{"id":24399,"date":"2014-12-23T09:24:27","date_gmt":"2014-12-23T08:24:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24399"},"modified":"2014-12-23T09:24:27","modified_gmt":"2014-12-23T08:24:27","slug":"hinweise-des-tages-2282","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24399","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24399#h01\">Papst Franziskus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24399#h02\">Pegida<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24399#h03\">Angst vor Russland: Baltische Staaten r&uuml;sten auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24399#h04\">Belgien: Rechts-Rechtsregierung versucht den sozialen Kahlschlag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24399#h05\">TTIP<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24399#h06\">Deutsche Politiker attackieren die EZB<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24399#h07\">GDL Tarifrunde bei der Deutschen Bahn 2014<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24399#h08\">Industriebesch&auml;ftigung im Wandel <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24399#h09\">Kuierdienste: billig, billig, billig &ndash; 1.200 Kilometer am Tag &ndash; und platt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24399#h10\">Soziales ist Nebensache<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24399#h11\">Neuregelungen zum 01.01.2015 im Arbeits- und Sozialrecht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24399#h12\">Hartz IV &ndash;  Wie ein radikales Gesetz von zwei ehemaligen Radikalen auf den Weg gebracht wurde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24399#h13\">Polizei, Gewalt und Videos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24399#h14\">Nicht die richtige Zeit f&uuml;r Steuererh&ouml;hungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24399#h15\">Der Spiegel, die Folter und 9\/11<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24399#h16\">Demo &bdquo;Du Bes K&ouml;lle&ldquo;, Arsch huh Z&auml;ng ussenander &ndash; Gegen Rassismus + Neonazis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24399#h17\">Das Letzte: Weihnachten mit Geldsorgen: Mehr als 1,6 Millionen Kinder leben von Hartz IV<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24399&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Papst Franziskus<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Die kurialen Krankheiten<\/strong><br>\nEine ganze Liste von &bdquo;kurialen Krankheiten&ldquo; hatte Papst Franziskus mitgebracht: Die Weihnachtsansprachen der P&auml;pste an die vatikanische Kurie waren immer schon Gelegenheit, Grunds&auml;tzliches zu sagen, und Papst Franziskus machte hier an diesem Montag bei seiner zweiten Ansprache dieser Art keine Ausnahme. Vor den versammelten Leitern und leitenden Mitarbeitern der Vatikan-Verwaltung sprach er &uuml;ber Haltungen und Einstellungen, welche die Einheit verderben und dem Dienst an der Kirche schaden&hellip;<br>\nInsgesamt f&uuml;nfzehn dieser Krankheiten identifizierte er. Er wolle damit eine Gewissenserforschung vor dem Fest anbieten, so der Papst&hellip;Die Krankheiten, von denen er spreche, seien zwar nicht ausschlie&szlig;lich auf die Kurie beschr&auml;nkt, es seien Versuchungen, die alle Christen betr&auml;fen&hellip;<br>\n&bdquo;Eine Kurie, die sich selbst nicht kritisiert, die sich nicht erneuert, die nicht besser werden will, ist ein kranker K&ouml;rper. Ein Besuch auf dem Friedhof kann uns helfen, die Namen all der Personen zu sehen, die glaubten, unsterblich, immun und unersetzbar zu sein.&ldquo;&hellip;<br>\n&bdquo;Dann ist da eine weitere Krankheit: der Marta-lismus [nach der biblischen Figur der Marta], die obsessive Arbeitswut. (&hellip;) Die notwendige Ruhe vernachl&auml;ssigen f&uuml;hrt zu Stress und Aufregung,&ldquo; so der Papst weiter. &bdquo;Au&szlig;erdem gibt es die Krankheit der geistlichen oder geistigen Versteinerung, das hei&szlig;t, wie die zu sein, die ein Herz aus Stein haben und halsstarrig sind. Das sind die, die unterwegs die innere Seelenruhe verlieren, die Lebendigkeit und den Wagemut, und die sich unter Papier verstecken und &sbquo;Arbeitsmaschinen&rsquo; werden, nicht &sbquo;Menschen Gottes&rsquo;. Es ist gef&auml;hrlich, das menschliche Mitgef&uuml;hl zu verlieren, das man braucht, um mit den Weinenden zu weinen und sich mit denen zu freuen, die froh sind!&ldquo;<br>\nInsgesamt f&uuml;nfzehn dieser geistlichen &bdquo;Krankheiten&ldquo; z&auml;hlte der Papst auf: Funktionalismus und Planungswut, oder die Vereinzelung in der Arbeit. Immer wieder griff der Papst dabei auch in die Kiste der farbigen Metaphern.<br>\n&bdquo;Da ist auch die Krankheit des geistlichen Alzheimer, also des Vergessens der Heilsgeschichte, der pers&ouml;nlichen Geschichte mit dem Herrn, der &bdquo;ersten Liebe&ldquo;&hellip;<br>\nViel Aufmerksamkeit bekamen auch die &bdquo;Krankheiten&ldquo; der Eitelkeit: Titel und Auszeichnung zu suchen, das Einschleimen beim Chef &ndash; und die Chefs, die sich schmeicheln lassen.<br>\n&bdquo;Dann gibt es die Krankheit der existenziellen Schizophrenie: die Krankheit derer, die ein Doppelleben leben, Ergebnis einer Heuchelei des Mittelma&szlig;es und der fortschreitenden geistlichen Leere, die akademische Titel oder Abschl&uuml;sse nicht beruhigen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.radiovaticana.va\/news\/2014\/12\/22\/weihnachtsempfang_des_papstes_die_kurialen_krankheiten\/1115649%20\">Radio Vatikan<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Krankheiten zu nennen, sei bereits der erste Schritt zur Besserung, schloss Franziskus seine Ausf&uuml;hrungen. Dieser Ratschlag t&auml;te nicht nur der Kurie gut. Ich w&uuml;sste einige Felder in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu benennen, denen man gleichfalls die Leviten lesen m&uuml;sste.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Gerechte Schelte f&uuml;r den Hofstaat<\/strong><br>\nScharfe Kritik statt weihnachtsmilder Ansprache: Papst Franziskus wirft den Kardin&auml;len Arroganz und Eitelkeit vor. Doch dieser Tadel ist n&ouml;tig, wenn die Kirche ihren Weg durch die Moderne finden will.