{"id":24505,"date":"2015-01-09T08:43:40","date_gmt":"2015-01-09T07:43:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24505"},"modified":"2015-01-09T09:37:14","modified_gmt":"2015-01-09T08:37:14","slug":"hinweise-des-tages-2287","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24505","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24505#h01\">Terror<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24505#h02\">Pegida <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24505#h03\">AfD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24505#h04\">Wo kommen all die Fl&uuml;chtlinge her? Neuer &ldquo;Bodenatlas&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24505#h05\">Ukraine <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24505#h06\">Die geplatzte Pipeline<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24505#h07\">Oskar Lafontaine: &ldquo;Frieden statt NATO&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24505#h08\">DGB-Chef zu Griechenland-Politik: &ldquo;Das Ergebnis einer Gehirnw&auml;sche&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24505#h09\">Kehrtwende in der LuxLeaks-Aff&auml;re: Neuer &Auml;rger f&uuml;r Jean-Claude<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24505#h10\">W&ouml;lfe der Wall Street kommen: Die Milliardenmaschine Goldman Sachs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24505#h11\">F&uuml;r eine digitale B&uuml;rgerrechtsbewegung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24505#h12\">Zehn Jahre Hartz IV: Immer den Staat im Nacken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24505#h13\">Arbeitgeberpr&auml;sident: Computer haben keine Arbeitspl&auml;tze vernichtet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24505#h14\">Abschl&auml;ge bei Erwerbsminderungsrente<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24505#h15\">2015 &ndash; Das Jahr des Mindestlohns: Alle Daten auf einen Blick<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24505#h16\">EZB versenkte Skandalbrief Trichets an Zapatero im weihnachtlichen Aufmerksamkeitsloch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24505#h17\">Bestechungsverdacht bei Ramelow-Wahl in Th&uuml;ringen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24505#h18\">Neue Zeitung des Friedenswinters 2014\/2015<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24505&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Terror<\/strong><br>\n<blockquote><p>\n<em>&bdquo;Jetzt schreiben und sagen alle &bdquo;Je  suis Charlie.&ldquo; Wirklich ein Zeichen w&auml;re es, wenn auch alle sagten: &bdquo;JE SUIS AUSSI UN MUSULMAN.&ldquo; &bdquo;ICH BIN AUCH MOSLEM.&ldquo; Denn damit w&uuml;rde auch der Alleinvertretungsanspruch der Islamisten negiert und gleichzeitig Solidarit&auml;t mit den v&ouml;llig normalen Muslimen ausgedr&uuml;ckt, die nun schon wieder von vielen angegriffen werden. Und angesichts der muslimischen Gefangenen in diversen Foltergef&auml;ngnissen der USA, als niemand sagte &ldquo;Ich bin Moslem&rdquo;, w&auml;re das ja mal ein Zeichen.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote>\n<p>(Unsere Leserin A.F.)<\/p>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Charlie Hebdo &ndash; ein Symbol f&uuml;r Missverst&auml;ndnis und Polarisierung<\/strong><br>\nW&auml;hrend die Familien der 12 Ermordeten vom 7.01.2015 in Paris noch kaum begriffen haben d&uuml;rften, welches Schicksal sie getroffen hat, ist die Untat medial bereits endg&uuml;ltig in die vorhandenen Frames einsortiert. Exemplarisch schreibt Die Berliner Zeitung von heute: &bdquo;Das Massaker von Paris ist Rache f&uuml;r satirische Zeichnungen, in denen die T&auml;ter eine Verunglimpfung ihres Propheten sehen.&ldquo;<br>\nWoher wissen die Redakteure das? Aus den Ausrufen, die die Killer w&auml;hrend des Angriffs gemacht haben sollen? K&ouml;nnte nicht jeder so etwas rufen? Oder wissen sie es durch den gl&uuml;cklichen Fund des Personalausweises eines Verd&auml;chtigen, den er aller sonstigen Professionalit&auml;t zum Trotz in einem der Fluchtautos verloren haben soll? Er weist einen arabischen Namen auf. Ist damit bereits alles erkl&auml;rt?<br>\nUnd wenn die M&ouml;rder tats&auml;chlich fanatische Islamisten gewesen sind, wieso geht dann fast niemand der kommentierenden Politiker und Medienvertreter davon aus, dass die Muslime ebenso emp&ouml;rt &uuml;ber die Tat sind, wie alle anderen auch? Merkt man nicht, dass man sie durch die Interpretationen und Forderungen, die jetzt ebenso vorschnell in den Raum geworfen werden wie die Schlussfolgerungen aus der Tat, aus der Gesellschaft ausgliedert?<br>\nWichtige andere Hinweise und Fragen sucht man bisher in der Berichterstattung weitestgehend vergeblich: Warum hatte die Redaktion der Satirezeitschrift Charlie Hebdo trotz mehrfacher Anschl&auml;ge keinen Geb&auml;udeschutz mit mehreren Polizisten, sondern nur Personenschutz f&uuml;r den Chefredakteur? Woher wussten die Attent&auml;ter, dass genau zu dem Zeitpunkt die w&ouml;chentliche Redaktionssitzung stattfand, bei der ausnahmsweise viele Mitarbeiter da sind? Was bedeutet es, dass diese Tat ganz offensichtlich lange geplant war?<br>\nWer auch immer die Terroristen waren und welche Motive sie genau verfolgten, die beobachtbaren Reflexe der Zuweisung von Unterstellungen und &Auml;ngsten haben bereits einen wesentlichen Effekt erzielt: Spaltung und Polarisierung. Weitere Radikalisierung und Eskalationen auf allen Seiten sind daher zu erwarten. Die &bdquo;L&uuml;genpresse&ldquo;-Rufer von gestern feiern nun bereits die Meinungs- und Pressefreiheit als n&uuml;tzlicher Gegenpol zu Islam und Muslimen.<br>\nEuropa geriert sich als Hort der Freiheit, als ob aktuell etwa nicht weltweit die Medienfreiheit verteidigt werden muss. Im letzten Jahr starben viele Journalisten bei der Arbeit, wie Reporter ohne Grenzen regelm&auml;&szlig;ig ver&ouml;ffentlicht. Die einen Toten sind nicht weniger wert als die anderen.<br>\nUmso wichtiger ist es nun, dass unsere Medien als Vierte Gewalt nicht vorschnell urteilen und weiter Stereotype bedienen, sondern eine konsequente Rechtsstaatlichkeit einfordern. Sowohl die Verbrechen von Paris m&uuml;ssen rechtsstaatlich verfolgt werden, als auch die Verhetzung Muslimen gegen&uuml;ber. Nur bei konsequentem Eintreten gegen den Missbrauch der Meinungsfreiheit, die &uuml;ble Nachrede und Volksverhetzung aus historischen Gr&uuml;nden nicht mit einschlie&szlig;t, ist eine weitere Polarisierung und Radikalisierung auf allen Seiten zu verhindern. Wer hier relativiert, arbeitet den falschen Kr&auml;ften zu.<br>\nCharlie Hebdo als linke Satirezeitschrift hat zwar immer provoziert, aber konsequent gegen alle und jeden polemisiert &ndash; das ist in jedem Fall zu verteidigen. Darum ist sie mit der einseitig ausgerichteten Jyllands Posten auch nicht im gleichen Kontext zu sehen. Dass nun alle m&ouml;glichen Zeitungen religionskritische Karikaturen nachdrucken, mag als Akt der Verzweiflung in diesem schweren Moment durchgehen. Dass man dadurch geopolitische und weitere m&ouml;glicherweise relevantere Aspekte weltweit ausblendet, sollte langfristig korrigiert werden. Dazu bedarf es besonnener Analysen, die jenseits von Apologismen wieder Raum und Recht gewinnen m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.medienverantwortung.de\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/20150108_IMV-PM_CharlieHebdo.pdf\">Pressemitteilung des Instituts f&uuml;r Medienverantwortung vom 8. Januar 2015<\/a><\/li>\n<li><strong>Schl&uuml;sse aus &ldquo;Charlie Hebdo&rdquo;: Der Terror ist ein Teil von uns<\/strong><br>\nDas B&uuml;ndnis hat sich zu Wort gemeldet: &ldquo;Die Nato-Verb&uuml;ndeten halten im Kampf gegen Terrorismus zusammen&rdquo;, erkl&auml;rte Generalsekret&auml;r Jens Stoltenberg in Br&uuml;ssel. &ldquo;Wir stehen in voller Solidarit&auml;t bei unserem Verb&uuml;ndeten Frankreich.&rdquo; Was soll das? Kampfflugzeuge gegen Kapuzenm&auml;nner? Panzereins&auml;tze in muslimischen Vorst&auml;dten?<br>\nTerrorismus ist alles M&ouml;gliche &ndash; ein kulturelles Problem, ein religi&ouml;ses, ein soziales, ein kriminologisches, ein geheimdienstliches -, aber sicher kein milit&auml;risches. Aus den Worten des Nato-Chefs t&ouml;nt unsere Hilflosigkeit. Es gibt nur eine Antwort auf den Terror: Man bleibt, wer man sein will. Und man k&auml;mpft mit der einzigen Waffe, die die Herzen der Menschen erreicht: mit dem Wort.