird EU-Handelskommissarin Cecilia Malstr&ouml;m auf Vorschlag des Bundeswirtschaftsministeriums bis Februar eine Studie erstellen lassen, &bdquo;die die &ouml;konomische Bedeutung von Freihandel&ldquo; hervorhebt. Mit der Untersuchung solle &bdquo;eine grundlegende Diskussion &uuml;ber die EU-Handelspolitik&ldquo; angesto&szlig;en werden, erwartet Mathias Machnig, Staatssekret&auml;r im Bundeswirtschaftsministerium.<br>\nDas geht aus dem als &bdquo;Verschlusssache &ndash; nur f&uuml;r den Dienstgebrauch&ldquo; deklarierten Protokoll des Handelsministerrates in Br&uuml;ssel vom vergangenen 21. November hervor, das dem Tagesspiegel vorliegt.<br>\nDemnach erkl&auml;rte Machnig w&auml;hrend der Beratung, die EU und die Mitgliedstaaten h&auml;tten sich in der Auseinandersetzung mit den Gegnern des Abkommens &bdquo;zu sehr mit technischen Einzelheiten besch&auml;ftigt&ldquo;. Aber hinter der verbreiteten Kritik an TTIP &bdquo;st&uuml;nden Vorurteile&ldquo; wie etwa die Annahme, der &bdquo;Freihandel sei ein Projekt der Deregulierung&ldquo; oder &bdquo;f&uuml;hre zur Einschr&auml;nkung der Demokratie&ldquo;. Dagegen bed&uuml;rfe es einer grunds&auml;tzlichen Betrachtung des Themas, &bdquo;um die Debatte wieder sachlich f&uuml;hren zu k&ouml;nnen&ldquo;, sagte Machnig.<br>\nDie Kritiker des Vorhabens wenden sich insbesondere gegen die vorgesehene Einrichtung von privaten Sondergerichten, vor denen ausl&auml;ndische Investoren milliardenschwere Schadensersatzklagen gegen Regierungen f&uuml;hren k&ouml;nnen, wenn Gesetze oder Beh&ouml;rdenentscheide ihre Gewinne mindern. Dies und die geplante Harmonisierung von Vorschriften auf beiden Seiten des Atlantiks w&uuml;rden den Erlass neuer Produktregeln oder Umweltauflagen erschweren und damit die Freiheit der Parlamente beschr&auml;nken, warnt die Initiative &bdquo;Stopp TTIP&ldquo;, in der sich 320 Organisationen aus allen 28 Mitgliedsstaaten der EU zusammengeschlossen haben. Deren Mitglieder hatten bis Anfang Dezember binnen acht Wochen mehr als eine Million Unterschriften f&uuml;r die Forderung nach Abbruch der Verhandlungen gesammelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/transatlantisches-handelsabkommen-wirtschaftsministerium-macht-gegen-ttip-kritiker-mobil\/11147824.html\">Der Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Falsche Bekenntnisse zum Freihandel<\/strong><br>\nBei TTIP geht es nicht um Handelsfreiheit, sondern um eine Umverteilung von Macht, weg von den Parlamenten, hin zur Exekutive und deren ungew&auml;hlten Einfl&uuml;sterern. Ein Kommentar<br>\nFreihandel ist ein sch&ouml;nes Wort. Im Land der Exportrekorde und Schn&auml;ppchenj&auml;ger ist Handel ohnehin gut. Und dann auch noch frei &ndash; wer k&ouml;nnte dagegen sein? Darum setzen die Kanzlerin und ihr Wirtschaftsminister ebenso wie die EU-Kommission auf den Klang dieses Wortes, um den W&auml;hlern das derzeit gr&ouml;&szlig;te Gesetzgebungsprojekt Europas zu verkaufen: den Vertrag &uuml;ber die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft mit den USA, kurz TTIP genannt. Dies sei ein &bdquo;Freihandelsabkommen&ldquo;, k&uuml;nden sie allenthalben. Wer das kritisiert, muss folglich ein Fortschrittsfeind sein.<br>\nSchlie&szlig;lich beruht unser Wohlstand auf der internationalen Arbeitsteilung und dem freien Austausch von Waren und Dienstleistungen.<br>\nAber verhandelt wird gar nicht &uuml;ber die Freiheit des Handels an sich. Z&ouml;lle haben kaum noch Bedeutung. Zur Verhandlung stehen all die Regeln und Vorschriften, die manchen Branchen das Gesch&auml;ft auf der jeweils anderen Seite des Atlantiks erschweren. Das reicht von der Sicherheitspr&uuml;fung bei Nahrungsmitteln bis zu den Auflagen bei der Ausschreibung &ouml;ffentlicher Auftr&auml;ge. Sie alle gelten nun als &bdquo;Handelshemmnisse&ldquo;, die es zu beseitigen gilt, ganz gleich, welche medizinischen, &ouml;kologischen oder sozialen Gr&uuml;nde es f&uuml;r diese Regeln gibt. Mehr noch: Verhandelt werden sogar die Verfahren, wie die EU und die USA k&uuml;nftig mit neuen Produkten oder Gefahren umgehen werden, also die Methoden der Gesetzgebung selbst.<br>\nZum Beispiel sollen sich die Beamten beider Seiten in gemeinsamen &bdquo;Regulierungsr&auml;ten&ldquo; &uuml;ber ihre Pl&auml;ne verst&auml;ndigen, noch bevor die &Ouml;ffentlichkeit oder die Parlamente irgendetwas erfahren. Eine solche &bdquo;regulatorische Kooperation&ldquo; w&auml;re ein tiefer Eingriff in Europas Verfassung. Schon jetzt d&uuml;rfen allein die nicht gew&auml;hlten Beamten der EU-Kommission neue Gesetze vorschlagen. Das verschafft finanzstarken Interessengruppen ohnehin gro&szlig;en Einfluss. W&uuml;rde dem eine weitere, noch dazu transatlantische Instanz vorgeschaltet, w&uuml;rde Europas Gesetzgebung noch undurchsichtiger und anf&auml;lliger f&uuml;r Manipulation.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/ttip-falsche-bekenntnisse-zum-freihandel\/11146438.html\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> Die NachDenkSeiten setzen sich kritisch mit den sog. Freihandelsabkommen auseinander. Einige Beispiele:<\/em><\/p>\n<ol class=\"abc\">\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22160\">CETA und TTIP als Gefahr f&uuml;r das europ&auml;ische Sozialmodell<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22297\">TTIP- Generalangriff auf Sozialstaat?<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23530\">TTIP und die Dreifaltigkeit von Sigmar Gabriels SPD<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><strong>EU-Gipfel diskutiert Freihandelsabkommen:  Ja zu TTIP, aber nicht um jeden Preis<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Kommission soll bei den Verhandlungen zum Freihandelsabkommen der EU mit den Vereinigten Staaten st&auml;rker aufs Tempo dr&uuml;cken. