{"id":24568,"date":"2015-01-14T12:57:22","date_gmt":"2015-01-14T11:57:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24568"},"modified":"2015-01-21T09:16:26","modified_gmt":"2015-01-21T08:16:26","slug":"dass-man-auf-die-wahl-des-wortes-luegenpresse-zum-unwort-des-jahres-stolz-sein-kann-begreife-ich-nicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24568","title":{"rendered":"Dass man auf die Wahl des Wortes \u201eL\u00fcgenpresse\u201c zum Unwort des Jahres stolz sein kann, begreife ich nicht."},"content":{"rendered":"<p>Mit seinem <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24552\">Votum und seinem engagierten Pl&auml;doyer<\/a> f&uuml;r diese Entscheidung f&uuml;gt sich der hoch gesch&auml;tzte Stephan Hebel nach meiner Einsch&auml;tzung in die angelaufene Kampagne gegen die Kritiker der Medien ein. Das ist bedauerlich, zumal im letzten Jahr zum ersten Mal die berechtigte Kritik an der Meinungsmache und an den vielen und politisch folgenschweren Kampagnen der Medien einen Durchbruch erzielte. Dieser Erfolg und damit auch der Erfolg der Arbeit vieler NachDenkSeiten-Leserinnen und Leser wird gef&auml;hrdet, wenn die Gegenkampagne erfolgreich sein wird. Das ist der Grund, warum ich mich zu Wort melde, auch wenn es unseren Leserinnen und Lesern vermutlich l&auml;stig wird, wenn sie von Tag zu Tag auf den NachDenkSeiten neue Dispute erleben. Es h&auml;tte &uuml;brigens passende Alternativen f&uuml;r die Auswahl des Unwortes gegeben: Putin-Versteher zum Beispiel. Oder: Maidan, ein Wort das m&ouml;glicherweise kriegsentscheidend missbraucht worden ist. Oder: &bdquo;Die schwarze 0&ldquo;. Angesichts der verlotterten Infrastruktur eine Lachnummer der besonderen Art. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_9892\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-24568-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/150120_Unwort_des_Jahres_2_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/150120_Unwort_des_Jahres_2_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/150120_Unwort_des_Jahres_2_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/150120_Unwort_des_Jahres_2_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=24568-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/150120_Unwort_des_Jahres_2_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"150120_Unwort_des_Jahres_2_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Die Jury hat sich f&uuml;r &bdquo;L&uuml;genpresse&ldquo; entschieden. Diese Wahl lenkt ab von wesentlichen Problemen und lenkt hin auf Nebens&auml;chlichkeiten, vor allem hin zu den Anliegen der Medien selbst. Dass der als fortschrittlich geltende Stephan Hebel an dieser &bdquo;populistischen&ldquo; &ndash; dieses Wort verwende ich selten, hier passt es &ndash; Entscheidung ma&szlig;geblich mitgewirkt hat, ohne zu sehen, wie diese Entscheidung in die Kampagne der meinungsf&uuml;hrenden und gro&szlig;en Medien eingepasst und instrumentalisiert wird, irritiert mich. <\/p><p><strong>Erstaunliche Fortschritte der Medienkritik im vergangenen Jahr<\/strong><\/p><p>Im Jahr 2014 ist erstaunlich viel Medienkritisches passiert. In Stichworten:<\/p><ul>\n<li>Als im Umfeld der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz zu Anfang des Jahres der Bundespr&auml;sident, Bundesau&szlig;enminister Steinmeier und Verteidigungsministerin von der Leyen einvernehmlich und wahrscheinlich abgesprochen f&uuml;r &bdquo;mehr Verantwortung&ldquo; und auch f&uuml;r mehr Beteiligung an milit&auml;rischen Interventionen warben, haben sie einen erstaunlich starken Gegenwind erlebt.