{"id":24655,"date":"2015-01-20T08:39:35","date_gmt":"2015-01-20T07:39:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24655"},"modified":"2015-01-20T08:39:35","modified_gmt":"2015-01-20T07:39:35","slug":"hinweise-des-tages-2294","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24655","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24655#h01\">Im Reich der Paranoia<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24655#h02\">Charlie Hebdo<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24655#h03\">Aufwertung des Franken &ndash; Schulden der Kommunen explodiere<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24655#h04\">Ein Prozent hat mehr als der Rest der Welt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24655#h05\">Die NSA beklaut und verspottet andere Geheimdienste<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24655#h06\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24655#h07\">Regierung plant Teilamnestie f&uuml;r Geheimdienste<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24655#h08\">Prozess gegen Ex-Banker Rudolf Elmer &ndash; Milde Strafe f&uuml;r Schweizer Whistleblower<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24655#h09\">Pegida<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24655#h10\">Europa und die Deflation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24655#h11\">So hilft Luxemburg Amazon beim Steuernvermeiden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24655#h12\">Kapitaldeckung als Pensionssackgasse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24655#h13\">Der schwache Euro, ein W&auml;hrungskrieg und die Zuwanderung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24655#h14\">10 Jahre Hartz IV: gegen das Armutssystem &ndash; f&uuml;r Menschenw&uuml;rde statt B&uuml;rokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24655#h15\">Atomenergie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24655#h16\">Vorratsdatenspeicherung &ndash; Ex-Bundesjustizministerin will Vorratsdatenspeicherung verhindern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24655#h17\">Juncker zum Schandfleck des Jahres 2014 nominiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24655#h18\">Das Allerletzte &ndash; Wolfgang Sch&auml;uble erkl&auml;rt sich Pegida mit der demografischen Entwicklung<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24655&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Im Reich der Paranoia<\/strong><br>\nWer damit rechnen muss, &uuml;berwacht zu werden, verh&auml;lt sich nicht mehr frei. Deshalb gef&auml;hrden die Ma&szlig;nahmen, die jetzt wieder diskutiert werden, die Freiheit und das Gemeinwohl.<br>\nEigentlich sind die USA das Land der Paranoia. Und das nicht erst seit den Terroranschl&auml;gen vom 11. September 2001. Schon lange davor gew&auml;hrten die Amerikaner ihren Geheimdiensten weit mehr Freir&auml;ume als etwa die Deutschen. Doch je mehr der Terror die Menschen beunruhigt, desto eher sind sie auch hier dazu bereit, auf Freiheit zugunsten von Sicherheit zu verzichten. Laut einer aktuellen Umfrage wollen 54 Prozent der Deutschen &bdquo;st&auml;rkere Geheimdienstaktivit&auml;ten&ldquo; und 41 Prozent sind f&uuml;r die Vorratsdatenspeicherung. Die Anschl&auml;ge von Paris haben ihre Spuren hinterlassen.<br>\nDie Unionsparteien greifen nur zu gern die &Auml;ngste der B&uuml;rger auf und versprechen mehr Sicherheit. Dazu wollen sie vor allem die Geheimdienste besser ausstatten und mehr Daten sammeln. Ihnen ist egal, dass solche Ma&szlig;nahmen in anderen L&auml;ndern Terroranschl&auml;ge nicht verhindert haben. Ihnen kommt gar nicht in den Sinn, dass sie so kaum die T&auml;ter abschrecken oder fassen, aber die ganze Gesellschaft auf furchtbare Weise ver&auml;ndern. Dabei ist dieses Ph&auml;nomen wissenschaftlich schon lange erforscht. Etwa in der bahnbrechenden Stanford-Studie &bdquo;The Chilling Effects of Surveillance. Deindividuation and Reactance&ldquo; (Abschreckungseffekte durch &Uuml;berwachung: Deindividuation und Abwehrreaktion) im Jahr 1975.<br>\nDamals gaben Wissenschaftler vor, sie wollten die Diskurse der Studentenbewegung erforschen und in diesem Zusammenhang wissen, ob Studenten f&uuml;r die Legalisierung des Cannabiskonsums sind. Erst lie&szlig; man die Probanden ihre Meinung anonym auf einem Fragebogen angeben. Danach wurde jeder einzeln befragt. Der einen H&auml;lfte der Gruppe sagte man, dass das Gespr&auml;ch mit einer Videokamera aufgezeichnet und hinterher auch an das FBI und die Polizei &uuml;bermittelt werde. Die anderen bedrohte man nicht derart.<br>\nDas Ergebnis? Laut Frageb&ouml;gen waren 50 Prozent der Studenten gegen die Legalisierung und 50 Prozent daf&uuml;r. Genauso war es bei der Befragung der Probanden, die nicht f&uuml;rchten mussten, dass ihr Statement beim FBI landet. Bei den anderen sank die Zustimmung zum Cannabiskonsum, und sie r&auml;umten schon gar nicht ein, selbst Marihuana geraucht zu haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/leitartikel\/vorratsdatenspeicherung-im-reich-der-paranoia,29607566,29601686.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> Kann es sein, dass manche politischen Kr&auml;fte -insbesondere in den Unionsparteien, aber auch in der Spitze von Partei und Fraktion der SPD- auf einen Anla&szlig; gewartet haben, um endlich ihre Vorschriften f&uuml;r angeblich mehr Sicherheit, die evt. lediglich der &Uuml;berwachung der Gesellschaft dienen k&ouml;nnten, erg&auml;nzen zu k&ouml;nnen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Charlie Hebdo<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&bdquo;Charlie&ldquo; und die Folgen &ndash; Warum ich kein Satiriker mehr bin<\/strong><br>\nDie Anschl&auml;ge in Paris haben mein Leben ver&auml;ndert. Unschuldige Satiriker haben ihr Leben verloren &ndash; klar, das ist schlimm. Wo aber Gefahr ist, da w&auml;chst das Witzelnde auch, und das kam ganz unterwartet in Form vieler neuer Spott- und Hohnfreunde. Von &bdquo;Bild&ldquo; &uuml;ber &bdquo;B. Z.&ldquo; bis &bdquo;Jungle World&ldquo; und &bdquo;Spiegel&ldquo; riefen alle &bdquo;Je suis Charlie!&ldquo; und waren nun ebenfalls Satiriker.<br>\nSo viele neue Kollegen hatte ich noch nie, das hat mich sehr ber&uuml;hrt. Ich war sehr stolz darauf, ebenfalls Satiriker zu sein und zu diesem pl&ouml;tzlich sehr hochangesehenen Berufsstand zu geh&ouml;ren. &hellip;<br>\nMein neuer Kollege, &bdquo;Bild&ldquo;-Chef Kai Diekmann, sprang mir bei. Nach gelungener Rasur war er kaum wiederzuerkennen, mitrei&szlig;end formulierte er unseren Kampfauftrag. Das fiel ihm nat&uuml;rlich leicht, gerade als Schriftleiter einer Zeitung, die schon immer das schrieb, was sie wollte, wonach ihr der Sinn stand: &bdquo;Ihre Gewalt, ihr erbarmungsloser Hass richtet sich gegen die Freiheiten, die unsere Gesellschaften ausmachen: die Freiheit der Presse, die Freiheit der Meinung, die Freiheit der K&uuml;nste.&ldquo; Und nicht zuletzt gehe es darum, &bdquo;furchtlos so zu leben, wie wir leben. Schreiben, was wir schreiben wollen. Zeichnen, malen, dichten, aussprechen, wonach uns der Sinn steht.&ldquo; Singen, tanzen, fr&ouml;hlich sein und manchmal sogar einen lustigen Talibanbart tragen, das ist die Welt, die f&uuml;r die sich zu k&auml;mpfen lohnt.<br>\nDa fehlte jetzt nur noch die gro&szlig;e &bdquo;Wir sind Charlie&ldquo;-Solidarit&auml;tsgala im ZDF, mit Johannes &bdquo;B.&ldquo; Kerner und allen deutschen Mediengr&ouml;&szlig;en von Giovanni di Lorenzo bis Mathias D&ouml;pfner.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/je-suis-charlie-und-die-folgen-warum-ich-kein-satiriker-mehr-bin-13377168.