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass das Abkommen noch vor dem Ende der Regierungszeit von Barack Obama unterschriftsreif ist. Allerdings wurde auch in Br&uuml;ssel deutlich, dass das angestrebte Abkommen im Kreis der Regierungschefs umstritten ist. &Ouml;sterreichs sozialdemokratischer Bundeskanzler Werner Faymann erkl&auml;rte nach der Sitzung, er habe seine Bedenken gegen die umstrittenen Investitionsschutzklauseln vorgebracht. Sie bieten privaten Investoren die M&ouml;glichkeit, Staaten vor Schiedsgerichten zu verklagen &ndash; und stellen eine Art parallele Rechtsstruktur dar, gegen die sich viele sozialdemokratische, gr&uuml;ne und linke Parteien und Nichtregierungsorganisationen wenden. Faymann erkl&auml;rte, seine Bedenken beschr&auml;nkten sich nicht nur auf das TTIP-Abkommen, sondern erstreckten sich auch auf das CETA-Abkommen, das die EU mit Kanada bereits fertig ausgehandelt hat. &ldquo;Wir sind &uuml;berzeugt, dass sowohl der kanadische als auch der US-amerikanische Rechtsstaat stark genug ist, um auf diese Sondergerichte zu verzichten&rdquo;. Die existierenden Investorenschutzabkommen seien &uuml;berwiegend mit afrikanischen und asiatischen L&auml;ndern abgeschlossen worden, wo von Rechtsstaat gar keine Rede sein konnte oder k&ouml;nne. Die Bef&uuml;rchtung f&uuml;r die Zukunft laute, dass die Sonderklagerechte &ldquo;dazu f&uuml;hren, dass durch sehr teure und hochqualifizierte Anw&auml;lte, &uuml;ber den Weg von Schadenersatzprozessen, Bestimmungen ausgeh&ouml;hlt werden&rdquo;. Das in der TTIP-Debatte gern vorgebrachte Argument, man k&ouml;nne sich auch nicht in allen europ&auml;ischen L&auml;ndern auf die Justiz verlassen, ziehe erst recht nicht, erkl&auml;rte Faymann. Wenn dem so sei, &ldquo;dann sollte man das in Europa in Ordnung bringen&rdquo;. Faymann sagte, es sei bekannt, dass Deutschland &ldquo;nicht dieselbe Position wie &Ouml;sterreich vertritt&rdquo; und &ldquo;insbesondere David Cameron&rdquo;, der britische Premier, die TTIP-Verhandlungen &ldquo;mit einer Euphorie&rdquo; verteidigt, die &ldquo;auch teuer bezahlt werden kann, mit (Sozial-, Verbraucher- und Umwelt-) Standards die uns wichtig sind&rdquo;. In dieser Frage gebe es keine Kompromisse: &ldquo;Wir wollen unseren Standpunkt durchsetzen.&rdquo; Gleichzeitig stellte Faymann aber klar, dass er nicht per se gegen TTIP sei. Der Abkl&auml;rung von Normen sei positiv und k&ouml;nne zu einer Belebung des Handels beitragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/eu-gipfel-diskutiert-freihandelsabkommen-ja-zu-ttip-aber-nicht-um-jeden-preis-1.2274727\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> In einem Interview mit der Kronenzeitung hat der &ouml;sterreichische Bundeskanzler Werner Faymann angek&uuml;ndigt, im Falle des Verbleibs der Investor-Staats-Klagen in TTIP mit einer Klage vor den Europ&auml;ischen Gerichtshof zu gehen. &ndash;  Sigmar Gabriel scheint sich auf seinem Ministersesselwohl zu f&uuml;hlen und passt sich ganz der Lesart von TTIP durch die Kanzlerin an. Dennoch ist es erstaunlich, wie schamlos ein Parteivorsitzender quasi von einem Tag auf den anderen seiner Partei Versprechungen in Sachen Investorenschutz macht, um sie als Minister zu widerrufen. Mag sein, dass die Winkelz&uuml;ge eines Parteivorsitzenden von breiten Publikum kaum wahrgenommen werden, aber es bekommt schon mit, dass diese Politikergeneration der SPD  bis hin zur Selbstverleugnung versucht, sich dem herrschenden Mainstream anzupassen und wie die Kanzlerin Konzeptionslosigkeit zur Tugend erkl&auml;rt. Fragt sich nur, warum der W&auml;hler dann nicht lieber &ndash; und die Umfragen best&auml;tigen dies &ndash; das Original w&auml;hlen soll. Zumal diese Generation SPD-Spitzenpolitiker den l&auml;cherlichen und peinlichen Eindruck vermittelt, zu glauben, der Klassenkampf sei gewonnen, wenn sie pers&ouml;nlich an den Futtertr&ouml;gen der Macht angekommen ist. Weiter reicht es nicht. An die Nachfolgegeneration in der SPD richtet sich &ndash; sofern sie nur einen Hauch von Ehrgeiz hat &ndash; die Frage, ob dieser Mangel an selbstbestimmter Politik der SPD-Spitze, nicht die letzten Chancen zu verspielen droht, je wieder den Gestaltungsspielraum einer Volkspartei zu erlangen. TTIP w&auml;re eine M&ouml;glichkeit gewesen, Flagge zu zeigen, Kontur zu gewinnen. Der Koalitionsvertrag verbietet es nicht, h&ouml;chst undemokratische, volkswirtschaftlich sch&auml;digende Elemente in TTIP zu beseitigen. Im &Uuml;brigen kann es nicht sein, dass die EU-Mitgliedsstaaten der Kommission zwar den Auftrag vergeben, TTIP zu verhandlen, ohne aber die Letztentscheidung &uuml;ber den Vertragstext zu haben. &ndash; Nat&uuml;rlich ist mit Gabriel die Chance auf etwas SPD-Kante in der Koalition verloren gegangen. Die SPD-Basis wird sich wohl genauso wenig wie seinerzeit bei Schr&ouml;der zu einer Revolte aufraffen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Merkel bremst Juncker aus<\/strong><br>\nUngeachtet der Proteste soll TTIP nun schon im kommenden Jahr zu Ende verhandelt werden. Eines der wenigen Ergebnisse des EU-Gipfels. Unklar hingegen die Zukunft des Investitionsplans von Kommissionschef Jean-Claude Juncker. Kanzlerin Angela Merkel begr&uuml;&szlig;te zwar das Vorhaben, das Investitionen in H&ouml;he von 315 Milliarden Euro ansto&szlig;en soll. Doch die Kanzlerin stellte so viele Bedingungen, dass nun nicht mehr klar ist, ob das Programm wie geplant im Juni 2015 starten kann. Schon im Vorfeld hatte die Kanzlerin gebremst, als Juncker ungenutzte EU-Gelder f&uuml;r Investitionen einsammeln wollte. Nun forderte sie, dass die Initiative unter das Dach der Europ&auml;ischen Investitionsbank EIB schl&uuml;pfen soll. Au&szlig;erdem bestand sie darauf, dass die Regeln des Stabilit&auml;tspakts nicht ge&auml;ndert werden. Dabei hatte Juncker versprochen, dass nationale Beitr&auml;ge zum geplanten Investitionsfonds nicht auf das Budgetdefizit angerechnet werden &ndash; und somit aus den EU-Stabilit&auml;tsregeln herausfallen. Schlie&szlig;lich sollen die Investitionen ja ganz Europa helfen und die drohende Deflation abwenden, argumentieren Juncker und Italiens Premier Matteo Renzi. F&uuml;r beide ist der Plan ein &ldquo;Neustart&rdquo;. Die EU ziehe damit einen Schlussstrich unter die Austerit&auml;tspolitik, freute sich auch Frankreichs Staatschef Fran&ccedil;ois Hollande.