{"id":24737,"date":"2015-01-23T17:09:30","date_gmt":"2015-01-23T16:09:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24737"},"modified":"2015-01-23T17:09:30","modified_gmt":"2015-01-23T16:09:30","slug":"hinweise-des-tages-ii-182","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24737","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24737#h01\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24737#h02\">Die Folterpraktiken der USA und ihrer Verb&uuml;ndeten: Brutal und schockierend<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24737#h03\">Ukraine-Konflikt: Merkel und Gabriel machen Putin ein Angebot<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24737#h04\">EZB<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24737#h05\">Das M&auml;rchen vom Fachkr&auml;ftemangel: Sparkasse schlie&szlig;t Standorte im Westen und verlagert nach Osten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24737#h06\">&Ouml;sterreich: &ldquo;Vorl&auml;ufige Anwendung&rdquo; von TTIP soll Nationalrat entmachten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24737#h07\">Exporte nach Russland um sechs Milliarden Euro gesunken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24737#h08\">Alptraum f&uuml;r Hausk&auml;ufer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24737#h09\">Werkvertragsarbeitern geht es kaum besser<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24737#h10\">Gastbeitrag James Kirchick &ndash; Oliver Stone schmei&szlig;t sich an einen Diktator heran<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24737#h11\">Schicken Sie die Soldaten nach Hause, Herr Kardinal!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24737#h12\">Whistleblower Bill Binney erh&auml;lt Sam Adams Award<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24737#h13\">Chaos Computer Club fordert Verbot von unverschl&uuml;sselter Daten&uuml;bertragung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24737#h14\">Die neuen Mauern von Kairo<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24737#h15\">Schwarz-gr&uuml;ner Schlafwagen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24737#h16\">Nach Charlie versteht Frankreich keinen Spa&szlig; mehr<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24737&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Tsipras ante portas<\/strong><br>\nIn letzten Umfragen konnte die Linksopposition ihren Vorsprung auf die konservative Regierungspartei von Ministerpr&auml;sident Antonis Samaras deutlich ausbauen: Laut einer am Mittwoch (21. 1.) ver&ouml;ffentlichten Erfassung k&auml;me die Linkspartei Syriza auf 32,1 Prozent der Stimmen, w&auml;hrend die Konservativen bei 27,1 Prozent stagnieren und kleinere Parteien an Boden verlieren. Unter Journalisten wird spekuliert, Syriza k&auml;me nahe an eine absolute Mehrheit im Parlament, sollte sich dieser Trend fortsetzen. Selbst bei einem geringen Vorsprung w&uuml;rde Syriza im Fall eines Wahlsiegs von einem Trick profitieren, den sich 2004 die damals regierenden Sozialisten ausgedacht haben &ndash; ausgerechnet um den Aufstieg von Syriza und anderen, aus ihrer Sicht radikalen Kr&auml;ften zu verhindern: Laut geltendem Wahlrecht bekommt der Wahlsieger einen Bonus von 50 Sitzen im 300-k&ouml;pfigen Athener Parlament, w&auml;hrend die &uuml;brigen 250 Sitze prozentual verteilt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2015%2F01%2F23%2Fa0088&amp;cHash=9474446a461a3ea087ce7a5834b720f0\">taz<\/a>\n<p>dazu: <strong>Hauptsache, anders<\/strong><br>\nViele Menschen erhoffen sich von den Wahlen vor allem eine Ver&auml;nderung. Aber den einen gilt das Linksb&uuml;ndnis Syriza als letzte Hoffnung, den anderen als Gefahr. Unterwegs auf den Stra&szlig;en von Athen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2015%2F01%2F23%2Fa0087&amp;cHash=e84ce01759f71aefab5ab479f0f0381a\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Liebe Griechen, liebe Griechinnen<\/strong><br>\nAm Sonntag, den 25. Januar, steht die wichtigste Wahl f&uuml;r Europa in diesem Jahr an. Sie, liebe Griechinnen und Griechen, entscheiden &uuml;ber die Zukunft Ihres Landes. Ich wei&szlig;, dass es anma&szlig;end ist, Ihnen als Fremder eine Wahlempfehlung zu geben. Das ist zun&auml;chst Ihre ureigene Entscheidung, frei und geheim.<br>\nTrotzdem sind wir inzwischen eine europ&auml;ische Familie. Von Ihrer Wahl h&auml;ngt nicht nur das Schicksal Griechenlands, sondern auch die Zukunft Europas ab. Wird Ihr Land die Auflagen der Kreditgeber erf&uuml;llen oder nicht? Wird Griechenland im Euro bleiben oder nicht? Wird der griechische Staat seine Schulden bedienen oder nicht? Die Deutschen halten 65 Milliarden Euro der griechischen Kredite, also rund ein F&uuml;nftel. Das ist mehr als jedes andere Land. Wir haben ein Interesse, dass Sie die richtige Wahl treffen. &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/m.rp-online.de\/politik\/ausland\/wahl-in-griechenland-liebe-griechen-liebe-griechinnen-aid-1.4817860\">Rheinische Post<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers D.V.:<\/strong> Was soll man dazu noch sagen&hellip;erneut der plumpe Versuch einer Einmischung in demokratische Wahlen. Ich w&uuml;sste gerne, wer so etwas in Auftrag gibt. Der Artikel wurde als &ldquo;Meinung&rdquo; gekennzeichnet, es handelt sich aber um einen politischen Aufruf, zumal noch zun&auml;chst auf Griechisch. &ldquo;Meinung&rdquo; ist evtl. pr&auml;ventiv g&uuml;nstig, so entfalten n&auml;mlich Beschwerden beim Dt. Presserat gleich weniger Eindruck. Gl&uuml;cklicherweise gibt es nicht einen Griechen, der sich so plump beeindrucken lie&szlig;e!<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Konfusion von links bis rechts: Was soll Griechenland tun?<\/strong><br>\nVor der Wahl in Griechenland haben deutsche &Ouml;konomen sehr unterschiedliche Ratschl&auml;ge gegeben, wie Griechenland aus seiner &ouml;konomischen und politischen Krise herausfinden k&ouml;nne. Auf zwei diametral entgegengesetzte Positionen will ich n&auml;her eingehen, weil sie zeigen, woran eine L&ouml;sung scheitert: am Mangel an Logik.