<br>\nZw&ouml;lf Menschen sind tot. Das Leben ihrer Familien vernichtet. Die Attent&auml;ter sind auf der Flucht. Sie werden dabei umkommen oder den Rest ihres Lebens im Gef&auml;ngnis verbringen. Milde wird es nicht geben. Frankreich empfindet den Anschlag in der Pariser Rue Nicolas Appert als Angriff auf die ganze Nation. Was wird aus so viel Leid?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/charlie-hebdo-jakob-augstein-den-anschlag-in-paris-a-1011898.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Muslime in Deutschland mit Staat und Gesellschaft eng verbunden<\/strong><br>\nDie meisten der vier Millionen Muslime in Deutschland sind ein Teil dieses Landes. Ihre Einstellungen und Sichtweisen orientieren sich stark an den Grundwerten der Bundesrepublik wie Demokratie und Pluralit&auml;t. Umgekehrt stehen den Muslimen und ihrer Religion aber gro&szlig;e Teile der nichtmuslimischen Bev&ouml;lkerung ablehnend gegen&uuml;ber. Das zeigt die &ldquo;Sonderauswertung Islam&rdquo; aus dem Religionsmonitor der Bertelsmann Stiftung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/de\/news619662%20\">Bertelsmann-Stiftung via Informationsdienst Wissenschaft (idw)<\/a><\/li>\n<li><strong>Jede Menge falsche Freunde<\/strong><br>\nDie Leichen in Paris waren noch nicht kalt, als die Ersten in Deutschland versuchten, sie f&uuml;r ihre Zwecke zu vereinnahmen: Pegida, Alexander Gauland von der AfD, einschl&auml;gige Webseiten, am Ende sogar die NPD, die auf ihrer Facebookseite erkl&auml;rte, nun ebenfalls Charlie zu sein. Diesen Leuten sind ein paar linksliberale Karikaturisten schei&szlig;egal, sie freuen sich nur wie Bolle, ihre Ressentiments best&auml;tigt zu sehen.<br>\nDarum, Spackos, h&ouml;rt zu: Wagt es nicht, die Toten von Paris zu instrumentalisieren. Denn f&uuml;r euch h&auml;tten die Satiriker von Charlie Hebdo zur &bdquo;L&uuml;genpresse&ldquo; geh&ouml;rt. Ihr k&ouml;nntet ahnen, was die f&uuml;r euresgleichen &uuml;briggehabt h&auml;tten. Was sie f&uuml;r euresgleichen in Frankreich &uuml;brighatten. Was die Titanic, der Postillon oder die &bdquo;heute-show&ldquo; f&uuml;r euch &uuml;brighaben: n&uuml;scht. Absolut n&uuml;scht. Au&szlig;er Kritik, Spott und Verachtung.<br>\nIhr habt kein Recht, euch der ermordeten Satiriker zu bem&auml;chtigen. [&hellip;]<br>\nDamit w&auml;ren wir bei der anderen Seite: Ich w&uuml;nsche jedem islamischen Vorbeter und seinem Nachbeter, der der Verurteilung des Mordes ein &bdquo;Aber&ldquo; hinterherschiebt, lebenslang Dresden an den Hals.<br>\nDieses &bdquo;Aber&ldquo; war am Mittwoch nicht in offiziellen Stellungnahmen in Deutschland zu h&ouml;ren, daf&uuml;r umso mehr in sozialen Netzwerken. Und es sind weniger irgendwelche Salafisten, nicht mal allein Muslime, die sagen: Ja, schlimm. Aber die haben ja provoziert. Aber man m&uuml;sse die religi&ouml;sen Werte und Gef&uuml;hle respektieren. Aber die Islamophobie. So formulierte es beispielsweise der t&uuml;rkische Au&szlig;enminister Mevl&uuml;t &Ccedil;avu&#351;o&#287;lu. Es ist exakt dasselbe verlogene und beschissene &bdquo;Aber&ldquo;, wie man es von den Klemmrassisten von der AfD und Pegida kennt: &bdquo;Ich habe nichts gegen Ausl&auml;nder, aber &hellip;&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Kommentar-Je-suis-Charlie-Hebdo\/!152463\/\">Deniz Y&uuml;cel in der taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Islamfeindlichkeit ist salonf&auml;hig geworden<\/strong><br>\nNach einer Bertelsmann-Umfrage ist die Abwehr von Muslimen unter Deutschen weitverbreitet, ein Viertel will keine mehr ins Land lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/43\/43806\/1.html\">Teleopolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Wernicke:<\/strong> Rassismus hei&szlig;t das, nicht &bdquo;Islamfeindlichkeit&ldquo; &ndash; nur eben, dass der moderne Rassismus ohne Rassen auskommt http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rassismus_ohne_Rassen. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Angst vor Terror nicht gewachsen<\/strong><br>\nDie H&auml;lfte aller Deutschen hat Angst vor einem Terroranschlag, so das Ergebnis des ARD-DeutschlandTrends einen Tag nach dem Anschlag in Paris. Das ist weniger als im Oktober. Auch das Verst&auml;ndnis f&uuml;r die &ldquo;Pegida&rdquo;-Bewegung nahm nicht zu. Sie profitiert aber von pers&ouml;nlicher Unsicherheit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/deutschlandtrend\/aktuell\/index.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><strong>Siehe auch <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/multimedia\/bilder\/crbilderstrecke-165.html\">den ARD-Deutschlandtrend-Beitrag<\/a><\/strong><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>PEGIDA<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Pegida: &bdquo;Das ist nicht nur inhuman, sondern ganz bewusst antihuman&ldquo;<\/strong><br>\nInterview mit Frieder Otto Wolf, Politikwissenschaftler und Honorarprofessor f&uuml;r Philosophie an der Freien Universit&auml;t Berlin.<br>\nPegida-Proteste in Dresden, Terroranschl&auml;ge auf &bdquo;Charlie Hebdo&ldquo; in Paris &ndash; die letzten Wochen standen wieder zunehmend im Licht des &bdquo;Kampfes der Kulturen&ldquo;. Auf der einen Seite formieren sich fremdenfeindliche und rassistische Haltungen sichtbarer, auf der anderen gie&szlig;en einzelne Extremisten &Ouml;l in das Feuer des rechtskonservativen Hasses. Wie sind die sich zuspitzenden Entwicklungen aus humanistischer Perspektive zu deuten?<br>\nFrieder Otto Wolf, Pr&auml;sident des Humanistischen Verbandes Deutschlands, sieht wenige Gr&uuml;nde f&uuml;r eine Entwarnung und meint, &bdquo;diese Probleme werden sich zun&auml;chst einmal weiter versch&auml;rfen und nicht etwa verschwinden.&ldquo; Doch auch wenn L&ouml;sungen f&uuml;r die komplexe Krise nicht leicht zu finden sind, sei es zun&auml;chst die Aufgabe aller B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger, das politische Gemeinwesen nicht durch geistige Brandstifter vergiften zu lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.humanismus.de\/aktuelles\/pegida-nicht-nur-inhuman-sondern-ganz-bewusst-antihuman\">Humanistischer Verband Deutschlands<\/a><\/li>\n<li><strong>Zur Debatte &uuml;ber die &bdquo;Pegida&ldquo;-Demonstrationen erkl&auml;rt der Rat f&uuml;r Migration<\/strong><br>\n&bdquo;Es geht ein Riss durch die Gesellschaft: Jeder Zweite bef&uuml;rwortet die wachsende Vielfalt, aber jeder Dritte fordert mehr Mut zu einem st&auml;rkeren Nationalgef&uuml;hl und schlie&szlig;t dabei Eingewanderte aus. Wir brauchen deshalb eine Leitbild-Kommission f&uuml;r das Einwanderungsland, die ein Konzept entwickelt, das die gesamte Gesellschaft einbezieht. Migration und Integration d&uuml;rfen nicht tagesaktuell verhandelt werden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rat-fuer-migration.de\/pdfs\/PM_Pegida_Einstellungen_BPK.pdf\">Rat f&uuml;r Migration<\/a><\/li>\n<li><strong>Warum Bildungshintergrund und PEGIDA nicht zusammenh&auml;ngen<\/strong><br>\nSeit mehreren Wochen demonstrieren in Dresden die &bdquo;Patriotischen Europ&auml;er gegen die Islamisierung des Abendlandes&ldquo; (PEGIDA). Tausende Menschen gehen Montag f&uuml;r Montag auf die Stra&szlig;e. Ihre Motivation h&auml;ngt nicht mit ihrem Bildungshintergrund zusammen. Vielmehr hat unsere Gesellschaft ein Rassismusproblem, gegen das es sich zu organisieren gilt, meint unser Autor Christopher Wimmer und widerspricht damit Tabea Schroer.<br>\nJetzt sind es schon 17.500! 17.500 Menschen, die dem Aufruf der PEGIDA gefolgt sind, um das &lsquo;Abendland&rsquo; gegen die angebliche Islamisierung zu verteidigen. Seit den Protesten gegen die Hartz-Reformen und gegen den Bahnhof Stuttgart 21 handelt es sich hierbei um die gr&ouml;&szlig;te Mobilisierung in der j&uuml;ngeren Geschichte der BRD. Auch wenn bisher auf Dresden beschr&auml;nkt, gibt es bundesweite Ableger von PEGIDA. Dazu kommen &auml;hnlich geartete Proteste gegen Gefl&uuml;chtete wie aktuell in Berlin-Marzahn. Die PEGIDA richten sich aber nicht nur gegen die Islamisierung, ebenso wird ein &bdquo;Umdenken in der Politik&ldquo; sowie ein &bdquo;Aufnahmestopp f&uuml;r Wirtschaftsfl&uuml;chtlinge&ldquo; gefordert. Mit mangelnder Bildung ist das alles allerdings nicht zu erkl&auml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wasbildetihrunsein.de\/2015\/01\/06\/warum-bildungshintergrund-und-pegida-nicht-zusammenhaengen\/\">Was bildet ihr uns ein?