{"id":24811,"date":"2015-01-30T16:01:20","date_gmt":"2015-01-30T15:01:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24811"},"modified":"2015-01-30T16:01:20","modified_gmt":"2015-01-30T15:01:20","slug":"hinweise-des-tages-ii-183","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24811","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24811#h01\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24811#h02\">Griechenland in deutschen Medien: Immer voll auf Merkel-Linie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24811#h03\">Bundestag lehnt Antrag zur &Uuml;bermittlung des vollst&auml;ndigen und ungeschw&auml;rzten CIA-Folterreports ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24811#h04\">Fiscal Waterboarding<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24811#h05\">Steuereinnahmen so hoch wie nie zuvor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24811#h06\">Europarat st&auml;rkt das Streikrecht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24811#h07\">Mindestlohn beim Transit ausgesetzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24811#h08\">TK: Krankenstand 2014 steigt, Besch&auml;ftigte fehlen nicht &ouml;fter, aber l&auml;nger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24811#h09\">Eon zieht wegen Gorleben-Aus vor das Verfassungsgericht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24811#h10\">BND speichert 220 Millionen Telefondaten &ndash; jeden Tag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24811#h11\">Saudi Arabia&rsquo;s culpability for extremism<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24811#h12\">Bundestag stimmt Einsatz im Nordirak zu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24811#h13\">Neues T&uuml;rschild f&uuml;r Pegida<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24811#h14\">Arno Kl&ouml;nne: Wutspazierg&auml;nge, Pflicht&uuml;bungen, Werbegelegenheiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24811#h15\">Umfrage sieht Le Pen bei Pr&auml;sidentenwahl vorn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24811#h16\">Niere oder Tod<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24811#h17\">Trotz Zulassungbeschr&auml;nkung: Tausende Studienpl&auml;tze sind ungenutzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24811#h18\">Eine Personalie, die im WDR f&uuml;r Unruhe sorgt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24811&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Jeffrey Sachs &ndash; Schuldenerlass &ndash; oder es knallt<\/strong>\n<ul>\n<li>Griechenland aus dem Euro auszuschlie&szlig;en, w&auml;re ein fataler Fehler. Allein die Diskussion dar&uuml;ber f&uuml;hrt zu Kapitalflucht und vertieft die Krise nur noch mehr.<\/li>\n<li>Das Land kann seine Au&szlig;enschuld nicht zur&uuml;ckzahlen, ohne ein Leid zu verursachen, das jenseits der Duldungsf&auml;higkeit demokratischer Gesellschaften liegt.<\/li>\n<li>Das Land braucht einen Schuldenerlass.<\/li>\n<\/ul>\n<p>[&hellip;] &ldquo;Verdient&rdquo; Griechenland einen Schuldenerlass? Griechische Politiker haben sich schlecht verhalten, ebenso deutsche, franz&ouml;sische und amerikanische Banken. Auch griechische Tycoons geh&ouml;ren dazu, die ihren Reichtum im Ausland vor den Steuerbeh&ouml;rden versteckt haben. Doch genauso wie in Deutschland 1953 stellt sich die Frage nicht, ob Griechenland etwas verdient, sondern ob es einen Erlass braucht und ob Deutschland und andere das leisten k&ouml;nnen. In diesem Punkt sind die Meinungen einhellig: Die Eurozone steht entweder vor einem konstruktiven Schuldenerlass, oder aber vor einem politischen Knall mit Konsequenzen, die weit &uuml;ber Griechenland hinausreichen.<br>\nTechnisch ist die L&ouml;sung nicht schwierig. Griechenlands Schulden sollten restrukturiert werden als sehr langfristige Kredite mit einem festen, niedrigen Zinssatz, zum Beispiel 0,5 Prozent f&uuml;r die kommenden f&uuml;nf Jahren, danach zu 1,0 Prozent. Das allein wird Griechenlands Probleme nicht l&ouml;sen. Die eigentliche L&ouml;sung bedarf der harten Arbeit junger Griechen, die neue Unternehmen gr&uuml;nden und Exportm&auml;rkte finden m&uuml;ssen. F&uuml;r Europa insgesamt bedeutet es, einen von Investitionen getriebenen Aufschwung in Gang zu setzen, zum Beispiel durch den Ausbau einer intelligenten Infrastruktur f&uuml;r das 21. Jahrhundert, wobei Griechenlands Sonne und Wind genutzt werden k&ouml;nnten, um ein wenig von Europas Bedarf an klimafreundlicher Energie zu decken. Der erste Schritt ist es aber, das Leid zu stoppen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/meinung\/griechenland-schuldenerlass-oder-es-knallt-1.2326307\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Alternative aus Athen<\/strong><br>\nDas kann ja heiter werden: Kaum zwei Tage im Amt wirft Alexis Tsipras Br&uuml;ssel den Fehdehandschuh vor die F&uuml;&szlig;e. Er stellt entlassene Beamte wieder ein, stoppt Privatisierungen, erlaubt sich eine abweichende Meinung in Sachen Russland-Sanktionen und pocht immer noch auf ein Ende des brachialen Sparkurses.