{"id":24700,"date":"2015-01-23T08:48:22","date_gmt":"2015-01-23T07:48:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24700"},"modified":"2015-01-23T08:48:22","modified_gmt":"2015-01-23T07:48:22","slug":"hinweise-des-tages-2297","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24700","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24700#h01\">EZB<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24700#h02\">EU-Kommission: &ldquo;TTIP ist f&uuml;r Entwicklungsl&auml;nder eine Goldgrube&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24700#h03\">PEGIDA und Co.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24700#h04\">Fachkr&auml;ftemangel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24700#h05\">Hartz IV oder Vollzeit-Job? So viel m&uuml;ssen Sie verdienen, um Hartz-IV-Niveau zu erreichen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24700#h06\">Angst schafft Fakten: Sicherheitslage dient in Belgien als Begr&uuml;ndung f&uuml;r Demonstrationsverbote<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24700#h07\">IKEA: Zahlst Du noch oder hinterziehst Du schon?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24700#h08\">Onlinehandelsboom: Post plant Tausende Billigjobs f&uuml;r Paketzusteller<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24700#h09\">&Uuml;ber 70 Prozent der Riester-Vertr&auml;ge in der Zinsfalle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24700#h10\">Brandenburgs Bauern kritisieren Bodenverkauf an Investoren: &ldquo;Das Land wird verh&ouml;kert &ndash; und keiner will es wahrhaben&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24700#h11\">Sicherheitskonferenz in M&uuml;nchen &ndash; Aktionsb&uuml;ndnis f&uuml;rchtet Trittbrettfahrer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24700#h12\">Polizei toppt Justiz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24700#h13\">54 Verletzte &ndash; und nur ein Haftbefehl: Zahl der rechtsmotivierten Straftaten steigt im November 2014 auf &uuml;ber 1000<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24700#h14\">Allgemeine Mobilmachung gegen den Terrorismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24700#h15\">Frechheit, die die Seiten gewechselt hat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24700#h16\">Terrorismus hat mit Islam genau so wenig zu tun, wie Vergewaltigung mit Liebe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24700#h17\">Der Mythos der freien Presse: Warum die Mainstreammedien &ldquo;Mainstream&rdquo; sind<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24700#h18\">Sind die Terroristen nun Feinde oder B&uuml;rger?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24700&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>EZB<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die EZB kauft Anleihen, Deutschland warnt &ndash; aber wovor?<\/strong><br>\nDie Bundeskanzlerin mahnte bei einem Besuch der B&ouml;rse in Frankfurt laut FAZ die EZB zur Zur&uuml;ckhaltung und sagte: &bdquo;Es muss verhindert werden, dass durch das Handeln der EZB der Druck auf die Verbesserung der Wettbewerbsf&auml;higkeit nachl&auml;sst.&ldquo; Nun ist es vollends absurd. Denn einer der Kan&auml;le, auf dem die EZB versucht, die Wirtschaft anzuregen, ist die Abwertung des Euro, wodurch sich die Wettbewerbsf&auml;higkeit der Eurozone automatisch verbessert (wir haben das u.a. hier kritisiert).<br>\nLaut Angela Merkel muss verhindert werden, dass die durch die EZB-Ma&szlig;nahmen (unabsichtlich oder beabsichtigt) bewirkte Abwertung des Euro die Notwendigkeit mindert, die Wettbewerbsf&auml;higkeit zu verbessern.<br>\nWie aber soll das verhindert werden, wenn doch die Abwertung selbst quasi automatisch die Wettbewerbsf&auml;higkeit verbessert? Und zwar die aller Euro-Staaten gleicherma&szlig;en. Die problematischen Preisverh&auml;ltnisse zwischen den EWU-Mitgliedsl&auml;ndern untereinander &auml;ndern sich dadurch gar nicht und insoweit auch nicht der interne Druck innerhalb der W&auml;hrungsunion.<br>\nOder will die Bundeskanzlerin zum Ausdruck bringen, dass sie eine Verbesserung der Wettbewerbsf&auml;higkeit einzelner EWU-L&auml;nder bevorzugt, die unter den gegebenen lohnpolitischen Bedingungen in Deutschland nur dann zustande kommen kann, wenn die L&ouml;hne in den Krisenl&auml;ndern absolut sinken, Deflation und Depression herrschen, die Menschen entsprechend leiden und die betreffende L&auml;nder an den Rand des politischen Chaos geraten?<br>\nDas muss es wohl sein. Abwertung z&auml;hlt eigentlich auch nicht, die nimmt auch den Druck, den diese verlotterten Gesellschaften rund um Deutschland herum brauchen, um sich endlich wie Deutschland zusammenzurei&szlig;en und Disziplin zu zeigen. Nur wer diszipliniert ist, hat eine Chance, denn, das hat die Bundeskanzlerin ausrechnen lassen, &bdquo;90 Prozent des Wachstums der Weltwirtschaft findet au&szlig;erhalb Europas statt&ldquo;.<br>\nDann aber sagte sie den eigentlich entscheidenden Satz: &bdquo;Letztlich wird Wachstum aber nur durch eine Verbesserung der Wettbewerbsf&auml;higkeit erreicht&ldquo; (zitiert nach FAZ). Laut offiziellem Redetext hei&szlig;t der Satz so: &bdquo;Wachstum entsteht nur durch Wettbewerbsf&auml;higkeit; und die Wettbewerbsf&auml;higkeit im Euroraum l&auml;sst in Teilen zu w&uuml;nschen &uuml;brig.&ldquo; Da ist es endlich einmal vollkommen klar gesagt, was die Grundlage der gesamten deutschen Politik ist. Und diese Grundlage ist schlicht und einfach falsch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/die-ezb-kauft-anleihen-deutschland-warnt-aber-wovor\/\">Flassbeck Economics<\/a><\/li>\n<li><strong>EZB-Anleihek&auml;ufe: &ldquo;Ein erneutes riesiges Bankensanierungsprogramm&rdquo;<\/strong><br>\nDie stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion, Wagenknecht, h&auml;lt ein m&ouml;gliches Anleihe-Ankaufprogramm der EZB f&uuml;r v&ouml;llig falsch. Das Geld komme nicht der Realwirtschaft zugute, sagte sie im DLF. Stattdessen handele es sich um ein Sanierungsprogramm f&uuml;r die Banken, wenn ihnen im gro&szlig;en Stil Wertpapiere abgekauft w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/ezb-anleihekaeufe-ein-erneutes-riesiges.694.de.html?dram:article_id=309419\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Da hat Frau Wagenknecht im Kern nat&uuml;rlich Recht. Die Frage ist jedoch, ob es auch im Sinne der Umverteilung von unten nach oben nicht noch schlimmer w&auml;re, wenn die EZB die Euro-Staaten durch Nichtstun in die n&auml;chste Krise schicken w&uuml;rde? Denn seien wir doch mal ehrlich &ndash; progressive Krisenl&ouml;sungen sind momentan nicht m&ouml;glich, da sich sowohl Br&uuml;ssel und Berlin als auch die Bundesbank mit aller Gewalt dagegen stemmen. Man hat realistisch gesehen also die Wahl zwischen schlechten und sehr schlechten Alternativen. Das EZB-Anleihenkaufprogramm ist dabei wohl die am wenigsten schlechte Alternative.