{"id":24441,"date":"2015-01-05T09:32:30","date_gmt":"2015-01-05T08:32:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24441"},"modified":"2015-01-05T11:52:13","modified_gmt":"2015-01-05T10:52:13","slug":"hinweise-des-tages-2283","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24441","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24441#h01\">Pegida<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24441#h02\">Griechenland-Neuwahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24441#h03\">Russland\/Ost-West-Konflikt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24441#h04\">Weihnachtsansprache 2014<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24441#h05\">Fachkr&auml;ftemangel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24441#h06\">Piketty spricht einzig von der Verm&ouml;gensteuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24441#h07\">Joseph E. Stiglitz: Ungleichheit und das amerikanische Kind<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24441#h08\">10 Jahre Hartz IV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24441#h09\">Linkspartei fordert sozialpolitischen Neustart &ndash; Lohndumping dank Mindestlohnl&uuml;cken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24441#h10\">Gr&uuml;ne wegen Spenden der R&uuml;stungsindustrie in Erkl&auml;rungsnot<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24441#h11\">Krieg in Afghanistan: Obamas geheime Todeslisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24441#h12\">S&auml;chsische Abschiebepraxis &ndash; ein himmelschreiender Skandal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24441#h13\">Wird das Mittelmeer zum Massengrab?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24441#h14\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24441#h15\">10 Tage unter Dschihadisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24441#h16\">AfD: Zwischen Wettbewerbskorporatismus und rechtem Kulturkampf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24441#h17\">Gibt es eine amerikanische Ideologie?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24441#h18\">Demonstration in Stuttgart gegen Pegida &ndash; Montag, 5. Januar, 17 Uhr &ndash; Schlossplatz Stuttgart<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24441#h19\">zu guter Letzt: Volker Pispers: &ldquo;&hellip; bis neulich 2014&rdquo; <\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24441&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Pegida<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Angriff unter Applaus<\/strong><br>\nIn Dresden sollen Pegidisten migrantische Jugendliche angegriffen haben. Eine Strafanzeige wollte die Polizei jedoch nicht aufnehmen. [&hellip;]<br>\nDunkles Veilchen und geprellte Rippen &ndash; die Verletzungen von Wadha (Nachname der taz bekannt) sind die sichtbaren Spuren des Angriffs in Dresden. Er fand nach der letzten Kundgebung der Pegida am 22. Dezember 2014 statt, die 15-j&auml;hrige Wahda geh&ouml;rte zu einer Gruppe Jugendlicher mit Migrationshintergrund. Der &Uuml;bergriff geschah &bdquo;unter dem Applaus von Passanten&ldquo;, sagt Danilo Starosta vom Kulturb&uuml;ro Sachsen. Eine Anzeige wollte die Polizei nicht aufnehmen, berichtet er, &bdquo;sie glaubten ihr nicht&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!152095\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers L.H.:<\/strong> Allersp&auml;testens jetzt sollte sich jeder PEGIDA-Demonstrant noch einmal dar&uuml;ber Gedanken machen, ob es wirklich das ist, was er mit seiner Teilnahme an den PEGIDA-Demonstrationen unterst&uuml;tzen m&ouml;chte. Oder ob sein Unmut &uuml;ber die pers&ouml;nliche Situation, &uuml;ber die gesamtgesellschaftliche Situation oder die Ingoranz der Politik gegen&uuml;ber den Problemen der Bev&ouml;lkerung nicht an anderer, besserer Stelle zum Ausdruck gebracht werden m&uuml;sste.<\/em><br>\n<em> Niemand kann mehr den Satz von sich geben &ldquo;Ich habe nichts gegen Ausl&auml;nder.&rdquo;, wenn er gleichzeitig beifallklatschend der Jagd gegen Ausl&auml;nder (oder ausl&auml;ndisch Aussehende) beiwohnt oder sein Demo-Nachbar nach der Demonstration andere Menschen k&ouml;rperlich angreift.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung AM:<\/strong> Das Verhalten der Dresdner Polizei ist ein Beleg f&uuml;r das typische Doppelspiel der Union: in der Neujahrsansprache beklagt die CDU-Vorsitzende und Kanzlerin Merkel das Auftreten von Pegida, meines Erachtens zu Recht; aber zur gleichen Zeit versch&auml;rft die CSU ihre Kampagnen gegen Fl&uuml;chtlinge und die CDU gef&uuml;hrte Landesregierung in Dresden dr&uuml;ckt ein Auge zu: ihre Polizei sch&uuml;tzt die &ndash; zum Teil ausl&auml;ndischen &ndash; Jugendlichen weder gegen die rechten Schl&auml;gertrupps noch hat sie ein Interesse an einer Strafverfolgung. Das geh&ouml;rt zum Gesamtbild der Union und ihrer Doppelstrategie. Wir kennen das schon aus dem Umgang mit dem Morden der NSU.<\/em><\/p>\n<p><strong>Zum Thema auch: Interview: Hetzjagd auf Migranten in Dresden<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.addn.me\/nazis\/interview-hetzjagd-auf-migranten-in-dresden\/\">ADDN<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Eine Studie im Auftrag der Planungsabteilung des Bundeskanzleramtes vom Februar 1980 ergab: 13 Prozent der Wahlbev&ouml;lkerung haben &bdquo;ein ideologisch geschlossenes rechtsextremes Weltbild&ldquo;, fast die H&auml;lfte davon (sechs Prozent) akzeptieren gewaltsamen Protest.<\/strong><br>\nDie SINUS-Studie &ldquo;Rechtsextreme politische Einstellungen in der Bundesrepublik Deutschland&rdquo; wurde mit der repr&auml;sentativen Stichprobe von 6978 Personen Ende Februar 1980 abgeschlossen. Eine Ver&ouml;ffentlichung erfolgte im Sommer 1980 als rororo-aktuell. Die Studie rief vor allem unter Christdemokraten und rechtskonservativen Emp&ouml;rung hervor.  Experten sagten dagegen: Ergebnisse haben nicht &uuml;berrascht. Besonderes Detail: die rechtsextremen Einstellungen waren bei J&uuml;ngeren (18 &ndash; 21) weniger verbreitet als bei &Auml;lteren (60 &ndash; 69).<br>\nAm 8. Mai 1981 erschien auf Seite 3 der &bdquo;Zeit&ldquo; dazu ein Artikel des legend&auml;r kompetenten und einf&uuml;hlsamen Journalisten Rolf Zundel. Aus aktuellem Anlass wird auf diesen Artikel im Folgenden verwiesen und verlinkt:<br>\nDie SINUS-Studie &uuml;ber den Rechtsradikalismus hat Staub aufgewirbelt. Kritiker behaupten: Sie beleidigt das deutsche Volk\n<p>Keine Gefahr von rechts?<br>\nDer Blick auf militante Au&szlig;enseiter ergibt ein falsches Bild: Extremismus ist l&auml;ngst in die politische Auseinandersetzung eingegangen.<br>\nEin Bote, der unangenehme Nachrichten &uuml;berbringt, darf selten auf freundliche Aufnahme rechnen &ndash; schon gar nicht, wenn die Nachricht von dunklen Stellen im politischen Bewu&szlig;tsein handelt, die mit einem Zaun von Tabus verstellt sind. In diese Rolle ist unversehens das Sozialwissenschaftliche Institut Nowak und Soergel (SINUS) geraten, das im Auftrag des Kanzleramts eine Untersuchung &uuml;ber &bdquo;rechtsextreme politische Einstellungen in der Bundesrepublik Deutschland&ldquo; anfertigte. Ihre wichtigsten Ergebnisse: 13 Prozent der Wahlbev&ouml;lkerung haben &bdquo;ein ideologisch geschlossenes rechtsextremes Weltbild&ldquo;, fast die H&auml;lfte davon (sechs Prozent) akzeptieren gewaltsamen Protest.<br>\nDer Innenminister von Schleswig-Holstein, Uwe Barschel, hielt &bdquo;derartige Ver&ouml;ffentlichungen f&uuml;r geeignet, dem Ansehen der Deutschen im Ausland zu schaden&ldquo;. Solange die Autoren dieser Studie nicht ihre Methoden offenlegten, sei &bdquo;es eine Beleidigung unseres Volkes, pauschal von 13 Prozent Rechtsextremisten zu sprechen, zumal bei den Wahlen rechtsradikale Gruppierungen weniger als ein Prozent der Stimmen erhalten haben&ldquo;. Die Gef&auml;hrlichkeit des Rechtsextremismus bestehe darin, da&szlig; schwer kontrollierbare Einzelpersonen oder kleinste Gruppen spontan sinnlose Gewaltaktionen untern&auml;hmen.<br>\n&hellip;<br>\nAls politische Organisation ist der Rechtsextremismus isoliert in der Bundesrepublik, als Einstellungsmuster hat er l&auml;ngst in die normale politische Auseinandersetzung Eingang gefunden. Der Populismus von Strau&szlig; (f&uuml;r Margaret Thatcher oder Ronald Reagan gilt &auml;hnliches) hat dieses Einstellungsmuster durchaus miteinbezogen. Da mag man je nach politischem Standort dar&uuml;ber streiten, ob damit ein rechter Extremismus angeheizt oder ob er politisch domestiziert und ungef&auml;hrlich gemacht werde. Nur eins kann man nicht behaupten: Rechtsextremismus sei eine Sache weniger militanter Au&szlig;enseiter. Dies zu erkennen w&auml;re jedenfalls n&uuml;tzlicher, als sich dieser Erkenntnis mit dem Hinweis auf angebliche methodische Fehler zu entziehen oder sich dagegen mit dem Satz zu verbarrikadieren, hier werde das deutsche Volk beleidigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/1981\/20\/keine-gefahr-von-rechts\/komplettansicht\">ZEIT<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Harsche Kritik von Ex-Innenminister Friedrich &ndash; Merkel f&uuml;r &ldquo;Pegida&rdquo; mitverantwortlich?<\/strong><br>\nEx-Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich hat Kanzlerin Angela Merkel f&uuml;r das Erstarken der islamkritischen Bewegung &ldquo;Pegida&rdquo; und der rechtskonservativen Partei AfD mitverantwortlich gemacht. &ldquo;Wenn Sie mich vor ein paar Jahren gefragt h&auml;tten, h&auml;tte ich gesagt: Wir putzen die weg, indem wir ihnen die Themen wegnehmen&rdquo;, sagte Friedrich dem Nachrichtenmagazin &ldquo;Der Spiegel&rdquo;.<br>\nMerkel habe sich aber entschieden, der SPD und den Gr&uuml;nen Themen wegzunehmen. &ldquo;Denken Sie nur an den planlosen Ausstieg aus der Kernenergie oder die Einf&uuml;hrung der doppelten Staatsangeh&ouml;rigkeit&rdquo;, erg&auml;nzte der amtierende Vize-Unionsfraktionschef Friedrich. Dies sei &ldquo;kurzfristig erfolgreich, wie die Meinungsumfragen zeigen. Langfristig ist es ein verheerender Fehler, der zur Spaltung und Schw&auml;chung des b&uuml;rgerlichen Lagers f&uuml;hren kann.&rdquo;<br>\nMit Blick auf die Pegida-Bewegung sagte Friedrich: &ldquo;Ich glaube, dass wir in der Vergangenheit mit der Frage nach der Identit&auml;t unseres Volkes und unserer Nation zu leichtfertig umgegangen sind.&rdquo; Da m&uuml;sse umgedacht werden, auch in der CSU.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/friedrich-merkel-101.html%20\">tageschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es war klar, dass Friedrich sich eines Tages f&uuml;r seinen Rauswurf an Merkel (und sicher auch noch an der SPD) r&auml;chen w&uuml;rde. Interessanter ist, das er ganz offen zugibt, dass die CDU bzw. seine CSU die Pegida Demonstranten dadurch aufgesogen hat, dass sie deren Themen (Parolen) weggenommen hat. Das hei&szlig;t doch: Die CDU\/CSU haben bisher die ausl&auml;nderfeindlichen und nationalistischen Ressentiments der Pegida-Demonstranten bedient. Wenigstens gibt das endlich einer zu.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Lutz Bachmann war &ldquo;Bild&rdquo;-Leserreporter &ndash; &ldquo;Pegida&rdquo; und die &ldquo;L&uuml;genpresse&rdquo;<\/strong><br>\nTausendfach ert&ouml;nt der Ruf in Dresden: &bdquo;L&uuml;genpresse&ldquo; skandieren die Demonstranten bei den mont&auml;glichen &bdquo;Pegida&ldquo;-Demonstrationen. Der Ruf ist Ausdruck eines gest&ouml;rten Verh&auml;ltnisses zu angeblichen &bdquo;Mainstreammedien&ldquo;, die &ndash; noch vor Politikern &ndash; als Hassobjekt Nummer eins erscheinen. Umso erstaunlicher ist, dass sich der Organisator der Proteste, Lutz Bachmann, auf der Internetseite seiner Dresdner PR- und Fotoagentur &bdquo;Hotpepperpix&ldquo; einer &bdquo;engen Zusammenarbeit mit namhaften Medien aus aller Welt&ldquo; r&uuml;hmt.<br>\nDer mehrfach vorbestrafte &bdquo;Pegida&ldquo;-Chef hebt dabei &bdquo;vor allem&ldquo; den Axel-Springer-Verlag hervor, in dem unter anderem die &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung erscheint. Die Kooperation &bdquo;versetzt uns in die Lage, kompetent, schnell und flexibel auf die teilweise ausgefallenen W&uuml;nsche unseres Klientels zu reagieren&ldquo;, schreibt Bachmann.<br>\nDer Springer-Verlag zeigt sich &uuml;berrascht &uuml;ber die Angaben Bachmanns. Denn so eng, wie der &bdquo;Pegida&ldquo;-Chef die Zusammenarbeit darstellt, ist sie offenbar nicht. &bdquo;Herr Bachmann hat &uuml;ber die letzten Jahre ein paar Fotos an ,Bild&rsquo; verkauft&ldquo;, sagt Verlagssprecherin Sandra Petersen auf Tagesspiegel-Anfrage. T&auml;tig gewesen sei er &bdquo;lediglich als 1414-Leserreporter, wie sehr viele andere ,Bild&rsquo;-Leser auch&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/lutz-bachmann-war-bild-leserreporter-pegida-und-die-luegenpresse\/11161832.