<br>\nDer Linkspopulist macht also tats&auml;chlich all das, wof&uuml;r man ihn in der EU-Kommission hassen wird &mdash; auch wenn sich diese bislang mit harschen T&ouml;nen zur&uuml;ckh&auml;lt. Oder kehrt in Br&uuml;ssel doch endlich etwas Nachdenklichkeit dar&uuml;ber ein, ob der Kurs der EU gegen&uuml;ber den Hellenen tats&auml;chlich so erfolgreich und alternativlos ist?<br>\nZu w&uuml;nschen w&auml;re es, denn die Forderung Tsipras&rsquo; nach einem Schuldenschnitt entspringt ja nicht nur dem Wunsch jedes Politikers, Wohltaten zu verteilen. Es gibt daf&uuml;r auch handfeste &ouml;konomische Gr&uuml;nde.  Denn dass marode Staatsfinanzen nur gesunden k&ouml;nnen, wenn massiv bei den Ausgaben gespart wird, so wie es vor allem die Bundesregierung verlangt, ist ja nur eine von zwei g&auml;ngigen Wirtschaftstheorien. Und sie ist, das beweist gerade der Blick nach Griechenland, gescheitert. Eine Arbeitslosenquote von rund 25 Prozent (bei den Jugendlichen sind es noch alarmierendere 50 Prozent) und eine teils kaum noch existente &ouml;ffentliche Daseinsvorsorge sind alles andere als Belege daf&uuml;r, dass die Rosskur der Troika gewirkt h&auml;tte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nordbayern.de\/nuernberger-nachrichten\/politik\/alternative-aus-athen-1.4156768?searched=true\">N&uuml;rnberger Nachrichten<\/a><\/li>\n<li><strong>Mathew D. Rose: Hope for Greece, and Perhaps for Europe Too<\/strong><br>\nMonday morning I encountered a word in a number of newspapers that I have not read regarding the European Union for years: Hope. The occasion was the election in Greece. I suddenly became aware of how long much of this continent has been living in what appears to be a never ending-crisis.<br>\nGermany may not be experiencing the humanitarian disaster that has been unfolding in Greece, Spain, Italy and many other nations of the European Union. But even here, there is a sense that economically something is going seriously wrong and people are apprehensive. Solutions for anaemic economic growth and deflation have not been forthcoming. The message of the political class has been: There is no alternative to austerity. Yet entering year seven of austerity things have grown worse throughout most of the Eurozone. This permanent crisis with no sign of alleviation does not nurture hope. It produces resignation.<br>\nThe decision by Greek voters, although overwhelming, was surely not easily made. It was obviously a decision of conscience, and I fear also one of desperation. After six years the Greek people have a lengthy odyssey behind them. They have expiated their financial sins, the Greek oligarchs and political class, the source of this malaise, have not. Interviews with the so-called person on the street in Greece that I read and heard were not only full of humility, but was marked by a self-criticism and a political rationality that I have seldom experienced. There was also marked resentment at how they have been treated by fellow Euro states &ndash; their &ldquo;partners&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nakedcapitalism.com\/2015\/01\/hope-for-greece-and-perhaps-for-europe-too.html\">Naked Capitalism<\/a><\/li>\n<li><strong>Griechenland: SYRIZAs Dilemma und die verlogenen Reaktionen in Deutschland<\/strong><br>\nDass die griechische Linkspartei SYRIZA einen fulminanten Wahlsieg landete, ist mehr als erfreulich. Es ist ein klares und deutliches Signal an Br&uuml;ssel und Berlin, dass die griechischen W&auml;hlerInnen die bisherige Austerit&auml;ts- und K&uuml;rzungspolitik nicht weiter hinzunehmen bereit sind. Dass SYRIZA nun eine Koalition mit der rechtskonservativen ANEL eingegangen ist, mag unappetitlich sein. Es ist eine schlechte L&ouml;sung &ndash; aber angesichts der Umst&auml;nde doch die am wenigsten schlechte von allen m&ouml;glichen.<br>\nIn einer ersten Bewertung durch die MacherInnen der &ldquo;Griechenland entscheidet&rdquo;-Facebookseite, der auf dem Mosaik-Blog erschien, wurde SYRIZAs Dilemma schon kurz nach Bekanntgabe der Koalitionsentscheidung kurz und schl&uuml;ssig ausformuliert: Die Partei hat mit 149 von 300 Abgeordneten die absolute Mehrheit knapp verfehlt. Damit ist sie auf Koalitionspartner angewiesen. Keine der anderen Parteien im Parlament aber ist hierf&uuml;r wirklich akzeptabel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1478\">Annotazioni<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Griechenland in deutschen Medien: Immer voll auf Merkel-Linie<\/strong><br>\nDie deutschen Medien unterwerfen sich in der Wirtschafts- und Finanzkrise einer Logik der Macht. Berichten sie &uuml;ber die Krise in Griechenland, nehmen sie die Perspektive der nationalen Politik ein und blenden Teile der Wirklichkeit aus. [&hellip;]<br>\nDa werden die Griechen, von der &ldquo;Frankfurter Allgemeinen&rdquo; &uuml;ber die &ldquo;S&uuml;ddeutsche Zeitung&rdquo; bis hin auch zu SPIEGEL ONLINE, wahlweise als Ziegenherde, Kindergarten oder finanzpolitischer Erziehungsfall betrachtet &ndash; die gleiche volksp&auml;dagogische Rhetorik, die aufs Verstehen von Pegida angewendet wird, nur umgekehrt.