{"id":24456,"date":"2015-01-06T09:32:16","date_gmt":"2015-01-06T08:32:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24456"},"modified":"2015-01-06T09:32:16","modified_gmt":"2015-01-06T08:32:16","slug":"hinweise-des-tages-2284","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24456","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24456#h01\">Pegida<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24456#h02\">Harald Schumann: Dreiste Einmischung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24456#h03\">Das Oberkommando der Euromacht gibt bekannt:<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24456#h04\">TTIP<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24456#h05\">10 Jahre Hartz IV <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24456#h06\">Fachkr&auml;ftemangel  &ndash; Die Fata Morgana<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24456#h07\">Mindestlohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24456#h08\">Nobel Laureate Stiglitz Blocked From SEC Panel After Faulting High-Speed Traders<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24456#h09\">Trotz ansteigender Alterserwerbst&auml;tigkeit: Nur die Minderheit der &Auml;lteren wechselt aus einer versicherungspflichtigen Besch&auml;ftigung in die Rente<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24456#h10\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24456#h11\">Le Lack ist ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24456#h12\">Wie das Boatpeople-Business immer brutaler wird<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24456#h13\">Neuer Geheimvertrag mit Usbekistan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24456#h14\">Rebuilding the Obama-Putin Trust<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24456#h15\">Fakten gegen Vorurteile<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24456#h16\">&ldquo;Grabgel&auml;ut&rdquo;: DJV kritisiert Rundfunkgutachten scharf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24456#h17\">Journalismus in der Krise: Das Ende des Medienmonopols<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24456#h18\">Journalismus: Bekenntnisstrudel statt Wissen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24456&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Pegida<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Auch die seri&ouml;sen Medien haben Grund zur Selbstkritik<\/strong><br>\nIn Deutschland wird &uuml;ber Antisemitismus diskutiert, aber auch &uuml;ber Islamophobie. Der Gaza-Krieg hat in &Ouml;ffentlichkeit und Medien verst&ouml;rende T&ouml;ne lauter werden lassen. Kai Hafez, Kommunikationswissenschaftler in Erfurt, sagte im DLF, dass auch seri&ouml;se Medien in dieser Debatte Nachholbedarf haben.<br>\nBrigitte Baetz: Nicolaus Fest, der stellvertretende Chefredakteur der &ldquo;Bild am Sonntag&rdquo; verst&ouml;rte am letzten Wochenende mit einem Kommentar, in dem er den Islam als Integrationshindernis bezeichnete. Am Tag zuvor hatte die Bild-Zeitung eine gro&szlig;e Kampagne gegen Antisemitismus in Deutschland initiiert. Herr Professor Hafez, ist das symptomatisch f&uuml;r die Berichterstattung in Deutschland, dass es bez&uuml;glich Islam und Israel immer nur pro oder contra gibt?<br>\nKai Hafez: Also wir sind im Moment so in Zeiten verbreiteter Kriege im Nahen Osten, im Irak und Pal&auml;stina, und das ist schon auff&auml;llig, dass &uuml;ber die Jahre gerade in solchen Zeiten immer wieder so kulturbedingte Debatten bei uns gef&uuml;hrt werden. Der Islam gilt dann pl&ouml;tzlich als b&ouml;se, die Zeitschrift &ldquo;Cicero&rdquo; titelt entsprechend und stellt diese Frage, &ldquo;ist der Islam b&ouml;se&rdquo;, obwohl wir eigentlich wissen m&uuml;ssten, dass im Arabischen Fr&uuml;hling Muslime auch f&uuml;r mehr als Terror, sondern auch f&uuml;r Demokratie und positive Werte unterwegs waren. Und genauso ist es umgekehrt, Antisemitismus in Zeiten des Krieges in Israel. Nat&uuml;rlich hat es entsprechende &Auml;u&szlig;erungen gegeben, auf der anderen Seite wissen wir nat&uuml;rlich auch, dass man Israel kritisieren k&ouml;nnen muss.<br>\nAlso es ist schon etwas bezeichnend, dass wir in Deutschland immer wieder kulturell orientierte Debatten &uuml;ber Islam und Judentum in Zeiten f&uuml;hren, wo man eigentlich eine politische Analyse oder sogar Kriegskritik f&uuml;hren m&uuml;sste.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/antisemitismus-und-islamophobie-auch-die-serioesen-medien.761.de.html?dram:article_id=293405%20\">DLF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> BILD verfolgt (nicht nur) in Sachen Fremdenfeindlichkeit ein perverse Doppelstrategie. Regelm&auml;&szlig;ig sch&uuml;rt die BILD durch ihre offen fremdenfeindliche Berichterstattung den Hass, um sich dann unglaubw&uuml;rdig von denen zu distanzieren, bei denen die eigene Kampagne Wirkung zeigt. So auch in Sachen Pegida:<\/em><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150106_01-bild_meedia2.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><br>\nQuelle: Meedia<\/p>\n<p>Dies gilt jedoch nicht nur f&uuml;r die BILD, sondern auch f&uuml;r vermeintlich seri&ouml;se Magazine:<br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150106_02.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p><\/li>\n<li><strong>Pegida-Demo: Die Trotzigen von Dresden<\/strong><br>\n18.000 Pegida-Anh&auml;nger gehen in Sachsen auf die Stra&szlig;e &ndash; und die Organisatoren haben M&uuml;he, die Menge im Zaum zu halten, die Frustb&uuml;rger wollen mehr, als nur marschieren. Ihre Wut gilt dieses Mal nicht allein den Muslimen im Land. [&hellip;]<br>\nFrenetisch wird der Auftritt von Udo Ulfkotte bejubelt. &ldquo;Der macht jetzt so was mit Enth&uuml;llungsjournalismus&rdquo;, jauchzt eine &auml;ltere Dame in den ersten Reihen zu ihrer Freundin, als Ulfkotte auf der B&uuml;hne beginnt zu sprechen. Der fr&uuml;here &ldquo;FAZ&rdquo;-Journalist wettert inzwischen am liebsten gegen die &ldquo;L&uuml;genpresse und Systemmedien&rdquo;. Diese diktierten Sprechverbote, glaubt er zu wissen &ndash; und keift in seiner Rede weiter gegen &ldquo;islamische Friedh&ouml;fe&rdquo; und die &ldquo;Islamisierung der Justiz&rdquo;. In der Rolle als Pegida-Einpeitscher gef&auml;llt Ulfkotte sich. Kokett zieht er seine M&uuml;tze vom Kopf und posiert f&uuml;r Fotos seiner Fans.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/pegida-proteste-die-trotzigen-von-dresden-a-1011394.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Ulfkotte und Pegida &ndash; da findet zusammen, was zusammen geh&ouml;rt. Schlie&szlig;lich z&auml;hlt Ulfkotte neben Personen wie Henryk Broder und Thilo Sarrazin selbst zu den rechtspopulistischen Publizisten, die Pegida das Feld ebneten. <\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Archivierter Live-Feed der gestrigen Pegida-Veranstaltung in Dresden<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=MI3P1HUB9UY#t=736\">Ruptly via YouTube<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Ulfkottes Rede beginnt bei 11:30.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Psychosoziale Wurzeln &bdquo;rechter&ldquo; Bewegungen<\/strong><br>\nSchon der Ausgang der Europawahl vom Mai 2014 und die Entwicklung in der Ukraine haben die Frage nach den Wurzeln von Bewegungen, die auf Nationalismus, Fremdenfeindlichkeit und Autoritarismus abzielen, mit neuer Sch&auml;rfe aufgeworfen. Das Ph&auml;nomen Pegida erzwingt umso mehr, sich damit zu befassen. Ich will auf Erkl&auml;rungsans&auml;tze hinweisen, die &uuml;ber die &uuml;blicherweise angef&uuml;hrten Faktoren hinausgehen und dringend in die laufenden Diskussionen einbezogen werden sollten.<br>\nWie ein Volk sich verhalte, sei kein Zufall, schrieb Reich in der Massenpsychologie, denn &bdquo;jede Gesellschaftsordnung&ldquo; erzeuge &bdquo;in den Massen ihrer Mitglieder diejenigen [psychischen &ndash; A.P.] Strukturen [&hellip;], die sie f&uuml;r ihre Hauptziele braucht.&ldquo; Erich Fromm formulierte diesbez&uuml;glich: &bdquo;Die sozio-&ouml;konomische Struktur einer Gesellschaft formt den Gesellschafts-Charakter ihrer Mitglieder dergestalt, dass sie tun wollen, was sie tun sollen.&ldquo;<br>\nDoch f&uuml;r welche Ziele ben&ouml;tigt unsere gegenw&auml;rtige Sozialordnung diese Unzahl oberfl&auml;chlicher, dumpfer oder resignierter Menschen mit ihren oftmals primitiven Wut- und Neidaffekten, die einem ja durchaus nicht nur mont&auml;glich aus Dresden entgegenstarren? Dass so geformte oder genauer gesagt: psychisch verformte Menschen keine gute Grundlage f&uuml;r Demokratie darstellen k&ouml;nnen, ist klar. Aber von einem durchweg demokratischen System kann ja in Bezug auf unseren Staat auch nicht die Rede sein.