{"id":24380,"date":"2014-12-22T10:17:32","date_gmt":"2014-12-22T09:17:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24380"},"modified":"2024-09-24T23:11:18","modified_gmt":"2024-09-24T21:11:18","slug":"ohne-existenzminimum-geht-nichts-fuer-niemanden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24380","title":{"rendered":"Ohne Existenzminimum geht nichts \u2013 f\u00fcr niemanden!"},"content":{"rendered":"<p>Dass das Geld zum Leben nicht reicht, ist sowohl Hartz IV-Empf&auml;ngern als auch Erwerbst&auml;tigen unterer Einkommensgruppen bestens bekannt. Die Armut im Lande w&auml;chst immer mehr an. Was hiergegen jedoch zu unternehmen ist &ndash; dar&uuml;ber gehen die Meinungen weit auseinander. Die Vorstellungen der im Bundestag vertretenen Parteien unterscheiden sich dabei in Teilen deutlich von jenen der Betroffenen, denen in den Medien selten das Wort erteilt wird. <strong>Jens Wernicke<\/strong> sprach daher mit <strong>Edgar Schu<\/strong> vom Aktionsb&uuml;ndnis Sozialproteste &uuml;ber seiner Meinung nach unmittelbar notwendige Ma&szlig;nahmen gegen Armut und zur Sicherstellung eines wirklichen Existenzminimums f&uuml;r jedermann im Land.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Herr Schu, Sie sind einer der Sprecher des <a href=\"http:\/\/www.die-soziale-bewegung.de\/\">Aktionsb&uuml;ndnisses Sozialproteste<\/a>, das die sozialen Bewegungen im Land zu vernetzen und koordinieren sucht. In Summe geht es Ihnen um den Kampf gegen den zunehmenden Sozialkahlschlag, in dessen Mittelpunkt Sie aktuell die Sicherstellung eines &bdquo;Existenzminimums&ldquo; im Lande stellen. Zu diesem Zweck beteiligt sich ihr B&uuml;ndnis am <a href=\"http:\/\/www.mindestlohn-10-euro.de\">Kampagnenrat f&uuml;r 10 Euro steuerfreien Mindestlohn und einen Eckregelsatz von 500 Euro<\/a>, der sich vor einigen Tagen mit Briefen an alle Abgeordneten des Deutschen Bundestages gewandt. Worum ging es bei dieser Aktion?<\/strong><\/p><p>Wir haben <a href=\"http:\/\/www.mindestlohn-10-euro.de\/2014\/11\/07\/aufforderung-an-alle-mdbs-sich-fuer-steuerfreiheit-des-mindestlohns-einzusetzen\/\">jede Abgeordnete und jeden Abgeordneten gefragt<\/a>, ob er oder sie sich nicht daf&uuml;r einsetzen m&ouml;chte, dass der gesetzliche Mindestlohn eines alleinstehenden Erwerbst&auml;tigen steuerfrei gestellt wird. Unserer Meinung nach stellt der gesetzliche Mindestlohn n&auml;mlich das ab 1.1.2015 offiziell anerkannte Existenzminimum eines alleinstehenden Erwerbst&auml;tigen dar. &bdquo;Mindest-Lohn&ldquo; bedeutet doch, dass nun eine unterste Grenze des Lohns festgesetzt worden ist, die nicht mehr unterschritten werden darf. Da kann es nicht angehen, dass dieses offiziell festgesetzte Existenzminimum auch noch besteuert wird.<\/p><p><strong>Aber gibt es da nicht einen Steuerfreibetrag? Nur was man dar&uuml;ber hinaus verdient, wird doch besteuert.