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Leipziger Pegida-Ableger mit offen rechten Forderungen<\/strong><br>\nLegida will bei Protestmarsch Ende von &raquo;Multikulti und Kriegsschuldkult&laquo; verlangen<br>\nDer Leipziger Ableger der ausl&auml;nderfeindlichen Pegida-Bewegung, Legida, hat sich knapp zwei Wochen vor einem angek&uuml;ndigten Aufmarsch in Leipzig mit offen rechten Forderungen an die &Ouml;ffentlichkeit gewandt. In einem auf der Legida-Internetseite verbreiteten Positionspapier wird eine &raquo;Abkehr von der Multikultur und St&auml;rkung bzw. Wiedererlangung unserer nationalen Kultur&laquo; verlangt. &raquo;Insbesondere der islamischen Religion&laquo; will man &raquo;jedwede Missionierung, extremistische Auslebung ihres Glaubens und Unterwanderung unserer Glaubenskultur&laquo; untersagen. Die Integration von Fl&uuml;chtlingen wollen die Lediga-Organisatoren auf &raquo;sehr wenige Ausnahmef&auml;lle&laquo; beschr&auml;nken, bei denen absehbar sei, &raquo;dass der Fl&uuml;chtling l&auml;ngerfristig Asyl erhalten muss&laquo;. Gefordert wird weiterhin ein striktes Einwanderungsgesetz etwa nach dem Vorbild der USA oder der Schweiz. Das Strafrecht soll versch&auml;rft werden. Eine weitere Forderung lautet &raquo;Beendigung des Kriegsschuldkultes und der Generationenhaftung&laquo; und bewegt sich eindeutig im Dunstkreis rechtsradikaler Agitation. Neben zahlreichen weiteren Forderungen werden auch die &raquo;sofortige Einstellung staatlicher Finanzierungen von au&szlig;erparlamentarischen politischen Vereinigungen&laquo; sowie eine &raquo;Reform des Gleichstellungsgesetzes (Gender Mainstreaming)&laquo; verlangt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/957301.leipziger-pegida-ableger-mit-offen-rechten-forderungen.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Euch stellen wir an die Wand&rdquo; &ndash; Medien berichten &uuml;ber &Uuml;bergriffe gegen Journalisten bei PEGIDA- und HOGESA-Demos<\/strong><br>\nWie FAZ und Tagesspiegel berichten, kam es Berlin und Dortmund zu gewaltt&auml;tigen &Uuml;bergriffen aus der rechten Szene gegen Journalisten. In Berlin wurde das Auto eines Fotografen angez&uuml;ndet, in Dortmund wurde das Haus eines Lokalreporters mit Farbbeuteln beworfen. Au&szlig;erdem seien Journalisten auf Kundgebungen der Bewegungen PEGIDA (&ldquo;Patriotische Europ&auml;er gegen eine Islamisierung des Abendlandes&rdquo;) und HOGESA (&ldquo;Hooligans gegen Salafisten&rdquo;) bedroht worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2014\/12\/31\/euch-stellen-wir-an-die-wand-medien-berichten-ueber-uebergriffe-gegen-journalisten-bei-pegida-und-hogesa-demos\/\">Meedia<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Griechenland-Neuwahlen<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>&ldquo;Neuwahlen sind eine Chance&rdquo;<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here griechische Au&szlig;enminister Dimitrios Droutsas sieht in den vorgezogenen Parlamentswahlen eine Chance f&uuml;r sein Land. Der Sozialist warnte im DLF davor, das Linksb&uuml;ndnis Syriza zu stigmatisieren. Eine Zusammenarbeit mit den Linkspopulisten schloss er nicht aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/griechenland-neuwahlen-sind-eine-chance.694.de.html?dram:article_id=307393\">Deutschlanfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>Neuwahlen: Warum die Griechen-Krise die M&auml;rkte kaltl&auml;sst<\/strong><br>\nGriechenland ist faktisch pleite &ndash; und keinen interessiert&rsquo;s. Drei Gr&uuml;nde f&uuml;r die neue Coolness der Investoren. (&hellip;)<br>\nNoch vor zweieinhalb oder drei Jahren h&auml;tte ein solches Szenario an den Finanzm&auml;rkten Panik ausgel&ouml;st. Damals f&uuml;rchtete man, ein Schuldenschnitt in Griechenland werde auch andere Krisenl&auml;nder der Eurozone in Bedr&auml;ngnis bringen. Entsprechend verlangten die Investoren pl&ouml;tzlich hohe Risikoaufschl&auml;ge f&uuml;r italienische oder spanische Staatsanleihen. (&hellip;)<br>\nWas also hat sich ge&auml;ndert seit den Hochzeiten der Eurokrise?<br>\nDas Versprechen der EZB<br>\nDie Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) hat den Finanzm&auml;rkten klargemacht, dass sie den Euro verteidigen will. EZB-Pr&auml;sident Mario Draghi trug im Juli 2012 mit seinen bekannt gewordenen Worten, man werde &ldquo;alles Erforderliche&rdquo; tun, um den Euro zu retten, erheblich zur Beruhigung der Lage an den Finanzm&auml;rkten bei. Seitdem hat die EZB ihre Geldpolitik deutlich gelockert und die Leitzinsen auf das Rekordtief von 0,05 Prozent gesenkt. (&hellip;)<br>\nDer R&uuml;ckzug der europ&auml;ischen Banken<br>\nBeim Ausbruch der Eurokrise im Jahr 2010 f&uuml;rchteten die Kapitalm&auml;rkte vor allem die Auswirkungen einer griechischen Staatspleite auf den europ&auml;ischen Bankensektor. Besonders die franz&ouml;sischen Gro&szlig;banken BNP Paribas und Soci&eacute;t&eacute; G&eacute;n&eacute;rale waren damals stark in dem Land engagiert. Im Fr&uuml;hjahr 2012 verzichteten private Gl&auml;ubiger Griechenlands, darunter auch Banken, auf die R&uuml;ckzahlung von 100 Milliarden Euro Schulden. Heute sind die meisten europ&auml;ischen Banken dagegen nicht mehr nennenswert in Griechenland engagiert.<br>\nDie Erfolge der &uuml;brigen Krisenl&auml;nder<br>\nNeben Griechenland mussten w&auml;hrend der Euro-Krise auch Portugal, Irland und Zypern gest&uuml;tzt werden. Spanien erhielt Milliardenhilfen f&uuml;r seine angeschlagenen Banken. In den meisten dieser L&auml;nder hat sich die Lage seitdem verbessert. Portugal und Irland haben ihre Staatsfinanzen aufpoliert. In Spanien ist die Wirtschaft zuletzt wieder kr&auml;ftig gewachsen. Nur in Frankreich und Italien sind kaum Fortschritte zu verzeichnen. Hier drohen am ehesten neue Krisen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/griechenland-neuwahlen-lassen-finanzmaerkte-kalt-a-1010812.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> Abgesehen davon, dass die Finanzm&auml;rkte viel mit Psychologie und weniger mit &ouml;konomischen und\/oder politischen Realit&auml;ten zu tun haben, d&uuml;rfte die zweite Antwort (der &ldquo;R&uuml;ckzug der europ&auml;ischen Banken&rdquo;) von entscheidender Bedeutung sein f&uuml;r die Beantwortung der Frage, was sich &ldquo;seit den Hochzeiten der Eurokrise&rdquo; ge&auml;ndert habe.<\/em><br>\n<em>Es sollte an dieser Stelle nicht vergessen werden, dass die Krise in Europa keine Euro-, sondern vielmehr eine Bankenkrise ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Spardiktat: Wof&uuml;r m&uuml;ssen die Griechen leiden?<\/strong><br>\nWenn ein Volk zur Wahl geht, ist das der Moment der W&uuml;rde in der Demokratie. Es sei denn, das Volk k&ouml;nnte links w&auml;hlen &ndash; wie in Griechenland. Dann protestiert das Kapital, und die W&uuml;rde der Wahl ist keinen Euro mehr wert.<br>\nWer herrscht in der Demokratie? Das Volk oder das Kapital? Keine Frage, sollte man meinen. Denn die Demokratie unterscheidet sich von der Diktatur durch die Wahlen. Darauf ist der Westen stolz. Es sei denn, ein Volk droht links zu w&auml;hlen. Dann emp&ouml;ren sich unsere &ouml;ffentlich-rechtlichen &ldquo;Tagesthemen&rdquo; &uuml;ber die Demokratie der Griechen: &ldquo;Und schon wieder wollen sie w&auml;hlen!&rdquo; Und die &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung t&ouml;nt: &rdquo; Angela Merkel darf sich das nicht bieten lassen!&rdquo; Die Kanzlerin solle den Griechen klarmachen, &ldquo;was Deutschland von einer k&uuml;nftigen griechischen Regierung zu Recht erwartet&rdquo;. Demokratie muss man sich offenbar leisten k&ouml;nnen. Und die Griechen sind pleite. Also sollen sie gef&auml;lligst das W&auml;hlen bleiben lassen. Was f&uuml;r eine Anma&szlig;ung!<br>\nIm Gegenteil: Griechenland k&ouml;nnte zum Hoffnungszeichen der Demokratie in Europa werden. Ex oriente lux! In der Euro-Krise hat die Demokratie in Europa einen autorit&auml;ren Charakter angenommen. Der damalige Pr&auml;sident der EU-Kommission, Manuel Barroso, sagte 2011, die M&auml;rkte seien ungeduldig: &ldquo;Die Demokratie ist zu langsam.&rdquo; Das lastet schwer auf dem Kontinent. Die Demokratie verkam zur Herrschaft von Experten durch Experten f&uuml;r Experten &ndash; nicht mehr Lincolns Satz von der &ldquo;Regierung des Volkes durch das Volk und f&uuml;r das Volk&rdquo; gilt, sondern Lenins vom &ldquo;Komitee zur Regelung der Angelegenheiten der Bourgeoisie&rdquo;.<br>\nDie Eurokrise dauert nun f&uuml;nf Jahre. Sie ist l&auml;ngst zur chronischen Krankheit geworden. Das Sparrezept von Frau Dr. Merkel verf&auml;ngt nicht. Griechenland wird am 25. Januar w&auml;hlen. Eine linke Regierung k&ouml;nnte dann die gl&uuml;cklosen Chef&auml;rzte des Neoliberalismus das F&uuml;rchten lehren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/augstein-kolumne-griechenland-und-seine-schulden-a-1010909.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Deutsche Medien erfinden Bank-Run in Griechenland<\/strong><br>\nIm Rahmen der Panikmache vor einer SYRIZA-Regierung in Griechenland erfand die Propaganda-Maschinerie der deutschen Medien kurzerhand einen Bankensturm.<br>\nMit rei&szlig;erischen Schlagzeilen wie &ldquo;Griechenlands Sparer heben Milliarden ab&rdquo; (Spiegel), &ldquo;Griechen versorgen sich mit Bargeld&rdquo; (Handelsblatt), &ldquo;Griechen heben Milliardensumme ab&rdquo; (Focus), &ldquo;Besorgte Griechen heben Milliarden von Konten ab&rdquo; (Welt), die auf breiter Basis unbesehen aufgegriffen, nachgeplappert und reproduziert werden, versucht die deutsche Propagandamaschine angesichts eines sich als wahrscheinlich abzeichnenden Wahlsiegs der SYRIZA in Griechenland Angst und Panik vor den &ldquo;Linken&rdquo; zu sch&uuml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.griechenland-blog.gr\/2015\/01\/deutsche-medien-erfinden-bank-run-in-griechenland\/2134115\/\">Griechenland-Blog<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Der Hunger ist zur&uuml;ckgekehrt&rdquo;<\/strong><br>\nDass der griechische Linkspopulist Alexis Tsipras gew&auml;hlt werde, ist keine Gefahr f&uuml;r die Union, sondern eine Chance, nicht nur f&uuml;r Griechenland selbst. Eine vehemente Widerrede zu Joschka Fischers Kommentar im Standard vom 30. 12. des vergangenen Jahres<br>\nAm vorletzten Tag des Jahres 2014 hat der einstige deutsche Au&szlig;enminister Joschka Fischer im Standard einen unerwartet kl&auml;glichen Kommentar ver&ouml;ffentlicht. Dieses Versagen eines Politikers, der einst auf die Rolle des Rebellen abonniert war, ist psychologisch aufschlussreich, weil es vor Augen f&uuml;hrt, dass die Gelegenheit, mit den M&auml;chtigen der Welt von gleich zu gleich zu verkehren, auch jenen nicht guttut, von denen man geglaubt h&auml;tte, dass sie sich ihr Denken nicht gar so rasch vom Jargon der Macht zersetzen lassen. Wichtiger ist, dass die Fischer&rsquo;sche Warnrede zudem zeigt, wie die vermeintlichen Retter der Europ&auml;ischen Union diese in Wahrheit jenem Abgrund n&auml;her treiben, vor dem sie warnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/2000009961838\/Der-Hunger-ist-zurueckgekehrt\">derstandard.at<\/a>\n<p><strong>Zum Thema auch: Robert Misik &ndash; Demokratie? Aber nur, wenn sie die M&auml;rkte nicht nerv&ouml;s macht<\/strong><br>\nGriechenland w&auml;hlt, die M&auml;rkte f&uuml;rchten sich vor einem Regierungswechsel hin zur linken Syriza<br>\nGriechenland steht vor den Wahlen, und Europas gesammeltes Polit- und Medienestablishment trommelt, dass die korrupten Konservativen nur ja nicht abgew&auml;hlt werden d&uuml;rfen. Denn ein Regierungswechsel hin zur linken Syriza-Partei w&auml;re ja f&uuml;rchterlich gef&auml;hrlich. Da k&ouml;nnten ja glatt die M&auml;rkte nerv&ouml;s werden.<br>\nAber was bedeutet eine solche Rhetorik eigentlich f&uuml;r unsere zeitgen&ouml;ssische Demokratie? Es darf schon gew&auml;hlt werden, aber nat&uuml;rlich nur solange, solange nichts anderes als die Merkel-Politik gew&auml;hlt wird. &ldquo;Marktkonforme Demokratie&rdquo;, hat Merkel selbst das in beklemmender Offenheit genannt. W&auml;hlen ohne Wahlm&ouml;glichkeiten. Es schleichen sich immer mehr antidemokratische Postulate in den politischen Diskurs. Erstaunlich eigentlich, dass die Idee der Demokratie selbst immer noch allgemein hochgehalten wird.