<br>\nHans-Werner Sinn macht sich f&uuml;r einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone (einschlie&szlig;lich eines dann unabdingbaren Schuldenschnitts) stark mit dem Argument, die Wettbewerbsf&auml;higkeit des Landes sei nicht innerhalb des Eurosystems wiederherstellbar. Denn die interne Abwertung durch die Sparprogramme sei gescheitert. Gegen&uuml;ber dem Handelsblatt gibt er als Beleg f&uuml;r die nach wie vor mangelnde Wettbewerbsf&auml;higkeit an, die griechischen L&ouml;hne seien doppelt so hoch wie die polnischen. Griechenlands Wirtschaft wieder auf die Beine zu stellen erfordere daher eine eigene W&auml;hrung, die stark abwerten m&uuml;sse.<br>\nRudolf Hickel hingegen warnt vor einem Austritt Griechenlands aus der Eurozone. Er pl&auml;diert zwar genau wie Hans-Werner Sinn f&uuml;r einen Schuldenschnitt und sieht ebenfalls, dass das Land seine internationale Wettbewerbsf&auml;higkeit st&auml;rken muss. Nur schl&auml;gt er daf&uuml;r einen zu Sinns Vorschlag kontr&auml;ren Weg vor: &bdquo;massiver Schuldenschnitt sowie Finanzhilfen zum Aufbau der Wirtschaft&ldquo;. Er hat bei seiner Warnung nicht nur die Domino-Wirkungen eines Austritts Griechenlands aus der Eurozone auf andere Staaten der W&auml;hrungsunion vor Augen (eine Gefahr, die ich genau so sehe), sondern er h&auml;lt auch nichts von dem Argument &bdquo;marktfundamentalistischer &Ouml;konomen&ldquo;, Griechenland k&ouml;nne seine Wettbewerbsf&auml;higkeit durch Abwertung wiederherstellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/konfusion-von-links-bis-rechts-was-soll-griechenland-tun\/\">Flassbeck Economics<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Aus diesem Text von Heiner Flassbeck wird deutlich:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Wie verschieden und wie fragw&uuml;rdig die Analysen der Eurokrise und der Vorschl&auml;ge deutscher &Ouml;konomen sind, im konkreten Fall von Hans-Werner Sinn und Rudolf Hickel.<\/em><\/li>\n<li><em>Wie langfristig angelegt die Fehlentwicklungen der Volkswirtschaften, ihrer Lohnst&uuml;ckkosten und ihrer Wettbewerbsf&auml;higkeit in der Eurozone sind. Wenn man wie Flassbeck (und ich) schon vor &uuml;ber zehn Jahren auf diese Gefahren hingewiesen hat, kommt man sich heute ziemlich bl&ouml;de vor.<\/em><\/li>\n<li><em>Wie langfristig man jetzt denken muss, wenn man den richtigen Weg zur Verbesserung der Situation einschlagen will.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die Folterpraktiken der USA und ihrer Verb&uuml;ndeten: Brutal und schockierend<\/strong><br>\nAm Montag ist der Bericht zu den Folterpraktiken der CIA auch in einer deutschen &Uuml;bersetzung erschienen. Ein schockierendes Dokument von historischer Dimension. Herausgegeben vom ehemaligen Bundesrichter Wolfgang Neskovic.<br>\nDie deutsche &Uuml;bersetzung liefert im Vergleich zu Erstver&ouml;ffentlichung in den USA neue Details zu Art und Ausma&szlig; der Folterungen durch den amerikanischen Geheimdienst und erz&auml;hlt detailliert die CIA-Folterpraxis. Zus&auml;tzlich besonders erschreckend ist die erfolgte Privatisierung der Folter. Die USA zahlten zig Millionen f&uuml;r private Folterknechte. Ebenfalls unertr&auml;glich: Die Duldung von geheimen Foltergef&auml;ngnissen auf europ&auml;ischem Boden. Da in den USA keine strafrechtlichen Konsequenzen f&uuml;r die Verantwortlichen zu erwarten sind, fordert u.a. Amnesty International die Europ&auml;er auf, sich ihrer Verantwortung zu stellen und die T&auml;ter zu verfolgen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr3.de\/zeitgeschehen\/folter108.html\">WDR3<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ukraine-Konflikt: Merkel und Gabriel machen Putin ein Angebot<\/strong><br>\nDie Bundesregierung hat dem russischen Pr&auml;sidenten Wladimir Putin ein verstecktes Angebot unterbreitet, um den Ukraine-Konflikt zu l&ouml;sen. Kanzlerin Merkel und Wirtschaftsminister Gabriel bringen einen gemeinsamen Handelsraum von Russland und Europa ins Spiel. Das hatte der russische Pr&auml;sident Putin bereits vor ein paar Jahren angeregt. Eine umfassende Friedensl&ouml;sung in der Ukraine ist f&uuml;r die Bundesregierung aber eine Voraussetzung f&uuml;r dieses Angebot.<br>\nWirtschaftsminister Gabriel verteidigte erneut die Verhandlungen mit den USA &uuml;ber das Freihandelsabkommen TTIP. Wenn die EU nicht mit den USA gute Standards heraushandele, w&uuml;rden die Amerikaner mit den Asiaten festlegen, nach welchen Regeln und Normen der weltweite Handel l&auml;uft. &ldquo;Das ist vielleicht die letzte Chance f&uuml;r Europa, Standards zu beeinflussen&rdquo;, sagte Gabriel. Den Streit um die Schiedsgerichte h&auml;lt er f&uuml;r l&ouml;sbar. Gabriel pr&auml;sentierte keine L&ouml;sung, sagte aber: &ldquo;Wir k&ouml;nnen Menschen zum Mond fliegen &ndash; also k&ouml;nnen wir auch die Frage der Schiedsgerichte l&ouml;sen.&rdquo; Gabriel sieht die Politik in der Pflicht, den Menschen besser zu erkl&auml;ren, um was es eigentlich geht. &ldquo;Vielleicht ist die Debatte in Deutschland manchmal schwieriger als in anderen L&auml;ndern, weil wir ein Land sind, das reich und hysterisch ist&rdquo;, sagte er. &ldquo;Diese Kombination ist manchmal schwierig.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/ukraine-konflikt-merkel-und-gabriel-machen-putin-ein-angebot-1.2316286\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Geschw&auml;tz aus Davos. Nat&uuml;rlich kann man das Angebot der deutschen Regierung auch als einen hoch raffinierten diplomatischen Wink interpretieren: Wir wollen wieder ins Gespr&auml;ch kommen. Nur, was soll das? Beim Treffen in Berlin zur Ukraine h&auml;tten Au&szlig;enminister Frank-Walter Steinmeier und sein Kollege aus Frankreich ausreichen Gelegenheit gehabt, direkt mit dem russischen Au&szlig;enminister Sergej Lawrow solche Vorschl&auml;ge zu diskutieren.