<\/strong><\/p><p>Nun, heute sind gerade einmal 946 Euro brutto pro Monat f&uuml;r einen Alleinstehenden lohnsteuerbefreit. Bei einer 38,5-Stundenwoche sind das f&uuml;r einen Vollzeitbesch&auml;ftigten lediglich 5,66 Euro pro Stunde. Das hei&szlig;t: Wenn man mit einem Monatseinkommen, das aus 5,66 Euro Bruttostundenlohn in Vollzeit resultiert, das &bdquo;Existenzminimum&ldquo; eines Erwerbst&auml;tigen sichergestellt sieht, also, ja, dann w&auml;re das Existenzminimum in Deutschland bereits hier und heute vor Besteuerung gesch&uuml;tzt. <\/p><p><strong>Gut, dass derlei Einkommen keinesfalls existenzsichernd ist, darin stimmen wir &uuml;berein. Warum meinen Sie aber, dass die Forderung nach Lohnsteuerfreiheit f&uuml;r den gesetzlichen Mindestlohn aktuell dabei helfen kann, eine Debatte &uuml;ber ein Existenzminimum im Land anzusto&szlig;en? Ich meine: Vom Mindestlohn gibt es doch so viele Ausnahmen, dass seine Titulierung als Schweizer K&auml;se gerade so noch als Schmeichelei durchginge. Und auch die Regels&auml;tze bei Hartz IV sind doch alles andere als existenzsichernd&hellip;<\/strong><\/p><p>Wir setzen uns nach wie vor daf&uuml;r ein, dass der gesetzliche Mindestlohn ohne Ausnahmen auf mindestens zehn Euro festgesetzt wird. Die Bundesregierung hat jedoch 8,50 Euro beschlossen und eine Erh&ouml;hung steht hier fr&uuml;hestens 2017 ins Haus. Wir haben uns deshalb daf&uuml;r entschieden, zum jetzigen Zeitpunkt die Steuerfreiheit des gesetzlichen Mindestlohns in den Mittelpunkt unserer <a href=\"http:\/\/www.mindestlohn-10-euro.de\">Kampagne f&uuml;r 10 Euro lohnsteuerfreien Mindestlohn und 500 Euro Eckregelsatz<\/a> zu stellen.<\/p><p><strong>Und davon erhoffen Sie sich was?<\/strong><\/p><p>Vollzeitbesch&auml;ftigte mit einer 38,5-Stundenwoche und einem Stundenlohn von 8,50 Euro m&uuml;ssen zurzeit monatlich 76 Euro Lohnsteuer zahlen. Ihre Einkommensverluste durch Besteuerung summieren sich im Laufe eines Jahres auf fast einen Nettomonatslohn. <\/p><p>Der Nettolohn eines Vollzeitbesch&auml;ftigten mit 8,50 Euro Stundenlohn w&uuml;rde sich ohne Besteuerung zudem auf immerhin 1.124 Euro belaufen, was unter den gegenw&auml;rtigen steuerlichen Bedingungen 9,40 Euro brutto entspricht. Und das k&auml;me faktisch einer bedeutenden &bdquo;Erh&ouml;hung&ldquo; des viel zu niedrigen Mindestlohns gleich&hellip; <\/p><p><strong>Das &bdquo;Existenzminimum&ldquo; eines Erwerbst&auml;tigen w&uuml;rde mittels Steuerfreistellung also sozusagen steigen?<\/strong><\/p><p>Genau, und das w&auml;re auch ebenso notwendig wie angemessen&hellip; Denn unserer Meinung nach muss der gesetzliche Mindestlohn deutlich &uuml;ber dem gegenw&auml;rtigen Hartz-IV-Niveau liegen. Mit zu versteuernden 8,50 Euro tut er das aber nicht &ndash; bereits ab einer Warmmiete von 358 Euro entsteht ein zus&auml;tzlicher Hartz-IV-Anspruch.<\/p><p>Und da ber&uuml;hren wir dann auch gleich das n&auml;chste Problem&hellip; Auch der Hartz-IV-Regelsatz eines Alleinstehenden von 391 Euro im Monat reicht n&auml;mlich hinten und vorne nicht aus: 4,66 Euro t&auml;glich f&uuml;r Essen und Trinken bedeutet Mangelern&auml;hrung und 66 Cent t&auml;glich f&uuml;r &ouml;ffentliche Verkehrsmittel sowie 23 Cent t&auml;glich f&uuml;r Essen und Trinken au&szlig;er Haus bedeuten gesellschaftliche Isolation. Mit mindestens 500 Euro w&uuml;rde dieser Mangel deutlich gelindert und w&uuml;rde man auch als Erwerbsloser einigerma&szlig;en &uuml;ber die Runden kommen. <\/p><p>Und von diesem existenzsichernden Eckregelsatz von 500 Euro leitet sich auch unsere Mindestlohnforderung an