<br>\nBei Merkel klang das anders: Von Kurswechsel k&ouml;nne keine Rede sein, sagte sie. Der Juncker-Plan sei n&auml;mlich Teil eines &ldquo;magischen Dreiecks&rdquo; aus Strukturreformen und Budgetkonsolidierung. Die neoliberalen Reformen und die Sparpolitik wurden auf ihren Druck im Gipfelbeschluss noch einmal betont. Erst Mitte Januar d&uuml;rften die 28 EU-Staaten auch entscheiden, ob sie Geld f&uuml;r den Juncker-Plan geben. Frankreich, Luxemburg und &Ouml;sterreich k&uuml;ndigten zwar an, dass sie investieren wollen. Doch nach dem Merkel-Votum sagte beim EU-Gipfel kein einziges Land verbindlich einen Betrag zu. &ldquo;Ich will keine vagen Versprechen, ich will Geld&rdquo;, hatte Juncker zuvor gesagt. Er wurde auf der ganzen Linie entt&auml;uscht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=a2&amp;dig=2014%2F12%2F20%2Fa0149&amp;cHash=f6633115c5e32cb8dca874824cdcedaa\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Privatisiert die Regelsatzermittlung!<\/strong><br>\nNein, Lutz Hausstein macht nicht dasselbe wie die offiziellen Regelsatz-Berechner. Er macht es richtig. Muss nachbessern, was die amtlichen Rechengenies verpfuschen. Was sie verhunzen m&uuml;ssen von Dienst wegen. Aus diesem Grund rechnen sie ja eigentlich nur. Um zu sagen, dass das Leben eigentlich billig sei. Der Regelsatz daher genau richtig. Aber Hausstein zeigt auf, dass billig nur die Tricks und die Schlichen sind, mit denen diese Rechenk&uuml;nstler die Lebenshaltungskosten kleinrechnen.<br>\nIm Jahr 2010 legte Lutz Hausstein erstmals seine Studie &raquo;Was der Mensch braucht&laquo; vor. In ihr errechnete er einen realistischen Regelsatz, gemessen an den wirklichen Kosten, die ein Mensch in seinem Leben in Deutschland so hat. Und die er eben nicht nur hat, wenn er stolzer Besitzer eines Lohnarbeitsplatzes ist, sondern auch, wenn er in (Langzeit-)Arbeitslosigkeit verharrt. Denn ob man es glaubt oder nicht, die Kosten des Alltags minimieren sich ja nicht, nur weil man aussortiert wurde. Selbst wenn sich das soziale Leben mehr und mehr einstellen sollte &ndash; und das gelingt Hartz IV von ganz alleine nach einer gewissen Zeit -, bleiben da Kosten. Ja, das Leben kostet sogar, wenn man es quasi nur zwischen Wohnzimmer und Diele verbringt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2014\/12\/privatisiert-die-regelsatzermittlung.html\">ad sinistram<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Die Studie &bdquo;Was der Mensch braucht 2014\/2015&ldquo; k&ouml;nnen Sie <a href=\"https:\/\/www.startnext.de\/was-der-mensch-braucht\">hier<\/a> unterst&uuml;tzen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>BA-Chef fordert Anreize f&uuml;r l&auml;ngeres Arbeiten<\/strong><br>\nW&auml;hrend mit der Rente mit 63 verst&auml;rkt &uuml;ber eine Verk&uuml;rzung der Lebensarbeitszeit nachgedacht wird, schl&auml;gt der Chef der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit vor, Anreize f&uuml;r einen l&auml;ngeren Verbleib im Berufsleben zu schaffen. Frank-J&uuml;rgen Weise sagte in einem Interview des Magazins &ldquo;Focus&rdquo;, angesichts der Rekordbesch&auml;ftigung in Deutschland sei es nur folgerichtig, auch Anreize f&uuml;r Arbeitnehmer zu schaffen, die freiwillig sp&auml;ter aus dem Job aussteigen wollen. &ldquo;Das w&uuml;rde sich f&uuml;r den Arbeitsmarkt lohnen.&rdquo;<br>\nEr regte an: &ldquo;Die Frage ist, ob man nach dem Renteneintrittshalter immer noch Sozialversicherungsbeitr&auml;ge zahlt, von denen man nichts mehr hat.&rdquo; Solche Anreize k&ouml;nnten l&auml;ngeres Arbeiten m&ouml;glich machen. Dies zu vereinbaren sei aber letztlich Sache der Tarifpartner.<br>\nZugleich kritisierte der BA-Chef eine mangelnde Bereitschaft von Firmen, &auml;ltere Arbeitnehmer einzustellen. Viele Unternehmen reagierten erst, wenn die Not der unbesetzten Stellen zu gro&szlig; werde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.t-online.de\/wirtschaft\/altersvorsorge\/id_72252188\/rente-mit-63-ba-chef-fordert-auch-anreize-fuer-laengeres-arbeiten.html%20\">T-Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Weise liegt also voll auf der Linie der CDU, &auml;ltere Arbeitnehmer mit noch einmal niedrigeren L&ouml;hnen an die Firmen zu verramschen &ndash; und stellt absurderweise im selben Atemzug fest, da&szlig; die Firmen diese Arbeitnehmer gar nicht haben wollen. Grotesker geht Unternehmerlobbyismus kaum.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Von rechts nach links lesen: Eine WELT-Infografik zur Langzeitarbeitslosigkeit<\/strong><br>\n(BaSta) Eine bemerkenswerte WELT-Infografik zur Entwicklung des &bdquo;Anteils der Langzeitarbeitslosen an allen Arbeitslosen&ldquo;: 1993 sollen 35,6 Prozent und 2013 &bdquo;nur noch&ldquo; 27,8 Prozent der registrierten Arbeitslosen Langzeitarbeitslose gewesen sein. Die angebliche Quelle: Bundesagentur f&uuml;r Arbeit. \n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/141222_02.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/141222_02_small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Grafik aus: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article135498996\/Ein-15-Punkte-Programm-fuer-chancenlose-Arbeitslose.html\">Die Welt, 18. Dez. 2014, 11:15<\/a> <\/p>\n<p>Tats&auml;chlich ist es genau umgekehrt. Die WELT-Infografik zeigt, von links nach rechts gelesen, nicht die Entwicklung von 1993 bis 2013 sondern von 2013 bis 1993. In 2013 waren 35,6 Prozent der registrierten Arbeitslosen Langzeitarbeitslose.<br>\nUm die Entwicklung von 1993 bis 2013 zu erkennen, muss man die Grafik von rechts nach links lesen.<br>\nAber da stellt sich doch in diesen Tagen unmittelbar die Frage:<br>\nVon rechts nach links lesen?<br>\nDas wurde doch erst k&uuml;rzlich von einer wichtigen Regierungspartei verboten, oder?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/images\/stories\/2014-12-18_von-rechts-nach-links-lesen-WELT-Infografik-1993-2013.pdf%20\">B&uuml;ro f&uuml;r absurde Statistik (BaSta) c\/o Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ &ndash; www.biaj.de) [PDF &ndash; 210 KB]<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&Ouml;PP: Das wird alles teurer werden<\/strong><br>\nHans Eichel, der ehemalige SPD-Finanzminister, kritisiert &Ouml;ffentlich-Private Partnerschaften (&Ouml;PP) als Verschwendung von Steuergeldern. Die Kommission seines Parteichefs h&auml;lt er f&uuml;r ein &Ouml;PP-Projekt.