<br>\nUnd nat&uuml;rlich h&auml;tte die die EU schon l&auml;ngst die Gelegenheit gehabt, Putins Vorschlag &ndash; zwei Jahre nach Ausbruch der gro&szlig;en Krise &ndash; aufzugreifen. Wahrscheinlich h&auml;tten wir uns in solchen Verhandlungen besser kennengelernt, w&auml;ren die jeweiligen Interessen klarer zutage getreten. Es w&auml;re h&ouml;chstwahrscheinlich zur heutigen Krise erst gar nicht gekommen: Ausz&uuml;ge aus seinem <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/putin-plaedoyer-fuer-wirtschaftsgemeinschaft-von-lissabon-bis-wladiwostok-1.1027908\">Beitrag<\/a> f&uuml;r die SZ:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&ldquo;&hellip; Die Krise machte es vielfach notwendig, Neubewertungen vorzunehmen, Risiken zu erw&auml;gen und die weitere Entwicklung durchzudenken, deren Grundlage nicht von virtuellen, sondern von realen Werten gebildet werden soll. &hellip; Und so schlagen wir vor, diese Zukunft durch die Partnerschaft zwischen Russland und der EU gemeinsam zu gestalten. Damit k&ouml;nnten wir unser Anrecht auf Erfolg und beste Wettbewerbsf&auml;higkeit in der modernen Welt gemeinsam geltend machen. Man soll es offen zugeben: Sowohl Russland als auch die EU erwiesen sich wirtschaftlich als recht anf&auml;llig. Dies wurde uns mit aller Deutlichkeit durch die Krise vor Augen gef&uuml;hrt. Russland ist nach wie vor auf die Rohstoffkonjunktur stark angewiesen. Die Europ&auml;ische Union erntet die Fr&uuml;chte ihrer langj&auml;hrigen Deindustrialisierung und ist mit der realen Gefahr der Abschw&auml;chung ihrer Positionen auf den M&auml;rkten der Industrie und der Hochtechnologieg&uuml;ter konfrontiert. &hellip; Es sei hinzugef&uuml;gt, dass insgesamt der heutige Stand der Zusammenarbeit zwischen Russland und der EU den Herausforderungen, welchen wir gegen&uuml;berstehen, eindeutig nicht entspricht. Um die Situation zu wenden, m&uuml;ssen wir die sowohl in Russland als auch in der EU vorhandenen realen Vorteile und M&ouml;glichkeiten nutzen. Dadurch k&ouml;nnte eine f&uuml;rwahr harmonische Synthese der beiden Wirtschaften bewirkt werden &ndash; einer klassischen und bew&auml;hrten in der EU und einer neuen und aufstrebenden in Russland, denen einander gut erg&auml;nzende Wachstumsfaktoren eigen sind.<br>\nErstens: die Gestaltung einer harmonischen Wirtschaftsgemeinschaft von Lissabon bis Wladiwostok. In Zukunft k&auml;men eventuell auch eine Freihandelszone, gar noch fortgeschrittenere wirtschaftliche Integrationsformen in Frage. &hellip;&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Leider beharrt die Bundesregierung immer noch auf die R&uuml;ckgabe der Krim. Man k&ouml;nnte dies auch als rhetorische Geste gegen&uuml;ber osteurop&auml;ischen Staaten wie den baltischen L&auml;ndern verstehen. Nur sollten die &Auml;ngste Osteuropas nicht eine Realpolitik im Interesse Gesamteuropas und gerade Deutschlands bestimmen. Die deutsche Au&szlig;enpolitik sollte sich endlich darauf einrichten, dass die Krim russisch bleibt. Wladimir Putin kann bei Strafe seines Sturzes nicht mehr hinter diese Position zur&uuml;ck. Und m&ouml;chte der Westen es tats&auml;chlich lieber mit einem Nachfolger zu tun haben, der weitaus mehr darauf angewiesen sein w&uuml;rde, radikal nationalistisch aufzutreten?<br>\nLeider hat Wirtschaftsminister Gabriel, der bisher kaum durch &ouml;konomische Kompetenz aufgefallen ist, die Gelegenheit in Davos genutzt, sein eigenes Land als &ldquo;reich und hysterisch&rdquo; zu beschimpfen. Deswegen verst&uuml;nden wir TTIP nicht. Deutschland mag zwar relativ zu Indien u.a. reich sein, aber ein Sozialdemokrat sollte eigentlich wissen, wohin der Trend seit Jahren geht: Anstieg der Armut, Absinken der Masseneinkommen, Konzentration des Wohlstandes auf wenige. Und dann diese Drohung: Wenn die EU nicht mit den USA gute Standards heraushandele, w&uuml;rden die Amerikaner mit den Asiaten festlegen, nach welchen Regeln und Normen der weltweite Handel l&auml;uft. Der Wirtschaftsminister sollte eigentlich gen&uuml;gend Kompetenz in seinem Stall haben, um sich dahingehend informieren zu lassen, dass China bisher davon gelebt hat, genau diese Regeln zu unterlaufen. Die Firmen des Globus lassen sich das nur bieten, weil sie so &ldquo;geil&rdquo; darauf sind, auf diesem Markt vertreten zu sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>EZB<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Quantitative Easing der EZB ist ohne zus&auml;tzliche Staatsausgaben wirkungslos<\/strong><br>\nSeit die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) im Fr&uuml;hjahr eine drastische Kurs&auml;nderung eingeleitet hat, vergeht beinahe kein Monat, in dem nicht eine neue geldpolitische Ma&szlig;nahme zur Bek&auml;mpfung der schwachen Konjunktur verlautbart wird. Obwohl der im Juli beschlossene Ankauf verbriefter Kredite gerade erst begonnen hat, wurde nun gestern angek&uuml;ndigt, in gro&szlig;em Ausma&szlig; Staatsanleihen zu kaufen (&bdquo;Quantitative Easing&ldquo;). Diese Ma&szlig;nahme wird jedoch weitgehend wirkungslos bleiben, wenn sie nicht mit einer Ausweitung der staatlichen Ausgaben kombiniert wird.