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>EZB k&ouml;nnte Verluste bei Anleihek&auml;ufen locker schultern<\/strong><br>\nDas Verfassungsgericht muss demn&auml;chst eine unbequeme Entscheidung f&auml;llen. Mit seinem Urteil zur Krisenpolitik der Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) hat es dar&uuml;ber zu befinden, ob eine wesentliche Ma&szlig;nahme zur Beruhigung der Eurokrise rechtm&auml;&szlig;ig war. Die EZB hatte im vergangenen Jahr angek&uuml;ndigt, Staatsanleihen kriselnder Eurostaaten notfalls in &bdquo;unbegrenztem&ldquo; Ma&szlig;e anzukaufen &ndash; zu einer Zeit, als Italien und Spanien durch steigende Zinsen der Tod auf Raten drohte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.axel-troost.de\/article\/7506.was-passiert-wenn-die-ezb-verluste-macht.html\">Axel Troost\/MdB (Die Linke)<\/a>\n<p><em>Dazu auf den NachDenkSeiten:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12251\">Jens Berger &ndash; Die Milliardenl&uuml;ge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14817\">Jens Berger &ndash; H&auml;ufig gestellte Fragen: Muss der Steuerzahler f&uuml;r Verluste der Zentralbanken haften?<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Erinnern Sie sich bitte an diese Artikel, wenn Sie in diesen Tagen wieder einmal die unz&auml;hligen Artikel und Kommentare in den Qualit&auml;tszeitungen lesen, die das Gegenteil behaupten.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>EU-Kommission: &ldquo;TTIP ist f&uuml;r Entwicklungsl&auml;nder eine Goldgrube&rdquo;<\/strong><br>\nDas geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA (TTIP) birgt f&uuml;r Entwicklungsl&auml;nder unerwartete Chancen. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie des M&uuml;nchner ifo-Instituts. W&auml;hrend sich die EU-Kommission in ihrer Politik best&auml;tigt sieht, warnen NGOs vor einer transatlantischen &ldquo;Wirtschafts-NATO&rdquo; mit verheerenden Folgen f&uuml;r die globale Weltordnung.<br>\nDie ifo-Studie, die M&uuml;ller erst vor drei Monaten in Auftrag gab, solle eine &ldquo;unabh&auml;ngige Diskussionsbasis&rdquo; &uuml;ber die globalen Auswirkungen von TTIP sein, so M&uuml;ller. &ldquo;Das Handelsabkommen mit den USA bietet die einzigartige Chance, die Globalisierung gerechter zu gestalten. Wir wollen &ouml;kologische und &ouml;konomische Mindeststandards f&uuml;r die gesamte Welt setzen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.euractiv.de\/sections\/entwicklungspolitik\/eu-kommission-ttip-ist-fuer-entwicklungslaender-eine-goldbrube-311467?utm_source=EurActiv.de+Newsletter&amp;utm_campaign=c2ffc3189d-newsletter_t%C3%A4gliche_news_aus_europa&amp;utm_medium=email&amp;utm_term=0_d18370266e-c2ffc3189d-56969221\">Euractiv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Das ifo dreht sich die Sache, wie es ihm gef&auml;llt. Im Sommer 2013 erstellte das Institut im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung eine Studie &uuml;ber die globalen Auswirkungen von TTIP. Und bei dieser Studie http:\/\/www.ged-shorts.de\/content\/ausgabe-1-juni-2013\/# kam man zum exakt gegenteiligen Ergebnis:<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150123_abb7.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150123_abb7.gif\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p><em>Abgebildet sind hier die vom ifo prognostizierten Auswirkungen von TTIP auf das BIP der genannten L&auml;nder. Und siehe da &ndash; nach dieser ifo-Studie geh&ouml;ren die Entwicklungsl&auml;nder zu den eindeutigen Verlierern von TTIP! Freilich ist auch diese Studie wissenschaftlicher Humbug. Dazu: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17671\">Freihandelsstudie &ndash; Scharlatanerie im pseudowissenschaftlichen Gewand<\/a>.<\/em> <\/p>\n<p>zum Thema auch: <strong>Gabriel beleidigt TTIP-Gegner<\/strong><br>\n&ldquo;Sigmar Gabriel beleidigt die TTIP-Gegner in Deutschland, wenn er unterstellt, die Ablehnung des Freihandelsabkommens hierzulande w&auml;re besonders ein Problem, weil Deutschland &lsquo;reich und hysterisch&rsquo; sei. Weder DIE LINKE noch die Gewerkschaften lehnen TTIP ab, weil ihre Mitglieder reich sind, sondern weil die legitimen Rechte von Verbrauchern und Besch&auml;ftigten bedroht sind. Und was ist das f&uuml;r ein Demokratieverst&auml;ndnis, wenn das Eintreten f&uuml;r hart erk&auml;mpfte Rechte als hysterisch gebrandmarkt wird&rdquo;, kommentiert Michael Schlecht entsprechende &Auml;u&szlig;erungen von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel bei der Gespr&auml;chsrunde &ldquo;Europe&rsquo;s Twin Challenges: Growth and Stability&rdquo; auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Der wirtschaftspolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE weiter:<br>\n&ldquo;Gabriel will der &Ouml;ffentlichkeit erkl&auml;ren, dass wir das TTIP brauchen, damit Europa und die USA die Standards f&uuml;r internationale Freihandelsabkommen setzen. Andernfalls t&auml;ten es die USA zusammen mit China. Mit anderen Worten: Wir sollen also Standards senken, damit andere nicht noch mehr Standards senken. Das ist mit der LINKEN nicht zu machen. Wir brauchen eine gerechtere Welthandelsordnung. Das setzt sicherlich viele Verhandlungen voraus, TTIP ist jedoch eindeutig der falsche Weg.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/pressemitteilungen\/gabriel-beleidigt-ttip-gegner\/\">Linksfraktion im Bundestag<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>PEGIDA und Co.<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Alle f&uuml;r Mutti<\/strong><br>\nDas breite B&uuml;ndnis der Demokraten gegen Pegida und AfD hat einen kleinen Nebeneffekt: Es st&auml;rkt die CDU.