ein Existenzminimum f&uuml;r einen Erwerbst&auml;tigen ab, der ja weiterreichende Bed&uuml;rfnisse als der Erwerbslose zu befriedigen hat: Mit 10 Euro steuerfreiem gesetzlichem Mindestlohn l&auml;ge ein in Vollzeit erwerbst&auml;tiger Alleinstehender bei bundesdurchschnittlicher Warmmiete deutlich &uuml;ber Hartz IV und erhielte einen monatlichen Nettolohn von 1.329 Euro. Das w&auml;re nach unseren Berechnungen das, was wirklich als Existenzminimum eines Erwerbst&auml;tigen angesehen werden muss. <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"500\" height=\"315\" src=\"\" frameborder=\"0\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/jLh7OdoOH8M\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p><div style=\"text-align:center;\">\n<p><strong>Arbeitswelt\/Erwerbslosen-Radio: Martin Behrsing, Sprecher des Erwerbslosenforums Deutschland, &uuml;ber die Kampagne zur Anhebung des Hartz-IV-Eckregelsatzes auf 500 Euro und einen Mindestlohn von 10 Euro lohnsteuerfrei<\/strong><\/p>\n<p><\/p><\/div><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Wichtig zu wissen ist einfach: Bei unserer Forderung nach Lohnsteuerfreiheit des Mindestlohns handelt es sich um nur <em>eine<\/em> unserer Forderungen, die allesamt auf eines abzielen: Die Sicherstellung eines wirklichen Existenzminimum in Deutschland, das vor allem den Leuten am unteren Ende der Einkommensskala deutlich mehr Geld als bisher zur Verf&uuml;gung stellt. Und dazu braucht es eben die Kombination aus einem guten, hohen und zudem lohnsteuerfreien Mindestlohn auf der einen und einem angemessenen Hartz-IV-Eckregelsatz auf der anderen Seite. <\/p><p><strong>Und konnten Sie von Ihrer Forderung denn einige Bundestagsabgeordnete &uuml;berzeugen?<\/strong><\/p><p>Nein, Vertreterinnen und Vertreter aller Bundestagsfraktionen haben uns zwar Antworten zukommen lassen &ndash; sie bestreiten jedoch unisono, dass mit dem gesetzlichen Mindestlohn zugleich das Existenzminimum eines alleinstehenden Erwerbst&auml;tigen festgelegt worden ist. Das tun sie, obwohl der Nettomonatslohn auf der Basis von 8,50 Euro in etwa dem Hartz-IV-Niveau entspricht. Was aber soll das Hartz-IV-Niveau eines Vollzeitbesch&auml;ftigten anderes sein als das Existenzminimum?<\/p><p>Au&szlig;erdem lehnen es die Abgeordneten ab, dass das Niveau des gesetzlichen Mindestlohns bei Vollzeitbesch&auml;ftigten deutlich &uuml;ber dem Hartz-IV-Niveau liegen soll.<\/p><p>Sie beziehungsweise ihre Fachabteilungen, an die unsere Anfragen zur Beantwortung weiter geleitet wurden, streiten ferner ab, dass das Existenzminimum eines Erwerbst&auml;tigen selbstverst&auml;ndlich h&ouml;her als das eines Erwerbslosen ist. In der alten Sozialhilfe erhielten Erwerbst&auml;tige aber lange Zeit einen verbrieften Mehrbedarf f&uuml;r ihre Erwerbst&auml;tigkeit zuerkannt. Mit ihm wurden die Mehraufwendungen eines Erwerbst&auml;tigen an Ern&auml;hrung, einschlie&szlig;lich von Mahlzeiten au&szlig;er Haus, an K&ouml;rperpflege, Kleidung, Mobilit&auml;t, Kontaktpflege und Kommunikation sowie an Bed&uuml;rfnissen des t&auml;glichen Lebens wie Erholung usw. abgegolten, wie ein Gutachten des Deutschen Vereins f&uuml;r &ouml;ffentliche und private F&uuml;rsorge, des Dachverbands der