{"id":24419,"date":"2014-12-23T16:26:49","date_gmt":"2014-12-23T15:26:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24419"},"modified":"2014-12-23T16:32:27","modified_gmt":"2014-12-23T15:32:27","slug":"hinweise-des-tages-ii-179","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24419","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (OP\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24419#h01\">Pegida<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24419#h02\">Warum foltern Demokratien?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24419#h03\">Ukraine\/Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24419#h04\">Der Kampf gegen Ebola an allen Fronten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24419#h05\">Freihandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24419#h06\">Norbert H&auml;ring: Wie die Wirtschaftsweisen tricksen und t&auml;uschen: Teil 6 &ndash; Gegen den Mindestlohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24419#h07\">Reallohnentwicklung: Gr&ouml;&szlig;eres Plus im dritten Quartal ausschlie&szlig;lich niedrigerer Inflation geschuldet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24419#h08\">Zehn Jahre Hartz IV: AWO mahnt grundlegende Reformen an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24419#h09\">Detlef Hensche: H&auml;nde weg von Koalitionsfreiheit, Tarifautonomie und Streikrecht!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24419#h10\">Zwangspause f&uuml;r Seitenwechsler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24419#h11\">Man sollte die EnBW filetieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24419#h12\">Wir wissen was gut f&uuml;r dich ist. Wie uns Politiker und Wissenschaftler in ein besseres Leben schubsen wollen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24419#h13\">T&uuml;rkei: Korankonforme Geografie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24419#h14\">Die Jugend ist ohne jede Hoffnung!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24419#h15\">Tatort Osnabr&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24419#h16\">Wolf Reiser &ndash; Freiwild<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24419#h17\">Vers&ouml;hnung im Ersten Weltkrieg: Der &laquo;Weihnachtsfrieden&raquo; war keiner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24419#h18\">Ein Aufruf an die europ&auml;ische Politik<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24419&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Pegida<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Widerstand gegen Pegida w&auml;chst<\/strong><br>\nDas islamfeindliche B&uuml;ndnis &ldquo;Pegida&rdquo; bringt erneut Tausende auf die Stra&szlig;e &ndash; aber auch die Gegendemonstrationen haben starken Zulauf. So versammeln sich in M&uuml;nchen 12.000, bundesweit um die 20.000 Menschen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/pegida\/pegida-widerstand-gegen-pegida-waechst,29337826,29407280.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><strong>12 000 M&uuml;nchner setzen ein Zeichen<\/strong><br>\nEin breites B&uuml;ndnis aus kirchlichen Gruppen, K&uuml;nstlern, Politikern und Fl&uuml;chtlingsorganisationen ist am Montagabend in M&uuml;nchen gegen antiislamische &ldquo;Pegida&rdquo;-Kundgebungen auf die Stra&szlig;e gegangen.<br>\nEtwa 12 000 Menschen demonstrierten vor dem Nationaltheater. Wom&ouml;glich waren es noch viele mehr, doch die Polizei musste das Gel&auml;nde abriegeln. Die Veranstalter hatten offiziell &ldquo;nur&rdquo; 1500 Teilnehmer erwartet.<br>\nAuf dem Promenadeplatz 500 Meter weiter versammelten sich drei Dutzend Anh&auml;nger einer Gruppierung namens &ldquo;M&uuml;gida&rdquo;. Doch sie verschwanden v&ouml;llig hinter Transparenten von Gegnern, die skandierten: &ldquo;Haut ab, haut ab!&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/anti-pegida-demo-muenchner-setzen-ein-zeichen-1.2279099\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><strong>Dazu auch: Anti-Pegida-Demo in M&uuml;nchen &ndash; &ldquo;Ich gehe gegen Pegida demonstrieren, weil &hellip;&rdquo;<\/strong><br>\nMehmet Scholl geht gegen Pegida auf die Stra&szlig;e. Er ist nicht allein. Mit bis zu 6000 Demonstranten rechnet die Stadt M&uuml;nchen. Wir haben bei Prominenten und B&uuml;rgern nachgefragt, warum sie sich am Montagabend versammeln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/anti-pegida-demo-in-muenchen-ich-gehe-gegen-pegida-demonstrieren-weil--1.2277846\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Pegida und die Verlockung der Komplexit&auml;tsreduktion<\/strong><br>\nIn Dresden waren die Anti-Pegida-Demonstranten zahlenm&auml;&szlig;ig unterlegen, ganz anders war es in M&uuml;nchen<br>\n[&hellip;] Aber, mon Dieu, man kann auch den Medienrummel &uuml;ber die paar tausend Pegida-Mitlatscher kaum nachvollziehen. Wenn in einer Stadt mit einer halben Million Einwohner nicht mal 20.000 auf die Stra&szlig;e gehen, um ihre Unzufriedenheit zu &auml;u&szlig;ern, mag das ja angesichts derer, die &auml;hnlich denken, aber zuhause bleiben, tats&auml;chlich bedenklich sein. Aber jeder Artikel verst&auml;rkt die Aufmerksamkeit und die vermeintliche Bedeutung dieser diffusen au&szlig;erparlamentarischen &ldquo;Bewegung&rdquo;, die dadurch attraktiver wird, um einfach gegen das, was ist, zu protestieren &ndash; allerdings mit einem einfachen Feindbild.<br>\nDer Fremde ist schuld. W&uuml;rde man ihn eliminieren, w&auml;re alles gut. Das ist grotesk, erschreckend ist freilich, dass diese rechtspopulistische Strategie funktioniert. Sie ist auch einfacher, als die Probleme eines politischen und wirtschaftlichen Systems zu benennen und nach L&ouml;sungen zu suchen. Das Problem ist, dass es keine Alternativen zu der gegenw&auml;rtig besten Welt zu geben scheint, weil sonst nur Chaos, Krieg und Dschihadismus auf uns wartet. Die deutschen Parteien bieten keine Alternative, weil sie, abgesehen von der Linken, in der Mitte sein wollen und damit die Bewegungslosigkeit auch im Denken zementieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/43\/43710\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Man darf bei all der Zahlenhuberei nicht vergessen, dass Dresden mittlerweile auch ein Ziel f&uuml;r Demotouristen ist, die durch die massive mediale Berichterstattung mobilisiert werden. Wie viele Dresdner unter den 20.000 Demonstranten waren, ist daher auch kaum seri&ouml;s zu beziffern.