{"id":24484,"date":"2015-01-08T08:52:14","date_gmt":"2015-01-08T07:52:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24484"},"modified":"2015-01-08T13:18:24","modified_gmt":"2015-01-08T12:18:24","slug":"hinweise-des-tages-2286","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24484","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert.<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24484#h01\">Anschlag in Paris<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24484#h02\">Blut auf die M&uuml;hlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24484#h03\">Bedr&auml;ngtes Abendland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24484#h04\">Interview zu Islamophobie  <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24484#h05\">Alfons geht k&auml;mpfen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24484#h06\">&Auml;gypten: Ein Land des Schweigens und der Angst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24484#h07\">Wer ist das Volk?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24484#h08\">Europa rutscht erstmals seit der Finanzkrise in die Deflation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24484#h09\">IMK: Wirtschaftspolitische Herausforderungen 2015 &ndash; Wirtschaftspolitik unter Zw&auml;ngen <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24484#h10\">Europoly: Privatisierung unter der Troika <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24484#h11\">&bdquo;Deutlich weniger radikal&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24484#h12\">Sp&auml;tes Weihnachtsgeschenk f&uuml;r Berlusconi<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24484#h13\">Michail Gorbatschow: &bdquo;Es f&auml;llt schwer, nicht schwarz zu sehen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24484#h14\">Abgeh&auml;ngt und alleingelassen <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24484#h15\">Der Pillendreh &ndash; Im Innern des Pharmakonzerns Sanofi <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24484#h16\">Verheerendes Wachstum &ndash; Asien braucht ein ganz anderes Wirtschaftsmodell <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24484#h17\">Community statt Kommunismus &ndash; Wie die franz&ouml;sische KP versucht, in der Gegenwart anzukommen <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24484#h18\">Fukushima: Zahl der Schilddr&uuml;senkrebsf&auml;lle steigt weiter an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24484#h19\">Das Letzte<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24484&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Anschlag in Paris<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>&bdquo;Wir sind Charlie&ldquo;<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150108_frankreich_1.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150108_frankreich_2.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.chip.de\/news\/Je-suis-Charlie-Netz-Solidaritaet-nach-Anschlag-auf-Satiremagazin_75431679.html\">Chip<\/a><\/li>\n<li><strong>Zehntausende gedenken der Opfer<\/strong><br>\nObwohl in Paris weiter die h&ouml;chste Terrorwarnstufe gilt, lassen sich die Menschen nicht davon abhalten, ihre Best&uuml;rzung &uuml;ber den Terroranschlag auf &ldquo;Charlie Hebdo&rdquo; zu artikulieren.<br>\nStifte und Schilder sind der Ausdruck der Trauer und des Entsetzens &uuml;ber den Terroranschlag in Paris. In ganz Europa verwendeten bei spontanen oder&nbsp;kurzfristig organisierten Kundgebungen Demonstranten diese Utensilien.<br>\nDie Welle der Solidarit&auml;t begann sich schon tags&uuml;ber aufzubauen. In sozialen Medien wie Facebook verbreitete sich der Slogan &ldquo;Je suis Charlie&rdquo;. In der&nbsp;Realit&auml;t gingen in ganz Frankreich in dutzenden St&auml;dten die Menschen auf die Stra&szlig;en und Pl&auml;tze.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/2000010117066\/Zehntausende-trauerten-um-die-Terroropfer\">derstandard.at<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong>&nbsp;Egal&nbsp;ob die&nbsp;M&ouml;rder religi&ouml;se Motive, wie offenbar in Paris, oder ob sie rassisch-religi&ouml;se&nbsp;Wahnvorstellungen vorschieben, wie der NSU: M&ouml;rder sind M&ouml;rder. Und solchen&nbsp;Terroristen&nbsp;geht es nur darum noch mehr Angst und noch mehr Hass zu sch&uuml;ren.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Der Schock und die Ratlosigkeit sitzen einen Tag nach diesem unglaublichen Verbrechen tief. Es bleibt abzuwarten, welche Folgen der Anschlag auf die franz&ouml;sische Gesellschaft haben wird. Hier ist auch Francois Hollande gefragt. 2011 hat der norwegische Ministerpr&auml;sident Jens Stoltenberg nach dem Anschlag von Ut&oslash;ya den bemerkenswerten Satz gesagt: &ldquo;Noch sind wir geschockt, aber wir werden unsere Werte nicht aufgeben. Unsere Antwort lautet: mehr Demokratie, mehr Offenheit, mehr Menschlichkeit&ldquo;. Hoffen wir, dass die franz&ouml;sischen Verantwortlichen &auml;hnlich offen und besonnen reagieren. Gro&szlig;er Nutznie&szlig;er dieses Anschlags sind bereits jetzt die &bdquo;Kulturk&auml;mpfer&ldquo; auf beiden Seiten &ndash; sowohl die Rechtspopulisten der Front National, als auch die Islamisten, die ihrerseits den Konflikt zwischen Muslimen und Nichtmuslimen sch&uuml;ren wollen und ihr Selbstverst&auml;ndnis auch daraus beziehen, dass die Muslime in Frankreich vom Rest der Gesellschaft angefeindet werden. Beide Seiten n&auml;hren sich vom Hass. Um so wichtiger ist es, ruhig zu bleiben und Vorverurteilungen zu vermeiden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Anschlag auf Charlie Hebdo ganz gro&szlig;artig f&uuml;r Islamisten und Islamhasser <\/strong><br>\nIslamisten und Islamhasser auf der ganzen Welt f&uuml;hlen sich derzeit angesichts eines furchtbaren Anschlags auf die franz&ouml;sische Satirezeitschrift Charlie Hebdo mit mindestens 12 Toten einmal mehr in ihrem Weltbild best&auml;tigt. W&auml;hrend Islamisten vor allem stolz darauf sind, erneut Angst und Schrecken verbreitet zu haben, genie&szlig;en Islamhasser den perfekten Moment, um in den sozialen Netzwerken gegen Minderheiten und Zuwanderung zu hetzen. Beide Seiten d&uuml;rfen sich auf regen Zulauf freuen.