{"id":24768,"date":"2015-01-27T09:05:42","date_gmt":"2015-01-27T08:05:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24768"},"modified":"2015-11-09T11:37:08","modified_gmt":"2015-11-09T10:37:08","slug":"hinweise-des-tages-2299","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24768","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24768#h01\">Niedergang als Chance<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24768#h02\">Wahlen in Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24768#h03\">Wie die USA in die Folterfalle gerieten &ndash; der CIA Folterreport<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24768#h04\">Auschwitz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24768#h05\">Paul Krugman: Ending Greece&rsquo;s Nightmare  &ndash;  Den Albtraum Griechenlands beenden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24768#h06\">Obamas Neuoffensive zur Bek&auml;mpfung wachsender Ungleichheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24768#h07\">Anleger schaffen noch mehr Geld in die Schweiz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24768#h08\">Hartz IV auf Griechisch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24768#h09\">Nachtrag &ndash; Hartz IV oder Vollzeit-Job? So viel m&uuml;ssen Sie verdienen, um Hartz-IV-Niveau zu erreichen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24768#h10\">Im Dienst des Miethais<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24768#h11\">D&auml;mmwahn?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24768#h12\">Frieden von unten &ndash; Initiativen gegen Gewalt in Israel und Pal&auml;stina<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24768#h13\">Journalist muss f&uuml;r Anonymous-Hack b&uuml;&szlig;en<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24768#h14\">American Sniper illustrates the west&rsquo;s morality blind spots<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24768#h15\">Freihandelsabkommen TTIP: USA sollen bei EU-Gesetzen mitreden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24768#h16\">Pegida-Studien: Die T&uuml;cken der Statistik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24768#h17\">Die B&uuml;rgerverdrossenheit der SPD<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24768&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Niedergang als Chance<\/strong><br>\nDie wichtigste Lehre der PASOK-Niederlage f&uuml;r die SPD und andere sozialdemokratische Parteien d&uuml;rfte sein: mit neoliberaler Wirtschafts- und Sozialpolitik kann man sich selbst &uuml;berfl&uuml;ssig machen. [&hellip;]<br>\nDer Sieg von Syriza ist sicher auch eine Chance f&uuml;r die SPD wie auch andere Sozialdemokraten in Europa, ihre Positionen zu &uuml;berdenken. Privatisierungen, radikales Sparen und Abbau von Arbeiterrechten sowie Kumpanei mit den Neoliberalen scheinen nicht das richtige Reformkonzept zu sein &ndash; zumindest nicht, wenn man nicht im politischen Abseits &ndash; wie die PASOK &ndash; oder als ewiger Juniorpartner der Konservativen &ndash; wie die SPD &ndash; enden will.<br>\nErst einmal steht aber f&uuml;r die SPD an, zu &uuml;berlegen, ob sie sich als deutsche Regierungspartei daran beteiligen will, der neuen griechischen Regierung und Griechenland eine Chance zu geben. Oder ob sie an dem bisherigen neoliberalen, reaktion&auml;ren Spar- und Reformkurs der EU-Kreditgeber gegen&uuml;ber Athen stur festh&auml;lt &ndash; und damit eine alternative Politik in Europa im Keim zu ersticken hilft. Dar&uuml;ber hinaus sollte die SPD anfangen, ihren wirtschafts- und sozialpolitischen Kurs radikal zu &uuml;berdenken und Schnittmengen einer linken Politik in Deutschland mit den Gr&uuml;nen und der Partei &ldquo;Die Linke&rdquo; auszuloten. Nach Ramelow in Th&uuml;ringen und Tsipras in Griechenland w&auml;re es daf&uuml;r an der Zeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/sendungen\/politikum\/kommentar\/sozialdemokratieeuropa100.html\">WDR5<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Bravo, endlich!<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Hallo Herr Gabriel, hallo Herr Oppermann, bitte ganz genau durchlesen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wahlen in Griechenland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Griechenland hat gew&auml;hlt, aber hat die neue Regierung eine Wahl?<\/strong><br>\nIn der &auml;ltesten Demokratie der Welt hat das Volk gesprochen. Es hat entschieden, den Kurs des Landes radikal zu &auml;ndern. Mit der gro&szlig;en Mehrheit f&uuml;r SYRIZA sind die Weichen gestellt f&uuml;r eine Politik, die Abschied nimmt von extrem restriktiver staatlicher Ausgabenpolitik, von Lohn- und Rentenk&uuml;rzungen, von &uuml;berst&uuml;rzter Privatisierung und vielem anderen mehr.<br>\nDoch wie l&auml;sst sich diese Politik umsetzen? All die Ma&szlig;nahmen, die in den vergangenen Jahren umgesetzt worden sind und die wegen ihrer Erfolglosigkeit jetzt zum Wechsel gef&uuml;hrt haben, hatte die alte Regierung zwar formal beschlossen, sie war dieser Regierung aber in Wahrheit St&uuml;ck f&uuml;r St&uuml;ck von den internationalen Geldgebern aufoktroyiert worden.<br>\nWarum sollte sich daran etwas &auml;ndern, Wahlen und Demokratie hin oder her? In Europa verstehen es viele immer noch nicht, aber die Erfahrung aus vierzig Jahren Gl&auml;ubigerherrschaft durch den Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) rund um die Welt zeigt, dass sich in Washington und in den L&auml;ndern, die den IWF tragen, niemand um Demokratie schert, wenn es darum geht, einem Land, das unter Kuratel steht, zu sagen, was es zu tun und zu lassen hat. (&hellip;)<br>\nNein, es gibt f&uuml;r die neue griechische Regierung keine Alternative dazu, der vermeintlichen Alternativlosigkeit der bisherigen Politik und damit vor allem Deutschland den Kampf anzusagen. Im Jahr 2010 haben auf beiden Seiten, auf Seiten der Gl&auml;ubiger und auf Seiten der Schuldner, die meisten nicht einmal im Ansatz verstanden, welche ungeheuerlichen Folgen die &bdquo;alternativlose Politik&ldquo; der Gl&auml;ubiger und der Troika haben wird. Das ist jetzt anders. Vollkommen anders ist auch, dass einige der L&auml;nder, die sich 2010 noch auf der Seite der Sieger sahen, inzwischen mitbekommen haben, dass sie auf der anderen Seite sind. Dazu geh&ouml;ren Italien und Frankreich. In Spanien f&uuml;rchtet man inzwischen selbst eine stark aufkommende linke Partei. Selbst auf Seiten der Troika haben zumindest der IWF und die Europ&auml;ische Zentralbank inzwischen ebenfalls verstanden, dass die &bdquo;alternativlose&ldquo; Politik direkt in die Deflation f&uuml;hrt. Und in der EU-Kommission versucht man sich inzwischen am &bdquo;gesunden Menschenverstand&ldquo;, und der kann einen solchen Irrsinn nicht noch einmal erlauben (wir haben das hier kommentiert).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/griechenland-hat-gewaehlt-aber-hat-die-neue-regierung-eine-wahl\/\">flassbeck-economics<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Trotz allen Bedenken muss man die griechischen B&uuml;rger f&uuml;r ihre Wahl begl&uuml;ckw&uuml;nschen. Der Ausgang der griechischen Parlamentswahlen ist ein schlagender Beweis, dass die Demokratie gerade in deren Mutterland noch funktioniert und zwar nicht im Sinne der merkelschen Marktkonformit&auml;t. Die griechischen B&uuml;rger haben den massiven Erpressungsversuchen, die gerade auch aus Berlin und Br&uuml;ssel kamen, widerstanden und auch das alte korrupte Parteiensystem von der politischen B&uuml;hne gefegt. Das Wahlergebnis zeigt, Widerstand gegen den Neoliberalismus und der von ihm in Griechenland verursachten humanit&auml;re Katastrophe ist m&ouml;glich.<\/em><br>\n<em>In Spanien, werden im Dezember ebenfalls Wahlen stattfinden. Auch dort liegt die linke Partei PODEMOS in den Umfragen vorn, die sich, wie die Syriza, explizit gegen die irrsinnige Austerit&auml;tspolitik stellt. Sind die griechischen Wahlen so der Anfang vom Ende des deutschen Austerit&auml;tsdiktates &uuml;ber Europa? Die entscheidende Frage wird sein wie werden die herrschenden Eliten und die Finanzindustrie auf diese Entwicklung reagieren? Die unverhohlenen Drohungen des Bundesbankpr&auml;sidenten Weidmann und des Vorsitzender der Euro-Gruppe Dijsselbloem lassen nichts Gutes ahnen und geben tiefe Einblicke in das Demokratieverst&auml;ndnis in Berlin und Br&uuml;ssel. Den Vogel schoss dabei wieder Vizekanzler Gabriel (SPD) ab, der sogleich im Springerblatt BILD verlautbarte, die Anstrengungen in Griechenland, die Schulden zu reduzieren m&uuml;ssten weitergehen. Die Not und das Elend der Menschen in Griechenland scheinen Gabriel dabei v&ouml;llig kalt zu lassen. Einen folgsameren Apologeten des Neoliberalismus finden die herrschenden Eliten aktuell wohl kaum in der SPD.