damaligen Sozial&auml;mter und Wohlfahrtsverb&auml;nde aus dem Jahre 1991 ergab. Das steuerliche Existenzminimum eines alleinstehenden Erwerbst&auml;tigen hatte deshalb nach einem <a href=\"http:\/\/lexetius.com\/1992,419#58\">Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 25. September 1992<\/a> folgerichtig aus Regelsatz, Warmmiete und Mehrbedarf wegen Erwerbst&auml;tigkeit zu bestehen. <\/p><p>Um die Staatskassen zu entlasten, hat die Bundesregierung Erwerbst&auml;tigen jedoch ihren Mehrbedarf gestrichen und hierdurch die Steuerlast vor allem bei unteren Lohngruppen massiv erh&ouml;ht. Das tat sie, indem sie im Bundessozialhilfegesetz den Mehrbedarf f&uuml;r Erwerbst&auml;tige in einen Freibetrag f&uuml;r Erwerbst&auml;tige in derselben H&ouml;he umetikettiert ihn somit steuerrechtlich unwirksam gemacht und also der Besteuerung ausgesetzt hat. Seit mehr als 20 Jahren wird daher der existenznotwendige Mehrbedarf von Erwerbst&auml;tigen besteuert &ndash; und da verwundert schon sehr, dass diese massive Form des Lohnraubs heute von allen im Bundestag vertretenen Parteien als unhinterfragbare Selbstverst&auml;ndlichkeit hingenommen und fortgeschrieben wird. Zur Zeit der <em>Aushebelung<\/em> des steuerrechtlichen Mehrbedarfs f&uuml;r Erwerbst&auml;tige, am 27. Mai 1993, wusste und artikulierte Joachim Po&szlig;, der damalige finanzpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, <a href=\"http:\/\/dipbt.bundestag.de\/doc\/btp\/12\/12161.pdf\">in seiner Rede [PDF &ndash; 4.9 MB]<\/a> im Bundestag noch sehr klar: &bdquo;Die Behandlung des Mehrbedarfs f&uuml;r Erwerbst&auml;tige bei der Sozialhilfe als Zuschlag oder als Freibetrag vermag doch an der objektiven H&ouml;he des Existenzminimums nichts zu &auml;ndern.&ldquo; Das gilt selbstredend auch heute noch.<\/p><p>Und schlie&szlig;lich und endlich akzeptieren auch alle im Bundestag vertretenen Parteien, dass einem Alleinstehenden im Rahmen des steuerbefreiten Existenzminimums nur eine 30-qm-Wohnung mit 239 Euro Kaltmiete zusteht. Hierdurch wird das steuerfrei zu stellende Existenzminimum zus&auml;tzlich heruntergedr&uuml;ckt.<\/p><p><strong>Sie haben also im Bundestag niemanden &uuml;berzeugt?<\/strong><\/p><p>Nein. Womit alle vier Fraktionen auf keinen Fall darauf zu verzichten bereit sind, den Staat nicht zuletzt mittels einer &Uuml;berbesteuerung gerade der unteren Lohngruppen zu finanzieren. Genau damit aber muss endlich Schluss sein. Die einfache Umwidmung eines Mehrbedarfs in einen &bdquo;Freibetrag&ldquo; erm&ouml;glicht den Raub von j&auml;hrlich vielen Milliarden Euro an den Erwerbst&auml;tigen. Diese Mehreinnahmen wurden in den letzten Jahren vor allem Gro&szlig;verdienern und Unternehmen geschenkt: Unter einer SPD-Gr&uuml;nen-Regierung gab es massive Steuersenkungen unter anderem bei der K&ouml;rperschaftsteuer f&uuml;r Aktiengesellschaften und bei der Einkommensteuer f&uuml;r Reiche und Superreiche. Diese Steuerverschiebung muss endlich zur&uuml;ck genommen werden. <\/p><p>Wir werden die Abgeordneten daher noch einmal mit den bekannten Fakten konfrontieren und sie auch noch einmal auffordern, zu antworten. Den weiteren Verlauf werden wir auf unserer <a href=\"http:\/\/www.mindestlohn-10-euro.de\/2014\/11\/07\/aufforderung-an-alle-mdbs-sich-fuer-steuerfreiheit-des-mindestlohns-einzusetzen\/\">Website<\/a> ver&ouml;ffentlichen.