{"id":2473,"date":"2007-07-10T09:12:34","date_gmt":"2007-07-10T07:12:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2473"},"modified":"2007-07-12T11:41:20","modified_gmt":"2007-07-12T09:41:20","slug":"hinweise-des-tages-432","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2473","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p><!--more--><\/p><ol>\n<li><strong>Ein-Euro-Jobs in Frankfurt verdr&auml;ngen mindestens 25 % regul&auml;re Arbeitspl&auml;tze<\/strong><br>\nNach einem k&uuml;rzlich ver&ouml;ffentlichten Bericht des Bundesrechnungshofes von 2006 haben mindestens 25 Prozent aller bundesweit vergebenen Ein-Euro-Jobs regul&auml;re Arbeitspl&auml;tze verdr&auml;ngt. Weitere 50 Prozent sind in dieser Hinsicht zumindest zweifelhaft. Insgesamt 4555 Arbeitsgelegenheiten wurden 2005 bei verschiedenen Tr&auml;gern eingerichtet, so die Auskunft des Frankfurter Magistrats. Am besten im Gesch&auml;ft mit Ein-Euro-Jobbern seien die Werkstatt Frankfurt, der Internationale Bund, der Caritas Verband, die GFFB gGmbH, das Dia-konische Werk und die Arbeiterwohlfahrt, Kreisverband Frankfurt. Bei der GEW-Tagung wurde Entt&auml;uschung dar&uuml;ber laut, da&szlig; diese Organisationen sich mi&szlig;brauchen lie&szlig;en, Tarifrecht zu brechen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2007\/07-10\/016.php\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Lehrer als Saisonarbeiter<\/strong><br>\nIm Sparjahr 2004 wurden in Hessen 1000 Beamtenstellen gestrichen, seitdem knirscht es geh&ouml;rig im R&auml;derwerk. Doch wegen der demografischen Entwicklung wolle sich das Land nicht mit Neueinstellungen binden, so Dorothee Henzler, schulpolitische Sprecherin der FDP im hessischen Landtag: &ldquo;In Hessen ist man dazu &uuml;bergegangen, mit Fristvertr&auml;gen auch den regul&auml;ren Unterricht abzudecken&rdquo; &ndash; besonders h&auml;ufig an Grundschulen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/jobundberuf\/0,1518,493076,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Gewerkschaften planen bundesweite Hartz-IV-Tribunale<\/strong><br>\nBei einer Fachtagung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Frankfurt am Main wird nicht &uuml;ber das so genannte Kerngesch&auml;ft gesprochen. Diskutiert wird stattdessen &uuml;ber die etwa f&uuml;nf Millionen Menschen, die in Deutschland inzwischen f&uuml;r L&ouml;hne unter der Armutsgrenze arbeiten. Kollegen packen aus: Es geht um das Geschehen jenseits von Tarifbindung. Ersch&uuml;tternde Berichte &uuml;ber Hartz IV, Minijobs, Teilzeit, befristete Vertr&auml;ge, Leiharbeit, Praktika und Scheinselbst&auml;ndigkeit und die etwa 300000 &raquo;Ein-Euro-Jobs&laquo; sind zu h&ouml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2007\/07-10\/015.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Harsche Kritik an Reform der Unfallkassen.<\/strong><br>\nGewerkschaften und Wohlfahrtsverb&auml;nde haben den Druck auf Bundesarbeitsminister Franz M&uuml;ntefering (SPD) erh&ouml;ht, die geplante Reform der gesetzlichen Unfallversicherung doch noch zu verschieben. &ldquo;Es besteht keine Notwendigkeit f&uuml;r eine &uuml;berhastete Reform&rdquo;, hei&szlig;t es in einem der Berliner Zeitung vorliegenden Schreiben der Spitzen von IG Metall, Sozialverband VdK, Sozialverband Deutschland und Volkssolidarit&auml;t an den Minister. In dem Brief warnen sie: &ldquo;Mit den konkreten Vorschl&auml;gen im Arbeitsentwurf bef&uuml;rchten wir, dass bestehende Defizite durch neue Ungerechtigkeiten und Unw&auml;gbarkeiten mit einem wesentlich komplizierteren, kaum praktikablen Verwaltungsverfahren abgel&ouml;st werden.