<br>\n&ldquo;Allah ist gro&szlig;!&rdquo;, ruft ein IS-Sympathisant (24) aus Bochum, der die Nachricht gerade im Internet gelesen hat und es nicht verst&ouml;rend findet, dass die Attent&auml;ter seinem Gott bei Karikaturen das rachs&uuml;chtige Gem&uuml;t eines j&auml;hzornigen Dreij&auml;hrigen unterstellen. &ldquo;Diese Tat wird noch viele weitere M&auml;rtyrer ermutigen und den Ungl&auml;ubigen zeigen, was wir von ihren westlichen Werten halten.&rdquo;<br>\n&Auml;hnlich zufrieden sind Islamhasser und Rechtspopulisten: &ldquo;Da sehen diese Gutmenschen endlich, dass der Islam Europa &uuml;berrollt!&rdquo;, erkl&auml;rt etwa ein leidenschaftlicher PEGIDA-Demonstrant (33) aus Dresden. &ldquo;Und dann werde ich auch noch als Nazi beschimpft! Am Montag werden wir jetzt bestimmt noch mehr sein.&rdquo;<br>\nEinen weniger guten Tag hatte heute die &uuml;berw&auml;ltigende Mehrheit derjenigen Menschen, die einfach in Frieden leben und nichts mit derartigen Extrempositionen zu tun haben wollen &ndash; darunter Muslime, Christen, Anh&auml;nger anderer Religionen, Agnostiker und Atheisten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-postillon.com\/2015\/01\/anschlag-auf-charlie-hebdo-ganz.html#more\">Der Postillion<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> AfD-Vize Gauland sieht Pegida durch Anschlag von Paris best&auml;tigt: <\/em><br>\n<em>Die Warnungen vor den Gefahren des Islamismus seien berechtigt. Die etablierten Parteien sollten sich gut &uuml;berlegen, ob sie bei ihrer Haltung, &ldquo;die Menschen von Pegida weiter zu diffamieren&rdquo;, <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/terror-afd-vize-gauland-sieht-pegida-durch-anschlag-von-paris-bestaetigt-1.2294757\">bleiben wollten<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Der Postilion ist eine Satireseite und der verlinkte Beitrag ist ebenfalls Satire.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Blut auf die M&uuml;hlen<\/strong><br>\nIn den westlichen Demokratien m&uuml;ssen die Extremisten und Volksverhetzer jeder Couleur von der Nachschubverbindung aus dem politisch gem&auml;&szlig;igten Lager abgeschnitten werden. Unb&auml;ndigen Hass auf die &bdquo;L&uuml;genpresse&ldquo; gibt es auch in Deutschland.<br>\nDer Anschlag trifft eine kleine Zeitung, er gilt aber der ganzen freien Presse. Mehr noch, er stellt eine Kriegserkl&auml;rung an die ganze freie Welt dar. Die Pressefreiheit ist, wie es das Bundesverfassungsgericht schon vor einem halben Jahrhundert ausdr&uuml;ckte, &bdquo;schlechthin konstitutiv&ldquo; f&uuml;r den demokratischen Rechtsstaat. Er kann es nicht zulassen, dass M&auml;nner mit Kalaschnikows und Panzerf&auml;usten bestimmen, was man sagen, schreiben, zeichnen und auch nur denken darf.<br>\nUnd auch hier, im Abendland, ist Hass anzutreffen, der in Gewaltphantasien m&uuml;ndet, auch in Bezug auf die &bdquo;L&uuml;genmedien&ldquo;, gegen die auf den Demonstrationen der Pegida gehetzt wird.<br>\nIm Vorwurf &bdquo;L&uuml;genpresse&ldquo; steckt auch der Versuch, im Namen der Meinungsfreiheit die Meinungsfreiheit eines pluralistischen Pressewesens zu beschneiden, das, obwohl auch seine Angeh&ouml;rigen nicht unfehlbar sind, in der Welt keinen Vergleich zu scheuen braucht. Hinter der Tat von Paris steht keine andere Absicht, nur ihre Mittel waren extremer. Aber auch von einem solchen Blutbad d&uuml;rfen sich die freie Welt und ihre Presse nicht einsch&uuml;chtern lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/anschlag-in-paris-blut-auf-die-muehlen-13358326.html\">faz.net<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Dieses Ma&szlig; an Heuchelei versschl&auml;gt mir einfach die Sprache. Jeder, also auch die NDS, der die Mainstreammedien kritisiert ist nun ein Terrorist, mindestens Pegida-Anh&auml;nger. Jeder der einseitige Berichterstattung kritisiert ist also gegen die Meinungsfreiheit. Was f&uuml;r eine groteske Verdrehung der Tatsachen. Wo finden wir den Pluralismus in den &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo;? Erst am Montag haben wir die Pressestimmen zu den Neuwahlen in Griechenland dokumentiert: 36 Pressemeldungen aus den verschiedensten Medien und alle mit einem fast identischen Tenor.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Bedr&auml;ngtes Abendland<\/strong><br>\nSchwarzer Hellseher: Der CDU-Querdenker Kurt Biedenkopf hatte schon 1990 Schreckenstr&auml;ume vom Ansturm andersgl&auml;ubiger Armer<br>\n&raquo;Wir wohnten in unserem Haus am Chiemsee; der Garten war &auml;hnlich wie in Wirklichkeit, aber weitl&auml;ufiger. Am hinteren Gartentor standen einige Menschen brauner Hautfarbe. Sie hatten das Tor ge&ouml;ffnet, z&ouml;gerten aber, in den Garten einzudringen. Pl&ouml;tzlich kamen weitere Menschen in wei&szlig;en Gew&auml;ndern, zum Teil mit Turbanen und wei&szlig;en Kopfbedeckungen. Sie warfen Abfall in den Garten, zum Teil in zerbeulten Beh&auml;ltnissen. Eines dieser Beh&auml;ltnisse flog in die N&auml;he des Hauses und begann zu brennen. Die Menschen fingen an, in den Garten einzudringen. Ihnen voran kam ein kr&auml;ftig gewachsener gro&szlig;er Mann mit wei&szlig;em Turban und wei&szlig;em Gewand auf mich zu. Er hielt einen schweren Gegenstand in der Hand, mit dem er mich angreifen wollte.&laquo; Das trug am 12. September 1990 ein gewisser Kurt Biedenkopf in sein Tagebuch ein. Was er da aufschrieb, hatte er getr&auml;umt. &raquo;Gegen Morgen hatte ich einen merkw&uuml;rdigen Traum&laquo;, notierte er, als er aufgewacht war, und schrieb ihn dann auf.