<br>\nNat&uuml;rlich ist jeder vern&uuml;nftige Mensch instinktiv gegen eine Bewegung, die &bdquo;das Abendland&ldquo; retten m&ouml;chte. Denn seit 100 Jahren wissen wir: Es f&auml;ngt immer mit der &bdquo;Rettung des Abendlandes&ldquo; an &ndash; und endet dann blutig vor Moskau, Tobruk oder in der Normandie.<br>\nDer an diesem Erfahrungswissen geschulte deutsche Alarmismus treibt deshalb zu Recht viele Gegendemonstranten auf die Stra&szlig;e. Aber die Vehemenz, mit der auch viele Vertreter des Establishments mitmischen, &uuml;berrascht. Pl&ouml;tzlich steht man mit Bild, mit der gro&szlig;en Koalition, mit Arbeitgeberverb&auml;nden auf derselben Seite der Barrikade. Alle republikanisch vereint gegen DIE. WIR sind Charlie, wir sind Papst, wir marschieren gemeinsam gegen das B&ouml;seda. Wie auf dem wahrhaft historischen Foto von der Pariser Gro&szlig;demonstration. Unsere Medien l&uuml;gen nicht.<br>\nEs gibt also &ndash; und das ist sehr zu begr&uuml;&szlig;en &ndash; einen republikanischen Grundkonsens, hinter den niemand, der noch bei Verstand ist, zur&uuml;ck will. Auch unsere Eliten haben aus der Geschichte gelernt. Wer das bezweifelt, gilt als einsamer Spielverderber, Altlinker, Verschw&ouml;rungstheoretiker und kommt bestimmt aus dem Internet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wolfgangmichal.de\/2015\/01\/alle-fuer-mutti\/\">Wolfgang Michal<\/a><\/li>\n<li><strong>Pegida-Wahn: Nun lasst mal gut sein!<\/strong><br>\nGanz ehrlich: Es geht mir auf den Geist! Die t&auml;glichen Pegida-Wasserstandsmeldungen zu Protest und Gegenprotest erwecken den Eindruck, als g&auml;be es in diesem Land kein wichtigeres Thema als die Frage, ob in Dresden nun 20.000, in Leipzig 15.000, in K&ouml;ln 200 oder in M&uuml;nchen noch weniger auf die Stra&szlig;e gingen. Das bundesweite mediale Echo steht in einem umgekehrt proportionalen Verh&auml;ltnis zur regionalen Bedeutung der Schweigem&auml;rsche. Und wer das liberale, weltoffene Abendland durch die selbsternannten Retter desselben tats&auml;chlich in Gefahr sieht, sollte doch bitte mal auf eine Landkarte schauen.<br>\nLasst sie doch marschieren &ndash; und schaltet die Kameras aus! Es muss schlie&szlig;lich nicht jedem Kleingeist durch ein vorgehaltenes Mikrofon zu bundesweiter Ber&uuml;hmtheit verholfen werden. Ja, wir haben es kapiert: In Dresden f&uuml;hlen sich einige Gutb&uuml;rger durch Einwanderer, die es dort kaum gibt, in ihrem privaten Lebensgl&uuml;ck bedroht. Dass sie deshalb auf die Stra&szlig;e gehen, ist ihr gutes Recht. Und wenn die &Auml;ngste gar zu gro&szlig; werden, zahlt ihnen die Krankenkasse sicher auch gerne den Therapeuten. Politisch aber sollten wir uns endlich wieder den wichtigeren Themen zuwenden. Die gibt es n&auml;mlich wirklich &ndash; jenseits von Dresden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/monitor.wdr\/posts\/832164926822449?fref=nf&amp;pnref=story\">Monitor via Facebook<\/a><\/li>\n<li><strong>Die bittere Wahrheit &uuml;ber die &bdquo;Bild&ldquo; &ndash; &bdquo;Wir waren zuerst Pegida&ldquo;<\/strong><br>\nBild&ldquo; will Pegida entlarven &ndash; und entlarvt vor allem sich selbst. Sie erkennt endlich, was andere schon wussten: dass sie eine rassistische Zeitung ist.&bdquo;Jede Wahrheit braucht einen Mutigen, der sie ausspricht&ldquo; hie&szlig; einst der Werbespruch der Bild-Zeitung. Und endlich hat sie ihren Mut gefunden. &bdquo;Bild entlarvt Frau Pegida&ldquo;, schreibt sie in ihrem Aufmacher und verspricht die &bdquo;Wahrheit&ldquo; &uuml;ber die Pegida-Thesen. Geht es um den rassistischen und islamophoben Kern auf dem die Dresdner Demos basieren? Nicht ganz. Es geht darum, dass die Pegida-Sprecherin Kathrin Oertel behauptet, man habe jahrelang &bdquo;weder das Wort Asyl in den Mund nehmen, noch &uuml;ber Migranten sprechen k&ouml;nnen&ldquo;. Das, schreibt Bild, ist falsch: Die Bild habe schon lange vor Pegida diese &bdquo;brisanten Themen&ldquo; angeschnitten.<br>\nDie Bild als Hipster der Alltagsrassisten? Der, der schon islamophob hetzte, als es noch nicht beim Mainstream der gut 20.000 Pegida-Demonstranten cool war? Das k&ouml;nnte tats&auml;chlich stimmen. Die Belege liefert die Bild-Zeitung gleich selbst. Etwa den Titel &bdquo;Das wird man ja wohl noch sagen d&uuml;rfen&ldquo; aus dem Jahr 2010, in dem sie &ndash; wie jetzt Oertel &ndash; so tut, als w&uuml;rden Rassismen nicht jederzeit und immer wieder ausgesprochen. Oder &bdquo;Die bittere Wahrheit &uuml;ber Ausl&auml;nder und Hartz IV&ldquo; ebenfalls aus dem Jahr 2010, die das Bildblog schon damals als Unwahrheit entlarvte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Die-bittere-Wahrheit-ueber-die-Bild\/!153167\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>&raquo;Spaziergang&laquo; mit Jagdszenen<\/strong><br>\nBei der Legida-Demonstration in Leipzig wurden Journalisten gezielt angegriffen<br>\nWird &raquo;L&uuml;genpresse!&laquo; gebr&uuml;llt, wird ein &raquo;Auf die Fresse!&laquo; oft mitgedacht. In Leipzig haben Legida-Anh&auml;nger massiv und mehrmals Journalisten attackiert. Geplant und organisiert. [&hellip;]<br>\nEin Audiomitschnitt des Angriffs ist auf der Onlineplattform &raquo;Soundcloud&laquo; zu finden. In der 30-sek&uuml;ndigen Aufnahme des Reporters ist zun&auml;chst Gebr&uuml;ll und Gep&ouml;bel von Einzelnen zu h&ouml;ren: &raquo;Verpisst euch!&laquo; Schei&szlig; Kamera!&raquo; und &laquo;Schei&szlig; Antifa!&raquo;. Als einer der Aufnehmenden kommentiert &laquo;Immer gegen die Medien, immer&raquo;, beginnt der Angriff, die Aufnahme bricht kurz danach ab. &laquo;Bei dem Angriff, bei dem neben mir ein Kameramann geschlagen und zu Boden geworfen wurde, ist der Ordner extra aus dem Weg gegangen. Ich bin dann nur noch um mein Leben gerannt&raquo;, sagt der Reporter noch.<br>\nMarcus Fischer ist an diesem Abend als Fotoreporter unterwegs. Auch er best&auml;tigt, dass die Attacke geplant erfolgte: &laquo;Da waren pl&ouml;tzlich M&auml;nner, teilweise vermummt und mit Quarzhandschuhen&raquo; &ndash; die werden getragen, um die Schlagwirkung zu erh&ouml;hen. Fischer fotografiert die Angreifer noch, als er fliehen will, f&auml;llt er hin, wird getreten; nachdem er sich aufrappelt, wird er nach 20 Metern umgerissen. Er verletzt sich an der Hand, am Knie und der H&uuml;fte, seine Kamera wird besch&auml;digt. Er wird sich ein Attest &uuml;ber die Verletzungen ausstellen lassen und Strafanzeige erstatten. Er macht der Polizei Vorw&uuml;rfe: &laquo;Die haben nicht gehandelt, obwohl sie nicht weit weg waren. Die h&auml;tten das auf jeden Fall mitbekommen m&uuml;ssen.&raquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/959366.spaziergang-mit-jagdszenen.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Hooligan-Gewalt &uuml;berraschte Leipzigs Polizei<\/strong><br>\nMehrere Vermummte brachen am Mittwochabend aus dem Zug der antiislamischen Legida-Demonstration in Leipzig aus und hetzten Journalisten vor sich her. Mindestens ein Kameramann wurde getreten und bespuckt. Die Polizei, offenbar selbst &uuml;berrascht von der Gewalt, stand erst ratlos daneben, bevor sie ein Spalier an Beamten mit Helm und Brustpanzer um die Hooligans zog.<br>\nDer Schock ist gro&szlig; am Tag danach. Leipzigs Oberb&uuml;rgermeister Burkhard Jung (SPD) &auml;u&szlig;ert sich besorgt, ein hochrangiger Polizist aus Sachsen sagt: &ldquo;Die massive Gewalt hat uns &uuml;berrascht.&rdquo; Allerdings r&auml;umt er ein, dass es im Vorfeld bereits Anzeichen f&uuml;r eine Eskalation gegeben habe. Ordnungsamt und Legida-Anmelder rangen mehrere Tage um Datum und Route der Demo. Seit Ende vergangener Woche feststand, dass Legida auf den gestrigen Mittwoch verlegt werden w&uuml;rde, brach Nervosit&auml;t aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/legida-in-leipzig-hooligans-ueberraschten-die-polizei-a-1014404.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Was nur schwer zu verstehen ist, dass die Polizei gerade immer von rechter Gewalt v&ouml;llig &uuml;berrascht wird. Das war bei der Hogesa Randale in K&ouml;ln so, jetzt wieder bei Legida. Auch wenn es etwas weit hergeholt erscheinen mag, sollte man sich dazu diese erschreckende Dokumentation des ZDF zum NSU einmal ansehen. M&ouml;glicherweise existiert in den K&ouml;pfen der Polizei und des Staatsschutzes mehr Sympathie f&uuml;r rechtes Gedankengut als uns allen lieb sein kann.<\/em><\/p>\n<p><strong>Der Nationalsozialistische Untergrund<\/strong><br>\nDer &ldquo;Nationalsozialistische Untergrund&rdquo; &ndash; rechte Terroristen morden unerkannt zehn Jahre in Deutschland. Laut Bundesanwalt besteht der NSU aus Einzelt&auml;tern. Doch wurden wichtige Spuren nicht verfolgt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/#\/beitrag\/video\/2246210\/Der-Nationalsozialistische-Untergrund\">ZDF<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Fachkr&auml;ftemangel: Mehr Schein als Sein? Wie in der Tagesschau Nachrichten gemacht werden<\/strong><br>\n&ldquo;Recherche, bestm&ouml;gliche Recherche, und dann Zusammenh&auml;nge erkl&auml;ren.&rdquo; So lautet das Credo von ARD-aktuell, der zentralen Nachrichtenredaktion des Senders. Wie ihr Flaggschiff, die Tagesschau, dieses in die Praxis umsetzt, illustriert ein am 2. Januar gesendeter Beitrag (ab 5:30). Was nicht passt, wird passend gemacht: die angebliche Versch&auml;rfung des &ldquo;Fachkr&auml;ftemangels&rdquo; durch den &ldquo;demografischen Wandel&rdquo; und die Rente mit 63 sowie die &ldquo;freiwillige&rdquo; Rente mit 70 als alternativlose Antwort darauf. Wie schlimm es an der Basis aussieht, bezeugt eine mittelst&auml;ndische Unternehmerin, deren Probleme sich bei n&auml;herem Hinsehen zum gro&szlig;en Teil als Hirngespinste entpuppen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/43\/43911\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Hartz IV oder Vollzeit-Job? So viel m&uuml;ssen Sie verdienen, um Hartz-IV-Niveau zu erreichen<\/strong><br>\nAuch nach zehn Jahren sind noch immer viele Deutsche auf Hartz IV angewiesen. Das erstaunt, denn viele Unternehmen suchen h&auml;nderingend nach Mitarbeitern. Der Grund ist: Hartz IV lohnt sich oft mehr als ein Job.  FOCUS Online zeigt, wie viel Sie verdienen m&uuml;ssen, um auf Hartz-IV-Niveau zu kommen:<br>\nViele Menschen in Deutschland sind auf die finanzielle Unterst&uuml;tzung des Staats angewiesen. Mehr als drei Millionen Haushalte empfangen Hartz IV.<br>\nDurchschnittlich bekommen sie 867 Euro. Viele Unternehmen und Experten klagen dar&uuml;ber. Der Betrag sei viel zu hoch, den Arbeitnehmern vergeht die Lust am Arbeiten. Liegt ihre Grundsicherung durch Hartz IV h&ouml;her als das Einkommen in einem Vollzeitjob&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/hartz-iv-oder-vollzeit-job-schlecht-ausgebildet-viele-kinder-dann-leben-sie-besser-mit-hartz-iv_id_4423890.html\">Focus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers O.S.:<\/strong> Ziemlich fadenscheinig. Wenn die Unternehmen so h&auml;nderingend nach Mitarbeitern suchen, warum zahlen die denen dann nur unter Hartz IV-Niveau? Eigentlich sollte doch der (Arbeits-)Markt Angebot und Nachfrage sowie Preise regeln. Irgendwas scheint das nicht zu funktionieren: Nicht die einen bekommen zu viel, nein die anderen sollen zu wenig bekommen. Man kann die abgedroschenen Argumentationsphrasen nicht mehr ertragen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Angst schafft Fakten: Sicherheitslage dient in Belgien als Begr&uuml;ndung f&uuml;r Demonstrationsverbote<\/strong><br>\n&raquo;Haben wir die Situation unter Kontrolle? Ich wei&szlig; es nicht&laquo;, gab der sozialdemokratische B&uuml;rgermeister von Br&uuml;ssel, Yvan Mayeur, am Mittwochabend nach einem Treffen mit den Amtskollegen der umliegenden Gemeinden zu. Thema war eine engere Zusammenarbeit bei Sicherheitsfragen. Grundtenor: Anschl&auml;ge wie in Paris oder im letzten Mai auf ein j&uuml;disches Museum in Br&uuml;ssel lassen sich nicht immer verhindern. Alleine in Br&uuml;ssel g&auml;be es mindestens 70 Personen, die Kontakt zu extrem radikalen Muslimen in Syrien h&auml;tten, sagte Mayeur.<br>\nSeitdem eine Antiterroreinheit vor einer Woche bei einer Hausdurchsuchung im wallonischen Verviers zwei mutma&szlig;liche Dschihadisten erschossen hat, gibt sich Belgien wachsam. Die belgische Regierung hob umgehend die Sicherheitsstufe an. Nun m&uuml;ssen sich die Belgier an die 300 schwerbewaffneten Soldaten gew&ouml;hnen, die in Br&uuml;ssel und Antwerpen vor wichtigen &ouml;ffentlichen Geb&auml;uden Wache schieben. Auch vor den j&uuml;dischen Schulen stehen sie in ihren Tarnanz&uuml;gen, die Kinder m&uuml;ssen jeden Morgen an ihnen vorbei. Immerhin haben diese Schulen wieder ge&ouml;ffnet, am Tag nach dem Feuergefecht in Verviers blieben sie f&uuml;r 24 Stunden geschlossen. Der israelische Geheimdienst hatte angeblich &uuml;ber die Botschaft in Br&uuml;ssel dazu geraten.