{"id":24390,"date":"2014-12-22T14:26:05","date_gmt":"2014-12-22T13:26:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24390"},"modified":"2014-12-22T15:43:30","modified_gmt":"2014-12-22T14:43:30","slug":"wiederkehr-des-kalten-krieges-ueber-einige-vergessene-einsichten-von-noam-chomsky-ueber-die-amerikanische-aussenpolitik-anlaesslich-des-ukraine-konfliktes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24390","title":{"rendered":"Wiederkehr des Kalten Krieges? \u00dcber einige vergessene Einsichten von Noam Chomsky \u00fcber die amerikanische Au\u00dfenpolitik anl\u00e4sslich des \u201eUkraine-Konfliktes\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Liegt Sahra Wagenknecht richtig, wenn sie im Bundestag von einer &bdquo;Neuauflage des Kalten Krieges mit Russland&ldquo; spricht? Wenn man in die Zeitungen schaut, muss man ihr zustimmen. So durften z.B. die Leser des Weser Kuriers die folgende Schlagzeile lesen: &bdquo;Beifall f&uuml;r deutliche Worte der Kanzlerin. Nach Merkel-Rede: Russland-Experten und Opposition loben Haltung  gegen&uuml;ber dem russischen Pr&auml;sidenten&ldquo; (18.11.14). Die Regionalzeitung aus Bremen bewies mit dem Artikel eindrucksvoll, wie man die regierungsamtliche und von den Leitmedien durchgesetzte Deutungshoheit des &bdquo;Ukraine-Konfliktes&ldquo; durch Aussagen von Osteuropa-Experten unterst&uuml;tzt. Von <strong>Christian Girschner<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nDie Expertin Susanne Schattenberger von der &bdquo;Elite&ldquo;-Universit&auml;t Bremen, die Direktorin der Forschungsstelle Osteuropa ist,  erkl&auml;rte gegen&uuml;ber dem Weser Kurier, im Ukrainekonflikt  sei eine neue &bdquo;Frustrationsstufe&ldquo; erreicht worden und man w&uuml;rde &bdquo;&uuml;ber Putins Strategie im Dunkeln tappen&ldquo;. Und der inzwischen emeritierte Gr&uuml;nder dieses ehrw&uuml;rdigen Institutes Wolfgang Eichwede bekundete anschlie&szlig;end, dass Putin &bdquo;die deutsche Politik get&auml;uscht&ldquo; und damit f&uuml;r einen &bdquo;Vertrauensbruch&ldquo; in den deutsch-russischen Beziehungen gesorgt habe. Daher w&auml;ren die Worte der Kanzlerin &bdquo;sehr klug&ldquo;, weil sie &bdquo;Putin und der russischen Elite deutlich&ldquo; machen, &bdquo;dass eine solche Politik auf kein Verst&auml;ndnis treffe&ldquo;. Die Bremer Bundestagsabgeordnete der gr&uuml;nen Partei Marieluise Beck durfte als &bdquo;Oppositions&ldquo;-Vertreterin die h&auml;rtere Gangart der Kanzlerin gegen&uuml;ber Russland loben und regte sich zugleich dar&uuml;ber auf, dass Putin zur besten Sendezeit in der ARD &bdquo;die russische Aggression als Notwehr umdeuten&ldquo; durfte, &bdquo;ohne dass er mit kritischen Fragen rechnen&ldquo; musste. Dieses Interview durfte abschlie&szlig;end auch noch der Chefredakteur der Zeitschrift Osteuropa Manfred Sapper gei&szlig;eln, wenn er ausf&uuml;hrte, dass der Interviewer die &bdquo;demagogischen &Auml;u&szlig;erungen von Putin (h&auml;tte) hinterfragen m&uuml;ssen&ldquo;. In diesem Zusammenhang wies er auf die Sanktionen gegen Russland hin, weil diese &bdquo;wirksam&ldquo; w&auml;ren und der &bdquo;russischen Volkswirtschaft einen gewaltigen Schaden zugef&uuml;gt&ldquo; h&auml;tten. <\/p><p>&bdquo;Triebfeder des Krieges ist in der Regel der Wille zur geopolitischen Vorherrschaft verbunden mit &ouml;konomischen Interessen. F&uuml;r die &ouml;ffentliche Meinung darf das jedoch nicht transparent gemacht werden. (&hellip;) Die Zustimmung ist leicht zu bekommen, wenn das Volk glaubt, dass von diesem Krieg seine Unabh&auml;ngigkeit, seine Ehre, seine Freiheit, vielleicht gar sein Leben abh&auml;ngt, und dass der Krieg die Durchsetzung unanfechtbarer Werte bef&ouml;rdert. Die Propaganda muss daher bestimmte Triebfedern des Krieges f&uuml;r das Volk unkenntlich, andere hingegen glaubhaft machen.