{"id":24556,"date":"2015-01-14T08:43:35","date_gmt":"2015-01-14T07:43:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24556"},"modified":"2015-01-14T11:58:38","modified_gmt":"2015-01-14T10:58:38","slug":"hinweise-des-tages-2290","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24556","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (OP\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24556#h01\">Gedenken an die Terroranschl&auml;ge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24556#h02\">Tod vor Aussage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24556#h03\">Oskar Lafontaine: Gegen jede Kriegsbeteiligung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24556#h04\">Politologe zu Pegida: Hinh&ouml;ren und verstehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24556#h05\">Von Verschw&ouml;rungstheorien und Journalismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24556#h06\">Der Krieg kehrt heim<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24556#h07\">In der Heimat nicht mehr sicher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24556#h08\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24556#h09\">Rentenversicherung: Regierung glaubt an Riester<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24556#h10\">Wie die Allianz trickst und t&auml;uscht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24556#h11\">Armutsgarantie Pflege<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24556#h12\">Ex-Banker Nonnenmacher: Keine belastbaren Beweise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24556#h13\">TTIP-Massenproteste st&uuml;rzen EU in Erkl&auml;rungsnot<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24556#h14\">NSU-Prozess: Karlsruhe glaubt an die bequemste Version<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24556#h15\">&Uuml;ber die umweltpolitische Passivit&auml;t der Juncker-Kommission<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24556#h16\">Europas Abkehr von der Vernunft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24556#h17\">Zu guter Letzt: Charlie Hebdo: Alles ist vergeben&hellip;.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24556#h18\">Das Letzte: Der Fake von Paris<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24556&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Gedenken an die Terroranschl&auml;ge<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Breaking News: Merkel sagt zum 5. Mal, dass der Islam zu Deutschland geh&ouml;rt<\/strong><br>\nNat&uuml;rlich ist es eine Nachricht, wenn Merkel auch und gerade in der aktuellen Debatte nach den Anschl&auml;gen von Paris diesen Satz wiederholt und damit ein politisches Zeichen setzt. Aber das ist eine ganz andere Nachricht als die, die gerade auf den meisten Nachrichtenseiten steht und so tut, als habe Merkel etwas getan, was sie vorher noch nicht getan&nbsp;hat.<br>\nM&uuml;sste man nicht erwarten k&ouml;nnen, dass politische Journalisten wissen, dass Merkels Satz keine Premiere ist, und das entsprechend einordnen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stefan-niggemeier.de\/blog\/20109\/breaking-news-merkel-sagt-zum-5-mal-dass-der-islam-zu-deutschland-gehoert\/\">Stefan Niggemeier<\/a><\/li>\n<li><strong>Joachim Gauck: &ldquo;Zusammenstehen &ndash; Gesicht zeigen&rdquo;<\/strong><br>\nDer Terror ist international, aber das B&uuml;ndnis der Freien und Friedfertigen ist es erst recht. Die Welt r&uuml;ckt zusammen. Denn die Freiheit und die Menschenrechte sind nicht nur franz&ouml;sisch oder deutsch oder europ&auml;isch, sie sind nicht nur westlich. Sie sind universell. Entscheidend sind nicht Herkunft, Hautfarbe oder Glaube. Die Freiheit, das Recht auf Leben, die Menschenrechte, sie geh&ouml;ren jedem Menschen. Egal, wo er geboren wurde. Egal, wo er lebt.<br>\nUnser Gegenentwurf zum Fundamentalismus der islamistischen Gewaltt&auml;ter hei&szlig;t: Demokratie, Achtung des Rechts, Respekt voreinander, Wahrung der Menschenw&uuml;rde. Das ist unsere Lebensform!&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundespraesident.de\/SharedDocs\/Reden\/DE\/Joachim-Gauck\/Reden\/2015\/01\/150113-Mahnwache.html%20\">Bundespr&auml;sidalamt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Eine flache Rede, wie aus dem Redenschreibgenerator, lauter Appelle, keine politische Analyse und schon gar keine politische Perspektive.<\/em><br>\n<em>Mir fiel eine vergleichbare Rede von Bundespr&auml;sident Johannes Rau nach 9\/11 am 14. September 2001 ein, gleichfalls auf einer Kundgebung vor dem Brandenburger Tor:<\/em><br>\n<em>&bdquo;Wer den Terrorismus wirklich besiegen will, der muss durch politisches Handeln daf&uuml;r sorgen, dass den Propheten der Gewalt der Boden entzogen wird. Armut und Ausbeutung, Elend und Rechtlosigkeit lassen Menschen verzweifeln. Die Missachtung religi&ouml;ser Gef&uuml;hle und kultureller Traditionen nimmt Menschen Hoffnung und W&uuml;rde. Das verf&uuml;hrt manche zu Gewalt und Terror. Das s&auml;t den Hass schon in die Herzen von Kindern. Alle Menschen haben das Recht auf Anerkennung und auf W&uuml;rde.Wer in seinem Leben Anerkennung erf&auml;hrt und wer sein Leben liebt, der wird es nicht wegwerfen wollen.Wer in W&uuml;rde und Zuversicht lebt, aus dem wird kaum ein Selbstmordattent&auml;ter werden. Entschlossenes Handeln ist das Gebot der Stunde. Weil wir das wissen und zeigen, weil wir daran keinen Zweifel lassen, darum sagen wir auch: Der beste Schutz gegen Terror, Gewalt und Krieg ist eine gerechte internationale Ordnung. Die Frucht der Gerechtigkeit wird der Friede sein.<\/em><br>\n<em>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.bundespraesident.de\/SharedDocs\/Reden\/DE\/Johannes-Rau\/Reden\/2001\/09\/20010914_Rede.html\">Bundespr&auml;sidalamt<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Mein Bruder&ldquo;<\/strong><br>\nAls Reaktion auf die Terroranschl&auml;ge in Paris hat Regisseur Luc Besson (&ldquo;Leon, der Profi&rdquo;, &ldquo;Das f&uuml;nfte Element&rdquo;) auf seiner Facebook-Seite einen Text ver&ouml;ffentlicht, der in Frankreich unz&auml;hlige Leser erreichte und immer weiter geteilt wird. Hier die deutsche &Uuml;bersetzung seines offenen Briefs an einen muslimischen Bruder.<br>\nMein Bruder,<br>\nmein Bruder, wenn Du w&uuml;sstest, wie schlecht ich mich heute f&uuml;hle f&uuml;r Dich, Dich und Deine sch&ouml;ne Religion, die so beschmutzt, gedem&uuml;tigt, beschuldigt wurde. Vergessen sind Deine Kraft, Deine Energie, Deine Menschlichkeit, Deine Br&uuml;derlichkeit. Das ist ungerecht, und gemeinsam werden wir sie beseitigen, diese Ungerechtigkeit. Millionen lieben Dich, und wir alle werden Dir helfen. Fangen wir am Anfang an. Wie sieht die Gesellschaft aus, die wir Dir anbieten?<br>\nSie basiert auf Geld, Profit, Trennung, Rassismus. In einigen Banlieues erreicht die Arbeitslosigkeit der Unter-25-J&auml;hrigen 50 Prozent. Man h&auml;lt dich aufgrund Deiner Hautfarbe oder deines Vornamens auf Abstand. Man kontrolliert Dich zehnmal am Tag, man pfercht Dich in &uuml;berf&uuml;llte Hochh&auml;user und niemand setzt sich f&uuml;r Dich ein. Wer kann in solchen Umst&auml;nden leben und sich entfalten? Ein Tier oder ein Kind, das man monatelang ohne Zuneigung l&auml;sst, t&ouml;tet am Ende doch jeden X-beliebigen.<br>\nProfit geht in dieser Gesellschaft &uuml;ber alles. Man f&auml;llt den Apfelbaum und verkauft sein Holz, wundert sich aber hinterher, dass man kein Obst mehr hat. Hier liegt das wahre Problem, und wir alle m&uuml;ssen es gemeinsam l&ouml;sen&hellip;.