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Hoffnung kommt &ndash; zur&uuml;ck nach Griechenland und damit nach Europa<\/strong><br>\nDer Wahlkampf in Griechenland war gleichsam kurz wie intensiv. Wer aber glaubte die europaweite mediale und politische Kommentierung des Wahlkampfes zu den Juni-Wahlen 2012 sei bereits au&szlig;erordentlich intensiv gewesen, der wurde 2015 eines besseren belehrt. N&uuml;chtern betrachtet muss man konstatieren, dass noch nie zuvor derart offensiv und &ouml;ffentlich der Versuch unternommen wurde, Einfluss auf das Wahlverhalten der Griechen und Griecheninnen von au&szlig;en zu nehmen. Dies lag in erster Linie an dem vorhergesagten Wahlsieg der Linkspartei SYRIZA und der Angst vor allem konservativer und sozialdemokratischer Eliten in EU-Europa damit eine (zun&auml;chst nur) symbolische Niederlage f&uuml;r ihre neoliberalen K&uuml;rzungspolitiken der letzten Jahre einzufahren. Zum dritten sind die Sogwirkungen f&uuml;r die 2015\/16 angesetzten Wahlen in den anderen<br>\n&bdquo;Krisenstaaten&ldquo; Spanien, Portugal und Irland und die dortigen Linksparteien so kaum mehr<br>\nkalkulierbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rosalux.de\/publication\/41089\/die-hoffnung-kommt-zurueck-nach-griechenland-und-damit-nach-europa.html\">Rosa Luxemburg Stiftung<\/a>\n<p><strong>Dazu weitere Hintergrundinformationen zur Wahl in Griechenland:<\/strong><\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.rosalux.de\/index.php?id=24321\">Griechenland hat gew&auml;hlt &ndash; Und nun?<\/a><\/strong><\/p>\n<p><strong>Tsipras hat eine Chance verdient<\/strong><br>\nAus dem Sieg von Alexis Tsipras l&auml;sst sich leicht ein Horrorszenario stricken. Doch ebenso gut k&ouml;nnte die Wahl in die Geschichte eingehen. Als jener Tag, an dem die Griechen ihr Schicksal endlich in die eigene Hand nahmen.<br>\nWann immer deutsche Politiker oder Publizisten &uuml;ber die Krise in Griechenland r&auml;sonieren, kommen sie selten ohne zwei vermeintliche Wahrheiten aus.<br>\nErstens: Hauptschuld an der Krise tr&auml;gt die verkommene Wirtschafts- und Politikelite des Landes. Griechische Oligarchen begriffen den Staat als Beute. Korrupte Politiker waren ihnen zu Diensten.<br>\nZweitens: Um die Krise zu &uuml;berwinden, sollten die Griechen blo&szlig; keine Experimente wagen, sondern bitte die Koalition aus konservativer Nea Dimokratia und sozialistischer Pasok im Amt best&auml;tigen. Alles andere gef&auml;hrde die wirtschaftliche Erholung des Landes.<br>\nGanz sch&ouml;n paradox, schlie&szlig;lich haben diese beiden Parteien Griechenland &uuml;ber drei Jahrzehnte in den Abgrund regiert. Und denen h&auml;tten die Griechen jetzt erneut ihre Zukunft anvertrauen sollen?<br>\nSie haben sich entschieden, genau das nicht zu tun &ndash; und niemand kann es ihnen verdenken. Das Wahlergebnis ist ein &uuml;berw&auml;ltigender Regierungsauftrag f&uuml;r Alexis Tsipras und seine Syriza. Und eine &uuml;berf&auml;llige Abrechnung mit der alten politischen Elite.<br>\nVielleicht wird der gestrige Wahltag auch in die Geschichte eingehen als das Datum, an dem nach der wirtschaftlichen endlich auch die politische Erneuerung Griechenlands begann. Vielleicht hat Tsipras tats&auml;chlich den Mut, sich mit den griechischen Reederei- und Medienmagnaten anzulegen und sich von ihnen jene Steuereinnahmen zu holen, die er f&uuml;r seine Sozialprogramme braucht. Es w&auml;re ein &uuml;berf&auml;lliger Schritt, denn die Privilegien dieser unproduktiven Elite haben die etablierten Parteien bislang kaum beschnitten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/griechenland-wahl-tsipras-und-syriza-haben-eine-chance-verdient-a-1014937.html\">SPON<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Interessante T&ouml;ne auf SPON. Bisher war der Spiegel als neoliberales Zentralorgan einer der radikalsten Verfechter der &bdquo;Sparpolitik&ldquo; gerade gegen&uuml;ber Griechenland. Siehe dazu auch den weiter unten stehenden Hinweis &bdquo;Brandstifter Tsipras&ldquo;. Zumindest beweist der Beitrag die Wendigkeit der Spiegel-Journalisten. Letztes Jahr spuckte Rickens noch ganz andere T&ouml;ne:<\/em><\/p>\n<p><strong>Griechenland vor Neuwahl: Na dann viel Gl&uuml;ck, Herr Tsipras<\/strong><br>\nWie gering die Akzeptanz der Reformen bei den Griechen wirklich ausf&auml;llt, d&uuml;rfte sich bei den vorgezogenen Neuwahlen Anfang 2015 zeigen. Dann hat der linke Kandidat Alexis Tsipras gute Chancen, zum neuen Premierminister zu werden. Er tritt mit klaren Wahlversprechen an: Stopp des Schuldendienstes, Stopp der Privatisierungen, stattdessen neue Jobs im &Ouml;ffentlichen Dienst und niedrigere Steuern.<br>\nIn weiten Teilen ist das ein wirtschaftliches Selbstmordprogramm. Wenn Griechenland irgendetwas ganz sicher nicht ben&ouml;tigt, dann sind das zus&auml;tzliche Beamte. &hellip;.<br>\nSollte Tsipras einen Schuldenschnitt heraushandeln (oder einfach aufh&ouml;ren, Griechenlands Gl&auml;ubigern ihr Geld zu &uuml;berweisen), h&auml;tte das noch einen zweiten wichtigen Effekt: Die Griechen k&ouml;nnten und m&uuml;ssten ihr wirtschaftspolitisches Schicksal endlich selbst in die Hand nehmen. Endlich k&ouml;nnten sie f&uuml;r ihre Misere nicht mehr Angela Merkel\/Mario Draghi\/die EU\/den Weltw&auml;hrungsfonds\/die Troika verantwortlich machen. Auch dieser bequeme Mechanismus der Verdr&auml;ngung w&uuml;rde dann nicht mehr funktionieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/griechenland-kommentar-die-eurokrise-kehrt-zurueck-a-1010610.html\">SPON<\/a><\/p>\n<p><em>In einem offenen Brief an das &ldquo;Handelsblatt&rdquo; wendet sich A. Tsipras an die Deutschen:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n<em>Liebe Leser des Handelsblatts,<\/em><br>\n<em>Der griechische Staat ist seit 2010 nicht mehr dazu in der Lage, seine Schulden zur&uuml;ckzuzahlen. Ungl&uuml;cklicherweise beschloss man auf offizieller europ&auml;ischer Seite, so zu tun, als k&ouml;nne man diesem Problem mittels des gr&ouml;&szlig;ten in der Menschheitsgeschichte je gew&auml;hrten Kredites und der strikten Durchsetzung eines finanz- und strukturpolitischen Anpassungsprogramms Herr werden. Und das, obwohl dies mit mathematischer Gewissheit das Zusammenschrumpfen des Inlandseinkommens zur Folge haben musste, aus welchem die Abzahlung neuer wie alter Kredite finanziert wird.<\/em><br>\n<em>Es  h&auml;tte nicht mehr als gesunden Menschenverstand gebraucht, um zu erkennen, dass das konsequente Festhalten am &bdquo;Extend and Pretend&ldquo;-Dogma f&uuml;r mein Land in einer Trag&ouml;die enden w&uuml;rde. Es  h&auml;tte nicht mehr als gesunden Menschenverstand gebraucht, um zu verstehen, dass man, statt Griechenland zu stabilisieren, nur &Ouml;l ins Feuer einer sich immer wieder aufs Neue selbst entfachenden Krise goss, die Europa bis in seine Grundfesten bedroht. Die im Mai 2010 verabschiedete Kreditvereinbarung wurde von meiner Partei und mir entschieden abgelehnt. Nicht weil wir glaubten, Deutschland und unsere anderen Partner h&auml;tten uns nicht gen&uuml;gend Geld zur Verf&uuml;gung gestellt, sondern weil wir der Auffassung waren, dass sie uns weit gr&ouml;&szlig;ere Summen haben zukommen lassen als angemessen, weit mehr als anzunehmen wir berechtigt gewesen w&auml;ren. Geldsummen, die weder der griechischen Bev&ouml;lkerung zugute kommen w&uuml;rden, da sie nur dazu bestimmt waren, in ein Schuldenfass ohne Boden geworfen zu werden, noch das Anwachsen der Staatschulden, deren Last unsere Partner unweigerlich immer wieder auf Ihre B&uuml;rger abw&auml;lzen w&uuml;rden, w&uuml;rden verhindern k&ouml;nnen.<\/em><br>\n<em>Weniger als ein Jahr darauf hatte sich unsere Einsch&auml;tzung als richtig erwiesen. Die Kombination aus Neuaufnahme enormer Kreditsummen und massiven K&uuml;rzungen hatte es nicht nur nicht vermocht, die Schuldenproblematik zu z&auml;hmen, sondern dar&uuml;ber hinaus auch die Schw&auml;chsten unserer Gesellschaft hart getroffen. Gewissenhafte Arbeitnehmer waren arbeits- und obdachlos geworden und f&uuml;hlten sich vor allem ihrer W&uuml;rde beraubt. Die massiven Einkommensverluste trieben Tausende Unternehmen in den Ruin und verhalfen den verbliebenen dazu, sich als Oligopole zu etablieren und an St&auml;rke zu gewinnen.<\/em><br>\n<em>Trotz des fulminanten Scheiterns dieser Strategie h&auml;lt man bis zum heutigen Tag an der erw&auml;hnten Logik der Verl&auml;ngerung und T&auml;uschung fest. Mit der im Jahr 2012 getroffenen Kreditvereinbarung lud man eine noch gr&ouml;&szlig;ere Schuldenlast auf die ohnehin schon schwachen Schultern Griechenlands und l&ouml;ste eine neue Rezession aus, w&auml;hrend die Gelder unserer Partner in die Finanzierung eines Systems pers&ouml;nlicher Bereicherung und Vorteilsnahme verwendet wurden und der damals vorgenommene Haircut vornehmlich die Einlagen der Sozialversicherungs- und Rentenkassen beschnitt.