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Warum foltern Demokratien?<\/strong><br>\nWir UN-Spezialisten kennen die schlimmen Fakten seit Jahren. Immerhin wei&szlig; nun auch die US-&Ouml;ffentlichkeit: Durch Folter erpresste Information bringt wenig. Doch weltweit f&uuml;hlen sich Folterer best&auml;tigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=a2&amp;dig=2014%2F12%2F13%2Fa0160&amp;cHash=9cb61ca82c973bee037321cb4f8e67a7\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Leider kapriziert sich Manfred Nowak allzu sehr darauf, dass die UN bereits fr&uuml;her auf die Folterpraxis der CIA hingewiesen h&auml;tten. Der Artikel gibt leider kaum Auskunft &uuml;ber das selbst gew&auml;hlte Thema: &ldquo;Warum foltern Demokratien?&rdquo; Tatsache ist doch, dass auch nicht folternde (?) Demokratien wie z.B. die Bundesrepublik &uuml;ber die Folterpraxis nicht nur Syriens, &Auml;gyptens u.a., sondern auch der USA informiert war (Regierung, Presse und Bev&ouml;lkerung). Mir ist nicht bekannt, dass Frau Merkel oder andere Regierungsmitglieder dieses Thema als Verletzung der Menschrechte jemals bei der US-Regierung thematisiert h&auml;tten. Im Gegenteil, wir haben sogar mit dem <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/investigativ\/projekte\/geheimdienste\/kooperation-mit-einem-folterstaat-die-syrien-connection-1770230.html\">Folterstaat Syrien kooperiert<\/a>. Vielleicht st&ouml;ren sich einige an dem &ldquo;wir&rdquo;, aber ist es nicht so, dass wir gegen den &ldquo;Afghanistankrieg&rdquo;, gegen &ldquo;Folter&rdquo; sind, aber immer Gr&uuml;nde finden, Regierungsparteien aus diesen Gr&uuml;nden nicht abzuw&auml;hlen.<\/em><\/p>\n<p><em>Der Hinweis Nowaks, dass einzelne Politiker, Milit&auml;rs und CIA-Agenten glaubten, dass die Folter zahlreiche brauchbare Ergebnisse produzieren w&uuml;rden, ist ein wenig l&auml;ppisch. Seit dem Milgram-Experiment wissen wir, unter bestimmten Umst&auml;nden die meisten Menschen zu folternde Sadisten werden k&ouml;nnen. Dass sich viele folternde &ldquo;Staaten durch die Praktiken der Bush-Regierung in der Sinnhaftigkeit und Legitimit&auml;t der Anwendung von Folter best&auml;tigt&rdquo; sehen, ist ein unn&uuml;tzer, antiamerikanischer Hinweis. Folterl&auml;nder  brauchten weder in der Vergangenheit, noch brauchen sie in Gegenwart eine Best&auml;tigung durch die Praxis der US-Regierung. Im Gegenteil, beachtlich und eine Wende signalisierend bleibt trotz allem die F&auml;higkeit der USA, die eigene Folterpraxis &ouml;ffentlich zu machen und damit die L&uuml;gen von Politikern wie George W. Bush und Dick Cheney aufzudecken. &ndash; Hinweisen m&ouml;chte ich noch auf den sehr informativen Artikel des schweizerischen Tages-Anzeigers: &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/ausland\/amerika\/Fuer-nichts-gefoltert\/story\/26199936\">F&uuml;r nichts gefoltert<\/a>&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ukraine\/Russland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Putin erstaunt &uuml;ber gewachsenen Handelsumsatz Russlands mit USA<\/strong><br>\n[&hellip;] Mit einigen EU-L&auml;ndern sei ein R&uuml;ckgang um sieben, acht oder zehn Prozent registriert worden. &bdquo;Aber es gibt auch positive Momente, darunter eine siebenprozentige Zunahme des Warenumsatzes mit den USA. Die Importe aus den Vereinigten Staaten wuchsen sogar um 23 Prozent&hellip; Von L&auml;ndern der asiatisch-pazifischen Region ganz zu schweigen: der Handel steigt ebenfalls. Aber in den Beziehungen zu unserem wichtigsten Partner Deutschland ist eine Degradierung zu verzeichnen: der Warenumsatz verringerte sich um 3,9 Prozent, die Importe aus Deutschland gingen ebenfalls zur&uuml;ck&ldquo;, sagte der russische Pr&auml;sident.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.ria.ru\/business\/20141222\/270257499.html\">Ria Novosti<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Mit anderen Worten (vorbehaltlich, das diese Zahlen auch stimmen) &ndash; Deutschland zahlt den Preis, die USA profitieren. Was braucht es noch, um der Bundesregierung zu zeigen, dass die Sanktionen eine einzige Eselei sind?<\/em><\/p>\n<p><strong>Passend dazu: Sanktionen gegen Russland<\/strong><br>\nEigentor auf wackeligen juristischen und wirtschaftlichen Beinen und warum Russland kein &Ouml;lstaat ist<br>\nMit den Sanktionen gegen Russland hat sich Europa, allen voran Angela Merkel, von den USA in eine Sackgasse man&ouml;vrieren lassen, die f&uuml;r Deutschland und f&uuml;r Europa insgesamt sehr teuer werden k&ouml;nnte. Geostrategisch, wirtschaftlich und juristisch drohen Kollateralsch&auml;den, die am st&auml;rksten Europa treffen, Russland dagegen weit weniger stark, als von den USA beabsichtigt. Nutznie&szlig;er d&uuml;rfte am Ende China sein.<br>\nJuristisch ruhen die Sanktionen in der EU auf einem br&ouml;ckeligen Fundament. Anders als in den USA steht hier den Sanktionsopfern ein Klageweg mit guten Erfolgsaussichten offen, so zeigen es jedenfalls die entsprechenden Urteile des EuGH in den letzten Jahren.<br>\nWirtschaftlich droht der Verlust des russischen Marktes f&uuml;r die europ&auml;ischen Exporteure, w&auml;hrend der Schaden f&uuml;r Russland begrenzt bleibt, auch wenn der spektakul&auml;re Absturz des Rubel f&uuml;r gegenteilige Schlagzeilen sorgt.<br>\nGeostrategisch treibt die Sanktionspolitik Russland in die Arme Chinas und China h&auml;lt seine Arme weit ge&ouml;ffnet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/43\/43703\/1.html\">Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Der Westen &amp; Russland &ndash; zum Diskurs<\/strong><br>\nUnl&auml;ngst hat der fr&uuml;here SPD-Politiker und heutige Publizist Walther St&uuml;tzle, einer der Mitinitiatoren und Erstunterzeichner des Appells der 60, in der Zeitschrift Publik Forum sechs Vorschl&auml;ge f&uuml;r eine neue Entspannungspolitik vorgelegt. Gewicht hat dieser Beitrag nicht zuletzt vor dem Hintergrund von St&uuml;tzles beruflicher Vita &ndash; er arbeitete unter anderem als Leiter des Planungsstabes im Bundesverteidigungsministerium\/BMVg (1977-82) als SIPRI-Direktor (1986-91), Chefredakteur des Tagesspiegel (1994-98) und Staatssekret&auml;r im BMVg (1998-2002).<br>\nNachfolgend St&uuml;tzles sechs Punkte. Dazu Fragen, die sich daraus ergeben, und einige weiterf&uuml;hrenden &Uuml;berlegungen, zu denen St&uuml;tzles Vorschl&auml;ge anregen.