{"id":24706,"date":"2015-01-23T13:55:51","date_gmt":"2015-01-23T12:55:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24706"},"modified":"2015-01-23T15:26:15","modified_gmt":"2015-01-23T14:26:15","slug":"die-europaeische-wirtschafts-und-waehrungsunion-steuert-auf-ein-desaster-zu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24706","title":{"rendered":"Die Europ\u00e4ische Wirtschafts- und W\u00e4hrungsunion steuert auf ein Desaster zu"},"content":{"rendered":"<div style=\"float:right;margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Cover_Nur_Deutschland_kann_den_Euro_retten.gif\" alt=\"Nur Deutschland kann den Euro retten\" title=\"Nur Deutschland kann den Euro retten\"><\/div><p>Deutschland kommt seit einigen Jahren in Europa eine enorme Macht zu. Eine Macht, die vor allem durch Lohnsenkungen im eigenen Land erkauft wurde und die letztlich zu der gro&szlig;en Krise des Euro f&uuml;hrte, die auch heute nicht &uuml;berwunden ist. Sparpolitik und Lohnk&uuml;rzungen, die den Schuldnerl&auml;ndern vom Gl&auml;ubigerland Deutschland aufgezwungen wurden, haben in ganz S&uuml;deuropa und insbesondere in Griechenland eine gro&szlig;e Rezession ausgel&ouml;st und die Idee eines gemeinsamen &bdquo;europ&auml;ischen Projekts&ldquo; ausgel&ouml;scht. Angesichts des deutschen Widerstandes gegen jede &Auml;nderung des Kurses sowie der nationalistischen Gefahren, die diese Haltung in vielen europ&auml;ischen L&auml;ndern provoziert, d&uuml;rfen die Warnungen von Heiner Flassbeck und Costas Lapavitsas nicht ignoriert werden. Heute erscheint ihr Buch <strong><a href=\"http:\/\/www.westendverlag.de\/buecher-themen\/programm\/nur-deutschland-kann-den-euro-retten-heiner-flassbeck-costas-lapavitsas.html#.VMEBWC6X-Fs\">&bdquo;Nur Deutschland kann den Euro retten&ldquo;<\/a><\/strong> als E-Book (Westend Verlag, 8,99 Euro, <a href=\"http:\/\/www.beam-ebooks.de\/ebook\/271951%20erh%C3%A4ltlich\">zum Beispiel hier<\/a>). Hier ein exklusiver Auszug.<br>\n<!--more--><br>\nAnfang 2014 betrug die Arbeitslosigkeit in der Europ&auml;ischen Union zw&ouml;lf Prozent. In Spanien und Griechenland &uuml;berstieg sie 25 Prozent, die Jugendarbeitslosigkeit erreichte sogar exorbitante 55 Prozent. Mehr als alles andere zeigen diese Zahlen das Scheitern der EU bei der Bew&auml;ltigung der durch die &raquo;Eurozonenkrise&laquo; entstandenen Probleme. Der dramatische Einbruch bei Wachstum und Arbeitslosigkeit wurde zwar zuerst durch die globale Krise von 2007 bis 2009 ausgel&ouml;st, nach 2010 wurden die Schuldnerl&auml;nder der Europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion jedoch der Mittel zur Bek&auml;mpfung der Rezession beraubt und gezwungen, einer prozyklischen Politik von einem Ausma&szlig; zuzustimmen, wie man es zuletzt in den 1930er Jahren erlebt hat.<\/p><p>Das deutsche Mantra der &raquo;Sparpolitik als einziger L&ouml;sung&laquo; wurde auf alle L&auml;nder angewandt, die gezwungen waren, um Hilfe zu bitten, als ihnen der Zugang zu den globalen Kapitalm&auml;rkten verwehrt wurde oder de facto durch sehr hohe Zinsen blockiert war. Wieder einmal beherrschte die Obsession mit scheinbaren fiskalischen Problemen die Debatte und die Bedingungen, deren Erf&uuml;llung von der Troika und der Eurogruppe eingefordert wurde, um die Kassen der Gl&auml;ubigernationen zu &ouml;ffnen. Diese Bedingungen zielten darauf, die Haushalte der Defizitl&auml;nder um jeden Preis und so schnell wie m&ouml;glich zu konsolidieren.