&rdquo; Durch die Reformpl&auml;ne ger&auml;t der Vizekanzler und SPD-Politiker &ndash; nach der von ihm forcierten Einf&uuml;hrung der Rente mit 67 &ndash; erneut in die Kritik.<br>\nArbeitgeber-Pr&auml;sident Dieter Hundt  kritisierte, dass Unf&auml;lle auf dem Arbeitsweg weiter versichert sein sollen. Dieser Ansatz wurde unterdessen von IG Metall und Sozialverb&auml;nden im Schreiben an M&uuml;ntefering ausdr&uuml;cklich gelobt und verteidigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/.bin\/_print.php\/berliner-zeitung\/print\/wirtschaft\/668609.html\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Verbrauchersch&uuml;tzer sehen Verschleuderung von Volksverm&ouml;gen<\/strong><br>\nDie scheidende Chefin des Dachverbands der Verbraucherzentralen (VZBV), Edda M&uuml;ller. macht gegen Bahnprivatisierung mobil.<br>\nNach dem Einstieg privater Investoren sei die Stilllegung von bis zu 9000 Kilometer Strecken vor allem in Ostdeutschland und Bayern zu bef&uuml;rchten. &ldquo;Die Pl&auml;ne von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee sind wirklich unglaublich und in keiner Weise hinnehmbar &hellip; Wir hoffen sehr, dass die Bundesl&auml;nder im Bundesrat diesen Unsinn stoppen, wenn es schon der Bundestag nicht tut.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1169795&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell&amp;em_ivw=fr_wirstart&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Neues aus dem Casino:<\/strong>\n<p><strong>Moody&rsquo;s attackiert Private Equity<\/strong><br>\nvon Francesco Guerrera und James Politi (New York)<br>\nDie Ratingagentur Moody&rsquo;s greift die boomende Private-Equity-Branche frontal an. Ein Gutachten attestiert Finanzinvestoren kurzfristige Investitionsstrategien und gef&auml;hrliche Verschuldung &ndash; Wasser auf die M&uuml;hlen von &ldquo;Heuschrecken&rdquo;-Gegnern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/:Moody%20Private%20Equity\/223391.html\">FTD<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>14% weniger Unternehmensinsolvenzen, aber 24,7% mehr Verbraucherinsolvenzen gegen&uuml;ber 2006<\/strong><br>\nVon Januar bis April 2007 wurden 9.560 Insolvenzen von Unternehmen (&ndash; 13,1%) und 34.686 Insolvenzen von Verbrauchern (+ 22,4%) verzeichnet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2007\/07\/PD07__274__524,templateId=renderPrint.psml\">Statistisches Bundesamt<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Auch das ein Beleg daf&uuml;r, wem es in unserem Land besser und wem es schlechter geht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Nebeneink&uuml;nfte, der Tag danach<\/strong><br>\nEinen Tag nach der Ver&ouml;ffentlichung der Nebeneink&uuml;nfte pr&auml;sentieren die Medien die ersten Schnellauswertungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2007\/07\/nebeneinkunfte-der-tag-danach\/\">LobbyControl<\/a><\/li>\n<li><strong>Sarkozy kann einen Dammbruch ausl&ouml;sen<\/strong><br>\nFrankreichs Pr&auml;sident Nicolas Sarkozy ist wegen der von ihm geplanten Verz&ouml;gerung der Haushaltssanierung auf scharfe Kritik anderer Euro-Staaten gesto&szlig;en. Zudem verlang er eine wachstumsorientiert Zinspolitik der Europ&auml;ischen Zentralbank und beklagt, dass ein zu starker Euro die europ&auml;ische Exportwirtschaft schw&auml;che.