<br>\nUnd Du, mein Bruder, hast auch noch Arbeit vor Dir. Wie soll sich diese Gesellschaft, die man Dir anbietet, &auml;ndern? Indem Du arbeitest, studierst, indem Du lieber zum Stift als zur Kalaschnikow greifst. Das ist n&auml;mlich das Gute an der Demokratie, dass sie Dir elegante Werkzeuge anbietet, um Dich zu verteidigen. Nimm Dein Schicksal in die Hand, ergreife die Macht.<br>\nEs kostet dich 250 Euro, eine Kalaschnikow zu kaufen, ein Kugelschreiber aber nicht mal drei Euro, und dabei hat deine Antwort so tausendmal mehr Einfluss.<br>\nErgreife die Macht und spiele mit den Regeln. Ergreife die Macht auf demokratische Weise, hilf all Deinen Br&uuml;dern. Der Terrorismus wird nie gewinnen. Das wird die Geschichte beweisen. Und das sch&ouml;ne Bild des M&auml;rtyrers funktioniert in beide Richtungen. Schon heute kommen tausend Cabus und tausend Wolinskis zur Welt. Ergreife die Macht und lass niemanden die Macht &uuml;ber Dich ergreifen. Du solltest wissen, dass die beiden blutr&uuml;nstigen Br&uuml;der heute nicht Deine waren, und das wissen wir alle.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/krautreporter.de\/290--mein-bruder\">Krautreporter<\/a><\/li>\n<li><strong>ver.di: Intoleranz und Hass entgegentreten<\/strong><br>\nWir Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter treten fu&#776;r die Wahrung und Verwirklichung der Menschenrechte, fu&#776;r die Achtung der Menschenwu&#776;rde, fu&#776;r ein friedliches Zusammenleben und fu&#776;r eine sozial gerechte Weltordnung ein. So steht es in der Satzung der Gewerkschaft ver.di. Die Vorg&auml;nge um die Pegida-Demonstrationen k&ouml;nnen uns daher nicht kalt lassen&hellip;<br>\nWie viele Muslime leben in Deutschland? Laut einer Umfrage meinen die Bu&#776;rgerinnen und Bu&#776;rger in Deutschland, es seien 19 Prozent. In Wahrheit sind es sechs Prozent.<br>\nDie Angst vor einer Islamisierung ist am gr&ouml;&szlig;ten dort, wo die wenigsten Muslime leben. In Nordrhein Westfalen, wo jeder dritte Muslim zu Hause ist, fu&#776;hlen sich von radikalen Islamisten, IS und salafistischen Hasspredigern 46 Prozent bedroht. In Sachsen, wo kaum Muslime leben, sind es 70 Prozent. Gegen Terror und religi&ouml;s motivierte Gewaltt&auml;ter muss man vorgehen. Hier werden aber noch andere &Auml;ngste sichtbar: Dies ist Ausdruck einer &Ouml;ffentlichkeit, die sich durch Pr&auml;senz und Praxis einer Glaubensgemeinschaft herausgefordert fu&#776;hlt, weil sie um ihren Identit&auml;tskern fu&#776;rchtet. Pegida versucht, das zu instrumentalisieren mit dem Appell an den &bdquo;patriotischen&ldquo; Europ&auml;er, der sich vor einer &bdquo;Islamisierung des Abendlandes&ldquo; fu&#776;rchtet.<br>\nGerade in Deutschland, wo im Vorfeld des Nationalsozialismus vor der sogenannten &bdquo;Verjudung&ldquo; der deutschen Gesellschaft gewarnt wurde und der Druck und die N&ouml;te der von der Weltwirtschaftskrise Bedrohten gegen eine religi&ouml;se Minderheit, gegen Demokratie, Parteien und die sogenannte &bdquo;Systempresse&ldquo; kanalisiert wurden, sollten wir sensibel sein, wenn heute eine religi&ouml;se Minderheit zum Su&#776;ndenbock fu&#776;r strukturelle Probleme gemacht wird.<br>\nStatt mit falscher Problemdiagnose von der Suche nach L&ouml;sungen fu&#776;r die sozialen Probleme abzulenken, die in Angst vor Altersarmut und sozialem Abstieg, Prekarisierungserfahrungen und auch im Anpassungsdruck fu&#776;r ein als Einwanderungsland definiertes Deutschland liegen, mu&#776;ssen wir als Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter diese Probleme aufgreifen und fu&#776;r die Verbesserung der Arbeits- und Lohnbedingungen der Menschen in unserem Land k&auml;mpfen: mit dem entschiedenen Bekenntnis zu einem aktiven Sozialstaat und mit der klaren politischen Botschaft fu&#776;r Integration und gegen Ausgrenzung&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.verdi.de\/themen\/nachrichten\/++co++bc340702-9afd-11e4-9bdf-52540059119e\">ver.di<\/a><\/li>\n<li><strong>Licht aus! Spot an! oder Wie Sarrazin den Weg ebnete<\/strong><br>\nPegida ist f&uuml;r eine Reihe einflussreicher und prominenter Personen eine moralische Politur. Sie positionieren sich deutlich und nehmen Abstand. In einer Titelstory der &raquo;Bildzeitung&laquo; sprachen sich viele Prominente gegen diese Bewegung und ihre W&uuml;nsche und Forderungen aus. Das ist zwar erfreulich, aber gleichzeitig Ausdruck schlimmster Heuchelei. Nicht nur, dass diese Zeitung Ressentiments gegen bestimmte Gruppen von Migranten gesch&uuml;rt hat &ndash; wo war denn der Aufschrei, als man mit Pseudo-Intellekt z&uuml;ndelte? Jetzt knipsen sie diesen Hassb&uuml;rgern das Licht auch. Gut so. F&uuml;r Sarrazin machte man damals auch das Licht aus, nur um dann den Spot anzumachen. Dort sa&szlig; er dann im Lichtkegel als Popstar, als jemand, der eine Meinung hatte, der mutig war, eine unbequeme Wahrheit zu formulieren. Und jetzt, da sich ein durch den Sarrazinismus (ein Utilitarismus mit klassistischen und rassistischen Elementen) gest&auml;hlter Mob formiert, sind sie pl&ouml;tzlich alle besorgt. Kommt das nicht zu sp&auml;t?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2015\/01\/licht-aus-spot-oder-wie-sarrazin-den.html\">Ad Sinistram<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Tod vor <\/strong>Aussage<br>\nDie Br&uuml;der Said und Ch&eacute;rif Kouachi, 34 und 32, die am Mittwoch die Redaktion des Satiremagazins Charlie Hebdo &uuml;berfallen haben sollen, wurden am Freitag in einer Druckerei bei Paris, in der sie sich auf der Flucht verschanzt hatten, von der Polizei erschossen. Angeblich war der t&ouml;dliche Zugriff unvermeidlich geworden, weil die beiden einen Arbeiter als Geisel gefangenhielten und umzubringen drohten. Das stellte sich jedoch nachtr&auml;glich als Falschmeldung heraus: Der Mann befand sich ohne Wissen der Br&uuml;der zuf&auml;llig im Geb&auml;ude. Fast zeitgleich mit den Kouachis t&ouml;tete ein Spezialkommando der Polizei auch den 32j&auml;hrigen Amedy Coulibaly. Er hatte am Freitag in einem j&uuml;dischen Supermarkt in Paris mehrere Geiseln genommen, nachdem er zuvor schon eine Polizistin erschossen hatte. Coulibaly, der nach Polizeiangaben mit den Br&uuml;dern bekannt war, hatte anscheinend mit der Geiselnahme den freien Abzug der Kouachis aus der Druckerei erzwingen wollen. Vier Geiseln kamen im Supermarkt ums Leben. Angeblich hatte Coulibaly sie noch vor dem Zugriff des Spezialkommandos erschossen.<br>\nDamit sind die drei Menschen, die am meisten &uuml;ber den Hergang der Ereignisse und ihre eigene Rolle h&auml;tten aussagen k&ouml;nnen, tot. Die drei am Freitag erschossenen M&auml;nner, alle in Frankreich geboren und aufgewachsen, sind den bisherigen Angaben zufolge alte Bekannte der Polizei. Die Geschichte der drei get&ouml;teten M&auml;nner liefert eindeutige Beweise f&uuml;r die hochgradige Unterwanderung islamistischer Strukturen und potentieller krimineller Kerne durch Frankreichs Polizei und Geheimdienst, m&ouml;glicherweise zudem auch durch ausl&auml;ndische Dienste. In den USA standen die Kouachi-Br&uuml;der auf der Liste der Personen, die nicht einreisen d&uuml;rfen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/01-13\/046.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Mein Gott, warum hat Knut Mellentin nicht den Mut zu sagen: Die Br&uuml;der Said und Ch&eacute;rif Kouachi sowie Amedy Coulibaly wurden zu welchem Zweck auch immer von&nbsp; Frankreichs Polizei, vom franz&ouml;sischen und\/oder von US-Geheimdienst gelenkt. Schon der Titel soll schon suggerieren, dass die &ldquo;mutma&szlig;lichen&rdquo; T&auml;ter, bevor sie das h&auml;tten verraten k&ouml;nnen, get&ouml;tet wurden. Er spricht von Beweisen, dass die &ldquo;islamistischen Strukturen und potentiell kriminellen Kerne&rdquo; durch Frankreichs Polizei und Geheimdienst in einer Weise unterwandert seien &ndash; so dass sie eigentlich h&auml;tten wissen m&uuml;ssen &hellip; Dies alles schreibt Mellentin nicht. Er l&auml;sst es aber zwischen den Zeilen durchblicken. Das ist eine ziemlich feige Vorgehensweise.