<br>\nEine demokratische Erziehung und Bildung hat sich trotz der 68er-Bewegung nicht durchgesetzt, schon gar nicht eine demokratisch aufgebaute Wirtschaftssph&auml;re: Das Arbeitsleben der meisten BRD-B&uuml;rger ist weiter streng autorit&auml;r geregelt. Gerade in letzter Zeit hat sich gezeigt, wie sehr sich der gesamte BRD-Staatsapparat autorit&auml;r unterordnet: unter Konzerne und Banken sowie unter das imperiale Streben der USA. Sich dem unterzuordnen beziehungsweise anzuschlie&szlig;en, verlangt, verbrecherischen Kriegshandlungen wie im Irak oder in Afghanistan zuzustimmen oder sich sogar daran zu beteiligen. Schon die Zustimmung setzt hier ein hohes Ma&szlig; an Verdr&auml;ngung oder Zynismus oder Untertanengeist voraus oder &ndash; psychoanalytisch formuliert &ndash; eine &bdquo;Identifikation mit dem Aggressor&ldquo;. F&uuml;r die im Sinne der Auftraggeber erfolgreiche Beteiligung als Soldat sind zudem Gef&uuml;hlsabspaltung und die Bereitschaft zu t&ouml;ten unerl&auml;sslich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/das-blaettchen.de\/2015\/01\/psychosoziale-wurzeln-%E2%80%9Erechter%E2%80%9C-bewegungen-31366.html\">Das Bl&auml;ttchen<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Harald Schumann: Dreiste Einmischung<\/strong><br>\nAngesichts der sozialen Lage der Griechen ist es zynisch, ihnen eine Fortsetzung des Reformkurses abzufordern. Das von Syriza geforderte Sozialprogramm w&uuml;rde nur zwei Milliarden Euro im Jahr kosten. Es w&auml;re an der Zeit, Griechenland Erleichterungen anzubieten&hellip;<br>\nSchlie&szlig;lich waren es ihre Banken, die vor 2010 eine unverantwortliche Regierung in Athen mit zig Milliarden Euro kreditierten, nur um dann auf Haftung der &uuml;brigen Eurostaaten von ihren Fehlinvestitionen freigekauft zu werden. Es waren die Bau- und R&uuml;stungsfirmen aus Deutschland und Frankreich, die mit systematischer Bestechung griechischer Amtstr&auml;ger und Politiker jene absurden Prestigebauten und R&uuml;stungsausgaben bef&ouml;rderten, die Griechenland in den Abgrund f&uuml;hrten.<br>\nInsofern w&auml;re es nur recht und billig, Griechenland beim Schuldendienst Erleichterungen anzubieten. Das von Syriza vorgeschlagene Sofortprogramm soll den Armen zumindest wieder Zugang zur Gesundheits- und zur Stromversorgung geben und zwei Milliarden Euro im Jahr kosten. Das w&auml;ren gerade mal zehn Prozent der Summe, die das Land in diesem Jahr an Zins und Tilgung zahlen muss. Das zu verhandeln, sollte selbst Kanzlerin Merkel und ihrem Finanzminister nicht so schwerfallen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/griechenland-dreiste-einmischung\/11188678.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Das Oberkommando der Euromacht gibt bekannt:<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150106_04.png\" alt=\"\" title=\"\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2015\/01\/05\/titelblaetter-vom-05-01-2015\/10-taz_meedia-18\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>TTIP<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Freihandelsabkommen TTIP &ndash; Alles K&auml;se<\/strong><br>\nDie Deutschen und andere Europ&auml;er m&uuml;ssen sich wohl darauf einstellen, dass Tiroler Speck oder Holl&auml;ndischer Gouda in Zukunft auch aus den Vereinigten Staaten kommen k&ouml;nnen. Das zumindest deutet Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) an, der die Verbraucher damit schon mal auf die Folgen des geplanten Freihandelsabkommens TTIP zwischen den USA und der EU einstimmen will. &ldquo;Wenn wir die Chancen eines freien Handels mit dem riesigen amerikanischen Markt nutzen wollen, k&ouml;nnen wir nicht mehr jede Wurst und jeden K&auml;se als Spezialit&auml;t sch&uuml;tzen&rdquo;, sagte Schmidt dem Nachrichtenmagazin Spiegel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/freihandelsabkommen-ttip-alles-kaese-1.2290945\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man kann das Gerede von Bundesagrarminister Christian Schmidt getrost unter Ablenkungsman&ouml;ver verbuchen. Die angesprochenen Punkte gehen an der Problematik des TTIP weit vorbei. Das Gef&auml;hrliche an TTIP ist die Tatsache, dass hier f&uuml;r die Interessen der transnationalen Gro&szlig;konzerne ein eigener, der demokratischen Kontrolle entzogener Rechtsraum geschaffen werden soll. Die dazugeh&ouml;rigen geheimen Schiedsgerichte d&uuml;rften inzwischen als Bestandteil des TTIP bekannt sein. Dazu kommt ein weiteres geheimes Gremium,  ein sogenanntes Regulatory Cooperation Council RCC (Rat zur regulatorischen Kooperation) in welchem Gesetzesvorhaben ohne die Einbeziehung  nationaler Parlamente eng mit Lobbygruppen abgestimmt werden sollen. Man kann nur schwer verstehen wie Merkel und auch Gabriel ein dezidiert anti-demokratisches Abkommen wie das TTIP so vehement bef&uuml;rworten k&ouml;nnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Freihandelsabkommen TTIP: Agrarminister Schmidt will Herkunftsbezeichnungen doch nicht abschaffen<\/strong><br>\nKein Schwarzw&auml;lder Schinken mehr? &ldquo;Wir k&ouml;nnen nicht mehr jede Wurst und jeden K&auml;se als Spezialit&auml;t sch&uuml;tzen.&rdquo; So &auml;u&szlig;ert sich Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt im neuen &ldquo;Spiegel&rdquo; zum Freihandelsabkommen TTIP. Doch dann relativiert er &ndash; deutlich. Die EU-Kommission m&uuml;sse vor den Verhandlungen mit den USA &uuml;ber den Handelsvertrag &ldquo;klare Kante&rdquo; zeigen, forderte der CSU-Politiker. Bayerisches Bier m&uuml;sse aus Bayern, fr&auml;nkischer Bocksbeutel aus Franken stammen, forderte Schmidt. Das schaffe Transparenz f&uuml;r die Verbraucher und sch&uuml;tze kleine Hersteller aus den Regionen. Zuvor hatte Schmidt im Nachrichtenmagazin &ldquo;Der Spiegel&rdquo; erkl&auml;rt, wenn man die Chancen eines freien Handels mit dem riesigen amerikanischen Markt nutzen wolle, k&ouml;nne man nicht mehr jede Wurst und jeden K&auml;se als Spezialit&auml;t sch&uuml;tzen. Hersteller regionaler Spezialit&auml;ten k&ouml;nnten durch das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA ihre Privilegien verlieren.<br>\nDie Verhandlungen der Europ&auml;ische Union und der USA &uuml;ber das umstrittene Freihandelsabkommen laufen seit 2013, bis Ende dieses Jahres sollen sie beendet sein. Die Bundesregierung sieht in TTIP neue Chancen f&uuml;r Wachstum und Besch&auml;ftigung. Dagegen sorgt der geplante Vertrag bei Umwelt- und Verbrauchersch&uuml;tzern sowie auch bei Kulturverb&auml;nden f&uuml;r Kritik. Sie bef&uuml;rchten eine Senkung m&uuml;hsam errungener Schutzstandards und r&uuml;gen eine Intransparenz bei den Gespr&auml;chen. Umstritten sind auch die unabh&auml;ngigen Schiedsgerichten, vor denen einzelne Firmen ein Land verklagen k&ouml;nnten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/freihandelsabkommen-ttip-agrarminister-schmidt-will.1818.de.html?dram:article_id=307770\">Deutschlandradio<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es dr&auml;ngt sich einem doch der Eindruck auf, dass hier ein vordergr&uuml;ndiges Schmierentheater aufgef&uuml;hrt wird &ndash; in der Hoffnung, dass Spreewaldgurken und andere regionale Spezialit&auml;ten den Deutschen mehr am Herzen liegen, weil fassbarer, als viel grunds&auml;tzlichere, aber komplexere Themen. So schreibt denn auch Andreas Herholz von der <a href=\"http:\/\/www.nwzonline.de\/kommentare-der-redaktion\/aergerlich_a_22,0,1406660150.html\">Nordwest Zeitung<\/a>: &ldquo;Aber vielleicht handelt es sich wirklich nur um ein Man&ouml;ver, das von den noch weitaus dramatischeren Auswirkungen ablenken soll, die der deutschen Landwirtschaft und den Verbrauchern im Zuge des Freihandelsabkommens drohen.&rdquo; &ndash; Hier m&ouml;chte ich mein &uuml;bliches &ldquo;ceterum censeo&rdquo; unterbringen: Das private Streitschlichtungsverfahren zwischen Unternehmen und Staaten in TTIP geh&ouml;rt abgeschafft. Die Rechtssysteme in den USA und Europa sind einander so &auml;hnlich, dass private Sondergerichte &uuml;berfl&uuml;ssig sind. Im &Uuml;brigen, warum hat die SPD-Basis ihren Minister nicht schon l&auml;ngst darauf hingewiesen, dass im Abkommen der USA mit Australien auf einen gesonderten Investorenschutz verzichtet wurde. Stattdessen l&auml;sst sie sich von billigen Ausreden einlullen, wie: Wenn alle das wollen, k&ouml;nnen wir uns nicht verweigern. Angesichts der Dominanz Deutschlands in anderen Fragen wirkt solche Rede l&auml;cherlich und absurd.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Freihandel als Waffe im globalen Machtkampf<\/strong><br>\nDie Transatlantic Trade and Investment Partnership (TTIP) zwischen den USA und der EU ist ein Mega-Projekt. Von vielen Seiten wird vor Risiken und Gefahren des Abkommens gewarnt. Dennoch treiben die zust&auml;ndigen Stellen das Projekt immer weiter voran. Damit stellt sich die Frage: Warum wollen die EU und die USA &uuml;berhaupt TTIP? Oder anders: Wof&uuml;r nehmen sie m&ouml;gliche Risiken des Abkommens in Kauf? Die in Aussicht gestellten Effekte auf Wirtschaftswachstum und Arbeitspl&auml;tze sind gering. Der Plan der EU, ihrer Mitgliedsstaaten und der USA ist vielmehr, durch eine Kooperation ihre Stellung in der globalen Konkurrenz zu st&auml;rken &ndash; nicht nur wirtschaftlich, auch machtpolitisch. Damit steckt das Projekt gleichzeitig voller Widerspr&uuml;che, denn es ist eine Kooperation von Konkurrenten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rosalux.de\/publication\/40971\">Rosa-Luxemburg-Stiftung<\/a><\/li>\n<li><strong>TTIP muss sterben<\/strong><br>\nDie Gegner der transatlantischen Freihandelszone sorgen sich mehr um die m&ouml;glichen Inhalte des Vertrages als um die durch Freihandelsvertr&auml;ge generell verursachte Dynamik. So wird der &ouml;ffentliche Druck aber nur zu der einen oder anderen Ausnahme im Vertragswerk f&uuml;hren (z. B. keine Wasserprivatisierung und keine GVO-Lebensmittel). Das Ziel, M&auml;rkte immer weiter zu deregulieren, erreichen die Verhandlungsf&uuml;hrer trotzdem, w&auml;hrend die Ausnahmen bedroht bleiben, da sie regelm&auml;&szlig;ig &uuml;berpr&uuml;ft werden sollen.