<br>\nEs ist Volkserziehung, was so ungef&auml;hr das Gegenteil von Politik ist: Prinzipien anstatt von Praxis, Rigorismus anstatt von Pragmatismus. [&hellip;]<br>\nAber was machen daraus etwa die Nachrichtensendungen von ARD und ZDF? Sie haben keine Bilder f&uuml;r die Krise gefunden und damit auch keine Haltung. Immer nur sind die hektischen Krisenmanager in Br&uuml;ssel zu sehen, wie sie dicken Autos entsteigen oder in dicke Autos einsteigen &ndash; eine Ikonographie der Macht und des Apparates und der Automatismen.<br>\nIn der BBC dagegen, ich erinnere mich noch fast an jedes Bild, an jeden Satz, gab es schon sehr fr&uuml;h in der Krise einen Bericht &uuml;ber ein &auml;lteres italienisches Ehepaar, das sich erh&auml;ngt hatte, weil es seine Schulden nicht mehr zahlen konnte.<br>\nDer Reporter stand vor dem Schuppen, wo es passierte, er &ouml;ffnete die T&uuml;r, ging dann hinein.<br>\nKlingt das voyeuristisch?<br>\nEs war nicht voyeuristisch. Es war die Wahrheit &uuml;ber Europa am Beginn des 21. Jahrhunderts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/georg-diez-schuldenschnitt-fuer-griechenland-und-mediale-rhetorik-a-1015864.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Bundestag lehnt Antrag zur &Uuml;bermittlung des vollst&auml;ndigen und ungeschw&auml;rzten CIA-Folterreports ab<\/strong><br>\nHeute hat der Bundestag &uuml;ber den Antrag der GR&Uuml;NEN diskutiert, den CIA-Folterbericht &uuml;ber das Internierungs- und Verh&ouml;rprogramm der CIA vollst&auml;ndig und ungeschw&auml;rzt von den zust&auml;ndigen Stellen in den USA zur Verf&uuml;gung gestellt zu bekommen. Dieser Antrag wurde von Union und SPD abgelehnt. Wolfgang Ne&scaron;kovi&#263;, ehemaliger Bundesrichter und Herausgeber der deutschsprachigen Ausgabe des CIA-Folterreports, ist emp&ouml;rt &uuml;ber diesen Beschluss: Damit habe der Bundestag eine Chance verpasst, seinen Aufkl&auml;rungswillen glaubhaft unter Beweis zu stellen &ndash; sowohl im Hinblick auf eine m&ouml;gliche deutsche Beteiligung an der Folter als auch auf eine m&ouml;gliche strafrechtliche Verfolgung der Verantwortlichen hierzulande durch deutsche Strafverfolgungsbeh&ouml;rden. W&auml;hrend im Dezember in der Bundestagsdebatte noch gro&szlig;e Worte verk&uuml;ndet wurden, habe man heute erneut vor den USA gebuckelt und den Menschenrechten einen B&auml;rendienst erwiesen.<br>\nWolfgang Ne&scaron;kovi&#263; sagt: &bdquo;Dieser Beschluss zeigt, dass die Regierungsfraktionen den politischen Konflikt mit den USA scheuen. Die Ablehnung des Antrages durch die Regierungsfraktionen beweist, dass die partei&uuml;bergreifende Verurteilung der Folterpraxis der CIA in der Aktuellen Stunde am 17. Dezember im Bundestag nur leeres Geschw&auml;tz war. Dar&uuml;ber hinaus n&auml;hrt das Verhalten der Regierungsfraktionen den Verdacht, dass der ungeschw&auml;rzte, vollst&auml;ndige Bericht Belege &uuml;ber m&ouml;gliche Beteiligungen deutscher Sicherheitsbeh&ouml;rden beinhalten k&ouml;nne. Der Hinweis, dass schon der Generalbundesanwalt den vollst&auml;ndigen Bericht angefordert hat, ist offenkundig vorgeschoben. Es liegt auf der Hand, dass die Anforderung des Berichts durch das Parlament ein qualitativ anderes politisches Gewicht hat als die Anforderung durch den Generalbundesanwalt.&ldquo;<br>\nSeit gut einer Woche liegt der Bericht komplett in deutscher &Uuml;bersetzung vor, sodass sich jeder hierzulande ein genaues Bild machen k&ouml;nne &uuml;ber die brutalen Foltermethoden und das unvorstellbare Ausma&szlig; an Verst&ouml;&szlig;en gegen nationales und internationales Recht (etwa gegen die UN-Antifolterkonvention) durch die US-Geheimdienste.<br>\nQuelle: Wolfgang Ne&scaron;kovi&#263;<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Fiscal Waterboarding<\/strong><br>\nEin fr&uuml;her Kandidat f&uuml;r den Anglizismus des Jahres 2015, hat der Begriff &ldquo;Fiscal Waterboarding&rdquo; gute Chancen, die &ouml;konomisch relevanteste Wortsch&ouml;pfung des Jahrzehnts zu werden. Denn dieser Einfall des neuen griechischen Finanzministers Yanis Varoufakis macht die Verhandlungsposition der Griechen auf einen Schlag weit besser &ndash; und die der Deutschen weit schlechter als zuvor kalkuliert.<br>\nWeitgehend unbemerkt von den deutschen Wirtschaftsprofessoren und -redaktionen hat sich die &ouml;konomische Debatte in den vergangenen Monaten massiv gegen die Sch&auml;uble&rsquo;sche Austerit&auml;tspolitik gedreht. Es sind nicht nur die alten Widersacher wie Paul Krugman, der v&ouml;llig zurecht triumphieren kann, dass die Vorstellung, mit radikalem Sparen neue Aufschwungskraft zu sammeln, im Fall Griechenland widerlegt wurde und sich als Aberglaube an die &ldquo;Confidence Fairy&rdquo; entpuppte, es sind auch alte Verb&uuml;ndete wie der Internationale W&auml;hrungsfonds, der k&uuml;rzlich zugab, dass die Annahmen &uuml;ber die Folgen europ&auml;ischer Fiskalkonsolidierungswut viel zu optimistisch waren; und es ist nat&uuml;rlich die &ouml;konomische Realit&auml;t, mit 26 Prozent Arbeitslosigkeit im siebten Jahr nach Ausbruch der Weltfinanzkrise und im f&uuml;nften Jahr tiefster griechischer Depression &ndash; ein Viertel der Wirtschaftsleistung weg, der Konsum sogar um 40 Prozent gesunken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blogs.taz.de\/wortistik\/2015\/01\/29\/fiscal-waterboarding\/\">taz Wortistik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Alles richtig. Nur ein Satz verdient eine Korrektur:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;Weitgehend unbemerkt von den deutschen Wirtschaftsprofessoren und -redaktionen hat sich die &ouml;konomische Debatte in den vergangenen Monaten massiv gegen die Sch&auml;uble&rsquo;sche Austerit&auml;tspolitik gedreht.