<br>\nMan stelle sich nur vor: Vor deutschen Wahlen w&uuml;rde irgendein EU-Regierungschef drohen, wenn die Deutschen abermals Merkel w&auml;hlen, dann ist ein Austritt Deutschlands aus der Eurozone wohl &ldquo;unvermeidlich&rdquo;. Das Skandal-Geschrei w&auml;re endlos &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/2000009991773\/Demokratie-Aber-nur-wenn-sie-die-Maerkte-nicht-nervoes-macht?ref=article\">derStandard.at<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Russland\/Ost-West-Konflikt<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Putins Medienkrieg?<\/strong><br>\nUnsinn. Westliche Medien sch&uuml;ren mit Halbwahrheiten und Propaganda Feindseligkeit.<br>\nDer Medienkrieg gegen Russland begann 2013 mit W&ouml;rtern wie &bdquo;prorussisch&ldquo; und &bdquo;Putin-Versteher&ldquo;, die unmissverst&auml;ndlich als Schimpfw&ouml;rter verwendet wurden. Damit war eine Frontlinie gezogen. Wer fortan f&uuml;r Russland, namentlich f&uuml;r Pr&auml;sident Putin Verst&auml;ndnis &auml;u&szlig;erte, setzte sich dem Verdacht aus, auf die gegnerische Seite getreten zu sein. Das Etikett &bdquo;prorussisch&ldquo; wurde zun&auml;chst dem gew&auml;hlten ukrainischen Pr&auml;sidenten Janukowitsch angeklebt, weil er angesichts drohender Nachteile und vieler Risiken gez&ouml;gert hatte, sein Land der Europ&auml;ischen Union anzuschlie&szlig;en.<br>\nF&uuml;r &bdquo;prorussisch&ldquo; wurden dann auch hiesige Warner vor antirussischer Stimmungsmache und schlie&szlig;lich alle diejenigen Einwohner der ostukrainischen Regionen Donezk und Lugansk erkl&auml;rt, die nach dem Kiewer Putsch im Februar 2014 &ndash; alarmiert durch Ank&uuml;ndigungen antirussischer Gesetze &ndash; mit gro&szlig;er Mehrheit f&uuml;r die Trennung von der Ukraine gestimmt hatten. Tonangebende westeurop&auml;ische Politiker und Publizisten &uuml;bten starken Druck auf Janukowitsch aus und beschuldigten zugleich Putin, er setze Janukowitsch unter Druck. So stand Putin von vorn herein als Hauptfeind da. Aber einige Kommentatoren &auml;u&szlig;erten anfangs noch Verst&auml;ndnis f&uuml;r ihn. Sie erinnerten daran, dass Russland bei der Vereinigung der beiden deutschen Staaten und der Aufl&ouml;sung des Warschauer Pakts eindeutige Zusagen erhalten hatte, die NATO werde sich nicht nach Osten ausdehnen. Inzwischen hatte das nordatlantische B&uuml;ndnis jedoch schon mehrere ehemalige Mitgliedsl&auml;nder des Warschauer Pakts aufgenommen. Mehr noch: Die NATO-F&uuml;hrungsmacht USA besteht darauf, Europa mit einem Raketeng&uuml;rtel zu teilen, der m&ouml;glichst dicht an der russischen Grenze installiert werden soll &ndash; ein Projekt, das Russland beunruhigen muss.<br>\nWer von uns verlangt, die andere Seite gar nicht erst verstehen zu wollen, gibt damit zu erkennen, dass er keinen friedlichen Interessenausgleich w&uuml;nscht. Mit den Schimpfw&ouml;rtern &bdquo;pro-russisch&ldquo; und &bdquo;Putin-Versteher&ldquo; werden wir auf Feindseligkeit verpflichtet, auf Krieg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/rubriken\/aussen-und-sicherheitspolitik\/artikel\/putins-medienkrieg-710\/\">IPG<\/a><\/li>\n<li><strong>Welt vor neuem Weltkrieg?<\/strong><br>\nWas braucht die kriselnde und instabile kapitalistische One World derzeit am dringendsten? Bessere Atomwaffen selbstverst&auml;ndlich! Mitte November k&uuml;ndigte das US-Verteidigungsministerium an, binnen der n&auml;chsten Dekade 355 Milliarden US-Dollar in die Modernisierung des Atomwaffenarsenals der Vereinigten Staaten zu investieren&hellip;.<br>\nDie USA sind nicht allein in ihrem Bem&uuml;hen, ihre nuklearen Massenvernichtungswaffen auf den neusten Stand der Technik zu bringen. Die Vereinigten Staaten &ldquo;m&uuml;ssen weiterhin glaubw&uuml;rdig bleiben&rdquo;, erkl&auml;rte Maj. Gen. Sandra Finan, Kommandeurin der Nuklearstreitkr&auml;fte der US-Airforce anl&auml;sslich der Ank&uuml;ndigung dieses Modernisierungsprogramms, da &ldquo;rivalisierende M&auml;chte Milliarden in die Verbesserung und Modernisierung ihrer nuklearen Systeme investieren&rdquo;. Finan deutete damit auf das russische R&uuml;stungsprogramm, das Milit&auml;rausgaben von rund 560 Milliarden US-Dollar binnen der n&auml;chsten sechs Jahre vorsieht &ndash; an die 25 Prozent dieser Summe sind f&uuml;r das milit&auml;rische Nuklearprogramm Russlands vorgesehen. Im vergangenen September f&uuml;hrte Russland einen erfolgreichen Test einer neuen Interkontinentalrakete durch.<br>\nMag die Weltwirtschaft schw&auml;cheln, der Atombombenbau hat derzeit Hochkonjunktur&hellip;<br>\nDie nukleare Aufr&uuml;stung oder Modernisierung ist mitunter schon l&auml;nger geplant gewesen, sie wird aber aufgrund der aktuellen geopolitischen Entwicklung forciert. Die milit&auml;rische Mobilisierung und die damit einhergehenden Drohgeb&auml;rden zwischen den Machtbl&ouml;cken nehmen seit Monaten zu. Nachdem die NATO damit begonnen hat, in Reaktion auf die Annexion der Krim eine neue schnelle Eingreiftruppe f&uuml;r Osteuropa aufzustellen und US-Truppen ins Baltikum zu verlegen, sind die russischen Luftstreitkr&auml;fte zu einer massiven Ausweitung ihrer Aktivit&auml;ten &uuml;bergegangen, die seit dem Ende des Kalten Krieges nicht mehr zu beobachten gewesen war&hellip;<br>\nWarnungen vor einem Gro&szlig;krieg zwischen Ost und West ert&ouml;nen nicht nur in Moskau, auch westliche Analytiker warnen vor einer unkontrollierbaren Eskalation. Helge Luras, Direktor des norwegischen Thinktanks Centre for International and Strategic Analysis (SISA), sieht die Gro&szlig;m&auml;chte in einen Nuklearkrieg schlafwandeln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/43\/43631\/1.html%20\">Tomasz Konicz in Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Passend dazu: Putin fasst Milit&auml;rdoktrin neu &ndash; Atomwaffeneinsatz zur Verteidigung m&ouml;glich<\/strong><br>\nDie Doktrin hat einen deutlich gepr&auml;gten Verteidigungscharakter und sieht keinen atomaren Erstschlag vor. Zugleich wurden in die Doktrin neue Punkte aufgenommen wie der Schutz der Interessen Russlands in der Arktis, die Unterhaltung der Verb&uuml;ndetenbeziehungen zu Abchasien und S&uuml;dossetien oder die Abwendung der Gefahr privater ausl&auml;ndischer Milit&auml;rfirmen.<br>\nMoskau beh&auml;lt sich das Recht vor, einen &Uuml;berfall auf Russland oder seine Verb&uuml;ndeten unter Einsatz von Atomwaffen oder anderen Massenvernichtungswaffen ebenfalls mit Atomwaffen abzuwenden. Das gilt auch f&uuml;r eine Aggression unter Einsatz herk&ouml;mmlicher Waffen, falls dabei die Existenz des Staates bedroht wird.<br>\nDie Neufassung der Doktrin basiert auf dem Bestreben, keine nuklearen oder beliebigen sonstigen Milit&auml;rkonflikte zuzulassen. Die Kernwaffen bleiben nach wie vor der wichtigste Faktor bei der Verhinderung von Kriegen &ndash; nuklearen und konventionellen.<br>\nLaut Doktrin ist die Wahrscheinlichkeit eines gro&szlig; angelegten Krieges gegen Russland zur&uuml;ckgegangen. Zugleich nimmt die milit&auml;rische Gefahr in einigen Richtungen zu. Milit&auml;rische Bedrohungen verlagern sich immer mehr in den Informationsraum und in die innere Sph&auml;re des Landes.<br>\nAls eine Hauptgefahr gilt auch die Aktivit&auml;t der Terroristen sowie Organisationen und Personen, die auf die Unterh&ouml;hlung der Souver&auml;nit&auml;t, der Einheit und territorialen Integrit&auml;t des Landes gerichtet ist.<br>\nDie Aufstellung einer globalen Raketenabwehr durch die USA, ihr Konzept des &bdquo;globalen Schlags&ldquo; und Pl&auml;ne Washingtons, Waffen auch im Weltraum zu stationieren, wurden in der Doktrin als &auml;u&szlig;ere milit&auml;rische Gefahren f&uuml;r Russland eingestuft. In n&auml;chster Zeit wird Russland ad&auml;quat auf diese Bedrohungen reagieren.<br>\nDie Aufstockung des milit&auml;rischen Potentials der NATO und die Destabilisierung der Lage in einigen Regionen gelten ebenfalls als ernstzunehmende Bedrohungen f&uuml;r Russland&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.sputniknews.com\/politik\/20141227\/300400568.html\">Sputnik News<\/a><\/li>\n<li><strong>Merkel nach Moskau<\/strong><br>\nDer Westen scheint zunehmend ratlos zu sein. Irgendwie hat die EU selbst, ohne es zu merken, die Krise durch die Assoziierungsabkommen mit Kiew beschleunigt. Nun schwankt der Westen zwischen Eind&auml;mmung und Entspannung. Aber sowohl aggressives Containment als auch Entspannungspolitik stammen aus dem falschen Schnittmuster. Denn dieser Konflikt hat weniger mit dem Kalten Krieg gemein als mit einem geopolitischen Konflikt des 19. Jahrhunderts. Deshalb ist es so verquer, Putin mit antitotalit&auml;rem Furor als Erbe Stalins bek&auml;mpfen zu wollen &ndash; oder umgekehrt voller Friedenswillen in Moskau das Opfer der Nato zu vermuten. Putin steht vielmehr in der Tradition v&ouml;lkischen, gro&szlig;russischen Denkens. Deshalb ist die westeurop&auml;ische Rechte Russland so zugeneigt&hellip;<br>\nDie EU sollte eine diplomatische Offensive ins Auge fassen. Gescheit w&auml;re es, Moskau verbindlich zuzusichern, dass Kiew nicht Nato-Mitglied wird &ndash; falls Russland aufh&ouml;rt, in der Ostukraine zu z&uuml;ndeln. Es ist falsch, wie Matthias Platzeck meinte, die Annektion der Krim einfach anzuerkennen. Aber die Krim wird Teil eines Deals sein. Denkbar sind eine Abstimmung auf der Krim unter OSZE-Kontrolle und verbindliche Minderheitenrechten. Dass die Krim wieder ukrainisch wird, ist Traumt&auml;nzerei. Face the facts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2014%2F12%2F27%2Fa0238&amp;cHash=b63253413365834c71884d3bffc0e1f1\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>US-Repr&auml;sentantenhaus erm&auml;chtigt Obama zum Atomschlag gegen Russland<\/strong><br>\nDer kanadische Friedenswissenschaftler Michel Evgenij Chossudovsky hatte am 5. Dezember 2014 [1] ver&ouml;ffentlicht, dass das US-Repr&auml;sentantenhaus einen Tag davor Pr&auml;sident Obama auf operativer Ebene f&uuml;r einen Krieg gegen Russland erm&auml;chtigt hatte. Dass die Warnung von Chossudovsky in den US-<br>\nMedien unterdr&uuml;ckt wird, muss nicht verwundern. Dass aber diese der Atomkriegsgefahr von 1983 vergleichbare dramatische neue Lage hier bisher fast keine Resonanz gefunden hat, ist furchtbar.<br>\nHier Titel und Aufmacher -Text der Chossudovsky-Warnung:<br>\n&bdquo;Amerika auf einem &raquo;Hei&szlig;en Kriegspfad&laquo;: Repr&auml;sentanten-Haus ebnet per Gesetzgebung den Weg f&uuml;r den Krieg mit Russland?<br>\nZwar befindet sich ein Weltkrieg-Drei-Szenario auf dem Rei&szlig;brett des Pentagon seit mehr als zehn Jahren, jetzt ist ein milit&auml;risches Vorgehen gegen Russland auf einer &raquo;operativen Ebene&laquo;in Erw&auml;gung gezogen worden. In &auml;hnlicher Weise haben sowohl der Senat als auch das Repr&auml;sentantenhaus eine Gesetzgebung beschlossen, die die Legitimation f&uuml;r die Durchf&uuml;hrung eines m&ouml;glichen Kriegesgegen Russland liefert.