<\/em>\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/radio-korfu.de\/in-einem-offenen-brief-an-das-handelsblatt-wendet-sich-a-tsipras-an-die-deutschen-lesenswert\/\">Radio Korfu<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Der Brief erschien noch vor der Wahl am 13.01. im Handelsblatt. Ist aber dennoch interessant, da er die Position von Tsipras und der Syriza erl&auml;utert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Restriktive Finanzpolitik gef&auml;hrdet den Euro<\/strong><br>\nGenug ist genug: Das Wirtschaftswachstum ist vor allem in der Peripherie des Eurolands seit Jahren so gering, dass dort zunehmend gefragt wird, was der Euro eigentlich bringt. Die &uuml;berwiegende Mehrheit m&ouml;chte den Euro zwar behalten, die euro-skeptischen Parteien aber haben starken Zulauf. Sie sind nicht f&uuml;r eine Abschaffung, die Regeln und Auflagen sind ihnen jedoch zu streng und sie w&uuml;rden sie gerne &auml;ndern. In den vergangenen sieben Jahren sind weder zus&auml;tzliche Arbeitspl&auml;tze entstanden, noch hat es einen Anstieg des allgemeinen Wohlstands gegeben. Ganz im Gegenteil, im S&uuml;den Europas, liegen die Arbeitslosenquoten immer noch zwischen 13 und 26 Prozent. Das Fatale an der Sache ist, dass die europ&auml;ische Wirtschaftspolitik auf pro-zyklische Weise versucht, die angeblich gef&auml;hrliche Staatsverschuldung durch forciertes Sparen statt durch Wirtschaftswachstum in den Griff zu bekommen.<br>\nViel besser machen es seit einigen Jahren L&auml;nder wie die USA und Gro&szlig;britannien, wo die Geldpolitik &auml;hnlich expansiv ist wie die der EZB, die aber nicht durch Vertr&auml;ge gezwungen sind, ihre Haushaltsdefizite unabh&auml;ngig von der aktuellen konjunkturellen Lage zu reduzieren. Den dortigen Wirtschaftspolitikern ist klar, dass Sparen dann kontraproduktiv ist, wenn die Nachfrage gemessen an der Auslastung der Kapazit&auml;ten und der Besch&auml;ftigung schwach, die Outputl&uuml;cke also gro&szlig; ist und Ressourcen brach liegen. Durch Sparen Wachstum zu erzeugen hat nie funktioniert, und es wird nie funktionieren. Mehr Sparen &ndash; etwa indem Haushaltsdefizite vermindert werden &ndash; bedeutet weniger Ausgaben, weniger Auftr&auml;ge an die Unternehmen, h&ouml;here Arbeitslosigkeit, weniger Investitionen und ein langsameres Wachstum. So einfach ist das. Wenn niemand Geld ausgeben will, braucht auch niemand zu arbeiten. Sparen kann f&uuml;r den einzelnen Haushalt sinnvoll sein, aber gesamtwirtschaftlich ist es t&ouml;dlich, wenn nicht entsprechend Schulden gemacht, in Human- und Sachkapital investiert und Einkommen generiert wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2015\/01\/22\/restriktive-finanzpolitik-gefaehrdet-den-euro_8055\">Zeit<\/a><\/li>\n<li><strong>Brandstifter Tsipras, weil er nicht bei den Armen sparen will<\/strong><br>\nWie gro&szlig;e Teile der deutschen Presse den m&ouml;glichen Gewinner der griechischen Wahlen bisher bezeichneten.<br>\nFast noch schmeichelhaft war die Cicero-Klassifizierung, die Tsipras zu Athens Che Guevara hochjazzte. Fragt sich, welche Phase von Guevaras Leben sie meinte. Den des von verschiedenen Geheimdiensten gejagten und schlie&szlig;lich zur Strecke gebrachten Revolution&auml;rs oder der Popfigur, zu der er sp&auml;ter gemacht wurde. Letzteres ist f&uuml;r Tsipras vielleicht ges&uuml;nder, aber auch nicht wirklich schmeichelhaft.<br>\nWesentlich weniger romantisch urteilte die S&uuml;ddeutsche Zeitung noch vor der letzten Wahl &uuml;ber Tsipras, als der bei einem Berlin-Besuch mit Regierungsvertretern den Eindruck zerstreuen wollte, ein Linksradikaler w&uuml;rde in Athen an die Regierung kommen. Die S&uuml;ddeutsche beeindruckte das gar nicht. &ldquo;Rattenf&auml;nger von Athen fl&ouml;tet in Berlin&rdquo; warnte das Blatt vor zwei Jahren. Besonders gef&auml;hrlich h&auml;lt sie ihn, weil er die EU gar nicht verlassen will:<br>\n&ldquo;Der griechische Linkspolitiker Alexis Tsipras lehnt zwar Sparpakete ab, will aber in der Euro-Zone bleiben. Falls seine Syriza bei der Neuwahl am 17. Juni st&auml;rkste Partei wird, m&uuml;ssen sich seine Bauernf&auml;ngerparolen an der Realit&auml;t messen lassen.&rdquo;<br>\nZumindest hielt sich die S&uuml;ddeutsche an die Fakten. Anders als der Taz-Online-Redakteur Gunnar Schubert, der vor den Europawahlen &uuml;ber Tsipras schrieb: &ldquo;Ein billiger Populist, verkappter Antisemit und gewiss kein Europ&auml;er&rdquo;. Die drei Klassifizierungen sind an keiner Stelle belegt.<br>\nWom&ouml;glich wollte sich der Taz-Kollege damit auch nur bei der besser zahlenden Konkurrenz aus dem Hause Springer empfehlen. Dort kommen solche T&ouml;ne gegen den griechischen Linkspolitiker gut an. Schlie&szlig;lich bezeichnete die Welt Tsipras noch Anfang Januar als &ldquo;Volkstribun, der Euroland erzittern l&auml;sst&rdquo;. Dass seit Wochen &Ouml;konomen beteuern, die Entwicklung in Griechenland habe anders als noch vor zwei Jahren keine gro&szlig;e Bedeutung mehr f&uuml;r den Euro, spielt keine Rolle, wenn es um eine griffige Schlagzeile gegen einen Politiker geht, der in Deutschland unter den inoffiziellen Radikalenerlass fallen w&uuml;rde. Doch auch der Spiegel will mit griffigen D&auml;monisierungen des Linkspolitikers der Springerpresse nicht nachstehen. F&uuml;r das Wochenblatt warTsipras im letzten Jahr noch &ldquo;Griechenlands charmanter Brandstifter&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Brandstifter-Tsipras-weil-er-nicht-bei-den-Armen-sparen-will-2527944.html\">Peter Nowak auf Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Eine sch&ouml;ne Presseschau, die belegt wie die &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; es mit Meinungsfreiheit, -pluralit&auml;t und objektiver journalistischer Berichterstattung nach wie vor wirklich halten. <\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: &bdquo;Syriza steht f&uuml;r die R&uuml;ckkehr zur Korruption&ldquo;<\/strong><br>\nDer griechische Soziologe Michael Kelpanides f&uuml;rchtet, dass Griechenland mit einer Syriza-Regierung &bdquo;den letzten Rest von Respekt und Glaubw&uuml;rdigkeit im Westen verlieren wird&ldquo;. Ein Gespr&auml;ch &uuml;ber den rasanten Aufstieg einer Splitterpartei zur st&auml;rksten politischen Kraft. [&hellip;]<br>\nWof&uuml;r steht Syriza?<br>\nF&uuml;r die R&uuml;ckkehr zu dem System der Korruption, des Nepotismus und des Klientelismus, das Griechenland ruiniert hat &ndash; auch wenn die Partei behauptet, das Gegenteil zu wollen. Die Vorgeschichte von Syriza beginnt 1968, als eine Gruppe Intellektueller sich von der stalinistischen und moskauh&ouml;rigen Kommunistischen Partei Griechenlands abspaltete, und seitdem, unter wechselnden Namen und Flaggen, bis zur Krise als Mini-Partei vier oder f&uuml;nf Prozent der Stimmen erhielt. Sie war stets das Lieblingskind der Intellektuellen und Akademiker. Ihren kometenhaften Aufstieg verdankt die Partei allein dem Protestvotum als Folge der Austerit&auml;ts- und Sparpolitik. Sie wurde auf einmal nicht mehr nur von Intellektuellen gew&auml;hlt, sondern von den breiten Schichten, die Opfer der Misswirtschaft von korrupten politischen Eliten wurden. Von Eliten freilich, die die Griechen in regul&auml;ren parlamentarischen Wahlen gew&auml;hlt hatten. Pasok und Nea Dimokratia, die in drei Jahrzehnten die Staatsschuld auf 170 Prozent des Bruttoinlandsprodukts trieben, waren ja nicht etwa eine Junta, die mit einem Putsch die Macht ergriffen h&auml;tte. Sie wurden gew&auml;hlt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/europa\/griechenland-wahl-syriza-steht-fuer-die-rueckkehr-zur-korruption-13390452.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Nur noch dreist &ndash; aber nat&uuml;rlich mu&szlig; der SYRIZA-Wahlsieg sofort von den Konservativen umgedeutet werden. In dem Interview (?) wird mal eben unterschlagen, da&szlig; die Korruption schon deshalb nicht zur&uuml;ckkehren kann, weil sie nie weg war und unter ND und Pasok gehegt und gepflegt wurde. Die Verantwortung daf&uuml;r einer Partei unterzuschieben, die schon mangels Regierungsbeteiligung gar nicht korrupt sein konnte, ist Rufmord. Und welche Glaubw&uuml;rdigkeit, die SYRIZA &ldquo;verspielen&rdquo; k&ouml;nnte, haben denn Samaras oder die Pasok besessen, die nun nachweislich das Land in den Abgrund gef&uuml;hrt haben? Die Glaubw&uuml;rdigkeit als Merkels Marionetten? Umgekehrt werden ND und Pasok von ihrer Verantwortung exkulpiert, weil sie demokratisch gew&auml;hlt worden sind &ndash; der Mann mu&szlig; noch mal &uuml;ber Logik in der Argumentation nachdenken.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>What Syriza&rsquo;s Victory Means for Greece &mdash; and for Europe<\/strong><br>\nThe election was a triumph for anti-austerity politics and a rejection of corruption. Now comes the hard part.<br>\nIt was an amazing moment. In the Syriza campaign tent in central Athens last night, tall Germans from Die Linke, Italian communists waving their Bandiera Rossa, Podemos activists from Spain, a French couple with a Tricolore, they all clapped and swayed and danced with ecstatic Greeks. Strangers wept for joy in one another&rsquo;s arms. Three young Canadians asked me where &ldquo;the red party&rdquo; was; a French woman hugged me and said, &ldquo;Merci, les Grecs.