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Besser und richtiger w&auml;re:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;Weitgehend unbemerkt von den deutschen Wirtschaftsprofessoren und -redaktionen hat sich die &ouml;konomische Debatte in den vergangenen Jahren massiv gegen die Sch&auml;uble&rsquo;sche Austerit&auml;tspolitik gedreht.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Nur leider bekommt man in Deutschland davon nichts mit &hellip; vor allem dann, wenn man seine Informationen &bdquo;nur&ldquo; aus deutschen Medien bezieht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Steuereinnahmen so hoch wie nie zuvor<\/strong><br>\nB&uuml;rger und Unternehmen in Bund und L&auml;ndern haben 2014 den Rekordwert von 593 Milliarden Euro an Steuern gezahlt. Das Ergebnis &uuml;bertrifft die Erwartungen&hellip;<br>\nEinkommensabh&auml;ngige Steuerarten dominieren das gute Gesamtergebnis. Das Lohnsteueraufkommen stieg um gut sechs Prozent auf fast 168 Milliarden Euro. Die veranlagte Einkommensteuer lag bei 45,6 Milliarden Euro &ndash; fast 8 Prozent mehr als 2013. Das l&auml;sst auf eine weiter gute Ertragslage von Selbst&auml;ndigen, Einzelunternehmern und Personengesellschaften schlie&szlig;en.<br>\nDie Einnahmen aus der von gro&szlig;en Unternehmen zu zahlenden K&ouml;rperschaftsteuer stiegen 2014 gegen&uuml;ber dem Vorjahr um 2,7 Prozent auf etwa 20 Milliarden Euro. Die Umsatzsteuer stieg um 3,2 Prozent auf gut 203 Milliarden Euro. Die Zuw&auml;chse bei Lohn-, Einkommen- und K&ouml;rperschaftsteuer f&uuml;hrten trotz eines starken R&uuml;ckgangs bei der Abgeltungsteuer auf Zins- und Ver&auml;u&szlig;erungsertr&auml;ge (minus 9,8 Prozent) auch beim &ldquo;Soli&rdquo;-Zuschlag zu einem h&ouml;heren Plus als erwartet: Die Einnahmen daraus stiegen um 4,6 Prozent auf gut 15 Milliarden Euro. Sie stehen allein dem Bund zu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2015-01\/staat-2014-steuern-rekord\">Die Zeit.de<\/a>\n<p>Siehe dazu: <strong>Kassenm&auml;&szlig;ige Steuereinnahmen nach Steuerarten und Gebietsk&ouml;rperschaften<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundesfinanzministerium.de\/Content\/DE\/Standardartikel\/Themen\/Steuern\/Steuerschaetzungen_und_Steuereinnahmen\/2015-01-30-steuereinnahmen-kalenderjahr-2014.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=2\">Aktuelle Ergebnisse Bundesfinanzministerium [PDF]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Was heute mal wieder als Rekord gemeldet wird, wiederholt sich j&auml;hrlich. Schaut man auf die <a href=\"http:\/\/www.bundesfinanzministerium.de\/Content\/DE\/Standardartikel\/Themen\/Steuern\/Steuerschaetzungen_und_Steuereinnahmen\/2-kassenmaessige-steuereinnahmen-nach-steuerarten-1950-bis-2013.html\">Zeitreihe von 1950 bis 2013<\/a>, so haben sich die Steuereinnahmen bis auf wenige Ausrei&szlig;erjahre jedes Jahr erh&ouml;ht. Was bei wirtschaftlichem Wachstum, bei nominalen Lohnerh&ouml;hungen und h&ouml;heren Gewinnen und inflationsbedingten Preissteigerungen (Umsatzsteuer) eigentlich selbstverst&auml;ndlich ist. Siehe insgesamt die <a href=\"http:\/\/www.bundesfinanzministerium.de\/Content\/DE\/Standardartikel\/Themen\/Steuern\/Steuerschaetzungen_und_Steuereinnahmen\/Steuereinnahmen\/entwicklung-der-steuereinnahmen.html\">Entwicklung der Steuereinnahmen<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Europarat st&auml;rkt das Streikrecht<\/strong><br>\nDie Parlamentarische Versammlung des Europarates hat sich daf&uuml;r ausgesprochen, die Aush&ouml;hlung von Tarifverhandlungssystemen und des Streikrechts der letzten Jahre umzukehren und fordert ein Ende der Austerit&auml;tspolitik. Die aktuelle Entwicklung in Griechenland ist ganz im Sinne dieser Entscheidung, da als eine der ersten Ma&szlig;nahme die durch die Troika beschnittenen Gewerkschaftsrechte wiederhergestellt werden sollen.<br>\nDie Parlamentarische Versammlung des Europarates (PACE) ist zutiefst besorgt &uuml;ber den Abbau von Kollektiv- und Streikrechten im Kontext der Wirtschaftskrise und der Austerit&auml;tspolitik. Eine entsprechende Resolution wurde am 28. Januar mit 136 Stimmen bei 2 Gegenstimmen in Stra&szlig;burg beschlossen: Die Aush&ouml;hlung von Tarifverhandlungssystemen und die Beschr&auml;nkung des Streikrechts bewirkten einen andauernden Trend hin zu niedrigeren L&ouml;hnen, schlechteren Arbeitsbedingungen und steigender Ungleichheit. Die Versammlung weist darauf hin, dass dadurch die europ&auml;ischen Volkswirtschaften beeintr&auml;chtigt werden und nicht zuletzt die Demokratie selbst Schaden nehmen k&ouml;nne.