&ldquo;<br>\nIm Artikel ist der komplette Wortlaut des Beschlusses H. Res. 758nachlesbar. Dieser<br>\nbedeutet gr&uuml;nes Licht f&uuml;r den US-Pr&auml;sidenten und den Oberbefehlshaber, ohne Kongress-Genehmigung eine milit&auml;rische Konfrontation mit Russland zu beginnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stattweb.de\/files\/civil\/Doku20141228.pdf%20\">Neue Rheinische Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Zun&auml;chst die m&ouml;glicherweise f&uuml;r eine solche Erm&auml;chtigung zu einem Atomschlag einschl&auml;gigen Passagen, <a href=\"https:\/\/www.congress.gov\/bill\/113th-congress\/house-resolution\/758\/text\">der Resolution 758 vom 4. Dezember 2014<\/a>:<\/em><\/p>\n<blockquote>\n<ul>\n<li><em>Whereas the political, military, and economic aggression against Ukraine and  other countries by the Russian Federation underscores the enduring  importance of the North Atlantic Treaty Organization (NATO) as the cornerstone of collective Euro-Atlantic defense;<\/em><\/li>\n<li><em>Whereas the United States reaffirms its obligations under the North Atlantic Treaty, especially Article 5 which states that &ldquo;an armed attack against one or more&rdquo; of the treaty signatories &ldquo;shall be considered an attack  against them all&rdquo;;&hellip;<\/em><br>\n<em>&hellip; the House of Representatives<\/em><br>\n<em>(6) calls on the President to cooperate with United States allies and partners in Europe and other countries around the world to refuse to recognize any de jure or de facto sovereignty of the Russian Federation over Crimea, its airspace, or its territorial waters;&hellip;<\/em><br>\n<em>(9) calls on the President to cooperate with United States allies and partners in Europe and other countries around the world to impose visa bans, targeted asset freezes, sectoral sanctions, and other measures on the Russian Federation and its leadership with the goal of compelling it to end its violation of Ukraine&rsquo;s sovereignty and territorial integrity, to remove its military forces and equipment from Ukrainian territory, and to end its support of separatist and paramilitary forces;&hellip;<\/em><br>\n<em>(10) calls on the President to provide the Government of Ukraine with lethal and non-lethal defense articles, services, and training  required to effectively defend its territory and sovereignty;<\/em><br>\n<em>(11) calls on the President to provide the Government of Ukraine with appropriate intelligence and other relevant information in a timely manner to assist the Government of Ukraine to defend its territory and sovereignty;<\/em><br>\n<em>(12) calls on North Atlantic Treaty Organization (NATO) allies and United States partners in Europe and other nations around the world to suspend all military cooperation with Russia, including prohibiting the sale to the Russian Government of lethal and non-lethal military equipment;<\/em><br>\n<em>(13) reaffirms the commitment of the United States to its obligations under the North Atlantic Treaty, especially Article 5, and calls on all Alliance member states to provide their full share of the resources needed to ensure their collective defense; urges the President, in consultation with Congress, to conduct a review of the force posture, readiness, and responsibilities of United States Armed Forces and the forces of other members of NATO to determine  if the contributions and actions of each are sufficient to meet the obligations of collective self-defense under Article 5 of the North  Atlantic Treaty and to specify the measures needed to remedy any deficiencies;..<\/em><br>\n<em>(16) urges the President to publicly hold the Russian Federation accountable for violations of its obligations under the Intermediate-Range Nuclear Forces (INF) Treaty and to take action to bring the Russian Federation back into compliance with the Treaty;<\/em><br>\n<em>(17) urges the President to work with Asian, European, and other allies to develop a comprehensive strategy to ensure the Russian Federation is not able to gain any benefit by its development of military systems that violate the INF Treaty;<\/em><br>\n<em>(18) believes the emplacement by the Russian Federation of its nuclear weapons on Ukrainian territory would constitute a provocative and destabilizing move;<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/blockquote>\n<p><em>Diese Resolution strotzt voller aggressiver und einseitiger Aussagen. So wird z.B. einfach so behauptet, dass das Flugzeug der Malaysia Airlines MH 17 von einer Rakete der von Russland unterst&uuml;tzten  separatistischen Kr&auml;fte zerst&ouml;rt worden sei, dass allein die Unterst&uuml;tzung der Separatisten durch die Russischen F&ouml;deration zu 4.000 get&ouml;teten Zivilisten, hundert Tausenden zivilen Fl&uuml;chtlingen und gro&szlig;fl&auml;chiger Zerst&ouml;rung gef&uuml;hrt habe. Die Opfer und Sch&auml;den, die durch Kiewer Truppen und Freisch&auml;rler verursacht wurden und die &bdquo;starke Unterst&uuml;tzung&ldquo; der US dabei, bleiben unerw&auml;hnt. Die Resolution belegt auch die bedingungslose Unterst&uuml;tzung der Kiewer Regierung durch die US und sie belegt die propagandistischen Bem&uuml;hungen der US auf Russland und andere L&auml;nder Einfluss auszu&uuml;ben. <\/em><\/p>\n<p><em>Ich stimme zwar dem <a href=\"http:\/\/www.informationclearinghouse.info\/article40384.htm\">Vorwurf von Chossudovsky<\/a> und Dietrich Schulze zu, dass diese Resolution Kriegstreiberei beinhaltet und einen &ouml;ffentlichen Aufschrei h&auml;tte hervorrufen m&uuml;ssen. Man kann diese Resolution sogar als &bdquo;a de facto green light to the US president and commander in chief to initiate &ndash; without congressional approval &ndash; a process of military confrontation with Russia&ldquo; bezeichnen.<\/em><br>\n<em>Der &Uuml;bertreibung in der Neuen Rheinischen Zeitung, dass das US-Repr&auml;sentantenhaus Obama erm&auml;chtigt h&auml;tte einen Atomschlag gegen Russland zu f&uuml;hren, h&auml;tte es nicht bedurft. Der aggressive Ton der Resolution ist be&auml;ngstigend genug.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung JB:<\/strong> Derartige Meldungen zur Resolution 758 geistern bereits seit Wochen durchs Netz. Erstaunlich ist, dass sich kaum ein Autor einmal die M&uuml;he gemacht hat, die Resolution selbst zu lesen. Stattdessen hat man sich in einer Erregungsspirale gegenseitig mit Alarmismen &uuml;bertroffen. Die ausgehende Interpretation der Resolution, auf die nahezu alle dieser Meldungen aufbauen, stammt &uuml;brigens vom ultraliberalen US-Politik Ron Paul, der auch in der Vergangenheit schon h&auml;ufiger durch derartige Verdrehungen in Szene getreten ist.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Weihnachtsansprache 2014<\/strong><br>\nGuten Abend aus dem Schloss Bellevue. Ich w&uuml;nsche Ihnen allen, wo immer Sie jetzt zuschauen, ein frohes Weihnachtsfest!<br>\nIn diesen festlichen Tagen beschenken wir uns gegenseitig. Durch gute W&uuml;nsche und Besuche zeigen wir: Wir geh&ouml;ren zusammen &ndash; als Familie, als Freunde, als Nachbarn. Wir brauchen diese Bindungen. Denn Gl&uuml;ck und Erf&uuml;llung erfahren wir, wenn wir anderen zukommen lassen, was wir selber f&uuml;r uns erhoffen: Aufmerksamkeit, N&auml;he und Zuwendung.<br>\nLiebe Mitb&uuml;rgerinnen und Mitb&uuml;rger, wir stehen am Ende eines Jahres, das uns viel Grund zur Freude bietet: Deutschland hat mehr Arbeit als je zuvor, es ist im Ausland beliebt wie nie, und Fu&szlig;ball-Weltmeister sind wir auch.<br>\nZugleich aber blicken wir zur&uuml;ck auf ein Jahr voller Friedlosigkeit, auf Kriege, B&uuml;rgerkriege, Terror und Mord, sogar unter Berufung auf die Religion. Fast t&auml;glich h&ouml;ren wir von get&ouml;teten Menschen. Das Elend der unz&auml;hligen Heimatlosen und Vertriebenen steht uns vor Augen.<br>\nWenn wir dann die weihnachtliche Botschaft h&ouml;ren: &ldquo;Friede auf Erden!&rdquo;, so klingt sie in diesem Jahr besonders dringlich. Denn wir sp&uuml;ren: Kein Friede ist selbstverst&auml;ndlich. Jeder Frieden, ja, auch der, den wir bei uns gl&uuml;cklich und in Freiheit erleben, ist kostbar.<br>\nUnser Land ist heute ein Land des Friedens. Deshalb: Wo wir dazu beitragen k&ouml;nnen, dass Frieden erhalten oder gestiftet, dass Leid gelindert und eine bessere Zukunft gebaut werden kann, sollten wir alles tun, was in unserer Macht steht. Unsere Kultur, unsere Demokratie steht gegen Unfrieden, Hass und todbringende Gewalt.<br>\nEine menschliche Gesellschaft braucht die t&auml;gliche Achtung voreinander und das t&auml;gliche Achtgeben aufeinander. Nur so schafft sie ein friedvolles Miteinander. Dieses Gebot kennen auch alle Religionen, es verbindet und verpflichtet uns alle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundespraesident.de\/SharedDocs\/Reden\/DE\/Joachim-Gauck\/Reden\/2014\/12\/141225-Weihnachtsansprache-2014.html\">Der Bundespr&auml;sident<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> Diese Rede eines deutschen Bundespr&auml;sidenten ist ganz offensichtlich f&uuml;r die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger des Landes gedacht, die einem christlichen Glauben anh&auml;ngen. Wei&szlig; Herr Gauck gar nicht, dass hierzulande viele Menschen leben, die anderen religi&ouml;sen Glaubensrichtungen folgen? Wei&szlig; er auch nicht, dass auch viele deutsche B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger sich vom christlichen Glauben verabschiedet und nicht selten s&auml;kularen Werten verschrieben haben?<\/em><br>\n<em>Kein Wort von toten Fl&uuml;chtlingen im Mittelmeer, vom sozialen Unfrieden, der hierzulande vorherrscht. Die NachDenkSeiten verweisen st&auml;ndig auf die zunehmende soziale Ungleichheit; zwei aktuelle Beispiele:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24318#h02\">20,3 % der Bev&ouml;lkerung Deutschlands von Armut oder sozialer Ausgrenzung betroffen &ndash; Anteil EU-weit bei 24,5 %<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24286#h12\">DGB: Umgehungsversuche beim Mindestlohn &ldquo;Sauerei&rdquo;<\/a><\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Aber auch aus rein evangelischer Perspektive hinkt diese Rede des Bundespr&auml;sidenten seinen M&ouml;glichkeiten weit hinterher.<\/em><br>\n<em>Hier &ndash; zum Vergleich &ndash; Ausz&uuml;ge aus zwei aktuellen Reden von Landesbischof Heinrich Bedford-Strom:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n<em>&ldquo;Ich bin dankbar, dass ich heute hier sein darf. Der Grund daf&uuml;r ist in jedem Falle ein menschlicher: weil es einfach gut ist, mit Menschen aus ganz unterschiedlichen L&auml;ndern zusammen zu sein. Meine eigene Familie ist ja international. Ich bin der einzige in der Familie, der nur einen deutschen Pass hat. Meine Familie geh&ouml;rt zu den Familien in Deutschland mit &bdquo;Migrationshintergrund&ldquo;. (&hellip;)<\/em><br>\n<em>Viele fliehen in Nachbarl&auml;nder. Allein in dem kleinen Land Libanon leben &uuml;ber 1 Million Fl&uuml;chtlinge.<\/em><br>\n<em>Und einige kommen auch zu uns nach Deutschland. Viele von Ihnen haben einen langen Weg hinter sich gebracht, bevor Sie hier in Deutschland angekommen sind. Vielleicht haben Sie gef&auml;hrliche Situationen erlebt und Angst gehabt. Vielleicht haben Sie und Ihre Familie Geld, vielleicht sogar viel Geld, bezahlen m&uuml;ssen, um nach Europa zu kommen. Und vielleicht hat man Ihnen dabei viele falsche Versprechungen gemacht. Und nun warten Sie hier darauf, dass m&ouml;glichst bald &uuml;ber Ihren Asylantrag entschieden wird.&rdquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em><a href=\"http:\/\/www.bayern-evangelisch.de\/www\/landesbischof\/downloads\/ELKB_Landesbischof_Predigt_Heiligabend_Bayernkaserne_2014-12-24.pdf\">Predigt am Heiligabend 2014 im Gottesdienst mit Fl&uuml;chtlingen in M&uuml;nchen [PDF &ndash; 66 KB]<\/a><\/em><br>\n<em>sowie<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n<em>&ldquo;Das christliche Europa hat heute die Aufgabe, seinen Umgang mit Fl&uuml;chtlingen so neu zu ordnen, dass kein Mensch mehr im Mittelmeer ertrinken muss. Es muss zu einer Kraft in der Welt werden, die mit fairen Handelsbeziehungen und internationalen Beziehungen auf Augenh&ouml;he dazu beitr&auml;gt, dass Menschen nicht mehr fliehen m&uuml;ssen. Dann wird das europ&auml;ische Friedensprojekt zu einem Weltfriedensprojekt. Wenn Menschen heute in ganz unterschiedlichen Projekten ihr Geld oder ihre Zeit teilen mit Menschen, die in Not sind, dann m&ouml;gen das nur kleine Schritte sein. So wie der Weihnachtsfrieden damals zwischen den deutschen und den englischen Soldaten. Aber es k&ouml;nnte zur Keimzelle von etwas viel Gr&ouml;&szlig;erem werden: einer Welt, in der alle Menschen in W&uuml;rde leben k&ouml;nnen.&rdquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em><a href=\"http:\/\/www.bayern-evangelisch.de\/www\/landesbischof\/downloads\/ELKB_Landesbischof_Predigt_Weihnachten_St._Matthaeus_Muenchen_2014-12-25.pdf\">Weihnachtspredigt in St. Matth&auml;us, M&uuml;nchen, am 25. Dezember 2014 [PDF &ndash; 100 KB]<\/a><\/em><br>\n<em>Diese Rede unseres Staatsoberhauptes kann also auch aus evangelischer Perspektive besch&auml;mend sein, denn sie folgt der offiziellen Linie dieser Bundesregierung und dieser Bundespr&auml;sident denkt z.B. ausdr&uuml;cklich auch an Soldaten.<\/em><br>\n<em>Aber hatte nicht gerade er auf der letzten M&uuml;nchener Sicherheitskonferenz dazu angeregt, dass insbesondere Deutschlands Soldaten sich &ldquo;fr&uuml;her, entschiedener und substantieller einbringen&rdquo; sollten? <a href=\"http:\/\/www.bundespraesident.de\/SharedDocs\/Reden\/DE\/Joachim-Gauck\/Reden\/2014\/01\/140131-Muenchner-Sicherheitskonferenz.html\">Er&ouml;ffnung der 50. M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz<\/a><\/em><\/p>\n<p><strong>passend dazu: St&auml;rker zusammenhalten<\/strong><br>\n2014 sei ein Jahr, das anders verlaufen sei, als vorgestellt. Mit diesen Worten leitet Bundeskanzlerin Merkel ihre Neujahrsansprache ein, in der sie neben zuk&uuml;nftigen Herausforderungen auch die weltweiten Krisen des vergangenen Jahres benennt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundeskanzlerin.de\/Content\/DE\/Artikel\/2014\/12\/2014-12-31-merkel-ansprache-neujahr.html\">Die Bundeskanzlerin<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> Wer diese Neujahrsansprache geh&ouml;rt (oder z.B. <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/neujahrsansprache-angela-merkel-2014-im-wortlaut-a-1010884.html\">hier Dokumentation: Neujahrsansprache von Angela Merkel im Wortlaut<\/a> nachgelesen) hat, kann den Eindruck gewinnen, dass die Bundeskanzlerin in einem v&ouml;llig anderen Land lebt.