<br>\nSinkender Verbraucherschutz oder eine Verschlechterung von Hygiene- und Umweltstandards drohen nicht, weil dies explizit gefordert w&uuml;rde. Jeder Freihandelsvertrag versucht ganz allgemein grenz&uuml;berschreitend marktkonforme Regulierungen in immer mehr Bereichen der Gesellschaft zu verankern &ndash; was zwingend zu mehr Konkurrenzkampf f&uuml;hrt, bei dem alles Kostenverursachende und Profite Beschr&auml;nkende st&ouml;rt: B&uuml;rgerbeteiligung, Vorsorgeprinzip, Umverteilung, Verursacherprinzip, nachhaltige Entwicklung, Regionalf&ouml;rderung, und nat&uuml;rlich Verbraucherschutz sowie Hygiene- und Umweltstandards. Wer lediglich rote Linien definiert, die nicht &uuml;berschritten werden d&uuml;rfen, um so einem Vertragswerk zustimmen zu k&ouml;nnen, ist nicht nur ein Bef&uuml;rworter des bestehenden internationalen Konkurrenzkampfs &ndash; er will ihn sogar weiter versch&auml;rfen.<br>\nDer weltweite Standortwettbewerb ist reaktion&auml;r. Er zersetzt gesellschaftliche Errungenschaften in der Hoffnung auf Handelsgewinne z. B. in Form von zus&auml;tzlichem Einkommen, das &ndash; wenn es &uuml;berhaupt dazu kommt &ndash; immer weniger (und in vielen L&auml;ndern &uuml;berhaupt nicht mehr) bei denjenigen ankommt, die es n&ouml;tig haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/m.heise.de\/tp\/artikel\/43\/43731\/1.html?from-classic=1\">heise.de<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>10 Jahre Hartz IV<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Kein Jubel bei den Betroffenen<\/strong><br>\nDie Proteste im Sommer 2004 n&uuml;tzten nichts &ndash; am 1. Januar 2005 trat die vierte Stufe der auf den Vorschl&auml;gen der Hartz-Kommission basierenden Sozialreform in Kraft. Ziel war die Halbierung der Arbeitslosenzahl. In die offiziellen Jubelmeldungen zum zehnten Jahrestag wollen vor allem Betroffene nicht einstimmen.<br>\nDer Satz steht mit seiner ganzen Unerbittlichkeit im Raum: &raquo;Ich bin ziemlich weit unten, aber ich habe mich noch nicht verloren gegeben.&laquo; Er stammt von Margit M., wohnhaft in einem Ein-Zimmer-Appartement nahe M&uuml;nchen. Wenn Margit M. so einen Satz sagt, ist das ganz ohne Pathos oder Weinerlichkeit. Die realistische N&uuml;chternheit macht freilich wiederum betroffen. &raquo;Fr&uuml;her&laquo;, sagt die 45-J&auml;hrige, &raquo;habe ich geglaubt, n&auml;chstes Jahr wird&rsquo;s besser.&laquo; Es kam anders, heute lebt sie eher Tag f&uuml;r Tag.<br>\nBegonnen hat dieses Leben vor etwa acht Jahren, als die medizinische &Uuml;bersetzerin ihren Arbeitsplatz verlor. Es folgte das Hineingleiten in die Selbstst&auml;ndigkeit, die sich schlie&szlig;lich als Folge von zeitlich befristeten Jobs und dazwischen immer wieder Phasen der Arbeitslosigkeit herausstellte. Aus der Selbstst&auml;ndigkeit wurde eine andauernde prek&auml;re Situation. Und seit &uuml;ber einem Jahr lebt Margit M. von Hartz IV.<br>\nVerwandte und Freunde finden es schwer zu glauben, dass sie nichts Festes mehr findet. Als Akademikerin, die studiert hat und sp&auml;ter noch eine Journalistenausbildung draufsetzte. Warum klappte es trotzdem nicht mit einer neuen Arbeitsstelle? &raquo;Da ist das Alter&laquo;, meint Margit M. 45 Jahre seien schon ein &raquo;Vermittlungshemmnis&laquo;. Ab und zu sei sie zu Vorstellungsgespr&auml;chen eingeladen worden, doch &raquo;es gibt immer jemanden, der j&uuml;nger und vielleicht noch besser qualifiziert ist&laquo;. Von den Jobcentern erwartet sie keine gro&szlig;e Hilfe, dort s&auml;&szlig;en Leute hinter den Schreibtischen, die selber Existenzangst h&auml;tten. Oft seien die Stellenangebote veraltet und die Zeitarbeitsfirmen w&uuml;rden nur ihre Bewerberpools auff&uuml;llen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/956707.kein-jubel-bei-den-betroffenen.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><strong>Feindbild Hartz IV<\/strong><br>\nBernhard Keller reparierte Flugzeuge. Nach der Schule wurde er Berufssoldat, Mechaniker bei der Luftwaffe. Nach zw&ouml;lf Jahren ging er als milit&auml;rischer Berater in den Oman. Dort wartete er die Flieger und wies die Techniker ein. Anschlie&szlig;end wechselte er nach Hamburg, zur Lufthansa. Dann nach Frankfurt. Nach M&uuml;nchen. Damals, als er nach Bayern ziehen wollte und 38 Jahre alt war, schrieb er zehn Bewerbungen und bekam zehn Angebote, sagt er. Keller entschied sich f&uuml;r das Flugzeugwerk Dornier. Zw&ouml;lf Jahre sp&auml;ter war das Unternehmen pleite.<br>\nDer Bandscheibenvorfall kam 1996, das Arbeitsamt und die Scheidung folgten 1998. Keller hat das Gef&uuml;hl in den Beinen verloren. Auf der glatten Oberfl&auml;che der Flugzeuge zu laufen, war danach nicht mehr drin. So begann sein Abstieg. Zum Schluss hat er Bleche gebogen, in Leiharbeit. Einen Job als Wachmann gab er wieder auf &ndash; weil er die Treppen nicht steigen kann. Er braucht eine leichtere T&auml;tigkeit.<br>\nBernhard Keller hei&szlig;t in Wahrheit anders. Er m&ouml;chte unerkannt bleiben und das liegt an Hartz IV. F&uuml;r ihn ist das Arbeitslosengeld II und die Beh&ouml;rde, die es vergibt, zu einem Feindbild geworden. Er f&uuml;hlt sich nicht ernst genommen von den Beratern im Jobcenter, versteht nicht, warum sie ihn zu Aktivierungs&uuml;bungen treiben, obwohl er sein Berufsleben l&auml;ngst aufgeben musste &ndash; unwiderruflich.<br>\nSeinen letzten Kurs im Jahr 2012 habe er abgebrochen, sagt er. Ein Coaching zu mehr &ldquo;Alltagstauglichkeit&rdquo;. Die Erwerbslosen &uuml;bten darin, wie sie eine unbekannte Adresse in der Stadt mit dem Bus oder mit der Stra&szlig;enbahn erreichen. &ldquo;Schnitzeljagd&rdquo;, nennt das Keller. Eine solche Ma&szlig;nahme zu verlassen kann f&uuml;r die Teilnehmer bedeuten, dass das Jobcenter ihnen Geld k&uuml;rzt. &ldquo;F&ouml;rdern und Fordern&rdquo;, hei&szlig;t das im Fachjargon der Arbeitsvermittler, denen Keller dort gegen&uuml;bersitzt. Unterst&uuml;tzung und Sanktionen, Zuckerbrot und Peitsche &ndash; er hat genug.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/langzeitarbeitslose-feindbild-hartz-iv-1.2286110\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Zehn Jahre Untertanenstaat<\/strong><br>\nDie Hartz-Arbeitsgesetze haben die Berliner Republik gepr&auml;gt &ndash; und die gegenw&auml;rtige Zunahme autorit&auml;rer, rechtsextremer und antidemokratischer Tendenzen ma&szlig;geblich bef&ouml;rdert.<br>\nDie Agenda 2010 mitsamt den Hartz-Arbeitsgesetzen zielte auf die Absenkung des Preises der Ware Arbeitskraft, die Versch&auml;rfung des Arbeitsregimes, die umfassende Prekarisierung des Arbeitslebens sowie die Entrechtung und Entmachtung der Lohnabh&auml;ngigen in Deutschland. Es ist kein Zufall, dass der damals in der Bundesrepublik umgesetzte Demokratie- und Sozialabbau den heutzutage in S&uuml;deuropa durchgepeitschten Sparterror zum Verwechseln &auml;hnelt. Die Enteignung und Entrechtung der Lohnabh&auml;ngigen vollzog sich unter anderem durch die Senkung der &ouml;ffentlich als &bdquo;Lohnnebenkosten&ldquo; bezeichneten Einkommensanteile, durch massive Leistungsk&uuml;rzungen in der Krankenversicherung, die Aush&ouml;hlung des Rentensystems oder die ber&uuml;chtigten &bdquo;Lockerungen&ldquo; des K&uuml;ndigungsschutzes, die den Ausbau von Leiharbeit in einem Niedriglohnsektor bef&ouml;rderten.  [&hellip;]<br>\nDie mit der Agenda 2010 eingef&uuml;hrte Scharfmacherei gegen die Opfer der kapitalistischen Systemkrise, die in einer ideologischen Personifizierung der Krisenursachen zu deren Verursachern halluziniert werden, ist seitdem zu einem best&auml;ndigen Moment des &ouml;ffentlichen Diskurses in der Bundesrepublik geworden. Die ber&uuml;chtigte Sarrazin-Debatte, bei der das Feindbild des &bdquo;Sozialschmarotzers&ldquo; mit xenophoben und antiislamischen Ressentiments angereichert wurde, w&auml;re ohne die demagogische &bdquo;Vorarbeit&ldquo; im Rahmen der Agenda 2010 genauso wenig m&ouml;glich gewesen, wie die j&uuml;ngsten Hetztiraden gegen die &bdquo;korrupten Griechen&ldquo; oder gegen &bdquo;faule S&uuml;deurop&auml;er&ldquo; im Gefolge der Eurokrise. In all diesen F&auml;llen wird von den Einpeitschern in Politik und Meiden an die niedersten, sadistischen Instinkte und &Auml;ngste derjenigen Bev&ouml;lkerungsgruppen appelliert, die noch nicht unter die R&auml;der der amoklaufenden kapitalistischen Wirtschaftsmaschine geraten sind. Es war vor allem die von Abstiegs&auml;ngsten geplagte Mittelklasse, die nur allzu bereitwillig diese Ideologie verinnerlichte und alle Ma&szlig;nahmen akzeptiere, mit denen die Entrechtung, soziale Isolierung und Schikanierung der zu T&auml;tern getempelten Krisenopfer umgesetzt wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/le-bohemien.net\/2015\/01\/05\/hartz-iv-zehn-jahre-untertanenstaat\/\">le Boh&eacute;mien<\/a><\/li>\n<li><strong>Neue Entmenschlichung durch Hartz IV<\/strong><br>\nMit Hartz-IV sind Menschen, die ohne eigenes Verschulden arbeitslos geworden sind, nicht nur in die Armut herunterreglementiert worden, sondern in ein Leben weit unterhalb des Existenzminimums. All das, was das Bundesverfassungsgericht vor gut drei Jahren, am 9. Februar 2010 , noch einmal als unaufhebbare Pflichtaufgaben des Staates im Sinne der Menschenw&uuml;rde (Artikel Nummer eins unseres Grundgesetzes) aufgef&uuml;hrt hat, all das bleibt die Bundesrepublik seit dem 1. Januar 2005 den Zwangsarbeitslosen, den &bdquo;Aufstockern&ldquo; und den Armutsrentnern schuldig: es wird nicht mehr die physische Existenz der betroffenen Menschen sichergestellt ; es wird nicht mehr deren soziokulturelle (und &uuml;brigens auch: politische!) Teilhabem&ouml;glichkeit sichergestellt; es wird nicht mehr sichergestellt, was das Bundesverfassungsgericht als M&ouml;glichkeit &bdquo;zur Pflege zwischenmenschlicher Beziehungen&ldquo; bezeichnet hat.