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/andrej-hunko.de\/presse\/2478-europarat-staerkt-das-streikrecht\">Andrej Hunko<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Mindestlohn beim Transit ausgesetzt<\/strong><br>\nIm Streit &uuml;ber den Mindestlohn f&uuml;r ausl&auml;ndische Lkw-Fahrer bei Transitfahren durch Deutschland lenkt die Bundesregierung ein. Nach den Worten von Arbeitsministerin Andrea Nahles wird die Pflicht f&uuml;r Spediteure, im reinen Transitverkehr den Mindestlohn zu zahlen, vorerst ausgesetzt.<br>\nDies gelte bis zur Kl&auml;rung europarechtlicher Fragen, sagte die SPD-Politikerin nach einem Treffen mit ihrem polnischen Amtskollegen Wladyslaw Kosiniak-Kamysz. Nicht ausgesetzt werden die Mindestlohn-Regeln f&uuml;r Lkw, die in Deutschland be- und entladen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/mindestlohn-lkw-fahrer-101.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein weiteres gro&szlig;es Loch im &bdquo;Schweizer K&auml;se&ldquo; Mindestlohn. Nahles hat mal wieder dem Druck polnischer und tschechischer Spediteure nachgegeben  und dem DGB und den Gewerkschaften unserer &ouml;stlichen Nachbarl&auml;nder einen Nasenst&uuml;ber verpasst. Die osteurop&auml;ischen Spediteure k&ouml;nnen also mit ihrem Lohndumping weitermachen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>TK: Krankenstand 2014 steigt, Besch&auml;ftigte fehlen nicht &ouml;fter, aber l&auml;nger<\/strong><br>\n14,8 Tage waren Erwerbspersonen &ndash; dazu z&auml;hlen Besch&auml;ftigte und ALG-I-Empf&auml;nger &ndash; in Deutschland 2014 durchschnittlich krankgeschrieben. Dies entspricht einem Krankenstand von 4,05 Prozent, der damit 0,9 Prozent h&ouml;her liegt als im Jahr zuvor. Dies gab die Techniker Krankenkasse (TK) heute auf ihrer Pressekonferenz zum Depressionsatlas Deutschland bekannt.<br>\nDer Anstieg resultiert laut TK ausschlie&szlig;lich aus der l&auml;ngeren Dauer der Krankschreibungen. 13,3 Tage fehlten Erwerbspersonen in Deutschland im Krankheitsfall, die durchschnittliche Dauer stieg damit um 4,5 Prozent (12,9 Tage in 2013).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tk.de\/tk\/pressemitteilungen\/gesundheit-und-service\/696554\">Pressemitteilung Techniker Krankenkasse<\/a> \n<p>Siehe auch: <strong>TK-Depressionsatlas: Niederschlag von L&uuml;beck bis Kulmbach Deutschland ist niedergeschlagen<\/strong><br>\nVom Jahr 2000 bis 2013 sind Fehlzeiten aufgrund von Depressionen um fast 70 Prozent gestiegen. Der Anteil der Erwerbspersonen (dazu geh&ouml;ren sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigte und ALG I-Empf&auml;nger), die Antidepressiva verschrieben bekamen, hat im gleichen Zeitraum um ein Drittel auf sechs Prozent zugenommen. Das geht aus dem Depressionsatlas Deutschland hervor, den die Techniker Krankenkasse (TK) heute in Berlin vorgestellt hat. (&hellip;)<br>\nGro&szlig;e Unterschiede zwischen den Berufen. Betroffen sind laut TK vor allem Berufe mit einem hohen Stresslevel und einer gro&szlig;en psychischen Belastung wie im Callcenter (2,8 Tage), in der Altenpflege (2,5), in Erziehungs- (1,6) sowie Sicherheitsberufen (1,4)&hellip;&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tk.de\/tk\/pressemitteilungen\/gesundheit-und-service\/696524\">Techniker Krankenkasse<\/a><\/p>\n<p>Dazu: <strong>Depressionsatlas 2015<\/strong><br>\nEine Sonderauswertung des TK-Gesundheitsreports 2014. Daf&uuml;r wertete die TK die Krankschreibungen  der 4,1 Millionen bei der TK versicherten Erwerbspersonen aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tk.de\/tk\/themen\/050-publikationen\/depressionsatlas-2015\/696240\">Techniker Krankenkasse<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Eon zieht wegen Gorleben-Aus vor das Verfassungsgericht<\/strong>\n<ul>\n<li>Seit dem Ende von Gorleben streiten sich in Deutschland Politik und Konzerne um die Endlagerung von deutschem Atomm&uuml;ll.<\/li>\n<li>Eigentlich sollten 26 Castoren aus Wiederaufbereitungsanlagen in Frankreich und Gro&szlig;britannien nun nach Deutschland zur&uuml;ckkommen. Nur: Keiner wei&szlig;, wohin damit.<\/li>\n<li>Die Bundesl&auml;nder sehen die Energiekonzerne in der Pflicht. Eon und andere Unternehmen argumentieren aber, dass sie schon Gorleben bezahlt h&auml;tten. Verbleibt der M&uuml;ll in Frankreich und Gro&szlig;britannien, fallen Mietkosten in Millionenh&ouml;he an.<\/li>\n<li>Eon hat nun Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht eingereicht. Der Konzern fordert, dass die &ouml;ffentliche Hand alle Mehrkosten trage oder der Gesetzgeber das Zwischenlager Gorleben wieder aufmacht.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/atomkraft-eon-zieht-wegen-gorleben-aus-vor-das-verfassungsgericht-1.2326982\">SZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Der angebliche Konsens &uuml;ber einen Neustart der Standortsuche nach einem Atomm&uuml;ll-Lager steht auf d&uuml;nnen Beinen. Die Atomwirtschaft dr&uuml;ckt sich aus der Verantwortung und vor allem vor den Kosten, die die sichere Lagerung des von ihr produzierten Atomm&uuml;lls mit sich bringt, wo sie nur kann. Es ist nur eine Frage der Zeit, dass sich auch die anderen Stromkonzerne einer solchen Klage anschlie&szlig;en.