<\/em><br>\n<em>Nat&uuml;rlich h&auml;tte er auch schreiben k&ouml;nnen und m&uuml;ssen: Ich habe meine Zweifel, dass die vier Geiseln im Supermarkt vor dem Zugriff der Polizei get&ouml;tet wurden. Daf&uuml;r sprechen folgende Indizien, Zeugenaussagen usw. &ndash; Stattdessen wird mit dem kleinen Wort &ldquo;angeblich&rdquo; eine bestimmte Klientel bedient &ndash; ganz ohne Beweise oder zumindest Hinweise.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Oskar Lafontaine: Gegen jede Kriegsbeteiligung<\/strong><br>\nWenn Journalisten und Politiker in Bataillonsst&auml;rke zur aktiven Teilnahme an Milit&auml;reins&auml;tzen verpflichtet w&auml;ren, h&auml;tte der Spuk ein schnelles Ende. Rede auf der XX. Rosa-Luxemburg-Konferenz am 10. Januar 2015.<br>\nIch habe heute morgen France Inter geh&ouml;rt und habe dort die Diskussion hinsichtlich der Ereignisse in Frankreich, der terroristischen Anschl&auml;ge und der Ermordeten, verfolgt. Und dann war jemand dort, der &uuml;ber das T&auml;terprofil dieser Leute gesprochen hat. Es stellte sich erwartungsgem&auml;&szlig; so dar: jung, m&auml;nnlich, muslimischen Glaubens, sozial entweder ausgegrenzt oder in einer Tarn-Berufsgruppe und so weiter und so weiter. Ich habe mir das dann gar nicht l&auml;nger angeh&ouml;rt, denn mir ist es durch den Kopf gegangen, dass wir Terroristen in aller Welt haben, und dass das T&auml;terprofil der Terroristen in aller Welt das gleiche ist &ndash; mangelnde Liebe zum Menschen und mangelnde Liebe zum Leben. Und wenn wir die Debatte nicht so f&uuml;hren, dass wir die Frage stellen, wo haben wir denn &uuml;berall Terrorismus, und wenn wir die Debatte nicht so f&uuml;hren, dass wir uns die Frage stellen, ob nicht auch bei uns im angeblich guten Westen Verantwortung f&uuml;r terroristische Anschl&auml;ge besteht, wenn wir uns nicht die Frage stellen, was ist Terrorismus &uuml;berhaupt, dann werden wir keine vern&uuml;nftige Debatte f&uuml;hren k&ouml;nnen und auch keine Ergebnisse haben k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/01-14\/023.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ich muss gestehen, dass mich die Solidarisierung der Millionen in Frankreich mit den Opfern der Anschl&auml;ge in Paris tief beeindruckt hat. Nat&uuml;rlich gibt es viele Fragen. Aber im Gegensatz zu einem Leser der NachDenkSeiten, der meint, auf die Millionen k&auml;me es nicht an, sie z&auml;hlten nicht, sie seien ohnm&auml;chtig, zeigen mir die Millionen vor allem, dass es sie gibt. Das ist immer eine Warnung an die M&auml;chtigen. Der Leser vermisst, dass diese Masse nicht die Systemfrage stelle. Das ist einmal sehr hoch gegriffen und sehr abstrakt. Vor allen untersch&auml;tzt er m.E. den einfachen B&uuml;rger. Ich bin mir ganz gewiss, die Millionen sich z.B.&nbsp; die Frage stellen, wie es zu diesen Anschl&auml;gen kommen konnte. Das ist noch nicht die Systemfrage, aber eine Frage an das System, an uns, an Staat und Gesellschaft (auch sehr abstrakt).<\/em><br>\n<em>Andererseits, und vielleicht intendiert der Leser dies, ist es irritierend, dass es so selten zu solchen Demonstrationen kommt. Mich hat seit Beginn der Berichterstattung die Frage der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit umgetrieben. Warum ersch&uuml;ttern uns die Morde in Paris so sehr, aber &ndash; hier n&auml;here ich mich den einleitenden Worten Oskar Lafontaines &ndash; ersch&uuml;ttert uns so wenig, dass&nbsp; aufgrund der Invasion der USA und ihrer Verb&uuml;ndeten seit 2003 bis Ende 2013 sch&auml;tzungsweise zwischen einer und zwei Millionen IrakerInnen <a href=\"http:\/\/www.ippnw.de\/commonFiles\/pdfs\/Frieden\/Body_Count_2014_final.pdf\">ums Leben gekommen sind<\/a>.  Beteiligt waren an diesem Krieg L&auml;nder, deren Politiker gerne von der christlichen Wertegemeinschaft reden. Es wird noch eine Weile dauern, bis gewaltbereite Islamisten in diese Dimensionen vorr&uuml;cken.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Politologe zu Pegida: Hinh&ouml;ren und verstehen<\/strong><br>\nWie lautet das wissenschaftliche Urteil des Politologen Patzelt zu Pegida?<br>\nWerner J. Patzelt:&nbsp;<br>\nDie Pegida-Bewegung in Dresden zeigt, wie sehr die politische Kommunikation in Deutschland gest&ouml;rt ist. Man kann es auf die knappe Formel bringen, dass sich der politische Diskurs und das Parteiensystem nach links verschoben haben im Vergleich zu dem, was an den Stammtischen der Nation, an den Esstischen und in den privaten Bekanntenkreisen gesagt und in den Blogs geschrieben wird.<br>\nAber sind wir uns einig, dass die Parteien keine rechtsextremen und ausl&auml;nderfeindlichen Str&ouml;mungen bedienen sollen?<br>\nNat&uuml;rlich darf man keinen extremen, also gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung gerichteten Positionen Schubkraft geben, und menschenfeindlichen Positionen erst recht nicht &ndash; ganz gleich, ob sie In- oder Ausl&auml;nder zur Zielscheibe nehmen! Doch es ist eine Aufgabe der staatstragenden Parteien, auch die R&auml;nder zu integrieren, damit man dort nicht abdriftet, innerlich unserer freiheitlichen Ordnung k&uuml;ndigt oder gar eine Diktatur mit &raquo;starkem Mann&laquo; bef&uuml;rwortet. Auf der linken Seite gelingt diese Integration wunderbar; auf der rechten Seite ist sich die CDU daf&uuml;r zu fein geworden. Durch hochfahrende Ausgrenzung aber verhindert man keinen Extremismus.<br>\nMuss man Pegida bek&auml;mpfen?<br>\nSoll man 17&thinsp;000 Leute bek&auml;mpfen, die davon &uuml;berzeugt sind, ganz normale B&uuml;rger und das Volk zu sein? Oder lohnen die zw&ouml;lf oder zwei Dutzend Organisatoren einen Abwehrkampf? Das sind doch ganz durchschnittliche Gestalten ohne sonderliche politische Begabung, die selbst ganz erstaunt sind ob ihres weltweiten Echos, und &uuml;berfordert sind von dem, was sich da entwickelt. Also muss man Pegida durchaus nicht bek&auml;mpfen, man muss vielmehr hinh&ouml;ren und verstehen, was genau hier zum Ausdruck kommt. Das ist kein neuer Faschismus, sondern Unzufriedenheit mit Politikern, die in der Migrationspolitik ein gigantisches Gesellschaftsexperiment gestartet haben, von dem viele nicht glauben, dass es gut ausgehen wird. Und wenn dann &ndash; zur Untermauerung oder Behebung zum Ausdruck gebrachter Sorgen &ndash; Falsches behauptet oder Unsinniges gefordert wird, dann muss man sich eben hinstellen und sagen: &raquo;Wir verstehen, was ihr eigentlich meint; aber in Wirklichkeit h&auml;ngen die Sachen soundso zusammen. Und wir wissen, welche Zust&auml;nde ihr gerne h&auml;ttet; aber zu ihnen f&uuml;hrt durchaus nicht, was ihr vorschlagt!&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bo.de\/nachrichten\/nachrichten-regional\/politologe-zu-pegida-hinhoeren-und-verstehen\">baden online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> Leider vers&auml;umt es der Herr Prof. Patzelt, auf die Frage &ldquo;Und was k&ouml;nnen Sie &uuml;ber den sozialen Hintergrund der Teilnehmer sagen?&rdquo; wirklich etwas zu den sozialen Hintergr&uuml;nden zu sagen. Kein Wort von -zumindest eventuell- berechtigten Abstiegs&auml;ngsten durch sog. Reformen (z. B. Arbeitsmarktpolitik, Hartz-Gesetzgebung oder Rentenentwicklung).