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/de.today.reuters.com\/news\/newsArticle.aspx?type=economicsNews&amp;storyID=2007-07-09T174345Z_01_HUM963808_RTRDEOC_0_EU-EUROZONE-FRANKREICH-2ZF.xml\">Reuters<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/ausland\/artikel\/731\/122564\/\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Sarkozy ist zu kritisieren, dass er mit seinen Reformen den gleichen Weg einschl&auml;gt, den die Deutschen gegangen sind und erst einmal mit Steuersenkungen und Arbeitszeitverl&auml;ngerungen anf&auml;ngt.<br>\nEr hat jedoch v&ouml;llig Recht, wenn er kritisiert, dass die EZB seit Jahren durch ihre Hochzinspolitik den wirtschaftlichen Aufschwung abbremst und es w&auml;re h&ouml;chste Zeit, dass auf EU-Ebene &uuml;ber Wirtschaftspolitik gestritten w&uuml;rde. Warum hat denn Europa seit gut f&uuml;nfzehn Jahren sein Wachstumspotential nicht aussch&ouml;pfen k&ouml;nnen?<br>\nDie Deutschen spielen, wie bei Maastricht, mal wieder den stabilit&auml;tspolitischen Musterknaben, dabei sind sie doch die ersten gewesen, die den Stabilit&auml;tspakt nicht einhalten konnten. Wenn Steinbr&uuml;ck jetzt Sarkozy meint belehren zu m&uuml;ssen, dass er erst 2012 keine Neuverschuldung mehr zulassen will, sitzt er doch selbst im Glashaus. Auch er &uuml;berschreitet das anscheinend magische Datum 2010 um ein Jahr.<br>\nWehe wenn die weltwirtschaftliche Konjunktur wieder nachlassen sollte, dann endet Steinbr&uuml;ck wie Eichel, als sparpolitischer Bettvorleger.<br>\nWie meinte doch die Chefin des Wirtschafts- und W&auml;hrungsausschusses im EU-Parlament, Pervanche Ber&egrave;s:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>Die USA haben eine Strategie f&uuml;r den Dollar, die zwischen der Regierung und der US-Notenbank abgesprochen ist. Wenn Europa bei internationalen W&auml;hrungsfragen nicht nur die Anpassungsvariable sein will, m&uuml;ssen wir mit den anderen W&auml;hrungsr&auml;umen in einen Dialog treten. Das geht nur, wenn die Politiker ihn f&uuml;hren.&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><strong>Goldman-Sachs-&Ouml;konomen: Ungleichheit in den Industriel&auml;ndern m&uuml;sse zunehmen, damit die Ungleichheit weltweit sinkt.<\/strong><br>\nDie Studie von Goldman Sachs kommt zu dem Schluss, dass in den USA, Japan und der Euro-Zone nicht nur der Anteil der Lohneinkommen am Volkseinkommen auf historisch niedrige Niveaus gesunken ist. Auch die Einkommensverteilung der Haushalte, die Kapitaleinkommen mit einschlie&szlig;t, wurde ungleicher. Allerdings sei dieser Trend in den USA deutlich st&auml;rker als in Japan und in Euroland. Zudem gebe es in Euroland gro&szlig;e Unterschiede. W&auml;hrend die Einkommensverteilung in Frankreich und Italien stabil blieb, wuchs die Ungleichheit in Deutschland seit Anfang der 90er-Jahre.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/223887.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Diese Logik erschlie&szlig;t sich nur weltweit agierenden Finanzdienstleistern.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ehemaliger Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der SPD-Fraktion im S&auml;chsischen Landtag tritt der Linken bei<\/strong><br>\nDer ehemalige Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der SPD-Fraktion im S&auml;chsischen Landtag, Leo Stefan Schmitt, hat nach fast 36 Jahren Mitgliedschaft die SPD verlassen und wechselt zur Partei Die Linke. Schmitt begr&uuml;ndete seinen Parteiwechsel mit der Politik der SPD und mit den M&ouml;glichkeiten, die die neue Partei biete. Er sehe in der SPD keine Zukunft f&uuml;r sich und auch keine Zukunft f&uuml;r die &bdquo;unsoziale Politik&ldquo; der SPD.