&rdquo; Rainbow flags waved among the red and purple; people were pogoing and dancing the tsifteteli side by side. The square in front of Athens University, where so many protest marches have begun, filled up with people, cameras, flags, waiting for Alexis Tsipras to make his victory speech. A giant banner proclaimed Kalimera Grecia e Europa (Good Morning Greece and Europe); a home-made placard read Gute Nacht Frau Merkel. So many Greek faces&mdash;faces that have been drawn and grey and anxious now for years&mdash;were lit up with an energy that felt half new and half remembered. Everyone knows it&rsquo;s going to be hard, but something vital has been won&mdash;a battle against fear, for hope, for change.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.thenation.com\/article\/196001\/what-syrizas-victory-means-greece-and-europe\">The Nation<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Niels Kadritzke:<\/strong> Das ist ein ausgezeichneter Text!<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wie die USA in die Folterfalle gerieten &ndash; der CIA Folterreport<\/strong><br>\nEine Zeitlupeneinstellung zeigt den Strahl klaren Wassers, der sich &uuml;ber dem ge&ouml;ffneten Mund eines Mannes ergie&szlig;t. Im Video der Menschenrechts-Organisation Amnesty International wird das Waterboarding, das simulierte Ertr&auml;nken, nachgestellt.<br>\nWaterboarding: Eine der verharmlosend so genannten &ldquo;versch&auml;rften Verh&ouml;rmethoden&rdquo;, angewandt in Guantanamo und in Geheimgef&auml;ngnissen der CIA &uuml;berall auf der Weltund, jetzt dokumentiert im CIA-Foltereport. Herausgeber der deutschen Ausgabe ist Wolfgang Ne&scaron;kovi&#263;, ehemaliger Bundesrichter und Geheimdienst-Kontrolleur im Bundestag.<br>\n&raquo;Dieser Report ist deswegen wichtig und er ist geradezu ein historisches Dokument, weil er die Geschichte der Folter nach dem 11. September durch die CIA l&uuml;ckenlos und nachvollziehbar darlegt. Jeder der wissen will, wozu Staaten f&auml;hig sind, die sich Rechtsstaaten nennen, wenn sie im Kampf gegen den Terror vorgehen,  der muss dieses Buch eigentlich in seinem B&uuml;cherregal haben.&laquo;<br>\nDer Report offenbart: Unter dem Schock von &ldquo;Nine Eleven&rdquo; gaben sich die USA, das Bollwerk von Freiheit und Demokratie selbst die Lizenz zum Terror. 525 Seiten dokumentieren die unmenschlichen Verh&ouml;rmethoden der CIA.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/wissen-kultur\/ttt\/sendung\/mdr\/2014\/sendung-vom-25012015-132.html\">TTT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Auschwitz<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Der Spion vom Pariser Platz<\/strong><br>\nZyklon-B ist das Synonym f&uuml;r die massenweise Vergasung von Menschen w&auml;hrend des Zweiten Weltkriegs. Zwischen 1942 und 1944 wurde es vor allem im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau in gro&szlig;em Umfang zum industriell organisierten Massenmord benutzt. Wie kamen die Nazianalsozialisten und die SS auf die Idee, mit einem Blaus&auml;ure-Gas Menschen zu t&ouml;ten?<br>\nZyklon-B war der &ldquo;Handelsname&rdquo; eines Blaus&auml;ure-Gas freisetzenden Granulats, das von der Frankfurter Firma Degesch (Deutsche Gesellschaft f&uuml;r Sch&auml;dlingsbek&auml;mpfung) erfunden wurde.<br>\nDie Firma Degesch, die als Patentinhaber auch zum Teil den Vertrieb des Giftgases organisierte, war ein Tochterunternehmen der IG-Farben. Zyklon B, eines der g&auml;ngigsten Mittel bei der Durchgasung von Schiffen, Vorratslager, M&uuml;hlen und Kleidung, stellte f&uuml;r die IG-Farben einen Verkaufsschlager dar. Das Blaus&auml;ure-Gas war in einem Granulat gebunden und wurde in Dosen vertrieben. Beim &Ouml;ffnen und Aussch&uuml;tten wurde es wieder freigesetzt.<br>\nWar es Zufall, das die SS auf die Idee kam, mittels Zyklon B Menschen in gro&szlig;em Stil zu vernichten. Nein, sagt der Historiker Michael Thad Allen, der lange Zeit zur Geschichte des Holocausts forschte. Gerhard Peters &ndash; Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Degesch und gleichzeitig IG-Farben Fachmann f&uuml;r Blaus&auml;ure &ndash; hatte der SS geraten, Menschen mit Zyklon B zu ermorden, so Allen. Verfolgt man diese Spur zur IG-Farben st&ouml;&szlig;t man auf eine seltsame Verbindung zu dem US-Chemieriesen DuPont.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.3sat.de\/page\/?source=\/ard\/sendung\/180161\/index.html\">3sat<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Nun, was soll man sagen, f&uuml;r den Profit ging das Kapital schon immer &uuml;ber Leichen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Befreiung ohne Befreier<\/strong><br>\nAnti-russische und mit NS-Wiederg&auml;ngern kooperierende Kr&auml;fte in Osteuropa benutzen das internationale Auschwitz-Gedenken zu einem symbolischen Bruch mit der Anti-Hitler-Koalition. Dem B&uuml;ndnis gegen Nazi-Deutschland hatte auch die UdSSR angeh&ouml;rt und mit 30 Millionen Kriegstoten den h&ouml;chsten Blutzoll erbracht. Die sowjetischen Truppen befreiten am 27. Januar 1945 das Vernichtungslager Auschwitz, nachdem sie zuvor in die deutschen Mordst&auml;tten Majdanek, Treblinka und Sobibor vorger&uuml;ckt waren, um im Mai 1945 Berlin einzunehmen. Siebzig Jahre nach der Befreiung wird der Repr&auml;sentant der sowjetischen Opfer beim Gedenken in Auschwitz nicht anwesend sein, da ihm eine &uuml;bliche Einladung verwehrt wurde. Urs&auml;chlich sind Intrigen der polnischen Regierung, die in Auschwitz gemeinsam mit Vertretern des Kiewer Regimes und den Berliner Verb&uuml;ndeten auftreten will. Der anti-russische Symbolakt erinnert an europ&auml;ische Vorkriegsereignisse, als Berlin und Warschau Gemeinsamkeiten teilten, die in den Holocaust f&uuml;hrten. [&hellip;]<br>\nDie anti-russische Inszenierung in Auschwitz hat bisher zu keinerlei &ouml;ffentlichen Protesten der Bundesrepublik und ihrer Parlamentsparteien, von Kirchen oder namhaften K&ouml;rperschaften des &ouml;ffentlichen Rechts gef&uuml;hrt. Stillschweigend duldet die deutsche Au&szlig;enpolitik den symbolischen Bruch mit der Anti-Hitler-Koalition am bekanntesten Ort des internationalen Triumphes &uuml;ber die NS-Barbarei. Die historische Botschaft, die von dieser Inszenierung ausgeht, erinnert an &Uuml;bereinstimmungen zwischen Berlin und Warschau am Vorabend des Zweiten Weltkriegs. Beide Seiten spielten damals mit dem Schicksal zehntausender polnischer Juden, die aus dem NS-Reich ausgewiesen und dem &ldquo;offenkundig antisemitischen Vorgehen der staatlichen Zentralgewalt&rdquo; [5] in Polen anheim gegeben wurden. Im Niemandsland an der Grenze zwischen Deutschland und Polen starben 1938 zahlreiche Menschen. Es war der &ldquo;Auftakt zur Vernichtung&rdquo; [6], die dem &ldquo;j&uuml;disch-bolschewistischen&rdquo; Gegner galt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59041\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><strong>Dazu aber auch: Politischer Missbrauch von Auschwitz<\/strong><br>\nUlrich Schneider ist au&szlig;er sich. Richtig au&szlig;er sich. Zahlreiche Staats- und Regierungschefs werden am 27. Januar bei den Feierlichkeiten zum 70. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz durch die Rote Armee anwesend sein. Ja selbst Bundespr&auml;sident Joachim Gauck, das Staatsoberhaupt jenes Landes, aus dem die T&auml;ter einst stammten, die das industrielle Morden perfektioniert haben, wird vor Ort sein. Der einzige, der fehlen wird, ist ausgerechnet Russlands Pr&auml;sident Wladimir Putin. F&uuml;r den Generalsekret&auml;r der Internationalen F&ouml;deration der Widerstandsk&auml;mpfer ein Skandal, weshalb er zur Feder griff und einen Protestbrief an den polnischen Botschafter in Berlin verfasste: [&hellip;]<br>\nNur wurde der russische Pr&auml;sident wirklich missachtet, weil er anscheinend als einziger von der polnischen Regierung keine Einladung zu dem 70. Jahrestag erhielt, wie der Kreml in seinen Stellungnahmen suggerierte?<br>\nDiese Frage kann man nur mit einem klaren Nein beantworten. F&uuml;r die Organisation der Gedenkfeier ist das Museum Auschwitz verantwortlich. Warschau verschickte lediglich diplomatische Noten, in denen es &uuml;ber die Feierlichkeiten informierte und anfragte, ob Vertreter eventuell anreisen w&uuml;rden. Keiner erhielt jedoch eine gesonderte Einladung. Weder Bundespr&auml;sident Gauck oder gar Ukraines Petro Poroschenko, wie von russischen Auslandsmedien behauptet wurde. Doch w&auml;hrend 40 Staatsoberh&auml;uptern und Regeierungschefs die diplomatische Note ausreichte, um ihre Anwesenheit anzuk&uuml;ndigen, war diese Wladimir Putin offenbar zu wenig. Ob aus politischem Kalk&uuml;l oder verletzter Eitelkeit, das wei&szlig; der russische Pr&auml;sident nur allein.<br>\nFalls man jedoch gerne Protestbriefe schreibt, sind beide ausreichende Gr&uuml;nde f&uuml;r solche Schreiben. Diese jedoch nicht an den polnischen Botschafter in Berlin, so wie es Ulrich Schneider getan hat, sondern an dessen russischen Kollegen. Denn eins muss man klar feststellen: Putins Abwesenheit bei den morgigen Feierlichkeiten in Auschwitz ist nicht ein Affront der polnischen Regierung, sondern des russischen Pr&auml;sidenten gegen die letzten &Uuml;berlebenden des Naziterrors sowie dessen sowjetischen Befreier.