<br>\nAus der katholischen Kirche ist immer wieder radikale Kirchenkritik gekommen, von Bettelm&ouml;nchen, Bu&szlig;predigern oder Befreiungstheologen. Diesmal ist es der Papst selbst, der seine Kirchenf&uuml;rsten durchr&uuml;ttelt. Statt der Kurie eine weihnachtsmilde Ansprache zu schenken, wirft ihr Franziskus 15 Kardinals&uuml;nden vor. Arroganz, Eitelkeit und Geldgier zum Beispiel, sowie &ndash; so w&ouml;rtlich &ndash; geistliches Alzheimer und terroristische Geschw&auml;tzigkeit. Die Kardin&auml;le, Bisch&ouml;fe und Monsignori m&uuml;ssen das widerspruchslos &uuml;ber sich ergehen lassen. Sie sind dem Pontifex Gehorsam schuldig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/panorama\/weihnachtsansprache-von-papst-franziskus-gerechte-schelte-fuer-den-hofstaat-1.2278125\">SZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>&raquo;Dritter Weltkrieg auf Raten&laquo;<\/strong><br>\nDas herrschende Wirtschaftssystem grenzt aus, t&ouml;tet und unterdr&uuml;ckt. Aus der Rede des Kirchenoberhaupts beim Treffen der Basisbewegungen im Vatikan Ein herzliches Willkommen euch allen! Danke, dass ihr die Einladung angenommen habt, die massiven sozialen Probleme von heute zu diskutieren &ndash; ihr, die ihr Ungleichheit und Ausgrenzung erleidet. Dieses Treffen ist ein wichtiges Zeichen: Ihr kommt, um vor Gott, der Kirche, vor den V&ouml;lkern eine Realit&auml;t auszusprechen, die allzu oft untergeb&uuml;gelt wird: Die Armen erleiden das Unrecht nicht blo&szlig;, sie bek&auml;mpfen es auch! Ihr gebt euch nicht zufrieden mit illusorischen Versprechungen oder Vertr&ouml;stungen. Ihr wartet auch nicht brav darauf, dass Nichtregierungsorganisationen mit Sozialpl&auml;nen oder Hilfsma&szlig;nahmen auftreten, die nie ankommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/141223_PuFo14Dez05030.pdf\">Publik Forum [PDF &ndash; 4 MB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.M.:<\/strong> Ich habe in den Nachdenkseiten den Hinweis auf diese Papstrede nicht wahrgenommen. Ich finde sie bemerkenswert klar und deutlich. Die Herausgeber von Publik nennen sie &ldquo;unerh&ouml;rt&rdquo; (=unterschlagen von den Medien). Ich meine, die Rede bei einem Treffen der Basisbewegungen im Vatikan passt sehr gut zur Linie der Nachdenkseiten. Und auch zur Weihnachtszeit mit der Sehnsucht nach &ldquo;Friede auf Erden&rdquo;.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung JB:<\/strong> Es ist richtig, dass die NachDenkSeiten noch nicht auf diese Rede hingewiesen haben, da wir sie selbst noch nicht kannten. Es ist schon bemerkenswert. Als der Papst noch ein erzkonservativer Deutscher war, verging kaum ein Tag, an dem in den deutschen Medien nicht &uuml;ber den Papst berichtet wurde &ndash; nat&uuml;rlich meist komplett unkritisch und verherrlichend. Nun haben wir einen Papst, der tats&auml;chlich einmal Bemerkenswertes sagt und direkt wie indirekt denen die Leviten liest, die das Christentum g&auml;nzlich unchristlich instrumentalisieren &ndash; und die Medien schweigen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Pegida<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>BILD: &bdquo;Politiker fordern: Christen sollen im Weihnachts-Gottesdienst muslimische Lieder singen&ldquo;<\/strong><br>\nWenn die &bdquo;Pegida&ldquo;-Bewegung heute wieder Zuwachs bekommt, dann liegt das mit Sicherheit auch an Schlagzeilen wie dieser&hellip;<br>\nDas berichtet die &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung heute &mdash; in der Print-Version unter der Dachzeile: &bdquo;Politiker fordern&ldquo; \n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/141223_lieder.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.bildblog.de\/wp-content\/lieder1.jpg\">BildBlog<\/a><\/p>\n<p>Im Text hei&szlig;t es:<br>\n&bdquo;Es soll eine Geste des Friedens, ein Zeichen der Verst&auml;ndigung sein: Christen sollen in den Gottesdiensten an Heiligabend auch ein muslimisches Lied singen!<br>\nDas regen Politiker und der Zentralrat der Muslime in Deutschland an&hellip;.&ldquo; (Siehe <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/politik\/inland\/weihnachten\/weihnachts-gottesdienst-mit-muslimischen-lieder-39069240.bild.html?wtmc=social.onsite.home.meistgeteilt\">unter anderer &Uuml;berschrift den Text auf bild.de<\/a>)<br>\nDie Wahrheit sieht aber ganz anders aus. Tats&auml;chlich stammt die Idee n&auml;mlich von &bdquo;Bild&ldquo;.<br>\nOmid Nouripour erkl&auml;rte uns das Zustandekommen des Artikels heute so: Am vergangenen Dienstag habe ihn &bdquo;Bild&ldquo;-Autorin Karina M&ouml;&szlig;bauer (die den Artikel zusammen mit Ralf Schuler geschrieben hat) angerufen und sinngem&auml;&szlig; gesagt:<br>\nWir bringen zu Weihnachten ja immer gute Nachrichten. Und da haben wir uns gefragt, ob es nicht eine sch&ouml;ne Idee w&auml;re, wenn in christlichen Weihnachtsgottesdiensten muslimische Lieder gesungen w&uuml;rden.<br>\nDaraufhin habe er geantwortet: Nein, das sei keine gute Idee. Wenn, dann sollte es eine Art Tausch geben: Muslimische Lieder in der Kirche, christliche Lieder in der Moschee. &bdquo;Tolle Idee!&ldquo;, habe die &bdquo;Bild&ldquo;-Autorin geantwortet.<br>\nJa, toll. Denn so musste sie nur noch ein, zwei andere passende Zitate einsammeln &mdash; und fertig war die Schlagzeile. Vermutlich stand sie sogar vorher schon fest, und die &bdquo;Bild&ldquo;-Autoren haben nur so lange rumtelefoniert, bis sie prominente Stimmen gefunden hatten, die dazu passten.<br>\nDie Rechnung ist jedenfalls aufgegangen: Der Artikel geh&ouml;rt zu den Meistgelesenen auf Bild.de, wurde bei Facebook tausendfach geteilt.<br>\nUnd die &bdquo;Pegida&ldquo;-Leute haben ein Scheinargument mehr f&uuml;r ihre Demonstrationen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bildblog.de\/62469\/vom-untergang-des-abendlandes-kann-bild-ein-liedchen-singen\/\">bildblog.