<\/em><br>\n<em>Ihre Anspielung auf die Fussball-Weltmeisterschaft war nicht wirklich &uuml;berraschend, jedoch vollkommen daneben:<\/em><br>\n<em>Es sind mindestens 20,3 % der Bev&ouml;lkerung Deutschlands von Armut oder sozialer Ausgrenzung betroffen &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24318#h02\">Anteil EU-weit bei 24,5 %<\/a>. Diesen von Armut und Ausgrenzung betroffenen Bev&ouml;lkerungsteil erw&auml;hnt &ldquo;unsere Bundeskanzlerin&rdquo; mit keinem Wort. Von einem &ldquo;Zusammenhalt&rdquo; wie ihn Frau Merkel betont, kann in diesem Lande also keine Rede sein. Notwendig w&auml;re eine Umverteilung von oben nach unten, die jedoch insbesondere von dieser Gro&szlig;en Koalition nicht zu erwarten ist.<\/em><br>\n<em>Auch ihr Bezug auf Fl&uuml;chtlinge\/Zuwanderung stimmt nicht hoffnungsfroh: Das Problem ist u.a., dass aus Sicht nicht weniger Menschen ein Begriff wie Demokratie inzwischen als eine Chiffre f&uuml;r Niedergang begriffen wird. Es ist zu vermuten, dass diese Rede weniger durch ihren Inhalt, sondern durch die (recht gro&szlig;e) mediale Aufmerksamkeit das Gegenteil dessen bewirkt, was sie offiziell wohl bezwecken soll: Angst vor Zuwanderung zu nehmen. Stattdessen k&ouml;nnte sie wie &ldquo;Wasser auf die M&uuml;hlen&rdquo; derer wirken, die diese Angst gerade sch&uuml;ren (wollen).<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Fachkr&auml;ftemangel<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Unseren t&auml;glichen Fachkr&auml;ftemangel gib uns heute!<\/strong><br>\nWirtschaftslobbyisten m&uuml;ssen sich nicht sorgen, dass die Vierte Macht im Staat ihr Sto&szlig;gebet erh&ouml;rt. Deutschlands Medien streuen immer wieder kritiklos die Ergebnisse sogenannter Studien von INSM, IW, Bertelsmann Stiftung &amp; Co. unters Volk&hellip;<br>\nWer gelegentlich durch die Kommentarspalten unter den betreffenden Artikeln scrollt, egal ob in der taz oder in der FAZ, stellt fest, dass die gro&szlig;e Mehrheit der Online-Kommentatoren den Fachkr&auml;ftemangel f&uuml;r eine Fata Morgana h&auml;lt, &auml;hnlich wie der &Ouml;konom Karl Brenke vom Deutschen Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW). Wenn gerade einmal keine neue &ldquo;Studie&rdquo; zur Verf&uuml;gung steht, wird Brenke von unseren Qualit&auml;tsmedien gerne einmal zum Interview eingeladen.<br>\nRegelm&auml;&szlig;ig macht er dann darauf aufmerksam, so wie hier, dass es mit dem Fachkr&auml;ftemangel nicht so weit her sein kann, wenn die L&ouml;hne kaum steigen. Denn in einer Marktwirtschaft schlage sich die Knappheit eines Guts &uuml;blicherweise in h&ouml;heren Preisen nieder. Angesichts der enorm gestiegenen Absolventenzahlen in den naturwissenschaftlich-technischen F&auml;chern warnt Brenke sogar vor einer Fachkr&auml;fteschw&auml;mme. Die zunehmende Besch&auml;ftigung von Ingenieuren als Leiharbeiter (Ingenieure als Leiharbeiter) und die Herabsetzung des Mindesteinkommens f&uuml;r ausl&auml;ndische Ingenieure und IT-Experten auf 35.000 Euro im Jahr h&auml;lt er f&uuml;r Belege, dass es in Wahrheit vor allem darum geht, L&ouml;hne zu dr&uuml;cken.<br>\nGift f&uuml;r die Propaganda w&auml;re es, wenn nicht nur auf den Nachdenkseiten oder Telepolis, sondern auch in den etablierteren Medien &ouml;fter die naheliegenden Zusammenh&auml;nge zwischen Zu- und Abwanderung und die Gr&uuml;nde daf&uuml;r dargestellt w&uuml;rden. M&ouml;glicherweise k&auml;me der Eine oder Andere dann sogar auf die Idee, dass Fachkr&auml;ftemangel auch sein Gutes haben k&ouml;nnte, h&ouml;here L&ouml;hne und bessere Arbeitsbedingungen zum Beispiel. Ja, es k&ouml;nnte gar die Erkenntnis reifen, dass Fachkr&auml;ftemangel, wenn es ihn denn gibt, zuallererst ein Problem der betroffenen Unternehmen ist und erst dann eines der Gesellschaft, wenn die Unternehmen ihren Teil dazu getan haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/40\/40189\/1.html%20\">Hans D. Rieveler in Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Fachkr&auml;ftemangel ist jetzt schon dramatisch<\/strong><br>\nDer Fachkr&auml;ftemangel ist nicht l&auml;nger Utopie. Die aktuellen Engpasszahlen des IW K&ouml;ln zeigen dramatische Personall&uuml;cken auf. F&uuml;r einige Branchen sind die Probleme schon jetzt praktisch unl&ouml;sbar.<br>\nZahlreiche Unternehmen finden kein geeignetes Personal f&uuml;r freie Stellen. Im September 2014 gab es in 139 von 615 Berufsgruppen in Deutschland nicht gen&uuml;gend Fachkr&auml;fte. Das geht aus der Studie &ldquo;Fachkr&auml;fteengp&auml;sse in Unternehmen&rdquo; des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW K&ouml;ln) hervor, die der &ldquo;Welt&rdquo; vorab vorliegt.<br>\nBesonders im Bereich &ldquo;Gesundheit, Soziales und Bildung&rdquo; sowie &ldquo;Bau- und Geb&auml;udetechnik&rdquo; fehlt es an qualifizierten Arbeitskr&auml;ften. In beiden Bereichen gibt es laut Studie je 26 Engpassberufe. Im Gesundheits- und Sozialsektor ist der Bedarf in zw&ouml;lf Berufen besonders stark. Hier haben sich weniger als 100 Arbeitslose auf je 100 offene Stellen der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit gemeldet. Ebenfalls Mangel herrscht im Bereich &ldquo;Energie, Elektro und Mechatronik&rdquo; sowie &ldquo;Logistik und Sicherheit&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article135924717\/Fachkraeftemangel-ist-jetzt-schon-dramatisch.html\">Die Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> 100 Arbeitslose pro 100 offene Stellen &ndash; das ist ja an Dramatik nicht mehr zu &uuml;berbieten, da findet ja (rein rechnerisch) jede Firma f&uuml;r alle Stellen einen Bewerber. Und da&szlig; es in den (mit) am schlechtesten zahlenden Berufsbereichen, &ldquo;Gesundheit, Soziales und Bildung&rdquo; sowie &ldquo;Bau- und Geb&auml;udetechnik&rdquo;, wo viele kaum oder gar nicht vom Lohn ihrer Arbeit leben k&ouml;nnen, relativ wenige Bewerber gibt, ist auch nur logisch. Die Konkurrenz um Bewerber mithilfe h&ouml;her bezahlter Angebote scheint in Deutschland inzwischen ausgestorben zu sein. Warum st&auml;nkert eigentlich ausgerechnet das IW gegen den (l&auml;cherlich niedrigen) Mindestlohn, wenn gleichzeitig angeblich Fachkr&auml;fte fehlen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Studie zur Altersstruktur in Engpassberufen ver&ouml;ffentlicht<\/strong><br>\n2,1 Millionen &auml;ltere Fachkr&auml;fte, die derzeit in sogenannten Engpassberufen arbeiten, gehen innerhalb der n&auml;chsten 15 Jahre in den Ruhestand. Zu diesem Ergebnis kommt die heute ver&ouml;ffentlichte Studie &ldquo;Fachkr&auml;fteengp&auml;sse in Unternehmen &ndash; Die Altersstruktur in Engpassberufen&rdquo; (PDF: 1.3 MB) des vom Bundesministerium f&uuml;r Wirtschaft und Energie gef&ouml;rderten Kompetenzzentrums Fachkr&auml;ftesicherung (KOFA). Dies stellt insbesondere kleine und mittlere Unternehmen vor besondere Herausforderungen&hellip;<br>\nF&uuml;r den September 2014 identifizieren die Wissenschaftler 139 sogenannte Engpassberufe, in denen derzeit 6,7 Millionen Fachkr&auml;fte besch&auml;ftigt sind. Das sind Berufe, in denen schon heute Fachkr&auml;fte schwer zu bekommen sind. Etwa jeder dritte dieser 6,7 Millionen Menschen ist 50 Jahre oder &auml;lter. Wenn diese Personen in Rente gehen, m&uuml;ssen in den deutschen Unternehmen 2,1 Millionen qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ersetzt werden. So muss in den n&auml;chsten Jahren allein f&uuml;r 230.000 Berufskraftfahrerinnen und -fahrer sowie 175.000 Krankenschwestern und -pfleger Ersatz gefunden werden.<br>\nDie Studie weist darauf hin, dass insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) von Fachkr&auml;fteengp&auml;ssen betroffen sind.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.bmwi.de\/DE\/Presse\/pressemitteilungen,did=677356.html\">Bundesministerium f&uuml;r Wirtschaft<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.bmwi.de\/BMWi\/Redaktion\/PDF\/F\/fachkraefteengpaesse-in-unternehmen,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf\">Die Studie [PDF &ndash; 1.3 MB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Man muss wissen, dass dieses vom Bundeswirtschaftsministerium gef&ouml;rderte &bdquo;Kompetenzzentrum Fachkr&auml;ftesicherung (KOFA)&ldquo; beim arbeitgeberfinanzierten Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in K&ouml;ln angesiedelt ist.<\/em><br>\n<em>Und die Studien, die aus diesem Hause kommen, sind vom erkenntnisleitenden Interesse bis zur Methodenwahl in aller Regel an den Interessen der Wirtschaft orientiert.<\/em><br>\n<em>Es ist bekannt, dass die Alarmmeldungen &uuml;ber den &bdquo;Fachkr&auml;ftemangel&ldquo; zur &uuml;blichen Arbeitgeberpropaganda geh&ouml;ren, um ausl&auml;ndische &bdquo;Fachkr&auml;fte&ldquo; anzuwerben, um die Reservearmee an Arbeitskr&auml;ften gro&szlig; genug zu halten und um damit die L&ouml;hne zu dr&uuml;cken. Dazu lohnt es sich nochmals den &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/reportage-dokumentation\/dokus\/sendung\/hr\/die-story-im-ersten-der-arbeitsmarktreport100.html\">Arbeitsmarktreport &ndash; das M&auml;rchen vom Fachkr&auml;ftemangel<\/a>&ldquo; anzuschauen.<\/em><br>\n<em>Auch diese KOFA-Studie stellt eher ein Ablenkungsman&ouml;ver dar. Der Frage, warum es trotz nach wie vor hoher Arbeitslosigkeit, obwohl Millionen von Menschen sich mehr Arbeit w&uuml;nschen und obwohl die Unterbesch&auml;ftigung bei 4 Millionen liegt, bei den in der Studie genannten &bdquo;Engpassberufen&ldquo;, also etwa in der Kranken- und Altenpflege, bei den Gesundheitsberufen, bei Berufskraftfahrern  Engp&auml;sse gibt, wird in dieser Studie nicht weiter nachgegangen. Dabei liegen die Gr&uuml;nde auf der Hand: Es liegt an der geringen Bezahlungen, bei schlechten Arbeitsbedingungen und einer dementsprechend hohen Quote der oft aus gesundheitlichen Gr&uuml;nden ausscheidenden Arbeitskr&auml;fte.<\/em><br>\n<em>Auch die Klage &uuml;ber Engp&auml;sse bei Berufen mit Hochschulabschluss ist solange unglaubw&uuml;rdig, so lange Informatiker oder Ingenieure, die &uuml;ber 50 Jahre sind und arbeitslos werden, kaum eine Chance haben eine neue ad&auml;quate Arbeitsstelle zu bekommen.<\/em><br>\n<em>Im &Uuml;brigen d&uuml;rften, selbst wenn man die Annahmen dieser Studien teilt, Engp&auml;sse erst in etwa 15 Jahren auftreten. W&uuml;rde man in den Mangelberufen ordentliche L&ouml;hne zahlen und &bdquo;gute Arbeit&ldquo; gew&auml;hrleisten, so w&auml;re es sicherlich kein Problem Menschen zu finden, die sich in dieser Zeit f&uuml;r diese Berufe ausbilden lassen.<\/em><br>\n<em>Gerade so als w&auml;re es eine koordinierte Medienkampagne pl&auml;dierte der von der Arbeitgeberseite kommende Chef der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA), Frank-J&uuml;rgen-Weise, f&uuml;r zus&auml;tzliche Anreize, damit Menschen freiwillig bis 70 Arbeiten k&ouml;nnen.