<br>\nUnd dass Putin keiner speziellen Einladung bedarf, um dieser vor Ort zu gedenken, zeigte er vor 10 Jahren. Damals reiste er nach Polen, um an dem 60. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz teilzunehmen, obwohl er ebenfalls nur eine diplomatische Note aus Warschau erhielten hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/43\/43967\/1.html\">Thomas Dudek auf Telepolis<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Die Frage, warum Putin nicht in Auschwitz erscheint, ist also keineswegs so einfach zu beantworten, wie es einige Internetseiten versuchen. Selbstverst&auml;ndlich wissen jedoch auch wir nicht, was sich hinter den Kulissen abgespielt hat. Man sollte jedoch Polen genau so fair behandeln, wie man es f&uuml;r die Behandlung Russlands immer wieder einfordert.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Paul Krugman: Ending Greece&rsquo;s Nightmare  &ndash;  Den Albtraum Griechenlands beenden<\/strong><br>\nDer F&uuml;hrer der linken Syriza-Koalition Alexis Tsipras ist drauf und dran, Griechenlands Premierminister zu werden. Er wird der erste europ&auml;ische Spitzenpolitiker sein, der aufgrund des ausdr&uuml;cklichen Versprechens gew&auml;hlt worden ist, die seit 2010 herrschende Austerit&auml;tspolitik anzufechten. Und nat&uuml;rlich werden viele Leute ihn auffordern, dieses Versprechen zur&uuml;ckzunehmen und &ldquo;verantworungsvoll&rdquo; zu handeln.<br>\nAlso wie hat die Sache mit dem Verantworungsvoll-Sein denn bisher funktioniert?<br>\nZum Verst&auml;ndnis des politischen Erdbebens in Griechenland ist es hilfreich, sich Griechenlands &ldquo;Bereitschaftskreditvereinbarungen&rdquo; mit dem Internationalen W&auml;hrungsfond von 2010 anzusehen, denen zufolge die sogenannte Troika  &ndash;  der IWF, die Europ&auml;ische Zentralbank and die Europ&auml;ische Kommisssion  &ndash;  dem Land Darlehen zur Verf&uuml;gung stellten im Gegenzug zu einer Kombination von Austerit&auml;t und Reform. Das ist ein bemerkenswertes Dokument, und zwar in der denkbar schlimmsten Weise. Ostensiv n&uuml;chtern und realistisch, verbreitete die Troika eine Wirtschafts-Fantasterei. Und das griechische Volk zahlt den Preis f&uuml;r diese elit&auml;ren Hirngespinste.<br>\nSehen Sie, die mit den Bereitschaftskreditvereinbarungen einhergehenden Wirtschaftsprognosen unterstellten, Griechenland k&ouml;nne eine strenge Austerit&auml;t mit geringen Auswirkungen auf Wachstum und Arbeitsmarkt durchsetzen. Als das Abkommen abgeschlossen wurde, befand Griechenland sich bereits in der Rezession, doch die Prognosen unterstellten, dieser Abw&auml;rtstrend werde bald enden  &ndash;  2011 werde es lediglich einen geringf&uuml;gigen R&uuml;ckgang geben, und 2012 w&uuml;rde Griechenland sich wieder erholen. Die Prognosen r&auml;umten zwar ein, dass die Arbeitslosigkeit stark ansteigen w&uuml;rde, von 9,5 Prozent 2009 auf fast 15 Prozent 2012, aber danach sollte sie ziemlich schnell sinken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2015\/01\/26\/opinion\/paul-krugman-ending-greeces-nightmare.html\">New York Times<\/a>\n<p><strong>Dazu auch: Paul Krugman &ndash; Greece: Think Flows, Not Stocks<\/strong><br>\nHow should we think about the bargaining that may or may not now take place between the new Greek government and the troika? (No bargaining if the troika basically says no concessions.) Most discussion is framed in terms of what happens to the debt. But as both Daniel Davies and James Galbraith point out &mdash; with very different de facto value judgments, but never mind for now &mdash; at this point Greek debt, measured as a stock, is not a very meaningful number. After all, the great bulk of the debt is now officially held, the interest rate bears little relationship to market prices, and the interest payments come in part out of funds lent by the creditors. In a sense the debt is an accounting fiction; it&rsquo;s whatever the governments trying to dictate terms to Greece decide to say it is.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/krugman.blogs.nytimes.com\/2015\/01\/26\/greece-think-flows-not-stocks\/?module=BlogPost-ReadMore&amp;version=Blog%20Main&amp;action=Click&amp;contentCollection=Opinion&amp;pgtype=Blogs%C2%AEion=Body&amp;_r=0\">New York Times<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Sch&ouml;n, dass Artikel der NachDenkSeiten nun schon vom Nobelpreistr&auml;ger Krugman verlinkt werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Obamas Neuoffensive zur Bek&auml;mpfung wachsender Ungleichheit<\/strong><br>\nDie Offensive hat wohl gesessen. Obama wurde prompt des Klassenkampfes bezichtigt. So wirkt das wohl aus Sicht derjenigen, welche die ma&szlig;losen Pfr&uuml;nde der &bdquo;top 1 percent&ldquo; als markt- und gottgegeben und damit f&uuml;r unantastbar halten. Dabei k&ouml;nnte die Faktenlage kaum schockierender sein: Der Medianwert der Haushaltseinkommen ist zwar im letzten Jahr zum ersten Mal seit der Krise wieder leicht gestiegen, ist heute aber inflationsbereinigt rund 9 Prozent niedriger als zum H&ouml;hepunkt im Jahr 2000 und auch knapp vier Prozent niedriger als im ersten Jahr der Obama-Pr&auml;sidentschaft. Einkommenszuw&auml;chse gehen seit vielen Jahren allein zu Gunsten der Besser-, nein der Bestverdienenden. Die finden das anscheinend auch super so. Es wird eben nicht als Klassenkampf verstanden, wenn die eigene Klasse der top 1 percent best&auml;ndiger Alleingewinner im vermeintlich fairen Wettbewerb der Marktkr&auml;fte ist. Die Spitzenklasse ist dann eine Klasse f&uuml;r sich und nimmt nichts anderes mehr wahr. Das gro&szlig;e R&auml;tsel ist, warum die Mehrheit der &uuml;brigen 99 Prozent das alles immer noch so wenig anst&ouml;&szlig;ig findet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/obamas-neuoffensive-zur-bekaempfung-wachsender-ungleichheit\/\">flassbeck oeconomics<\/a>\n<p><strong>Dazu: Amerikas Haushalt &ndash; Das Steuerdilemma der Republikaner<\/strong><br>\nEigentlich hatten die Republikaner versprochen, die Steuern zu senken. Doch immer mehr konservative Gouverneure erh&ouml;hen jetzt die Steuern, um ihre Haushalte in den Griff zu bekommen. [&hellip;]<br>\nTats&auml;chlich sind einige der Gouverneure in ihre Wahlk&auml;mpfe gezogen mit dem Versprechen,  die regionale vom jeweiligen Bundesstaat erhobene Einkommensteuer komplett abzuschaffen, nach dem Vorbild von Texas.  Der eloquenteste Vertreter dieser Idee ist der Gouverneur von Kansas, Sam  Brownback.<br>\nSeine Steuersenkungen in der ersten Wahlperiode haben  dem Bundesstaat Kansas ein so gro&szlig;es Defizit beschert, dass er bei den j&uuml;ngsten Wahlen im Kernland der Republikaner beinahe nicht wiedergew&auml;hlt wurde.  Nun hat er seine Steuerpl&auml;ne revidiert: Die Einkommensteuersenkungen werden auf geschoben, neue Steuern f&uuml;r Alkohol und Zigaretten werden dem Parlament vor geschlagen. Die Ratingagenturen Standard  &amp; Poors und Moody&rsquo;s hatten die Staatsanleihen von Kansas herab gestuft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/fruehaufsteher\/amerikas-haushalt-das-steuerdilemma-der-republikaner-13390525.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Putzig &ndash; auch die US-Republikaner m&uuml;ssen sich irgendwann der Realit&auml;t beugen, da&szlig; ein Staat ohne ausreichende Steuereinnahmen irgendwann bankrott ist. W&uuml;rde allerdings die FAZ hier nicht sachlich berichten, sondern dieselben Ma&szlig;st&auml;be anlegen wie z. B. an Alexis Tsipras, dann m&uuml;&szlig;te sie K&uuml;bel von H&auml;me aussch&uuml;tten &uuml;ber die verr&uuml;ckten Politikvorstellungen von Grover Norquist &amp; Co. Typisch f&uuml;r die Konservativen ist nat&uuml;rlich die Erh&ouml;hung der regressiven Steuern (Verbrauchssteuern), w&auml;hrend die sehr niedrige (progressive) Einkommensteuer h&ouml;chstens gesenkt werden darf.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Anleger schaffen noch mehr Geld in die Schweiz<\/strong><br>\nNach der Freigabe des Franken tauschen internationale Investoren massenhaft Euro und Dollar in die Schweizer W&auml;hrung. Der h&ouml;here Kurs st&ouml;rt sie dabei offenbar genauso wenig wie drohende Strafzinsen.<br>\nDie Flucht internationaler Anleger in die Schweiz h&auml;lt an. Reiche Ausl&auml;nder tauschten in der vergangenen Woche wieder Milliardenbetr&auml;ge in Franken, obwohl sie f&uuml;r die Schweizer W&auml;hrung nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses deutlich mehr zahlen m&uuml;ssen. Zudem m&uuml;ssen sie mit Negativzinsen auf Verm&ouml;gen rechnen, die sie in der Schweiz parken.<br>\nWenn Euro und Dollar in Franken getauscht werden, landet das Geld auf den Konten der Banken bei der Schweizer Notenbank. Die Guthaben dort stiegen in der vergangenen Woche sprunghaft um 26 Milliarden auf 365 Milliarden Franken, wie die Schweizer Nationalbank (SNB) am Montag mitteilte.