{"id":24453,"date":"2015-01-05T13:57:23","date_gmt":"2015-01-05T12:57:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24453"},"modified":"2019-07-05T10:40:53","modified_gmt":"2019-07-05T08:40:53","slug":"griechenland-im-wahlkampf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24453","title":{"rendered":"Griechenland im Wahlkampf"},"content":{"rendered":"<p>Hier eine kurze Darstellung der Situation, die in Griechenland mit dem Scheitern der Wahl eines neuen Staatspr&auml;sidenten entstanden ist. Mit den wenigen Punkten kn&uuml;pfe ich an die Darstellung an, die ich mit meinen Beitr&auml;gen auf den NachDenkSeiten vom Dezember 2014 (<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24353\">hier<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24311\">hier<\/a>) versucht habe. Von <strong>Niels Kadritzke<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nNachdem der Regierungskandidat Stavros Dimas im Parlament  nicht die erforderliche 3\/5-Mehrheit erzielen konnte (nur 168 statt der n&ouml;tigen 180 Stimmen), kommt es am 25. Januar 2015 zu einer vorzeitigen Neuwahl des Parlaments, der Vouli. Damit hat ein kurzer, aber heftiger Wahlkampf begonnen, an dessen Beginn sich die Situation wie folgt darstellt:<\/p><ol>\n<li>Nach der neuesten Umfrage liegt die Syriza in der W&auml;hlergunst immer noch vorne, aber der Vorsprung vor der konservativen Regierungspartei Nea Dimokratia scheint zu schrumpfen (von zuvor 5 bis 6 auf 3 bis 4 Prozent). Dabei m&uuml;ssen allerdings zwei Vorbehalte gemacht werden: Erstens liegt noch keine seri&ouml;se Umfrage vor, die das Stimmungsbild nach dem 29. Dezember widerspiegeln w&uuml;rde. Und zweitens sind alle Umfragen der n&auml;chsten Wochen mit gro&szlig;er Vorsicht zu genie&szlig;en, weil sie methodisch zumeist hastig gestrickt sind und weil das Meinungsbild sich bis zum 25. Januar noch betr&auml;chtlich verschieben kann.<\/li>\n<li>Es gibt allerdings eine Zahl, die unbezweifelbar die Stimmung der W&auml;hlerschaft wiedergibt und die ein Problem f&uuml;r die Syriza darstellt: Eine deutliche Mehrheit von etwa 60 Prozent hat diese Parlamentswahlen nicht gewollt. In dieser Zahl dr&uuml;ckt sich die Bef&uuml;rchtung aus, dass eine Wahl f&uuml;r Griechenland prinzipiell eine Ungewissheit schafft, deren Folgen von den griechischen W&auml;hlern nicht genau eingesch&auml;tzt und noch weniger beeinflusst werden k&ouml;nnen. Dies ist eine Grundstimmung, die sich auch in der vorherrschenden Meinung ausdr&uuml;ckt, dass die Wahlen ohnehin nichts an den objektiven Daten des Landes &auml;ndern k&ouml;nnen. Auf diese Stimmung muss der Wahlkampf der Syriza in irgendeiner Weise reagieren.<\/li>\n<li>Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch,  dass es auch bei einem Wahlsieg der Opposition nicht zu einer absoluten Mehrheit im Parlament reichen wird. Das macht die Frage nach potentiellen Koalitionspartner zu einem wesentlichen Bestandteil des Wahlkampfs, die zu beantworten die Syriza sich bislang geweigert hat. Die Parteif&uuml;hrung betont nach wie vor, dass eine Alleinregierung &bdquo;realistisch&ldquo; sei, ohne selbst daran zu glauben. Die Logik ist klar: Man scheut eine konkrete Aussage, weil man erstens mit der Benennung m&ouml;glicher Koalitionspartner Parteien aufwerten w&uuml;rdet, um deren Stimmen man konkurriert. Und weil man zweitens keine vorzeitige Koalitionsdiskussion innerhalb der eigenen Partei ausl&ouml;sen will, die sicher sehr kontrovers verlaufen w&uuml;rde.