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>BND speichert 220 Millionen Telefondaten &ndash; jeden Tag<\/strong><br>\nDer Auslandsgeheimdienst sammelt in gro&szlig;em Stil Metadaten und liefert sie an die NSA. Das erfuhr ZEIT ONLINE. Die Amerikaner nutzen solche Daten zum T&ouml;ten.<br>\nMetadaten helfen Amerikas Geheimdiensten beim T&ouml;ten. Und der Bundesnachrichtendienst hilft der NSA und der CIA, genau solche Metadaten zu sammeln. Nicht gezielt, sondern massenhaft. Viele Millionen Metadaten fischt der BND ab und reicht sie an die amerikanischen Dienste weiter. Genauer: 220 Millionen jeden Tag.<br>\nIm deutschen Auslandsgeheimdienst vollzieht sich ein Paradigmenwechsel. Statt einzelnen Verd&auml;chtigen nachzuforschen, setzt der BND auf Massen&uuml;berwachung. Recherchen von ZEIT ONLINE zeigen nun zum ersten Mal, wie umfangreich dieser Umbau ist und wie problematisch.<br>\nFr&uuml;her belauschten Spione Menschen, sie kopierten heimlich Briefe und h&ouml;rten Telefonate ab. Sie wollten wissen, was die Leute sagen, was sie miteinander verabreden und sich gegenseitig weitererz&auml;hlen. Bis heute bestimmt der mith&ouml;rende Agent mit den Kopfh&ouml;rern auf den Ohren die Vorstellung davon, wie &Uuml;berwachung funktioniert. Doch das ist die Vergangenheit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/digital\/datenschutz\/2015-01\/bnd-nsa-metadaten-ueberwachung\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Saudi Arabia&rsquo;s culpability for extremism<\/strong><br>\nWe&rsquo;ve been reading and hearing a great deal about freedom of speech recently, with much of the reporting and comment being generated by the appalling murder of journalists and cartoonists in France by Muslim fanatics.<br>\nUnderstandably, their actions were thought by most of the world to be barbaric as well as totally unjustified in any intellectual sense. But justification is essentially subjective, and the savages who murdered the staff of the Paris magazine Charlie Hebdo exulted that &ldquo;We have killed Charlie Hebdo! We have avenged the Prophet!&rdquo; as if this were in some way adequate or even laudable explanation of murder.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.atimes.com\/atimes\/Middle_East\/MID-01-300115.html\">Asia Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Bundestag stimmt Einsatz im Nordirak zu<\/strong><br>\nBis zu 100 deutsche Soldaten werden in den Nordirak geschickt, um kurdische Streitkr&auml;fte auszubilden&hellip;<br>\nDen Vergleich mit dem inzwischen mehr als 13 Jahre dauernden Einsatz am Hindukusch h&ouml;rt man in der Bundesregierung allerdings nicht gerne.<br>\nEs handele sich schlie&szlig;lich nicht um eine Kampfmission, betont Au&szlig;enminister Frank-Walter Steinmeier (SPD). Das hat die kanadische Regierung vor dem Einsatz allerdings auch gesagt. Der Angriff Mitte Januar hat dort eine Debatte dar&uuml;ber ausgel&ouml;st, ob die Regierung bei der Truppenentsendung von falschen Voraussetzungen ausgegangen ist. Vieles am Irak-Einsatz der Bundeswehr ist noch unklar. Es gibt keine Einsatzregeln. Niemand kann sagen, wie viele Soldaten &uuml;berhaupt gebraucht werden. Und es ist auch nicht klar, wie lange die deutschen Ausbilder vor Ort bleiben m&uuml;ssen. Einer der Bundeswehroffiziere, die bereits vor Ort sind, geht von mindestens drei Jahren Einsatzdauer aus. Das Mandat gilt zun&auml;chst einmal f&uuml;r ein Jahr.<br>\nDie gr&ouml;&szlig;te Unklarheit besteht aber darin, ob der Einsatz &uuml;berhaupt durch das Grundgesetz gedeckt ist. Erstmals findet ein Auslandseinsatz der Bundeswehr weder unter dem Dach der Vereinten Nationen noch im Auftrag von EU oder Nato statt.<br>\nDas Grundgesetz l&auml;sst nach Artikel 24 aber nur Auslandseins&auml;tze in solchen Systemen &bdquo;gegenseitiger kollektiver Sicherheit&ldquo; zu. Der Irak-Einsatz wird lediglich von einer losen Allianz von 60 Staaten getragen. Die Streitfrage ist also: Ist die Anti-IS-Allianz ein &bdquo;System gegenseitiger kollektiver Sicherheit&ldquo;? Klagen wird voraussichtlich niemand. Die beiden Oppositionsfraktionen haben keine rechtliche Handhabe. F&uuml;r ein Normenkontrollverfahren verf&uuml;gen sie nicht &uuml;ber die notwendigen 25 Prozent der Stimmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/deutsche-soldaten-gegen-den-is-bundestag-stimmt-einsatz-im-nordirak-zu\/11301830.html\">Der Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Neues T&uuml;rschild f&uuml;r Pegida<\/strong><br>\nMit dem R&uuml;cktritt des f&uuml;nfk&ouml;pfigen Pegida-Orgateams am Mittwoch implodieren zwar die bisherigen Strukturen der Bewegung. Weitergehen soll es aber durchaus &ndash; daran lassen die Pegida-Aussteiger keinen Zweifel. Zwar werden auf der Facebook-Seite massive Anfeindungen und berufliche Belastungen als Grund f&uuml;r den R&uuml;ckzug angegeben. Tats&auml;chlich aber hat sich das bislang zw&ouml;lfk&ouml;pfige Organisationsteam gr&uuml;ndlich zerstritten &ndash; &uuml;ber das weitere Vorgehen und dar&uuml;ber, dass Pegida-Gr&uuml;nder Lutz Bachmann trotz seines offiziellen R&uuml;ckzugs weiter im Hintergrund die F&auml;den ziehen wollte.