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Auf dem Pegida-Aufmarsch wurde das prompt <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=DdFgl03rrTk\">zur Agitation benutzt, ab Minute 13<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Pegida&ldquo; profitiert von Angst und Unzufriedenheit<\/strong><br>\nDer gro&szlig;e Zulauf zu den &bdquo;Pegida&ldquo;-Demonstrationen basiert nach Ansicht des nieders&auml;chsischen Innenministers Boris Pistorius (SPD) nicht auf einer wachsenden Islamfeindlichkeit in Deutschland. &bdquo;Die Menschen, die da mitlaufen, haben n&auml;mlich Angst aus ganz anderen Gr&uuml;nden: Sie haben Angst, dass am Ende des Monats zu wenig Geld da ist, sie haben Angst, keinen Job zu haben&ldquo;, sagte er im Gespr&auml;ch mit der Deutschen Presse-Agentur in Hannover. &bdquo;Da m&uuml;ssen wir ansetzen, aber nicht bei einer vermeintlichen Islamisierung.&ldquo;<br>\n&bdquo;Diejenigen, die da mitlaufen, lassen sich von den einfachen Botschaften mitrei&szlig;en, sie wollen sich einfach mal beim und &uuml;ber den Staat beschweren&ldquo;, sagte Pistorius. &bdquo;Ich glaube, dass viele gar nicht wissen, was und vor allem wer hinter den Botschaften auf den Plakaten steckt.&ldquo; Die Gleichsetzung des Islams mit dem Islamismus sei &bdquo;das gro&szlig;e Einfallstor des Rechtsextremismus in die Mitte der Gesellschaft&ldquo;. &bdquo;Darin besteht die Gefahr. Das ist die Eintrittskarte f&uuml;r unverhohlenen Fremdenhass, verst&auml;rkt durch die Masse.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nwzonline.de\/politik\/pegida-profitiert-von-angst-und-unzufriedenheit_a_22,0,132001472.html\">nwz-online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> So, so: &bdquo;Die Menschen, die da mitlaufen, haben n&auml;mlich Angst aus ganz anderen Gr&uuml;nden: Sie haben Angst, dass am Ende des Monats zu wenig Geld da ist, sie haben Angst, keinen Job zu haben&ldquo;.  Dieses verlogene Politikergeschw&auml;tz wird langsam unertr&auml;glich. Was macht die Politik nun mit dieser Erkenntnis? Wird sich dadurch irgendetwas an der neoliberalen Politik &auml;ndern?  Richtig, gar nichts. Gerade die SPD tr&auml;gt mit der Durchsetzung der Agenda 2010 die Hauptverantwortung f&uuml;r die gesellschaftlichen Ver&auml;nderungen, die letztendlich auch in eine Pegida-Bewegung m&uuml;nden. Und da w&uuml;rde uns doch gleich die Meinung von Herren Pistorius zu Hartz IV und zur Agenda 2010 interessieren. Falls Herr Pistorius die NachDenkSeiten lesen sollte, wir sind auf seine Antwort gespannt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die neue wilde Jagd<\/strong><br>\nIn den Raun&auml;chten des Dezember, so glaubte man fr&uuml;her, zieht die wilde Jagd durch die L&uuml;fte. Heute zieht die Pegida-Demonstration durch Dresden. Man mag sie f&uuml;r einen s&auml;chsischen Spuk halten, der, wie die wilde Jagd, nach einiger Zeit von selber wieder verschwindet &ndash; zumal dann, wenn keiner mehr hinschaut. Das kann gut sein. Es kann aber auch sein, dass diese seltsame Bewegung sich bieder-aggressiv fortpflanzt und von der AfD gepflegt und gegossen wird. Anzeichen daf&uuml;r gibt es. Es sind keine guten Anzeichen. Es vermischt sich das Gutb&uuml;rgerliche, das Kleinb&uuml;rgerliche, das Reaktion&auml;re und P&ouml;belhafte und behauptet: Wir sind das Volk!<br>\nHoffentlich nicht. Und es finden sich hoffentlich gen&uuml;gend Gegendemonstranten allerorten, die klarmachen, dass die Pegida-Behauptung eine L&uuml;ge ist. Pegida hat das Motto der DDR-Revolution gestohlen, um sich so demokratisch zu nobilitieren. Nobel ist an den Demonstrationen nichts. Und wenn die Demonstranten heute Weihnachtslieder singen wollen, hat das mehr als nur einen Hauch von Frevel. Die Ausl&auml;nder-, Fl&uuml;chtlings- und die Islamfeindlichkeit wird &uuml;berzuckert. Pater Anawati, der verstorbene gro&szlig;e Vork&auml;mpfer f&uuml;r die Verst&auml;ndigung zwischen dem Islam und dem Christentum, hat schon vor drei&szlig;ig Jahren festgestellt, es gebe in Europa eine anti-koranische Tollwut. Wer das nicht glaubt, der lese die Internet-Eintr&auml;ge, welche die Islam-Kritik von Pegida verteidigen.<br>\nNat&uuml;rlich darf man nicht so tun, als g&auml;be es das alles nicht. Man muss sich entschlossen damit auseinandersetzen. Aber man darf den Geh&auml;ssigkeiten keinen Millimeter nachgeben. Einen runden Tisch f&uuml;r P&ouml;beleien kann es nicht geben. P&ouml;bler d&uuml;rfen nicht den Eindruck haben, sie m&uuml;ssten nur laut und lange genug p&ouml;beln, bis ihnen die Politik um den Bart geht. Die Werte der Aufkl&auml;rung, die Religionsfreiheit, die Toleranz, den Respekt voreinander, das Miteinander der Kulturen verteidigt man nicht dadurch, dass man ihren Gegnern &ldquo;berechtigte Sorgen&rdquo; attestiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/pegida-die-neue-wilde-jagd-1.2276785\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> So gerne wir Heribert Prandtl auch zustimmen, m&uuml;ssen wir doch wiederholen, dass Kritik, die sich nur auf die handelnden Personen und deren echten und vermeintliche Motive bezieht oberfl&auml;chlich bleibt. Die Frage muss auch nach den politischen Verantwortlichen der gesellschaftlichen Ver&auml;nderungen gestellt werden, welche dazu f&uuml;hren das die Menschen mit einer diffusen Zukunftsangst auf die Stra&szlig;e getrieben werden. Man sollte nicht den Fehler begehen, die mentalen Ver&auml;nderungen in den K&ouml;pfen der Menschen, die der Neoliberalismus bewirkt hat einfach als nebens&auml;chlich zu betrachten. Gerade der Neoliberalismus geht nicht von der Gleichwertigkeit aller Menschen aus, sondern legt ihre &ouml;konomische Verwertbarkeit als Ma&szlig;stab an, dies ist zutiefst undemokratisch, inhuman und menschenfeindlich. Auch ein Sarrazin argumentiert ja im Grunde rein &ouml;konomisch in dem er in seinen Hetzschriften nach f&uuml;r Deutschland (bzw. &uuml;bersetzt, die herrschende Elite) n&uuml;tzliche und unn&uuml;tze Menschen unterscheidet. Das wird den Menschen seit 20 Jahren eingeh&auml;mmert und kann nicht ohne Folgen bleiben. Ich verwiese dazu noch einmal darauf, dass einer der Tabubr&uuml;che die Einf&uuml;hrung der Agenda 2010 war, die von einer Diffamierungskampagne gegen Langzeitarbeitslose begleitet wurde, also ganz bewusst eine Personengruppe stigmatisiert hat und das gezielt und geplant (und leider tr&auml;gt die SPD, neben den &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo;, daf&uuml;r die Verantwortung, die Stichworte sind Clement und seine Hetzbrosch&uuml;re).