<\/em><br>\n<em>Schleierhaft bleibt auch, wie Parteien diesen Spagat schaffen sollen: Einerseits sich nicht &bdquo;zu fein&ldquo; daf&uuml;r zu sein, &bdquo;bis nach rechts argumentierend, &uuml;berzeugend und integrierend zu wirken&ldquo;, andererseits &bdquo;keinen extremen, also gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung gerichteten Positionen Schubkraft geben&ldquo;.<\/em><br>\n<em>Und: Wo genau ist &ndash; auch juristisch &ndash; der Unterschied festzumachen, ob volksverhetzende im strafrechtlichen Sinn oder &raquo;volksaufhetzende&laquo; Reden gehalten werden?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Von Verschw&ouml;rungstheorien und Journalismus<\/strong><br>\nProblematisch wird eine Debatte zum Vertrauensverlust der etablierten Medien in jedem Fall dann, wenn Begriffe wie &ldquo;Verschw&ouml;rungstheorie&rdquo; weitgehend unreflektiert als Instrument der Ausgrenzung abweichender Meinungen benutzt werden. Der Journalismus ist seinem Wesen nach selbstverst&auml;ndlich gerade dem Gegenteil verpflichtet &ndash; der Pr&auml;sentation und dem sorgf&auml;ltigen, fairen Abw&auml;gen gegens&auml;tzlicher Ansichten&hellip;<br>\nErl&auml;uternd hei&szlig;t es h&auml;ufig, Verschw&ouml;rungstheorien seien beliebt, da sie einfache Antworten in einer komplexen Welt bieten w&uuml;rden. Was aber &ndash; erstaunlicherweise &ndash; ebenfalls kaum einem der Medienkritik-Kritiker aufzufallen scheint: Die einfachen Antworten geben in der Regel ja gerade die Leitmedien: &ldquo;Stoppt Putin jetzt&rdquo;, &ldquo;Assad muss gest&uuml;rzt werden&rdquo;, &ldquo;Gaddafi ist b&ouml;se&rdquo;, &ldquo;Bin Laden steckt hinter 9\/11&rdquo; etc. Nach den eigenen, wohl oft unbewusst, verwendeten Kriterien m&uuml;sste man gro&szlig;e Teile der au&szlig;enpolitischen Berichterstattung der Leitmedien unter dem Blickwinkel &ldquo;einfache Antworten&rdquo; selbst als &ldquo;Verschw&ouml;rungstheorien&rdquo; einordnen, die eine komplexe Welt in ein schlichtes Gut-B&ouml;se-Raster verflachen.<br>\nDar&uuml;ber hinaus f&auml;llt auf, dass die Homogenit&auml;t der Kommentare zu Themen wie 9\/11, Libyen, Syrien, der Ukraine etc. fast immer in Zielrichtung der Politik der Nato verl&auml;uft. Wer das zum Zufall erkl&auml;ren m&ouml;chte, macht sich l&auml;cherlich. Dass der Nato-freundliche au&szlig;enpolitische Konsens in den deutschen Medien auf Strukturen beruht, in denen transatlantische Lobbygruppen und deren Kontakte zu Alpha-Journalisten, wie etwa <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/43\/43237\/1.html\">Stefan Kornelius<\/a> von der S&uuml;ddeutschen Zeitung, eine gro&szlig;e Rolle spielen, diese Erkl&auml;rung ist l&auml;ngst so schl&uuml;ssig (<a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/internationale-politik-transatlantiker-mit-meinungsmacht.976.de.html?dram:article_id=303660\">hier ein h&ouml;renswerter Beitrag zur Debatte im Deutschlandradio<\/a>), dass sich den Betroffenen nahestehende Kritiker, wie etwa der M&uuml;nchner Medienwissenschaftler Prof. Christoph Neuberger, an einer <a href=\"http:\/\/de.ejo-online.eu\/13544\/ethik-qualitat\/meinungsmacht-debatte-die-sicht-des-gutachters\">Widerlegung<\/a> zuletzt die Z&auml;hne ausbissen.<br>\nWenn nun, nach den Pariser Vorf&auml;llen, der Pr&auml;sident des Bundesverbandes deutscher Zeitungsverleger, Helmut Heinen, in einem in vielen Zeitungen ver&ouml;ffentlichten Kommentar fordert, &ldquo;wir&rdquo;, Zeitungen und Leser, sollten &ldquo;gemeinsam, auch weiterhin selbstbewusst auf der Pluralit&auml;t der Meinungen und der Freiheit, sie zu &auml;u&szlig;ern&rdquo;, beharren, so ist diesem Aufruf zuzustimmen. Mit einem schlichten &ldquo;Weiter so&rdquo; wird dieses Ziel allerdings kaum erreicht werden. An echter Pluralit&auml;t der Meinungen fehlt es ja gerade und nicht zuletzt dieser Mangel ist eine der Ursachen f&uuml;r die derzeitige Vertrauenskrise der Medien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/43\/43836\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Der Krieg kehrt heim<\/strong><br>\nMit ihrer Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Dschihadisten haben der Westen und seine wichtigsten regionalen Verb&uuml;ndeten den Durchbruch des &ldquo;Islamischen Staates&rdquo; erm&ouml;glicht, dessen Terror nun auf die westlichen Metropolen zur&uuml;ckschl&auml;gt. Vor allem saudische Finanziers haben den Aufstieg der Organisation erm&ouml;glicht, deren barbarische Praktiken bereits Mitte 2013 offen erkennbar waren, Morde an Journalisten und Andersgl&auml;ubigen inklusive. &Uuml;ber Jahre f&ouml;rderte Saudi-Arabien in Abstimmung mit dem Westen und im Rahmen einer ausgefeilten Strategie (&ldquo;Bandar-Plan&rdquo;) ganz allgemein in Syrien k&auml;mpfende Dschihadisten, um mit ihrer Hilfe die Regierung von Bashar al Assad zu st&uuml;rzen; die T&uuml;rkei leistete logistischen Beistand. Ihr Krieg an der Seite des Westens gegen einen gemeinsamen Gegner erm&ouml;glichte es den Dschihadisten, mit der Gr&uuml;ndung des IS ihren zweiten gro&szlig;en Durchbruch nach demjenigen im Afghanistan-Krieg der 1980er Jahre zu erzielen. Der gemeinsame Krieg wird auf Seiten der Islamisten wie auf Seiten des Westens und seiner Verb&uuml;ndeten zum Teil mit demselben Personal wie damals gef&uuml;hrt &ndash; mit alten Mitk&auml;mpfern Osama bin Ladens und mit dschihad-erfahrenen saudischen Prinzen. Einer dieser Prinzen geh&ouml;rt dem &ldquo;Advisory Council&rdquo; der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz an&hellip;.<br>\nDen in Syrien k&auml;mpfenden Dschihadisten und insbesondere dem IS ist es, w&auml;hrend der Westen von ihnen einen handfesten Beitrag zu Assads Sturz erhoffte, gelungen, sich in gro&szlig;en Teilen Syriens und &ndash; ab Januar 2014 &ndash; auch des Irak festzusetzen. Dort hat der IS ein staats&auml;hnliches Gebilde errichtet, das ihm nicht nur eine einigerma&szlig;en solide finanzielle Basis und eine gewisse organisatorische Stabilit&auml;t sichert, sondern ihm auch eine h&ouml;chst beachtliche Attraktivit&auml;t f&uuml;r das wachsende Spektrum der globalen Dschihadisten verleiht. Bereits Ende Oktober 2014 bezifferte ein UN-Bericht die Zahl der ausw&auml;rtigen K&auml;mpfer, die zur Unterst&uuml;tzung des IS nach Syrien und in den Irak gereist waren, auf mehr als 15.000. Mit der Ausrufung des Kalifats am 29. Juni 2014 ist dem internationalen Dschihadismus in der Tat der zweite gro&szlig;e Durchbruch nach demjenigen im Afghanistan-Krieg der 1980er Jahre gelungen &ndash; und erneut hat der Westen, den Sturz einer ihm wie den Dschihadisten verhassten Regierung im Blick, ma&szlig;geblich dazu beigetragen, die Voraussetzungen daf&uuml;r zu schaffen. Dabei interessierte sich der Westen, solange der IS lediglich regionale St&auml;rke besa&szlig;, nicht daf&uuml;r, dass die Organisation Andersgl&auml;ubige drangsalierte, zur Feier ihrer Macht&uuml;bernahme im syrischen Raqqa nicht-sunnitische Muslime &ouml;ffentlich exekutierte und im Dezember 2013 mit der Hinrichtung von &ndash; arabischen &ndash; Journalisten begann. Westlichen Politikern war dies, solange sie von den Dschihadisten Hilfe beim &ldquo;Regime Change&rdquo; in Damaskus erwarteten, kein Wimpernzucken, westlichen Medien allenfalls eine Randnotiz wert. Der Charakter des Terrors war damals freilich offen erkennbar. Jetzt schl&auml;gt er mit den barbarischen Bluttaten in Paris auf die westlichen Metropolen zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59030\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>In der Heimat nicht mehr sicher<\/strong><br>\nBleiben oder ausreisen? Das ist eine Frage, die sich in Frankreich immer mehr j&uuml;dische Mitb&uuml;rger stellen. Die meisten von ihnen h&auml;tten noch vor wenigen Jahren niemals geglaubt, dass sie eines Tages vor diesem Dilemma stehen w&uuml;rden. Doch das hat sich sp&auml;testens seit 2012 ge&auml;ndert &ndash; seit mehreren Attacken auf j&uuml;dische Einrichtungen. Die blutige Geiselnahme im HyperCasher-Gesch&auml;ft an der Porte de Vincennes in Paris, bei der vier Kunden von dem islamistischen Terroristen Amedy Coulibaly kaltbl&uuml;tig erschossen wurden, ist nur das j&uuml;ngste dieser Verbrechen.