<br>\nZun&auml;chst einmal verdient die EZB ein gewisses Ma&szlig; an Anerkennung. Als einzige EU-Institution scheint sie die Krise tats&auml;chlich ernst zu nehmen und entschlossen zu sein, dagegen zu handeln. Sie stellt damit einen wohltuenden Gegensatz zur EU-Kommission und den Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten dar, die weiter an der Einhaltung der Fiskalregeln festhalten und sich darauf beschr&auml;nken Strukturreformen einzumahnen. W&auml;hrend letztere unbeirrt von der schwachen Konjunktur in unregelm&auml;&szlig;igem Abstand Erfolgsmeldungen verk&uuml;nden, legt die EZB (sp&auml;t aber doch) ihre Scheuklappen ab und greift zu bisher kaum denkbaren Ma&szlig;nahmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/ezb-qe-ohne-zusaetzliche-staatsausgaben-ist-wirkungslos\/\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a><\/li>\n<li><strong>Anleihek&auml;ufe der EZB f&uuml;r Dummies<\/strong><br>\nWozu sie dienen, wie sie funktionieren, wer profitiert &ndash; einfach erkl&auml;rt. Der Rat der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) hat heute beschlossen, f&uuml;r mindestens 1,1 Billionen Euro, das sind 1100 Mrd Euro oder &uuml;ber 3000 Euro pro B&uuml;rger der W&auml;hrungsunion zu &ldquo;drucken&rdquo;, um damit Staatsanleihen und ein paar andere Wertpapiere zu kaufen. Das Risiko eines Anleiheausfalls soll in den einzelnen L&auml;ndern bleiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/index.php\/de\/newsblog2\/27-german\/news\/220-anleihekaeufe-der-ezb-fuer-dummies#1-weiterlesen\">Norbert H&auml;ring<\/a><\/li>\n<li><strong>Zentralbankchef Draghi ist machtlos<\/strong><br>\nDass die Europ&auml;ische Zentralbank eine Billion Euro in die Wirtschaft pumpen will, wird nicht viel bringen, meint der Volkswirt Dirk Ehnts: &rdquo; &hellip; Es w&auml;re besser, wenn die EZB die Staatsanleihen zentral aufkaufen w&uuml;rde. Das regionale Vorgehen wird dazu f&uuml;hren, dass die langfristigen Zinsen in den einzelnen Staaten unterschiedlich hoch sind. In stabilen L&auml;ndern wie Deutschland w&auml;ren die Zinsen dann extrem niedrig &ndash; w&auml;hrend Krisenl&auml;nder wie Spanien oder Portugal h&ouml;here Zinsen h&auml;tten. &hellip; Eine W&auml;hrungsunion funktioniert nur, wenn alle L&auml;nder &auml;hnliche Zinsen haben. Sonst kommt es zu Wettbewerbsverzerrungen. Ein italienisches Unternehmen, das genauso gesund und profitabel wie eine deutsche Firma ist, muss derzeit h&ouml;here Zinsen zahlen &ndash; nur weil es in Italien sitzt. Also hat es h&ouml;here Kosten als der deutsche Betrieb, obwohl die Produkte genauso gut sind. Dies f&uuml;hrt in einen Teufelskreis: Die Krisenl&auml;nder werden weiter in die Krise getrieben, weil ihre Zinsen h&ouml;her sind. &hellip; Der Effekt wird verpuffen. Die Banken haben dann zwar mehr Geld, aber sie bleiben darauf sitzen. Denn es will niemand einen Kredit aufnehmen. Warum sollte ein Unternehmen investieren, wenn der Absatz stagniert? Die Geldpolitik der EZB ist zwar richtig, aber trotzdem an ihrem Ende angekommen. Draghi ist machtlos. &hellip; Die Eurozone muss ein gro&szlig;es Konjunkturpaket auflegen. Wenn die Firmen nicht investieren, muss es der Staat tun. Man muss daf&uuml;r sorgen, dass die Nachfrage steigt und die Arbeitslosenquote sinkt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2015%2F01%2F22%2Fa0152&amp;cHash=a8ed0a8cb2434a219b504ba0d9025774\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Hoffnung von Dirk Ehnts hat sich nicht erf&uuml;llt. Nur 20 Prozent der Anleihen werden zentral durch die EZB aufgekauft. Auf die Frage, ob Deutschland nicht haften m&uuml;sste, falls ein Krisenland pleiteginge, antwortet Ehnts: &ldquo;Das ist falsch gedacht. Der deutsche Steuerzahler muss nicht haften. Es wird kein Land pleitegehen, wenn die EZB wie eine normale Notenbank handeln darf. Nehmen wir an, Portugal k&ouml;nnte seine Staatsanleihen nicht mehr bedienen, dann w&uuml;rde die EZB diese Papiere zum Nennwert aufkaufen &ndash; und das Ausfallrisiko w&auml;re gleich null.&rdquo; Eine dann drohende Inflation w&auml;re nur zu begr&uuml;&szlig;en &ndash; das sei ja das Ziel. Ja, die EZB k&ouml;nnte &ndash; siehe heute morgen die <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24700#h01\">Links von Jens Berger zu 1c<\/a>).<br>\nDen Disinflationsprozess wirklich aufhalten k&ouml;nnen nur zus&auml;tzliche, staatliche Investitionsprogramme. Das <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/2728_52326.htm\">fragw&uuml;rdige junckersche Investitionspaket<\/a> reicht nicht aus. Deflation in der Eurozone ist nur ein Symptom bzw. die Folge mangelnder Nachfrage, welche durch die K&uuml;rzungsprogramme der hinter der Troika stehenden Institutionen, EU-Kommission, IWF und EZB einbrechen musste. In diesem Zusammenhang ist es &auml;u&szlig;erst fragw&uuml;rdig &ndash; wie durch Draghi auch jetzt wieder &ndash; Strukturreformen zu beschw&ouml;ren. Es ist widersinnig gleichzeitig Investitionen und K&uuml;rzungen, worauf diese Strukturreformen letztlich immer hinauslaufen, einzufordern. (Zurzeit ist h&auml;ufig zu h&ouml;ren, dass die Inflation aufgrund des Absinkens des &Ouml;lpreises gesunken sei. Aber selbst wenn man diesen Preisrutsch herausrechnet, sinkt die Inflation.) &ndash; Es steht zu bef&uuml;rchten, dass die EZB mit ihren Billionenk&auml;ufen eher Blasen an Finanz- und Immobilienm&auml;rkten produzieren wird, als die Euro-Volkswirtschaften auf Wachstumskurs zu bringen. Die Chance, dass die oberste Einkommensklasse durch den gestiegenen Wert von Wertpapieren und Immobilien soviel mehr konsumieren, dass dies volkswirtschaftlich relevant w&uuml;rde, ist gering. Gering ist auch die Chance, dass die Banken schneller Kredite vergeben w&uuml;rden, wenn sie durch den Verkauf von Anleihen an die EZB mehr Guthaben bei der Notenbank haben. Denn die Wirtschaftsbedingungen sind zurzeit nicht so, dass Private auf mehr Einkommen und Absatz hoffen d&uuml;rfen und die Banken kreditw&uuml;rdige Kunden zu Hauf ausmachen.<br>\nSind  die Ma&szlig;nahmen der EZB sind den Versuch wert? Ich wei&szlig; es nicht. Sollten die erhofften Wirkungskan&auml;le funktioniern, so w&auml;re dies sch&ouml;n, aber wahrscheinlich nicht ausreichend. Funktionieren sie nicht, w&auml;chst die Gefahr von Blasenbildungen an den Verm&ouml;gensm&auml;rkten. &ndash; Wie ein <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/wirtschaft\/world-economic-forum-2015\/us-euphorie-und-leise-warnungen-1.18466654?extcid=Newsletter_23012015_Top-News_am_Morgen\">Artikel der NZZ<\/a> zeigt, freuen sich die Banker, &Ouml;konomen tun sich schwerer.