{"id":24641,"date":"2015-01-19T08:44:42","date_gmt":"2015-01-19T07:44:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24641"},"modified":"2015-11-09T11:38:15","modified_gmt":"2015-11-09T10:38:15","slug":"hinweise-des-tages-2293","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24641","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24641#h01\">Wie die Politik die Attentate von Paris zu nutzen versucht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24641#h02\">Die K&ouml;nigin der Folter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24641#h03\">Neue Snowden-Dokumente: Die NSA r&uuml;stet zum Cyber-Feldzug<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24641#h04\">Anschlag von Paris<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24641#h05\">&bdquo;Satire ist nicht Wahrheit&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24641#h06\">Kriege, Kriegsverbrechen und Propaganda<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24641#h07\">Gemeinsamer Entschlie&szlig;ungsantrag des Europ&auml;ischen Parlaments zur Lage in der Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24641#h08\">Schweizer Franken und der Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24641#h09\">Joseph E. Stiglitz &ndash; Europas Abkehr von der Vernunft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24641#h10\">Ex-Verfassungsrichter gei&szlig;elt geplante TTIP-Schiedsgerichte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24641#h11\">Syriza ist Europas Chance<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24641#h12\">Bundesregierung l&ouml;st Notfall bei griechischen Banken aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24641#h13\">Bravo Deutschland: 1,5 Prozent Wachstum 2014 mit &uuml;ber 200 Milliarden Euro neuen Schulden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24641#h14\">TINA ist doof: 10 Wege f&uuml;r die EZB, Geld in Umlauf zu bringen ohne die Reichen noch reicher zu machen und die Armen den n&auml;chsten Crash ausbaden zu lassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24641v#h15\">Da capo: Im Gespr&auml;ch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24641#h16\">Fl&uuml;chtlinge\/Migranten in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24641#h17\">Die Hybris des Westens &ndash; Warum Matthias Platzeck recht hat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24641#h18\">Zu guter Letzt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24641&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wie die Politik die Attentate von Paris zu nutzen versucht<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Politiker planen Wiedereinf&uuml;hrung der Vorratsdatenspeicherung<\/strong><br>\nMerkel will EU-Kommission zur raschen Ausarbeitung einer neuen Richtlinie dr&auml;ngen<br>\nIn Frankreich konnte die zw&ouml;lfmonatige Vorratsdatenspeicherung, die es dort seit 2006 gibt, weder das Massaker an der Charlie-Hebdo-Redaktion noch die Morde an j&uuml;dischen Supermarktkunden und Polizeibeamten verhindern. Dank ihr wei&szlig; man jetzt lediglich, dass die fl&uuml;chtige Hayat B. im letzten Jahr etwa 500 Mal mit der Ehefrau des Attent&auml;ters Cherif Kouachi telefonierte. Inwieweit das wesentlich zu Wahrheitsfindung beitragen kann, ist offen. Aber weil beide Personen als Extremisten bekannt waren, hatte man dazu in jedem Fall nicht die Telefon- und Internetverbindungen der gesamte Bev&ouml;lkerung anlasslos &uuml;berwachen m&uuml;ssen.<br>\nTrotzdem treten deutsche Politiker nach den Anschl&auml;gen mit Forderungen nach einer Wiedereinf&uuml;hrung dieses vom Bundesverfassungsgerichten gestoppten Instruments an die &Ouml;ffentlichkeit: Der baden-w&uuml;rttembergische CDU-Abgeordnete Thomas Strobl (der bei einer Mitgliederbefragung zur Auswahl des Spitzenkandidaten f&uuml;r die Landtagswahl 2016 Ende letzten Jahres &uuml;berraschend dem relativ unbekannten Guido Wolf unterlag) sagte dem Spiegel in diesem Zusammenhang, &ldquo;jeder Tag ohne die Vorratsdatenspeicherung&rdquo; sei &ldquo;f&uuml;r die Sicherheit der B&uuml;rger ein verlorener Tag&rdquo;. Dabei geht es seinen Worten nach nicht um &ldquo;Total&uuml;berwachung&rdquo; oder &ldquo;Tempos&uuml;nder&rdquo; [sic], sondern um &ldquo;organisierte Kriminalit&auml;t, Kinderpornografie und Terrorismus&rdquo;.<br>\nIn den alten Vorratsdatenspeicherungsgesetzen hatten aber weder Deutschland noch &Ouml;sterreich die Verwendbarkeit der gespeicherten Daten auf diese Bereiche begrenzt. In der Praxis zeigte sich dann in der Alpenrepublik, dass von 354 Abfragen 2013 keine einzige zur Terrorismusbek&auml;mpfung erfolgte. Stattdessen ermittelten die Beh&ouml;rden damit wegen des Verdachts auf Diebstahl (113 F&auml;lle), Drogen (59 F&auml;lle), Raub (52 F&auml;lle), Stalking (43 F&auml;lle), Betrug (38 F&auml;lle) und Bedrohung (16 F&auml;lle).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/43\/43868\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p>Passend dazu: <strong>Anti-Terror-Kampf: De Maizi&egrave;re treibt Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung voran<\/strong><br>\nDie Regierung streitet &uuml;ber sch&auml;rfere Anti-Terror-Ma&szlig;nahmen. SPD-Justizminister Maas sieht keine Chance f&uuml;r die Vorratsdatenspeicherung. Doch CDU-Innenminister de Maizi&egrave;re arbeitet nach SPIEGEL-Informationen schon an einem neuen Gesetz. (&hellip;)<br>\nAuf Basis vorliegender Expertisen seines Hauses geht Minister Thomas de Maizi&egrave;re (CDU) offenbar davon aus, dass eine eingeschr&auml;nkte Variante der Vorratsdatenspeicherung vor Gericht Bestand h&auml;tte. Justizminister Heiko Maas (SPD) sieht dagegen gar keine Chance f&uuml;r ein solches Gesetz.<br>\nDer ehemalige Verfassungsgerichtspr&auml;sident Hans-J&uuml;rgen Papier empfiehlt, bei einer m&ouml;glichen Wiedereinf&uuml;hrung der Vorratsdatenspeicherung noch &uuml;ber die Vorgaben des Verfassungsgerichts hinauszugehen. Karlsruhe habe in seinem Urteil wesentliche Voraussetzungen f&uuml;r die vorsorgliche Erhebung von Verbindungsdaten genannt; diese seien aber als &ldquo;Mindestvorgaben&rdquo; zu verstehen, sagt Papier.<br>\nSo sollten &uuml;ber die Festlegungen des Urteils hinaus etwa &ldquo;Berufsgeheimnistr&auml;ger&rdquo; &ndash; wie Anw&auml;lte, &Auml;rzte, Geistliche und Journalisten &ndash; &ldquo;besonders gesch&uuml;tzt werden&rdquo;. Auch w&auml;re es besser, so Papier, &ldquo;deutlich&rdquo; unter der genannten Speicherdauer von sechs Monaten zu bleiben. Zudem sei ein Zugriff von Geheimdiensten auf diese Daten &ldquo;in aller Regel&rdquo; auszuschlie&szlig;en, weil diese weit im Vorfeld konkreter Gefahren t&auml;tig w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/thomas-de-maiziere-treibt-gesetz-zur-vorratsdatenspeicherung-voran-a-1013352.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> Bis auf den Bundesjustizminister ist kein klares &bdquo;Nein&ldquo; der SPD zu vernehmen &ndash; im Gegenteil: Das Spitzenpersonal in Bundestagsfraktion und Partei (Die Herren Oppermann und Gabriel aus Niedersachsen) m&ouml;chten die Vorratsdatenspeicherung nun auf europ&auml;ischer Ebene umgesetzt sehen; siehe dazu hier: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24593#h03\">Die Attentate von Paris als Vorwand f&uuml;r innere und &auml;u&szlig;ere Aufr&uuml;stung, b: SPD-Chef Gabriel offen f&uuml;r Vorratsdatenspeicherung<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Are All Terrorists Muslims? It&rsquo;s Not Even Close<\/strong><br>\nWhat percentage of terror attacks in the United States and Europe are committed by Muslims? Guess. Nope. Guess again. And again&hellip;<br>\n&ldquo;Not all Muslims are terrorists, but all terrorists are Muslims.