<\/a><\/li>\n<li><strong>Heiner Flassbeck: Woher kommt PEGIDA? Aufgelesen bei &hellip; Stephan Mayer<\/strong><br>\nDie PEGIDA-Demonstrationen haben einen Streit ausgel&ouml;st: Soll man sich von allen Demonstranten pauschal distanzieren, weil sich rechtsradikale Extremisten unter ihnen befinden, die unzufriedene, verunsicherte B&uuml;rger zu instrumentalisieren verstehen? Oder soll man auf diejenigen der Demonstranten zugehen, die sich vor den Karren fremdenfeindlicher Str&ouml;mungen spannen lassen? Im Deutschlandfunk war dazu ein Interview mit dem CSU-Innenpolitiker Stephan Mayer (MdB) zu h&ouml;ren, in dem er folgendes feststellt: &bdquo;Aber ich bin auch der festen &Uuml;berzeugung, wenn man sich die Statements der Demonstranten anh&ouml;rt, dann f&uuml;hren nur die wenigsten auch dieses Thema Islamisierung &uuml;berhaupt im Munde. Was man h&auml;ufig h&ouml;rt ist eine Frustration &uuml;ber die Politik, ist das Gef&uuml;hl, unverstanden zu sein, vielleicht auch etwas zur&uuml;ckgelassen, verloren zu sein, auch abgeh&auml;ngt zu sein vom wirtschaftlichen Fortschritt &hellip;&ldquo;.<br>\nAbgeh&auml;ngt sein vom wirtschaftlichen Fortschritt (man k&ouml;nnte es auch als Perspektivlosigkeit bezeichnen) &ndash; das ist in meinen Augen ein wesentlicher Grund f&uuml;r den Zulauf, den extreme und fremdenfeindliche Gruppierungen haben. Da stimme ich Stephan Mayer zu. Die Betroffenen suchen nach Schuldigen f&uuml;r ihre Lage und werden bei den &bdquo;Fremden&ldquo; scheinbar f&uuml;ndig. Die komplexen gesamtwirtschaftlichen Zusammenh&auml;nge, die ihre individuelle Misere gro&szlig;enteils bedingen, durchschauen sie nicht. Wie sollten sie auch, sorgen doch viele unserer Politiker und der &uuml;berwiegende Teil unserer Massenmedien f&uuml;r keinerlei gesamtwirtschaftliche Aufkl&auml;rung, sondern f&uuml;r die Zementierung einzelwirtschaftlicher Sichtweisen und dadurch f&uuml;r eine Blockade der L&ouml;sungsans&auml;tze, die allen und gerade auch diesen sich benachteiligt F&uuml;hlenden zu Gute k&auml;men. (&hellip;)<br>\nMit einer Haltung, wie sie der CSU-Bundestagsabgeordnete an den Tag legt, wendet man tats&auml;chlich nichts zum Besseren: Die PEGIDA-Mitl&auml;ufer werden sich nicht durch die Aufforderung beruhigen lassen, dass sie bittesch&ouml;n einen anderen Ma&szlig;stab f&uuml;r ihre eigene Lage anwenden und dadurch zufriedener werden sollen. Je weniger ernst sie sich durch solche absurden Ratschl&auml;ge genommen f&uuml;hlen, desto mehr Zulauf wird die Bewegung bekommen. Der Druck im Kessel der Abgeh&auml;ngten wird steigen und das Ventil der Fremdenfeindlichkeit bekommt immer mehr zu tun, weil die f&uuml;r die wirtschaftlichen Geschicke und die Rahmenbedingungen unseres Wirtschaftssystems Verantwortlichen nicht bereit sind, das Feuer unter dem Kessel zu l&ouml;schen, an dem sie sich selbst &ndash; au&szlig;erhalb des Kessels &ndash; so angenehm w&auml;rmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/woher-kommt-pegida-aufgelesen-bei-stephan-mayer\/\">flassbeck-economics.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Nazi &ndash; wir danken Dir!<\/strong><br>\nGott sei Dank gibt es die Nazis! Und die Neo-Nazis. Denn sonst m&uuml;ssten wir uns mit unseren eigenen Vorurteilen befassen. Eine unbeliebte und gerne gemiedene &Uuml;bung.<br>\nDa ist es viel angenehmer, wenn etwa Probleme wie Ausl&auml;nderhass, Islamophobie und Antisemitismus auf eben &bdquo;die Nazis&ldquo; abgew&auml;lzt werden k&ouml;nnen. Sehr oft, wenn ein unsch&ouml;ner Zug unserer &bdquo;aufgekl&auml;rten&ldquo; Gesellschaft auftaucht, dann bietet es sich an, diesen entweder ganz anderen anzulasten oder aber einer Randgruppe, die wir ebenfalls nicht als &bdquo;wir&ldquo; empfinden. Wer gerade die Rolle des &bdquo;anderen&ldquo;, der &bdquo;out-group&ldquo; &uuml;bernimmt ist dabei &auml;u&szlig;erst variabel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.migazin.de\/2012\/01\/20\/nazi-wir-danken-dir\/\">MiGAZIN<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Wer emp&ouml;rt sich eigentlich &uuml;ber Islamisten?&rdquo; &ndash; Alice Schwarzer sorgt f&uuml;r Entr&uuml;stungs-Welle im Web<\/strong><br>\n&ldquo;Alle emp&ouml;ren sich &uuml;ber Pegida. Aber wer emp&ouml;rt sich eigentlich &uuml;ber Islamisten&rdquo;, twittert das Magazin Emma und verlinkt auf einen Artikel von Alice Schwarzer, in dem sie sich fragt, wer gegen &ldquo;diese neuen Faschisten&rdquo; demonstriert. Die Emp&ouml;rung ist wahrhaftig gro&szlig; &ndash; &uuml;ber Schwarzer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2015\/01\/06\/wer-empoert-sich-eigentlich-ueber-islamisten-alice-schwarzer-sorgt-fuer-entruestungs-welle-im-web\/\">Meedia<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Wernicke:<\/strong> Soviel zu &bdquo;PEGIDA besteht nur aus Faschisten&ldquo; in Verbindung mit &bdquo;Die B&ouml;sen sind immer die anderen&ldquo; &ndash; das hat also alles gar nicht &hellip; mit uns zu tun.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>CSU-KLAUSURTAGUNG IN WILDBAD KREUTH: &ldquo;Nicht jeder in der Welt darf nach Deutschland kommen&rdquo; <\/strong><br>\nHans-Peter Friedrich sagte, als christliches Land m&uuml;sse Deutschland das Thema N&auml;chstenliebe umsetzen. Er selbst habe als Bundesinnenminister 10.000 syrische Fl&uuml;chtlinge nach Deutschland geholt. Eine differenzierte Diskussion sei jedoch notwendig, denn nur ein geringer Bruchteil der Asylsuchenden sei im Sinne des Grundgesetzes auch asylberechtigt. &ldquo;Wir m&uuml;ssen Antworten geben, was wir mit den anderen machen&rdquo;, so Friedrich. &ldquo;Nicht jeder in der Welt&rdquo; d&uuml;rfe nach Deutschland kommen.<br>\nDie Bundestagsabgeordneten der CSU befassen sich mit der Asylpolitik unter anderem auf ihrer Klausurtagung in Wildbad Kreuth. In einem Positionspapier fordern sie, Fl&uuml;chtlinge aus Kriegsgebieten vorrangig aufnehmen und Asylverfahren zu beschleunigen. Aufgrund der gestiegenen Zahl von Fl&uuml;chtlingen m&uuml;ssten die Asylverfahren im rechtsstaatlichen Rahmen z&uuml;gig abgehandelt werden, sagte Friedrich im DLF.<br>\nMit der sogenannten &ldquo;Pegida&rdquo;-Bewegung habe das nichts zu tun, betonte Friedrich. Pegida sei eine regionale Veranstaltung in Dresden von Leuten, die &ldquo;offensichtlich Angst haben um die Identit&auml;t unserer Kultur&rdquo;. Doch, so Friedrich, &ldquo;weder Moslems noch Fl&uuml;chtlinge&rdquo; br&auml;chten die deutsche Identit&auml;t in Gefahr. &ldquo;Da sind wir schon selbst schuld.&rdquo;<br>\nZu seiner Kritik am Kurs von Kanzlerin Merkel (CDU) vom vergangenen Monat sagte Friedrich, rechts der Mitte gebe es ein gro&szlig;es Feld von Menschen, die abgeholt werden m&uuml;ssten. Dass es offensichtlich einen Bedarf f&uuml;r eine neue Partei wie die AfD gebe, d&uuml;rfe nicht sein. &ldquo;Das m&uuml;ssen wir abschaffen&rdquo;, so Friedrich. Die CSU k&ouml;nne sich nicht darauf verlassen, dass die AfD sich selbst zerlege. &ldquo;Wir m&uuml;ssen alles tun, damit sie &uuml;berfl&uuml;ssig wird.