&ldquo; (Anne Morelli: Die Prinzipien der Kriegspropaganda; L&uuml;neburg 2004, 45)<\/p><p><strong>Konsensfabrik<\/strong><\/p><p>Dieser wohlwollende Leitartikel des Weser Kuriers verzichtete folgerichtig auf abweichende Stimmen und Sichtweisen &uuml;ber den Ukrainekonflikt. Intellektuelle haben zwar die Pflicht die Wahrheit zu sagen, aber von Noam Chomsky wissen wir, dass Journalisten, Wissenschaftler und die h&ouml;her gebildeten Schichten am finanziell und sozial lohnenden Rockzipfel des politik&ouml;konomischen Machtkomplexes h&auml;ngen. Als entsprechend indoktrinierte Leistungserbringer sind sie unter anderem f&uuml;r die Fabrikation von Konsens in der Gesellschaft verantwortlich, um so die dumme, aber leider mit einem Wahlrecht ausgestatte Masse f&uuml;r die M&auml;chtigen zu lenken. Entsprechend sind sie daf&uuml;r verantwortlich, dem &bdquo;inneren Feind&ldquo; das richtige Bewusstsein und Verhalten einzutrichtern. <\/p><p>Der undankbare und unberechenbare &bdquo;P&ouml;bel&ldquo; muss, wie Noam Chomsky die Sichtweise der herrschenden Schichten zusammenfasst, stets auf Linie gebracht, diszipliniert und beaufsichtigt werden. Er soll vor allem gehorsam sein, brav arbeiten und sich der Marktdisziplin unterwerfen. Die Masse muss vor allem von der politischen B&uuml;hne ferngehalten werden; sie darf sich nicht politisch einmischen und die Regierungsgesch&auml;fte st&ouml;ren. Diese besondere Arbeitsteilung bedingt jedoch, dass die breite Bev&ouml;lkerung im Gegensatz zu den privilegierten Schichten weniger ideologisch indoktriniert ist. Letzteres spiegelt sich aktuell in Umfragen &uuml;ber den Ukrainekonflikt wieder. Viele Menschen wollen immer noch nicht das schlicht gestrickte Medienbild vom aggressiven Russland im Ukrainekonflikt &uuml;bernehmen. Aus diesem Grund werden von den Parteien, Medien und Intellektuellen die Anstrengungen massiv erh&ouml;ht, ihre &gt;richtige&lt; Deutungshoheit &uuml;ber den Konflikt nach unten durchzureichen. Schlie&szlig;lich muss man, um gegen den neuen Feind politisch und milit&auml;risch zu mobilisieren, auch  die eigene Bev&ouml;lkerung ideologisch gleichschalten, um m&ouml;gliche Proteste und Widerst&auml;nde in der Gesellschaft und in den Institutionen schon im Keim zu ersticken. Entsprechend aggressiv geht man inzwischen im medialen und politischen Establishment  gegen abweichende Meinungen und Positionen vor. Augenblicklich l&auml;uft  deshalb der Indoktrinationsapparat auf Hochtouren. Ab und zu darf dann innerhalb des vorgegebenen Interpretationsrahmens des Ukraine-Konfliktes ein kritischer Mahner die Frage aufwerfen, ob man vielleicht ineffiziente Methoden anwendet, um das von allen geteilte politische Ziel zu erreichen. \n\n<strong>Kalter Krieg oder amerikanisches Imperium<\/strong><\/p><p>Inzwischen erblicken manche in dem Ukrainekonflikt die Wiederkehr des Kalten Krieges, obwohl doch Russland gar nicht mehr &gt;kommunistisch&lt; ist. Wie kann daher der Kalte Krieg wieder zur&uuml;ckgekehrt sein? \n\n&Uuml;blicherweise geht die hegemoniale Doktrin &uuml;ber den Kalten Krieg davon aus, dass sich dieser erst nach 1945 entscheidend entwickelte. Der Kalte Krieg dominierte demzufolge die innen- und au&szlig;enpolitische Struktur. Er galt als ein &bdquo;Systemkonflikt&ldquo; und entschied deshalb &uuml;ber die &ouml;konomischen, kulturellen und milit&auml;rischen Begebenheiten eines Landes und der Welt. Der kommunistische Osten musste durch den friedliebenden, defensiven und freien Westen einged&auml;mmt und abgeschreckt werden, weil dieser einen &ouml;konomischen und ideologischen Expansionstrieb besa&szlig;. So setzte sich der Westen f&uuml;r Demokratie, Menschenrechte, freie M&auml;rkte und Privateigentum in der Welt ein, bek&auml;mpfte mit gro&szlig;em Mut und milit&auml;rischem Aufwand den &uuml;berm&auml;chtigen und stets aggressiven &gt;totalit&auml;ren Feind&lt;. Entsprechend wurde die amerikanische Vorherrschaft in der &gt;nicht-kommunistischen Welt&lt; mit Sicherheit und politischer Freiheit gleichgesetzt.\n\nF&uuml;r Noam Chomsky ist diese Doktrin &uuml;ber den Kalten Krieg jedoch nie etwas anderes als ein n&uuml;tzliches ideologisches Propagandainstrument gewesen. Der Kalte Krieg ist f&uuml;r ihn ein inszenierter Schwindel, um die tats&auml;chlichen Absichten und Interessen der USA zu verschleiern, die schon im 19. Jahrhundert von der amerikanischen Herrschaftselite formuliert wurden und sp&auml;ter fest institutionalisiert werden sollten. Diese imperialen Prinzipien bilden bis heute eine unver&auml;nderliche Konstante in der US-Au&szlig;enpolitik. In der US-Au&szlig;enpolitik variiert nur die f&uuml;r die Umsetzung dieser Prinzipien angewendete Taktik, die den jeweiligen Umst&auml;nden und dem erreichten Fortschritt der Milit&auml;rtechnik angepasst wird.