<\/p><p>Angesichts der deutschen Vorherrschaft &uuml;ber die Exportm&auml;rkte und der Weigerung Deutschlands, sein eigenes Wirtschaftsmodell anzupassen, sieht die Zukunft der Eurozone trostlos aus. Der Mangel an politischen Instrumenten zur Bek&auml;mpfung der Rezession, die Konditionalit&auml;t der den Krisenvolkswirtschaften aufgezwungenen Anpassungsprogramme, die dysfunktionale &raquo;strukturelle&laquo; Anpassung selbst und die drohende Aussicht einer Deflation haben die Kosten eines Verbleibs in der W&auml;hrungsunion bis zu einem Punkt nach oben getrieben, wo der politische Aufruhr der Rechten die Demokratie und die EU bedroht. Die Unf&auml;higkeit, die hohe Arbeitslosenrate und steigende Armut zu bek&auml;mpfen, hat rechtsextremen und populistischen, europafeindlichen Parteien in den Schuldner- ebenso wie den Gl&auml;ubigerl&auml;ndern den Weg geebnet. Gegen diese Gefahr sind die Vorz&uuml;ge einer Mitgliedschaft in der W&auml;hrungsunion gering und, was noch wichtiger ist, sie schwinden rasch.<\/p><p>Die Desintegration der Kapitalm&auml;rkte in der W&auml;hrungsunion im Gefolge der Finanzkrise hat die Vorz&uuml;ge drastisch vermindert, zur W&auml;hrungsunion zu geh&ouml;ren und eine gemeinsame W&auml;hrungspolitik zu akzeptieren. Beinahe f&uuml;nf Jahre nach dem Ausbruch der Eurozonenkrise hat sich die Lage nicht wesentlich ver&auml;ndert. Die R&uuml;ckkehr Irlands, Spaniens und Griechenlands an die Kapitalm&auml;rkte forderte einen ungeheuer hohen Preis, da die L&auml;nder angesichts des Umstands, dass sie sich in einer Rezession und Deflation befanden, sehr hohe Zinsen auf ihre Staatsanleihen zahlen mussten. Aber schlimmer noch waren die beispiellosen Anpassungskosten, die sie akzeptieren mussten, um &uuml;berhaupt an diesen Punkt zu gelangen. Zudem sind durch die limitierte F&auml;higkeit, Geld auf den Kapitalm&auml;rkten aufzunehmen, die Beschr&auml;nkungen der inl&auml;ndischen Wirtschaftspolitik nicht beseitigt. Besonders Griechenland, wie detailliert im letzten Kapitel dieses Buches gezeigt wird, steht weder die<br>\nFiskalpolitik noch irgendein anderes normales wirtschaftspolitisches Mittel zu Verf&uuml;gung, um eine Wirtschaft zu stimulieren, die eine gro&szlig;e Depression durchlitten hat. Gleichzeitig sind die monet&auml;ren Bedingungen (Zinsen und reale Wechselkurse) f&uuml;r die Defizitl&auml;nder eindeutig schlechter als f&uuml;r die &Uuml;berschussl&auml;nder. In den &Uuml;berschussl&auml;ndern erreichen die Zinsen f&uuml;r Staatsanleihen Rekordtiefst&auml;nde, was ihnen eine leichte Haushaltskonsolidierung erm&ouml;glicht, w&auml;hrend g&uuml;nstige monet&auml;re Bedingungen ihre Volkswirtschaften zu stimulieren beginnen.