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/csu-klausurtagung-in-wildbad-kreuth-nicht-jeder-in-der-welt.694.de.html?dram%3Aarticle_id=307996\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin M.G.:<\/strong> Der Wahlkampf 2017 wird eine Braune Schlacht. Mir graut es jetzt schon! <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Privilegien sichern, nationale Identit&auml;t revitalisieren<\/strong><br>\nDie Essenzialisierung beinhaltet somit die Homogenisierung von Menschen zu Gruppen (die Muslime), die Dichotomisierung oder Polarisierung von Gruppen (wir im Unterschied zu den Anderen) und die Naturalisierung gesellschaftlicher Verh&auml;ltnisse (weil ihre Kultur so ist). Im hier zur Debatte stehenden Kontext wird der Islam als wesentliches Differenzierungsmerkmal zur Begr&uuml;ndung gesellschaftlicher und sozialer Verh&auml;ltnisse heranzogen. Er wird als wesentliches Element eingef&uuml;hrt, um Geschlechterverh&auml;ltnisse, Bildungsstand, Generationenbeziehungen etc. zu erkl&auml;ren und in diesem Feld zu intervenieren. In diesem Prozess der Essenzialisierung werden m&ouml;gliche Gemeinsamkeiten mit nicht-muslimischen Praktiken vernachl&auml;ssigt oder geleugnet. Sexismus, Terrorismus, Homophobie, h&auml;usliche Gewalt etc. wird sofort eine andere Bedeutung zugewiesen, sobald als Muslim_innen Markierte beteiligt sind. (&hellip;) Aus der Perspektive des antimuslimischen Rassismus ist dem Modell der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit vorzuhalten, das Ph&auml;nomen der Islamfeindlichkeit unterkomplex zu theoretisieren. Die Fokussierung auf Einstellungs&auml;nderungen bei gleichzeitiger Setzung einer humanen modernen Gesellschaft kann das Ph&auml;nomen nicht ad&auml;quat erfassen. Demgegen&uuml;ber wird der Vorteil einer rassismustheoretischen Herangehensweise darin gesehen, folgende Dimensionen zu erfassen: Die historische Analyse des Orientalismus macht deutlich, dass in einem Othering-Prozess &raquo;der Islam&laquo; und &raquo;der Westen&laquo; als essenzielle, dichotome Kulturen hervorgebracht wurden, die ein spezifisches Wissen bereitstellen, auf das sich Subjekte beziehen, mit dem sie sich auseinandersetzen (m&uuml;ssen) und das im Laufe der Jahrhunderte institutionalisiert und materialisiert wurde. Rassismus ist modernen Gesellschaften inh&auml;rent, er tritt in unterschiedlichen Formen auf und ist anpassungsf&auml;hig. Antimuslimischer Rassismus hat die gesellschaftliche Bedeutung und Funktion, Privilegien zu legitimieren und zu sichern sowie nationale Identit&auml;t zu revitalisieren Interventionen sind entsprechend auf den verschiedenen Ebenen (strukturell, institutionell, diskursiv und subjektiv) notwendig und jeweils als miteinander verklammert zu konzipieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.journal-fuer-psychologie.de\/index.php\/jfp\/article\/view\/258\/297\">Prof. Iman Attia im Journal f&uuml;r Psychologie<\/a><\/li>\n<li><strong>Gida &ndash; wer geht in NRW auf die Stra&szlig;e?<\/strong><br>\nIn Dresden sind es jeden Montag Tausende, die gehen; in K&ouml;ln waren es ein paar hundert, die ziehen wollten. Gegen Islamisierung des Abendlands demonstrieren sie, die Anh&auml;nger von Gida. Wer sind sie in NRW?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/sendungen\/neugiergenuegt\/redezeit\/olafsundermeyer100.html\">wdr5<\/a><\/li>\n<li><strong>Analyse der LEGIDA-Positionen<\/strong><br>\nLEGIDA argumentiert durchgehend kulturalistisch, wobei die Gruppe von geschlossenen und unvereinbaren Kulturkreisen &agrave; la Huntington ausgeht. In typisch ethnopluralistischer Weise behauptet LEGIDA nun, dass &bdquo;Vermischung von Kulturen immer zum Zusammenbruch der Urkulturen f&uuml;hrt&ldquo;, was durch &bdquo;die Geschichte belegt&ldquo; sei. &bdquo;Sittenverfall&ldquo;, &bdquo;Verdummung&ldquo; und &bdquo;Interessenlosigkeit&ldquo; seien die Folge einer &bdquo;multikulturellen Gesellschaft&ldquo;. Alle weiteren Punkte basieren auf dieser Grundlage der Intoleranz LEGIDAs bez&uuml;glich Pluralismus und Offenheit gegen&uuml;ber Menschen, die nicht in diese v&ouml;lkisch-nationalistische Wunschvorstellung passen. Diese Reinhaltung der &bdquo;nationalen Kultur&ldquo; &auml;u&szlig;ert sich insbesondere in &bdquo;Ma&szlig;nahmen&ldquo; zur &Auml;nderung des Grundgesetzes (das von LEGIDA nicht als Verfassung anerkannt wird), die in der Konsequenz die Verfechter der &bdquo;nationalen Kultur&ldquo; wohl zu Massendeportationen aller &bdquo;Fremden&ldquo; erm&auml;chtigen soll, denn LEGIDA m&ouml;chte den Grundgesetzartikel 16 in der Form ge&auml;ndert wissen, dass &bdquo;extremistische Bestrebungen, unsere Kultur hinsichtlich ihrer Sprache, Religion und Werte zu unterwandern [&hellip;] mit dem Entzug der Staatsb&uuml;rgerschaft, auch auf die Gefahr hin, dass der Betreffende staatenlos wird, geahndet werden&ldquo; kann.<br>\nDen Artikel 4, der bislang Religionsfreiheit garantiert, m&ouml;chten die Grundgesetzkritiker der LEGIDA zu einem Anti&rdquo;islamisierungs&rdquo;-Gesetz umbauen: Der Passus aus dem GG &ldquo;Die Freiheit des Glaubens&hellip; [ist] unverletzlich. Die ungest&ouml;rte Religionsaus&uuml;bung wird gew&auml;hrleistet&rdquo; soll mit einem &ldquo;im Rahmen unserer Gesetze, Verordnungen und unter Beachtung unserer Kultur&rdquo; eingeschr&auml;nkt werden. &ldquo;[D]amit wird die Religionsfreiheit in keiner Weise eingeschr&auml;nkt, sondern nur auf die Ver&auml;nderungen hinsichtlich der Anzahl der Angeh&ouml;rigen anderer Religionen und den damit entstehenden Problemen, vor allem mit Angeh&ouml;rigen des Islams, reagiert&rdquo; erkl&auml;rt uns dagegen LEGIDA. Genauer definiert wird es nicht, wie &ldquo;unsere[&hellip;] Kultur&rdquo; denn aussieht an der gemessen werden soll und wie einheitlich diese tats&auml;chlich sei, so dass sie als Ma&szlig;stab herhalten k&ouml;nne. Stattdessen wird klar ausgegrenzt und die blo&szlig;e Anzahl von Muslim*innen als Problem hochstilisiert. Mit dem vorangegangenen Verweis auf Gesetze bekommt das offen islamfeindliche Bild eine kriminalisierende Abrundung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nir-leipzig.net\/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=191%3Anir-analyse-des-positionspapiers-der-legida-vom-29122014&amp;catid=39%3Anews\">Netzwerk gegen Islamfeindlichkeit und Rassismus Leipzig (NIR)<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>AfD<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Konrad Adam: Der Mann, der von der L&uuml;genpresse kam<\/strong><br>\nWer ist Konrad Adam? Vor einigen Wochen h&auml;tte sich diese Frage zur ersch&ouml;pfenden Zufriedenheit der meisten so beantworten lassen: Konrad Adam ist der Mann, der auf den Fotos von AfD-Parteitagen immer neben Bernd Lucke steht.<br>\nDas ist vorbei, seit AfD-Sprecher Adam sich mit AfD-Sprecher Lucke ein &ouml;ffentliches Duell zu der Frage liefert, ob die AfD von drei oder von einem Sprecher gef&uuml;hrt werden soll. Lucke meint, dass einer, er selbst, reicht. Adam und die dritte Vorstandssprecherin Frauke Petry meinen hingegen, dass es auch sie braucht.<br>\nEs ist schwer zu erkennen, ob es dabei um eine reine Machtfrage geht oder um die inhaltliche Ausrichtung der AfD. Petry und Adam gelten als konservativer und n&auml;her an der Pediga-Bewegung. Noch schwerer ist es abzusehen, wie die Delegierten diese Frage auf dem Parteitag im Januar entscheiden.<br>\nJedenfalls interessiert man sich jetzt auch daf&uuml;r, was Adam so sagt. Das durfte er am vergangenen Wochenende erfahren, als er einen dieser kleineren deutschen Skandale ausl&ouml;ste.<br>\nIn einer kurzen Erz&auml;hlung in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung hatte Adam an die Seeschlacht von Lepanto im Jahr 1571 erinnert, bei der ein Bund von Spaniern, Maltesern und italienischen Kleinstaaten die T&uuml;rken im Golf von Patras geschlagen hatte. Konrad berichtet davon im begeisterten Duktus eines Mannes vor seiner jahrzehntelang aufgebauten Sammlung von Miniaturkriegsschiffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2015-01\/adam-afd-islam\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><strong>Politische Leichensch&auml;ndung: Wolfgang H&uuml;bner &uuml;ber die Reaktionen von Pegida und AfD auf den Anschlag von Paris<\/strong><br>\nAllzu viel Anstand durfte man von den f&uuml;hrenden K&ouml;pfen aus der ausl&auml;nderfeindlichen Pegida-Bewegung und der rechtspopulistischen Alternative f&uuml;r Deutschland ohnehin nicht erwarten. Die Br&uuml;der im Geiste bedienen sich flott in der Vorratskiste der Vorurteile und scheuen sich nicht, politische Symbolik von &uuml;berall her abzukupfern. Die Pegida entwickelt dabei regelrecht kleptomanische Z&uuml;ge: Sie nennt ihre Massenaufl&auml;ufe Montagsdemonstrationen und entfacht dabei immer wieder den Slogan &raquo;Wir sind das Volk&laquo;. Was vor 25 Jahren Markenzeichen einer emanzipatorischen Bewegung waren, wird hier &ndash; zur Emp&ouml;rung einstiger B&uuml;rgerrechtler &ndash; f&uuml;r Stimmungsmache gegen Minderheiten missbraucht. Sie schleppen bei ihren Umz&uuml;gen christliche Kreuze durch die Gegend und wenden so &ndash; zur schweren Ver&auml;rgerung von Kirchenvertretern &ndash; Zeichen einer Religion gegen Angeh&ouml;rige einer anderen Religion.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/957806.politische-leichenschaendung.