<br>\nWer ist dieser Kurt Biedenkopf? Und warum und wo tr&auml;umte er damals so etwas? Und was lag ihm so besonders daran, es zehn Jahre sp&auml;ter in &raquo;1989&ndash;1990. Ein deutsches Tagebuch&laquo; (Siedler Verlag in der Verlagsgruppe Bertelsmann, Berlin 2000) zu ver&ouml;ffentlichen? Wir m&uuml;ssen etwas ausholen, denn vieles, was heute hochkommt, hat eine Vorgeschichte, die viele J&uuml;ngere nicht kennen und &Auml;ltere vielleicht vergessen haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/12-23\/019.php\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Interview zu Islamophobie<\/strong><br>\nPEGIDA ist das Symptom eines gr&ouml;&szlig;eren Problems<br>\nDie Muslimfeindlichkeit in Deutschland ist deutlich &auml;lter als beispielsweise der so genannte &ldquo;Islamische Staat&rdquo;, sagt die Islamwissenschaftlerin Sabine Schiffer in einem Interview mit der Webseite &ldquo;NachDenkSeiten&rdquo;. Unsere Redaktion fand das so interessant, dass wir es an dieser Stelle mit freundlicher Genehmigung von &ldquo;NachDenkSeiten&rdquo; publizieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mdr.de\/sachsen\/dresden\/islamwissenschaftlerin-pegida-islamophobie100.html\">MDR<\/a> \n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Der MDR &uuml;bernimmt und verlinkt zu den NachDenkSeiten. Respekt. Auch f&uuml;r den NDS-Autor Jens Wernicke.<\/em><br>\n<em>So vern&uuml;nftig und produktiv k&ouml;nnte das Verh&auml;ltnis von &bdquo;etablierten&ldquo; Medien und den Blogs sein: Man kritisiert sich, und man zitiert sich.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Alfons geht k&auml;mpfen<\/strong><br>\nAlfons Rosenbruch ist 18 Jahre alt, als er die Ausbildung in Hamburg abbricht. Er geht nach Syrien und schlie&szlig;t sich dem &ldquo;Islamischen Staat&rdquo; an. Alles chillig hier, schreibt er einem Freund. Dann wird er erschossen. Geschichten wie die von Rosenbruchs Reise in den Dschihad stehen zurzeit h&auml;ufig in den Zeitungen. Etwa 550 M&auml;nner und Frauen aus Deutschland sollen sich bereits dem Dschihad des IS angeschlossen haben, allein aus Hamburg sind laut Verfassungsschutz 50 ausgereist. Soziologen und P&auml;dagogen versuchen, die Lebensl&auml;ufe dieser Leute zu erkl&auml;ren. Schlechter famili&auml;rer Hintergrund, Chancenlosigkeit, Sinnsuche und als Folge Radikalisierung, solche Begriffe fallen meist. Irgendwann sind junge M&auml;nner von deutschen Schulen dann bereit, f&uuml;r den Islam zu t&ouml;ten.<br>\nSo war es auch bei Alfons Rosenbruch, glaubt man den Berichten: Ein Junge ohne Perspektive konvertiert mit 17 zum Islam. Er ger&auml;t in die F&auml;nge salafistischer Prediger, reist &uuml;ber die T&uuml;rkei nach Syrien und schlie&szlig;t sich dem IS an. Dann stirbt er. Aziz jedoch protestiert gegen diese Geschichte. Zu einfach, zu viel Klischee. &ldquo;Sinnsuche, so ein Schwachsinn.&rdquo; Sein Kumpel hatte alles, sagt er. Genug Geld, eine gute Familie, eine Ausbildung, Freunde. Er hat sich halt mit dem Koran befasst. &ldquo;Haben Sie sich schon mal in eine Religion vertieft?&rdquo; Danach w&uuml;rden viele die Welt mit anderen Augen sehen. &ldquo;Alfons wollte keine Menschen t&ouml;ten, daf&uuml;r hatte er zu viel Liebe in sich.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=hi&amp;dig=2014%2F12%2F27%2Fa0022&amp;cHash=7a1cd5cd91fc059b965c42144cba21a8\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wann bem&uuml;ht die Regierung endlich die besten K&ouml;pfe des Landes zu diesem Problem?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&Auml;gypten: Ein Land des Schweigens und der Angst<\/strong><br>\nMan sollte nicht &uuml;bersehen, dass die Regierung Sisi, obwohl sie sich einer nachgerade sensationellen Zustimmung aus dem Volk erfreut, es bis dato nicht fertiggebracht hat, das Land mittels dieser breiten Unterst&uuml;tzung aus der derzeitigen Sackgasse zu f&uuml;hren. Vielmehr wird die Krise genutzt, um die Diktatur zu festigen: So wurde das von der Verfassung garantierte Demonstrationsrecht kassiert, politische Aktivisten und Oppositionelle werden verfolgt. Sogar aus den Kreisen, die von der jetzigen Regierung profitierten, wird allm&auml;hlich Kritik an diesem Kurs laut, insbesondere seit dem Freispruch f&uuml;r Mubarak. &hellip;. Ein grosser Teil der Bev&ouml;lkerung f&uuml;rchtet, dass der Staat kollabieren und &Auml;gypten im totalen Chaos versinken k&ouml;nnte; eine Angst, die noch versch&auml;rft wird durch die M&ouml;glichkeit, dass die bewaffneten radikalislamistischen Gruppierungen neue Protestbewegungen f&uuml;r ihre Zwecke instrumentalisieren und am Ende einen &auml;hnlichen Weg einschlagen k&ouml;nnten wie ihre Br&uuml;der im Geiste in Syrien und im Irak. Leider gibt es zudem im politischen Lager der S&auml;kularisten derzeit niemanden, dem die &Auml;gypter die F&auml;higkeit zutrauen w&uuml;rden, die Ziele der Revolution endlich um- und durchzusetzen; auch dieser Faktor tr&auml;gt dazu bei, dass sogar viele von denjenigen, die mit Sisis Politik eigentlich nicht einverstanden sind, sich f&uuml;r ihn aussprechen.