<br>\nDie angespannte Lage im Land hat Auswirkungen bis in die Provinz. In der wallonischen Kleinstadt Louvain-la-Neuve hat ein &ouml;rtliches Museum, das dem Comiczeichner Herg&eacute; (&raquo;Tim und Struppi&laquo;) gewidmet ist, eine Ausstellung abgesagt, in der Karikaturen des Satiremagazins Charlie Hebdo gezeigt werden sollten. Die Polizei und der B&uuml;rgermeister hatten der Einrichtung den Schritt nahegelegt, berichteten belgische Zeitungen. &raquo;Das Museum ist nicht dazu da, &Ouml;l ins Feuer zu gie&szlig;en&laquo;, erkl&auml;rte der Leiter. Au&szlig;erdem trage er die Verantwortung f&uuml;r seine Mitarbeiter, das Risiko k&ouml;nne er nicht eingehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/01-23\/027.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>IKEA: Zahlst Du noch oder hinterziehst Du schon?<\/strong><br>\nDabei k&ouml;nnte die Politik den Steuertricks durch IKEA und Co. jederzeit den Riegel vorschieben. Daf&uuml;r w&auml;re allerdings ein Systemwechsel bei der Unternehmensbesteuerung erforderlich. Derzeit wird jeder Firmenstandort eines Konzerns f&uuml;r sich separat besteuert. Um Gewinnverschiebungen innerhalb eines Konzerns auf die Spur zu kommen, muss die Steuerbeh&ouml;rde m&uuml;hsam die Gesch&auml;fte und Preise zwischen den Betrieben einsehen. Das alternative Konzept, das unter Experten breite Unterst&uuml;tzung findet, hei&szlig;t &bdquo;Gesamtkonzernbesteuerung&ldquo; (Unitary Taxation, UT). In diesem werden die Betriebe nicht mehr separat besteuert, sondern als Teil einer Gesamtheit betrachtet, eines Multinationalen Unternehmens (MNU).[9] Dies erlaubt die Festlegung von Steuern in drei Schritten. Im ersten Schritt werden alle MNUs per Gesetz verpflichtet, eine internationale Gesamtbilanz mit Zahlen &uuml;ber Investitionen, Mitarbeiter und Lohnzahlungen, Ums&auml;tze, Gewinne usw. vorzulegen. Im n&auml;chsten Schritt wird der Gesamtgewinn eines MNU aufgeteilt und den einzelnen Staaten zugeordnet, in denen der Konzern real t&auml;tig ist. Um die wirtschaftliche T&auml;tigkeit zu messen, m&uuml;ssen drei Faktoren herangezogen werden: die Investitionen (assets), die Mitarbeiterzahl (payroll) sowie der Umsatz (sales). Die Zuordnung der Gewinne an ein Land geschieht nach einer bestimmten Formel, weshalb das Konzept auch als &bdquo;Formulary Apportionment&ldquo; bezeichnet wird. Das Verschieben von Gewinnen in Steueroasen, in denen die Steuers&auml;tze extrem niedrig sind und oft nur Briefkastenfirmen existieren, b&ouml;te den Konzernen keine Vorteile mehr, weil diese dort nicht aktiv wirtschaften.<br>\nIm dritten und letzten Schritt k&ouml;nnen dann die Nationalstaaten, in denen der Konzern t&auml;tig ist, ihren Steuersatz auf die ihnen zugeordneten Gewinne erheben. Auch das Verschieben von geistigem Eigentum in Steueroasen b&ouml;te keine Vorteile mehr, wenn immaterielle Werte bei der Formelaufteilung nicht ber&uuml;cksichtigt werden, wie es beispielsweise eine aktuelle EU-Richtlinie vorsieht. Und die Vermeidung der Steuerpflicht durch Internetgesch&auml;fte w&auml;re ebenfalls nicht l&auml;nger m&ouml;glich, da der Umsatz dem Land des K&auml;ufers zugeordnet wird. Insgesamt entst&uuml;nde durch die internationale Gesamtkonzernbilanz eine erheblich h&ouml;here Transparenz.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2015\/januar\/ikea-zahlst-du-noch-oder-hinterziehst-du-schon\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Onlinehandelsboom: Post plant Tausende Billigjobs f&uuml;r Paketzusteller<\/strong><br>\nDie Deutsche Post will den Logistikkonzern grundlegend umbauen. Durch neue T&ouml;chter will sie Billigjobs f&uuml;r Paketzusteller schaffen, um konkurrenzf&auml;hig zu bleiben &ndash; Mitarbeiter w&uuml;rden dabei bevorzugt.<br>\nDie Deutsche Post will bis 2020 bis zu 10.000 neue Stellen in der Paketzustellung schaffen. Grund daf&uuml;r sei das vor allem vom E-Commerce-Boom ausgel&ouml;ste Wachstum im Paketgesch&auml;ft, berichtete der Bonner Logistikkonzern. Bis 2025 k&ouml;nnten sogar 20.000 neue Arbeitspl&auml;tze entstehen.<br>\nDie neuen Mitarbeiter sollen allerdings nicht bei der Post selbst angestellt werden, sondern bei neu gegr&uuml;ndeten Gesellschaften unter dem Namen DHL Delivery GmbH.<br>\nDie Bezahlung erfolgt dort nicht nach dem Haustarifvertrag der Post, sondern nach den nach Gewerkschaftsangaben f&uuml;r das Unternehmen meist g&uuml;nstigeren regionalen Tarifvertr&auml;gen der Speditions- und Logistikbranche.<br>\nKonzernvorstand J&uuml;rgen Gerdes betonte, diese Struktur biete der Post die M&ouml;glichkeit, neue, unbefristete Arbeitspl&auml;tze zu schaffen und zugleich das Paketgesch&auml;ft &ldquo;mit konkurrenzf&auml;higen L&ouml;hnen auf eine belastbare und zukunftssichere Grundlage zu stellen&rdquo;. Bestehende Arbeitsvertr&auml;ge blieben unber&uuml;hrt.<br>\nDie Post betonte, die ersten Gesellschaften w&uuml;rden ab sofort neue Mitarbeiter einstellen. Dabei w&uuml;rden befristet Besch&auml;ftigte der Post, deren Vertr&auml;ge auslaufen, bevorzugt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article136647819\/Post-plant-Tausende-Billigjobs-fuer-Paketzusteller.