<\/p><p>F&uuml;r die Wirtschafts- und W&auml;hrungsunion als Ganzes hat die Durchf&uuml;hrung &raquo;struktureller Reformen&laquo; auf den Arbeitsm&auml;rkten mehrerer L&auml;nder gleichzeitig zu einem dramatischen Schwund der Inlandsnachfrage gef&uuml;hrt und zum Zusammenbruch der Handelsstr&ouml;me beigetragen. Der Effekt von Lohnk&uuml;rzungen in L&auml;ndern, in denen die Binnennachfrage die Auslandsnachfrage bei weitem &uuml;bertrifft, hat die Gesamtnachfrage unmittelbar geschw&auml;cht (in Frankreich, Italien, Portugal und Spanien macht die Inlandsnachfrage drei Viertel der Gesamtnachfrage aus; in Irland dagegen betr&auml;gt der Exportanteil am Bruttoinlandsprodukt &uuml;ber 100 Prozent). Auf diese Weise haben die erzwungenen Lohnk&uuml;rzungen die Arbeitslosigkeit unmittelbar versch&auml;rft, statt sie, wie die Troika erwartet hatte, zu verringern.<\/p><p>Folglich gab es eine bemerkenswert enge Korrelation zwischen der von der Troika verlangten Anpassung und dem wirtschaftlichen Niedergang der peripheren L&auml;nder der W&auml;hrungsunion. Je strikter die L&auml;nder die Vorschriften der Troika befolgten, desto st&auml;rker schrumpften ihre Volkswirtschaften oder brachen sogar zusammen. Frankreich und Italien erlebten trotz unver&auml;nderten Anstiegs der L&ouml;hne (und Lohnst&uuml;ckkosten) eine starke Abschw&auml;chung des Wachstums. Alle L&auml;nder, die seit 2010 der &raquo;Troika-Kur&laquo; unterworfen wurden, hatten tats&auml;chlich mit einem atemberaubenden Niedergang zu k&auml;mpfen.<\/p><p>Paradoxerweise bieten gerade jene L&auml;nder, die mit der Verbesserung ihrer Wettbewerbsf&auml;higkeit weit vorangekommen sind, indem sie L&ouml;hne k&uuml;rzten, den letzten Beweis, dass dies gerade der falsche Weg ist, um Fortschritte zu machen. Tats&auml;chlich ist es noch schlimmer als das: Die brutale Anpassungslogik, die einigen kleineren L&auml;ndern aufgezwungen wurde, bedeutete, dass andere, darunter Frankreich und Italien, sie gar nicht anwenden konnten, ohne eine ernste politische Destabilisierung zu riskieren. Wenn Frankreich und Italien den Weg der Troika beschreiten w&uuml;rden, d&uuml;rfte die gesamte Eurozone beinahe sicher in eine Wirtschaftskrise st&uuml;rzen, die zu einem steilen Preissturz und einer langw&auml;hrenden Deflation f&uuml;hren w&uuml;rde.<\/p><p>Es ist kaum vorstellbar, dass die demokratischen Regimes in diesen L&auml;ndern ein solches Ereignis &uuml;berleben w&uuml;rden. Es ist sogar wahrscheinlich, dass radikale rechte Parteien mit Kampagnen gegen Europa und den Euro die Vorherrschaft erlangen w&uuml;rden. Wenn Frankreich und Italien andererseits ihre Volkswirtschaften nicht anpassen, verlieren sie ihre Wettbewerbsf&auml;higkeit und damit ihre F&auml;higkeit, auf Basis einer ausgeglichenen Handelsbilanz zu prosperieren. Ihre Leistungsbilanzdefizite w&uuml;rden weiter steigen und ihre gesamten Volkswirtschaften in Gefahr bringen. Falls Frank reich und Italien jedoch nicht die Anpassungsprogramme der Troika anwenden und Deutschland seine Haltung nicht &auml;ndert, w&auml;re ein Ende des Euros als gemeinsame W&auml;hrung nur eine Frage der Zeit.<\/p><p>Kurz, die in den ersten Jahren der Wirtschafts- und W&auml;hrungsunion akkumulierten Divergenzen und die furchtbare Art der Anpassungsprogramme haben das &Uuml;berleben der Europ&auml;ischen Union selbst infrage gestellt. Und doch scheint den europ&auml;ischen Politikern diese Tatsache zu entgehen. Sie sind noch weniger gewillt denn je, an einer politischen Anstrengung mitzuwirken, um das Steuer der Gesamtwirtschaft herumzurei&szlig;en und den wachsenden Divergenzen innerhalb der W&auml;hrungsunion Einhalt zu gebieten. Die Aussicht einer Desintegration und schlie&szlig;lich des Zusammenbruchs der Union l&auml;sst sich nicht l&auml;nger ignorieren.