\n<ul>\n<li>&bdquo;Erstens: Der Versuch, Russland aus Europa hinauszudr&auml;ngen, muss aufgegeben werden.&ldquo;&hellip;<\/li>\n<li>&bdquo;Zweitens: Das Sicherheitsbed&uuml;rfnis Russlands ist so legitim und ausgepr&auml;gt wie das Deutschlands oder Polens oder der Ukraine. [&hellip;] Nur eine Sicherheitspartnerschaft zwischen Nordamerika, EU und Russland bietet die Chance, den neu aufgebrochenen Ordnungskonflikt in Europa friedlich zu l&ouml;sen [&hellip;] Russlands Mitgliedschaft in der Nato, die auch f&uuml;r Georgien und die Ukraine die B&uuml;ndnist&uuml;r &ouml;ffnete, k&ouml;nnte eine Station auf diesem Weg sein.&ldquo;&hellip;<\/li>\n<li>&bdquo;Drittens: Russland muss erneut auf Gewaltverzicht und auf unbedingten Respekt f&uuml;r die politische und territoriale Integrit&auml;t der Staaten in Europa verpflichtet werden.&ldquo;&hellip;<\/li>\n<li>&bdquo;Viertens: Deutschland hat eine herausragende Verantwortung f&uuml;r den Versuch, Nato und Europ&auml;ische Union f&uuml;r die R&uuml;ckkehr zu einer neu aufgelegten Politik der Entspannung zu gewinnen. Ohne Michail Gorbatschow und Eduard Schewardnadse g&auml;be es die deutsche Einheit nicht; [&hellip;] Modernisierungspartnerschaft zu entwickeln, ist [&hellip;] nicht hinreichend. Erdbebensicher kann eine Modernisierungspartnerschaft nur unter dem Dach einer Sicherheitspartnerschaft funktionieren.&ldquo;&hellip;<\/li>\n<li>&bdquo;F&uuml;nftens: R&uuml;stungsbegrenzung und R&uuml;stungsverminderung in Europa m&uuml;ssen wieder auf die Tagesordnung einer aktiven Sicherheitspolitik [&hellip;] gesetzt werden. Anders ist das Ziel gemeinsamer Sicherheit nicht zu erreichen.&ldquo;&hellip;<\/li>\n<li>&bdquo;Sechstens: Vehement aufgebrochene globale Sicherheitsprobleme verlangen, die Autorit&auml;t der Vereinten Nationen wiederzubeleben.&ldquo;&hellip;<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/das-blaettchen.de\/2014\/12\/der-westen-russland-zum-diskurs-8-31169.html%20\">Wolfgang Schwarz in Das Bl&auml;ttchen<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Ukraine: Lustration, Lynchjustiz, Krawalle<\/strong><br>\nLustration &ndash; Der rechte Stra&szlig;enterror in der Ukraine ist seit dem Herbst sp&uuml;rbar angestiegen. Neueste Kampagne: sogenannte M&uuml;ll-Lustrationen. Das Echo im Westen: Augen zu und durch.<br>\nEs kann mit einer allt&auml;glichen Stra&szlig;enszene beginnen. Wie in diesem Video &ndash; aufgenommen Anfang September dieses Jahres in Odessa: Ein Mann geht in ein Geb&auml;ude, wird am Portal von einer Gruppe Jugendlicher abgepasst. Die Szene wirkt ebenso bedrohlich wie beil&auml;ufig. Das Opfer wird von den T&auml;tern zu einer nahegelegenen Bank abgef&uuml;hrt und dort einem &raquo;Verh&ouml;r&laquo; unterzogen. Die T&auml;ter filmen die Prozedur mit zwei Kameras. Ihr Opfer: Oleg Rudenko. Rudenkos Job &ndash; oder Verbrechen, je nach Sichtweise: Er ist Beamter, angestellt bei der Sozialversicherung. Der Vorwurf, belegt durch einige Fotokopien, welche die Jugendlichen ihm vorhalten: Korruption. Das erpresste Stra&szlig;enverh&ouml;r ist nur das Vorspiel.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/maennlicherlinker\/ukraine-lustration-lynchjustiz-krawalle\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Neue Ukraine-Friedensgespr&auml;che an Weihnachten geplant<\/strong>\n<ul>\n<li>Neue Runde von Friedensgespr&auml;chen im Ukraine-Konflikt geplant: Am 24. und 26. Dezember sollen Vertreter der Ukraine, Russlands und der OSZE im wei&szlig;russischen Minsk zusammenkommen.<\/li>\n<li>Auch die prorussischen Separatisten sagten ihre Teilnahme zu.<\/li>\n<li>Zuletzt hatte sich die Kontaktgruppe Anfang September in Minsk getroffen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Bundesregierung teilte nach der Telefonkonferenz Merkels mit Poroschenko, dem russischen Pr&auml;sidenten Wladimir Putin und Frankreichs Staatsoberhaupt Fran&ccedil;ois Hollande mit, die Gespr&auml;chspartner seien sich einig, dass die Umsetzung der Minsker Vereinbarungen dringend vorangebracht werden muss. In diesem Zusammenhang besprachen sie demnach konkrete L&ouml;sungsvorschl&auml;ge, insbesondere zum Thema Gefangenenaustausch.<br>\nDie Aussichten auf eine rasche Einigung waren aber ungewiss&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/ankuendigung-aus-kiew-neue-ukraine-friedensgespraeche-an-weihnachten-geplant-1.2279820%20\">SZ<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Der Kampf gegen Ebola an allen Fronten<\/strong><br>\nAngesichts der medialen Berichterstattung in den Vereinigten Staaten und Europa &uuml;ber den Ausbruch der Ebola in Westafrika k&ouml;nnte man zu dem Schluss kommen, dass sich die Umst&auml;nde in den betroffenen L&auml;ndern nach und nach verbessern. Aber unabh&auml;ngig davon, dass die Epidemie nicht mehr auf den Titelseiten steht, ist das Virus noch lange nicht besiegt. Er bleibt weiterhin eine ernste Bedrohung f&uuml;r die weltweite Gesundheit.<br>\nK&uuml;rzlich bin ich gemeinsam mit dem franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten Fran&ccedil;ois Hollande nach Conakry, der Hauptstadt von Guinea, gereist und dann nach Macenta gefahren, einen l&auml;ndlichen Bezirk im Waldgebiet des Landes, nahe dem Ort, wo der Ausbruch begann. In beiden Orten habe ich den zerst&ouml;rerischen Einfluss des Virus aus erster Hand erfahren: Leiden, Angst, Verzweiflung und letztlich Tod. Sogar triviale Dinge bekamen pl&ouml;tzlich Bedeutung: Es wurden keine H&auml;nde mehr gesch&uuml;ttelt.