<\/em><\/p>\n<p><em>Zum Thema ein etwas &auml;lterer Artikel, der sich anl&auml;sslich der zu diesem Zeitpunkt erscheinen ersten Hetzschrift Sarrazins, mit der Islamfeindlichkeit auseinandersetzt. Allerdings muss die Frage gestellt werden warum der Spiegel im Gleichschritt mit dem Springer-Blatt Bild, damals Sarrazins rassistischen Text vorab ver&ouml;ffentlicht und damit die Islamfeindlichkeit in Deutschland erst richtig mit angehheizt hat? <\/em><\/p>\n<p><strong>Deutschland, deine Amokl&auml;ufer<\/strong><br>\nDas Feindbild nimmt an Sch&auml;rfe zu, &ldquo;der Islam&rdquo; wird f&uuml;r viele gesellschaftliche Probleme verantwortlich gemacht: Arbeitslosigkeit, angebliche &Uuml;berfremdung, Bildungsr&uuml;ckst&auml;nde. Eine Religion als S&uuml;ndenbock &ndash; und Kristallisationspunkt f&uuml;r Intoleranz und Hass.<br>\nPopul&auml;re Internetseiten wie etwa &ldquo;Politically Incorrect&rdquo; machen sich nicht mal mehr ansatzweise die M&uuml;he zu differenzieren. Die Eintragungen klingen so: &ldquo;Islam ist eine freiwillige Geisteskrankheit.&rdquo; &ndash; &ldquo;Es ist m&uuml;&szlig;ig, sich mit dieser minderwertigen Kultur auseinanderzusetzen.&rdquo; &ndash; &ldquo;Islam ist mit einem Wort: barbarisch.&rdquo; Der grenzenlose, dumpfe Hass rei&szlig;t in der Anonymit&auml;t des Web die letzten Hemmschwellen. Da werden Anh&auml;nger des Propheten mal als &ldquo;Ziegenficker&rdquo;, mal als &ldquo;Schleierschlampen&rdquo; niedergemacht. &ldquo;Du dreckiger Muslim!&rdquo; und &ldquo;Du verdammter Kameltreiber!&rdquo; geh&ouml;ren heute zu den meistgebrauchten Schimpfw&ouml;rtern unter Jugendlichen.<br>\nDer Prophet Mohammed hat mehr als ein Imageproblem: Laut einer Emnid-Umfrage ist er einer Mehrheit l&auml;ngst fast so unsympathisch wie der Jesus-Richter Pilatus. Einen Muslim als Ehepartner ihrer Kinder w&uuml;rden 52 Prozent der Deutschen ablehnen oder nur unter sehr starken Vorbehalten akzeptieren, einen Buddhisten 46, einen Juden 30 Prozent.<br>\nProfessor Wolfgang Benz, der langj&auml;hrige Leiter des Zentrums f&uuml;r Antisemitismusforschung an der TU Berlin und Mitbegr&uuml;nder der &ldquo;Dachauer Hefte&rdquo;, mit denen er die KZ-Forschung etablierte, sieht zwischen antisemitischen Hetzern und extremen &ldquo;Islamkritikern&rdquo; Parallelen. &ldquo;Das Feindbild Westen, im islamischen Kulturkreis von Demagogen propagiert, wird von Populisten im Westen mit dem Feindbild Islam erwidert.&rdquo; Sie arbeiteten mit &auml;hnlichen Mitteln, mit instrumentalisierten Zerrbildern, mit Hysterie: &ldquo;Die Gleichsetzung deutscher B&uuml;rger muslimischer Religion mit fanatisierten Terroristen hat Methode und wird mit dem Appell an das gesunde Volksempfinden inszeniert.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/print\/d-73479913.html\">Spiegel<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Angst vor Russland: Baltische Staaten r&uuml;sten auf<\/strong><br>\nDie Friedensgespr&auml;che im Ukraine-Konflikt werden wieder aufgenommen. Dennoch bleiben die baltischen Staaten unruhig. Nach der Annexion der Krim durch Russland f&uuml;rchten sie weitere territoriale Anspr&uuml;che &ndash; und r&uuml;sten auf. [&hellip;]<br>\nSo reagieren die baltischen Staaten:<br>\nLitauen versetzte sein Milit&auml;r in erh&ouml;hte Alarmbereitschaft, nachdem auf See 22 russische Kriegsschiffe entdeckt wurden und eine schwerbewaffnete Korvette sich der Seegrenze auf f&uuml;nf Kilometer n&auml;herte.<br>\nDer estnische Verteidigungsminister Sven Mikser unterzeichnete j&uuml;ngst den gr&ouml;&szlig;ten Waffenlieferungsvertrag in der Geschichte des Landes. F&uuml;r insgesamt 138 Millionen Euro schafft das 1,3 Millionen Einwohner z&auml;hlende Estland nun 44 Panzer vom Typ CV90 und sechs vom Typ Leopard aus den Niederlanden an. Zuvor hatte es bereits in den USA f&uuml;r 40 Millionen Euro 40 Stinger-Raketensysteme bestellt.<br>\nLettland kaufte Gro&szlig;britannien im August f&uuml;r 48 Millionen Euro 123 Kriegsfahrzeuge ab und unterzeichnete im November mit Norwegen einen Vertrag &uuml;ber vier Millionen Euro, um 800 Panzerabwehrsysteme und 100 Lastwagen anzuschaffen. Litauen wiederum kaufte im September von Polen ein Grom-Luftabwehrsystem f&uuml;r 34 Millionen Euro und k&uuml;ndigte an, f&uuml;r weitere 16 Millionen Euro Panzerabwehrraketen in den USA zu ordern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/ukraine-krise-baltikum-ruestet-aus-angst-vor-russland-auf-a-1010052.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Die Spannungspolitik l&auml;sst die Kassen der R&uuml;stungskonzerne klingeln.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Belgien: Rechts-Rechtsregierung versucht den sozialen Kahlschlag<\/strong><br>\nWeihnachtstouristen, aufgepasst: &Uuml;ber die Feiertage und bis zum neuen Jahr d&uuml;rften Sie im Nachbarland Belgien kein &ldquo;Kn&ouml;llchen&rdquo; riskieren. Die dortige Verkehrspolizei befindet sich im Bummelstreik und verteilt keine Strafzettel. Das ist die zweite Welle von Aktionen unzufriedener Polizisten, nachdem die erste Welle vor wenigen Tagen darin bestand, sich im Gegenteil besonders diensteifrig zu zeigen &ndash; und durch zahlreiche, gewollt penible und langwierige Kontrollen im Stra&szlig;enverkehr ein h&uuml;bsches Verkehrschaos auszul&ouml;sen. Die hinter dem &Uuml;bereifer beim &ldquo;Dienst nach Vorschrift&rdquo; stehende Absicht wurde den Autofahrerinnen und Autofahrern dabei erkl&auml;rt, und die meisten zeigten sich deswegen eher wohlwollend.<br>\nDie Beamtinnen und Beamten protestieren gegen eine Rentenreform der seit zwei Monaten amtierenden Rechtsregierung, die u.a. die Heraufsetzung des gesetzlichen Rentenalters von 65 auf 67 und eine Reduzierung ihrer Bez&uuml;ge zum Gegenstand hat. Sie sind nicht die einzigen im K&ouml;nigreich Belgien, die derzeit richtig sauer auf die Regierenden sind.