<br>\nDass sich die j&uuml;dischen Mitb&uuml;rger in Frankreich nicht mehr sicher und akzeptiert f&uuml;hlen, ist f&uuml;r die Pariser Regierung ein Skandal. &ldquo;Ohne seine Juden w&auml;re Frankreich nicht mehr Frankreich&rdquo;, betonte Premier Manuel Valls am Samstag bei einer Kundgebung vor dem Tatort bei dem j&uuml;dischen Supermarkt. 2014 wanderten schon &uuml;ber 6.000 franz&ouml;sische Juden nach Israel aus. Aus Frankreich &ndash; dem Land mit der nach den USA gr&ouml;&szlig;ten j&uuml;dischen Gemeinde au&szlig;erhalb Israels &ndash; kamen mehr als aus der Ukraine, und vor allem fast doppelt so viele wie im Jahr zuvor (3.400).<br>\nDer Antisemitismus (vor allem der extremen Rechten) war in Frankreich nie ganz verschwunden, in den letzten Jahren hat er sich in einer &ldquo;neuen&rdquo; Form im Kontext des Nahostkonflikts bei Jugendlichen aus muslimischen Familien verbreitet. Die Beleidigung &ldquo;sale Juif&rdquo; oder eben im Vorstadtjargon &ldquo;Feuj&rdquo; ist dort mittlerweile so banal wie sonst ein Schimpfwort. Wer eine Kippa tr&auml;gt, muss mit Spott oder gar mit t&auml;tlichen Angriffen rechnen. Als im Pariser Vorort Sarcelles im Juli nach einer Solidarit&auml;tsdemonstration f&uuml;r Gaza in dem als &ldquo;Klein-Jerusalem&rdquo; bekannten Quartier zahlreiche j&uuml;dische Gesch&auml;fte verw&uuml;stet und in Brand gesteckt wurden, erinnerten das die &Auml;lteren an Pogrome der Vergangenheit. Auch der Betreiber des HyperCasher-Marktes hat sich nach Presseberichten jetzt entschlossen, nach Israel zu ziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2015%2F01%2F12%2Fa0067&amp;cHash=e21bcedfb887b723ca240c1c23c2d4d1\">taz<\/a>\n<p><strong>Siehe auch: Blutbad im &laquo;Hyper Cacher&raquo;: Frankreichs Juden in Angst<\/strong><br>\nFrankreichs Juden sind von den Terroranschl&auml;gen besonders traumatisiert worden. Die Ermordung von vier Geiseln in einem Laden f&uuml;r koschere Produkte setzte eine lange Serie antisemitischer Verbrechen fort. Nicht wenige Juden, die sich am Gedenkmarsch am Sonntag beteiligten, argw&ouml;hnten, dass diese fr&uuml;heren Attentate in Frankreich viel weniger Manifestanten als am Sonntag auf die Strasse getrieben hatten oder manchmal von der breiteren &Ouml;ffentlichkeit nicht einmal zur Kenntnis genommen wurden. Dabei mangelte es keineswegs an grauenhaften Delikten. Man denke etwa an die Ermordung von Ilan Halimi, der 2006 in der Pariser Banlieue von einer Gang muslimischer Jugendlicher tagelang bestialisch gefoltert worden war; oder an den Amoklauf des islamistischen &laquo;einsamen Wolfs&raquo; Mohammed Merah, der 2012 in einer j&uuml;dischen Schule in Toulouse drei Kinder und einen Lehrer exekutiert hatte. Erst gerade vor den letzten Weihnachten war in Cr&eacute;teil, einer Gemeinde in der s&uuml;d&ouml;stlichen Banlieue von Paris, ein j&uuml;disches Paar in der Wohnung &uuml;berfallen und misshandelt worden, wobei die Verbrecher auch Kultgegenst&auml;nde zerst&ouml;rten. Erst im letzten Sommer hatten Judenhasser bei Demonstrationen f&uuml;r Pal&auml;stina in und um Paris auch noch in eine Synagoge einzudringen versucht und eine j&uuml;dische Apotheke und einen Koscher-Laden in Brand gesteckt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/international\/europa\/frankreichs-juden-in-angst-1.18459845\">NZZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Und Deutschland?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Tsipras: Deutsche Steuerzahler haben nichts zu bef&uuml;rchten<\/strong><br>\nIn einem Beitrag im &ldquo;Handelsblatt&rdquo; versicherte Tsipras: &ldquo;Die deutschen Steuerzahler haben von einer Syriza-Regierung nichts zu bef&uuml;rchten. Im Gegenteil.&rdquo; Seine Partei strebe keine Konfrontation mit seinen Partnern an mit mehr Krediten oder einen Freibrief f&uuml;r neue Staatsdefizite. Ziel sei vielmehr die Stabilisierung des Landes, ein ausgeglichener Prim&auml;rhaushalt des Staats &ndash; also ohne Zinsen auf Schulden &ndash; sowie die Beendigung &ldquo;des Aderlasses deutscher und griechischer Steuerzahler&rdquo;.<br>\n&ldquo;Unser Ziel ist es, im Rahmen der Euro-Zone zu einer neuen &Uuml;bereinkunft zu kommen, die es der griechischen Bev&ouml;lkerung m&ouml;glich macht zu atmen, ihre Produktivit&auml;t freizusetzen und in W&uuml;rde zu leben &ndash; mit Wiederherstellung der Schuldentragf&auml;higkeit und einem Ausweg aus der Rezession durch Wachstumsfinanzierung&rdquo;, schrieb Tsipras. Wenn in j&uuml;ngster Zeit von einer Stabilisierung seines Landes, einer R&uuml;ckkehr zum Wachstum die Rede sei, so sei das &ldquo;eine willk&uuml;rliche Verzerrung der Tatsachen&rdquo;. Die Rezession sei noch nicht zu Ende. &ldquo;Wir haben es mit einer besch&auml;menden Sch&ouml;nung der Statistik zu tun&rdquo;, so Tsipras.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/politik\/eu\/alexis-tsipras-deutsche-steuerzahler-haben-nichts-zu-befuerchten-aid-1.4795502\">Rheinische Post<\/a><\/li>\n<li><strong>Die griechischen W&auml;hler sind die Hoffnung f&uuml;r Europa<\/strong><br>\nDie Wahlen in Griechenland vom 25. Januar er&ouml;ffnen die M&ouml;glichkeit f&uuml;r ein Ende der unmenschlichen Austerit&auml;ts-Politik in der EU. Diese Sparpolitik der EU- Regierungen bedroht das Leben von Millionen, sie zerst&ouml;rt die Wirtschaft und ist antidemokratisch.<br>\nEine griechische Regierung, die &ldquo;Nein&rdquo; sagt zu der Diktatur der Troika wird im Interesse aller Menschen in Europa mit der Unterst&uuml;tzung der sozialen Bewegungen eine Neuverhandlung der griechischen Schulden durchsetzen und Alternativen zur Senkung der sozialen und kulturellen Ausgaben entwickeln.<br>\nDie von Massenmedien ausgel&ouml;ste Hysterie gegen die m&ouml;gliche demokratische Entscheidung der Griechinnen und Griechen ist insgesamt gegen die Forderungen der &uuml;berwiegenden Mehrheit der Bev&ouml;lkerung der Europ&auml;ischen Union gerichtet.<br>\nEine Entscheidung der griechischen W&auml;hler f&uuml;r eine politische Mehrheit, die eine europ&auml;ische Schuldenkonferenz, anst&auml;ndige Mindestl&ouml;hne, Gesundheitsdienstleistungen und die Bereitstellung von Nahrung f&uuml;r alle verlangt, tr&auml;gt zur Wiederherstellung grundlegender Menschenrechte aller europ&auml;ischen B&uuml;rger bei. Die anhaltende politische Medienkampagne gegen die demokratischen Rechte des griechischen Volkes dient nur den Profitinteressen von Finanzinvestoren und Banken, sowie den internationalen Wirtschaftseliten und ihren politischen Unterst&uuml;tzern in ganz Europa&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/fileadmin\/user_upload\/bundesebene\/Webredaktion\/News\/150110_EAN-Erklaerung_Wahlen_Griechenland__deutsch_.pdf\">Europ&auml;isches Attac-Netzwerk [PDF &ndash; 67,2 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Griechenland: Deutschland mit 50 Milliarden dabei<\/strong><br>\nDas d&uuml;rfte der Bundesregierung gar nicht gefallen: Zwei Wochen vor den Wahlen in Griechenland kocht die Diskussion &uuml;ber einen m&ouml;glichen Schuldenschnitt wieder hoch. Zwar hat sie noch nicht die offiziellen EU-Gremien in Br&uuml;ssel erreicht, wie die Welt am Wochenende ohne Nennung von Quellen meldete. Die zust&auml;ndige Eurogruppe hat sich mit dem Thema noch gar nicht befasst. Doch der Schuldenerlass schwebt im Raum, nicht zuletzt wegen eines alten EU-Versprechens. Ende 2012 hatten die EU-Finanzminister beschlossen, Athen weitere Schulden zu erlassen, wenn es einen Prim&auml;r&uuml;berschuss (ein Plus im Staatsbudget vor Abzug des Schuldendienstes) erzielen sollte. Diese Vorgabe erf&uuml;llt Athen seit Monaten, doch die EU hat ihr Versprechen nicht eingel&ouml;st. Nun fordert es nicht nur der Chef der griechischen Linkspartei, Alexis Tsipras, ein.