<\/p><p><strong>Weder eine politische Union noch eine Transferunion sind plausible L&ouml;sungen f&uuml;r die W&auml;hrungsunion<\/strong><\/p><p>Etliche normalerweise realistische Menschen &ndash; sogar innerhalb der Linken &ndash; tr&auml;umen immer noch von einem politisch v&ouml;llig vereinten Europa, das dabei helfen w&uuml;rde, die Schwierigkeiten zu &uuml;berwinden, in denen die W&auml;hrungsunion gegenw&auml;rtig steckt. Es besteht kaum ein Zweifel, dass dies nicht mehr als ein Traum ist, der nicht das politische Handeln leiten sollte. Seine entscheidende Schw&auml;che ist, dass es kein europ&auml;isches Staatsvolk (demos) gibt, das das Funktionieren der politischen Union in ganz Europa gew&auml;hrleisten k&ouml;nnte. Noch besteht eine realistische Aussicht, dass ein solcher demos in der absehbaren Zukunft entstehen k&ouml;nnte. Tats&auml;chlich w&uuml;rden die demokratischen Rechte der europ&auml;ischen V&ouml;lker durch jegliche weiteren Bestrebungen, in der Hoffnung auf Schaffung eines europ&auml;ischen &raquo;Superstaats&laquo; oder einer politischen Union die Nationalstaaten in Europa zu umgehen, gravierend kompromittiert. Die Leistung der EU-Maschinerie im Verlauf der Krise, wo sie h&auml;ufig den demokratischen Prozess in den Mitgliedsstaaten der W&auml;hrungsunion umging und in Italien und Griechenland sogar dabei half, nicht gew&auml;hlte Premierminister einzusetzen, ist ein ern&uuml;chterndes Omen.<\/p><p>In Wirklichkeit demonstrieren in den letzten f&uuml;nf Jahren die offenkundige Unf&auml;higkeit und mangelnde Bereitschaft, die Gr&uuml;nde f&uuml;r das Scheitern der W&auml;hrungsunion ehrlich zu diskutieren, wie gespalten die europ&auml;ischen L&auml;nder tats&auml;chlich sind. Zu glauben, dass dieselben L&auml;nder mit denselben politischen Systemen in ganz Europa ein gemeinsames Bewusstsein daf&uuml;r schaffen k&ouml;nnten, dass eine echte politische Union Europa voranbringen w&uuml;rde, und dass sich ein solches Bewusstsein dann auch in eine verbesserte demokratische Praxis umsetzen lie&szlig;e, ist schlicht t&ouml;richt. Die heutige Erfahrung zeigt, dass angesichts der offenkundigen Unf&auml;higkeit der europ&auml;ischen Institutionen, ein komplexes System wie die Wirtschafts- und W&auml;hrungsunion zu steuern, die Union ein zu ehrgeiziges Ziel war. Der stillschweigende Versuch, eine politische Union schneller herbeizuf&uuml;hren, indem man eine W&auml;hrungsunion gr&uuml;ndet, ist weitgehend fehlgeschlagen und hat Europa in einem schlechteren Zustand zur&uuml;ckgelassen als zuvor. Paradoxerweise muss Europa, wenn es wieder vorankommen will, zuerst den R&uuml;ckzug antreten.