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Orwell k&ouml;nnte von diesen Wortgirlanden noch lernen. Den Mitarbeitern werden also jetzt anstelle von befristeten Stellen unbefristete, aber besonders schlecht bezahlte angeboten, und das wird von der Post mit den widerlichen Euphemismen &ldquo;konkurrenzf&auml;hige L&ouml;hne&rdquo; und &ldquo;belastbare und zukunftssichere Grundlage&rdquo; bezeichnet. Offenbar konkurriert DHL hier mit der Post China. &ldquo;Konkurrenzf&auml;hig&rdquo; w&auml;ren auch die normalen (zu niedrigen) Post-L&ouml;hne, die den Mitarbeitern eine etwas belastbarere und zukunftssicherere Grundlage liefern w&uuml;rden; aber dann w&uuml;rde nat&uuml;rlich der DHL-Gewinn (im Jahr 2014: 3 Milliarden Euro EBIT, siehe <a href=\"http:\/\/www.dpdhl.com\/de\/presse\/pressemitteilungen\/2014\/deutsche_post_dhl_konzernergebnisse_q3_2014.html\">hier<\/a>) ein bisschen schrumpfen. Und die Politik schaut &ndash; wie gehabt &ndash; tatenlos zu, obwohl der Bund immerhin noch Minderheitsaktion&auml;r ist (siehe <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Deutsche_Post_AG#Aktion.C3.A4re\">hier<\/a>), bzw. bef&uuml;rwortet das weitere Lohndumping. So wird ganz sicher der Binnenkonsum zum Tr&auml;ger des Wirtschaftswachstums&hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&Uuml;ber 70 Prozent der Riester-Vertr&auml;ge in der Zinsfalle<\/strong><br>\nNoch in der Finanztest-Ausgabe 11\/2013 wurden Riester-Banksparpl&auml;ne als &ldquo;heimliche Favoriten&rdquo; vor allem f&uuml;r &auml;ltere Sparer genannt, die nur noch 10 bis 15 Jahre bis zur Rente vor sich haben. Gestern meldete Finanztest jedoch: &ldquo;Riester-Rente: Minizinsen belasten Sparer&rdquo;.<br>\nDer Grund liegt in der auf nur noch 0,35 % gesunkenen Umlaufrendite, also der durchschnittlichen Rendite aller umlaufenden Bundesanleihen. Die von Volks- und Raiffeisenbanken angebotenen Riester-Banksparpl&auml;ne gehen meist von der Zins-Messlatte Umlaufrendite minus ein halber Prozentpunkt aus. Vor einem Jahr lagen diese Umlaufrendite noch bei 1,5 % und der Zins nach Abzug von einem halben Prozentpunkt immerhin noch bei 1 %.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.geldtipps.de\/rente-pension-altersvorsorge\/riester-rente\/ueber-70-prozent-der-riester-vertraege-in-der-zinsfalle?nl=money&amp;utm_medium=e-mail&amp;utm_source=newsletter_geldtipps&amp;utm_campaign=2015-01-21_newsletter_geldtipps\">Geldtipps<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Brandenburgs Bauern kritisieren Bodenverkauf an Investoren: &ldquo;Das Land wird verh&ouml;kert &ndash; und keiner will es wahrhaben&rdquo;<\/strong><br>\nIn der Landwirtschaft tobt seit ein paar Jahren ein erbitterter Kampf um Ackerland. Denn der Handel mit Nahrungsmitteln und Boden bringt Profit. Gro&szlig;investoren, Pensionsfonds und Privatanleger haben deshalb die &Auml;cker dieser Welt f&uuml;r sich entdeckt. Nicht nur in S&uuml;damerika, Afrika oder Osteuropa &ndash; auch in Brandenburg sind ausw&auml;rtige Anleger am Werk. Heimische Bauern sehen dies mit Argwohn.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rbb-online.de\/wirtschaft\/beitrag\/2015\/01\/Brandenburg-Bauern-kritisieren-Verkauf-von-Boden-an-Investoren.html\">RBB<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Sicherheitskonferenz in M&uuml;nchen &ndash; Aktionsb&uuml;ndnis f&uuml;rchtet Trittbrettfahrer<\/strong><br>\nSie sprechen von &ldquo;einer offensiven Propaganda-Kampagne staatstragender Politiker und Medien&rdquo;. Sie kritisieren die USA und den Bundespr&auml;sidenten. Sie f&uuml;hlen sich von der Presse &ldquo;ausgeblendet und diffamiert&rdquo;. Sie fordern: &ldquo;Der Konfrontationskurs gegen Russland muss gestoppt werden.&rdquo; Ein neuer Pegida-Ableger? Im Gegenteil: Das Aktionsb&uuml;ndnis gegen die in zwei Wochen in M&uuml;nchen stattfindende Sicherheitskonferenz hat zur Pressekonferenz eingeladen. Den Organisatoren ist das Unbehagen sichtlich anzumerken: Wie kann man bei den geplanten Protesten gegen die Sicherheitskonferenz verhindern, dass sich Trittbrettfahrer vom rechten, nationalistischen Rand unter die erwarteten mehr als 3000 Demonstranten mischen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/sicherheitskonferenz-in-muenchen-aktionsbuendnis-fuerchtet-trittbrettfahrer-1.2314681\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.W.:<\/strong> Man darf gespannt sein, ob das nicht der Beginn derselben Kampagne ist, wie sie zuvor den Friedenswinter ereilte &ndash; der Tenor ist ja bereits hier evident: Wer den Konfrontationskurs gegen Russland gestoppt wissen will, ist PEGIDA, rechts und wer wei&szlig; was noch alles&hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Polizei toppt Justiz<\/strong><br>\nWas hat der aktuelle Fall Michael Brown mit dem Fall Mumia Abu-Jamal zu tun, der seit 1982 schwelt? In beiden F&auml;llen &ndash; und der ebenfalls bekannt gewordene Fall des Eric Garner legt nahe, da&szlig; es nicht die einzigen sind &ndash; stellten sich Polizeigewerkschaften erfolgreich gegen die rechtsstaatlich gebotene Sorgfalt bei der Aufkl&auml;rung von T&ouml;tungsdelikten zwischen wei&szlig;en und schwarzen B&uuml;rgern der Vereinigten Staaten. Der Polizist Darren Wilson, der im August in Ferguson\/Missouri den unbewaffneten siebzehnj&auml;hrigen Michael erscho&szlig;, wurde von seiner Gewerkschaft nicht nur vor der Untersuchungshaft gesch&uuml;tzt. Angesichts des m&auml;chtigen Polizistenverbandes knickte auch die Jury der Staatsanwaltschaft ein, die untersuchen sollte, ob sich Wilson zumindest einem juristischen Verfahren stellen m&uuml;sse. Da&szlig; sie sich &ndash; wie auch die Jury im Fall Garner &ndash; angeblich mangels Beweismaterials, dagegen entschied, l&ouml;ste rasende Protestwellen aus. Sie waren vorhersehbar, denn farbige B&uuml;rger der Vereinigten Staaten sitzen &ndash; weitaus &uuml;berproportional &ndash; oft wegen geringer Vergehen jahrelang im Gef&auml;ngnis. Und liegt eine Anklage gegen einen farbigen B&uuml;rger wegen eines T&ouml;tungsdelikts vor &ndash; wie in Mumia Abu-Jamals Fall &ndash; reichen schlampig erbrachte Indizien und eine nachgewiesenerweise nicht verfassungsm&auml;&szlig;ig funktionierende Jury aus, um zur H&ouml;chststrafe zu f&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sopos.org\/aufsaetze\/54ad12b834c1b\/1.phtml\">Ossietzky<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>54 Verletzte &ndash; und nur ein Haftbefehl: Zahl der rechtsmotivierten Straftaten steigt im November 2014 auf &uuml;ber 1000<\/strong><br>\nPegida, Hogesa, &raquo;besorgte B&uuml;rger&laquo; protestieren gegen Fl&uuml;chtlingsunterk&uuml;nfte &ndash; der gesellschaftliche N&auml;hrboden f&uuml;r Ressentiments und Fremdenfeindlichkeit w&auml;chst. So auch die Zahl rechter Straftaten, die im November 2014 einen neuen H&ouml;chststand erreichten:<br>\nDie Zahl der rechtsmotivierten Straftaten ist im November 2014 auf insgesamt 1002 gestiegen und hat damit einen neuen H&ouml;chststand f&uuml;r das vergangene Jahr erreicht. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor. Insgesamt verzeichnet die vorl&auml;ufige Statistik f&uuml;r das Bundesgebiet dabei 63 Gewalttaten, bei denen 54 Menschen verletzt wurden und 939 sonstige Straftaten, zu denen auch sogenannte Propagandadelikte geh&ouml;ren.<br>\nZu den Straftaten wurden insgesamt 453 Tatverd&auml;chtige, der &uuml;berwiegende Teil von ihnen m&auml;nnlich (425) ermittelt, sechs von ihnen wurden vorl&auml;ufig festgenommen, gegen einen wurde Haftbefehl erlassen.<br>\nDie meisten Gewalttaten mit rechtem Hintergrund wurden im November 2014 laut Bund in Berlin registriert, n&auml;mlich 13. Danach folgen Nordrhein-Westfalen mit 10 und Sachsen mit 6 Gewalttaten &ndash; Haftbefehl wurde in keinem Fall erlassen.<br>\nF&uuml;r Petra Pau, Vizepr&auml;sidentin des Bundestages f&uuml;r die LINKE, sind die neuerlichen Zahlen nicht &uuml;berraschend: &raquo;Ich gehe von weiter steigenden Zahlen aus.&laquo; Im letzten halben sei der gesellschaftliche Resonanzboden f&uuml;r solche Straftaten gr&ouml;&szlig;er geworden: &raquo;Ich erlebe das auch direkt in meinem Wahlkreis Marzahn-Hellersorf im Osten Berlins wenn sogenannte besorgte B&uuml;rger in die Sprechstunde kommen und dann auf Demonstrationen gegen Fl&uuml;chtlingsheime mitlaufen, in deren Umfeld auch schon einmal Aufrufe zu finden sind, die H&auml;user anzuz&uuml;nden.&laquo;<br>\nPau weist au&szlig;erdem auf die gro&szlig;e Dunkelziffer sowie den vorl&auml;ufigen Charakter der Zahlen hin: Sie erwartet aus der Erfahrung der letzten Jahre heraus nach bei den endg&uuml;ltigen Zahlen noch einmal rund doppelt so viele rechtsmotivierte Straftaten aus &ndash; nicht nur f&uuml;r November 2014.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/959309.54-verletzte-und-nur-ein-haftbefehl.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.W.:<\/strong> Von was genau sind wir nochmal bedroht? Vom &bdquo;Terror&ldquo;, ja? Also nicht vom &bdquo;Ruck&ldquo;, der vor einigen Jahren durch Deutschland ging und alles &bdquo;nach rechts&ldquo; verschoben hat&hellip;<\/em><\/p>\n<p>Dazu: <strong>Der Tag, an dem Lichtenhagen brannte: &ldquo;Wir sind jung. Wir sind stark&rdquo; ist ein wirklich gro&szlig;es Drama mit beklemmender Aktualit&auml;t<\/strong><br>\nDer Film beginnt damit, dass Kinder mit einem Einkaufswagen Leergut einsammeln. Sie wissen in dem Dreck und der Trostlosigkeit, die sie umgeben, etwas Sinnvolles zu tun. Gleich am Anfang also setzt Regisseur Burhan Qurbani so etwas wie ein Hoffnungszeichen, als wolle er sein Publikum gegen die volle Kraft seines Films sch&uuml;tzen. Eine in der Tat wuchtige, niederschmetternde Geschichte hat der Sohn afghanischer Eltern auf die Leinwand gebracht. &ldquo;Wir sind jung. Wir sind stark&rdquo; steht in der Tradition des naturalistischen Gesellschaftsdramas. Manchmal hat man den Eindruck, Qurbani und sein Koautor Martin Behnk liefern ihre Figuren dem Mahlwerk sozialer Verh&auml;ltnisse und psychischer Zwangsl&auml;ufigkeit aus. Es geht um mehr als um die &ldquo;Aufarbeitung&rdquo; des fremdenfeindlichen Pogroms, das 1992 in Rostock-Lichtenhagen unter den Augen der Fernseh&ouml;ffentlichkeit ausbrach. Unterstrichen wird diese Distanz zum blo&szlig; Dokumentarischen durch strenge Schwarzwei&szlig;-Optik.<br>\nSeit beinahe zwei Jahren war Deutschland wieder vereinigt. Im Osten brachen die wirtschaftlichen Strukturen zusammen. Arbeitslosigkeit grassierte. Der Stress der sozialen und politischen Umw&auml;lzung &uuml;berforderte viele. Gleichzeitig setzte die Krise auf dem Balkan Fl&uuml;chtlingsstr&ouml;me in Bewegung. Die &ldquo;Asylanten&rdquo; wurden nicht nur in den neuen Bundesl&auml;ndern von vielen als Bedrohung empfunden. Die Stimmung im Land war angespannt, an manchen Orten explosiv.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.abendblatt.de\/kultur-live\/article136632944\/Der-Tag-an-dem-Lichtenhagen-brannte.html\">Hamburger Abendblatt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Allgemeine Mobilmachung gegen den Terrorismus<\/strong><br>\nDie Islamisten haben in Frankreich bereits einen Erfolg erzielt. Unter der Bedrohung ist das Ansehen der franz&ouml;sischen Regierung unter Pr&auml;sident Hollande wieder gestiegen. Jetzt will man mit einer verst&auml;rkten Sicherheitspolitik unter dem martialischen Slogan einer &ldquo;Mobilmachung gegen den Terrorismus&rdquo; punkten, wie das auch schon Vorg&auml;nger Sarkozy gemacht hat. Sicherheitspolitik hat gegen&uuml;ber anderen Reformen etwa der Wirtschaft den Vorteil, dass sie einfacher umzusetzen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/43\/43926\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.W.:<\/strong> So sehr ich Herrn R&ouml;tzer sch&auml;tze, so unsauber argumentiert er. &bdquo;Die Islamisten&ldquo; haben also etwas erreicht? Auf was au&szlig;er H&ouml;rensagen gr&uuml;ndet dieses Argument? Und wieso sollten ausgerechnet &bdquo;die Islamisten&ldquo; wollen, dass Frankreich zum Polizeistaat mutiert? Ich denke hier mehr an die von Albrecht M&uuml;ller zitierte <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24499\">&bdquo;Strategie der Spannung&ldquo;<\/a> und an die offenen Fragen, auf die <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24659\">Daniele Ganser im Interview mit den NachDenkSeiten<\/a> neulich vollkommen zurecht hingewiesen hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Frechheit, die die Seiten gewechselt hat<\/strong><br>\nWas darf Satire? Alles! Das stimmt und stimmt nicht. Denn Satire hat auch mit dem Mut zu tun, dem m&auml;chtigen K&ouml;nig die Leviten zu lesen und nicht den wehrlosen Bauern. Wenn Satire &uuml;berhaupt etwas bedeutet, dann das: Denen &raquo;da oben&laquo; und dem Massengeschmack eines auszuwischen.<br>\nJetzt stellen sie sich mal wieder die Frage, was Satire so alles darf und soll. Bedenkentr&auml;ger sehen Grenzen. Andere glauben, es gibt keine. Das langweilt schon langsam. Alle Jahre wieder ein solcher Diskurs. Seit Tucholsky. Mich w&uuml;rde indes interessieren, ob jedes Gekrakel als Satire durchgehen soll. Und ist es eigentlich Satire, wenn man in einem Klima allgemeiner Islamfeindlichkeit die Symbolik des Islam verspottet? Denn immerhin ist das Wort &raquo;Satire&laquo; die Sch&ouml;pfung eines Kynikers. Menippos von Gadara nannte so seine kynischen Spottverse. Der Kyniker war grunds&auml;tzlich einer, der gegen &raquo;die da oben&laquo; war, gegen die M&auml;chtigen, den Mainstream und den Zeitgeist. Das Gegenteil davon ist der Zyniker. Besser gesagt nicht das Gegenteil, sondern seine evolution&auml;re Fortentwicklung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/959319.frechheit-die-die-seiten-gewechselt-hat.