\n<p>Wir leben also unter einer Regierung, die sich von den &Auml;ngsten der Menschen n&auml;hrt und diese &Auml;ngste weiter alimentiert, um an der Macht zu bleiben und ihren autorit&auml;ren Kurs fortzusetzen. Das ist ein riskantes Spiel, denn irgendwann wird der Druck so gross, dass er eine gewaltige Explosion zeitigt. Revolutionen und Aufst&auml;nde, einmal entfacht, pflegen sich nicht ans Mass des W&uuml;nschenswerten zu halten, und wo die Geschichte ihren Lauf nimmt, geht sie &uuml;ber &Auml;ngste und Sorgen hinweg. Kommt der Sturm, wird er alles und alle hinwegfegen &ndash; und der Sturm wird dieses Mal eher ein Schrei der Verzweiflung als einer der Hoffnung sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/feuilleton\/ein-land-des-schweigens-und-der-angst-1.18449106\">NZZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Deutschland schreibt eine ein wenig von Pegida getr&uuml;bte schwarze Null, die Angst vor Ebola ist abgeflaut, in der Ukraine sind keine weiteren Absch&uuml;sse von Passagierflugzeugen zu vermelden, der IS erleidet seine ersten Niederlagen, Erdogan genehmigt den ersten Neubau einer christliche Kirche, usw. Wie sch&ouml;n, dass auch in &Auml;gypten, im bev&ouml;lkerungsreichsten Land des Nahen Ostens, Ruhe herrscht. &ldquo;Die Ruhe eines Kirchhofs! &hellip;. Der Mensch ist mehr, als Sie von ihm gehalten. Des langen Schlummers Bande wird er brechen. Und wiederfordern sein geheiligt Recht&rdquo;, h&auml;tte Schiller dem neuen Herscher &Auml;gyptens entgegengehalten (Don Carlos, III\/10). Europa, der Westen, die so viel gelobte Wertegemeinschaft, schweigt. Und viele sind sicherlich der Meinung, dass Friedhofsruhe besser als B&uuml;rgerkrieg, als Chaos ist &ndash; siehe Syrien oder Libyen. Haben sie recht?<\/em><br>\n<em>Was die Schriftstellerin, Mansura Eseddin, nicht so sehr im Blick hat, aber wohl ausschlaggebend f&uuml;r den n&auml;chsten &ldquo;Sturm&rdquo; sein wird, ist eine anhaltende hohe Armutsquote (40 % der &Auml;gypter leben von unter zwei US-Dollar am Tag), der ungeheure Gegensatz zwischen Arm und Reich, aber auch zwischen Stadt und Land. Die Arbeitslosenquote von etwa 13% und die Jugendarbeitslosenquote (15-24 Jahre) von 35% spiegeln kaum die Realit&auml;t wieder. Die Ver&auml;nderung des realen BIP % zum Vorjahr 5,4% (2000); 4,5% (2005); 5,1% (2010); 2,2% (2012); 2,1% (2013) ist f&uuml;r ein aufholendes Entwicklungsland eine Katastrophe. Selbst wenn z.B. Germany Trade &amp; Invest f&uuml;r 2015 optimistisch ein BIP-Wachstum von 4,1% prognostiziert ist das f&uuml;r ein Land viel zu wenig, das jedes Jahr um die sechs Prozent wachsen m&uuml;sste, nur um die Arbeitslosigkeit konstant zu halten. Friedhofsruhe wird mit Bajonetten sicherlich eine Weile herzustellen sein, findet aber langfristig im materiellen und sozialen Elend der Mehrheit der Bev&ouml;lkerung ihre Grenzen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wer ist das Volk?<\/strong><br>\nWer oder was ist eigentlich das Volk, auf das sich alle berufen? Egal ob rechts oder links. Kontext-Autorin Annette Ohme-Reinicke kl&auml;rt auf: Der Begriff hat nichts mit Freiheit zu tun, sondern mit Ausgrenzung. Und deshalb ist er bei der Pegida am rechten Fleck.<br>\n&ldquo;Wir sind das Volk!&rdquo; behaupten die Pegida-Demonstranten. &ldquo;Nein, ihr seid nicht das Volk!&rdquo;, entgegnet Stuttgarts Oberb&uuml;rgermeister Fritz Kuhn (Gr&uuml;ne) auf der j&uuml;ngsten Kundgebung auf dem Schlo&szlig;platz. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sagt, die islamfeindlichen Demonstranten nennen sich zwar &ldquo;das Volk&rdquo;, meinen aber: &ldquo;Ihr geh&ouml;rt nicht dazu.&rdquo; Und der B&uuml;rgerrechtler Friedrich Schorlemmer emp&ouml;rt sich, ein &ldquo;Freiheitsruf&rdquo; der DDR-B&uuml;rgerrechtsbewegung werde jetzt schamlos missbraucht. Wer hat nun Recht?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/debatte\/197\/wer-ist-das-volk-2649.html\">Kontext:Wochenzeitung<\/a>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Auch diese Woche wieder eine Reihe interessanter Artikel in Kontext:Wochenzeitung u.a.:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em><strong>Isolierte S-21-Gegner:<\/strong> Peter Conradi ist seit vielen Jahren ein f&uuml;hrender Kopf im Widerstand gegen das Projekt S 21. In seinem Beitrag f&uuml;r Kontext kritisiert er nicht nur die Bahn, sondern auch die eigenen Mitstreiter. Viele w&uuml;rden sich &ldquo;selbst isolieren&rdquo; anstatt andere zu &uuml;berzeugen.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Blaues Wunder:<\/strong> So oft ist die Historie bem&uuml;ht worden an Dreik&ouml;nig, wenn sich die FDP in Stuttgart selber feiert. Diesmal wird wirklich Geschichte geschrieben: Noch nie war die Partei dem Abgrund so nah. &Uuml;berleben wollen die Liberalen ausgerechnet mit neuen Farben. Und alten Spr&uuml;chen.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Der schwarze Guerillero:<\/strong> Die CDU hat eine neue Lichtgestalt: Guido Wolf, 53, Blutreiter aus dem oberschw&auml;bischen Weingarten und Landrat aus Tuttlingen. Er pr&auml;sentiert sich heute schon als Ober-Ministerpr&auml;sident, und keiner fragt, was er eigentlich vorher geleistet hat. Im Bermuda-Dreieck von Erwin Teufel und Volker Kauder verfliegt der Zauber schnell.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Den eigenen Tod &uuml;berlebt:<\/strong> Bondu aus Sierra Leone ist eine von tausenden traumatisierten Fl&uuml;chtlingen in Baden-W&uuml;rttemberg. Die 48-J&auml;hrige wurde in ihrer Heimat beschnitten und vergewaltigt. Mit Hilfe einer psychologischen Beratungsstelle f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge in Stuttgart arbeitet sie ihre Erlebnisse auf.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Top 5 im Dezember:<\/strong> Vor allem der Wasserwerferprozess am Landgericht hat die Kontext-Leser interessiert. Thematischer Ausrei&szlig;er: Die scharfe Kritik des SPD-Politikers Dieter Sp&ouml;ri an der Ukraine-Politik der eigenen Partei.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Stuttgart h&auml;lt Pegida klein:<\/strong> Die Entr&uuml;stung &uuml;ber &ldquo;Pegida&rdquo; hat auf dem Schlossplatz zusammengef&uuml;hrt, was im Talkessel keineswegs immer zusammengeh&ouml;rt: Stuttgart-21-Gegner und Gr&uuml;ne, SPDler, GewerkschafterInnen und Linke, Menschen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte, sehr viele Junge und viele &Auml;ltere. Unsere Schaub&uuml;hne.