<br>\nDie Wahrheit ist, dass sich der Ebola-Virus weiter ausbreitet &ndash; mit gro&szlig;er Geschwindigkeit. Zwar ist er in Liberia unter Kontrolle, aber nur in Liberia &ndash; und sogar dort gibt es keine Garantie daf&uuml;r, dass es nicht zu einem neuen Ausbruch kommt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/ebola-institut-pasteur-africa-by-christian-br-chot-2014-12\/german\">Project Syndicate<\/a>\n<p><strong>Dazu auch: Die Unber&uuml;hrbaren<\/strong><br>\nEinige F&auml;lle scheinen darauf hinzuweisen, dass auch geheilte Patienten weiterhin ansteckend sind<br>\nAls sich der Ebola-Sonderbeauftragte Walter Lindner k&uuml;rzlich auf das Podium des B&uuml;ndnisses &bdquo;Entwicklung hilft&ldquo; gesellte, mied er sichtlich jeglichen K&ouml;rperkontakt. Kein Hand&ndash;Shaking, kein vertrautes Schulterklopfen. No-touch policy nennt sich diese vorsichtige Verhaltensweise im Helferenglisch. Die vom Virus auferlegte Meidung von N&auml;he ist in den von Ebola betroffenen westafrikanischen L&auml;ndern, wo k&ouml;rperbetonte H&ouml;flichkeitskulturen und religi&ouml;se Bestattungsrituale eine gro&szlig;e Rolle spielen, vielleicht die gr&ouml;&szlig;te Herausforderung. Durch die Ignoranz gegen&uuml;ber heimischen Gebr&auml;uchen, r&auml;umt Klemens Ochel vom Missions&auml;rztlichen Institut W&uuml;rzburg ein, sei &ndash; als die Seuche ausbrach &ndash; bei der einheimischen Bev&ouml;lkerung Vertrauen verspielt worden. [&hellip;]<br>\n&Uuml;ber F&auml;lle sexueller &Uuml;bertragbarkeit ist derzeit wenig bekannt. Aus Liberia wird ein Fall berichtet, bei dem ein von Ebola genesener Mann seine Freundin angesteckt habe, die sp&auml;ter gestorben sei. Ein ebenfalls in Liberia an Ebola erkrankter Mann, der nach Indien zur&uuml;ckgekehrt ist, wurde in Quarant&auml;ne gebracht, weil sich in seinem Sperma noch Erreger fanden. Da es sich bei den nachgewiesenen Viren jedoch um relativ geringe Konzentrationen handelt, kann es sein, so US-Wissenschaftler, dass sich die Krankheit nur schwach auspr&auml;gt und deshalb &bdquo;unterm Radar&ldquo; bleibt. Oder aber es wird zwischen sexueller &Uuml;bertragung und Ausbruch &uuml;berhaupt kein Zusammenhang hergestellt, weil die Krankheit erst Jahre nach der Ansteckung auftritt. Das ist keineswegs abwegig und erinnert an den Weg, den Aids vor einigen Jahrzehnten genommen hat. Eine besorgniserregende Vorstellung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/ulrike-baureithel\/die-unberuehrbaren\">Der Freitag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Freihandel<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Studie zeigt: TTIP-Abkommen mit USA nimmt Kommunen und Bundesl&auml;nder in W&uuml;rgegriff<\/strong><br>\nBundesl&auml;nder und Kommunen werden in ihrem politischen Handlungsspielraum erheblich eingeschr&auml;nkt, wenn das Handels- und Investitionsabkommen TTIP zwischen der EU und den USA in Kraft tritt. Das zeigt eine aktuelle Studie des Handelsexperten Thomas Fritz f&uuml;r Campact. Die Studie st&uuml;tzt sich auf durchgesickerte TTIP-Dokumente, darunter das Verhandlungsmandat der EU-Kommission sowie Textentw&uuml;rfe verschiedener Kapitel des Abkommens. Zudem wurde der bereits fertig verhandelte Text des EU-Kanada-Abkommens CETA herangezogen, das als Blaupause f&uuml;r TTIP gilt. Ob Krankenh&auml;user, Sparkassen oder die Vergabe &ouml;ffentlicher Auftr&auml;ge: TTIP schr&auml;nkt die M&ouml;glichkeit von L&auml;ndern und Kommunen drastisch ein, Politik im Sinne der B&uuml;rger zu gestalten. Deshalb muss Wirtschaftsminister Gabriel jetzt f&uuml;r einen Stopp der TTIP-Verhandlungen eintreten, forderte Maritta Strasser von Campact.<br>\nDurch TTIP und CETA entsteht ein Sonderrecht, das internationalen Konzernen offen steht, nicht aber einfachen B&uuml;rgern, lokalen Unternehmen und Vereinen. In den Schiedsverfahren stellen kommerzielle Anwaltkanzleien Kl&auml;ger, Verteidiger und Richter. Eine Berufung ist ausgeschlossen. Solche Investor-Staat-Schiedsverfahren wurden schon in der Vergangenheit des &Ouml;fteren angerufen, um gegen kommunale Entscheidungen vorzugehen. Dies betrifft vor allem Umweltauflagen, Konzessionsbedingungen oder verweigerte Betriebsgenehmigungen. Aufgrund des sehr hohen Bestands an Investitionen mit amerikanischer Beteiligung d&uuml;rfte die Zahl derartiger Klagen deutlich steigen, sollten TTIP und CETA verabschiedet werden.<br>\nZudem ist mit TTIP eine weitere Privatisierung kommunaler Leistungen zu bef&uuml;rchten. Schlupfl&ouml;cher in der Ausnahmeklausel k&ouml;nnen dazu f&uuml;hren, dass internationale Konzerne gegen den Wettbewerb durch kommunale oder private Unternehmen vorgehen, die im &ouml;ffentlichen Auftrag t&auml;tig sind. Nehmen Kommunen einmal erfolgte Privatisierungen wieder zur&uuml;ck, kann dies als Vertragsversto&szlig; geahndet werden. F&uuml;r die Steuerzahler w&uuml;rde dies teuer.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/blog.campact.de\/2014\/09\/exklusiv-studie-zeigt-ttip-abkommen-mit-usa-nimmt-kommunen-und-bundeslaender-in-wuergegriff\/\">Campact<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/blog.campact.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Campact_TTIP_vor_Ort.pdf\">TTIP vor Ort [PDF &ndash; 2.9 MB]<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/blog.campact.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Campact-TTIP-_Zusammenfassung.pdf\">Zusammenfassung [PDF &ndash; 107 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Leider werden bestimmte Aspekte von TTIP, so z.B. die Auswirkungen auf weniger gut aufgestellten EU-Volkswirtschaften oder auch auf die L&auml;nder und Kommunen, kaum diskutiert. Im Sommer dieses Jahres &auml;u&szlig;erten sich die Bundesl&auml;nder gegen Schutzklauseln f&uuml;r Konzerne bei TTIP. In einem vom Bundesrat beschlossenen Antrag wird gewarnt, ein Investitionsschutz k&ouml;nne zu einer Absenkung hoher europ&auml;ischer Standards bei Gesundheit, Sicherheit, Arbeit, Verbrauchern, Umwelt und Kulturf&ouml;rderung f&uuml;hren. Baden-W&uuml;rttembergs Europa-Minister Peter Friedrich schr&auml;nkte leider ein, dass die Kritik der L&auml;nder keine Drohung, sondern der konstruktive Hinweis an die EU-Kommission sei, wo die Schmerzgrenzen der EU-Staaten verliefen. Eine Diskussion u.a. dar&uuml;ber, ob die Bundesl&auml;nder tats&auml;chlich noch die Verhandlungen beeinflussen k&ouml;nnen fand Ende November <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2014\/11\/26\/dlf_20141126_1010_e2f65f96.mp3\">im Deutschlandfunk statt<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Von wegen Segen<\/strong><br>\nDie Bef&uuml;rworter des Freihandelsabkommens TTIP behaupten, der Menschheit damit einen Gefallen zu tun. Die Gegner sehen das ganz anders.<br>\nver.di schlie&szlig;t sich der Europ&auml;ischen B&uuml;rgerinitiative gegen die geplanten Freihandelsabkommen TTIP und CETA an. Das hat der Gewerkschaftsrat, h&ouml;chstes ver.di-Gremium zwischen den Bundeskongressen, Ende November einstimmig beschlossen. &Uuml;berdies will ver.di, so der Beschluss, die Aufkl&auml;rung &uuml;ber die beabsichtigten Abkommen in Betrieben und Dienststellen sowie auf Veranstaltungen und an Infost&auml;nden abermals verst&auml;rken. Denn es geht um viel.