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Terrorismus hat mit Islam genau so wenig zu tun, wie Vergewaltigung mit Liebe<\/strong><br>\nLiebe Freunde, beim Weltwirtschaftsforum in Davos beraten heute Staatschefs und Au&szlig;enminister &uuml;ber den IS. Haben sie das Ph&auml;nomen IS und seine Ursachen wirklich verstanden?\n<ol>\n<li>Terrorismus hat mit Islam so wenig zu tun wie Vergewaltigung mit Liebe. 99,9 % der Muslime der Welt lehnen die Ideen des IS ab. Sie brauchen sich daher auch nicht f&uuml;r den IS zu entschuldigen. Wir Christen entschuldigen uns auch nicht f&uuml;r Bush &amp; Co.<\/li>\n<li>Die t&ouml;dlichsten Terrorinstrumente unserer Zeit sind Bomber und Drohnen. &Uuml;ber 90% ihrer Opfer sind Zivilisten. Auch Bush und Obama sind Terroristen, wenn sie Unschuldige t&ouml;ten. Krieg ist der Terrorismus der Reichen, Terrorismus der Krieg der Armen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/JuergenTodenhoefer\/photos\/a.10150173554135838.304529.12084075837\/10152739480230838\/?type=1&amp;theater\">J&uuml;rgen Todenh&ouml;fer via Facebook<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Der Mythos der freien Presse: Warum die Mainstreammedien &ldquo;Mainstream&rdquo; sind<\/strong><br>\nIch schreibe unter anderem deshalb &uuml;ber die Medien, weil ich mich f&uuml;r das intellektuelle Klima insgesamt interessiere und weil die Medien der Bestandteil dieses Klimas sind, der am leichtesten zu untersuchen ist. Bei den Medien gibt es einen t&auml;glichen Output, wodurch eine systematische Untersuchung m&ouml;glich wird. Man kann die Version von gestern mit der von heute vergleichen. Es gibt eine Menge Material, anhand dessen man sehen kann, was die Medien in den Vordergrund r&uuml;cken, was sie ausblenden und wie die Struktur dieses Prozesses aussieht.<br>\nMeines Erachtens besteht zwischen der Analyse der Medien und der des Wissenschaftsbetriebs oder der Intellektuellenzeitschriften kein gro&szlig;er Unterschied &ndash; man mu&szlig; einige zus&auml;tzliche Mechanismen ber&uuml;cksichtigen, aber davon abgesehen besteht kein radikaler Unterschied. Diese Bereiche stehen in enger Verbindung miteinander, und deshalb wechseln die Leute auch ziemlich leicht zwischen ihnen hin und her.<br>\nWenn man die Medien oder eine beliebige Institution verstehen will, stellt man sich zun&auml;chst einmal Fragen nach ihrer inneren Struktur. Zweitens wird man sich daf&uuml;r interessieren, welche Rolle sie im Rahmen der Gesamtgesellschaft spielen: In welcher Beziehung stehen sie zu anderen Systemen von Macht und Autorit&auml;t? Und schlie&szlig;lich gibt es, wenn man Gl&uuml;ck hat, Akten und Aufzeichnungen f&uuml;hrender Leute im Mediensystem, aus denen man erfahren kann, welche Ziele sie verfolgen. Das ist wichtig, da wir es mit einem ideologischen System zu tun haben. Ich meine nat&uuml;rlich nicht die &uuml;blichen Public-Relations-Ver&ouml;ffentlichungen, sondern das, was diese Leute sich gegenseitig &uuml;ber ihre Absichten mitteilen. Und was das betrifft, gibt es eine Menge interessantes Material.<br>\nDas sind drei wichtige Informationsquellen, wenn wir etwas &uuml;ber die Natur der Medien erfahren wollen. Wir sollten die Medien auf dieselbe Art untersuchen, wie ein Naturwissenschaftler ein komplexes Molek&uuml;l oder einen sonstigen Gegenstand studieren w&uuml;rde. Dabei sieht man sich die Struktur der Medien an, um auf dieser Basis eine Hypothese dar&uuml;ber aufzustellen, wie das Produkt, das die Medien herstellen, wahrscheinlich aussehen wird. Dann untersucht man den Medienoutput und &uuml;berpr&uuml;ft, inwieweit er den aufgestellten Hypothesen entspricht. Medienanalysen bestehen in der Regel fast ausschlie&szlig;lich aus diesem letzten Teil &ndash; aus dem Versuch, die Produkte der Medien ganz einfach sorgf&auml;ltig zu studieren und herauszufinden, ob sie so aussehen, wie es sehr plausible Annahmen &uuml;ber Wesen und Struktur der Medien voraussagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/le-bohemien.net\/2011\/02\/12\/der-mythos-der-freien-presse\/\">Noam Chomsky via Le Bohemien<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Sind die Terroristen nun Feinde oder B&uuml;rger?<\/strong><br>\n&bdquo;Die Medien sind voll von Bekenntnissen des Schreckens, der Ablehnung, der &ldquo;Entschlossenheit zum Kampf&rdquo;. Seite an Seite schritten die Protagonisten der uneingeschr&auml;nkten Solidarit&auml;t &uuml;ber die Champs-&Eacute;lys&eacute;es, eingehakt die Helden von Gaza mit den Verteidigern des freien Worts aus der T&uuml;rkei.&ldquo;<br>\n&bdquo;K&ouml;nnen wir ernstlich erwarten, uns das ganze Elend aus zwei Dritteln der Welt mit Hilfe von sechs Meter hohen Mauern und eines sogenannten &ldquo;Kriegs gegen den Terror&rdquo; vom Leibe zu halten, ohne dass ein paar zum Letzten Entschlossene von da drau&szlig;en in unsere Welt eindringen und Rache &uuml;ben? Und k&ouml;nnen wir ernstlich erwarten, dass sie das auf eine Weise tun, die nicht besonders schmerzlich ist?&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2015-01\/thomas-fischer-strafrecht-voelkerrecht\/\">Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers K.K.:<\/strong> Ein grandioser Essay, man darf gespannt sein auf die Fortsetzung.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-24700","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24700","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=24700"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24700\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":24703,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24700\/revisions\/24703"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=24700"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=24700"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=24700"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}