<\/p><p><strong>Das vermeintliche Existenzminimum in Deutschland ist also gar keines: In Bezug auf Hartz IV, weil man hiervon nicht zu leben vermag &ndash; und in Bezug auf den Mindestlohn, weil er zum einen zu niedrig und zum anderen auch noch lohnsteuerpflichtig ist, wodurch die realen Bedarfe Geringverdienender gar nicht zu decken sind&hellip;<\/strong><\/p><p>Genau. Der Hartz-IV-Regelsatz ist auf Basis von Verbrauchsausgaben von Nicht-Erwerbst&auml;tigen aus unteren Verbrauchergruppen festgesetzt worden. Er muss daher nicht nur angehoben, sondern als Grundlage eines Existenzminimums f&uuml;r Erwerbst&auml;tige obendrein noch durch deren Mehrbedarfe erg&auml;nzt werden.<\/p><p>Bei Ber&uuml;cksichtigung dieser und einer realen durchschnittlichen Warmmiete kommen wir auf ein wesentlich h&ouml;heres steuerliches Existenzminimum als die gegenw&auml;rtigen 8.354 Euro j&auml;hrlich bzw. 696 Euro monatlich. Der Steuerfreibetrag m&uuml;sste tats&auml;chlich rund 13.000 Euro betragen, um bei dem aktuellen Hartz-IV-Satz &uuml;berhaupt aus Hartz IV heraus zu helfen. <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"500\" height=\"236\" src=\"\" frameborder=\"0\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/geaenMaTW5g\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p><div style=\"text-align:center;\">\n<p><strong>Reinhard Frankl: 10 Euro lohnsteuerfreier Mindestlohn &ndash; 500 Euro Eckregelsatz<\/strong><\/p>\n<p><\/p><\/div><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Noch ein letztes Wort?<\/strong><\/p><p>Gern&hellip;<\/p><p>Unter dem Dach des im Jahr 2012 vorgestellten &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.menschenwuerdiges-existenzminimum.org\/\">B&uuml;ndnisses f&uuml;r ein menschenw&uuml;rdiges Existenzminimum<\/a>&ldquo; haben inzwischen auch der DGB, Wohlfahrtsverb&auml;nde wie Diakonie und AWO, die Nationale Armutskonferenz und weitere gro&szlig;e Verb&auml;nde die 391 Euro Hartz-IV-Eckregelsatz als viel zu niedrig eingestuft. Es wurde sogar ein Fehlbetrag von 150 bis 170 Euro errechnet. <\/p><p>Wir halten es f&uuml;r einen gro&szlig;en Fortschritt, dass viele wichtige Organisationen in diesem B&uuml;ndnis nun dar&uuml;ber diskutieren, dass das Existenzminimum von Erwerbslosen aktuell nicht sichergestellt ist. Das B&uuml;ndnis selbst formuliert jedoch keine konkreten Forderungen, sondern will lediglich die Dimensionen des Mangels aufzeigen. Zu der notwendigen H&ouml;he eines einzuf&uuml;hrenden Mindestlohns nennt es beispielsweise gar keine Zahlen. Und eben da setzen wir an und konkretisieren unsere positive Utopie. Seit dem Start unserer <a href=\"http:\/\/www.mindestlohn-10-euro.de\">Gesamtkampagne<\/a> im Jahr 2009 hat unser B&uuml;ndnis dabei durchaus einen gewissen Einfluss aus&uuml;ben k&ouml;nnen.<\/p><p>Klar ist dabei aber eines&hellip; Dass n&auml;mlich Ver&auml;nderungen f&uuml;r Erwerbslose nur mit Unterst&uuml;tzung der Erwerbst&auml;tigen erreicht werden k&ouml;nnen, diese also beim Kampf f&uuml;r ein Existenzminimum im Lande nicht au&szlig;en vor gelassen werden d&uuml;rfen. Umgekehrt bedeuten aber auch jede Erh&ouml;hung des Regelsatzes und die notwendige Wiedereinf&uuml;hrung eines Mehrbedarfs f&uuml;r Erwerbst&auml;tige, dass Erwerbst&auml;tige mit niedrigen L&ouml;hnen wieder weniger Steuern mehr zu zahlen und daher mehr Geld in der Tasche haben.