<br>\nDamit hat der Staat Bundesrepublik Deutschland qu&auml;lendes Leid &uuml;ber Millionen von Menschen gebracht. Damit hat dieser Staat krankmachende Aussonderungsprozesse der Zwangsarbeitslosen in Gang gesetzt. Wer im &bdquo;Regelsatz&ldquo; keinen Euro und Cent f&uuml;r Verwandtenbesuche eingeplant hat, wer den Zwangsarbeitslosen keinen Euro und Cent f&uuml;r Geburtstagsgeschenke an Freunde und f&uuml;r Bewirtungskosten f&uuml;r Freunde und Verwandte zugestehen mochte, betreibt Zwangsisolation der betroffenen Menschen.<br>\n Wer der B&uuml;rokratie schon bei kleinsten Verfehlungen der Zwangsarbeitslosen, Aufstocker und Armutsrentner sch&auml;rfste Sanktionsrechte einr&auml;umt &ndash; konkret: K&uuml;rzung des Regelsatzbetrages bis hinunter auf Null! -, der spielt mit dem Leben dieser Menschen. Was per definitionem durch den Staat Grundsicherung im Sinne von &bdquo;Existenzminimum&ldquo; ist, das darf nicht unterschritten werden, weil damit das Mittel der Strafe per definitionem dieses Gesetzeswerkes die Sanktion Existenzvernichtung ist. Mit Hartz-IV wurde dieses sadistische Bestrafungsrecht gegen&uuml;ber Hilfebed&uuml;rftigen aber Recht und Gesetz, und seit dem 1. Januar 2005 wird dieses Gesetz &ndash; das nat&uuml;rlich kein Recht ist! &ndash; von den Beh&ouml;rden auch wieder und wieder exekutiert. Was im Strafrecht wie im gesamten Rechtswesen der Bundesrepublik sonst nach wie vor rechtsg&uuml;ltiger Rechtsgrundsatz ist, das sogenannte &bdquo;&Uuml;berma&szlig;verbot&ldquo; , ein &Uuml;bertreibungshindernis, das selbst bei schwersten Verbrechen einzuhalten ist, das ist f&uuml;r die &Auml;rmsten der Armen in der Bundesrepublik seit dem 1. Januar 2005 au&szlig;er kraft gesetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=19389\">Neue Rheinische Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein schon etwas &auml;lterer Beitrag, der aber die Unmenschlichkeit des Hartz IV Systems gut zusammenfasst und illustriert und auch den Zusammenhang zwischen einer zur Politik erhobenen Menschenfeindlichkeit und dem entstehen rechter und fremdenfeindlicher Bewegungen thematisiert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Zehn Jahre Hartz IV &ndash; eine Bilanz<\/strong><br>\n&bdquo;Das Prinzip des F&ouml;rderns und Forderns funktioniert&ldquo;, erkl&auml;rt Heinrich Alt, Mitglied im Vorstand der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA). &bdquo;Fr&uuml;her wurden viele Menschen in der Sozialhilfe nur verwaltet. Noch nie wurde so ernsthaft und sp&uuml;rbar mit den Menschen an ihren Integrationschancen gearbeitet. Dabei geht es auch um das Bewusstsein, gebraucht zu werden und etwas leisten zu k&ouml;nnen&ldquo;, betont Alt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.arbeitsagentur.de\/web\/content\/DE\/Presse\/Presseinformationen\/ArbeitslosengeldII\/Detail\/index.htm?dfContentId=L6019022DSTBAI708983\">Bundesagentur f&uuml;r Arbeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Meldung stammt zwar schon aus dem vergangenen Jahr, aber sie ist so schr&auml;g, dass wir auch anl&auml;sslich der Einf&uuml;hrung von Hartz IV vor zehn Jahren noch einmal darauf hinweisen. &bdquo;Noch nie wurde so ernsthaft und sp&uuml;rbar mit den Menschen an ihren Integrationschancen gearbeitet. Dabei geht es auch um das Bewusstsein, gebraucht zu werden und etwas leisten zu k&ouml;nnen&rdquo;. Da bleibt einem nur noch Ironie. Bei Kim Jong-un in Nordkorea h&auml;tte man es nicht sch&ouml;ner formulieren k&ouml;nnen. In welcher Welt lebt Alt eigentlich? Selbst wenn man ber&uuml;cksichtigt, dass Alt wie Weise ein politischer Beamter ist, also die offizielle Regierungspropaganda verbreiten muss, geht sein Statement so meilenweit an der Realit&auml;t vorbei, dass man nur noch den Kopf sch&uuml;tteln kann.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Fachkr&auml;ftemangel  &ndash; Die Fata Morgana<\/strong><br>\nIn Unternehmen und Verb&auml;nden wird gern &uuml;ber den Fachkr&auml;ftemangel geklagt. Wer ihn sucht, stellt allerdings fest: Es gibt ihn gar nicht.<br>\nAxel Haitzer steht nicht kurz vor der Reifepr&uuml;fung. Die hat er bereits 1983 abgelegt. Er ist 52 und Berater. Er hilft Unternehmen dabei, Fachkr&auml;fte zu finden und an sich zu binden. Gerade hat er das Buch &ldquo;Bewerbermagnet&rdquo; ver&ouml;ffentlicht und mit der Testanfrage Personaler auf die Probe gestellt. Mit seiner Agentur Quergeist ist er einer der Dienstleister, die sich um eines der vermeintlich dringendsten Probleme der deutschen Wirtschaft k&uuml;mmern: den Fachkr&auml;ftemangel.<br>\nHaitzer nennt ihn ein &ldquo;modernes M&auml;rchen&rdquo;. Und erz&auml;hlt Anekdoten wie die von dem Unternehmen, das in seiner Stellenanzeige immerhin eine Telefonnummer angibt. Wer sie w&auml;hlt, wird von einer Stimme vom Band begr&uuml;&szlig;t: &ldquo;Wenn Sie eine Frage zu Ihrer Gehaltsabrechnung haben, dr&uuml;cken Sie die &lsquo;Eins&rsquo;. Wenn es um Reisespesen geht, dr&uuml;cken Sie bitte die &lsquo;Zwei&rsquo;&hellip;&rdquo; Wer lange genug durchh&auml;lt, kann sich am Ende der Ansage immerhin f&uuml;r ein pers&ouml;nliches Gespr&auml;ch entscheiden.<br>\nNach Haitzers eigenen Erhebungen aus den ersten vier Monaten dieses Jahres war fast in jeder dritten Stellenanzeige in der &ldquo;Frankfurter Allgemeinen Zeitung&rdquo; und in jeder zweiten in der &ldquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&rdquo; erst gar kein pers&ouml;nlicher Ansprechpartner f&uuml;r die Bewerber genannt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.brandeins.de\/archiv\/2011\/sinn\/die-fata-morgana\/\">brand eins<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Nochmals zum angeblichen Fachkr&auml;ftemangel. Der Artikel ist bereits aus dem Jahr 2011und zeigt, schon damals war der Fachkr&auml;ftemangel ein Propagandam&auml;rchen der Arbeitgeber. Auch am Umgang mit Bewerbern hat sich nichts ge&auml;ndert. Es ist als Bewerber immer wieder dem&uuml;tigend eines dieser Standardschreiben zu bekommen aus dem hervorgeht, dass man sich nicht im Mindesten mit der Bewerbung auseinandergesetzt hat.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Mit 70 in Rente &ndash; freiwillig<\/strong><br>\nDer Chef der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA), Frank-J&uuml;rgen Weise, pl&auml;diert angesichts des Fachkr&auml;ftebedarfs in Deutschland f&uuml;r eine freiwillige Rente mit 70 Jahren. &ldquo;Flexible Ausstiege aus dem Erwerbsleben in Rente sind grunds&auml;tzlich ein gutes Modell&rdquo;, sagte Weise der Zeitung Die Welt.<br>\nMit der abschlagsfreien Rente zum 63. Lebensjahr habe man an einem Ende der Spanne einen Anfang gemacht. &ldquo;Man sollte nun auch Anreize daf&uuml;r setzen, dass Arbeitnehmer, die fit sind, freiwillig bis 70 arbeiten k&ouml;nnen&rdquo;, forderte Weise. Dies w&uuml;rde dem Arbeitsmarkt zugutekommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/chef-der-bundesagentur-fuer-arbeit-mit-in-rente-freiwillig-1.2288723\">SZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Weise ist als Chef der BA nat&uuml;rlich in erster Linie politischer Beamter, er muss also die offizielle Regierungsideologie verbreiten. Anders l&auml;sst sich der ewig gleiche Stuss vom &bdquo;Fachkr&auml;ftebedarf&ldquo; den Weise verbreitet nicht erkl&auml;ren. Um bis 70 arbeiten zu k&ouml;nnen br&auml;uchte man aber erst einmal einen bezahlten Arbeitsplatz. Eigentlich m&uuml;sste es Weise besser als jeder andere wissen, dass es gerade in Deutschland f&uuml;r &auml;ltere Arbeitnehmer nahezu unm&ouml;glich ist nach einem Arbeitsplatzverlust mit Ende vierzig oder Anfang f&uuml;nfzig je wieder einen Job zu bekommen &ndash; selbst in seiner eigenen Beh&ouml;rde gelten die Betroffenen als &bdquo;schwervermittelbar&ldquo;. Nach wie vor wollen gerade Gro&szlig;betriebe ihre &auml;lteren Arbeitnehmer eher loswerden als neue einzustellen. Auf der anderen Seite finden sich Menschen, die ihr Leben lang k&ouml;rperlich gearbeitet haben und physisch kaputt sind. Wie sollen diese bis 70 arbeiten? Lang Rede kurzer Sinn, Weises Gerede soll offenbar die propagandistische Vorbereitung f&uuml;r eine generelle Rente mit 70 sein. Wir d&uuml;rfen gespannt sein, dieses Jahr j&auml;hrt sich die Einf&uuml;hrung der Agenda 2010 zum zehnten mal, da wird es doch langsam Zeit f&uuml;r eine Agenda 2020.