&rdquo; How many times have you heard that one? Sure, we heard Fox News&rsquo;s Brian Kilmeade say it, but to me, that was simply part of the Fox News plan to make their viewers dumber, as we saw again this past weekend when its terrorism &ldquo;expert&rdquo; Steve Emerson was caught fabricating the story that Birmingham, England, is closed to non-Muslims. But more alarmingly, even some reasonable people have uttered this statement.<br>\nAnd that comment is often followed up by the question: Why don&rsquo;t we see Christian, Buddhist, or Jewish terrorists?<br>\nObviously, there are people who sincerely view themselves as Muslims who have committed horrible acts in the name of Islam. We Muslims can make the case that their actions are not based on any part of the faith but on their own political agenda. But they are Muslims, no denying that.<br>\nHowever, and this will probably shock many, so you might want to take a breath: Overwhelmingly, those who have committed terrorist attacks in the United States and Europe aren&rsquo;t Muslims. Let&rsquo;s give that a moment to sink in. (&hellip;)<br>\nSo here are some statistics for those interested. Let&rsquo;s start with Europe. Want to guess what percent of the terrorist attacks there were committed by Muslims over the past five years? Wrong. That is, unless you said less than 2 percent.<br>\nAs Europol, the European Union&rsquo;s law-enforcement agency, noted in its report released last year, the vast majority of terror attacks in Europe were perpetrated by separatist groups. For example, in 2013, there were 152 terror attacks in Europe. Only two of them were &ldquo;religiously motivated,&rdquo; while 84 were predicated upon ethno-nationalist or separatist beliefs. (&hellip;)<br>\nAnd as a 2014 study by University of North Carolina found, since the 9\/11 attacks, Muslim-linked terrorism has claimed the lives of 37 Americans. In that same time period, more than 190,000 Americans were murdered (PDF).<br>\nIn fact in 2013, it was actually more likely Americans would be killed by a toddler than a terrorist. In that year, three Americans were killed in the Boston Marathon bombing. How many people did toddlers kill in 2013? Five, all by accidentally shooting a gun.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.thedailybeast.com\/articles\/2015\/01\/14\/are-all-terrorists-muslims-it-s-not-even-close.html\">The Daily Beast<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers R.:<\/strong> Die o.g. Statistiken d&uuml;rften vielen nicht bekannt sein, sprechen sie doch eine sehr deutliche Sprache bez&uuml;glich der tats&auml;chlichen Bedrohung durch islamistischen Terrorismus, wenn man sie in Relation mit anderen Terroranschl&auml;gen setzt. Es zeigt sich, dass diese gezielte Verbreitung von Panik und Angst seit dem 11. September 2001 ein brillantes Mittel ist, um bestehende B&uuml;rgerrechte durch Errichtung einer umfangreichen &Uuml;berwachungsinfrakstruktur anhand eines simplen Feindbilds immer weiter auszuh&ouml;hlen (wohlgemerkt eine Infrastruktur, die diese Anschl&auml;ge nicht verhindern kann) und dar&uuml;ber hinaus den netten Nebeneffekt hat, von anderen unliebsamen Problemen ablenken zu k&ouml;nnen. Auf eine wirklich zielgerichtete Ursachenforschung, die politische Entscheidungen und soziale Faktoren untersucht, wartet man vergeblich.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Der Krieg soll immer weitergehen<\/strong><br>\nGruppenbezogene Menschenfeindlichkeit gegen Muslime und islamistischer Terror haben auch eine unterhaltungsindustrielle Vorgeschichte<br>\nWer von islamistischem Terror und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit gegen Araber oder Muslime spricht, darf vom Krieg nicht schweigen. Das islamfeindliche Kulturkampf-Paradigma der &ldquo;westlichen Welt&rdquo; reicht weit in das letzte Jahrhundert zur&uuml;ck und beruht in hohem Ma&szlig;e &ndash; nicht ausschlie&szlig;lich &ndash; auf Milit&auml;rdoktrinen zur Durchsetzung geostrategischer und &ouml;konomischer Interessen. Weitsichtige Initiativen zugunsten eines globalen Dialogs der Kulturen und Religionen sind auch deshalb stets im Sande verlaufen, weil sie der &ndash; massenkulturell gest&uuml;tzten &ndash; Apparatur des Krieges im Wege standen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/43\/43819\/1.html\">Peter B&uuml;rger auf Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>J&uuml;rgen Todenh&ouml;fer spricht &uuml;ber Interview mit IS-Mitglied<\/strong><br>\nPublizist J&uuml;rgen Todenh&ouml;fer war bei der Terror-Miliz Islamischer Staat und interviewte im Dezember den deutschen Dschihadisten Abu Qatadah (Christan Emde). Ein heikles Unterfangen f&uuml;r den ehemaligen Politiker, das in Deutschland auf Zustimmung st&ouml;&szlig;t, aber auch Kritik hervorruft. Im Interview verr&auml;t der ehemalige Politiker, wie es war, mit dem IS-Mitglied zu sprechen, weshalb sich Abu Qatadah radikalisierte und welche Gefahr vom IS f&uuml;r Deutschland ausgeht. (&hellip;)<br>\nWie lange vor Ihrer Reise und dem jetzt ver&ouml;ffentlichten Interview hatten Sie schon Kontakt zu Abu Qatadah?<br>\nIch habe &uuml;ber Monate stundenlange Gespr&auml;che gef&uuml;hrt &uuml;ber die Massaker und die ideologischen Vorstellungen des IS, &uuml;ber ihre Moral. Und ich wollte auch seine Motivation verstehen, warum er sich dem IS angeschlossen hat. Wir haben sehr kontrovers diskutiert. Irgendwann habe ich wegen eines Besuchs des Islamischen Staates nachgefragt und daf&uuml;r die Genehmigung bekommen. Ich erhielt eine ausf&uuml;hrliche Garantie des Kalifen, dass mir nichts geschehen werde. (&hellip;)<br>\nWie haben Sie das Interview mit ihm erlebt?<br>\nAbu Qatadah musste sich sehr konzentrieren. Ich habe ihm ganz konkrete Fragen gestellt. Er ist ihnen nicht ausgewichen. Er war sich bewusst, dass das Interview in der ganzen Welt ausgestrahlt und zuvor vom IS zensiert w&uuml;rde. Mir ging es darum, m&ouml;glichst viel von ihm zu erfahren und Informationen zu bekommen; nicht darum, meine Meinung zu &auml;u&szlig;ern. (&hellip;)<br>\nIm Video sagt der Dschihadist, dass auch Deutschland im Visier des IS ist. Hat er mit Ihnen dar&uuml;ber auch privat gesprochen?<br>\nAbu Qatadah h&auml;lt nicht die R&uuml;ckkehrer f&uuml;r die Hauptgefahr f&uuml;r die Deutschen. In den Augen des IS haben die es nicht geschafft. Mit den Syrien-R&uuml;ckkehrern befindet sich der IS meist im Konflikt. Allerdings schl&auml;gt er Anschl&auml;ge von R&uuml;ckkehrern nicht aus. Wie der Anschlag eines Franzosen in Belgien gezeigt hat. Aus den Gespr&auml;chen mit ihm habe ich geschlussfolgert, dass vor allem die IS-Sympathisanten eine Bedrohung sind, die sich gerade auf dem Absprung nach Syrien befinden und noch ein sogenanntes &ldquo;Ding drehen wollen&rdquo;. Das ist offenbar die gr&ouml;&szlig;ere potenzielle Gefahr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gmx.net\/magazine\/politik\/juergen-todenhoefer-spricht-interview-is-mitglied-30371242\">GMX<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> Wenn Todenh&ouml;fer mit seiner These &uuml;ber die R&uuml;ckkehrer richtig liegen sollte, k&ouml;nnten die medialen und politischen Reden &uuml;ber die Gefahr, die von diesen Personen ausgehe, auch einer Inszenierung mit dem Ziel eines permanenten, gesellschaftlichen Angstzustandes dienen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die K&ouml;nigin der Folter<\/strong><br>\nDer CIA-Folterreport &ndash; Teil 1<br>\nKaum mehr als vier Wochen nach seiner Publikation in den USA erscheint jetzt der offizielle Bericht des US-Senats zum Internierungs- und Verh&ouml;rprogramm der CIA jetzt auch in deutscher Sprache. Auch wenn der ver&ouml;ffentlichte CIA-Folterreport nur aus einem Bruchteil des gesamten Berichts mit zahlreichen Schw&auml;rzungen besteht, sind die mehr als 600 Seiten das vielleicht wichtigste Dokument des Jahres.