<\/em><br>\n<em>Und auch der Vorsitzende der CDU-Sozialaussch&uuml;sse (CDA) stimmte in diesen Chor f&uuml;r eine flexible Altersgrenze (nat&uuml;rlich jenseits der 67) Jahre ein. Die Arbeitgeberseite nimmt also Rache f&uuml;r die Rente mit 63 nach 45 Versicherungsjahren. Nach einer Umfrage der &ldquo;Leipziger Volkszeitung&rdquo; (LVZ) <a href=\"http:\/\/de.reuters.com\/article\/idDEKBN0KB0MY20150102\">lehnen allerdings bundesweit 78 Prozent der B&uuml;rger die Rente mit 70 ab<\/a>. Mehr als die H&auml;lfte der Arbeitnehmer ist f&uuml;r einen <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22201\">flexiblen Renteneintritt zwischen 60 und 64<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2014-02\/Erwerbsquote-Menschen-Ueber60\">weniger als die H&auml;lfte der Arbeitnehmer ist bis 65 erwerbst&auml;tig<\/a> und <a href=\"http:\/\/demographie-netzwerk.de\/trendthemen\/gesund-arbeiten-flexibel-in-rente\/der-mythos-von-der-arbeitsmarktstatistik.html\">nur jeder Dritte der 60- bis 64-J&auml;hrigen ist sozialversicherungspflichtig besch&auml;ftigt<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Piketty spricht einzig von der Verm&ouml;gensteuer<\/strong><br>\nMariana Mazzucato, &Ouml;konomie-Professorin in Sussex, fordert in ihrem Buch &ldquo;Das Kapital des Staates&rdquo; eine neue Sichtweise auf Innovation und Wachstum&hellip;<br>\nIch habe mir wachstumsstarke L&auml;nder angesehen und untersucht, wie sie das geschafft haben. Dabei zeigt sich, dass die Regierungen dieser L&auml;nder aktiv M&auml;rkte geschaffen und gestaltet haben. Wie die USA, die viel mehr tun als nur, wenn der Markt versagt, die damit einhergehenden Probleme nachtr&auml;glich zu l&ouml;sen. Wir sind heute wegen des Irrglaubens, ein aufgeblasener Staat sei wachstumshemmend, gar nicht mehr in der Lage, &uuml;ber die Notwendigkeit eines strategisch denkenden Staats zu sprechen&hellip;<br>\nIn der herk&ouml;mmlichen Erz&auml;hlung &uuml;ber die Unternehmensgeschichte wird dieser staatliche Anteil v&ouml;llig ausgeblendet. Und die Gewinne behalten sie sch&ouml;n f&uuml;r sich&hellip;<br>\nIn Europa wird dem schlanken Staat sogar noch viel schlimmer das Wort geredet. Deutschland sagt den schw&auml;cheren europ&auml;ischen Staaten wie Griechenland, Spanien oder Italien, sie m&uuml;ssten k&uuml;rzen, k&uuml;rzen, k&uuml;rzen, um wettbewerbsf&auml;hig zu werden. Sie verraten ihnen aber tunlichst nicht, dass man dazu Geld f&uuml;r so etwas wie das Fraunhofer-Institut ausgeben oder sich eine Investitionsbank wie die KfW zulegen muss&hellip; F&uuml;r gro&szlig;e Visionen braucht es den Staat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/berlin\/tazplan-kultur\/artikel\/?ressort=ku&amp;dig=2014%2F12%2F27%2Fa0053&amp;cHash=c436bfea8169e4f4b6a49177d2366ab9\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Joseph E. Stiglitz: Ungleichheit und das amerikanische Kind<\/strong><br>\nWie die USA durch Chancenungleichheit k&uuml;nftiges Potential verspielen&hellip;<br>\nDie USA mit ihrem stolz gepflegten Image als Land der unbegrenzten M&ouml;glichkeiten sollten eigentlich als motivierendes Beispiel f&uuml;r einen gerechten und aufgekl&auml;rten Umgang mit Kindern dienen. Doch stattdessen agiert man als Leuchtfeuer des Unverm&ouml;gens und tr&auml;gt zur weltweiten Passivit&auml;t im Bereich der Kinderrechte auf internationaler B&uuml;hne bei&hellip;<br>\nEtwa 14,5 Prozent der gesamten amerikanischen Bev&ouml;lkerung sind arm, wobei allerdings 19,9 Prozent der Kinder &ndash; etwa 15 Millionen in Armut leben. Nur Rum&auml;nien weist unter den entwickelten L&auml;ndern eine h&ouml;here Kinderarmut auf&hellip;<br>\n&Uuml;ber 38 Prozent der schwarzen Kinder und 30 Prozent der hispanischen Kinder sind arm. Das liegt nicht daran, dass sich die Amerikaner nicht um ihre Kinder k&uuml;mmern. Vielmehr hat es damit zu tun, dass Amerika in den letzten Jahrzehnten eine politische Agenda verfolgte, die ein hohes Ma&szlig; an Ungleichheit in der Wirtschaft zulie&szlig;, wodurch die am st&auml;rksten gef&auml;hrdeten Teile der Gesellschaft immer weiter zur&uuml;ckfallen&hellip;<br>\nTats&auml;chlich wird bei fast einem F&uuml;nftel der armen amerikanischen Kinder Asthma diagnostiziert. Dieser Wert liegt um 60 Prozent h&ouml;her als bei Kindern aus nicht armen Verh&auml;ltnissen. Lernschw&auml;chen treten bei Kindern aus Haushalten mit einem j&auml;hrlichen Einkommen von unter 35.000 Dollar beinahe doppelt so h&auml;ufig auf wie bei Kindern aus Haushalten mit einem Einkommen von &uuml;ber 100.000 Dollar&hellip;<br>\nUnd weil die Lebensperspektiven eines amerikanischen Kindes teilweise in h&ouml;herem Ma&szlig;e vom Einkommen und der Bildung der Eltern anh&auml;ngig sind als in anderen Industriel&auml;ndern, weisen die USA mittlerweile die geringste Chancengleichheit unter den Industriel&auml;ndern auf. An den meisten amerikanischen Eliteuniversit&auml;ten kommen beispielsweise nur etwa 9 Prozent der Studierenden aus der unteren Bev&ouml;lkerungsh&auml;lfte, aber 74 Prozent aus dem oberen Viertel&hellip;<br>\nSo verschwenden die USA einen Teil ihrer wertvollsten Ressourcen, wobei sich manche junge Menschen &ndash; die sich ihres R&uuml;stzeugs beraubt sehen &ndash; dysfunktionalen Aktivit&auml;ten zuwenden. Amerikanische Bundesstaaten wie Kalifornien geben f&uuml;r Gef&auml;ngnisse etwa gleich viel aus wie f&uuml;r h&ouml;here Bildung &ndash; und manche sogar mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/kolumne\/artikel\/ungleichheit-und-das-amerikanische-kind-722\/\">Internationale Politik und Gesellschaft &ndash; IPG<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>10 Jahre Hartz IV<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Heribert Prantl: Schikane per Gesetz<\/strong><br>\n2005 ist das Hartz-IV-Gesetz in Kraft getreten. Seitdem hat die Armut zugenommen. Es &uuml;berwacht und betrachtet Millionen Menschen als potenzielle Faulpelze &ndash; und passt nicht zu einem Staat, der sich Sozialstaat nennt&hellip;<br>\nDer Sanktionsparagraf 31 des Sozialgesetzbuchs II ist Kern und Zentrum des gesamten Hartz-Gesetzes &ndash; der l&auml;ngste Paragraf und offenbar der wichtigste: Wie kann man die Hartz-IV-Empf&auml;nger zwiebeln? Der Paragraf behandelt die Leute als potenzielle Faulpelze, denen man die Faulpelzerei auf Schritt und Tritt austreiben muss. Das trifft seit der Einf&uuml;hrung des Gesetzes vier bis f&uuml;nf Millionen Menschen j&auml;hrlich.<br>\nDie schwarze P&auml;dagogik, in der Kindererziehung verp&ouml;nt, hat Hartz IV also bei erwachsenen Menschen wieder eingef&uuml;hrt. Das Gesetz hat wieder eingef&uuml;hrt, was das Bundesverfassungsgericht abgeschafft hat: Der Betroffene steht in einem besonderen Gewaltverh&auml;ltnis zum Staat; er ist mehr Untertan als B&uuml;rger, er ist Objekt von staatlichem Paternalismus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/jahre-hartz-iv-schikane-per-gesetz-1.2281699\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Christoph Butterwegge: Wer arm ist, muss mit Misstrauen rechnen<\/strong><br>\nDie Furcht der Besitzenden ist umgeschlagen in Verachtung und mediale Verleumdung: Hartz IV hat nicht nur das Bild der Armen, sondern auch die deutsche Gesellschaft insgesamt ver&auml;ndert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/zehn-jahre-hartz-iv-wer-arm-ist-muss-mit-misstrauen-rechnen-1.2279912\">SZ<\/a>\n<p><strong>Dazu: Vom Sozial- zum Suppenk&uuml;chenstaat<\/strong><br>\nDer K&ouml;lner Sozialwissenschaftler Christoph Butterwegge &uuml;ber lebenslange Entw&uuml;rdigung durch Hartz IV<br>\nWohlstandschauvinismus und Sozialdarwinismus haben zugenommen. Die mediale Abwertung der Betroffenen als &raquo;Sozialschmarotzer&laquo; hat gewirkt &ndash; Transferleistungsempf&auml;nger z&auml;hlen f&uuml;r viele Angeh&ouml;rige der Mittelschicht nicht mehr zur &raquo;guten Gesellschaft&laquo;. Arbeitslosenhilfeempf&auml;nger galten als Menschen, die gearbeitet und in die Sozialversicherung eingezahlt und deshalb Anspruch auf Leistungen hatten. Nach Einf&uuml;hrung des Arbeitslosengeldes II waren es Menschen, die eine F&uuml;rsorgeleistung bekamen. Das war ein Umschalten von der Lebensstandard- auf blo&szlig;e Existenzsicherung. Vorher war der Anspruch, der Sozialstaat muss mich auffangen, wenn ich l&auml;nger arbeitslos bin. Heute herrscht die Auffassung, dass Betroffenen die Leistung nicht zusteht, au&szlig;er sie erbringen eine Gegenleistung, etwa einen Ein-Euro-Job. Hartz IV bedeutet den &Uuml;bergang vom Sozialversicherungs- zum Almosen- und Suppenk&uuml;chenstaat. Betroffenen wird im Jobcenter schon mal vorgeschlagen, sie sollten zur Lebensmitteltafel gehen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/956709.vom-sozial-zum-suppenkuechenstaat.html\">ND<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Zehn Jahre Armut per Gesetz<\/strong>\n<ul>\n<li>15 Millionen Menschen erhielten seit 2005 mindestens einmal Hartz IV.<\/li>\n<li>2005 waren 14,7 Prozent der Bundesb&uuml;rger von Armut bedroht &ndash; Ende 2013 bereits 15,5 Prozent.<\/li>\n<li>450 Milliarden Euro kostete die Sozialleistung bisher.<\/li>\n<li>Zwischen Januar 2007 und Dezember 2014 wurden rund sieben Millionen Sanktionen verh&auml;ngt.<\/li>\n<li>2005 gab es circa 39 000 Klagen gegen Bescheide oder Sanktionen. 2010 waren es rund 160 000 und im Mai 2014 lagen etwa 200 000 Klagen bei den Sozialgerichten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/956773.zehn-jahre-armut-per-gesetz.html\">ND<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>DGB gei&szlig;elt f&uuml;nf Kernfehler von Hartz IV<\/strong><br>\nZehn Jahre nach der Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe ziehen die Gewerkschaften eine vernichtende Bilanz. Die Reform habe kaum etwas gebracht, das System sei heillos &uuml;berfordert.<br>\nHartz IV ist f&uuml;r den Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) ein b&uuml;rokratisches System der Abschreckung, in dem viel gefordert, aber wenig gef&ouml;rdert wird. Die Reform sei verfehlt und &uuml;bersch&auml;tzt und habe die Eckpfeiler des Sozialstaats verschoben, hei&szlig;t es in der DGB-Analyse, die der &ldquo;Welt&rdquo; vorliegt. Es ist ein Totalverriss in f&uuml;nf Punkten:\n<ol>\n<li>&Uuml;bersch&auml;tzter Besch&auml;ftigungseffekt<\/li>\n<li>Ziel der R&uuml;ckkehr zum Arbeitsmarkt verfehlt<\/li>\n<li>F&ouml;rdern kommt zu kurz<\/li>\n<li>&Uuml;berfordertes System<\/li>\n<li>Angst vor dem sozialen Abstieg w&auml;chst<\/li>\n<\/ol>\n<p>Als Gegenma&szlig;nahme empfiehlt der DGB, Hartz IV zu entlasten und daf&uuml;r die Arbeitslosenversicherung auszubauen. Mit einem &ldquo;Mindest-Arbeitslosengeld&rdquo; k&ouml;nnte die Zahl derjenigen verringert werden, die direkt nach einem Jobverlust wieder in Hartz IV abrutschen.<br>\nAuch sozialversichert Besch&auml;ftigte, die mit Hartz IV aufstocken, sollten von der Arbeitslosenversicherung betreut werden, r&auml;t der DGB. Au&szlig;erdem m&uuml;sse die Arbeitsf&ouml;rderung ausgebaut werden, insbesondere die Mittel f&uuml;r Weiterbildung m&uuml;ssten erh&ouml;ht werden. Wer auf absehbare Zeit keine Chance auf einen regul&auml;ren Arbeitsmarkt hat, solle soziale Teilhabe in einer &ouml;ffentlich gef&ouml;rderten Besch&auml;ftigung erm&ouml;glicht werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article135727656\/DGB-geisselt-fuenf-Kernfehler-von-Hartz-IV.html\">Welt.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Welche politische Konsequenz zieht der DGB aus seiner Kritik?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Parit&auml;tischer fordert 485 Euro Regelsatz<\/strong><br>\nAls v&ouml;llig unzureichend kritisiert der Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband die Anhebung des Regelsatzes bei Hartz IV zum 1.1.2015 um lediglich acht Euro von 391 auf 399 Euro. Der Regelsatz sei &bdquo;mutwillig kleingerechnet&ldquo; und erf&uuml;lle nach wie vor nicht die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts, das zuletzt im Juli 2014 deutliche Nachbesserungen bei der Bedarfsermittlung gefordert hatte. Nach eigenen Berechnungen des Parit&auml;tischen sei eine Erh&ouml;hung des Regelsatzes um 24 Prozent auf 485 Euro notwendig, um das soziokulturelle Existenzminimum zu sichern&hellip;<br>\nDer Verband fordert die Bundesregierung auf, insbesondere z&uuml;gig f&uuml;r deutliche Verbesserungen bei der &Uuml;bernahme der Kosten f&uuml;r Haushaltstrom und Verkehr zu sorgen sowie wieder einen Rechtspruch auf einmalige Leistungen, etwa f&uuml;r M&ouml;bel und Hausrat, in Hartz IV zu verankern. Es sei nicht akzeptabel, dass die Bundesregierung auf entsprechende Aufforderungen des Bundesverfassungsgerichtes vom Juli 2014 noch immer nicht reagiert habe.