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Das M&auml;rchen vom Fachkr&auml;ftemangel: Sparkasse schlie&szlig;t Standorte im Westen und verlagert nach Osten<\/strong><br>\nAus &ldquo;Kostengr&uuml;nden&rdquo; &ndash; so geht aus der Berichterstattung im Fall des Callcenter-Betreibers S-Direkt hervor (MZ vom 3.5.2014) &ndash; , plante die Sparkasse zum Jahresende 2014 zwei Callcenter im Westen (Standorte: Laatzen und Karlsruhe) mit insgesamt 80 Mitarbeitern dicht zu machen und daf&uuml;r 60 Leute nach Halle an die Saale lotsen, wo die L&ouml;hne paradiesisch niedrig zu sein scheinen.<br>\nDas dumme ist nur: Die Wessis wollen lieber nicht in den Osten und dort wiederum findet sich kein geeignetes Personal. Die Zwangsumsiedler aus dem Westen sollten sogar mit einer Umzugspr&auml;mie von 5.000 Euro gek&ouml;dert werden, da in Halle laut lokaler Presse &ldquo;Fachkr&auml;ftemangel&rdquo; herrsche.  Neben dieser Pr&auml;mie legt sich S-Direkt nach Angaben von Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Thomas Henkel m&auml;chtig ins Zeug, um die Arbeiter aus dem Westen anzulocken. Laut MZ sollen die Umworbenen mit einem umfangreichen Aktionspaket Gefallen an Halle finden: So hat die Stadtverwaltung laut Henkel angeboten, eine Stadtf&uuml;hrung zu organisieren. &lsquo;Noch im M&auml;rz werden wir die betreffenden Mitarbeiter mit einem Bus abholen und ihnen in Halle ihren potenziellen neuen Arbeitsort, die Stadt und deren Kulturst&auml;tten zeigen&rsquo;, so Henkel. Wer sich f&uuml;r Halle entscheiden sollte, k&ouml;nne zudem mit Hilfe bei der Wohnungs- und Kita-Suche, mit Nahverkehrs-Zusch&uuml;ssen, mit Restaurant-Rabattkarten und &ndash; falls ein Mitarbeiter zun&auml;chst pendeln m&ouml;chte &ndash; ein Jahr lang mit &Uuml;bernahme der Fahrtkosten rechnen. Henkel: &lsquo;Wie das angenommen wird, werden wir sehen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/arbeitsunrecht.de\/frontberichte-01-2015_union-busting_betriebrats-mobbing\/#anker11\">Arbeitsunrecht<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&Ouml;sterreich: &ldquo;Vorl&auml;ufige Anwendung&rdquo; von TTIP soll Nationalrat entmachten<\/strong><br>\nGreenpeace-Kritik an Pl&auml;nen von Handelskommissarin Cecilia Malmstr&ouml;m<br>\nEine Analyse der Umweltschutzorganisation Greenpeace hat ergeben, dass die Europ&auml;ische Kommission die Parlamente der EU-Mitgliedsstaaten beim Abschluss von TTIP und CETA &uuml;bergehen will. Denn obwohl die EU-Kommission bereits versichert hat, dass die umstrittenen Handelsabkommen zwischen der EU und den USA (TTIP) sowie Kanada (CETA) von allen nationalen Parlamenten ratifiziert werden m&uuml;ssen, plant Handelskommissarin Cecilia Malmstr&ouml;m eine Umgehung dieser Regel. Mit einer sogenannten &ldquo;vorl&auml;ufigen Anwendung&rdquo; der Abkommen sollen v&ouml;lkerrechtliche Verpflichtungen eingegangen werden, bevor deren Ratifizierung abgeschlossen ist. Die Greenpeace-Analyse des fertig verhandelten CETA-Textes zeigt, dass das heftig umstrittene Investor-State Dispute Settlement (ISDS) bereits vor einer Abstimmung in den nationalen Parlamenten in Kraft treten soll. Dadurch w&uuml;rden Investoren f&uuml;r mindestens drei Jahre ein Klagerecht gegen &Ouml;sterreich erhalten, selbst wenn der Nationalrat die Ratifizierung des Abkommens verhindert. Ein Vertreter der EU-Kommission best&auml;tigte bei einem Hintergrundgespr&auml;ch in Wien am Dienstag gegen&uuml;ber Greenpeace, dass die Kommission auch bei TTIP eine &ldquo;vorl&auml;ufige Anwendung&rdquo; vorschlagen will.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ots.at\/presseaussendung\/OTS_20150116_OTS0028\/vorlaeufige-anwendung-von-ttip-soll-nationalrat-entmachten\">APA OTS<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Exporte nach Russland um sechs Milliarden Euro gesunken<\/strong><br>\nDie anhaltenden Sanktionen gegen Russland machen der deutschen Wirtschaft schwer zu schaffen. 2014 seien den j&uuml;ngsten Zahlen zufolge die deutschen Exporte nach Russland &ldquo;um 18 Prozent oder umgerechnet mehr als sechs Milliarden Euro gesunken&rdquo;, sagte der Vorsitzende des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, Eckhard Cordes, auf Anfrage unserer Redaktion<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/wirtschaft\/unternehmen\/exporte-nach-russland-um-sechs-milliarden-euro-gesunken-aid-1.4819154\">Rheinische Post<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Alptraum f&uuml;r Hausk&auml;ufer<\/strong><br>\nEntkopplung des Franken vom Euro verteuert in vielen Staaten &raquo;Fremdw&auml;hrungskredite&laquo;. Die Situation ist in den meisten ost- und s&uuml;dosteurop&auml;ischen Staaten &auml;hnlich: Viele Menschen haben Kredite aufgenommen, die nicht in der Landesw&auml;hrung sondern in ausl&auml;ndischen Devisen wie Euro, US-Dollar oder Schweizer Franken ausgegeben wurden. Auch weil gr&ouml;&szlig;ere Kredite oft gar nicht in der eigenen W&auml;hrung zu bekommen oder die daf&uuml;r anfallenden Zinsen viel zu hoch sind. Der Franken galt dagegen als billige und stabile Alternative. Vermeintliche Vorteile, die seit dem vergangenen Donnerstag nicht mehr bestehen. Finanziert wurden mit solchen Darlehen vor allem Wohnungen und H&auml;user. So wurden 92 Prozent der Franken-Kredite in Kroatien dazu verwendet, in Serbien ist die Zahl noch h&ouml;her. Das Risiko einer solchen Finanzierung ergibt sich daraus, dass L&ouml;hne und Geh&auml;lter in den jeweiligen Landesw&auml;hrungen bezahlt werden, was die R&uuml;ckzahlungsraten von den aktuellen Wechselkursen abh&auml;ngig macht.<br>\nIn Kroatien gibt es laut &raquo;Franak&laquo;, einem Zusammenschluss von Menschen, die sich in Schweizer Franken verschuldet haben, rund 60.000 Kredite in dieser W&auml;hrung mit einem Gesamtvolumen von rund 3,1 Milliarden Euro. Das sind &uuml;ber ein Drittel der privaten Kredite in dem Land. Laut &raquo;Franak&laquo; h&auml;ngen 200.000 bis 300.000 Menschen davon ab. Mit dem Kursanstieg am Donnerstag haben sich ihre Raten innerhalb von Stunden um &uuml;ber 15 Prozent verteuert ein Sprung, den nur wenige verkraften k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/01-21\/046.