\n\nDer Kalte Krieg war f&uuml;r die USA ein ideologisch herrschaftssicherndes Rechtfertigungsinstrument, weil man damit unter anderem:\n\n\n<\/p><ul>\n<li>die eigene Bev&ouml;lkerung in Furcht und Schrecken halten konnte, dies ist die wirkungsvollste Methode zur Herrschaftssicherung f&uuml;r die Machtelite und Reichen;<\/li>\n<li>das Pentagon-System aufbauen konnte, was ein staatliches Subventions-, Forschungs-, Entwicklungs- , Absatz- und Steuerungsinstrument der amerikanischen Industrie darstellt, ohne die heilige Doktrin vom freien Markt als L&uuml;ge blo&szlig;zustellen;<\/li>\n<li>eine gigantische milit&auml;rische Aufr&uuml;stung und ein weltweites Netzwerk von Milit&auml;rbasen betreiben konnte;<\/li>\n<li>einen Milit&auml;rkeynesianismus praktizieren konnte, damit die Macht und das soziale Bewusstsein der Lohnabh&auml;ngigen nicht durch eine nachfrageorientierte Wirtschafts- und Sozialpolitik gest&auml;rkt wurden;<\/li>\n<li>die best&auml;ndigen milit&auml;rischen, wirtschaftlichen wie politischen Interventionen gegen&uuml;ber anderen Staaten rechtfertigen konnte, also Einf&auml;delungen von Regierungsst&uuml;rzen, Handelskriegen, Geheimdienstaktionen wie die T&ouml;tung von Politikern und Ausf&uuml;hrung von terroristischen Anschl&auml;gen, Aufbau und Unterst&uuml;tzung von Terrororganisationen, Milit&auml;rinterventionen, Kriege, Ausbildung von Folterknechten, Durchf&uuml;hrung von Stellvertreterkriegen usw.;<\/li>\n<li>die Arbeiterbewegung und ihre Parteien bzw. Gewerkschaften weltweit verfolgen, einsch&uuml;chtern und notfalls zerschlagen oder ihre unbelehrbaren Anf&uuml;hrer, Mitglieder und Anh&auml;nger massakrieren konnte.<\/li>\n<\/ul><p>Schon am Ende des neunzehnten Jahrhunderts waren die USA ein m&auml;chtiger Staat geworden, der die wirtschaftlichen Interessen der besitzenden Klassen nach au&szlig;en mit Gewalt und Drohungen gegen&uuml;ber anderen Staaten durchsetzte. So schuf die USA eine von ihr exklusiv kontrollierte Ausbeutungszone von L&auml;ndern, die den Handels-, Export- und Rohstoffinteressen des amerikanischen Kapitals entsprachen. Mit dem ersten Weltkrieg wurde die Beherrschungs- und Unterwerfungszone weiter vergr&ouml;&szlig;ert und noch vor Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg legten die Planer der US-Regierung die bis heute g&uuml;ltigen imperialen Prinzipien f&uuml;r die neue Weltmacht fest. Diese und nicht die angebliche &bdquo;Systemauseinandersetzung&ldquo; mit der Sowjetunion bestimmten und bestimmen die US-Weltmachtpolitik. So bekam jede Weltregion eine entsprechende dienende politik&ouml;konomische Funktion f&uuml;r die USA bzw. f&uuml;r die amerikanischen Konzerne und Investoren zugesprochen. &Uuml;ber diesen Weg wollte man den eigenen F&uuml;hrungs- und Herrschaftsanspruch gegen&uuml;ber allen anderen Staaten durchsetzen und sichern.<\/p><p><strong>Imperiales Selbstbestimmungsrecht<\/strong><\/p><p>Diese Dienstleistungsfunktion anderer Staaten f&uuml;r den &ouml;konomischen Erfolg der USA kann jedoch, wie die US-Planer voraussahen, beeintr&auml;chtigt und von anderen in Frage gestellt werden. Eine unabdingbare Voraussetzung f&uuml;r den dauerhaften Erfolg  der USA wird deshalb darin gesehen, selbst zu bestimmen, was in anderen L&auml;ndern passiert. Diesem imperialen Selbstbestimmungsrecht der USA hat sich jeder Staat ohne Ausnahme zu unterwerfen: Widerspruch wird nicht geduldet. Schon eine Einschr&auml;nkung ihrer politischen Handlungsfreiheit wird von den USA als Angriff auf ihren Weltf&uuml;hrungsanspruch angesehen, weil damit auch ihre Glaubw&uuml;rdigkeit, Macht und ihr Prestige in Frage gestellt wird. Wer als Staat dennoch gegen diesen Weltmachtanspruch verst&ouml;&szlig;t, sich den politik&ouml;konomischen und geostrategischen Interessen der USA nicht unterwirft, sondern dagegen opponiert, wird als &bdquo;Feind&ldquo; aus der &bdquo;Weltgemeinschaft&ldquo; ausgesto&szlig;en und mit allen milit&auml;rischen, politischen, ideologischen und  geheimdienstlichen Mitteln bek&auml;mpft. Der Staat, der die amerikanische Hegemonie auch nur ansatzweise in Frage stellt, gilt deshalb als ein zu vernichtender &bdquo;Virus&ldquo;; er wird als eine grundlegende Gefahr f&uuml;r die Interessen der USA angesehen.  