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Mindestlohn<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>N&uuml;tzt oder schadet der Mindestlohn?<\/strong><br>\nSeit dem 1. Januar 2015 soll in Deutschland fast niemand mehr f&uuml;r weniger als 8,50 Euro pro Stunde arbeiten m&uuml;ssen. Arbeitgeber warnen vor Entlassungen, auch Gewerkschaften und Sozialverb&auml;nde sind unzufrieden. Was bringt der Mindestlohn?<br>\nStudiog&auml;ste:<br>\nRudolf Hickel, Forschungsleiter Finanzpolitik, Institut Arbeit und Wirtschaft der Universit&auml;t Bremen<br>\nHagen Lesch,  Tarifexperte am Institut der deutschen Wirtschaft K&ouml;ln<br>\nGerhard Schr&ouml;der,  Deutschlandradio, Korrespondent Hauptstadtstudio<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2015\/01\/05\/dlf_20150105_1010_43ccdd88.mp3\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Zwar wird Hagen Lesch vom arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft als der Tarifexperte vorgestellt, aber Rudolf Hickel schl&auml;gt sich wacker und wir bekommen doch noch einmal viele Argumente vorgetragen, die die Diskussion bestimmen. Nat&uuml;rlich bietet das Thema noch weit mehr Diskussionsstoff, als hier verarbeitet werden konnte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Christoph Butterwegge: Armutsfalle Mindestlohn<\/strong><br>\nDer zehn Jahre nach Hartz IV eingef&uuml;hrte Mindestlohn reicht offensichtlich weder aus, um die wachsende Erwerbs- und Altersarmut in Deutschland einzud&auml;mmen, noch zieht er Hartz IV die Giftz&auml;hne: Die rigiden Zumutbarkeitsregeln bleiben ebenso erhalten wie die drakonischen Sanktionen. Im Ergebnis wird der Niedriglohnsektor nur auf einem etwas h&ouml;heren und weniger unertr&auml;glichen Durchschnittsniveau zementiert.<br>\nOb eine sp&uuml;rbare Erh&ouml;hung des Mindestlohns in Zukunft leichter durchzusetzen sein wird als seine Einf&uuml;hrung, muss sich zeigen. Fest steht heute nur eins: Ohne die Verst&auml;rkung des parlamentarischen und au&szlig;erparlamentarischen, vor allem des gewerkschaftlichen Drucks ist auch in Zukunft kein wirklicher Durchbruch in der Lohnfrage zu erwarten.<br>\nDabei l&auml;sst sich nur durch einen Mindestlohn in existenzsichernder H&ouml;he sowie durch eine bedarfsgerechte, armutsfeste und repressionsfreie Grundsicherung f&uuml;r Langzeiterwerbslose die W&uuml;rde der Arbeit im vereinten Deutschland wiederherstellen. Durch den am 1. Januar 2015 in Kraft tretenden Mindestlohn wird dagegen h&ouml;chstens eine weitere Lohnspreizung verhindert. Denn der Niedriglohnsektor wird zwar nach unten abgedichtet, aber keineswegs einged&auml;mmt oder gar abgeschafft. Das w&auml;re jedoch unbedingt n&ouml;tig, um Armut und soziale Ausgrenzung wirksam zu bek&auml;mpfen.<br>\nDies gilt in noch st&auml;rkerem Ausma&szlig; f&uuml;r das Problem der k&uuml;nftig wahrscheinlich stark zunehmenden Altersarmut.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2015\/januar\/armutsfalle-mindestlohn\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Nobel Laureate Stiglitz Blocked From SEC Panel After Faulting High-Speed Traders<\/strong><br>\nJoseph Stiglitz, the Nobel laureate economist who called for a tax on high-frequency trading, has been blocked from a government panel that will advise regulators on issues facing U.S. equity markets, according to people familiar with the matter.<br>\nStiglitz&rsquo;s rejection shows the partisan infighting that has bogged down Securities and Exchange Commission Chair Mary Jo White&rsquo;s plan to set up a panel of experts to advise the agency on topics ranging from rapid-fire stock trading to dark pools.<br>\nRepublican Commissioner Daniel Gallagher opposed Stiglitz&rsquo;s nomination in recent weeks as White sought to complete the list of participants, according to two people who asked to not be identified because the deliberations were private. Democratic Commissioner Luis Aguilar had pushed for Stiglitz, who has said high-frequency trading isn&rsquo;t good for financial markets and should be curbed, possibly through a tax.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bloomberg.com\/news\/2015-01-05\/stiglitz-blocked-from-sec-panel-after-faulting-high-speed-trades.html\">Bloomberg<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Trotz ansteigender Alterserwerbst&auml;tigkeit: Nur die Minderheit der &Auml;lteren wechselt aus einer versicherungspflichtigen Besch&auml;ftigung in die Rente<\/strong><br>\n<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150106_03.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150106_03_small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a>\n<ul>\n<li>In der anhaltenden Debatte &uuml;ber die Anhebung der Altersgrenzen, die Verl&auml;ngerung der Alterserwerbst&auml;tigkeit und flexible Alters&uuml;berg&auml;nge werden die empirischen Fakten h&auml;ufig ausgeblendet. Zwar ist es richtig, dass die Alterserwerbst&auml;tigkeit deutlich zugenommen hat und auch das durchschnittliche Rentenzugangsalter gestiegen ist. Aber immer noch ist die versicherungspflichtige Besch&auml;ftigung im rentennahen Alter gering: Die Besch&auml;ftigungsquote erreicht (2013) Werte von 22.4 % bei den 63j&auml;hrigen und von 17,3 % bei den 64j&auml;hrigen.<\/li>\n<li>Betrachtet man den Status vor dem Rentenbezug, so zeigt sich zudem, dass nach wie vor nur eine Minderheit den Alters&uuml;bergang aus einer  versicherungspflichtigen Besch&auml;ftigung heraus vollzieht. Im Jahr 2013 standen lediglich 27 % der M&auml;nner und 24,9 % der Frauen vor dem Bezug der Altersrente in einer versicherungspflichtigen Besch&auml;ftigung.<\/li>\n<li>Im Zeitverlauf seit 1996 gewinnt der Status vor dem Rentenbezug &bdquo;versicherungspflichtige Besch&auml;ftigung&ldquo; langsam an Bedeutung. So waren  im Jahr 2008 nur 18,3 % der M&auml;nner und 17,3 % hier zuzuordnen. Aber die meisten Rentenzug&auml;nge waren auch im Jahr 2013 entweder &uuml;berhaupt nicht besch&auml;ftigt (passiv Versicherte) oder befanden sich im Status der Arbeitslosigkeit bzw. der Altersteilzeit.<\/li>\n<li>Passiv versichert vor dem Renteneintritt waren im Jahr 2013 37 % der Frauen und 28,3 % der M&auml;nner. Der Status der Arbeitslosigkeit (SGB III-Bezug oder anrechnungszeitversichert) lag bei 19,3 % der M&auml;nner vor, bei den Frauen waren es 15 %. F&uuml;r Empf&auml;nger von Arbeitslosengeld II werden seit 2011 keine Beitr&auml;ge mehr gezahlt. Die Rentenzug&auml;nge nach dem Bezug von Arbeitslosengeld II (&bdquo;Hartz IV&ldquo;) werden in der Statistik als Anrechnungszeitversicherte gez&auml;hlt.<\/li>\n<li>Von Bedeutung ist auch der Status &bdquo;Altersteilzeit&ldquo;. Hier zeigt sich zwar seit 2007\/2008 ein R&uuml;ckgang, aber auch 2013 z&auml;hlten immer noch 16,1 % der M&auml;nner und 10,6 % der Frauen zu dieser Statusgruppe.<\/li>\n<li>Insgesamt zeigt sich, dass Renteneintritt und Berufsaustritt keineswegs identisch sind. Dem Gro&szlig;teil der Versicherten gelingt es aus unterschiedlichen Gr&uuml;nden nicht, bis zur Altersgrenze (vorgezogene Altersgrenze mit Abschl&auml;gen oder Regelaltersgrenze) versicherungspflichtig besch&auml;ftigt zu sein.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\/tl_files\/sozialpolitik-aktuell\/_Politikfelder\/Alter-Rente\/Datensammlung\/PDF-Dateien\/abbVIII13b_Grafik_Monat_01_2015.pdf\">Sozialpolitik aktuell [PDF &ndash; 169 KB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Auch im neuen Jahr gibt es wieder eine Vielzahl von interessanten und <a href=\"http:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\/\">aktuellen Dokumenten zur Sozialpolitik auf Sozialpolitik aktuell in Deutschland<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Selbsterm&auml;chtigung in Zeiten digitaler Kontrolle<\/strong><br>\nIm Vergleich zu den Praktiken der NSA verblassen alle historischen und futuristischen &Uuml;berwachungsszenarios, die wir bisher kannten. Mit jedem neuen Detail, das Edward Snowden an ausgesuchte Zeitungen streut, wird die Totalit&auml;t der Ma&szlig;nahmen deutlicher, wird klarer, an welcher Zeitenwende wir stehen. Noch komplexer wird unser digitales Dilemma durch Big Data, der Erfassung und Kommerzialisierung unserer pers&ouml;nlichen Daten, die wir tagt&auml;glich im Internet hinterlassen. Die digitale Privatsph&auml;re scheint tot.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.br.de\/radio\/bayern2\/sendungen\/zuendfunk\/generator-kontrolle-selbstermaechtigung-100.html\">BR<\/a><\/li>\n<li><strong>Warum Edward Snowden fliehen musste<\/strong><br>\nAls Edward Snowden 2013 Hongkong in Richtung Russland verl&auml;sst, ist klar: Zur&uuml;ck ins &ldquo;Land der Freiheit, Heimat der Mutigen&rdquo;, wie es in der amerikanischen Nationalhymne hei&szlig;t, kehrt der ehemalige US-Geheimdienstmitarbeiter wohl eher nicht.