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Werkvertragsarbeitern geht es kaum besser<\/strong><br>\nDer Tod zweier rum&auml;nischer Schwei&szlig;er, die &uuml;ber einen Subunternehmer bei der Papenburger Meyer Werft besch&auml;ftigt waren, hat im Sommer 2013 f&uuml;r eine bundesweite Diskussion gesorgt. Die M&auml;nner waren bei einem Brand in einer Unterkunft f&uuml;r Werkarbeiter der Werft ums Leben gekommen. Nun, gut eineinhalb Jahre nach dem Ungl&uuml;ck, haben sich die Arbeits- und Lebensbedingungen osteurop&auml;ischer Werkvertragsarbeiter in Niedersachsen kaum ge&auml;ndert. Das berichtet zumindest der Oldenburger Verein Arbeit und Leben, der sich wie andere Beratungsstellen um die Belange von Werkarbeitern im Land k&uuml;mmert. Die Probleme seien nach wie vor gro&szlig;, erkl&auml;rte Projektleiter Bernd Bischoff. &ldquo;Wir haben immer mehr aktuelle F&auml;lle.&rdquo; Probleme gibt es Bischoff zufolge auch in der Fleischindustrie und Metallbranche. Heute machen sich Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles und ihr nieders&auml;chsischer Amtskollege Olaf Lies (beide SPD) in Papenburg ein Bild von der Lage der Werkarbeiter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/niedersachsen\/oldenburg_ostfriesland\/Werkvertragsarbeiter-geht-es-kaum-besser,papenburg718.html\">NDR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Gastbeitrag James Kirchick &ndash; Oliver Stone schmei&szlig;t sich an einen Diktator heran<\/strong><br>\nDie Versuche des Hollywood-Regisseurs, sich bei Wladimir Putin einzuschmeicheln, sind feige, unehrlich und respektlos gegen&uuml;ber den Ukrainern, die im Kampf gegen Russland gestorben sind.<br>\nWer braucht noch Russia Today, wenn er Oliver Stone haben kann?<br>\nDiese Frage k&ouml;nnte sich Russlands Pr&auml;sident Wladimir Putin mit Blick auf den j&uuml;ngsten Vorsto&szlig; des Regisseurs in das antiamerikanische Verschw&ouml;rungsgenre gestellt haben. &bdquo;Entschuldigt meine Abwesenheit in den vergangenen Wochen&ldquo;, schrieb Stone unl&auml;ngst auf seiner Facebook-Seite, im angemessen orakelnden Ton f&uuml;r die halbgaren Verlautbarungen, die folgen sollten. Stone war vor Kurzem von einem Ausflug nach Moskau zur&uuml;ckgekehrt, wo er ein vierst&uuml;ndiges Interview mit Viktor Janukowitsch aufgezeichnet hatte, dem fr&uuml;heren Pr&auml;sidenten der Ukraine, der nach Russland geflohen war, nachdem seine Sicherheitskr&auml;fte mehr als 100 Demonstranten umgebracht hatten, als sie im vergangenen Februar gegen seine korrupte Herrschaft demonstrierten. Moskaus anschlie&szlig;ende Annektion der Krim und die noch andauernde Invasion in der Ostukraine brachten die Spannungen zwischen Ost und West wieder auf ein Niveau, das man seit dem Kalten Krieg nicht mehr kannte.<br>\nStone interviewte Janukowitsch f&uuml;r &bdquo;eine englischsprachige Dokumentation, die von Ukrainern produziert wird&ldquo;, und mit der er zweifelsohne Putin beeindrucken will. Im November hatte Stone verk&uuml;ndet, dass er gerne einen Film &uuml;ber den russischen starken Mann machen m&ouml;chte, der &bdquo;f&uuml;r Ansichten steht, die Amerikaner sonst nicht zu h&ouml;ren bekommen&ldquo;. Eine solche Hommage w&uuml;rde das Triple schmeichelnder Portr&auml;ts von verbrecherischen Autokraten vervollst&auml;ndigen &ndash; fr&uuml;here Werke besch&auml;ftigen sich mit Fidel Castro und Hugo Ch&aacute;vez.<br>\nWenn man versteht, dass es Stones endg&uuml;ltiges Ziel ist, Putins Kooperation f&uuml;r sein n&auml;chstes Projekt zu erhalten, erkl&auml;rt sich auch das Gefasel des Regisseurs auf seiner Social-Media-Pr&auml;senz. &Uuml;ber einem Foto, auf dem er selbst neben Janukowitsch lacht, erkl&auml;rt er, dass sein Gespr&auml;chspartner &bdquo;der legitime Pr&auml;sident der Ukraine war, bis er es pl&ouml;tzlich am 22. Februar nicht mehr war&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/oliver-stone-schmeichelt-sich-bei-wladimir-putin-ein-13379001.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> Die &ldquo;FAZ&rdquo; scheint zur&uuml;ck in den Kalten Krieg kehren zu wollen. Wie sonst soll der Abdruck dieses Gastbeitrages zu verstehen sein?<br>\nUnter dem Text ist &uuml;ber den Verfasser zu lesen: &ldquo;James Kirchick ist Mitglied der Au&szlig;enpolitischen Initiative in Washington.&rdquo;<br>\n&ldquo;Die Foreign Policy Initiative (FPI) ist ein neokonservativer[1] Think Tank mit Sitz in Washington, D.C., gegr&uuml;ndet 2009 durch Bill Kristol, Dan Senor und Robert Kagan.&rdquo;, so hier nachlesbar: <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Foreign_Policy_Initiative\">Foreign Policy Initiative<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers B.W.:<\/strong> Eigentlich m&uuml;sste man nach der Lekt&uuml;re der ersten Zeilen bereits wutentbrannt abbrechen, denn auch hier wird schamlos der vermeintliche Freiheitskampf der Ukrainer zu einem Krieg gegen Russland erh&ouml;ht. Interessant auch, dass der Autor angeblich genau wei&szlig;, wer die Demonstranten in Kiew auf dem Gewissen hat (nat&uuml;rlich Janukowitsch), da ein Freund unumst&ouml;&szlig;liche Beweise hat, die die Polizisten beim Vorbereiten auf ihren Einsatz zeigen. Richtig gehend absurd wird es aber, als er bei der Frage &ldquo;Cui Bono&rdquo; die USA als m&ouml;glichen Interessenten an einer Destabilisierung der Ukraine in allen Punkten freispricht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Schicken Sie die Soldaten nach Hause, Herr Kardinal!<\/strong><br>\nWie jedes Jahr im Januar wird heute im Dom der internationale Soldatengottesdienst gefeiert:<br>\nDer Katholisch Leitende Milit&auml;rdekan l&auml;dt dazu ein und bittet den Erzbischof von K&ouml;ln, Herrn Kardinal Woelki, diesen Gottesdienst zu feiern.