Schlie&szlig;lich kann der Virus andere L&auml;nder infizieren und sich so unkontrolliert verbreiten. Den Virus, den die USA so f&uuml;rchtet, ist der &bdquo;extreme&ldquo;, &bdquo;radikale&ldquo; oder &bdquo;unabh&auml;ngige Nationalismus&ldquo; eines Landes. Unter diesem Begriff subsumiert die US-F&uuml;hrungselite den Staat, der auf die Idee kommt, dass die heimischen Ressourcen und Reicht&uuml;mer zur Entwicklung und F&ouml;rderung seines Landes und zum Wohlergehen seiner Bev&ouml;lkerung eingesetzt werden sollten. Damit k&uuml;ndigt dieser Staat seine zugewiesene Dienstleistungsfunktion f&uuml;r die US-Investoren und amerikanische Machtelite auf. Eine solche politik&ouml;konomische Ausrichtung eines Landes muss in den Augen der amerikanischen Herrschaftselite von Beginn an und mit aller Gewalt und R&uuml;cksichtslosigkeit bek&auml;mpft werden, bevor noch andere Staaten diesen anti-amerikanischen Weg einschlagen. Man sollte sich im Klaren dar&uuml;ber sein, dass die USA &bdquo;gegen jegliche Entwicklung in der Dritten Welt sind, die sich ihrer Kontrolle entzieht&ldquo; und deshalb &bdquo;m&uuml;ssen die untergeordneten Nationen begreifen, dass sie in Gegenwart des Herrn und Meisters den Mund zu halten haben. Bei Zuwiderhandlungen droht ihnen die Anwendung von Gewalt. Danach werden sie so lange leiden, wie wir es f&uuml;r richtig halten.&ldquo; (Chomsky: Wirtschaft und Gewalt; L&uuml;neburg 1993, 382)<\/p><p>Deshalb haben die USA den Vietnamkrieg nicht verloren, wie es die &uuml;bliche Erz&auml;hlung behauptet, vielmehr konnten sie zwar nicht alle, aber ihr wichtigstes Anliegen durchsetzen. Denn die USA zerst&ouml;rten nachhaltig die Grundlagen f&uuml;r die Gefahr eines guten Beispiels, schlie&szlig;lich lag &bdquo;die ganze Region in Tr&uuml;mmern&ldquo; und hatte &bdquo;keine Chance mehr, dass der &bdquo;Virus&ldquo; erfolgreicher unabh&auml;ngiger Entwicklung  andere &bdquo;infizieren&ldquo; k&ouml;nne.&ldquo; (ebd., 388) An anderer Stelle f&auml;hrt Chomsky fort: &bdquo;Mc George Bundy, der ehemalige Sicherheitsberater Kennedys und Johnsons, besann sich Jahre sp&auml;ter darauf, dass es wom&ouml;glich keine schlechte Idee gewesen w&auml;re, den Vietnamkrieg bereits 1965 zu beenden. Durch den Putsch 1965 in Indonesien hatten die Vereinigten Staaten ihren S&uuml;dostasienkrieg im Grunde schon gewonnen. Vietnam war zu einer Ruine zerfallen und konnte niemandem mehr als Vorbild dienen. Die Vereinigten Staaten hatten in ihrem Hauptinteressengebiet, Indonesien, erfolgreich ihre Macht ausgebaut. In der Folgezeit wurden in der gesamten Region Diktaturen errichtet, um die Ausbreitung &bdquo;der F&auml;ulnis&ldquo; zu verhindern &ndash; jene von erfolgreichen unabh&auml;ngigen Entwicklungen ausgehende F&auml;ulnis, die anderen L&auml;ndern als Vorbild dienen kann. Dies war auch eines der Grundthemen im Verlauf des Kalten Krieges. Aus Henry Kissingers Sicht sind nationale Bewegungen Viren, die andere L&auml;nder anstecken k&ouml;nnen &ndash; Ideen, die er auch auf Allende in Chile anwandte. Allendes Regierung war ein Virus, und die ausgel&ouml;ste Infektion konnte sich sogar bis nach S&uuml;deuropa ausbreiten. Wenn die Menschen begreifen, dass Sozialreformen &uuml;ber parlamentarische Wege zu erreichen sind, herrscht Gefahr. (&hellip;) Viren, die ansteckend sind, m&uuml;ssen vernichtet werden, und wer infiziert werden kann, muss geimpft werden. So verfuhr man in S&uuml;dostasien und in Lateinamerika. In den sechziger Jahren begann in Lateinamerika eine Welle der Repression: In Brasilien wurde eine Diktatur errichtet, die bis in die achtziger Jahre bestand; danach fielen weitere Dominosteine, die letztlich zu Reagans m&ouml;rderischen Kriegen in Mittelamerika f&uuml;hrten. In S&uuml;dostasien regierte Ferdinand Marcos auf den Philippinen; in Thailand bestand eine Diktatur, und in Indonesien herrschte Suharto; in Burma wurde die Demokratie gr&ouml;&szlig;tenteils zerschlagen &ndash; (&hellip;). Als die Infektion einged&auml;mmt war und die Viren vernichtet waren, sah alles pl&ouml;tzlich ganz wunderbar aus.