<\/li>\n<li>Jene Medien, die mehrheitlich im vergangenen Jahr f&uuml;r H&auml;rte gegen&uuml;ber Russland eintraten, stie&szlig;en auf breite Skepsis bei der Mehrheit der Menschen.<\/li>\n<li>Im Februar und M&auml;rz hat Uwe Kr&uuml;ger die Ergebnisse seiner Recherchen zur Einbindung f&uuml;hrender Journalisten in atlantische, NATO- und US-Einrichtungen und PR-Organisationen ver&ouml;ffentlicht. Vielen Menschen gingen die Augen auf, weil sie die Artikel und Kommentare von f&uuml;hrenden K&ouml;pfen der Publizistik, von Joffe (Zeit), Kornelius (S&uuml;ddeutsche Zeitung), Frankenberger (FAZ) und einigen anderen mehr endlich besser einordnen konnten.<\/li>\n<li>Die NachDenkSeiten haben dazu ausf&uuml;hrlich publiziert. Siehe zum Beispiel <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21214\">hier<\/a>, dort auch Links auf vorherige Berichte)<\/li>\n<li>Das ZDF\/Die Anstalt machte die Informationen einem weiteren Kreis <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=eY6-KsduC2U\">zug&auml;nglich<\/a> und gewann auch noch eine juristische Auseinandersetzung zum Thema mit Herrn Joffe (Die Zeit).<\/li>\n<li>Im letzten Jahr wurde auch sichtbar, wie verlogen die mindestens zehn Jahre dauernde Kampagne f&uuml;r die Riester-Rente wegen ihrer angeblichen Rentabilit&auml;t war. Diese Behauptungen erwiesen sich als eine glatte L&uuml;ge. Die NachDenkSeiten weisen seit Beginn der Arbeit im Jahre 2004 darauf hin. In meinem 2004 erschienenen Buch &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=23\">Die Reforml&uuml;ge<\/a>&ldquo; und <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=22\">hier<\/a> geschah das sowieso.<\/li>\n<\/ul><p>Im Jahr 2014 zeichnete sich der Durchbruch ab. Gerade jene Medien, die Wortf&uuml;hrer der vielen strategisch geplanten Kampagnen sind, waren unsicher geworden, weil ihre Leser, H&ouml;rer und Zuschauer ihnen nicht mehr glaubten. Die Medien haben im Jahr 2014 ein Problem bekommen: das Glaubw&uuml;rdigkeitsproblem. <\/p><p>Die Arbeit einiger Medien wie der NachDenkSeiten und ihrer vielen Unterst&uuml;tzerinnen und Unterst&uuml;tzer schien endlich Fu&szlig; zu fassen und Ergebnisse zu zeitigen.<\/p><p><strong>Die Bunkermentalit&auml;t vieler Journalisten<\/strong><\/p><p>Mir fiel im letzten Jahr allerdings schon auf, dass auch Kolleginnen und Kollegen der Publizistik, die kritische NachDenkSeiten-Leserinnen und -Leser bis dahin zu Mitk&auml;mpfern auf dem Feld der Aufkl&auml;rung z&auml;hlen konnten, angesichts des Verlustes an Glaubw&uuml;rdigkeit pl&ouml;tzlich ein merkw&uuml;rdiges Gluckenbewusstsein entwickelten. Man k&ouml;nnte auch sagen: Wagenburgmentalit&auml;t, Bunkermentalit&auml;t. Sie solidarisierten sich de facto mit den Sorgen von Frau Mohn von Bertelsmann und von Frau Springer vom Springer-Konzern und all den anderen Kampagnenmachern, denen der Verlust der Glaubw&uuml;rdigkeit auch kommerzielle Probleme bereitete.