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/publik.verdi.de\/2014\/ausgabe-08\/gewerkschaft\/titel\/seite-1\/A0\">ver.di publik<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Norbert H&auml;ring: Wie die Wirtschaftsweisen tricksen und t&auml;uschen: Teil 6 &ndash; Gegen den Mindestlohn<\/strong><br>\nDie Ausf&uuml;hrungen der Wirtschaftsweisen zum Mindestlohn machen besonders deutlich, wie hartn&auml;ckig und absichtsvoll diese sachkundigen Wirtschaftsprofessoren den wissenschaftlichen Erkenntnisstand verdrehen um zu ihren arbeitgeberfreundlichen Schlussfolgerungen zu kommen.  Der Sachverst&auml;ndigenrat, der Mindestlohn und ich haben eine gemeinsame Geschichte, die ins Jahr 2006 zur&uuml;ckreicht. &hellip; Allm&auml;hlich wird der Rat vorsichtiger, zeigt das Gutachten 2014, aber nicht ehrlicher. Zwar findet sich die Behauptung, die Wissenschaft sei sich sicher, dass Mindestl&ouml;hne Besch&auml;ftigung kosten, nicht im Gutachten 2014. Daf&uuml;r zieht sie sich aber unausgesprochen oder nebenher bemerkt durch das ganze Kapitel, so als sei es eine Selbstverst&auml;ndlichkeit, die man nicht weiter belegen m&uuml;sse. In Anbetracht dessen, was der Rat 2006 &uuml;ber den Stand der Wissenschaft einger&auml;umt hat, ist das ziemlich unseri&ouml;s.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/index.php\/de\/newsblog2\/27-german\/news\/194-wie-die-wirtschaftsweisen-teil-6#1-weiterlesen\">Geld und mehr<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Norbert H&auml;ring schreibt zwar: &ldquo;Ich will die Geduld der Leser nicht &uuml;berstrapazieren. Dieses Kapitel des Rats schreit an so vielen Stellen nach kritischer Beleuchtung, dass man nicht fertig wird, alles aufzuspie&szlig;en. Und irgendwann will man im Urlaub ja auch an anderes tun.&rdquo; Aber die diesen erfahrungsges&auml;tigten Beitrag sollten Sie lesen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Reallohnentwicklung: Gr&ouml;&szlig;eres Plus im dritten Quartal ausschlie&szlig;lich niedrigerer Inflation geschuldet<\/strong><br>\nDass die Reall&ouml;hne im dritten Quartal st&auml;rker gestiegen sind als im Vorquartal ist ausschlie&szlig;lich der niedrigeren Inflationsrate geschuldet. Die j&auml;hrliche Inflationsrate betrug im dritten Quartal 0,8 Prozent. Sie ist damit gegen&uuml;ber der im Vorquartal (1,1%) weiter gesunken. Die nominale Lohnsteigerung betrug demgegen&uuml;ber unver&auml;ndert 2,6 Prozent. Diese Zahlen hat das Statistische Bundesamt gestern ver&ouml;ffentlicht.<br>\nDer Verbraucherpreisindex ist laut Angaben des Statistischen Bundesamts das dritte Quartal in Folge gesunken. Die Inflationsrate liegt weit unter dem Inflationsziel der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) von &ldquo;unter, aber nahe zwei Prozent&rdquo;. WuG hat sehr fr&uuml;hzeitig auf die Probleme hingewiesen, die sich damit f&uuml;r die Interpretation von Lohnsteigerungen und schlie&szlig;lich auch Lohnverhandlungen ergeben und auf die Bedeutung des Inflationsziels gegen&uuml;ber der tats&auml;chlichen Preissteigerungsrate (siehe dazu hier).<br>\nPositiv ist, dass die &ldquo;Neuen L&auml;nder&rdquo; bei der Lohnentwicklung weiter aufgeschlossen haben, wie die Statistik des Bundesamts ebenfalls ausweist. Die L&ouml;hne in den &ouml;stlichen Bundesl&auml;ndern steigen st&auml;rker als in den westlichen Bundesl&auml;ndern.<br>\nNegativ ist, dass die Lohnsteigerungen zwischen den Einkommensbeziehern sehr unterschiedlich verteilt sind. So fielen die Lohnsteigerungen f&uuml;r &ldquo;Arbeitnehmer in leitender Stellung&rdquo; sp&uuml;rbar h&ouml;her aus als in darunter liegenden Berufsgruppen. Selbst &ldquo;herausgehobene Fachkr&auml;fte&rdquo; verzeichneten sp&uuml;rbar niedrigere Lohnzuw&auml;chse als &ldquo;Arbeitnehmer in leitender Stellung&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2014\/12\/reallohnentwicklung-groseres-plus-im-dritten-quartal-ausschlieslich-niedrigerer-inflation-geschuldet\/#sthash.g2OoKErZ.dpuf%20\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Zehn Jahre Hartz IV: AWO mahnt grundlegende Reformen an<\/strong><br>\n&bdquo;Es ist Zeit f&uuml;r eine grundlegende &Uuml;berarbeitung&ldquo;, fordert der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler anl&auml;sslich des zum Jahreswechsel anstehenden zehnten Jahrestags des Vierten Gesetzes f&uuml;r Moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt, dem sog. Hartz IV-Gesetz. Da derzeit sein neuntes &Auml;nderungsgesetz diskutiert wird, erkl&auml;rt Stadler: &bdquo;Anstelle weiterer kleinteiliger &Auml;nderungen m&uuml;ssen endlich die grundlegenden Probleme gel&ouml;st werden.&ldquo; Neben einer Erh&ouml;hung der Regels&auml;tze fordert die AWO u.a. eine bessere Betreuung der Hartz-IV-Bezieher.<br>\nGrunds&auml;tzlich sieht es die AWO als problematisch an, dass zwei Drittel aller Arbeitslosen im Hartz-IV-System stecken. &bdquo;Die Leistungen der Arbeitslosenversicherung d&uuml;rfen nicht immer weiter abgewertet werden, zumal viele Betroffene &uuml;ber Jahre hinweg Beitr&auml;ge geleistet haben. Wir d&uuml;rfen uns nicht schleichend vom Sozialversicherungsprinzip verabschieden und in Richtung einer Armutsvermeidung &aacute; la Gro&szlig;britannien bewegen, in der nur das absolute Minimum geleistet wird. Der Zugang zum Arbeitslosengeld I muss erleichtert und die Bezugsdauer verl&auml;ngert werden&ldquo;, betont Stadler.<br>\nDas SGB II werde viel zu stark makro&ouml;konomisch betrachtet und der geringe Stand an Arbeitslosigkeit hervorgehoben. Aber, moniert der AWO Bundesvorsitzende: &bdquo;Hartz-IV wurde zu einem Leistungssystem der gesellschaftlichen Mitte.&ldquo; Das Institut f&uuml;r Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) errechnete, das bis 2011 bundesweit 9,6 Millionen verschiedene Bedarfsgemeinschaften mit 14,6 Millionen Menschen SGB<s>&ndash;<\/s>II-Leistungen bezogen. &bdquo;Hier kann nicht mehr von einem gesellschaftlichen Randph&auml;nomen gesprochen werden&ldquo;, kritisiert Stadler.<br>\nGleichzeitig mahnt die AWO einen zielgerichteteren Umgang mit den Betroffenen an. F&uuml;r die AWO hei&szlig;t das, die Betreuung durch die Fachkr&auml;fte der Arbeitsagenturen zu verbessern und zu st&auml;rken&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.awo.org\/aktuelles-und-presse\/presse\/einzelansicht\/?tx_ttnews[tt_news]=881\">AWO Bundesverband<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Detlef Hensche: H&auml;nde weg von Koalitionsfreiheit, Tarifautonomie und Streikrecht!