&ldquo; (Noam Chomsky\/Andre Vltchek: Der Terrorismus der westlichen Welt; M&uuml;nster 2014, 153f.)<\/p><p>Auf dieser Grundlage res&uuml;miert Chomsky &uuml;ber den Kalten Krieg an einer Stelle seines Werkes, wenn er zusammenfasst: &bdquo;Der Kalte Krieg, der im wesentlichen schon 1917 begann, war in seinen wichtigen Aspekten ein globaler &bdquo;Nord-S&uuml;d-Konflikt&ldquo;. Bis zum Ersten Weltkrieg war Russland Europas &bdquo;Dritte Welt&ldquo; gewesen, die Rohstoffe, M&auml;rkte und Investitionsm&ouml;glichkeiten bot, ohne selbst davon zu profitieren. Andererseits stellte es durch seinen Umfang und seine milit&auml;rische Macht einen Sonderfall und einen weltpolitisch bedeutsamen Faktor dar, dessen Gewicht mit der f&uuml;hrenden Rolle, die die Sowjetunion gegen das nationalsozialistische Deutschland gespielt hatte, noch zunahm. Milit&auml;risch stieg Sowjetrussland nach dem Zweiten Weltkrieg zur Supermacht auf, die Bedrohung sah der Westen jedoch im unabh&auml;ngigen Nationalismus und dem m&ouml;glichen Virus-Effekt. Von daher l&auml;sst sich die &bdquo;logische Unlogik&ldquo; erkl&auml;ren, die das US-Kriegsministerium 1945 bemerkte, als es Pl&auml;ne vorbereitete, denen zufolge die Vereinigten Staaten den gr&ouml;&szlig;ten Teil der Welt kontrollieren und die Sowjetunion milit&auml;risch einkreisen sollten, ohne dem Gegner vergleichbare Rechte einzur&auml;umen.&ldquo; (Chomsky: Hybris 2003, 90) <\/p><p>In den Augen der US-Strategen war also die Sowjetunion ein umfassender Teil der &bdquo;Dritten Welt&ldquo; gewesen, die aus ihrer traditionellen Rolle f&uuml;r die westlichen kapitalistischen Industriestaaten ausgebrochen war und deshalb &bdquo;einged&auml;mmt&ldquo; und durch eine Rollback-Politik wieder in ihre dienende Funktion zur&uuml;ckgezwungen werden musste. Nach diesen imperialen Grundprinzipien steht auch au&szlig;er Frage, &bdquo;dass die Vereinigten Staaten mit Diktaturen und Tyrannen keine Probleme haben, sofern diese den US-Interessen dienlich sind, und, dass sie &uuml;berzeugte Demokratien angreifen und vernichten, sobald diese von ihrer unterw&uuml;rfigen Dienstleistungsrolle abweichen.&ldquo; (Chomsky: Die Herren der Welt, Berlin 1993, 27)<\/p><p><strong>Thesen &uuml;ber den imperialen Charakter des Ukraine-Konfliktes<\/strong><\/p><p>Wendet man diese grundlegenden imperialen Prinzipien der USA auf den aktuellen &bdquo;Ukraine-Konflikt&ldquo; an, erh&auml;lt man folgendes Szenario. Russland war auch nach dem Ende der Sowjetunion bzw. des &bdquo;Kommunismus&ldquo; f&uuml;r die USA ein Feind-Staat, der beaufsichtigt und einged&auml;mmt werden musste. Russland besa&szlig; n&auml;mlich als Nachfolgestaat der Sowjetunion im Gegensatz zu vielen anderen Staaten ein gro&szlig;es Arsenal an Atomwaffen und -raketen, die weiterhin als eine permanente Gefahr durch die amerikanische Machtelite angesehen wurden, denn sie schr&auml;nkten weiterhin die imperiale Handlungsfreiheit der &uuml;brig gebliebenen Weltmacht ein. Die Weltmacht USA forcierte, da eine direkte Zerst&ouml;rung des russischen (atomaren) Waffenpotentials nicht m&ouml;glich war, unter anderem &ndash; entgegen den gegebenen Abmachungen &ndash; die schrittweise Osterweiterung der NATO, um Russland milit&auml;risch und geopolitisch zu schw&auml;chen bzw. einzud&auml;mmen. Nach der &ouml;konomisch und politisch desastr&ouml;sen Jelzin-&Auml;ra, die von den USA ganz gezielt mit eingef&auml;delt worden war, hat Russland unter Putin nun zentrale imperiale Prinzipien der USA verletzt. So mutierte Russland von einer potentiellen Gefahr f&uuml;r die Weltmacht USA zu einem gef&auml;hrlichen Virus, der isoliert, einged&auml;mmt und bek&auml;mpft bzw. zerst&ouml;rt werden muss. Die russische Regierung von Putin hat n&auml;mlich folgende anti-amerikanischen &bdquo;Verbrechen&ldquo; begangen:<\/p><ul>\n<li>Russland