<\/p><p>Die Jury zur Wahl des Unwortes des Jahres h&auml;tte den Kontext, in dem ihre Entscheidung steht, vielleicht genauer anschauen m&uuml;ssen. Zum Kontext geh&ouml;rt neben vielen anderen Produkten der Publizistik zum Beispiel <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/kommentar-zum-anschlag-auf-satiremagazin-charlie-hebdo-13358326.html\">dieser Beitrag<\/a> in der FAZ: <\/p><blockquote><p>\n<em><strong>Anschlag in Paris &ndash; Blut auf die M&uuml;hlen <\/strong><\/em><br>\n<em>In den westlichen Demokratien m&uuml;ssen die Extremisten und Volksverhetzer jeder Couleur von der Nachschubverbindung aus dem politisch gem&auml;&szlig;igten Lager abgeschnitten werden. Unb&auml;ndigen Hass auf die &bdquo;L&uuml;genpresse&ldquo; gibt es auch in Deutschland. 07.01.2015, von Berthold Kohler.<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Oder einen Essay des Medienwissenschaftlers Bernhard P&ouml;rksen im &bdquo;Spiegel&ldquo; von letzter Woche. Er betrachtet die aktuelle Medienkritik als irrational. Aus dem Essay zitiert Paul Schreyer in <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/43\/43836\/1.html\">diesem Artikel von gestern<\/a>.<\/p><p>Oder die schon wiedergegebene Abbildung auf der Titelseite der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom Sonntag mit einem M&ouml;rder von Paris und der Sprechblase &bdquo;L&uuml;genpresse&ldquo;.<\/p><p><strong>Wie l&auml;uft der Meinungsbildungsprozess bei den Menschen vermutlich ab, wenn sie lesen und h&ouml;ren, &bdquo;L&uuml;genpresse&ldquo; sei das Unwort des Jahres?<\/strong><\/p><p>Es bleibt zu begr&uuml;nden, warum die Entscheidung der Jury, &bdquo;L&uuml;genpresse&ldquo; zum Unwort des Jahres zu k&uuml;ren, Wasser auf die M&uuml;hlen der Gegner kritischer Medien und kritischer B&uuml;rgerrinnen und B&uuml;rger ist. <\/p><p>Bitte stellen Sie sich vor, wie der Meinungsbildungsprozess bei der gro&szlig;en Zahl der nicht sonderlich Informierten und auch bei Informierten abl&auml;uft, wenn sie h&ouml;ren oder lesen, dass eine gestandene und glaubw&uuml;rdige Jury in Darmstadt wie jedes Jahr das Unwort des Jahres verk&uuml;ndet und dieses Mal das Wort &bdquo;L&uuml;genpresse&ldquo; ausgew&auml;hlt hat. Was wird dann im Kopf der meisten und mit ihren Gef&uuml;hlen passieren, wenn sie nicht gerade zu PEGIDA-Anh&auml;ngern z&auml;hlen: Sie werden lernen, dass der Vorwurf an die Medien, sie w&uuml;rden nicht die Wahrheit sagen und schreiben, und stattdessen Kampagnen machen, zumindest in Zweifel zu ziehen ist. Wenn es anders w&auml;re, w&uuml;rde dieses angesehene Gremium das Wort &bdquo;L&uuml;genpresse&ldquo; ja nicht zum &bdquo;Unwort&ldquo; k&uuml;ren.<\/p><p>Dabei sollte man auch beachten, dass die meisten Menschen beispielsweise nicht wissen, dass &bdquo;L&uuml;genpresse&ldquo; schon von den Nazis gebraucht worden ist. Wenn Sie das jetzt beil&auml;ufig erfahren, dann wird ohne gro&szlig;e rationale Erw&auml;gung h&auml;ngen bleiben, dass man heute nicht davon ausgehen kann, dass dieses Etikett durch Fakten gedeckt ist. Die Medien l&uuml;gen doch nicht so sehr, bleibt h&auml;ngen.<\/p><p>In jedem Fall ist die Entscheidung der Jury eine Hilfe f&uuml;r alle jene, die sich gegen die Kritik an den Medien wehren. Wie kann man das &uuml;bersehen?