<\/p><p>Im Kern des Scheiterns der W&auml;hrungsunion liegt Deutschlands Wirtschaftsmodell. Andere europ&auml;ische L&auml;nder waren unf&auml;hig, das deutsche Modell offen infrage zu stellen und das Land zu &uuml;berzeugen, dass es nicht einmal in seinem eigenen Interesse ist, sich f&uuml;r den Wettstreit statt die Kooperation zwischen den Nationen zu entscheiden, besonders unter den Mitgliedern der W&auml;hrungsunion. Deutschland hat sich als die dominante Macht der EU herausgesch&auml;lt, die anderen ihre Bedingungen diktiert, die entscheidenden Einfluss auf die politischen Debatten auf EU-Ebene nimmt und eifers&uuml;chtig &uuml;ber ihre Vorteile wacht. Einzugestehen, dass Mangel an Kooperation f&uuml;r die absehbare Zukunft eine Tatsache des Lebens sein wird, ist ein notwendiger erster Schritt auf dem Weg, die institutionellen Arrangements neu zu gestalten, die f&uuml;r eine friedliche Arbeitsteilung in Europa erforderlich sind.<\/p><p>Ohne eine W&auml;hrungsunion w&auml;re es wieder m&ouml;glich, W&auml;hrungsabwertungen als Instrument der Wirtschaftspolitik einzusetzen und so die Versuche einiger L&auml;nder abzuwehren, andere wirtschaftlich zu &uuml;berrollen. Tats&auml;chlich war in der modernen Geschichte Abwertung der am h&auml;ufigsten benutzte Mechanismus, um auf das Verhalten eines aggressiven Handelspartners zu reagieren, ohne zu offenem Protektionismus &uuml;berzugehen. Ein System geordneter Abwertungen (und Aufwertungen auf der anderen Seite) k&ouml;nnte die Kernidee bewahren, auf der die wirtschaftliche Integration Europas gr&uuml;ndet, n&auml;mlich dass ein relativ freier Handel besser ist als Autarkie.<\/p><p>Schlie&szlig;lich w&auml;re die Bildung einer Transferunion zur St&uuml;tzung der W&auml;hrungsunion weder ein machbarer noch ein w&uuml;nschenswerter Schritt unter unabh&auml;ngigen und souver&auml;nen Staaten. Selbst in Deutschland &ndash; einem einzelnen Land mit derselben Sprache und derselben Geschichte &ndash; konnte die Transferunion, die eingerichtet wurde, um die Probleme durch die deutsche W&auml;hrungsunion von West- und Ostdeutschland zu bew&auml;ltigen, keine harmonische Koexistenz der beiden konstituierenden Teilen herstellen und f&uuml;hrte h&auml;ufig zu politischen Spannungen. Es gibt keinen Mitgliedsstaat in der EU, dessen Bev&ouml;lkerung akzeptieren w&uuml;rde, abh&auml;ngig von deutschen Transfers zu werden, um auf diese Weise vorhandene wirtschaftliche Ungleichgewichte zu konsolidieren und zu vermeiden, sich auf die Kapitalm&auml;rkte st&uuml;tzen zu m&uuml;ssen. Ebenso stehen Deutschland und andere &Uuml;berschussl&auml;nder bereits jetzt vor enormen (objektiven und subjektiven) Schwierigkeiten, ihre B&uuml;rger zeitweilig zu &uuml;berzeugen, vermeintlich &raquo;faule S&uuml;dl&auml;nder&laquo; zu finanzieren, und rechtsgerichtete Parteien sind in der Lage, den schw&auml;renden Unmut auszuschlachten. Die Institutionalisierung eines Systems von Fiskaltransfers, um mit Haushalts- und\/oder Leistungsbilanzungleichgewichten in der W&auml;hrungsunion umzugehen, w&auml;re ein Rezept f&uuml;r tiefgreifende nationalistische Spannungen in der Zukunft.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div style=\"float:right;margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Cover_Nur_Deutschland_kann_den_Euro_retten.gif\" alt=\"Nur Deutschland kann den Euro retten\" title=\"Nur Deutschland kann den Euro retten\"\/><\/div>\n<p>Deutschland kommt seit einigen Jahren in Europa eine enorme Macht zu. 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