hat sich als Atommacht wieder zu einem selbst&auml;ndigen Akteur in der internationalen Politik zur&uuml;ckgemeldet, der die Handlungsfreiheit der &ouml;konomisch angeschlagenen USA einschr&auml;nkt, sich also nicht mehr vollst&auml;ndig den geopolitischen Zielen und Ambitionen der USA unterwirft, sondern vermehrt eigene Interessen verfolgt;<\/li>\n<li>Russland ist f&uuml;r die USA zu einem gef&auml;hrlichen &bdquo;Virus&ldquo; geworden, weil es &ndash; im Gegensatz zur Regierungszeit von Jelzin &ndash; die Ressourcen und Reicht&uuml;mer vorrangig f&uuml;r seine eigene &ouml;konomische Entwicklung einsetzt, damit die Dienstleistungsfunktion f&uuml;r westliche Investoren und Konzerne eingeschr&auml;nkt hat, d.h. auch, Russland ist zu einem gef&auml;hrlichen Vorbild f&uuml;r andere L&auml;nder geworden;<\/li>\n<li>Russland ist ein Mit-Architekt von nicht-amerikanisch beherrschten Wirtschaftsb&uuml;ndnissen und -abkommen geworden, die die amerikanische Vorherrschaft auf der Welt weiter unterminieren werden.<\/li>\n<\/ul><p><strong>Selbstaufgabe Russlands erzwingen<\/strong><\/p><p>Es wird deshalb f&uuml;r die US-Strategen darum gehen, dass abtr&uuml;nnige Russland wieder auf Linie zu bringen, d.h. genau genommen, Russland hat sich der USA unterzuordnen und muss als m&ouml;glicher geopolitischer Widersacher endg&uuml;ltig ausgeschaltet werden. Aus diesem Grund wird die Weltmacht USA alle bekannten Unterwerfungsmethoden gegen&uuml;ber Russland mobilisieren, um dieses Ziel zu erreichen, dazu geh&ouml;rt u.a.:<\/p><ul>\n<li>eine forcierte milit&auml;rische Einkreisung und Schw&auml;chung Russlands (Vermehrung\/Ausbau der Milit&auml;rbasen an den russischen Grenzen, milit&auml;rische Aufr&uuml;stung bzw. Modernisierung, dazu geh&ouml;rt insbesondere die Modernisierung des atomaren US-Raketenarsenals, um ihre milit&auml;rische Schlagkraft weiter zu steigern);<\/li>\n<li>Zur&uuml;ckdr&auml;ngung russischer Einflusszonen, beispielsweise in den ehemaligen Sowjetrepubliken (Kasachstan, Usbekistan usw.), dem Kaukasus und am kaspischen Meer, damit die USA die geopolitische Kontrolle &uuml;ber das dortige Erd&ouml;l\/Erdgas erlangt (w&auml;hrend anglo-amerikanische Konzerne das Erd&ouml;l f&ouml;rdern und die Profit einstreichen), dies schlie&szlig;t ebenfalls die Energietransportkorridore mit ein, die au&szlig;erhalb Russlands zu verlaufen haben. Denn wer die Energiequellen wie Erd&ouml;l und Gas kontrolliert, kontrolliert die Welt &ndash; eine Leitdoktrin der Weltmacht USA;<\/li>\n<li>das Sch&uuml;ren von neuen Konflikten innerhalb und an den Grenzen Russlands, beispielsweise durch Unterst&uuml;tzung oder Initialisierung von separatistischen Bewegungen und &bdquo;islamistischen Fundamentalisten&ldquo; bzw. Terroristen; <\/li>\n<li>die gezielte Schw&auml;chung\/Destabilisierung (&bdquo;Regimewechsel&ldquo;) von russischen B&uuml;ndnispartnern;<\/li>\n<li>die Sch&auml;digung der &ouml;konomischen Basis Russlands durch wirtschaftliche Manipulationen, Handelskriege, Sabotageakte und Sanktionen;<\/li>\n<li>die Schaffung und Unterst&uuml;tzung von politischen Kr&auml;ften, die die Regierung von Putin st&uuml;rzen und durch eine amerikakonforme Regierung ersetzen;<\/li>\n<li>propagandistische Skandalisierung &uuml;ber &ndash; auch von au&szlig;en gesteuerte bzw. inszenierte &ndash; soziale, politische und kulturelle Ereignisse oder Krisen in Russland;<\/li>\n<li>ideologische &bdquo;Kolonalisierung&ldquo; Russlands unter dem Label der St&auml;rkung der Zivilgesellschaft und Demokratisierung;<\/li>\n<li>Aufbau eines Raketenabwehrschirms durch die USA in Europa, welches dazu dient, einen atomaren Erst-  bzw. Enthauptungsschlag gegen Russland durchf&uuml;hren zu k&ouml;nnen, ohne die Konsequenzen eines russischen Gegenschlages f&uuml;rchten zu m&uuml;ssen (allein die Androhung eines Erstschlages sollte eine politisch disziplinierende und unterordnende Wirkung auf Russland entfalten);<\/li>\n<li>die von den USA betriebene Eingliederung der Ukraine in die NATO-Zone durch einen herbeigef&uuml;hrten Putsch dient der weiteren milit&auml;rischen Einkreisung und Schw&auml;chung Russlands;<\/li>\n<li>die