<\/strong><br>\n&Uuml;ber das Gesetz der Bundesregierung zur Tarifeinheit.<br>\nWie bereits im Koalitionsvertrag vereinbart und mehrfach angek&uuml;ndigt, hat die Bundesregierung am 11. Dezember 2014 den Entwurf eines Gesetzes zur Regelung der Tarifeinheit vorgelegt. Das Gesetz soll verhindern, dass in den Betrieben unterschiedliche Tarifvertr&auml;ge mit &ndash; ganz oder zum Teil &ndash; gleichem Geltungsbereich anzuwenden sind. Konkret: Haben mehrere Gewerkschaften Tarifvertr&auml;ge mit divergierendem Inhalt abgeschlossen, die die gleichen Gruppen von Arbeitnehmern erfassen, soll im Interesse einheitlicher und gleicher Arbeitsbedingungen betrieblich nur ein Tarifvertrag anwendbar sein. Der Gesetzentwurf entscheidet sich nach dem Mehrheitsprinzip f&uuml;r den Tarifvertrag der im Betrieb mitgliederst&auml;rksten Gewerkschaft. Der Tarifvertrag der Minderheitsgewerkschaft soll ohne rechtliche Wirkung bleiben.<br>\nDas Gesetz verletzt die Koalitionsfreiheit der Gewerkschaft, deren Tarifvertrag die rechtliche Geltung versagt wird. Der Gesetzgeber entzieht der Gewerkschaft das Recht, die Arbeitsbedingungen ihrer Mitglieder nach eigenen Vorstellungen mit dem Arbeitgeber auszuhandeln und in verbindlichen, nicht unterschreitbaren Tarifvertr&auml;gen festzulegen. Die Mitglieder verlieren den Schutz des Tarifvertrags. Damit wird eine der wichtigsten gewerkschaftlichen Funktionen, die Tarifautonomie, beseitigt. &Uuml;berdies zielt der Gesetzentwurf auf das Streikrecht der Minderheitsgewerkschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rosalux.de\/publication\/41014\/haende-weg-von-koalitionsfreiheit-tarifautonomie-und-streikrecht.html\">Rosa-Luxemburg-Stiftung Analysen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Zwangspause f&uuml;r Seitenwechsler<\/strong>\n<ul>\n<li>Immer wieder gibt es &Auml;rger, wenn Politiker ohne Karenzzeit einen lukrativen Posten in der Wirtschaft annehmen. Ein Gesetzentwurf sieht nun Zwangspausen vor.<\/li>\n<li>Die Karenzzeit soll in der Regel ein Jahr betragen. In Ausnahmef&auml;llen kann auch eine Zwangspause von 18 Monaten verh&auml;ngt werden.<\/li>\n<li>Die Verabschiedung des Gesetzes im Kabinett ist f&uuml;r Februar 2015 geplant.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Es hat lange gedauert, sehr lange. Mehr als 15 Jahre wurde im Bundestag &uuml;ber Karenzzeiten f&uuml;r Regierungsmitglieder diskutiert, ohne dass etwas geschehen ist. 1999 verursachte der Wechsel des deutschen EU-Kommissars Martin Bangemann zu einem Telefonkonzern erheblichen Unmut. Sp&auml;testens seit damals gibt es die Debatte &uuml;ber Zwangsauszeiten f&uuml;r Amtstr&auml;ger beim Wechsel in die Wirtschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/karenzzeiten-zwangspause-fuer-seitenwechsler-1.2278753\">SZ<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Man sollte die EnBW filetieren<\/strong><br>\nDie Stromrebellen aus Sch&ouml;nau ziehen sich zur&uuml;ck. Ursula und Michael Sladek sitzen im kommenden Jahr nicht mehr im Vorstand der Netzkauf Sch&ouml;nau EWS. Doch Rosenz&uuml;chten und Klappe halten steht nicht in ihrem Lebensplan. Ein Gipfelgespr&auml;ch auf dem Belchen, dem Hausberg der Sladeks, &uuml;ber die Stuttgarter Stadtwerke, konkrete Utopien und Sehnsuchtsorte.<br>\nFrau Sladek, Herr Sladek, Sie sind f&uuml;r viele die Garanten f&uuml;r Unabh&auml;ngigkeit von Energiekonzernen und f&uuml;r sauberen Strom. Nun ziehen Sie sich zur&uuml;ck. Stuttgarter, die zu den hiesigen Stadtwerken gewechselt haben, f&uuml;rchten nun, dass es aus ist mit dem sauberen Strom&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/gesellschaft\/181\/man-sollte-die-enbw-filetieren-2443.html%20\">Kontext:Wochenzeitung<\/a>\n<p><em>Hinweis: Auch diese Woche wieder eine Reihe interessanter Artikel in Kontext: Wochenzeitung u.a.:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em><strong>In der Konsumzone:<\/strong> Demn&auml;chst er&ouml;ffnen in Stuttgart mit Gerber und Milaneo zwei neue Mega-Konsumtempel. Entwickeln sich Innenst&auml;dte zu reinen Einkaufsbereichen, wo schon das Aufenthaltsrecht an Konsumzwang gebunden ist? Wo bleibt noch Platz f&uuml;r &ouml;ffentliche R&auml;ume als Orte der Begegnung und Austragung von Meinungsverschiedenheiten?<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Gerber gegen Kiosk:<\/strong> Immobilienhaie, Propaganda-Politiker, Stadtzerst&ouml;rer &ndash; wenn Joe Bauer durch Stuttgart geht, findet er Zuflucht beim Kiosk Gegenheimer oder beim Seifen-Lenz im Bohnenviertel. Den Rest betrachtet der Kontext-Gastautor mit Grausen. <\/em><\/li>\n<li><em><strong>Orgien in Stein:<\/strong> Wie gehen Abscheu und Feierlaune eigentlich zusammen? Stuttgarts OB Fritz Kuhn hat sein Kommen bei der Er&ouml;ffnung des &ldquo;Gerber&rdquo; angek&uuml;ndigt. Dabei hatte er sich bei seinem Wahlkampf eindeutig von dem Projekt distanziert.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Tausend Mann und kein Befehl:<\/strong> K&ouml;nnte gut sein, dass der Wasserwerfer-Prozess l&auml;nger dauern wird als angenommen. Und dass noch manches mehr &uuml;ber die Geschehnisse am Schwarzen Donnerstag ans Licht kommt, was unter der sch&uuml;tzenden Hand der Stuttgarter Staatsanwaltschaft ungeahndet geblieben w&auml;re. <\/em><\/li>\n<li><em><strong>FDP mit Fahrrad:<\/strong> Die Gr&uuml;nen wollen nicht zu sp&auml;t kommen beim Ausweiden der abgeschossenen FDP. Von der breiten &Ouml;ffentlichkeit bisher weitgehend unbeachtet, leistet sich die Partei seit Monaten eine ausufernde Freiheitsdebatte. Und Baden-W&uuml;rttemberger mischen m&auml;chtig mit.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Trommelfeuer der Erinnerung:<\/strong> Das neue Kontext-Buch &ldquo;Der K&ouml;nig weint&rdquo; ist eines von vielen, das hundert Jahre nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges erschienen ist. Warum es ein besonderes ist, erkl&auml;rt Herausgeber Wilhelm Reschl in seiner Einleitung, die wir heute als Leseprobe abdrucken.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Monster:<\/strong> Solidarit&auml;t mit Fl&uuml;chtlingen, wettert Peter Grohmann, ist selbst f&uuml;r die progressive Intelligenz eine Zumutung.