<br>\ntaz: Herr Eichel, Sigmar Gabriel m&ouml;chte Versicherungskonzerne bei der Finanzierung der Infrastruktur beteiligen. W&uuml;rden Sie das als eine Form von &Ouml;ffentlich-Privater Partnerschaft bezeichnen?<br>\nHans Eichel: Ja sicher. Aber ist das sinnvoll? Denn wir l&ouml;sen dann die Probleme der Lebensversicherungsgesellschaften &uuml;ber die Finanzierung der Infrastruktur. Wenn wir die Infrastruktur direkt finanzierten, w&auml;re das wesentlich g&uuml;nstiger, denn der Bundesfinanzminister bekommt zur Zeit f&uuml;r 0,8 Prozent oder weniger eine 10-j&auml;hrige Anleihe. Der Staat kann sich Geld viel billiger leihen. &hellip; Die Fragestellung, wie mehr Investitionen f&uuml;r die Infrastruktur erm&ouml;glicht werden k&ouml;nnen, ist ja richtig. Ich habe mich aber als Finanzminister gegen die &Ouml;PP-Modelle gewehrt. Das Erste, was die Privaten dann immer wollen, weil die Kapitalkosten f&uuml;r sie h&ouml;her sind: einen Steuervorteil. Das habe ich abgelehnt. Ich sehe das nicht ein. Es gibt ein einziges Problem, das man sehen muss. Wir haben inzwischen beim Staat auf allen Ebenen die Verwaltung so schlank gespart, dass er selber als Bauherr nicht mehr richtig funktionieren kann. Das ist ein Verlust der Steuerungsf&auml;higkeit des Staates. Er kann seine Bauherrenfunktion oft nicht mehr richtig wahrnehmen. Da m&uuml;ssen dann private B&uuml;ros ran, da gibt es gute. Aber auch dann muss man ja nicht privat finanzieren. &hellip; Ich habe ja nichts dagegen, dass die Profit machen. Nur muss der Staat die Investitionen in die Infrastruktur teuer finanzieren, um damit die Probleme der Versicherungen zu l&ouml;sen? Oder die Profite der Banken zu erh&ouml;hen? Und damit den Verbrauchern mehr Kosten aufb&uuml;rden, als wenn er es selbst finanzierte? &hellip; Besser als der Bundesrechnungshof kann ich das nicht bewerten und dessen Urteil ist negativ. Staatliche Investitionen, privat finanziert, k&ouml;nnen sich im Vergleich zu einer &ouml;ffentlichen Finanzierung nicht rechnen. &hellip;&rdquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2014%2F12%2F19%2Fa0081&amp;cHash=4fb6029c0e678f0e010bf5791ff8c3db\">taz<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2014%2F12%2F19%2Fa0079&amp;cHash=2429f7a372e47c50313c993ec404c8c0\">Gabriels Profitexperten<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Schon wieder einmal ein Vorschlag eines SPD-Ministers, den wir eigentlich in der CDU verorten w&uuml;rden. Gabriel tappt in jedes Fettn&auml;pfchen, das die SPD als unseri&ouml;se, auf Kosten des Steuerzahlers agierende, wirtschaftsaffine Partei aussehen l&auml;sst. Er w&uuml;rde wohl die Akzeptanz der Lobbygruppen als Ausweis seiner Wirtschaftskompetenz verstehen wollen. Nur eigentlich braucht man nicht einmal die Kenntnis der Grundrechenarten, um zu erkennen, dass Investition zu 0,8 Prozent Zinsen  mit dem Staat billiger sind als zu vier, f&uuml;nf, sechs oder sieben Prozent mit Privaten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Fr&uuml;herer Staatsdiener will ins Gesch&auml;ft mit Heimen einsteigen<\/strong><br>\nAls Staatssekret&auml;r k&uuml;mmerte sich Michael B&uuml;ge um Fl&uuml;chtlingsheime, nun will er sie selbst betreiben. Als Minderheitsgesellschafter, wie er betont. Die Senatssozialverwaltung hat den CDU-Politiker wegen einer m&ouml;glichen Interessenkollision zu einer Stellungnahme aufgefordert<br>\nDie Unterbringung von Fl&uuml;chtlingen kann ein gutes Gesch&auml;ft sein, das sich offenbar auch ehemalige Staatsdiener nicht entgehen lassen wollen. Der vor anderthalb Jahren entlassene Sozialstaatssekret&auml;r Michael B&uuml;ge (CDU) ist &uuml;ber eine Firmenkonstruktion an einer Gesellschaft beteiligt, die Fl&uuml;chtlingsunterk&uuml;nfte betreiben will.<br>\nLaut Auszug aus dem Handelsregister vom Januar fungiert B&uuml;ge als Minderheitsgesellschafter der Firma Viscura Beteiligungen UG, der wiederum die SoWo-Berlin GmbH geh&ouml;rt. Die erst im August gegr&uuml;ndete Firma verhandelt mit dem Landesamt f&uuml;r Gesundheit und Soziales (Lageso), sie will eine f&uuml;r das Jahr 2015 vorgesehene Containerunterkunft f&uuml;r 300 Fl&uuml;chtlinge an der Karl-Marx-Stra&szlig;e in Neuk&ouml;lln betreiben. Diese soll zus&auml;tzlich zu den sechs geplanten Containerd&ouml;rfern entstehen. Das Objekt werde derzeit vom Lageso gepr&uuml;ft, teilte die Sozialverwaltung am Freitag mit.<br>\nB&uuml;ge best&auml;tigte auf Anfrage, Minderheitsgesellschafter zu sein. Sein Anteil liege aber unter 25 Prozent. Als weitere Gesellschafter sind auch Familienmitglieder B&uuml;ges aufgef&uuml;hrt. Beglaubigt wurde die Liste von Michael Braun (CDU), dem fr&uuml;heren Justizsenator. Auch das geht aus dem Handelsregister hervor. Braun bat nur wenige Tage nach Amtsantritt im Jahr 2011 um seine Entlassung, weil der Notar im Verdacht stand, in die Aff&auml;re um Schrottimmobilien verwickelt zu sein. Ein Gericht entlastete ihn. Braun wollte sich mit Verweis auf seine Verschwiegenheitspflicht nicht &auml;u&szlig;ern. &bdquo;Die Gr&uuml;ndung einer Gesellschaft ist ein rein formaler Akt&ldquo;, sagte er nur.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/berlin\/unterbringung-von-fluechtlingen-frueherer-staatsdiener-will-ins-geschaeft-mit-heimen-einsteigen,10809148,29376508.html\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>585 Milliarden Dollar f&uuml;r US-Milit&auml;r<\/strong><br>\nDer US-Senat hat Gelder f&uuml;r den Milit&auml;reinsatz gegen die Terrormiliz &ldquo;Islamischer Staat&rdquo; (IS) im Irak und in Syrien freigemacht. 3,4 Milliarden Dollar sind f&uuml;r die Entsendung von US-Streitkr&auml;ften in die Region um das Einflussgebiet des IS vorgesehen, das vor allem gro&szlig;e Teile Syriens und des Iraks umfasst. 1,6 Milliarden Dollar sollen zur Verf&uuml;gung gestellt werden, um die irakischen Kurden f&uuml;r den Kampf gegen den IS auszubilden und auszur&uuml;sten.<br>\nInsgesamt sollen sich die Milit&auml;rausgaben 2015 auf rund 585 Milliarden Dollar belaufen. Der Senat stimmte mit 89 zu elf Stimmen f&uuml;r die Vorlage. 63,7 Milliarden Dollar werden f&uuml;r Auslandseins&auml;tze bereitgestellt. 