<br>\nNicht weil die Dokumentation der grausamen Folterpraxis am Image der Vereinigten Staaten kratzt, das sich global betrachtet ohnehin auf historischem Tiefpunkt befindet, sondern weil seine Ver&ouml;ffentlichung zeigt, dass es in der selbst erkl&auml;rten Bastion der Menschenrechte und Demokratie tats&auml;chlich noch Menschen gibt, die diesen Anspruch ernst nehmen und eine wirksame demokratische Kontrolle geheimdienstlicher Operationen zumindest anmahnen. Wenn diese existiert, dann m&uuml;sste dieser Bericht Konsequenzen haben und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Wer diese au&szlig;er Bush, Cheney, Rumsfeld, Tenet et. al. konkret sind, l&auml;sst sich trotz der Schw&auml;rzungen entschl&uuml;sseln &ndash; und eine von ihnen ist die &ldquo;K&ouml;nigin der Folter.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/43\/43842\/1.html\">Mathias Br&ouml;ckers auf Telepolis<\/a>\n<p>passend dazu: <strong>Bericht aus der H&ouml;lle<\/strong><br>\nEin Tagebuch &uuml;ber Willk&uuml;r und Folter in Guantanamo<br>\nVor 13 Jahren wurde Mohamedou Ould Slahi von den Amerikanern verschleppt. Der Mauretanier war nach den Anschl&auml;gen auf das World Trade Center am 11. September 2001 ins Blickfeld der US-Ermittlungsbeh&ouml;rden geraten. Zwei Monate sp&auml;ter wurde er in seiner Heimat verhaftet und nach Guantanamo &uuml;berstellt.<br>\nDort ist er bis heute inhaftiert, obwohl ihm eine Zugeh&ouml;rigkeit zu Al Quaida und die Beteiligung am Terroranschlag gegen die USA nicht nachgewiesen werden konnten. Sein Gest&auml;ndnis wurde unter Folter erpresst: durch Schlafentzug, Dauerl&auml;rm, T&ouml;tungssimulationen und Todesdrohungen gegen seine Mutter.<br>\nW&auml;hrend seiner Haft hat er ein geheimes Tagebuch geschrieben. Es erscheint am 20. Januar gleichzeitig auf Englisch und auf Deutsch. ttt hat mit dem Herausgeber Larry Siems, Direktor des PEN American Center, einer Anw&auml;ltin Slahis und mit dessen Bruder geprochen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/wissen-kultur\/ttt\/sendung\/wdr\/guantanamo-180115-100.html\">ttt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Neue Snowden-Dokumente: Die NSA r&uuml;stet zum Cyber-Feldzug<\/strong><br>\nDie Geheimdienste betreiben nicht mehr nur &Uuml;berwachung und Spionage. Dokumente aus dem Fundus von Edward Snowden, die dem SPIEGEL vorliegen, zeigen: Sie wollen die Herrschaft im Internet und bereiten digitale Kriege vor.<br>\nNormalerweise m&uuml;ssen Praktikanten imposante Lebensl&auml;ufe vorlegen, ehrenamtliche Arbeit in Sozialprojekten macht sich immer gut. Bei &ldquo;Politerain&rdquo; verlangt die Ausschreibung andere Neigungen: &ldquo;Praktikanten gesucht, die Dinge kaputt machen wollen&rdquo;, hei&szlig;t es da.<br>\nAber Politerain ist auch nicht das Projekt einer konventionellen Firma, sondern des US-Geheimdienstes NSA. Oder genauer: das Projekt der NSA-Scharfsch&uuml;tzen, der Truppe f&uuml;r ma&szlig;geschneiderte Computereinbr&uuml;che mit Namen TAO (Tailored Access Operations). (&hellip;)<br>\nZum Ausforschen fremder Rechner, so wurden Bewerber weiter aufgekl&auml;rt, komme die &ldquo;Manipulation und Zerst&ouml;rung gegnerischer Computer&rdquo;. Mit dem Programm Passionatepolka beispielsweise soll man &ldquo;Netzwerkkarten schrotten&rdquo;. Programme wie Berserkr und Barnfire (&ldquo;Scheunenbrand&rdquo;) sollen Computer mit einer Hintert&uuml;r versehen oder zentrale Daten l&ouml;schen. Und TAO-Praktikanten sollten auch fremde Festplatten unbrauchbar machen. Ziel der Ausbildung sei es, &ldquo;zu lernen, wie ein Angreifer denkt&rdquo;.<br>\nDie Job-Ausschreibung ist schon acht Jahre alt, inzwischen ist die &ldquo;Denkweise eines Angreifers&rdquo; f&uuml;r die Datenj&auml;ger der NSA zum Leitbild geworden. Der Geheimdienst hat es nicht nur auf die totale &Uuml;berwachung der Kommunikation im Internet abgesehen. Die Digitalspione der sogenannten F&uuml;nf-Augen-Allianz aus USA, Gro&szlig;britannien, Kanada, Australien und Neuseeland wollen mehr.<br>\nSie planen Schlachten im Internet, um Computernetzwerke lahmlegen zu k&ouml;nnen &ndash; und damit potenziell alles, was die steuern: Strom- und Wasserversorgung, Fabriken, Flugh&auml;fen oder Zahlungsverkehr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/snowden-dokumente-wie-die-nsa-digitale-kriege-vorbereitet-a-1013521.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Anschlag von Paris<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wagenknecht kritisiert USA und Bundeswehr &ndash; &ldquo;Drohnenangriffe wie Pariser Anschl&auml;ge&rdquo;<\/strong><br>\nDie stellvertretende Linksfraktionschefin Sahra Wagenknecht hat die US-Drohnenangriffe in Afghanistan, Pakistan oder im Jemen mit den Terroranschl&auml;gen von Paris verglichen. &ldquo;Wenn eine vom Westen gesteuerte Drohne eine unschuldige arabische oder afghanische Familie ausl&ouml;scht, ist das ein genauso verabscheuensw&uuml;rdiges Verbrechen wie die Terroranschl&auml;ge von Paris, und es sollte uns mit der gleichen Betroffenheit und dem gleichen Entsetzen erf&uuml;llen&rdquo;, sagte sie der Nachrichtenagentur dpa. Man d&uuml;rfe da nicht mit zweierlei Ma&szlig; messen.<br>\nDurch die Drohnenangriffe seien schon &ldquo;Tausende Unschuldige ermordet&rdquo; worden, sagte Wagenknecht weiter. Sie erzeugten in den betroffenen L&auml;ndern Ohnmacht, Wut und Hass: &ldquo;Damit bereitet man den Boden f&uuml;r den Terror, den man offiziell bek&auml;mpfen will.&rdquo; Die Politikerin betonte, dieser Krieg werde auch von Deutschland aus gef&uuml;hrt. [&hellip;]<br>\nSPD-Fraktionschef Thomas Oppermann kritisierte Wagenknechts &Auml;u&szlig;erungen scharf: Den Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan mit dem Terror-Angriff von Paris zu vergleichen sei &ldquo;eine uns&auml;gliche Entgleisung und Beleidigung f&uuml;r alle deutschen Soldaten&rdquo;. Die Linkspartei scheine jegliche au&szlig;enpolitische Orientierung verloren zu haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/wagenknecht-101.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.H.:<\/strong> Die Reaktion von Oppermann l&ouml;st in mir Angst aus. Wie, so frage ich mich, soll auf dieser analytischen Grundlage Frieden und Sicherheit erreichbar sein?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung CR:<\/strong> Ist das von Herrn Oppermann eine Art &bdquo;Pawlowscher Reflex&ldquo;? Nahezu jedes Mal, wenn exponiertes Personal der Partei &bdquo;Die Linke&ldquo; zu einem ganz aktuellen Thema Stellung bezieht, &auml;u&szlig;ert sich der derzeitige Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion theatralisch mit harten Worten. Muss das denn sein? Sein &bdquo;Lehrmeister&ldquo; Gerhard Schr&ouml;der konnte in Landtagsfraktions-Sitzungen &ndash; auch Kabinettsmitgliedern &ndash; empfehlen, gelegentlich einfach Mal den Mund zu halten. W&uuml;nschenswert ist es, auch Herr Oppermann w&uuml;rde sich dieser Empfehlung besinnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Netanjahu in der ersten Reihe winkend<\/strong><br>\n[&hellip;] Und wer marschierte in der ersten Reihe, freudestrahlend wie ein Sieger? Unser eigener und einziger Bibi.<br>\nWie kam er dahin? Die Tatsachen kamen innerhalb Rekordzeit ans Licht. Es scheint, als w&auml;re er gar nicht eingeladen gewesen. Im Gegenteil. Pr&auml;sident Hollande flehte ihn an, bitte, bitte nicht zu kommen. Die Demo w&uuml;rde sonst zu einer Solidarit&auml;ts-Schau mit den Juden, anstelle eines &ouml;ffentlichen Aufschreis f&uuml;r die Pressefreiheit und andere &ldquo;republikanische Werte&rdquo;. Netanjahu kam trotzdem mit zwei andern extrem rechten Ministern im Schlepptau.