<br>\nAm Montag, den 15. Dezember hielt ein Generalstreik viele Aktivit&auml;ten im Lande auf. Nicht nur &ouml;ffentliche Dienste und Verkehrsbetriebe waren weitgehend lahmgelegt. Auch zahlreiche Privatunternehmen wurden bestreikt, und in mehreren belgischen St&auml;dten wie Jemeppe-sur-Sambre, Andenne, Couvin, Mettet, Philippeville, Florennes, Dinant, Ciney oder Beauraing blieben die Einkaufzentren an dem Tag komplett geschlossen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/43\/43693\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man kann den Menschen in Belgien nur die Daumendr&uuml;cken und hoffen, dass ihr Widerstand gegen eine belgische Agenda 2010 Erfolg hat. Was nat&uuml;rlich auff&auml;llt, &uuml;ber den Widerstand gegen neoliberale Politik, der ja auch in Spanien und Griechenland stattfindet, berichten die deutschen &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; eher nicht. F&uuml;r diese gilt das deutsche Austerit&auml;tsdiktat bekanntlich weiter als alternativlos.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>TTIP<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Die Schlacht um TTIP<\/strong><br>\nDie EU und die USA beraten im Geheimen &uuml;ber ein Handelsabkommen. Ziel ist ein gemeinsam geregelter Wirtschaftsraum mit 800 Millionen Verbrauchern. Doch der Protest gegen TTIP w&auml;chst &ndash; aus guten Gr&uuml;nden.<br>\nSchon seit anderthalb Jahren verhandeln die Beamten der Kommission im Auftrag der EU-Regierungen mit ihren US-Kollegen, um einen gemeinsam geregelten Wirtschaftsraum mit 800 Millionen Verbrauchern zu schaffen. Doch je mehr &uuml;ber den Inhalt des geplanten Vertrages bekannt wird, umso st&auml;rker wird der Protest. So ben&ouml;tigten die Mitglieder der bei Junckers Geburtstag vertretenen 320 Organisationen nur acht Wochen, um mehr als eine Million Unterschriften f&uuml;r eine Petition zu sammeln, die den sofortigen Abbruch der Verhandlungen fordert. Deren Ziel sei es, Sozial-, Umwelt- und Verbraucherschutzstandards zu senken und eine &bdquo;geheime Paralleljustiz f&uuml;r Konzerne&ldquo; zu schaffen, f&uuml;rchten die Kritiker. Der Vertrag drohe daher &bdquo;die Demokratie und den Rechtsstaat auszuh&ouml;hlen&ldquo;, hei&szlig;t es in der Petition. Junckers Beamte nennen die Warnung ein &bdquo;Horrorszenario&ldquo;, das auf &bdquo;Mythen und Unwahrheiten&ldquo; beruhe, und wissen sich darin einig mit den meisten EU-Regierungen, auch der deutschen. So bahnt sich ein Machtkampf zwischen Europas Regenten und ihren B&uuml;rgern an, wie es ihn noch nie gab.<br>\nDas Misstrauen der TTIP-Kritiker haben die Verantwortlichen in Br&uuml;ssel, Berlin und den &uuml;brigen Hauptst&auml;dten selbst nach Kr&auml;ften gesch&uuml;rt. Es begann schon damit, dass sie das &bdquo;Mandat&ldquo;, also den angestrebten Inhalt des geplanten Abkommens, ebenso wie alle im Verlauf erhobenen Forderungen und Angebote an die US-Regierung unter Geheimhaltung stellten. Wer wissen will, welche Regeln die EU-Beamten f&uuml;r den transatlantischen Megamarkt aushandeln, ist auf Geheimdokumente angewiesen, die Insider unter der Hand weiterreichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/weltspiegel\/sonntag\/handelsabkommen-zwischen-eu-und-usa-die-schlacht-um-ttip\/11145508.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>TTIP, Freihandel und wirtschaftliche Entwicklung<\/strong><br>\nGeradezu enthusiastisch wurde in Europa das Angebot von Pr&auml;sident Obama aufgenommen, konkret &uuml;ber eine Freihandelszone zwischen den USA und Europa zu reden. Es war von vielen Arbeitspl&auml;tzen die Rede, die dabei geschaffen werden k&ouml;nnten und von den Wachstumsm&ouml;glichkeiten, die sich dadurch b&ouml;ten.<br>\nWer allerdings den zweiten Satz gr&uuml;ndlich liest, den der amerikanische Pr&auml;sident bei der  Verk&uuml;ndigung seines Angebots sagte, sollte hellh&ouml;rig werden. Der Pr&auml;sident erg&auml;nzte n&auml;mlich die blo&szlig;e Ank&uuml;ndigung der Verhandlungen mit den Worten: &raquo;Weil Handel, der fair und frei<br>\nist, Millionen gutbezahlter amerikanischer Arbeitspl&auml;tze unterst&uuml;tzt&laquo; (zitiert nach International Herald Tribune vom 14.2.2013).<br>\nIm Lichte dessen kommt man nicht mehr so leicht zu einem positiven Ergebnis f&uuml;r Europa. Denn europ&auml;ische Versuche (nach dem Vorbild Deutschlands zu Beginn der Europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion) die eigene Wettbewerbsf&auml;higkeit &uuml;ber Lohnsenkungen zu verbessern, f&uuml;hren in den USA genau zum Gegenteil dessen, was der Pr&auml;sident will. Wenn er gut bezahlte amerikanische Jobs erhalten und schaffen will, kann er das nicht in einer Freihandelszone mit einem Europa, das nichts anderes im Sinn hat als amerikanische Jobs durch eigene Billigjobs weg zu konkurrieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/id\/ipa\/11125.pdf\">Friedrich Ebert Stiftung<\/a>\n<p><strong>Dazu passt: Auch EnBW will Millionen f&uuml;r Zwangsabschaltung<\/strong><br>\nAls dritter Energiekonzern nach RWE und E.on verlangt EnBW wegen der erzwungenen Abschaltung von Atomreaktoren Schadenersatz. Am Dienstag solle beim Landgericht Bonn eine entsprechende Klage gegen die Bundesrepublik Deutschland und das Land Baden-W&uuml;rttemberg eingereicht werden, k&uuml;ndigte das Unternehmen am Montag in Karlsruhe an. EnBW fordere f&uuml;r die dreimonatige Stilllegung seiner Atomkraftwerke Neckarwestheim 1 und Philippsburg 1 einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/atom-moratorium-auch-enbw-klagt-auf-schadenersatz-a-1009987.html\">SPON<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Schon einmal ein kleiner Vorgeschmack was uns bl&uuml;ht wenn das TTIP und die Investorenschutzklauseln durchgesetzt werden. Im obigen Fall erfolgt die Klage noch vor einem &ouml;ffentlichen und nach rechtsstaatlichen Prinzipien arbeitenden Gericht. Wird das TTIP so wie geplant umgesetzt, dann k&ouml;nnen Unternehmen in Zukunft jeder Zeit wenn sie der Ansicht sind, dass  eine staatliche Handlung auch nur im Ansatz ihre Gewinnerwartungen schm&auml;lert, Klage vor einem geheimen, der &ouml;ffentlichen Kontrolle vollst&auml;ndig entzogenen Schiedsgerichte einreichen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Deutsche Politiker attackieren die EZB<\/strong><br>\nDie CSU sieht die Europ&auml;ische Zentralbank auf dem Weg zur Bad Bank. SPD und Gr&uuml;ne verteidigen Pr&auml;sident Draghi hingegen. Und eine Partei k&uuml;ndigt an, gegen die geplanten Ank&auml;ufe von Staatsanleihen zu klagen. [&hellip;]<br>\nNoch sch&auml;rfer &auml;u&szlig;erte sich der CSU-Mittelstandspolitiker Hans Michelbach: &bdquo;Die EZB entwickelt sich immer rascher zu einer Bad Bank.