<br>\nDer j&uuml;ngste Anstieg ist der h&ouml;chste in einer Woche seit M&auml;rz 2013. Dies sei ein sehr starker Hinweis daf&uuml;r, dass die SNB auch nach der Aufhebung des Mindestkurses weiterhin im Markt interveniert und Euro aufkauft, erkl&auml;rte ein Devisenexperte der Schweizer Bank Credit Suisse. Die W&auml;hrungsh&uuml;ter wollen eine noch st&auml;rkere Aufwertung des Franken verhindern, weil dies Schweizer G&uuml;ter im Ausland verteuert und auch dem Tourismus-Gewerbe das Leben schwermacht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/schweiz-franken-trotz-strafzinsen-gefragt-a-1015037.html\">SPON<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Hartz IV auf Griechisch<\/strong><br>\nKaum ein Grieche erh&auml;lt Geld vom Staat, wenn er seinen Job verliert. Sicherungssysteme wie das deutsche Hartz IV &ndash; Fehlanzeige. Doch selbst wo sie existieren, verhindern sie Armut oft nicht.<br>\nFamilienv&auml;ter stochern in den M&uuml;llcontainern nach Verwertbaren, Obdachlose suchen im Abfall nach Essensresten und &Auml;rzte warnen vor einer humanit&auml;ren Krise mitten in Europa: In den fr&uuml;heren Industrievororten Perama, Nikaia oder Aspropyrgos westlich von Athen zeigt sich, warum die Linksextremen von Syriza diese Wahl gewonnen haben &ndash; und was Folge, Katalysator und Symptom des wirtschaftlichen Niedergangs des ganzen Landes ist: das fehlende Sicherungssystem. Denn wer in Griechenland seinen Job verliert, der droht schnell in die Armut abzurutschen. Eine Grundsicherung wie Hartz IV, in Deutschland vor zehn Jahren eingef&uuml;hrt, oder eine Sozialhilfe gibt es in Griechenland nicht.<br>\nDas Arbeitslosengeld von 360 Euro im Monat wird maximal ein Jahr lang gezahlt. Nach sechs Jahren Rezession und angesichts einer Arbeitslosenquote von 26 Prozent ist der Anteil der Langzeitarbeitslosen in Griechenland besonders hoch. Die Folge: Aktuell bekommen nur 15 von 100 Arbeitslosen Geld aus der Kasse der staatlichen Arbeitsverwaltung OAED. In absoluten Zahlen: Von den knapp 1,25 Millionen Arbeitslosen erhalten lediglich rund 186.000 Arbeitslosengeld.<br>\nWer nach Ablauf von maximal zw&ouml;lf Monaten aus der Arbeitslosenhilfe rausf&auml;llt, kann unter bestimmten Voraussetzungen f&uuml;r ein weiteres Jahr eine staatliche Zuwendung von 200 Euro im Monat bekommen. Danach ist aber unwiderruflich Schluss. Auch wenn in Griechenland traditionell die Familie das soziale Netz ersetzt, ist es oft nur ein kleiner Schritt von der Arbeitslosigkeit in die Armut und Obdachlosigkeit. Zwei von zehn erwachsenen Griechinnen und Griechen leben in Haushalten, in denen kein einziges Mitglied mehr ein Erwerbseinkommen hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/politik\/ausland\/grundsicherung-in-europa-und-den-usa-hartz-iv-auf-griechisch\/11284404.html\">Wirtschafts Woche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Hartz IV als Sicherungssystem gegen Armut zu bezeichnen ist ein zynischer Euphemismus.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Nachtrag &ndash; Hartz IV oder Vollzeit-Job? So viel m&uuml;ssen Sie verdienen, um Hartz-IV-Niveau zu erreichen<\/strong><br>\nAuch nach zehn Jahren sind noch immer viele Deutsche auf Hartz IV angewiesen. Das erstaunt, denn viele Unternehmen suchen h&auml;nderingend nach Mitarbeitern. Der Grund ist: Hartz IV lohnt sich oft mehr als ein Job. FOCUS Online zeigt, wie viel Sie verdienen m&uuml;ssen, um auf Hartz-IV-Niveau zu kommen:<br>\nViele Menschen in Deutschland sind auf die finanzielle Unterst&uuml;tzung des Staats angewiesen. Mehr als drei Millionen Haushalte empfangen Hartz IV.<br>\nDurchschnittlich bekommen sie 867 Euro. Viele Unternehmen und Experten klagen dar&uuml;ber. Der Betrag sei viel zu hoch, den Arbeitnehmern vergeht die Lust am Arbeiten. Liegt ihre Grundsicherung durch Hartz IV h&ouml;her als das Einkommen in einem Vollzeitjob&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/hartz-iv-oder-vollzeit-job-schlecht-ausgebildet-viele-kinder-dann-leben-sie-besser-mit-hartz-iv_id_4423890.html\">Focus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Auf diesen Beitrag wurde schon am Freitag vergangener Woche hingewiesen. Dazu sollte man sich noch einmal die flammenden Appell der Mainstreammedien f&uuml;r Meinungsfreiheit, -pluralit&auml;t und objektive journalistische Recherche vor dem Hintergrund des Anschlages auf Charlie Hebdo ansehen. Wie korreliert dieses Bekenntnis mit dieser verleumderischen und diffamierenden Hetze gegen Erwerbslose? Die &Uuml;berschrift lautet dabei, anders als Am Freitag in den Hinweisen zu lesen: &bdquo;Schlecht ausgebildet, viele Kinder? Dann leben Sie besser mit Hartz IV&ldquo;, und bedient dabei alle Stereotype &uuml;ber Menschen die dem repressiven Hartz IV System ausgeliefert sind. Im Text geht es genau so weiter. Vom angeblichen Fachkr&auml;ftemangel bis zur unterstellten Faulheit der Erwerbslosen reiht sich eine Verdrehung und Unterstellung an die andere. Wieso halten es eigentlich Focus-Redakteure f&uuml;r v&ouml;llig selbstverst&auml;ndlich, dass Menschen f&uuml;r L&ouml;hne zu arbeiten haben die unter dem Existenzminimum liegen, das ja durch Hartz IV definiert ist? Es f&auml;llt einem sehr schwer hier nicht das L-Wort in den Mund zunehmen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Im Dienst des Miethais<\/strong><br>\nDer denkbar schlechte Ruf seines neuen Arbeitgebers schreckt Sebastian Lange nicht. Der 36-J&auml;hrige hat die Spitze des angesehenen nordrhein-westf&auml;lischen Wirtschaftsministeriums verlassen, um Lobbyist des Miethais Deutsche Annington zu werden. Das umstrittene Unternehmen investiert ungern in die Sanierung von Wohnungen und notwenige Reparaturen, gibt aber viel Geld aus f&uuml;r PR. Jetzt hat der gr&ouml;&szlig;te deutsche Vermieter den studierten Politologen Lange angeheuert; &ldquo;politische Kommunikation&rdquo; lautet die Jobbeschreibung. Von seinen B&uuml;ros in Bochum und Berlin aus soll er Kontakt zu Politikern auf Kommunal- bis Bundesebene suchen.<br>\nLange ist ein enger Vertrauter von NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin. Seit dessen Amtsantritt war er bis Ende 2014 pers&ouml;nlicher Referent des Sozialdemokraten. Vorher war Lange wissenschaftlicher Mitarbeiter in dessen Bundestagsb&uuml;ro. Seine guten Dr&auml;hte d&uuml;rften der Deutschen Annington ausgesprochen n&uuml;tzlich sein. Langes Kontakte d&uuml;rften nicht nur gefragt sein, um Gesetzesvorhaben in vermieterfreundliche Bahnen zu lenken. F&uuml;r die Unternehmen der Wohnungswirtschaft geht es auch darum, m&ouml;glichst viel staatliche F&ouml;rdergelder etwa f&uuml;r energetische Geb&auml;udesanierung zu bekommen. Von 2005 bis 2010 war Lange schon einmal als PR-Berater unterwegs, bei der Agentur Ketchum Pleon in Berlin. Die Deutsche Annington wird nicht die letzte Station sein. Der Wechsel aus dem Mietmaulgewerbe zur&uuml;ck ins politische Gesch&auml;ft ist nicht ausgeschlossen. Im Bundestagswahlkampf 2013 hatte SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbr&uuml;ck den damaligen Deutsche-Annington-Kommunikationschef Rolf Kleine zu seinem Sprecher gemacht. Was allerdings nicht die beste Idee war.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2015%2F01%2F24%2Fa0195&amp;cHash=97fd4be6a67e962be4f6c2eb93a21fa2\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nat&uuml;rlich muss man Skandal rufen, nur erfasst mich eine unendliche M&uuml;digkeit und Mutlosigkeit angesichts der zahllosen pers&ouml;nlichen Verquickungen von Politik und Wirtschaft. Nicht nur in Deutschland vermischt sich in einem sich krebsartig ausbreitenden Lebensbereich unserer Gemeinschaft der Eigennutz von Personen, das Profitinteresse von Firmen mit &ouml;ffentlichen Institutionen zu einem unaufl&ouml;slichen Amalgam. Wem k&ouml;nnen wir noch glauben, wenn Politiker das Wort Allgemeinwohl in den Mund nimmt? Und wie plausibel klingen oft ihre Begr&uuml;ndungen f&uuml;r den politischen Laien, f&uuml;r den Nichtfachmann in Sachen Wirtschaftspolitik, Sozialpolitik, Au&szlig;enpolitik, Verteidigungspolitik usw. &ndash; selbst bei h&ouml;chst dummen Projekten. Eines der  Gro&szlig;projekte der Politik und Wirtschaft bildet die Grundlage f&uuml;r den Aufstieg der Deutschen Annington oder der Gagfah: Das Privatisierungsprojekt. Grundgedanke war und wurde unendlich oft wiederholt, bis er sich in unsere Gehirne gebrannt hatte: Die Privatwirtschaft arbeitet effizienter und ist deshalb f&uuml;r uns B&uuml;rger kosteng&uuml;nstiger als der Staat. Dass die Privatwirtschaft Profite maximieren m&ouml;chte, wurde anscheinend dabei &uuml;bersehen. Gerade im Fall der Deutschen Annington, die mit etwa 210.000 Wohnungen das gr&ouml;&szlig;te deutsche Wohnungsunternehmen ist, wurde in der Vergangenheit besonders deutlich die Renditeerwartung der Investoren und die Erwartungen des Managements &uuml;ber das Wohl der Mieter gestellt. Die Deutsche Annington versteckt diesen Umstand nicht einmal. So <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/immobilien\/fusion-von-gagfah-und-deutscher-annington-vier-gefahren-drohen-2156860.html\">hie&szlig; es im Mai<\/a> 2012 in einer internen Pr&auml;sentation: &ldquo;Kunden bislang nicht im Fokus unseres Handelns.