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Je ne suis pas Charlie oder: Der 7. Januar als Neuauflage von 9\/11<\/strong><br>\nWider Verlogenheit und Gr&ouml;&szlig;enwahn deutscher Medien<br>\nDie Toten in Paris waren noch nicht bestattet, da hatten sich auch in Deutschland Publizisten und Journalis- ten aller Art schon in Positur geworfen: Wir alle sind Charlie, wir Journalisten werden auch weiterhin unter Lebensgefahr f&uuml;r Meinungsfreiheit, Wahrheit und die Verteidigung der demokratischen Werte in Europa k&auml;mpfen. So, unter anderen, der Herausgeber des Handelsblattes. Der Chef des Springer-Konzerns, D&ouml;pfner, ernannte den 7.1., den Tag der Pariser Attentate, zum neuen &bdquo;9\/11&ldquo;, dem Beginn des &bdquo;Kampfes gegen Terro- rismus&ldquo; nach dem verheerenden Anschlag auf das World Trade Center in New York. Die Spiegel-Redaktion trat in voller Mann-und Frauschaftsst&auml;rke vor die Kamera und reckte Plakate in die Luft: Je suis Charlie.<br>\n&bdquo;Wir sind Charlie&ldquo; wurde &bdquo;zum Symbol f&uuml;r die bedrohte &Ouml;ffentlichkeit und demokratisch-rechtsstaatliche Ordnung insgesamt&ldquo; (S&uuml;ddeutsche Zeitung). Viele haben die Losung aus diesem respektablen Grund in die H&ouml;he gehalten. Viele andere haben es getan, die schon dabei sind, Meinungsfreiheit einzuschr&auml;nken, Menschen auszugliedern aus der Solidar- und Rechtsgemeinschaft. Viele reden von einer &bdquo;Attacke auf die Republik, auf die Werte der Aufkl&auml;rung und der Franz&ouml;sischen Revolution&ldquo; (Spiegel), und sind dabei, mit dem franz&ouml;sischen 9\/11 einen neuen &bdquo;Kampf gegen den Terrorismus&ldquo; einzul&auml;uten, bei dem diese Werte auf der Strecke bleiben w&uuml;rden.<br>\nDrei Fragen sind zu stellen:<br>\n1) Steht Charlie Hebdo f&uuml;r die Meinungsfreiheit, auf die uns die Werte der Aufkl&auml;rung verpflichten?<br>\n2) Was ist von den Propagandisten des &bdquo;Je suis Charlie&ldquo; in den deutschen Gro&szlig;-Medien zu halten? Haben<br>\nwir es hier mit Aufkl&auml;rern zu tun oder nicht eher mit dem Gegenteil?<br>\n3) Was steht uns bevor in der angek&uuml;ndigten neuen Offensive im &bdquo;Kampf gegen den Terrorismus&ldquo;?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.isw-muenchen.de\/download\/charlie-cs-20150114.pdf\">isw [PDF]<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Aufwertung des Franken &ndash; Schulden der Kommunen explodiere<\/strong><br>\nDie Entscheidung der Schweizerischen Nationalbank, den Wechselkurs f&uuml;r den Franken freizugeben, hat auch Folgen f&uuml;r deutsche Kommunen.<br>\nVor allem im Ruhrgebiet hatten die Kommunen Verbindlichkeiten in die Schweiz ausgelagert. Diese sind nun enorm gestiegen. [&hellip;]<br>\nNun ist alles anders. Was gestern noch wie eine gute Idee klang, ist heute eine T&ouml;lpelei, und noch mehr: &ldquo;Es ist eine Katastrophe&rdquo;, sagt Lars Martin Klieve (CDU), der K&auml;mmerer von Essen. Seit die Schweizer Nationalbank in der vergangenen Woche aufgeh&ouml;rt hat, den Kurs zum Euro zu st&uuml;tzen, hat allein Essen 70 Millionen Euro mehr Schulden. F&uuml;r alle deutschen St&auml;dte steigen die Verbindlichkeiten nach ersten Sch&auml;tzungen um etwa zwei Milliarden Euro.<br>\nIn den Neunzigerjahren hatten viele deutsche Kommunen damit begonnen, ihre Verbindlichkeiten in die Schweiz zu verlagern, weil man dort weniger berappen musste. Essen hat in der Schweiz Kredite in H&ouml;he von 450 Millionen Franken offen. Ende des Jahres lag der Kurs bei 1,20 Franken je Euro, die Stadt h&auml;tte also f&uuml;r etwa 374,3 Millionen Euro ihre Schulden abl&ouml;sen k&ouml;nnen. Mit dem aktuellen Wechselkurs von einem Franken f&uuml;r den Euro muss Essen fast 450 Millionen Euro zahlen, so hat es die Verwaltung errechnet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/aufwertung-des-franken-schulden-der-kommunen-explodieren-1.2309687\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Was wir hier beobachten m&uuml;ssen, erf&uuml;llt bei sch&auml;rferer Interpretation bereits den Tatbestand der Untreue. Prinzipiell spricht ja nichts dagegen, &uuml;ber einen Fremdw&auml;hrungskredit Zinsen zu sparen. Aber dann muss(!) die Kommune sich auch &uuml;ber ein so genanntes Hedgegesch&auml;ft gegen Schwankungen beim W&auml;hrungskurs absichern. Das mag auf den ersten Blick kompliziert klingen, ist es aber nicht. Wenn ein Kommune beispielsweise einen Frankenkredit mit dem Tilgungsdatum 1.1.2020 aufnimmt, dann kann sie &uuml;ber ein paralleles Termingesch&auml;ft eine Option erwerben zum Stichtag die n&ouml;tigen Franken zu einem festgelegten Kurs zu kaufen. Damit ist das W&auml;hrungsrisiko de facto ausgeschaltet. Derartige Optionspapiere kosten jedoch Geld und wenn man die Kosten f&uuml;r die Absicherung gegen W&auml;hrungskursschwankungen mit der Zinsersparnis vergleicht, bliebt oft nichts &uuml;brig. Daher stellen Fremdw&auml;hrungskredite auch nur auf den ersten Blick eine &bdquo;preiswerte&ldquo; Alternative dar. Wenn ein K&auml;mmerer die n&ouml;tigen Absicherungen verzichtet, handelt er jedoch mindestens grob fahrl&auml;ssig und nimmt dabei einen Verm&ouml;gensnachteil f&uuml;r die Kommune billigend in Kauf. Das erf&uuml;llt nach deutschem Recht der Tatbestand der Untreue. Wenn man den betroffenen K&auml;mmerern noch nachweisen k&ouml;nnte, dass sie die Risiken kannten und bewusst auf eine Absicherung verzichtet haben, liegt sogar ein Vorsatz vor. Mich w&uuml;rde einmal interessieren, ob deutsche Gerichte dieser Argumentation folgen w&uuml;rden. Dies kann man jedoch nur herausfinden, wenn einer der fahrl&auml;ssigen K&auml;mmerer angeklagt wird.<\/em><\/p>\n<p>passend dazu: <strong>Verzockt &ndash; Nach Freigabe des Franken: US-Hedgefonds muss dicht machen<\/strong><br>\nDer Franken-Schock hat offenbar sein bislang gr&ouml;&szlig;tes Opfer gefordert. Wie amerikanische Medien berichten, machte der 830 Millionen Dollar (knapp 720 Millionen Euro) schwere US-Hedgefonds Everest Capital Global dicht, nachdem ihn die Freigabe des Schweizer W&auml;hrung fast sein gesamtes Kapital gekostet h&auml;tte. Dem &ldquo;Wall Street Journal&rdquo; zufolge hatte der Spekulationsfonds im gro&szlig;en Stil auf eine Abwertung des Franken gewettet &ndash; genau das Gegenteil trat ein.<br>\nWie genau die Wette des Fonds aussah, ist bislang unklar. Allerdings wei&szlig; man, dass viele Akteure an den Finanzm&auml;rkten mit einem sogenannten Hebel spekulieren, im Fachjargon &ldquo;Leverage&rdquo; genannt. Dadurch lassen sich Gewinne im Erfolgsfall potenzieren &ndash; allerdings fallen auch Verluste entsprechend gewaltig aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/franken-hedgefonds-101.html\">tagesschau<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ein Prozent hat mehr als der Rest der Welt<\/strong><br>\nEin Prozent der Weltbev&ouml;lkerung wird 2016 mehr Verm&ouml;gen angeh&auml;uft haben, als die restlichen 99 Prozent zusammen. &ldquo;Die soziale Ungleichheit w&auml;chst schockierend schnell&rdquo;, hei&szlig;t es in einem Bericht der britischen Aktivistengruppe Oxfam zur Verm&ouml;gensverteilung auf der Welt.<br>\nDemnach geh&ouml;rten 2009 noch 44 Prozent des Wohlstands einem Prozent der Weltbev&ouml;lkerung. Vergangenes Jahr lag der Anteil bereits bei 48 Prozent. 2016 wird dieses eine Prozent reicher Menschen wohl 50 Prozent des weltweiten Verm&ouml;gens besitzen &ndash; die andere H&auml;lfte verteilt sich widerum sehr ungleich auf die restlichen 99 Prozent.<br>\nWichtige Aussagen des Berichts im &Uuml;berblick:\n<ul>\n<li>Oxfam sch&auml;tzt, dass die reichsten Personen und Unternehmen weltweit 21 Billionen US-Dollar in einem globalen Netz aus Steueroasen vor den Beh&ouml;rden verstecken.<\/li>\n<li>In den USA habe die Phase der finanziellen Deregulierung direkt mit einem Einkommenswachstum des obersten einen Prozents der Bev&ouml;lkerung zu tun: Sein Anteil am Gesamteinkommen ist so gro&szlig; wie seit dem Vorabend der Gro&szlig;en Depression, am 23. Oktober 1929, nicht mehr.