521,3 Milliarden Dollar sollen in den Bau neuer Schiffe, Kampfflugzeuge und Waffen flie&szlig;en. Zudem soll der Sold der Truppen um ein Prozent angehoben werden.<br>\nDer Vorsitzende des Milit&auml;rausschusses im Oberhaus, Carl Levin, betonte, die R&uuml;ckendeckung der Abgeordneten f&uuml;r die US-Armee habe zu &uuml;berparteilicher Zusammenarbeit gef&uuml;hrt &ndash; trotz der politischen Spaltung in Washington. Die Soldaten &ldquo;sch&uuml;tzen uns nicht nur, sie einen uns&rdquo;, sagte der Demokrat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/us-militaeretat-101.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> Das sind wohl auch im n&auml;chsten Jahr deutlich mehr Ausgaben f&uuml;r das US-Milit&auml;r als die Summe der chinesischen und russischen Milit&auml;rausgaben, die 2013 bei 188 bzw. 87,8 Milliarden Dollar lagen. Bitte vergleichen Sie anhand dieser Graphik selbst:<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/141222_sipri154_v-videowebl.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/141222_sipri154_v-videowebl_small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p><em>Aber dennoch wird &ndash; vermutlich nicht ganz ohne die mediale Berichterstattung &ndash; insbesondere Russland als eine Gefahr f&uuml;r Frieden wahrgenommen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Pentagon preparing for mass civil breakdown<\/strong><br>\nSocial science is being militarised to develop &lsquo;operational tools&rsquo; to target peaceful activists and protest movements..<br>\nA US Department of Defense (DoD) research programme is funding universities to model the dynamics, risks and tipping points for large-scale civil unrest across the world, under the supervision of various US military agencies. The multi-million dollar programme is designed to develop immediate and long-term &ldquo;warfighter-relevant insights&rdquo; for senior officials and decision makers in &ldquo;the defense policy community,&rdquo; and to inform policy implemented by &ldquo;combatant commands.&rdquo;..<br>\nAmong the projects awarded for the period 2014-2017 is a Cornell University-led study managed by the US Air Force Office of Scientific Research which aims to develop an empirical model &ldquo;of the dynamics of social movement mobilisation and contagions.&rdquo; The project will determine &ldquo;the critical mass (tipping point)&rdquo; of social contagians by studying their &ldquo;digital traces&rdquo; in the cases of &ldquo;the 2011 Egyptian revolution, the 2011 Russian Duma elections, the 2012 Nigerian fuel subsidy crisis and the 2013 Gazi park protests in Turkey.&rdquo;&hellip;<br>\nAnother project awarded this year to the University of Washington &ldquo;seeks to uncover the conditions under which political movements aimed at large-scale political and economic change originate,&rdquo; along with their &ldquo;characteristics and consequences.&rdquo; The project, managed by the US Army Research Office, focuses on &ldquo;large-scale movements involving more than 1,000 participants in enduring activity,&rdquo; and will cover 58 countries in total&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/environment\/earth-insight\/2014\/jun\/12\/pentagon-mass-civil-breakdown\">The Gurardian<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>USA best&auml;tigt erstmals unbegr&uuml;ndete Verschleppung von Khaled El Masri<\/strong><br>\nDer Fall des vom US-Geheimdienst CIA verschleppten Deutsch-Libanesen Khaled El Masri aus Neu-Ulm machte 2004 Schlagzeilen. Jetzt taucht er auch im offiziellen CIA-Folterbericht (S. 129) auf.<br>\nDamit haben die USA erstmals auch die unbegr&uuml;ndete Verschleppung des Deutsch-Libanesen offiziell best&auml;tigt. Bislang waren konkrete Angaben von amerikanischer Seite stets mit Hinweis auf die nationale Sicherheit abgelehnt worden.<br>\nHans-Christian Str&ouml;bele von B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen fordert darum, dass die Bundesregierung von der US-Regierung und dem US-Senat jetzt den gesamten CIA-Folter-Bericht verlangen muss, ohne Schw&auml;rzungen, vor allen die Deutschland und Europa betreffenden Teile. &ldquo;Auf welchen Wegen durch Deutschland transportierte die CIA ihre Entf&uuml;hrten und Folteropfer in bzw. aus ihren Foltergef&auml;ngnissen?&rdquo; In England fordert das Parlament schon den ungeschw&auml;rzten Bericht: so der Vorsitzende Rifkind des dortigen Geheimdienstausschusses. (&hellip;)<br>\nStr&ouml;bele weiter: &ldquo;Die Foltervorw&uuml;rfe gehen uns alle an. Vielleicht erfahren wir so endlich, wer war &ldquo;Sam&rdquo;, der deutsch sprechende Agent, der den Deutschen El Masri im Folterknast in Afghanistan aufgesucht, ihm vom Neuesten aus Deutschland erz&auml;hlte, ihn zur&uuml;ckbrachte und in Albanien aussetzte. War er vom BND oder BKA und wussten die deutschen Beh&ouml;rden doch mehr &uuml;ber die Folterpraxis der CIA und waren sie sogar dabei? Wir konnten es nicht kl&auml;ren im Untersuchungsausschuss des Bundestages in der 16. Legislaturperiode (2006 &ndash; 2009). Oder was war in der US-Kaserne Coleman-Barracks in Mannheim? Wurden dort auch Gefangene verwahrt und gefoltert, wie Zeugen behaupteten?&rdquo;<br>\nPanorama hatte die mutma&szlig;lichen CIA-Kidnapper bereits 2006 in einer spektakul&auml;ren Recherche enttarnt:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/aktuell\/Auch-ueberarbeitete-Maut-unvereinbar-mit-EU-Recht,masri102.html%20\">NDR Panorama<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Torture victims will bear psychological scars long after CIA report scandal fades<\/strong><br>\nThe architects of CIA torture sought to make individuals powerless to disobey by breaking down their self-control. Restoring it can be a lifetime&rsquo;s work&hellip;<br>\nTwo architects of the CIA&rsquo;s torture program, contractor psychologists Bruce Jessen and James Mitchell, called it by the antiseptic term &ldquo;learned helplessness&rdquo;. It means that torturers break down an individual&rsquo;s self-control, until he or she is emotionally and psychologically unequipped to disobey.