<\/p><p>Eines sollte man auch noch beachten: mit der Auswahl eines der anderen auch nominierten Worte wie etwa &bdquo;Putinversteher&ldquo; w&auml;re die Jury auf Widerstand bei den Hauptmedien gesto&szlig;en. Mit ihrer Entscheidung f&uuml;r &bdquo;L&uuml;genpresse&ldquo; hat die Jury das gro&szlig;e publizistische Los gezogen. Seit gestern sind die Hauptmedien voll des Lobes. Wenn man st&auml;ndig gegen den Stachel l&ouml;ckt, dann wei&szlig; man, wie gut es tut, einmal zur Mehrheit zu geh&ouml;ren. Ich g&ouml;nne Stephan Hebel das Bad in der Menge, aber verstehen kann ich weder die Entscheidung der Jury noch sein Pl&auml;doyer in den NachDenkSeiten.<\/p><p><strong>Dass die Mehrheit der Menschen, die nicht zu den Oberen geh&ouml;ren, den Eindruck gewinnen, dass die Mehrheit der Medien die Unwahrheit sagen, ist nicht erstaunlich. Sie haben ein von den Nazis gepr&auml;gtes Wort zur Verk&uuml;ndung ihres Unmuts gebraucht. Das wird ihnen jetzt zum Stolperstein.<\/strong><\/p><p>Das Wort L&uuml;genpresse ist diskreditiert durch den Gebrauch durch die Nazis. Also d&uuml;rfen die Leute das nicht benutzen. Sie sind aber nicht so historisch gebildet und bewandert wie Stephan Hebel und Wolfgang Lieb zum Beispiel. Deshalb haben sie zun&auml;chst auch nicht gemerkt, dass sie einer historisch belasteten Parole hinterher laufen. <\/p><p><strong>Aber das kann uns doch nicht davon abhalten, die Frage zu stellen, ob ihr Aufschrei nicht einen sachlichen Hintergrund hat.<\/strong> Hier ein paar Belege daf&uuml;r:<\/p><ul>\n<li>Die Menschen h&ouml;ren, es gehe uns allen gut. Aber was ist, wenn sie schon die 100. Bewerbung um einen Arbeitsplatz geschrieben haben? Ohne Erfolg. Oder wenn sie in einem prek&auml;ren Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnis sind? Oder wenn sie als kleiner Gewerbetreibender k&auml;mpfen, auch mit staatlichen Einrichtungen k&auml;mpfen, und gleichzeitig sehen, wie die gro&szlig;en Wirtschaftsunternehmen und vor allem die Finanzwirtschaft von der Politik bedient werden.<\/li>\n<li>Die Menschen h&ouml;ren und lesen st&auml;ndig, zur jetzt installierten Politik g&auml;be es keine Alternative. Sie ahnen, dass das nicht stimmt. Sie ahnen, dass sie wie auch andere V&ouml;lker Europas auf diese Alternative angewiesen w&auml;ren. Und dennoch finden sie in den Medien keine Resonanz f&uuml;r diese Forderung nach offenem Nachdenken und nach entsprechendem Handeln. Was soll man dann als Reaktion erwarten au&szlig;er der Klage: die Medien verschweigen, die Medien sagen uns nicht die Wahrheit, sie l&uuml;gen?<\/li>\n<li>Die Menschen h&ouml;ren und lesen seit 1997, sie sollten privat vorsorgen, und daf&uuml;r werden sogar ihre Steuergelder verwandt, und jetzt entdecken sie, dass sie nur die Profite der Versicherungswirtschaft und der Banken vermehrt haben, aber nicht ihre Rente gesichert haben. &ndash; Was sollen sie da den Medien sagen? Ihr habt uns angelogen. Und wenn sie historisch nicht bewandert sind, dann sagen sie &bdquo;L&uuml;genpresse!&ldquo;<\/li>\n<li>Die Menschen h&ouml;ren, Export&uuml;bersch&uuml;sse sind gut. Wo sp&uuml;ren Sie das? Allenfalls in Landesteilen, wo die Exportwirtschaft in der Tat floriert und f&uuml;r Arbeitspl&auml;tze und gute Einkommen sorgt.<\/li>\n<li>Die &auml;lteren Menschen h&ouml;ren von der Mehrheit der Medien: die Russen sind Imperialisten, Putin muss weg, notfalls &uuml;ber Destabilisierung und milit&auml;rische Gewalt. Sie haben aber in ihrem Herzen noch vergraben: Nie wieder Krieg! Was sollen sie dann den Medien sagen? Ihr l&uuml;gt.