<\/li>\n<li>In Indien habe sich die Zahl der Milliard&auml;re in den vergangenen zehn Jahren verzehnfacht, beg&uuml;nstigt durch ein h&ouml;chst regressives Steuersystem. Au&szlig;erdem w&uuml;rden die Reichen ihre Verbindungen in die Regierung ausnutzen. Die Ausgaben zur Armutsbek&auml;mpfung w&uuml;rden hingegen auf &ldquo;bemerkenswert niedrigem Niveau verharren&rdquo;, kritisiert Oxfam.<\/li>\n<li>In Europa seien Sparma&szlig;nahmen auf dem R&uuml;cken der Einkommensschwachen und des Mittelstandes durchgesetzt worden, beklagen die Aktivisten &ndash; &ldquo;unter gro&szlig;em Druck der Finanzm&auml;rkte, deren reiche Investoren von staatlichen Rettungsma&szlig;nahmen f&uuml;r die Banken profitierten&rdquo;.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle 1: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/oxfam-warnung-fuer-ein-prozent-hat-mehr-als-der-rest-der-welt-1.2310647\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.oxfam.de\/sites\/www.oxfam.de\/files\/bp-working-for-few-political-capture-economic-inequality-200114-en-oxfam.pdf\">WORKING FOR THE FEW [PDF]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das ist eigentlich das Thema, das intensiv diskutiert werden m&uuml;sste. Es mag wieder einmal zynisch klingen, aber die aktuelle Fokussierung der &Ouml;ffentlichkeit auf den islamistischen Terror d&uuml;rfte bestimmten Kreisen ganz recht sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die NSA beklaut und verspottet andere Geheimdienste<\/strong><br>\nNeue Snowden-Dokumente zeigen, dass die NSA mitliest, wenn chinesische Geheimdienste die UNO abh&ouml;ren: &ldquo;I drink your milkshake&rdquo;<br>\nNoch einfacher, als selbst zu spionieren, ist es, andere die Drecksarbeit erledigen zu lassen &ndash; und deren Datensammlung dann mit einer einfachen Operation selbst abzusaugen. Diese Denkweise zieht sich durch eine Reihe streng geheimer NSA-Dokumente, die am Sonntag im &ldquo;Spiegel&rdquo; ver&ouml;ffentlicht worden sind. Der US-Geheimdienst bezeichnet dieses &ldquo;Spione selbst ausspionieren&rdquo; als &ldquo;4th Party Collection&rdquo;, als Ziel gelten mit Ausnahme der Five Eyes (also USA, Gro&szlig;britannien, Kanada, Neuseeland und Australien) alle Staaten der Welt. (&hellip;)<br>\nSo gelang der NSA laut den Snowden-Dokumenten schon 2011 ein Zugriff auf den Server des chinesischen Abh&ouml;rdienstes. Die Chinesen hatten dort gespeichert, was ihre Cyberkrieger aus internen Computernetzwerken der Vereinten Nationen (UNO) gestohlen hatten. Ein gefundenes Fressen f&uuml;r die NSA. &ldquo;Stehlt ihre Werkzeuge, ihr Know-how, ihre Opfer und ihre Ergebnisse&rdquo;, zitiert der &ldquo;Spiegel&rdquo; aus einer NSA-Pr&auml;sentation.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/2000010580416\/Die-NSA-beklaut-und-verspottet-andere-Geheimdienste\">derStandard.at<\/a>\n<p>Passend dazu: <strong>Zeitungsbericht &uuml;ber Sony-Hack &ndash; NSA hat seit Jahren Zugang zu Netzwerken Nordkoreas<\/strong><br>\nAls der US-Filmkonzern Sony Pictures im Dezember Opfer einer beispiellosen Hackerattacke wurde, hatten die USA schnell einen Schuldigen gefunden: Nordkorea sei f&uuml;r den digitalen Raubzug bei der Filmfirma verantwortlich, hie&szlig; es aus Washington. Die Indizien, die daf&uuml;r vorgetragen wurden, waren allerdings wenig stichhaltig und wurden von vielen Beobachtern kritisiert. Jetzt versucht ein Medienbericht, die schnelle Schuldzuweisung zu erkl&auml;ren.<br>\nLaut der &ldquo;New York Times&rdquo; hat sich die NSA bereits 2010 Zugang zu den Rechnern der nordkoreanischen Cyber-Streitkr&auml;fte verschafft. Der US-Geheimdienst habe chinesische Netzwerke infiltriert, &uuml;ber die Nordkorea ans Internet angeschlossen sei, hei&szlig;t es. Zudem seien die NSA-Hacker in &uuml;ber Malaysia laufende Verbindungen eingedrungen, die angeblich von nordkoreanischen Hackern bevorzugt werden. Auch von S&uuml;dkorea aus h&auml;tten die US-Spione auf nordkoreanische Rechner zugegriffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/web\/nordkorea-nsa-soll-schon-2010-netzwerke-attackiert-haben-a-1013661.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> Die Hinweise -wenn sie denn stimmen- werden immer mehr und das Bild &uuml;ber die M&ouml;glichkeiten von US-Geheimdiensten (speziell der NSA) wird immer genauer. Im Gegensatz dazu bleiben die USA den Beweis z.B. f&uuml;r den vermeintlichen Hackerangriff Nordkoreas auf Sony nach wie vor schuldig. Siehe dazu auch: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24376#h14\">Orwell 2.0 d. Sony-Hack und Terrordrohungen: USA bitten China um Hilfe gegen Cyberattacken aus Nordkorea<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Domino-Effekt<\/strong><br>\nMit massiven Eingriffen in die staatliche Souver&auml;nit&auml;t Griechenlands sichern Berlin und die EU ihre politische Herrschaft &uuml;ber S&uuml;dosteuropa. Wie Dokumente der in Athen ans&auml;ssigen EU-Kontrollkommission unter F&uuml;hrung zweier deutscher Beamter belegen, erh&auml;lt die Athener Regierung Anweisungen, wie das griechische Parlament zu umgehen sei. Den absehbaren Folgen dieser Eingriffe, die Proteste hervorrufen und das Lager der Oppositionsparteien st&auml;rken, begegnet Berlin mit Zahlungen an griechische Journalisten, Kirchenvertreter und K&uuml;nstler. Die Einflussnahmen gelten der griechischen &Ouml;fferntlichkeit, sollen lauter werdende Forderungen nach Begleichung von Schulden aus NS-Verbrechen neutralisieren und sind geeignet, eine Klage der j&uuml;dischen Gemeinde von Thessaloniki gegen die Bundesrepublik Deutschland zu unterlaufen. Die Finanzierung hat das Ausw&auml;rtige Amt &uuml;bernommen, um die griechische &ldquo;Zivilgesellschaft&rdquo; mit dem deutschen Elitenmilieu zu vernetzen.<br>\nIn der als &ldquo;Streng vertraulich&rdquo; bezeichneten Korrespondenz zwischen der EU-Kontrollkommission und der griechischen Regierung werden Gesetzesvorhaben mit Randnotizen wie &ldquo;wird abgelehnt&rdquo; oder &ldquo;reicht nicht aus&rdquo; kommentiert. Massenentlassungen sollen demnach au&szlig;erhalb der parlamentarischen Beschlussfassung angeordnet werden, hei&szlig;t es in einer Mail der EU-Kontrolleure an die Athener Regierung: &ldquo;Es w&auml;re nicht richtig, eine parlamentarische Unruhe zu erzeugen, wenn wir andere L&ouml;sungen vorschlagen und umsetzen k&ouml;nnen, um unser Ziel zu erreichen&rdquo;. Bei den verantwortlichen EU-Beamten in Athen handelt es sich um die Deutschen Matthias Mors und Klaus Masuch. &ldquo;Die Dokumente sind Zeugnis einer antidemokratischen Politik&rdquo;, die nach Wegen suche, &ldquo;Gesetze vorbei am Parlament umzusetzen&rdquo;, schreibt das Athener Investigativ-Magazin Hot Doc.<br>\nEinhundert Milliarden<br>\nDie Enth&uuml;llungen best&auml;tigen die W&auml;hler der griechischen Linksparteien und lassen Berlin bef&uuml;rchten, unter einer neuen Regierung k&ouml;nne es zu ultimativen Forderungen nach Schuldenausgleich wegen der in Griechenland begangenen NS-Verbrechen und kriminellen Finanztransfers kommen. W&auml;hrend der deutschen Besetzung starben etwa 520.000 Menschen, darunter Geiseln und Insassen der KZ Athen\/Chaidari und Thessaloniki. Griechenland verlor 7,2 Prozent seiner Vorkriegsbev&ouml;lkerung. Die nie endg&uuml;ltig berechneten Personen- und Sachsch&auml;den einschlie&szlig;lich Zinsen belaufen sich auf weit mehr als 100 Milliarden Euro und sind Gegenstand offizieller griechischer .<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59035\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wie war das mit den gemeinsamen westlichen Werten, mit Meinungsfreiheit und  &ndash;pluralit&auml;t?