<br>\nAuch in Berlin pl&auml;dierte Regierungsberater Marcel Fratzscher daf&uuml;r, Griechenland bei weiteren Reformzusagen die H&auml;lfte der Staatsschulden zu erlassen. Der Chef des DIW sch&auml;tzt, dass Deutschland &ldquo;mit 40 bis 50 Milliarden Euro dabei&rdquo; sein werde. In Br&uuml;ssel meldete sich der fr&uuml;here Wirtschaftsberater der EU-Kommission, Philippe Legrain, zu Wort. Ein Schuldenschnitt sei &ldquo;nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit, sondern eine &ouml;konomische Notwendigkeit&rdquo;. Denn angesichts sinkender Preise steige die reale Schuldenlast von derzeit 175 Prozent der Wirtschaftsleistung weiter. &ldquo;Wenn Frau Merkel klug w&auml;re, w&uuml;rde sie aus der Not eine Tugend machen und den Schuldenschnitt als Akt der Solidarit&auml;t gew&auml;hren&rdquo;, sagte Legrain. Wenn wegen der Griechenland-Krise der Euro scheitern sollte, w&uuml;rde man Deutschland daf&uuml;r verantwortlich machen. &Auml;hnlich dramatisch beschreibt der Erfinder des &ldquo;Grexit&rdquo;, also des griechischen Austritts aus der Eurozone, Willem Buiter, die Lage. Die Eurokrise sei derzeit schlimmer als 2012, als Griechenland schon einmal kurz vor dem Kollaps stand, sagte der Citigroup-Experte. F&uuml;r einen &ldquo;schrittweisen Schuldenschnitt&rdquo; spricht sich auch Jens Bastian aus, der bis 2013 Mitglied der &ldquo;Task Force&rdquo; der Kommission in Athen war. Griechenland k&ouml;nne unm&ouml;glich aus seinen Schulden &ldquo;herauswachsen&rdquo;, so Bastian im Deutschlandfunk. N&ouml;tig seien &ldquo;europ&auml;ische L&ouml;sungen&rdquo;, die Griechenland und anderen verschuldeten L&auml;ndern wie Portugal oder Spanien helfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2015%2F01%2F12%2Fa0055&amp;cHash=e4821b3e6e730302fd4dd79e71010473%20\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Interessant ist, dass Marcel Fratzscher vom DIW noch k&uuml;rzlich <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/griechenland-die-krise-ist-notwendig-1.2286055\">in der SZ<\/a> zwar von einem notwendigen Schuldenschnitt sprach &ndash; unter den gegenw&auml;rtigen Bedingungen -, aber ansonsten daf&uuml;r pl&auml;dierte. &ldquo;Europa sollte deshalb Griechenland aus dem Rettungsprogramm entlassen und lediglich mit technischer Unterst&uuml;tzung zur Seite stehen. Ein gro&szlig;er Teil der bestehenden &ouml;ffentlichen Kredite sollte so umstrukturiert werden, dass Zinszahlungen an das griechische Wirtschaftswachstum gekoppelt sind. Wenn das Land nicht w&auml;chst, dann fallen auch nur sehr geringe oder keine Zinszahlungen an. Wenn das Land sich wieder erholt und floriert, dann steigen auch die Zinsen auf die noch ausstehenden Kredite.&rdquo; Hier die <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/documents\/publikationen\/73\/diw_01.c.471601.de\/14-31-1.pdf\">DIW-Studie: &ldquo;BIP-indexierte Kredite f&uuml;r Griechenland&rdquo; [PDF &ndash; 324 KB]<\/a>) Ein interessanter Vorschlag, aber ansonsten bietet Fratzscher wenig innovativ das &Uuml;bliche: &ldquo;BIP-indexierte Kredite w&uuml;rden vor allem die Anreize f&uuml;r Griechenland st&auml;rken Verantwortung f&uuml;r die eigenen Reformen zu &uuml;bernehmen. Die Beziehung zwischen Griechenland und seinen Gl&auml;ubigern, vor allem Deutschland, w&uuml;rde sich normalisieren. Keine Troika w&uuml;rde der griechischen Regierung Reformvorgaben aufdr&auml;ngen.&rdquo; Damit k&ouml;nne sich Griechenland sich endlich mit den eigenen Reformen identifizieren, so Fratzscher. Eine ziemlich absurde Vorstellung: Die Troika dr&auml;ngt nicht mehr dazu, das neoliberale Reformpaket zu &uuml;bernehmen, und deshalb akzeptiert Griechenland freiwillig eben dieses.&nbsp; Dazu passt der Ausgangspunkt seiner &ldquo;Analyse&rdquo;. Die Reformbem&uuml;hungen der griechischen Regierungen in den vergangenen f&uuml;nf Jahren w&auml;ren erb&auml;rmlich gewesen und es st&uuml;nden noch viele an. Das &Uuml;bliche: Wenn das neoliberale Konzept scheitert, dann nur deswegen, weil noch nicht gen&uuml;gend Reformen umgesetzt wurden. Also immer mehr von der falschen Rezeptur. (<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/120427_anmerkung_op.pdf\">Hier<\/a> ein kurzer &Uuml;berblick dar&uuml;ber, was ein EZB-Banker unter Reformen bzw. Strukturreformern versteht.)<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Rentenversicherung: Regierung glaubt an Riester<\/strong><br>\nDie Bundesregierung rechnet weiterhin mit einem starken Zuwachs in der staatlich gef&ouml;rderten Altersvorsorge. Bis zum Jahr 2019 erwartet sie einen Anstieg des Zulagenvolumens von derzeit 2,4 Milliarden auf dann 3,3 Milliarden Euro. Daraus l&auml;sst sich ableiten, dass sie eine wachsende Nachfrage nach Riesterprodukten unterstellt. Das geht aus der Antwort von Dietmar Meister (CDU), Parlamentarischer Staatssekret&auml;r im Bundesfinanzministerium, auf eine schriftliche Frage des Gr&uuml;nen-Abgeordneten Markus Kurth hervor. Hintergrund ist die Stagnation des Riestermarktes seit 2012. War das Wachstum der Vertragszahlen in den drei Jahren davor nur leicht schrittweise von 6,6 auf 4,8 Prozent gefallen, fiel es in jenem Jahr auf 0,7 Prozent. Seither ist die Zahl sogar leicht r&uuml;ckl&auml;ufig. Das gesetzliche Rentenniveau sinkt durch den Riesterfaktor von 53,6 Prozent des Durchschnittseinkommens im Jahr 1998 auf 44,4 Prozent genau drei Jahrzehnte sp&auml;ter. Die gef&ouml;rderte Altersvorsorge k&ouml;nne diese L&uuml;cke aber nicht schlie&szlig;en, sagt Kurth. &bdquo;In der Konsequenz k&ouml;nnen viele Menschen ihren einmal erreichten Lebensstandard im Alter kaum aufrechterhalten&ldquo;, sagt er. Kaum m&ouml;glich, die eingezahlten Beitr&auml;ge als Rente zu erhalten.<br>\nIn der Versicherungsbranche ist der Glaube an Riesterprodukte ersten Anbietern abhandengekommen. Die drei Schweizer Lebensversicherer Swiss Life, Basler und Helvetia haben die gef&ouml;rderten Policen zum Jahresanfang aus dem Angebot herausgenommen. Zu den wichtigsten Gr&uuml;nden f&uuml;r die wachsende Zur&uuml;ckhaltung z&auml;hlt der hohe Verwaltungsaufwand &ndash; Zulagenantr&auml;ge m&uuml;ssen regelm&auml;&szlig;ig gestellt werden und &auml;ndern sich, wenn sich die berufliche oder famili&auml;re Situation des Kunden ver&auml;ndert. Zudem wurde der H&ouml;chstrechnungszins f&uuml;r Versicherer gesenkt. Dadurch ist es deutlich schwieriger geworden, die Verpflichtung einzuhalten, bis zum Renteneintritt mindestens alle eingezahlten Beitr&auml;ge wieder auszuzahlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/meine-finanzen\/versichern-und-schuetzen\/bundesregierung-plant-mehr-foerdergeld-fuer-riesterrente-ein-13366173.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Selbst die Versicherer geben das Produkt auf und stellen fest, dass nicht einmal die R&uuml;ckzahlung der nominalen Einzahlungen &ndash; real, also inflationsbereinigt, vielleicht 2\/3 der Einzahlungen &ndash; garantiert werden kann. Vom Werterhalt (nach Inflation) ganz zu schweigen &ndash; aber die &ldquo;Regierung glaubt an Riester&rdquo;. Wer vertraut so einer Regierung, und warum?