<\/li>\n<li>Herr Sch&auml;uble und die Medien sagen einvernehmlich: Einwanderung ist wirtschaftlich notwendig und nutzt uns allen. &ndash; Sehr viele Menschen sp&uuml;ren aber die Konkurrenz der Zuwanderer auf ihrem Arbeitsmarkt, Herr Sch&auml;uble nicht und die f&uuml;hrenden Vertreter der Medien merken das auch nicht und machen deshalb weiter mit ihrer Propaganda. Was sollen die Menschen daraufhin sagen? L&uuml;genpack vielleicht.<\/li>\n<\/ul><p>Das ist insgesamt keine gute demokratische Form der Auseinandersetzung. Aber zu dieser unguten Art geh&ouml;ren beide Seiten. Dazu geh&ouml;rt auch die mangelnde Sensibilit&auml;t der Spitzenpolitiker und der Spitzenmedien. Sie haben keine Ahnung von der Lebenslage der Mehrheit der Menschen oder sie nehmen keine R&uuml;cksicht darauf, weil ihnen deren Lebenslage rundum egal ist.<\/p><p>Wetten, dass auch ein Teil unserer Leser, wenn sie die letzten Abs&auml;tze lesen, denken, ich sei ein Pegida-Versteher. So weit sind wir schon. Verst&auml;ndnis f&uuml;r die Lage der &bdquo;Kleinb&uuml;rger&ldquo; und &bdquo;Spie&szlig;b&uuml;rger&ldquo; ist schon dem gemeinsten Verdacht ausgesetzt.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anhang:<\/strong><br>\n<strong><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/150114_Luegenpresse_leserbriefe.pdf\">Mails zum Artikel von Stephan Hebel in den NachDenkSeiten [PDF &ndash; 94 KB]<\/a><\/strong><\/p><p><em>Vorbemerkung: Hier sind alle Mails wiedergegeben und hoffentlich keine &uuml;bersehen. Sie sind nicht zensiert. Die Autoren sind mit Initialen benannt. Schreibfehler sind nicht korrigiert. Die einzelnen Mails sind durch durchgezogene Linien getrennt. Ich mache mir nicht alle Aussagen zu eigen, selbstverst&auml;ndlich nicht. A.M.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit seinem <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24552\">Votum und seinem engagierten Pl&auml;doyer<\/a> f&uuml;r diese Entscheidung f&uuml;gt sich der hoch gesch&auml;tzte Stephan Hebel nach meiner Einsch&auml;tzung in die angelaufene Kampagne gegen die Kritiker der Medien ein. Das ist bedauerlich, zumal im letzten Jahr zum ersten Mal die berechtigte Kritik an der Meinungsmache und an den vielen und politisch folgenschweren Kampagnen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24568\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[105,107,123,41,183],"tags":[247,1544],"class_list":["post-24568","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aktuelles","category-audio-podcast","category-kampagnentarnworteneusprech","category-medienanalyse","category-medienkritik","tag-hebel-stephan","tag-kampagnenjournalismus"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24568","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=24568"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24568\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":24682,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24568\/revisions\/24682"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=24568"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=24568"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=24568"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}