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Kontext:Wochenzeitung erscheint mittwochs online auf kontextwochenzeitung.de und samstags als Beilage zur taz.<\/em><\/p>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Europa rutscht erstmals seit der Finanzkrise in die Deflation<\/strong><br>\nIm Dezember 2014 ging das allgemeine Preisniveau im Vergleich zum Dezember 2013 um 0,2 Prozent zur&uuml;ck, sch&auml;tzte das europ&auml;ische Statistikamt Eurostat am Mittwoch. &Ouml;konomen und Politiker streiten nun dar&uuml;ber, ob diese leichte Deflation gut oder schlecht ist.<br>\nDer R&uuml;ckgang beruht laut Eurostat vor allem auf den niedrigen Energiepreisen. Diese sind im Jahresvergleich um 6,3 Prozent gefallen&hellip;<br>\nDie gegenw&auml;rtige leichte Deflation h&auml;lt &Ouml;konom Christoph Weil von der Commerzbank dagegen f&uuml;r v&ouml;llig ungef&auml;hrlich. Im Gegenteil: &bdquo;Die niedrigeren Energiepreise sind ein Segen f&uuml;r die lahmende Konjunktur&ldquo;&hellip;<br>\nDie Gegenposition vertritt unter anderem Silke Tober vom gewerkschaftsnahen Institut f&uuml;r Makro&ouml;konomie (IMK). Sie h&auml;lt die &bdquo;sinkende Inflationserwartung&ldquo; f&uuml;r problematisch. Begr&uuml;ndung: In der Annahme, dass die Preise l&auml;ngere Zeit nicht steigen, k&ouml;nnten Unternehmen Investitionen aufschieben. Das f&uuml;hre zum Abbau von Arbeitspl&auml;tzen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/wirtschaft\/europa-rutscht-erstmals-seit-der-finanzkrise-in-die-deflation-id10211854.html#plx321825379\">Der Westen<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ec.europa.eu\/eurostat\/documents\/2995521\/6455292\/2-07012015-BP-EN.pdf\/7a179764-787e-4a10-a72b-0abde719ee44\">Eurostat: Euro area annual inflation down to -0.2% [PDF &ndash; 35 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Bundesregierung und Europ&auml;ische Kommission seien kein Grund zur Besorgnis. Die Kapelle auf der Titanic spielt munter weiter.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>IMK: Wirtschaftspolitische Herausforderungen 2015 &ndash; Wirtschaftspolitik unter Zw&auml;ngen<\/strong>\n<ul>\n<li>Die gr&ouml;&szlig;te wirtschaftspolitische Herausforderung wird 2015 die &Uuml;berwindung der Krise des Euroraums sein. Diese manifestiert sich seit l&auml;ngerem in einer hartn&auml;ckigen Tendenz zur Deflation. Damit verliert die Geldpolitik, die den Euroraum bislang entscheidend stabilisiert hat, an Wirksamkeit. Sie bedarf dringend der Flankierung durch die Finanzpolitik, die mittels h&ouml;herer Investitionen die Wirtschaft im Euroraum stimulieren und so die Deflations- und Stagnationsgefahr bannen kann.<\/li>\n<li>Anhand von Modellrechnungen lassen sich hohe Wachstumseffekte eines solchen Vorgehens aufzeigen. Eine Ausdehnung der &ouml;ffentlichen Investitionen um 1 % des BIP f&uuml;r die Dauer von drei Jahren w&uuml;rde das Euroraum-BIP im selben Zeitraum durchschnittlich um 1,6% steigern.<\/li>\n<li>Es deutet sich denn auch bereits ein Wechsel des finanzpolitischen Kurses an. Damit ist die bisherige Strategie, die den Euroraum durch einen harten Sparkurs aus der Krise f&uuml;hren sollte, gescheitert. Nunmehr werden vielfach Konzepte entwickelt, die die Investitionst&auml;tigkeit beleben sollen. Sie sind jedoch quantitativ und konzeptionell bislang unzureichend.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_imk_report_102_2015.pdf%20\">IMK Report 102 Januar 2015-01-07 [PDF &ndash; 1.2 MB]<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Europoly: Privatisierung unter der Troika<\/strong><br>\nMilliarden-Immobilien werden verschleudert, Wasserwerke gegen den Willen der Bev&ouml;lkerung an Konzerne vertickt, ganze Banken gehen zum Billigpreis an dubiose K&auml;ufer &ndash; in den Krisenl&auml;ndern Europas steht das &ouml;ffentliche Eigentum zum Verkauf. Oligarchen und Finanzinvestoren spielen ein gigantisches Monopoly. Die Gl&auml;ubiger haben die Regeln zu Gunsten der Zocker ge&auml;ndert: Im Europoly stehen die Verlierer von Beginn an fest. Eine Anleitung in drei Kapiteln&hellip;<br>\nWer Geld verleiht, diktiert die Regeln. Wer welches leiht, muss sich an die Regeln halten. Vor der Euro-Krise haben vor allem Entwicklungsl&auml;nder diese Erfahrung mit internationalen Geldgebern gemacht, doch nun trifft es auch Europa. Die &ldquo;Troika&rdquo; verlangt als Bedingung f&uuml;r ihre Notkredite gro&szlig;fl&auml;chige Privatisierungen. Unter den Hammer kommt in den Krisenl&auml;ndern unter hohem Zeitdruck alles, was der Staatsbesitz so hergibt: Wasserwerke, Banken, Str&auml;nde, Flugh&auml;fen, Stromnetze, H&auml;fen, Pal&auml;ste und sogar Heilquellen. Die Bank in diesem Spiel will schnell Geld eintreiben. F&uuml;r Investoren ist der Einsatz niedrig, die Gewinnchancen sind hoch. Das erste Kapitel stellt die Geldgeber, Mitspieler und Spielregeln vor&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/europoly.tagesspiegel.de\/\">Europoly Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&bdquo;Deutlich weniger radikal&ldquo;<\/strong><br>\nChristos Katsioulis in Athen &uuml;ber das Schreckgespenst SYRIZA und den Tiefpunkt der PASOK.<br>\nAm 25. Januar wird in Griechenland gew&auml;hlt. SYRIZA geht mit Forderungen nach einem Ende des Sparkurses, einem Schuldenschnitt und einem umfassenden Sozialprogramm als Favorit in die Wahl. Welche Bedeutung h&auml;tte ein Sieg der SYRIZA?