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wie die Allianz trickst und t&auml;uscht um an noch mehr Steuergeld zu kommen und das Scheitern der privaten Vorsorge zu verdecken<\/strong><br>\nWeil die privaten Vorsorgeanbieter auch Geld mit diesem Gesch&auml;ft verdienen wollen, was auf die Rendite f&uuml;r die Vorsorgenden schl&auml;gt, hat der Staat Subventionen draufgesattelt, die in etwa die Gewinne der Anbieter abdecken. Doch die Entwicklung an den Finanzm&auml;rkten war nicht so, wie in den rosigen Szenarien ausgemalt. Das ist f&uuml;r die staatliche Rente kein Problem, aber f&uuml;r die private. Dort droht jetzt, dass die Kunden trotz Subvention vom Steuerzahler eine extrem niedrige oder gar negative Verzinsung bekommen. Dann kann man keinem mehr die M&auml;r von der &Uuml;berlegenheit der privaten Vorsorge erz&auml;hlen. Um das Versagen des Modells nicht sichtbar werden zu lassen, soll jetzt der Staat aus Steuergeldern nochmal kr&auml;ftig bluten, diesmal, indem er Allianz und Co. hohe Kapitalertr&auml;ge finanziert. Das soll so gehen: Die Allianz gibt das Anlage suchende Geld der Privatvorsorger dem Staat, der damit Infrastruktur finanziert. Der Staat zahlt daf&uuml;r eine gute und garantierte Rendite.<br>\nDas Problem, das es textlich wegzuzaubern gilt: Der Staat zahlt derzeit weniger als 0,5 Prozent Zinsen f&uuml;r zehn Jahre, wenn er sich das Geld per Anleihe von der Allianz und den Pensionsfonds holt, f&uuml;r 30 Jahre nicht viel mehr. Wenn er Allianz und Co stattdessen f&uuml;r Infrastrukturfinanzierung f&uuml;nf Prozent oder mehr bezahlt, ist das eine verdeckte, riesengro&szlig;e Subvention.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/index.php\/de\/newsblog2\/27-german\/news\/207-allianz-trickst#1-weiterlesen%20\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Armutsgarantie Pflege<\/strong><br>\nAm 1. Januar 2015 trat die Pflegeversicherung in Deutschland in Kraft&hellip;<br>\nGleichzeitig wurde bekannt, dass die Zahl derer, die wegen hoher Eigenkosten im Pflegefall auf Sozialhilfe angewiesen sind, w&auml;chst&hellip;<br>\nNach Ansicht von Karl-Josef Laumann ist die deutsche Pflegeversicherung ein Gl&uuml;cksfall. Als wesentlichstes Moment des deutschen Modells machte der Pflegebevollm&auml;chtigte einen Grundsatzentscheid aus: &raquo;Die Pflegeversicherung war die erste Sozialversicherung in Deutschland, die einen Markt ohne staatliche Planung zugelassen hat.&laquo; In der Folge h&auml;tten sich &raquo;vielf&auml;ltigste Angebote im ambulanten Markt&laquo; entwickelt. Auch die station&auml;re Pflege sieht Laumann auf dem Weg zu &raquo;flexibleren&laquo; Leistungen.<br>\nDeren Folgen z&auml;hlte der Staatssekret&auml;r selbst auf. &raquo;Nur ein Drittel der Pflegekr&auml;fte hat eine Vollzeitstelle.&laquo; Die Bezahlung von Altenpflegerinnen sei in Anbetracht ihrer Ausbildung &raquo;unterdurchschnittlich&laquo;.<br>\nAllerdings wurde am Dienstag auch bekannt, dass 440.000 Menschen ob ihrer Pflegebed&uuml;rftigkeit gezwungen sind, die Sozialleistung &raquo;Hilfe zur Pflege&laquo; zu beantragen. Gegen&uuml;ber 2005 ist das ein Anstieg von &uuml;ber 30 Prozent &ndash; oder von mehr als 100.000 weiteren verarmten Gepflegten und Angeh&ouml;rigen. Deutschlands gr&ouml;&szlig;ter Sozialverband VdK nennt das eine &raquo;fatale Entwicklung&laquo; und sieht &raquo;vor diesem Hintergrund keinen Grund zum Jubeln anl&auml;sslich des 20j&auml;hrigen Bestehens der Pflegeversicherung&laquo;. Auch die Linkspartei erkl&auml;rte, die Versicherung sei selbst &raquo;zu einem Pflegefall geworden&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/01-14\/048.php\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Ex-Banker Nonnenmacher: Keine belastbaren Beweise<\/strong><br>\nDie Kieler Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren gegen Dirk Jens Nonnenmacher eingestellt. Einen Prozess wird es in dieser Sache demnach nicht mehr geben.<br>\nDer ehemalige Chef der HSH Nordbank war verd&auml;chtigt worden worden, vor rund f&uuml;nf Jahren mit anderen Top-Managern einen Vorstandskollegen zu Unrecht wegen Geheimnisverrats angezeigt und dabei mit Hilfe einer Sicherheitsfirma Beweise gef&auml;lscht zu haben, um den Mann loszuwerden.<br>\n&ldquo;Nach dem Ergebnis der Ermittlungen lie&szlig; sich nicht belastbar beweisen, dass Nonnenmacher um die Unrichtigkeit der mit der Anzeige erhobenen Vorw&uuml;rfe wusste&rdquo;, erkl&auml;rte Oberstaatsanw&auml;ltin Birgit He&szlig;. Die in der selben Sache gegen andere Beschuldigte gef&uuml;hrten Ermittlungen w&uuml;rden &ldquo;zeitnah&rdquo; abgeschlossen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/nonnenmacher-staatsanwaelte-stoppen-verfahren-gegen-frueheren-hsh-chef-a-1012694.htm\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es zeigt sich immer wieder, dass der &bdquo;h&ouml;lzerne Handschuh&ldquo; des Strafrechts f&uuml;r solche &bdquo;Kapital&ldquo;-Verbrechen zu grob ist. Das Strafrecht kann einen Ladendieb hinter Gitter bringen aber nicht die Intrigen und Schiebereien in der Finanzwelt. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>TTIP-Massenproteste st&uuml;rzen EU in Erkl&auml;rungsnot<\/strong><br>\nNach Onlinemassenprotesten gegen das geplante Freihandelsabkommen mit den USA (TTIP) geht die EU-Kommission auf ihre Kritiker zu. Br&uuml;ssel k&uuml;ndigte an, die umstrittenen Schutzklauseln f&uuml;r Investoren (ISDS) &uuml;berarbeiten zu wollen. &ldquo;Aus der Konsultation geht klar hervor, dass gegen&uuml;ber ISDS &auml;u&szlig;erste Skepsis herrscht&rdquo;, sagte EU-Handelskommissarin Cecilia Malmstr&ouml;m nach Vorstellung der Konsultationsergebnisse. &ldquo;Wir m&uuml;ssen mit den EU-Regierungen eine offene Diskussion f&uuml;hren, bevor wir irgendwelche politischen Empfehlungen dazu abgeben.&rdquo; Die EU-Kommission hatte nach den heftigen Protesten gegen ISDS die Verhandlungen zu den Schutzklauseln ausgesetzt und eine &ouml;ffentliche Konsultation gestartet, bei der B&uuml;rger, Nichtregierungsorganisationen, Gewerkschaften und Wirtschaftsverb&auml;nde ihre Bedenken und Positionen vortragen konnten.&#8232;Die Resonanz war &uuml;berw&auml;ltigend: Fast 150.000 Antworten gingen ein. Das Ergebnis fiel aus Sicht der EU-Kommission allerdings desastr&ouml;s aus: 97 Prozent der Antworten fielen kritisch aus. Sie lehnten entweder TTIP oder Schiedsgerichte ab. Nach dem breiten Widerstand in einer Onlinekonsultation will die EU-Kommission die Verhandlungen &uuml;ber diesen Punkt vorerst nicht wieder aufnehmen. Stattdessen will sie die Ergebnisse mit den Interessensgruppen diskutieren und binnen weniger Monate konkrete Vorschl&auml;ge f&uuml;r das weitere Vorgehen vorlegen. &ldquo;Die Bundesregierung erwartet auf der Basis der Konsultationsergebnisse nun einen entsprechenden Vorschlag der EU, der dann Grundlage f&uuml;r die Beratungen der Kommission mit den EU-Mitgliedstaaten &uuml;ber die Verhandlungsposition der EU gegen&uuml;ber den USA sein wird&rdquo;, sagte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD). Die endg&uuml;ltige Entscheidung &uuml;ber Investor-Staat-Schiedsverfahren werde erst nach Pr&uuml;fung des Verhandlungsergebnisses getroffen werden, so Gabriel. &ndash; Die EU hat laut Verhandlungsmandat zwar die M&ouml;glichkeit, bei TTIP auf Investitionsschutzklauseln zu verzichten. Allerdings wollen sowohl die EU als auch die USA unbedingt solche Klauseln in ihren Handelsvertrag hineinschreiben, um keinen Pr&auml;zedenzfall f&uuml;r Handelsabkommen mit anderen L&auml;ndern zu schaffen.