<\/li>\n<li>Die Koalitionsfrage wird weiter kompliziert durch eine neue politische Konstellation im Bereich der &bdquo;linken Mitte&ldquo;. Hier ist am 3. Januar mit der &bdquo;Bewegung der Demokraten und Sozialisten&ldquo; eine neue Partei entstanden, die mit der Pasok und der relativ neuen Partei &bdquo;To Potami&ldquo; um das Stimmenpotential konkurriert, das bis 2009 von der fr&uuml;heren Pasok ausgesch&ouml;pft wurde. Der Stimmanteil, den der fr&uuml;here &ndash; und gescheiterte &ndash; Regierungschef Papandreou mit seiner Retortenpartei gewinnen kann, ist heute sehr schwer zu sch&auml;tzen (erste Kalkulationen schwanken zwischen 1 und 4 Prozent). Klar ist nur, dass Papandreou vor allem auf den linken Rand der linken Mitte zielt, also auf W&auml;hler, denen die heutige Pasok zu sehr von der ND abh&auml;ngig ist, w&auml;hrend sie der Potami nicht &uuml;ber den Weg trauen.<\/li>\n<li>Alle drei Parteien der &bdquo;linken Mitte&ldquo; verk&uuml;nden als Wahlziel, dass sie die drittst&auml;rkste Partei werden wollen. Keine dieser Parteien schlie&szlig;t aus, eine Koalition auch mit der Syriza zu erw&auml;gen, wenn diese sich als st&auml;rkste Partei herausstellt. Das gilt auch f&uuml;r Potami, die sich als st&auml;rkste Kraft dieser linken Mitte erweisen k&ouml;nnte. Im &uuml;brigen ist auch das Szenario denkbar, dass die neue Papandreou-Partei der Pasok so viele Stimmen abnimmt, dass beide Parteien knapp an der 3-Prozent-Schwelle scheitern. Dann w&uuml;rde nur Potami als potentieller Partner f&uuml;r eine Syriza-Regierung &uuml;brig bleiben. Damit w&uuml;rde allerdings die Prozentzahl der Stimmen, die bei der Verteilung der Parlamentsmandate unter den Tisch fallen, auf deutlich &uuml;ber zehn Prozent anheben und damit indirekt der Syriza zugute kommen. Denn je h&ouml;her dieser Prozentsatz der verlorenen Stimmen ist, desto niedriger liegt der Prozentsatz, der zur absoluten Mehrheit der Sitze ausreicht (siehe dazu meinen Beitrag vom 19. Dezember).<\/li>\n<li>Die Regierung hat ihren Wahlkampf vom ersten Tag an auf Polarisierung angelegt. Angeheizt wird diese Stimmung vor allem von der ND und von Samaras pers&ouml;nlich. Der verst&auml;rkt mit jeder Rede seine Panikmache und versucht, den  W&auml;hlern einzureden, dass eine Regierung unter F&uuml;hrung von Syriza das Land ins Chaos st&uuml;rzen und letztlich jenen Grexit herbeif&uuml;hren k&ouml;nnte, der 2011 und 2012 knapp vermieden werden konnte. Der ND-Koalitionspartner Venizelos macht diese Politik mit: In seinem j&uuml;ngsten Interview (Kathimerini vom 4. Januar) erz&auml;hlt er, wie er im September 2011 bei einer Konferenz der EU-Finanzminister in Breslau von Sch&auml;uble gedr&auml;ngt wurde, das Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone zu akzeptieren und als Gegenleistung Finanzhilfe aus Br&uuml;ssel zu erhalten. Die Absicht ist klar: Die W&auml;hler sollen sich noch einmal ausmalen, wie Griechenland heute aussehen w&uuml;rde, wenn es damals aus der Eurozone &ndash; und in der Folge aus der EU &ndash; ausgeschieden w&auml;re.