<br>\nEin wesentlicher Zankapfel sei auch die Bewertung des Leipziger Pegida-Ablegers Legida gewesen, bei dem nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes mehrere Rechtsextremisten Schl&uuml;sselpositionen einnehmen. Momentan ist offen, was die im Organisationsteam verbliebenen Pegida-Gr&uuml;nder &ndash; neben Bachmann unter anderem der Mei&szlig;ener Security-Mann Siegfried D&auml;britz und der Motorradfreund Tom Balasz &ndash; nach dem Bruch unternehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/in-dresden-soll-weiter-demonstriert-werden-neues-tuerschild-fuer-pegida\/11302032.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Arno Kl&ouml;nne: Wutspazierg&auml;nge, Pflicht&uuml;bungen, Werbegelegenheiten<\/strong><br>\nWie Demonstranten eingesammelt, mit Leitworten versehen und auf den rechten Weg gebracht werden sollen.<br>\nDie Labels der Pegida-Bewegung sind sehr offen formuliert, gerade deswegen gelingt es den Rechten ihre Themen in dieser Bewegung unterzubringen. Doch auch das Label &raquo;Bunt&laquo; reicht nicht f&uuml;r einen linken Widerstand&hellip;<br>\nUnd die Gegendemos, in den Teilnehmerzahlen eindrucksvoll? Sie stehen vorrangig unter den Leitworten &raquo;F&uuml;r ein buntes Deutschland, f&uuml;r Toleranz und Weltoffenheit&laquo;. Diese Deklaration ist nicht gerade pr&auml;zise, was freilich dem Sammeleffekt n&uuml;tzlich ist. Da k&ouml;nnen selbst moderat konservative Oberb&uuml;rgermeister (die gibt es auch in der SPD) zur Demo aufrufen, sogar Schuldirektoren als pflichttreue Beamte die Beteiligung organisieren&hellip;<br>\nAuch hier regt sich ein so genannter Rand: Antifaschistische Gruppen melden sich zu Wort und Initiativen, die sich f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge einsetzen; sie sind der Meinung, die Floskel vom &raquo;bunten Deutschland&laquo; m&uuml;sse auf ihre konkrete Bedeutung hin gepr&uuml;ft werden. Nicht alles, was auf Buntheit sich berufe, b&uuml;rge deshalb schon f&uuml;r eine menschenw&uuml;rdige, gegen den Rassismus und &raquo;b&uuml;rgerliche Rohheit&laquo; angehende politische Praxis.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/960083.wutspaziergaenge-pflichtuebungen-werbegelegenheiten.html\">ND<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Umfrage sieht Le Pen bei Pr&auml;sidentenwahl vorn<\/strong><br>\nRund 30 Prozent der Franzosen w&uuml;rden die Chefin des Front National w&auml;hlen. Damit liegt Le Pen deutlich vor allen Konkurrenten, f&uuml;r das Amt w&uuml;rde es dennoch nicht reichen&hellip;<br>\nDer fr&uuml;here Staatspr&auml;sident Nicolas Sarkozy, Regierungschef Manuel Valls und der ehemalige Ministerpr&auml;sident Alain Jupp&eacute; erreichten dieser Umfrage zufolge jeweils etwa 23 Prozent. Staatschef Fran&ccedil;ois Hollande k&ouml;nnte mit 21 Prozent rechnen. In der Stichwahl w&uuml;rde Marine Le Pen demnach aber klar geschlagen werden, ganz gleich, wer ihr Gegner sein w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2015-01\/frankreich-marine-le-pen-praesidentschaftswahl-umfrage\">Zeit.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers F.K.:<\/strong> Frankreichs Rechte, der Front National mit Marine Le Pen, wird das zentrale Problem der EU wie des Euros werden. Die Hysterie um das kleine Griechenland, das sich erlaubt hat, links zu w&auml;hlen, versperrt den deutschen Medien offenbar den Blick daf&uuml;r, welche Sprengkraft f&uuml;r die EU und den Euro in Frankreich heranw&auml;chst.<br>\nEbenso abseitig wie Griechenland auf der einen Seite ist die Fokussierung der EU-Politik auf den Ukraine-Konflikt. Retten kann die EU wie den Euro nur das, was die EU einst begr&uuml;ndet hat: eine enge Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich. Die ist mit Merkel und ihrem Hofstaat nicht in Sicht. Leider wird man erst in einigen Jahren feststellen, welche dramatischen Folgen das hatte. Merkel ist dann wohl &ndash; wie ihr Ziehvater &ndash; Ehrenvorsitzende der CDU und sakrosankt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Niere oder Tod<\/strong><br>\nMehr als 8000 Menschen warten in Deutschland auf eine Niere. Der schwer kranke Journalist Willi Germund (60) wollte nicht warten. Er hat sich eine gekauft.