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.der-paritaetische.de\/pressebereich\/artikel\/news\/neue-expertise-zu-hartz-iv-paritaetischer-fordert-485-euro-regelsatz\/%20\">Der Parit&auml;tische<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.10jahre-hartz4.de\/homepage\/bilanz\/index.php?eID=tx_nawsecuredl&amp;u=0&amp;g=0&amp;t=1420560730&amp;hash=7c8eb12cda6cac9a20ceaef9863b6a097aba2b95&amp;file=\/fileadmin\/dokumente\/2015_10jahrehartz4\/regelsatzexpertise_12_2014.pdf\">Die Expertise [PDF &ndash; 208 KB]<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Deutsches Kinderhilfswerk &ndash; Zehn Jahre Hartz IV hat Kinderarmut in Deutschland deutlich versch&auml;rft<\/strong><br>\nDas Deutsche Kinderhilfswerk fordert umfassende Reformen der Sozialgesetze in Deutschland, um die Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen zu verbessern. Dabei sollten insbesondere die Regels&auml;tze f&uuml;r Kinder und Jugendliche, Bildungsgerechtigkeit und die M&ouml;glichkeiten des gesunden Aufwachsens im Mittelpunkt der Reformen stehen. Soziale Sicherheit und Bildungsgerechtigkeit f&uuml;r Kinder sollten in einer der reichsten Industrienationen der Welt eigentlich eine Selbstverst&auml;ndlichkeit sein. Zehn Jahre nach Einf&uuml;hrung der sog. Hartz IV-Gesetze ist aber festzustellen, dass sich insbesondere die Kinderarmut in Deutschland deutlich versch&auml;rft hat. Die Zahl der von Armut betroffenen Kinder und Jugendlichen hat sich in den letzten zehn Jahren auf rund 2,8 Millionen mehr als verdoppelt&hellip;<br>\n&hellip; eine deutlich h&ouml;here S&auml;uglingssterblichkeit als in den oberen sozialen Schichten, eine zweimal h&ouml;here Mortalit&auml;tsrate durch Unf&auml;lle als bei Kindern aus privilegierteren Schichten, ein sehr viel h&auml;ufigeres Auftreten akuter Erkrankungen und eine h&ouml;here Anf&auml;lligkeit f&uuml;r chronische Erkrankungen. Arme Kinder leiden h&auml;ufiger an Karies, Infektionen, Asthma, Fettleibigkeit, Kopf- und R&uuml;ckenschmerzen. Kinder in Armut leiden aber auch h&auml;ufiger unter Stress und geringem Selbstbewusstsein, was sie ihr Leben lang verfolgen wird&hellip;<br>\nEine im Januar dieses Jahres vom Deutschen Kinderhilfswerk ver&ouml;ffentlichte repr&auml;sentative Umfrage hat ergeben, dass 72 Prozent der Bundesb&uuml;rger der Ansicht sind, staatliche und gesellschaftliche Verantwortungstr&auml;ger w&uuml;rden &bdquo;eher wenig&ldquo; oder &bdquo;sehr wenig&ldquo; tun, um Kinderarmut wirkungsvoll entgegenzutreten. Dabei kommt eine gro&szlig;e, die Parteigrenzen &uuml;berschreitende Mehrheit zu der Aussage, Staat und Gesellschaft engagierten sich zu wenig gegen Kinderarmut. Zugleich w&auml;ren 66 Prozent der Befragten bereit, mehr Steuern zu bezahlen, wenn damit das Problem der Kinderarmut in Deutschland wirksam bek&auml;mpft w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dkhw.de\/cms\/presseundmaterialien\/pressemitteilungen\/2344-deutsches-kinderhilfswerk-zehn-jahre-hartz-iv-hat-kinderarmut-in-deutschland-deutlich-verschaerft%20\">Deutsches Kinderhilfswerk<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Linkspartei fordert sozialpolitischen Neustart &ndash; Lohndumping dank Mindestlohnl&uuml;cken<\/strong><br>\nDas Regelwerk habe zu Verwerfungen am Arbeitsmarkt gef&uuml;hrt und sei zum &raquo;Motor f&uuml;r die Spaltung des Landes&laquo; geworden. &raquo;Zehn Jahre Hartz IV sind bereits zehn zuviel&laquo;, erkl&auml;rte Katja Kipping. Der Vorsitzenden der Linkspartei zufolge sei das System an den &ndash; zumindest behaupteten &ndash; eigenen Anspr&uuml;chen gescheitert. Die Vermittlungsgeschwindigkeit von Arbeitsuchenden in Stellen habe kaum zugenommen. Gut 80 Prozent aller Erwerbsf&auml;higen seien auch nach einem Jahr der Arbeitsuche noch nicht in Lohn und Brot.<br>\n&raquo;Das eigentliche Ziel von Hartz IV&laquo;, so Kipping, &raquo;war die Etablierung eines Niedriglohnsektors in Deutschland.&laquo; Seit 2005 hat die Zahl derer, die im Niedriglohnsektor arbeiten, um etwa 1,3 Millionen Menschen zugenommen. Zudem fiel zwar die Zahl der offiziell ausgewiesenen Arbeitslosen von Oktober 2004 bis Oktober 2014 von 4,4 Millionen Menschen auf 2,7 Millionen, das Arbeitsvolumen blieb jedoch gleich. Was als &raquo;R&uuml;ckgang der Arbeitslosenzahlen&laquo; beklatscht wird, bedeutet also schlicht, dass sich mehr Menschen dieselbe Arbeit teilen &ndash; unter den Bedingungen der Bundesrepublik nat&uuml;rlich oft in prek&auml;ren Minijobs oder in schlecht bezahlten Teilzeitstellen.<br>\nZu den direkten Folgen von Hartz IV geh&ouml;ren gut 1,3 Millionen sogenannte Aufstocker, also Menschen, deren Arbeitslohn nicht zum Leben reicht und die deshalb auf Staatszusch&uuml;sse angewiesen sind. Das sei &raquo;Subventionierung von Unternehmern, die schlecht zahlen&laquo;, so Christoph Butterwegge, Autor des Buches &raquo;Hartz IV und die Folgen&laquo;. &Uuml;ber 70 Milliarden habe die Bundesregierung mittlerweile daf&uuml;r ausgegeben, deren Gesch&auml;ftsmodell zu &raquo;f&ouml;rdern&laquo;. Anders erging es den Erwerbslosen. &raquo;Erst die permanente Androhung von Sanktionen, ein immer &uuml;ber ihnen h&auml;ngendes Damoklesschwert, habe sie in Niedrigl&ouml;hne getrieben&laquo;, f&uuml;hrte Kipping aus. Die im Hartz-IV-System enthaltene M&ouml;glichkeit, auch das Lebensminimum noch zu k&uuml;rzen, habe zu einer &raquo;geb&uuml;ckten Haltung&laquo; der Betroffenen gef&uuml;hrt.<br>\nEine Besserung sei indes nicht in Sicht. Der seit dem 1. Januar g&uuml;ltige Mindestlohn werde die Situation der Hartz-IV-Bezieher kaum verbessern. So geht die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit davon aus, dass nur gut 60.000 &raquo;Aufstocker&laquo; durch den Mindestlohn nicht mehr auf Staatsleistungen angewiesen sein werden. Das w&auml;ren nicht mal f&uuml;nf Prozent aller Betroffenen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/01-03\/049.php\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Gr&uuml;ne wegen Spenden der R&uuml;stungsindustrie in Erkl&auml;rungsnot<\/strong><br>\nEigentlich sind die Schlagzeilen &uuml;ber die Gro&szlig;spenden der Wirtschaftsverb&auml;nde und Unternehmen an die Parteien &ndash; nicht an alle &ndash; schon gelaufen. 2014 erhielten Union, SPD, Gr&uuml;ne und FDP weniger solcher Gro&szlig;spenden &uuml;ber 50.000 Euro, die beim Bundestag extra angezeigt werden m&uuml;ssen &ndash; die Summe: 1,52 Millionen Euro. Im Jahr davor waren es noch 3,5 Millionen Euro, eine Differenz, die in einem Wahlkampfjahr durchaus &uuml;blich ist. Nun aber kommt das Thema &raquo;Gro&szlig;spenden&laquo; noch einmal auf die Tagesordnung.<br>\n&raquo;Eine Parteispende des S&uuml;dwestmetall-Verbands bringt die Gr&uuml;nen in Erkl&auml;rungsnot&laquo;, schreibt der &raquo;Spiegel&laquo; und f&uuml;gt damit dem bereits Bekannten eine neue Facette bei: Die &Uuml;berweisung durch S&uuml;dwestmetall, den Verband der Metall- und Elektroindustrie Baden-W&uuml;rttemberg, ist nicht nur ein Rekord f&uuml;r die &Ouml;kopartei und die zweith&ouml;chste Spende der Unternehmerlobby an eine Partei &uuml;berhaupt nach der an die CSU. Mehr noch: In dem Verband sind auch Waffenhersteller vertreten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/957304.gruene-wegen-spenden-der-ruestungsindustrie-in-erklaerungsnot.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Krieg in Afghanistan: Obamas geheime Todeslisten<\/strong><br>\nDer Kampfeinsatz am Hindukusch geht zu Ende, nun zeigen geheime Nato-Dokumente: Amerikaner und Briten jagten Taliban weitaus skrupelloser als bisher bekannt. Auch Drogenh&auml;ndler waren nach SPIEGEL-Informationen zum Abschuss freigegeben.<br>\nF&uuml;r die Bundesregierung birgt das streng geheime Dossier erhebliche politische Brisanz. Seit Jahren geben deutsche Beh&ouml;rden Mobilfunknummern von deutschen Extremisten, die sich am Hindukusch aufhalten, an die USA weiter, verbunden mit der Behauptung, f&uuml;r gezielte T&ouml;tungen sei das Anpeilen der Telefone viel zu ungenau.<br>\nDiese Linie ist offenkundig nicht haltbar. Sowohl die Eurofighter als auch die Drohnen, so hei&szlig;t es in dem Dokument von 2010, h&auml;tten &ldquo;die M&ouml;glichkeit, ein bekanntes GSM-Telefon zu lokalisieren&rdquo;. Aktive Handys dienten den Spezialeinheiten demnach als pr&auml;zise Peilsender.<br>\nDeutschland ist am Hindukusch Mitglied der Abh&ouml;rgemeinschaft der &ldquo;14 Eyes&rdquo;, der 14 Augen&hellip;<br>\nEine CIA-Studie aus dem Juli 2009, die sich mit gezielten T&ouml;tungen von hochrangigen Funktion&auml;ren des Feindes weltweit besch&auml;ftigt, kommt zu einem bitteren Fazit. Wegen der zentralen, aber flexiblen F&uuml;hrung der Taliban und der egalit&auml;ren Stammesstrukturen seien die gezielten T&ouml;tungen in Afghanistan nur m&auml;&szlig;ig erfolgreich gewesen. In dem CIA-Papier hei&szlig;t es: &ldquo;Die Taliban haben eine hohe F&auml;higkeit, ausgeschaltete F&uuml;hrer zu ersetzen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/afghanistan-usa-geben-taliban-zum-abschuss-frei-a-1010629.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>Dazu auch: Deutscher Afghanistan-Einsatz &ndash; Geheimpapier &uuml;ber Killer-Kommandos<\/strong><br>\nSo halfen Bundeswehr und BND beim T&ouml;ten der Taliban<br>\nAuch BILD liegen umfangreiche Geheimdokumente zu der Liste (Fachbegriff: JPEL) vor.<br>\nSie belegen, wie sich Bundeswehr und Bundesnachrichtendienst (BND) aktiv und in bisher unbekanntem Ausma&szlig; an der Taliban-Jagd und an &bdquo;gezielten T&ouml;tungen&ldquo; beteiligten.<br>\nDer deutsche Generalmajor Markus Kneip, 2011 Kommandeur in Afghanistan und heute einer der engsten Berater von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (56, CDU) und m&ouml;glicher n&auml;chster Generalinspekteur, w&auml;hlte &bdquo;Personenziele&ldquo; pers&ouml;nlich aus.<br>\nDie Dokumente belegen auch, dass der BND davon ausging, dass seine Informationen zur T&ouml;tung oder Folter von Taliban-F&uuml;hrern genutzt werden k&ouml;nnten&hellip;<br>\nEine gezielte T&ouml;tung wird in dem BND-Bericht &ndash; unter Bedingungen &ndash; sogar erlaubt: &bdquo;Eine Verwendung zum Zwecke des Einsatzes t&ouml;dlicher Gewalt ist nur dann zul&auml;ssig, solange und soweit ein gegenw&auml;rtiger Angriff vorliegt oder unmittelbar droht.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/politik\/ausland\/bundeswehr\/und-bnd-halfen-bei-toetung-der-taliban-isaf-todesliste-afghanistan-39139920.bild.html\">Bild.de<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>S&auml;chsische Abschiebepraxis &ndash; ein himmelschreiender Skandal<\/strong><br>\nOffensichtlich entwickelt sich der s&auml;chsische Innenminister Markus Ulbig (CDU) immer mehr zum willf&auml;hrigen Befehlsempf&auml;nger von Pegida-Parolen. Anders ist die unmenschliche Abschiebepraxis in Sachsen, die allen rechtsstaatlichen Grunds&auml;tzen widerspricht und an &uuml;belste Nacht- und Nebelaktionen in Diktaturen erinnert, nicht zu erkl&auml;ren. Was kurz vor Weihnachten in Leipzig geschah, dass eine 18-j&auml;hrige Tschetschenin zwischen 03-04.00 Uhr per Polizeiaktion aus der Asylunterkunft in Plagwitz abgef&uuml;hrt und nach Polen verfrachtet wurde, ist leider kein Einzelfall &hellip; In Sachsen hat sich inzwischen zum sch&auml;ndlichen Ritual entwickelt, dass nachts entweder der Vater oder ein gerade vollj&auml;hrig gewordenes Kind einer Familie abgeschoben wird &ndash; in der Erwartung, dass die ganze Familie &bdquo;freiwillig&ldquo; nachreist. Innenminister Ulbig, der f&uuml;r dieses Vorgehen die politische Verantwortung tr&auml;gt, prahlt bundesweit damit, dass Sachsen die h&ouml;chste Abschiebequote hat. Es ist der gleiche Innenminister, der vor wenigen Wochen ganz schnell eine Sondereinheit der Polizei gebildet hat, um angeblich mehrfach straff&auml;llig gewordene Asylbewerber schneller abschieben zu k&ouml;nnen. Offensichtlich und tats&auml;chlich werden aber die Polizeikr&auml;fte dazu missbraucht, in Asylunterk&uuml;nften Exempel zu statuieren und Angst und Schrecken unter den Menschen zu verbreiten, die vor Gewaltwillk&uuml;r gefl&uuml;chtet sind. Wenn das die politische Konsequenz der Beschwichtigungsfloskel sein soll, &ldquo;die &Auml;ngste und Sorgen der Menschen ernst zu nehmen&rdquo;, dann kann es einem nur grausen vor denen, die, anstatt Pegida den Wind aus den Segeln zu nehmen, einen gef&auml;hrlichen Sturm der Menschenfeindlichkeit entfachen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wolff-christian.de\/saechsische-abschiebepraxis-ein-skandal\/\">Christian Wolff<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wird das Mittelmeer zum Massengrab?<\/strong><br>\n2014 fl&uuml;chteten so viele Menschen, wie seit dem zweiten Weltkrieg nicht mehr. F&uuml;r viele von ihnen ist der lebensgef&auml;hrliche Weg &uuml;ber das Mittelmeer die einzige M&ouml;glichkeit, Krieg, Hunger oder Folter zu entkommen. Doch mindestens 3000 ertranken dabei.<br>\n2014 war das Jahr der Fl&uuml;chtlinge. Etwa 50 Millionen Menschen weltweit mussten ihre Heimat verlassen. Das ist die h&ouml;chste Zahl seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Menschen fl&uuml;chteten vor Krieg, Folter, Hunger oder Armut. Aus Afrika machten sich viele auf den Weg nach Europa. Ein lebensgef&auml;hrlicher Weg &uuml;ber das Mittelmeer.<br>\nDie EU hat auch in diesem Jahr noch immer keine gemeinsame Fl&uuml;chtlings- und Asylpolitik gefunden. Nicht einmal die H&auml;lfte der 28 Mitgliedsl&auml;nder nimmt &uuml;berhaupt Menschen in Not auf. Auch m&uuml;ssten die Fl&uuml;chtlinge besser in der EU verteilt werden.