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Kontext:Wochenzeitung erscheint mittwochs online auf kontextwochenzeitung.de und samstags als Beilage zur taz.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Wir wissen was gut f&uuml;r dich ist. Wie uns Politiker und Wissenschaftler in ein besseres Leben schubsen wollen<\/strong><br>\nNiemand l&auml;sst sich gerne was verbieten. Ein sanfter Schubs in die richtige Richtung? Den nimmt man schon eher in Kauf. &ldquo;Nudging&rdquo; hei&szlig;t das Schubsen auf Englisch und ist inzwischen nicht nur im Kanzleramt sehr gefragt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/cdn-storage.br.de\/iLCpbHJGNL9zu6i6NL97bmWH_-bG\/_AJS\/5Axy_Abp\/141221_2205_Zuendfunk-Generator_Wir-wissen-was-gut-fuer-dich-ist-Wie-uns-Po.mp3\">Z&Uuml;NDFUNK &ndash; Generator &ndash; Bayern 2<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>T&uuml;rkei: Korankonforme Geografie<\/strong><br>\nPr&auml;sident Recep Tayyip Erdogans AKP treibt den Umbau der s&auml;kul&auml;ren Republik in einen religi&ouml;sen Staat weiter voran. Immer mehr t&uuml;rkische Gymnasien werden in muslimische Paukschulen umgewandelt, an denen Pr&auml;sident Erdogans &ldquo;neue religi&ouml;se Generation&rdquo; erzogen wird. Stellen Sie sich vor, ihr Kind kommt aus den Sommerferien &ndash; und findet eine v&ouml;llig ver&auml;nderte Schule vor. Das passiert in der T&uuml;rkei in diesem Herbst andauernd: Ohne dass Sch&uuml;ler, Eltern oder Lehrer vorab informiert werden, wandelt die Schulbeh&ouml;rde vormals normale staatliche Schulen in Fachgymnasien f&uuml;r die Ausbildung zum Vorbeter und Prediger (&ldquo;Imam&rdquo;) um. Auf sogenannten Imam-Hatip-Schulen macht der Koranunterricht den Schwerpunkt der Ausbildung aus, die anderen F&auml;cher m&uuml;ssen sich anpassen. Wo bisher Naturwissenschaften oder Fremdsprachen im Mittelpunkt standen, dreht sich nun alles um Religion. Dabei werden M&auml;dchen und Jungen getrennt unterrichtet, f&uuml;r Erstere ist das Kopftuch quasi obligatorisch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2014%2F12%2F22%2Fa0081&amp;cHash=1b89bec3a93ea0ce19ccb21fe8da9dd6\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wenn sich diese Entwicklung fortsetzt, d&uuml;rfte sich auch f&uuml;r T&uuml;rkei bald best&auml;tigen, was bereits der dritte &ldquo;Arab Human Development Report&rdquo; der arabischen Welt attestierte und in den folgenden Jahren nicht korrigiert werden konnte: Eine wachsende Wissensl&uuml;cke nicht nur gegen&uuml;ber den alten Industriestaaten des Westens, sondern auch gegen&uuml;ber den aufholenden Schwellenl&auml;ndern Lateinamerikas und Ostasiens. Die R&uuml;ckwendung zu autorit&auml;ren Erziehungsstilen, die unabh&auml;ngiges Denken und Selbstvertrauen und intellektuelle Neugierde verhindern, die kritisches Erforschen, Hinterfragen und individuelle Initiative zerst&ouml;ren, wird sich alsbald auch in der T&uuml;rkei auf die Produktivit&auml;tsentwicklung der Volkswirtschaft auswirken und den minimalen Aufholprozess der letzten Jahre zunichte machen. Das ist allerdings nur die &ouml;konomische Seite, zu betrauern ist der Verlust an Freiheitspotentialen eines jeden Individuums, der Verlust an Phantasie, Neugierde und Drang nach gesellschaftlicher Erneuerung, welche nur im Vertrauen auf die eigene Urteilskraft gedeihen k&ouml;nnen. Zu bef&uuml;rchten ist, dass Erdogans AKP ganz bewusst, die Scheinsicherheit tradierter, religi&ouml;ser Regeln und die Anerkennung des Urteils &auml;lterer und h&ouml;her gestellter Personen in die jugendlichen K&ouml;pfe einpflanzen will. So l&auml;sst sich nat&uuml;rlich leichter und wenig hinterfragt regieren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die Jugend ist ohne jede Hoffnung!<\/strong><br>\nTunesien w&auml;hlt zum ersten Mal seit fast 60 Jahren seinen Pr&auml;sidenten direkt. Zur Auswahl: ein 88-J&auml;hriger, der schon unter dem Staatsgr&uuml;nder diente, und ein 69-J&auml;hriger, dem N&auml;he zu Islamisten nachgesagt wird. Ein Fortschritt? Drei wichtige junge Stimmen des Landes erz&auml;hlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jetzt.sueddeutsche.de\/texte\/anzeigen\/590645\/Die-Jugend-ist-ohne-jede-Hoffnung\">jetzt.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Eine Linguistin und Politbloggerin, ein Rapper und eine bloggende Mitarbeiterin des Goethe-Instituts &hellip; eine solche Mischung w&auml;re noch nicht einmal in einer deutschen Universit&auml;tsstadt repr&auml;sentativ. Der Ansatz von jetzt.de, progressive Stimmen des arabischen Fr&uuml;hlings einzufangen, mag f&uuml;r Aktivisten sicher interessant sein. Er sollte jedoch den Blick davor versperren, dass in einer Demokratie nun einmal alle Menschen ihre Stimme abgegeben d&uuml;rfen &ndash; egal, ob sie nun progressiv oder reaktion&auml;r sind. Und dass das Ergebnis dann progressiven Geistern nicht schmeckt, ist verst&auml;ndlich, wenn man sich einmal die Strukturdaten von Staaten wie Tunesien, &Auml;gypten oder auch der T&uuml;rkei anschaut. Man sollte sich jedoch davor h&uuml;ten, diesen L&auml;ndern dann ihre &bdquo;Demokratief&auml;higkeit&ldquo; abzusprechen. H&auml;tte man in Deutschland drei junge, gebildete Politaktivisten interviewt, k&auml;me man auch nie auf die Idee, dass eine Mehrheit unserer Mitb&uuml;rger Angela Merkel w&auml;hlt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Tatort Osnabr&uuml;ck<\/strong><br>\nEin Richter als Strohmann und verdeckter Spieler in einem riesigen Monopoly? Bei einem Millionengeschacher um lukrative Immobilien in Osnabr&uuml;ck spielt ein Amtsrichter eine undurchsichtige Rolle. Der Staatsanwalt ermittelt.<br>\nDer Neumarkt bildet aber auch die Kulisse f&uuml;r ein trickreiches Monopoly-Spiel, bei dem ein Amtsrichter eine ebenso ungew&ouml;hnliche wie undurchsichtige Rolle spielt. Hartmut W., 62, betreibt seit Jahren neben seinem Richteramt noch Millionengesch&auml;fte mit Immobilien. Woher das Geld daf&uuml;r kommt ist unklar. Er selbst machte dazu auf Anfrage keine Angaben. Zur Begr&uuml;ndung verwies sein Anwalt auf ein Ermittlungsverfahren, das die Osnabr&uuml;cker Staatsanwaltschaft gegen W. f&uuml;hrt. Sie pr&uuml;ft den Vorwurf, dass der Richter einen Gesch&auml;ftspartner get&auml;uscht und versucht hat, ihn zum Betrug anzustiften.