<br>\nRecovering from learned helplessness, according to psychologists, physicians, aid workers and activists interviewed by the Guardian, is an arduous process, with results as varied as the people who undergo it. It can last a lifetime, and is full of setbacks, if it succeeds at all.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/law\/2014\/dec\/13\/learned-helplessness-enduring-effects-torture-haunt-victims%20\">The Guardian<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>NSA-Skandal: Telekom warnte BND vor &ldquo;grundrechtssensiblem&rdquo; Datenabgriff in Frankfurt<\/strong><br>\nEin Ex-BND-Abteilungsleiter hat im NSA-Ausschuss zugegeben, dass laut der Telekom mit der Operation Eikonal &ldquo;bis zu 90 Prozent&rdquo; Kommunikation gesch&uuml;tzter Grundrechtstr&auml;ger erfasst werden k&ouml;nnte.<br>\nNach anf&auml;nglichen Erinnerungsl&uuml;cken im ersten Teil seiner Vernehmung vor dem NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestags r&auml;umte Reinhardt Breitfelder, Ex-Leiter der Abteilung Technische Aufkl&auml;rung beim Bundesnachrichtendienst (BND), am Donnerstagabend ein, dass die Datenschutzrisiken des Projekts Eikonal gr&ouml;&szlig;er waren als zun&auml;chst angegeben. Das abgezapfte Material sei nach Angaben des betroffenen Netzbetreibers, bei dem es sich um die Deutsche Telekom handelt, sehr grundrechtssensibel gewesen.<br>\nDer fr&uuml;here General hatte zun&auml;chst zu Protokoll gegeben, dass f&uuml;r die Operation mit der NSA extra ein &ldquo;Transitkabel&rdquo; in Frankfurt ausgew&auml;hlt worden sei, &uuml;ber das vor allem &ldquo;Auslandsverkehre&rdquo; laufen. Diese darf der BND prinzipiell auswerten im Gegensatz zu Kommunikation besonders gesch&uuml;tzter Grundrechtstr&auml;ger, die Artikel 10 Grundgesetz unterliegt. Diese kann zwar im Einklang mit dem G10-Gesetz zur strategischen Fernmeldeaufkl&auml;rung auch analysiert werden, aber nur nach Aussieben der Daten Deutscher.<br>\nWeiter hatte der Zeuge ausgesagt, dass es dem Telekommunikationsbetreiber wohl nicht m&ouml;glich gewesen w&auml;re, den als tabu einzustufenden &ldquo;G10-Anteil&rdquo; in dem ausgesuchten Glasfaserkabel anzugeben: &ldquo;Das h&auml;tte der Betreiber nicht sagen k&ouml;nnen, dazu h&auml;tte er Aufkl&auml;rung machen m&uuml;ssen&rdquo;, meinte Breitfelder zun&auml;chst. (<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/NSA-Skandal-Telekom-warnte-BND-vor-grundrechtssensiblem-Datenabgriff-in-Frankfurt-2503068.html?wt_mc=nl.ho.2014-12-20\">heise online<\/a><\/li>\n<li><strong>NSA-Ausschuss: Opposition vermutet Zeugenbeeinflussung<\/strong><br>\n2007 fertigte eine BND-Technikerin eine &ldquo;Dokumentation&rdquo; der gemeinsam mit der NSA durchgef&uuml;hrten Operation Eikonal zur Netz&uuml;berwachung an. Kurz vor ihrem Auftritt im NSA-Ausschuss musste sie im Kanzleramt vorsprechen.<br>\nEin Geheimbericht zum Projekt Eikonal, mit dem die NSA den Bundesnachrichtendienst (BND) zwischen 2004 und 2008 ert&uuml;chtigte, Glasfaserleitungen anzuzapfen, hat im NSA-Untersuchungsausschuss Donnerstagnacht f&uuml;r Wirbel gesorgt. Ausschlaggebend waren nicht die Inhalte, &uuml;ber die in der &ouml;ffentlichen Sitzung nichts bekannt gegeben wurde. Die Abgeordneten erstaunte vielmehr, dass die Verfasserin der Analyse wenige Wochen vor ihrer Aussage ins Bundeskanzleramt geladen worden war.<br>\nSie sei vor Kurzem bei Klaus-Dieter Fritsche (CSU) gewesen, dem Beauftragten f&uuml;r die Geheimdienste in der Berliner Regierungsbeh&ouml;rde, erkl&auml;rte die BND-Technikerin, die K. L. genannt wird. Diesem und seiner &ldquo;Entourage&rdquo; von etwa acht Leuten habe sie verstehen helfen sollen, welche Schlussfolgerungen aus dem Bericht zu ziehen seien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/NSA-Ausschuss-Opposition-vermutet-Zeugenbeeinflussung-2503324.html\">heise online<\/a><\/li>\n<li><strong>Tor-Projekt wappnet sich gegen m&ouml;glichen Angriff<\/strong><br>\nDas Tor-Projekt bef&uuml;rchtet eine Beschlagnahmung wichtiger Infrastruktur-Server, die das Anonymisierungsnetz unbenutzbar machen k&ouml;nnte. Einem anonymen Tipp zufolge stehe diese schon in wenigen Tagen bevor.<br>\nWie Projektleiter Roger Dingledine aka &ldquo;arma&rdquo; im Blog des Anonymisierungsnetzes bekannt gab, r&uuml;stet sich das Tor-Projekt gegen einen Versuch, das Netzwerk au&szlig;er Gefecht zu setzen. Einem anonymen Tipp zufolge droht die Beschlagnahmung wichtiger Infrastruktur-Server, sogenannter &ldquo;Directory Authorities&rdquo;.<br>\nDiese Directory-Server sind insbesondere f&uuml;r die sogenannten Hidden Services von Bedeutung, also jene Dienste, bei denen die Benutzer die Identit&auml;t eines Server-Betreibers nicht feststellen k&ouml;nnen &ndash; und umgekehrt. Die Bef&uuml;rchtung ist durchaus berechtigt: Bereits seit einigen Wochen verschwinden teilweise still und leise etablierte Hidden Services. Um viele davon ist es allerdings definitiv nicht schade, etwa um die &ldquo;Revenge Porn&rdquo;-Site &ldquo;Pink Meth&rdquo;.<br>\nOb das Verschwinden der Dienste mit der weltweiten Operation &ldquo;Onymos&rdquo; gegen illegalen Internet-Handel zu tun hat, ist bislang noch unklar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/m.heise.de\/newsticker\/meldung\/Tor-Projekt-wappnet-sich-gegen-moeglichen-Angriff-2505057.html?from-classic=1\">heise online<\/a><\/li>\n<li><strong>Sony-Hack und Terrordrohungen: USA bitten China um Hilfe gegen Cyberattacken aus Nordkorea<\/strong><br>\nNach dem Hackerangriff auf Sony Pictures haben sich Washington mit der Bitte um &ldquo;Kooperation&rdquo; an Peking gewandt. Nordkorea hatte zwar erneut bestritten, hinter der Attacke zu stehen &ndash; doch daran glauben die USA nicht.<br>\nNach der Hackerattacke auf den Filmkonzern Sony bitten die USA China bei der Abwehr von Cyberangriffen aus Nordkorea um Hilfe. Peking sei um &ldquo;Kooperation&rdquo; gebeten worden, sagte ein ranghoher Vertreter der US-Regierung der Nachrichtenagentur AFP am Samstag. In den Gespr&auml;chen sei es zudem um &ldquo;Informationsaustausch&rdquo; gegangen. Washington habe seine Besorgnis zum Ausdruck gebracht.