<\/p><p><strong>Ich bedanke mich f&uuml;r das Gespr&auml;ch.<\/strong><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Zum Weiterlesen:<\/strong><\/p><ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.die-soziale-bewegung.de\">Aktionsb&uuml;ndnis Sozialproteste, Verst&auml;ndigung &uuml;ber Kampagnen zwischen vielen Erwerbslosen- und Sozialprotestinitiativen seit 2005<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.bit.ly\/material-500-10\">S&auml;mtliche Kampagnen-Materialien auf einen Blick<\/a>: Anschauen, herunterladen oder gleich kostenlos und portofrei in gew&uuml;nschter Anzahl bestellen!<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.mindestlohn-10-euro.de\">Kampagnenseite f&uuml;r 10 Euro steuerfreien gesetzlichen Mindestlohn (und 500 Euro Eckregelsatz)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.500-euro-eckregelsatz.de\">Kampagne f&uuml;r mindestens 500 statt 391 Euro Eckregelsatz (Vorg&auml;ngerkampagne, seit 2009<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.kinderarmut-durch-hartz4.de\">Nach Erreichung eines wichtigen Teilziels beendete Kampagne von 2008<\/a><\/li>\n<\/ul><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Edgar Schu<\/strong>, Jahrgang 1969, war im Jahr 2005 Mitgr&uuml;nder des <a href=\"http:\/\/www.die-soziale-bewegung.de\">Aktionsb&uuml;ndnisses Sozialproteste<\/a> (ABSP) und wirkte intensiv an dessen Kampagnenpolitik gegen die Agenda 2010 mit. Von 2007 an war er mit diesen Aufgaben <a href=\"http:\/\/www.bewegungsarbeiter.de\">Bewegungsarbeiter<\/a> unter dem Dach der <a href=\"http:\/\/www.bewegungsstiftung.de\">Bewegungsstiftung<\/a> und seit dies seit 2013 nun eigenst&auml;ndig. Seit 2008 arbeitet das ABSP eng mit weiteren Organisationen der Erwerbslosen- und Sozialproteste zusammen, anfangs &uuml;ber die erfolgreiche Plattform &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.kinderarmut-durch-hartz4.de\">Kinderarmut durch Hartz IV<\/a>&ldquo; und seit 2009 nun &uuml;ber die <a href=\"http:\/\/www.mindestlohn-10-euro.de\">B&uuml;ndnisplattform f&uuml;r einen Eckregelsatz in H&ouml;he von 500 Euro sowie 10 Euro lohnsteuerfreien Mindestlohn<\/a>.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Eine automatische E-Mail-Benachrichtigung &uuml;ber <strong>neue Texte von Jens Wernicke<\/strong> k&ouml;nnen Sie <a href=\"http:\/\/feedburner.google.com\/fb\/a\/mailverify?uri=JensWernicke&amp;loc=de_DE\">hier<\/a> bestellen.<br>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg02.met.vgwort.de\/na\/549f72cbaffa461aab00b9abe0e9c85f\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dass das Geld zum Leben nicht reicht, ist sowohl Hartz IV-Empf&auml;ngern als auch Erwerbst&auml;tigen unterer Einkommensgruppen bestens bekannt. Die Armut im Lande w&auml;chst immer mehr an. Was hiergegen jedoch zu unternehmen ist &ndash; dar&uuml;ber gehen die Meinungen weit auseinander. 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