<br>\nF&uuml;r Griechenland h&auml;tte das historische Bedeutung, weil erstmals eine Partei der kommunistischen Linken an der Macht w&auml;re. Zudem w&uuml;rde erstmals seit der Diktatur eine andere Partei an die Macht kommen, als die konservative Nea Dimokratia und die sozialistische PASOK. Das w&auml;re f&uuml;r einen Bruch mit vielen klientelistischen Praktiken sicherlich hilfreich. Was die Forderungen der Partei betrifft, so muss man jedoch ein wenig Wasser in den Wein gie&szlig;en. Denn SYRIZA fordert zwar einen Schuldenschnitt, das hat die aktuelle Regierung bis vor kurzem aber auch getan&hellip;<br>\nDie W&auml;hlerinnen und W&auml;hler sind der Schreckensszenarien m&uuml;de und von der Regierung frustriert. Nach drei Jahren Sparpolitik, massiver Schrumpfung der Wirtschaft und einer Arbeitslosigkeit von 26 Prozent ist die Bereitschaft hoch, es mal mit einer Variante zu versuchen, die zwar riskanter wirkt, daf&uuml;r jedoch Hoffnung verspricht. Und Hoffnung war in den letzten Jahren in Griechenland ein rares Gut.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/kurzinterview\/artikel\/deutlich-weniger-radikal-728\/\">Internationale Politik und Gesellschaft IPG<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Sp&auml;tes Weihnachtsgeschenk f&uuml;r Berlusconi<\/strong><br>\nAn Heiligabend trat Renzis Kabinett zusammen, um auf die Schnelle &ndash; und wohl auch dank des Weihnachtstrubels unbemerkt &ndash; die Durchf&uuml;hrungsverordnungen f&uuml;r die Neufassung von Finanz- und Steuerdelikten zu beschlie&szlig;en. In den Verordnungen fand sich ein Weihnachtsgeschenk f&uuml;r Berlusconi: In Zukunft soll Steuerbetrug nur noch strafrechtlich verfolgt werden, wenn die hinterzogene Summe mehr als 3 Prozent des Firmenumsatzes betr&auml;gt. Die Norm gilt aber nach italienischer Rechtsprechung auch f&uuml;r die Vergangenheit &ndash; Angeklagte und in letzter Instanz Verurteilte haben das Recht, nach der neuen Norm beurteilt zu werden, wenn diese f&uuml;r sie g&uuml;nstiger ist. Das ist fein f&uuml;r Berlusconi: Er war im August 2013 wegen Steuerbetrug zu einer Haftstrafe von vier Jahren verurteilt worden. Davon musste er wegen eines allgemeinen Strafnachlasses nur ein Jahr abb&uuml;&szlig;en.<br>\nWeit h&auml;rter traf ihn die Tatsache, dass er aufgrund der Vorstrafe seinen Sitz im Senat einb&uuml;&szlig;te &ndash; und dass er auf sechs Jahre nicht mehr bei Wahlen antreten kann. Doch die hinterzogene Summe betrug &ldquo;nur&rdquo; knapp acht Millionen Euro in zwei Jahren, jeweils 1,2 und 0,7 Prozent des Umsatzes seiner TV-Holding Mediaset, wie Experten ausrechneten. Hunderte weitere hinterzogene Millionen waren wegen Verj&auml;hrung unter den Tisch gefallen &ndash; auch, weil Berlusconi in seiner Zeit als Regierungschef die Verj&auml;hrungsfristen verk&uuml;rzt hatte. Mit Renzis neuem Dekret k&ouml;nnte jedoch das Urteil gegen Berlusconi aus dem Jahr 2013 komplett kippen &ndash; und damit auch das Verbot, bei den n&auml;chsten Wahlen wieder anzutreten. Es ist kein Geheimnis, dass der von der gem&auml;&szlig;igt linken Partito Democratico (PD) kommende junge Regierungschef gut kann mit dem alten Frontmann der Rechten. Im Februar 2014 hatte Renzi einen Pakt mit Berlusconi geschlossen. Die beiden vereinbarten, bei der Wahlrechts- und Verfassungsreform im Parlament zusammenzuarbeiten. Renzi bestritt jedoch stets, jener Pakt enthalte weitere Klauseln. Eben dieser Verdacht dr&auml;ngt sich jetzt jedoch auf, und er wird verst&auml;rkt durch den Umstand, dass die f&uuml;r Berlusconi strafbefreiende Norm offenbar in letzter Minute im Amt des Ministerpr&auml;sidenten in die Durchf&uuml;hrungsverordnung hineingeschmuggelt worden war.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=au&amp;dig=2015%2F01%2F08%2Fa0116&amp;cHash=b6ba812e0ead160eff57c2fedbc2cb60\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es w&auml;re verf&uuml;hrerisch sich vorzustellen, dass Matteo Renzi auf diesen Kuhhandel eingegangen sei, weil er eine sichere Mehrheit sichern wollte, um die einst drittgr&ouml;&szlig;te Wirtschaftsmacht der EU wieder auf Vordermann zu bringen. Aber selbst wenn dies so w&auml;re &ndash; leider spricht die j&uuml;ngste Arbeitsmarktpolitik nicht daf&uuml;r &ndash; w&auml;re der Preis daf&uuml;r zu hoch. Das Jahrzehnt verlor Italien unter Berlusconi vor allem dadurch, dass dieser das Recht an seinen pers&ouml;nlichen Interessen ausrichtete. Und Renzi setzt diese Praxis als gelehriger Sch&uuml;ler fort. Berlusconi hat damit Italien ein furchtbares Erbe hinterlassen. Wir wissen jetzt, wie moderne Form des &lsquo;duce&rsquo; aussieht. Und Europa kann genauso wie bei Viktor Orb&aacute;n nur zuschauen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Michail Gorbatschow: &bdquo;Es f&auml;llt schwer, nicht schwarz zu sehen&ldquo;<\/strong><br>\nMit dem Ende des Jahres 2014 wird deutlich, dass die seit 1989 vorhandenen europ&auml;ischen und internationalen politischen Strukturen ihre Bew&auml;hrungsprobe nicht bestanden haben. Seit dem Ende des Kalten Krieges hat die Welt kein derart angespanntes und schwieriges Umfeld mehr erlebt, in dem vor dem Hintergrund eines Abbruchs des Dialogs zwischen Gro&szlig;m&auml;chten in Europa und im Nahen Osten Blut vergossen wird. Die Welt scheint sich an der Schwelle eines neuen Kalten Krieges zu befinden. Manche behaupten sogar, er habe bereits begonnen.<br>\nUnterdessen spielt das wichtigste internationale Gremium der Welt &ndash; der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen &ndash; kaum eine Rolle oder ergreift konkrete Ma&szlig;nahmen, um die Brandherde einzud&auml;mmen und das Morden zu beenden. Warum hat er nicht entschlossen gehandelt und eine Beurteilung der Lage vorgenommen, um&nbsp; einen gemeinsamen Aktionsplan zu entwickeln?<br>\nIch glaube ein wesentlicher Grund ist der Zusammenbruch des Vertrauens, das durch harte Arbeit und die gemeinsame Bem&uuml;hung geschaffen wurde, den Kalten Krieg zu beenden. Ohne&nbsp; dieses Vertrauen sind friedliche internationale Beziehungen in der globalisierten Welt von heute undenkbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/kommentar\/artikel\/es-faellt-schwer-nicht-schwarz-zu-sehen-731\/\">Internationale Politik und Gesellschaft IPG<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Abgeh&auml;ngt und alleingelassen<\/strong>\n<ul>\n<li>Viele Ziele des Bildungsgipfels aus dem Jahr 2008 werden verfehlt, das zeigt eine Studie, die der S&uuml;ddeutschen Zeitung vorliegt.