&ldquo; Der Massenankauf von Staatsanleihen werde die Entwicklung weiter beschleunigen. &bdquo;Die EZB betreibt damit verbotene Staatsfinanzierung auf Umwegen, und sie st&auml;rkt mit dem Ankauf von Staatsanleihen die beharrlichen Reformverweigerer in Europa.&ldquo; Eine Notenbank, die neben &bdquo;windigen Kreditverbriefungen&ldquo; auch noch massenhaft Staatsanleihen aufkaufen wolle, sei kein Hort der Stabilit&auml;t mehr. [&hellip;]<br>\nIn einem Interview hat EZB-Vizepr&auml;sident V&iacute;tor Constancio nun nochmals den Druck erh&ouml;ht. Durch den stark gefallenen &Ouml;lpreis sei mit negativen Inflationsraten in den kommenden Monaten zu rechnen. Zwar sei das per se noch keine schlechte Entwicklung. Der sinkende &Ouml;lpreis sei konjunkturell g&uuml;nstig. &bdquo;Einige Monate mit negativen Inflationsraten bedeuten keine Deflation&ldquo;, sagte Constancio der Zeitschrift &bdquo;Wirtschaftswoche&ldquo;. Dazu m&uuml;ssen negative Inflationsraten &uuml;ber einen l&auml;ngeren Zeitraum vorliegen.<br>\nWenn die niedrigen oder negativen Inflationsraten eine Verhaltens&auml;nderung bei Investoren und Verbrauchern ausl&ouml;sten, werde es gef&auml;hrlich, warnte der Portugiese. Dann drohe &bdquo;ein gef&auml;hrlicher Teufelskreis aus sinkenden Preisen, steigenden realen Lohnkosten, sinkenden Gewinnen, schrumpfender Nachfrage und weiter sinkenden Preisen&ldquo;. Constancio lie&szlig; keinen Zweifel, dass er daher eine weitere Lockerung der Geldpolitik unterst&uuml;tzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/eurokrise\/politiker-gegen-plaene-von-ezb-zu-staatsanleihen-13335913.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Es ist ja nicht nur wirtschaftspolitische Inkompetenz, die CSU-Politiker in einer Inflationsrate von 0% (oder am besten Deflation) Geldwertstabilit&auml;t sehen l&auml;&szlig;t. Es ist auch eine besondere Form der Dreistigkeit zu leugnen, da&szlig; die konservativ-neoliberale Politik des radikalisierten Lohndumpings in Deutschland (nat&uuml;rlich inklusive der Politik von Schr&ouml;der\/Fischer) die Deflationsspirale &uuml;berhaupt erst ausgel&ouml;st hat.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>GDL Tarifrunde bei der Deutschen Bahn 2014<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Klarstellung der Verhandlungsposition des Arbeitgeberverbandes <\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/move_adgdl.pdf\">Erkl&auml;rung des Arbeitgeberverbandes Agv MoVe vom 17. Dezember 2014 [PDF &ndash; 37,1 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Eine wirklich sch&ouml;ne Bescherung. <\/strong><br>\nOder: Der GDL-Erfolg in der Zwischenetappe zeigt, dass sich ein offensiv gef&uuml;hrter Kampf lohnt Im Arbeitskampf bei der Bahn hat die GDL am 17. Dezember einen  wichtigen Teilerfolg &ndash; man kann es auch als einen ersten Durchbruch bezeichnen &ndash; erzielt.  Da dies so ist, erstaunt es wenig, dass die<br>\nb&uuml;rgerlichen Medien dar&uuml;ber h&ouml;chst verhalten, eher verf&auml;lschend oder auch schlicht nicht &ndash; berichten.  Es verwundert allerdings, dass auch Linke das kaum zur Kenntnis nehmen&hellip;<br>\nEs bleibt festzuhalten: Der Kampf hat sich bisher  gelohnt das Einknicken des Arbeitgebers Deutsche Bahn AG ist eine wirklich sch&ouml;ne Bescherung in diesen Tagen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/strikeblog13.pdf\">StrikeBlog13 von Winfried Wolf [PDF &ndash; 198 KB]<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Industriebesch&auml;ftigung im Wandel &ndash; Arbeiter, Angestellte und ihre Arbeitsbedingungen<\/strong>\n<ul>\n<li>In der Industrie findet ein kontinuierlicher Prozess der internen Tertiarisierung statt. Die Zahl der Angestellten ist inzwischen ebenso hoch wie die der Arbeiter. Der Frauenanteil unter den Angestellten stagniert allerdings.<\/li>\n<li>Das Niveau der prek&auml;ren Besch&auml;ftigungsformen wie Befristungen, Minijobs oder Leiharbeit ist bei den Angestellten weit niedriger als bei den Arbeitern.<\/li>\n<li>Zugleich weisen Angestellte im Durchschnitt h&ouml;here Qualifikationen, einen h&ouml;heren betrieblichen Status und h&ouml;here Einkommen auf. <\/li>\n<li>Dennoch sind die Arbeitsbedingungen widerspr&uuml;chlich. Wichtigste Anzeichen daf&uuml;r sind lange Arbeitszeiten, wachsende Arbeitsintensit&auml;t und Klagen &uuml;ber schlechte Aufstiegschancen. Zugleich empfinden viele Angestellte ihre Arbeitspl&auml;tze als sicher.<\/li>\n<li>Zu den Gewerkschaften bleiben die Angestellten st&auml;rker auf Distanz, auch wenn ihr Organisationsgrad schw&auml;cher gesunken ist als derjenige der Arbeiter. Daf&uuml;r ist ihr Anteil an aktiven Betriebsratsmitgliedern inzwischen h&ouml;her als bei den Arbeitern<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.iaq.uni-due.de\/iaq-report\/2014\/report2014-06.pdf\">IAQ-Report 2014-06 von Thomas Haipeter und Christine Slomka [PDF &ndash; 2.1 MB]<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Kuierdienste: billig, billig, billig &ndash; 1.200 Kilometer am Tag &ndash; und platt<\/strong><br>\nDies ist die Geschichte eines Tagel&ouml;hners. Nein, Ulrich K. ist kein Landarbeiter aus der Zeit der Leibeigenschaft, sondern ein moderner Kurierdienstleister. Seit 1996 verdient er seinen Lebensunterhalt damit, P&auml;ckchen, Pakete und Paletten von A nach B zu bringen &ndash; anfangs auf festen Touren f&uuml;r einen Kurierdienstverbund, seit vier Jahren v&ouml;llig selbstst&auml;ndig ohne geregelten Tagesablauf. Abends wei&szlig; der 53-j&auml;hrige Dortmunder oft noch nicht, ob er am n&auml;chsten Tag genug Auftr&auml;ge haben wird. Oder ob er derma&szlig;en viel arbeiten muss, dass er keine Zeit mehr f&uuml;r sich selbst, seine Frau und seinen erwachsenen Sohn hat&hellip;<br>\nNoch heute findet Wallraff schriftliche Hilferufe in seinem Mailpostfach. Zum Beispiel von der Schwiegermutter eines Rum&auml;nen, der von einem Subunternehmer eines gro&szlig;en Paketdienstes unter falschen Versprechungen nach Deutschland gelockt worden sei. Er habe nicht gewusst, dass er voll auf eigenes Risiko als Selbstst&auml;ndiger arbeiten sollte. Monatelang habe er ohne Krankenversicherung gelebt und Pakete bis zu 30 Kilogramm ausgetragen, im Laufschritt wie beim Marathon.