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Griechen vor der Wahl<\/strong><br>\nEleni Chatzimichali ist Lehrerin. Durch die Sparma&szlig;nahmen der Regierung hat sie vor zwei Jahren ihre Stelle verloren. Jetzt engagiert sie sich f&uuml;r die, denen es noch schlechter geht: Beim Netzwerk der solidarischen Apotheken und Kliniken, die &uuml;ber ganz Griechenland verteilt sind. Durch die hohe Arbeitslosigkeit in Griechenland stehen viele Menschen ohne Krankenversicherung da. Aber auch das &ouml;ffentliche Gesundheitssystem insgesamt steht vor dem Kollaps. In manchen Krankenh&auml;usern gibt es sogar schon keine Seife oder Toilettenpapier mehr &ndash; von Medikamenten ganz zu schweigen.<br>\nEleni und andere Freiwillige sammeln Medikamente bei denen, die sie nicht mehr brauchen, oder bei Angeh&ouml;rigen von Verstorbenen. &Auml;rzte behandeln ohne Honorar. In einem Land, in dem der Staat versagt, funktioniert die Selbsthilfe. F&uuml;r Eleni steht fest: Nur eine neue Regierung kann etwas ver&auml;ndern.<br>\nKostas Panagiotopoulos ist Bauingenieur und einer der wenigen, die trotz Krise die Arbeitsstelle behalten konnten. Doch er kennt viele Kollegen, denen es nicht so gut geht. Die Arbeitslosigkeit, sagt er, ist das Problem Nr. 1 in Griechenland. Unter den 18-25j&auml;hrigen sind 60 Prozent betroffen. Viel zu viel. Kostas ist selbst Vater von drei Kindern und m&ouml;chte, dass sie eine berufliche Zukunft in Griechenland haben. Momentan sieht er das nicht. Die Linke war f&uuml;r ihn lange ein Tabu, jetzt sagt er: &bdquo;Ihr gro&szlig;es Plus ist: Sie haben nie regiert. Sie waren nicht in Vetternwirtschaft und Korruption verwickelt. Auch sie haben keinen Zauberstab, aber vielleicht k&ouml;nnen sie ja ein wenig Verbesserung bewirken.<br>\n Hilde H&uuml;lsenbeck ist Deutsche und lebt seit 35 Jahren in Griechenland. Sie ist mit einem Griechen verheiratet, sie haben eine Tochter. Sie kennt die Sorgen der Griechen. Auch sie war ein paar Jahre arbeitslos. Jetzt arbeitet sie im Sekretariat der evangelischen Gemeinde in Athen. Jeden Dienstag stehen Menschen Schlange, die um Lebensmittel bitten. In dem Haus, in dem ihre Mietwohnung liegt, wird das Heiz&ouml;l knapp. Viele der Mieter k&ouml;nnen sich die Kosten nicht mehr leisten. So bleibt es trotz eines harten Winters in vielen Wohnungen kalt. &bdquo;Wenn man auf den Balkon tritt&ldquo;, sagt Hilde, &bdquo;riecht man, dass in dieser Stadt nicht mehr geheizt wird. Und es riecht nach dem, was die Leute so verbrennen um zu heizen. Was sie halt so finden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/wiso\/griechenland-vor-der-wahl-36735832.html\">ZDF<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Regierung plant Teilamnestie f&uuml;r Geheimdienste<\/strong><br>\nDie Regierung bereitet offenbar eine Strafbefreiung f&uuml;r Mitarbeiter vor, die undercover t&auml;tig sind. Hintergrund ist der Rechtsschutz f&uuml;r V-Leute.<br>\nDie Bundesregierung bereitet eine Strafbefreiung f&uuml;r Mitarbeiter der Geheimdienste vor. Noch in diesem Jahr werde eine Gesetzesreform auf den Weg gebracht, erfuhr unsere Zeitung in Regierungskreisen. Von einer &bdquo;Schutzl&uuml;cke&ldquo; spricht der CDU-Au&szlig;enpolitiker Philipp Missfelder. Die Mitarbeiter der Dienste br&auml;uchten &bdquo;den Rechtsschutz, dass sie nicht f&uuml;r Straftaten von V-Leuten belangt werden, die zur Tarnung ver&uuml;bt wurden&ldquo;, sagte er unserer Zeitung.<br>\nDie Politik reagiert nicht zuletzt auf ein Urteil des Oberlandesgerichts D&uuml;sseldorf aus dem Jahr 2011. Damals sahen die Richter keinen Grund, bei einem kriminell gewordenen V-Mann des Bundesnachrichtendiensts von einer Strafe abzusehen. Juristisch ist in einem solchen Fall der V-Mann der Hauptt&auml;ter, sein Agentenf&uuml;hrer der Anstifter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/politik\/regierung-plant-teilamnestie-fuer-geheimdienste-id10249386.html\">WAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Prozess gegen Ex-Banker Rudolf Elmer &ndash; Milde Strafe f&uuml;r Schweizer Whistleblower<\/strong><br>\nDer Schweizer Whistleblower Rudolf Elmer ist wegen der Verletzung des Bankgeheimnisses und Urkundenf&auml;lschung zu einer Bew&auml;hrungsstrafe verurteilt worden.<br>\nDas Bezirksgericht Z&uuml;rich sah es als erwiesen an, dass Elmer im Jahr 2008 geheime Bankdaten an die Enth&uuml;llungsplattform Wikileaks &uuml;bergeben hatte.<br>\nF&uuml;r die Staatsanwaltschaft ist das milde Urteil eine Schlappe, f&uuml;r Elmer selbst ein Teilerfolg.<br>\n300 Tagess&auml;tze zu je 150 Franken lautete die Strafe, die der Richter gegen 8.30 Uhr verk&uuml;ndete. Zahlen muss Elmer nur, wenn er sich w&auml;hrend der Bew&auml;hrung etwas zuschulden kommen l&auml;sst. Au&szlig;erdem werden dem 59-j&auml;hrigen Ex-Banker, der heute als Kandidat der Alternativen Liste in die Z&uuml;rcher Lokalpolitik dr&auml;ngt, 188 Tage Untersuchungshaft angerechnet. Ein Berufsverbot wurde nicht ausgesprochen. Der Staatsanwalt hingegen hatte genau das gefordert &ndash; au&szlig;erdem eine Haftstrafe von dreieinhalb Jahren. [&hellip;]<br>\nNicht nur diesen Vorfall hatte der Staatsanwalt f&uuml;r seine emotionale Anklage genutzt: Elmer habe seinen &ldquo;Opfern&rdquo;, fast alles verm&ouml;gende Bankkunden, die durch die Ver&ouml;ffentlichungen Strafverfolgung zu bef&uuml;rchten hatten, &ldquo;schlaflose N&auml;chte bereitet&rdquo;. Der Angeklagte habe &ldquo;Existenzen ruiniert&rdquo; und sei &ldquo;frei von Mitgef&uuml;hl&rdquo;. [&hellip;]<br>\nNicht nur diesen Vorfall hatte der Staatsanwalt f&uuml;r seine emotionale Anklage genutzt: Elmer habe seinen &ldquo;Opfern&rdquo;, fast alles verm&ouml;gende Bankkunden, die durch die Ver&ouml;ffentlichungen Strafverfolgung zu bef&uuml;rchten hatten, &ldquo;schlaflose N&auml;chte bereitet&rdquo;. Der Angeklagte habe &ldquo;Existenzen ruiniert&rdquo; und sei &ldquo;frei von Mitgef&uuml;hl&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/prozess-gegen-ex-banker-rudolf-elmer-milde-strafe-fuer-schweizer-whistleblower-1.2310997\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p>zum Hintergrund siehe: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/34\/34023\/1.html\">Jens Berger &ndash; Whistleblower vor Gericht &ndash; die Rudolf-Elmer-Story<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Pegida<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Radikaler Schritt<\/strong><br>\nOb radikale Islamisten wirklich konkret einen Anschlag auf die Demonstranten und ihre Anf&uuml;hrer planten, ist schwer zu kl&auml;ren. Nach den Attentaten von Paris hat die Polizei sie jedenfalls so ernst genommen, dass sie alle Versammlungen unter freiem Himmel an diesem Montag verboten hat. Schlie&szlig;lich hat es Warnungen ausl&auml;ndischer Geheimdienste gegeben und Mordaufrufe im Internet. Attent&auml;ter sollten sich demnach unter die Protestierenden mischen und einen der Organisatoren t&ouml;ten. Ein Anschlag mit m&ouml;glicherweise vielen Toten &ndash; das w&auml;re in der Tat ein Alptraum-Szenario.