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wo kommen all die Fl&uuml;chtlinge her? Neuer &ldquo;Bodenatlas&rdquo;: Landnahme mit katastrophalen Folgen<\/strong><br>\nBoden scheint unersch&ouml;pflich. Doch das ist er nicht. Guter, fruchtbarer Boden ist rar. Er wird weltweit zur Mangelware. Vielerorts wird bereits um ihn gek&auml;mpft: Kleinbauern in S&uuml;damerika und Indonesien etwa werden verdr&auml;ngt von Konzernen, die Soja, Zuckerrohr oder Palm&ouml;lpflanzen anbauen.<br>\nNutznie&szlig;er dieser Entwicklung ist vor allem Europa: Kein anderer Kontinent konsumiert derart auf Kosten anderer L&auml;nder wie die Europ&auml;ische Union. Ihr &ldquo;Land-Fu&szlig;abdruck&rdquo; betr&auml;gt pro Jahr gut 640 Millionen Hektar &ndash; eineinhalb mal so viel wie die Fl&auml;che aller 28 Mitgliedstaaten.<br>\nAllein f&uuml;r den Fleischkonsum in der EU werden in Lateinamerika Futtermittel auf einer Ackerfl&auml;che angebaut, die so gro&szlig; ist wie England. Entsprechende Daten enth&auml;lt der neue &ldquo;Bodenatlas&rdquo;, den die Heinrich-B&ouml;ll-Stiftung, der BUND und das Potsdamer Nachhaltigkeitsinstitut IASS heute in Berlin pr&auml;sentieren.<br>\nEs sind Zahlen, die eine Art modernen Kolonialismus spiegeln. &ldquo;Sie zeigen, wie sehr unser Konsumverhalten auf Kosten der Lebensverh&auml;ltnisse von Menschen in anderen, oft &auml;rmeren Erdteilen geschieht&rdquo;, so IASS-Exekutivdirektor Klaus T&ouml;pfer. Allein Deutschland verbrauche etwa das Doppelte seiner Landfl&auml;che. &ldquo;Wir nutzen Fl&auml;chen anderer Staaten, die oft ihre eigenen B&uuml;rger nicht mit Grundnahrungsmitteln versorgen k&ouml;nnen.&rdquo; In Paraguay etwa, einem der gro&szlig;en Lieferanten f&uuml;r Futtermittel wie Soja, liege der Anteil Unterern&auml;hrter bei gut 22 Prozent. Das sei nahezu eine Verdopplung im Vergleich zu 2004, so T&ouml;pfer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/moderner-kolonialismus-landnahme-mit-katastrophalen-folgen-a-1011754.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.P.:<\/strong> Erg&auml;nzend zum Hinweis 1.d vom 7.1.2015 &bdquo;Ken Jebsen spricht &uuml;ber PEGIDA, Islamisierung, Fl&uuml;chtlinge, Hassprediger und vieles mehr&ldquo; und der dort gestellten Frage: Wie kommt es &uuml;berhaupt zu &lsquo;Flucht und Fl&uuml;chtlingen&rsquo;? &ndash; Neben direkter kriegerischer Gewalt ein Ausl&ouml;ser der dann mit entsprechenden Mitteln &lsquo;einzud&auml;mmenden&rsquo; Fl&uuml;chtlingsbewegungen (&lsquo;&Uuml;berfremdungen&rsquo; etc.). Mit entsprechenden Anschlussgesch&auml;ftsfeldern f&uuml;r die westlichen Sicherheitsindustrien (im Innern wie im &Auml;u&szlig;eren). Doppelte Gesch&auml;fte und Profite, beim Schaffen eines Problems und bei seiner Bek&auml;mpfung (nicht bei seiner Beseitigung bzw. L&ouml;sung, denn diese w&auml;re dann prinzipiell und buchst&auml;blich gesch&auml;ftssch&auml;digend).<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ukraine<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Au&szlig;er Kontrolle<\/strong><br>\nBegleitet von Protesten verhandelt der Kiewer Ministerpr&auml;sident Arsenij Jazenjuk am heutigen Donnerstag mit Bundeskanzlerin Angela Merkel &uuml;ber die Ausweitung der deutschen Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Ukraine. Jazenjuk treibt die Aufr&uuml;stung der ukrainischen Streitkr&auml;fte mit aller Macht voran; Beobachter vermuten, Kiew bereite eine erneute Offensive im ukrainischen B&uuml;rgerkrieg vor. Berichten zufolge sind mehrere NATO-Staaten in die Aufr&uuml;stung der Streitkr&auml;fte des Landes involviert. Die Bundesregierung hat bereits im September best&auml;tigt, sie habe Antr&auml;ge auf die Ausfuhr unter anderem von &ldquo;Schutzausr&uuml;stung&rdquo; in die Ukraine positiv beschieden. Sogar transatlantische Unterst&uuml;tzer des Kiewer Umsturzes vom Februar 2014 warnen inzwischen, der Einflussgewinn faschistischer Milizen und gewisser Oligarchen drohe ein Warlord-System zu schaffen, das sich jeglicher Kontrolle entziehe. Mit der Unterst&uuml;tzung extrem rechter Bataillone hat sich vor allem die Partei von Ministerpr&auml;sident Jazenjuk hervorgetan, der bereits gestern von Bundespr&auml;sident Joachim Gauck feierlich empfangen worden ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59027\">german-foreign-policy.com<\/a><\/li>\n<li><strong>Jazenjuk zeigt Berlin, wo es lang geht<\/strong><br>\nDer ukrainische Ministerpr&auml;sident Arseni Jazenjuk gibt sich bei seinem Berlin-Besuch &auml;u&szlig;erst selbstbewusst. Er sp&uuml;rt, dass die deutsche Regierung, trotz kritischen Fragen zur Korruptionsbek&auml;mpfung, auf ihn setzt. Bereits gestern wurden der Ukraine vom deutschen Wirtschaftsministerium 500 Millionen Euro Kreditb&uuml;rgschaften zugesagt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/43\/43803\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>G&uuml;nter Verheugen &uuml;ber S&uuml;ndenfall Europas in der Ukraine und Russlands nationale Interessen<\/strong><br>\nEx-Vize-Pr&auml;sident der EU-Kommission und der ehem. EU-Kommissar (2000-2010) &uuml;ber den Putsch in der Ukraine und die russischen nationalen Interessen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=nGDmem-F96A%20\">NTV via YouTube<\/a><\/li>\n<li><strong>Helft der neuen Ukraine!<\/strong><br>\nDie junge, neue Ukraine braucht dringend unsere Hilfe. Der Investor Geroge Soros findet: Sanktionen gegen Russland sind zwar ein notwendiges &Uuml;bel, aber keine echte L&ouml;sung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/george-soros-helft-der-neuen-ukraine-ein-gastbeitrag-13355683.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der Artikel selbst ist von einem gnadenvollen Optimismus gekennzeichnet und verkennt, dass nichts darauf hindeutet, dass die Korruption besiegt ist. Selbst wenn man unterstellt, dass viele der neugew&auml;hlten Abgeorneten Idealisten seien, zeigt die Geschichte, dass viele Freiheitsbewegungen der Vergangenheit in Kleptokratien landeten. Ich gehe davon aus, dass die Oligarchenclans zurzeit eifrig damit besch&auml;ftigt sind, die Abgeordneten zu schmieren. Das sind nat&uuml;rlich nur Spekulationen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die geplatzte Pipeline<\/strong><br>\nNach dem Abbruch des Pipeline-Projekts &ldquo;South Stream&rdquo; durch Russland steigt f&uuml;r Berlin und Br&uuml;ssel die Schadensbilanz. Zulieferer, die sich von dem Projekt profitable Gesch&auml;fte erhofft hatten, verzeichnen Millionenverluste. Die BASF-Tochtergesellschaft Wintershall werde nach dem Platzen eines konzeptuell mit South Stream verkn&uuml;pften Vorhabens nicht mehr &ldquo;in die erste Liga der weltweiten Gasproduzenten&rdquo; aufsteigen k&ouml;nnen, hei&szlig;t es in Berichten. Russlands Pr&auml;sident Wladimir Putin hatte am 1. Dezember angek&uuml;ndigt, die South Stream-R&ouml;hre, die Erdgas aus Russland durch das Schwarze Meer nach Bulgarien und weiter in andere EU-Staaten liefern sollte, werde wegen der zahlreichen St&ouml;rma&szlig;nahmen aus Br&uuml;ssel nicht gebaut; an ihre Stelle solle eine Erdgasleitung &uuml;ber t&uuml;rkisches Territorium an die griechische Grenze treten (&ldquo;Turkish Stream&rdquo;). Zu den unmittelbar wirtschaftlichen Sch&auml;den in der EU kommt hinzu, dass Br&uuml;ssel in Zukunft zur Sicherung der Gasversorgung nicht mehr nur mit Moskau, sondern auch mit Ankara wird verhandeln m&uuml;ssen. Zudem erleiden die Bem&uuml;hungen einen R&uuml;ckschlag, Erdgas aus dem Kaspischen Becken an Russland vorbei nach Europa zu leiten &ndash; &uuml;ber t&uuml;rkisches Territorium. (&hellip;)<br>\nExperten best&auml;tigen mittlerweile, dass der South Stream-Stopp f&uuml;r zahlreiche EU-Staaten empfindliche Nachteile mit sich bringt. Betroffen ist vor allem Bulgarien, das zum Gas-Hub h&auml;tte werden sollen; das h&auml;tte ihm nicht nur Milliardeninvestitionen, sondern auch strategische Vorteile verschafft. Betroffen ist daneben Italien, dessen Eni-Konzern ma&szlig;geblich an South Stream beteiligt war; der Einflussgewinn, den Rom sich von der Pipeline erhoffte, entf&auml;llt. Vor allem aber wird die Erdgasversorgung S&uuml;deuropas nach aktuellem Planungsstand k&uuml;nftig von der T&uuml;rkei abh&auml;ngen, &uuml;ber deren Territorium die Ersatzr&ouml;hre f&uuml;r South Stream (&ldquo;Turkish Stream&rdquo;) gebaut werden soll. F&uuml;r die EU ist das nicht  nur deshalb ung&uuml;nstig, weil sich ihre Beziehungen zu Ankara in den vergangenen Jahren deutlich verschlechtert haben