<br>\nUS-Pr&auml;sident Barack Obama hatte Nordkorea zuvor mit Konsequenzen gedroht. &ldquo;Wir werden reagieren&rdquo;, k&uuml;ndigte Obama an. &ldquo;Wir k&ouml;nnen best&auml;tigen, dass Nordkorea in diese Attacke verwickelt ist&rdquo;, sagte der Pr&auml;sident. Zugleich bezeichnete er es als &ldquo;Fehler&rdquo;, dass Sony die Nordkorea-Satire &ldquo;The Interview&rdquo; nach omin&ouml;sen Terrordrohungen zur&uuml;ckzog. Es d&uuml;rfe nicht sein, dass &ldquo;irgendein Diktator an irgendeinem Ort&rdquo; in den USA eine Zensur durchsetzen k&ouml;nne.<br>\nNach Erkenntnissen des FBI ist die Regierung in Pj&ouml;ngjang direkt f&uuml;r den Cyberangriff und die Terrordrohungen verantwortlich. Mit der &ldquo;Einsch&uuml;chterung&rdquo; bewege sich Nordkorea &ldquo;au&szlig;erhalb der Grenzen des akzeptablen Verhaltens von Staaten&rdquo;, erkl&auml;rte die US-Bundespolizei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/sony-hack-usa-bitten-china-um-hilfe-gegen-nordkorea-a-1009781.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> Beweise f&uuml;r eine Cyberattacke in diesem Fall aus Nordkorea sind die USA bisher schuldig geblieben.<\/em><br>\n<em>Aber angenommen, Nordkorea h&auml;tte diesen Cyberangriff begangen: Da Nordkorea ein souver&auml;ner Staat ist, d&uuml;rfte auch der Einfluss Chinas Grenzen haben.<\/em><br>\n<em>Es stellt sich die Frage, ob diese US-Bitte an China nicht eine Schw&auml;che der USA offenbart: N&auml;mlich keinen &bdquo;direkten Draht&ldquo; zu Nordkorea mehr zu besitzen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Oops! We did it again &ndash; das Gutachten des EuGH zum EMRK-Beitritt der EU<\/strong><br>\nHeute hat der EuGH die Frage der Europ&auml;ischen Kommission &bdquo;Ist der Entwurf des Vertrags &uuml;ber den Beitritt der Europ&auml;ischen Union zur Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten mit den Vertr&auml;gen vereinbar?&ldquo; mit einem klaren &bdquo;Nein&ldquo; beantwortet (Gutachten 2\/13). Diese Antwort ist f&uuml;r viele wohl &uuml;berraschend, nicht zuletzt f&uuml;r diejenigen, die an der Verfassung des Entwurfs des Beitritts&uuml;bereinkommens (&Uuml;E) beteiligt waren. Deren Ziel ein &Uuml;bereinkommen zu hervorzubringen, das die verfassungsrechtlichen Vorgaben des Unionsrechts mit dem EMRK-System vereinbart, wurde klar nicht erreicht. Nachdem der EuGH einen fr&uuml;heren Versuch eines Beitritts als mit den Vertr&auml;gen unvereinbar angesehen hatte (Gutachten 2\/94), hat er es nun wieder getan. Er hat damit seinen Widerwillen best&auml;tigt, die Unionsrechtsordnung (und insbesondere seine eigenen Urteile) einer externen Pr&uuml;fung durch den EGMR zu unterwerfen. Der EuGH nahm an nahezu jedem Gesichtspunkt des &Uuml;E, inklusive dessen Hauptbestandteilen, dem Mitbeschwerdegegnermechnismus und dem Verfahren zur Vorbefassung des Gerichtshofs, Ansto&szlig;.<br>\nDas Gutachten des Gerichtshofs hat zwei Angelpunkte: die Autonomie des EU-Rechts und die ausschlie&szlig;liche Zust&auml;ndigkeit des EuGH. Die Bedeutung der Autonomie des Unionsrechts f&uuml;r diese Stellungnahme kann auf Folgendes reduziert werden: einem internationalen Gericht darf nicht die Zust&auml;ndigkeit f&uuml;r eine verbindliche Auslegung des Unionsrechts &uuml;bertragen werden, insbesondere nicht &uuml;ber die Kompetenzverteilung zwischen der EU und den Mitgliedstaaten (f&uuml;r Details zur Autonomie s. hier). Dar&uuml;ber hinaus hat gem&auml;&szlig; Artikel 344 AEUV der EuGH die ausschlie&szlig;liche Zust&auml;ndigkeit zur Auslegung des Unionsrechts. Da der Beitritt der EU zur EMRK den EGMR befugen w&uuml;rde, &uuml;ber die Vereinbarkeit von Handlungen und Unterlassungen der Union mit der EMRK zu entscheiden, ist es nicht schwer zu sehen, warum diese beiden Konzepte sowohl f&uuml;r die Beitrittsverhandlungen als auch f&uuml;r das Gutachten von zentraler Bedeutung waren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.verfassungsblog.de\/oops-das-gutachten-des-eugh-zum-emrk-beitritt-der-eu\/#.VJb1ydABA\">Verfassungsblog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Kuba\/USA: Isolation hat nicht funktioniert<\/strong><br>\nDie USA und Kuba nehmen nach Jahrzehnten wieder diplomatische Beziehungen auf. In Havanna er&ouml;ffnen die USA eine Botschaft, Spione werden freigelassen. Obama sagte, er habe mit Castro gesprochen und beschlossen, ein neues Kapitel in der Geschichte beider L&auml;nder aufzuschlagen. Der bisherige Ansatz der US-Politik sei nicht mehr zeitgem&auml;&szlig; und habe den Interessen seines Landes nicht gedient. &ldquo;Isolation hat nicht funktioniert. Es ist Zeit f&uuml;r einen neuen Ansatz.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2014-12\/usa-wollen-wieder-botschaft-auf-kuba-eroeffnen\">Zeit online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2014%2F12%2F19%2Fa0088&amp;cHash=092409e47ab1d52a4d7426c837855670\">&ldquo;taz&rdquo; schreibt<\/a>: &ldquo;Hier ist er also endlich, zwei Jahre vor Ende seiner Amtszeit, der Pr&auml;sident, auf den die Welt so viel Hoffnung gesetzt hatte und der doch so oft durch Abwesenheit gl&auml;nzte.&rdquo; Nicht zur Kenntnis genommen wird zumindest ein Aspekt, den die taz zwar wei&szlig;, aber nicht richtig einordnet. Obama hat urspr&uuml;nglich tats&auml;chlich gehofft, mit den Republikanern zusammenarbeiten zu k&ouml;nnen. Und ist deshalb erst am Ende seiner Amtszeit sowohl was illegale Migranten als auch Kuba betreffend  &ldquo;an die Grenze dessen gegangen, was er aufgrund seiner Exekutivvollmachten ausrichten kann.&rdquo; Vor allem aber hat das Regieren per Dekret seine Grenzen, wie gerade bei Kuba offensichtlich wird: Die entscheidende Sanktion, die wirtschaftliche Blockade Kubas, kann nur mit Zustimmung des Kongresses abgeschafft werden. Und f&uuml;hrende Republikaner haben die Kehrtwende Obamas sofort scharf attackiert.