<br>\nIn der zweiten Reihe platziert, tat er, was Israelis tun: Er schob einen schwarzafrikanischen Pr&auml;sidenten vor ihm zur Seite und platzierte sich in die vorderste Reihe. Als er dort war, winkte er den Leuten auf den Balkonen der Stra&szlig;e entlang zu. Er strahlte wie ein r&ouml;mischer General bei einer triumphalen Parade. Man kann die Gef&uuml;hle von Hollande und den andern Staatoberh&auml;uptern nur erraten, die &ndash; bei dieser Darstellung von Chutzpeh &ndash; entsprechend feierlich und trauernd auszusehen versuchten.<br>\nNetanjahu ging als Teil seiner Wahlkampagne nach Paris. Als Veteran solcher Kampagnen wusste er, dass drei Tage in Paris mit Synagogen-Besuchen und stolze j&uuml;dische Reden haltend mehr wert waren, als drei Wochen zu Hause schmutzige Wahlpropaganda f&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/43\/43884\/1.html\">Uri Avnery auf Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> Das Politiker-Foto war inszeniert, wie sp&auml;ter bekannt geworden ist: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/charlie-hebdo-marsch-durch-paris-mit-staatschefs-auf-einsamer-strasse-a-1012649.html\">Trauermarsch in Paris: Fotos von Spitzenpolitikern in abgesperrter Stra&szlig;e aufgenommen<\/a>. Die Politiker trauen sich also doch nicht unters Volk.<br>\nDie Teilnahme von so manchem Politiker &ndash; nicht lediglich Nethanjahu &ndash; an diesem Trauermarsch hat die Solidarit&auml;t mit den Opfern &ndash; &auml;hnlich wie zahlreiche Entscheidungen in Deutschland unter Kohl und Schr&ouml;der den Reformbegriff pervertiert haben &ndash; in ihr Gegenteil verkehrt; einige Beispiele in Frageform: Wo bleibt die Solidarit&auml;t mit den (zahlreicheren) Opfern von Drohnenangriffen? Warum solidarisieren sich Politiker und Volk nicht mit den Fl&uuml;chtlingsopfern, die im Mittelmeer ertrinken?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&bdquo;Satire ist nicht Wahrheit&ldquo;<\/strong><br>\nVielen gilt die Sendung &bdquo;Die Anstalt&ldquo; als vertrauensw&uuml;rdiger als die Tagesschau. Ein Gespr&auml;ch mit den Machern Max Uthoff, Claus von Wagner und Dietrich Krau&szlig; &uuml;ber Charlie Hebdo, Fanatiker und Gegen&ouml;ffentlichkeit. (&hellip;)<br>\nW&auml;re es nicht Zeit f&uuml;r eine Anstalt-Folge zum Thema religi&ouml;ser Fundamentalismus?<br>\nKrau&szlig;: Wir sitzen ja gerade an der n&auml;chsten Sendung. Und im Moment ist das ja das Thema, das quasi auf der Stra&szlig;e liegt. Es ist dann immer die Herausforderung, ob man es schafft, sich da so schnell hineinzuarbeiten, dass man auch etwas Vern&uuml;nftiges dar&uuml;ber sagen kann.<br>\nUthoff: Nat&uuml;rlich ist es ein Thema, mit dem man sich besch&auml;ftigt. Ob es gleich eine ganze Sendung wird, wissen wir nicht. Man sollte aber daran erinnern, dass es auch nicht ganz einfach ist, das Thema Katholizismus im deutschen Fernsehen zu behandeln. Ist ja nicht so, dass da alles durchgewunken wird.<br>\nVon Wagner: Das f&auml;ngt ja schon an, wenn man versucht, ein satirisches Krippenspiel zu machen.<br>\nIn den USA haben Umfragen ergeben, dass sich das Publikum mittlerweile besser durch Satiresendungen wie die &bdquo;Daily Show&ldquo; informiert f&uuml;hlt als durch klassische Fernsehnachrichten. Glauben Sie, dass so eine Entwicklung auch in Deutschland m&ouml;glich ist?<br>\nKrau&szlig;: Das eine kann das andere nur schwer ersetzen. Denn die Kriterien f&uuml;r gute Satire sind andere als f&uuml;r guten Journalismus. Satire ist immer ungerecht, einseitig und zugespitzt. Das ist aber genau das, was guter Journalismus bestenfalls in einem Kommentar tun sollte. Deshalb w&uuml;rde ich so eine Entwicklung gar nicht guthei&szlig;en.<br>\nVon Wagner: Wir brauchen ja den professionellen Journalismus, um unsere Arbeit &uuml;berhaupt machen zu k&ouml;nnen.<br>\nUthoff: Ich halte das auch nicht f&uuml;r eine gute Entwicklung, schon allein wegen der Verantwortung. Ich m&ouml;chte nicht, dass das, was wir in der Sendung machen, quasi zur Handlungsanleitung f&uuml;r irgendwelche Leute wird. Es ist ein zus&auml;tzliches Angebot, es soll Spa&szlig; machen, es soll intelligent unterhalten. Aber ich bin nicht dazu da, guten Journalismus zu ersetzen. H&ouml;chstens schlechten. (&hellip;)<br>\nNoch einmal allgemein gefragt: Was ist die Aufgabe von Satire?<br>\nVon Wagner: Die Welt besser machen.<br>\nUthoff: Das ist wieder so typisch Herr von Wagner! Dieser Idealismus, der da durchbricht. Das muss am Alter liegen. Noch ein paar Jahre Rotwein-Konsum und er wird sich damit abfinden, dass Satire einfach nur eine gro&szlig;artige M&ouml;glichkeit ist, die eigene Weltsicht darzubieten. Wenn man das unterhaltsam genug macht, funktioniert das vielleicht sogar.<br>\nVon Wagner: Ja, ich wei&szlig;: Satire ist nicht Wahrheit. Sie ist ein Beitrag zum Diskurs. Aber es ist so wichtig, dass es sie gibt, um Denkanst&ouml;&szlig;e zu haben<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/medien\/-die-anstalt---satire-ist-nicht-wahrheit-,1473342,29577632.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Kriege, Kriegsverbrechen und Propaganda<\/strong><br>\n&ldquo;Unsere Kultur, unsere Demokratie steht gegen Unfrieden, Hass und todbringende Gewalt&rdquo;, fr&ouml;mmelte der Bundespr&auml;sident in seiner Weihnachtsansprache. W&auml;hrenddessen begl&uuml;ckw&uuml;nschte sich die NATO f&uuml;r die besonders erfolgreiche ISAF-Mission in Afghanistan selbst. Todbringende Gewalt, auch das wei&szlig; Gauck, muss man bek&auml;mpfen: &ldquo;Und in diesem Kampf f&uuml;r Menschenrechte oder f&uuml;r das &Uuml;berleben unschuldiger Menschen ist es manchmal erforderlich, auch zu den Waffen zu greifen.&rdquo; Und zu den Waffen greift die westliche Wertgemeinschaft schnell und gerne. Millionen Tote und unz&auml;hlige Verst&uuml;mmelte hinterl&auml;sst der &ldquo;Kampf f&uuml;r Menschenrechte&rdquo;. Die Artikelserie zum Terrorismus der westlichen Welt wirft einen Blick auf die Realit&auml;ten der Kriege und &ldquo;Interventionen&rdquo;, die meist hinter einem medialen Schleier des Anscheins des sauberen und gerechten Krieges verschwinden.<br>\nAmerikaner und Europ&auml;er einen die &ldquo;gemeinsamen humanistisch-universalistischen, normativen Orientierungen und Ziele&rdquo;. Die transatlantische Wertegemeinschaft steht f&uuml;r Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und vor allem f&uuml;r die Einhaltung der Menschenrechte. Diese h&ouml;heren Werte werden bei jedem neuen Konflikt, als das zu verteidigende Banner vor sich her getragen. Und w&auml;hrend Politik und Medien genau dieses Bild aufrechterhalten, vernichtete und vernichtet die westliche Wertegemeinschaft, jenseits der medialen Aufmerksamkeit, Millionen Menschenleben. &ldquo;Freiheit&rdquo; und Wohlstand der westlichen Welt werden mit dem Tod von &ldquo;Unpersonen&rdquo; erkauft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/43\/43771\/1.html\">Sascha Pommrenke auf Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Gemeinsamer Entschlie&szlig;ungsantrag des Europ&auml;ischen Parlaments zur Lage in der Ukraine<\/strong><br>\nDas Europ&auml;ische Parlament, [&hellip;]<br>\n1.  bekundet der Ukraine und der ukrainischen Bev&ouml;lkerung seine uneingeschr&auml;nkte Solidarit&auml;t; bekr&auml;ftigt erneut, dass es sich nach wie vor f&uuml;r die Unabh&auml;ngigkeit, die Souver&auml;nit&auml;t, die territoriale Integrit&auml;t, die Unverletzlichkeit der Grenzen und die Entscheidung der Ukraine f&uuml;r Europa einsetzt; [&hellip;]<br>\n3.  begr&uuml;&szlig;t, dass die Parlamentswahl vom 26. Oktober 2014 und die anschlie&szlig;ende Konstituierung der neuen Werchowna Rada trotz der schwierigen Sicherheitslage und politischen Umst&auml;nde positiv bewertet wurden; begr&uuml;&szlig;t die eindeutigen politischen Zusagen von Pr&auml;sident Poroschenko, Ministerpr&auml;sident Jazenjuk und Parlamentssprecher Hrojsman zur Zusammenarbeit und zur F&ouml;rderung des strikten Reformprozesses; legt der neuen Regierung und dem Parlament der Ukraine deutlich nahe, die dringend ben&ouml;tigten politischen und sozio&ouml;konomischen Reformen unverz&uuml;glich zu verabschieden und umzusetzen, um einen demokratischen und wohlhabenden Rechtsstaat aufzubauen; [&hellip;]<br>\n5.  