<br>\nEin Extrembeispiel, sicher. Aber auch kein Einzelfall&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.verdi.de\/themen\/arbeit\/++co++e220f392-8600-11e4-8e76-5254008a33df\">ver.di<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Wenn Sie zu Weihnachten einmal eine gute Tat vollbringen wollen, dann geben Sie doch einfach einmal dem Paketboten, der vieleich sogar noch heute schwerbeladen und abgehetzt ihre letzten Weihnachtsgeschenke ins Haus bringt, eine kleine Anerkennung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Soziales ist Nebensache<\/strong><br>\nProfitorientierung: Das deutsche Gesundheitswesen wird immer st&auml;rker zum medizinisch-industriellen Komplex.<br>\nF&uuml;r Jahr 2015 wird vom Bundesgesundheitsministerium vollmundig eine Krankenhausreform im Interesse der Patienten versprochen. Laut einem Eckpunktepapier der Bund-L&auml;nder-Arbeitsgruppe, gehe es darum, &raquo;die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass auch in Zukunft in Deutschland  eine gut erreichbare, qualitativ hochwertige Krankenhausversorgung sichergestellt werden kann&laquo;. Das Problem: Die Gesch&auml;ftsmodelle und die Kriterien &raquo;erfolgreichen Managements&laquo; der dabei involvierten Unternehmen z.B. der Medizintechnik, der Arzneimittelhersteller, der Kliniken oder Labore und auch die wirtschaftlichen Interessen der Verb&auml;nde, Kammern und Krankenkassen schlie&szlig;en aus, dass die genannte Orientierung f&uuml;r das Gesundheitswesen wirklich Realit&auml;t wird. Denn das w&uuml;rde einem Bruch mit dem bisher praktizierten neoliberalen Konzept gleichkommen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/12-22\/007.php\">Achim Dippe in junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Neuregelungen zum 01.01.2015 im Arbeits- und Sozialrecht<\/strong><br>\nDas Bundesministerium f&uuml;r Arbeit und Soziales (BMAS) informiert &uuml;ber die wesentlichen &Auml;nderungen und Neuregelungen, die zum 01.01.2015 bzw zum Jahresbeginn 2015 in seinem Zust&auml;ndigkeitsbereich wirksam werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.juris.de\/jportal\/portal\/t\/10r7\/page\/homerl.psml?nid=jnachr-JUNA141203270&amp;cmsuri=%2Fjuris%2Fde%2Fnachrichten%2Fzeigenachricht.jsp%20\">juris Das Rechtsportal<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Kritisiert haben wir <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22246\">die Regelung des Mindestlohns<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22122\">die Grundsicherung f&uuml;r Arbeitssuchende (Hartz IV)<\/a> oder <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14082\">die Rente mit 67<\/a> oft genug.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Hartz IV &ndash;  Wie ein radikales Gesetz von zwei ehemaligen Radikalen auf den Weg gebracht wurde<\/strong><br>\nDie Welt ver&auml;ndern, das wollten damals auch Gerhard Schr&ouml;der und Joseph Fischer. Der erstere war damals 27 Jahre jung, kam aus einem Arbeiterhaushalt und gab sich ziemlich links &ndash; 1971 wurde er Juso-Chef im Bezirk Hannover, sp&auml;ter Bundesvorsitzender der Jungsozialisten, die in diesen Jahren ziemlich rot und radikal angehaucht waren. Joseph Martin Fischer wurde in diesem Jahr 23 Jahre alt und arbeitete bei Opel, um dort die Malocher f&uuml;r die &ldquo;Revolution&rdquo; zu gewinnen. Ansonsten war er als Mitglied der linksradikalen militanten Gruppe &ldquo;Revolution&auml;rer Kampf&rdquo; auf den Stra&szlig;en von Frankfurt unterwegs und sammelte zwischendurch immer wieder mal Steine auf.<br>\n2003 gingen die Tr&auml;ume von Schr&ouml;der und Fischer in Erf&uuml;llung. Als Regierungschefs einer rotgr&uuml;nen Koalition aus SPD und Gr&uuml;ne brachten sie die &ldquo;Agenda 2010&rdquo; auf die Schiene und sie ver&auml;nderten damit die soziale Welt, wie es vorher die konservative Kohl-Regierung nie gewagt h&auml;tte. Der ehemalige Jungsozialist und der ehemalige Stra&szlig;enk&auml;mpfer verordneten vor allem den sogenannten &ldquo;kleinen Leuten&rdquo; ein &ldquo;Reformpaket&rdquo;, gegen das sie in ihren jungen Jahren wohl w&uuml;tend auf die Barrikaden gegangen w&auml;ren. Jetzt, in Amt und W&uuml;rden, hatten sie nur noch das Wohl Deutschlands im Auge, wozu der Arbeitsmarkt reformiert werden musste. Man erinnere sich: &ldquo;Verkrustung&rdquo; war damals das Lieblingswort der Sozialrevolution&auml;re und die &ldquo;Initiative neue soziale Marktwirtschaft&rdquo;, finanziert von den Metall-Unternehmern, malte ein Bild, bei dem Deutschland das Wasser bis zum Hals stand.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/43\/43580\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Polizei, Gewalt und Videos<\/strong><br>\nImmer h&auml;ufiger tauchen Handyvideos von polizeilichen &Uuml;bergriffen gegen B&uuml;rger im Internet auf. Sie zeigen Polizisten, die auf wehrlos am Boden liegende Menschen einschlagen, sie mit F&uuml;&szlig;en treten oder gar mit Sch&uuml;ssen t&ouml;ten. Es sind ersch&uuml;tternde Szenen, die emotional aufw&uuml;hlen und die eine gesellschaftliche Debatte um Gewaltexzesse von Polizisten in Deutschland ausgel&ouml;st haben. Anhand von ausgew&auml;hlten F&auml;llen macht sich die Autorin auf die Suche nach Antworten auf die Frage, die uns angesichts der immer wieder auftauchenden Videobilder bewegt: Warum kommt es zu diesen &Uuml;bergriffen?<br>\nDie Polizei selbst tut sich schwer mit der Aufarbeitung von Gewalt in den eigenen Reihen: Sie spricht lediglich von Einzelf&auml;llen und wehrt sich gegen eine fl&auml;chendeckende Kennzeichnungspflicht und unabh&auml;ngige Beschwerdestellen, wie sie schon lange gefordert werden. Polizisten w&uuml;rden sich oft gegenseitig decken und eine &ldquo;Mauer des Schweigens&rdquo; aufbauen, so die Polizeiwissenschaft. Deshalb verlaufen viele Ermittlungen im Sande, auch weil Polizeibeamte als besonders glaubw&uuml;rdige Zeugen gelten. In Deutschland werden 95 Prozent der Ermittlungen gegen Polizisten eingestellt &ndash; das liegt ganz erheblich &uuml;ber dem Durchschnitt aller Strafverfahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/reportage-dokumentation\/dokus\/sendung\/swr\/15122014-die-story-im-ersten-polizei-gewalt-und-videos-100.html\">Das Erste<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Nicht die richtige Zeit f&uuml;r Steuererh&ouml;hungen<\/strong><br>\nKretschmann: Die Partei hat mit dem Kurs bei der Bundestagswahl, der ma&szlig;geblich von Trittin gepr&auml;gt wurde, eine Niederlage erlitten. Daraus muss eine Partei Konsequenzen ziehen, und das tut sie. Wir haben auf dem Parteitag vern&uuml;nftige Beschl&uuml;sse in der Fl&uuml;chtlings- und in der Au&szlig;enpolitik getroffen. Wenn wir so weiterarbeiten und mit realistischen Forderungen und umsetzbaren Konzepten um Mehrheiten f&uuml;r unsere Politik werben, bin ich &uuml;berzeugt davon, dass wir dann gute Chancen haben, in der n&auml;chsten Bundesregierung vertreten zu sein.