<br>\nZudem steht der Jurist im Verdacht, als Strohmann die Kreise eines der wichtigsten Planer am Neumarkt gest&ouml;rt zu haben. Und es steht die Frage im Raum, ob Richter W. sein Insiderwissen aus dem Amtsgericht wom&ouml;glich jahrelang f&uuml;r private Gesch&auml;fte genutzt hat.<br>\nDer Fall ist beispiellos, die Justiz in Niedersachsen ist alarmiert. Neben den strafrechtlichen Ermittlungen wurde ein Disziplinarverfahren gegen Hartmut W. eingeleitet. Das Pr&auml;sidium des Osnabr&uuml;cker Amtsgerichtes hat ihn intern versetzt. Seine Vorgesetzten sagen, sie h&auml;tten von seinen Nebengesch&auml;ften nichts gewusst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/affaere-um-richter-tatort-osnabrueck-1.2278350\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Wolf Reiser &ndash; Freiwild<\/strong><br>\n&Uuml;ber Z&auml;hmung, Verwahrlosung und Niedergang des Journalismus<br>\n[&hellip;] Das Sommerm&auml;rchen hat Deutschland seither in l&auml;hmendem W&uuml;rgegriff und gipfelt Ende 2014 in einer gro&szlig;en Koalition aus Aschenputteln, Dornr&ouml;schen, Einh&ouml;rnern und Zwergen. Letztere tummeln sich mit Vorliebe in medialen T&auml;tigkeiten und f&uuml;hren einen Presseausweis bei sich. Womit wir wieder beim Thema w&auml;ren. [&hellip;]<br>\nIm Zuge der karnevalisierten Selbstzerst&ouml;rung pr&auml;sentieren die Leitmedien ihre im Minutentakt aktualisierten Netzprodukte wie einen Kessel Buntes: schlampig recherchierte, vorschnell auf den Weg verschickte und albern tendenzi&ouml;se Politnews mit Bild-affinen Appetizer-Aufmachern wechseln sich mit Lottozahlen, Di&auml;ttips, Fu&szlig;ballgossip, Modelsex, B&ouml;rsenlatein, Wetterkapriolen und Wallfahrtsreisen in die Mitte des Ichs ab. L&auml;ngst haben wir uns daran gew&ouml;hnt, morgens im Bademantel im High-Speed-Verfahren die kostenlosen Pamphletbotschaften zu verschlingen. L&auml;ngst haben wir uns daran gew&ouml;hnt, da&szlig; sich die Inhalte gegenseitig ausl&ouml;schen, da&szlig; uns das Nach-Denken ausgetrieben wird, da&szlig; sich eine Eisesk&auml;lte in uns einstellt gegen&uuml;ber Tragik und Schicksal und sich ein Zynismus entfaltet, bei dem sonst nur Henker oder Totengr&auml;ber Zuflucht suchen. Der durch den Online-Journalismus bedingte schleichende kollektive Abbau von Mitgef&uuml;hl und Reflexion bestimmt indessen den aktuellen Diskurs, und so schl&auml;gt die Stunde der Trolle auf allen Ebenen. [&hellip;]<br>\nEs kann aber gut sein, da&szlig; die Rollkommandos des Weltennetzes eines fernen Tages wirklich dazu beitragen, als vers&ouml;hnende Kraft der Dialektik zwischen m&uuml;den Print-Fat-Cats und &uuml;berm&uuml;tigen rat packs des Lobo-Rudels zu dienen &hellip; Immerhin haben wir es ihren katalysatorischen Kr&auml;ften zu verdanken, da&szlig; sich die Hinf&auml;lligkeit unseres journalistischen Edelpersonals, der immergleichen Talkshow-Historiker und stiftungseigenen Osteuropaexperten vor uns offenbart.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lettre.de\/beitrag\/reiser-wolf_freiwild\">Lettre International<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Vers&ouml;hnung im Ersten Weltkrieg: Der &laquo;Weihnachtsfrieden&raquo; war keiner<\/strong><br>\nIn dieser Woche wird vielfach an die Verbr&uuml;derung von deutschen und alliierten Soldaten w&auml;hrend der Weihnachtstage 1914 an der Westfront erinnert. Die Geschichte hat eine bemerkenswerte Resistenz bewiesen. Sie hat in der europ&auml;ischen Erinnerung an den Ersten Weltkrieg soweit es eine solche &uuml;berhaupt gibt ihren festen Platz. Soldaten, die sich &uuml;ber die Gr&auml;ben hinweg die H&auml;nde reichen, sind ein starkes Bild. Tats&auml;chlich taugen die Ereignisse vom Dezember 1914 aber nur wenig als Beispiel f&uuml;r die R&uuml;ckbesinnung auf Menschlichkeit und Verst&auml;ndigung. Um das zu verstehen, muss man allerdings den Blick auf die Realit&auml;ten des Kampfes im Stellungskrieg werfen: Warum verliessen die Soldaten &uuml;berhaupt ihre Gr&auml;ben?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/international\/europa\/warum-der-weihnachtsfrieden-keiner-war-1.18449794?extcid=Newsletter_23122014_Top-News_am_Morgen\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> In der Tat, kaum eine Zeitung lie&szlig; die Gelegenheit aus, diese Ereignisse als einen Sieg der Humanit&auml;t zu feiern. Mir kommt das einwenig wie in dem jetzt ver&ouml;ffentlichten Bericht &uuml;ber die Folterpraxis der CIA vor, in dem geschildert wird, dass viele Agenten die Misshandlungen kaum ertragen konnten und beim Zusehen geweint und geschluchzt h&auml;tten. &ndash; Sie habe dennoch weiter gemacht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Ein Aufruf an die europ&auml;ische Politik<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Akademie der Wissenschaften und K&uuml;nste fordert eine &ldquo;Neugestaltung der europ&auml;ischen Politik&rdquo;. le Boh&eacute;mien dokumentiert das Memorandum.<br>\nIn dem von mehreren Wissenschaftlern verfassten Memorandum wird Europa die schwerste Krise seit dem Zweiten Weltkrieg attestiert. Gefordert wird die Schaffung einer europ&auml;ischen Identit&auml;t, als auch grundlegende Reflexionen in der Wirtschafts-, Finanz-, und Familienpolitik. Kritisiert wird eine Politik der &ldquo;wirtschaftlichen St&auml;rke&rdquo; ohne Visionen. Stattdessen, so unter anderem der EASA-Pr&auml;sident Felix Unger, solle die Besserung der sozialen Lage, eine Bek&auml;mpfung der Ungleichheit sowie eine R&uuml;ckbesinnung auf Demokratie und humanistische Werte Ziel der EU sein. Auf dem Spiel st&uuml;nden nicht zuletzt die &ldquo;Errungenschaften der europ&auml;ischen Wissenschaft und Kultur&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/le-bohemien.net\/2014\/12\/18\/ein-aufruf-die-europaeische-politik\/\">le Boh&eacute;mien<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (OP\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-24419","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24419","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=24419"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24419\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":24423,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24419\/revisions\/24423"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=24419"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=24419"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=24419"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}