verurteilt Russlands aggressive Expansionspolitik auf das Sch&auml;rfste, die die Einheit und Unabh&auml;ngigkeit der Ukraine bedroht und auch f&uuml;r die EU eine potenzielle Bedrohung ist und zu der die rechtswidrige Annexion der Krim und der nicht erkl&auml;rte hybride Krieg gegen die Ukraine sowie der Nachrichtenkrieg z&auml;hlen, in dem Elemente der elektronischen Kriegf&uuml;hrung im Internet und anderen elektronischen Netzen, der Einsatz legaler und illegaler Streitkr&auml;fte, Propaganda, wirtschaftlicher Druck, energiepolitische Erpressung, Diplomatie und politische Destabilisierung gemischt werden; hebt hervor, dass diese Handlungen Verst&ouml;&szlig;e gegen das V&ouml;lkerrecht und eine ernsthafte Herausforderung f&uuml;r die europ&auml;ische Sicherheitslage darstellen; hebt hervor, dass es keinerlei Begr&uuml;ndung f&uuml;r den Einsatz milit&auml;rischer Gewalt in Europa unter Berufung auf vermeintliche historische und sicherheitspolitische Gr&uuml;nde oder zum Schutz sogenannter Landsleute im Ausland gibt; fordert Moskau auf, die Lage nicht weiter eskalieren zu lassen, umgehend den Zustrom von Waffen, S&ouml;ldnern und Truppen zur Unterst&uuml;tzung der Separatistenmilizen zu stoppen und seinen Einfluss auf die Separatisten geltend zu machen, um sie zu einer Beteiligung an dem politischen Prozess zu bewegen;<br>\n6.  fordert insbesondere im Hinblick auf die bevorstehende Tagung des Rates im M&auml;rz 2015 die Beibehaltung der derzeitigen EU-Sanktionen, solange Russland seine Verpflichtungen aus den Vereinbarungen von Minsk nicht vollst&auml;ndig einh&auml;lt und umsetzt, und fordert die Kommission nachdr&uuml;cklich auf, f&uuml;r mehr Solidarit&auml;t unter den Mitgliedstaaten zu sorgen, sollte die Krise mit Russland andauern; betont, dass eine Reihe klarer Vorgaben beschlossen werden m&uuml;ssen, von deren Einhaltung die Verh&auml;ngung neuer restriktiver Ma&szlig;nahmen gegen Russland oder die Aufhebung der bereits verh&auml;ngten Sanktionen abh&auml;ngig gemacht werden k&ouml;nnte, wobei zu diesen Vorgaben die Einhaltung des Waffenstillstands, der bedingungslose R&uuml;ckzug aller russischen Streitkr&auml;fte und der von Russland unterst&uuml;tzten illegalen bewaffneten Gruppen und S&ouml;ldner aus der Ukraine, der Austausch aller Gefangenen, zu denen auch Nadija Sawtschenko z&auml;hlt, und die Wiederherstellung der Kontrolle der Ukraine in ihrem gesamten Hoheitsgebiet einschlie&szlig;lich der Krim z&auml;hlen; fordert den Europ&auml;ischen Rat auf, weitere restriktive Ma&szlig;nahmen zu beschlie&szlig;en und deren Umfang auszuweiten, indem der Bereich der Nukleartechnik einbezogen und die M&ouml;glichkeiten russischer Unternehmen, internationale Finanztransaktionen abzuwickeln, eingeschr&auml;nkt werden, falls Russland weitere Ma&szlig;nahmen zur Destabilisierung der Ukraine trifft; stellt fest, dass die EU bereit sein muss, die Mitgliedstaaten, die auch eine Au&szlig;engrenze der EU haben, zu unterst&uuml;tzen und ihnen im gleichen Ma&szlig;e wie allen anderen Mitgliedstaaten Sicherheit zu gew&auml;hren;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.europarl.europa.eu\/sides\/getDoc.do?pubRef=-\/\/EP\/\/TEXT+MOTION+P8-RC-2015-0008+0+DOC+XML+V0\/\/DE\">Europ&auml;isches Parlament<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.G.:<\/strong> Dies der Antrag, der von den Konservativen, Liberalen, Gr&uuml;nen und auch den Sozialdemokraten angenommen wurde. Siehe im Vergleich den <a href=\"http:\/\/www.europarl.europa.eu\/sides\/getDoc.do?type=MOTION&amp;reference=B8-2015-0008&amp;language=DE\">Entschlie&szlig;ungsantrag der S&amp;D-Fraktion<\/a> und was sie sich haben abhandeln lassen.<br>\nInteressant auch der Punkt, den <a href=\"http:\/\/www.votewatch.eu\/blog\/far-left-and-nationalists-parliamentarians-fail-to-block-a-strong-eu-position-on-the-crisis-in-ukraine\/#sthash.99Zy5Mq6.dpuf\">Votewatch<\/a> hervorhebt:<br>\nThe main political groups disagreed on one point: the S&amp;D group (along with the far left) asked that further financial assistance to Ukraine be conditioned by a set of measures such as the dissolution of the paramilitary forces fighting on government&rsquo;s side and immediate democratic control over all security forces in the country. However, the EPP, ALDE and the Greens\/EFA found this approach inopportune in the current context and voted down the conditionality. Three Italian socialist MEPs defected from the group line on this matter and also voted against conditionality (click here to see how they voted).<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Schweizer Franken und der Euro<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die Schweiz kapituliert<\/strong><br>\nGestern hat die Schweizerische Nationalbank (SNB, das ist die Zentralbank der Schweiz) v&ouml;llig &uuml;berraschend die Bindung des Schweizer Franken an den Euro aufgegeben, die durch eine Kursobergrenze gekennzeichnet war. Die Bank lie&szlig; den Kurs des Franken bis gestern nicht &uuml;ber 1,20 CHF\/Euro steigen (was hei&szlig;t, dass der so ausgedr&uuml;ckte Kurs f&auml;llt, man zahlt weniger Franken f&uuml;r einen Euro) und intervenierte mehr als drei Jahre lang systematisch am Devisenmarkt, um diese Grenze zu halten.<br>\nUnmittelbar nach der Entscheidung, die Interventionen einzustellen, schoss der Franken auf die Parit&auml;t mit dem Euro (also 1:1) und notierte zeitweise sogar deutlich dar&uuml;ber (d.h. f&uuml;r einen Schweizer Franken bekam man mehr als einen Euro). Das bedeutet eine Aufwertung der Schweizer W&auml;hrung und einen Verlust an Wettbewerbsf&auml;higkeit von 20 Prozent oder sogar mehr. Die Folgen f&uuml;r die Exportindustrie der Schweiz und die Branchen, die mit ausl&auml;ndischen Mitbewerbern konkurrieren, k&ouml;nnten dramatisch sein. In einem Umfeld, in dem die W&auml;hrungen wichtiger Handelspartner ohnehin zur Schw&auml;che neigen, ist nicht auszuschlie&szlig;en, dass die Aufwertung des CHF so weit geht, dass die SNB sich gezwungen sieht, erneut einzugreifen. Dann w&auml;re aber ihre Glaubw&uuml;rdigkeit viel geringer und der Markt k&ouml;nnte versucht sein, erneut zu testen, bis zu welchem Interventionsvolumen die Bank wohl die Nerven beh&auml;lt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/die-schweiz-kapituliert\/\">flassbeck-economics<\/a><\/li>\n<li><strong>Paul Krugman: Francs, Fear and Folly  &ndash;  Franken, Furcht und Fehler<\/strong><br>\nAh, die Schweiz, ber&uuml;hmt ob ihrer Kuckucksuhren und ihrer soliden Geldpolitik. Andere L&auml;nder m&ouml;gen mit extremer Wirtschaftspolitik herumexperimentieren, doch bei der Schweiz gibt es keine &Uuml;berraschungen.<br>\nBis es sie dann doch gibt. Am Donnerstag schockierte die Schweizerische Nationalbank, das &Auml;quivalent der Federal Reserve, die Finanzwelt gleich doppelt, als sie sowohl ihre Politik der Eurobindung des Franken aufgab als auch ihre Zinsrate f&uuml;r Bankreserven auf minus, ganz recht, auf minus 0,75 Prozent senkte. Ein Aufruhr an den M&auml;rkten war die Folge.<br>\nUnd man sollte einen Hauch von Furcht versp&uuml;ren, selbst wenn man vom Wert des Franken finanziell  nicht direkt betroffen ist. Denn die monet&auml;ren Anstrengungen der Schweiz zeigen im Kleinen, wie schwierig es ist, gegen den deflation&auml;ren Strudel anzuk&auml;mpfen, der gerade einen Gro&szlig;teil der Weltwirtschaft nach unten zieht.