<br>\nAllerdings bleibt das Verbot ein &auml;u&szlig;erst ungew&ouml;hnlicher und ziemlich radikaler Schritt. Immerhin werden friedliche B&uuml;rger daran gehindert, ihr vom Grundgesetz garantiertes Recht auszu&uuml;ben: sich zu versammeln, um ihre Meinung kundzutun, mag sie auch krude sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/demonstrationsverbot-in-dresden-radikaler-schritt-1.2310465\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es d&uuml;rfte klar sein, dass die NachDenkSeiten keinerlei Sympathie f&uuml;r die Pegida-Bewegung hegen, dennoch zeigt das Verbot der Pegida-Demonstration f&uuml;r den Montag dieser Woche, dass die vorgebliche Bedrohung durch den  islamistischen Terrorismus, ein brillantes Mittel ist, um bestehende Grund- und B&uuml;rgerrechte immer weiter einzuschr&auml;nken. Man sollte bedenken, mit dem Vorwand es drohe ein Terroranschlag l&auml;sst sich prinzipiell jede &ouml;ffentliche Kundgebung verbieten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Gef&auml;hrliche Entwicklung<\/strong><br>\nVorurteile und Ressentiments machen sich vielmehr an den Gruppen fest, die bedrohlich wirken, zugleich aber de facto schwach genug sind, um sie gefahrlos angreifen zu k&ouml;nnen; und die vor allem, in der Wahrnehmung derer, die die Vorurteile hegen, von breiten Teilen der Gesellschaft abgelehnt oder gering gesch&auml;tzt werden. Fr&uuml;her war das die Bedrohung durch die &bdquo;j&uuml;dische Weltherrschaft&ldquo;, heute ist es die durch die &bdquo;Islamisierung des Abendlandes&ldquo;. So k&ouml;nnen sich Ressentiments und Vorurteile eingebettet f&uuml;hlen im &bdquo;breiten&ldquo; Volk. Deshalb verwendet Pegida erfolgreich den urspr&uuml;nglich gegen die kommunistische Diktatur gewendeten Ruf &bdquo;Wir sind das Volk&ldquo;. Sie f&uuml;hlen sich mit breiten Kreisen der Deutschen einig in der Feindlichkeit gegen&uuml;ber dem Islam.<br>\nAuch die TeilnehmerInnen aus der &bdquo;Mitte der Gesellschaft&ldquo; sind nicht verwunderlich. Historisch waren die Anh&auml;ngerInnen der Nationalsozialisten nicht die sozial Armen &ndash; diese waren bei den Sozialdemokraten, den Gewerkschaften und den Kommunisten organisiert und sahen in diesem Kontext ihre positive Zukunft noch vor sich. Anders die von Abstiegs&auml;ngsten Bedrohten und von Arbeitslosigkeit Gedem&uuml;tigten, vielfach Mitglieder der Mittelschicht, zum Teil auch des Bildungsb&uuml;rgertums, die sich vor der Zukunft &auml;ngstigten und keineswegs gegen den Antisemitismus gefeit waren, im Gegenteil.<br>\nZwar sind Gesellschaften mit einer breiten Mittelschicht und ohne gro&szlig;e soziale Diskrepanzen eine beg&uuml;nstigende soziale Voraussetzung f&uuml;r freiheitliche gem&auml;&szlig;igte Politik und Demokratien &ndash; wie die Geschichte der politischen Ideen seit zweitausend Jahren lehrt. Wenn aber die Diskrepanzen zwischen Arm und Reich immer gr&ouml;&szlig;er werden und die Mittelschicht Angst bekommt, zwischen Reich und Arm zerrieben zu werden, wenn auch f&uuml;r die einzelnen Menschen Prekariat und jederzeitiger sozialer Abstieg drohen, dann sucht sich diese mit Ohnmacht gepaarte Angst eben als Blitzableiter jene Menschen, an denen sie ohne Gefahr ihre Wut abreagieren kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/einblick.dgb.de\/++co++ff668590-9800-11e4-905c-52540023ef1a\">DGB<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> An der Berichterstattung der Mainstreammedien zu Pegida f&auml;llt auf, dass bisher jeder Ansatz zu einer gesellschaftlichen Analyse vermieden wurde, welche die Pegida-Bewegung auch als sozialen Protest sieht bzw. fragt welche gesellschaftlichen und sozialen Ver&auml;nderungen deren Ausl&ouml;ser sind. Ob Pegida nun von um ihre Position f&uuml;rchtende Mittelstandsb&uuml;rger getragen wird oder doch unterschwelliger Protest gegen die &bdquo;marktkonforme Demokratie&ldquo; ist, dies w&auml;re zu diskutieren. Eine Diskussion &uuml;ber die  gesellschaftlichen Verh&auml;ltnisse im neoliberalen, sozial-darwinistischen Kapitalismus und dessen Profiteure, die dann gef&uuml;hrt werden m&uuml;sste, ist allerdings das Letzte was politisch gew&uuml;nscht ist.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Europa und die Deflation<\/strong><br>\nDas Konjunkturprogramm und die Zukunft der Eurozone<br>\nToo little, too late. Auf diesen Nenner l&auml;sst sich der halbherzige Versuch der EU-Kommission bringen, mittels eines Investitionsprogramms die drohende Deflation im Euroraum abzuwenden. Das auf dem EU-Gipfel am 18. Dezember beschlossene &bdquo;Wachstumspaket&ldquo;, das ma&szlig;geblich von EU-Kommissions-Pr&auml;sident Jean-Claude Juncker konzipiert wurde, soll schon im Juni 2015 initiiert werden. Bis dahin wird Br&uuml;ssel &uuml;ber die konkreten Investitionsprojekte entscheiden, deren Finanzierung im Rahmen des 315 Milliarden Euro umfassenden Investitionsprogramms die EU-Staaten bei der EU-Kommission beantragen k&ouml;nnen. Bislang haben die 28 EU-Staaten Projektvorschl&auml;ge im Wert von 1300 Milliarden Euro eingereicht.<br>\nDie &ouml;ffentlichen Mittel sollen sich in diesem Konjunkturprogramm auf gerade mal 21 Milliarden Euro belaufen, wobei noch nicht gekl&auml;rt ist, welche L&auml;nder in diesen Fond einzahlen werden. Bisher haben nur Frankreich, Luxemburg, Litauen und &Ouml;sterreich zugesagt. Die Bundesregierung h&auml;lt sich mit verbindlichen Zusagen zur&uuml;ck.<br>\nWie will nun Juncker &ldquo;private Investoren&rdquo; dazu bewegen mit Investitionen die mickrigen 21 Milliarden auf die beachtliche Summe von 315 Milliarden Euro zu erh&ouml;hen? Scheinbar durch die Privatisierung der Profite und die Sozialisierung der Risiken und Kosten. Denn die &ouml;ffentlichen Gelder sollen daf&uuml;r aufgewendet werden, die gr&ouml;&szlig;ten Investitionsrisiken abzufedern. Die Investitionen sollen vorzugsweise im Rahmen der ber&uuml;chtigten &Ouml;ffentlich-privaten Partnerschaften (Public-private-Partnership &ndash; PPP) realisiert werden, was letztendlich auf die weitere schleichende Teilprivatisierung &ouml;ffentlicher Dienstleistungen und Infrastruktur hinausl&auml;uft. Angesichts der problematischen Finanzlage in vielen EU-Staaten sollen die PPP die &ldquo;Liquidit&auml;t der Finanzm&auml;rkte&rdquo; zu einer besseren &ldquo;Anwendung in der Gesamtwirtschaft&rdquo; verleiten. Hierbei sollen M&ouml;glichkeiten, die &ouml;ffentlichen Dienstleistungen und Infrastruktureinrichtungen in kostenpflichtige Angebote zu verwandeln (w&ouml;rtlich: &ldquo;user charging&rdquo;), &ldquo;&uuml;berall dort wahrgenommen werden, wo es m&ouml;glich ist&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/31-2015\/++co++69d8c82e-9cb7-11e4-b724-52540066f352\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>So hilft Luxemburg Amazon beim Steuernvermeiden<\/strong>\n<ul>\n<li>Die EU ermittelt, ob Luxemburg dem Internetversandh&auml;ndler Amazon unfaire Steuervorteile gew&auml;hrt hat. In einem vorl&auml;ufigen Urteil kommt die Europ&auml;ische Kommission zu dem Schluss: Das Modell ist illegal.<\/li>\n<li>Luxemburg und Amazon wehren sich dagegen. Das Gro&szlig;herzogtum hat weitere Unterlagen nach Br&uuml;ssel geschickt, die den Verdacht entkr&auml;ften sollen.<\/li>\n<li>Der nun ver&ouml;ffentliche Bericht der EU zeigt im Detail, wie weit Luxemburg Amazon entgegengekommen ist, damit der Konzern dort deutlich weniger Steuern zahlt. Nach Luxemburg flie&szlig;en auch die Gewinne von Amazon.de. <\/li>\n<\/ul>\n<p>Nach nur elf Arbeitstagen bekam Amazon seinen Freibrief. In dieser kurzen Zeit pr&uuml;ften und genehmigten die Luxemburger Beh&ouml;rden das komplexe Steuermodell f&uuml;r die neue Europazentrale des Internetversandh&auml;ndlers. Und das Modell ist &auml;u&szlig;ert vorteilhaft. So vorteilhaft, dass die Europ&auml;ische Kommission starke Hinweise darauf sieht, dass es illegal ist. Jetzt hat die Br&uuml;sseler Beh&ouml;rde erste Ermittlungsergebnisse vorgelegt.<br>\nDas Verfahren ist brisant f&uuml;r Amazon, f&uuml;r Luxemburg &ndash; und f&uuml;r den Kommissionspr&auml;sidenten Jean-Claude Juncker. Sollte Junckers Beh&ouml;rde bei ihrem Urteil bleiben, droht Amazon eine hohe Nachzahlung. Der Konzern m&uuml;sste im schlimmsten Fall alle Steuervorteile zur&uuml;ckzahlen, es geht mutma&szlig;lich um Hunderte Millionen Euro. Und das Gro&szlig;herzogtum st&uuml;nde nach den Berichten &uuml;ber Luxemburg-Leaks wieder als Steueroase am Pranger. Die Enth&uuml;llungen hatten gezeigt, wie das Gro&szlig;herzogtum internationalen und deutschen Konzernen hilft, Steuern in Milliardenh&ouml;he zu vermeiden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/bericht-der-eu-so-hilft-luxemburg-amazon-beim-steuernvermeiden-1.2306814\">S&uuml;ddeutsche.de<\/a><\/p>\n<p>Passend dazu: <strong>Juristisches Nachspiel f&uuml;r Luxemburg<\/strong><br>\nDie EU-Kommission versch&auml;rft ihren Kampf gegen dubiose Steuersparmodelle von Konzernen und geht davon aus<br>\nWien &ndash; Einfache B&uuml;rger w&uuml;rden &uuml;ber ein solches Ma&szlig; an Beh&ouml;rdeneffizienz jubilieren. Der Onlineh&auml;ndler Amazon hat im Oktober 2003 seinen Europa-Sitz nach Luxemburg verlegt. Der Konzern wollte vorher wissen, welche steuerlichen Belastungen sich f&uuml;r ihn dort ergeben werden.