Ukraine wird nach ihrer &Uuml;bernahme durch die USA\/NATO zur neuen Abschussrampe f&uuml;r atomare Mittelstreckenraketen ausgebaut, um einen Enthauptungsschlag gegen Moskau f&uuml;hren zu k&ouml;nnen. Wenn atomare US-Raketen aus der Ukraine Moskau in zwei Minuten erreichen, kann Russland sich nicht mehr verteidigen, es wird damit in jeder Hinsicht f&uuml;r die USA erpressbar; <\/li>\n<li>die von den USA mit der Einverleibung der Ukraine anvisierte Verdr&auml;ngung des russischen Marinest&uuml;tzpunktes in Sewastopol auf der Krim durch einen amerikanischen St&uuml;tzpunkt wurde vorerst von Russland vereitelt. Dieser Marinest&uuml;tzpunkt ist f&uuml;r Russland von gr&ouml;&szlig;ter geopolitischer Bedeutung und f&uuml;r die USA ein geopolitisch aus Welt zu schaffendes &Auml;rgernis. Der Infrastrukturstab der US-Marine hatte bereits im Juni 2013 eine Ausschreibung zur Sanierung eines gr&ouml;&szlig;eren Geb&auml;udekomplexes in Sewastopol herausgegeben. Dies belegt vor allem die langfristige Planung und Vorbereitung der &Uuml;bernahme der Ukraine durch die US-Administration (dazu: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=GVDdioYbwfg\">Vortrag von Wolfgang Effenberger: Die politische Weltlage<\/a>, ab Minute 36:35). <\/li>\n<\/ul><p><strong>NATO hat wieder ein Feindbild Russland  <\/strong><\/p><p>Wir haben es also nicht mit einer Wiederkehr des &bdquo;Kalten Krieges&ldquo; zu tun, der nie etwas anderes als ein irref&uuml;hrendes Propagandainstrument der Weltmacht USA gewesen war, um ihre geopolitischen und imperialen Interessen ideologisch zu verschleiern. Vielmehr ist die aktuell betriebene Eskalation im Ukraine-Konflikt das Resultat, dass Russland unter Putin einerseits zu einem f&uuml;r die USA unliebsamen Akteur in der Weltpolitik geworden ist und andererseits die Auspl&uuml;nderung seines Landes durch amerikanische und europ&auml;ische Konzerne ein Ende gesetzt hat. Die amerikanische Aggression gegen Russland wird so lange anhalten, bis die dienende und unterw&uuml;rfige Rolle Russlands wieder hergestellt wurde. In dieser Hinsicht ist die Ukraine f&uuml;r die USA nur ein Faustpfand, um Russland weiter unter Druck zu setzen, es zu isolieren und zu schw&auml;chen. Hinter der amerikanischen und europ&auml;ischen Propaganda gegen Russland steht daher eine gut verschleierte Herrschaftsstrategie, die Russland zu einem Aggressor und neuen Feind stilisiert und mystifiziert. Gleichzeitig sichert die USA mit diesem von ihr selbst geschaffenen &ndash; und von der EU unterst&uuml;tzten &ndash; Ukraine-Konflikt und die damit einhergehende Restauration des &bdquo;alten&ldquo; Feindbildes die Unterordnung ihrer europ&auml;ischen NATO &ndash;B&uuml;ndnispartnern, die ansonsten h&ouml;chst unterschiedliche und in Konflikt stehende Interessen verfolgen, sich aber augenblicklich wieder der US-Oberherrschaft unterwerfen. Das neue Feindbild Russland legitimiert nicht nur die zwischenzeitlich verloren gegangene Existenzberechtigung der NATO, sondern eine neue Runde der milit&auml;rischen Aufr&uuml;stung und Umgruppierung der NATO &ndash; selbstverst&auml;ndlich unter F&uuml;hrung der friedliebenden USA. Au&szlig;erdem setzen die USA mit dem Ukraine-Konflikt ein weiteres strategisches Ziel um, n&auml;mlich die Verhinderung eine f&uuml;r Europa und Russland vorteilhaften politik&ouml;konomischen Zusammenarbeit, die die Macht der USA beschneiden k&ouml;nnte. Dieses Ziel brachte Emmanuel Todd schon vor &uuml;ber zehn Jahren in seinem Nachruf auf die USA auf den Punkt: Mit der &bdquo;Aufrechterhaltung eines gewissen Niveaus an Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und Russland sollte die Ann&auml;herung zwischen Europa und Russland &ndash; die Wiedervereinigung des Westteils von Eurasien &ndash; verhindert und so der Antagonismus, der aus dem Kalten Krieg &uuml;briggeblieben war, m&ouml;glichst lange am Leben gehalten werden.