<br>\nDazu muss man wissen, dass die g&auml;ngigen Regeln der Wirtschaftspolitik sich mit dem Beginn der Finanzkrise im Jahr 2008 ge&auml;ndert haben; Wir kamen in eine seitenverkehrte Welt, und die haben wir immer noch nicht verlassen. Wirtschaftliche Tugenden verwandelten sich h&auml;ufig in Laster: Die Bereitschaft zum Sparen wurde zum Bremsklotz f&uuml;r Investitionen und haushaltspolitische Integrit&auml;t der Weg zu Stagnation. Und im Fall der Schweizer erwies sich der Ruf, sichere Banken und eine solide Geldpolitik zu haben, als Riesenbelastung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2015\/01\/16\/opinion\/paul-krugman-francs-fear-and-folly.html\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><strong>Wie das Schweiz-Szenario die AfD entzaubert<\/strong><br>\nIn der W&auml;hrungspolitik vertritt die Alternative f&uuml;r Deutschland (AfD) eine ganz spezielle Auffassung. &bdquo;Wir fordern die Wiedereinf&uuml;hrung nationaler W&auml;hrungen oder die Schaffung kleinerer und stabilerer W&auml;hrungsverb&uuml;nde. Die Wiedereinf&uuml;hrung der DM darf kein Tabu sein&ldquo;, hei&szlig;t es im Programm der Partei zur Bundestagswahl 2013. In den &bdquo;politischen Leitlinien&ldquo;, die sp&auml;ter verfasst wurden, wird der Euro-Austritt Deutschlands zwar nicht mehr ausdr&uuml;cklich erw&auml;hnt. Doch g&auml;nzlich von dieser Idee verabschiedet hat sich die AfD nie, wie man diese Woche vernehmen konnte.<br>\nEin Gutachten des Europ&auml;ischen Gerichtshofs (EuGH) zu den geplanten Staatsanleihek&auml;ufen der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) lieferte AfD-Chef Bernd Lucke einen willkommenen Anlass, den Traum von der R&uuml;ckkehr zur D-Mark neu zu tr&auml;umen. Der juristische Freibrief f&uuml;r Anleihek&auml;ufe der EZB zeige, dass der Euro keine Stabilit&auml;tsgemeinschaft sei und Deutschland daher problemlos zur D-Mark zur&uuml;ckkehren k&ouml;nne, forderte Lucke am Mittwoch.<br>\nNur so einfach, wie es sich Lucke vorstellt, d&uuml;rfte ein solcher massiver Schritt nicht vollzogen werden k&ouml;nnen. Im Gegenteil: Das Beispiel der Schweizerischen Notenbank (SNB), die am Donnerstag beschlossen hatte, nicht mehr am Mindestkurs von 1,20 Franken je Euro festzuhalten, offenbart schonungslos die gravierenden Konsequenzen, wenn ein Land einsame W&auml;hrungsentscheidungen trifft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/schweizer-franken-und-der-euro-wie-das-schweiz-szenario-die-afd-entzaubert-seite-all\/11241762-all.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Joseph E. Stiglitz &ndash; Europas Abkehr von der Vernunft<\/strong><br>\nDie USA zeigen endlich Anzeichen der Erholung von jener Krise, die zum Ende der Pr&auml;sidentschaft von George W. Bush ausgebrochen war, als der Beinahe-Zusammenbruch ihres Finanzsystems die Welt ersch&uuml;tterte. Aber es ist keine starke Erholung; bestenfalls verbreitert sich die Kluft zwischen jenem Punkt, an dem die Konjunktur stehen k&ouml;nnte, und dem, an dem sie heute steht, nicht weiter. Falls sie sich schlie&szlig;t, so tut sie dies sehr langsam; der von der Krise angerichtete Schaden scheint ein langfristiger zu sein.<br>\nAndererseits k&ouml;nnte die Lage schlimmer sein. Auf der anderen Seite des Atlantiks gibt es kaum Anzeichen selbst f&uuml;r einen so bescheidenen Aufschwung wie in den USA: Die Kluft zwischen dem Punkt, an dem Europa steht, und jenem, an dem es ohne die Krise stehen w&uuml;rde, weitet sich aus. In den meisten L&auml;ndern der Europ&auml;ischen Union liegt das BIP pro Kopf unter seinem Stand vor der Krise. Ein verlorenes halbes Jahrzehnt verwandelt sich in raschem Tempo in ein ganzes. Jenseits der kalten Statistik werden angesichts der Jahr um Jahr fortdauernden Stagnation &ndash; und mancherorts Depression &ndash; Leben ruiniert, platzen Tr&auml;ume, und zerfallen Familien (oder werden gar nicht erst gegr&uuml;ndet).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/european-union-austerity-backlash-by-joseph-e--stiglitz-2015-01\/german\">Project Syndicate<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Ex-Verfassungsrichter gei&szlig;elt geplante TTIP-Schiedsgerichte<\/strong>\n<ul>\n<li>Verfassungsrechtler Siegfried Bro&szlig; sieht in den privaten Schiedsgerichten der Freihandelsabkommen Ceta und TTIP einen Versto&szlig; gegen deutsches Verfassungs- und EU-Recht sowie einen Systembruch des V&ouml;lkerrechts.<\/li>\n<li>Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Regeln vor dem Bundesverfassungsgericht und dem Europ&auml;ischen Gerichtshof scheitern, sei sehr hoch.<\/li>\n<li>Bro&szlig; pl&auml;diert daf&uuml;r, staatliche Schiedsgerichte einzurichten, die es bisher so auf dieser Ebene nicht gibt. Die Abkommen m&uuml;ssten zudem nicht komplett scheitern, falls die strittigen Punkte nachverhandelt w&uuml;rden.<\/li>\n<li>Der Verfassungsrechtler hat im Auftrag der gewerkschaftsnahen Hans-B&ouml;ckler-Stiftung dazu eine Studie erstellt, die Anfang der Woche ver&ouml;ffentlicht wird.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/geplante-freihandelsabkommen-ex-verfassungsrichter-geisselt-geplante-ttip-schiedsgerichte-1.2310403\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p>\n<p>passend dazu: <strong>CDU-Sozialfl&uuml;gel lehnt TTIP-Schiedsgerichte ab<\/strong><br>\nDas geplante Handelsabkommen TTIP der EU mit den USA st&ouml;&szlig;t bei vielen B&uuml;rgern auf Ablehnung. Auch aus der CDU kommt Kritik. Der Sozialfl&uuml;gel der Partei will dem Vorhaben nicht um jeden Preis zustimmen.<br>\nDer Bundesvize der Christlich Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), Christian B&auml;umler, h&auml;lt eine Zustimmung zu dem geplanten Freihandelsabkommen der EU mit den USA nur unter bestimmten Voraussetzungen f&uuml;r m&ouml;glich. &bdquo;Bei den Arbeitnehmerrechten darf es keine Abstriche geben. Die &Ouml;ffentliche Daseinsvorsorge muss erhalten und die Lebensmittelsicherheit gew&auml;hrleistet werden&ldquo;, sagte B&auml;umler dem Handelsblatt (Online-Ausgabe).<br>\nKritisch sieht der CDU-Politiker das Investitionsschutzkapitel, das Mechanismen und Regeln f&uuml;r die Konfliktbearbeitung zwischen Staaten und Unternehmen, das so genannte &bdquo;Investor-State Dispute Settlement&ldquo; (ISDS), beinhaltet. Diese Regelungen w&uuml;rden es ausl&auml;ndischen Investoren erm&ouml;glichen, Staaten vor privaten Schiedsgerichten zu verklagen.<br>\nB&auml;umler sagte dazu: &bdquo;Investitionsschutz &uuml;ber private Schiedsgerichte ist ein Einfallstor f&uuml;r Konzerninteressen und schadet der Rechtssicherheit.&ldquo; Einen vorzeitigen Abbruch der TTIP-Verhandlungen lehnt der CDA-Bundesvize jedoch ab: &bdquo;Wir wollen das Abkommen nicht verhindern, sondern gestalten.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/einfallstor-fuer-konzerninteressen-cdu-sozialfluegel-lehnt-ttip-schiedsgerichte-ab\/11243512.html\">Handelsblatt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Syriza ist Europas Chance<\/strong><br>\nEuropa hat ein neues Schreckgespenst: Syriza. Das griechische Linksb&uuml;ndnis k&ouml;nnte die n&auml;chsten Wahlen gewinnen. Syriza wendet sich gegen das Diktat von &bdquo;Sparsamkeit&ldquo; und &bdquo;Wettbewerbsf&auml;higkeit&ldquo; in Europa. Was die Bundesregierung und die Finanzanleger bef&uuml;rchten: Setzt sich Syriza durch, dann wird auch in anderen L&auml;ndern eine Abkehr vom Spar-Kurs gefordert. Was hier als Gefahr an die Wand gemalt wird, ist in Wahrheit die gro&szlig;e Chance f&uuml;r Europa &ndash; und f&uuml;r Deutschland.<br>\nAm 25. Januar wird in Griechenland gew&auml;hlt. Voraussichtlicher Wahlsieger ist Syriza. Das Linksb&uuml;ndnis will die humanit&auml;re Krise in Griechenland lindern, Essen an Hungrige verteilen, Obdachlosen Wohnungen geben, den Mindestlohn auf 750 Euro erh&ouml;hen und allen Rentnern eine 13. Monatsrente verschaffen, die weniger als 700 Euro zur Verf&uuml;gung haben. Das Geld daf&uuml;r will sich Syriza zum gro&szlig;en Teil von den Konzernen und Oligarchen holen. Dieses Programm wird von den europ&auml;ische Eliten und Finanzanlegern bereits als &bdquo;Kommunismus&ldquo; bezeichnet.