<br>\nEntsprechend der im F&uuml;rstentum &uuml;blichen Praxis &uuml;bersandte man den Luxemburgern ein Firmenorganigramm mitsamt einer Erkl&auml;rung dar&uuml;ber wie und wo man k&uuml;nftig Gewinne versteuern m&ouml;chte. Die Sachlage war komplex, Amazon wollte mehrere Tochtergesellschaften errichten. Doch bereits elf Tage nach dem Antrag auf Genehmigung kam die Antwort der Luxemburger Finanzverwaltung: Der Onlineh&auml;ndler bekam gr&uuml;nes Licht.<br>\nZw&ouml;lf Jahre sp&auml;ter sieht es so aus, als h&auml;tte die Episode ein juristisches Nachspiel f&uuml;r Luxemburg und den Onlineh&auml;ndler. Die EU-Kommission hat am Freitag eine Einsch&auml;tzung dar&uuml;ber ver&ouml;ffentlicht, ob die Steuerabsprachen Amazons mit dem F&uuml;rstentum rechtm&auml;&szlig;ig sind. Das Ergebnis f&auml;llt eindeutig aus. Laut Kommission deutet alles darauf hin, dass Luxemburg Amazon seit Jahren illegale Steuervorteile gew&auml;hrt. Die Rede ist von einer verbotenen staatlichen Beihilfe. Eines der vielen Indizien daf&uuml;r ist laut Br&uuml;sseler Beh&ouml;rde, dass Amazon wichtige Berechnungen &uuml;ber seine Gesch&auml;ftst&auml;tigkeit nie vorgelegt hat. Ein weiteres Indiz ist, dass die Pr&uuml;fung des Antrages nur elf Tage dauerte, also nicht sehr substanziell ausgefallen sein d&uuml;rfte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/text.derstandard.at\/2000010524625\/Steuerprofiteur-Amazon-Juristisches-Nachspiel-fuer-Luxemburg\">der standard.at<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Kapitaldeckung als Pensionssackgasse<\/strong><br>\nAuch in der Politik gibt es die Gefahr, dass man vor lauter B&auml;umen den Wald nicht mehr sieht. Der Lobbyismus f&uuml;r ein kapitalgedecktes Pensionssystem, das in Deutschland zur Einf&uuml;hrung der sogenannten &bdquo;Riester-Rente&ldquo; gef&uuml;hrt hat, ist nun auch in &Ouml;sterreich verst&auml;rkt aktiv. Fehler sollte man nicht wiederholen, sondern aus ihnen lernen: Das Umlagesystem erm&ouml;glicht zwar weniger Gewinne f&uuml;r private Pensionsversicherer, aber h&ouml;here Pensionen\/Renten und\/oder niedrigere Beitr&auml;ge f&uuml;r die Versicherten.<br>\nEs ist die besondere Kunst des ausgebufften Lobbyismus, seine Interessen unter einem Wust von Sach- und Fachbegriffen zu verstecken. Wenn dann noch die Bewunderung der Unkundigen f&uuml;r vermeintliche Intelligenz der angeblich Sachverst&auml;ndigen hinzutritt, haben die Geldprofiteure schon gewonnen. Sie verstecken &bdquo;Geld&ldquo; hinter &bdquo;Geist&ldquo; jedenfalls dem, was die &bdquo;Sachverst&auml;ndigen&ldquo; daf&uuml;r angeben.<br>\nDem gegen&uuml;ber gibt es die Kraft des gesunden Menschenverstandes zu mobilisieren, die seine Ziele gem&auml;&szlig; der aufkl&auml;rerischen Maxime formuliert: &bdquo;Habe Mut, dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen!&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/kapitaldeckung-als-pensionssackgasse\/\">Arbeit &amp; Wirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Der schwache Euro, ein W&auml;hrungskrieg und die Zuwanderung<\/strong><br>\nWenn es nicht wahr w&auml;re, man k&ouml;nnte es nicht glauben: In dem Land, in dem man seit mehr als einer Dekade nichts anderes zu tun hat, als die Welt mit den eigenen Waren zu &uuml;berschwemmen und zum gr&ouml;&szlig;ten Gl&auml;ubiger der Weltwirtschaft aufzusteigen, hofft man auf einen noch schw&auml;cheren Euro. Angesichts der eklatanten Schw&auml;che des Euro, der gerade eine Abwertung gegen&uuml;ber dem US-Dollar von gut zwanzig Prozent hingelegt hat, tr&auml;umen viele nun schon von der Parit&auml;t zum Dollar, also einem Euro, der so schwach ist, dass er die ganze europ&auml;ische Wirtschaft aus dem Sumpf ziehen k&ouml;nnte. Deutsche Unternehmer sind schon dabei, die &bdquo;anderen&ldquo; noch weiter aus den M&auml;rkten zu dr&auml;ngen und schw&auml;rmen von ganz neuen Marktchancen f&uuml;r die deutschen Produkte. Der schwache Euro ist, wie es ein deutscher &bdquo;W&auml;hrungsexperte&ldquo; in einem Handelsblatt-Video nennt, ein &bdquo;Himmelsgeschenk&ldquo;.<br>\nWelcher Himmel Deutschland ein solches Geschenk machen k&ouml;nnte, will ich einmal dahingestellt sein lassen. Jeder Mensch aber, der seine f&uuml;nf Sinne beieinander hat, muss fragen, wer die &bdquo;anderen&ldquo; sind, die jetzt endlich mal wieder mit Gewalt &uuml;ber den Tisch gezogen werden sollen. Wo sollen die Arbeitspl&auml;tze verloren gehen, die von der deutschen Industrie jetzt zus&auml;tzlich noch gewonnen werden? Sind diese anderen verr&uuml;ckt, dass sie das hinnehmen, oder einfach zu schwach, um sich gegen eine neue Runde des deutsch-europ&auml;ischen Merkantilismus zur Wehr zu setzen?<br>\nDie Schweiz mir ihrem notorisch hohen Leistungsbilanz&uuml;berschuss mag es ja verdient haben, dass ihre Unternehmen von den M&auml;rkten der Welt gefegt werden, aber wird sich die Eurozone mit fast 350 Millionen Einwohnern durch die Eroberung der Exportm&auml;rkte, die bisher von den 8 Millionen Schweizern gehalten werden, sanieren k&ouml;nnen? Die W&auml;hrungen der Schwellen- und Entwicklungsl&auml;nder sind derzeit auch fast alle unter Abwertungsdruck, von Osteuropa und Russland ganz zu schweigen. Japan versucht seit langem, den Yen zu schw&auml;chen und China &ndash; wo der &Uuml;berschuss in der Leistungsbilanz in den vergangenen Jahren schon erheblich geschrumpft ist &ndash; wird nicht zulassen, dass es selbst zum Kapitalimporteuer wird, also zu einem Land mit Leistungsbilanzdefizit, weil es nicht abh&auml;ngig werden will von westlichen Kapitalm&auml;rkten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/der-schwache-euro-ein-waehrungskrieg-und-die-zuwanderung\/\">flassbeck-economics<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>10 Jahre Hartz IV: gegen das Armutssystem &ndash; f&uuml;r Menschenw&uuml;rde statt B&uuml;rokratie<\/strong><br>\nEin Aufruf von Hartz4-Plattform-Sprecherin Brigitte Vallenthin zur Unterst&uuml;tzung eines Crowdfunding f&uuml;r die Hausstein-Studie zur Ermittlung bedarfsgerechter Regels&auml;tze.<br>\nTrotz &ndash; oder wegen? &ndash; der allt&auml;glichen Diskriminierungen, Schikanen und Armutsfolgen von Hartz IV werden in Andrea Nahles Arbeitsministerium und Frank-J&uuml;rgen Weises Bundesagentur f&uuml;r Arbeit am 1. Januar die Champagnerkorken knallen. Mit Hilfe &uuml;ppiger Boni &ndash; so wie sie sich bei den Banken &bdquo;bew&auml;hrt&ldquo; haben. Als Belohnung f&uuml;r Leistungsk&uuml;rzungen feiern Statistik-Manipulation der Arbeitslosenzahlen gl&auml;nzende Erfolge. Da schaut die Politik besser nicht so genau hin &ndash; auf die traurige Lebenswirklichkeit in unserer galoppierend verarmenden Gesellschaft. B&uuml;rokratie und Statistik siegen auf der ganzen Linie &uuml;ber das, was die M&uuml;tter und V&auml;ter des Grundgesetzes einmal Menschenw&uuml;rde nannten.