<br>\nDie europ&auml;ischen Innenminister schlagen offenbar einen anderen Weg ein: Sie wollen im neuen Jahr st&auml;rker mit den Herkunfts- und Transitl&auml;ndern zusammen arbeiten. Ihre Idee: &ldquo;Asylzentren&rdquo; in Nordafrika aufbauen. Bereits dort, vor den Toren Europas, k&ouml;nnte festgestellt werden, ob Fl&uuml;chtlinge ein Recht auf Asyl in der EU h&auml;tten oder nicht&hellip;.<br>\nKritiker halten dagegen, dass viele nordafrikanische Staaten keine funktionierenden Regierungen und Justizbeh&ouml;rden haben, und damit auch kein faires Asylverfahren garantiert sei. Au&szlig;erdem w&uuml;rde sich Europa damit weiter abschotten, meint Beger: &ldquo;Die EU hat immer mehr Z&auml;une gezogen, eine Festung zugemacht. Und umso h&ouml;here die Z&auml;une sind, um so gr&ouml;&szlig;er sind die Leitern, die die Menschen suchen werden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/massengrab-mittelmeer-101.html%20\">Karin Bensch in Tagesschau.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>1984 + 30: &ldquo;Die Realit&auml;t ist tausendfach schrecklicher&rdquo;<\/strong><br>\nDie Dystopie von &ldquo;1984&rdquo; sei teilweise Realit&auml;t geworden, alarmierte eine Gruppe von Journalisten die bundesdeutsche &Ouml;ffentlichkeit &ndash; vor 30 Jahren. Zwei der Autoren schauen zur&uuml;ck und mit dem Blick von damals auf die Welt im Jahr 2014.<br>\nAuch wenn 2014 nun endg&uuml;ltig hinter uns liegt, steht ein Jahresr&uuml;ckblick noch aus: Im Jahr 1983 hatte sechs SPIEGEL-Autoren ein besorgtes Buch geschrieben: &ldquo;Der Orwell-Staat 1984 &ndash; Vision und Wirklichkeit.&rdquo; Sie wollten die damalige Realit&auml;t mit den Horror-Visionen von George Orwell abgleichen. Der hatte in seinem Roman 1984 einen totalit&auml;ren Staat beschrieben, in dem der &ldquo;Gro&szlig;e Bruder&rdquo; seine B&uuml;rger l&uuml;ckenlos &uuml;berwacht.<br>\nDie Autoren fanden gen&uuml;gend Parallelen zur Wirklichkeit. Im Vorwort zum Buch hie&szlig; es, dass &ldquo;von Orwells Visionen manches in Ans&auml;tzen l&auml;ngst vorhanden, oft schon erprobt, &ouml;fter noch von der Wirklichkeit &uuml;berholt worden ist.&rdquo; 30 Jahre nach dem magischen Jahr 1984, in den Zeiten von NSA &amp; Co., wirkt die Diagnose fast schon drollig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/1984-30-Die-Realitaet-ist-tausendfach-schrecklicher-2507517.html?wt_mc=nl.ho.2015-01-03\">heise online<\/a><\/li>\n<li><strong>F&uuml;r eine digitale B&uuml;rgerrechtsbewegung<\/strong><br>\nAm 1. Dezember wurde Edward Snowden in Stockholm mit dem Alternativen Nobelpreis geehrt. &bdquo;Edward Snowden hat den Bewohnern dieses Planeten einen riesigen Dienst erwiesen&ldquo;, begr&uuml;ndete Jakob von Uexk&uuml;ll, der Gr&uuml;nder der Right-Livelihood-Award-Stiftung, die Auszeichnung. &bdquo;Ohne seinen Mut w&uuml;ssten wir immer noch nichts &uuml;ber das Ausma&szlig; der neuen Verbrechen, die der technische Fortschritt m&ouml;glich gemacht hat.&ldquo;<br>\nIn der Tat w&uuml;rden wir ohne Snowden noch heute im Dunkeln tappen. Zumal die Bundesregierung weder willens scheint, die Aussp&auml;hung durch ausl&auml;ndische Geheimdienste aufzukl&auml;ren, noch irgendwelche Konsequenzen aus diesem Skandal zu ziehen. Stattdessen treten immer wieder neue Details der globalen &Uuml;berwachung zutage. So wurde nur wenige Tage vor der Verleihung des Alternativen Nobelpreises bekannt, dass der Bundesnachrichtendienst seit 2005 wusste, dass die USA und andere &bdquo;befreundete Staaten&ldquo; uns ausspionieren. Dennoch hatte das Bundeskanzleramt seit Beginn der NSA-&bdquo;Aff&auml;re&ldquo; im Juni vergangenen Jahres immer wieder beteuert, dass es derlei Kenntnisse nicht besessen habe.<br>\nAngesichts der andauernden Verweigerungshaltung der Bundesregierung kommt es nun mehr denn je auf eine starke digitale B&uuml;rgerrechtsbewegung au&szlig;erhalb der Parlamente an. Diese muss von unten den Druck auf die politisch Verantwortlichen erh&ouml;hen. Andernfalls werden wir wom&ouml;glich nie das wahre Ausma&szlig; der &Uuml;berwachung erfahren, geschweige denn diese stoppen k&ouml;nnen. Dass die netzpolitische B&uuml;rgerbewegung dazu in der Lage sein kann, hat sie in der Vergangenheit bereits mehrfach bewiesen. So konnten die bundesdeutsche und europ&auml;ische Zivilgesellschaft die Einf&uuml;hrung der Vorratsdatenspeicherung verhindern und das multilaterale Handelsabkommen ACTA abwenden. Diese Erfolge gingen nicht zuletzt auf die F&auml;higkeit der B&uuml;rgerrechtsorganisationen zur&uuml;ck, zahlreiche Menschen gegen den Abbau der Grundrechte, die Einschr&auml;nkung des Datenschutzes und die Einrichtung von &Uuml;berwachungsinstrumenten zu mobilisieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2015\/januar\/fuer-eine-digitale-buergerrechtsbewegung\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<p><strong>Befallen vom &Uuml;berwachungsvirus<\/strong><br>\nDie &Uuml;berwachungen durch staatliche Organe im Internet machen krank, meint Friedemann Karig in Essay und Diskurs. Sie wirken genauso wie ein Virus, gegen den sich die B&uuml;rger sch&uuml;tzen m&uuml;ssen &ndash; und k&ouml;nnen. Es komme darauf an, die Wunder des Netzes zu nutzen, um seine Rettung voranzutreiben&hellip;<br>\nIn einer Demokratie ist also nicht wichtig, ob man etwas Geheimes zu verbergen hat, sondern dass man es grunds&auml;tzlich darf. Sonst ist es keine Demokratie.<br>\nZweitens: Die vermeintliche Existenzberechtigung der &Uuml;berwachung, ihr raison d&rsquo;&ecirc;tre, ist der Terrorismus, der uns st&auml;ndig bedroht.<br>\nGl&uuml;cklicherweise blieb Deutschland bisher von Terroranschl&auml;gen verschont. Wir k&ouml;nnen ohne kollektives Trauma analysieren, wie gro&szlig; die Gefahr wirklich ist &ndash; und ob &Uuml;berwachung dagegen hilft. Rein statistisch gesehen starben in England von 2000 bis 2010 pro Jahr an folgenden Ursachen diese Anzahl Menschen:<\/p>\n<ul>\n<li>Terrorismus: F&uuml;nf Menschen.<\/li>\n<li>Bienenstiche: F&uuml;nf Menschen.<\/li>\n<li>Ertrinken in der Badewanne: 30 Menschen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Politikwissenschaftler Andreas Busch schreibt dazu:<\/p>\n<blockquote><p>\n<em>&ldquo;Als objektive Gefahr ist der Terrorismus als Todesursache schon immer statistisch unbedeutend gewesen, dar&uuml;ber herrscht in der Literatur Einigkeit.&rdquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Terror ist leider real. Seine Bedrohung f&uuml;r unser Leben wird jedoch &uuml;bertrieben. Das Problem liegt zudem nicht in einem Mangel an Informationen, sondern in einem Mangel an sinnvoller Analyse. Man denke nur an den Rechtsterrorismus des NSU, dessen Verhinderung tragischerweise an vielem scheiterte, aber nicht an einem Mangel an Informationen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/staatliche-ueberwachung-befallen-vom-ueberwachungsvirus.1184.de.html?dram:article_id=307639\">Friedmann Karig im Deutschlandfunk<\/a><\/p><\/ol><\/li>\n<\/ol><li><a name=\"h15\"><\/a><strong>10 Tage unter Dschihadisten<\/strong><br>\n&ldquo;Wer seinen Gegner besiegen will, muss ihn kennen&rdquo;, sagt Publizist J&uuml;rgen Todenh&ouml;fer. Er gilt als Kenner der arabischen Welt und auch der Terrormiliz &ldquo;Islamischer Staat&rdquo;. Zehn Tage hat er mit IS-Dschihadisten im Konfliktgebiet im Nahen Osten verbracht.<br>\nAudio: Thema &ndash; 10 Tage bei der IS (06:04 min.)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.funkhauseuropa.de\/themen\/aktuell\/aktuell124.html\">WDR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> Am Schluss des Interviews &auml;u&szlig;ert Todenh&ouml;fers auf einen (m&ouml;glichen) Zusammenhang zwischen IS und Pegida hin.<\/em>\n<\/p><\/li><li><a name=\"h16\"><\/a><strong>AfD: Zwischen Wettbewerbskorporatismus und rechtem Kulturkampf<\/strong><br>\nMit dem Aufstieg der &raquo;Alternative f&uuml;r Deutschland&laquo; scheint sich die bislang in Deutschland vorhandene rechtspopulistische L&uuml;cke parteipolitisch zu f&uuml;llen: Auferstanden als national(istisch)-wohlstandschauvinistische Antwort auf das Merkelsche Credo einer Alternativlosigkeit zur austerit&auml;tsfixierten Euro-Rettungspolitik schl&auml;gt die Partei nun die Br&uuml;cke zum fremdenfeindlichen &raquo;Pegida&laquo;-Wutb&uuml;rgertum.<br>\nVor dem Hintergrund eines internationalen gewaltt&auml;tigen Islamismus erweist sich das rechte Kulturkampfthema Islam als anschlussf&auml;hig f&uuml;r breitenwirksame rechte Mobilisierungen mit ausgrenzender und zum Teil auch deutlich rassistischer Sto&szlig;richtung. Aus der Angst vor islamistischer Gewalt sowie zugleich vor dem Verlust von Zugeh&ouml;rigkeit und sozialer Sicherheit versucht die nationalistische Rechte, politisch Kapital zu schlagen. Das Rechtsau&szlig;enspektrum der europ&auml;ischen Parteien tritt dabei mit einer Kulturkampf-Rhetorik in Erscheinung, die trotz sonstiger Unterschiede offen rassistische und extrem rechte Parteien wie etwa die FP&Ouml; in &Ouml;sterreich mit islamophoben rechtspopulistischen und neoliberalistischen Parteien wie etwa die Partij voor de Vrijheid (PVV) in den Niederlanden oder die Schweizerische Volkspartei (SVP) miteinander verbindet.<br>\nIm Zentrum dieser Rhetorik steht die M&auml;r vom &raquo;Untergang des Abendlandes&laquo; durch die &raquo;Islamisierung Europas&laquo;. Der &ouml;sterreichische FP&Ouml;-Nationalratsabgeordnete Eduard Manoni bezeichnete in einem Interview diese Strategie offenherzig als &raquo;Gesch&auml;ft mit der Angst&laquo;. Die Anschlussf&auml;higkeit solcher Themen reicht vom rechten Rand bis hinein in b&uuml;rgerliche Mittelschichten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/heft_nr_1_januar_2015\/detail\/artikel\/afd-zwischen-wettbewerbskorporatismus-und-rechtem-kulturkampf\/\">Sozialismus aktuell<\/a>\n<\/li><li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Gibt es eine amerikanische Ideologie?<\/strong><br>\nFolter im Film und in der Realit&auml;t<br>\nWenn man wei&szlig;, dass ein Film von &ldquo;den Nazis&rdquo; gemacht wurde, ist es relativ einfach, zu der Schlussfolgerung zu gelangen, das es sich um einen &ldquo;Nazi-Film&rdquo; handeln muss, den man sich da gerade anschaut -h&ouml;chstwahrscheinlich vollgesogen mit der Ideologie der Nazis, auch oder gerade wenn sich unter einem Titel wie Der Gasmann vorgeblich nur eine seichte Kom&ouml;die mit Heinz R&uuml;hmann verbirgt. (Aber, man beachte: der einzige Film, in dem R&uuml;hmann den Hitler-Gru&szlig; verwendet, wie Wikipedia anmerkt.)<br>\nOkay, und bei einem amerikanischen Film, k&ouml;nnte man sagen, findet man normalerweise viel amerikanische Ideologie. Wobei angesichts des &Uuml;berangebots an amerikanischen Filmen die meisten Menschen rund um den Globus mittlerweile beide Elemente &ndash; das amerikanische und das ideologische &ndash; als vollkommen &ldquo;nat&uuml;rlich&rdquo;, als Abbildung der Realit&auml;t &ldquo;so wie sie ist&rdquo; empfinden d&uuml;rften. Sie werden sich auf alle F&auml;lle gegen das Wort &ldquo;Ideologie&rdquo; str&auml;uben. Und ganz bestimmt w&uuml;rden sie dieses Aneinanderr&uuml;cken von Nazi-Film und amerikanischem Film als ausgesprochen degoutant zur&uuml;ckweisen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/43\/43642\/1.html\">Tom Appleton in Telepolis<\/a>\n<\/li><li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Demonstration in Stuttgart gegen Pegida &ndash; Montag, 5. Januar, 17 Uhr &ndash; Schlossplatz Stuttgart<\/strong><br>\nZeichen setzen f&uuml;r Toleranz, gegen Fremdenfeindlichkeit<br>\nInitiator: Die Anstifter<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/150105_anstifter_presseerklaerung_20140104_endfassung.pdf\">Presseerkl&auml;rung mit Einladung [PDF &ndash; 66 KB]<\/a>\n<\/li><li><a name=\"h19\"><\/a><strong>zu guter Letzt: Volker Pispers: &ldquo;&hellip; bis neulich 2014&rdquo;<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=OpFNlNK8j20\">3sat via Banenrepublik auf YouTube<\/a>\n<p><strong>und: Urban Priol: Tilt! &ndash; Tsch&uuml;ssikowski 2014<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/rodl.zdf.de\/none\/3sat\/15\/01\/150101_priol_tilt_kabarett_2256k_p14v11.mp4\">ZDF<\/a>\n<\/p><\/li>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-24441","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24441","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=24441"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24441\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":24452,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24441\/revisions\/24452"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=24441"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=24441"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=24441"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}