<br>\n&hellip;. Noch schweigsamer wurde er in den letzten Jahren, als die Nieren zu sterben anfingen. Als Freiberufler in dem harten Mediengesch&auml;ft krank sein &ndash; das h&auml;tte ihn, bei der Sparwut der Verlage, killen k&ouml;nnen. Um so erstaunlicher ist sein Buch. Gut, mutig war der Kerl schon immer, wenn es um seine Geschichten &uuml;ber andere ging. Aber die eigene Geschichte so offen und ehrlich zu erz&auml;hlen, das hat eine neue Qualit&auml;t. Die weltweiten Recherchen nach einer Niere, in China, den USA, in Indien, Pakistan, Vietnam, Thailand &ndash; das k&ouml;nnte man als Handwerk bezeichnen, das der erfahrene Reporter draufhat. Wir lernen, dass zwischen 60 000 und 100 000 Nieren jenseits der offiziellen Kan&auml;le verpflanzt werden, etwa so viele wie auf dem legalen Weg. Zu Preisen bis zu 250 000 Euro. Aber: So nah dran kann das nur einer schildern, der selbst nach einem Strohhalm sucht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/gesellschaft\/200\/niere-oder-tod-2691.html\">KONTEXT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ich wei&szlig; nicht, ob ich &ndash; wenn ich in dieser Situation w&auml;re und die M&ouml;glichkeiten, das Geld dazu h&auml;tte &ndash; mich nicht auch so entscheiden w&uuml;rde. Und trotzdem, so schizophren das ist, w&uuml;rde ich alle Ma&szlig;nahmen auf nationaler und auf internationaler Ebene unterst&uuml;tzen, welche diese Art von Organhandel zu unterbinden sucht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Trotz Zulassungbeschr&auml;nkung: Tausende Studienpl&auml;tze sind ungenutzt<\/strong><br>\nDas Wintersemester geht zu Ende &ndash; doch mehr als drei Monate nach Vorlesungsbeginn sind immer noch Tausende Studienpl&auml;tze frei. Allein in den besonders begehrten NC-F&auml;chern sind 14.500 Pl&auml;tze ungenutzt&hellip;<br>\nDie tats&auml;chlichen Zahlen d&uuml;rften jedoch noch h&ouml;her liegen, da mehrere L&auml;nder keine Angaben zu den unbesetzten Studienpl&auml;tzen machen konnten.<br>\nDas Problem einer effektiven Verteilung der Studienpl&auml;tze in Deutschland ist nach wie vor ungel&ouml;st. Zwar sind die Zahlen aus den einzelnen Bundesl&auml;ndern nur begrenzt vergleichbar, weil die Wissenschaftsministerien keine einheitliche Statistik f&uuml;hren. Dennoch ist klar: Dass Tausende von Studienpl&auml;tzen frei bleiben, ist eine Verschwendung von Kapazit&auml;ten &ndash; und eine Zumutung f&uuml;r abgelehnte Studieninteressenten&hellip;<br>\nF&uuml;r die schleppende Vergabe der begehrten Pl&auml;tze machen Vertreter der Ministerien und der Hochschulen ein fehlendes bundesweites Verteilverfahren verantwortlich. Dessen voller Betrieb ist bereits mehrfach angek&uuml;ndigt, aber immer wieder verschoben worden. 2008 war die damalige &ldquo;Zentralstelle f&uuml;r die Vergabe von Studienpl&auml;tzen&rdquo; (ZVS) auf Druck von L&auml;ndern und Hochschulen geschlossen worden, die Unis und FHs wollten ihre Studenten lieber selbst aussuchen &ndash; und stellten schnell fest, dass sie damit h&auml;ufig &uuml;berfordert waren&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/studium\/hochschulen-14-500-numerus-clausus-plaetze-nicht-besetzt-a-1015720.html\">Armin Himmelrath in Unispiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wenn man sich in die Situation der jungen Leute hineinversetzt, die wegen des n.c. keinen Studienplatz bekommen haben und teilweise Jahre darauf warten, dann sind die tausende von unbesetzten n.c-Studienpl&auml;tze ein himmelschreiender Skandal. Das Chaos, das durch die sog. Hochschul-Autonomie entstanden ist, dauert nun schon seit Jahren an &ndash; siehe <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3804\">&bdquo;Hochschulzulassung oder das Chaos der Hochschul-Autonomie&ldquo;<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/090722_hochschulzulassung_zbs2_2009_lieb.pdf\">&bdquo;Vom Versagen er Politik und der Scheu vor Verantwortung&ldquo; [PDF]<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Eine Personalie, die im WDR f&uuml;r Unruhe sorgt<\/strong><br>\nTom Buhrow m&ouml;chte, dass der Leiter seiner Intendanz R&uuml;diger Paulert &ndash; ein enger Buddy des Senderchefs -voraussichtlich zum 1. April auch die Verantwortung der Hauptabteilung Kommunikation, Forschung und Service &uuml;bernimmt. Das Vorhaben d&uuml;rfte auf der Verwaltungsratssitzung des Senders am 6. Februar durchgewinkt werden. Allerdings gibt es da ein Problem: F&uuml;r die bisherige Leiterin der Hauptabteilung Claudia Schmidt hat Buhrow keine Anschlussverwendung.<br>\nDas Angebot des Intendanten sich bei gleichem Gehalt k&uuml;nftig ausschlie&szlig;lich auf die Medienforschung zu konzentrieren, soll sie abgelehnt haben. Angeblich hat Buhrow daraufhin erwogen, die Dame unter Zahlung ihrer Bez&uuml;ge in den vorzeitigen Ruhestand zu schicken. Diese nicht eben geb&uuml;hrenschonende Variante soll der Senderchef, der ansonsten einen beinharten Sparkurs f&auml;hrt, aber wieder verworfen haben.<br>\nNun soll, wie es in Senderkreisen hei&szlig;t, Schmidt Paulert bis Ende des Jahres einarbeiten und danach im Rahmen einer Vorruhestandsregelung den Sender verlassen. Was diese f&uuml;r au&szlig;ertariflich bezahlte F&uuml;hrungskr&auml;fte eher un&uuml;bliche L&ouml;sung den WDR kostet, ist unklar. Der Sender h&uuml;llt sich zu der gesamten Causa in Schweigen. Es handele sich um &bdquo;unternehmensinterne Fragen&ldquo;, zu denen man sich &bdquo;nicht &auml;u&szlig;ern&ldquo; wolle&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/meinung\/kolumnen\/medienmacher\/medienmacher-degeto-verklagt-den-einstigen-chef\/11271768.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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