<br>\nZwar mahnt Armutsforscher Prof. Christoph Butterwegge im Bl&auml;tterwald ebenso wie im weltweiten Netz seit Jahren, wie&rsquo;s wirklich aussieht in unserem Lande. Doch w&auml;hrend der von durch die Hartz IV-Gesetze verursachter Spaltung der Gesellschaft spricht und von tiefen seelischen Verwundungen, holt die Politik die drei Affen aus dem Schrank. Nicht sehen, dass Hartz IV &bdquo;stigmatisiert, sozial ausgrenzt isoliert&ldquo;! Nicht h&ouml;ren, dass &bdquo;die Furcht vor dem materiellen Absturz sogar in der Mittelschicht um sich greift&ldquo; und die &bdquo;soziale Abw&auml;rtsspirale (&hellip;) auch ihren aufrechten Gang&ldquo; beeintr&auml;chtigt. Und nicht sagen, dass im Lande bereits eine &bdquo;Parallelgesellschaft existiert&ldquo; und dass &bdquo;Hartz IV (&hellip;) heute die Grenze eines akzeptierten Lebensstandards und der b&uuml;rgerlichen Seriosit&auml;t&ldquo; bezeichnet. Denn &bdquo;jenseits davon beginnt eine Zone der Verachtung gegen&uuml;ber Transferleistungsbeziehern, mit denen die &bdquo;Leistungstr&auml;ger&ldquo; (&hellip;) nichts mehr zu tun haben wollen<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.hartz4-plattform.de\/2014\/12\/tun-wir-was-gegen-das-armutssystem-fuer-menschenwuerde-statt-buerokratie\/\">Hartz4 Plattform<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Hartz IV &ndash; Druck auf die L&ouml;hne<\/strong><br>\nVor zehn Jahren, am 1. Januar 2005 trat die vierte Stufe der Hartz-Reformen in Kraft. Kernbestandteil war die Einf&uuml;hrung des Arbeitslosengeldes II (Hartz-IV) und die Abschaffung der &bdquo;Arbeitslosenhilfe&ldquo;. Die Lohnersatzrate der Arbeitslosenhilfe lag bei 53 Prozent des fr&uuml;heren Einkommens. An ihre Stelle trat die neue Sozialleistung Hartz IV, in welcher das Niveau auf die H&ouml;he der Sozialhilfe herabgesetzt wurde. Gleichzeitig wurde die Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes deutlich verk&uuml;rzt. Nach einem Jahr Arbeitslosigkeit wird somit nicht mehr ein nach Erwerbst&auml;tigkeit erreichter individueller Lebensstandard erm&ouml;glicht, sondern lediglich das Existenzminimum gesichert. Die H&ouml;he der Leistung f&uuml;r eine alleinstehende Person (391 Euro Regelsatz zuz&uuml;glich Unterkunftskosten) liegt damit deutlich unterhalb der offiziellen Armutsschwelle von 979 Euro. Die plakative Parole &bdquo;Hartz IV ist Armut per Gesetz&ldquo; entspricht damit leider der Realit&auml;t. Hartz-IV-Empf&auml;nger sind verpflichtet jede zumutbare Arbeit anzunehmen. Dabei wird keine R&uuml;cksicht auf Berufserfahrung und Qualifikation des Arbeitssuchenden oder die H&ouml;he der Entlohnung genommen. L&ouml;hne, die ein Drittel unterhalb des tariflichen Niveaus liegen, m&uuml;ssen akzeptiert werden. Die Kombination der beiden Elemente &ndash; Arbeitslosenunterst&uuml;tzung auf Sozialhilfeniveau f&uuml;r langj&auml;hrige Besch&auml;ftigte und Zwang zur Annahme fast jeden Arbeitsangebotes &ndash; ist das zentrale Druckmittel gegen alle Lohnabh&auml;ngigen. Bei den Besch&auml;ftigten hat die Angst vor Arbeitslosigkeit seit der Einf&uuml;hrung von Hartz IV zugenommen. In der Folge ist ihre Bereitschaft gewachsen, schlechte Arbeitsbedingungen und niedrige L&ouml;hne zu akzeptieren. Erwerbslose werden seit dem 1. Januar 2005 von den Jobcentern gezwungen, jeden prek&auml;ren Job anzunehmen. Beides zusammen hat die Verhandlungsposition von Besch&auml;ftigten und Arbeitssuchenden auf dem Arbeitsmarkt massiv geschw&auml;cht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/++co++0a59b8d2-9a59-11e4-9055-52540066f352\">Gegenblende<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Atomenergie<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Schmutziger Deal: wie die Politik den Atomkonzernen zu Millionen-Klagen verhilft<\/strong><br>\nGeorg Restle: &bdquo;Seit ein paar Wochen steht es fest: Rund 900 Millionen Euro fordern die deutschen Atomkonzerne von Bund und L&auml;ndern. 900 Millionen als Schadenersatz wegen der vor&uuml;bergehenden Stilllegung von Atomkraftwerken nach dem atomaren Gau von Fukushima. Dies allein ist kein Skandal. Das, was wir Ihnen jetzt zeigen, allerdings schon. Denn offenbar haben Regierungsvertreter auf Bundes- und Landesebene kr&auml;ftig mitgeholfen, dass diese Klagen &uuml;berhaupt m&ouml;glich wurden. Und das nicht aus Dummheit, sondern aus engster Verbundenheit. Recherchen von Jan Schmitt und Nikolaus Steiner.&rdquo;<br>\nDas ist die Geschichte einer beispiellosen Absprache zwischen Spitzenpolitikern und Konzernbossen auf Kosten der Steuerzahler. Und es ist die Geschichte eines Briefes, der uns alle hunderte Millionen Euro kosten k&ouml;nnte. Bonn Dezember 2014: Hier, beim Landgericht Bonn geht kurz vor Jahreswechsel die Klage des Energieversorgungsunternehmens EnBW ein. Es ist die dritte Klage dieser Art. Insgesamt fordern die Atomkonzerne RWE, E.ON und EnBW von Bund und L&auml;ndern rund 882 Millionen Euro Schadenersatz.<br>\nSylvia Kotting-Uhl (B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen), Atompolitische Sprecherin: &bdquo;Die Atomkraft war f&uuml;r die Energiekonzerne ein Riesengesch&auml;ft, Milliardengewinne &uuml;ber Jahrzehnte. Und jetzt, nachdem klar ist, dass die Atomkraft, der Nutzen aus dem Stromverkauf ein Auslaufmodell ist, dass das zu Ende geht, versuchen sie noch einmal &uuml;ber Klagen dem Steuerzahler Millionen &ndash; wenn nicht Milliarden &ndash; abzunehmen.&ldquo;<br>\nR&uuml;ckblende: M&auml;rz 2011. Eine gigantische Flutwelle zerst&ouml;rt das Kernkraftwerk Fukushima, in drei Reaktoren kommt es zur Kernschmelze. Der Gau ist da. Es ist die Macht dieser Bilder, die die Politik zum Umdenken zwingt. Die gerade erst von Schwarz-Gelb beschlossene Laufzeitverl&auml;ngerung f&uuml;r deutsche Atommeiler wird infrage gestellt, stattdessen soll ihre Sicherheit &uuml;berpr&uuml;ft werden und die sieben &auml;ltesten Kernkraftwerke gehen vom Netz.<br>\nAngela Merkel (14.03.2011): &bdquo;Dies ist ein Moratorium. Und dieses Moratorium gilt f&uuml;r drei Monate.&ldquo;<br>\nBetroffen vom Moratorium unter anderem der Altreaktor Biblis B. Betreiber RWE f&auml;hrt ihn aber auch nach dem Moratorium nicht wieder hoch, obwohl er das eigentlich durfte. Trotzdem klagt RWE auch f&uuml;r diese Zeit auf Schadenersatz. Und genauso machen es auch die anderen Energiekonzerne. Insgesamt wollen sie also 882 Millionen Euro vom Staat. Warum aber wurden die Atomkraftwerke nicht einfach wieder hochgefahren? In ihren Klageschriften, die MONITOR vorliegen, dient den Energiekonzernen daf&uuml;r ein Brief als zentrales Argument. Er stammt vom Hessischen Ministerpr&auml;sidenten Volker Bouffier, und er k&ouml;nnte Gold wert sein. Volker Bouffier schreibt an den Chef von RWE. Er warnt davor, das Kernkraftwerk Biblis B nach dem Moratorium wieder hochzufahren. Ansonsten werde<br>\nZitat: &bdquo;die hessische Atomaufsicht (&hellip;) dagegen vorgehen&ldquo;.<br>\nKlingt wie eine klare Drohung an die Atomkonzerne. F&uuml;r Atomrechtsexperten hat Bouffier ihnen damit aber eindeutig in die H&auml;nde gespielt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/sendungen\/atomkonzerne100.html\">Monitor<\/a><\/li>\n<li><strong>Angriff aufs Zwischenlager<\/strong>\n<ul>\n<li>Nach einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts verliert mit Brunsb&uuml;ttel erstmals ein Atomm&uuml;ll-Zwischenlager endg&uuml;ltig seine Betriebsgenehmigung.<\/li>\n<li>Es lie&szlig; sich nicht nachweisen, dass es gegen Terroranschl&auml;ge und andere Angriffe ger&uuml;stet ist.<\/li>\n<li>Konkrete Folgen des Gerichtsurteils sind fraglich. Es gibt bereits eine Art Notgenehmigung f&uuml;r das Zwischenlager.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Am Ende hat Anke Dreckmann selbst nicht mehr an eine Entscheidung geglaubt. &ldquo;Richter sind auch nur Menschen&rdquo;, sagt sie. &ldquo;Ich hab gedacht, die lassen das liegen.&rdquo; Dann w&auml;re beim Kernkraftwerk Brunsb&uuml;ttel und seinem Atomm&uuml;ll alles weitergegangen wie gehabt. Im Zwischenlager, keine sechs Kilometer vom Haus der Dreckmanns entfernt, h&auml;tten die neun Castor-Beh&auml;lter erst mal unbehelligt bleiben k&ouml;nnen. Es kam anders.