<br>\nThomas Drake, William Binney, Kirk Wiebe, Jesselyn Radack &ndash; fr&uuml;here Whistleblower in den USA &ndash; sind sich einig: In den USA h&auml;tte Snowden nicht bleiben k&ouml;nnen. Und: Er h&auml;tte keinen fairen Prozess zu erwarten. Doch warum kam Snowden zu der Einsch&auml;tzung, es g&auml;be keinen anderen Weg als den, sein bisheriges Leben aufzugeben? Es g&auml;be in den USA kein echtes Verfahren, um Rechtswidrigkeiten zu benennen? Um auch Mitarbeiter im Bereich der nationalen Sicherheit zu sch&uuml;tzen? Um nicht als Landesverr&auml;ter, sondern als wertvoller Informant verfassungswidriger Missst&auml;nde zu gelten?<br>\nUnd dies ausgerechnet in einem Land, das mit seiner Gr&uuml;ndung den Quellen- und Informantenschutz in der Verfassung verankert und sp&auml;ter durch zahlreiche Gesetze gefestigt hat. In den USA, in denen eine eigene Nichtregierungs-Organisation seit Jahrzehnten Whistleblower betreut und zu sch&uuml;tzen versucht.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.br.de\/radio\/bayern2\/inhalt\/edward-snowden-whistle-blower-100.html\">BR<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.br.de\/radio\/bayern2\/import\/audiovideo\/whistleblowing-in-den-usa-oder-warum-edward-snowden-fliehen-musste-100.html\">Audio zur Sendung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Zwei immer noch hochaktuelle Beitr&auml;ge die einen fr&ouml;steln lassen angesichts der Dimension der &Uuml;berwachung der weltweiten Kommunikation durch die USA.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Daimler will Mitarbeiter durchleuchten &ndash; alle drei Monate<\/strong><br>\nDer Daimler-Konzern will nach Informationen des SPIEGEL k&uuml;nftig alle drei Monate seine rund 280.000 Mitarbeiter durchleuchten. Laut einer Konzernbetriebsvereinbarung vom 12. November 2014 darf das Unternehmen &ldquo;zur Terrorismusbek&auml;mpfung&rdquo; seit dem 1. Dezember Name, Anschrift und Geburtsdatum s&auml;mtlicher Besch&auml;ftigter mit den Daten auf entsprechenden Sanktionslisten der Europ&auml;ischen Union und der USA abgleichen &ndash; und die Listen sechs Jahre lang aufbewahren.<br>\nDie Regelung gilt auch f&uuml;r Personen, die sich um einen neuen Job bei Daimler bewerben. Ausgenommen von der Konzernbetriebsvereinbarung sind hingegen die leitenden Angestellten. Allerdings &ndash; so teilte das Unternehmen mit &ndash; gelte f&uuml;r die leitenden Angestellten eine gesonderte Regelung, die faktisch den gleichen Inhalt habe, wie die Betriebsvereinbarung.<br>\nSollte ein Daimler-Mitarbeiter auf den Sanktionslisten auftauchen, ist dieser laut Betriebsvereinbarung &ldquo;freizustellen, das Entgelt wird nicht ausbezahlt, und alle weiteren Leistungen sind zur&uuml;ckzuhalten&rdquo;. Zudem sollen, &ldquo;soweit erforderlich&rdquo;, die &ldquo;zust&auml;ndigen Beh&ouml;rden&rdquo; informiert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/daimler-ueberprueft-mitarbeiter-wegen-angst-vor-terror-a-1011135.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Sehr sch&ouml;n, wer sich bei Daimler bewirbt landet nun umgehend in den Datenbanken der NSA.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Big Data &ndash; Big Business<\/strong><br>\nDie elektronische Krankenversicherungskarte ist da. Die Daten der Kassenpatienten sind schlecht gesch&uuml;tzt, die Gesundheitsindustrie will aber mit ihnen Geld machen&hellip;<br>\n&raquo;Krankheitsdaten wird man nicht mehr los!&laquo; warnt Christoph Kranich von der Verbraucherzentrale Hamburg, die als einzige dieser 16 bundesweiten Einrichtungen von der eGK abr&auml;t. &raquo;Wenn ich Vorstrafen bekanntmache in der Welt, dann werde ich nie mehr einen Arbeitsplatz kriegen, nie mehr eine Versicherung bekommen. Und noch mehr gilt das f&uuml;r Krankheiten.&laquo; Wer welche medizinischen Unterlagen einsieht, k&ouml;nnte schwer kontrollierbar sein. Man denke an die zwei Millionen Personen aus den unterschiedlichsten Bereichen des Gesundheitswesens &ndash; Apotheker, Mitarbeiter von Kliniken und Krankenkassen sowie weitere Heilberufler &ndash;, die Zugang zu den Datenbanken erhalten. Informatiker weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass bis zu 70 Prozent aller erfolgreichen IT-Angriffe von deren eigenen Mitarbeitern begangen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/01-05\/004.php?sstr=Sebastian|Watzek|Big|Data||Big|Business\">junge Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Le Lack ist ab<\/strong><br>\nWarum die deutsch-franz&ouml;sische Zusammenarbeit nicht mehr das ist, was sie einmal war&hellip;<br>\nZu Zeiten von Merkozy verlor diese Dreierkombination aus gemeinsamem Interesse, unterschiedlichen Situationen und Rollenverteilung ihre Wirkung. Daf&uuml;r gab es zwei Gr&uuml;nde: Erstens wurde das Gleichgewicht zwischen einem wirtschaftlich starken Deutschland und einem politisch starken Frankreich gest&ouml;rt, da Deutschland seine politische Stellung ausbaute, ohne dass Frankreich wirtschaftlich entsprechend aufholte. Zweitens r&uuml;ckte Nicolas Sarkozy, um in der Spitzengruppe der europ&auml;ischen L&auml;nder zu bleiben, so nah an Angela Merkels Positionen heran, dass er schlie&szlig;lich nicht mehr in der Lage war, eine Verteilung der Rollen durchzusetzen. &Uuml;brig blieb lediglich das von Frankreich und Deutschland geteilte grundlegende Interesse an einer Rettung der Eurozone. Durch dieses gemeinsame Interesse konnte der Schein gewahrt werden.<br>\nMit dem Amtsantritt von Fran&ccedil;ois Hollande bekam auch dieser Lack einige Kratzer. Von den drei tragenden S&auml;ulen der deutsch-franz&ouml;sischen Zusammenarbeit ist nicht viel &uuml;briggeblieben. Die Unterschiede zwischen den beiden L&auml;ndern treten nun offen zutage&hellip;<br>\nGleichwohl besteht das Haupthindernis f&uuml;r eine Aufteilung der Rollen zwischen Deutschland und Frankreich darin, dass eine gemeinsame Partitur v&ouml;llig fehlt. Teilen beide L&auml;nder &uuml;berhaupt noch ein gemeinsames grundlegende Interesse und wenn ja, worin besteht es? In der Vertiefung des europ&auml;ischen Einigungsprozesses jedenfalls nicht &ndash; f&uuml;r keines der beiden L&auml;nder. Die &ouml;ffentliche Meinung dr&auml;ngt weder in Frankreich noch in Deutschland ihre eher reservierten Politiker zu neuen Initiativen. Angela Merkel ist Eurorealistin und keinesfalls Euroenthusiastin. Ihren &uuml;berzeugten Europabef&uuml;rwortern kann sie immer antworten, dass es ihr f&uuml;r weitere Fortschritte an Partnern mangele. Das ist zwar ein Vorwand, doch steckt in ihm ein K&ouml;rnchen Wahrheit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/kommentar\/artikel\/le-lack-ist-ab-704\/\">Daniel Vernet in Internationale Politik und Gesellschaft &ndash; IPG<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Wie das Boatpeople-Business immer brutaler wird<\/strong><br>\nAuch die Verzweifelten auf der Ezadeen haben am Ende Gl&uuml;ck gehabt. Statt in eine drohende Katastrophe sind sie in rettende H&auml;nde geraten: Um 0.55 Uhr in der Nacht zum Dienstag kam die Meldung: &ldquo;Die K&uuml;stenwache &uuml;bernimmt das Kommando des Frachters mit 450 Migranten und steuert es Richtung Hafen Corigliano Calabro.&rdquo; Ein Flugzeug der Kapitanerie des kalabrischen Hafens hatte das Schiff gesichtet, per Hubschrauber gelangten die Italiener auf die Ezadeen, ein isl&auml;ndisches Schiff aus dem Frontex-Kommando der Operation &ldquo;Triton&rdquo; nahm sie ins Schlepptau.<br>\nDie Ezadeen scheint eines jener Schiffe zu sein, die nach Ende ihrer besten Zeit irgendwo im verwirrenden weltweiten Geflecht der Seefahrt unter einer billigen Flagge niedrige und gelegentlich auch illegale Dienste leisten, solange das Wasser sie irgendwie noch tr&auml;gt. Der fast 50 Jahre alte Frachter l&auml;uft unter der Flagge Sierra Leones und soll einer libanesischen Firma geh&ouml;ren. Wie es hei&szlig;t, diente er zuletzt dem Transport von Vieh.<br>\nMan kann davon ausgehen, dass Tiere auf ihr sorgsamer transportiert wurden. Die 450 Fl&uuml;chtlinge &ndash; viele Frauen, auch schwangere, und Kinder unter ihnen &ndash; sind von den Schleppern dem in diesen Tagen w&uuml;tenden Mittelmeer &uuml;berlassen worden. Die Mannschaft hatte den Autopiloten Richtung Italien eingestellt und ging von Bord. 80 Seemeilen &ouml;stlich von Crotone war der Treibstoff zu Ende, die Motoren standen still, es gab keinen Strom, und die 70 Meter lange Ezadeen trieb in den Wellen. Einem der Fl&uuml;chtlinge gelang es schlie&szlig;lich, einen Funkspruch abzusetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/panorama\/fluechtlingselend-im-mittelmeer-wie-das-boatpeople-business-immer-brutaler-wird-1.2289139\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es mag f&uuml;r manche Ohren sicher zynisch klingen, aber handeln die Schlepper nicht nach dem klaren kapitalistischen Prinzip der Profitmaximierung ohne jede moralische und ethische Restriktionen, als Idealtypen der neoliberalen Ideologie, als reine Homines Oeconomici? Wer vom Fl&uuml;chtlingselend spricht darf vom globalen neoliberalen Kapitalismus nicht schweigen. Insbesondere muss nach den Gr&uuml;nden f&uuml;r die Flucht der Menschen gefragt werden. Etwa wenn den Menschen durch Landgrabbing durch internationale Spekulanten die Lebensgrundlage entzogen wird. Die Entwicklungsorganisation Oxfam geht zum Beispiel davon aus, dass von 2001 bis September 2011 weltweit 227 Millionen Hektar von ausl&auml;ndischen Investoren gekauft oder gepachtet wurden. Oder wenn  Fangflotten aus Spanien und Frankreich ihre Netze vor Afrikas K&uuml;ste auswerfen und dort nicht nur hunderttausende Arbeitspl&auml;tze zerst&ouml;ren, sondern auch die Nahrungsversorgung in der Region gef&auml;hrden. Wenn Kriege und B&uuml;rgerkriege durch geostrategische Interessen aber auch durch Waffenexporte angeheizt werden. Die Destabilisierung in Libyen fiel nicht vom Himmel, der Krieg im Irak und auch der B&uuml;rgerkrieg in Syrien fielen nicht vom Himmel. Auch hier mag es zynisch klingen aber ohne US-Invasion des Irak g&auml;be es heute keinen IS und keine Fl&uuml;chtlinge aus den Regionen in welchen der IS w&uuml;tet. <\/em><br>\n<em>Und so darf man auch bei der Bewertung der Pegida-Bewegung als eine Reaktion auf die zunehmenden Fl&uuml;chtlingszahlen nicht von Hartz IV, der Agenda 2010 und letztendlich dem neoliberalen Kapitalismus schweigen. Es ist immer wieder beeindruckend zu sehen wie es den herrschenden Eliten und den von ihnen gesteuerten Leitmedien gelingt eine Diskussion der Zusammenh&auml;nge zu verhindern.