<br>\nFrage: Folgt Ihnen die Partei jetzt auch in der Wirtschafts- und Steuerpolitik?<br>\nKretschmann: Die Steuerpolitik war ein Hauptgrund daf&uuml;r, dass wir die Bundestagswahl verloren haben. Ich habe damals gesagt, dass es bei Steuererh&ouml;hungen auf Ma&szlig; und Mitte ankommt und wir die Gesamtbelastung im Auge haben m&uuml;ssen &ndash; denn f&uuml;nf Steuern auf einmal in einer Legislaturperiode erh&ouml;hen zu wollen, kann nicht gutgehen, und damit verschrecken wir die Leute.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nwzonline.de\/interview\/nicht-die-richtige-zeit-fuer-steuererhoehungen_a_22,0,110549841.html\">Nordwest Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Was nun Herr Gabriel? Deutlichere Avancen f&uuml;r schwarz-gr&uuml;n im Bund kann es fast schon nicht mehr geben. Und so wird die SPD, wie bei dieser Thematik schon mehrfach angemerkt, bei der n&auml;chsten Bundestagswahl der dumme August sein. Sich ohne politische Vision nur auf die Rolle der Mehrheitsbeschafferin f&uuml;r die Union zu konzentrieren reicht eben nicht. Einen bis Konturlosigkeit geschmeidigen Parteivorsitzenden zu haben, der auch noch best&auml;ndig Beschl&uuml;sse der Parteibasis mit F&uuml;ssen tritt, sowieso nicht. Die Gr&uuml;nen sind hier definitiv schlauer als die SPD. Durch deren Best&auml;ndige Ablehnung einer Koalition mit der Linken auf Bundesebene ist v&ouml;llig klar, dass es mit der dahinsiechenden SPD niemals zu einer Regierungsmehrheit reichen wird. Da sucht man sich eben einen anderen Koalitionspartner. Mit der neoliberalen Agenda haben die Gr&uuml;nen seit Joschka &ldquo;Moneymaker&rdquo; Fischer und forciert eben durch Kretschmann, &Ouml;zdemir und G&ouml;ring-Eckhardt auch kein grunds&auml;tzliches Problem mehr. Ihre besser verdienende Klientel ja sowieso nicht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Der Spiegel, die Folter und 9\/11<\/strong><br>\nWie ein Nachrichtenmagazin seine Glaubw&uuml;rdigkeit riskierte &ndash; und bis heute nicht wirklich zur Selbstkritik f&auml;hig ist.<br>\nAls den beiden Spiegel-Redakteuren Georg Mascolo und Holger Stark im Herbst vor elf Jahren die Resultate von CIA-Folterverh&ouml;ren der angeblichen 9\/11-Planer zugespielt wurden, konstruierte das Nachrichtenmagazin daraus eine Aufsehen erregende Titelgeschichte. Auf dem Cover der Ausgabe vom 27. Oktober 2003 prangte in gro&szlig;en Lettern: &ldquo;Das Gest&auml;ndnis &ndash; Was die Drahtzieher der Terroranschl&auml;ge vom 11. September nach ihrer Gefangennahme den US-Ermittlern verrieten&rdquo;. (&hellip;)<br>\nKritische Distanz zu den lancierten Informationen &ndash; Fehlanzeige. Zwischen den Zeilen war deutlich zu sp&uuml;ren: Die Spiegel-Redakteure hielten &ndash; im Einklang mit der US-Regierung &ndash; die gefangenen und misshandelten Araber bereits damals zweifelsfrei f&uuml;r schuldig an 9\/11. Mithin sei die Folter zwar unsch&ouml;n, aber letztlich ja dann doch gerechtfertigt, so zumindest der mehr oder minder deutliche Subtext des Artikels. V&ouml;llig unbek&uuml;mmert hatten die Redakteure nicht nur einzelne journalistische Standards, sondern gleich Kernelemente einer aufgekl&auml;rten Gesellschaft, wie etwa die Unschuldsvermutung oder das Folterverbot, als unn&uuml;tzen Ballast &uuml;ber Bord geworfen &ndash; und feierten sich anschlie&szlig;end f&uuml;r ihre &ldquo;Enth&uuml;llungen&rdquo;.<br>\nIm Lichte des aktuellen US-Senatsberichts, der die Relevanz ebenjener CIA-Folterverh&ouml;re nun weitgehend diskreditiert hat, konfrontierte Telepolis jetzt den verantwortlichen Redakteur Holger Stark mit seiner damaligen Arbeit. Beabsichtige die Spiegel-Redaktion, sich von diesem Artikel in irgendeiner Form zu distanzieren? War man damals direkt von der CIA mit dem Material beliefert worden? Sei man weiterhin der Auffassung, dass die Anschl&auml;ge durch die Folterverh&ouml;re im Kern aufgekl&auml;rt w&auml;ren?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/43\/43667\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Demo &bdquo;Du Bes K&ouml;lle&ldquo;, Arsch huh Z&auml;ng ussenander &ndash; Gegen Rassismus + Neonazis<\/strong>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.arschhuh.de\/rede-von-georg-restle-bei-der-du-bes-koelle-demo-am-14-12-2014\/\">Rede von Georg Restle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.arschhuh.de\/juergen-beckers-rede-bei-der-du-bes-koelle-demo-am-14-12-2014\/\">Rede von J&uuml;rgen Becker<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.arschhuh.de\/lamya-kaddors-rede-bei-der-du-bes-koelle-demo-am-14-12-2014\/\">Rede von Lamya Kaddors<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Das Letzte: Weihnachten mit Geldsorgen: Mehr als 1,6 Millionen Kinder leben von Hartz IV<\/strong><br>\nTeure Geschenke zu Weihnachten oder gar ein Skiurlaub sind f&uuml;r Hunderttausende Kinder in Deutschland nicht machbar. Denn laut Statistik lebt fast jedes sechste Kind in einer Familie, die auf Hartz IV angewiesen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/hartz-iv-kinder-in-deutschland-vor-weihnachten-von-armut-bedroht-a-1009861.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Passend zu Weihnachten verdr&uuml;ckt der SPIEGEL ein paar Krokodilstr&auml;nen &uuml;ber die Zust&auml;nde, die er selber ma&szlig;geblich mit herbei geschrieben hat.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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