und k&uuml;nftige Verhandlungen &uuml;ber den Erdgasbezug auch mit ihm gef&uuml;hrt werden m&uuml;ssen. Hinzu kommt, dass Br&uuml;ssel eigentlich vorhatte, &uuml;ber die T&uuml;rkei Erdgas aus dem Kaspischen Becken und eventuell auch aus dem Irak und Iran zu beziehen, an Russland vorbei und als Alternative zu dessen Gas. Binde Moskau nun Ankara energiepolitisch enger an sich an, k&ouml;nne es wom&ouml;glich &ldquo;die &lsquo;Energieau&szlig;enpolitik&rsquo; der EU mit ihrem Hauptziel der Schaffung eines von Russland unabh&auml;ngigen S&uuml;dlichen Gaskorridors erfolgreich unterlaufen&rdquo;, hei&szlig;t es exemplarisch in den an der Universit&auml;t Bremen herausgegebenen &ldquo;Russland-Analysen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59026\">german-foreign-policy.com<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Oskar Lafontaine: &ldquo;Frieden statt NATO&rdquo;<\/strong><br>\nDie milit&auml;rische Infrastruktur der NATO, die im Kern immer eine US-Milit&auml;rstruktur war, f&uuml;hrte dazu, dass Deutschland ebenso wie die anderen Staaten, die in diese integriert waren, an jedem US-Krieg beteiligt waren. Daran hat sich bis heute nichts ge&auml;ndert. In seinem Buch &raquo;Die einzige Weltmacht&laquo; kommentiert der ehemalige Sicherheitsberater Jimmy Carters, Zbigniew Brzezinski, diese Abh&auml;ngigkeit wie folgt: &raquo;Tatsache ist schlicht und einfach, dass Westeuropa und zunehmend auch Mitteleuropa weitgehend ein amerikanisches Protektorat bleiben, dessen alliierte Staaten an Vasallen und Tributpflichtige von einst erinnern.&laquo;<br>\nDie vorherrschende Meinung, nach der sich Gerhard Schr&ouml;der nicht am Irak-Krieg des George W. Bush beteiligt hat, ist nicht die ganze Wahrheit. Auch von den US-Einrichtungen in Deutschland wurde dieser Krieg gef&uuml;hrt.&ldquo; &hellip;<br>\nAls in den 80er Jahren die Friedensbewegung sich gegen die Aufstellung weiterer Atomraketen in Ost und West zur Wehr setzte, wurden Forderungen nach einem Austritt aus der milit&auml;rischen Infrastruktur der NATO popul&auml;r. Die Beteiligung Deutschlands am Afghanistan-Krieg und die NATO-Osterweiterung als wesentliche Ursache der Ukraine-Krise lassen mittlerweile auch bei Politikern des konservativen Spektrums die Frage aufkommen, ob ein l&auml;ngeres Verbleiben Deutschlands in der NATO die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland nicht zunehmend gef&auml;hrdet. Der sogenannte Antiterrorkrieg der USA ist, wie der ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete J&uuml;rgen Todenh&ouml;fer richtig analysiert, ein Terrorzuchtprogramm und erh&ouml;ht die Terroranschlagsgefahr in Deutschland. &hellip;<br>\nDie Linke darf in den n&auml;chsten Jahren keinen Zweifel daran aufkommen lassen, dass die Voraussetzung ihrer Beteiligung an einer Bundesregierung eine Au&szlig;enpolitik ist, die sich der vom US-Imperialismus zu verantwortenden milit&auml;rischen Eskalation entzieht.<br>\nIm Grundsatzprogramm fordert die Linke, die Umwandlung der NATO in ein kollektives Verteidigungsb&uuml;ndnis unter Beteiligung Russlands. Das ist eine Absage an die einseitige Osterweiterung der NATO, die einen Wortbruch des Westens darstellt und zur gegenw&auml;rtigen Ukraine-Krise gef&uuml;hrt hat. Aus diesem, die Strukturen des Kalten Krieges &uuml;berwindenden Sicherheitskonzept, das lange Jahre auch von der SPD vertreten wurde, ergeben sich folgende Forderungen: \n<ol>\n<li>Die Russland-Politik Merkels muss durch eine Ost- und Entspannungspolitik abgel&ouml;st werden, die sich an der erfolgreichen Au&szlig;enpolitik Willy Brandts orientiert.<\/li>\n<li>Einer Aufnahme der Ukraine oder eines anderen Anrainerstaates Russlands in die NATO wird eine Bundesregierung, an der die Linke beteiligt ist, nicht zustimmen.<\/li>\n<li>Die Stationierung von NATO-Truppenverb&auml;nden an der Westgrenze Russlands lehnt eine Bundesregierung, an der die Linke beteiligt ist, ab.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Dar&uuml;ber hinaus bleibt es bei unseren Bedingungen. Die Bundeswehr darf sich an Kriegseins&auml;tzen im Ausland nicht beteiligen, und Waffenexporte in Spannungsgebiete werden sofort gestoppt. &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.oskar-lafontaine.de\/links-wirkt\/details\/b\/79\/f\/1\/t\/frieden-statt-nato\/\">oskar-lafontaine.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Oskar Lafontaine bleibt einer der wenigen mit einem klaren unabh&auml;ngigen Kopf.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Stoltenberg: Deutschland spielt Schl&uuml;sselrolle in der Nato<\/strong><br>\nDeutschland spielt nach den Worten von Nato-Generalsekret&auml;r Jens Stoltenberg eine Schl&uuml;sselrolle im Kampf gegen Terrorismus und bei der Stabilisierung gef&auml;hrdeter Staaten in Europa.<br>\nBerlin habe die F&uuml;hrungsfunktion bei den verschiedensten Herausforderungen und leiste einen gro&szlig;en Beitrag f&uuml;r die Nato-Partner, sagte er im bayerischen Wildbad Kreuth. Dort war Stoltenberg Gast einer Klausur der CSU-Landesgruppe im Bundestag.<br>\nDas Milit&auml;rb&uuml;ndnis habe gegenw&auml;rtig viele Herausforderungen aus den verschiedensten Richtungen zu bew&auml;ltigen: Gefahren durch Terroranschl&auml;ge wie in Paris, Bedrohungen im Osten durch Russlands aggressive Destabilisierung der Ukraine sowie Gewalt und Chaos in Syrien an der Grenze zum Nato-Mitglied T&uuml;rkei.<br>\nStoltenberg mahnte: &laquo;Wir m&uuml;ssen die St&auml;rke der Nato erhalten.&raquo; Daf&uuml;r m&uuml;sse sie in Verteidigung und Sicherheit investieren, eine gemeinsame Strategie entwickeln und ihre Truppen in eine h&ouml;here Einsatzbereitschaft versetzen<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mittelbayerische.de\/index.cfm?pid=10014&amp;pk=1173774\">Mittelbayerische<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin M.G.:<\/strong> Was macht ein Nato Generalsekret&auml;r bei einer Provinzpartei? ACHSOOOOOOOO ganz vergessen, knapp 70 &#8234;&lrm;R&uuml;stungsfirmen&#8236; sind im Freistaat angesiedelt. Wei&szlig;-blaue Waffenschmieden! Panzer, Waffen, Munition, Hightech-Drohnen: In &#8234;&lrm;Bayern&#8236; finden Machthaber ALLES, was man f&uuml;r einen &#8234;&lrm;Krieg&#8236; braucht!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>DGB-Chef zu Griechenland-Politik: &ldquo;Das Ergebnis einer Gehirnw&auml;sche&rdquo;<\/strong><br>\nReiner Hoffmann wirkt erholt. Nach seinem ersten halben Jahr als Chef des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) hat der 59-J&auml;hrige die Feiertage mit Freunden in Br&uuml;ssel verbracht, wo er lange beim Europ&auml;ischen Gewerkschaftsinstitut arbeitete.<br>\nNun ist Hoffmann zur&uuml;ck in einem Land, wo seit wenigen Tagen ein Mindestlohn gilt &ndash; ein Vorzeigeprojekt f&uuml;r den DGB. Im Gespr&auml;ch mit SPIEGEL ONLINE berichtet Hoffman &uuml;ber die ersten Erfahrungen mit der Lohnuntergrenze und Versuche, sie zu umgehen. Zugleich &uuml;bt er deutliche Kritik an der Debatte &uuml;ber einen m&ouml;glichen Regierungswechsel in Griechenland. Und er gibt der deutschen Politik eine Mitschuld am Aufkommen der Pegida-Bewegung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/griechenland-dgb-chef-hoffmann-kritisiert-einmischung-in-wahl-a-1011635.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Kehrtwende in der LuxLeaks-Aff&auml;re: Neuer &Auml;rger f&uuml;r Jean-Claude<\/strong><br>\nIn der LuxLeaks-Aff&auml;re kommt neuer &Auml;rger auf EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker zu. Nachdem zwei CDU\/CSU-Europaabgeordnete auf Distanz zu Juncker gegangen sind, r&uuml;ckt nun ein Untersuchungsausschuss zum Greifen nah. Er soll die Rolle des fr&uuml;heren Luxemburger Premiers bei den Vorzugs-Steuerregeln f&uuml;r Konzerne untersuchen. Kritiker werfen Juncker vor, pers&ouml;nlich f&uuml;r Rabatte gesorgt und die Steuervermeidung gef&ouml;rdert zu haben.<br>\nDer Untersuchungsausschuss war bisher am Nein der gr&ouml;&szlig;ten Fraktion im Europaparlament, der konservativen EVP, gescheitert. Doch nun haben Werner Langen (CDU) und Markus Ferber (CSU) &uuml;berraschend ihre Meinung ge&auml;ndert. &bdquo;Der Untersuchungsausschuss ist ein zentrales Instrument eines starken und unabh&auml;ngigen Europaparlaments&ldquo;, sagt der Gr&uuml;nen-Parlamentarier Sven Giegold.