<br>\nIn einem Brief bat ich Kardinal Woelki, mir zu erkl&auml;ren, warum ein Christ &uuml;berhaupt Soldaten in ihrem Tun unterst&uuml;tzt. Im zivilen Leben ist das T&ouml;ten von Menschen &ndash; leider noch nicht von Tieren &ndash; ein absolutes Tabu. Jeder Milit&auml;rseelsorger und auch der Kardinal &uuml;berschreitet diese Tabugrenze und folgt der Logik der Gewalt, statt der Logik der Liebe. Wer Soldaten segnet, erleichtert ihr Gewissen und sorgt daf&uuml;r, dass Kriege weiterhin gerechtfertigt werden k&ouml;nnen.<br>\nKriege gibt es seit tausenden von Jahren. Haben sie der Menschheit je geholfen, friedlicher zu werden? Mein Vater war Soldat der Wehrmacht im 2. Weltkrieg. Er hat andere Menschen get&ouml;tet! Wof&uuml;r?<br>\nNach dem 1. Weltkrieg lautete die Antwort auf diese Frage &bdquo;wof&uuml;r&ldquo; &ndash; &bdquo;f&uuml;r ein goldenes Schei&szlig;haus von Krupp.&ldquo;<br>\nHeute erkl&auml;rt uns der Oberhirte der Katholischen Christenheit in deutlichen Worten &Auml;hnliches. Papst Franziskus sagte: &bdquo;Wir stecken mitten im 3. Weltkrieg, allerdings in einem Krieg in Raten. Es gibt Wirtschaftssysteme, die, um &uuml;berleben zu k&ouml;nnen, Krieg f&uuml;hren m&uuml;ssen.&ldquo;<br>\nDieses Wirtschaftssystem ist der Kapitalismus. Das Kapital geht &uuml;ber Leichen. &bdquo;Der Kapitalismus tr&auml;gt den Krieg in sich, wie die Wolke den Regen.&ldquo; sagte Jean Jaur&egrave;s.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Rede_Soldatengottesdienst_2015.pdf\">Paula Keller [PDF]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Whistleblower Bill Binney erh&auml;lt Sam Adams Award<\/strong><br>\nVormaliger technischer Direktor der NSA warnt vor totalit&auml;rem Geheimdienst<br>\nEinen Steinwurf entfernt von der US-Botschaft in Berlin trafen sich am Donnerstagabend &ldquo;Unter den Linden&rdquo; etliche Ex-Geheimdienstler zur j&auml;hrlichen Verleihung des nach dem CIA-Analysten benannten Sam Adams benannten Whistleblowerpreises. Adams war 1968 w&auml;hrend des Vietnamkriegs an die &Ouml;ffentlichkeit gegangen, die von der US-Regierung belogen wurde. Dieses Jahr wurde die Auszeichnung an William Binney vergeben, einem der Architekten der NSA, der jedoch die massiven Eingriffe in die B&uuml;rgerrechte nach 2001 nicht mehr mittragen wollte.<br>\nDer Mathematiker William Binney arbeitete 36 Jahre lang f&uuml;r die NSA und fungierte zuletzt als deren technischer Direktor. Als der Geheimdienst w&auml;hrend der Bush-&Auml;ra begann, massenhaft die eigene Bev&ouml;lkerung zu &uuml;berwachen und auch Daten etwa von US-Justizbeh&ouml;rden abgriff, erinnerte dies Binney an totalit&auml;re politische Systeme, gegen die der Dienst einst geschaffen worden war.<br>\nBinney, der die NSA insoweit mit dem KGB verglich, verlie&szlig; die den &uuml;berm&auml;chtigen Geheimdienst, um die Regierung von der massenhaften Verletzung verfassungsm&auml;&szlig;iger Rechte der US-Bev&ouml;lkerung abzubringen. Seine Versuche, den Kongress und die Bundesanwaltschaft zu warnen, resultierten 2006 in einer Festnahme durch das FBI.<br>\nDie Verhaftung grenzte an Realsastire, denn wegen der Geheimhaltung durften die FBI-Agenten nicht wissen, wessen genau Binney beschuldigt wurde, w&auml;hrend der Festgenommene zwar &uuml;ber Taten von Bush, Cheney und den damaligen NSA-Chef Hayden aussagen konnte, aber nicht durfte, weil den FBI-Agenten die zur Geheimhaltung erforderliche Clearance fehlte. Die jedoch besa&szlig; Binneys Kollege Thomas Drake.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/43\/43942\/1.html\">Markus Kompa auf Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Chaos Computer Club fordert Verbot von unverschl&uuml;sselter Daten&uuml;bertragung<\/strong><br>\nNach dem Vorschlag von Politikern, Dienste zu verbieten, die verschl&uuml;sselte Kommunikation nutzen &ndash; beispielsweise WhatsApp oder AppleiMessage &ndash; hat der Chaos Computer Club (CCC) nun mit einer entsprechenden Gegenforderung reagiert. Unverschl&uuml;sselte Kommunikation m&uuml;sse strikt verboten werden, verlangt der CCC.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.t-online.de\/computer\/sicherheit\/id_72606284\/ccc-fordert-verbot-fuer-unverschluesselte-datenuebertragung.html\">T-Online<\/a>\n<p>dazu: <strong>CCC fordert Ausstieg aus unverschl&uuml;sselter Kommunikation<\/strong><br>\nGanz im Gegensatz zu dem von milit&auml;rischen und politischen Akteuren losgetretenen Kampf gegen Verschl&uuml;sselung und f&uuml;r mehr &Uuml;berwachung setzt sich der Chaos Computer Club (CCC) f&uuml;r zukunftssichere Technologien ein und fordert daher ein Verbot unverschl&uuml;sselter Kommunikation.<br>\nAus blanker Angst vor technischen Einschr&auml;nkungen der M&ouml;glichkeiten von Ermittlern und Hackern im Staatsdienst haben sich Politiker f&uuml;r ein faktisches Verbot effektiver Kryptographie ausgesprochen &ndash; allen voran der britische Premierminister David Cameron und EU-&ldquo;Anti-Terror-Koordinator&rdquo; Gilles de Kerchove. Ziel sei es, &ldquo;Bedarfstr&auml;gern&rdquo; jederzeit vollen Zugriff auf digitale Kommunikation zu gew&auml;hren. Da&szlig; dabei notgedrungen das Rad der technischen Evolution auf das Niveau von Windows 3.1 zur&uuml;ckgedreht werden mu&szlig;, nehmen sie entweder in Kauf oder ist ihnen noch nicht erkl&auml;rt worden.<br>\nWenig &uuml;berraschend gibt es kaum konkrete Aussagen, wie das Krypto-Verbot umgesetzt werden soll. M&ouml;glicherweise wird das sogenannte Key-Escrow auf der politischen Agenda stehen, also das Hinterlegen des geheimen Schl&uuml;ssels f&uuml;r &ldquo;Bedarfstr&auml;ger&rdquo; an zentraler Stelle. Das birgt nicht nur Mi&szlig;brauchspotential: Man erzeugt damit auch ein lohnenswertes Angriffsziel f&uuml;r jeden Geheimdienst dieser Welt nebst deren Partnern oder anderen Kriminellen. Auch eine Forderung nach einer Verpflichtung der Anbieter, Hintert&uuml;ren einzubauen, w&auml;re so kurzsichtig wie kontraproduktiv.