<\/li>\n<li>Diese Strategie der Regierung stellt f&uuml;r die Syriza ein Problem und eine gro&szlig;e Herausforderung dar. Denn die ND-Propaganda kann sich immer wieder auf &Auml;u&szlig;erungen von Syriza-Stimmen berufen, die die offizielle Position der Partei und ihres Spitzenkandidaten Tsipras in Zweifel ziehen. Dabei wird vor allem auf zwei Punkten herumgeritten:\n<ul>\n<li>Die Syriza schlie&szlig;e bei ihrer Verhandlungsstrategie mit der Troika die &bdquo;letzte Option&ldquo; eines Grexit nicht aus;<\/li>\n<li>die Syriza spiele mit dem Gedanken, zur Finanzierung ihres &bdquo;teuren&ldquo; Regierungsprogramms eine &bdquo;Zwangsanleihe&ldquo; beim eigenen Volk zu beschlie&szlig;en, das hei&szlig;t Steuerzahler zum Kauf griechischer Staatspapiere zu zwingen.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ol><p>Beide Aussagen werden von der Parteif&uuml;hrung entschieden dementiert, ohne dass sie ihre Basis vollst&auml;ndig &bdquo;disziplinieren&ldquo; k&ouml;nnte. Und es finden sich immer wieder Syriza-Vertreter (deren Namen man oft zum ersten Mal h&ouml;rt), die sich &uuml;ber diese strittigen Punkte so missverst&auml;ndlich &auml;ussern, dass sie den Medien neues Futter f&uuml;r eine Anti-Syriza-Strategie liefern. Dabei ist auff&auml;llig, wie viele Parteifunktion&auml;re in die Talkrunden der gro&szlig;en Privatsender eingeladen werden, von denen &bdquo;problematische&ldquo;, den Kurs der Syriza-F&uuml;hrung anzweifelnde &Auml;u&szlig;erungen zu erwarten sind. Die Reaktion der Parteif&uuml;hrung auf das Echo, das solche &bdquo;Dissidenten&ldquo; erzielen, beschr&auml;nkt sich derzeit auf die flehenliche Bitte, &bdquo;missverst&auml;ndliche&ldquo; Stellungnahmen zu vermeiden. Tsipras selbst rief bei der Parteikonferenz am Wochenende dazu auf, die &bdquo;Polyphonie&ldquo; zu beenden. Und die zentrale Wahlaussage der Syriza, vorgebracht von den berufenen Repr&auml;sentanten der Partei, lautet eindeutig: Die W&auml;hler sollen  sich fragen, welche Regierung besser geeignet ist, in den anstehenden Verhandlungen mit der Troika die griechischen Interessen am besten durchzusetzen.<br>\nSollten die n&auml;chsten Umfragen zeigen, dass sich das &bdquo;Glaubw&uuml;rdigkeitsproblem&ldquo; der Syriza in r&uuml;ckl&auml;ufigen Zahlentrends niederschl&auml;gt, wird die Parteif&uuml;hrung um eine klarere Position gegen&uuml;ber ihren &bdquo;Dissidenten&ldquo; nicht mehr herumkommen.<\/p><ol start=\"8\">\n<li>Die Regierung konnte seit dem Wochenende eine weiteres Element ihrer Wahlkampf-Artillerie gegen die Syriza in Stellung bringen. Die Festnahme eines seit zehn Monaten fl&uuml;chtigen Mitglieds der terroristischen Gruppe &bdquo;17. November&ldquo; und die angebliche Aufdeckung von Pl&auml;nen, die noch einsitzenden Mitglieder der Organisation durch einen bewaffneten Angriff zu &bdquo;befreien&ldquo;, bietet Samaras die willkommene Gelegenheit, die Haltung der Syriza zum &bdquo;Terrorismus&ldquo; in Zweifel zu ziehen. Mit k&uuml;nstlicher Emp&ouml;rung wurde Tsipras vorgehalten, dass er der griechischen Polizei nicht zu ihrem Erfolg im Kampf gegen den Terrorismus gratuliert hat. Worauf die Syriza mit dem Hinweis reagierte, wenn die Polizei ihre Aufgaben erf&uuml;lle, sei dies eine Selbstverst&auml;ndlichkeit und kein Grund, ihr zu gratulieren. Aber solche rhetorischen Scharm&uuml;tzel zeigen, mit welchen Waffen dieser Wahlkampf in den n&auml;chsten Wochen ausgetragen wird.