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!152418\/\">TAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>W&ouml;lfe der Wall Street kommen: Die Milliardenmaschine Goldman Sachs<\/strong><br>\nDie m&auml;chtigste Bank der Welt hat nach ihrer dubiosen Rolle in der Finanzkrise und etlichen Skandalen wieder Oberwasser. Die Gesch&auml;fte laufen rund, Vorstandschef Lloyd Blankfein sitzt fest im Sattel und versucht, seinen lange verhassten Investmentbankern ein freundlicheres Image zu verpassen. Doch neue Enth&uuml;llungen wecken begr&uuml;ndete Zweifel daran, dass die Wall-Street-W&ouml;lfe wirklich zahm geworden sind.<br>\nDie erstaunliche Karriere des Bankers Lloyd Blankfein zerf&auml;llt in zwei Phasen. Die erste erz&auml;hlt den Aufstieg eines Jungen aus Brooklyn, der als Sohn eines Postangestellten aufw&auml;chst, &ouml;ffentliche Schulen besucht, mit einem Stipendium nach Harvard geht, Geschichte und sp&auml;ter Jura studiert, einige Jahre als Anwalt arbeitet und dann bei einem kleinen Rohstoffh&auml;ndler an der Wall Street anheuert. Den kauft die weltgr&ouml;&szlig;te Investmentbank Goldman Sachs, deren Chef Blankfein 2006 als Kr&ouml;nung seines Berufslebens wird.<br>\nDie zweite Phase beginnt 2008, dauert bis heute und ist im Ergebnis genauso erstaunlich wie die erste: Der 60-j&auml;hrige Blankfein ist immer noch da.<br>\nNach der Finanzkrise 2008 h&auml;tte das kaum jemand f&uuml;r m&ouml;glich gehalten. Da war Blankfein der Hexenmeister und seine Bank das Symbol f&uuml;r all das B&ouml;se, das die Finanzindustrie ausgebr&uuml;tet hatte. Die &bdquo;riesige Vampirkrake&ldquo;, als die sie das US-Magazin &bdquo;Rolling Stone&ldquo; titulierte, konkurrierte allenfalls noch mit BP um den zweifelhaften Titel des unbeliebtesten Unternehmens. Dem &Ouml;lkonzern war damals immerhin gerade die Bohrplattform Deepwater Horizon explodiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/unternehmen\/banken\/woelfe-der-wall-street-kommen-die-milliardenmaschine-goldman-sachs\/11173946.html\">WirtschaftsWoche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>F&uuml;r eine digitale B&uuml;rgerrechtsbewegung<\/strong><br>\nDie neuen Produkte senken nicht den politischen Handlungsdruck. Die Enth&uuml;llungen Edward Snowdens haben die Frage nach dem politischen System, in dem wir leben wollen, auf die politische Tagesordnung gehoben &ndash; und wie der B&uuml;rger vor unzul&auml;ssigen Zugriffen des Staates gesch&uuml;tzt werden kann.<br>\n&bdquo;Seine Bev&ouml;lkerung auszuspionieren ist der Anfang von Totalitarismus&ldquo;, sagte der ehemalige technische Direktor der NSA, William Binney, bei der vierten Anh&ouml;rung im NSA-Untersuchungsausschuss im Deutschen Bundestag und beklagte &bdquo;die gr&ouml;&szlig;te Bedrohung der Demokratie seit dem Amerikanischen B&uuml;rgerkrieg&rdquo;.<br>\nGegen diese neue Form des Totalitarismus anzuk&auml;mpfen, ist die Aufgabe der digitalen B&uuml;rgerrechtsbewegung. Dabei geht es um nicht weniger als die Souver&auml;nit&auml;t der B&uuml;rger, eine funktionierende Gewaltenteilung sowie die Transparenz staatlichen Handels &ndash; sprich: um die Grundwerte unserer Demokratie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2015\/januar\/fuer-eine-digitale-buergerrechtsbewegung\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Zehn Jahre Hartz IV: Immer den Staat im Nacken<\/strong><br>\n&ldquo;Arbeitslosigkeit zerst&ouml;rt&rdquo;, sagt der Bielefelder Sozialforscher Wilhelm Heitmeyer. Die Alltagsstruktur, den Status, den Respekt der anderen &ndash; und damit das Selbstbewusstsein. Die Wirkung von Arbeitslosigkeit werde dramatisch untersch&auml;tzt. Heitmeyers Diagnose nach zehn Jahren Hartz IV: In alle Lebensbereiche habe sich eine autorit&auml;re Form des Kapitalismus hineingefressen &ndash; selbst in jene Areale, die eigentlich nicht &ouml;konomisch organisiert seien, etwa die Familie. Der Kapitalismus interessiere sich nicht f&uuml;r Integration, sondern f&uuml;r Konkurrenz. Die Folge: Menschen werden nach Effizienz und N&uuml;tzlichkeit beurteilt, nicht aber in ihrer Gleichwertigkeit. Hartz IV in der jetzigen Form signalisiere: Hier ist jemand nicht mehr brauchbar. Darum beginne mit dieser Form der Sozialhilfe die Zone der Verachtung.<br>\n&ldquo;Die Ausbreitung des &ouml;konomistischen Denkens erkl&auml;rt, warum sich gerade hierzulande die gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit &ndash; und Langzeitarbeitslose sind dann eine solche Gruppe &ndash; zunehmend auch bei Personen findet, die sich selbst einen hohen sozialen Status zuschreiben&rdquo;, stellt Heitmeyer fest, der von einer &ldquo;rohen B&uuml;rgerlichkeit&rdquo; spricht. Sie entstehe, weil die B&uuml;rger selbst verunsichert seien und privilegierte Positionen sichern wollten. &ldquo;Das funktioniert am besten, wenn man sich selbst auf- und andere abwertet.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/zehn-jahre-hartz-iv-immer-den-staat-im-nacken-1.2293478%20\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Arbeitgeberpr&auml;sident: Computer haben keine Arbeitspl&auml;tze vernichtet<\/strong><br>\nAls &ldquo;groben Unfug&rdquo; bezeichnete Arbeitgeberpr&auml;sident Ingo Kramer die Behauptung, durch den Computer seien in Deutschland Arbeitspl&auml;tze verlorengegangen.<br>\nArbeitgeberpr&auml;sident Ingo Kramer hat die Bedenken der Gewerkschaft Verdi wegen der Digitalisierung der Arbeitswelt zur&uuml;ckgewiesen. &ldquo;Dass durch die Einf&uuml;hrung des Computers Arbeitspl&auml;tze in Deutschland verloren gegangen w&auml;ren, ist nun grober Unfug&rdquo;, sagte der Pr&auml;sident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverb&auml;nde (BDA) am Mittwoch im ZDF-Morgenmagazin. &ldquo;Herr Bsirske scheint da auf dem Holzweg zu sein. Denn die Computer haben nicht Arbeitspl&auml;tze vernichtet, sondern sie haben weitere, neue Arbeitspl&auml;tze geschaffen.&rdquo;<br>\nDerzeit gebe es den h&ouml;chsten Stand an Besch&auml;ftigung &uuml;berhaupt. Jede technische Revolution habe zun&auml;chst Probleme mit sich gebracht, sagte Kramer, am Ende habe sie aber zu einer Ausweitung an Arbeitspl&auml;tzen gef&uuml;hrt. Die Arbeitspl&auml;tze verlagerten sich, dass aber durch die Einf&uuml;hrung des Computers in Deutschland welche verloren gegangen seien, sei &ldquo;grober Unfug&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Arbeitgeberpraesident-Computer-haben-keine-Arbeitsplaetze-vernichtet-2512770.html?wt_mc=nl.ho.2015-01-08%20\">Heise<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Abschl&auml;ge bei Erwerbsminderungsrente<\/strong><br>\nDie meisten Menschen, die 2013 eine Erwerbsminderungsrente bezogen, haben diese Rente mit deutlichen Abschl&auml;gen bezogen. Das geht aus der Antwort (18\/3513) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (18\/3334) der Fraktion B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen hervor. Darin hei&szlig;t es, dass von den rund 176.000 Beziehern einer Erwerbsminderungsrente rund 170.000 Renten von Abschl&auml;gen in H&ouml;he von durchschnittlich zehn Prozent betroffen waren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2015_01\/-\/352632%20\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>2015 &ndash; Das Jahr des Mindestlohns: Alle Daten auf einen Blick<\/strong><br>\n&hellip; Es gibt allerdings Ausnahmen vom Mindestlohn f&uuml;r einzelne Personen- und Besch&auml;ftigtengruppen (Jugendliche, PraktikantInnen, Langzeitarbeitslose, ZeitungszustellerInnen).<br>\nFerner sind f&uuml;r einen Zeitraum von maximal zwei Jahren Ausnahmen f&uuml;r Branchen zul&auml;ssig, in denen allgemeinverbindliche Tarifvertr&auml;ge repr&auml;sentativer Tarifparteien bestehen&hellip;<br>\nAktuell bestehen f&uuml;r 18Wirtschaftszweige branchenspezifische Mindestl&ouml;hne. Insgesamt arbeiten in diesen Branchen rund 4,6 Millionen Besch&auml;ftigte.<br>\nDiese Mindestl&ouml;hne bewegen sich je Branche und regionalem Tarifgebiet zwischen 7,20und 14,20 Euro&hellip;<br>\nIn sechs Branchen liegen die Mindestl&ouml;hne noch unterhalb von 8,50 Euro.<br>\nHier wird die Ausnahmeregelung des Mindestlohngesetzes genutzt&hellip;\n<ul>\n<li>Fleischindustrie: Im Oktober 2015 wird der Mindestlohn von 8,00 Euro auf 8,60 Euro und im Dezember 2016 auf 8,75 Euro angehoben. <\/li>\n<li>Friseurgewerbe: Hier steigt der 2013 vereinbarte allgemeinverbindliche Mindestlohn im August 2015 auf einheitliche 8,50 Euro.