<br>\nWo kommen all die Hungernden und Obdachlosen in Griechenland her? Sie sind Produkt nicht nur der Krise, sondern auch der K&uuml;rzungsprogramme, die Bundesregierung und EU dem Land auferlegt haben. Mitten in der Krise musste die griechische Regierung ihre Ausgaben eindampfen, Steuern erh&ouml;hen, L&ouml;hne senken, Angestellte zu Zehntausenden entlassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.michael-schlecht-mdb.de\/syriza-ist-europas-chance.html\">Michael Schlecht MdB (Die Linke)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Bundesregierung l&ouml;st Notfall bei griechischen Banken aus<\/strong><br>\n&bdquo;Die Bundesregierung hat mit ihren kolportierten Grexit-Szenarien zwei griechische Banken in die Liquidit&auml;tskrise geredet. Offenbar ist Merkel jedes Mittel recht, wenn es das Ziel bef&ouml;rdert, dass die unverantwortliche K&uuml;rzungspolitik in Griechenland fortgesetzt werden kann&rdquo;, kommentiert Sahra Wagenknecht die Meldung, dass griechische Banken Notfallkredite beantragt haben. Die Erste Stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE weiter:<br>\n&bdquo;Merkel verteidigt in Griechenland die Politik der Agenda 2010, die Deutschland einen der gr&ouml;&szlig;ten Niedriglohnsektoren Europas, einen Anstieg der Armut und massenhafte Entw&uuml;rdigung von Betroffenen gebracht hat. Ein Sieg von SYRIZA bei den Wahlen in Griechenland und eine R&uuml;cknahme der dortigen K&uuml;rzungspolitik w&auml;re auch eine Niederlage f&uuml;r die Agenda-2010-Parteien in Deutschland.<br>\nGriechenland &ndash; aber auch der Rest der Eurozone &ndash; braucht sofort einen Kurswechsel, um eine Verbesserung der sozialen und wirtschaftlichen Situation zu erreichen. Das geht nur mit mehr Wachstum &uuml;ber h&ouml;here &ouml;ffentliche Investitionen und Ausgaben sowie einer ausreichenden Reduzierung der Schulden. Damit bei einer Schuldenreduzierung der Schaden f&uuml;r die &ouml;ffentliche Hand minimiert wird, m&uuml;ssen im Fall Griechenlands die restlichen Forderungen der Banken und privaten Gl&auml;ubiger &ndash; unter Wahrung der Pensionsanspr&uuml;che von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern &ndash; vollst&auml;ndig gestrichen werden. Zus&auml;tzlich ist das Aufkommen einer europaweit koordinierten Verm&ouml;gensabgabe einzusetzen, um die Kosten des Schuldenschnittes f&uuml;r die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler auch in Deutschland zu minimieren.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/pressemitteilungen\/bundesregierung-loest-notfall-griechischen-banken\/\">Die Linke im Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Bravo Deutschland: 1,5 Prozent Wachstum 2014 mit &uuml;ber 200 Milliarden Euro neuen Schulden<\/strong><br>\nSo wie in der &Uuml;berschrift h&auml;tte der Pr&auml;sident des Statistischen Bundesamtes gestern seine Pressekonferenz er&ouml;ffnen m&uuml;ssen. Das hat er nat&uuml;rlich nicht getan, sondern hervorgehoben, der deutsche Staat habe schon im dritten Jahr hintereinander keine Schulden mehr gemacht, sondern &Uuml;bersch&uuml;sse erzielt.<br>\nKaum zur Kenntnis genommen wurde bei der gewohnten journalistischen Verarbeitung der Zahlen, dass der Gro&szlig;teil des Wachstums von 2014 schon im ersten Quartal stattgefunden hat, w&auml;hrend danach Beinahe-Stagnation angesagt war. Nat&uuml;rlich spielte bei der Kommentierung der Zahlen die &bdquo;Kauflust&ldquo; der Verbraucher eine entscheidende Rolle, weil zum ersten Mal in den letzten drei Jahren die Konsumausgaben um mehr als ein Prozent gestiegen sind. Dass das nichts mit Lust zu tun hat, sondern allein mit der Tatsache, dass die realen Masseneinkommen etwas st&auml;rker als in den Vorjahren gestiegen sind &ndash; und das vor allem wegen sinkender Preise &ndash;, drang nicht bis in die K&ouml;pfe der Kommentatoren vor.<br>\nDer gr&ouml;&szlig;te Skandal aber wurde vollst&auml;ndig &uuml;bersehen: Auch im vergangenen Jahr trug nach der Berechnung des Amtes der Au&szlig;enbeitrag (das ist im Prinzip Export minus Import) ganze 0,4 Prozentpunkte zu den 1,5 Prozent Wachstum bei. Was nichts anderes hei&szlig;t, dass es trotz der seit langem extrem hohen &Uuml;bersch&uuml;sse im Au&szlig;enhandel noch einmal zu einer Steigerung (wenigstens der realen Gr&ouml;&szlig;en) kam und andere L&auml;nder eine entsprechend negative Gegenbuchung zu machen hatten. Die Au&szlig;enbeitr&auml;ge zum Bruttoinlandsprodukt sind in der Tat ein Nullsummenspiel f&uuml;r die Welt (der eine gewinnt, was der andere verliert), weil ja nicht alle &Uuml;bersch&uuml;sse machen k&ouml;nnen, sondern die Welt eine immer ausgeglichene Au&szlig;enhandelsbilanz hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/bravo-deutschland-15-prozent-wachstum-2014-mit-ueber-200-milliarden-euro-neuen-schulden\/\">flassbeck-economics<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>TINA ist doof: 10 Wege f&uuml;r die EZB, Geld in Umlauf zu bringen ohne die Reichen noch reicher zu machen und die Armen den n&auml;chsten Crash ausbaden zu lassen<\/strong><br>\nZu wenig Geld ist in Umlauf, weil die Gesch&auml;ftsbanken, die dieses per Kreditvergabe schaffen sollen, zu wenig Kredit geben und die schon hochverschuldete Kundschaft oft keine neuen Kredite haben will. Deshalb l&auml;uft die Wirtschaft schlecht und die Inflation ist viel niedriger als die Europ&auml;ische Zentralbank anstrebt. Die EZB hat lange die Banken mit billigen Krediten gem&auml;stet, ohne Erfolg. Jetzt geht sie dazu &uuml;ber, Wertpapiere zu kaufen. Dadurch pumpt sie neues Geld in die Finanzm&auml;rkte.<br>\nDas treibt die Aktien- und Anleihekurse sowie die Immobilienpreise  weiternach oben. Die Bank von England hat in einer Brosch&uuml;re erl&auml;utert, dass genau dies die angestrebte Wirkung der Wertpapierk&auml;ufe ist. Das macht vor allem die Finanzinstitute reicher, und die reichsten f&uuml;nf Prozent der Bev&ouml;lkerung, bei denen rund die H&auml;lfte aller Verm&ouml;genswerte konzentriert sind.<br>\n Die Notenbanken bem&uuml;hen das bem&uuml;hte TINA von Margaret Thatcher: There Is No Alternative. Sie tun so als g&auml;be es keine Alternative zu dieser unsozialen Politik. Doch das scheint nur so, weil sie andere, durchaus bekannte oder bereits genutzte M&ouml;glichkeiten systematisch ausblenden. Wie der ehemalige US-Notenbankchef Ben Bernanke (in einem Vortrag aus dem Jahr 1999)und der ehemalige britische Notenbanker Willem Buiter &uuml;bereinstimmend betonen, kann eine Zentralbank, die Geld frei drucken kann, immer daf&uuml;r sorgen, dass gen&uuml;gend Geld in Umlauf kommt. Wenn sie es nicht tut, ist das eine Politikentscheidung. (F&uuml;r m&ouml;gliche Gr&uuml;nde, siehe &bdquo;Never Waste a Good Crisis!&ldquo;)<br>\nHier eine nicht ersch&ouml;pfende Liste der M&ouml;glichkeiten. Nicht jedem wird jede gefallen, aber kaum jemand wird bestreiten, dass es tolerable M&ouml;glichkeiten auch abseits des Beschenkens der Finanzinstitute und der Reichen gibt:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.norberthaering.de\/index.php\/de\/newsblog2\/27-german\/news\/158-tina-ist-doof-10-wege-fuer-die-ezb-geld-in-umlauf-zu-bringen-ohne-die-reichen-noch-reicher-zu-machen-und-die-armen-den-naechsten-crash-ausbaden-zu-lassen\">Norbert H&auml;ring<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Da capo: Im Gespr&auml;ch<\/strong><br>\n&ldquo;Die Erosion der Demokratie schreitet langsam, aber stetig voran.