<\/li>\n<li>Es gibt noch immer zu viele Schulabg&auml;nger ohne Abschluss, zu viele junge Erwachsene ohne Ausbildung und eine soziale Chancenungleichheit bei Studienanf&auml;ngern.<\/li>\n<li>Der Deutsche Gewerkschaftsbund fordert einen neuen Bildungsgipfel in diesem Jahr&hellip;<\/li>\n<\/ul>\n<p>Anders als in Dresden vorgesehen, wird es nicht gelingen, die Zahl der Schulabg&auml;nger ohne Abschluss bis Ende des Jahres zu halbieren. 2013 verlie&szlig;en 5,7 Prozent der Jugendlichen allgemeinbildende Schulen ohne irgendeinen Abschluss&hellip;<br>\nIn Bayern h&ouml;rt nicht einmal jeder 20. Sch&uuml;ler ohne Zertifikat mit der Schule auf, in Mecklenburg-Vorpommern trifft dies auf gut jeden zehnten zu. &Auml;hnliche Differenzen gibt es bei den sogenannten Mindeststandards in Mathematik: In Bremen scheitern daran 11,5 Prozent der Neuntkl&auml;ssler, in Sachsen nur 1,3&nbsp;Prozent.<br>\nWeiterhin hoch ist die Zahl der jungen Erwachsenen ohne Ausbildung: 2013 hatten 1,4 Millionen im Alter von 20 bis 29 Jahren weder eine abgeschlossene Berufsausbildung noch waren sie dabei, eine solche zu erwerben. Das entspricht einem Anteil von 13,8 Prozent in dieser Altersgruppe. Das Ziel des Bildungsgipfels, den Wert von 17 auf 8,5 Prozent zu halbieren, sei damit &ldquo;bis 2015 v&ouml;llig ausgeschlossen&rdquo;&hellip;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bildung\/bildung-und-ausbildung-abgehaengt-und-allein-gelassen-1.2292234\">SZ<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/schule.dgb.de\/++co++29abc59c-9647-11e4-9920-52540023ef1a\">DGB Bildungsgipfel-Bilanz 2014, DGB [PDF &ndash; 440 KB]<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Der Pillendreh &ndash; Im Innern des Pharmakonzerns Sanofi<\/strong><br>\nBis ich herausgefunden habe, dass ich &uuml;berwacht werde und dass die genau wissen, was ich verschreibe!&rdquo;, emp&ouml;rt sich eine &Auml;rztin aus einem schicken Pariser Stadtteil. &ldquo;Eine Pharmavertreterin sagte irgendwann zu mir: ,Sie verordnen nicht gerade viel!&rsquo; Da hab ich mich gefragt: Woher wei&szlig; die das? Ich war ja komplett ahnungslos.&rdquo;<br>\nWie viele ihrer Kollegen ist sie schockiert &uuml;ber die Kontrolle, hinter der die Marketingabteilungen von Pharmakonzernen stecken. Und die strotzen nur so vor Einfallsreichtum, wenn es darum geht, Marktanteile zu steigern. Dazu geh&ouml;rt auch, die Anwendungsgebiete von Arzneimitteln zu ver&auml;ndern, um neue Kunden zu gewinnen. So geschehen bei Sanofi, dem viertgr&ouml;&szlig;ten Pharmakonzern der Welt (33 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2013) und Frankreichs h&ouml;chstbewertetem Unternehmen.<br>\nPyostacine(1) aus dem Hause Sanofi, das manche &Auml;rzte auch als den &ldquo;Rolls Royce unter den Hautantibiotika&rdquo; bezeichnen, wurde lange nur gegen dermatologische Erkrankungen eingesetzt, bevor es in ein Medikament f&uuml;r die Atemwege umgewandelt wurde. Seither wird das Antibiotikum bei Bronchitis und Lungenentz&uuml;ndungen verabreicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2015\/01\/09.mondeText1.artikel,a0006.idx,0\">Le Monde diplomatique<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Verheerendes Wachstum &ndash; Asien braucht ein ganz anderes Wirtschaftsmodell<\/strong><br>\nDas westliche Wirtschaftsmodell hat sich zwar weltweit durchgesetzt, ist aber nicht imstande, f&uuml;r seine eigenen B&uuml;rger angemessen zu sorgen. In den USA hat die Ungleichheit das h&ouml;chste Niveau seit hundert Jahren erreicht. Seit dem Ende der Rezession Mitte 2009 entfielen 95 Prozent der Einkommenszuw&auml;chse auf das eine Prozent der Topverdiener. Dagegen liegt das Medianeinkommen der Einzelhaushalte (ohne die Rentner) heute 12 Prozent unter dem des Jahres 2000. Mittlerweile rechnen sich 40 Prozent der US-B&uuml;rger der Unter- oder der unteren Mittelschicht zu. Und 40 Millionen Menschen dort sind auf staatliche Lebensmittelgutscheine angewiesen.<br>\nIn Europa sieht es kaum besser aus. In Spanien und in Griechenland sind &uuml;ber 50 Prozent der jungen Menschen zwischen 15 und 24 Jahren arbeitslos. Die Staatsverschuldung liegt selbst in L&auml;ndern wie Frankreich und Gro&szlig;britannien inzwischen bei 90 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Und die Bilanz w&auml;re noch schlimmer ohne die von der EZB gest&uuml;tzte Politik des &bdquo;billigen Geldes&ldquo;, die aber nicht ewig durchzuhalten ist, und ohne die dadurch fehlgelenkten Investitionen, die nur weitere spekulative Blasen wie die von 2008\/2009 hervorbringen werden.<br>\nMachen wir uns nichts vor: Wenn das, was wir derzeit in Europa erleben, in Asien oder in Afrika passieren w&uuml;rde, w&uuml;rde man es schlichtweg als ein Desaster bezeichnen &ndash; und das Ergebnis einer verfehlten Wirtschaftspolitik. Aber weil sich der Westen &uuml;ber die letzten hundert Jahre als intellektuelle Supermacht aufgespielt und die globale Wirtschafts- und Finanzpolitik bestimmt hat, k&ouml;nnen seine Regierungen dem Rest der Welt immer noch weismachen, Wohlstand lasse sich einzig und allein &uuml;ber Liberalisierung, Nachahmung des westlichen Modells und konsumgetriebenes Wachstum erreichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/.search?ik=1&amp;mode=erw&amp;tid=2015%2F01%2F09%2Fa0047&amp;ListView=0&amp;sort=3&amp;tx=Verheerendes+Wachstum&amp;qu=MONDE\">Le Monde diplomatique<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Community statt Kommunismus &ndash; Wie die franz&ouml;sische KP versucht, in der Gegenwart anzukommen<\/strong><br>\nDie KPF versuchte den franz&ouml;sischen Kommunismus durch einen Wandel in der inneren Organisation ihrer Partei zu erneuern. Angesichts sinkender Mitgliederzahlen wurde das Prinzip, vor allem Arbeiter zu Kadern auszubilden, in den 1990er und 2000er Jahren aufgegeben und die autorit&auml;ren Praktiken des demokratischen Zentralismus infrage gestellt. Die Parteischulen verschwanden oder verloren ihre Doppelfunktion als Bildungseinrichtungen. Nun ging es vor allem darum, junge Leute und Frauen f&uuml;r die Partei zu gewinnen. Die explizite F&ouml;rderung von Arbeiter-Aktivisten stand fortan nicht mehr auf der Tagesordnung.