<br>\nEine echte Zeitnot hat die EU bei TTIP nicht. Dennoch geraten die EU und die europ&auml;ischen Regierungschefs durch die Ergebnisse der Konsultation in Erkl&auml;rungsnot. Denn ein anderes Handelsabkommen der EU mit Kanada, kurz Ceta, ist bereits fertig ausgehandelt. Und dieser Handelsvertrag enth&auml;lt genau jene Schiedsgerichte, die auf den breiten Widerstand in der Onlinekonsultation zu TTIP getroffen sind. Nimmt die EU die Bedenken der B&uuml;rger ernst, m&uuml;sste sie Ceta eigentlich nachverhandeln. Darauf dr&auml;ngt auch die Bundesregierung die EU.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article136341985\/TTIP-Massenproteste-stuerzen-EU-in-Erklaerungsnot.html\">Die Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ist uns tats&auml;chlich etwas entgangen: Eine erneute Kehrtwende Sigmar Gabriels? Warum man auf die Investitionsschutzklauseln nicht verzichten kann, ist absolut unverst&auml;ndlich. Der Pr&auml;zedenzfall ist doch schon l&auml;ngst da: der Handelsvertrag der USA mit Australien.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>NSU-Prozess: Karlsruhe glaubt an die bequemste Version<\/strong><br>\nOpferanwalt Alexander Hoffmann &uuml;ber die Polizeifehler beim Bombenanschlag in der K&ouml;lner Keupstra&szlig;e, die fatale Rolle von Ex-Innenminister Otto Schily (SPD) bei den Ermittlungen und die politischen Ziele der Bundesanwaltschaft: &ldquo;&hellip; Die Bundesanwaltschaft hat sich sehr fr&uuml;h auf die bequemste Konstruktion festgelegt: dass der NSU aus drei Personen und wenigen Unterst&uuml;tzern bestand. So steht es in der Anklage, und die Bundesanwaltschaft versucht, alles abzuwehren, was dieser These widerspricht. Offenkundig mit dem politischen Ziel, nach dem Prozess sagen zu k&ouml;nnen: Jetzt ist die Aufarbeitung des NSU abgeschlossen, weitere Ermittlungen und Strafverfahren sind nicht n&ouml;tig. Das kritisieren wir scharf. Denn es ist ja in den letzten Monaten deutlich geworden, dass es keineswegs drei Personen waren, die isoliert von der sie umgebenden Naziszene agiert haben.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2015%2F01%2F12%2Fa0040&amp;cHash=a367f9a02cc6ce66c6d9b1a9c030d696\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die gro&szlig;e Verweigerung &ndash; &Uuml;ber die umweltpolitische Passivit&auml;t der Juncker-Kommission<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Kommission hat das alleinige Initiativrecht f&uuml;r die Gesetzgebung der EU. Dies sollte urspr&uuml;nglich den Integrationsprozess beschleunigen. Man erwartete vom Rat eher Hemmungen, und das Europ&auml;ische Parlament trat erst sp&auml;ter hinzu. Die Kommission hat ihr Ansto&szlig;monopol lange Zeit aktiv wahrgenommen. Im Bereich der Umweltpolitik z&auml;hlen zu den Pionierleistungen das Naturschutznetz Natura 2000, technische Anforderungen an industrielle Produktion, die Wiederverwertung von Abf&auml;llen, die Umweltvertr&auml;glichkeitspr&uuml;fung bei gr&ouml;&szlig;eren Projekten und Pl&auml;nen, freier Zugang zu Umweltinformationen, B&uuml;rgerbeteiligung und Verbandsklage.<br>\nDie Juncker-Kommission scheint das Initiativmonopol im Umweltsektor dagegen als Recht zur Initiativverweigerung zu verstehen. Diesen Eindruck vermittelt das Arbeitsprogramm, das die Kommission am 16.&nbsp;Dezember 2014 dem Europ&auml;ischen Parlament vorlegte. Drei Facetten hat diese Politik: &ldquo;Refit&rdquo; alter Rechtsakte, Aufgabe laufender Vorschl&auml;ge und Verzicht auf neue Rechtsakte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2015%2F01%2F13%2Fa0090&amp;cHash=ed7aebc631cc0b4f5b46ba95b251ff55\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Europas Abkehr von der Vernunft<\/strong><br>\nDie USA zeigen endlich Anzeichen der Erholung von jener Krise, die zum Ende der Pr&auml;sidentschaft von George W. Bush ausgebrochen war, als der Beinahe-Zusammenbruch ihres Finanzsystems die Welt ersch&uuml;tterte. Aber es ist keine starke Erholung; bestenfalls verbreitert sich die Kluft zwischen jenem Punkt, an dem die Konjunktur stehen k&ouml;nnte, und dem, an dem sie heute steht, nicht weiter. Falls sie sich schlie&szlig;t, so tut sie dies sehr langsam; der von der Krise angerichtete Schaden scheint ein langfristiger zu sein. Andererseits k&ouml;nnte die Lage schlimmer sein. Auf der anderen Seite des Atlantiks gibt es kaum Anzeichen selbst f&uuml;r einen so bescheidenen Aufschwung wie in den USA: Die Kluft zwischen dem Punkt, an dem Europa steht, und jenem, an dem es ohne die Krise stehen w&uuml;rde, weitet sich aus.<br>\nIn den meisten L&auml;ndern der Europ&auml;ischen Union liegt das BIP pro Kopf unter seinem Stand vor der Krise. Ein verlorenes halbes Jahrzehnt verwandelt sich in raschem Tempo in ein ganzes. Jenseits der kalten Statistik werden angesichts der Jahr um Jahr fortdauernden Stagnation &ndash; und mancherorts Depression &ndash; Leben ruiniert, platzen Tr&auml;ume, und zerfallen Familien (oder werden gar nicht erst gegr&uuml;ndet). Aber Europa ist kein Opfer. Es stimmt, dass Amerika seine Wirtschaft heruntergewirtschaftet hat; aber die USA haben es nicht durch irgendwelche Tricks geschafft, Europa die Hauptlast der globalen Konsequenzen aufzuladen. Die Malaise der EU ist selbstverschuldet; sie ist bedingt durch eine beispiellose Folge schlechter wirtschaftlicher Entscheidungen, die mit der Schaffung des Euro begann. Der Euro sollte Europa einen, hat es jedoch letztlich gespalten, und da der politische Wille fehlt, jene Institutionen zu schaffen, mit denen eine Einheitsw&auml;hrung funktionieren k&ouml;nnte, wird der Schaden auch nicht behoben. &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/european-union-austerity-backlash-by-joseph-e--stiglitz-2015-01\/german\">Project Syndicate<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Charlie Hebdo: Alles ist vergeben&hellip;.<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150114_hdt_01.jpg\" alt=\"\" title=\"\">\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Das Letzte: Der Fake von Paris<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150114_hdt_02.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/spiegelkabinett-blog.blogspot.de\/2015\/01\/der-fake-von-paris.html\">Spiegelkabinett<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ich hatte <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24548\">ja schon geschrieben<\/a> &bdquo;Die Bilder der untergehakten Staatsm&auml;nner und &ndash;frauen waren nat&uuml;rlich als perfekte Inszenierung geplant und gedacht.&ldquo; Ich kann zwar nachvollziehen, dass man aus Sicherheitsgr&uuml;nden die Staatsm&auml;nner und &ndash;frauen nicht einfach so durch die Stra&szlig;en von Paris marschieren lassen konnte. Aber wer sich diese Inszenierung ausgedacht hat, muss ziemlich schwachsinnig sein. Einfacher kann man die dort Angetretenen nicht l&auml;cherlich machen und als Lakaien in einer Polit-Inszenierung verspotten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (OP\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-24556","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24556","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=24556"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24556\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":24567,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24556\/revisions\/24567"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=24556"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=24556"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=24556"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}