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ccc.de\/de\/updates\/2015\/ccc-fordert-ausstieg-aus-unverschlusselter-kommunikation\">CCC<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die neuen Mauern von Kairo<\/strong><br>\nDie demografischen und sozio&ouml;konomischen Ver&auml;nderungen der letzten 150 Jahre haben aus der Stadt ein Mumbai am Nil gemacht &ndash; eine unbehagliche und frustrierte Megalopole mit rasant wachsender Einwohnerzahl, begrenztem Platz und zerbr&ouml;ckelnder Infrastruktur. Die brodelnde Kairoer Innenstadt schien schon am Rande des Irrsinns, als zum Schutz der Regierungsgeb&auml;ude vor Demonstranten in den letzten Jahren mehrere Stra&szlig;en durch Betonmauern getrennt wurden. Einige dieser steinernen Trennw&auml;nde wurden wieder entfernt, andere stehen noch oder wurden durch Metalltore ersetzt, die bei den ersten Anzeichen von Unruhe geschlossen werden k&ouml;nnen. Nirgendwo kann man das Bed&uuml;rfnis nach offenem Raum und ungehemmter Bewegung st&auml;rker sp&uuml;ren als in einem so dicht besiedelten, engen und anarchischen Ort wie Kairo. Da Staaten gew&ouml;hnlich in ihrem Zentrum m&auml;chtiger sind als an der Peripherie, muss man Anzeichen von Furcht im Kerngebiet ihrer Macht als offizielles Eingest&auml;ndnis von Schw&auml;che und Verwundbarkeit deuten. Unter Mubarak gab es im Zentrum von Kairo keine Mauern, obwohl die Menschen dort &uuml;ber Jahrzehnte in Furcht vor der brutalen Sicherheitsmaschinerie des Regimes lebten. Es gab nur wenige, kleine, sporadische Demonstrationen. Die Revolution von 2011 entfesselte eine Volksbewegung, wie man sie seit Jahrzehnten nicht gesehen hatte, und als der Protest immer heftiger und die Regierung immer defensiver wurde, stellte sich pl&ouml;tzlich die Frage: Wer hat mehr Angst &ndash; die Wachleute oder die Menschen, auf die sie mit ihren Waffen zielten? Seit der Vertreibung Mursis aus dem Amt 2013 ist der Tahrirplatz f&uuml;r regierungskritische Demonstrationen gesperrt. Die gesamte Umgebung des Platzes wird an kritischen Tagen mit Stra&szlig;ensperren und Stacheldraht abgeriegelt &ndash; jede offizielle Verlautbarung &uuml;ber Demokratie, Legitimit&auml;t und Volkswillen wird durch die militarisierte Zone am Tahrir L&uuml;gen gestraft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2014\/12\/12.mondeText.artikel,a0061.idx,21\">Le Monde diplomatique<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der Artikel macht deutlich, dass der Sieg der politischen Reaktion auch eine Wiederherstellung der vorrevolution&auml;ren &ouml;konomischen Machtverh&auml;ltnisse beinhaltet. Die Reichen bauen im wahrsten Sinne des Wortes (gated communities) ihre Positionen aus, um den Rahm der &auml;gyptischen Volkswirtschaft abzusch&ouml;pfen. Irgendeine an der Gesamtwirtschaft orientierte Politik ist nicht auszumachen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Schwarz-gr&uuml;ner Schlafwagen?<\/strong><br>\nThorsten Sch&auml;fer-G&uuml;mbel, der Partei- und Fraktionsvorsitzende der SPD in Hessen, beklagt das Ausbleiben eines Politikwechsels. &raquo;Willkommen im schwarz-gr&uuml;nen Schlafwagen!&laquo;, kommentierte er sarkastisch. Ist die schwarz-gr&uuml;ne Koalition ein Zukunftsmodell f&uuml;r andere Bundesl&auml;nder?<br>\nDie auf den ersten Blick gute Nachricht: Das Statistische Landesamt Hessen erwartet f&uuml;r dieses Jahr ein Wirtschaftswachstum von 1,2% und die Arbeitsagentur sagt einen stabilen Arbeitsmarkt auf einem hohen Niveau voraus. So soll die Zahl der sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigten von 2,36 Mio. (Juni 2014) auf durchschnittlich 2,4 Mio. in diesem Jahr steigen, und die der Arbeitslosen im Jahresschnitt auf 181.000 sinken. (&hellip;)<br>\nBetrachtet man den Arbeitsmarkt in Hessen jedoch genauer relativiert sich das positive Bild eines stabilen Besch&auml;ftigungsaufbaus schon auf den zweiten Blick sehr stark, denn zum einen ist vor allem die starke Konzentration der Besch&auml;ftigung auf die Finanz- und Versicherungswirtschaft, die mit sinkenden Margen zu k&auml;mpfen hat, sehr risikoreich f&uuml;r die Besch&auml;ftigungsentwicklung. Seit der Finanzkrise 2008 wurden in der Finanz- und Versicherungswirtschaft immerhin rund 2.800 Arbeitspl&auml;tze abgebaut. Die gr&ouml;&szlig;eren und gro&szlig;en Unternehmen mit 250 und mehr Besch&auml;ftigten in allen Branchen rechnen nach der o. g. Studie sogar mit einer stagnierenden oder in 2016 leicht r&uuml;ckg&auml;ngigen Besch&auml;ftigung.<br>\nZum anderen geht die Vollzeitzeiterwerbst&auml;tigkeit in Hessen zur&uuml;ck. Von den sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigten arbeiteten im Juni lediglich 1.719.608 (72,9%) in Vollzeit. Viele der 618.809 in Teilzeit arbeitenden sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigten wollen l&auml;nger Arbeiten und gelten als &raquo;stille Reserve&laquo; f&uuml;r einen Vollzeit-Job.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/schwarz-gruener-schlafwagen-1\/\">Sozialismus<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Nach Charlie versteht Frankreich keinen Spa&szlig; mehr<\/strong><br>\nFrankreich geht gegen Terrorismus vor und trifft die Meinungsfreiheit<br>\nDarf Satire alles? In Frankreich darf sie offenbar immer weniger. Nach den Anschl&auml;gen auf Charlie Hebdo gehen Beh&ouml;rden hart gegen jene vor, die vermeintlich &ldquo;Terrorismus verherrlichen&rdquo;. Im Zweifel reicht schon ein Facebook-Posting im Charlie-Stil.<br>\nNur auf den ersten Blick sieht das Bild aus wie ein Cover von &ldquo;Charlie Hebdo&rdquo;: Ein emotionslos blickender Mann versucht sich mit einer Zeitschrift vor heranfliegenden Gewehrkugeln zu sch&uuml;tzen. Vergeblich. Dazu der Kommentar: &ldquo;Charlie Hebdo ist schei&szlig;e. Es h&auml;lt die Kugeln nicht auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/43\/43943\/1.html\">Fabian K&ouml;hler auf Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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