<\/em><br>\n<em>Interessant ist, dass jenseits humanit&auml;rer Aspekte in der &Auml;gide Obama jetzt zum zweiten Mal verk&uuml;ndet wurde, dass etwas nicht funktioniert. Folter funktioniert nicht und die Sanktionen gegen Kuba funktionieren nicht. Wahrscheinlich ist es ein Wunschtraum, aber liegt es nicht nahe, nicht nur in den USA zu &uuml;berlegen, was da alles in der Politik nicht funktioniert. Funktionieren Sanktionen &uuml;berhaupt? Funktionieren die per Drohne vollzogenen Hinrichtungen von angeblichen Terroristen? Auch hier deutet der Panetta-Bericht an, dass Drohnen und andere Milit&auml;raktionen gegen die F&uuml;hrer der Taliban in Afghanistan und Al Qaidas im Irak wenig Wirkung zeigten? Und hat nicht im sehr informativen Dokumentarfilm &ldquo;T&ouml;te zuerst &ndash; Der Geheimdienst Schin Bet &rdquo; sogar ein israelischer Geheimdienstchef den Nutzen gezielter T&ouml;tungen infrage gestellt? (Wie &uuml;berhaupt in diesem Film der Eindruck vermittelt wurde, dass das Besatzungsregime &uuml;ber die pal&auml;stinensischen Gebiete nicht nur grausam, sondern ineffizient und kontraproduktiv war. &ldquo;Man kann keinen Frieden mit milit&auml;rischen Mitteln schaffen&rdquo;, res&uuml;miert Avi Dichter, der den Geheimdienst w&auml;hrend der zweiten Intifada von 2000 bis 2005 f&uuml;hrte.) &ndash; Es wird Zeit, dass Politiker aller Couleur, ob sie sich nun patriotisch oder als realpolitische Globalstrategen geben, der Bev&ouml;lkerung erkl&auml;ren, ob ihre Strategien und Ma&szlig;nahmen funktionieren. Funktionieren milit&auml;rische Interventionen, funktionieren Drohnenhinrichtungen, funktionieren Sanktionen &ndash; hinsichtlich der intendierten, strategischen Ziele? &ndash; &Uuml;ber die verheerenden, menschenverachtenden, Sanktionen z.B. gegen die irakische Bev&ouml;lkerung brauchen wir dann h&ouml;chstwahrscheinlich gar nicht mehr zu reden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Die AfD und der rechte Rand &ndash; National statt liberal<\/strong><br>\nIn der Patriotischen Plattform sammeln sich stramm-rechte AfD-Mitglieder, unter ihnen auch ein alter Bekannter. Die Partei l&auml;sst das geschehen.<br>\nGanz rechts au&szlig;en ist in der Alternative f&uuml;r Deutschland (AfD) ganz viel Platz. Weil die Partei nicht gewillt ist einen klaren Trennstrich zum rechtsextremen Milieu zu ziehen, w&auml;chst der Einfluss von Str&ouml;mungen, die die Partei noch weiter in Richtung Nationalismus verschieben wollen, immer weiter.<br>\nGut nachvollziehen l&auml;sst sich diese Entwicklung an Benjamin Nolte. Zwar musste der extrem rechte Burschenschaftler im M&auml;rz von seinem Vorstandsposten in der Jugendorganisation Junge Alternative (JA) zur&uuml;cktreten, doch seinem Einfluss innerhalb der Partei hat das kaum geschadet. Anfang Dezember gr&uuml;ndete Nolte die &bdquo;Patriotischen Plattform&ldquo; in Bayern. In diesem Zusammenschluss organisieren sich AfD-Mitglieder, die sich &bdquo;nationalliberal&ldquo; nennen, aber besonders die erste H&auml;lfte des Wortes betonen. Eine offizielle Parteigliederung ist die Plattform nicht, doch die fehlende Distanzierung aus der Parteif&uuml;hrung l&auml;sst ihnen viel Entfaltungsraum.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Die-AfD-und-der-rechte-Rand\/!151630\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Schweizer Zeitung stellt 5 Thesen zum Misstrauen gegen Medien auf<\/strong><br>\nMediennutzer gegen die Medien, Medien gegen die Mediennutzer: Schon seit Monaten findet eine Art offener Schlagabtausch zwischen beiden Seiten statt, der wenig konstruktiv ist.<br>\nDie Schweizer TagesWoche hat den Konflikt zwischen den Medien und ihren Rezipienten aufgenommen und ein interessantes Projekt umgesetzt: &ldquo;5 Thesen zum Misstrauen gegen die Medien&ldquo; hat die Redaktion aufgestellt, anhand derer der Versucht unternommen wird, das &ldquo;Vertrauensproblem auszuloten&rdquo;.<br>\nDas Interessante dabei: Die TagesWoche redet nicht &uuml;ber die Leser hinweg, sie sucht den Dialog mit ihnen. Die Redaktion fordert den Leser auf, sich der Thesen anzunehmen und seine Meinung dazu zu sagen. Nach neun Tagen stellt die Redaktion die Ergebnisse vor und sie kommt zu einer aufschlussreichen Erkenntnis:<br>\nDie zahlreichen, ausgesprochen differenziert dargebrachten Voten haben unsere eigene Sicht auf das Thema deutlich erweitert und bilden damit eine hervorragende Erg&auml;nzung zu unserer Analyse.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/TagesWoche-Das-Publikum-weiss-mehr-als-wir-2502412.html%20\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>In memoriam Udo J&uuml;rgens<\/strong><br>\nEin ehrenwertes Haus \n<p>In diesem Mietshaus wohnen wir seit einem Jahr und sind hier wohlbekannt<br>\nDoch stell dir vor, was ich soeben unter uns&rsquo;rer Haust&uuml;r fand<br>\nEs ist ein Brief von unsern Nachbarn, darin steht, wir m&uuml;ssen raus!<br>\nSie meinen du und ich wir passen nicht, in dieses ehrenwerte Haus<br>\nWeil wir als Paar zusammen leben und noch immer ohne Trauschein sind<br>\nHat man sich gestern hier getroffen und dann hat man abgestimmt<br>\nUnd die Gemeinschaft aller Mieter schreibt uns nun: &ldquo;Zieh&rsquo;n Sie hier aus!&rdquo;<\/p>\n<p>(hey, hey, hey)<\/p>\n<p>Denn eine wilde Ehe, das pa&szlig;t nicht in dieses ehrenwerte Haus<br>\nEs haben alle unterschrieben; schau dir mal die lange Liste an:<br>\nDie Frau von nebenan, die ihre L&uuml;gen nie f&uuml;r sich behalten kann<br>\nUnd die vom Erdgescho&szlig;, t&auml;glich spioniert sie jeden aus<br>\nAuch dieser Kerl, der seine Tochter schl&auml;gt, spricht f&uuml;r dies&rsquo; ehrenwerte Haus<br>\nUnd dann die Dicke, die den Hund verw&ouml;hnt, jedoch ihr eignes Kind vergi&szlig;t<br>\nDer Alte, der uns stets erkl&auml;rt, was hier im Haus verboten ist<br>\nUnd der vom ersten Stock, er schaut die ganze Zeit zum Fenster raus<\/p>\n<p>(hey, hey, hey)<\/p>\n<p>und er zeigt jeden an, der mal falsch parkt, vor diesem ehrenwerten Haus<br>\nDer graue Don Juan, der starrt dich jedesmal im Aufzug schamlos an<br>\nDie Witwe, die verhindert hat, da&szlig; hier ein Schwarzer einziehn kann<br>\nAuch die von oben, wenn der Gasmann kommt, zieht sie den Schlafrock aus<br>\nSie alle sch&auml;men sich f&uuml;r uns, denn dies ist ja ein ehrenwertes Haus<br>\nWenn du mich fragst, diese Heuchelei halt&rsquo; ich nicht l&auml;nger aus<br>\nWir packen uns&rsquo;re sieben Sachen und zieh&rsquo;n fort aus diesem ehrenwerten Haus!\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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