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub61EAD5BEA1EE41CF8EC898B14B05D8D6\/Doc~E4A8A2998DB9340BE9D6AFD3687E2D33D~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ Net<\/a><\/li>\n<li><strong>Oskar Lafontaine: Ein armutsfester Sozialstaat ist die Voraussetzung der Freiheit<\/strong><br>\nDer Kapitalismus setzt sich nach Ansicht des Vorsitzenden der &bdquo;Linken&ldquo;, Lafontaine, &uuml;ber Regeln hinweg. Schl&uuml;sselbereiche der Wirtschaft sollen deshalb einer gesellschaftlichen Kontrolle unterworfen werden. Die Konzerne haben zu viel Macht. Privatisierung bewirkt mehr Privilegien f&uuml;r eine Minderheit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/wortlaut.php?artikel=1560263261\">Die Linke<\/a><br>\n(Der Beitrag ist in der FAZ im Internet nicht komplett zug&auml;nglich.)\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Ein sozialdemokratischer Leser hat uns heute vorgehalten, dass wir mit der Linken nicht genauso kritisch umgingen, wie mit der SPD, der CDU, der FDP oder den Gr&uuml;nen. Dazu zun&auml;chst unser grunds&auml;tzlicher Hinweis: Wir verstehen uns als ein Informationsorgan gegen den Mainstream der ver&ouml;ffentlichten Meinung und deswegen sehen wir angesichts der weit verbreiteten Kritik an der Linken, speziell an Oskar Lafontaine, keinen besonderen Bedarf an zus&auml;tzlicher Kritik &ndash; auf die Ebene, dass Lafontaine als &bdquo;Urenkel Ulbrichts&ldquo; attackiert wird oder dass der Vorstandsvorsitzende des Axel Springer Konzerns, Mathias D&ouml;pfner Lafontaine wiederum <a href=\"http:\/\/debatte.welt.de\/kommentare\/28029\/oskar+lafontaine+der+nationale+sozialist\">als &bdquo;nationalistisch-sozialistisch&ldquo;<\/a> apostrophiert, wollen wir uns schon gar nicht begeben. Nehmen Sie doch einfach D&ouml;pfners Beitrag und kontrastieren ihn mit Lafontaines FAZ-Artikel, Sie werden feststellen, der Springer Chef geht auf kein einziges Argument ein, er ruft nur zum Kampf auf.<br>\nWir haben uns mehrfach auch kritisch mit Lafontaine auseinandergesetzt, etwa zu dessen Verwendung des Begriffes &bdquo;Fremdarbeiter&ldquo; oder unl&auml;ngst Albrecht M&uuml;ller im Freitag. Wir werden das auch k&uuml;nftig tun.<br>\nWas wir uns w&uuml;nschten, w&auml;re eine inhaltlich-politische Debatte und nicht nur &bdquo;Schlag&ldquo;-worte, die nichts als &bdquo;Schl&auml;ge&ldquo; aber keine Argumente sind.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Gest&auml;ndnisse des Tony Blair: &ldquo;Ich bin weniger Labour als Ihr alle&rdquo;<\/strong><br>\nDie Distanz Blairs zur eigenen Partei zeigten, laut Campbell, seines ehemaligen Pressesprechers, &Auml;u&szlig;erungen des Premiers wie die, dass &ldquo;Teile des Thatcherismus durchaus richtig waren&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1169881&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/aktuell&amp;em_ivw=fr_polstart&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1\">FR<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Als ob wir es geahnt h&auml;tten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Warum h&auml;lt die Bundesregierung an der Lagerung amerikanischer Atom-Waffen in Deutschland fest?<\/strong><br>\nIn Zukunft gibt es nur noch einen aktiven Atomwaffenstandort in Deutschland. Beim Jagdbombergeschwader 33 in B&uuml;chel lagern in elf Atomwaffengr&uuml;ften weiterhin etwa 20 atomare Bomben. Im Ernstfall sollen sie durch Tornados der deutschen Luftwaffe zum Einsatz gebracht werden. Jede der Atomwaffen in B&uuml;chel hat ein Vielfaches der Zerst&ouml;rungskraft der Atomsprengs&auml;tze, die Hiroshima und Nagasaki ausl&ouml;schten.<br>\nExperten bezweifeln, dass die Nuklearwaffen in Deutschland noch einen nachvollziehbaren, milit&auml;rischen Zweck erf&uuml;llen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/Fragen-des-Tages;art693,2336058?