&rdquo; Die Sache sei ganz einfach, sagte ein Insider aus dem Konzern: Es gebe einen Zielkonflikt zwischen Renditeerwartung und Mietererwartung. &ndash; M&uuml;de und mutlos macht einen aber auch die Stimmung in der Republik, so etwa in Gespr&auml;chen mit Bekannten, Nachbarn oder mit Fremden in Restaurants oder Gesch&auml;ften, die angesprochen auf die Gesch&auml;ftmacherei der Politiker, signalisieren, dass sie nicht abgeneigt w&auml;ren, in einer solchen Position das Maximum f&uuml;r sich herauszuholen. Und wer w&auml;re nicht dagegen gefeit, eine kleine Schweinerei zu begehen z.B. f&uuml;r die Absicherung des Lebensabends? <\/em><br>\n<em>Wer den Fall Sebastian Lange vertiefen m&ouml;chte sei auf den Artikel von Martin Reyher verwiesen: &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.abgeordnetenwatch.de\/blog\/2015-01-19\/vertrauter-von-spd-minister-wechselt-als-lobbyist-zu-umstrittenen-immobilienriesen\">Vertrauter von SPD-Minister wechselt als Lobbyist zu umstrittenen Immobilienriesen<\/a>&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>D&auml;mmwahn?<\/strong><br>\nDer Geb&auml;udebereich ist einer der wichtigsten Herausforderungen bei der Energiewende, aber wichtiger als D&auml;mmen k&ouml;nnte das Bauen mit Holz sein<br>\nDie letzten Monate erschienen in zahlreichen Massenmedien kritische Beitr&auml;ge &uuml;ber die W&auml;rmed&auml;mmung von Geb&auml;uden. Mit dem Pathos der Emp&ouml;rung wurde das Thema zum Skandal aufgebauscht &ndash; doch dazu taugt es nicht. Eine n&uuml;chterne Betrachtung zeigt: Die Sachverhalte waren schlecht recherchiert, Fachwissen blieb au&szlig;en vor, und der gesunde Menschenverstand auch. Von Aufkl&auml;rung keine Spur.<br>\n&ldquo;D&auml;mmwahn&rdquo;, &ldquo;zu Tode ged&auml;mmt&rdquo;, &ldquo;Volksverd&auml;mmung&rdquo;, &ldquo;verd&auml;mmt in alle Ewigkeit&rdquo; &ndash; das sind nur einige der Wortspiele, die in Artikeln und Filmberichten als Titel herhalten mussten, um gegen die W&auml;rmed&auml;mmung als Energieeffizienzma&szlig;nahme zu wettern. Von &ldquo;Schwindel&rdquo;, &ldquo;Betrug&rdquo; und einem &ldquo;falschen Spiel der Lobbyisten&rdquo; war oft die Rede. Die inhaltlichen Aussagen reichten von &ldquo;W&auml;rmed&auml;mmung spart keine Energie&rdquo; &uuml;ber &ldquo;die vorher errechneten Einsparungen traten nicht ein&rdquo; bis hin zu &ldquo;W&auml;rmed&auml;mmung ist unwirtschaftlich und lohnt sich nicht&rdquo;.<br>\nWie sich denn nun aber die Ziele Energiewende und Klimaschutz besser erreichen lassen &ndash; diese Frage wurde seltsamerweise niemals gestellt, geschweige denn beantwortet. Deshalb ist es an der Zeit, das Thema &ldquo;Energetische Sanierung&rdquo; einmal ganz unaufgeregt und ohne paranoide &Auml;ngste zu betrachten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/43\/43792\/1.html\">G&uuml;nther Hartmann auf Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Frieden von unten &ndash; Initiativen gegen Gewalt in Israel und Pal&auml;stina<\/strong><br>\nSeit Jahren ist der Nahe Osten eine, wenn nicht die Krisenregion der Welt. Doch in diesem Jahr hat sich die Lage noch einmal dramatisch zugespitzt, speziell in Pal&auml;stina und Israel. Nach dem verheerenden Krieg gegen den Gazastreifen droht sich der Konflikt religi&ouml;s und sprachpolitisch aufzuladen, unter anderem durch die Vorlage eines neuen Nationalit&auml;tsgesetzes. K&auml;me dieses durch die Knesset, w&auml;re die arabische Sprache als offizielle Landessprache in Israel nicht mehr vorgesehen. Wie dramatisch die Lage ist, zeigt sich nicht zuletzt daran, dass immer wieder selbst israelische Milit&auml;rs und Geheimdienstkr&auml;fte darauf aufmerksam machen, dass die Sicherheit Israels durch die Fortsetzung des jetzigen politischen Kurses st&auml;rker gef&auml;hrdet ist als durch eine neue Politik der Gleichberechtigung und f&uuml;r friedliche Koexistenz.<br>\nSo erkl&auml;rten im September 2014 43 Reservisten der israelischen Geheimdiensteliteeinheit mit der Nummer 8200 &ouml;ffentlich, dass sie keine Informationen mehr sammeln werden, die dazu dienen, Pal&auml;stinenser angesichts pers&ouml;nlicher Schw&auml;chen und Verwundbarkeiten zur Kollaboration mit dem Besatzungsregime zu n&ouml;tigen.[1] Die Reservisten &auml;u&szlig;erten sich entsetzt dar&uuml;ber, dass die T&ouml;tung unschuldiger Menschen in Gaza keinen breiten Protest mehr in Israel hervorrief. In der mangelnden Betroffenheit wird eine innere Gefahr f&uuml;r die eigene israelische Gesellschaft gesehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2015\/januar\/frieden-von-unten\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Gretchenfragen des Nahostkonflikts<\/strong><br>\nNach dem Anschlag in Paris und den Anti-Terroreins&auml;tzen in Belgien wird in vielen j&uuml;dischen Gemeinden in Europa &uuml;ber ein Anschwellen des Antisemitismus und eine Auswanderung nach Israel diskutiert. Der Geschichts- und Philosophieprofessor Moshe Zuckermann h&auml;lt dies f&uuml;r einen falschen Weg, weil die Juden in Israel aufgrund des Konflikts mit den Pal&auml;stinensern seiner Ansicht nach einer weit gr&ouml;&szlig;eren Gefahr ausgesetzt w&auml;ren. Er begr&uuml;ndet diesen Gedanken ausf&uuml;hrlich in seinem neuen Buch: Israels Schicksal &ndash; Wie der Zionismus seinen Untergang betreibt.<br>\nHerr Zuckermann &ndash; welche Rolle spielt Religion ihrer Ansicht nach im Nahen Osten?<br>\nMoshe Zuckermann: F&uuml;r den Nahen Osten insgesamt gesprochen spielt die Religion (sp&auml;testens seitdem der fundamentale Islam auf der Vorhut ist) eine sehr gro&szlig;e, sogar zentrale Rolle. Dass beim Arabischen Fr&uuml;hling in &Auml;gypten Staatspr&auml;sident Mubarak von dem Muslimbruder Mohammed Mursi abgel&ouml;st wurde, kommt nicht von ungef&auml;hr.<br>\nDar&uuml;ber hinaus spielt in Israel die Religion sp&auml;testens seit den 70er Jahren, im Grunde genommen bereits seit 1967, als die ehemals moderate Nationalreligi&ouml;se Partei sich zunehmend radikalisierte, zum Sprachrohr der gesamten Siedlerbewegung avancierte und gewisserma&szlig;en einen Staat im Staat errichtete, gleichfalls eine zentrale Rolle.<br>\nDas ist insofern relevant, als in einer Gesellschaft, die bis dahin eine s&auml;kulare war, ein extrem religi&ouml;ser Faktor hinzugekommen ist: Jetzt konnten die Siedlungsgebiete nicht mehr zur&uuml;ck gegeben werden, weil sie in der Bibel als gottverhei&szlig;enes Land apostrophiert waren. F&uuml;r die nationalreligi&ouml;sen Siedler ist dieses Land bis zum heutigen Tag &uuml;berhaupt nicht verhandelbar.<br>\nJede Regierung hat sich seitdem in eine Sackgasse man&ouml;vriert, indem sie die Siedlerbewegung gef&ouml;rdert und sich selbst damit den Weg zur L&ouml;sung des Konflikts verbaut hat. Gleichwohl m&ouml;chte ich betonen, dass ich den Nahostkonflikt nicht als einen Religionskrieg betrachte, sondern als einen Territorialkonflikt. Wenn dieser gel&ouml;st werden k&ouml;nnte, w&uuml;rden sich auch die religi&ouml;se Komponenten abschw&auml;chen, beziehungsweise sie w&uuml;rden entfallen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/43\/43841\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Journalist muss f&uuml;r Anonymous-Hack b&uuml;&szlig;en<\/strong><br>\nZwei Jahre lang sa&szlig; der Journalist Barrett Brown in Haft. Weitere drei kommen hinzu. Seine Unterst&uuml;tzer glauben: Das Urteil soll Aktivisten und Whistleblower abschrecken.<br>\nMehr als zwei Jahre lang sa&szlig; der US-Journalist Barrett Brown f&uuml;r seine mutma&szlig;lichen Verbindungen zu Anonymous und deren Hack des US-Sicherheitsunternehmens Stratfor in Untersuchungshaft. Am Donnerstag sprach ein Gericht in Dallas das Urteil. Der 33-J&auml;hrige wurde in drei Anklagepunkten zu insgesamt 63 Monaten Haft verurteilt. Zudem muss er Entsch&auml;digungen in H&ouml;he von 890.000 US-Dollar zahlen.<br>\nUnter Einbeziehung der bereits verb&uuml;&szlig;ten Zeit bedeutet das knapp drei weitere Jahre Gef&auml;ngnis f&uuml;r Brown, etwa 25 Monate bei guter F&uuml;hrung. Bereits im April hatte er sich in zwei Anklagepunkten schuldig bekannt, um das Strafma&szlig; zu lindern. Seine Verteidiger hofften dennoch bis zum Schluss, dass die Richter die Zeit in Untersuchungshaft als ausreichende Strafe sehen w&uuml;rden. In seinem Abschlusspl&auml;doyer warnte Brown davor, dass das Urteil einen gef&auml;hrlichen Pr&auml;zedenzfall f&uuml;r die Arbeit von Hacktivisten schaffen k&ouml;nnte.