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Europas Megatrawler auf Beutezug vor Afrika<\/strong><br>\nUmweltsch&uuml;tzer und Fischereiexperten warnen seit Jahren vor den Problemen. Das Thema ist akut, weil die EU beim Beutezug vor Afrika mitmischt und zurzeit ihre Fischereipolitik reformiert. Die Reform dreht sich um Fangquoten, &Uuml;berkapazit&auml;ten und handelbare Fischereirechte. Doch wer &uuml;ber &Uuml;berkapazit&auml;ten streitet, der streitet auch &uuml;ber Fischereiabkommen. Diese schlie&szlig;t Europa seit Mitte der Siebzigerjahre mit afrikanischen und pazifischen Staaten.<br>\nDiese Vertr&auml;ge funktionieren nach dem Prinzip &ldquo;Cash for Fish&rdquo;: Die EU zahlt afrikanischen Staaten Geld und darf im Gegenzug in deren Fanggr&uuml;nden fischen. Schlie&szlig;lich sind die heimischen Best&auml;nde vor Europas K&uuml;sten zu mehr als drei Vierteln &uuml;berfischt. Inzwischen stammen mehr als ein Viertel der Fische, die Europas Flotten j&auml;hrlich fangen, aus Meeren au&szlig;erhalb der EU.<br>\nMit 13 Staaten unterh&auml;lt die EU zurzeit die genannten Partnerschaftsabkommen . Sie sind Millionen wert. Allein die Vertr&auml;ge mit Mauretanien hatten im Jahr 2006, als das j&uuml;ngste Abkommen mit dem Land in Kraft trat, einen Wert von 86 Millionen Euro. Rund 90 Prozent der Summe zahlen die europ&auml;ischen Steuerzahler. Die Reeder beteiligen sich kaum an den Kosten. Im Gegenteil: Sie erhalten in der Regel sogar Subventionen f&uuml;r Schiffsneubauten und profitieren vom steuerfreien Treibstoff.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2012-03\/fischereipolitik\">Zeit<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Neuer Geheimvertrag mit Usbekistan<\/strong><br>\nDer Vertrag, &uuml;ber dessen Inhalt die &Ouml;ffentlichkeit nichts wissen soll, wird am 1. September vergangenen Jahres in der usbekischen Hauptstadt Taschkent unterzeichnet. Das Abkommen sichert der Bundeswehr die weitere Nutzung des St&uuml;tzpunktes im usbekischen Termez f&uuml;r den Afghanistan-Einsatz. Vier Jahre zuvor war der damalige deutsche Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg nach Taschkent gereist, um ein entsprechendes Regierungsabkommen zu unterzeichnen. &Uuml;ber die Details der alten Vereinbarung und auch des nun unterzeichneten &Auml;nderungsprotokolls schweigt die Bundesregierung. Die usbekische Seite habe &bdquo;auf vertraulicher Behandlung bestanden&ldquo;, hei&szlig;t es im Verteidigungsministerium.<br>\nAllerdings profitiert auch die Bundesregierung von der Geheimhaltung des Abkommens, das die Zusammenarbeit Deutschlands mit einer der schlimmsten Diktaturen der Welt belegt.<br>\nF&uuml;r den Afghanistan-Einsatz markiert der 1. Januar einen Einschnitt. Die von der Nato gef&uuml;hrte Isaf-Misson ist nach 13 Jahren zu Ende, an ihre Stelle tritt die Mission &bdquo;Resolute Support&ldquo;. Sie soll kein Kampfeinsatz mehr sein, sondern der Ausbildung und Beratung der afghanischen Streitkr&auml;fte dienen. Beteiligt sind 12500 Soldaten aus 40 Staaten, bis zu 850 Bundeswehrsoldaten k&ouml;nnen dabei sein. Der St&uuml;tzpunkt im usbekischen Termez war f&uuml;r die Deutschen seit 2002 von zentraler Bedeutung. Jahrelang musste jeder Bundeswehrsoldat, der auf dem Weg nach Afghanistan war, in Termez einen Zwischenstopp machen. Dort stiegen die Soldaten von einem Airbus in eine gut gesch&uuml;tzte Transall-Maschine um und flogen ins nahe Masar-i-Scharif.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/deutschland-und-der-afghanistan-einsatz-neuer-geheimvertrag-mit-usbekistan\/11183182.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wie man sieht hat die Bundesregierung kein grunds&auml;tzliches Problem mit autorit&auml;ren Regimes. Sie m&uuml;ssen nur auf der &bdquo;richtigen&ldquo; Seite stehen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Rebuilding the Obama-Putin Trust<\/strong><br>\nHeading into the last quarter of his presidency, Barack Obama must decide whether he will let the neocons keep pulling his strings or finally break loose and pursue a realistic foreign policy seeking practical solutions to world problems, including the crisis with Russia over Ukraine, says ex-CIA analyst Ray McGovern.<br>\nThe year 2015 will surely mark a watershed in relations between the United States and Russia, one way or the other. However, whether tensions increase &ndash; to war-by-proxy in Ukraine or an even wider war &ndash; or whether they subside depends mostly on President Barack Obama.<br>\nKey to answering this question is a second one: Is Obama smart enough and strong enough to rein in Secretary of State John Kerry, the neocons and &ldquo;liberal interventionists&rdquo; running the State Department and to stand up to the chicken hawks in Congress, most of whom feel free to flirt with war because they know nothing of it.<br>\nRussian President Vladimir Putin, by contrast, experienced the effects of war at an early age. He was born in Leningrad (now St. Petersburg) eight years after the vicious siege by the German army ended. Michael Walzer, in his War Against Civilians, notes, &ldquo;More people died in the 900-day siege of Leningrad than in the infernos of Hamburg, Dresden, Tokyo, Hiroshima and Nagasaki taken together.&rdquo;<br>\nPutin&rsquo;s elder brother Viktor died during the siege. The experience of Putin&rsquo;s youth is, of course, embedded in his consciousness. This may help to account for why he tends to be short on the kind of daredevil bluster regularly heard from senior Western officials these days &ndash; many of whom are ignorant both of suffering from war and the complicated history of Ukraine.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/consortiumnews.com\/2015\/01\/03\/rebuilding-the-obama-putin-trust\/\">Consortiumnews<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin S.H.:<\/strong> Ich bin froh, dass Ray McGovern es in seinem Artikel erw&auml;hnt hat: Wie viele Deutsche wissen eigentlich, dass Wladimir Putins Mutter w&auml;hrend der deutschen Belagerung Leningrads dort eingeschlossen war und in dieser Zeit einen ihrer S&ouml;hne verlor? Hubert Seipel hat es in seiner Dokumentation &uuml;ber Putin ebenfalls <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=v-KFqnOwi8s\">wenigstens kurz erw&auml;hnt (ab 16:53 Min)<\/a>. Fand es sonst irgendein Journalist der sogenannten &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; erw&auml;hnenswert? Sind sie denn solche Monster, dass es ihnen v&ouml;llig gleichg&uuml;ltig ist? Vielleich sollten Sie Ihre Leser nochmals an <a href=\"http:\/\/www.verbrechen-der-wehrmacht.de\/pdf\/vdw_de.pdf\">den deutschen Vernichtungskrieg erinnern [PDF &ndash; 1.6 MB]<\/a>.  Wie muss sich das f&uuml;r Pr&auml;sident Putin anf&uuml;hlen, 27 Millionen Tote durch deutsche Kriegsverbrechen, darunter einer seiner Br&uuml;der, seine Mutter war mit einiger Wahrscheinlichkeit traumatisiert, so darf man wohl annehmen. Hat er es je instrumentalisiert? Und was erlebt er seitens der deutschen Regierung und der deutschen Presse? Wirtschaftskrieg und eine Diffamierungskampagne, auch seitens deutscher Politiker, mit dem Ziel, ihn zu st&uuml;rzen. Wie muss sich das anf&uuml;hlen, dass ausgerechnet deutsche Politiker und deutsche Journalisten sich bem&uuml;&szlig;igt f&uuml;hlen, ihn und seine Kollegen &uuml;ber Menschenrechte und Staatsf&uuml;hrung zu belehren? Wie muss es sich f&uuml;r das russische Volk anf&uuml;hlen, erneut einer Art Vernichtungskrieg seitens der Deutschen ausgesetzt zu sein, der ja speziell auf die russische Bev&ouml;lkerung zielt? Wie konnte nur ein Mensch darauf kommen, dass die russische Bev&ouml;lkerung angesichts dieser Tatsachen ihrem Pr&auml;sidenten in den R&uuml;cken fallen w&uuml;rde? Das zeigt mir, dass einige Leute hier im Westen eine Menge von den Russen lernen k&ouml;nnten. Willy Wimmer nannte die Einstellung vieler Menschen hier in einem seiner Artikel &ldquo;moralische Verkommenheit&rdquo;. Dem kann ich nur zustimmen. Wie ich das besch&auml;mend finde! Ich jedenfalls finde Putins Haltung und seine Geduld mit den Deutschen angesichts der alten und neuerlichen Barbarei bewundernswert, und es zeugt aus meiner Sicht von einer enormen emotionalen Reife.