<br>\nAm Freitag haben die Richter der Bundesverwaltungsgerichts dem Ehepaar Dreckmann auf ganzer Linie recht gegeben. Eine allerletzte Beschwerde des Bundesumweltministeriums &ndash; gegen ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts Schleswig &ndash; wiesen die Leipziger Richter zur&uuml;ck. Damit verliert erstmals ein Atomm&uuml;ll-Zwischenlager endg&uuml;ltig seine Betriebsgenehmigung. Es lie&szlig; sich schlicht nicht nachweisen, dass es gegen Terroranschl&auml;ge und andere schauerliche Szenarien ger&uuml;stet ist. F&uuml;r die Dreckmanns endet ein elfj&auml;hriger Marathon durch die Gerichte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/brunsbuettel-angriff-aufs-zwischenlager-1.2308068\">S&uuml;ddeutsche.de<\/a><\/p>\n<p>Passend dazu: <strong>AKW Brunsb&uuml;ttel &ndash; Urteil bringt neue Probleme<\/strong><br>\nDer Betreiber des Atomkraftwerks Brunsb&uuml;ttel hat ein M&uuml;ll-Problem mehr: Nachdem im vergangenen Jahr klar geworden war, wie viele F&auml;sser mit Atomm&uuml;ll vor sich hin rotten, entschied das Bundesverwaltungsgericht am Freitag, dass die Genehmigung des Zwischenlagers f&uuml;r Castoren rechtswidrig war und damit nichtig ist. Neun solcher Beh&auml;lter voller hoch radioaktivem Abfall stehen bisher in dem oberirdischen Geb&auml;ude. In den 630 F&auml;ssern im Keller des AKW lagert schwach- und mittelradioaktiver Abfall. Mindestens 154 von ihnen sind stark besch&auml;digt und m&uuml;ssen geborgen werden, das ergaben Untersuchungen im vergangenen Jahr.<br>\nIm Druckbeh&auml;lter des AKW befinden sich noch Brennelemente, die eigentlich in etwa zw&ouml;lf weiteren Castoren ins Zwischenlager gebracht werden sollten. Das ist nun nicht mehr m&ouml;glich. Das Gericht in Leipzig best&auml;tigte die Aufhebung der Genehmigung durch das Oberverwaltungsgericht Schleswig (OVG) vom Juni 2013.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/schleswig-holstein\/AKW-Brunsbuettel-Urteil-bringt-neue-Probleme,brunsbuettel326.html\">NDR.de<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Vorratsdatenspeicherung &ndash; Ex-Bundesjustizministerin will Vorratsdatenspeicherung verhindern<\/strong><br>\nMit Vorratsdatenspeicherung werden blo&szlig; die &Auml;ngste der Menschen vor Anschl&auml;gen instrumentalisiert, findet die fr&uuml;here Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger.<br>\nDie fr&uuml;here Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger wirft Sicherheitspolitikern von Union und SPD vor, die angespannte Lage nach den Terrorattacken von Paris ausnutzen zu wollen.<br>\n&ldquo;Die Diskussion &uuml;ber die Vorratsdatenspeicherung ist ein erprobtes Mittel, die &Auml;ngste der B&uuml;rger vor Anschl&auml;gen zu instrumentalisieren&rdquo;, sagte die FDP-Politikerin.<br>\nIn der bis 2013 amtierenden schwarz-gelben Koalition hatte Leutheusser-Schnarrenberger eine Wiedereinf&uuml;hrung der Speicherung von Handy- und Internetverbindungsdaten zur Terrorabwehr blockiert &ndash; und sich viele Auseinandersetzungen mit der Union geliefert. Sie sieht auch nach Paris keinen Grund, eine andere Haltung einzunehmen.<br>\n&ldquo;Schwarz-rote Sicherheitspolitiker wollen nun ihre Agenda durchsetzen, obwohl anlass- und verdachtslose &Uuml;berwachung seit dem Urteil des Europ&auml;ischen Gerichtshofs nicht mehr zul&auml;ssig ist&rdquo;, meinte sie. Das gelte auch f&uuml;r eine pauschale Verwertung aller Flugpassagierdaten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/vorratsdatenspeicherung-ex-bundesjustizministerin-will-ueberwachung-ohne-verdacht-verhindern-2167223.html\">Stern<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Juncker zum Schandfleck des Jahres 2014 nominiert<\/strong><br>\nZum dritten Mal verleiht das Netzwerk Soziale Verantwortung (NeSoVe) &ndash; ein Zusammenschluss gewerkschaftlicher und zivilgesellschaftlicher Organisationen in &Ouml;sterreich &ndash; den Schm&auml;hpreis &bdquo;Schandfleck des Jahres&ldquo;, eine Auszeichnung f&uuml;r besonders gesellschaftlich unverantwortliche Unternehmen, Organisationen, Institutionen und Einzelpersonen.<br>\nUnter den sechs Nominierungen befindet sich auch EU-Kommissionspr&auml;sident Jean-Claude Juncker. Seine Nominierung &bdquo;f&uuml;r besondere Verdienste um die Aufrechterhaltung der Steuervermeidung und -hinterziehung, Abbau des Sozialstaates, der Demokratie und den Verrat europ&auml;ischer Werte&ldquo;.  In seiner Amtszeit als luxemburgischer Finanzminister und Regierungschef hat er das Land zu einer der wichtigsten Steueroasen in der EU &ndash; und damit zu einem europ&auml;ische Zentrum der Steuervermeidung  bzw. -hinterziehung ausgebaut. Dies zum Schaden derer, die um die Steuereinnahmen geprellt wurden.<br>\n&ldquo;Juncker ist nicht nur der Patron der SteuervermeiderInnen, er steht f&uuml;r den Abbau des Sozialstaates im Interesse von Kapital und Profit. Juncker &ndash; medial jahrelang als &bdquo;Parade-Europ&auml;er gefeiert&ldquo; &ndash; steht f&uuml;r eine EU, die Gerechtigkeit, Solidarit&auml;t und mehr Europa predigt und Eigennutz und nationale Interessen voranstellt. Juncker repr&auml;sentiert das Europa der Konzerne, das nicht im Interesse der Mehrheit der Menschen agiert und damit letztlich ein gemeinsames Europa zerst&ouml;rt&rdquo;, hei&szlig;t es in dem die Nominierung unterst&uuml;tzenden Dossier.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.schandfleck.or.at\">Schandfleck<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.schandfleck.or.at\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Juncker_Dossier_Schandfleck-des-Jahres2014.pdf\">Dossier<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Das Allerletzte &ndash; Wolfgang Sch&auml;uble erkl&auml;rt sich Pegida mit der demografischen Entwicklung<\/strong><br>\nBundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble sieht eine Ursache f&uuml;r die Pegida-Bewegung in der Alterung der deutschen Gesellschaft. &ldquo;Eine wachsende Zahl der &Auml;lteren ist heute mehr oder weniger frei von materiellen Sorgen, und darum machen sich manche eben andere Sorgen,&rdquo; sagte Sch&auml;uble im Gespr&auml;ch mit dem SPIEGEL.<br>\nImmer, wenn es den Menschen gut gehe, wollten sie festhalten an dem, was ihnen gefalle. &ldquo;Und sie sind leichter ansprechbar f&uuml;r Populisten, die ihnen versprechen, alles k&ouml;nnte von nun an so bleiben, wie es ist.&rdquo;<br>\nNeu erscheine ihm, dass &ldquo;solche Gruppen viel h&auml;rter f&uuml;r ihre Interessen k&auml;mpfen und sich manchmal dabei auch nicht um demokratische Mehrheitsentscheidungen oder Gerichtsurteile scheren&rdquo;, so Sch&auml;uble.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/wolfgang-schaeuble-bezeichnet-pegida-als-phaenomen-der-altersgesellschaft-a-1013339.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Zur Gedankenst&uuml;tze f&uuml;r Sch&auml;ubel, der ja auch nicht mehr der J&uuml;ngste ist. Die durchschnittliche Rentenh&ouml;he betrug im Jahre 2013 in den neuen Bundesl&auml;ndern 1096 &euro; f&uuml;r M&auml;nner und 755 &euro; f&uuml;r Frauen (Quelle: Deutsche Rentenversicherung, Rentenversicherung in Zahlen 2014). Damit kann man wahrlich ein Luxusleben f&uuml;hren. Man darf wohl sagen, dass es f&uuml;r Sch&auml;uble langsam Zeit wird von der politischen B&uuml;hne abzutreten.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-24655","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24655","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=24655"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24655\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":24658,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24655\/revisions\/24658"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=24655"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=24655"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=24655"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}