<\/li>\n<li>Sollte es der Syriza nicht gelingen, die Regierungspropaganda n&uuml;chtern zu unterlaufen, damit den Wahlkampf zu &bdquo;entpolarisieren&ldquo; und ihre &bdquo;Hinwendung zur Realit&auml;t&ldquo; (siehe Nachdenkseiten vom 19. Dezember) glaubw&uuml;rdig zu dokumentieren, ist es keineswegs ausgeschlossen, dass die Nea Dimokratia ihr proklamiertes Wahlziel, wieder st&auml;rkste Partei zu werden, doch noch erreichen kann.<\/li>\n<\/ol><p>In diesem Stadium des Wahlkampfs ist jedoch hervorzugeben, dass die Regierung ihrerseits gro&szlig;e Probleme hat, ihre von einer gro&szlig;en Mehrheit der W&auml;hler (ca. 70 Prozent) angezweifelte Glaubw&uuml;rdigkeit wiederherzustellen. Wie weit der Vertrauensverlust des letzten Aufgebots der Samaras-Venizelos-Koalition schon gediehen ist, soll abschlie&szlig;end mit einer Analyse dokumentiert werden, die am 29. Dezember 2014, also am Tag es Scheiterns der Pr&auml;sidentenwahl im Wirtschaftsteil der linken Tageszeitung &bdquo;Efimerida ton Syntakton&ldquo; erschienen ist. (F&uuml;r die wortgenaue &Uuml;bersetzung des nicht besonders eleganten Textes bitte ich um Verst&auml;ndnis).<\/p><p><strong>Die Unternehmer wenden sich von der Regierung ab<\/strong><\/p><p><em>Von Vasilis Georgas<\/em><\/p><p>Die Nea Dimokratia verliert aufgrund ihrer Rhetorik den R&uuml;ckhalt, den sie traditionell bei den Unternehmern der rechten Mitte hatte. Und die Syriza hofft, dass sie &ndash; wenn und insoweit sie die &bdquo;Hinwendung zum Realismus&ldquo; schafft &ndash;  das Vertrauen oder zumindest die Duldung &bdquo;des Kapitals&ldquo; gewinnen wird. Damit w&uuml;rde sie die L&uuml;cke ausf&uuml;llen, die durch den Zusammenbruch der Pasok bei dem verwaisten Teil der &bdquo;politischen Mitte&ldquo; entstanden ist. <\/p><p>Bis vor einiger Zeit hat ein gro&szlig;er Teil der Unternehmerschaft die Regierung Samaras-Venizelos diskret oder offen unterst&uuml;tzt. Der schrittweise Ern&uuml;chterungsprozess begann im Fr&uuml;hjahr 2014. Die entscheidenden Etappen waren: der Flirt von Samaras mit der extremen Rechten (der Fall Baltakos, siehe <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21376\">Nachdenkseiten vom 11. April 2014<\/a>); die populistische Wende, die mit der Regierungsumbildung im Gefolge der Europawahlen (vom 25. Mai 2014) begonnen hat und im September best&auml;tigt wurde, als Samaras den &bdquo;vorzeitigen Ausstieg aus dem Memorandum&ldquo; verk&uuml;ndete; und zuletzt seine Entscheidung, auf die &bdquo;Strategie der Angst&ldquo; zu setzen. <\/p><p>Die direkte Konfrontation der Regierung mit der gr&ouml;&szlig;ten Oppositionspartei zeugt von dem verzweifelten Bem&uuml;hen der Nea Dimokratia, mit ihrer Panikmache den Unternehmern und den B&uuml;rgern Angst einzujagen. W&auml;hrenddessen ist die Syriza bem&uuml;ht, die endlosen Versprechungen wieder &bdquo;einzusammeln&ldquo;, die sie freigiebig in alle Richtungen gemacht hat, und sich zugleich als einigende Kraft (der ganzen Bev&ouml;lkerung) darzustellen, und bei alledem zu vermeiden, was  &bdquo;die M&auml;rkte&ldquo; und die Unternehmer beunruhigen k&ouml;nnte. <\/p><p>Heftige Reaktionen bei vielen Unternehmern und &ouml;konomischen Akteuren hat vor allem die strategische Entscheidung der Regierung ausgel&ouml;st, in der politischen Konfrontation voll auf den &bdquo;Terror des Marktes&ldquo; zu setzen und katastrophale Folgen f&uuml;r die Wirtschaft zu prophezeien, falls die Wahl eines neuen Staatspr&auml;sidenten nicht gelingen sollte. <\/p><p>Eine Mehrheit der Unternehmer zeigt sich &uuml;ber diese Strategie stark ver&auml;rgert. Eine Ausnahme bilden nur bestimmte publizistische Unternehmen und gro&szlig;e Reedereien, sowie parteiabh&auml;ngige &bdquo;Gewerkschafter&ldquo;, die die Panikmache unterst&uuml;tzen, weil sie Angst haben, ihren Anteil an der Macht zu verlieren oder bestimmte &bdquo;abgeschlossene&ldquo; Gesch&auml;fte nicht vollenden zu k&ouml;nnen. <\/p><p>Die unseligen &Auml;u&szlig;erungen &uuml;ber die &bdquo;Gefahr abnehmender Liquidit&auml;t&ldquo; (Zentralbankpr&auml;sident Stournaras und Finanzminister Chardouvelis), &uuml;ber drohende &bdquo;Zahlungsunf&auml;higkeit&ldquo; und &bdquo;Bankrott&ldquo; (Samaras und Regierungssprecherin Voultepsi), und die Wiederbelebung von Szenarien &uuml;ber den Austritt aus der Eurozone (Ex-Minister Georgiadis), haben heftige Zweifel ausgel&ouml;st, die noch verst&auml;rkt werden durch das &bdquo;Einfrieren&ldquo; der Marktes unter anderem als Folge der politischen Konfrontation der letzten Wochen. <\/p><p>Ein schwerer Schlag f&uuml;r die Taktik der Regierung ist auch die Tatsache, dass die extremen Szenarien nicht einmal von den ausl&auml;ndischen Investmentbanken &uuml;bernommen werden. Viele von ihnen haben in letzter Zeit begonnen, in ihren Analysen mit der Aussicht auf einen Wahlsieg der Syriza zu flirten. Und die britischen Banken HSBC und Barclays wie auch die US-Bank JP Morgan ermuntern ihre Kunden neuerdings sogar, weiterhin in Griechenland zu investieren.<\/p><p>Selbst der Pr&auml;sident des griechischen Industriellenverbandes, der eigentlich der ND nahestehende Theodoros Fessas, zog es bei seiner letzten &ouml;ffentlichen Stellungnahme vor, auf &bdquo;Sicherheitsabstand&ldquo; von der Regierung zu gehen, insofern er einen Konsens der Parteien in allen zentralen Wirtschaftsfragen forderte. Hinter den Kulissen sehen Mitglieder des Verbandes die Schuld f&uuml;r die pl&ouml;tzliche Zunahme der Unsicherheit in den letzten drei Monaten beim Regierungschef und seiner Entscheidung vom September, ohne jede Vorbereitung den vorzeitigen Ausstieg aus dem Memorandum zu fordern, woraufhin er jede Verhandlung mit der Troika eingefroren und zwei negative Entwicklungen ausgel&ouml;st hat: den gro&szlig;en Zinsanstieg f&uuml;r die griechische Staatsobligationen (von 5,7 auf 10,5 Prozent im Zeitraum September bis Dezember) und den krassen Kurssturz an der Athener B&ouml;rse, wo die Aktien in den letzten vier Monaten einen Wertverlust in H&ouml;he von 20 Milliarden Euro erlitten haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier eine kurze Darstellung der Situation, die in Griechenland mit dem Scheitern der Wahl eines neuen Staatspr&auml;sidenten entstanden ist. 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