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Fakten gegen Vorurteile<\/strong><br>\n&ldquo;Wir k&ouml;nnen doch nicht ganz Afrika aufnehmen&rdquo;. Wo immer es um Asylsuchende geht, fallen solche S&auml;tze &ndash; S&auml;tze, die auf absoluter Ahnungslosigkeit und oft auf rassistischen Vorurteilen gr&uuml;nden. Aber was entgegnen, wenn der Nachbar so daherredet? Eine &Uuml;bersicht &uuml;ber die h&auml;ufigsten Vorurteile &ndash; und eine angemessene Entgegnung:<br>\n#01 Ahnungslose wissen: &raquo;Wir k&ouml;nnen doch nicht die ganze Welt aufnehmen&laquo;<br>\nRichtig ist: Davon sind wir Lichtjahre entfernt.<br>\nAuf der Welt sind Ende 2013 laut UNHCR Global Trends 51 Millionen Menschen auf der Flucht. 86 Prozent der Fl&uuml;chtlinge weltweit leben in Entwicklungsl&auml;ndern. Die allerwenigsten Fl&uuml;chtlinge schaffen es nach Europa &ndash; weil sie in der Region bleiben wollen und auf baldige R&uuml;ckkehrchancen hoffen, oder weil sie schlicht keine M&ouml;glichkeit haben, hierherzukommen. Legale Wege nach Europa gibt es f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge so gut wie nicht. Beispiel 2013: Knapp elf Millionen Menschen wurden in diesem Jahr aus ihrer Heimat vertrieben. Wie viele kamen 2013 als Asylsuchende in Europa an? 484.500 Menschen, verteilt auf 38 europ&auml;ische Staaten. Das entspricht nicht einmal f&uuml;nf Prozent. Also bitte: Wer kann behaupten, wir st&uuml;nden vor der Frage, die ganze Welt aufzunehmen?<br>\n[&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.proasyl.de\/de\/home\/gemeinsam-gegen-rassismus\/fakten-gegen-vorurteile\/\">Pro Asyl<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>&ldquo;Grabgel&auml;ut&rdquo;: DJV kritisiert Rundfunkgutachten scharf<\/strong><br>\nARD und ZDF sollen auf Werbung und Sponsoring verzichten und k&uuml;nftig nur noch &uuml;ber den Staatshaushalt finanziert werden. Zu diesem Ergebnis kommt ein Gutachten des wissenschaftlichen Beirats des Bundesfinanzministeriums. Der Deutsche Journalisten Verband (DJV) kritisiert das Gutachten. Der DJV sieht die &Ouml;ffentlich-Rechtlichen damit zum Nischendasein verdammt&hellip;<br>\nDie Gutachter des Bundesfinanzministeriums kamen zu dem Schluss, dass &uuml;ber die Finanzierung mit Werbung und Sponsoring Fehlanreize f&uuml;r die Medienh&auml;user geschaffen w&uuml;rden. Vielmehr m&uuml;ssten ARD und ZDF ausschlie&szlig;lich Leistungen erbringen, die private Sender nicht bedienen k&ouml;nnten. Das w&uuml;rde auch Einschnitte im Etat bedeuten. Zumal die Gutachter auch den Rundfunkbeitrag kritisierten, den man zugunsten eines nutzungsabh&auml;ngigen Modells abschaffen k&ouml;nne oder die Finanzierung &uuml;ber Steuergelder erm&ouml;gliche.<br>\n&ldquo;Das Gutachten will ARD und ZDF zum Nischendasein verdammen, ohne auch nur eine Zeile &uuml;ber die Funktion des &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunks f&uuml;r die Meinungsvielfalt gerade auch im Regionalen zu verschwenden&rdquo;&hellip;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2014\/12\/30\/grabgelaeut-djv-kritisiert-rundfunkgutachten-scharf\/?utm_campaign=NEWSLETTER_MITTAG&amp;utm_source=newsletter&amp;utm_medium=email%20\">MEEDIA<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.bundesfinanzministerium.de\/Content\/DE\/Downloads\/Broschueren_Bestellservice\/2014-12-15-gutachten-medien.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=5%20\">Gutachten des wissenschaftlichen Beirats beim BMF &bdquo;&Ouml;ffentlich-rechtliche Medien &ndash; Aufgabe und Finanzierung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die NachDenkSeiten hatten nur allzu oft Anlass, ARD und ZDF zu kritisieren: dass beide Sender sich mit ihren Programmen an das Kommerzfernsehen angepasst haben, dass sie politisch regierungskonform berichten, Kampagnen etwa f&uuml;r die Privatisierung der Rente gef&uuml;hrt oder zuletzt einseitig die westliche Position im Ukraine-Konflikt gegen Russland eingenommen haben. Kritisch muss man auch sehen, dass der neu eingef&uuml;hrte Rundfunkbeitrag die soziale Situation der Haushalte zu wenig ber&uuml;cksichtigt. <\/em><br>\n<em>Aber wenn man den &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk aus Steuergeldern finanzieren will, dann wird au&szlig;er politischer Einflussnahme auch noch unmittelbarer finanzieller Druck ausge&uuml;bt &ndash; er hinge am Brotkorb der Regierungen. ARD, die Dritten  und ZDF in die L&uuml;cke zu dr&auml;ngen, die die privaten Sender &uuml;brig lassen, w&uuml;rde dazu f&uuml;hren, dass sie zu reinen Minderheiten-Medien w&uuml;rden f&uuml;r deren Existenzrecht und damit f&uuml;r deren Finanzierung aus Steuermitteln binnen kurzer Zeit keine politische Mehrheit mehr vorhanden w&auml;re. Das hei&szlig;t die von unserem Grundgesetz verlangte binnenplurale Organisation des Rundfunk als Teil des &bdquo;dualen&ldquo; Rundfunksystems w&auml;re in absehbarer Zeit am Ende.<\/em><br>\n<em>Man kann und man muss Vieles am &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk kritisieren, aber das hei&szlig;t nicht gleichbedeutend, dass man die Idee eines von allen gesellschaftlichen Gruppen getragenen und kontrollierten Mediums auf dem Altar des privat organisierten Kommerzfunks opfern m&uuml;sste.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Journalismus in der Krise: Das Ende des Medienmonopols<\/strong><br>\n&hellip; Es gibt nicht mehr die eine Welt, es gibt 1000 Welten, mindestens.<br>\nAnspruch und Anma&szlig;ung der alten Medien waren es, diese eine Welt, die es m&ouml;glicherweise nie gab, erst zu konstruieren und sie dann zug&auml;nglich zu machen, erkl&auml;rbar, handhabbar.<br>\nDas ist vorbei, und das ist gut so: Monopole des Wissens sind sch&auml;dlich und gef&auml;hrlich&hellip;<br>\nWie aber reagieren die Menschen auf so einen Schock der Erkenntnis? Die einen rufen &ldquo;L&uuml;genpresse, auf die Fresse&rdquo; und sind f&uuml;r ein Abendland, das es so nie gab; sie suchen sich im Internet ihre eigene Welt und wirken froh, wie sie da so symbolisch das ganze Projekt der Aufkl&auml;rung &uuml;ber Bord werfen.<br>\nAndere dagegen erkennen den Reichtum der neuen Welt, und die Ver&auml;nderung, die andere elementar verunsichert, elektrisiert sie, weil sie sehen: Nie war die Welt so gro&szlig; wie heute, nie gab es so viel zu wissen, so einfach, so schnell, auch das dank des Internets, das eine gro&szlig;e L&uuml;gen- und eine gro&szlig;e Wahrheitsmaschine zugleich ist&hellip;<br>\nBei der &ldquo;Frankfurter Allgemeinen&rdquo; wiederum haben sie seit diesen Tagen einen neuen Herausgeber, den Nachfolger des verstorbenen Frank Schirrmacher, und die &ldquo;Zeit&rdquo; sprach etwas selbstberuhigend davon, dass die Berufung von J&uuml;rgen Kaube ein Zeichen der &ldquo;Konsolidierung&rdquo; sei &ndash; was nur stimmt, wenn man auch rollende Murmeln auf einer schiefen Bahn f&uuml;r ein Zeichen f&uuml;r Stabilit&auml;t und Verl&auml;sslichkeit h&auml;lt.<br>\nEs ist unklar, wie lange die &ldquo;Frankfurter Allgemeine&rdquo; ihr j&auml;hrliches Millionendefizit noch &uuml;berleben kann &ndash; und das ist auch der Hintergrund f&uuml;r die sehr weitreichende Entscheidung, alle Kulturkorrespondenten im Ausland &ndash; mit einer eher nostalgisch begr&uuml;ndeten Ausnahme &ndash; in die Frankfurter Zentrale zur&uuml;ckzuholen: Angst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/journalismus-in-der-krise-das-ende-des-medienmonopols-a-1011015.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Journalismus: Bekenntnisstrudel statt Wissen<\/strong><br>\nGute Berichterstattung braucht genaues Hinschauen; daf&uuml;r fehlen immer mehr die Mittel<br>\nDie Medienwelt entwickelte sich in den letzten Jahren in einem weltweit bisher nicht dagewesenen Umfang. Einerseits war und ist dieses eine Folge des technischen Fortschritts, zum Anderen lag dem die Erkenntnis zugrunde, dass Informationen gro&szlig;e Profite auf dem Markt abwerfen, wenn sie verbreitet werden. Die Entdeckung, dass Information ein lukratives Gesch&auml;ft sein kann, f&uuml;hrte in der westlichen Welt zum Zufluss des Gro&szlig;kapitals in die Medien.<br>\nIn den F&uuml;hrungspositionen der Medienkonzerne wurden und werden Journalisten und Redakteure zunehmend von Gesch&auml;ftsleuten ersetzt. Diese Entwicklung wird flankiert von einer Konzentration der Medienmacht, hinter der sich nat&uuml;rlich auch politische Tendenzen etablieren, die den urspr&uuml;nglichen Anspruch der Medien aush&ouml;hlen, Informationen zu liefern, in Verbindung mit Wahrheitssuche und der Sch&auml;rfung des politischen Bewusstseins. Heute steht in den meisten westlichen Medien eine andere Agenda auf dem Programm.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/43\/43495\/1.html\">Ramon Schack auf Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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