<br>\nTats&auml;chlich riefen Browns Verhaftung und die Anklage der Staatsanwaltschaft in den vergangenen beiden Jahren B&uuml;rgerrechtler, Aktivisten, Journalisten wie Glenn Greenwald und prominente Intellektuelle wie Noam Chomsky auf den Plan. Denn es ging um mehr als einen Hack: Das Urteil gegen Brown ist auch ein Hinweis f&uuml;r Journalisten, die mit geleakten Daten arbeiten. Es zeigt, wie willk&uuml;rlich und mit welchen Einsch&uuml;chterungstaktiken die US-Beh&ouml;rden inzwischen gegen investigative Journalisten vorgehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/digital\/internet\/2015-01\/barrett-brown-anonymous-stratfor-hacker-urteil\">Zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>American Sniper illustrates the west&rsquo;s morality blind spots<\/strong><br>\nThe west does not see itself the way others see it; indeed it often does not see others at all. Solipsistic in its suffering and narcissistic in its impulses, it promotes itself as the upholder of principles it does not keep, and a morality it does not practise. This alone would barely distinguish it from most cultures. What makes the west different is the physical and philosophical force with which it simultaneously makes its case for superiority and contradicts it. Therein lies the dysfunction whereby it keeps doing hateful things while expressing bewilderment at why some people hate it. It&rsquo;s as though we are continually caught by surprise that others have not chosen to ignore their humiliation, pain, anger and sorrow just because we have.<br>\nOne might assume that Saudi Arabia, where women can&rsquo;t drive and atheists are treated as terrorists, was on the wrong side of that confrontation. After all, it beheads more people than Isis and has been a key source of funding for terrorist organisations. It&rsquo;s certainly no fan of freedom of speech. Two days after the killings in Charlie Hebdo&rsquo;s offices in Paris, Saudi blogger, Raif Badawi, was flogged 50 times after being found guilty last year of insulting Islam. His calls for more political and religious freedom left him with a sentence of 10 years in jail, and 950 more lashes to be administered at a rate of 50 a week.<br>\nBut when the nation&rsquo;s leader, King Abdullah, died last week Kerry hailed him as &ldquo;a man of wisdom &amp; vision. US has lost a friend &amp; Kingdom of #SaudiArabia, Middle East, and world has lost a revered leader&rdquo;, while Tony Blair tweeted: &ldquo;He was loved by his people and will be deeply missed.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2015\/jan\/26\/america-morality-blind-spots-guantanamo-bay-king-abdullah-hypocrisy-civilisation\">The Guardian<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Freihandelsabkommen TTIP: USA sollen bei EU-Gesetzen mitreden<\/strong><br>\nNeuer &Auml;rger um das geplante Freihandelsabkommen TTIP: Laut einem Zeitungsbericht sollen EU und USA wichtige neue Gesetze vorab beim jeweiligen Handelspartner vorlegen.<br>\nDas geplante Freihandelsabkommen TTIP soll auch eine Art Mitspracherecht bei Gesetzesvorhaben in der EU und in den USA beinhalten. Laut einem Zeitungsbericht sollen die EU, ihre Mitgliedstaaten und die deutschen Bundesl&auml;nder nach dem Inkrafttreten des Abkommens wichtige Gesetze und neue Standards vorab mit den Amerikanern abstimmen.<br>\nIm Rahmen der sogenannten regulatorischen Zusammenarbeit sollen Europ&auml;er wie Amerikaner mindestens einmal im Jahr eine Liste der geplanten Gesetzesvorhaben ver&ouml;ffentlichen, hei&szlig;t es in einem internen Verhandlungsvorschlag der EU-Kommission, &uuml;ber den die &ldquo;FAZ&rdquo; berichtet.<br>\nDie Liste der Vorhaben soll ebenso Zuschnitt und Ziele nennen wie einen Zeitplan und Angaben zu den Folgen f&uuml;r den transatlantischen Handel und Investitionen enthalten. Auf dieser Basis sollen die Handelspartner ihrer Ansicht nach bedenkliche Gesetzesvorhaben oder geplante Standards identifizieren und bei der vorgesehenen zentralen Anlaufstelle der Gegenseite Beratungen dar&uuml;ber beantragen k&ouml;nnen.<br>\nDie Beratungen sollen so fr&uuml;h wie m&ouml;glich beginnen und im Bedarfsfall bis zur endg&uuml;ltigen Annahme des Gesetzes oder Standards weiterlaufen. Der Gesetzgebungsspielraum der Staaten solle durch die Beratungen weder inhaltlich noch zeitlich eingeschr&auml;nkt werden, hei&szlig;t es in dem Text. Wenn ein Partner sich am Ende der Beratungen entschlie&szlig;e, die Bedenken des anderen nicht zu ber&uuml;cksichtigen und das Gesetz oder den Standard dennoch zu verabschieden, soll er das ohne Einschr&auml;nkungen tun k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/freihandelsabkommen-ttip-usa-sollen-bei-eu-gesetzen-mitreden-duerfen-a-1015117.html\">SPON<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Pegida-Studien: Die T&uuml;cken der Statistik<\/strong><br>\nDreimal haben Soziologen versucht herauszufinden, wer bei den Pegida-Demonstrationen mitl&auml;uft und warum. Dreimal sind sie gescheitert, sagt die Wissenschaftsjournalistin Bettina Mittelstra&szlig;. Die Studien seien nicht repr&auml;sentativ, und bei n&auml;herer Betrachtung sagen sie selbst &uuml;ber die wenigen Teilnehmer nicht viel aus. Das gr&ouml;&szlig;te Problem sei, dass Demonstranten nicht an Umfragen teilnehmen, sagte Bettina Mittelstra&szlig; im Deutschlandfunk. Man wisse eher weniger, als man von au&szlig;en beobachten k&ouml;nne, denn die mitlaufenden Rechtsextremisten seien zwar zu sehen, aber nicht in den Umfragen abgebildet. Andererseits beantworte der sichtbare Teil nicht die Frage, wer Pegida ist. Die Ergebnisse bezeichnete Mittelstra&szlig; als nicht repr&auml;sentativ &ndash; weder f&uuml;r die Demonstranten noch f&uuml;r die Pegida-Anh&auml;nger. In Dresden h&auml;tten 64 Prozent der angesprochenen Demonstranten nicht an der Umfrage teilnehmen wollen. Einige der Wissenschaftler h&auml;tten das bei der Vorstellung der Studie nicht ausreichend deutlich gemacht. Insgesamt haben sich nach Ansicht von Bettina Mittelstra&szlig; nicht genug Pegida-Anh&auml;nger beteiligt, damit die Studien aussagekr&auml;ftig sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2015\/01\/22\/dlf_20150122_2011_d614de70.mp3\">Deutschlandradio<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die NachDenkSeiten sind bereits kritisch auf eine <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24576#h07\">Untersuchung der TU Dresden<\/a> eingegangen. Die <a href=\"http:\/\/www.wzb.eu\/de\/pressemitteilung\/untersuchung-zur-dresdner-pegida-demonstration\">Untersuchung des WZB<\/a> widerspricht dieser Studie (Langfassung erscheint Ende Januar). Es seien keineswegs &ldquo;normale&rdquo; B&uuml;rger in Dresden versammelt. Die Zustimmung zu rechtsextremen Positionen sei hoch, obwohl die Befragten zum moderaten Teil von Pegida geh&ouml;rten. Interessant ist, dass das Team um Dieter Rucht die Teilnehmerzahl an den Pegida-Demonstrationen in Dresden und Leipzig deutlich niedriger sieht, als die Polizei angibt. Auch das G&ouml;ttinger Instituts f&uuml;r Demokratieforschung ist mit einer <a href=\"http:\/\/www.demokratie-goettingen.de\/blog\/studie-zu-pegida\">Umfrage in das Thema &ldquo;Wer ist Pegida&rdquo; eingestiegen<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Die B&uuml;rgerverdrossenheit der SPD<\/strong><br>\nViele in der SPD reagieren auf Politikverdrossenheit mit B&uuml;rgerverdrossenheit. In Sachsen l&auml;uft die Partei damit Gefahr, sich eines Tages ein neues Volk suchen zu m&uuml;ssen. Ein Kommentar. (&hellip;)<br>\nEs d&uuml;rfte derselbe Teil des Pergida-Publikums sein, der Politiker dazu veranlasst, &bdquo;das Gespr&auml;ch zu suchen&ldquo;.  Es ist eine SPD-Kapriole, dass Sigmar Gabriel daf&uuml;r die Privatkappe aufsetzen musste. Aber ein SPD-Vorsitzender, dem klar ist, das die Politik- und Politikerverdrossenheit ein Grund ist, warum seine Partei beharrlich abgestraft wird, kann es sich nicht leisten, nichts zu tun.<br>\nEs gebe eine Bringschuld der Politiker, sagte er dazu bislang immer, aber es gebe auch eine &bdquo;Holschuld&ldquo; der B&uuml;rger. Was aber tun, wenn die &bdquo;Holschuld&ldquo; dieser B&uuml;rger auf der Stra&szlig;e, im Protest abgeglichen wird?<br>\nGabriel hatte sich deshalb nicht in die Formeln verrannt, mit denen sich andere in seiner Partei, allen voran ausgerechnet die Generalsekret&auml;rin, sehr fr&uuml;h sehr festgelegt hatten. &bdquo;Wer m&uuml;ndig ist, tr&auml;gt Verantwortung f&uuml;r seine Taten und daf&uuml;r, wem er hinterherl&auml;uft&ldquo;, sagte Fahimi jetzt, womit sie die &bdquo;Mitl&auml;ufer&ldquo; an ihre staatsb&uuml;rgerliche Verantwortung erinnern wollte. Nicht einen dieser Mitl&auml;ufer wird sie damit f&uuml;r die SPD zur&uuml;ckgewinnen. (&hellip;)<br>\nAngesichts dessen sagte sich der Vizekanzler wohl, dass es nichts hilft, Politikerverdrossenheit mit B&uuml;rgerverdrossenheit zu beantworten. Dann m&uuml;sste sich die SPD in Sachsen n&auml;mlich bald ein neues Volk suchen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/debatte-um-pegida-und-sigmar-gabriels-rede-in-dresden-13391222.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> Sollte der derzeitige SPD-Bundesvorsitzende auf solche &ldquo;Qualit&auml;tsjournalisten&rdquo; h&ouml;ren, was angesichts seiner permanent vorgef&uuml;hrten Wandlungsf&auml;higkeiten nicht ausgeschlossen werden kann, dann w&auml;re ihm tats&auml;chlich kaum noch zu helfen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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