<\/li>\n<li>Land- und Forstwirtschaft, Gartenbau: Die untersten Lohngruppen von 7,20\/7,40 Euro (Ost\/West) steigen im Januar 2016 auf 7,90\/8,00 Euro und dann im Januar 2017 auf einheitlich 8,60 Euro und im November 2017 auf 9,10 Euro.<\/li>\n<li>Leih-\/Zeitarbeit: Hier wird der Mindestlohn Ost von 7,86 Euro im April 2015 auf 8,20 Euro und im Juni 2016 auf 8,50 Euro angehoben.<\/li>\n<li>Textil- und Bekleidungsindustrie Ost: Hier wird der Mindestlohn von 7,50 Euro zum Januar 2016 auf 8,25 Euro und im November 2016 auf 8,75 Euro angehoben.<\/li>\n<li>W&auml;schereidienstleistungen im Objektkundenbereich Ost inkl. Berlin: Der Mindestlohn von 8,00 Euro wird zum Juli 2016 auf 8,75 Euro angehoben.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Mindestl&ouml;hne in Landes-Vergabegesetzen: In 12 von 16 Bundesl&auml;ndern bestehen im Rahmen der jeweiligen Vergabegesetze Mindestlohnvorgaben. In vier Bundesl&auml;ndern (Berlin, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein) wurden dar&uuml;ber hinaus spezielle Landesmindestlohngesetze verabschiedet, in denen die Mindestlohnvorgaben &uuml;ber die &ouml;ffentlichen Auftr&auml;ge hinaus auch auf die &ouml;ffentlichen Zuwendungen insgesamt ausgedehnt wurden. Die H&ouml;he der vergabespezifischen Mindestl&ouml;hne bewegt sich zurzeit zwischen 8,50 und 9,18 Euro je Stunde. In vier Bundesl&auml;ndern liegt der Betrag &uuml;ber der Mindestlohngrenze von 8,50 Euro (siehe Tabelle 2). Ihr Ziel besteht nicht allein in der F&ouml;rderung existenzsichernder L&ouml;hne (wie beim allgemeinen Mindestlohn), sondern vor allem in der Herstellung einer fairen Wettbewerbsordnung, die die Lohnkostenkonkurrenz bei der Vergabe &ouml;ffentlicher Auftr&auml;ge begrenzt.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/pm_ta_2015_01_08.pdf\">WSI Pressedienst<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/ta_mindestloehne.pdf\">Mindestl&ouml;hne in Deutschland, WSI Tarifarchiv<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/wsi-tarifarchiv_43610.htm\">Internationale Mindestlohndatenbank<\/a><\/p>\n<p><strong>Siehe dazu: Aus der Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE: Kompensationsstrategien der Arbeitgeber bei der Einf&uuml;hrung des Mindestlohns<\/strong><br>\n&bdquo;Der Mindestlohn zielt im Unterschied zum Tarifvertrag nicht darauf ab, einen umfassenden Schutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sicherzustellen. Vielmehr kann und soll der allgemeine Mindestlohn lediglich verhindern, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu Arbeitsentgelten besch&auml;ftigt werden, die unangemessen sind und den in Artikel 2 Absatz 1 und Artikel 20 Absatz 1 des Grundgesetzes zum Ausdruck kommenden elementaren Gerechtigkeitsanforderungen nicht gen&uuml;gen. Im &Uuml;brigen bleiben Arbeitgeber sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dazu aufgerufen, &uuml;ber die Organisation in Arbeitgeberverb&auml;nden und Gewerkschaften und den Abschluss von Tarifvertr&auml;gen eine angemessene Teilhabe der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer am von den Unternehmen Erwirtschafteten zu erreichen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/18\/036\/1803626.pdf\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>EZB versenkte Skandalbrief Trichets an Zapatero im weihnachtlichen Aufmerksamkeitsloch<\/strong><br>\nAm Freitag vor Weihnachten, als sie sicher sein konnte, minimale Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, hat die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) auf Druck eines spanischen Anwalts einen skandal&ouml;sen Brief des ehemaligen EZB-Chefs Trichet und des damaligen spanischen Notenbankchefs vom 5. August 2011 an den spanischen Regierungschef Zapatero &bdquo;ver&ouml;ffentlicht&ldquo;. Sie hat ihn ak&uuml;ndigungslos in die Tiefen der EZB-Seiten im Internet gestellt. Die Strategie hat funktioniert. Eine Pressedatenbankrecherche brachte bei den gro&szlig;en deutschen Medien keinen Treffer.<br>\nIn dem, in Befehlston gehaltenen Brief listen Trichet und Fern&aacute;ndez-Ord&oacute;&ntilde;ez detailliert auf, was die spansiche Regierung in Sachen Abbau von Arbeitnehmerrechten und Lohnk&uuml;rzungen, sowie staatlichen Ausgabenk&uuml;rzungen zu tun hat, ohne es zu sagen, aber erkennbar als Gegenleistung daf&uuml;r, dass die EZB spanische Staatsanleihen kauft und so die von den Finanzmarktakteuren spekulativ nach oben getriebenen Anleihezinsen wieder dr&uuml;ckt. In seiner Antwort meldet Zapatero Vollzug und gibt seiner Hoffnung Ausdruck, dass die EZB nun Anleihen kaufen werde&hellip;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/index.php\/de\/#1-1-weiterlesen\">Norbert H&auml;ring<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.ecb.europa.eu\/pub\/pdf\/other\/2011-08-05-letter-from-trichet-and-fernandez-ordonez-to-zapateroen.pdf\">EZB Brief an Zapatero<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Bestechungsverdacht bei Ramelow-Wahl in Th&uuml;ringen<\/strong><br>\nAngeblich soll einem Th&uuml;ringer Abgeordneten ein &ldquo;Posten&rdquo; angeboten worden sein, falls er Bodo Ramelow (Linke) die Stimme bei der Ministerpr&auml;sidentenwahl verweigert h&auml;tte. Nun laufen Ermittlungen.<br>\nDie Th&uuml;ringer Generalstaatsanw&auml;lte ermitteln wegen eines m&ouml;glichen Bestechungsverdachts im Rahmen der Wahl Bodo Ramelows (Linke) zum Ministerpr&auml;sidenten des Bundeslandes am 5. Dezember 2014. Im MDR Th&uuml;ringen sagte Beh&ouml;rdensprecher Hans-Otto Niethammer: Seit Anfang dieses Monats liefen Ermittlungen wegen des Verdachts auf Bestechung von Mandatstr&auml;gern.<br>\nZuvor habe ein B&uuml;rger aus einem anderen Bundesland Strafanzeige gestellt. Diese Person beziehe sich auf ein Interview, das Ramelow der &ldquo;Bild am Sonntag&rdquo; gegeben hatte. Ramelow hatte darin kurz nach seiner Wahl zum Regierungschef gesagt, ein &ldquo;Abgeordneter&rdquo; habe ihm erz&auml;hlt, dass ihm ein Posten angeboten worden sei f&uuml;r den Fall, dass er Ramelow nicht w&auml;hle. Die Identit&auml;t dieses Abgeordneten blieb in dem Interview unklar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article136156716\/Bestechungsverdacht-bei-Ramelow-Wahl-in-Thueringen.html%20\">Die Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Eine solche Anzeige war zu erwarten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Neue Zeitung des Friedenswinters 2014\/2015<\/strong><br>\nNun also deutsche Soldaten auch in den Irak, weiterhin in Afghanistan und in mehr als zehn weiteren Interventionsl&auml;ndern, Diskussionen um eine europ&auml;ische Armee,<br>\nAufr&uuml;stungspl&auml;ne der Bundesregierung hin zu 2% des Bruttosozialproduktes (bis &uuml;ber 50 Milliarden), NATO-Strategie, die Kriege explizit vorbereitet (siehe Kalkar) Drohnen &bdquo;auch f&uuml;r uns&ldquo;.<br>\nDer B&uuml;rgerkrieg in der Ukraine h&auml;lt an, der Krieg in Syrien und Irak fordert t&auml;glich weitere Opfer, die Liste von Kriegen und Gewalt ist scheinbar endlos &ndash; der Hunger und die Armut in der Welt auch.<br>\nJeder Tag, fast jede Nachricht erinnert uns, wie wichtig die Friedensbewegung ist.<br>\nAm 13. Dezember 2014 hat die Friedensbewegung gezeigt, dass sie lebt und aktionsf&auml;hig ist. Ja es waren mit &uuml;ber 4 .000 DemonstrantInnen in Berlin und ca. 1.000 in Heidelberg in diesen Orten die gr&ouml;&szlig;ten Friedensdemonstrationen der letzten Jahre.<br>\nGenauso beachtlich die Demonstrationen in Hamburg mit ca. 800 TeilnehmerInnen, in Bochum mit 500 Menschen, in M&uuml;nchen mit 500 und in Leipzig mit 300 Menschen.<br>\nInsgesamt ein beeindruckender Auftakt nach einer Phase des Stillstandes, der Kontroverse und Abwartens. Der Beginn des Friedenswinters wurde erg&auml;nzt durch Aktionen und Veranstaltungen in vielen St&auml;dten, oft auch dort, wo lange keine Friedensbewegung aktiv war. Neue Initiativen und Netzwerke haben sich gegr&uuml;ndet, Zusammenarbeit auch zwischen traditioneller Friedensbewegung und neuer &ldquo;Mahnwachenbewegung&rdquo; wurde erprobt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/friedenswinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/2teZeitung-Friedenswinter_141223_Web.pdf%20\">Friedenswinter<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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