&ldquo; (Emmanuel Todd: Weltmacht USA. Ein Nachruf; M&uuml;nchen\/Z&uuml;rich,2003, 194)<\/p><p>In der Weltpolitik hat sich auch nach dem ausgerufenen Ende des Kalten Krieges nichts ver&auml;ndert, es ist und bleibt das alte Spiel um Herrschaftssicherung und &ndash;unterwerfung, zwischen Herr und Knecht: &bdquo;Kurz gesagt geht es immer noch darum, die Macht im Club der reichen M&auml;nner zu bewahren, die Dienstleistungsregionen unter Kontrolle zu halten und die staatlich organisierten &ouml;ffentlichen Subventionen f&uuml;r die heimischen, entwickelten Industriesektoren weiterflie&szlig;en zu lassen. Der Demokratie ist mit aller Kraft zu widerstehen, au&szlig;er im politisch korrekten Sinne der ungest&ouml;rten Herrschaft von Gesch&auml;ftsinteressen. Menschenrechte sind irrelevant. Die Politik bleibt stabil und passt sich lediglich an neue Verh&auml;ltnisse an, was die Kulturmanager auf ad&auml;quate Weise nachvollziehen. Diese Gesichtspunkte springen so unverhohlen ins Auge und bleiben mit solch manischer Gel&auml;ufigkeit auf der Tagesordnung, dass man schon ziemlich talentiert sein muss, um sie zu &uuml;bersehen.&ldquo; (Chomsky: Wirtschaft und Gewalt; L&uuml;neburg 1993, 153)<\/p><p><strong>Literatur<\/strong><\/p><ul>\n<li>Eine Auswahl von B&uuml;chern &uuml;ber die US-Weltpolitik von Noam Chomsky (unsortiert):<\/li>\n<li>Wirtschaft und Gewalt. Vom Kolonialismus zur neuen Weltordnung (1993; L&uuml;neburg)<\/li>\n<li>Eine Anatomie der Macht (2004; Hamburg)<\/li>\n<li>Die Herren der Welt (2014; Wien)<\/li>\n<li>Neue Weltordnungen. Vom Kolonialismus bis zum Big Mac (2004; Hamburg)<\/li>\n<li>Pirates und Emperors.  Terrorismus in der &bdquo;Neuen Weltordnung&ldquo; (2004; Grafenau\/Frankfurt)<\/li>\n<li>Hybris. Die endg&uuml;ltige Sicherung der globalen Vormachtstellung der USA (2003; Hamburg)<\/li>\n<li>Die politische &Ouml;konomie der Menschenrechte (2001; Grafenau)<\/li>\n<li>Interventionen (2008; Hamburg)<\/li>\n<li>Was Onkel Sam wirklich will (1993; Z&uuml;rich)<\/li>\n<li>Die Herren der Welt (1993; Berlin)<\/li>\n<li>Clintons Vision. Freier Markt und Abschottung (1994, Grafenau)<\/li>\n<li>Der gescheiterte Staat (2006; M&uuml;nchen)<\/li>\n<li>Vom politischen Gebrauch der Waffen. Zur politischen Kultur der USA und den Perspektiven des Friedens (1987; Wien)<\/li>\n<li>Der neue milit&auml;rische Humanismus. Lektionen aus dem Kosovo (2000; Z&uuml;rich)<\/li>\n<li>Die 5. Freiheit. &Uuml;ber Macht und Ideologie (1988, Berlin)<\/li>\n<li>Chomsky\/Vltchek: Der Terrorismus der westlichen Welt (2014; M&uuml;nster)<\/li>\n<\/ul><p>Dazu erg&auml;nzend ist zu beachten:<\/p><ul>\n<li>William Blum: Zerst&ouml;rung der Hoffnung. Bewaffnete Interventionen der USA und des CIA seit dem 2. Weltkrieg (2008, Frankfurt)<\/li>\n<li>William Blum: Schurkenstaat (2006, Berlin)<\/li>\n<li>John Perkins: Weltmacht ohne Skrupel (2007; M&uuml;nchen)<\/li>\n<li>John Perkins: Bekenntnisse eines economic hit man(2007; M&uuml;nchen)<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liegt Sahra Wagenknecht richtig, wenn sie im Bundestag von einer &bdquo;Neuauflage des Kalten Krieges mit Russland&ldquo; spricht? Wenn man in die Zeitungen schaut, muss man ihr zustimmen. So durften z.B. die Leser des Weser Kuriers die folgende Schlagzeile lesen: &bdquo;Beifall f&uuml;r deutliche Worte der Kanzlerin. Nach Merkel-Rede: Russland-Experten und Opposition loben Haltung gegen&uuml;ber dem russischen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24390\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,201,183,11],"tags":[1269,1268,915,259,260,1556],"class_list":["post-24390","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-ideologiekritik","category-medienkritik","category-strategien-der-meinungsmache","tag-chomsky-noam","tag-kalter-krieg","tag-putin-wladimir","tag-russland","tag-ukraine","tag-usa"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24390","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=24390"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24390\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":24392,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24390\/revisions\/24392"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=24390"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=24390"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=24390"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}