&rdquo; Renata Schmidtkunz spricht mit Wolfgang Merkel, Direktor am Wissenschaftszentrum Berlin (WZB) und Professor f&uuml;r Politische Wissenschaft an der Humboldt-Universit&auml;t zu Berlin<br>\nKapitalismus und Demokratie haben sich als wirtschaftliches und politisches Ordnungssystem in den letzten zwei Jahrhunderten erfolgreich durchgesetzt. Doch wie ist das Verh&auml;ltnis zwischen den beiden und wohin wird es sich in Zukunft entwickeln? Bisher ist keine entwickelte Demokratie ohne den Kapitalismus ausgekommen. Umgekehrt trifft dies jedenfalls nicht zu.<br>\nL&auml;ngst geht in Europa die Angst um: zerst&ouml;rt der Aufstieg des deregulierten Finanzkapitalismus die Demokratie in Europa? Gesellschaftsanalysen warnen vor der schwindenden Demokratie, vor postdemokratischen Zust&auml;nden, in denen die Politik nur noch marionettenhaft auf Wirtschaftsentscheidungen reagiert. Gleichzeitig hat sich auch in den westlichen Demokratien in den vergangenen Jahrzehnten noch vieles verbessert, wie ein Blick auf Minderheitenrechte zeigt. Unter dem Stichwort &ldquo;Wutb&uuml;rger&rdquo; ist auch die B&uuml;rgerbeteiligung gr&ouml;&szlig;er geworden. Ist also die Krise der Demokratie nur eine Erfindung?<br>\nIm Gespr&auml;ch mit Renata Schmidtkunz erl&auml;utert der Politologe Wolfgang Merkel, warum Staat und Markt dringend eine neue Balance der Kooperation und Kontrolle ben&ouml;tigen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/oe1.orf.at\/programm\/394729\">ORF<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/oe1.orf.at\/konsole?show=ondemand&amp;track_id=394729&amp;load_day=\/programm\/konsole\/tag\/20150116\">Da capo: Im Gespr&auml;ch als Audio<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlinge\/Migranten in Deutschland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Dublin-Fl&uuml;chtlinge in Schleswig-Holstein<\/strong><br>\nDie bundesweite Kampagne &ldquo;WIR TRETEN EIN! F&uuml;r Fl&uuml;chtlingsschutz. Gegen Dublin-III&rdquo; will Aufmerksamkeit f&uuml;r eine besonders schutzlose Gruppe unter den hierzulande Asyl Suchenden schaffen. Jede Woche pr&auml;sentieren wir auf dieser Seite die Geschichte von Fl&uuml;chtlingen, die nach Schleswig-Holstein gekommen sind, denen hier aber mit Verweis auf die europ&auml;ische Dublin-Verordnung kein Asyl zugestanden werden soll.<br>\nDer Fl&uuml;chtlingsrat Schleswig-Holstein und die anderen UnterzeichnerInnen dieser Kampagne treten ein f&uuml;r Menschen, die jahrelange Fluchtodysseen hinter sich haben, die nie ankommen durften und immer wieder wie St&uuml;ckgut zwischen den EU-Staaten hin- und hergeschoben werden. Die Kampagne fordert ein Ende der Abschiebungen in Elend und Hoffnungslosigkeit und den Selbsteintritt der Bundesrepublik in ein Asylverfahren. Die Kampagne beklagt die europ&auml;ische Verantwortungslosigkeit der Dublin-III-Verordnung und ruft dazu auf, Fl&uuml;chtlinge aktiv zu sch&uuml;tzen.<br>\nRegelm&auml;&szlig;ig pr&auml;sentieren wir auf dieser Seite die Geschichte von Fl&uuml;chtlingen, die nach Schleswig-Holstein gekommen sind, denen hier aber mit Verweis auf die europ&auml;ische Dublin-Verordnung kein Asyl zugestanden werden soll.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.frsh.de\/aktuell\/aktuelles\/aktuelle-meldung\/article\/dublin-fluechtlinge-in-schleswig-holstein\/\">Fl&uuml;chtlingsrat Schleswig-Holstein e.V.<\/a><\/li>\n<li><strong>Dresden nach dem Tod von Khaled B.: &ldquo;Die Augen sind kalt geworden&rdquo;<\/strong><br>\nMuslima tragen Winterm&uuml;tze statt Kopftuch, Schulkinder bleiben montags daheim: Seit Pegida f&uuml;hlen sich Migranten in Dresden unwohl. Dann wird ein Eritreer erstochen, und manche Asylbewerber wollen nur weg. Wie konnte es so weit kommen?<br>\nKhaled B. hatte geschafft, wovon viele seiner Landsleute tr&auml;umen. Er hatte das sudanesische Wadi Halfa im Februar 2014 hinter sich gelassen, die gr&ouml;&szlig;te Trockenw&uuml;ste der Erde durchquert, war lebend durch das schwer umk&auml;mpfte Libyen gekommen und hat selbst die 1600 Dollar teure Schiffspassage auf einem Seelenverk&auml;ufer nach Italien heil &uuml;berstanden. Mit dem Zug kam Khaled B. im Juli 2014 in M&uuml;nchen an. Endlich Deutschland, endlich Sicherheit.<br>\nNun ist Khaled B. tot. Erstochen im vermeintlich sicheren Deutschland. Sein Freund Hani ist sich inzwischen &ldquo;zu 99,9 Prozent sicher, dass er von Rechtsradikalen ermordet wurde&rdquo;.<br>\nBisher ist unklar, wer den jungen Mann get&ouml;tet hat. Es gibt keine Verd&auml;chtigen, keine hei&szlig;e Spur, die Polizei ist nicht mal sicher, ob Khaled B. an dem Ort get&ouml;tet wurde, an dem sich seine Leiche befand. Doch wer mit Khaled B.s Mitbewohnern spricht, wer Asylbewerber und Asylhelfer in Dresden trifft, h&ouml;rt keine Zweifel am Motiv des T&auml;ters.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/gesellschaft\/asylbewerber-in-dresden-die-angst-nach-dem-tod-von-khaled-b-a-1013462.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Die Hybris des Westens &ndash; Warum Matthias Platzeck recht hat<\/strong><br>\nMatthias Platzeck war schon zu DDR-Zeiten unangepasst. Das kann man von der Angela Merkel nicht sagen. Sie hat sich bekanntlich erst einen Monat nach der Wende &uuml;berlegt, dass sie eigentlich schon immer gegen die DDR war. Ihr Demokratieverst&auml;ndnis ist auf eindrucksvolle Weise robust geblieben: Wer aufmuckt, wird geschasst, weggelobt, entlassen oder wegintrigiert. Matthias Platzeck wird nun aus dem Petersburger Dialog gedr&auml;ngt, weil er, siehe an, nicht die Auffassung der Kanzlerin vertritt. Sein Vorschlag lautete in Kurzform: eine demokratische L&ouml;sung f&uuml;r die Krim.<br>\nDenn es ist keineswegs so, dass Matthias Platzeck f&uuml;r die Anerkennung der &ldquo;v&ouml;lkerrechtswidrigen Annexion der Krim durch Putin&rdquo; wirbt, wie uns einige weismachen wollen, sondern er hat vorgeschlagen, die Volksabstimmung auf der Krim unter OSZE-Beobachtung zu wiederholen. Dieser Vorschlag wird nicht nur abgelehnt, er darf nicht einmal gemacht werden. Wie lange noch, bis man f&uuml;r prorussische &Auml;u&szlig;erungen einen Schulverweis kriegt?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/print\/d-130754252.html\">Eugen Ruge im SPIEGEL<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zu guter Letzt:<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Zudeicks Wochenr&uuml;ckblick<\/strong><br>\nDie Woche im Schnelldurchlauf: Was war politisch los? Wer hat sich verbal vergaloppiert?<br>\nPeter Zudeick pflegt ein gef&uuml;rchtetes Archiv, spie&szlig;t die neuesten Fundst&uuml;cke auf und spitzt sie gnadenlos zu. Respektlos, aber treffend. Witzig, aber ziemlich unbarmherzig. Wer es in Zudeicks Wochenr&uuml;ckblick schafft, hat es in der Politik auf jeden Fall zu was gebracht.<br>\nAudio: Zudeicks Wochenr&uuml;ckblick (17.01.2015)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/sendungen\/morgenecho\/zudeick252.html\">WDR<\/a><\/li>\n<li><strong>Mitternachtsspitzen EXTRA: Nous sommes Charlie.<\/strong><br>\nAnl&auml;sslich des Attentats auf die franz&ouml;sische Satirezeitung &bdquo;Charlie Hebdo&ldquo; kommen die WDR-&bdquo;Mitternachtsspitzen&ldquo; mit einer EXTRA-Ausgabe ins Programm: J&uuml;rgen Becker und seine kabarettistischen Weggef&auml;hrten treten auf der B&uuml;hne des Comedia Theaters in K&ouml;ln f&uuml;r die Meinungsfreiheit ein. Nach dem Motto: &bdquo;Nous sommes Charlie&ldquo;.<br>\nJ&uuml;rgen Becker, Wilfried Schmickler, die G&auml;ste Enissa Amani, Thomas Reis und Serdar Somuncu schwingen die Fahne der Freiheit: Jeder Jeck soll seine Meinung sagen, Kabarettisten und Satiriker ihren Spott formulieren d&uuml;rfen.<br>\nVideo: Mitternachtsspitzen EXTRA<br>\nNous sommes Charlie.<br>\n(47:37)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/fernsehen\/unterhaltung\/mitternachtsspitzen\/sendungen\/mitternachtsspitzenextra100.html\">WDR<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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