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Frankreichs Zeitungen bangen um Unabh&auml;ngigkeit<\/strong><br>\nFrankreichs Zeitungsbranche steht vor einer Neuordnung. Besitzerwechsel, Streiks und Berichte &uuml;ber politische Einflussnahme bewegen die Medien. J&uuml;ngster Streitpunkt ist der geplante Verkauf der Wirtschaftstageszeitung &ldquo;Les Echos&rdquo; an den Unternehmer Bernard Arnault. Dass Industrielle Zeitungen und Sender kaufen, ist in Frankreich an der Tagesordnung. R&uuml;stungskonzerne, Bauunternehmen oder bankennahe Gesch&auml;ftsleute haben in den vergangenen Jahren Millionen in Medien investiert. Was nicht nur Journalisten Angst macht: Viele der Besitzer und Anteilseigner f&uuml;hrender franz&ouml;sischer Zeitungen und TV-Sender stehen Pr&auml;sident Nicolas Sarkozy nahe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/technik\/medien_internet\/:Frankreichs%20Zeitungen%20Unabh%25E4ngigkeit\/223393.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> In Venezuela nennt man es Entzug der Pressefreiheit in Frankreich hei&szlig;t es Marktwirtschaft.<br>\nIm Jahre 1996 ver&ouml;ffentlichte die &ldquo;Harvard Business Review&rdquo; unter der &Uuml;berschrift &ldquo;Den Staat besser managen &ndash; nur wie?&rdquo; den Aufsatz eines der weltweit f&uuml;hrenden Management-Professoren. Professor Henry Mintzberg geht in diesem Beitrag der Frage nach, wie staatliche Institutionen zu f&uuml;hren seien bzw. welche Aufgaben eher von staatlicher oder privater Hand zu erledigen seien.<\/em><br>\nDer Aufsatz endet mit folgendem Res&uuml;mee:<\/p>\n<blockquote><p>Heute entspricht es der vorherrschenden Stimmung, &ouml;ffentliche Dienstleistungen besser zu privatisieren. Daf&uuml;r spricht gewiss manches. Doch in einem guten Teil der F&auml;lle w&auml;re es dumm. Und wenn wir schon erpicht darauf sind, alles genau zu pr&uuml;fen, was nicht unter staatliche Regie geh&ouml;rt, warum sollten wir dann nicht ebenso flei&szlig;ig bem&uuml;ht sein, einmal in Augen- schein zu nehmen, was nicht in den Sektor der Privatwirtschaft geh&ouml;rt?<br>\nNehmen Sie zum Beispiel die Zeitungen. Kann es sich eine demokratische Gesellschaft leisten, alle Zeitungen im Privatsektor anzusiedeln, besonders wenn sie sich in wenigen H&auml;nden konzentrieren, die gegebenenfalls gro&szlig;en politischen Druck aus&uuml;ben k&ouml;nnen? Andere Eigentumsmodelle sind sehr wohl denkbar und tats&auml;chlich auch bei einigen der angesehendsten  Zeitungen der Welt realisiert &ndash; etwa bei dem Nicht-Besitzer-Modell des englischen &ldquo;Guardian&rdquo; und den vielf&auml;ltigen genossenschaftlichen Eigentumsverh&auml;ltnissen (Redakteure und Leser samt einigen Stiftungen) bei &ldquo;Le Monde&rdquo; in Paris.<br>\nLassen Sie uns nicht vergessen: Zweckbestimmung der Demokratie ist ein freies Volk, nicht freie Institutionen. Darum tun wir gut daran, wenn wir den Kr&auml;fteausgleich in unseren Gesellschaften gr&uuml;ndlich verfolgen &ndash; ehe der Kapitalismus wirklich ganz und gar triumphiert.&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2473","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2473","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2473"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2473\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2473"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2473"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2473"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}