<br>\nAuf die fr&uuml;her in den Parteischulen ausgebildeten Arbeiterkader folgten Funktion&auml;re, deren schulische, berufliche und parteipolitische Laufbahn eng mit der Kommune verbunden ist. Der franz&ouml;sische Kommunismus &uuml;berlebt heute im Dunstkreis lokaler Beh&ouml;rden und st&uuml;tzt sich nicht mehr wie fr&uuml;her auf gewerkschaftliche Netzwerke. 2013 erkl&auml;rten 75 Prozent der Mitglieder, im &ouml;ffentlichen Dienst zu arbeiten, davon 23 Prozent in der kommunalen Verwaltung. Das gilt auch f&uuml;r die Spitze des Parteiapparats. Der letzte Generalsekret&auml;r, der aus der Gewerkschaft CGT kam, war Georges Marchais. Der gelernte Schlosser war Gewerkschaftssekret&auml;r, ehe er von 1970 bis 1994 an der Parteispitze stand.<br>\nDanach kamen lauter Notabeln: Marchais&rsquo; Nachfolger, Robert Hue, war B&uuml;rgermeister von Montigny-l&egrave;s-Cormeilles, Abgeordneter des Departements und der Region und Pr&auml;sident der Nationalen Vereinigung der kommunistischen und republikanischen Abgeordneten. Marie-George Buffet, die Hue 2001 abl&ouml;ste, war Angestellte im Rathaus von Plessis-Robinson, bevor sie Stadtr&auml;tin einer anderen Gemeinde wurde und schlie&szlig;lich in den Regionalrat der &Icirc;le-de-France gew&auml;hlt wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/.search?ik=1&amp;mode=erw&amp;tid=2015%2F01%2F09%2Fa0056&amp;ListView=0&amp;sort=3&amp;tx=Community+statt+Kommunismus&amp;qu=MONDE\">Le Monde diplomatique<\/a>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> In der Januar-Ausgabe von Le Monde diplomatique wieder eine Reihe interessanter Beitr&auml;ge, u.a.: <\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Das Land der Paschtunen<\/em><\/li>\n<li><em>Im Land der begrenzten Gleichheit<\/em><\/li>\n<li><em>Der Fall Mansir, Ein fehlgeschlagenes Attentat, ein S&uuml;ndenbock und der Stand der Demokratie in Nigeria <\/em><\/li>\n<li><em>Der Terror erreicht Kamerun, Boko Haram im n&ouml;rdlichen Grenzgebiet zu Nigeria <\/em><\/li>\n<li><em>Sanktionen gegen einen Toten, Im sudanesischen B&uuml;rgerkrieg ergreift die UNO sinnlose Ma&szlig;nahmen <\/em><\/li>\n<li><em>Von wegen Naturprodukt, Genbaumwolle als globale Massenware <\/em><\/li>\n<li><em>Eine pazifische Aff&auml;re<\/em><\/li>\n<li><em>Willkommen in Japan<\/em><\/li>\n<li><em>Die Paten von Rom, Korrupte Gesch&auml;fte mit der Versorgung von Fl&uuml;chtlingen <\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Le Monde diplomatique ab Donnerstag im Kiosk am Freitag als Beilage zur taz.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Fukushima: Zahl der Schilddr&uuml;senkrebsf&auml;lle steigt weiter an<\/strong><br>\nIn Fukushima wurden die neuesten Daten der Schilddr&uuml;sen-Reihenuntersuchungen ver&ouml;ffentlicht. Sie deuten erstmals auf einen Anstieg der Neuerkrankungen von Schilddr&uuml;senkrebs bei japanischen Kindern hin. Im Rahmen des ersten &ldquo;Screenings&rdquo; wurde bereits bei 84 Kindern Schilddr&uuml;senkrebs festgestellt, der zum Teil bereits Metastasen gebildet hatte. Bei ihnen mussten daraufhin Teile der Schilddr&uuml;sen operativ entfernt werden. Bei 24 weiteren Kindern liegen ebenfalls krebsverd&auml;chtige Biopsie-Befunde vor. All diese F&auml;lle wurden von den Beh&ouml;rden in Japan bislang auf den sogenannten &ldquo;Screeningeffekt&rdquo;geschoben. Damit bezeichnet man die Beobachtung, dass bei Reihenuntersuchungen Krankheitsf&auml;lle gefunden werden, die klinisch noch keine Symptome gezeigt haben und erst zu einem sp&auml;teren Zeitpunkt aufgefallen w&auml;ren.<br>\nJetzt liegen allerdings die ersten Zahlen der Nachuntersuchung von Kindern vor, die bereits im ersten Screening erfasst worden waren. Bislang wurden 60.505 Kinder nachuntersucht und bei 57,8% Knoten oder Zysten gefunden. Im Erst-Screening lag diese Rate noch bei 48,5%. In konkreten Zahlen bedeutet das, dass bei 12.967 Kindern, bei denen im ersten Screening noch keine Anomalien gefunden wurden, nun Zysten oder Knoten festgestellt &ndash; bei 127 von ihnen sogar so gro&szlig;e, dass eine weitere Abkl&auml;rung dringend notwendig wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ippnw.de\/\">IPPNW<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Das Letzte<\/strong><br>\nBundeskanzlerin Angela Merkel hat sich zuversichtlich ge&auml;u&szlig;ert, dass Griechenland auch nach der vorgezogenen Parlamentswahl Ende Januar in der Eurozone bleibt. Sie habe ihr Handeln immer darauf ausgerichtet, sagte Merkel nach einem Treffen mit Gro&szlig;britanniens Premierminister David Cameron in London. Merkel richtete ihre Botschaft explizit &ldquo;an die Menschen und die Teilnehmer an den M&auml;rkten&rdquo; &ndash; die auf das Aufkommen der Spekulationen am Samstag nerv&ouml;s reagiert hatten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/grexit-113.html%20\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es gibt eben zwei Klassen in der Demokratie: Die Menschen und die Teilnehmer an den M&auml;rkten. Und Letzteren hat man bei seiner Wahlentscheidung zu folgen &ndash; meint Merkel als Verfechterin der &bdquo;markkonformen&ldquo; Demokratie.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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